Jörg LauUm Jörg Lau (Foto) den achtungsvollen Gruß des Gegners zu entbieten, würde ich schon was schreiben, war er doch der Journalist, der sich bei aller Ablehnung der „Idioten bei PI“ immer bemüht hat, die Position des aufgeklärten Westlers und des guten Islamisten zusammenzubringen, und dabei nie wirklich zu Zensur gegriffen hat. Weil er aber mit einem Grußwort von einem Kommentator bei PI den Beifall von der falschen Seite bekäme, will ich ihm zu seiner Pause nicht allzu heftig Gutes wünschen.

(Gastbeitrag von Freespeech)

Sonst sieht er sich plötzlich von allen angegriffen, die darin einen fernen Gruß aus dem vermeintlichen dumpfen Untergrund der „braunen Soße“ sehen und damit, entsprechend der eisglatt ausgerutschten Logik der Gutmenschfraktion und der Korantreuen, selber zum Abtrünnigen würde.

Abtrünniger ist er sicher nicht. Er lehnt PI strikt ab, sieht dort die Grobiane und Holzschnitzer unter den Kommentatoren als die Vertreter des Blogs, und den Blog PI als ein Projekt von Irregeleiteten, die weder Anstand noch Verstand haben.

Es ist die Haltung des Großbürgers gegenüber dem vermeintlichen Kleinbürger, die wohl zu den Bedingungen gehört, welche die Zugehörigkeit zu den – nach eigenem Verständnis – richtigen Berichterstattern, Journalisten und Kommentatoren regulieren und den Jessen und Niggemeiern helfen, die Distanz zum „Mob“ zu halten.

Aufgehört – oder pausiert – hat er, weil sich jede Diskussion immer wieder im Kreis dreht: Die einen stellen den Islam dar, wie er täglich wirkt und fortschreitet, die anderen lassen nichts auf den Islam kommen, oder auf die Türken, oder beides, und dann gibt es noch die Fraktion, die zwar ablehnend oder kritisch dasteht, aber gerne die Menschen lieben würde.

Zur letzteren Gruppe würde Jörg Lau nach meinem Verständnis gerne gehören. Immer wieder sucht und findet er Stimmen aus den islamischen Ländern, die vernünftig tönen, im ersten Moment und selten im zweiten, und das lässt ihn an der Hoffnung festhalten, dass vielleicht irgendwann der Islam reformiert werden könnte.

Damit unterscheidet sich seine Haltung grundsätzlich von derjenigen bei PI. Hier glaubt man an die Vernunft des Menschen, an die Integrationsfähigkeit von Individuen, aber nicht an die Reformfähigkeit der Ideologie.

Seine Idee von der Reform unterscheidet sich damit auch von der Vorstellung derer, die den Islam vertreten, von Alboga über al-Qaradawi bis Bin Laden: Reform des Islams ja, unbedingt, lieber heute als morgen, und zwar zurück zu den Wurzeln der Beutezüge, ob Karawanen oder Sozialsysteme.

Es sind solche Sätze wie der letzte, die Jörg Lau nicht gefallen, und das verstehe ich. Man sollte doch nett miteinander sein. Die Hoffnung nicht aufgeben, das Gute und die Möglichkeit der Besserung suchen, so wie das jede Ehefrau bei ihrem schlagenden Mann macht, bis in den Tod.

Auch Jörg Lau hofft immer noch. Aber er ist es leid geworden. Er weiß, was an der Ideologie schlecht ist, und an den Taten der Vertreter der Ideologie, aber er scheut sich, den letzten Schritt zu machen, den Schritt von der Erkenntnis zum Urteil. Es kann einfach nicht sein, dass eine Lehre schlecht ist, wo es doch so viele Menschen guten Willens gibt. Es kann einfach nicht sein, dass eine Lehre grundsätzlich abgelehnt werden kann, weil man – so fühlt man zuinnerst – damit so vielen Menschen Unrecht tun würde, nämlich den Menschen, die ihre gesunden Gefühle in den Islam projiziert haben und immer noch projizieren, und die so gerne einen Islam hätten, der in die Zeit der wirklichen Menschenrechte und der echten Demokratie passen würde.

Und doch sprechen die Tatsachen für sich. Wieder stürmt einer wie Nasrallah Beirut, wieder wird eine Schule in die Luft gejagt, wieder wird ein Vernünftiger erstochen. Aber einen Schnitt im Kopf zu machen, sich ein klares Urteil zu formulieren, das ist schmerzhaft. Da gibt man viel auf, das man liebgewonnen hat, zuvorderst die Vorstellung, dass der Islam dank der Menschen guten Willens reformierbar sei. Und schon wieder dreht sich die Diskussion im Kreis.

Dass Jörg Lau dies leid ist, dass er nun eine Pause braucht, das kann ich verstehen. Und so ist doch ein Gruß an Jörg Lau herausgekommen. Hoffentlich zerreißen ihn die Gutmenschen und die Korantreuen nicht.

image_pdfimage_print

 

67 KOMMENTARE

  1. Es kann einfach nicht sein, dass eine Lehre grundsätzlich abgelehnt werden kann, weil man – so fühlt man zuinnerst – damit so vielen Menschen Unrecht tun würde

    Das war beim Kampf gegen Rechts™ meines Wissens nach noch nie ein Problem.

  2. Gut auf den Punkt gebracht.
    Jeden Tag immer das Gute suchen, das
    ist auf die Dauer schon anstrengend.

    Dank an Freespeech
    Adam

  3. Die Zeit – ein sinkendes Segelboot.

    In Kürze wird sie der Wind in eine andere
    Richtung blasen.

