Eine Revolution ist ein komplexer Prozeß. Bei der Entstehung der Bedingungen muß man Einflüsse aus dem Ausland und interne Entwicklungen unterscheiden. Außerdem haben die Ereignisse eine Zeitachse, bei der die Unzufriedenheit mit den Verhältnissen die Stufen der sozialen Pyramide langsam heruntersteigt. Ja, herunter, und nicht wie sich das Fritzchen denkt: herauf.

Eine kleine Zeitreise kann das verdeutlichen: Seit Mitte der siebziger Jahre verschlechterten sich die äußeren Randbedingungen der SED-Herrschaft in der DDR beständig. Der von der Sowjetunion ab den 70ern verlangte Erdölpreis brachte die deutschen Genossen in große Schwierigkeiten, denen mit einer Jurassic-World-mäßigen Braunkohlerenaissance begegnet wurde. Der Nettoertrag von Exporten sank beständig und zeigte bereits um 1980 vereinzelt negative Vorzeichen. Und die Perestroika von Michael Gorbatschow brachte die Führung auch ideologisch in die Defensive. Der Cheftapezierer des Politbüros, Kurt Hager, wollte keinen Tapetenwechsel und mußte sich für das Rausschieben von Renovierungsarbeiten ständig rechtfertigen.

Im Innern der monarchieähnlichen Republik blieb es bei den Ausführenden von rein reproduktiven Tätigkeiten und in Berufszweigen mit Sonderversorgungssystemen lange Zeit ruhig, während es dort, wo es zum Arbeiten geschlossener Weltbilder und Mentalitäten bedurfte, ab den 70er Jahren zu gewaltiger Unruhe kam.

Ein Brandherd war der Komplex aus Kunst und Kultur. Nach der Biermann-Ausweisung gewannen die Proteste ein für die Führung überraschend frustrierendes Ausmaß. Und die entstandene Unruhe ließ sich nur schwer bekämpfen und flachte auch nicht ab. Selbst das Ventil der Ausreise und Ausschaffung von Querulanten brachte kaum Erleichterung. Aus einem abgeschlagenen Dissidentenkopf wuchsen drei neue nach. Bis zum Ende des Stalinismus zog keine wirkliche Ruhe mehr in den Kulturbetrieb ein. Auch in der Wissenschaft gab es Stunk. Ich möchte als Beispiele nur mal den jahrzehntelangen Kampf von Lieselotte Welskopf-Henrich um die Anerkennung der asiatischen Produktionsweise als ökonomische Formation erwähnen. Ihr Gegner bei der Akademie der Wissenschaften hieß bezeichnenderweise Werner Hartkopf. Oder den Kampf von Professor Harry Nick gegen Parteichef Honecker um den wissenschaftlich-technischen Fortschritt. Honecker bezweifelte zeitweise sogar, daß es diesen überhaupt gab. Und die Kämpfe zwischen Betonfraktion und Pragmatikern um die Richtung in der Staatlichen Plankommission.

Die Unruhe, die in Ideologie, Wissenschaft und Wirtschaftslenkung ausbrach, stieg im Verlauf von 20 Jahren die Stufenleiter der gesellschaftlichen Pyramide herunter und erreichte Ende der 80er Jahre die unteren Parteigliederungen und 1989 das einfache Volk. Daß dieses „einfache Volk“ unvermittelt die Revolution beginnt, das gibt es nur in tschechischen Gebrüder-Grimm-Verfilmungen oder Hollywoodproduktionen: Wenn der Märchenprinz gerade den Brotpreis heraufgesetzt hat. Das ist vulgärmaterialistische Trivialgeschichte und sonst nichts.

In der Praxis sieht das anders aus: Zuerst muß das Bildungsbürgertum aus der regierten Bahn geworfen werden, Zweifel bekommen, seine Gefolgstreue verlieren. In der regierenden Kamarilla und deren Umfeld müssen die Selbstzweifel wachsen.

Das war vor der französischen Revolution so, vor der Oktoberrevolution in Rußland, vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten und vor der 89er Revolution in Osteuropa. Das Bildungsbürgertum hat alle diese Umstürze vorbereitet und wurde nach jeder dieser Revolutionen von den Hebeln der Macht wieder verdrängt. In Frankreich arbeitete die Guilloutine rund um die Uhr, um die Girondisten loszuwerden. In Rußland beseitigten die Genickschußanlagen im Akkord Leninisten und Trotzkisten, in Deutschland wurden die jüdischen und schwulen Jugendbewegten die ersten Opfer der Säuberungen. Auch den osteueropäischen Vordenkern der achtziger Jahre war keine machtpolitische Perspektive vergönnt. Sie müssen heute zusehen, wie in der reaktionären Merkelzeit Stasi und SED ihr häßliches Haupt erheben und triumphieren: Wille, Bretschneider, Kahane. Jede Revolution frißt ihre Intellektuellen.

Trotz der erwiesenen machtpolitischen Impotenz des Bildungsbürgertums muß man seine Rolle bei der Vorbereitung von Revolutionen erkennen und nutzen. Sonst wird man als Revolutionär Schiffbruch erleiden. Auf den Flügeln dieser Schicht schwingt sich das politische Genie (der Begriff hier mal völlig wertfrei benutzt) in die Höhe. Die „nützlichen Idioten“, wie Lenin sie nannte. Die „Rückwärtse“ hießen sie bei Hitler. „La Faction“ (der Klüngel) war die Bezeichnung bei Robespierre.

Die AfD hat das Zeug, das Bildungsbürgertum anzusprechen. Das Parteiprogramm ist eine Fundgrube für den Wahrheitssuchenden. Aber es fehlen die Personen, um das Programm an Intellektuelle zu vermitteln und zu verkaufen. Frauke Petry will zwar, kann aber nicht, Björn Höcke kann zwar, will jedoch nicht.

Frauke Petry redet wie ein Maschinengewehr. Sie schafft es dank dieser Gabe zuweilen, in Quasselshows des Fernsehens nicht unterbrochen zu werden. Aber es fehlt einerseits der überspringende intellektuelle Funke, andererseits wird das Herz des Zuhörers nur gelegentlich erreicht. Sie hat eine große Freude daran, die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer in einer Fülle von abfolgenden Themen geradezu zu ersäufen. Wie in einem Abnutzungskrieg. Als müsse sie sich stets gegen den Medienvorwurf verteidigen, eine Ein-Themen-Partei zu repräsentieren.

