Der Islam wird gründlich missverstanden

Multi Kulti TV: Der Islam wird gründlich missverstandenDr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung weist bei ihren Vorträgen unermüdlich darauf hin, dass der Religion des Friedens™ zu Unrecht ein starker Hang zur Gewaltanwendung unterstellt werde. Diesem hetzerischen Vorurteil muss man nun endlich Einhalt gebieten. Daher gibt es jetzt die neue Sendereihe Multi Kulti TV, die sich mit dem Phänomen befasst, wie aus Einzelfällen immer wieder völlig grundlos auf den Islam als Ganzes geschlossen wird.

Schließlich ist es für die flächendeckende Bepflasterung des Landes mit Terrortempeln integrationsförderlichen Großmoscheen kontraproduktiv, wenn den deutschen Steuermichel beim Thema Islam ein ungutes Gefühl beschleicht. Dem muss volkspädagogisch unbedingt entgegengearbeitet werden:

Damit die Erziehung des deutschen Volkes zur Melkmaschine vorbildlichen Integrierung seiner muslimischen Minderheiten auch nachhaltig wirkt, wird diese Sendereihe fortgesetzt. Um gar nicht erst den Verdacht einer unkritischen Parteinahme aufkommen zu lassen: Diese Sendung wird weder von DITIB noch von Milli Görüs oder Al-Qaida finanziert. Auch nicht von „Die Grünen“ oder „Die Linke“. Es handelt sich hier um eine Bürgerinitiative, die sich besorgt um die Zukunft dieser Gesellschaft zeigt. Schließlich darf das große Ziel, die Umwandlung dieses rassistischen, vorurteilsbehafteten und moralisch verkommenen Landes in einen friedlichen Gottesstaat nicht gefährdet werden.

(Text und Video: PI München)




Österreich verweigert israelische Nationalhymne

Daria StrelnikovEine Enttäuschung für die Junioren-Fechtweltmeisterin Daria Strelnikov (Foto) bereiteten ihr die österreichischen Gastgeber des Weltmeisterschaftsfinales. Zur Siegerehrung der 14-jährigen Goldmedaillengewinnerin weigerten die Veranstalter sich, die Landeshymne ihrer Heimat Israel zu spielen. „Hatikva“ (die Hoffnung) war ihnen offenbar nicht politisch korrekt genug.

Wie muss sich die junge Athletin gefühlt haben, als sie zur Medallienverleihung aufs Siegerpodest stieg, auf ihre Nationalhymne wartete und ewige Momente der Stille ertragen musste? Strelnikov ließ sich von der österreichischen Israelfeindlichkeit jedoch nicht schweigend vom Podest mobben. Sie fasste allen Mut und sang selbst „Hatikva“. Eine Teamkollegin und der Trainer stimmten ein.

Der Text der inkorrekten Hymne:

Die Hoffnung
Solang noch im Herzen drinnen,
Eine jüdische Seele wohnt.
Und nach Osten hin, vorwärts,
Das Auge nach Zion blickt.
Solange ist unsere Hoffnung nicht verloren,
die Hoffnung, zweitausend Jahre alt:
„Zu sein ein freies Volk, in unserem eigenen Land,
im Lande Zion und in Jerusalem!“

(Spürnase: R. M.)




Neuer Skandal um Menschenfleisch-Döner

KebabCharlene Downes, die 2003 allen Indizien zufolge zu Kebab verarbeitet wurde (PI berichtete) war kein Einzelfall™. Im Ural (Russland) sollen drei Männer einen 25-Jährigen getötet, das Fleisch zu Kebab verarbeitet und es anschließend an eine Döner-Bude verkauft haben. Diese Meldung stammt aus keinem Roman von Stephen King, sondern ist eine Meldung des Qualitätsmediums SpOn.

In Russland haben Polizeiangaben zufolge drei Obdachlose mutmaßlich einen Mann getötet und dessen Körperteile an eine Döner-Bude verkauft. Zuvor hätten die drei selbst von dem Menschenfleisch gegessen, teilten die Ermittler weiter auf der Internetseite mit. Die Männer seien festgenommen worden.

Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Perm im Ural, gut tausend Kilometer östlich von Moskau. Die Polizei machte keine Angaben, ob der Imbiss das Menschenfleisch verarbeitet und an Kunden verkauft hat. Russische Medien berichteten am Sonntag, das Menschenfleisch sei nach dem Mord von dem Imbiss angeboten worden.

Ermordet wurde der 25-Jährige vermutlich mit einem Hammer und mehreren Messern. Über den kulturell-religiösen Hintergrund der obdachlosen Täter macht SpOn außer dem Hinweis auf die Döner-Bude, an die das Fleisch verkauft wurde, keine weiteren Bemerkungen.

(Spürnasen: Hausener Bub und muhnbuht)




500 italienische Mädchen für Gaddafi

Eine der Gaddafi-Hostessen mit KoranWährend der Normalo-Moslem erst nach seinem Tod auf 72 Jungfrauen hoffen kann, bekommt ein Gaddafi schon zu Lebzeiten 500 junge Italienerinnen. Während seines Aufenthalts am dreitägigen Welternährungsgipfel in Rom hat Libyens Staatschef für drei Gala-Abende über eine Agentur insgesamt 500 „hübsche Mädchen aus ganz Italien“ suchen lassen, wovon ihm 104 auch bereit gestellt wurden. Doch die Abende verliefen für die jungen Begleiterinnen etwas ungewohnt – sie sollten zum Islam übertreten.

Gaddafi lud am Sonntagabend eine stattliche Zahl junger Italienerinnen in die Residenz der libyschen Botschaft, um sie zum Übertritt zum Islam zu ermuntern, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Es stimme nicht, dass der Islam frauenfeindlich sei, erklärte Gaddafi seinen Hörerinnen laut der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. „Wer an Gott glaubt, ist Muslim.“ Als Geschenk habe jede der Teilnehmerinnen einen Koran und eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro erhalten.

Ganz so hatten sich das die engagierten Damen nicht vorgestellt (Foto: Eine der Gaddafi-Hostessen mit Koran).

Zum Essen oder Trinken gab es den Berichten zufolge nichts. Auch wussten die Frauen vorher nicht, wen sie treffen würden, und gingen davon aus, dass sie an einer Party teilnehmen würden. Dem Bericht zufolge hatte Gaddafi für den Abend 500 Hostessen über eine Agentur anwerben lassen. 104 seien der Einladung gefolgt.

