Türkei: Jede dritte Ehefrau ist ein Kind

Abdullah Gül mit EhefrauMehr als ein Drittel aller türkischen Ehen werden mit minderjährigen Mädchen geschlossen. Selbst der türkische Staatspräsident Gül (Foto r.) hatte seine Frau Hayrünissa (Foto l.) zwei Tage nach deren 15. Geburtstag geheiratet. Viele junge Mädchen sind über ihre Heiratssklaverei dermaßen unglücklich, dass sie versuchen, sich das Leben zu nehmen (PI berichtete). Bei 37 Prozent aller Eheschließungen landesweit sind die Bräute jünger als 18 Jahre.

Die Welt berichtet:

Es ist fast nie ein Thema in den Medien, und sogar einigermaßen salonfähig, denn man kann ja auf Staatspräsident Abdullah Gül zeigen: Er heiratete seine Frau Hayrünissa Gül zwei Tage nach deren 15. Geburtstag. Die Eltern hatten die Ehe arrangiert. Es ist eine Musterehe daraus geworden, und Hayrünissa kämpft, wie ihr Mann, für die Freiheit, religiöse Überzeugungen zu leben.

Nur, zu diesen Überzeugungen gehört, zumindest im Volk, auch die Kinder-Ehe. Hat nicht auch der Prophet dies vorgelebt? Im Südosten des Landes sind angeblich 68 Prozent aller Ehen nur deswegen legal, weil die Eltern die schriftliche Erlaubnis geben, dass ihre minderjährige Tochter heiraten darf. Korrekter müsste es in vielen Fällen heißen: Heiraten muss. Denn ist sind es arrangierte Zwangsehen, und das Kind dabei so etwas wie eine Ware.

Offiziell darf man in der Türkei mit 17 Jahren heiraten, wenn denn die Eltern schriftlich ihren Segen geben. Auch 16 Jahre ist in Ordnung, wenn „außergewöhnliche Umstände“ vorliegen, eine Schwangerschaft beispielsweise, und ein Richter die Eheschließung genehmigt.

Es ist oft eine Frage von Leben und Tod – wenn das Mädchen ein Kind zur Welt bringt, ohne verheiratet zu sein, bringt das Schande über die Familie und kann ihren Tod durch „Ehrenmord“ bedeuten.

Nach Angaben des Bildungsministeriums haben allein in diesem Jahr 693 Kinder die achte Klasse abgebrochen, weil sie heirateten. Nur 18 dieser jungen Menschen waren Jungen.

Junge Mädchen werden dazu gezwungen, der Familie „Ehre“ zum machen. Ihr eigenes Leben hat dabei selbst gar keinen Wert. Staatspräsident Abdullah Gül ist selbst ein „leuchtendes“ Beispiel für die Menschenrechte der Frau in der Türkei.

Eine Türkische Hochzeit:




Die Pastorentochter und die Klima-Wahrheit

In einem aufschlussreichen Aufsatz des Wirtschaftsprofessors Robert Shiller (Universität Yale) zur Deutung der Wirtschaftskrise habe ich einige bemerkenswerte Sätze gefunden. Nach der Verinnerlichung dieser Behauptungen muss schließlich jedermann die Kompetenz all deren bezweifeln, die sich heutzutage lautstark von der Kanzel der neuen Glaubensbewegung – man kann sie auch CO2-Kirche nennen – äußern, von Al Gore bis Claudia Roth.

(Von Ivan Denes)

Hier der entsprechende Textausschnit aus dem Shiller-Aufsatz:

Die Chaostheorie in der Mathematik erklärt die Abhängigkeit von entfernten und scheinbar trivialen Ausgangsbedingungen und erläutert, warum selbst die Extrapolation scheinbar präziser Planetenbewegungen unmöglich wird, wenn man sie weit genug in die Zukunft fortschreibt.

Auch die Meteorologen können keine weit in die Zukunft reichenden Prognosen erstellen, doch verfügen sie zumindest über präzise mathematische Modelle. Dabei werden Rechner mit enormen Kapazitäten parallel geschaltet, um nummerische Lösungen für aus der fluid- und thermodynamischen Theorie entwickelte Differenzialgleichungen zu finden.

Die Wissenschaftler scheinen den Mechanismus zu kennen, der das Wetter hervorbringt, auch wenn es per se schwierig ist, dabei weit in die Zukunft reichende Extrapolationen vorzunehmen.

Ich vermute, dass es in den Reihen der Bundestagsabgeordneten und auf der Regierungsbank nur sehr wenige sich finden könnten, die mit Differenzialrechnung zu tun gehabt haben oder die die Grundprinzipien der Thermodynamik kennen, geschweige denn die mathematische Chaostheorie. Mit Sicherheit sind jedoch Differenzialrechnung, Thermodynamik und Chaostheorie unserer promovierten Physikerin, Angela Merkel, wohl bekannt. Niemand wird behaupten können, Angela Merkel bewege sich, was Verständnis wissenschaftlicher Methodologie betrifft, auf das Niveau eines Sigmar Gabriel, eines Jürgen Trittin oder eines Hans-Christian Ströbele.

