deutschemode„Die Deutschen haben entweder den Geschmack verloren, oder sie haben nie welchen besessen“ – schreibt Anton Tschechow in einem Brief kurz vor seinem Tod 1904. Pointierter hat es eigentlich nur noch George Grosz ausgedrückt: „Deutsch sein heißt immer: geschmacklos sein“. Er hat dann noch hinzugefügt: „dumm, hässlich, dick und unelastisch“. Lassen wir das mal so stehen. Es soll hier nicht um deutsche Intelligenz gehen, deutsches Übergewicht oder deutsche Turnerkunst. Doch über die deutsche Weigerung, sich geschmackvoll, elegant oder stilsicher zu kleiden, werden wir zu reden haben… (Fortsetzung drei Seiten im CICERO!)

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126 KOMMENTARE

  1. Dumm , hässlich, dick und unelastisch möchte ich so nicht stehen lassen, doch der Geschmack vieler Landsleute, speziell, wenn das Wetter wärmer wird, lehrt einem mitunter das Grausen !

    Auf vorsichtiges Vortasten und leisem Abraten beim Klamottenkauf wird dieses mit einer barschen Handbewegung abgebügelt und auf die 3 Hemmschritte des Fortschritts hingewiesen:

    Das haben wir schon immer so gemacht,
    das haben wir noch nie so gemacht,
    da könnte ja jeder kommen !

    Nun ja, es gibt sicherlich schlimmeres !

  2. Naja- also bei den Englaendern, zumindest den bekannten Touristen ,ist die Kleidermode noch wesentlich schlimmer. Damals 1904 war Deutschland das fortschrittlichste und intelligenteste Land-zumindest innerhalb Europas. Die Wissenschaftssprache war auch deutsch.

    Leben und leben lassen ! Mir waere es lieber wenn diverse Nationalitaeten, auch Jene von denen hier gesprochen wird ,auf diesem Blog (Zigeuner, Tuerken etc) weniger mit Gold( auch wenn es Katzengold ist) etc behangen und weniger im Protzstil auftreten wuerden ( zumindest die Herren dieser Gattung), dafuer aber endlich einen Beitrag an der Gesellschaft leisten, an dem Land wo sie sich gerade befinden und das sie bisher nur ausgenutzt haben.

    Alles Andere waere Perlen vor die Saeue.

  3. In der Aussage mag etwas Wahrheit liegen, aber wer im nördlichen Mallorca mal die Bewohner ein grösseren Insel aus dem nordöstlichen Europa beobachtet hat…der würde die deutschen nie so bezeichnen!

  4. Also meine Mutter wäre so nie rum gelaufen. Sie sieht mit 88 immer noch aus wie ein junges Mädchen und immer noch adrett. Jede Falte, jeder Krümel und jede Unebenheit wird registriert. Einstein meinte ja das wäre charakteristisch für Frauen.

    Auch als wir nach dem Krieg relativ arm waren, war alles immer adrett. Wie meine Eltern das als Flüchtlinge, ohne Zustecken von Oma und Opa und ohne hier anwesende Verwandte und ohne Grundstück wie die Eingesessenen hinbekommen haben ist im Rückblick erstaunlich. Und ich denke das prägt. Aber jetzt zum Lebensende kommt die finanzielle Quittung. Da ist unser fremdenfreundlicher Staat unerbittlich. Vererben werden die nichts mehr. Da verdienen andere dran.

  5. Was in den USA schon lange Gesetz ist, verbreitet sich nun auch in Deutschland:

    Die Regel: DDT

    D ick
    D umm
    T ätowiert

  6. Kleidung? Irrelevant! Geschmack ist sowieso relativ, was heute Supi-In ist, schon morgen Mega-Out. Und? Wer sich seiner selbst bewusst ist, der macht diesen Kommerz, denn was sonst ist Mode, nicht mehr mit, kleidet sich so wie es ihm/ihr gefällt. Und wem es nicht passt, der soll doch weggucken. Und wegen dem „Dumm , hässlich, dick und unelastisch“ da füge ich hinzu: Weltweit führend in Forschung und Technologie, mehrjähriger Exportweltmeister, Made in Germany DAS Verkaufsargument weltweit, ganze 100schaften berühmter Dichter und Denker hervorgebracht und und und… (das der sozialistische Bundestag diesen Nimbus zerstört ist eine andere und traurige Geschichte). Und unser Geld will auch die ganze Welt… Also wer da meint: „Dumm , hässlich, dick und unelastisch“ dem ist zu antworten: Verschwinde mitsamt deinem Neid!

  7. Ganz unrecht haben die ja nicht. Manche Deutsche halten sich für besonders lässig, wenn sie ungepflegt und schlecht gekleidet sind.

  8. Das (Privat-)Foto zeigt Frauen jenseits des Klimakteriums. Wenn die wüssten, dass sie bei PI in dem Kontext zur Diskussion stehen. Man muss das Foto nicht schön finden, soll man ja auch nicht, aber besser so ein Foto als eines, wo Burka-Ladies drauf sind. Denn Burkas haben nun gar nichts mit Sommermode, geschweige denn mit Mode überhaupt zu tun

    Man(n) hätte aber genauso gut ein adäquates Foto von älteren Männern zeigen können.

  9. Schon interessant.

    Da schlägt jemand Töne an, die man mit Fug und Recht rassistisch verorten kann. Was passiert?

    90% der Kommentare reihen sich hemmungslos ein, um auf die eigene Kultur einzudreschen.

    Dies ist nur in Deutschland möglich. In dem Land, welches von den 68ern gehirngewaschen in einen merkwürdigen Selbsthass sich badet, den man nur als pathologisch bezeichnen kann.

    Psychoanalytisch gesehen höchst interessant, wie Kommentatoren sich hier geben.

    Tauscht mal kurz den Begriff „Deutsche“ gegen einen anderen aus.

    Das ist schon krank…

  10. Zitat“ Oder ist – wie fast bei allem – auch hier das Dritte Reich schuld, das allem Zackigen, Haltungsbetonten und Schneidigen den Beigeschmack des Faschistoiden verlieh und im Gegenzug das Schluffige, Schlabbrige und Ausgebeulte mit der Aura des Zivilisierten, Widerständigen und Moralischen adelte?

    Immerhin könnte das auch erklären, weshalb in Deutschland alles Unachtsame, Unansehnliche und Unmodische als Ausdruck moralischer Integrität gilt. Das Gute kommt in Deutschland in ausgelatschten Tretern und Regenjacken daher, während Maßanzüge, rahmengenähte Lederschuhe und exquisite Hemden hochgradig verdächtig sind. “

    Unrecht hat der Autor nicht oder?

  11. Interessant, daß dies mal auf PI zum Thema gemacht wird.

    Der Cicero-Autor schreibt hauptsächlich über die Sommermode von Männern, wahrscheinlich, weil es ihm am nächsten liegt.

    Aber auch für Frauen gilt das gleiche: In der Tat gibt es kaum irgendwo so schlecht gekleidete Frauen wie in Deutschland (besonders im Sommer), wobei es noch regionale Unterschiede gibt (in München z.B. habe ich fast durch die Bank sehr hübsch Frauen auf der Straße gesehen). Auch die Frauen aus dem ehemaligen Ostblock haben ausgesprochen viel Geschmack und guten Stil in der Mode.

    Ich denke mir immer: Die Mode ist ein Ausdruck ihrer Zeit. Ist die Zeit häßlich (wie jetzt), dann ist es auch die Mode.

    Ich könnte noch viel dazu schreiben … am besten ist es, man hat noch die alten Sachen „von vor 30 Jahren“ zuhause und zieht diese wieder an. Auch wenn ich an anderen Frauen etwas wirklich Schönes sehe und sie daraufhin angespreche, dann heißt es: „Oh, das ist schon ganz alt.“

    Es gibt nichts Schönes zu kaufen. Vielleicht liegt es daran, daß die Frauen das Zeug kaufen, das in den Warenhäusern hängt, eben weil es nichts anderes gibt.

  12. Die Kleidung des Deutschen sind Schürze, Blaumann und Arbeitsstiefel denn hier wird geschafft. Von morgens 5 bis abends 10.

    Rumgekleckert wird woanders. Angetuntet wird hier nicht. Hier wird in die Hände gespuckt und die Strasse gefegt, der Rasen gemäht, das Auto aufgemotzt und die Scheune ausgebaut. Der Boden gewienert, der Garten bepflanzt, die Hunde gezüchtet und Pferde gestriegelt.

    Hier ist Deutschland. Hier wird geschafft.

    Die polierte Kleidung, den feinen Anzug trägt der Deutsche nur, wenn er gen Frankreich zieht. Aber dann auch nur kurz, 1-3 Monate, dann gehts zurück marsch marsch, den feinen Soldatenzwirn in den Schrank und wieder rein in den Blaumann.

    Schließlich ist die Strasse dreckig, der Rasen wieder lang, das Motoröl alt und der Schuppen noch nicht dicht. Das Parkett verschmiert, der Garten voller Unkraut, … also nichts wie ran.

    Wer braucht da Lui Witong oder Doltsche und Gumbana?

    Hugo Boss kleidet Deutschland im Sturm. Doch wenn die Sonne scheint, ists Blaumannzeit!

  13. Mir ist es egal wie die Leute rumlaufen. Wenn sie allerdings meine Steuergelder ohne Gegenwert verschleudern, dann stört mich das gewaltig. Egal ob die Hosenanzug tragen oder was Schickes.

  14. Also es gilt ja die Regel: Mann zeigt kein Bein. Bei Männern die Hochwasser haben und die Socken zu kurz sind, ist aber selbst diese Regel in Talk Shows schon mal verletzt worden. Ausgesprochen unästhetisch und peinlich, wie Jet Set Kommentatorinnen (ganz unfeministisch (aber das ist ja eh alles Stuss!) schon mal feststellen.

    Den besten Kommentar zu Männern in Shorts habe ich aber vor Jahren schon gelesen. Ob der Cicero den kennt, mal sehen.

    Jemand meinte, in der Faz meine ich und da war die Faz ja noch gut!!: Wenn Männer einem Teil ihres Körpers entblößen, mit dem sie nun wirklich keine Reize ausüben können, wäre das doch eher peinlich.
    Gut beim Fußball würden Männer auch Bein-, knie- udn halb Oberschenkelfrei spielen, aber da wäre diese reizlose Körperregion zumindest in dynamischer Aktion
    Das war der perfekte Kommentar zur männlichen Beinfreiheit. So ist die Welt in Ordnung, abgesehen davon, dass es im Sommer eventuell aus praktischen Gründen auch für Männer entschuldbar ist, wenn sie derart unästhetisch rumlaufen.

