Wo bleibt die Entschuldigung des Intendanten Thomas Bellut?

ZDF: Menschenverachtung gegen AfD-Behinderten

Von LUPO | in der ZDF-Heute-Show am 2. Februar konnte einem das Lachen im Halse stecken bleiben: auf offener Bühne zog Moderator Oliver Welke den AfD-Politiker Dieter Amann, einen Stotterer, in den Schmutz. Er witzelte nicht nur über den Auftritt des AfD-Fachreferenten in einem Fachausschuss des Bundestages, sondern äffte dem sprachbehinderten Mann auch noch nach, indem er pseudo-stotternderweise einen geschmacklosen Kommentar abgab.

Diplomverwaltungswirt Dieter Amann war als Fachreferent der AfD im Hauptausschuss des Bundestages während der Anhörung zum Familiennachzug Vortragender. Die Menschenverachtung des ZDF wiegt doppelt schwer, weil Amannn am Beginn seines Vortrages ausdrücklich um Verständnis wegen seiner Behinderung geworben hatte: „Ich möchte etwas vorausschicken. Ich bin hier neu, bin nicht gewohnt zu reden vor großer Runde und ich stottere. Das möchte ich vorausschicken, damit sich niemand wundern möge“. ZDF-Komiker Welke zeigte keine Beißhemmung. Er demütigte den behinderten AfDler und trat verbal gnadenlos auf ihn ein. Menschlicher Anstand? Fehlanzeige beim ZDF.

Die ZDF-Heute-Show gab folgenden Kommentar ab und lügt sich um die Wahrheit herum:

Am vergangenen Freitag haben wir eine Aussage des AFD-Sachverständigen Dieter Amann in unserer Sendung gezeigt. Wir haben den Ausschnitt aus inhaltlichen Gründen in die Sendung genommen und sind davon ausgegangen, dass es sich um einen der üblichen Versprecher handelt, die durch eine gewisse Nervosität beim Sprechen bedingt sind. Für die Heute-Show war die Sprachbehinderung von Dieter Amann nicht erkennbar – es war nicht unsere Absicht, uns über diese Behinderung lustig zu machen. Hätten wir davon Kenntnis gehabt, hätten wir den Ausschnitt natürlich nicht gesendet.

Das ZDF ist immer mit scharfer Kritik schnell zur Stelle, wenn es um den Schutz der Menschenwürde geht. Jetzt hat sich der öffentlich-rechtliche Sender salbst einer schweren Entgleisung schuldig gemacht. PI-NEWS fragt: Wo, sehr geehrtes ZDF, ist die Entschuldigung des Intendanten Thomas Bellut für die Entgleisung Ihres Angestellten Welke? Wo ist die Wiedergutmachung für den behinderten Dieter Amann? Mit Ihrem Schweigen lassen Sie zu, dass gegen Behinderte in Deutschland gehetzt wird. Finden Sie es für einen gebührenfinanzierten Sender angemessen, dass behinderte Menschen in Satireshows öffentlich per Bild und Wort gedemütigt werden. Teilen Sie uns bitte mit, welche Sanktionen Sie gegen Herrn Welke aussprechen werden.

Was auffällt ist, dass es bisher keinen erkennbaren Aufschrei der deutschen Behindertenverbände gegeben hat. Wo bleiben Caritas und Diakonie, wo bleiben die Sozialverbände, wo bleiben die christlichen Kirchen, namentlich Kardinal Marx und Bedford-Strohm? Wo halten sie ihre schützende Hand über ihr behindertes Klientel. Gehören AfDler nicht dazu?

Es bleibt wohl dabei: wenn es gegen die AfD geht, ist alles erlaubt!

» zuschauerservice@zdf.de




Bares, Rares, Wahres: Flohmarkt der Eitelkeiten

Von PETER BARTELS | „Hallöööchen, ich bin der Horst“ … „Guck, dat Du es jut verhökert kriechst“ … „Ich drück dat Däumchen“ … Weisse Bescheid, PI-NEWS-Leser?? Genauuu: Horst Lichter. “Bart des Jahres“ (2007) … „Pfeife des Jahres“ (2011). Und täglich grüßt die Ölsardine …

Alle schreiben über den heimlichen Fußwärmer am verglühenden Fernseh-Feuer – der Münchner Merkur, die Augsburger Allgemeine, BILD immer wieder, sogar der ÜBERMEDIEN-Blogger und gelegentliche SPIEGEL-Autor „Niggi“ Niggemeier. Die sonst so spitze Feder diesmal mit erstaunlich stumpfem Griffel. Nun also auch PI-NEWS …

„Paßt nicht mehr in die Wohnung“… „Stand jahrelang im Keller“ … „Lag nur noch in der Schublade“ … „Bin ich irgendwie nicht mehr“ … Jeder weiß, wie im ZDF gelogen wird: Wenig Wahres, viel „Bares“. Ganz selten kommt ein nettes Muttchen, ein rüstiger Rentner, und sagt tatsächlich Wahres: „Wir feiern Goldene Hochzeit!“ Oder: „Wir wollen eine Kreuzfahrt machen!“ Ganz manchmal sogar: „Ein Familienmitglied ist in Not geraten!“ Jesses Maria, sie geben zu, was die meisten anderen genânt verschwiemeln: Sie brauchen Kohle …

Seit fast fünf Jahren schleimt sich Horst Lichter, gelernter Koch und angelernter Brikett-Verkäufer, als Schrotthändler durch die Trödel-Show. Goldener Schrott und Goldene Quoten! Täglich, kurz nach der längst unsäglichen ZDF-Koch-Klamotte bis 16 Uhr, abends von 18.30 bis 20.15 Uhr auf zdf-neo. Nachmittags um die drei Millionen Zuschauer, abends natürlich Krümel-Quote, zdf-neo eben. Aber manchmal auch in der ZDF-Primetime ab 20.15 Uhr. Dann sogar schon mal sechs Millionen Zuschauer. Aber dann muss schon einer wie Boris Becker seinen Wimbledon-Schläger andienen; Bobbele wollte 20.000 Euro, bekam nur „säuerliche“ 10.000 und lieferte prompt den falschen „Prügel“ ab. Was er aber hinterher korrigierte …

„Moderator“ Horst Lichter, der Mann mit dem Charme einer Ölsardine („Liebste Heide …“), hat viel hinter sich. Volksschule, ab 14 drei Jahre Kochlehre, dann Braunkohle, wie Papa, Schrotthändler. Mit 26 erster Schlaganfall, mit 28 der zweite, plus Herzinfarkt, inklusive Nahtoderfahrung. Heute: Walross-Schnauzer mit nach oben gesteiften Zwirbel-Spitzen, der von Lichters lichter, deshalb rasierter Platte, ablenken soll. Von den kleinen Äuglein hinter der runden Brille und den Riesenlauschern auch. Typ: Walross Antjes dürrer Bruder …

Die „Experten“ …

Lichter gibt sich (ist?) dumm wie Brot, hat offensichtlich keinen Schimmer von Kunst. Von Krempel nur, wenn’s um Motorräder geht oder Zündapp-Mopeds. Aber er hat zwei Teams. Sogenannte „Experten“: Albert Maier, der mal Jura studierte, dann Antiquitätenhändler wurde. Bei Lichter Experte für Gemälde, Möbel und so. Dr. Heide Rezepa-Zabel, die mal Kunst- und Betriebswirtschaft studierte, heute „Handelsplattformen“ betreibt, was immer das ist. Bei Lichter beäugt sie Diamanten, Brillanten, Schmuck und so. Sven Deutschmanek, gelernter KfZ-Mechatroniker. Bei Lichter ist er Experte für Blechspielzeug, Modell-Autos, alte Radios und so.

Die „Händler“…

Walter Lennertz, Proll aus der Eifel, der seine Platte mit der Brille zu tarnen versucht: Erst Pferdewirt, dann „Baugewerbe“, dann Bandscheibe, heute Trödelhalle in Krekel. Bei Lichter fängt er fast immer bei „80 Euro an“, egal was, auch wenn am Ende ein paar Hundert Euro gezahlt werden. „Waldi“ sieht zwar aus wie ein schales Glas Kölsch, rempelt Frauen aber stets und platt mit „Engelchen“ an … Sagt so Sätze, wie über eine kleine, alte (und kostbare) Reiseapotheke: „Reich mir mal den Prügel“ … „Tu mir die Kiste mal rüber“ … Oder: „Opium ist immer gut…“. Die nette Apothekerin hatte mal 5000 Mark für die echte Antiquität gezahlt. Der Experte, ein stets höfliches Toupet, schätzt sie auf 1300 Euro. Eifel-Eumel „Waldi“ blättert schließlich 900 Euro hin: „Danke, Engelchen!“

Händler Wolfgang Pauritsch war mal Wachmann in einem Auktionshaus. Dann wurde der Auktionator krank, Wachmann Pauritsch sprang ein … Heute besitzt der Österreicher ein Kunst- und Auktionshaus, ist sogar „öffentlich bestellter“ Auktionator. Er hatte als Wachmann offenbar viel Zeit zum Lesen und Lernen. Pauritsch kauft gern austrisch, fängt ungeniert ganz unten an und schlägt dann oft bei ein paar Hundert Euro zu. Der eloquente „Habsburger“ wird inzwischen sogar zur NDR-Talkshow eingeladen…

Händlerin Susanne Steiger, blond, hübsch, nett, einst Steuerfachwirtin, heute Schmuckexpertin, zwei eigene Schmuckläden. Sie bietet locker bis zu ein paar Hundert, sogar Tausend Euro mit. Hauptsächlich für alte Kluncker, manchmal kostbare Armbanduhren, Ringe, Ketten, Brillis.