Björn Höcke erreicht dagegen das Herz seiner Zuhörer, er beackert selten mehr als drei Gegenstände, aber Intellektuelle interessieren ihn kaum. Er predigt am liebsten vor Handwerkern und Arbeitern, weil er der Meinung ist, daß nur diese vom Staat nichts zu verlieren haben und eine treue Anhängerschaft sind.

Das Ansprechen des Bildungsbürgertums hat nichts, aber auch garnichts mit der Präsenz in den Lügenmedien zu tun. Beppe Grillo beweist in Italien schon seit mehr als einem Jahrzehnt, daß die Erringung der Meinungsführerschaft bei den Intellektuellen auch im Kampf mit dem Staatsfernsehen und mit den Zeitungskonzernen nicht nur möglich, sondern geradezu erfolgversprechend ist. Auch die Destabilisierung der Herrschaft des Ostberliner Politbüros lief zu 100,5 % ohne die Parteizeitungen und ohne das Fernsehen aus Adlershof. Die straffe russische Zensur hat gegen den Zusammenbruch der Zarenherrschaft nichts ausgerichtet.

Diejenigen, die glauben, daß man durch Anbiederung an die Systemmedien und den Zeitgeist der vergangenen Jahrzehnte zum Ziel kommt, sei immer wieder das traurige Beispiel der FDP eine Warnung. Wer sich von den Medien abhängig macht, wird von diesen fallengelassen, wie die Pünktchenpartei nach ihrem größten Erfolg 2009. Mit einem Aufstand gegen die Bankenrettungspakete hätte sie ihr eigenes Fell noch retten können, aber selbst diese letzte Chance wurde aus Angst vor dem betroffenen Gesicht von Laus Leber und der eigenen Courage vertändelt.

Die AfD sollte etwas mehr Wert auf ihre Meinungsführerschaft im Bildungsbürgertum legen. Dabei sind Personen wie Alexander Gauland und Jörg Meuthen mit ihrer Themenpalette und persönlichen Ausstrahlung überzeugender als Frauke Petry und Björn Höcke. Höcke hat sich vor der Bundestagswahl mit seiner Nichtkandidatur bereits verantwortungsbewußt zurückgenommen. Frauke Petry sollten wir einen gesunden Nachwuchs wünschen, mehr Gelassenheit und deutlich weniger Fixierung auf Höcke.

(Im Original erschienen bei prabelsblog.de)


Dazu unsere PI-Umfrage:

Sollte die AfD mehr das Bildungsbürgertum ansprechen?

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116 KOMMENTARE

  1. Sollte die AfD mehr das Bildungsbürgertum ansprechen?
    ++++

    Nein, weil jede Stimme zählt!
    Die AfD muß möglichst stark in den Bundestag!
    Sonst wird das nichts!

  2. Das Bildungsbürgertum ist auch die Mittelschicht, die in ihrer Steuerfalle den ganzen linksgrünen Faschismus finanzieren muss.

    Die BRD ist nun eine „DDR“ mit noch hohem Steuraufkommen geworden.

    Verschwindet das Bildungsbürgertum und mit ihm die Mittelschicht, ist Schicht!

    Interessant ist übrigens, dass die „DDR“ durch Honeckers „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ zusammenbrach, denn eine Sozialpolitik mit billigem Brot und Wohnungen und „Arbeit für alle“ war auf Dauer nicht zu finanzieren mit der Planwirtschaft ohne Privatinitiative.

    Und genau dahin driftet unser Land gerade ab.

    Die Themen liegen auf der Straße, die AfD muss nun in die Offensive gehen!

  3. AfD muss unbedingt mehr Bildungsbürgertum ansprechen.

    Ein Vogel braucht zwei Flügel, um fliegen zu können. Einen Wirtschaftsflügel, EU-kritisch, und einen Gesellschaftsflügel, islamkritisch.

    Gerne auch wieder mit Lucke.

    Ich weiss, ich mache mich hier unbeliebt.

    Aber diese Kostellation lehrt die Blockparteien am besten das Fürchten.

  4. …ich gehöre zu den „weiß nicht“ Stimmen!

    Grund: sowohl die Betrachtung als auch die Führung der AfD ist ELITÄR! Man betrauchte sich nur die „Bildung“ der Parteispitze anzuschauen… wo kommt da der erste mit „nur“ Mittlerer Reife oder Hauptschulabschluß?

    Mein Fazit: ich bin mir eben NICHT sicher ob -auf Dauer- die Elite OHNE das Volk auskommt. Mir persönlich fehlt ein „Bachmann“ im Vorstand DER Partei die vorgibt eine „Alternative“ zu sein…

  5. Prabel:

    Die AfD hat das Zeug, das Bildungsbürgertum anzusprechen.

    Stimmt, wenn es ihr gelingt, die unappetitliche Höcke-Fraktion loszuwerden.

    Aber es fehlen die Personen, um das Programm an Intellektuelle zu vermitteln und zu verkaufen. Frauke Petry will zwar, kann aber nicht, Björn Höcke kann zwar, will jedoch nicht.

    Was? Auf welchem Planeten lebt dieser Herr Prabel? Wer ist das eigentlich? Es ist Höcke, welcher der AfD das Umfragetief beschert hat.

    By the way: „Bildungsbürgertum“ – gibt es das überhaupt noch?