Zielgruppe waren laut „Corriere“ junge Frauen zwischen 18 und 35 Jahren und einer Mindestgröße von 1,70 Metern. Tiefe Ausschnitte und kniefreie Röcke waren tabu. Das Treffen diente laut der Ausschreibung dazu „einen Meinungsaustausch zu halten und libysche Geschenke zu überreichen“.

Was auch immer Gaddafi den Damen erzählt hat, fit genug, um am eigentlichen Gipfel wach zu bleiben, war er jedenfalls nicht. Nach Berichten des WDR 5 drohte Gaddafi zwischenzeitlich sogar einzuschlafen. Seine gemurmelten Worte waren teilweise kaum verständlich. 104 Italienerinnen waren vielleicht doch eine etwas zu große Herausforderung.

(Mit Dank an alle Spürnasen)




Tu quoque – über den Islam und die Kreuzzüge

Wenn ich Kritik an den Verbrechen übe, die durch den islamischen Extremismus inspiriert wurden, werde ich oftmals von der Bemerkung unterbrochen, dass das Christentum früher einmal ähnlich schuldhaften Missbrauch betrieben hat. Dass das Christentum in der Vergangenheit intolerant gewesen sein mag, macht jedoch die Kritik am gegenwärtigen Islam nicht weniger gültig.

(Von Ibn Warraq, Originaltext erschienen auf: city-journal.org, Übersetzung: LIZ/die-gruene-pest.com)

Außerdem ist die islamische Intoleranz eine unmittelbare Gefahr, während die christliche Intoleranz in der Regel ein historisches Phänomen und nicht länger eine Bedrohung für die Menschheit ist. Und die Verbrechen der Christenheit wurden von den Christen selbst dokumentiert – ein starker Kontrast zu unserem politisch korrekten Klima, in dem viele, vor allem die Muslime, nicht gewillt sind, den Islam zu kritisieren.

Dennoch könnte man darauf hinweisen, dass das Christentum historische Defizite hatte, um ein alleiniges „Feindbild Islam“ zu vermeiden. Aber dieses Prinzip sollte für beide Richtungen gelten: Wir sollten auch vermeiden, das Christentum zu dämonisieren und bereit sein, auf die Mängel des Islams hinzuweisen. Im Dezember 2008 präsentierte Boris Johnson, der Bürgermeister von London, eine einseitige BBC-Dokumentation über die Kreuzzüge, die die Schuld dafür ganz allein den Christen gab. Diese Dokumentation wies darauf hin, dass nach der Vertreibung der Mauren aus Spanien, die Christen eine Moschee in eine Kirche umgewandelt hatten – ein Akt von „Vandalismus.“ Sie vergisst allerdings darauf hinzuweisen, dass die Kreuzzüge eine Reaktion auf den über 300 Jahre lang anhaltenden Jihad und der Verfolgung von Christen der Ostkirche waren, währenddessen die Muslime Hunderte von Kirchen zerstörten und viele andere in Moscheen verwandelten, darunter die prächtige, byzantinische Kirche Hagia Sophia.

Wir müssen die Situation im Heiligen Land betrachten, 100 Jahre vor dem Aufruf von Papst Urban II. zu einem Kreuzzug im Jahre 1095 um es zu befreien. Es war ein Teil des Territoriums, das beherrscht wurde von dem Fatimiden Kalifen al-Hakim, dessen Grausamkeiten, christliche und muslimische Historiker gleichermaßen dokumentiert haben. Ibn al-Dawadari, ein Historiker aus dem vierzehnten Jahrhundert, erklärt uns, dass al-Hakim die Kirche des heiligen Markus in al-Fustat, Ägypten zerstörte (am Rande des heutigen Kairo), die die Christen gebaut hatten, trotz eines Gesetzes, das neue Kirchenbauten untersagte. Die al-Rashida Moschee entstand nicht nur auf der Ruine der Kirche des heiligen Markus, sondern auch über jüdischen und christlichen Friedhöfen, das war sicherlich ein Akt von Vandalismus. Aber die Spitze von al-Hakims Grausamkeiten war die Zerstörung der Kirche des Heiligen Grabes, die nach muslimischen Quellen im September 1007 begann. Auch unter dem Namen Auferstehungskirche bekannt, war dies möglicherweise das am meisten verehrte Heiligtum der Christenheit – das nicht nur als Golgatha angesehen wurde (oder Kalvarienberg), wo nach dem Neuen Testament Jesus gekreuzigt wurde, sondern auch der Ort, wo er begraben wurde und damit der Ort seiner Auferstehung. Nach dem Historiker Moshe Gil, ordnete al-Hakim an, dass die Auferstehungskirche abgerissen wurde, „bis zu seinen Grundfesten, abgesehen von dem, was nicht zerstört werden oder hochgezogen werden konnte, und sie zerstörten auch den Golgatha und die Kirche des Heiligen Konstantin und alles was darin enthalten war, sowie alle heiligen Grabsteine. Sie versuchten sogar, die Gräber auszugraben und löschten so alle Spuren ihrer Existenz aus.“

Eine neue Generation von westlichen Gelehrten für das Mittelalter, hat versucht, Irrtümer über die Kreuzzüge zu korrigieren. Der Historiker Jonathan Riley-Smith hat darauf hingewiesen, dass „die moderne westliche öffentliche Meinung, der arabische Nationalismus und der Pan-Islamismus, alle eine Wahrnehmung der Kreuzzüge hätten, die mehr mit dem europäischen Imperialismus des 19. Jahrhunderts, als mit der Wirklichkeit zu tun haben.“ Muslime vor allem hätten etwas entwickelt, was Riley-Smith als „Geschichtsmythos“ bezeichnet, die die vermeintlichen Verletzungen betreffen, die sie durch die Hände der Kreuzfahrer erhalten hätten. Man kann natürlich nicht leugnen, dass die Kreuzfahrer für Ausschreitungen verantwortlich waren, einschließlich dessen, was manchmal auch als das erste Holocaust-Massaker an den Juden bezeichnet wurde und in Worms am 18. Mai 1096 begann, und sich in Mainz fortsetzte, wo die jüdische Gemeinde, eine der größten in Europa, dezimiert wurde. Man kann eher sagen, dass die Kreuzzüge auf mehreren Ebenen missverstanden werden.