Händler Fabian Kahl (27), schulterlange, gefärbte Haare, blondgefärbte Strähne auf der einen, kurz geschoren auf der anderen Seite. Oft mit Hut. Papa und Mama sind Antiquitätenhändler, die der Fabian nicht selten, schnell und lautlos mit dem Smartphone kontaktet. Er lebt mit ihnen „seit der Jahrtausendwende“ in Schloß Breidenstein in Thüringen, zwei Antiquitätengeschäfte. Fabian ist Veganer, wie Mama und Papa, was man dem bleichen Bengel ansieht.

Händler Ludwig Hofmaier, meist Karohemd und Hosenträger. Das bayerische Zwergerl, bei dem man nie so recht weiß, ob er hinterm Händlertisch sitzt oder steht, krächzt wie eine Alm-Krähe, flirtet gern mit älteren Damen. Immerhin: „Handstand-Lucki“ war mal Weltmeister im Handlaufen (1000 Km von Regensburg nach Rom). Dann Diskothek, verkauft heute auf Trödelmärkten …

Schätzchen-Schlepper

Und dann sind da natürlich die vielen ZDF-Zuschauer mit ihren „Schätzchen“. Neulich ein Heinz Wucher, 69, aus dem Allgäu mit dem Ehrenring „auf königsblauem Grund“, den einst Kaiser Franz Josef dreimal im Jahr nach „bestandener Doktor-Arbeit“ verlieh. Heinz vom Allgäu will 3000 Euro. Die Expertin, die nette Pony-Brünette „Frau Dr. Heide“ Rezepa: 8000 bis 12.000 Euro! Horst („bin ja ‚nur‘ Volksschüler“) mit Siegelring: „Guck, dass du et jut verhökert kriechst …“ Herr Wucher, nach der günstigen Schätzung, entschlossen: “Schmerzgrenze 6000 bis 8000 Euro …“. Fabian, der dürre Veganer mit Hut, pokert schamlos: 2000 Euro! Die blonde Schmucktussi neben ihm sagt: 2500 Euro! Hin und her, schließlich ergattert Fabian die kostbare Kaiser-Preziose für lächerliche 5600 Euro. Zur Erinnerung: Frau Dr. Pony hatte bis 12.000 Euro taxiert. Herr Wucher wollte eigentlich bis 8000 Euro. Jetzt also erbärmliche 5600 Euro…

Lichter, der so gut wie alle Schätzchen-Schlepper bis zum Fremdschämen um das „Du“ anbettelt, abends auf „neo“ ölig dröhnend: „Hallöööchen!!“ Eine sehr mopsige Möpsin mit der sehr roten Tolle, kreisrunder Riesenspange und Wallewalle-Rock um die unfassbar breiten Hüften, hat einen „Sonnen-Dauer-Schreiber“ aus der DDR mitgebracht; in einer Glaskugel wird das Sonnenlicht gebündelt, das dann Punkte in einen Streifen brennt. Lichters kleine Äuglein leuchten: „Sensationell!“ Die nette Dame will 400 Euro … Der „Experte“ taxiert sogar auf 450 Euro! Lichter staunt: „Da hätte ich jetzt nicht mit gerechnet …“ Walle-Wanda verspricht: „Bei 150 nehm ich es wieder mit …“

Ein „Händler“ mit grauem Bart und Weste schwäbelt schamlos: Dekorativ! 50 Euro!! Dann verdoppelt einer auf 100 Euro. Der unvermeidliche Eifel-Eumel Waldi: „Watt is dat dann? Eine Wahrsagerkugel?“ Nein, Sonnen-Dauer-Schreiber!! Waldi: „Ach sooo … und wenn sie nicht geschienen hat, geh ich mit dem Feuerzeug ran … Haha!“ Dann doch eine Art Wettbieten: 150 … 180 … 200 … 250 … Ein Ringelpulli am Händlertisch verzückt: „Abgefahren!“ 300 Euro, 320 … Die Walla-Wuchtbrumme will noch handeln, fragt zaghaft: 330 ?? Nein! Also gut …

Messgewand für den Karneval

Eine hübsche Blondine namens Beate Frettlöh, 59, bringt ein kostbares Messgewand. Horst Lichter ölt wie üblich: „Wunderschönen Tag, gnädige Frau …!“ „Typisch katholisch“, weiß der Kunst-Jurist mit dem grauen Pagenkopf sofort; klar, Herr „Experte“, Evangelen-Pfaffen haben sowas das letzte mal getragen, als sie noch katholisch waren. „Experte“ Albert weiß auch: In der Mitte ist Johannes der Täufer (es war Jesus …). Und: „Samt und Seide, Historismus,1880, Zustand perfekt, wurde vom Priester nur Allerheiligen, Allerseelen“ getragen. Die Blondine: Papa hat’s immer im Karneval … 900 Euro?? Albert: 400 Euro! Horst ölt: Ich drück die Däumchen!

Ein Ex-Küchenmeister, 69, mit sehr blonder, sehr dichter Frisur, auf dem Prüftisch ein zentnerschwerer, blauer, französischer Briefkasten. 1000 Mark hat er mal dafür bezahlt. 350 Euro sagt der Mechatroniker – „Experte“. Dann nehm ich ihn wieder mit, sagt der sehr blonde Renter und geht. Donnerwetter …

Schnitt: Ein kleines Gemälde, Kind in Öl auf Holz, Maler Hirnbrand, ein Freund des vorletzten Kaisers. 1500 Euro soll der Mann nach Hause bringen, 2000 Euro, sagt „Page“ Albert. Waldi, der Waldschrat aus der Trödelhalle: 150 Euro!! Dann bietet jemand 170 Euro. Schließlich erbarmt sich einer: 500 Euro …550 Euro. Man merkt, die Trödler haben Null Ahnung vom großen Künstler, wie auch?!? Irgendwie klettert der „kleine Schinken“ aber langsam von 1000 auf 1500, sogar auf 1650 Euro. Die blonde Klunkerhändlerin sagt: Bei 1700 bin ich raus…

Schnitt: Horst Lichter: „Et kütt wie et kütt und: Et isse noch immer jut jegange…“ Eine Pickelhaube mit Koffer. Der kleine Lichter bestaunt den Brandenburger Lars: „Du hast aber ein Kreuz, mein lieber Scholli!!“ Ein älterer Purser-Typ mit grauem Bart, violettem Jäckchen, schwarzem Karohösi, nasalt: „Das Leder wurde über einen Hooolzzboooock gezogen …(Huch!!). Und: Diese Pickelhauben werden heuuute noch getragen … in Chile zum Beispiel.“(???) Lars möchte 300 Euro, der violette Süsse haucht: Lars, ich kann dich erfreuen: 400 Euro!! Bin huuundert Prozent überzeugt…! „Experte“Waldi: 80 Euro. Sitzriese Ludwig: 100 Euro! Waldi belehrt: Wir sind Händler, keine Käufer! Schließlich bietet ausgerechnet er 300 Euro…Militaria, man hört es trapsen. Lucki krächzt: 320!! Lars knickt ein: „Haben oder nicht haben …“ Bye bye, huuundert Prozent …

„Dat Kind sucht ’n Kerl“

Schließlich eine sehr kräftige deutsche Springreiterin aus Tschechien („dreimal Erste bei M-Turnieren!“). Sie bringt eine hübsche kleine Figur, verbundene Augen, zwei Putten, links und rechts zu ihren Füssen. Keine Justizia! Lichter wird Kenner: „Wenn ich mal interpretieren dürfte: Dat Kind sucht ’n Kerl …“ Der graue Page: Du liegst richtig! Olli Öl: Auch’n blindes Huhn findet mal ’n Korn! Die Reiterin: „500 Euro?“ „Experte“ Albert: „Keine Bronze, Messing – 250 Euro.“ Lichter ölt: Du bis doch ne taffe Frau … und da ich Reiten lernen möchte, hier dat Kärtchen.“ Die Händler haben lange Zähne: Keine Bronze … Gibt’s oft … Der Thüringer Hut quält sich schließlich auf 190 Euro, der bayerisch Zwerg krächzt: 200 Euro … Komment’s halt her! Die Reiterin stramm: Bin zufrieden.

Das ZDF auch, die Sendezeit ist voll. Morgen ist ein anderer Tag. Und Gerümpel ist überall, auch wenn’s im Wohnzimmer steht und eigentlich mal als „Wertanlage“ gekauft wurde. Im Himmel ist Jahrmarkt. Und auf der Erde Flohmarkt. Vor allem in Deutschland. Und das ZDF hörte rechtzeitig die Flöhe husten: Alle haben Krempel, den sie für Kunst halten. Alle wollen ins Viernsehn. Und Geld braucht jeder. Und die „Experten“, die „Händler“ steigern ihren Marktwert, vor allem ihres Krempels.