  6. Eurabier: den Leuten dämmert, wer SPD, SED oder Grün wählt, wählt rotzgrünen Untergang!

  7. Ein Berner namens Markus Batt

    besass ein Kino in der Stadt
    und ausserdem den guten Willen,
    des Volkes Bildungsdrang zu stillen.
    Er zeigte, da er unerfahren,
    nur Filme, welche wertvoll waren.
    Infolgedessen hatte er
    den Kinosaal fast immer leer.
    Da riss das Steuer er herum
    und zeigte Filme, welche dumm
    und pornographisch, kriminell
    und läppisch waren. Ziemlich schnell
    kam nun zu Reichtum Markus Batt,
    der endlich doch begriffen hat,
    dass Bildungsdrang und volle Kassen
    sich einfach nicht verbinden lassen.

    von Guido Schmezer

  8. Für eine erfolgreiche Zukunft der AFD ist es unabdingar sich in der gesamten Bevölkerung breit aufzustellen.
    Die Zeiten „des“ Proletariats sind vorbei.
    Es wäre ein Fehler zu glauben, die vorhandenen Führungskräfte reichen aus.
    Tun sie nicht.
    Die meisten Kreispolitiker der etablierten Parteien sin rethorisch besser aufgestellt, wie so manche AFD Bundesführungskraft.
    Daran muss gearbeitet werden.
    Nachwuchsförderung……
    Diese müssen dann aber politisch und rethorisch so fit gemacht werden, dass sie breite Bevölkerungsschichten erreichen können.
    Wahlen werden nicht nur am Stammtisch gewonnen, sondern zu großen Teil im Wohnzimmer.

  9. Anders als im angloamerikansichen Raum gibt in der deutschen Parteienlandschaft so gut gar keine Charismatiker.
    Man vergleiche mal die Ausstrahlung einer vom Blatt ablesenden Angela Merkel mit der Ausstrahlung von Barack Obama. Trump ist ein weit schlechterer Redner als B.O., hat weniger Ausstrahlung und menschlich gesehen eigentlich ein Unsympath. Und trotzdem stellt er so gut wie alle unserer Politiker in den Schatten.

    Auch Björn Höcke fällt stark ab, wenn ich z.B. mit Nigel Farage vergleiche.

  10. Es ist schnurz egal, wichtig ist eine charismatische Figur, die eine aufstrebende Partei haben muss. Und die fehlt leider „noch“.

  11. #2 merkel.muss.weg.sofort (03. Apr 2017 09:19)

    Leider verflüchtigt sich das Bildungsbürgertum immer mehr.

    Ersetzt wird es durch Grüne und Linke.

    * * * * * * * * *

    . . . und Schwarze! (nicht zu vergessen)

  12. Ich hoffe mal, dieser Teilsatz war ironisch gemeint:

    Björn Höcke erreicht dagegen das Herz seiner Zuhörer

    Sicher spricht er mit seinem Nationalismus das Herz der Wähler am rechten Rand an, aber mit Sicherheit nicht die Wähler der bürgerlichen Mitte. Ich weiß das besser als die meisten hier, denn ich kämpfe für die AfD um neue Wähler. Gerade die Mittelschicht, also das Bildungsbürgerum werden jedoch von ihm abgestoßen. Noch ein paar von Höckes berüchtigten Reden vor der BT-Wahl und die AfD landet bei unter 5%.

  13. Prabel:

    Frauke Petry redet wie ein Maschinengewehr. Sie schafft es dank dieser Gabe zuweilen, in Quasselshows des Fernsehens nicht unterbrochen zu werden.

    Da stimme ich Herrn Prabel zu, „Maschinengewehr“ heißt aber nicht automatisch, dass sie auch gut redet. Petry hätte schon vor Jahren ordentlichen Sprechunterricht nehmen sollen, denn wer jede dritte Silbe verschluckt, kann niemanden überzeugen. Wie letzten Donnerstag bei der Diskussion im Berliner Kino „Babylon“.

    Petry erzählte eine Anekdote aus der Anfangszeit der Partei und hat dabei das entscheidende Wort verschluckt, die Pointe war folglich verpufft: Der NDR hatte einen Filmbericht über die AfD gedreht, erzählte sie, die Partei war gerade im Entstehen begriffen, der Bericht wurde aber nicht gesendet – warum? Weil der Chefredakteur meinte, dass das Material nicht … was genug sei? Hinterher konnte man sich’s zusammenreimen: Es war nicht braun genug. Die Geschichte kannte ich übrigens noch nicht.

  14. Die Vergewaltigung Deutschlands durch ein
    skrupellose agitations- und propaganda-erfahrenes Wesen, als Restbestand aus Stasi-
    1-Zeiten, MUSS immer wieder in dem
    Vordergrund des Widerstandes stehen.
    Wo, wann, wie wird die AfD das fordern ?

  15. Die Personen bei der AfD sind vorhanden, aber
    nicht präsent. Und ein „Maschinengewehr“ hilft
    nichts. DAS VOLK MUSS ÜBERZEUGT WERDEN UND NICHT DIE SCHLEIMER DER SYSTEMMEDIEN

  16. #13 Kafir von Koeln

    Es ist aber in der Regel so, dass tolle Redner (ja, mir ist bewusst, dass Redetalent nicht zwingend gleichbedeutend mit Charisma sein muss) inhaltlich oder wenn es darum geht, das Gesagte in die Tat umzusetzen sehr schwach sind. Obama mag ein genialer Redner sein, aber, was hat er erreicht? Richtig: nichts.

    Gleiches gilt in Deutschland: Gabriel soll ein toller Redner sein (ich habe ihn noch nie gehört), er ist aber wie wir wissen ein extrem schwacher Politiker. Über Martin Schulz lässt sich sicher das Gleiche sagen: Als Redner mitreißend, aber als Politiker ein Blender. Aber leider fallen viele Wähler auf solche Leute rein. Deshalb wünschte ich mir für die AfD mehr Redner mit Ausstrahlung. Aber auch mir fallen leider keine ein. Am ehesten vielleicht noch Guido Reil oder der Bayer Bystron.

  17. Sollte die AfD mehr das Bildungsbürgertum ansprechen?

    Ich mache der AfD keine Vorschriften/Vorschläge, weil ich erstens weiß, dass dort niemand auf mich hört, und weil es mir zweitens auch egal ist, was die AfD macht.

    Aber dessen ungeachtet kann man sich ja (so als eine Art Trainingslager für korrekte Vorraussagen) überlegen, ob die AfD das machen wird, und später beobachten, ob die Einschätzung richtig war.

    Dazu muss man sich zunächst einmal überlegen, was das „Bildungsbürgertum“ ausmacht und was irgendjemand KONKRET tun muss, um diesen Personenkreis anzusprechen.

