Während Medien und Politik die Opfer politischer Gewalt in der Welt weitgehend beschweigen, gibt es für die 150 Opfer der Flugkatastrophe einen Tsunami der Aufmerksamkeit und der Fürsorge. Gibt es eine willkürliche Selektion in politisch genehme und weniger genehme Opfer? Wissen Sie, wieviele Menschen gestern eines unnatürlichen Todes gestorben sind? Wissen Sie, wieviele Menschen heute auf dieser Erde eines unnatürlichen Todes gestorben sein werden? Wenn Sie nicht erleuchtet sind, wissen Sie es nicht. Niemand weiß es und niemand schert sich darum, dass er es nicht weiß.

Insbesondere dem Mainstream, um dieses verpönte Wort hier zu gebrauchen, ist es schnurzpiepegal, wieviele Menschen durch Mord, durch Krieg, durch Unfall jeden Tag aufs Neue zu Tode kommen. Und dem politisch korrekten Mainstream, um ein zweites verpöntes Wort zu verwenden, ist es noch gleichgültiger, welches menschliche Leid aktuell auf “unserem” Globus gerade passiert.

In einem ganz nebensächlichen Punkt ist der politisch korrekte Mainstream allerdings sehr penibel. Die Selektion von Menschen in lebenswert und nicht lebenswert ist eine moralfeindliche Kategorie, die der politisch korrekte Mainstream weit von sich schiebt und seinen Feinden zuschreibt. Dabei ist es der politisch korrekte Mainstream höchst selber, der eine menschenverachtende, ja eine gegen die Menschlichkeit verstoßende ekelerregende Selektion permanent und immer wieder vornimmt. Es ist regelrecht eine Dauerbeschäftigung dieses politisch korrekten Mainstreams und ein Essential, über das sich der politisch korrekte Mainstream wahrscheinlich am besten definieren lässt.

So gibt es die politisch korrekten Mordopfer und die politisch unkorrekten Mordopfer. Mit Ersteren wird die Öffentlichkeit überschäumend beschäftigt, mit letzteren, die gute Chancen haben überhaupt nicht in der Öffentlichkeit vorzukommen, gibt es einen recht rüden Umgang bis hin zum Verschweigen oder gar einem menschenverachtenden Bemakeln. (Fortsetzung bei Bettina Röhl in Tichys Blog)

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30 KOMMENTARE

  1. Genau mein Reden, Frau Röhl.
    Dieser Fall hat allerdings für unsere verlogene, grün-links versiffte Medienwelt noch eine ganz besondere Qualität, nämlich:
    Juchheisa, Jubel, Trubel, Heiterkeit – Es ist ein Bio-Deutscher!
    Was will man mehr!
    Für dieses linke Journalisten Pack gilt somit wieder einmal:
    Wir Deutschen sind die Bösen!

  2. So gibt es die politisch korrekten Mordopfer und die politisch unkorrekten Mordopfer.

    Der Tod von Khaled Idris Bahray und Dresden
    „Pegida“ und die Angst

    16.01.2015 17:10 Uhrvon Christine Keck
    Montagnachmittag in Dresden. Eine Libyerin versucht, in der Tram nicht aufzufallen. In der Moschee verriegeln sie die Tür. „Pegida“ marschiert. Und nur wenig später wird ein Flüchtling zwischen Plattenbauten erstochen.

    Es sind die Blicke, die sich verändert haben, sagt Jamila Aun. Die sie abschätzig mustern – vom grauen Kopftuch über ihren Wintermantel bis zu den Schuhen. Die sich abwenden und in Sekundenbruchteilen signalisieren, dass sie unerwünscht ist. „Die Augen reden, und das tut weh“, sagt die 39-jährige Libyerin auf Arabisch, eine kleine Frau mit ernstem Gesicht, die kaum Deutsch spricht und nicht versteht, was über sie getuschelt wird. Sie drückt sich an die Tür der Straßenbahnlinie 12, wie auf der Flucht, immer bereit, schnell auszusteigen, wenn es ihr unheimlich wird. Vor ihr schaukelt in den Kurven der Kinderwagen mit dem Baby, das friedlich schläft.