    Und Seemannsgarn von einst wird vergessen, für
    immer !

  4. OT: Wurde das „TM“ nach Kampf gegen Rechts automatisch eingefügt? Habe eigentlich Anführungszeichen benutzt.

  5. Der gute Jörg Lau vom Jessen-Blatt erinnert mich an eine Antilope, die aus dem sicheren Gehege hofft, die Löwen in der Savanne würden eines Tages nur noch Pflanzen zu sich nehmen.

    Und hier und da mal wieder ein Bericht, wo ein Löwenbaby ganz süß wie Knut und Flocke einen Grashalm gelutscht hat und dann bitter böse Briefe von Freiland-Antilopen, die nicht auf dem Speisezettel der Löwen stehen wollen und von Löwen, die am artgerechten Fressen von Opfer-Antilopen festhalten wollen!

    Der arme Jörg Lau, dabei ist Vernunft doch gar nicht so schwer, man muss nur seine 68er-Scheuklappen ablegen und die Welt so sehen, wie sie wirklich ist!

    Die Schutzheilige der MohammedanerInnen, Claudia Fatima Roth würde es so formulieren:
    „Jörg, komm bitte in der Realität an!“ 🙂

  6. Nobel, freespeech.
    Aber Lau ist für mich jemand, der schuldhaft die Augen vor dem Bösen verschließt und damit Beihilfe leistet.
    Zugleich diffamiert er die, die klar sehen und harte schmerzhafte Schritte zu tun bereit sind.
    Er macht sich mitschuldig, und er ist mitschuldig, an allen Verbrechen des Mohammedanismus.
    Jörg Lau ist schuldig. Er verrät Menschenrecht, Humanismus und europäischen Geist. Seine laue Haltung, nomen est omen, ist genau die, die in der Krise vom Gewalttäter einfach überrannt wird. Dann flennt Lau und sucht Schutz unter dem Schirm von Starken, die er diffamiert.
    Genau diese lauen Leute ermöglichen das Böse, weil sie nicht dagegen kämpfen.
    Das ist kein Kavaliersdelikt eines irgendwie an sich Wohlmeinenden. Es ist das ganz genau der Fehler, der zum Verbrechen an unseren Werten wird, weil er nicht bereit ist, für unsere Werte zu kämpfen. Mit der Härte, Brutalität und Rücksichtslosigkeit zu kämpfen, die diesem grenzenlos brutalen Feind entspricht. Um den Kampf zu vermeiden, füllt er tausende Seiten mit lauen Betrachtungen. Die Hassideoloige aber vernichtet uns einfach ohne Unterschied vollständig. Angesichts dessen ist Laus Lauheit ein Verbrechen.
    Keinerlei Respekt für diesen Mann.

  7. Zitat:

    … aber er scheut sich, den letzten Schritt zu machen … Da gibt man viel auf, das man liebgewonnen hat …

    Ich habe mich schon immer darüber gewundert, wie unglaublich stabil eine einmal gefasste Ansicht, unabhängig von ihrer offensichtlichen Falschheit, ist. Allein zwei Beispiele machen das deutlich:
    Als dieses Land so in Trümmern lag wie noch nie ein Land zuvor in der Weltgeschichte, und die Verantwortlichen ein Maß an Taten und Schuld auf sich geladen hatten, das jedes Fassungsvermögen übersteigt – was taten da die Nazigrößen in Nürnberg? Irgend ein Anflug von Erkenntnis, was sie da getan hatten und wem sie dienten? Nichts, absolut gar nichts. Und es waren intelligente Leute darunter, bei denen man hätte erwarten können, dass zwei und zwei zusammenzuzählen deren Horizont nicht überstiegen hätte. Aber dennoch: Einsicht, Umkehr? Null. Absolut Null.

    So, und das Beispiel von der anderen Seite des politischen Spektrums:
    Die 2. Hälfte von Deutschland in den Ruin gewirtschaftet, Hunderte Mauertote verursacht, das größte Gefängnis der Welt errichtet, einen Berg an widerwärtigen Spitzeln gezüchtet, bei denen noch heute manchmal einer auftaucht. … hoppla, der war ja auch dabei…. . Einsicht, Umkehr? „Ich liebe doch alle … alle Menschen … “ ! Habt ihrs noch im Ohr? Wenigstens konnte man da schon herzlich drüber lachen, da war dieser Schinder und Mörder ja schon Geschichte.
    Immerhin: eine einzige Ausnahme gab es da: Günter Schabowski. Aber eben nur EINE!

    Wie soll da ein Ströbele oder eine CR eines Tages sagen können: „was habe ich da nur für eine Sch… verzapft?“
    Geht einfach nicht, so sehr es auch stimmt.

  8. Diese arroganten Medienvertreter sind doch oft Existenzen, die es in anderen Berufen nicht weit gebracht hätten. Wir kennen sie doch noch aus unserer Schulzeit, diese Versager.

  9. Schade, ich habe seinen Blog gerne gelesen. Ich halte es für einen großen Fehler sich von jemanden wie Lau zu distanzieren nur weil er nicht so radikal in seiner Islamkritik ist.

  10. Immer wieder sucht und findet er Stimmen aus den islamischen Ländern, die vernünftig tönen, im ersten Moment und selten im zweiten, und das lässt ihn an der Hoffnung festhalten, dass vielleicht irgendwann der Islam reformiert werden könnte.