  15. Deutsche haben den Geschmack verloren oder nie gehabt …. mag sein. Aber es ist immerhin noch mehr Geschmack und Individualität als wenn alle schön einheitlich gleichgeschaltet im Kaftan oder Burka rumrennen. Da ist mir die deutsche ‚Geschmacklosigkeit‘ 10-millarden-mal lieber. Wenn man sich bei Allahu-Akbar ‚Demos‘ anschaut wie die da rumrennen kann man ja nichtmal nen ansatz von Geschmack oder Individualität erkennen.

  16. OT

    Dänisches Unternehmen sucht internationales Team für die Erbsenernte!
    Die saisonale Erbsenernte bietet eine anstrengende, aber lohnende Beschäftigung. EURES Bulgarien hilft jedes Jahr dabei, die richtigen Personen für diese Arbeit in Dänemark zu finden. Im Namen eines großen dänischen Arbeitgebers, der für sein wachsendes Unternehmen in Portugal weitere Erntehelfer benötigte, trafen Berater eine Vorauswahl der Bewerber aufgrund von persönlicher Motivation, Englischkenntnissen und der Fähigkeit, mit Menschen anderer Nationalitäten zusammenzuarbeiten.

    https://ec.europa.eu/eures/main.jsp?lang=de&catId=10547&myCatId=10547&parentId=20&acro=news&function=newsOnPortal&utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

  17. Na ja. Da das Gesamtniveau immer weiter sinkt, ist bezüglich Mode auch nicht mehr zu erwarten. Kick und Co. lassen dazu auch noch grüßen.
    Allerdings ist gute, elegante Kleidung auch sehr teuer geworden, was die Euroeinführung noch verschärft hat.
    Eine Top-Marken Herrenjacke für den Herbst beispielsweise, ist doch unter 300,- bis 600,- Euro gar nicht mehr zu bekommen. Natürlich gibt es auch günstigere Vollplastik-Jacken. Wer ein schönes Herrenhemd sucht, muss viel Zeit haben, da in den normalen Geschäften seit Jahren nur noch karierte Ware, zum Teil mit wirren Werbeaufschriften, angeboten wird. Die Materialien dabei immer billiger und die Preise trotzdem höher.
    Ein Mann mit Stil hat es da schon schwer und benötigt genügend Kleingeld. Großkonzerne beherrschen den Markt und beeinflussen den Kunden extrem. Wer da etwas erreichen will, kämpft gegen Windmühlen.
    Wohl dem, der selbst schneidern kann.

  18. Ich als Deutschkroate kann positives vermelden: die Deutschen haben sich sehr gebessert. In den 80ern konnte man wirklich noch gelten lassen, dass man Deutsche im Ausland oft an der miesen Frisur, der hässlichen Kleidung und oft auch am Übergewicht erkennt. Besonders bei Frauen und Mädchen waren in den 80ern noch diverse Unisex-Schnitte in Mode.

    Das ist heutzutage Gott sei Dank nicht mehr so. Deutsche Mädchen gehören zweifellos zu den schönsten der Welt und zum Glück verunstalten sie sich nicht mehr selbst durch Pottschnitte, Lord Helmchen-Frisuren, „hauptsache praktisch“-Mode und Übergewicht.

    Bei Kleidung kommt es generell auch immer darauf an, wer sie trägt. „Flip Flops und kurze Hose“ ist bei dem richtigen Paar Beinen sicher kein Faux Pas.

    Und ob „blasse Haut“ hässlich ist, ist übrigens Geschmackssache. In China tragen Frauen im Sommer Sonnenschirme, um blass zu bleiben – es gilt dort nämlich als Schönheitsideal. Auch ich finde das schön.

    Alles in allem ist das aber auch ein Beitrag, der hier nicht hingehört, es sei denn, man verweist darauf, dass die zweifellos am hässlichsten angezogenen Leute Kopftücher tragen. Und auch, was sich unter dem Kopftuch oder daneben als Ehemann befindet, ist nicht unbedingt ein Augenschmaus.

  19. letztes Jahr im Sommer in London sind mir die vielen gutgekleideten Business Frauen in der City aufgefallen, die sieht man allerdings auch in Hamburg am Jungfernstieg oder in der Hafencity.

    Anderseits , wie hier auch schon Einige geschrieben haben, gibt es eben auch die schlecht gekleideten englischen Touristen an den einschlägig bekannten Urlaubsorten, genauso wie es schlecht gekleideten deutsche Frauen gibt, so what, man kann es nicht verallgemeinern.
    Ansonsten halt ich das Thema hier für völlig überflüssig, es gibt genug andere Themen, die hier noch nicht gebracht wurden, die sich mehr auf die aktuelle Politik und Geschehnisse in D beziehen.

    Der neue Akif Pirincci etwa, “ Evolutiom im Wohlfahrtsstaat“, guckst Du hier:

    „Warum nicht einmal Wikipedia zitieren: “Als Baldwin-Effekt wird ein evolutionärer Mechanismus bezeichnet, bei dem ein ursprünglich durch Lernen erworbenes Merkmal durch natürliche Selektion innerhalb mehrerer Generationen durch ein vererbtes, also genetisch bestimmtes analoges Merkmal ersetzt wird. Im Gegensatz zu lamarckistischen Vorstellungen wird dabei nicht direkt die erlernte Eigenschaft vererbt, sondern durch diese der Rahmen beeinflusst, innerhalb dessen die natürliche Selektion wirkt.” Der nach dem Philosophen und Psychologen James Mark Baldwin benannte Effekt bewirkt jedoch mehr. Er greift mittels des Vorhandenseins kultureller und politischer Umstände tief in die natürliche Auslese hinein und verschafft so einem bestimmten Typus Vorteil, den er unter “normalen Umständen” nicht gehabt hätte.

    Ein kleines anschauliches Beispiel: Die Jüngeren können sich nicht mehr daran erinnern, aber noch vor 25 Jahren hatte es keine Polizistinnen auf unseren Straßen gegeben. Das hatte (hat!) auch einen bestimmten Grund. Frauen taugen in der Regel nicht für eine Tätigkeit, die es in letzter Konsequenz nach abrufbarer (männlicher) Autorität, Aggression und Gewaltausübung auf Knopfdruck verlangt. Dafür fehlt ihnen im Vergleich zu Männern neun Zehntel des Testosterons, jene geheimnisvolle Substanz, welche einerseits die Libido anfeuert (auch die der weiblichen), anderseits aber dafür sorgt, im entscheidenden Moment angriffslustig, die Schmerzschwelle ignorierend und überschreitend, kurzum für eine kleine Weile “stählern” zu sein. Nicht zu vergessen die Aussetzung der Tötehemmung im Fall der Falle, eine Latte, die Frauen nur selten überspringen können. Infolgedessen werden Polizistinnen auch niemals mit einer Kollegin auf Streife geschickt, sondern stets mit einem Kollegen zusammen.

    weiterlesen auf der Achse:http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/evolution_im_wohlfahrtsstaat

  20. Das allgemeine Straßenbild wird aber längst nicht
    mehr ausschließlich von Deutschen bestimmt.
    Über mangelnden Schick oder Eleganz bei ausländischen Mitbürgern habe ich bei Cicero
    leider nichts gelesen. Interessant ist aber die
    Formulierung, Arminius habe im Teutoburger Wald
    den Beitritt Germaniens zur zivilisierten Welt
    verhindert. Den holen wir jetzt nach, indem
    wir orientalische Zwangsgaderoben und unrasiertes
    Rüpeltum zum Beweis unserer Weltoffenheit fördern. Bravo!

  21. Das Problem bei jüngeren Menschen ist nicht die Kleidung im Sommer, sondern nur dass die untrainierten Körper zu sehen sind. Dies wirkt sich auch auf die Verteidigungsfähigkeit aus.

  22. Köstlich, der Artikel, der eine ziemlich treffsichere Analyse darstellt. Gefehlt hat eigentlich das durchge-genderte. Weibliches Kleiden oder gar ein ästhetisch-niveauvoll-attraktives Outfit sind praktisch verboten.

    Hübschen Migrantinnen wird eine weibliche Kleidung in den ersten zwei Arbeitswochen am Arbeitsplatz rasant abgewöhnt:
    – Was ist denn mit Dir los?
    – Hast Du Geburtstag?
    – Willst Du den Chef angraben?
    – Muß dieser Rock denn sein?
    Und hinter der Hand:
    – Die hat bestimmt noch einen Nebenberuf…
    – Die malt sich ja an wie ein…
    – Was ist die primitiv!

    Und uns, der Männerwelt, die bestimmt nicht besser drauf ist, fällt im Ausland plötzlich auf: es gibt ja richtige Mädchen und Frauen!

    Soifz…

  23. Denke mal, wenn die Mode genauso kultursensibel an unsere „Plus-Deutschen“ angeglichen ist, und hier beonders bei den Frauen, dann wird auch Cicero nichts mehr schreiben.

  24. Ältere Menschen sollten nicht unnötig viel Haut zeigen, jüngere sich nicht wie Lumpenproletariat kleiden und, den Sinn von extremem Schminken, Tätowieren und Piercen hat mir noch niemand erklären können!

  25. OT
    und gleich der nächste Messerstecher, Täter war ein „Hannoveraner“:

    “ Hannoveraner gesteht Tötung seiner Freundin

    Symbolbild Polizei, Wagen und Uniformierter © dpa Detailansicht des Bildes Nach dem Fund einer Leiche ermittelt die Polizei Hannover. (Themenbild) Wegen der bevorstehenden Trennung soll ein 48-Jähriger in Hannover seine Partnerin erstochen haben. Danach fuhr er auf der Autobahn 7 zwischen Hannover und Hildesheim offenbar absichtlich in die Leitplanken, um sich das Leben zu nehmen. Dort wurde er von der Polizei leicht verletzt vorgefunden. Der Mann wurde am Freitag dem Haftrichter vorgeführt. Bei seiner Vernehmung legte er ein umfangreiches Geständnis ab.

    http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/list105.html

  26. #23 bush (30. Jun 2013 11:28)

    Köstlich, der Artikel, . .

    – – – – –

    Ein sehr treffsicherer und gutgemeinter Beitrag!

  27. Daß das britische Prekariat zumindest auf den Ferieninseln gleich angezogen ist, bestreitet ja keiner.

  28. OT
    und noch eine Polizeimeldung, beteiligt war widerum ein “ Südländer“:


    28.06.2013 | 13:02 Uhr
    POL-HH: 130628-4. Gefährliche Körperverletzung – zwei Festnahmen
    Im Rahmen einer Sofortfahndung konnte der flüchtige Pkw von der Besatzung des Funkstreifenwagens Peter 21/4 gestoppt und zwei der Tatverdächtigen vorläufig festgenommen werden. Die dritte Person (Südländer, 25 bis 30 Jahre alt, 180 bis 185 cm groß) befand sich nicht mehr im Fahrzeug.