Natürlich kann man nicht so mir nichts dir nichts nach Köln die grosse ZDF-Rumpelkammer. Man muß erst mal schreiben und Fotos schicken. Dann erst darf man zur unverbindlichen Prüfung anreisen. Und sie kommen sogar aus Holland, Frankreich, Österreich.

Was eine TV-Chance hat, wird erst auf Kleister und Karat geprüft. Kunstlexikon ist im Google-Zeitalter ja leicht. Und es muß sich vor der Kamera mindestens nach Kunststudium anhören und live anfühlen. Allein schon die ZDF-Texteinblendungen brauchen ihre Produktionszeit. Dass der Zuschauer dabei zuweilen verarscht wird, sieht man immer nur dann, wenn daheim im Garten noch oder schon Schnee liegt, die Schätzchen-Schlepper aber im Polohemd vor der Kölner Schnäppchen-Scheune an „jrünen Büschchen und Bäumschen“ vorbei defilieren. Lichter würde sagen: „Da hat de leeve Jott de falsche Zick ausem Höötche gezojen …“


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!




ZDF-Reisebericht aus Israel: Warum so einseitig, Markus Lanz?

Gemeinsam mit Pater Nikodemus hat sich Markus Lanz auf die Spuren Jesu begeben und besuchte die Orte, an denen Jesus gewirkt haben soll. Die Reise wurde an Weihnachten 2017 unter dem Titel „Mit Markus Lanz im Heiligen Land“ im ZDF gesendet. Der Reisebericht ist eine erschreckend einseitige Verurteilung Israels gepaart mit einem ständigen Schweigen zu dem Judenhass vor Ort.

Die Reise beginnt in Bethlehem, der Ort, wo Jesus geboren worden sein soll. In der Geburtskirche fällt Markus Lanz auf: „Man sieht ja ganz viele Muslime hier.“ Markus Lanz fällt jedoch nicht auf, dass er keine Juden sieht. Jedenfalls erwähnt er es nicht. Dabei ist der Grund ganz aufschlussreich: Juden werden in Bethlehem verfolgt. Würden die Juden Maria und Josef heute leben, Bethlehem wäre für sie kein sicherer Ort. Das erzählt Markus Lanz jedoch nicht.

Das Verschweigen dieses virulenten und von der politischen Elite in Bethlehem geförderten Judenhasses wiegt besonders schwer, da sich Markus Lanz in Bethlehem sehr viel Zeit nimmt, um die Mauer zu kritisieren, die dafür sorgt, dass der in Bethlehem gelebte mörderische Judenhass nicht nach Israel gelangen kann. Seitdem die Mauer errichtet wurde, sind die Selbstmordanschläge in Israel, begangen von Terroristen, die in den Gebieten der palästinensischen Autonomie erzogen wurden, gen Null gegangen. Das erfährt man in dem Reisebericht jedoch nicht. Stattdessen erklärt Markus Lanz:

„Die Isolation durch die Mauer ist Nährboden für Frustration und Aggression. Kinder werden früh radikalisiert. Seit der ersten Intifada, dem ersten Aufstand gegen die israelische Besatzung, stehen bei den Protesten immer wieder auch Kinder an vorderster Front.“

Die Intifada als „Aufstand gegen die israelische Besatzung“ zu verharmlosen, zeugt von einer radikalen Einseitigkeit zu Ungunsten Israels. Die Intifada ist weniger ein Aufstand. Sie ist ein Pogrom!

(Fortsetzung auf dem Blog tapferimnirgendwo.com)




Der deutsche Journalist. Jetzt!

Von DR. GUDRUN EUSSNER | Der den herrschenden Parteien verpflichtete Journalist soll nicht nur Intelligenz besitzen, sondern auch wenig moralische Eigenschaften, dafür aber ideologische Reife. Zeitungs- und Fernsehjournalisten werden als gesellschaftliche Arbeiter aufgefaßt, es ist ihre Aufgabe, das von der etablierten Macht vorgegebene Weltbild mit Hilfe ihrer Massenmedien zu formen. Als beispielhaft dient den Journalisten Deutschlands die Tätigkeit des sozialistischen Journalisten der DDR.

Nicht ein Beruf wie jeder andere, sondern eine Berufung war der Eintritt in die Redaktion eines Parteiblattes, eines Rundfunk- oder Fernsehsenders der DDR; zur täglichen Aufgabe der deutschen Journalisten gehört der kompromißlose Kampf gegen alle, die nicht (mehr) einverstanden sind mit der seit zwölf Jahren über die Deutschen verhängten Politik der Bundesregierung.

Die Bewältigung dieser Aufgabe habe den Grundstein zur unerschütterlichen felsenfesten politischen Überzeugung von der Gesetzmäßigkeit des Sieges der Merkel-Politik gelegt, wissen Politiker und Abgeordnete der herrschenden Parteien und die ihnen hörigen Journalisten.

Auszumerzen sind noch weit verbreitete Tendenzen des Nur-Journalismus, vertreten durch all diejenigen Journalisten, die, einer ideologischen Bewährungsprobe enthoben, als Mitläufer der etablierten Macht arbeiten konnten.

Die sechs Maximen journalistischer Meisterschaft sind:

  • Der deutsche Journalist ist ein prinzipienfester Funktionär.
  • Der deutsche Journalist besitzt Einfallsreichtum.
  • Der deutsche Journalist bedarf keiner besonderen literarischen Meisterschaft.
  • Der deutsche Journalist arbeitet ideologisch gefestigt.
  • Der deutsche Journalist arbeitet massenerzieherisch.
  • Der deutsche Journalist ist charakterlos und liebt sein Honorar.

Aufgabe des deutschen Journalisten ist es, Pädagoge der länger hier Lebenden, ihr Erzieher im Geiste der vorgegebenen politischen Meinung zu sein, den Menschen von seinem individualistischen Standpunkt in der Betrachtung des Lebens zu einer kollektiven Betrachtungsweise zu führen.

Dem deutschen Journalisten ist jegliche eigene Meinung fremd, er arbeitet im Schutze der Merkel-Politik, die ihn, wenn nötig, vor Entgleisungen und falschen Einschätzungen bewahrt, er achtet ihren Rat und ihre Kritik, er fühlt sich als Teil der ganz großen Koalition des Volkes und insbesondere der CDU/CSU und der SPD.

Es lohnt sich, diese Lehren mit den Artikeln des Covenant of the Islamic Resistance Movement Hamas abzugleichen; die Ähnlichkeiten sind nicht zufällig.

Publizisten und Journalisten mit Sendungsbewußtsein sehen sich ebenfalls verpflichtet, die Irrenden auf den rechten Pfad zu führen. Wenn sie dazu mangels Macht nicht in der Lage sind, werden die vom Wege abgekommenen aus der Kommunikation ausgeschlossen, ihre Äußerungen werden entweder unterdrückt oder diffamiert. Ganze Blogs sind eigens dazu eingerichtet worden, den fraglichen Fall objektiv zu beurteilen. Den Rest besorgt die Antifa.

Es besteht eine Affinität linker Journalisten zum Islam, welcher Variante auch immer; sie treffen auf bekannte Strukturen des Kollektivs, im Islam Ummah genannt: die Aufforderung ihre Individualität zurückzunehmen und sich zu unterwerfen, die Selbstverständlichkeit, einer Ideologie mit höherer Moral zu folgen, im konkreten Sinne des Wortes berufen zu sein, die Verpflichtung zu missionieren und dazu die Massenmedien gezielt einzusetzen.

Es ist weder bei den Linken noch bei den fundamentalistischen Muslimen angesagt, den Lesern, Hörern und Zuschauern nach besten Möglichkeiten unverfälschte Nachrichten zu liefern, damit sie sich eine eigene Meinung bilden können, sondern die Nachrichtengebung steht im Dienst der Ideologie. Das ist so selbstverständlich, daß es den Journalisten in unseren Massenmedien, von ARD bis ZEIT, gar nicht auffällt. Wahr ist eine Nachricht, wenn sie der Sache dient. Es wird im Fall der weiteren Islamisierung bis zu einer Machtübernahme der Funktionäre dieser totalitären Politideologie so kommen, daß die Liebediener eines Tages der Sache des Islams nicht mehr dienen. Dann wird man Anschuldigungen gegen sie erfinden, sie werden mit ihren eigenen Waffen geschlagen, und sie enden wie Noureddin Kianouri.

Kleine Änderungen und Aktualisierungen des Artikels „Der sozialistische Journalist. Einst und jetzt“, vom 25. Juni 2011. Dieser beruht auf meinen Forschungen zur „Journalistik in der DDR„, Dissertation. Verlag Dokumentation, Pullach 1971.

Mehr zur Kritik an der ARD und mehr zur Kritik am ZDF!

Eine Abrechnung neuesten Datums mit dem deutschen Merkel-Fernsehen. Wahrlich, wir leben in finsteren Zeiten! Tatort Folge 1039 Dunkle Zeit, mit passenden Kommentaren der Tatort-Fans sowie von Vera Lengsfeld: Der „Tatort“ als Gehirnwäsche. 18. Dezember 2017




ZDF: Der Koran ist ein harmloses Buch

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Am Mittwoch Abend sendete das ZDF um 22:45 Uhr die Dokumentation „Das Drehbuch des Terrors – Wie gefährlich sind Europas Islamisten?“. Darin wurden die „Lies“-Aktionen der Salafisten richtigerweise als Ausgangspunkt für Dschihadisten-Anwerbungen zum „Heiligen Krieg“ im Irak und Syrien dargestellt.