    Auch Herr Broder hat mehrmals dargelegt, dass die intelligentesten und , für ihn erbauendsten, Äusserungen zu Karikaturenstreit etc. von Muslimen aus islamischen Ländern kämen…

  11. Denke, dass man bei Holtzbrinck in Stuttgart die Notbremse ziehen musste und Lau den Computer deswegen abgeschaltet hat. In Stuttgart dämmert es jetzt langsam, dass man sich die letzten Jahre eine Menge schlechter Zeitungen zusammengekauft hat. Es ist ja nicht nur das Sorgenkind ‘Zeit’ sondern auch der TSP in Berlin, dessen Redakteure gehobenen Ansprüchen nicht gerecht werden. Da es in diesen Zeitungen nur wenige wirklich guten Journalisten gibt und man die Redaktionen nicht auf die schnelle austauschen kann, muss man sich wohl damit behelfen, die Redaktionen auszudünnen. Die Zeitungen wird man nicht mehr nach oben bringen, vielleicht kann man noch zwei halten, in denen man mit den guten Journalisten von den anderen noch eine gute Zeitung macht. Holtzbrinck versucht sich mit der Briefzustellung ein zweites Standbein zu schaffen. Hoffentlich kann man damit den Konzern retten, denn diese zusammengekauften Blätter dürften den Konzern noch einiges Geld kosten.

  12. Nur mit der Waschun schein es ein kleinesProblem zu geben, äuserlich sowiso, aber die Vielen Sünden wer wäscht die Weg?
    “ du sollst nicht Lügen “ IV Gebot

  13. #7 No-go-Area-fuer-Deutsche (15. Mai 2008 22:20)

    Die Phantombilder Galerie zeigt ja wirklich die Elite der Menschheit. Entsetzlich und schier unvorstellbar, dass sich so etwas frei auf den Strassen bewegen darf.

  14. Herr Lau wird doch nicht etwa in der Phase
    der Bekehrung sein ?

    So ganz ohne Inquisition ?

    So ganz ohne Eiserne Jungfrau ?

  15. #18 karlmartell

    das ist erst ein bruchteil dessen, was wir noch auf halde liegen haben und bearbeiten müssen. leider geht nicht alles auf einmal, wäre zu schön. aber fast 1000 straftaten mit mehr als 2200 straftätern … das ist ja schon mal ein anfang. bis zum ende des jahres wollen wir noch etwa 6000 weitere datensätze einbinden … ich denke, da bekommen die gutmenschlichen dummschwätzer ein problemchen ….

  16. Ich zähle mich gerne zu den Holzschnitzern. Es ist eine sehr schwierige Kunst, denn man kann einen einzigen falschen „Schnitzer“ nicht mehr korrigieren.

    Deswegen Holzschnittartig meine Meinung – Jörg Lau ist der klassische Dummkopf, der gerne gut sein möchte, dem aber die notwendige Abgeklärtheit fehlt, ein als falsch erkanntes Urteil zu redividieren. Auch an dieser Fähigkeit kann man Intelligenz festmachen.

  17. heute hatte ich ein gutes gespräch mit einer ehemaligen führungsperson 68 jahre alt ( pensioniert ), er sagte zu mir, endlich habe ich die möglichkeit das zu sagen was ich denke, in meiner früheren position konnte ich das nicht .
    wir redeten über die 68 ziger, über ausländer im allgemeinen und türken im besonderen.

    um es abzukürzen….DIE MEINUNGEN DREHEN SICH, LANGSAM, ABER SIE DREHEN SICH.
    und zwar in die richtung die die meisten hier vertreten.

    er gab wir wieder ein wenig hoffnung

  18. Wie schade, Freespech!
    Was für ein mäßiger Stil, nach so vielen interessanten Debatten bei Herrn Lau solch eine flache Nummer abzuliefern.
    Und was an substanzlosen Kommentaren dazu auflaufen würde, musste Ihnen klar gewesen sein, oder?

    Ich bin Jörg Lau für das Forum bei der Zeit sehr dankbar und finde den Abbruch/die Pause sehr bedauerlich, weil der Diskurs eben nicht so einseitig, wie diesseits lief.
    Auch dank Ihrer Meldungen. Und aber auch eben derer des [argumentresistenten] Erols und Konsorten.

    ‚Die Freunde und die Feinde des Islam‘ im direkten Aufeinandertreffen entlarven diese Ideologie nachhaltiger und glaubwürdiger als ein Haudraufblog.

    http://blog.zeit.de/joerglau/ wird fehlen. Wo kann ich ansonsten noch von Molinocampo lesen?


    bukephalos

  19. Der gute Jörg Lau ist doch auch einer der total Abgehobenen vom Schlage eines Jens Jessen, dem sein „Gutmenschentum“ den Blick für die Realität verstellt. Diese Typen dienen doch den Islamisten bzw. den Linksfaschisten nur als die berühmten „nützlichen Idioten“!

    Sie sind die Steigbügelhalter der neuzeitlichen totalitären Ideologien, seien es Islamismus oder Links-Faschismus.

  20. Moin,
    leider völlig OT, aber ich fand’s wichtig : im Nachtjournal (RTL) wurde -gottlob- gerade darüber aufgeklärt, wer die wahren Randalierer am 1. Mai waren : es waren natürlich die Rechten! Rolli-Schäuble und „die Guten“ von RTL sind sich einig, dass -Zitat- : „die Rechten sich wie die Linken verkleiden um auf Nachwuchsjagd zu gehen“
    Langsam wir mir wieder dolle übel … damit sind die Autonomen ja wieder mal fein raus.

  21. #21 No-go-Area-fuer-Deutsche (15. Mai 2008 23:05)

    Sehr gut. Gratulation. Es kann anschliessend niemand mehr sagen, er hat nichts gewusst.