Um so fragwürdiger erscheint die Tatsache, dass die Kanzlerin den geballten Unfug vom „Klimaschutz“, „Treibgaseffekt“ usw. ohne mit den Wimpern zu zucken nachplappert, ohne den Anschein zu erwecken, auch nur einen Augenblick an der Seriosität der gängigen Thesen zu zweifeln. Es tritt hier ein Maß an rein politischem Opportunismus zu Tage, wie man ihn selten begegnet. Die Hebel der politischen Macht in der Hand zu halten zeitigt offenbar einen Vorgang, in dessen Verlauf sogar das Vertreten einer bewusst erkannten Unwahrheit dazu dient, gewisse längst erworbene Kenntnisinhalte zu verdrängen oder gar zu verleugnen. So kommt es dann, dass die gesamte Erblinie der Philosophie bei der Bestimmung der Wahrheit, die von Aristoteles über Thomas bis Popper in unsere Tage reicht – und die lautet

veritas est adaequatio rei et intellectu (Wahrheit besteht aus der Übereinstimmung von Objekt und Verstand)

in dem Papierkorb landet, wenn sie Anwendung in der Regierungspoltik finden sollte. Man heult trotz eigener Überzeugung oder besseren Wissens mit dem Wolfsrudel mit, um Alphatier des Rudels bleiben zu können und nicht zerfetzt zu werden. Von der Tochter eines evangelischen Pastors, erzogen angeblich im Zeichen der Gebote, hätte man allemal einen anderen Umgang mit der Wahrheit erwartet.

Zum Autor: Ivan Denes (81), wohnhaft in Berlin, ist Jude und wurde von den Nazis genauso verfolgt wie von den Kommunisten. Am 10. August erschien im WPR-Verlag sein neues Buch „politisch unkorrekt“ (9,80 Euro, 128 Seiten). Kontakt: ivan.denes@t-online.de.




Bremen: Kaum Strafen für kriminelle Schläger


„Du, Du“, machte die Richterin am Bremer Landgericht und „verurteilte“ im Namen des Volkes einen Schläger aus der berüchtigten Familie M. zur Bewährung. Sein Bruder erhielt zweieinhalb Jährchen – dafür, dass ein junger Mann auf einem Auge erblindete.

Die BILD schreibt:

Zwei Söhne (23, 22) der berüchtigten Familie M. traten und schlugen in der Disco „NFF-Club“ in Bremen zwei Männer krankenhausreif. Ein Opfer erblindete auf einem Auge an den Folgen der Verletzungen.

Jetzt schickte das Landgericht Bremen Ali M. (23) für zweieinhalb Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung hinter Gitter. Doch sein Bruder Halil M. (22) kam mit zwei Jahren Bewährung davon – der kriminelle Schläger spazierte als freier Mann aus dem Gericht.

EIN SKANDAL!

Der schockierende Überfall am 1. Mai 2009 vor der Disco „NFF“. Der Staatsanwalt klagte an: „Den beiden angeklagten Brüdern mit ungeklärter Staatsangehörigkeit wird zur Last gelegt, zwei andere Gäste massiv angegriffen und schwer verletzt zu haben. Der ältere Bruder Ali M. soll ein am Boden liegendes Opfer zweimal mit großer Wucht gegen den Kopf getreten haben.“

Das Opfer erlitt Brüche im Oberkiefer, in der linken und rechten Kieferhöhle sowie ein Schädel-Hirn-Trauma. Der Staatsanwalt: „Infolge der erlittenen Augenverletzungen erblindete das Opfer auf dem rechten Auge.“

Der Staatsanwalt über den Bruder Halil M.: „Dieser Angeklagte soll zunächst einen anderen Gast mit einem Messer angegriffen haben. Als dieser die Messerattacke erfolgreich abwehren konnte, soll der Angeklagte einen Standaschenbecher hinterher geworfen haben.“

Das kiloschwere Geschoss traf Volker R. (24) in den Rücken, verletzte ihn schwer. Die ärztliche Diagnose: Fleischwunde im Rücken sowie Abriss des linken Querfortsatzes eines Lendenwirbelkörpers.

Richterin Monika Schaefer in ihrer Urteilsbegründung: „Video-Aufzeichnungen aus den Überwachungskameras belegen eindeutig: Anderthalb Minuten, nachdem der zweite der beiden Brüder in der Disco eintraf, beging Halil M. die erste Straftat. Das Opfer Arman F. wurde von einem nicht zu erkennenden Täter ohne Vorwarnung körperlich angegriffen. Dann ist deutlich zu sehen: Der Angeklagte Ali M. reagierte blitzschnell, lief hin und trat dem Opfer am Boden mit dem Fuß gegen den Kopf. Es ist lückenlos auf dem Video zu verfolgen, dass der Tritt den Kopf auf den Boden knallen ließ. Dass Halil M. auch getreten hat, ist möglich. Ihm können wir das aber nicht beweisen.“
Dem jüngeren Bruder konnte das Gericht die andere Tat nachweisen. Richterin Schaefer: „Bei vorherigen Auseinandersetzungen draußen hatte Volker R. den Türstehern nur helfen wollen.

Dafür übte der Angeklagte Halil M. Rache. Er warf einen Stand-Aschenbecher auf sein Opfer und verletzte es so schwer, dass der Mann seinen Beruf wechseln musste und bleibende Schäden davongetragen hat.“

Dann sagt die Richterin zum Verteidiger von Ali M.: „Sie sagten in ihrem Plädoyer, Sie wollten Freiheit für Ihren Mandanten. Das ist aber nicht möglich. Denn er ist bereits einschlägig vorbestraft und hat schon einmal gegen Bewährungs-Auflagen verstoßen. Aber er muss jetzt damit leben, dass seinetwegen ein Mensch auf einem Auge erblindet ist.“

Oh sicher. Das wird ihn schwer beindrucken!

(Spürnasen: Thomas R., Sascha, avalanche, Recoqnuista und Fighter)




Strafanzeige gegen Imam wegen Koranzitats

Die Junge SVP hat Strafanzeige wegen Rassendiskriminierung und Volksverhetzung gegen den Imam der Moschee in Basel St. Johann eingereicht, nachdem in einer auf dem Schweizer Fernsehen ausgestrahlten Dokumentation aus einer seiner Predigten zitiert worden war. Der Imam hatte ein einschlägiges Koranwort (Sure 8,55 – Foto) verwendet. Falls die Klage Erfolg hat, ergäben sich dadurch im Umgang mit dem Islam völlig neue juristische Möglichkeiten.