Zum einen waren sie nicht ausschließlich mit der Bekämpfung des Islam beschäftigt. Heidnische Wenden, Balten und Litauer, schamanische Mongolen, orthodoxe Russen und Griechen, katharische und hussitische Ketzer, und diejenigen unter den Katholiken, die von der Kirche als ihre Feinde wahrgenommen wurden – sie alle waren Ziele der umfassenderen Mission, die Ketzerei auszurotten.

Zum anderen waren die Kreuzzüge keine „gedankenlosen Ausbrüche von Barbarei“, wie Riley-Smith ihren Ruf heute genau charakterisiert. Sie hatten ein ausgeklügeltes grundlegendes Prinzip, theologisch erarbeitet von christlichen Völkern, die von muslimischen Invasoren bedroht wurden, die es geschafft hatten, in das Herz Europas vorzustoßen – von Zentralfrankreich im achten Jahrhundert bis nach Wien im 16. und 17. Jahrhundert. Sie waren eine Reaktion auf die Schändung der christlichen Stätten im Heiligen Land, der Zerstörung der Kirchen dort und der Verfolgung von Christen im Nahen Osten. Ein Kreuzzug musste die strengen Kriterien der Kirche erfüllen, um legitim und gerecht zu sein. Er musste zum Zwecke der Abwehr von Gewalt oder Verletzungen geführt werden, mit dem Ziel der Unterwerfung unter das Recht für Übeltäter. Ein Kreuzzug war kein Krieg zum Zwecke der Bekehrung, sondern eher ein rechtmäßiger Versuch, sich zu Unrecht beschlagnahmtes, christliches Gebiet zurückzuholen. Und nur eine anerkannte kirchliche Autorität wie der Papst konnte einen Kreuzzug ausrufen.

Die meisten Kreuzritter würden bei der Aussicht auf materiellen Gewinn gelacht haben. In der Tat stellten Kreuzzüge eine finanzielle Belastung dar, da die Kosten des Krieges anstiegen. Die Kreuzzüge waren weit mehr nicht nur mit der Rettung der Christenheit vom Islam beschäftigt, sondern auch die Seelen der Kreuzfahrer selbst. Viele glaubten, dass sie durch die Teilnahme, von ihren Sünden erlöst würden.

Man nimmt heute allgemein an, dass die modernen Muslime von ihren mittelalterlichen Vorfahren die Erinnerungen an Gewalt und Zerstörung der Kreuzfahrer übernommen haben. Aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Seit dem 14. Jahrhundert waren die Kreuzzüge in der islamischen Welt fast in Vergessenheit geraten. Die Muslime hatten ihr Interesse daran verloren, und in jedem Fall sahen sie sich als die Sieger an. Die muslimische Welt erneuerte ihr Interesse an den Kreuzzügen nicht vor den 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts, aber sah sie jetzt durch ein westliches Prisma. Westliche, imperialistische Rhetorik, durchdrungen von einer tendenziösen Lesart der Kreuzfahrergeschichte, gab den Muslimen die falsche Vorstellung eines kontinuierlichen westlichen Angriffs, während die Romane von Sir Walter Scott den Mythos der kulturell minderwertigen Kreuzfahrer förderten im Gegensatz zu den zivilisierten, liberal und modern denkenden Muslime. Viele arabische Nationalisten glaubten, „ihr Kampf für die Unabhängigkeit sei eine überwiegend arabische Replik auf einen Kreuzzug, der gegen sie geführt wurde“, wie Riley-Smith feststellte. „Seit den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts jedoch wurden sie durch einen erneuten und militanten Pan-Islamismus in Frage gestellt, deren Anhänger die nationalistische Deutung der Geschichte der Kreuzzüge globalisiert haben.“

So beschwört das Schauspiel der modernen Islamisten die Kreuzzüge herauf. Osama bin Laden schrieb dazu: „Zum ersten Mal haben die Kreuzfahrer ihre historischen Ambitionen und Träume gegen unsere islamische Umma erreicht, sie gewannen die Kontrolle über die heiligen Stätten des Islam und die Heiligtümer und die Hegemonie über die Fülle und den Reichtum unserer Umma.“ Nach bin Laden ist es der Kampf zwischen den Menschen des Islam und den globalen Kreuzfahrern.

Indem man versucht, einer Erniedrigung unter den westlichen imperialistischen Mächten einen Sinn zu geben, haben benachteiligte Muslime auf eine geniale, aber falsche Interpretation der Geschichte gesetzt, die die Ausbeutung des 19. und 20. Jahrhunderts als Fortsetzung der mittelalterlichen Kreuzzüge ansehen. Eine solche Überarbeitung der Geschichte ermöglicht es ihnen, aktuelle Ereignisse, wie den Krieg in Afghanistan und die amerikanische Präsenz im Irak, zu erklären, indem sie den Westen und die Kreuzzüge zu einem bequemen Sündenbock für die Schmach und Schande machen, die die Muslime seit Jahrzehnten erlebt haben. Ihre verzerrte Darstellung der Geschichte gibt den Islamisten sowohl eine Ursache als auch eine Begründung für ihr Gefühl der Überlegenheit – da die Muslime letztendlich erfolgreich die Ungläubigen aus den islamischen Ländern vertrieben hatten.

Ibn Warraq (Foto l.) ist leitender Wissenschaftler am Center for Inquiry Transnational und Verfasser von fünf Büchern über den Islam und Korankritik, einschließlich seines bekanntesten Werks „Warum ich kein Muslim bin“.




Buch-Tipp: Der lange Arm der Stasi

Der lange Arm der Stasi150.000 DDR-Bürger riskierten bei der Flucht in den Westen ihr Leben. Nur 40.000 haben es geschafft. 71.000 mussten wegen „Republikflucht“ ins Gefängnis. Etwa 800 Mutige starben beim Fluchtversuch. Psychoterror, Folter, Abhören, Zwangseinweisung in die Psychiatrie, keine Reise- und Meinungsfreiheit: Dies war die hässliche Fratze der SED-Diktatur. Klein, grau und fügsam sollte der Genosse möglichst bleiben, sonst galt er als Staatsfeind. Bloß kein Selbstwertgefühl – ein Fünkchen hiervon genügte, um diffamiert zu werden.

So erscheint die heutige Verharmlosung dieses menschenverachtenden Unrechtsstaates als Verhöhnung seiner Opfer – die heute gar zu Tätern werden, wenn sie die Namen ihrer einstigen Peiniger öffentlich benennen. Die DDR – ein kleines Fleckchen heile Welt, ein Arbeiter- und Bauernstaat mit Vollbeschäftigung, in dem die Menschen glücklich waren und wo es bloß viele skurril-niedliche Sachen gab – wie Trabbi und Sandmännchen, Poliklinik und Kinderkrippe?