    Korrekte Rechtschreibung, gepflegtes Deutsch etc. können wir abhaken, das machen die AfD-ler jetzt schon. Was macht darüber hinaus Bildung aus? Dass man Fremdsprachen sprechen und Differntialgleichungen lösen kann, im Urlaub auch mal eine Kirche oder ein Museum besichtigt und Nepal nicht für eine Stadt in Italien hält? Das ist für eine politische Partei ebenfalls alles uninteressant.

    Darüber hinaus ist Bildung=Gehirnwäsche. Je länger jemand in die Schule geht, je mehr Nachrichten, politische und „anspruchsvolle“ Sendungen er sieht, je mehr Zeitungen, Zeitschriften und Bücher (bis auf sehr alte) er liest, desto mehr Gehirnwäsche dringt in ihn ein. Denn das sind die Kanäle.

    Das Bildungsbürgertum ansprechen bedeutet also, die Inhalte der Indoktrination gut zu kennen und NICHTS zu sagen, was bei den Gehirngewaschenen Befremden oder gar einen Herzkasper auslösen könnte.

    Ich vermute: Ja, das wird die AfD machen.

  18. Nach meinen Erfahrungen hätte Herr Meuthen die meiste Zustimmung unter den Bürgern. Ich persönlich finde ihn auch sympathisch und kompetent. Dank GEZ-Verblödung macht Höcke auf viele Leute immer noch einen radikalen Eindruck, Frauke Petry halten manche als arrogant.
    Es nützt nichts, Richtiges zu sagen oder zu tun, wenn die Gegebenheiten dafür noch fehlen. Das deutsche Volk muss „langsam“ an die Wahrheit herangeführt werden, sonst ist es überfordert.
    Die Wahlen werden in der Mitte gewonnen. Deshalb braucht die AfD den gemäßigten Flügel genauso wie den rechtsaußen.

  19. Klingt alles gut und richtig aber vorerst gilt es, die Latte für den Einzug in den Bundestag zu überspringen, um überhaupt eine Flanke zum Bildungsbürgertum zu bekommen. Kurzfristig wird dies nur mit der unteren Mittelschicht bzw. den Nichtwählern gelingen.

    Ich bleibe dabei, erst muss der Bär erlegt werden bevor das Fell verteilt werden kann und dazu benötigt die AfD ihre gesamte 1.Liga, also Meuthen, Petry, Gauland und Höcke.

  20. Das noch verbliebene Bildungsbürgertum anzusprechen, könnte nur ein Teil der AfD-Strategie sein. Vordringlich für den Wahlkampf sind die Themen, die so präsent sind wie der Gorilla auf der Hollywood-Schaukel. Die CSU will, wie ich gerade lese, mit Wirtschaftspolitik Wähler ansprechen. Wie wäre es denn mit der inneren Sicherheit, mit Bespitzelung, mit EU und Euro, mit offenen „Grenzen“, mit No-Go-Areas usw. Davon sollte die AfD in den Wahlkämpfen reden.

  21. England´s fortschreitende Islamisierung:

    Der britische Botschafter in Saudi Arabien Simon Collis ist im vergangenen Jahr zum Islam konvertiert und hat gerade seine Pilgerfahrt nach Mekka beendet. Er nennt sich nun Haji Collis.

  22. #3 Eurabier (03. Apr 2017 09:19)

    Interessant ist übrigens, dass die “DDR” durch Honeckers “Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik” zusammenbrach, denn eine Sozialpolitik mit billigem Brot und Wohnungen und “Arbeit für alle” war auf Dauer nicht zu finanzieren mit der Planwirtschaft ohne Privatinitiative. Und genau dahin driftet unser Land gerade ab.

    Wollte ich nur nochmal hervorheben. Danke.

  23. OT

    „Mädchen Lahm“ wettert gegen die AfD und andere „Rechtspopulisten“:

    https://www.unzensuriert.de/content/0023605-Bayern-Kapitaen-Lahm-kritisiert-Populisten-und-beteiligt-sich-populistisch-AfD?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Als Fußball-Topverdiener ist es leicht, sich „weltoffen“ und zuwanderungsfreundlich zu zeigen. Von den Problemen seiner Multikulti-Ideologie bekommt Multimillionär Lahm in seinem Wohnviertel herzlich wenig mit!

  24. Bildungsbürgertum?
    Irgendwie denke ich da immer automatisch an Duckmäusertum, keine Ahnung woran das wohl liegen mag.
    Vielleicht an Beiträgen wie von KDL…

  25. #28 Beelzebub (03. Apr 2017 10:21)
    Bonn: Camperin (23) im Beisein ihres Freundes von Neger brutal vergewaltigt.

    ——–

    Der Freund der da tatenlos zugesehen hat war sicher auch so ein „Bildungsbürger“ der sich von Höcke-Reden „abgestoßen fühlt“

  26. #24 cleaner (03. Apr 2017 10:17)
    Komisch das dies nicht in der Tagesschau kommt! Wahrscheinlich wieder nur ein Einzelfall!

    Ist nur von „regionaler Bedeutung“.

    Hätte ein Nazi ein „Flüchtlings“-mädchen vergewaltigt wär’s natürlich was anderes. Der Staatsschutz würde ermitteln und CFR würde zum Lichterkettenalarm blasen.

  27. Sollte die AfD mehr das Bildungsbürgertum ansprechen?

    In den genannten historischen Beispielen – Französische Revolution, Zarenreich, DDR – waren es ja die Zustände und Umstände, die das Bürgertum abtrünnig machten, es reagierte von sich aus und mußte nicht „angesprochen“ werden.

    Das „Bildungsbürgertum“ hier und heute ist ist aber offenkundig so dämlich und verblendet, daß es wohl noch auf längere Zeit ein hoffnungsloser Fall ist. Insofern sehe ich nicht, wie man es „ansprechen“ könnte.

    Es muß schon von selbst darauf kommen. Versuchen kann man es aber trotzdem, dieses „Ansprechen“. Dabei dürfen aber andere Schienen nicht vernachlässigt werden.

    (Das nur so als erster Gedanke. Jedenfalls ein interessantes Thema, über das man trefflich streiten kann.)