20 Minuten berichtet:

Der Koranvers „Der Mensch, der Allah mit Absicht nicht anerkennt, ist niedriger als das gläubige Tier“ sorgte dabei für Aufregung. Die JSVP und LDP-Großrat André Auderset sehen darin „extremistisches Gedankengut“ eines Hasspredigers und fordern gar, dessen Ausweisung zu erwägen. Der Imam, der seit 20 Jahren in Basel als Autohändler arbeitet, war gestern nicht erreichbar.

Andere Mitglieder der Moschee verteidigen ihn aber: „Der Vers wurde aus dem Kontext genommen“, so Rachid Namossi, der in der gleichen Moschee predigt. Es sei eine allgemeine Aussage zum Wesen der Menschen und nicht gegen andere Religionen gerichtet.

SF-Tagesschau-Bericht über die „heiklen Prediger“ in Schweizer Moscheen:

Tagesschau vom 01.04.2010

(Spürnasen: Frank S. und Makkabaeer)




Claudia Roth: Selbstverwirklichung im Kirchenhass

Roth gegen MixaEndlich hat Claudia Roth ein neues Thema der inneren Befriedigung gefunden. Sie kann auf moralisch-überlegenem grünem Ross auf der Welle des seit den Missbrauchsvorwürfen hochgekochten Katholikenhasses reiten. Wobei so moralisch überlegen sind ja die Grünen in der Beziehung auch nicht, wie das Beispiel Cohn-Bendit zeigt (PI-berichtete).

Dazu sagt die Grünenchefin nichts. Gegen die katholischen Priester hingegen feuert Claudia Roth kräftig ein bei der umgekehrten Hexenjagd, oft auf bloßes Hörensagen, ohne Beweise, wie am Beispiel Mixa. Jeder, der in seiner Jugend von einem Pfarrer einmal einen Klaps bekommen hat, ist jetzt ein Missbrauchsopfer, und die mediale Öffentlichkeit erwartet von der Kirche in jedem Gottesdienst eine Entschuldigung für die begangenen Sünden.

Der Focus berichtet:

„Bis die Vorwürfe gegen ihn von einer unabhängigen Kommission geklärt wurden“, solle Walter Mixa auf sein Amt verzichten, sagte Grünen-Vorsitzende Claudia Roth der „Bunten“. Der Staat sei für die Aufklärung der Verbrechen zuständig, nicht die Kirche. „Sollten die Vorwürfe gegen Mixa zutreffen, muss er zurücktreten. Denn dann hat er gelogen.“

Roth sei erschrocken über die „Unfähigkeit der katholischen Kirche, mit dem Missbrauchsskandal angemessen umzugehen“. Das Verhalten des Bischofs sei für sie ein Zeichen, „dass die katholische Kirche in einer ihrer größten Krisen steckt“. Papst Benedikt XVI. habe „viel zu lange geschwiegen. Und je länger er schweigt, desto schlimmer wird die Krise.“

Mit lautem Schreien gegen die anderen von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken, war schon im Mittelalter eine bewährte Taktik. Das passt wiederum gut zur bevorzugten Religion der Grünen-Vorsitzenden, deren Prophet sich bereits mit dem Thema Kindesmissbrauch bestens auskannte. Aber dazu wollen wir lieber schweigen. Wir könnten allenfalls sonst jemanden beleidigen.




Niederländische Marine befreit deutsches Schiff

Panikräume sind nicht nur in den Häusern von Islamkritikern angebracht, sondern auch eine sinnvolle Einrichtung auf Schiffen, die muslimische Gewässer befahren. Die Flucht der Mannschaft eines von somalischen Kriminellen überfallenen deutschen Frachters in einen solchen sicheren Raum an Bord ermöglichte der niederländischen Marine einen spektakulären Zugriff.

20 Minuten berichtet:

Am Ostermontag gelang es der niederländischen Marine ein deutsches Schiff mitsamt 13 Mann Besatzung aus den Händen somalischer Piraten zu befreien. Die «MV Taipan» war kurz zuvor östlich der somalischen Küste auf dem Weg von Kenias Hafenstadt Mombasa nach Dschibuti von Piraten angegriffen worden.

Als klar war, dass das Schiff den Booten der Seeräuber nicht entkommen konnte und die Piraten die «Taipan» enterten, folgte die Besatzung den Ratschlägen der EU-Marinemission Atalanta und stellte alle Maschinen ab, um das Schiff manövrierunfähig zu machen. Gleichzeitig alarmierte sie die im Golf von Aden patrouillierenden Kriegsschiffe, ehe sie sich in einem Sicherheitsraum des Schiffes verschanzte.

Die Führung der niederländischen Fregatte «Tromp’s Lynx», die sich in der Nähe des Überfallorts befand, versuchte zunächst, mit den Piraten zu verhandeln, teilte Atalanta mit. Da die Piraten aber Widerstand leisten wollten, entschloss sich die Einsatzleitung zur gewaltsamen Befreiung des Schiffes.

Zuerst beschoss ein Marinehelikopter die Brücke des entführten Schiffes. Danach seilte sich eine Kommandoeinheit auf das Schiff ab und brachte es unter Kontrolle. Bei Schusswechseln mit den Piraten wurde ein holländischer Marinesoldat verletzt. Zehn Piraten wurden festgenommen.

Trotz Schäden an der Brücke habe das deutsche Containerschiff seine Fahrt fortsetzen können, hiess es in einer Mitteilung des niederländischen Verteidigungsministeriums. Die Mannschaft der «Taipan» blieb unverletzt.

Nach Berichten anderer Medien ist jetzt aber unsicher, wohin die gefangenen Kriminellen verbracht werden können. Kenia, das großzügige Geldgeschenke angenommen hat, um verhaftete Piraten vor Gericht zu stellen, hat sich nach Erhalt der „Entwicklungshilfe“ überlegt, dass man den eigenen Teil der Vereinbarung nun doch nicht einhalten möchte.