Dann aber folgt der Kommentar: „Die Bücher an sich waren harmlos, aber der Kontakt mit den Verteilern führte zur Ideologie des IS“. Wer den Koran als „harmloses Buch“ darstellt, dürfte wohl auch der Meinung sein, dass der Horror-Schocker „Halloween“ ein reizender Kinderfilm ist.

Dabei bezeugen die Akteure des islamischen Terrors immer wieder selber, dass sie sich exakt an die Vorgaben des Korans und des Propheten Mohammed halten. Es ist nicht die Ideologie des IS, sondern die des Islams, mit der wir es beim andauernden Terror zu tun haben, der die Menschheit seit 1400 Jahren im Würgegriff hält.

In der Sendung, abrufbar in der ZDF Mediathek (siehe auch Video unten), ist bei 6:10 eine höchst aufschlussreiche Formulierung der „Muslim Gangs“ zu sehen:

Die „kompromisslose Form des Islams“ ist eben die 100%ige konsequente Ausführung dieser „Religion“. Der Islamische Staat stellt die genaue Kopie des ersten Islamischen Staates dar, den der „Prophet“ Mohammed im siebten Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Saudi-Arabiens erichtete. Mohammed gilt im Islam als „vollkommener Mensch“ und das „perfekte Vorbild“ für alle Moslems, seine Anweisungen aus Koran und Sunna sind zeitlos gültig. Immerhin geben die ZDF-Funker zu, dass sich die Dschihadisten selbst als „Anhänger einer Bewegung“ sehen, nicht einer Terrorgruppe (6:50). Und der Anschlag im April 2016 auf den Sikh-Tempel in Essen eine „Attacke aus religiösem Hass“ war.

Spannend wird es, als der Co-Autor Rainer Fromm (Screenshot oben) die Mutter eines der daran beteiligten Terroristen besucht, um sich über die Motive ihres Sohnes zu unterhalten. Die mit einem Tschador zugehängte und von ihrem Anwalt begleitete Mama beschwert sich vor der Kamera, dass ihr niemand geholfen habe, als sie die Radikalisierung ihres Sohnes durch einschlägige Internet-Videos der Salafisten bemerkte. Sie sei in 15-20 Moscheen gewesen und habe über 50 Moscheen in ganz Nordrhein-Westfalen angerufen, in der Hoffnung, dass jemand ihr sage: „Kommen Sie doch, wir helfen Ihnen“. Aber es half niemand.

Solche entlarvenden Aussagen müssten in einer nach logischen Prinzipien funktionierenden Sendung zwangsläufig zu der Erkenntnis führen, dass die gesamte von der Mutter kontaktierte Islamszene mit dem Dschihad unter einer Decke steckt. Aber über die Bilder der heulenden Terror-Mama ist folgender ZDF-Text zu hören:

„Niemand half, nicht einmal um die religiöse Rechtfertigung von Gewalt zu widerlegen“.

Nun, da gibt es eben nichts zu widerlegen. Wer die Tötungs-, Kampf-, Kriegs-, Verstümmelungs- und Gewaltbefehle des Korans kennt, braucht sich nicht zu wundern, dass kein Imam der hilfesuchenden Mutter zur Seite sprang. Statements zu dem Thema gibt es nur, um die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen, wenn die Berufs-Täuscher wie beispielsweise der Moslem-Zentralratler Aiman Mazyek ihre Lügen in die laufenden Kameras der Staatsfunk-Talkshows oder in die Notizblöcke von unkritischen linken Zeitungsfritzen absondern.

Jeder Journalist, dem es um das Herausfinden der Wahrheit geht, wäre jetzt wie ein Wolf der Spur nachgegangen, die er gewittert hat. Er hätte all jene Moscheen abgeklappert, an die sich die verzweifelte Mutter vergeblich gewendet hat, um dabei sämtliche Imame abzufragen, warum sie nicht halfen und was sie über den Zusammenhang zwischen Islam und Terror, Gewalt und Kampf sagen. Um sie dann bei ihrem verlogenen Taqiyya-Geschwätz mit den einschlägigen Koranbefehlen zu konfrontieren.

Ich hatte mit beiden Autoren dieser Dokumentation schon zu tun. Dem ZDF-Terrorexperten Elmar Theveßen muss man trotz seiner andauernden unverantwortlichen Islam-Verharmlosung zugute halten, dass er mir nach einem ausführlichen email-Austausch im Zuge der ZDF-Berichterstattung über das Counterjihad-Treffen in Stockholm, an dem ich teilgenommen hatte, am 30. November 2012 einem PI-Interview mit drei Fragen zum Islam und dem Koran zustimmte.

Der freie Redakteur Rainer Fromm interviewte mich schon des Öfteren, auch im Rahmen einer 45-minütigen ARD-Dokumentation über Pegida im Mai 2015. Einen Tag später hatte er mich freundlicherweise angerufen und nach meiner Meinung über die Sendung gefragt. So sieht ein fairer Umgang miteinander aus, auch wenn man unterschiedlicher Meinung über das Thema ist. So rief ich ihn heute Morgen auch an, um mit ihm über die Formulierung „harmloses Buch“ zu sprechen. Er befand sich unter Zeitdruck im Schnittstudio, so dass wir nicht allzuviel Zeit hatten, darüber zu diskutieren. Aber er sagte mir, dass er der Überzeugung sei, der Koran sei in seiner Gesamtheit mit den klaren Mordanweisungen der Salafisten, die sie im Internet und in ihren Schriften verbreiten, absolut nicht vergleichbar.

Wir verabredeten, dass wir uns zu diesem Thema demnächst ausführlich austauschen. Dies ist auch notwendig, denn hier wird ersichtlich, wie gravierend der Koran unterschätzt wird. Die vergleichsweise harmlosen Passagen aus der Zeit, in der Mohammed weder Macht noch viel Anhänger hatte und sich keine Kriegserklärungen leisten konnte, vernebeln offensichtlich den klaren Blick auf dieses gefährlichste Buch der Menschheit. Fromm ignoriert wohl auch die Tatsache, dass diese eher friedlichen frühen Stellen von den späteren Killerbefehlen Mohammeds aus der kriegerischen Medina-Zeit allesamt abrogiert sind, also keine Gültigkeit mehr besitzen. Sie sind komplett durch die Anweisungen zum kompromisslosen Dschihad ersetzt, um den Islam an die alleinige weltliche Macht zu führen.

Das Problem Islam zu entschärfen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nichts mit der politischen Unterscheidung „rechts“ und „links“ zu tun hat. Alle sind von dieser Bedrohung gleichermaßen betroffen, nur tun sich leider die eher links eingestellten Politiker und Journalisten deutlich schwerer, zum Kern des Problems vorzudringen.

Viel zu groß ist ihre Angst, die Gesellschaft zu „polarisieren“, die Millionen bisher friedlichen Moslems mit einer klaren Islamkritik vor den Kopf zu stoßen und möglicherweise zu radikalisieren. Zehntausende Schläfer könnten erwachen und Deutschland in einen apokalyptischen Terror versinken lassen. Im Vergleich dazu wäre der linke RAF-Terror, der in den 70er Jahren Deutschland in einen Ausnahmezustand versetzte, ein harmloser Kinderfasching. Davor fürchten sich die uns regierenden Politiker und die ihnen assistierenden Staatsfunker wie das Kaninchen vor der Schlange. Zudem wollen viele Linke kein Wasser auf die Mühlen der vermeintlichen „Rechtspopulisten“ gießen. Hinzu dürfte mit Sicherheit auch der politische Druck im Staatsfunk kommen, denn man will es sich ganz bestimmt nicht diplomatisch mit den islamisch-arabischen Ländern verderben, mit denen man schließlich milliardenschwere Geschäfte betreibt.

Die Geschichte aber lehrt, dass Appeasement im Umgang mit einer totalitären Ideologie immer in die Katastrophe führt. Daher gilt es, beständig Druck auf die Mainstream-Medien auszuüben, damit sie endlich umfassend, ehrlich und faktisch richtig über den Islam berichten. Um dadurch eine öffentliche Diskussion in Gang zu setzen, die das Ziel hat, den Islam entweder komplett zu entschärfen oder eben aus Deutschland und Europa zu entfernen. Es gibt keinen anderen Ausweg aus dem Dilemma.

Interessant ist die ZDF-Sendung trotzdem. So kam die Redaktion beispielsweise anhand von zugespielten geheimen Dokumenten zu der Erkenntnis, dass die Salafisten-Szene in Deutschland weit größer ist als die derzeit angenommenenen 10.300 Personen. Viele Familienangehörige mischten im Hintergrund mit, wobei besonders Frauen eine zentrale Rolle beim Zusammenhalt der Netzwerke spielten. Leider durfte am Ende des Filmes die wohl unvermeidliche Volkserziehung nicht fehlen. Hier das Video auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=JPi71m5RUUE

Kontakt zum ZDF:

» info@zdf.de


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger
PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger ist seit 35 Jahren selbstständiger Journalist, u.a. bis Ende 2008 für das Bayern-Journal auf RTL und SAT.1-Bayern, als dessen Chef Ralph Burkei im Mumbai Opfer eines islamischen Terroranschlages wurde. 2003/2004 arbeitete er als Pressesprecher der CSU-München mit der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier zusammen. Von 2014 bis 2016 war er Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine Videos bei Youtube haben bisher über 19 Millionen Zugriffe. Zu erreichen ist er über seine Facebookseite.