  22. Dieser Lau ist an einer Lebenslüge gescheitert.
    Kommt vor. So what.

    Fakt: Tiefgläubige Mohammedaner verehren einen Mörder, Kinder- und Leichenschänder
    (sachlich formuliert).

    „Dann übergab Muhammad den Kinana [den Hauptmann eines jüdischen Stammes, der gefangen genommen worden war] dem al-Zubayr, einem von Muhammads Leuten, und sprach: „Quält ihn, bis ihr es herausbekommen habt [das Versteck des Stammesschatzes]“. Al-Zubayr entzündete mit Feuersteinen ein Feuer auf seiner Brust, bis er starb. Dann übergab ihn der Gesandte (Muhammad) dem Muhammad bin Maslama, der ihm den Kopf abhieb, als Teil seiner Rache für seinen Bruder Mahmud bin Maslama.“

    (aus der Mohammed-Biographie von Ibn Hisham, zitiert in: Ibn Warraq, Warum ich kein Muslim bin, Matthes & Seitz, Berlin 2004, S. 148f)

    Dreckiger Nazi-Judenhasser: Der „profet“ Mohammed.

    „Ein Mann trat zum Judentum über. Der Muslim Muad verfolgte ihn mit dem Todesurteil des Propheten Mohammed: ,Ich werde mich nicht hinsetzen, bis ich ihn umgebracht habe; dies ist das Rechtsurteil des Gesandten Allahs.‘

    (aus: Sahih Al-Buhari, Auszüge, Islamische Bibliothek, Köln 1989, S. 749)

  23. Der Text beschreibt meine Entwicklung in den letzten 5 Jahren. Sehr gut Free Speech. Allerdings ob sich dies bei Lau auch so abgespielt hat? Der letzte Schritt ist übrigens der Beste für die geistige Gesundheit. Geht man ihn nicht wird man irgendwann schizophren.

  24. Was dieser Lau da gerade praktiziert, nennt man wohl den „geordneten Rückzug“!

    Nachdem seine Metamorphose vom Islam-Steigbügelhalter und Türkenfreund zum kritisch denkenden europäischen Menschen gereift war, suchte er wohl einen Vorwand, ohne Gesichtsverlust seinem seelischen Dilemma zu entkommen.

    Es ist nie zu spät für die Früchte des Baums der Erkenntnis!

  25. Ja der Herr Lau, ich kann das gut nachvollziehen, weil ich gerne auch so denken würde. Dann könnte man wesentlich besser schlafen, aber die rosarote Brille will nicht mehr passen seit ich weiß, wer die Muslimbrüder sind und 400.000 demokratiefremde in D. gerne die Sharia hätten.

    Guter Kommentar FreeSpeech, zeigt er doch wahrscheinlich ein Dilemma auf – warum so viele Menschen nicht sehen wollen, obwohl sie genau daraufblicken.

    Allerdings kann ich Fenris nur Recht geben – wenn jemand wie z.B. Herr Krause Artikel für die JF schreibt und dann so abartig öffentlich hingerichtet wird – dann hält sich mein Mitleid doch in Grenzen. Die Jacke ziehe ich mir auch persönlich ein bischen an, ich bin einfach verärgert, dass kompromisslos für die Demokratie zu sein offensichtlich bedeutet als rechtsradikal abgestempelt zu werden – das ist Deutschland im Jahre ’08.

  26. Es erscheint mir immer wieder äußerst merkwürdig, dass ein und derselbe Sachverhalt von Menschen in völlig unterschiedlicher Weise gesehen wird (klar; wenn es nicht so wäre, müssten wir Männer allesamt die gleiche Frau lieben). Der Kommentator Bukephalos (so hieß, wenn ich mich recht erinnere ich, das Pferd Alexanders des Großen) meint: „Wie schade, Freespech!
    Was für ein mäßiger Stil, nach so vielen interessanten Debatten bei Herrn Lau solch eine flache Nummer abzuliefern.“
    , während ich von der Tiefgründigkeit, Differenziertheit, Fairness und nebenbei auch der wunderbaren sprachlichen Brillanz des Beitrags, den Freespeech verfasst hat, überaus beeindruckt war. Ich glaube, man sollte noch drei Mal vorsichtiger sein, bevor man über etwas oder jemanden ein Verdikt loslässt – sei es nun PI oder Herr Lau.

  27. Bewährung für brutalen Messerstecher

    Jugendlicher geht an einer Bushaltestelle auf einen Mann los. Polizei fahndet zwei Jahre nach ihm.