    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6337/2503294/pol-hh-130628-4-gefaehrliche-koerperverletzung-zwei-festnahmen

  29. Hinsichtlich des Anzug Tragens erinnere ich mich ab einen Beitrag im FAZ-Magazin (inzwischen ja schon lange abgeschafft (Darin gab es u. a. immer dieselben Fragen an einen Prominenten und da habe ich auch viel Klassiker in Erinnerung; z. B. meinte Otto Waalkes auf die Frage wo er leben möchte; „Am Reibach oder im Überfluss“ und ein ehemaliger WDR-Redakteur (Brinkmann) auf die Frage was er an Männern am meisten schätze: „eckig“ und an Frauen: „rund“. Ja so einfach kann die Welt sein.)

    Aber zurück zu dan Anzügen: Da gab es einen Beitrag über spanische Gastarbeiter: Und die waren da abgebildet in ihren eleganten Anzügen beim Sonntagsmoregn -Spaziergang vor der Zechenkulisse einer Ruhrgebietsstadt), so wie das in deren Heimat so üblich sei.
    Ja die Spanier waren zumindest damals noch so. Wäjrend die Niederländer, zumindest in Amsterdam am Sonntag Morgen Ende der Sechziger, im Unterhemd in der Kneipe saßen.

  30. 30 Grad im Schatten – und da haben mal ältere Damen in lässiger Haltung etwas Luft an ihren Körper gelassen. Mädels schert euch nicht um das Geschwätz.

  31. #25 Direkte Demokratie (30. Jun 2013 11:32)

    „Ältere Menschen sollten nicht unnötig viel Haut zeigen,“

    Genau, sie sollten im Sommer schön schwitzen, weil manche Schwierigkeiten mit den Anzeichen körperlichen Verfalls haben.

    Die Diskussion hier ist total überflüssig, wer mal sich in skandinavischen Dörfern umschaut, wird feststellen wie wenig die Leute dort sich um Mode und Äußerlichkeiten kümmern. Dafür herrscht dort ein angenehmer Umgangston und die Leute gehen nicht mit den Messern aufeinander los.

  32. #31 kewil (30. Jun 2013 11:37)
    „Daß das britische Prekariat zumindest auf den Ferieninseln gleich angezogen ist, bestreitet ja keiner.“

    Sein primitiver Standesdünkel widert mich an.

  33. OT

    und noch ein interessanterer Beitrag auf der Achse:


    Maxeiner und Miersch 29.06.2013 18:46 +Feedback
    Haltet den Datendieb

    Beim Deutschlandbesuch von Barack Obama zupf ein kleiner Junge ihn am Ärmel: „Mein Papi sagt, du kannst in unseren Computer hineinschauen, stimmt das?“ „Nein,“ antwortet der US-Präsident, „der Mann ist nicht dein Vater“. Der Skandal um die Abhörpraktiken der amerikanischen National Security Agency (NSA) ist inzwischen sogar als Witz-Genre etabliert. Humor ist in totalitären Systemen stets die Waffe der Zweifelnden. Angesichts der weltweiten elektronischen Ausforschung der Bürger wird immer mehr Menschen Angst und Bang um ihre Freiheit.

    mehr….
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/haltet_den_datendieb

  34. @ Kewil

    Man muss hier die britischen Touristen nicht als Prekariat verunglimpfen. Man kann einfach nicht erwarten, dass die Generation 50+ stilsicher auf der Straße rumläuft wie ein Pariser Model. Ich war mal auf Zypern und musste mir dort auch die Augen zuhalten, aber am Ende muss jeder selbst wissen, wie er rumläuft. Man erkennt in dem Zusammenhang aber, dass eben nicht nur „die Deutschen“ so aussehen, aber trotzdem wird über die am meisten gelästert (so scheint es mir) und genau darin liegt das Problem. Die literarischen Ergüsse zu dem Thema zeugen mal wieder von Selbsthass bzw. purem Rassismus. Aber buchstäblich vom „hässlichen Deutschen“ zu reden ist ja erlaubt und erwünscht. Ich würde solchen Schwachsinn ja gerne ignorieren, wenn es mich nicht jedes Mal so wütend machen würde.

  35. Wenn ich antideutschen Mist lesen will, gehe ich zu Indymedia!

    Das Spießergeschwätz geht mir am Arxxx vorbei! Wem’s nicht passt, der kann ja wegziehen oder weggucken.

    Besser Shorts und Sandalen, als Nachthemd und Burka!

  36. #25 Direkte Demokratie (30. Jun 2013 11:32)

    Ältere Menschen sollten nicht unnötig viel Haut zeigen, …
    ————
    Aber viele tun es besonders gern und füllen die FKK-Strände, sodass auch dem schlimmsten Voyeur die Lust vergeht!

  37. Und noch zu Anton Tschechow: Der hat hier soweit ich weiß bis zu seinem Ableben gehaust, und es somit anscheinend auch nicht fertiggebracht, die Gastgeber zu respektieren. Es ist zwar keine Todsünde, sich über modische Entgleisungen anderer Menschen auszulassen, aber in dem Falle könnte man einfach schweigen.

  38. kewil, Sie haben bessere Themen!

    Ich sehe vier Damen
    etwa in meinem Alter,
    in bequemer Kleidung,
    die Sonne geniessen,
    sich unterhalten.

    Freut mich für sie.

  39. Wer mal zB Fotos von 1913 betrachtet kommt zum Schluss dass sich Menschen damals unvergleichlich eleganter kleideten. Gewiss waren Stehkragen unbequem, besonders in der Sommerhitze, aber man leidete eben um der Ästhetik willen.

    Na, und die Badenzüge von damals waren fast mit Burkas vergleichbar, aber sie verhüllten eben auch ästhetische Unzulänglichkeiten. Mal ehrlich, ab einem bestimmten Alter kommt der menschliche Körper eben besser verhüllt daher.

  40. OT

    noch ein OT über „deutsche“ Terror Unterstützer, auisgerechnet im Pistorius Land Niedersachsen leben alleine 130 Hizbollah Terroristen:

    German Friends of Hezbollah

    On Tuesday, a spokesman for Lower Saxony’s intelligence agency told The Jerusalem Post that there were 130 active Hezbollah members in the state. There are a total of 950 Hezbollah members spread across the Federal Republic, including 250 members in Berlin.
    Asked if there were plans to ban the Orphans Project Lebanon, German Interior Ministry spokesman Markus Beyer-Pollok told the Post by email that the ministry could not, as a rule, provide any information about a “possible process to ban an association.”http://www.jpost.com/International/Germany-permits-Hezbolllah-suicide-bombercharity-to-operate-317825

  41. Journalisten schätzen Übertreibungen, um den Kern ihres Anliegens deutlich herauszuarbeiten. Die hier zu lesende Polemik geht aber genauso an die Grenze des guten Geschmacks (journalistischen) als wie die berichteten „Verfehlungen“.
    Ja, ich denke als Senior mit Bedauern an meine frühe Jugend zurück,als man mit Anzug, Krawatte, aber schon mit Elvis-Frisur, am Sonntagnachmittag zum Tanzen (mit Live-Band) beim Fünfuhr-Tee zusammenfand, um dort die engelsgleichen Träume in Petticoat und Geblümtem, an die Taille fassen zu dürfen.
    Das ist heute anders, was nicht heißt, dass damals Geschmack herrschte und heute nicht. Der gute Geschmack stellt sich heute bloß anders dar. Was bei den Jüngeren gleich geblieben ist, ist die beabsichtigte Wirkung auf das andere Geschlecht. Das andere Geschlecht befindet darüber, was gerade als cool oder uncool zu gelten hat.

    Auch kann man innerhalb Deutschlands nicht pauschalisieren. Es ist ein Unterschied, ob man in München in der Maximilianstraße, oder in Wiehl, im Bergischen Land (eigene Erfahrung), im Supermarkt lustwandelt. Wenn in Münchens Fußgängerzone um den Marienplatz herum, die beschriebenen Exemplare auftauchen, dann sind es meist Touristen aus den nördlichen oder östlichen Bundesländern. Auch aus Gründen der hier durchaus anzutreffenden einheimischen Eleganz wird München manchmal als die nördlichste Großstadt Italiens bezeichnet, wenn auch unser Wetter dies nicht bestätigt.

    Über die englischen und amerikanischen Prachtexemplare muss man zur Rechtfertigung der hiesigen Abnormitäten nicht reden, da sie keinesfalls Maßstab bilden dürfen. Aber auch in den USA ist die City von Boston oder der Ocean Drive von Miami nicht mit einem x-bliebigen Kaff des mittleren Westens zu vergleichen.

    Der Autor würde gut daran tun, den Geschmack in seiner Berichterstattung walten zu lassen, welchen er für die Außerlichkeiten seiner Mitbürger einfordert.

  42. Och Leute, jetzt nicht auch noch hier, „so scheiße sind wir Deutschen.“

    Da werden irgendwelche Typen ausgegraben, die uns vor 100 Jahren mal scheiße fanden und daraus wird dann ein Artikel gemacht. Darf nicht wahr sein. Über lasst das bitte den MSM.

    Wenn wir unsere schrecklichen Klamotten, mit etwas mehr Stolz tragen, dann können wir die vielleicht sogar als Kraut-Shock ins Ausland exportieren. Dann tragen die Amis Lederhosen.

    Wenn man sich selbst scheiße findet, dann kommen haufenweise Leute, die einen scheiße finden.

    Walk with Pride

  43. Mit einer „Geiz ist geil“ Ideologie kann und will man sich auch nicht schicker kleiden!
    Auch in Sachen Ernährung ist dem nicht anders.
    Daraus folgt dann „dich und schlaff und…..“

  44. Ja, Deutsche sind einfach nur scheiXX.
    Können sich nicht gescheit anziehen.
    Und lassen ihre Babies in den vollgeschissenen Windeln einfach liegen, guckstu hier.
    .
    Merke: Rassismus gibt es nur VON Deutschen, niemals AN Deutsche!

  45. Weisse Amerikaner, dann Englaender, dann erst Deutsche. Aber immerhin gibt es viele huebsche deutsche Frauen in juengeren Jahren. Anders als Amerikaner koennen Deutsche aber auch guten Geschmack teilweise mit Erfolg erlernen. Die grausigen „Frauen“ auf dem Bild sind Opfer der Emanzipation. Sie setzen sich nicht hin wie Frauen, sind muerrisch und gestresst. Aber sie haben keine Taettowierungen, was auch „Frauen“ dieses Alter sich noch antun, es scheint ein aelteres Bild zu sein, aber nicht aus den 90ern, denn es sind keine Titten zu sehen. Die Deutschen muessen sich auch immer Kampfbraeunen und die Haut versengen, wem macht das eigentlich wirklich Spass und Freude?