Und heute? Die Stasi lebt weiter. Vielerorts. So auch in der Partei „Die Linke“, deren Bundestagsfraktion der Bundesverfassungsschutz beobachtet. Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte, Diskussionen und die Gedenkfeiern an Opferstätten werden gezielt gestört,
Enthüllungen rabiat verhindert. So manches Opfer, das die posttraumatischen Störungen seiner grausamen Haft noch nicht überwunden hat, wird längst abermals mit Psychoterror bombardiert.

Um die unselige Folklorisierung der DDR zu entmythologisieren und um auf die Verbrechen der SED-Diktatur aufmerksam zu machen, haben Opfer ihre bewegende und erschütternde Geschichte niedergeschrieben.

Mit Beiträgen von Constantin Magnis, Uta Franke, Karl Wilhelm Fricke, Eva-Maria Neumann, Chaim Noll, Alexander Richter und Ellen Thiemann.

» Der lange Arm der Stasi – erschienen im MM-Verlag (Aachen), 224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Format: 14 x 21,5 cm, ISBN 13: 978-3-928272-89-6, 18 EUR.




Paris: Werbegag endet mit Jagd auf Weiße

Schwarze treten auf einen am Boden liegenden Weißen einWas als Werbegag einer Internetfirma geplant war, endete am vergangenen Samstag in Paris in einem Fiasko voller Hass und Gewalt. Die Internetfirma Rentabiliweb hatte auf ihrer Webseite über Wochen für einen öffentlichen Geldregen aus einem Doppeldecker-Bus geworben. 5000 Umschläge mit jeweils fünf bis 500 Euro sollten in die Menge geworfen werden. Doch der Veranstalter hatte nicht mit 7000 Menschen, darunter vielen „Jugendlichen“, gerechnet.

Das Hamburger Abendblatt berichtet:

Ein werbewirksamer öffentlicher Geldregen ist in Paris nach einem Massenansturm abgesagt worden. Unweit des Eiffelturms, wo die Internetfirma Rentabiliweb als Werbegag 5000 Umschläge mit jeweils fünf bis 500 Euro in die Menge werfen wollte, drängten sich am Sonnabend rund 7000 Menschen. Die Polizei forderte die Veranstalter schließlich auf, die Aktion abzublasen, worauf es zu wütenden Protesten enttäuschter Jugendlicher kam. Dabei gab es mindestens 60 Verletzte. Die Polizei nahm rund 20 Randalierer fest.

Die Firma, welche die Internetseite Mailorama.fr betreibt, hatte über Wochen für den öffentlichen Geldregen aus einem Doppeldecker-Bus geworben. Mit 7000 Menschen hatte dessen Chef Jean-Baptiste Descroix-Vernier aber nicht gerechnet. Die eingeplanten 40 000 Euro will er nun an eine Hilfsorganisation spenden. Nach Angaben eines Polizeisprechers prüft das Innenministerium eine Beschwerde gegen die Veranstalter. Mailorama ist eine Art Kundenbindungsprogramm. Kunden erhalten Geldbeträge zwischen einem und zwei Cent gutgeschrieben, wenn sie von dem Unternehmen verschickte Werbemails lesen.

Liest sich alles nicht so schlimm, eben die übliche Randale. Doch die Bilder sprechen eine andere Sprache:

Sogar Macheten waren im Einsatz (siehe dieses Youtube-Video bei 1:02 min):

Auch die Videos zeigen, von wem in erster Linie die Gewalt ausging:

Veuillez installer Flash Player pour lire la vidéo

Le lâcher de billets dégénère violemment : les images sélectionné dans Actualité et Actu France


Distribution d’argent à Paris : l’opération est annulée
von SuperBeurkMan

Veuillez installer Flash Player pour lire la vidéo

L’argent „sera bien distribué“ sélectionné dans Actualité et Actu France

» F. Desouche: Chasse aux Blancs après l’annulation du lâcher d’argent

(Danke an Jutta und allen anderen Spürnasen)




Hamburg: „Dur polis“ und „eller yukarõ“

Nicht nur in Heilbronn und Kiel, auch in Hamburg geht man mit der Zeit. Man schickt die Polizisten zur Schule, um die Sprache zu lernen, ohne die nichts mehr geht in Deutschland: türkisch. Dafür hat man eigens eine Türkin engagiert, so dass nichts dem Zufall überlassen bleibt. Mit türkischem Tee und türkischen Keksen stimmt auch das Ambiente.

Die Hamburger Mopo berichtet:

Zurück in die Schulzeit, um für die Zukunft gerüstet zu sein. In der Landespolizeischule (Alsterdorf) hocken zehn Beamte auf Holzstühlen, blicken angestrengt auf eine Tafel, schreiben eifrig neue Vokabeln in kleine Hefte und linsen bisweilen Hilfe suchend in ein gelbes Nachschlagewerk. Hamburgs Polizei lernt Türkisch.

Lehrerin Aynur Ögretici (50) blättert sich durch das Buch „Einführung in die moderne türkische Sprache“. 120 Unterrichtseinheiten büffelt sie mit den Beamten. Auf einem Tisch steht türkischer Tee, an der Tafel türkische Sätze – in den Köpfen der Beamten tummeln sich haufenweise neue Vokabeln. „Mittags ist man erst mal geschafft“, sagt Oberkommissar Uwe Raquet von der Landesbereitschaftspolizei. Der 46-Jährige soll ein Frage-Antwort-Spiel mit seinem Nachbarn durchgehen. Lehrerin Ögretici entgeht kein Fehler. Schließlich sollen ihre Schüler das Basiswissen parat haben. „Man kann es sich nicht erlauben, im Unterricht mal wegzuschlummern“, sagt Raquet.

Auf die Idee kommt eh keiner. Ihr Beruf führt sie nach Wilhelmsburg, Barmbek oder Altona. Wer Türkisch spricht, ist im Vorteil, kann bei türkischen Opfern schneller eine Vertrauensbasis aufbauen. Raquet ist bei Demonstrationen im Einsatz, macht dort die Ansagen über Lautsprecher. In Zukunft auch mal auf Türkisch? Ein Kollege berichtet stolz, dass ihm selbst seine rudimentären Kenntnisse auf dem Großmarkt geholfen haben, sich mit einer verletzten Frau verständigen zu können. Die anderen nicken zustimmend. Gerne würden sie einen Fortgeschrittenenkurs besuchen – den aber gibt es nicht.