Akif Pirinçci: Hitlern mit Böhmi

Jan Böhmermann ist ein total lustiger Typ. Doch vor allen Dingen ist er einer, den man als einen intelligenten Komiker bezeichnen darf. Das liegt daran, daß er nicht wie seine Kollegen einfach dumme Witze über das Unvermögen von Frauen in bezug auf das Einparken reißt und über die Selbstüberschätzung von Männern ihre Potenz betreffend, sondern clever hintergründig, schier genialistisch stets heiße Eisen anpackt, den Nerv der Zeit trifft und die Lach-Branche ob ihres Wieso-sind-wir-nicht-drauf-gekommen?-Versagens völlig beschämt zurückläßt. Mit baff aufgeklapptem Unterkiefer steht man sowohl als Zuschauer als auch als Profi da, wenn er einen frauähnlichen Pottwal singen läßt, daß er im Job stets untergebuttert werde, weil er Inhaber einer Möse sei, oder Erdogan einen Zigenficker bezeichnet. Donna Lüttchen, wer von uns vermag solchen Mut aufzubringen? Unvergessen sein völlig ernstgemeintes Video, in dem er verblödete Dunkeldeutsche aus Sachsen mit Mistgabeln in den Händen wahren, modernen und offenkundig in der Überzahl befindlichen Deutschen gegenüberstellt, bestehend aus einem Pfarrer, der Strapse unter seinem Talar trägt, einem Kiffer, einer Kopftuchtante, einem Scheich, jede Menge Negern und Asylbetrügern usw. Ja, das nenne ich Demaskierung der Gesellschafft at its best!

Im „Neo Magazin Royale“ assistiert ihm ein auch im wahren Leben häßlicher Kerl namens Ralf Kabelka als Sidekick, der so tut, als sei er ein Stichwort gebender Spießer. Beim Zwangsgebührenfernsehen, das Jans oberwitzige Späßchen bezahlt und selber bis in die Kiemen links-verspießert ist, wirkt dieser dramaturgische Trick jedoch so kraß konträr wie wenn im Puff der Freier die Nutte zum Ficken auffordert. Die politische Linie der Sendung ist wie es sich zu einem Club der Staatskünstler gehört linksradikal. Wobei man allerdings anmerken muß, daß mit „radikal“ auf keinen Fall etwas anarchistisch Neues, gar spritzig Jugendliches gemeint ist, sondern solcherlei Prähistorisches wie „Wenn es keine Kapitalisten gäbe, würde jeder vom Staat ein iPhone X geschenkt bekommen“ oder „Jeder, der den Moslemschwanz nicht lutscht, ist ein Nazi“ oder „Klimaerwärmung wird durch Fürze weißer Arschlöcher erzeugt“ und dergleichen mehr.

In seiner neuesten Sendung hat sich Jan Böhmermann, der stets so aussieht wie eine mit 1000 Volt aufgeladene Ratte im Anzug, ein Thema vorgenommen, das bis jetzt in Deutschland medial völlig todgeschwiegen wurde: Das Dritte Reich. Das Video kommt absolut zur rechten Zeit, denn 13 Prozent der Wähler haben bei der letzten Bundestagswahl für die Nationalsozialisten von der AfD gestimmt, die KZs für Cem-Özdermirartige bauen und darin Claudia Roths Warze vergasen wollen. Auf seiner ungeheuer humoristischen Art hält uns Böhmermann jedoch den Spiegel vor, darin wir unsere häßliche Nazi-Fratze und den brandgefährlichen Umstand erkennen, wie verführbar wir doch für Hitler-Imitatoren sind.

Okay, die Idee zu der Posse ist geklaut – so wie fast alles, wenn deutsche Künstlerdarsteller im Staatsdienst sich etwas ausgedacht zu haben vorgeben. Als 1993 „Jurassic Park“ (ein fiktionaler Dinosaurier-Themenpark) und „Schindlers Liste“, beide von Steven Spielberg inszeniert, in den USA Premiere hatten, verarschte eine Satirezeitschrift den kommerziellen sowie moralischen Erfolg des Regisseurs, indem sie die zwei nicht gegensätzlicher sein könnenden Filme einfach zum „Holocaust Park“ fusionierte. In der neuesten Folge von „Neo Magazin Royale“ wird dieser mäßig witzige Einfall wieder aufgegriffen und vermittels einer Fake-Reportage suggeriert, ein Unternehmer namens Raphael Gamper würde einen Freizeitpark planen, wo man die Zeit des Dritten Reichs nacherleben könne. Sowohl die Schlacht von Stalingrad, die Bombardierung Dresdens als auch das Attentat auf Adolf Hitler sollen dort hautnah nachempfunden werden können. Ein Wehrmachtkarussel und ähnliche Attraktionen runden die Attraktion ab.

An keiner Stelle der Blödelei glaubt der bereits von Kindesbeinen an mit diesem Nazi-und-Schuld-Müll zugeschissene Zuschauer, daß das Ganze ernstgemeint sei. Dennoch schreibt die Presse lobhudelnd ob des Geniestreichs und unterschwellig vortäuschend, der gegenwärtig von einer muslimisch-negroiden Invasion heimgesuchte und dagegen Null unternehmende Doof-Deutsche hegte klammheimlich und quasi genetisch bedingt Sympathien für den Föhrer, unisono: „Wir können uns beruhigen. Es handelt sich um einen Fake! Ein solcher Park wird in den kommenden Jahren weder in der BRD noch woanders entstehen.“

Oh da sind wir aber wirklich sowas von beruhigt! Allerdings hätte die Presse auch darüber spekulieren können, wieso Böhmi diesen verwesten Nazi-Kack nun mehr zum dreimillionstenmal aufs Tapet bringt, wo doch schon Grundschüler (außer muslimische natürlich) damit täglich traktiert werden. Gibt es dazu einen besonderen Anlaß? Hmmm, ma gucke.

Zunächst outen sich Böhmermann und sein so lustig wie ein Eiterpickel am Arschloch daherkommender Kumpel Kabelka in einer Kombination aus Masochismus und moralischer Selbsterhöhung, daß ihre Opas auch ganz schlimme Nazis gewesen wären. Dabei grinsen sie erhobenen Hauptes in die Kamera, weil sie ja im Gegensatz zu den beiden jetzigen Gerippen in irgendwelchen Friedhöfen am Arsch der Welt zu jener Zeit im Winderstand gewesen waren und ihre Witzeshow aus dem Konzentrationslager gesendet haben. Allerdings vergessen sie hierbei die wichtigste Regel des Entertainments: Wen interessiert schon dein beschissener Nazi-Opa?

Schnell wird klar, weshalb überhaupt dieses schwachsinnige Video gezimmert werden mußte: Böhmermann wollte nämlich vor sechs Wochen einen Nagel an die Wand hämmern, um daran das eingerahmte Foto seines Nazi-Opas aufzuhängen. Dabei ist ihm der Hammer derart unglücklich aus der Hand gerutscht, daß er mit voller Wucht seine Stirn traf, und Böhmi seitdem im Koma lag. Als er wieder aufgewacht ist, glaubte er, daß immer noch Wahlkampf sei und er den Einzug der AfD in den Bundestag unbedingt verhindern müsse. Denn gleich nach dem Nazi-Opa-Outing wird ein Alexander Gauland ins Bild geschnitten, der vernünftigerweise kundtut, daß es mal langsam Schluß sein müsse mit der Hitlerei.

Der Rest ist vorhersehbar und zutiefst langweilig. Ein talentloser Schauspieler mit dem Esprit eines Kreissparkassendirektors spielt den bösen Kapitalisten, der für seinen Nazi-Park im Ton eines sich an den Zeitgeist anbiedernden Unternehmers wirbt und den Zynismus des Unterfangens gar nicht merkt. So jedenfalls Böhmis Theorie. Die Praxis sieht natürlich etwas anders aus. Die Faszination um das Dritte Reich, und so hart es auch klingen mag, auch und selbst um die Ermordung der Millionen Juden wurde von der Unterhaltungsbranche bis heute bis zum Exzeß gewinnbringend „verwertet“, meist als Historie verbrämt. Allen voran von Böhmermanns Heimatsender ZDF, das von seinem Guido Knopp und dessen Dauerserie um die Nazis nicht genug bekommen konnte. Am Ende dachte man schon, es käme noch eine Folge mit dem Titel „Hitlers Darmbakterien“.

Der Grund hierfür ist denkbar simpel. Das Dritte Reich und alles, was damit zusammenhängt, ist ein sogenannter „Big One“. Noch nie in der Geschichte lagen menschliche Hybris, menschliche Abgründe und menschliche Entartung so nah beieinander wie in diesen 12 Jahren deutscher Geschichte. Und nie zuvor haben Menschen eine Katastrophe solcher Dimension verbockt. Ausgeführt von einem Kulturvolk durch und durch und von dem seinerzeit vermutlich intelligentesten Menschlag weltweit. Ein Nazi-Erlebnispark nach alldem? So what!