  46. in manchen Teilen Amerikas ist gerade eine Hitzewelle (47 Grad und mehr)

    …sie vielen MC DO-Menschen sehen da auch nicht besonders gut aus ….

  47. Ein guter Geschmack ist schulbar. Gute Geschmack ist zeitlos und wird sofort erkannt. Es gibt Menschen, die könnten aus Altkleidern einen geschmackvollen Hut basteln und es gibt Menschen, die haben viel Geld, aber können sich nicht schön kleiden.

    Wer geschmackvoll gekleidet sein möchte und von sich weiß, nicht geschmacksicher zu sein, kann – wenn er genug Geld hat – ein paar vertrauenswürdigen Designern, Katalogen oder individuellen Boutiquen treu bleiben.

    Im Kaufhaus oder in Modeketten ist ein Geschmacksunsicherer hoffnungslos verloren, die Einkäufer haben allermeistens selber keinen Geschmack. Eine kleine Ausnahme ist die schwedische Kette und manche französischen. Beratung findet nicht statt, die 400-Euro-Kräfte sind keine Stilberater.

    Verdeckte Designer, die Stangenware herstellen, sind oft gehässig zu den Frauen: Hier ein Schleifchen zuviel, da eine abscheuliche Farbkombination und einen Schnitt, der jede Schönheit zur Karikatur werden lässt. Auf Katalogfotos wird das Kleidungsstück dann mit Stecknadeln und Klebestreifen fixiert und die Qualität mit Weichzeichner geschönt.

    Als Krönung der Gehässigkeit nimmt man dann noch ein Modell, das gerade 15 Jahre ist und im letzten Jahr so schnell gewachsen, dass es, wäre es ausgewachsen, zwangsernährt werden müsste.

  48. Nochmal: Mich regt dieser rassistisch-germanophobe Schwachsinn wirklich auf! Hätte Grau wohl auch darüber hergezogen, wie affig Türkenjungs und wie Mülleimer-mäßig Türken-Omas rumlaufen? (Rock über Hose! Geht gar nicht!) Eben, hätte er nicht! Das wäre ja menschenfeindlich. Aber auf Deutsche kann man ja eindreschen! Grau, halt’s Maul!

  49. Ein Thema was mir schon lange auf der Seele brennt, die Verhässlichung des westlichen Menschen, Deutsche natürlich wie üblich vorne weg. Durch die 68er Abschaffung verbindlicher Kleidernormen, wurde auf den ersten Blick viel gewonnen. Freiheit eben. Nur: Viele Menschen können mit der Freiheit nichts anfangen und verwechseln sie mit äusserlicher Verwahrlosung und sehen dann einfach nur noch sch..aus. Es gab immer schon arme Menschen die nicht das Geld hatten, sich ständig mit der Mode gehend zu kleiden. Aber trotzdem sahen aus meiner Sicht die Menschen vor Jahrzehnten auch ohne Designerklamotten attraktiver aus. Sie nutzten einfach das natürliche Schönheitsideal, was sich in Jahrhunderten in den Menschen entwickelt hat. Selbstverständlich gab und gibt es in verschiedenen Kulturkreisen verschiedene Ansichten was „schön ist“, keine Frage. Nur gab es früher in diesen kulturellen Räumen eine Art freiwilliger Selbstkontrolle, den Kleidernormen zu entsprechen. Kein Mann lief z.b. mit einem BH rum. Heute wird so ein Anblick mit einem müden Lächeln quittiert, wir haben keine Ansprüche mehr an kultureller Ästhetik, sehr schade. Jeder also, wie er kann, doch viele können einfach nicht. Für die gibt es Hilfen, die nennen sich Normen, aber igittt, was für ein autoritäres Wort.
    P.S. Ohne den unseligen Einfluss der 68er sähe ich heute im Alter gepflegter und attraktiver aus, so!

  50. Ich würde gar nicht mal behaupten, dass die Deutschen ungepflegt und hässlich sind. Viel eher stört mich persönlich etwas ganz anderes: Die vielen ausdruckslosen, austauschbaren 08/15-Typen, die wir immer mehr haben. Schablonenhafte Gestalten wie aus dem Versandhauskatalog, langweilig-hübsch, ohne jegliche Individualität, die ihr Zeugs nur noch von der Stange herunterkaufen. Der deutsche Hang zur Gleichschaltung und Uniformiertheit macht sich eben auch hier bemerkbar…

  51. über die deutsche Weigerung, sich geschmackvoll, elegant oder stilsicher zu kleiden, werden wir zu reden haben…

    ich glaub ich bin im falschen Film:

    da hat wohl jemand zu lange zu dick (wenn auch vielleicht stilsicher)angezogen in der Sonne gesessen….

    anders kann ich mir diesen Artikel bei PI nicht erklären….


    ansonsten nettes Urlaubsfoto

  52. Ist kewil jetzt unter die Deutschenhasser gegangen oder was soll das Gebashe?
    Was ist an Shorts denn bitte schlimm? Soll ich im Urlaub lange Hosen mit Bügelfalte und ein Hemd mit Krawatte tragen? Manche Leute mögen sogar Sandalen, weil das luftig ist.
    Mal ehrlich, der Deutsche arbeitet und arbeitet und arbeitet, wie ein depperter. Jetzt will man ihm nichtmal in seiner Freizeit erlauben, sich mal bequem zu kleiden, einfach mal so wie es einem passt, ohne Anzugskontrolle?

    Leute, die sich „stilvoll“ kleiden, tun dies häufig, um andere Dinge zu kaschieren. Der schmierige Versicherungsvertreter kleidet sich besonder „addrett“, um so als vertrauenswürdig zu erscheinen. Je „seriöser“ sich Menschen kleiden, desto unseriöser ist meist ihr Anliegen.

    Ausserdem, wer gibt denn bitte vor, was geschmackvoll ist und was nicht?
    Leben wir jetzt in einer Geschmacksdiktatur? Kleiderpolizei? Das gibts in Saudi Arabien, da wird auch sehr darauf geachtet, dass die Kleidung „angemessen“ ist.

    Manmal denke ich, ich bin hier im falschen Film.

  53. Wenn man sich den Modesgeschmack des durchschnittlichen Deutschen (gerade im Sommer) anschaut, wird man eher an die Unbekümmertheit kleiner Kinder erinnert, um es mal positiv zu beschreiben… 😉

  54. Der legere Dresscode der Deutschen wird von den USA aber gerne übertroffen. Was da manchmal für Gestalten in haarsträubenden Klamotten herumlaufen, ist genau so erschreckend, wie in Deutschland. Das ist die eine Seite. Andererseits gibt es gesellschaftliche Gruppen in USA, die ganz diszipliniert nicht einmal bei größter Hitze ihre Strumpfhosen ausziehen – im Büro jedenfalls. Offensichtlich sind wir den Amerikanern wohl modisch noch am nächsten.

    Was Deutschland betrifft: die Deutschen wollen ihre Ruhe und ihre Bequemlichkeit und Disziplin ist da wenig gefragt. Da spiegelt sich äußerlich etwas wider, was auch in der politischen Haltung deutlich wird. Die Deutschen sind zu bequem, sich für etwas zu engagieren,sie regen sich zwar auf, unternehmen aber nichts, wenn Politiker ihre Macht auf Kosten der Bevölkerung missbrauchen. So lange sich in ihrer Lethargie nichts ändert, so lange die Bequemlichkeit nicht eingeschränkt wird, ist den Deutschen alles wurscht.

  55. Ein paar böse Bonmots zum Thema:
    Männer werden reif; Frauen werden alt.
    Männer sind so alt, wie sie sich fühlen; Frauen sind so alt, wie sie sich anfühlen.
    Warum bekommen Männer keine Cellulite? Weils sch**ße aussieht.

  56. Endlich ein gendermäßiges Thema hier bei PI, was mich schon lange beschäftigt! Die Gleichberechtigung oder „Verhosung“ der Frauen ist tatsächlich eine Geschmacksverirrung. Alles wird da in Hosen hineingequetscht, auch die Seniorin macht es nach. Kleider oder Röckesind entweder superkurz, oder maxilang, bunt wie Kittelschürze, Werbeaufdrucke sind auf jedem Pulli. Solche Geschmacklosigkeiten lassen sich kaum noch steiger, und schon lange war ich nicht mehr shoppen. Ich bedaure, dass ich das Schneidern nicht gelernt habe.

  57. Was gehts den Cicero an, wie die Deutschen im Urlaub bzw in ihrer Freizeit rumlaufen. Die sollten sich lieber mal drum kümmern, wie Zuwanderer in Deutschland daherkommen.
    Ich hatts heute schon mal geschrieben. Käfighaltung von Legehennen ist absolut Pfui.
    Käfighaltun von Moslemfrauen dagegen voll in Ordnung, sogar erwünscht und wer sich dagegen ausspricht wird medial fertiggemacht.

  58. „Es soll hier nicht um deutsche Intelligenz gehen, deutsches Übergewicht oder deutsche Turnerkunst.“

    Ich bin Turner 😉

  59. Es kann doch auch kein Mann oder Frau (gerade in Beurteilung des anderen Geschlechts) leugnen, das man gerade in Deutschland schon von weiten oder von hinten erkennen kann, ohne zuvor das Gesicht zu sehen, nur alleine an Kleidung und Bewegung, ob da jemand aus Polen, Russland, Türkei, Amerika oder Deutschland kommt…

    Das ist dann nicht immer 100% stimmig, aber doch zu fast 80%.

    Erzwingen kann man da aber nichts, das nennt sich generationsübergreifende kulturelle Identität, die natürlich sich auch (aber meist langsam) weiter oder auch zurück entwickeln kann.

  60. #11 Velved (30. Jun 2013 10:59)

    Immerhin könnte das auch erklären, weshalb in Deutschland alles Unachtsame, Unansehnliche und Unmodische als Ausdruck moralischer Integrität gilt.

    Unmodisch ist das Gegenteil von modisch. Modisch heisst, dass man irgendeinem kurzzeitigen Hype hinterherrennt, um ja irgendwie „In“ zu sein, völlig banal.
    Unachtsam, steht für „interessiert mich nicht“. Also persönliche FREIheit, die man in seiner FREIzeit gerne mal auslebt.
    Unansehnlich ist subjektiv und daher bedeutungslos. Wenn alle Deutschen so unansehlich rumlaufen, sind es dann nicht diejenigen, die nicht so rumlaufen, die eigentlich die Geschmachsverirrung haben? Oder wird guter Geschmack jetzt im Ausland festgelegt? In Italien oder in Frankreich?