Wir Deutschen bedanken uns jedenfalls bei den niederländischen Nachbarn für ihre mutige Hilfe – und dass sie demnächst einen Regierungschef bekommen, der Ihnen erlaubt, auch im eigenen Land wieder geordnete Verhältnisse herzustellen. Dafür nehmen wir gerne in Kauf, dass man in Deutschland die obige Nachricht dann wird umformulieren müssen: „Hass auf multikulturelles Miteinander: Holländische Rechtspopulisten überfallen und beschädigen deutsches Schiff“.

(Spürnase: Daniel K.)




Messianische Juden

Nach der Predigt von Kephas an Schawuoth schlossen sich innert kurzer Zeit 5.000 Menschen aus den verschiedensten jüdischen Glaubensrichtungen der (christlichen) Gemeinde an, Pharisäer, Sadduzäer, Zeloten, Essener und Hellenisten. Hatten sie sich bisher ablehnend voneinander fern gehalten, so waren sie nun täglich gemeinsam im Tempel und aßen zusammen in den Häusern.

(Editorial von Daniel Seidenberg. Erschienen im Rundbrief (November 2009) der jüdisch messianischen Gemeinschaft (JMG), neu-publiziert auf PI zum Ende des diesjährigen Pessach-Festes)

Sie teilten alles und waren „ein Herz und eine Seele“ (Apg 4:32). Die Freude darüber, dass sie den Maschiach gefunden hatten, ließ die großen Unterschiede belanglos erscheinen. Doch nicht lange. Je größer die Gemeinde wurde, desto stärker machten sie sich wieder bemerkbar.

In jenen Tagen aber, als die Zahl der Jünger wuchst, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Hilfeleistung übersehen wurden. Apg 6:1

Mit Hebräer sind hier die im Land geborenen torahtreuen Juden gemeint, mit Hellenisten jene Minderheit, welche aus den zahlreichen jüdischen Gemeinden im Ausland stammte. Sie waren mit der griechischen Denk- und Lebensweise vertraut und praktizierten meist einen liberaleren Umgang mit der Torah, da ihnen deren Gesetze zu streng erschienen. Um ihre weitere Benachteiligung zu verhindern, wurden nun sieben Diakone ernannt. Da sie alle rein griechische Namen hatten, wurden sie wohl bewusst aus den Hellenisten berufen. Von nun an spielte diese Gruppe eine immer größere Rolle.

Juden, Gottesfürchtige & Proselyten

Es waren hauptsächlich diese Hellenisten, welche nun anfingen, die gute Nachricht unter den Heidenvölkern zu predigten. Der aktivste unter ihnen war Schaul bzw. Saulus/Paulus, der zwar als Diasporah-Jude in jungen Jahren in Jeruschalayim zum Torahgelehrten ausgebildet wurde, aber dennoch im hellenistischen Judentum verwurzelt blieb, aus dem er stammte. Nun wird meist übersehen, dass ein Großteil der Neubekehrten keineswegs unwissende Heiden waren, die jetzt zum ersten Mal vom Glauben Israels gehört hatten. Denn die Juden hatten schon lange fleißig unter ihnen missioniert, so dass in der ganzen griechisch/römischen Welt bereits viele als Proselyten zum Judentum übergetreten waren. Andere wieder besuchten regelmäßig die Synagoge und lernten aus der Torah, scheuten aber einen Übertritt, sei es, dass sie gesellschaftliche Nachteile befürchteten, ihr Leben nicht konsequent umstellen wollten, oder einfach noch unentschlossen waren. Solche nannte man Gottesfürchtige (Apg 17:14). Davon gab es im hellenistischen Judentum viele, denn hier wurde die Torah nicht so streng ausgelegt.

Erbitterte Konkurrenz

Dass Paulus in so kurzer Zeit mehrere Gemeinden gründen konnte, war nur möglich, weil es unter den Neubekehrten so viele Juden, Proselyten und Gottesfürchtige gab, welche sich in der Schrift bereits auskannten. Denn wo immer er auch hinkam, predigte er immer zuerst in den Synagogen. In diesem liberalen Umfeld wurde „sein Evangelium“ (Rö 1:9) von der „Freiheit vom Gesetz“ von vielen bereitwillig angenommen, welche wie er die Bestimmungen der Torah vor allem als Last empfanden. Da versprach ihnen das „Judentum light“, des Paulus mehr, obwohl es viel weniger verlangte. Die Synagogenleiter empfanden Paulus verständlicherweise als Schmutzkonkurrenten, der ihnen die Schafe stahl und sie um die Frucht ihrer jahrelangen Arbeit brachte, so dass sie ihn teilweise erbitterst befeindeten (Apg 13:43-50).

Befreit vom Gesetz?

Doch auch aus den Reihen der messianischen Juden kam Widerstand gegen diese liberale Praxis. Unter den Jüngern der Jerusalemer Urgemeinde, die ja immer noch alle torahtreu lebten (Apg 21:20), gab es nicht wenige, welche forderten, dass auch die bekehrten Heiden nach der Torah leben sollten. Als diese Frage schließlich nach heftigem Streit den Aposteln vorgelegt wurde, entschieden diese, dass niemand zu diesem Schritt gezwungen werden sollte. Nur ein Minimum an Vorschriften wurde den Heiden auferlegt – doch selbst an diese halten sich viele Christen bis heute nicht. Dabei erschien es den Aposteln doch selbstverständlich, dass die neuen Jünger auch weiterhin mehr aus der Torah über JAHWEHS Ordnungen lernen wollten. Dies kommt zwar im nächsten Vers klar zum Ausdruck, wird aber von den meisten Christen überlesen, umgedeutet, oder einfach ignoriert.

Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt Leute, die ihn predigen, da er in den Synagogen an jedem Schabbat vorgelesen wird. Apg 15:21

Da jedoch Paulus den Heidenchristen die Torah vor allem als Joch beschrieb, sahen sie bald nicht mehr ein, warum sie sich noch mit ihr beschäftigen sollten. Wozu noch die „Schatten“ des Schabbats und der Feste beachten, wenn man doch bereits Zugang zu deren himmlischem Original hatte (Kol 2:17)? Und weshalb noch lernen und diskutieren über Rechtsordnungen wie Erb- und Landrecht, Zinsverbot und Schuldenerlass, wenn doch nun die Liebe allein genügte (Gal 5:14)? Lehrte denn nicht schon Jeschua so?

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüte und mit aller deiner Kraft!“ Dies ist das vornehmste Gebot. Und das andere ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ Größer als diese ist kein anderes Gebot. Lukas 12:29-31

Jeschua war zudem auch nicht der erste, der die Schrift so auslegte. Schon Rabbi Hillel, der gütige Schriftgelehrte, der in hohem Ansehen stand und zur Zeit der Geburt Jeschuas Vorsteher des hohen Rates war, lehrte im selben Geiste der Nächstenliebe. Einem Heiden, der sich für den Übertritt interessierte, fasste er die Torah in einer „goldenen Regel“ zusammen: „Was dir nicht lieb ist, das tue auch deinem Nächsten nicht. Das ist die ganze Torah, alles Andere ist nur die Erläuterung.“ Dem fügte Hillel aber hinzu: „Geh und lerne sie“. Doch die allein „vom Geist der Liebe geleiteten“ Jünger Paulus meinten, sie hätten diese Erläuterungen nicht mehr nötig. Welch fataler Irrtum! In kurzer Zeit benahmen sie sich schlimmer als vor ihrer Bekehrung (1. Kor 5:1), so dass Paulus sie nun doch ernstlich belehren und ermahnen musste:

Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht ererben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. 1. Korinther 6:9-10

Doch woher hätten sie das denn wissen sollen, wenn nicht aus jenem „Gesetz“ von dem sie doch „befreit“ waren? „Alles ist mir erlaubt, aber es tut mir nicht alles gut“, schreibt Paulus in 1. Kor 6:12. Aber woher weiß ein Heide, was ihm gut tut, wenn er die Torah nicht kennt? Denn während Paulus, der eine solide Unterweisung in der Torah erhalten hatte, mit „frei vom Gesetz“ geistgeleitetes, eigenverantwortliches Handeln meinte, glaubten manche Heiden, nun wäre jede moralische Beschränkung aufgehoben.

Das geteilte Haus

In der ganzen Gemeinde soll einerlei Satzung gelten, für euch und für den Fremdling; eine ewige Satzung soll das sein euren Nachkommen; wie ihr, so soll auch der Fremdling sein vor JAHWEH. 4. Mosche 15:15

Da die Heiden nun die Speisevorschriften nicht beachteten, war es für torahtreue Juden auch nicht möglich, mit ihnen Tischgemeinschaft zu haben. Doch auch sonst gab es nun zwei verschiedene Hausordnungen – eine für Juden (Torah) und eine für Heiden („Freiheit“). Eine Trennung war daher unvermeidlich. Dieses Problem bracht der jüdische Dichter Scholem Aleychem in seiner Geschichte von Tewje, dem Milchmann auf den Punkt. Als dessen Tochter einen Christen heiraten will, fragt er sie: „Ein Fisch und ein Vogel können wohl heiraten, aber wo werden sie wohnen?“ Auch Jeschua mahnte: „Ein Haus das in sich selbst uneins ist, kann nicht bestehen“ (Mat 12:25). Daher zerbrach die von Paulus so eindringlich beschworene Einheit der „Gemeinde aus Juden und Heiden“ schon nach kurzer Zeit.

Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt werden unter alle Völker; und Jeruschalayim wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind. Lukas 21:24

Als Jeruschalayim im Jahre 70 von den Römern zerstört wurde, flohen die Apostel. Die Heidenchristen fragten nicht mehr nach ihrem Rat und so ging auch keine Weisung mehr aus von Zion (Jes 2:3). Die Zeiten der Heiden, welche seither das Heilige zertraten, begann. Nachdem die Heidenchristen die Torah verworfen hatten, besannen sie sich wieder auf ihre heidnischen Wurzeln und kehrten zum Götzendienst zurück (Heilige, Trinität). Sie begannen die Juden, sowie ihre jüdischen Glaubensgeschwister zu befeinden. Als dann im Jahre 135 Rabbi Akiva den Freiheitskämpfer Bar Kochba zum Messias ausrief, verliessen die messianischen Juden sein Heer, da sie nicht unter einem falschen Messias dienen wollten, worauf dieser sie blutig verfolgte. Seither gelten sie als Verräter des jüdischen Volkes. In der Folgezeit grenzten sich die Kirche und das rabbinische Judentum immer aggressiver voneinander ab. Nun wurden die messianischen Juden von beiden Seiten bedrängt. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verlor sich ihre Spur ebenso wie die der anderen jüdischen Sekten. Übrig blieben nur das von den pharisäischen Rabbinern geprägte Judentum und die christlichen Machtkirchen der Konzile.

Zeitwende

1948 fand die Auferstehung des jüdischen Staates statt und 1967 endeten die Zeiten der Heiden, als Jeruschalayim nach fast zweitausend Jahren wieder in jüdischer Hand war – mit dramatischen Folgen: Genau damals begann der Niedergang des christlichen Abendlandes. Die 68er Jugend rebellierte, verwarf sowohl die gesellschaftlichen Konventionen als auch den christlichen Glauben, und beschäftigte sich stattdessen mit Drogen, fernöstlicher Mystik und Okkultismus. Der Feminismus hetzte Mann und Frau gegeneinander auf, die Sitten verfielen, Scheidungen und Abtreibungen nahmen sprunghaft zu und immer mehr westliche Länder begannen die arabische Politik gegen Israel zu unterstützen. Gleichzeitig entstand neues Leben aus den Toten: Das längst totgesagte messianische Judentum lebte wieder auf. Immer mehr Juden erkannten Jeschua als Maschiach Israels. Im Gegenzug verstehen nun immer mehr Christen die Bedeutung Israels als Wurzel, sie sie trägt (Röm 11:8) und lernen seither von den Juden wieder Gottes Ordnungen.