Obgleich das Video vorgibt, zwischen guter und böser Erinnerungskultur unterscheiden zu wollen, wird die wahre Absicht selbst für einen Vollidioten rasch glasklar, wenn in das „Gedankenspiel“ unaufhörlich irgendwelche AfD-Statements reingeschnitten werden, die suggerieren: Hitler wird aus seiner Brandsenke wieder auferstehen, wenn die mal an die Macht kommen – abgesehen davon, daß wir dann die Milliarden Gebührengelder bestimmt nicht mehr so unproblematisch in den Arsch geblasen kriegen.

Am lächerlichsten wird das naziöse Dramolett, wenn Kabelka in einer Messe für Freizeitpark-Technik den Fake-Unternehmer Gamper wieder trifft, der sich von den dortigen Ausstellern handwerkliche Hilfe erhofft. Und oh my goodness! diese gewissenlosen Geldmacher erklären sich schnell bereit, das Nazi-Ambiente kompetent herzurichten. Das soll wohl ein mittelschwerer Skandal darstellen. Aber mal eine Frage, Böhmi: Wie ist es mit all den Schauspielern, Drehbuchautoren, Regisseuren, Filmarchitekten, Kostümbildnern usw., die für Filme über das Dritte Reich gearbeitet haben? Taten sie es immer für lau und spendeten dann ihre Gagen an die Hinterbliebenen der Holocaust-Opfer? Wie ist es eigentlich mit dir? Kann ich mal deine Spendenquittung sehen?

Der Schluß ist so durchsichtig wie das Monokel des Generals der Infanterie Hermann Recknagel. Selbstverständlich plant man den Bau des Naziramas in Brandenburg, weil „im Osten ein unverkrampfteres Verhältnis zum Nationalsozialismus“ herrsche, hihi. Jan Böhmermann war wieder unfaßbar lustig, hat aber auch gleichzeitig die Zuschauer im Sinne des deutschen Schuldkultes erzogen, wenn es das überhaupt bedurfte, und somit seine Bewerbung für den nächsten Grimme-Preis abgeliefert. Vielleicht bekommt er als Belohnung dafür eine Spiel-Show in der besten Sendezeit beim ZDF, verdient das Doppelte und kann sich eine Reise nach Ausschwitz leisten.


(Im Original erschienen bei der-kleine-akif.de)




TV-Tipp: Broder und Köppel bei “Maybrit Illner”

TV-Tipp: Broder und Köppel bei Maybrit IllnerDie Sarrazin-Festwoche im deutschen Fernsehen geht heute Abend um 22.15 Uhr mit der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“ weiter. Erneut trifft Realitätsverweigerung der zweiten Parallelgesellschaft gepaart mit der ersten Parallelgesellschaft auf die Wirklichkeit. JETZT mit Videos!

Kontrahenten sind heute auf Seiten der zweiten Parallelgesellschaft:

• Cem Özdemir (Bündnis 90 / Die Grünen), Parteivorsitzender
• Naika Foroutan, Politologin. Ihr Vater kommt aus dem Iran. Sie lehrt und forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin, unter anderem über europäisch-muslimische Identitätsmodelle
• Bernd Ulrich, Stellv. Chefredakteur „Die ZEIT“ und Autor

und auf Seiten der Realisten:

• Henryk M. Broder, Publizist und Autor u.a. „Früher war alles besser: Ein rücksichtsloser Rückblick“
• Roger Köppel, Schweizer Journalist, Chefredakteur und Verleger des Wochenmagazins „Die Weltwoche“

Kleiner Vorgeschmack auf Broder, der heute auf der Achse des Guten schreibt:

Hier irrt Sarrazin

Thilo Sarrazin hat gesagt, Michel Friedman wäre ein Arschloch. Weil ein Mann von Welt ein Kompliment, das ihm gemacht wurde, nicht für sich behalten kann, rennt Friedman zur BILD-Zeitung und erzählt ihr, was Sarrazin über ihn gesagt hat. Die macht daraus eine Titelgeschichte. Jetzt wissen fünf Millionen BILD-Leser, dass der Sarrazin den Friedman ein Arschloch genannt hat. Das ist nicht nett und, wie unsere Kanzlerin sagen würde, überhaupt nicht hilfreich. Und außerdem stimmt es nicht. Friedman ist ein selbstverliebtes Riesenarschloch. So, das musste mal gesagt werden.

Die Realitätsverweigerer und ihre voraussichtlichen Standpunkte

Cem Özdemir, mit der These, es ist alles gar nicht so schlimm, Sarrazin hetzt gegen Juden und Muslime, die Welt ist bunt und schön und wir haben uns alle ganz dolle lieb. Für die Untätigkeit der Grünen bei der Integration in deren Regierungszeit wird Özdemir darauf hinzuweisen, dass ja die anderen auch nichts getan haben. Zwangsheiraten sind Einzelfälle genau wie Importbräute und der Verkauf muslimischer Mädchen an andere Familien (neudeutsch Heirat) sieht er nicht als Problem, sondern als kulturelle Bereicherung der eingefahrenen deutschen Lebensart, in der sich die Frau den Partner frei wählt.

Naika Foroutan, mit der These, dass die eigenen Angaben von jugendlichen Migranten nicht hinterfragt werden brauchen. Die sind richtig und wie alles muslimische, über jeden Zweifel erhaben. Ach ja, Sarrazin hat unrecht, ist ein Hetzer und Antisemit, oder so ähnlich.

Bernd Ulrich, stellv. Chefredakteur bei der ZEIT, findet dass Sarrazin keine Ahnung hat wovon er redet. Wie er das begründet ist ihm egal. Er weiß es halt irgendwie. Sarrazins Buch bringt nichts neues, nur Statistiken und außerdem ist fast alles falsch, was Sarrazin sagt.

Ja, liebe PI-Leser, das kann ja wieder ein spannender Abend werden. Wir erwarten heftiges Keifen von Cem und ruhige unaufgeregte Stellungnahmen von Köppel & Broder. Sicherlich wird die Fraktion der Anti-Sarrazin Front (Antifaschisten) Köppel auch noch mal belehren, dass die Schweizer mit ihrer Minarettverbotentscheidung eh dumm und intolerant sind. Lassen wir uns überraschen…

Video der Maybrit Illner-Sendung:

Video der Berliner Phoenix-Runde (lief zeitgleich um 22.15 Uhr):

» Kontakt: maybrit-illner@zdf.de
» Chat mit Naika Foroutan im Anschluss an die Sendung
» Videobotschaften an die Maybrit Illner-Redaktion

(Video-Upload: Antivirus)




Video: RBB-Interview mit Thilo Sarrazin

RBB-Interview mit Thilo SarrazinIn einem Interview mit dem RBB hat Thilo Sarrazin heute (22.45-23 Uhr) zu den Inhalten seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ Stellung genommen. Dabei bekräftigte der frühere Berliner Finanzsenator seine Sorge um die demographische Entwicklung Deutschlands. „Ich möchte nicht, dass Deutschland muslimisch wird“, so der Bundesbank-Vorstand.

Hier das Video zum RBB-Beitrag:


(RBB-Video auf Youtube, Teil 1Teil 2)

ZDF-Heute Journal zu Sarrazin:

» Dresdner Neue Nachrichten: Deutschland braucht Einwanderungsdebatte

(Videobearbeitung: Antivirus)




Innenminister warnt vor massiver Anwerbung

Weil Bundesinnenminister Thomas de Maizière keinen Grund sieht, massiv Zuwanderer anzuwerben, wirft ihm der Spiegel „Emotionalität“ vor. Nach nur wenigen Monaten Aufschwung scheint das Arbeitskräftepotential, von dem immer behauptet wird, es würde unsere Renten finanzieren, nicht dazu angetan zu sein, um aus ihm Arbeitskräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. De Maizière hat Recht, wenn er sagt, man kann nur mit den Mädchen tanzen, die da sind. Aber nicht alle können tanzen.

Der Spiegel berichtet:

Die Debatte um ausländische Fachkräfte bekommt emotionale Züge: Innenminister de Maizière warnt vor massiver Anwerbung. Die Wirtschaft fordert er auf, bereits in Deutschland lebende Zuwanderer stärker einzubinden.

Bremen – Braucht Deutschland mehr Zuwanderer? Nein, findet Thomas de Maizière (CDU). Der Bundesinnenminister warnt sogar vor einer massiven Anwerbung. „Wenn ich mir die hohe Zahl der Schulabbrecher und die geringe Zahl der Hochschulabsolventen unter den Migranten ansehe, dann sage ich, wir sollten uns erst einmal um die kümmern, die bereits da sind“, sagte de Maizière in einem Interview des „Weser-Kuriers“ und der „Ostsee-Zeitung“.
[…]
„Auf einem Fest kann man nur mit den Mädels tanzen, die da sind und nicht von denen träumen, die nicht da sind.“ Er ärgere sich auch über Forderungen, Fachkräfte aus Polen ins Land zu holen. Stattdessen könnten diejenigen zurückgeholt werden, die vor Jahren in die westlichen Länder gegangen seien, sagte der Innenminister.
[…]
Noch vor wenigen Jahren sei es objektiv so gewesen, dass eine Realschülerin aus Grimmen eine bessere Perspektive im Westen gehabt hätte als in Mecklenburg-Vorpommern. „Aber das hat sich völlig gedreht. Heute muss es heißen: Kommt her, weil es hier besser ist als anderswo. Und für junge Westdeutsche gilt, im Osten gibt es tolle Perspektiven.“

Die Wirtschaft gibt sich jedoch unbeeindruckt von den Aussagen des Ministers. Die Zahl der fehlenden Fachkräfte werde in den kommenden Jahren „dramatisch“ ansteigen, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, am Montag im ZDF. Er gehe beispielsweise davon aus, dass in fünf Jahren etwa 200.000 Ingenieure fehlen werden und dass dies zu einem „Schlüsselproblem unseres Arbeitsmarktes“ und zu einem Problem für die Wirtschaftskraft des Landes werde.