    Bis zur Kita Raupennest, wo sie ihre zwei älteren Kinder abholt, sind es fünf Stationen. Jamila Aun hält Abstand, will nicht auffallen, nicht wieder beschimpft und beleidigt werden. Sie hat Angst.
    Es ist Montagnachmittag in Dresden, die Mannschaftswagen der Polizei fahren in Kolonnen auf, riesige Lichtanlagen werden aufgebaut, Absperrungen eingerichtet. Die Straßen sind voll mit Tausenden von Unzufriedenen, die sich „patriotische Europäer“ nennen und mit ihren Demonstrationen eine „Islamisierung des Abendlandes“ verhindern wollen. Sie fordern mehr direkte Demokratie und ein neues Gesetz, um der „unkontrollierten, quantitativen Zuwanderung“ Einhalt zu gebieten.
    Seit Pegida traut sie sich kaum noch raus
    „Die meinen mich“, sagt Jamila Aun und rutscht noch ein bisschen tiefer in ihren dicken Mantel hinein, „seit ,Pegida‘ angefangen hat, traue ich mich kaum mehr raus.“ Ihr Mann ist nierenkrank, das hat die Familie nach Deutschland gebracht, wo sie Asyl bekommen hat. Zum Teil auf Kosten des libyschen Staates wurde ihm hier die Niere eines Verwandten transplantiert.
    Was Jamila Aun nicht ahnen kann, ist, dass im Dresdner Stadtteil Leubnitz-Neuostra an diesem Montagabend der 20-jährige Khaled Idris Bahray, ein Eritreer muslimischen Glaubens, ein allerletztes Mal seine Wohnung verlassen wird – am nächsten Morgen findet ihn ein Passant blutüberströmt im Hof der Plattenbausiedlung. Seit bekannt wurde, dass der Asylbewerber mit Messerstichen getötet wurde, ist die latente Sorge vieler Ausländer in Panik umgeschlagen. Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz warnt vor Spekulationen, sie spricht nicht aus, was viele denken: Ist Khaled Idris Bahray getötet worden, weil er ein Ausländer ist?
    Für viele bleibt es ein Rätsel, weshalb „Pegida“ ausgerechnet in Dresden so großen Zuspruch erfährt. Denn es ist gar nicht so leicht, in der Stadt auf Ausländer oder gar Muslime zu treffen. Weniger Islam als in dem ostdeutschen Bundesland geht kaum. Auf gerade mal 4000 Gläubige schätzte vor ein paar Jahren Innenminister Markus Ulbig die Gesamtzahl, ein paar tausend mehr mögen es inzwischen sein. Im Stadtbild haben sie bislang kaum Spuren hinterlassen. Das einzige Minarett in Dresden ist 62 Meter hoch und von überall her zu sehen, doch es ist nichts anderes als der getarnte Schornstein der ehemaligen Yenidze-Tabakfabrik, die schon 1908 auf eine orientalische Optik setzte.

    BAHRAYS BEERDIGUNG IN BERLIN
    Der falsche Täter

    Die Solidarität der linken Szene mit dem ermordeten Khaled Idris Bahray hat schlagartig abgenommen. Zur Beerdigung kamen nur 250 Menschen.VON SEBASTIAN HEISER