In jenen Tagen wird’s geschehen, dass zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen einen Juden bei seinem Zitzit (Gebetsquasten) festhalten und zu ihm sagen werden: „Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist!“ SecharJah 8:23

Le shanah habah bi yerushalayim (nächstes Jahr in Jerusalem)!




„Islam emanzipierter als der Katholizismus“

Die vom Katholizismus zum Islam konvertierte Spanierin und Präsidentin der Union muslimischer Frauen in Spanien, Laura Rodriguez (Foto), behauptet in der Samstagsausgabe der englischsprachigen Hürriyet, der Islam würde die Frauenrechte stärker fördern als der Katholizismus. Rodriguez meint, der Islam habe ihr zu Rechten verholfen, die sie als Christin nicht hatte: “Individuelle Freiheit, gesetzliche Rechte, das Recht auf Bildung, das Recht auf Anstellung und das Recht auf Sexualität”.

Wenn man es als individuelle Freiheit erachtet, sich ein Tuch um den Kopf zu binden, um sich dadurch als etwas Besseres zu fühlen, mag der Islam durchaus zu Sonderrechten führen. Schließlich hat man als Muslimin auf einmal auch das Recht, sich wegen allem möglichen diskriminiert und beleidigt zu fühlen und dadurch durchaus einen höheren Status in der Dhimmigesellschaft als die Feld, Wald und Wiesen Katholikin. Sie hat jetzt das Recht auf Bildung (Koran auswendig lernen) und auf eine Anstellung (im Dienste Allahs) auf das Thema der Sexualität und der Aufstiegsmöglichkeit in eine himmlische 72er Schar wollen wir hier nicht weiter sprechen.

Rodriquez kämpft darum dafür, dass muslimische Einwandererinnen in der prüden, rückständigen und ungebildeten westlichen Gesellschaft, auch alle Rechte erhalten, die ihnen als Muslimin „zustehen“. Die Konvertitin würde auch gerne in die Politik einsteigen, aber mit ihrem Kopftuch lassen sie die hinterwäldlerischen Spanier ja nicht einmal ins Parlament.

Die Probleme mit den „Vorurteilen gegen den Islam“ rührten nur daher, dass die Europäer bis heute noch nicht gelernt haben, den „Islam als ihre Identität anzunehmen“.




Schweden: Alte Frau erschlagen

In Schweden ist eine 78-jährige Frau ihren Verletzungen erlegen, nachdem sie sich auf einem Supermarktparkplatz in einen Streit zwischen ihrem Mann und einem anderen Autofahrer eingemischt hatte. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung und Totschlags.

Die Zeitungen haben bis vor kurzem versucht, die Identität des Mannes zu verschleiern, bis diese schließlich im Internet preisgegeben wurde. Bei dem Täter handelt es sich um einen Araber. Der 71-jährige Mann der Frau hatte in Landskrona im Süden des Landes einen jungen Mann angehupt, der Berichten zufolge ein rotes, schnelles Auto fuhr und damit einen Parkplatz blockierte. Der Fahrer begann daraufhin auf den Ehemann einzuschlagen. Als die Frau in den Streit eingreifen wollte, schlug der junge Mann sie ins Gesicht. Sie fiel hin und schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie später verstarb. Radio Schweden schreibt:

Das Amtsgericht Lund hat am Dienstag vormittag Haftbefehl gegen einen 23jährigen Mann erlassen, der verdächtigt wird, beim Streit um einen Parkplatz eine 78jährige Frau so schwer misshandelt zu haben, dass sie starb.

Das Gericht stufte jedoch den Anklagevorwurf des Mordes auf den Tatbestand Körperverletzung mit Todesfolge herunter.

Der Beschuldigte bestreitet, an dem Vorfall vor einer Woche in Landskrona beteiligt gewesen zu sein.

Der Fall hat wegen der ungewöhnlichen Brutalität landesweit Aufsehen erregt. Beobachter schlie?en auch Auswirkungen auf die Parlamentswahlen nicht aus, nachdem sich herausgestellt hat, dass der mutma?liche Täter aus dem Nahen Osten stammt. Die schwedische Presse hatte das bis zum Wochenende nicht erwähnt. Die Identität des Mannes wurde jedoch inzwischen im Internet bekannt gemacht.

Schon vor dem Vorfall hatte die rechtspopulistische Partei Schwedendemokraten mit ihrer Anti-Einwanderer-Politik starken Zulauf in Landskrona, das einen hohen Anteil an ausländischen Einwohnern hat.

Sicher. Die „Rechtspopulisten“ sind schuld. Und der alte Mann. Und das Opfer…

(Spürnase: Fighter)




Jetzt droht der Gockel dem Westen


Die Gastgeber, Kanzler Schröder und Außenminister Fischer, waren mächtig stolz, als Anfang Dezember 2002 ausgerechnet bei der Konferenz im rheinischen Königswinter, ein eitler Gockel namens Hamid Karsai zum afghanischen Präsidenten ausgeguckt wurde. Manche Rheinländer erinnerten sich damals schon an den alten Karnevalsschlager: „Es war in Königswinter, nicht davor und nicht dahinter, es war gleich mittendrin, als ich damals auf Dich reingefallen bin.“  Und jetzt haben wir den Salat.