Auch, dass ab 2011 in der EU volle Arbeitnehmerfreizügigkeit herrschen wird, ist wohl kein Argument, sondern pure Emotion! Und schon jetzt kommen viele Europäer, für die Deutschland der zweitbeliebeste Arbeitsmarkt ist.

Und wenn die Wirtschaft so dringend Mitarbeiter benötigt, die gut qualifiziert sind und dementsprechend verdienen, dann gibt es auch außerhalb der EU noch Möglichkeiten zur Anwerbung Hochqualifizierter. Allerdings muss dann folgendes gegeben sein (Zitat):

„die Annahme gerechtfertigt [ist], dass die Integration in die Lebensverhältnisse der Bundesrepublik Deutschland und die Sicherung des Lebensunterhalts ohne staatliche Hilfe gewährleistet sind.“

Auch eine sehr emotionale Bestimmung. Wohin uns die rationale Sichtweise à la Spiegel gebracht hat, sehen wir täglich.




“Hütten-Affäre”: Linke-Chef Ernst schwänzt PK

'Hütten-Affäre': Linke-Chef Ernst schwänzt PKDer Retter der Armen und Chef der Linken, Klaus Ernst (Foto), der 13.000 Euro im Monat für seine vielen verschiedenen Tätigkeiten erhält, blieb der für heute angesetzten Pressekonferenz fern. Zuvor hatte er dem ZDF vor der falschen Almhütte ein Interview gegeben, da er seine eigene vermutlich als zu üppig für das Fernsehvolk empfand.

Ebenso wären in der Presskonferenz wohl auch die fragwürdigen Flüge (PI berichtete) des Luxus-Proletariers zur Sprache gekommen.

Der Spiegel berichtet:

Luxusleben, hohe Einkünfte, Vermischung privater und dienstlicher Flüge: Die Kritik an Klaus Ernst wird immer schärfer. Nun wollte der Linke-Chef zu den Vorwürfen Stellung nehmen – doch dann erschien auf der Pressekonferenz nur sein Vize. Sogar Parteifreunde sind irritiert.

Berlin – Wo ist Klaus Ernst? Diese Frage muss man sich normalerweise nicht stellen. Denn Linken-Chef Ernst gilt als einer, der keine Kamera, kein Mikrofon auslässt und sich fröhlich polternd in jede Talkshow setzt. Doch an diesem Montag ist er plötzlich von der Berliner Bildfläche verschwunden – wegen „unaufschiebbarer Termine“, wie eine Sprecherin der Linkspartei erklärt. Statt wie angekündigt Parteichef Ernst steht zur Mittagszeit sein Stellvertreter Heinz Bierbaum vor der roten Medienwand im Karl-Liebknecht-Haus.

Ernst, der das unter den Rettern der Arbeiterklasse weitverbreitete Bonmont zum Besten gab, er „müsse nicht arm sein, um gegen die Armut zu sein“ musste möglicherweise dringend seinen heißgeliebten Trabi Porsche in die Werkstatt fahren. Sie soll in Wandlitz liegen, so dass eine rechtzeitige Rückkehr zur Pressekonferenz nicht mehr möglich war. Dies auch deshalb, da man in dem waldigen Wandlitz gerne mal den Überblick darüber verliert, auf welchen Pfaden man wandelt.

» ZDF-Sommerinterview mit Klaus Ernst (Teil 1 und Teil 2)




ZDF-Reportage über “Ehrenmorde” in Jordanien

Im ZDF-Auslandsjournal vom 14.7. wurde über sogenannte Ehrenmorde in Jordanien berichtet, denen dort jedes Jahr 20 bis 30 Frauen zum Opfer fallen, wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegen dürfte.

Im Begleittext heißt es zur Sendung:

Weil Angehörige durch den Lebensstil der Frauen und Mädchen ihre Familienehre beschmutzt sehen, greifen sie zur Waffe. Ein falsches Gerücht, ein verschriehener Job oder schlicht ein zu moderner Lebenswandel wird so schnell zum Todesurteil. Den Beschuldigten bleibt nur die Flucht und die Angst ums Leben. Die Täter hingegen kommen, sofern sie überhaupt verurteilt werden, oft schon nach wenigen Jahren wieder auf freien Fuß.

Dafür hätte das ZDF-Team eigentlich gar nicht nach Jordanien reisen brauchen…

(Videobearbeitung: Antivirus)




ARD und ZDF: Mullahs sitzen in der ersten Reihe

Während sich beim ZDF Kurt Westergaard dafür rechtfertigen muss, warum er Karikaturen zeichnet, die man dem Gebührenzahler vorenthält (PI berichtete), zeigen sich die beiden öffentlich rechtlichen Sender gegenüber dem iranischen Mullah-Regime wesentlich aufgeschlossener. So haben sich vor kurzem, wie jetzt bekannt wurde, ARD-Vorsitzender Boudgoust (r.) und ZDF-Intendant Schächter (m.) mit dem Chef des iranischen Staatsfernsehens, Ezzatollah Zarghami (l.), getroffen. Dieses feiert den Propagandaerfolg umfänglich.

Der Chef des iranischen Fernsehens, Ezzatollah Zarghami, ist Mitglied der Revolutionsgarden und gehört bei diesen laut Spiegel zu den Hardlinern. Während die USA gegen die Revolutionsgarden Sanktionen durchsetzten, wird diesen durch das mit Zwangsgebühren finanzierte deutsche Staatsfernsehen Gelegenheit zur Propaganda gegeben. Da diese Finanzmittel nun auf Umwegen dem Regime des Ahmadinedschad zugute kommen, kann man die Gebühren getrost als Dhimmi-Steuer (Jizya) bezeichnen, die Ungläubige an die Muslime zu entrichten haben. Die Jizya-Sender werden allerdings auch kritisiert:

„Das ist kein konservatives Fernsehen, sondern eines der Geheimdienstes und des Zwangsapparats“, kritisiert der iranische Exilpolitiker Mehran Barati die Einladung des einflussreichen Hardliners. „Es muss doch eine Schamgrenze da sein, auch gegenüber den Amerikanern.“ Zarghami, so der Vorwurf verschiedener Oppositionsgruppen, soll an einer spektakulären Geiselnahme der Mullahs beteiligt gewesen sein. Diese hatten 1979 für mehr als ein Jahr mehr als 50 US-Diplomaten gefangengenommen.

Aber das ficht die Chefs der Jizya-Sender wohl kaum an. Wollen sie doch nun nach Pallywood augenscheinlich auch noch Mullywood etablieren.

„Propaganda, Manipulation und Repression“

„Solche Treffen sind nichts ungewöhnliches“, sagt Ausland-Korrespondent Ulrich Tilgner. Er berichtet regelmäßig aus Teheran, bis 2008 auch für das ZDF. Ausländische Sender seien eben auf das Wohlwollen des Regimes angewiesen, deswegen gäbe es Kooperationsverträge. Wenn dann mal der Irib-Chef durch Europa reise, „kann man ihm schlecht einen Besuch verwehren“.

Man müsse sich aber auch über die Arbeitsbedingungen in Iran im Klaren sein. „Das ist nicht so toll“, sagt Tilgner. „Zum Beispiel werden Journalisten der Deutschen Welle arg behindert, die Ausstrahlung des Programms unterbunden.“ Man könne sich fragen, ob es nicht eine Solidarität deutscher Sender untereinander geben sollte – und man bei Kooperationen den freien Empfang der Deutschen Welle in dem Land zur Bedingung mache.

Der Spiegel weist auf das angebliche Dilemma hin, indem die Jizya-Sender steckten:

ARD und ZDF stecken in einem Dilemma, das wissen auch die Kritiker des Treffens. Die Kungelei mit undemokratischen Machthabern auf der ganzen Welt gehört zum Geschäft. Auch aus Ländern wie China kann kaum ohne Rückgriff auf die oft staatliche Infrastruktur berichtet werden. Dass aber ausgerechnet Zarghami von Boudgoust und Schächter persönlich empfangen werden muss, sorgt nun doch für Empörung.

Tatsächlich ist aber nur die Frage zu beantworten, ob sich die deutschen Staatssender zum Diener des Gottesstaates machen wollen.