    Das Gute kommt in Deutschland in ausgelatschten Tretern und Regenjacken daher, während Maßanzüge, rahmengenähte Lederschuhe und exquisite Hemden hochgradig verdächtig sind. ”

    Hier werden Äpfel mit Kartoffeln verglichen.
    ausgelatschte Treter trägt man aus Bequemlichkeit, weil sie so schön passen, oder weil man kein Geld hat sich ständig neue zu kaufen, oder vielleicht sogar aus ökologischen Gründen. Regenjacken trägt man in der Regeln – wie der Name vermuten lässt – wenn es regnet oder man Regen erwartet. Niemand trägt eine Regenjacke bei Sonnenschein am Strand.
    „Maßanzüge, rahmengenähte Lederschuhe und exquisite Hemden“ sind teuer mit wenig praktischem Nutzen und wenig bequem. Ausserdem sind Leute oft schon während der Arbeit gezwungen, solche Dinge zu tragen. Da will man diesen Zwang in der Freizeit schnell loswerden.
    Wer in der Freizeit – ausserhalb bestimmter Festlichkeiten – mit Maßanzug rumläuft, macht sich nur lächerlich. Am Strand seine hochglanzpolierten Gucci Schuhe ruinieren?

    Ich wähle Kleidung anhand pragmatischer Faktoren: bequem, warm genug / nicht zu warm, ggf. „wetterfest“, genügend Taschen, leicht zu waschen, robust, günstig. Farben wähle ich meist schwarz/grau/dunkelblau/oliv. Weil ich buntes Zeug nicht so mag. Alles andere ist mir wurscht.

  61. Schön? Nein!
    Typisch Deutsch? Doppelnein.

    Die Hässlichkkeit der Bezirksberliner ist sprichwörtlich. Aber ein Neuköllner im Netzhemd ist keine Bedrohung.Und wenn es darum geht die eigenen Kinder zu schützen, habe ich gerade oder eigentlich nur „Netzhemdträger“ als super Väter erlebt.

    Man sehe sich mal die Bilder von Zille an, vermutlich habe ich durch Zilles Kunst bereits im zartesten Alter gelernt einen milderen Blick auf meine Mitmenschen zu richten.

    In London oder Moskau kann man auch Bezirksberliner finden. Ein Blick auf den Bekleidungsstil besonders der fetten schwarzen Amerikanerinnen oder die an den Knien hängenden Hosen der Jungmänner hilft ebenfalls bei Anfällen von Selbsthass.

    Es ist nicht alles deutsch, nur weil es hässlich ist.

    Mein ästhetisches Gefühl tendiert in Richtung Verbot von Arschgeweihen, pickelartigen Nasenpiercings und Zalandowerbung und Christopher Street Day weltweit- aber wenn ich z.B. die Frauen und Männer der EDL sehe,über deren Aussehen sich die feigen Snobs der britischen Medien so lustig machen, sehe ich weder die Frisuren noch die Ballonseide, sondern das Beste, mutigste und Schönste was die Insel hervorgebracht hat – das meine ich vollkommen ernst!

    Der Verfall in Stilfragen ist etwas was man durchaus bedauern kann,ja sollte. Der Proletkult und die Verwahrlosung sind allerdings kein „typisch“ deutsches Phänomen.Die Trägerinnen der unterwäscheartigen Mode nehmen sich unter dem Diktat der Massenverhässlichung durch Realyty TV, ein Stück ihrer Würde.Rentner in Sandalen sind mir allerdings lieber als Tottreter im neuesten Nike Modell oder die Schwätzer des Cicero.

    Soll Grau doch mal tapfer sein und seine Modekritik über die Bewohner Detroits schreiben.Ups – geht nicht.

    Ach – sehe ich schon wieder die Gartenzwerge im Kanon deutscher Abscheulichkeiten aufgeführt. Die kleinen Kerle wachsen mir mit jedem Mal mehr ans Herz!Die ernannte „geistige Elite“ ist so langweilig!

  62. Wer sich über weiße Socken und Sandalen aufregt soll in den Maggreb oder nach Saudi Arabien umziehen und die dortige „Mode“ bewundern.

    „Geschmackvolle“ Kollektionen erwarten die gelangweilten „Modeexperten“.

  63. Alles Geld geht für die Sozialuntertützung von Menschen drauf, die nicht arbeiten, die Rentnerinnen können sich nur noch Kik und Aldi leisten!

  64. War es nicht der im Artikel herangezogene Oscar Wilde, der sagte, dass größte Verbrechen eines Autors bestünde darin seine Leser zu Langweilen?

  65. Nicht nur die ALTEN laufen so rum. Noch schlimmer sind die Jungen mit Jeans, wo das Hinterteil der Hose an den Oberschenkeln hängt und sich die Hosenbeine einen Meter auf den Schuhen staut oder die Mädels mit verfettetem Hinterteil, aneinander scheuernden Oberschenkeln und ausgeprägten X-Beinen, hautenge Leggins oder Jeans tragen, um stolz den angefressenen Body der Öffentlichkeit zu präsentieren.
    Beliebt sind auch die auf dem Rücken befestigten Känguru-Rucksäcke mit -zig Klettverschlüssen.

  66. OT:

    Junge mutige Hyänen fielen über 83jährige her:

    30.06.2013 | 13:10 Uhr

    POL-E: Essen: 83-Jährige im Westpark überfallen

    Essen (ots) – 45145 E.- Holsterhausen:

    Vier „mutige“ junge Männer überfielen Freitagvormittag (28.Juni) eine 83-jährige Essenerin im Westpark. Von der Liebigstraße ging die Seniorin gegen 10:40 Uhr durch den Westpark in Richtung Frohnhauser Platz. Bereits nach wenigen Metern umringten sie vier junge Männer die drohend ihre Handtasche forderten. Als die alte Dame sich weigerte und um Hilfe rief, stießen die jungen Räuber sie zu Boden, traten auf sie ein und forderten: „Gib her, lass los!“ Mit der erbeuteten Tasche rannte das Quartett in Richtung Liebigstraße davon. Die jungen Männer sollen noch keine 20 Jahre alt gewesen sein. Die Polizei hofft auf Hinweise von Anwohnern und Passanten, die evtl. die Flucht der Räuber beobachtet haben oder sonstige Hinweise geben können. Hinweise an das Raubkommissariat unter der zentralen Rufnummer 0201-82 90. /Peke

    Rückfragen bitte an:
    Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr
    Pressestelle
    Telefon: 0201-829 1065 (außerhalb der Bürodienstzeit 0201-829 7230)
    Fax: 0201-829 1069
    E-Mail: pressestelle.essen@polizei.nrw.de

     

  67. Keine Sorge, woanders ist der Geschmack auch nicht viel besser, wenn man von den schönen Italienerinnen absieht. Die kleiden sich wirklich besser.

  68. Wenn er doch nur endlich mal käme, der Sommer! Oder, besser nicht!!
    Denn es reicht ja, daß die Temperatur auf 15° C klettert, um die Hölle textiler deutscher Stilunkultur ans Tageslicht und an die entsetzte Öffentlichkeit zu locken:
    Mit Hirschgeweih verzierte, fette weibliche Zellulitisärsche mit häßlich-ordinären Tatoos an den darunter stapfenden Keulen, rechts und links begleitet von der dönermampfenden, ebenfalls verfetteten und unansehnlichen Nachzucht, vorauseilend ein schmerbäuchiges und ehemals männliches Wesen, vergleichbar oder noch wesentlich übler „gekleidet“ als auf einem der Photos oben. Kurz und schlecht: Das nackte (sick!) Grauen!
    Woher dieser eklatante und offensichtliche Mangel an ästhetischem Empfinden rührt? Ich weiß es nicht, aber ich habe zumindest eine These:
    Man kleidet sich, wie man wählt.
    Einen schönen Sonntag wünscht,

    Don Andres

  69. #56 mischling (30. Jun 2013 12:33)

    Die grausigen “Frauen” auf dem Bild sind Opfer der Emanzipation. Sie setzen sich nicht hin wie Frauen, sind muerrisch und gestresst.

    Bingo!

    Seit dem Aufkommen der „Frauenbewegung“ Mitte der 70er sehen deutsche Frauen überwiegend schrecklich aus.

    Wobei natürlich auch JeanJean

    #72 JeanJean (30. Jun 2013 13:42)

    wie so häufig den Punkt trifft:

    Es ist nicht alles deutsch, nur weil es hässlich ist.

    NB: die „Frauenbewegung“ war übrigens keine Sache des Prekariats, sondern der Universitäten.

  70. Dem Cicero Autor empfehle ich mal einen Besuch im ländlichen Amerika um die Bekleidungsmodalitäten der dortigen rednecks zu studieren. Oder stattdessen wenigstens mal einen Besuch der website people at walmart. Da packt einen das Entsetzen, was sind dagegen Sandalen und Socken?

    Achtung! Bildmaterial taugt nur was für starke Nerven

    http://mommyhasapottymouth.com/the-best-or-worst-of-the-people-of-walmart-part-2-7290/

    http://mommyhasapottymouth.com/the-best-or-worst-of-the-people-of-walmart-part-2-7290/

  71. #81 Don Andres (30. Jun 2013 14:14)

    Man kleidet sich, wie man wählt.

    Dieser Thread scheint sich zum Quell tiefer Weisheiten und bemerkenswerter Bonmots zu entwickeln!

    Auch hier: d´accord.

    Wer sein Leben dem Kampf für „soziale Gerechtigkeit“ gewidmet hat, kleidet sich eben bevorzugt so wie die vorgeblich „Ärmsten der Armen“.

    Etwa im „Knast-Look“, wie ihn bona fide in
    #78 bona fide (30. Jun 2013 14:05)
    beschreibt:

    Jeans, wo das Hinterteil der Hose an den Oberschenkeln hängt

    Im Knast werden den Inhaftierten erstmal Gürtel und Schnürsenkel abgenommen. Sie könnten sich daran erhängen.

    Da kann es schonmal passieren, dass das Hinterteil der Hose an den Oberschenkeln hängt…

  72. „Cicero“-Hausphilosoph Alexander Grau schwätzt immer zu lang und gebildet daher und vergisst jedes Mal das entscheidende Detail: Im Februar wollte er die „staatliche Ehe“ abschaffen und vergaß, dass es auch noch Kinder gibt. Zwei Monate später ging’s um die neuen „Hypermoralisten“, die „in dem Bewusstsein leben, das Gute an sich zu vertreten“ und er vergaß mitzuteilen, in welchen Milieus diese Moralisten zu finden sind. Heute schreibt er den 842. Artikel über den hässlichen Deutschen in Bermudashorts mit braunen Sandalen an den Füßen und vergisst das grundlegende Elend: nämlich die gewollte Formlosigkeit in allen Bereichen.