    Imam Mohammed Antabli bei der Beerdigung von Khaled Idris Bahray. Bild: dpa
    BERLIN taz | Auf einem Friedhof in Berlin wurde Khaled Idris Bahray am Samstag bestattet. Der 20-jährige Asylbewerber aus Eritrea war vor zwei Wochen in Dresden durch mehrere Messerstiche in Hals und Oberkörper ermordet worden. Gut 250 Menschen begleiteten die Beerdigung, darunter auch eine Tante Bahrays. Seine Mutter, die im Sudan lebt, konnte nicht anreisen. Die Stadt Dresden schickte Kristina Winkler, die Integrations- und Ausländerbeauftragte. Auch der Linken-Abgeordnete Hakan Tas und die Arbeiterwohlfahrt kamen.
    Eine Woche zuvor waren allerdings noch 3.000 Menschen in Berlin zum Gedenken an Bahray auf die Straße gegangen. Auf den Plakaten standen Sprüche wie „Wir alle sind Khalid“, „Trauer und Solidarität“ und „Deutschland, du Mörder“. Die linke Szene Berlins hatte breit mobilisiert, die meisten Teilnehmer der Demonstration waren Weiße. Jetzt zur Beerdigung kamen dagegen deutlich weniger Menschen – und fast nur Schwarze.
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    Ging es bei der Demonstration vor einer Woche also wirklich um Trauer und Solidarität? Oder um die Instrumentalisierung eines Ermordeten für die eigenen politischen Zwecke? Am Donnerstag waren die ersten Ergebnisse der Ermittlungen bekannt geworden. Als Täter verdächtig ist demzufolge kein rechtsextremer Pegida-Nazi, wie von der linken Szene vorhergesehen, sondern ein ebenfalls aus Eritrea stammender, 26 Jahre alter Mitbewohner. Dessen DNA fand die Polizei offenbar an der Tatwaffe, er soll die Tat bereits gestanden haben.
    „Voreilige Bewertungen
    „Ich bin hier, um Khaled auf seinem letzten Weg auf Erden zu begleiten“, sagt Taha Tekle, der aus Eritrea stammt und heute zur Beerdigung gekommen ist, obwohl er den Toten nicht persönlich kannte. Er sagt, niemand habe es verdient, ermordet zu werden, egal von wem und aus welchem Grund.
    „Es war ein Fehler, vorschnell den Mord an Khaled zu bewerten“, schreibt die Thüringer Linken-Abgeordnete Katharina König selbstkritisch auf Twitter. „Rassismus tötet“, hatte sie in Bezug auf Bahray behauptet, bevor die Ermittlungsergebnisse bekannt wurden.
    Sargpflicht in Sachsen
    Vergleichsweise weit hatte sich auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu aus dem Fenster gelehnt: Er sei „erschüttert, dass Sicherheitsbehörden nach den NSU-Morden noch solche eklatanten Fehler begehen“, hatte er vor einer Woche auf der Demonstration in Berlin gesagt. Der Veranstalter, die Naturfreundejugend Berlin, hatte kritisiert, dass die Polizei erneut ein rassistisches Tatmotiv ausblende. Kritisiert wurde auch, dass die Polizei die Mitbewohner des Ermordeten überhaupt vernommen hatte, anstatt sich auf Nazis zu konzentrieren.
    Bahray wurde in Berlin beerdigt, weil in Sachsen Sargpflicht herrscht. Auf dem Friedhof in Spandau wurde der Sarg nur bis zum Transport zum Grab benutzt. Unter die Erde kam Bahray dann in einem Leichentuch, wie es nach islamischem Brauch üblich ist.

  3. Die blutige Wahrheit, die allerdings nicht nur die Lügenpresse, sondern primär die Universitäten betrifft, an denen linke Histeriker die Geschichte zurechtbiegen.

    Ein Lügenmedium können sie kaufen oder nicht.
    Die linken Lügenprofessoren werden zwangsfinanziert.

  4. Für mich zeigt die Berichterstattung im Fall Germanwings vielmehr, dass alle bei sowas unterdessen erwarten, dass es von Moslems gemacht wird. Keiner spricht darüber, weil das abgestraft würde.

    Aber allen ist klar, dass eine solche Tat nur ausnahmsweise von einem gewöhnlichen Irren gemacht wird. Der Regelfall ist bekannt.

  5. Erstaunlich, wie Bettina Röhl die (Flug-)Kurve zu den von ihr offenbar sehr gehassten 68igern hinbekommen hat. Dabei zeugt es aus meiner Sicht von Kurzsichtigkeit bei den 68igern ausschließlich niedere, egoistische, thumbe usw. Beweggründe und Motive ausmachen zu wollen.

    Um das Öffentlichkeitsinteresse an Flug U49525 besser zu verstehen, empfiehlt sich dieser Spruch hier:

    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Die Mutmaßung steht ziemlich greifbar im Raum, dass es mit Flug U49525 so nicht hätte kommen müssen, und allein aus dieser Tatsache erklärt sich in diesem konkreten Fall das anhaltende Öffentlichkeits- und Medieninteresse.

  6. Frau Röhl hat recht. Jedes Jahr kommen in Deutschland über 15.000 Menschen durch multiresistente Keime im Krankenhaus um. Also eine ganze mittlere Stadt. Die Lügenmedien informieren uns über die Ursache, genauso wie über Migrantenmorde an Deutschen lediglich falsch bzw. gar nicht.