    Ein Türke (20), der ohne Grund auf einen Mann einstach, bekommt Bewährung.
    HANNOVER. Es war eine zufällige Begegnung, die beinahe tödlich geendet hätte. Seven Y. (heute 20) war am Abend des 8. März 2006 an der Spannhagenstraße aus einer Straßenbahn gestiegen, als er hörte, wie eine Frau schimpfte: „Was soll der Scheiß?“ Die Frau (28), die an der gegenüberliegenden Bushaltestelle stand, hatte sich lautstark bei ihrem Freund (29) beschwert, der ihr mit seiner Zigarette einen Jackenärmel angesengt hatte. „Ich dachte, ich sei gemeint“, ließ der junge Türke gestern durch seinen Verteidiger Eckart Klawitter mitteilen.
    „Was guckt Ihr so blöd“, will Seven Y. gefragt haben. Als die Frau ihn deshalb zur Rede stellte, habe er sie zu Boden geschlagen, gab der Angeklagte zu. Und als ihr Freund zu Hilfe eilte, habe er mit seinem Klappmesser „zugeschlagen“. Er habe aber niemanden umbringen wollen.
    Der Stich traf den Mann mit voller Wucht, drang durch dicke Winterkleidung in Darm, Zwerchfell und Lunge. Ärzte retteten dem Schwerstverletzten das Leben.
    Angeklagt war Seven Y. gestern wegen versuchten Totschlags. Verurteilt wurde er nur wegen gefährlicher Körperverletzung – zu zwei Jahren Jugendhaft auf Bewährung. Das Urteil beruhte auf einer Absprache zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidiger und Gericht. Danach legte Y., der die Tat bis dahin abgestritten hatte, ein den Prozess verkürzendes Geständnis ab. Das Urteil wurde in der Verhandlung rechtskräftig.
    Die milde Strafe verdankt der Heranwachsende der Tatsache, dass die Polizei 2006 nach der Tat vergeblich mit einer Phantomskizze nach ihm fahndete. Eine neue Strategie führte erst im Herbst 2007 zum Erfolg. Ermittler hatten dem Opfer eine Bildmappe mit straffällig gewordenen Jugendlichen vorgelegt. Darunter war auch ein Foto von Seven Y. Der Türke, der als aggressiv gilt, hat schon zwei Jugendstrafen wegen Körperverletzung. Bei einer Hausdurchsuchung fanden Polizisten zwei Klappmesser. Vier Monate saß Y. in Untersuchungshaft. Er sei hoffentlich reifer geworden, so Richterin Monika Thiele. Y. kam frei, muss aber an einem Anti-Agressionstraining teilnehmen.

  28. Neues aus Hamburg:

    16-Jährige in Borgfelde erstochen
    Auch der Notarzt konnte die Afghanin nicht mehr retten. Die Polizei hat zwei junge Männer im Verdacht.

    Hamburg –
    Eine Jugendliche ist in der Nacht zum Freitag in Borgfelde erstochen worden. Die Tote sei 16 Jahre alte und afghanischer Herkunft, sagte ein Polizeisprecher. Sie war kurz nach Mitternacht auf einer Straße mit Stichverletzungen gefunden worden. Ein Notarzt versuchte das Mädchen wiederzubeleben, konnte ihr aber nicht mehr helfen. Zeugen sahen zwei junge Männer im Alter von 17 bis 18 Jahren nach der Tat flüchten. Sie stehen im Verdacht, die Jugendliche getötet zu haben. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

    In der vergangenen Woche hatte es mehrere Messerattacken in Hamburg gegeben. Zuletzt stach ein Jugendlicher in der S-Bahn auf einen Mann ein, der verletzt ins Krankenhaus kam.

    http://www.abendblatt.de/daten/2008/05/16/881988.html

  29. Interessant: ein Gutmensch irrt und wird handgreiflich

    Ex-Wirtschaftssenator prügelt auf Schauspieler ein

    Die Prügelattacke ereignete sich am vergangenen Donnerstag. Becker las auf Einladung des Arbeitskreises „Bücherverbrennung – nie wieder!“ um 14 Uhr auf dem Rathausmarkt Heine-Texte – direkt neben dem Denkmal des Dichters.

    Makaber: Becker hatte bei der Veranstaltung, die an die NS-Bücherverbrennung erinnerte, gerade die Heine-Worte gelesen: „Man kann meine Bücher verbrennen, meine Worte ausmerzen – ich bin überall angeeckt und ausgestoßen, aber – eines kann man mir nicht nehmen: die Vernunft, die in diesem Jahrhundert und in diesem Land eine Rarität ist.“ ….

    …. Der Politiker, der 1989 einen Schlaganfall erlitt und seitdem meistens am Stock geht, zum Abendblatt: „Ich dachte, da hat jemand die Bannmeile verletzt und hält nun Brandreden.“ ….

    ….Der Arbeitskreis teilte unterdessen in einer Pressemitteilung mit: „Der deutsche Dichter Heinrich Heine provoziert auch im Jahr 2008 noch Prügelattacken.“

    http://www.abendblatt.de/daten/2008/05/16/881632.html

  30. #10 Micha

    Da muß ich Ihnen beipflichten. Es scheint in Geistesfragen einen „point of no return zu geben“. Hat der Vertreter diesen erst einmal überschritten, kann er nicht mehr umkehren. Das läßt der Stolz nicht zu. Nicht ohne Grund gilt Stolz ja auch als Todsünde – man muß kein bekennender Katholik sein, um die Weisheit in dieser Erkenntnis zu sehen.
    Dazu passend, wenn auch off topic, möchte ich aus dem Spiegel Nr. 17 vom 21.4.08, S. 31 zitieren:
    Ein besonders interessanter Fall lässt sich im Stadtteil Kreuzberg studieren. Mehrere Eltern aus dem grün-alternativen Milieu versuchen derzeit, eine private Schule zu gründen. Die dafür zuständige Politikerin des Bezirks kommt ebenfalls von den Grünen, möchte die Kinder aber auf einer staatlichen Schule sehen, schon um den Ausländeranteil zu senken. Doch die Eltern sind nicht bereit, sich auf das Multikulti-Experiment einzulassen. Wenn ihnen der Bezirk keine eigene Schule erlaubt, werde man aus Kreuzberg wegziehen.

    Selbst möchte man sich und seine Sprößlinge nicht als Versuchskaninchen sehen, aber ich wette, bei der Wahl wird weiterhin grün gestimmt. Kulturelle Bereicherung nur für andere – das ist wahres elitäres grünes Denken – ein Glaubensbekenntnis. Sich der Vernunft zu öffnen wäre Apostasie.