    Nur das wäre noch eine Betrachtung wert gewesen: Mit dem Siegeszug der sog. Freizeitkleidung, der amerikanischen „casual wear“, verschwanden auch die als spießig erkannten Umgangsformen, „Das gehört sich nicht“ war passé, „anything goes“ war angesagt. Der „von Konventionen befreite Mensch“ war das Ziel und der konnte seinen Körper nach Lust und Laune verwahrlosen lassen und, wenn er jünger war, anderleuts Fassaden mit Ölfarbe vollschmieren usw… Und seine arroganten Mutmaßungen über das „Menschenbild der deutschen Windjackenträger“ hätte Grau besser für sich behalten.

    Ein Text, der sich ausufernd über drei Seiten erstreckt, ist übrigens keine „Kolumne“, auch wenn er von „Cicero“ so genannt wird. Hin und wieder einen Kamm zu benutzen, Herr Grau, wäre auch nicht schlecht:

    http://www.alexandergrau.net/

  73. Diese abscheulichen Hosen, die irgendwo zwischen den Knien sitzen, die „Baggy Pants“, haben wir den schwarzen Gangsta-Rappern zu verdanken, die sog. Graffiti stammen ja ursprünglich auch aus der Bronx. Ein besonders abstoßendes „Baggy Pants“-Exemplar:

    http://www.willwissen.net/fragen/17981

  74. Lieber miserabel gekleidet (wobei das nur im Auge des Betrachters liegt) als mit geputzten Maßschuhen in der Müllhalde stehen und bella figura machen.

    Vllt ist das beleidigen des anderen Auges asozial, aber das Leben auf Kosten des anderen ist es mit Sicherheit in einem erheblich höheren Grad.

    Der Schlawiner im Maßanzug mokiert ist über den ehrlichen Arbeiter in Sandalen….

  75. @ #82 Don Andres (30. Jun 2013 14:14)
    Weil ich gefragt wurde:

    „Kurz und schlecht: Das nackte (sick!) Grauen!“

    Doch, genau so!: „Sick!“ (sic!).

    Don Andres

  76. Im Sommer sehen andere Europäer, Amerikaner, Australier in den Urlaubsländern auch nicht besser aus.
    Außerdem über Geschmack läst sich nicht streiten, den kann man höchstens belächeln. Ansonsten halte ich es eher mit Friedrich II.
    ,,Jeder soll nach seiner Fasson selig werden.“ 😉

  77. #88 Heta (30. Jun 2013 14:47)

    „Das gehört sich nicht“ war passé, „anything goes“ war angesagt.

    Ganz so simpel war es dann doch nicht. Das Mitte der 80er entstehende Postulat „Anything goes“ war das Resultat eines langen Diskurses in der vornehmlich britisch – durch Zeitschriften wie I.D. – dominierten Szene-Mode.

    Gemeint war natürlich: „Alles geht – solange es neu, kreativ und verblüffend ist!“

    Parallel und quasi konkurrierend zu diesem Postulat entstand der „Hard Times“-Look, der sich gern Anleihen aus der militärischer Bekleidung bediente (woraus später u.a. die „Tank Girls“) wurden: „Leute, es kommen schwere Zeiten auf uns zu! Besser, ihr kleidet Euch so wie für einen Kampfeinsatz, wenn ihr auf die Strasse geht!“

    Der ultimative „Anything goes!“-Film war natürlich „Indiana Jones und der Tempel des Todes“:

    http://www.youtube.com/watch?v=N1H9eKWPGRo

  78. #66 wolfi (30. Jun 2013 13:27)

    Nun ja Männer haben auch ihre Schwächen, aber will ich nicht aufführen. Ansonsten sind Männer und Frauen nun mal verschieden wie Hund und Katze, wobei der Charakter dieser Tiere durchaus interessanterweise übertragbar ist.
    Ansonsten ist es aber so, dass die Bonmots halt stimmen, sonst würde es sie ja nicht geben! Es ist ja so extrem wie der in besonders schicken Höschen boxende Rene Weller mal gesagt hat: Narben „verunschönern“ (da habe ich den Ausdruck nicht mehr) aber adeln einen Mann“. Das Verrückte ist, es ist nun mal so. Einfach die Welt so nehmen, wie sie ist, dann kann man entspannter sein.

  79. Am Nachmittag des 23. Juni beschlossen
    die Männer des Dorfs
    Abu Musallam bei Kairo, dass es
    an der Zeit sei, die „Ungläubigen“ in ihrer
    Nachbarschaft abzuschlachten.
    Ein schiitischer Geistlicher hatte den
    mehrheitlich sunnitischen Ort betreten,
    er wollte mit ein paar Glaubensbrüdern
    einen islamischen Feiertag begehen.
    Kaum hatten die Männer und die Halbstarken
    von Abu Musallam davon erfahren,
    rotteten sie sich zusammen.
    Mit Steinen und Molotow-

    Heute im SPIEGEL:
    http://station13.createaforum.com/artikel/moralisch-bankrott/

  80. zu #88 Heta (30. Jun 2013 14:47)

    Erich Kästner hat für die „Klassefrauen“ ein
    tolles Gedicht geschrieben:

    Sind sie nicht pfuiteuflisch anzuschauen?
    Plötzlich färben sich die Klassefrauen,
    weil es Mode ist, die Nägel rot!

    Wenn es Mode wird, sie abzukauen,
    oder mit dem Hammer blau zu hauen,
    tuns sie’s auch und freuen sich halbtot.

    Wenn es Mode wird, die Brust zu färben
    oder – falls man die nicht hat – den Bauch…
    wenn es Mode wird, als Kind zu sterben
    oder sich die Hände gelb zu gerben
    bis sie Handschuh’n ähneln, tun sie’s auch.

    Wenn es Mode wird, sich schwarz zu schmieren,
    wenn verrückte Gänse in Paris
    sich die Haut wie Chinakrepp plissieren,
    wenn es Mode wird, auf allen Vieren
    durch die Stadt zu kriechen, machen sie’s.

    Wenn es gälte, Volapük zu lernen,
    und die Nasenlöcher zuzunähn
    und die Schädeldecke zu entfernen
    und das Bein zu heben an Laternen
    morgen könnten wir’s bei ihnen seh’n.

    Denn sie fliegen wie mit Engelsflügeln
    immer auf den ersten besten Mist.
    Selbst das Schienbein würden sie sich bügeln!
    Und sie sind auf keine Art zu zügeln,
    wenn sie hören, daß was Mode ist.

    Wenn’s doch Mode würde, zu verblöden!
    Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
    Wenn’s doch Mode würde, diesen Kröten
    jede Öffnung einzeln zuzulöten,
    denn dann wären wir sie endlich los.

  81. #91 Fremder.im.eigenem.Land:

    Im Sommer sehen andere Europäer, Amerikaner, Australier in den Urlaubsländern auch nicht besser aus.

    So ist es. In Malta wurde vor zwanzig Jahren ein Dresscode für Touristen verfasst, einer von zehn Punkten lautete: Der Tourist möge davon Abstand nehmen, auf öffentlichen Plätzen in Unterwäsche rumzulaufen. Und damit waren in erster Linie die Engländer gemeint.

  82. #95 Robby80:

    Ein köstliches Gedicht, damit habe ich schon vor zwanzig Jahren Feministinnen auf die Palme gebracht, „wenn es Mode wird, sie abzukauen oder mit dem Hammer blau zu hauen, tun sie’s auch und freuen sich halbtot“.

  83. Zu den Freiheiten, die wir in Jahrhunderten erkämpft haben gehört nun auch die Freiheit – besonders der Frau – sich keinem Kleidungszwang unterwerfen zu müssen.

    So langsam frage ich mich, ob denn der „kewil“ vielleicht ein wenig an Shizophrenie leidet, wenn er sich aufregt über:
    a) Kopftuch & Burka, weil gezwungen und will keiner sehen.
    b) Lockere leichte Kleidung, weil freiwillig und will keiner sehen.

    Was soll uns dieser Artikel sagen?

    Es lebe die Burka?
    Kopftücher und Vollverschleierung sind Klasse?
    Wenn keine Burka, dann wenigstens einen knöchellangen Mantel?

    Machen hier jetzt linke Tendenzen in Mode?
    Wir regen uns mal über alles auf, damit wir was zum aufregen haben?

    Dümmer & KLEINGEISTLICHER gehts nicht??
    Na los KEWIL…da mußt du doch besser können…hopp hopp…^^

  84. „Die Deutschen haben entweder den Geschmack verloren, oder sie haben nie welchen besessen“ – schreibt Anton Tschechow in einem Brief kurz vor seinem Tod 1904. Pointierter hat es eigentlich nur noch George Grosz ausgedrückt: „Deutsch sein heißt immer: geschmacklos sein“. Er hat dann noch hinzugefügt: „dumm, hässlich, dick und unelastisch“. Lassen wir das mal so stehen.
    – – –
    Deutschenschelte in beleidigender, dummdreister Verallgemeinerung.
    Da halt‘ ich gar nix von!
    Ein jeder kehre vor der eigenen Tür und achte drauf, daß er nicht über den Besenstiel falle!

  85. Zementierung deutschen Selbsthasses! Andere Länder können, was Geschmacklosigkeit angeht, locker mithalten. Diese Fähigkeit ist gottseidank international. Lediglich in strengstens organisierten diktatorischen Ländern mit ihrer Uniformität gibt es keine Ausreisser nach oben und nach unten. Wer dies will, bitte schön: Nordkorea lässt grüssen.

  86. #93 Stefan Cel Mare:

    Das „Anything goes“, so wie ich es verstehe, bezog sich nicht nur auf Mode, sondern auf ein propagiertes Lebensgefühl: „Gegen bürgerliche Konventionen und Heuchelei!“ Und wer behauptete, dass Form auch Inhalt sei, wurde als hoffnungslos veraltet ausgelacht. Wann wurde die Schönschrift in den Schulen, weil „historisch überholt“, abgeschafft? Gehört auch dazu, egal, wie’s aussieht, Hauptsache, man kann irgendwie lesen, was da steht. Bloß kein Zwang! Oder nehmen wir #95: Wer nicht den Drang verspürt, die ausgefransten halben Zeilen aufzufüllen, der hat auch noch nie was Form und Inhalt gehört.

    Die alten Frauen oben dürften allerdings im Schwimmbad sitzen, soweit ist es dann doch noch nicht mit uns gekommen.

  87. #82 Don Andres (30. Jun 2013 14:14)

    … fette weibliche Zellulitisärsche mit häßlich-ordinären Tatoos an den darunter stapfenden Keulen …

    Wo wohnt dieser geplagte Mensch? Wer holt ihn von der Müllhalde? Oder aus dem Billig-Puff für
    Bedürftige.