Lehrerin Ögretici bittet zur nächsten Übung. Wieder tauchen die Beamten in ihr Schulbuch ein. „Sie sind alle sehr motiviert“, lobt Ögretici. Tests lässt sie nicht schreiben, Hausaufgaben gibt es nicht, Vorsagen ist durchaus geduldet – ein Schulparadies? Lesen steht auf dem Programm. „Peter lernt Türkisch.“ „Wohnt Ali nicht in Altona?“ Noch klingt es ein wenig holprig. Auch die Anspannung ist spürbar. Nach 45 Minuten lässt Lehrerin Ögretici ihren Kurs durchschnaufen. Pause. Entspannung. Träumen. Der Kurs plant eine Reise nach Istanbul. Ihr nächster Ausflug aber führt die Beamten erst mal wieder auf Hamburgs Straßen.

Es ist klar, dass wir von unseren „Gästen“ nicht verlangen können, deutsch zu lernen. So lernen wir eben ihre Sprache, das fördert sicher die Integration.

(Allen Spürnase herzlichen Dank)




Bremen: Dialogversuch mit Moslems

Bremen: Dialogversuch mit MoslemsFreitag, der 13., war für uns zwar kein Unglückstag, aber auch kein Tag mit besonders großem Erfolg. Lange vorher hatten wir eingeladen, am gleichen Tag, an dem sich Pierre Vogel nach Bremen ins Islamische Kulturzentrum Breitenweg angesagt hatte, zugleich vor Ort zu sein, um sichtbar gegen moslemische Diffamierungen und die bedrohliche Islamisierung zu protestieren. Doch am Ende hatten sich von uns nur fünf Personen angesagt, von denen dann immerhin drei kamen.

(Von Thatcher)

Wir trafen uns kurz vor sechs Uhr abends auf einem Parkplatz unweit der Moschee und „bewaffneten“ uns mit Material, das über uns informieren sollte – gerade im Norden Deutschlands sind wir noch nicht allzu bekannt. Einer von uns hatte ein selbstgestaltetes Transparent dabei mit den Worten: „Kritik ist keine Hetze – Für Meinungsfreiheit“ (siehe Foto unten).

Sicherheitshalber war die Bremer Polizei vorher informiert worden – und mit so großer Stärke angerückt, dass jeder von uns sechs Beamte zu seinem Schutz hatte. Das aber nur rechnerisch, denn die Ansage des leitenden Beamten lautete kurz und knapp „Unsere Strategie: Wir warten, bis Sie verprügelt worden sind – dann greifen wir ein.“ Als Gegenleistung zeigten sich die Beamten, was unser Anliegen betraf, aber wohlwollend; die Kriminalität vieler Zugewanderter, die zahlreichen Schikanierungen durch die Presse und das politische Kuschen vor den immer einflussreicheren islamischen Verbänden erregte auch unter ihnen Unmut. Interessiert nahmen sie daher den Hinweis auf das größte politische Blog an.

Dann ging es los. Binnen weniger Minuten kamen etliche Moslems, teils in langen Kaftanen und alle mit Bart, an der Moschee an. Auch sie hatten Flyer und Werbematerial, das sie uns im Tausch gegen unsere BPE-Kartenkalender gaben. Doch mit uns reden wollten sie zunächst gar nicht – sondern zur Polizei, um sich über uns zu beschweren. Doch da die Demonstration ordnungsgemäß angemeldet worden war, konnten sie nichts gegen uns tun. Ein selbstbewußtes Vertreten der eigenen Überzeugung gegen Andersdenkende sieht anders aus, liebe Moslems.

Dann kam auch Pierre Vogel des Weges – unverkennbar aufgrund der Statur, des roten Haares und Bartes, seines Häkelkäppis. Dennoch bestritt der Mann, der zu sein, für den man ihn hielt. Was haben diese Menschen nur für ein gebrochenes Verhältnis zu Wahrheit und Aufrichtigkeit? Der Mann ist doch deutscher Konvertit? Unbegreiflich.

Während nun die Moslems zum Gebet in die Moschee einrückten, konnten wir einige Passanten über die BPE informieren und vielleicht interessieren – obwohl niemand viel Zeit zu haben schien.

Nach dem Ende des Gebetes schwärmten die Moslems – dem Augenschein nach allesamt junge Männer zwischen 18 und 30 – wieder aus, und diesmal hatten sie sich überlegt, auf welche Weise sie den „Dialog“ mit uns führen wollten. Für sie war es ausgemacht, dass die „Hetzseiten wie PI“ direkt für die Mordtat im Dresdner Gericht verantwortlich seien und daher abgeschaltet gehörten. Mein Einwand, es gebe keinerlei Hinweis, dass der Täter überhaupt hier gelesen hätte, führte dann dazu, dass sie es auf andere, gleichwohl bekannte Weise versuchten: ob wir vielleicht „alle Moslems aus Deutschland ausweisen“ lassen wollten. Als ich auch dies verneinte, hatten sie schon ihre erste Munition verschossen, und ich konnte in die Offensive gehen, was ich bevorzugt durch Fragenstellen tat.

Dabei fand ich heraus, dass einer von ihnen sich binnen vier Wochen darüber klargeworden zu sein glaubte, dass der Qur’an die höchste denkbare Weisheit auf Erden sei, und dass wohl jeder „Hass im Herzen“ tragen müsse, der das nicht nachvollziehen könne. An welche Stelle im Koran er sich denn besonders erinnere? Die erste Sure wurde genannt – und sogar fehlerfrei auswendig hergesagt. Ob er denn auch die zweite Sure gelesen habe? Hier bekam ich keine Antwort. Aber dass er den Koran dennoch studieren wolle, daran ließ er keinen Zweifel aufkommen. Ich warnte ihn noch, dass es ihm dabei passieren könne, denjenigen zu begegnen, die den Islam mit Feuer und Schwert und Terror verbreiten wollen und dass diese sich sogar mit besserer Legitimation auf den Koran berufen könnten als er selbst. Nein, das könne er sich nicht vorstellen. Damit war dieses Gespräch beendet.