  28. Es ist vollkommen egal, wen die AfD anspricht, sie wird ohnehin und IMMER von der Medienclique in der Luft zerrissen. Also unverzagt in denn Kampf, die Themen liegen auf der Straße, #27 Pinneberg (03. Apr 2017 10:20) nannte sie, innere Sicherheit, Bespitzelung, EU und Euro, offene “Grenzen”, No-Go-Areas usw. Wenn man seinen Job gut macht, kommen die Wähler ganz von alleine.

  29. Du meine Güte! Der Münsteraner „Tatort“ gestern, der stinklangweilige, Börne/Thiel waren dümmer als die Polizei erlaubt, ist von nie dagewesenen 14,56 Millionen geguckt worden! Ein Marktanteil wie beim WM-Endspiel von sagenhaften 39 Prozent! Es wird Zeit, dass die GfK das Zuschauerpanel offenlegt, da geht’s nicht mit rechten Dingen zu.

  30. Köln ist bunt: „Sicher ist man hier nur noch von 10 bis 14 Uhr oder im Winter zwischen November und Februar!“

    Erinnern wir uns:

    „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“ (KGE 2015)

    Als vor einigen Jahren in Köln mit viel öffentlichem tamtam die Umgestaltung der Deutzer Rheinseite (mit Blick auf Dom und Altstadt) zu einem schicken „boulevard“ beschlossen wurde, hatte ich mir schon gedacht, dass dort dann genau das Publikum zu finden sein wird, dass jetzt da ist. Jetzt noch massiv verstärkt durch Merkels Gäste und Anhang:

    Gewalt und Drogenkonsum
    Kölns Boulevard der (Alb-)Träume

    Mehr als 25 Millionen Euro hat die Fertigstellung des Rheinboulevards, Kölns Flaniermeile am Deutzer Ufer, gekostet. Doch jetzt entwickelt sich das Vorzeige-Projekt zum Albtraum für Polizei und Ordnungskräfte.

    Ziemlich genau 500 Meter ist die Rheintreppe lang. Der „Rheinboulevard“, in unmittelbarer Nähe zum „Hyatt“-Hotel gelegen, sollte ein Anziehungspunkt für Kölner werden. Eine tolle Aussicht auf das Stadtpanorama, mediterranes Flair.

    Stattdessen scheinen Stadt und Einsatzkräfte die Kontrolle verloren zu haben: In den Abendstunden kommt es hier zu Pöbel-Attacken und Schlägereien, Drogen werden konsumiert. Ein Boulevard der Alpträume!

    Messerstich in den Rücken

    Freitagabend, es ist kurz vor 22 Uhr, als ein junger Mann einen der am Rheinufer stehenden Polizisten belagert: „Messerstecherei!“, schreit er immer wieder, deutet wild in die Menge der Feierenden. Ein Beamter rennt ihm hinterher, während er seine Kollegen per Kragenfunk informiert.

    Am Ort des Geschehens angekommen stehen mehrere Jugendliche um einen Kumpel herum. Dieser wollte, so die Schilderung, gerade einen Streit schlichten – und bekam unvermittelt einen Messerstich in den Rücken. Seine Freundin steht schluchzend daneben.

    Schnell eilen Einsatzkräfte zu Hilfe, schirmen den Verletzten vor den teils angetrunkenen und aggressiven jungen Männern ab, bis ein Rettungswagen eintrifft.

    Kölns neuer Hot-Spot

    Kurz zuvor hatten Einsatzkräfte dem EXPRESS ihren Frust über die Situation an der Prachtmeile geschildert. „Das Rheinufer hat sich zur Anlaufstelle eines gewissen Publikums aus der ganzen Stadt entwickelt. Ähnlich wie auf den Ringen kommt es zu einer ungesunden Mischung aus krawallbereitem Feiervolk, Nafris und Migranten.“

    Schuld daran sei vermutlich auch die Nähe zu Clubs, der Raser-Szene am Tanzbrunnen und Veranstaltungsorten wie dem Jugendpark. „Wir sind hier inzwischen täglich im Einsatz, kontrollieren bei Tag und bei Nacht. Das hier ist der neue Hot-Spot von Köln!“

    Ein Beamter meint gar, dass man Familien mit Kindern nicht mehr empfehlen könne, den unteren Weg am Rheinufer zu nutzen: „Sicher ist man hier nur noch von 10 bis 14 Uhr oder im Winter zwischen November und Februar!“

    Dutzende Platzverweise

    Ein großes Problem seien die vielen aggressiven und respektlosen Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren: „Die dürfen wir nicht in Gewahrsam nehmen. Wir fahren sie höchstens zur Wache, dort werden sie dann von ihren Eltern abgeholt, das beeindruckt die nicht“, so ein Beamter. Dass nur rund 20 Meter von den Einsatzfahrzeugen offen Hasch geraucht wird, unterstreicht diese These drastisch.

    Schon vor der Messerattacke gab es zahlreiche Rangeleien und Pöbeleien auf der Meile. Aggressive junge Früh- und Spätpubertierende in zu engen T-Shirts oder Trainingsanzügen belagerten vor allem den Mittelteil des Boulevards und präsentierten hier ihre „Männlichkeit.“

    Die Polizei erteilte Dutzende Platzverweise – auf ein Neues am nächsten warmen Frühlingsabend….

    Die Freiberuflerin Petra S. (58) macht sich Sorgen über die Zustände: „Ich wohne seit 50 Jahren in Deutz. Doch das hier am Rheinufer ist eine neue, erschreckende Entwicklung. Ich fühle mich hier nicht mehr heimisch.“

    Viele, die EXPRESS anspricht, wollen anonym bleiben. Wie Tanja: „Ich habe selbst eine Tochter in dem Alter, aber die würde hier nicht herkommen, denn das ist einfach eine Nummer zu viel.“

    Eine EXPRESS-Online-Umfrage ergab, dass sich über 70 Prozent dort nicht sicher fühlen.

    http://www.express.de/koeln/gewalt-und-drogenkonsum-koelns-boulevard-der–alb–traeume-26297212

    – Quelle: http://www.express.de/26297212 ©2017

  31. Hinterher konnte man sich’s zusammenreimen: Es war nicht braun genug.
    #17 Heta (03. Apr 2017 10:12)

    Also, ich habe es auf Anhieb verstanden.