Karsai, der bereits im Jahr nach seiner Amtseinsetzung zum bestangezogensten Politiker der Welt gewählt wurde, der seine Macht dem Blut westlicher Soldaten zu verdanken hat, droht jetzt, mit den Talibanterroristen gemeinsame Sache gegen den Westen zu machen. Die Rheinische Post berichtet:

Die Nato muss wegen zunehmender Spannungen mit Afghanistans Präsident Hamid Karsai ernsthafte Konsequenzen für ihre Militärstrategie am Hindukusch befürchten: Karsai drohte auf einem Treffen mit 1500 Stammesältesten offen mit Widerstand gegen die anstehende Großoffensive in der Taliban-Hochburg Kandahar. Demonstrativ distanzierte er sich im Beisein des Oberkommandierenden der US- und Nato-Streitkräfte in Afghanistan, General Stanley McChrystal, zum zweiten Mal binnen weniger Tage von seinen westlichen Partnern.

Auf einer nichtöffentlichen Sitzung mit ausgesuchten Politikern drohte Karsai dann sogar damit, bei andauerndem Druck auf seine als korrupt kritisierte Regierung mit den Taliban zu paktieren. „Er sagte, wenn ich unter ausländischen Druck komme, könnte ich mich den Taliban anschließen“, zitierte der Abgeordnete Faruk Marenai aus Nangarhar den Präsidenten. „Er sagte, aus dem Aufstand würde dann Widerstand.“

Derzeit gilt in der internationalen Gemeinschaft der Kampf der 2001 von der Macht vertriebenen Taliban als Aufstand gegen eine demokratisch legitimierte Regierung. Sollte sich Karsai den Taliban tatsächlich anschließen, würde daraus aus afghanischer Sicht Widerstand gegen Besatzer.

Unter Präsident Bush würde der Parteiwechsel zur Folge gehabt haben, dass Karsai seine preisgekrönten Gewänder gegen einen schlichten orangen Overall hätte tauschen müssen. Diese Gefahr besteht unter Obama anscheinend nicht mehr. Das hat sich jetzt bis nach Afghanistan herumgesprochen.




Erdogan „will EU nicht zur Last fallen“

Der türkische Ministerpräsident zieht alle Register. Jetzt warnte er die EU davor, ein Christenclub zu werden. Die Türkei brauche die EU nicht. Sie wollte nur helfen, bestehende Probleme zu lösen. Das finden wir selbstlos und edelmütig. Schließlich hat die Türkei Erfahrung auf diesem Gebiet, baute sie doch schon Deutschland auf und zahlt unsere Renten…

In Bosnien spielte er die Selbstmitleidkarte:

Neue Wortmeldung von Recep Tayyip Erdogan in der Beitrittsdebatte: Die Türkei wolle keine Belastung für die Europäische Union sein, sagte der türkische Ministerpräsident. „Wenn sie uns in der EU nicht wollen, verlieren wir nichts. Dann entscheiden sie sich eben dafür, ein Christenclub zu sein.“

„Die Türkei ist ein großes Land aber wir möchten der EU nicht zur Last fallen.“ Das hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in Bosnien gesagt, wo er sich für einen zweitägigen Besuch aufhielt.

Vielmehr wolle sein Land dabei helfen, die bestehenden Probleme zu überwinden, sagte der türkische Regierungschef auf einer Pressekonferenz in Sarajevo. Die Türkei wolle ein „friedliches Europa“.

Die Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der EU laufen seit 2005. Bislang wurden jedoch erst zwölf der 35 Beitrittskapitel eröffnet. Der EU-Beitritt des Landes wird von vielen Staaten kritisch gesehen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt eine EU-Mitgliedschaft des muslimisch geprägten Landes ab und bietet Ankara eine „privilegierte Partnerschaft“ an.

„Wir erfüllen unsere Aufgaben und rechnen damit, der EU früher oder später beizutreten“, sagte Erdogan in Sarajevo. „Wenn sie uns in der EU nicht wollen, verlieren wir nichts, dann entscheiden sie sich eben dafür, ein Christenclub zu sein.“

Erdogan reist nach Frankreich weiter und trifft dort Präsident Nicolas Sarkozy. Paris steht einem EU-Beitritt der Türkei ebenfalls skeptisch gegenüber.

Na klar. Die (islamische) Türkei will ein friedliches Europa. Und ohne sie gibt es Krieg?

Übrigens sprechen sich in der dem WELT-Artikel angeschlossenen Umfrage 94% der Abstimmenden gegen den Frieden aus…




Doppelpass: Im Norden längst normal


Menschen integrieren sich, wenn sie sich willkommen fühlen. Ganz besonders willkommen fühlen sie sich, wenn wir ihnen die Staatsbürgerschaft schenken. Und noch willkommener fühlen sie sich, wenn sie die neue Staatsbürgerschaft mit allen Rechten bekommen und die alte behalten dürfen. So leiern es uns tagaus, tagein Linke und Grüne vor.

Wird es erst die doppelte Staatsbürgerschaft geben – so lehren sie uns – kommt die Integration ganz von selbst.

Dabei ist die doppelte Staatsbürgerschaft längst schon Usus, jedenfalls im Norden der Republik. Schleswig-Holstein zum Beispiel fordert nur in 40% der Fälle den alten Pass gegen einen neuen.

Bei Einbürgerungen nimmt Schleswig-Holstein die doppelte Staatsangehörigkeit in vielen Fällen hin. 2008 wurden bei 1881 und damit rund 60 Prozent aller Einbürgerungen die Mehrstaatigkeit akzeptiert.

Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Kieler Landtag vom März hervor. Vor allem Iraker, Polen, Türken und Serben behielten ihren alten Pass, als sie Deutsche wurden. Zahlen von 2009 gibt es noch nicht.

Seit 2008 wurden außerdem 72 Deutsche optionspflichtig. Das trifft Kinder aus Einwandererfamilien, die in Deutschland aufgewachsen sind und zwei Pässe haben. Zwischen ihrem 18. und 23. Geburtstag müssen sie sich für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. Bis Ende 2017 werden etwa 510 Menschen in Schleswig-Holstein vor diese Wahl gestellt, ab 2018 jährlich zwischen 400 und 700. Bis jetzt sind meist Kinder aus türkischen Familien betroffen.