Der nächste, mit dem ich ins Gespräch kam, war ein 25-jähriger deutscher Philosophiestudent. Mit ihm kam ich zumindest auf den Nenner, dass der Begriff „Integration“ ein „leeres Gefäß“ sei, in das jeder das füllen könne, was er sich darunter bevorzugt vorstelle – was für den einen eben Assimilation in die deutsche Kultur, für den anderen hingegen Teilhabe an Sozialstaat und Machtpositionen sei. Ich war so ehrlich zu sagen, dass ich mir von Muslimen Assimilation wünschte – oder, wie im Falle der staatlichen türkischen Islambehörde Ditib, Auswanderung oder gar Ausweisung. Dann, so der Student, müsse ich ja wohl ein Ausländerfeind und Rechtspopulist sein – das Kalkül, ich würde angesichts dieser Einsortierung verschreckt alles zurücknehmen, ging jedoch nicht auf. Ich habe derartige gedankenlosen Anwürfe schon so oft gehört, dass ich darüber nur noch lachen könne.

Das nächste Argument, das er brachte, war recht abenteuerlich. Deutschland bestünde aus Dutzenden verschiedenen Stämmen, die alle ihre Unterschiede haben. Was denn also mein Problem mit Türken und Arabern sei? Meine als Gegenfrage formulierte Antwort war, ob er denn auch den Unterschied zwischen einem Meter und einem Kilometer kenne. Keine Reaktion.

Die Überzahlsituation führte dazu, dass jeder von uns sich durch mehrere der Moslems mit solchen mehr aggressiven als interessierten Beiträgen bestürmt sah. Dafür, dass dadurch eine recht stressige Situation entstand, entschuldigte ich mich sogar – worauf mir natürlich stattgegeben wurde; niemand habe daran ein Interesse.

Ein anderes Thema, an das ich mich erinnere, waren der immergrüne Nahostkonflikt, zu dem sie eingestehen mussten, dass Israel ja wohl irgendetwas gegen die Selbstmordbomber hätte tun müssen und dass die zahlreichen getöteten Palästinenser vor allem auf das Konto ihrer eigenen Verantwortungslosigkeit, Kompromissunwilligkeit und allgemeinen Verachtung für alles irdische Leben gingen.

Viel schneller als gedacht waren so eineinhalb Stunden herum. Wir waren nicht verprügelt worden, so dass die Polizei nicht eingreifen musste. Wir verabschiedeten uns freundlich und wurden auch freundlich verabschiedet. Wünsche nach dem Austausch von Namen und Adressen wurden geäußert – die wir aber selbstverständlich ablehnten. Wir verwiesen statt dessen auf die BPE-Seite und Politically Incorrect.

Um ein Fazit zu ziehen:

Moslems sind keine Außerirdischen; ein echter Dialog ist durchaus möglich, wenn man ein paar Dinge beachtet.

1. Moslems diskutieren ungern. Wenn möglich, versuchen sie die Dialog-Interessierten lieber durch Missbrauch polizeilicher oder juristischer Gewalt loszuwerden. Man sollte also zusehen, dass die Polizei im Fall des Falles auf der richtigen Seite eingreift.

2. Wenn sie das nicht schaffen, dann diskutieren sie bevorzugt nach Schema F. Ihre Manöver sind vorhersehbar; man kann sich darauf einstellen, was für Themen und was für Tricks man geboten bekommt. Und man sollte sich nicht einschüchtern lassen; sie wissen, dass political correctness ein prima Hebel ist, um deutsche Ungläubige zum Schweigen zu bringen, und sind irritiert, wenn das nicht fruchtet.

3. Der Islam ist nun mal nicht dafür bekannt, die hellsten Köpfe als Konvertiten anzuziehen, was die Situation für uns erleichtert. Wenn man sich vorher bei der Polizei absichert, ist es nicht sonderlich schwer, sie argumentativ in die Defensive zu bekommen. Man sollte aber Fachkunde durchblicken lassen – wenn man den Koran zitiert, dann sollte es korrekt erfolgen.

4. Wichtig ist nicht, dass man ihnen seine eigene Sichtweise aufs Auge drückt – erstens kann man sich über deren Wahrheit selbst nicht sicher sein, und zweitens werden sie die so oder so abstreiten –, sondern eher, dass man sie mit Fragen zu eigenem Nachdenken provoziert und dazu, mehr wissen zu wollen und nicht den Autoritäten blind zu folgen. Wenn mir und uns das am Freitagabend gelungen sein sollte, dann hätten wir wenigstens bei ein paar jungen Männern etwas erreicht und sich unser Einsatz doch gelohnt.




Einsatz für leidende Christen im Sudan

Ruine einer zerbombten Kirche nahe Yei in SüdsudanPI-Leser Ben Juda stellt uns die Abschrift eines aktuellen Interviews mit dem 51-jährigen Pastor im Sudan, Idris Nalus, zur Verfügung, der sich für die leidende Kirche in der Hauptstadt Khartum einsetzt. Darin erklärt Nalus, wie schwierig das Leben für Christen in der afrikanischen Diktatur, die sich um Menschenrechte generell kaum schert, ist.

Wie ist die Lage für Christen im Sudan, in der Gegend, in der sie leben?

Idris Nalus: Ich arbeite in der Hauptstadt Khartum, die Gegend ist islamisch. Die Kirche arbeitet unter ethnischen Gruppen. Es ist nicht möglich, Moslems zu erreichen, da die Scharia verbietet, ihnen vom christlichen Glauben zu erzählen. Sie sind an der Macht und haben die Kraft, Christen und Animisten zu islamisieren aber wir haben nicht die Möglichkeit, ihnen unsere Botschaft zu verkünden.

Die Lage ist aber mehr oder weniger ruhig, durch den Friedensvertrag zwischen dem Norden und dem Süden. Vieles ist gut und sie versuchen, die Lage nicht heiß werden zu lassen – denn im Jahr 2011 folgt eine Abstimmung. Dann kommt heraus, ob der Süden „Ja2 zum Norden sagt, oder „Nein“. Also versuchen sie die Lage still zu halten, damit der Süden sich für den Norden entscheidet. Geändert hat sich aber nicht viel.

Ein Fall wurde hier sehr bekannt, jener von der Frau, die Jeans trug und deshalb zu einer harten Strafe verurteilt wurde. Gibt es viele solche Fälle, die hier einfach nicht bekannt werden?