  31. #37 Denker

    Dabei muß es sich um eine Zeitungsente handeln. Das neue Waffengesetz verbietet doch das Mitführen von Messern. Wie kann es also sein, daß jemand mit einem Messer in der S-Bahn herumfuchtelt? Völlig unglaubwürdig… 😉

  32. Ja, schlimm, diese Leute, die ein faschistisches Buch ablehnen, diese Unbelehrbaren aus der rechten bösen Nazi-Ecke, die es auch noch wagen, ihre Meinung zu sagen.

    Herrn Lau empfehle ich erst mal einen schönen Urlaub zu machen.
    Waziristan soll um diese Jahreszeit sehr schön sein.

  33. Ein hervorragender Kommentar, vielen Dank!

    Die Richtung des Kommentars ist genau zielführend. Im 20. Jahrhundert muss es für viele Kommunisten ebenso schmerzhaft gewesen sein, die Wirklichkeit statt des schönen Scheins zu erkennen.

    Auch damals gab es ehrenwerte Kommunisten, gutmeinende in Mengen. Aber wie freespech hervorragend schreibt, galt auch damals für freiheitliche Menschen: „Hier glaubt man an die Vernunft des Menschen, an die Integrationsfähigkeit von Individuen, aber nicht an die Reformfähigkeit der Ideologie.“

    Sozialismus mit menschlichem Antlitz? Islam mit menschlichem Antlitz? „Nein“ zu diesen totalitären Entmündigungsideologien.

  34. Der Zweck heiligt nicht die Mittel, sondern die Mittel entheiligen den Zweck.
    Berthold Brecht.

    Wie auch im Falle des Gutmenschentums immer wieder bestätigt wird.
    Ja, die angewanden Mittel entheiligen, egal wo, jeden Zweck.

  35. #39 KyraS (16. Mai 2008 08:22)

    Ein klassisches Fall aus dem Rot(h)wein-Gürtel, während das Präkariat Wasser zu trinken hat!

    In Frankreich nennt man die Salon-Guties „Kaviar-Linke“. Sakrozy sagte im Wahlkampf: „Ihr Linken, Ihr liebt die Banliues, nur wollt Ihr dort nicht wohnen!“

    Die Verlogenheit der Grün-LinkInnen sieht man am Lackmustest der Schulwahl für die wenigen EinzelkinderInnen dieser schmarotzenden Generation von TotalversagerInnen ohne eigene Lebensleistung!

    Wie auch Ypsilanti (Sharia Promotion Dhimmitude, SPD) ihr Kind auf die Privatschule schickt und den Kartoffeln die Gesamtschule mit Murat und Cem aufzwingen möchte!

  36. Deutsche Linke – Stalin-Linke !
    Die Capos im GULAG !

    Aufpassen – Mao-Zitat: Schwimmt wie Fische
    im Wasser!

    Die Herren Gysi und Lafontaine plappern nicht
    ihre eigene Meinung, historisch gesehen exe-
    kutieren sie Aufträge !

    Auftraggeber:
    Salin,Mao,Ho Chi Minh,Felix Dshershinski,
    Kadar,Castro und der neue Götze Venezuelas!

  37. Und damit wir es endlich prantln, sind wir am nächsten Terroranschlag oder der nächsten Messerattacke mal wieder selber „schuld“:

    http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/deutschland/artikel/434/174911/

    Pohly: Die islamistische Gefahr in Deutschland ist auch ein Zeichen von gescheiterter Integration von Migranten. Integration muss schon im Kindergarten beginnen. Die Leute müssen wirkliche Bildungschancen bekommen. Wenn die Jungen Arbeit haben und eine Familie, die sie ernähren müssen, dann haben sie gar keine Zeit mehr für solchen Terror- Schwachsinn.

    Michael Pohly, 52, ist einer der renommiertesten deutschen Islamforscher und Terror-Experten. Der Ethnologe und Arzt lebt und arbeitet in der Schweiz.

  38. #47, Nachtrag

    Und wie erklärt der „Arzt-Ethnologe“, dass die Terroristen aus London alles studierte Ärzte waren, die alle Bildungschancen des Empires hatten?

    Und Mohammed Atta hatte auch studiert!

    Bildung und Arbeit sind 68er-Nebelkerzen, das Problem kommt aus der Wüste!

  39. Immatrikuliert in der Fakultät der TAQIYYA !

    Der „heiße“ Wüstenwind hat Deutschland erreicht.

    Ich sattle mein Kamel – vielleicht hau ich ab.

    Brandgefährlich hier geworden !

  40. Immer wieder sucht und findet er Stimmen aus den islamischen Ländern, die vernünftig tönen, im ersten Moment und selten im zweiten, und das lässt ihn an der Hoffnung festhalten, dass vielleicht irgendwann der Islam reformiert werden könnte.

    So lange in Europa die Kopftücher und Vollvermummungen zunehmen und in der Türkei eine extreme Hinwendung zum „konservativen“ Islam von der AKP vorangetrieben wird, tönen in meine Augen (Ohren) Stimmen aus islamischen Ländern nicht vernünftig sondern ablenkend.

    Eine „Reform“ des Islam sehe ich erst dann, wenn Vermummungen aus den europäischen Straßenbildern verschwinden und die Mohammedaner nicht an jeder Straßenecke, in jedem Supermarkt oder wo auch immer alle anderen mit ihrer „Religion“ beglücken.

  41. #36 pozilei

    Der Stich traf den Mann mit voller Wucht, drang durch dicke Winterkleidung in Darm, Zwerchfell und Lunge. Ärzte retteten dem Schwerstverletzten das Leben.
    Angeklagt war Seven Y. gestern wegen versuchten Totschlags. Verurteilt wurde er nur wegen gefährlicher Körperverletzung – zu zwei Jahren Jugendhaft auf Bewährung.