  7. Wenn man Äpfel mit einer Scheibe Wurst vergleicht kann ich Bettina Röhl verstehen.

    Den Absturz des Fluges U49525 damit in Zusammenhang zu bringen entbehrt jedoch jeglicher Grundlage.
    Dann stellt sich mir nur die Frage warum wir solch ein Aufheben um 9/11 gemacht haben.
    Schließlich sterben doch täglich weitaus mehr Menschen beim Queren der Straße.
    Wieviel Flugzeugabstürze währen den genehm oder angebracht um Moralisch korrekt solch ein Aufhebens darüber zu machen?

    Vollkommener Blödsinn was Frau Röhl da im Zusammenhang mit dem Absturz von sich gibt.

  8. Diesmal leider völlig daneben, Frau Röhl, so sehr ich Ihre Beiträge sonst schätze. Wie Sie von den Opfern eines Flugzeugabsturzes auf die Opfer der Stalinschen, Hitlerschen, maoistischen usw. Massenmorde kommen, erschließt sich mir überhaupt nicht.
    Der Mensch ist nun einmal emotional so „gebaut“, dass ihm der Tod des einzelnen eigenen Kindes näher geht, der deutschen Öffentlichkeit der Tod von deutschen Schulkindern näher geht, als alle sonstigen in einem bestimmten Zeitraum als abstrakte Zahlen vorkommenden Todesopfer zusammengenommen. Die Medien bedienen halt dieses Bedürfnis. Oder sollen sie den trauernden Eltern vermitteln: „heult nicht um eure paar Kinder, anderswo werden gerade Tausende umgebracht“?
    Dass um jedes Unglück mit Todesopfern auch Medienrummel gemacht wird, mit dem Zeitungen verkauft werden und dass Politiker zu Schnellschüssen neigen, mag man beklagen, bleibt aber dabei nicht aus.
    Was sollen die Politiker und die Medien tun? Äußern sie sich nicht, sind sie kaltherzig und gleichgültig, äußern sie sich, findet sich immer irgendjemand, der daran was auszusetzen hat.
    Der Pastor in seiner Sonntagspredigt kommt von Regen, Sonnenschein, Autopanne, kaltem Frühstückskaffe, nach Belieben fortzusetzen, irgendwann immer auf den Lieben Gott und sein segensreiches Wirken, Sie kommen leider von Flugzeugabsturz auf die verdrehten Ideale der 68er und lassen mich ratlos kopfschüttelnd zurück.

  9. Juhu, ich bin wieder da. Eine ganze Zeitlang konnte ich mich wegen technischer Probleme nicht anmelden, (Fehler 404 Seite existiert nicht) aber nur klappt es endlich wieder.

    Ja, Bettina Röhl hat mal wieder völlig Recht. Natürlich findet eine Selektion der Opfer statt, über die wir weinen dürfen und über die wir nicht weinen dürfen.

    Ich persönlich lasse mir jedoch von niemanden vorschreiben über wen ich zu trauern habe und über wen nicht. Ich habe mein eigenes Rechtsempfinden und das hat mich immer ganz gut durch diese Welt geleitet, auch als ich noch von den Mauermördern eingemauert war.

    Die Flugzeugkatastrophe ist schrecklich, gar keine Frage. Ein durchgedrehter der ein Flugzeug gegen eine Felswand rast. Allerdings ist er auch nur ein Waisenknabe im Vergleich zu der durchgedrehten FDJ-Sekretärin die zusammen mit ihren Lakaien und Gehilfen unser ganzen Land auf den Abgrund zu rast.

    Wir deutschen sind ein fleißiges und arbeitsames Volk. Selbstkritisch muss man allerdings anmerken das wir (oder zumindest die Mehrheit der Deutschen) offenbar Probleme damit haben es rechtzeitig zu erkennen wenn dieses Land von Geistesgestörten regiert wird. Wir rackern zuviel so das viele vergessen, den Blick mal nach oben zu richten um denen da oben mal auf die Finger zu schauen. Es ist mal wieder soweit. Deutschland ist wieder in die Hände von geistesgestörten geraten und wir müssen aufpassen damit unser Flugzeug Deutschland nicht gegen die Felswand gerast wird.

  10. So schrecklich diese Tragödie für die Hinterbliebenen ist, so wahr ist auch dieser Artikel, und zwar in verschiedener Hinsicht.