  88. #67 Nunu (30. Jun 2013 13:28)

    Die Gleichberechtigung oder “Verhosung” der Frauen ist tatsächlich eine Geschmacksverirrung.

    Wünschen wir uns unsere Bundes-Angela im Chanelkostüm mit knielangem Rock? Lasst sie besser in ihren Hosen. Ihr Decollete bei den Wagner-Festspielen war schlimm genug.

  89. Deutsche haben wohl kaum einen schlechteren Geschmack als Schweizer, Amerikaner oder Franzosen. Ist wohl eher ein Klischee, von dem ich bisher nichts wusste.
    Die Damen auf dem Foto würden übrigens auch in Geschmackvollen Klamotten keine Schönheitswettbewerbe gewinnen.

  90. Ich kann dem Artikel und dem Sinn nicht folgen. Sollen die Frauen sich selbst ablehnen? Die Frauen sind doch nicht abartig. Wenn der Körper im Herbst ist und auf den Winter zugeht, kann er nicht aussehen wie im Frühsommer.
    Wer den natürlichen Anblick nicht ertragen kann, kann ja zum Arzt gehen oder in den Spiegel schauen. Oder die Dinge aus Sicht der Natur zu sehen. Die 4 Damen da oben (Foto) waren mal die Generation, die modern war, die heiß waren… (mehr oder weniger ;-)) That’s the way of life. Die sind immerhin pro-vital und nicht depressiv. Gut so.

  91. Ist dieser Alexander Grau überhaupt Deutscher? Hat er eine deutsche Identität? Sonst kann man ihm doch nicht den Vorwurf machen, „sich selbst“ zu hassen?
    Oder ist er nicht vielleicht einer von denen, die eine deutsche Identität bloß vortäuschen, um ihrer Feindseligkeit gegen alles Deutsche freien Lauf zu lassen?

  92. Etwas zum Thema „Die Deutschen sind hässlich

    Frankreich „Grand Nation“? Das ich nicht lache.

    Schweinepest, Vogelgrippe, Schlachtabfälle die in Lebensmittel verarbeitet werden, Krebserregende Farbstoffe, Glukamate, BSE, MKS, Dioxin, Nitrophen, und andere Lebensmittelskandale haben uns völlig zermürbt. Es ist schon so weit gekommen, daß wir nicht mehr zuhören, wenn uns täglich neue Nachrichten aus der Frankensteinküche erreichen.

    Als ich schon alle Hoffnungen aufgegeben habe, mal auch eine positive Nachricht zu verzeichnen, da kam sie. Sie kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel:

    „Wachstumshormone im Schweinefleisch und anderen Fleischprodukten“.

    Dann musste ich aber feststellen, daß wir durch die Vielzahl der schlechten Nachrichten so verblödet sind, daß wir nicht mal eine gute von einer schlechten Nachricht unterscheiden können. Man sprach sofort von einem neuen Lebensmittelskandal.
    Nur die ehemalige Ministerin Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Frau Künast MdB hat es richtig eingeschätzt „Wachstumhormone bedeuten keinen Gesundheitsgefahr für die Verbraucher“.

    Eines hat aber auch die Frau Ministerin schon damals nicht richtig erkannt. Nicht nur daß diese Hormone keine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher bedeuten, diese Wachstumhormone sind sogar die Lösung unser aller Probleme. Sie sind die Rettung für unser Vaterland. Die Verursacher von diesem angeblichen Skandal sollten sofort das Bundesverdienstkreuz erhalten.

    „Wir ernähren uns schlecht“ Der hässliche Deutsche mit seinem Schmierbauch ist schon fast sprichwörtlich. „Die meisten Deutschen sind dick“, sagt man leichtfertig, ohne darüber was man da so sagt nachzudenken. Eins muss aber gesagt werden:

    „Wir sind nicht dick, wir sind nur zu klein.“

    Es ist ganz natürlich, dass wir es so empfinden. Wenn jemand bei einer Größe von eineinhalb Meter 95 kg. wiegt, sprechen wir von einem Fettsack. Wenn aber dieser kleiner Fettsack, durch Einwirkung der oben erwähnten Wachstumhormone plötzlich 1,95 m. groß würde, hätten wir einen schlanken Adonis vor uns stehen. Es würde nicht lange dauern und wir könnten uns mit Recht als „Grand Nation“ bezeichnen.

    Damit aber nicht genug. Auch wirtschaftliche Vorteile würde uns eine regelmäßige Beigabe solcher Hormone bescheren. Die Möbelindustrie würde aufblühen denn wir alle müssten neue Betten haben. Die Textilindustrie würde eine neue Blüte erleben, denn wir alle müssten uns neu ankleiden. Auch die Stoffproduktion würde dadurch angeregt. Statt den üblichen 3 Meter Stoff für ein Herrenanzug würden wir mind. 3,5 m. verbrauchen.

    Aber auch die Bauindustrie könnte von so einer Entwicklung profitieren. Wer möchte sich schon beim Betreten seiner Wohnung immer bücken? Wenn wir nur mehr von diesen Hormonen bekämen, dann hätten wir sie – die blühenden Landschaften. Es gebe auch keine Arbeitslosen mehr. Alles würde in einer neuen Dimension erstrahlen. Wir müssten auch größere – genauer gesagt – höhere Autos haben, wir müssten unsere Badezimmer umbauen, indem wir die Waschbecken um einen halben Meter höher anbringen. Alles müsste größer und höher werden, und das brächte uns Arbeit. Sogar die Krawatten müssten länger sein. Wenn wir nur genug von diesen gesegneten Hormonen bekämen, dann hätten wir sie:

    DIE ERSEHNTE KONJUKTUR.

    Nur Witzbolde und Kabarettisten, die würden von dieser neuen Entwicklung nicht profitieren, denn dann wären auch Herr Sarkozy und Peter Mafai, große und stattliche Männer sein.

    Schöne Grüße Straka

  93. „Die Deutschen haben entweder den Geschmack verloren, oder sie haben nie welchen besessen“ – schreibt Anton Tschechow in einem Brief kurz vor seinem Tod 1904.

    Tschechow würde sich im Grabe umdrehen, wenn er erfahren würde, wie heute das internationale Prekariat aussieht:
    verpisste halbheruntergezogener (Jogging)hose, obligatorisch umgedrehte Mütze oder zu Berge stehendes Haar, Piercing und Tattoos auf allen möglichen und unmöglichen Stellen usw.

    Dazu außerst debiler Gesichtsausdruck, der aus dem Genuß von Amphetaminen, Sido und Bishido resultiert.

    Verglichen damit sind die Omas auf dem Foto Supermodels.

    PS Ineressanter Hinweis
    http://www.warumwirleben.de/warum-traegt-man-eigentlich-in-der-hip-hop-szene-die-hose-unterm-hintern/

    Warum trägt man eigentlich in der Hip-Hop-Szene die Hose unterm Hintern?
    An alle die meinen das es “cool” wäre mit der Hose unterm Hintern durch die Gegend zu laufen – hier mal eine kurze Erklärung:
    Dieser Trend entstand in den Gefängnissen der USA. Gefangene die Sex mit anderen Mithäftlingen haben wollten, benötigten ein Zeichen mit dem sie dies zeigen konnten, ohne das die Wärter etwas davon bemerkten und ohne das es irgendwelche Konsequenzen haben konnte.

    Durch das teilweise zeigen des Hinterns wurde signalisiert, das dieser Häftling für das “eindringen” durch andere zur Verfügung steht.

  94. zit.
    #6 Moha-Mett (30. Jun 2013 10:47)

    Was in den USA schon lange Gesetz ist, verbreitet sich nun auch in Deutschland:

    Die Regel: DDT

    D ick
    D umm
    T ätowiert
    zit.ende

    Ha ha jawolli! Auf den Punkt gebracht.Kann ich aus meinem visuellem Umfeld bestätigen!
    RTL 2 Real Live-Unterschichten TV!

  95. Nachtrag!
    RTL 2 Real Live-Unterschichten TV!
    Nicht die Damen dort im Bild sondern was auf den Strassen manches mal so run läuft!!

  96. Gerade was Frauenmode angeht hat meine bessere Hälfte ihre eigenen, eher politisch inkorrekten Ansichten. Wenn sie wiedermal von dem Versuch einer Shoppingtour wutschnaubend mit leeren Händen zurückkehrt (sie ist Spanierin und zieht nicht irgendeinen Kram an), regt sie sich immer wieder über die schwulen Modedesigner auf, die die Frauen gezielt häßlich machen. Als ob häßliche Frauen deren Chancen bei normalen Männern erhöhen würden.
    Sie ist jedenfalls überzeugt, daß dahinter Methode steckt.

  97. Pi sollte sich lieber um die Sommermode türkisch/arabischer Frauen in der BRD kümmern, die laufen immer in den selben Säcken herum, egal ob Sommer oder Winter, und das schon seit Generationen…

  98. #102 Heta (30. Jun 2013 17:30)

    Das Label „Anything goes!“ passt eben an der Stelle überhaupt nicht. Kaum jemand hatte einen strengeren Dresscode als die Vertreter_innen des Lebensgefühls: „Gegen bürgerliche Konventionen und Heuchelei!“

    Aus gutem Grund war ich in den 70er Jahren – neben dem Hausmeister – der Einzige, der KEINE Jeans trug.

  99. #115 Stefan Cel Mare (30. Jun 2013 18:58)
    #102 Heta (30. Jun 2013 17:30)

    Ein wichtiges Detail vergessen:

    Aus gutem Grund war ich in den 70er Jahren im „Turm“ in Frankfurt – neben dem Hausmeister – der Einzige, der KEINE Jeans trug.

  100. #104 Schüfeli (30. Jun 2013 17:41)
    „Viel schlimmer wäre, wenn die Omas auf dem Foto nackt baden würden.“

    Willst Du es ihnen verbieten?

    Mein Schwager aus dem europäischen Osten besuchte mit seiner Familie mal ein hiesiges Schwimmbad. Entsetzt verließ er es wieder als er dort 80-90 Jährige schwimmen sah. Der Anblick körperlichen Verfalls war wohl zu viel für ihn. Man muss sagen, in seinem Land dreht sich wohl alles um schickes Aussehen. Lieber spart man am Essen und ernährt sich total einseitig als mit verschlissenen Klamotten herumzulaufen. Die vielen Probleme des Landes wie frühes Ableben und zwischenmenschliche Verwahrlosung erscheinen gegen die Cellulite das viel kleinere Übel zu sein. Der Schönheitswahn scheint in manchen Ländern noch schlimmer zu grassieren, Schein und Sein weiter auseinander zu liegen als bei uns.