Ja es gibt viele solche Fälle. Manchmal werden Christen so behandelt und in Haft genommen. Oder eine Frau, die auch so angezogen war, musste für eine Nacht ins Gefängnis, weil sie Christin war. Der bekannt gewordene Fall kam auch deshalb in die Schlagzeilen, weil sie sich gewehrt hat. Es gibt verschiedene solche Fälle.

Sie sagen, im Moment seien die Christen nicht so stark in Gefahr. Denken sie, dass dies ändert, sobald die Abstimmung vorbei ist?

Die Abstimmung ist im Jahr 2011, sobald der Süden sagt, dass er unabhängig werden will, wird die Kirche im Norden wieder leiden. Die Christen werden als Menschen aus dem Süden angesehen und die Unterdrückung wird wieder beginnen. Die Lage im Norden wird wohl wieder schlimmer werden. Wenn sich der Süden für einen gemeinsamen Weg mit dem Norden entscheidet, weiß ich nicht was geschieht, denn die Scharia wird bleiben. Diese gilt im Norden, im Süden herrscht ein säkulares Gesetz.

Wie setzt sich die Christenheit in Khartum zusammen, leben da viele Konvertiten?

Es hat eine kleine Fraktion konvertierter Moslems, speziell solche, die von den Nuba-Bergen kommen und Schwarzafrikaner sind. Unter den Arabern sind nur wenige Christen. Wenn einer von ihnen den Glauben wechselt, wird er unterdrückt, viele fliehen dann nach Europa, Amerika oder Kanada. Sie rennen um ihr Leben.

Werden Christen ähnlich unterdrückt, wie die Kopten in Ägypten? Können sie zum Beispiel Polizist werden?

Sie erhalten gute Stellen, sie können auch Polizist werden, aber höhere Positionen sind für sie nicht möglich. Einfach normale Arbeiten mit tiefem Einkommen. Die Diskriminierung bei der Arbeit ist immer noch da, dies durch das Gesetz der Scharia.

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat Sudans Staatschef Omar el-Bashir mit einem Haftbefehl bedacht. Hat dies eine Auswirkung auf die Christen im Sudan?

Ja, die Lage verschlechterte sich. Täglich waren Demonstrationen in den Straßen von Khartum. In den Medien wurde polemisiert, gegen die Politik der Länder des Westens, aber auch gegen Araber und auch gegen die Kirche. Diese wurde als pro-westlich und pro-amerikanisch dargestellt. Die Regierung sieht den Westen nicht als politisch regiert, sondern als christlich regiert. Und es wird behauptet, die versuchen das Christentum im Sudan einzusetzen und die Moslems zu evangelisieren. Die Regierung ist nicht erfreut über die Kirche. Wegen der Abstimmung hält sie sich aber zurück.

Wegen ihrem Glauben hatten sie in ihrer Heimat große Probleme, können sie das beschreiben?

Die Kirche sei gegen die Regierung, heißt es. Nur der Islam darf andere von sich überzeugen, andere Religionen dürfen nicht verkündet werden. So soll auch die Kirche keine Stimme haben. Deshalb geriet ich als Prediger in Schwierigkeiten. Ich wurde eingesperrt, gefoltert. Das Ziel der Regierung war, mich zu töten, aber Gott ist groß, er beschützte mich. Es war ein hartes Erlebnis. Aber ich habe ihnen vergeben, denn als Christ will ich nicht gegen andere kämpfen. Ich wurde hart angegangen aber ich hatte Frieden im Herzen, denn Gott hatte die Kontrolle. Als sie mich freigelassen haben, habe ich zu ihnen gesagt, dass ich ihnen vergebe. Als Christen sollen wir vergeben und nicht nur vergeben, sondern vergessen und aufs neue lieben.

Waren sie lange im Gefängnis?

Es war nicht ein Gefängnis, es war ein versteckter, unbekannter Ort, wo gefoltert wurde. Die Augen wurden einem verbunden, so dass man nicht sah, wohin man gebracht wurde.

Wie lange dauerte das?

Exakt drei Wochen. In den letzten drei Tagen bevor ich frei kam, wurde ich sehr stark gefoltert. Meine Hände wurden mir auf den Rücken gebunden und die Augen wurden mir verbunden. Ich musste so drei Tage, Tag und Nacht gegen eine Wand stehen. Kein Badezimmer, keine Toilette. Dazu wurde ich dauernd geschlagen. Manche Zähne brachen, ich fiel hin.

Danach wurden sie freigelassen?

Nach diesen drei Tagen wurde mir gesagt, dass sie keine Beweise gegen mich hätten und dass ich gehen könne.

Sie könnten ohne weiteres sehr wütend sein, sie sagen aber, dass sie vergeben haben. Wie konnten sie das tun?
Die Kraft kommt von der Bibel. Ich hatte die Bibelworte aus dem 1. Petrus Kapitel 4 im Kopf. Dort sagt Petrus, dass man als Christ leide und unterdrückt werde und dass man vor verschiedenen Problemen stehen könne. Wenn dieser Augenblick komme, sollen wir nicht überrascht sein. Das kam mir in den Sinn und ich sagte: «Danke!» Denn ich war würdig empfunden, mit Jesus zu leiden, für seinen Namen und für seine Herrlichkeit. So hatte ich Freude und Frieden in meinem Herzen. Mein Körper schmerzte, aber in meinem Herzen war Freude. Am Ende konnte ich sagen: „Ich vergebe euch.“ Der Friede kam übernatürlich von Gott. Ich hasste sie nicht, nachdem sie mich hatten gehen lassen. Man hatte sich entschieden, mich nicht zu töten.

Sudan Straßenszene in Khartum

Womit rechnen sie für das Jahr 2011?

Generell sind die Gefühle des Südens negativ gegenüber dem Norden. Sie wollen diese Einheit nicht. Dem Norden gefällt nicht, dass der Süden gehen will und er versucht den Süden dazu zu bewegen, dass er bleibt. Ein großer Teil der Leute im Süden sind Analphabeten. Nur wenige sind gebildet und es ist schwer für sie, für die Zukunft zu planen. Die Regierung nützt das aus. Sie eröffnet Moscheen und Schulen. Arabische Staaten spenden viel Geld zur Islamisierung.

Während dem Krieg machte die Kirche aus dem Westen gute Arbeit und war eine wichtige Stimme für die Leidenden. Nachdem Frieden herrschte, stoppte die Hilfe. So wird den Pastoren nichts bezahlt. Sie verlassen die Kirche und arbeiten für die Regierung. Und frage ich mich fürchtend, wie sich die Kirche in zehn, fünfzehn Jahren tragen kann, wenn wir diese Leute nicht ausbilden und die Kirche unterstützen. Es gibt kaum Infrastruktur.