Dass ARD und ZDF künftig frei aus Iran berichten können, glaubt Mehran Barati nicht: Die BBC versuche schon seit mehr als einem Jahr, eine Sendegenehmigung für Iran zu bekommen. „Deswegen hat die BBC über die Oppositionsbewegung nur moderat berichtet“, sagt Barati. Doch auch das habe „zu nichts geführt“. ARD und ZDF sollten sich darüber klar sein, dass Kooperation auch immer bedeute, leise zu treten.
Am Ende würde immer noch das Regime bestimmen, worüber ausländische Korrespondenten berichten dürfen. Barati sieht das kritisch: „Ich weiß nicht, ob die Öffentlich-Rechtlichen diesen Preis zahlen sollten.“

Aber wenn letztlich die Mullahs bestimmen, was ARD und ZDF aus dem Iran berichten, sollte auf jede „Berichterstattung“ verzichtet werden. Oder ist es dem Zwangsgebührenzahler wirklich zuzumuten, dass die Inhalte von ihm bezahlte „Dokumentationen“ schlussendlich von einer Religions-Diktatur bestimmt wird und damit letztlich Propaganda darstellt?

Kontakt:

» zuschauerredaktion@zdf.de
» info@daserste.de

Weiterführende Links:

» homylafayette: Regime’s propagandist welcomed by two German television network presidents
» JP: German public television hosts Iranian broadcast boss
» LA Times: German trade with Iran has life of its own
» Wadi Blog: ARD & ZDF: Hier sitzt das iranische Regime noch in der ersten Reihe
» Ali Schirasi: ARD und ZDF empfangen Hauptmann der Revolutionswächter Ezzatollah Zarghami




Spanien – Niederlande: WM-Finale live bei PI

WM-Finale Spanien - NiederlandeNachdem es Deutschlands Nationalmannschaft trotz Multikulti nicht geschafft hat, ins heutige WM-Finale vorzustoßen, können sich deutsche Fans heute gelassen und ohne großen Nervenkitzel das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika zwischen Spanien und den Niederlanden, den beiden mit Abstand besten Teams des Turniers, anschauen. Wir sind zwar nicht Krake Paul, der einen Sieg Spaniens vorhergesagt hat, aber wir haben trotzdem einen Favoriten…

Hier der ZDF-Livestream zum Finale:

Der Stream kann aufgrund rechtlicher Bestimmungen nur in Deutschland wiedergegeben werden. Wer ihn nicht sehen kann, kann hier einen englischsprachigen Stream aufrufen.




Kelek und Bosbach bei Peter Hahne im Interview

Kelek und Bosbach bei Peter Hahne im InterviewGestern machte ZDF-Moderator Peter Hahne den Ansatz für seine neue Sendung, lächelnd Biss zu zeigen, streckenweise durchaus wahr. Zu seiner zweiten Sendung „Unsere Multi-Kulti-Elf – Integration als schöner Schein“ (Video zur Sendung hier) diente der Erfolg der Nationalmannschaft als Aufhänger für die Debatte. Zur Diskussion über die negativen Begleiterscheinungen der Zuwanderung hatte er die Autorin Necla Kelek und den innenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Wolfgang Bosbach, eingeladen.

Ohne die ebenfalls eingeladene aber verhinderte Claudia Roth, diskutierte die kleine Runde ganz munter vor sich hin. Zwar war damit leider kein Multi-Kulti-Fetischist und damit die krasse Gegenmeinung vertreten, allerdings erschöpft sich die Gegenrede CFRs ohnehin immer in Empörung, so dass ein Erkenntnisgewinn nicht zu erwarten gewesen wäre. Insgesamt kam das Gespräch erst in der zweiten Hälfte so richtig in Fahrt, wurde dann aber teilweise recht interessant.

Hahne stellte so manche Frage, die zu erkennen gab, dass er das Thema kennt und sich nicht scheut, unangenehmes anzusprechen. Es blieb auch nicht bei Oberflächlichkeiten – leider beschränkte sich Bosbach über weite Strecken auf Allgemeinplätze, was alles nicht geht, um Zuwanderung zu begrenzen und zu steuern. Augenscheinlich sind nach seiner Meinung Ansprüche an die Gesellschaft immer höher zu werten als der Erhalt ihrer Funktionsfähigkeit. Wer die Ansprüche erfüllen soll, wenn die Leistungsfähigkeit Deutschlands endgültig überdehnt ist, kümmert Bosbach weniger. Da ist der CDU-Politiker rundum schon Sozialdemokrat. Daher war Hahnes Frage, ob das heißen solle, die Tore zu öffnen, sehr berechtigt.

Hahne sprach auch das sogenannte „Wunder von Marxloh“ an, wobei er an Bosbach auch die sehr berechtigte Frage richtete, ob man da nicht sehr naiv gewesen sei. Allerdings blieben hier die Zusammenhänge für die Zuschauer, die die Vorgänge um die Moschee nicht ausreichend kannten, mehr oder weniger im Dunkeln. Auch die Frage nach den 300.000 daheimgebliebenen CDU-Wählern bei der Wahl in NRW und die Verknüpfung zur Zuwanderungspolitik war richtig gestellt.

Kelek benannte die Probleme sehr klar und deutlich. Für sie wird an dem Beispiel Marxloh klar, dass die Debatte viel zu oberflächlich geführt wird. Sie stimmt der Prämisse, muslimische Einwanderer hätten einen geringeren Integrationswillen als andere, zu und weist dabei auch auf die in Moscheen vermittelten Werte hin. Aber auch ihre Darstellung, inwieweit die Zuwanderer ihre „Integration“ als Erfolg ansehen, die von der Aufnahmegesellschaft nicht als solcher empfunden wird, dürfte für die meisten erhellend sein.

Ihr ist zwar Recht zu geben, dass der Kirchgang von Christen als solches noch nicht dazu führt, die Muslime besser zu integrieren. Die Werte zu vertreten, die dieses Land zu bieten hat, geht auch ohne Gottesdienst in einer Kirche. Es spricht aber auch nichts gegen einen solchen. Werte der freien Gesellschaft vertritt man, indem man auf diesen beharrt und sie verteidigt. Zudem übersehen Hahne und Bosbach, dass die Amtskirchen mit die traurigste Figur in der ganzen Integrationsdebatte abgeben.

Aber man muss bei der bislang so verlogenen und von Fakten unberührten Debatte mittlerweile schon dankbar sein, wenn denn einmal – wie dies Hahne tat – nach dem Zusammenhang zwischen Religion und Integrationserfolg gefragt bzw. dieser offen angesprochen wird. Auch wenn immer alle wissen, dass in jeder Diskussionsrunde zu dem Thema ohnehin nur eine Gruppe Gegenstand der Auseinandersetzung ist.

Leider litt das Gespräch am üblichen der Zuwanderungsdebatte und so wird – trotz der guten Gesprächsführung von Hahne – die aktuelle Sau der Integrationsdebatte durch das Dorf getrieben. Wollte man noch vor kurzem die Moscheen aus den Hinterhöfen holen, wird nun – da sich die Situation trotz prachtvoller Moscheen um kein Jota gebessert hat – die Imamausbildung an deutschen Hochschulen gefordert. Auch das wird natürlich nichts bringen, aber bis man das festgestellt hat, weiß man bestimmt schon das nächste nette Sprüchlein für die Islamdebatte. Dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan ist zuzustimmen: „Der Islam ist der Islam und damit hat es sich!“

» DeutschlandWoche: Wolfgang Bosbach: Migranten bei Verweigerung von Deutschkursen staatliche Hilfe kürzen, “notfalls auf null”

(Spürnase: Vera W.)




Katrin Müller-Hohenstein: Zu werblich


So eine Böse aber auch: Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein berichtete erst politisch inkorrekt (PI berichtete) und erzürnte nun den Chefredakteur, weil sie Werbung macht. Ihre Molkereiwerbung stieß Peter Frey sauer auf. „Ich bin nicht grundsätzlich dagegen, dass Kollegen Nebentätigkeiten ausüben, solange sie keinen werblichen Charakter haben“, erklärte Frey.

Sonst noch alle Tassen im Schrank, Herr Frey?

Der Stern schnaubt:

Ab sofort unterstützt die beliebte TV-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein mit ihrer journalistischen Kompetenz die Mitglieder des Weihenstephan Qualitätsbeirats“, verkündet die Molkerei noch am Freitagnachmittag stolz auf ihrer Seite. Doch das Engagement der Sportmoderatorin für das bayrische Unternehmen Weihenstephan hat ein schnelles Ende gefunden, nachdem ZDF-Chefredakteur Peter Frey Wind davon bekommen hat.
(…)
In dem Spot ist Müller-Hohenstein zu sehen, wie sie eine Molkerei besucht oder vor dem Firmensitz über gesunde Ernährung plaudert. Außerdem ist auf der Internetseite ein Kurzinterview mit der 44-Jährigen Mutter abgedruckt, in der sie über den Grund für ihr Engagement spricht: „Als Mutter trage ich besondere Verantwortung für die Ernährung meiner Familie. Deshalb will ich mir immer sicher sein, dass die Qualität unserer Lebensmittel immer die beste ist.“ Zu ihren Aufgaben gehöre es, mit ihrem „journalistischen Wissen“ und ihrer „natürlichen Neugier“ den sogenannten Qualitätsbeirat zu unterstützen. Dass Hohenstein dafür Geld bekommt, wird nicht erwähnt.

Tja, dass man für Werbung Geld bekommt, weiß eigentlich jeder. Soll das neuerdings im Werbespot erwähnt werden?

Man darf wohl annehmen, dass hier Gründe gesucht werden, Müller-Hohenstein abzusägen.

(Spürnase: tama)