    Am Ende sind wir doch alle hinüber, da können wir uns noch zu sehr vor den Anzeichen körperlichen Verfalls erschauern. Warum sollen sich Alte im Sommer quälen und in alles bedeckenden Kleidern schwitzen, nur weil manche ihre Falten und Flecke nicht ertragen können?

  101. #115 Stefan Cel Mare:

    Es geht doch nicht um Jeans! Können ein sehr adrettes Kleidungsstück sein. Es geht um „Anything goes“ so verstanden:

    „…In den durch die Aufklärung hindurchgegangenen Industriegesellschaften Europas und Amerikas hat sich analog ein manchmal nur vage spürbares, manchmal aber auch prononciert vorgetragenes Lebensgefühl entwickelt, dessen Hauptmerkmal in der als Befreiung von Traditionen und Stilzwängen erlebten Beliebigkeit des anything goes (Feyerabend) zu bestehen scheint. Da es dieser weit verbreitete, ebenso populäre wie unkritische und irrationale Relativismus dem Einzelnen erlaubt, sich jenseits von Ansprüchen wie Verantwortung und Pflichterfüllung genießend einzurichten, wird die mit ihm verbundene Konsequenz des Werteverfalls von besorgten Kritikern nicht ganz zu Unrecht als zerstörerisch für die demokratische Gesellschaft angesehen.“

    Dr. Hartmut Pätzold in: „Handwörterbuch der Philosophie“.

  102. #47 ridgleylisp (30. Jun 2013 12:04)

    Wer mal zB Fotos von 1913 betrachtet kommt zum Schluss dass sich Menschen damals unvergleichlich eleganter kleideten. Gewiss waren Stehkragen unbequem, besonders in der Sommerhitze, aber man leidete eben um der Ästhetik willen.
    ——————————-
    Ach, da braucht man nicht so weit zurückgehen. In den 60ern sahen die deutschen Frauen und Männer (und ihre Altersgenossen in USA & UK) ebenfalls sehr viel geschmackvoller gekleidet aus. Die Herren trugen meistens sogar Hüte auf der Straße. Mein Vater hatte eine schöne Auswahl an Hüten (alltags trug er später dann aber immer Prinz-Heinrich-Mützen wie Helmut Schmidt)und Cordhosen (niemals Jeans, so was kam gar nicht ins Haus). Die Frauen trugen auch damals öfter noch Kopftücher (wenn es windig war z. B., um die kunstvoll gelegte Frisur nicht zu zerstören), Röcke und Make-up. Ich fand die Frauen immer ganz toll, die sahen aus wie Hollywood-Stars. Die Männer auch, mit ihren Hüten.

    Na, und die Badenzüge von damals waren fast mit Burkas vergleichbar, aber sie verhüllten eben auch ästhetische Unzulänglichkeiten. Mal ehrlich, ab einem bestimmten Alter kommt der menschliche Körper eben besser verhüllt daher.

    Na ja, wenn man Behördengänge hat, vielleicht. Wenn aber ältere Menschen ihre Freizeit in der wenigen Sonne, die wir hier bekommen, mal genießen wollen, stören Sie sich an deren Anblick in kurzen Hosen & T-Shirts? – Wäre Ihnen dann doch die Burka lieber?
    Das fand ich in den USA so toll: jung & alt hat mehr oder weniger denselben Geschmack/Lifestyle.
    An dem Strand, wo wir waren, gab es Kinder, Teenies, mittleres Alter bis sehr, sehr alte Leute (mindestens Mitte 70). Eine alte Dame trug einen Badeanzug und hatte ihren Liebling (Pudel) dabei, der sollte halt ein bißchen mit den anderen Hunden spielen.
    Dann kamen zwei richtig sehr sehr dicke Amerikanerinnen mittleren Alters im Kanu daher (die trugen Blusen und Shorts) und marschierten schnurstracks auf meine Begleitung zu (ein sehr gut aussehendes Mittelalter). Dieser unterhielt sich dann sehr lange mit den beiden Dicken. Auch mit den älteren Herren, quasi mit jedem, denn nett ist er auch noch. 🙂 Als ich mal schockiert reagierte, weil ein ebenfalls sehr gut aussehender Bekannter von uns mit einer 2-Zentner-Frau verheiratet war, meinte er, ich würde Menschen zu sehr nach ihrem Äußeren beurteilen.
    In USA werden dicke Menschen offenbar eher toleriert als hier. Okay, manche lästern auch über die, aber nicht so in der breiten Mehrheit, wie man hier in D oder Europa über derartig Dicke lästern würde. Die würden hier am Strand wie Aussätzige behandelt werden und nicht als Mitmenschen und bestimmt würde sich kein gutaussehender deutscher Mann mit denen einfach mal so unterhalten.

    Ansonsten ist mir auf spanischen Inseln aufgefallen, dass die älteren Deutschen alle so an Hardy Krüger erinnern. Safari-Abenteuer-Klamotten und meistens sehr groß.
    Wir waren in einem rein englischen Touristen-Ressort und meiner amerikanischen Begleitung fiel auf, dass die Engländer alle sehr kurze Arme und Beine haben, also eher gedrungener Körperbau – auch die Frauen. Im Gegensatz zu Amis und Deutschen. 😆

    Na ja, in USA tragen die Männer doch auch alle Shorts und Flip-Flops, da gilt es dann als cool oder was?

  103. Alexander Graus Artikel hätte so auch in den 50er Jahren in der Bäckerblume stehen können, atmet er doch den Mief längst überwunden geglaubter Zeiten. Wer sich Modediktaten und Vorgaben der Bekleidungsindustrie unterwirft, ist nicht etwa modern, sondern ganz einfach ein armseliger Spießer, der immer brav mit dem Strom schwimmt und um jeden Preis dazugehören will. Der erbärmliche Artikel trieft nicht nur von Sexismus (Frauen dürfen ihre Beine zeigen, wenn sie wohlgeformt sind, Männer auf keinen Fall!),sondern beleidigt auch beleibte oder alte Menschen, die sich am besten nur noch verhüllt zeigen sollten, um den Jungen und Schönen ihren Anblick nicht zuzumuten.

  104. Na, und wenn schon?
    :mrgreen:
    Ästhestischer als ein islamisches Burka-Ganzkörperzelt sind die vier Grazien allemal.

    Das sind dann halt unsere kulturellen Eigenarten, die die Anderen eben aushalten müssen, schliesslich leben wir hier in der Welttoleranzzone.

    Abgesehen davon, rennt aber eher nicht die „völkische“ Dorfoma so rum, die weiss sich in der Regel zu benehmen, sondern die „weltoffene“ und „bunte“ Klientel.

  105. #121 nicht die mama (30. Jun 2013 21:31)
    Abgesehen davon, rennt aber eher nicht die “völkische” Dorfoma so rum, die weiss sich in der Regel zu benehmen, sondern die “weltoffene” und “bunte” Klientel.

    Was ist denn eigentlich so daran auszusetzen, wenn es „weltoffene“ Deutsche gibt? Also solche, die viel gereist sind, vielleicht einen interessanten Beruf hatten etc. Wenn man mal rauskommt hier, kann man manches hier wirklich doch nur belächeln (und auch im positiven Sinne verbessern wollen).
    Ich habe mal an der Uni gearbeitet und der Prof dort (mein Chef), war weit gereist. Mit 65 Jahren wirkte er so vital wie die alten Amis drüben und an Rente hat der nicht gedacht. Der wollte noch weiter machen und der war weit gereist. Kannte sowohl die Keys in Florida als auch, wo die asphaltierten Straßen aufhören in Richtung Russland. 😆 Als wäre es gerade umme Ecke bei ihm zuhause. 😆 😆

    Ich glaube, ein Manko hier ist, dass wir alte Menschen „verstecken“. In USA sind die viel präsenter, sowohl im Berufsleben (der Pilot der amerikanischen Airline sah aus wie fast 70, die Stewardessen jenseits der 40). Habe ich in Europa nie zuvor gesehen. Auch wird man hier nicht von 50+ weißen Menschen im Restaurant bedient, ausschließlich nur Immigranten und jungen dazu.
    Ich kann mich auch nicht an alte Menschen am Strand erinnern. In den USA wimmeln die Strände von alten Menschen (neben sehr vielen jungen).

  106. #122 Exported_Biokartoffel (30. Jun 2013 23:32)

    Gegen tatsächliche Weltoffenheit ist nichts einzuwenden, nur die im heutigen Deutschland zur Schau gestellte gekünstelte „Weltoffenheit“ hat mit der tatsächlichen Weltoffenheit im Durchgangsland inmitten Europas aber nichts mehr zu tun, deshalb setze ich das ja auch ganz bewusst in „“ .

    Jeder Mensch ist irgendwie weltoffen, neugierig auf fremde Länder und interessiert, wie es denn die Römer in Rom so machen.
    Deutsche waren im Grunde auch immer schon weltoffen, zum Beispiel haben Reisebrichte aus fremden Ländern eine lange Tradition, ebenso, wie zu Zeiten des Fernsehens Dokumentationen der Renner waren.

    http://dokujunkies.org/dokus/menschen/im-goggo-um-die-welt-eine-traumreise-in-den-50er-jahren-dvdrip-xvid.html

    Nur geht echte Weltoffenheit nicht so weit wie „Weltoffenheit“, dass man sich gegenüber der eigenen Kultur verschliesst und sich damit selbst aufgibt.

  107. #123 nicht die mama (01. Jul 2013 01:03)

    Das Verlinken auf genau diese Seite war keine Absicht….vom Runterladen rate ich ab, das ist ein Abo!!

  108. Wenn wir unsere schrecklichen Klamotten, mit etwas mehr Stolz tragen, dann können wir die vielleicht sogar als Kraut-Shock ins Ausland exportieren. Dann tragen die Amis Lederhosen.

    Stürmische Zustimmung.

    Ich persönlich finde Socken in Sandalen angenehm kühl im Sommer, Ich darf auch mal mit „etwas vernachlässigter“ Pediküre aus den Schuhen raus, wenns heiß ist, es ist ein komfortables Gehen, das soll ich wegen „Der Ästhetik“ nicht dürfen? Der Geschmack von irgendwelchen Gestalten, (möglichst noch mit Arschgeweih oder Pi..eltattoo), die vom Anblick besockter Füsse in Sandalen Augenkrebs kriegen, ist mir sowas von Scheissegal!

  109. Wirklich? Das ist das schlimmste das Deutschland bedroht? Schlechtgekleidete aeltere Buerger/innen. Hier ist eine Webseite von Amis die sich ueber Ihre Landsleute lustig machen. Seien Sie vorsichtig – mir tun immer hinterher die Lachmuskeln weh und ab und zu wuensche ich mir ich haette das Bild lieber nicht gesehen.

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