  11. Ich persönlich finde, dass Bettina Röhl den Finger auf eine klaffende Wunde in der Berichterstattung des Mainstreams legt.

    Die Todesopfer von Kriegen, Genoziden, Unfällen, Seuchen usw. erhalten ungleiche Beachtung. Demgemäß gibt es für unsere Journalunken gute und weniger gute Todesopfer. So ein spektakuläres Flugzeugunglück mit einem deutschen Selbstmordattentäter produziert gute Opfer, über die man tagein tagaus unzählige Artikel produziert. Die Christen, die täglich in nordnigerianischen Dörfern von Mohammedanern abgeschlachtet werden, finden sich in nur wenigen Artikeln – sie sind weniger gute Opfer.

    Und auf genau diese Instrumentalisierung der Opfer durch die linksverdrehte Lügenpresse weist Bettina Röhl in dem Artikel hin.

  12. An jedem Werktag werden in Deutschland etwa 1000 Kinder ermordet, noch ehe sie das Licht der Welt erblicken dürfen.
    Anfang März hat die rot-grüne Mehrheit der EU-Abgeordneten für ein „Menschenrecht auf Abtreibung“ gestimmt.
    Der so genannte Tarabella-Bericht wurde insgesamt mit 440:206 Stimmen angenommen (CDU/CSU, AfD, Familienpartei, ÖDP und Teile der FDP haben dagegen gestimmt).
    Wen regt das noch auf?

  13. die pervertierte Moral des Mainstream
    Die Mainstream-Medien besitzen gar keine Moral mehr.
    Die Medien halten sich dabei an Voltaire, der sagte:
    Für eine gewisse Sicht der Dinge ist völlige Verblödung, Voraussetzung!

  14. Boko Haram löscht alle paar Tage ein Dorf mit gut 150 Bewohnern aus. In Pakistan gibt es jährlich Tausende Ehrenmorde an Frauen. In Banglasdeh sinken jedes Jahr zwei, drei Fähren. Das alles erscheint nicht berichtenswert: In der Presse zählt eben nicht jedes Leben gleich, sondern nur die Auflage zählt.

  15. Röhl:

    Gibt es eine willkürliche Selektion in politisch genehme und weniger genehme Opfer … die politisch korrekten Mordopfer und die politisch unkorrekten Mordopfer

    Ich fürchte, das hat mit politisch korrekt oder unkorrekt nichts zu tun, dass ein spektakulärer Flugzeugabsturz mit 150 Toten mehr öffentliche Aufmerksamkeit erfährt als das alltägliche Morden in Afrika, liegt in der Natur der Sache. Es geht im aktuellen Fall darum, dass öffentliche Figuren wie NRW-MP Hannelore Kraft nicht mehr wissen, wie man mit öffentlichen Ritualen umzugehen hat. Denn für die Opfer des Flugzeugabsturzes einen Staatsakt im Kölner Dom mit Gauck und Merkel und Staatsgästen aus dem In- und Ausland anzuberaumen, ist völlig unangemessen – wie will man reagieren, wenn eine Persönlichkeit stirbt, die sich um dieses Land verdient gemacht hat? Jan Fleischhauer hat das Problem in seiner Kolumne sehr treffend beschrieben:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/germanwings-absturz-staatsakt-ist-unangemessen-kolumne-a-1026428.html

    Und was Stalin, Mao, Pol Pot etc. an dieser Stelle zu suchen haben, leuchtet mir schonmal gar nicht ein. Oder befanden die sich nur praktischerweise in Bettina Röhls Archiv? Es gibt Ungerechtigkeiten in der öffentlichen Anteilnahme: Die Schwulen machen ein großes Gedöns um ihre 500 AIDS-Toten und die Medien berichten, während die 40.000, die an Lungenkrebs sterben, dies in aller Stille zu tun haben. So ist das nunmal.

  16. Gestern sind 5 Menschen in Deutschland gestorben durch den Sturm, 5. Wo ist Merkel und Gauckler, kein Beileid. 5 sind zu wenig.

  17. Das hat sich lange angebahnt.

    Auf einer Hochzeit in Celle unterhielt ich mich 1993 mit einem BKA-Beamten.

    Der sprach schon damals davon, daß sie die krimellen Clan-Strukturen kurdischer Großsippen kaum noch in den Griff bekommen.

    Damals war in den Medien nicht davon zu finden.