Die Kirche im Südsudan ist schwach …

… Wenn man jemanden sich selbst überlässt, zerstört er sich selbst. die Lösung ist, das Problem zu mindern. Geht zur Kirche, Unterrichte sie und lasse sie verstehen, wie wichtig Management und Führung ist. Das sollte aber nicht immer im Blickpunkt des Westens sein. Die Kirche im Sudan ist nun schwach. Die Leute, die früher unterstützten, sind gegangen und zuletzt bleibt nichts zurück. Wenn der Westen will, dass aus dem Süden ein christliches Land wird, sollte er ihn jetzt unterstützen, vor der Abstimmung. Es sollte eine ganzheitliche Unterstützung sein. So dass die islamische Regierung sie nicht vereinnahmen kann. Wenn man es so lässt, wie es ist, kommt die Regierung mit ihren Schulen. Was ist die Vision des Westens? Früher kamen Missionare und bauten Kirche, nun wird das wieder zerstört. Der Ball liegt nun bei den Kirchen im Westen.

Die Kirche im Westen hilft nicht mehr so fest. Aber sie sollte. In manchen Gegenden trifft uns die globale Erwärmung. Wir suchen nach Wasser, gleich wie die wilden Tiere auch.

2003 kam eine Trockenheit, Menschen und Tiere starben. Nach der Regensaison fliesst das Wasser in den Norden und nach Ägypten. Wir können das Wasser nicht für uns halten. Wir müssen einen Weg finden. Wir müssen Reservoire für das Wasser machen können, kleine Dämme. So dass wir während der Trockenzeit einen Vorrat haben. Aber niemand hört, erst wenn die Menschen sterben, wird gerannt. Dann kommen alle. Dann gehen sie wieder, ohne Infrastruktur.

Was schwebt ihnen vor?

Ich rufe reiche Christen auf, ein Geschäft, ein Projekt im Süden aufzubauen. Gott gab den Reichen die Möglichkeit, zu helfen und nicht nur für das eigene Vergnügen zu leben. Gott sagt in der Bibel: In Israel gibt es genügend essen, aber es wird immer Arme geben, diesen sollt ihr helfen.

Durch diese Hilfe kann der Westen für sich Segen erhalten. Warum erlaubt ihr ihnen, Moscheen zu bauen? Der Islam hat einen langen Plan, für ihre Kinder. Die Christen im Westen haben keinen solchen Plan. Dadurch haben die Moslems die Möglichkeit, die Christen zu islamisieren. Sie sind stark geworden und kommen nun hierher. Sie erobern hier das Gebiet und auch im Westen, zum Beispiel in England. Aus vielen Kirchen sind Moscheen geworden. In England wurden Dutzende Kirchen an Moslems verkauft, so dass sie daraus Moscheen bauen können.

Wenn man Gottes Weg verlässt, antwortet er. So kam der Terrorismus auf. Ihr lebt nun nicht mehr in Frieden. Als ich in den Westen reiste, fürchteten viele, ich sei ein Terrorist. Ich bin kein Terrorist. Aber sie wissen nicht, wer wirklich ein Terrorist ist, weil sie nicht die gute Arbeit für Gott tun. Gott ist der, der dich beschützen kann. Nicht eure Gewehre und die Nuklearwaffen.

Wie es in der Bibel steht, wenn Gott nicht dabei ist, bewacht der Hausherr das Haus vergeblich. Gott gab euch Weisheit, braucht es für seine Ehre. Und das Geld auch, so wie bei den Haushältern. Investiert es hier. In Wirtschaftskrisen ist das Geld weg. Hier könnt ihr neue Freunde finden, mit denen ihr einmal zusammenleben werdet.

Das Geld wird nicht als humanitäre Wohltat enden, es wird in der Ewigkeit Kredit bringen. Ich bin nicht hierher gekommen um selbst Geld zu erhalten, ich habe kein Haus und habe auch nicht vor, eines zu kaufen. Denn eines Tages werde ich sterben.

Zurück zur Abstimmung im Südsudan, die Leute im Süden sagen, dass sie selbst sein wollen.

85 Prozent der Bewohner werden „Nein“ zum Norden sagen. Sie sind des Islam müde geworden, sie haben Angst vor ihm.

Wenn es einen unabhängigen Süden gibt, wollen sie dann Khartum verlassen und zurück in den Süden?

Nein, ich will nicht zurück, außer wenn Gott mir zeigt, dass ich gehen soll. Ich gehöre Gott an und gehe dahin, wo er mich haben will. Früher war ich im Süden unterwegs und Khartum ist nun der dritte Platz, wo er mich hingebracht hat. Die Unterdrückung wird zunehmen, wenn der Süden geht. Ich bleibe in Khartum, auch wenn sie zunimmt. Ich bin nicht wegen mir hier. Wenn ich für ihn sterbe, ist das in Ordnung, denn ich weiß, dass in der Ewigkeit ein Platz für mich reserviert ist. Wenn meine Arbeit in Khartum zu ende ist, kann er mich in den Süden bringen oder an einen anderen Ort oder in die Ewigkeit.

Wie sieht die Kirche aus, die sie persönlich besuchen?

Die meisten Mitglieder kommen aus dem Süden. Es hat verschiedene Ethnien. Als ich in der Stadt zu arbeiten begann, kamen Leute aus verschiedenen Stämmen. Ich finde, dass Gott das so will, dass verschiedene Stämme zusammenkommen. Ich selbst komme aus dem Mura Stamm aus dem Süden, zu dem gehören etwa 200’000 Menschen.

Seit wann leben sie in Khartum?

Zehn Jahre, seit August 1999. Kirchen aufbauen ist meine Arbeit. Die Kirche wächst, ich starte mit den jungen Menschen, sie sind die Zukunft der Kirche. Sie sind die Aufbauer der Kirche.

Die Kirche im Westen soll die im Sudan mit beten und sonstiger Hilfe unterstützen. Es ist sonst, wie wenn man einen armen Pastor sieht und ihm sagt, ich bete für dich und ansonsten hilft man nicht. Die Kirche braucht den Westen noch immer. Das Gebet und die physische Hilfe. Ganzheitliche Hilfe. Nicht dass der Islam eindringen kann in die Lücke. Gott wird es entlohnen.