  32. @ #19 Linda1998 (03. Apr 2017 10:15)
    „OT Schweden und die Polizei “

    danke, mein kopf schuettelt immer noch.
    schade dass keine ortbeschreibung dabei steht,
    man muss in dieser branche verifizieren können.

    (könnt ja auch nachgestellt, trotz allem,
    was man so aus schweden liest)

  33. Entspannendes für die Mittagspause!

    Neu im deutschen Sprachgebrauch
    herkunftsvariabler Neubürger
    hab ich noch nie gehört.hehe.

    Simone Solga: Im Auftrag Ihrer Kanzlerin
    Zu Gast im „unterhaus“ Mainz: Simone Solga ist nicht irgendeine Kabarettistin – sie ist „Die Kanzlersouffleuse“. Ihre intimsten Kenntnisse aus dem Zentrum der Macht teilt sie exklusiv mit ihrem Publikum. Erkenntnis: Politik ist schon ein komisches Geschäft ? besonders, wenn Simone Solga davon erzählt!

    43 unterhaltsame Minuten
    Viel Spass

    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=65710

    Mahlzeit

  34. Hier haben wir zwei Bildungsbürger: Michael Klonovsky, der womöglich AfD wählt, beschreibt, unterhaltsam wie immer, ein Populismus-Symposion, an dem er teilgenommen hat, hat aber vornehm Ort, Teilnehmer, Veranstalter weggelassen, so dass niemand auch nur erahnen kann, um was genau es sich gehandelt hat. Der Zwillingsbruder von Gilderoy Lockhart sei „eigens aus Princeton angereist“, schreibt er, Gilderoy Lockhart ist eine Figur aus Harry Potter – warum die Geheimnistuerei?

    https://michael-klonovsky.de/acta-diurna

    Wie bei Heike Schmoll, eher CDU, die in der FAZ den trostlosen Zustand deutscher Universitäten, also des Orts, an dem Bildungsbürger geformt werden könnten, beschreibt:

    Rücksichtnahmen nach allen Seiten sind üblich geworden: ängstliches Schielen auf Kollegen, Mitarbeiter, Studenten, auf die Hochschulleitung oder jene Instanzen, die an Hochschulen für „Genderterror“ und Sprachzwänge verantwortlich zeichnen.

    Ohne einen einzigen Namen, einen einzigen Vorfall zu benennen, den dann wieder die Leser nachliefern müssen, Anja Baumhoff schreibt:

    Ein mir persönlich bekannter Professor hatte vor einiger Zeit eine Beschwerde am Hals, weil er in seiner Vorlesung erwähnt hatte, dass die arabische Welt im 18. Jahrhundert keine Aufklärung erlebt hat. Er vertrat die Auffassung, dass die Werte der Aufklärung etwas seien, das wir bewahren müssten. Die Beschwerde von Studenten gegen ihn wurde von der Hochschulleitung angenommen und es fand eine Untersuchung statt, die sich über Monate hinzog. Glauben Sie wirklich, dass so jemand noch Lust hat, Ihrem Aufruf zu folgen?

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fuer-wissenschaftsfreiheit-muss-gekaempft-werden-14951765.html

    Aber was genau meint Schmoll mit ihrem Aufruf: „Professoren, mischt euch endlich wieder ein!“ – in welchem Sinne ein? Ist das die neue bildungsbürgerliche Diskretheit in Zeiten der politischen Korrektheit? Hoffentlich nicht.

  35. das heutige Bildungsbürgertum sind Grünlinke Gutmenschen, die sich das Rotweintrinken vom Steuerpflichtigen bezahlen lassen. —

    Das sind genau die Schmarotzer , die auch Rom und andere Kulturen zugrunde richteten. —
    Mit diesen Leuten gibt es für des Abendland nur den Weg in den Abgrund und in die Vergessenheit. —

    Unsere einzige Chance sind Leute wie Herr Höcke, die noch eine Wende schaffen können. —

  36. Heute noch von Bildungsbürgertum zu sprechen, ist schon deshalb abwegig, weil mit der Nähe zu den Zentren der Ideologieproduktion (früher: geisteswissenschaftliche Fakultäten) die Nähe zu den wohlbegründeten Positionen der AfD exponentiell abnimmt.

  37. Erstaunlicher Kommentar von FAZ-Redakteur Jasper von Altenbockum, es geht um die Zustände an Berliner Schulen, wo Araber/Türken jüdische Schüler vertreiben – Leser Berthold Grabe schreibt:

    Ein guter Kommentar, aber es stimmt doch traurig, das es erst eine jüdischer Junge sein muss, bevor das überhaupt zur Kenntnis genommen wird. Lieber ergeht man sich in pauschalen Rassismus-Vorwürfen gegen jene, die die zweifelhafte Kultur und Moral eines Teils der Zuwanderer nicht dulden wollen und nicht hier haben wollen. Manche wollen da sicher mehr, aber das ist eine mikroskopisch kleine Minderheit, selbst in der AfD. Nur wenn die Tatenlosigkeit diesbezüglich weiter anhält, und die Diffamierung der Kritiker als Rassisten weitergeht, dann wird man echten Rassismus ernten. Die ersten Anzeichen, dass die Geduld hier und da zu Ende geht und manche schon nicht mehr bereit sind zu differenzieren, sind ja schon da. Wenn diese Klientel und Milieus nicht aufgelöst oder nach Hause geschickt werden, bleibt Rassismus keine akademische Diskussion oder praktische Ausnahmeerscheinung mehr in Deutschland.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/kommentar-bittere-wirklichkeit-14954312.html

  38. #32 Ritterorden
    Bildungsbürgertum?
    Irgendwie denke ich da immer automatisch an Duckmäusertum, keine Ahnung woran das wohl liegen mag.
    ——————-
    Ja, aber da müssen Sie sich in die Rest-Bildungsbürger hineinversetzen. Es ist auch wirklich niederschmetternd, wenn man im Feuilleton, also dem Zentrum des Universums, etwas Negatives über die AfD-Populisten lesen muß.

  39. Letztlich geht es um den „Marsch durch die Institutionen“, wie die 68er ihn gemacht haben und derzeit die Moslems nachmachen: die wichtigen Multiplikatorenstellen im Staat besetzen, also Lehrer, Hochschuldozentenstellen, Intendanten, wichtige Verwaltungsposten usw. usw.