    Das ist mal wieder nur noch lachhaft.
    Haben Sie eine Quelle, die Sie an PI schicken können? Wäre doch einen Artikel wert.

  42. Mir kommen die Tränen….es dürfte sich wohl weniger um eine autonome Entscheidung Lau´s handeln, den Blog zu „pausieren“.

    Wer die kafkaeske Metamorphose der „Zeit“ in den letzten fünf Jahren mitverfolgt hat, kann sich vorstellen, dass die schöne neue Redaktionswelt dort selbst auf einem redaktionellen Hinterhof wie Lau´s Blog nicht mehr gewillt ist, intellektuelle Lebensäußerungen hinzunehmen.

    Das (!) zu thematisieren, bringt Lau (der von Aufträgen des deutschen Meinungskartells allerdings auch finanziell abhängig ist), dann doch nicht den Mut auf.

  43. “ … und dann gibt es noch die Fraktion, die zwar ablehnend oder kritisch dasteht, aber gerne die Menschen lieben würde. Zur letzteren Gruppe würde Jörg Lau nach meinem Verständnis gerne gehören. Immer wieder sucht und findet er Stimmen aus den islamischen Ländern, die vernünftig tönen, im ersten Moment und selten im zweiten, und das lässt ihn an der Hoffnung festhalten, dass vielleicht irgendwann der Islam reformiert werden könnte.“

    Man merkt es Jörg Lau an, dass er gerne an das Gute im Islam – so wenig das auch ist – glauben möchte, dieses Glaubenwollen sich aber schwerlich mit der Realität in Übereinstimmung bringen läßt. Das unterscheidet ihn nicht von den Niggemeiers, denn die wissen natürlich auch, dass am Islam nicht alles toll ist.

    Nur, Jörg Lau läßt sich seine Zweifel, seine Unsicherheit anmerken. Er ist nicht besessen vom Dogma des ‚Islam ungleich Islamismus‘, er mahnt nicht wütend ‚Differenzierung‘, ‚unzulässige Pauschalisierung von Einzelfällen‘ an falls man sich erdreistet, den Islam und nicht den Islamismus für die Wurzel des Problems zu halten. Das macht Jörg Lau so tausend mal sympathischer als die Schweinchenschlaus.

  44. Claudia Fatima Roth „fordert“ mal wieder mehr Geld:

    http://www.abgeordnetenwatch.de/claudia_roth-650-6018–f109382.html#frage109382

    Sie müssen zu Demokratie, Toleranz und Sensibilität gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erziehen. Und das so früh wie möglich. Ohne finanzielle Mittel können sich solche Strukturen aber nicht bilden und erhalten. Deshalb fordern wir die große Koalition auf, mehr Geld für Demokratie stärkende Initiativen bereitzustellen und weniger über medienwirksame Scheinlösungen zu debattieren.

  45. #54 malefiz (16. Mai 2008 10:56)

    Das macht Jörg Lau so tausend mal sympathischer als die Schweinchenschlaus.

    Aber nicht besser. Eher noch gefährlicher. Denn er hält damit die Fiktion des „reformierbarem Islam“, der zwar seine schlechten Seiten hat, aber doch ganz gute Züge aufweist, aufrecht.

  46. Es ist die Haltung des Großbürgers gegenüber dem vermeintlichen Kleinbürger, die wohl zu den Bedingungen gehört, welche die Zugehörigkeit zu den – nach eigenem Verständnis – richtigen Berichterstattern, Journalisten und Kommentatoren regulieren und den Jessen und Niggemeiern helfen, die Distanz zum “Mob” zu halten.

    wirklich ein interessanter Aspekt im wirklich brillianten Gastbeitrag von Freespeech.

    In den Jessen&Co sehe ich allerdings weniger die Haltung des echten Großbürgers gegenüber dem vermeintlichen Kleinbürger, sondern grundsätzlich die des Profiteurs einer Kombination Linke begünstigende politischer Verhältnisse und einer staatlich garantierten Grundversorgung der Qualitätsmedien mit kostengünstigen Mitarbeitern, vermittels eines staatlich verursachten Überangebots nicht marktgerecht qualifizierter Absolventen sozial- und geisteswissenschaftlicher Studiengänge.

    Die Jessen&Co gehen zwanghaft auf Diszanz zum „Mob“, um damit – erstens in typisch linkem Überlegenheitsgetue sich durch Herabsetzung anderer selbst aufzuwerten und – zweitens durchaus auch in diesem Sinn eine Normalität zu heucheln, die ihnen in Wirklichkeit nicht zukommt. Wer spiessigen Rentner schuld an der Jugendgewalt gibt, der repräsentiert ein problematisches antibürgerliches Bewusstsein.

    Während meines Studiums wurde ich in der Tat mit dem “Mob” konfrontiert. Es waren nicht die Kommilitonen des RCDS, welche stinkend und verlumpt den militanten Aufstand gegen unsere freiheitliche Grundordnung auf dem Campus und den Strassen probten, sondern diejenigen marginalisierten politischen Irrläufer, von denen einige eben ein antibürgerliches Bewusstsein entwickelten, welches unter Anderem spiessigen Rentnern schuld an der Jugendgewalt gibt.