  18. Verkehr tötet.

    Auch in früheren Jahrhunderten sind gelegentlich Kutschen von durchgehenden Pferden in den Abgrund gerissen worden.

    Dennoch hat es damals meines Wissens nach in solchen Fällen keine Staatsakte gegeben. Obgleich die Trauer der Angehörigen sicherlich ebenso gross war wie heute.

    Denn man wusste auch: ohne Verkehr geht’s nicht. Mit dem Risiko muss man leben.

    Das erste Mal, dass mit einem Verkehrsunglück die dahinterstehende Technologie in Frage gestellt wurde, war ausgerechnet in der Nazi-Zeit. Mit dem Absturz der „Hindenburg“ war das Ende des Zeppelin-Zeitalters eingeläutet worden.

    Für das Ende der Concorde reichte ein dummer Zwischenfall. Allerdings spinnen seit dem Beginn der 70er Jahre die Technologiefeinde ihre Mythen.

    Die eigentliche Heuchelei besteht darin, dass diejenigen, die heute gar nicht schnell genug öffentlich trauern können, identisch sind mit denjenigen, die in ihrer täglichen Arbeit den Flughäfen und Airlines das Leben gar nicht schwer genug machen können.

  19. Ich finde, Frau Röhl hat schon recht. Es ist regelrecht erschütternd, mit welcher Detailtreue über den schrecklichen Absturz berichtet wird. Das sind wir nicht mehr gewohnt! Diese Detailtreue würde ich mir auch bei Berichten über Ausländerkriminalität o.ä. wünschen.

  20. Zu dem hier von Bettina Röhl Vorgetragenen paßt das Verbot unserer kommunistisch geprägten (K. Lorenz) Kanzlerin, daß dieses Unglück, um „Gottes“ willen, nicht durch Spekulationen zu verunreinigen sei, ein makelloses Unpolitikum zu sein hat, damit es für die Lügenpresse und der politischen Korrektheit d i e Gelegenheit bleibt, zu indoktrinieren, daß sie zweifelsfrei echter menschlicher Emotionen fähig sind, immer nur human handeln. Wer das dann immer noch nicht sieht, ist und bleibt ein unverbesserlicher, von Haß zerfressener Nazi.

  21. Politisch korrekte Mordopfer sind jene, aus denen die Medien ein Maximum an Profit herausschlagen und bei denen sich die politische Kaste medienwirksam so präsentieren kann, dass die „Umfragewerte“ steigen.

    Dafür eigenen sich Flugzeugkatastrophen leider besonders gut.

  22. #21 lawless   (01. Apr 2015 12:15)  

    Gestern sind 5 Menschen in Deutschland gestorben durch den Sturm, 5. Wo ist Merkel und Gauckler, kein Beileid. 5 sind zu wenig.
    ————–
    Das nicht, aber Kerzen sind erst im Dutzend billiger!

  23. Nur kurz zum Germanwingsabsturz und unseren Politikerreaktionen:
    Während hunderte Angehörige und Freunde der Opfer tatsächlich trauern und tief traumatisiert sind, haben die bekannten Damen und Herren nichts besseres zu tun, als sich selbst ziemlich verlogen und schauspielernd in Szene zu setzen, um zukünftige Wahlen abzusichern. „Wir sind die Guten!“. Mich persönlich hat das ziemlich angeekelt, unabhängig davon, dass ich sie ohnehin nicht mehr ertragen kann.

    Herr Gauck, Herr Lammert, etwas weniger dick aufgetragen kann evtl. auch als authentisch rüberkommen. Angesichts der Lebensrealität muss man im Bundestag auch nicht stammeln, um traumatisierten Menschen symbolisch zur Seite zu stehen. Die Kälte in Person, Frau Merkel, sollte sich ohnehin bei solchen Ereignissen ihr Geleier sparen, es ist so oder so vollkommen fehl am Platz!

  24. Den Artikel von Frau Röhl halte ich insgesamt für vollkommen zutreffend, trotz der hier angebrachten Kritikpunkte.

  25. Deutsche Opfer sind ja immer OPFER ZWEITER KLASSE! Besonders über die 7.500 biodeutschen Opfer von Ausländergewalt seit 1990 regt sich ja kein Politiker – kein Gauck, keine Merkel – und besonders keine LÜGENPRESSE auf!

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