    Das ist ohne Bildungsbürgertum unmöglich. Meuthen ist da m. E. der Richtige.

    Gleichzeitig muss natürlich der nicht-akademische Bürger sich auch vertreten fühlen. Die AfD hat da ja fähige Leute wie Guido Reil beispielsweise. Solche Leute müssen auch weiter in den Vordergrund.

  40. Man sollte unterscheiden wo Fritzchen steht.
    Steht Fritzchen oben, steigen die Verhältnisse hinunter resp. herauf.
    Steht Fritzchen unten, steigen die Verhältnisse hinauf resp. herunter.
    Wie überall im Leben kommt es immer auf den Standpunkt des Betrachters an.

  41. das heutige Bildungsbürgertum hat mit dem von 1960 nichts zu tun. — Seit die Sozis alle Dummen ins Studium prügeln, ist die Intelligenz der „Elite“ tief gesunken. —

  42. Ich habe A angekreuzt;

    …denn die unseligen Revolutionäre kamen ebenfalls aus dem Bildungsbürgertum oder Adel, ob Ernesto Rafael Guevara de la Serna, von Beruf Arzt oder Wladimir Iljitsch Lenin/Uljanov usw.

    Auch die deutschen 1968 Kulturrevolutionäre u. ihre islamischen Unterstützer, vor allem Perser u. Kurden(aus dem Iran) waren aus der Bildungsschicht, die sich im allgemeinen über Mittelschicht bis in die Oberschicht erstreckt.

    Ich, die bloß Mittl. Reife(BaWü Ende der 1960er, also noch wertvoll!), aus einer Arbeiterfamilie mit Bergbauernhintergrund mütterlicherseits, wurde von den maoistischen Genossen mehr oder weniger offen belächelt, obwohl sie stets „Arbeiter u. Bauern sind die Vorhut der Revolution“ auf den Lippen hatten.

    Aber sie, meist Studenten aus wohlhabenden Familien, müßten dies dem dümmlichen, äh noch schlafenden Proletariat beibringen, also die Anführer sein (u. das einfache Volk in einer Revolution verheizen, die sozialistischen Führer, wie Feudalherren in ihren Burgen, äh Bibliotheken mit allen Marx-Engels-Mao-Ausgaben, fernab vom schnöden blutigen Kampf).

    Bevor das einfache Volk rot-grün verseucht war, waren es längst Universitäten, ev. Pfarrhäuser, Medien(inkl. Theater, Film u. TV), Lehrer, Ärzte, Rechtsanwälte, Sozialfuzzis.

    Was mich betrifft, da nie richtig zu den elitären Genossen gehörend, blieb dadurch wenigstens von der schlimmsten Gehirnwäsche: endlosen marxistische-leninistischen Schulungen, verschont.

    Dadurch befand sich aber immer ein Keil zw. meinem Mann, einem KSV-Kader u. mir. Nach einer Karriere in der Wirtschaft, rettete er(ursprl. aus einem ostpreuß. Arbeiterhaushalt) sich in den frühen 1990ern ins Lehramt. Der Scheidungsgrund übrigens: seine total unpoltitische dümmliche Tippse Typ graue Maus, aber mit Vermögen, Haus u. Grund.

    Fazit: Im Guten, wie im Schlechten, stets führt die Bildungsschicht. Stets orientierte sich die Unterschicht an der Mittelschicht u. auch diese an der Kultur der Höheren.

    Was Deutschland kaputt macht: Das Volk soll sich an der Subkultur, an der Gosse, den Straßengangs u. -rappern, Huren(jetzt „ehrbarer“ Beruf), Luden, Dealern, Kanackdeutsch, analphabetischen Fremdkulturellen u.ä. orientieren bzw. parieren u. darüber ein dicker Wasserkopf sozialistischer Bonzen, die nicht zwingend gebildet sein müssen, außer in Sachen linker Propaganda.

  43. Nachtrag zu #49:

    Die meisten anderen FAZ.net-Leserbriefe lohnen sich übrigens auch, Regina Dicke schreibt:

    Und wenn in unserer Stadt ausgerechnet die katholischen und evangelischen Religionslehrer im Lehrerkollegium Stress machen, weil muslimische Oberstufenschüler ihre Gebetsteppiche nicht mehr in den Gängen ausbreiten dürfen, dann… ja dann bekomme ich langsam ein Problem mit meiner eigenen Religion. Eine Moschee ist übrigens drei Minuten entfernt und kann besucht werden.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/kommentar-bittere-wirklichkeit-14954312.html

  44. #16 KDL (03. Apr 2017 10:01)

    Ich weiß das besser als die meisten hier, denn ich kämpfe für die AfD um neue Wähler. Gerade die Mittelschicht, also das Bildungsbürgerum werden jedoch von ihm abgestoßen.

    ++++++++++++++++++++

    Wissen Sie, die meisten hier kämpfen in irgendeiner Form für die AfD, ob im beruflichen, sozialen oder privaten Umfeld, folglich wissen wir alle, was Sie wissen.
    Das Bildungsbürgertum -im Grunde die SZ Leser- werden hier in Bayern immer das Original, sprich die CSU/FW/FDP wählen. Die werden Sie NIE für die AfD gewinnen können.
    Genau die sind zu feige, sich mit dem Begriff der (deutschen) Nation zu beschäftigen, sondern quasseln endlos über Europa. Germany first- für den deutschen BB undenkbar. Und genau dafür brauchts einen Höcke, denn ohne klaren, nationalen Standpunkt wird die AfD nur eine (überflüssige) Splitterpartei bleiben. Man muss den Finger immer wieder in die Wunde legen wie Höcke das macht.

  45. Bildungsbürgertum ist ein traditioneller Begriff. Der Schwerpunkt liegt bei ihm auf Bildung.
    Diese zeigt sich heute aber allein schon in einer, selbstverständlich abgeschlossenen, Berufsausbildung.

    Andererseits ist, wie die Wortkombination auch intendiert, bürgerlicher Wohlstand keineswegs zwingend mit umfassenden Wissen verbunden.

    Unabhängig von der Einteilung in Schichten ist ein Bildungsbürger letztlich jeder, der an geistiger Vervollkommnung Interessiert ist.