  47. Herr Lau erscheint mir als ein typischer Vertreter jener als Gutmenschen bekannt gewordenen Gruppe von Bürgern. Gebildet, umweltbewußt, linksliberal oder sozialistisch, fremdenfreundlich, den Wunsch habend, kritisch zu sein und ständig die politische Debatte suchend. Und das Hauptmotiv ist der – verständliche – Wunsch, aus der nationalsozialistischen Katastrophe die richtigen Lehren zu ziehen.
    Schön und gut, aber es zeigt sich immer deutlicher, dass die Prioritäten der Gutmenschen eine bedenkliche Wertung erfahren.
    Fremdenfreundlichkeit ist grundsätzlich keine falsche Einstellung. Schlimm, unpolitisch und gefählich ist es, wenn die Fremdenfreundlichkeit (hier besser: Xenophilie)
    den höchsten Stellenwert erhält. Wenn freiheitsfeindliche, demokratiefeindliche, emanzipationsfeindliche und grundsätzlich intolerante Wertvorstellungen einer archaischen Herrschaftsform aus falsch verstandener Fremdenfreundlichkeit mit dem Ziel des friedlichen Zusammenlebens hingenommen und verschwiegen werden, dann ist die Freiheit in höchster Gefahr. Wenn Herr Lau und mit ihm alle Gutmenschen nicht sehen, daß die Freiheit das wichtigste Gut ist, dann hat er nichts, aber auch gar nichts aus der deutschen Geschichte gelernt.

  48. Ach, der Lau….und seine frau Mariam Lau, die nach der taz jetzt für die WELT schreibt, ist nicht besser!

    Unter http://www.welt.de/print-welt/article262187/Streit__um_das__Kopftuch_-_Pro_und_contra.html
    vom 25. September 2003 schreibt sie u. a. in der WELT über das kopftuch-urteil:

    Auszüge:

    In einem Punkt hat Bundestagspräsident Thierse Recht: Das Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist feige. Es spricht sich für die Religionsfreiheit aus – aber nur bis die Landesgesetzgebung etwas anderes vorsieht. Damit steht der Rückkehr zum vordemokratischen Cuius regio, eius religio nichts mehr im Wege…

    Werden also in Zukunft türkische Mädchen – wie im französischen Creil vor einigen Jahren geschehen – in CDU-regierten Ländern aus den Schulen in den Fernunterricht verbannt, wenn sie sich weigern, ihr Kopftuch abzulegen? Warum die Rechtsgrundlage in Ludins Fall fehlen soll – beim Kreuz um den Hals ihrer Kollegin oder der Kippa auf dem Kopf des Schulleiters aber nicht -, bleibt schleierhaft. Zwischen dem staatlichen Neutralitätsgebot und dem individuellen Recht auf Religionsfreiheit gibt es keinen Konflikt, sofern Frau Ludin ihre Schüler nicht zu missionieren versucht…..

    Ein Land, in dem der Staat noch immer die Kirchensteuer einzieht, fühlt sich von einem Kopftuch um die Neutralität gebracht – das ist fast schon wieder amüsant.
    Von den politischen Begleittönen ganz zu schweigen. In der Urteilsbegründung ist ernsthaft davon die Rede, das Kopftuch sei in letzter Zeit immer mehr zum Symbol des islamischen Fundamentalismus avanciert – und das soll es weniger bedrohlich machen, als wenn es lediglich ein religiöses Statement wäre! …

    Hier spricht die gute alte Tradition der Erziehungsdiktatur: Wo das Volk, die Frau zumal, seine wahren Interessen von allein nicht erkannt hat, muss eben der Staat ein wenig nachhelfen….

    Aber der Präsident des Deutschen Bundestages? Was den Islam betrifft: Es ist nicht Osama Bin Laden, den wir auf unsere Seite ziehen wollen. Es sind die freiheitsliebenden Moslems von Kreuzberg bis Kairo, solche Leute wie Fereshta Ludin eben. Ihnen zu zeigen, dass sie nicht zu uns gehören – zur EU nicht und nicht an unsere Schulen -, das ist gefährlich und einer Demokratie nicht würdig.
    Mutige Islam-Forscher sind übrigens dabei, den Beweis zu erbringen, dass im Koran ursprünglich nie von „Kopftuch“, bestenfalls von einem „Gürtel“ die Rede war. Alles nur ein Missverständnis, das mit Übersetzungsproblemen aus dem Aramäischen ins Arabische zu tun hat. Wir fordern: Gürtelverbot an schwäbischen Schulen!

    Theo Retisch
    alles nur eine meinung, praktisch methode der Laus, hier durch verharmlosung und wortklauberei das volk einzulullen….

  49. Ich habe Jörg Laus Blog immer gern gelesen – und ich weiss ganz genau, das Blog bzw. die Ausseinandersetzung mit den echten „Islamkritikern“ hat seine Sichtweise verändert, auch in Hinblick auf Leute, die PI lesen und hier schreiben.

    Er hat gelernt, hier sind keine Rassisten am Werk, sondern Leute, die das Wesen des Islam kennen und die westlich-freiheitliche Gesellschaft vor der Zerstörung bewahren wollen.

  50. #58 Eisfee (16. Mai 2008 11:37)

    Naja, 100 Kommentare von Gutmenschen aus der monokulturellen, autochthonen Vorstadt!

    Wie nervös doch die Niggemeier-Jessen-Jünger geworden sind! 🙂

  51. #62 Eurabier (16. Mai 2008 12:33)

    So ist es, aber sie fühlen sich schon so einsam unter ihresgleichen, dass sie um die Aufmerksamkeit der PI-User betteln 😀

  52. #25 Bukephalos (16. Mai 2008 00:00)

    Ich denke auch, dass es ein Verlust ist, dass er pausiert. Nur schon aus dem von Ihnen genannten Grund.

Comments are closed.