Von den bislang 72 Optionspflichtigen haben 25 schon erklärt, den deutschen Pass behalten zu wollen. Zwei beantragten, ihre andere Staatsangehörigkeit behalten zu dürfen – ohne Erfolg. Der Kieler Integrationsminister Emil Schmalfuß (parteilos) setzt sich im Bund dafür ein, die Optionspflicht abzuschaffen. Sie sei auch verfassungsrechtlich umstritten, heißt es in der vom Integrationsministerium erstellten Antwort. Andere Staatsangehörige, etwa Kinder aus binationalen Partnerschaften, hätten keine derartig bedingte Staatsangehörigkeit. Die Optionspflicht war bei der Reform des Staatsbürgerschaftsrecht im Jahr 2000 als Kompromiss ausgehandelt worden.

Was nicht so alles verfasssungsrechtlich bedenklich ist…

(Spürnase: Hauke St.)




Greenpeace: „Friedlicher“ Aufruf zur Gewalt

Wenn auf Fußballplätzen „Fans“ dem Unparteiischen ihr Wissen hinsichtlich dessen Parkplatz mit dem Spruch kundtun, „Schiri, wir wissen, wo Dein Auto steht“, wird das im allgemeinen Verständnis nicht als Friedensbotschaft verstanden. Greenpeace hat nun festgestellt, dass bisherige Bemühungen teilweise fehlgeschlagen sind.

Davon war eines, die Politik dazu zu bewegen, angesichts der vielen sorgfältig gefälschten Klimadaten ihre Politik zu ändern. Berechtigterweise denkt man bei Greenpeace nun über eine Taktikänderung nach. Doch nicht etwa die Fakten noch einmal zu prüfen ist angezeigt, sondern nun wird auf der offiziellen Webseite von Greenpeace in einem Artikel zur Gewalt gegen Klimaskeptiker aufgerufen. Der Autor „Gene“ schreibt wörtlich:

„Wir sind viele und ihr wenige. Wir wissen, wer ihr seid, wo ihr wohnt und arbeitet“.

Dabei wird den Klimaskeptikern empfohlen, zu hören, was man denn über sie weiß. Das vermittelt sich auch dem noch so wohlmeinenden Betrachter als das, was damit gemeint ist. Der friedliche Protest (und das mühevolle Fälschen von „Klimadaten“) ist fehlgeschlagen. Nun sollten wir zur Gewalt übergehen.

Greenpeace beeilt sich nun, den Schaden zu begrenzen, indem man entgegen der klaren Aussage des Textes am Beginn der zweiten Seite und am Ende des Gesamtartikels behauptet, der Inder „Gene“ meine nur „den zivilen und damit friedlichen“ Widerstand. Ein solch ziviler Widerstand wie er auch zur Befreiung seiner Heimat Indien von den Briten geführt hat.

Es ist nicht ganz klar, ob uns Green“peace“ damit mitteilen möchte, dass ein Inder nicht zur Gewalt aufrufen kann. Ebenso undeutlich bleibt, warum Greenpeace behauptet, „Gene“ gehe es nur um den zivilen (friedlichen) Ungehorsam, wie es angeblich(!) einer der Kernwerte von Greenpeace sei. Schließlich macht „Gene“ deutlich, dass die sonst angewendeten Methoden fehlgeschlagen seien bevor er den Schluss zieht, dass man nun darauf pfeifen solle, sich an das Gesetz zu halten. Jetzt, da Kopenhagen gescheitert sei, müsse man zu einer „Armee der gesetzlosen Klimaschützer“ werden. Mit einem Link verweist der Artikel auf einen Eintrag auf einem anderen Blog, der Rechtsbrecher zu Helden erklärt. Diese hätten nun einmal auf demokratischem Wege nicht bekommen, was sie wollten.

Der verlinkte Artikel, der Rechtsbruch gut heißt, erscheint auf dem Blog von Brian Fitzgerald. Nach eigener Darstellung auf dem Blog hat er als Leiter eines Green“peace“-Kommunikationsteams einen Preis gewonnen. Der Blog, der einen Einblick hinter die Kulissen von Green“peace“ gestatten soll. Nun, hinter den Kulissen von Green“peace“ scheint so mancher zu denken: „Und willst Du nicht meiner Meinung sein, so schlage ich Dir den Schädel ein!“

Man kommt nicht umhin, diesen Artikel als Aufruf zum Rechtsbruch und zur Gewalt zu sehen. Denn „Gene“ weiß nicht nur, wo die Klimaskeptiker wohnen, er verlinkt auch einen weiteren Artikel, der ebenfalls zum Rechtsbruch aufruft, da demokratische Mittel nicht zur Durchsetzung der eigenen Ziele ausgereicht haben.
Die fruchtlosen Versuche von Green“peace“, diese(n) Artikel zu einem Aufruf zum friedlichen Widerstand umzudeuten, zeigen auf, dass man bei Greenpeace ganz augenscheinlich befürchtet, den sich nun bewaffnenden Arm der Umweltbewegung zu vergrätzen. Es scheint, die „Kernwerte“ von Greenpeace sind „Gene“tisch verändert worden. Eine Distanzierung von Gewaltaufrufen kann sich Green“peace“ wohl nicht leisten.

Der Schiri und der Klimaskeptiker sollten daher unter Polizeischutz zum Auto gehen! Sonst haben sie möglicherweise alle das letzte Mal CO2 ausgehaucht. Angesichts der internationalen Ausrichtung von Green“peace“, heißt es dann wohl: „Ich weiß, wo Dein Haus wohnt“.

(Text: nockerl – PI-Gruppe München)