  46. Ach, ihr Lieben von der AFD!
    Es ist relativ einfach.
    Ein Arbeiter, der sich selbst beliest und weiterbildet, ist gar nicht so weit vom Bildungsbürgertum entfernt.
    Das einzige, was die beiden unterscheidet, sind die Fremdwörter, die der eine nicht kennt, der andere ständig benutzt.
    Also, macht da nicht ganz so nen Krampf draus.

  47. Was ist denn heute eigentlich das „Bildungsbürgertum“? Sind das die sprichwörtlichen rotweintrinkenden linksgrünen Studienräte, wie hier offenbar vorherrschende Meinung ist? Oder sind es nicht eher die Besucher von Sinfoniekonzerten? Die sind in aller Regel sehr fortgeschrittenen Alters, und diese Studienräte sieht man da eher selten. Es spricht viel für die These, daß das Bildungsbürgertum ausstirbt. (Sehe eben, daß #54 Lasker ganz ähnlich argumentiert.)

    Noch eine These: Der Niedergang des Bildungsbürgertums spiegelt sich wi(e)der im Niedergang der ZEIT (gemeint ist die Wochenzeitung).

  48. Die AFD sollte es fordern wie die Linke: 1050 ,- mtl. Rente für jeden, auch für Frauen. Das wären Stimmen!!! Dann wären sie auf einen Schlag im sozialen Mittelfeld angekommen. Weitere Idee: Eine billige Krankenversicherung für alle Selbständigen bis Jahresumsatz xy. Das wäre eine Job- und Gründerwelle und der Eintritt in die FDP-CDU-Klientel.

  49. #60 Biloxi:

    Den „Niedergang des Bildungsbürgertums“ kann man auch an Kleinigkeiten wie dem Umgang mit Anführungsstrichen studieren: Kaum einer, auch unter den FAZ-Lesern nicht, beherrscht noch die Regel, wie Anführungen innerhalb einer Anführung zu handhaben sind, und entsprechend unbeholfen sehen die Sätzen denn auch aus. Klonovsky weiß das noch, die meisten anderen Journalisten dürften es hoffentlich auch noch wissen – und sonst?

  50. #22 KDL (03. Apr 2017 10:17)

    Ist schon klar, dass Austrahlung und Rhetorik nicht unbedingt mit Kompetenz einhergeht. Aber ich würde nicht so weit gehen und wie Du sagen, dass tolle Redner in der Regel in der Praxis unfähig sind.

  51. Die AFD ist doch schon zu 100% im Bildungszentrum angekommen. Im meine das, was sich also ein solches bezeichnen kann. An Frankreichs Universitäten sind heute auch schon ca. 1/3 aller Studenten auf Le Pen Kurs. Also wo ist da ein Problem, oder sind das keine Gebildeten von morgen? Was einmal links und 68iger war ist heute eher bürgerlich-national.

  52. #62 Heta (03. Apr 2017 11:37)

    Durch distanzlose Linkslastigkeit, Schwimmen im „progressiven“ Mainstream, Nachplappern gängiger Stereotype „gegen Rechts“, mangelnde Bereitschaft, sich dem „Glücksfall fremden Denkens“ (Joachim Fest) auszusetzen, Figuren wie Jens Jessen …

    Durch distanzlose Linkslastigkeit, Schwimmen im „progressiven“ Mainstream, Nachplappern gängiger Stereotype „gegen Rechts“, mangelnde Bereitschaft, sich dem „Glücksfall fremden Denkens“ (Joachim Fest) auszusetzen, Figuren wie Jens Jessen …

  53. #39 johann (03. Apr 2017 10:33)

    „Köln ist bunt: „Sicher ist man hier nur noch von 10 bis 14 Uhr oder im Winter zwischen November und Februar!“

    Erinnern wir uns:

    „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“ (KGE 2015)

    Als vor einigen Jahren in Köln mit viel öffentlichem tamtam die Umgestaltung der Deutzer Rheinseite (mit Blick auf Dom und Altstadt) zu einem schicken “boulevard” beschlossen wurde, hatte ich mir schon gedacht, dass dort dann genau das Publikum zu finden sein wird, dass jetzt da ist….“

    http://www.express.de/koeln/gewalt-und-drogenkonsum-koelns-boulevard-der–alb–traeume-26297212
    ———————————————————

    Ja nu‘, -das ist der Treffpunkt für das „neue“, merklsche „Bildungsbürgertum“.

    MERKEL MUSS WEG !!!

    MERKEL MUSS WEG !!!

    MERKEL MUSS WEG !!!

  54. #68 7berjer (03. Apr 2017 12:02)

    ja, es ist völlig irre. Da werden in Köln, in NRW, in ganz Deutschland ständig neue schicke „Boulevards, parks etc. geschaffen oder Innenstädte „modernisiert“, um die „Aufenhaltsqualität“ zu verbessern. Und für wen das ganze? Nicht für die Bürger, die trauen sich gar nicht mehr auf die öffentlichen Plätze. Die bunten Neubürger haben nämlich das ganze mehr oder weniger gewaltsam in Beschlag genommen.
    Und nur an besonderen Tagen wie Silvester, Karneval, CSD, „Kölner Lichter“ usw. werden dieses Orte unter massivem Polizeischutz bespielt und in den Medien gefeiert. Natürlich nur, um anschließen zum xsten Mal zu behaupten: „Köln ist bunt“.

  55. #60 Biloxi (11:27)

    … Sie haben etwas, worauf sie stolz sind. Wie nennen sie es doch, was sie stolz macht? Bildung nennen sies, es zeichnet sie aus vor den Ziegenhirten …

    So ließ Nietzsche dazumal seinen Zarathustra auf die Frage antworten. Und heutzutage? Da ist der moderne »Bildungsbürger« meiner Meinung schlicht der flexible Arbeitnehmer, der lebenslang lernbereit, seine kognitiven Fähigkeiten den sich rasch wandelnden Märkten zur Disposition stellt, dabei zwar nicht einmal die Karikatur des humanistisch Gebildeten, sondern eigentlich dessen krasses Gegenteil darstellt; womit Prabel zumindest insofern richtig läge, wenn er diese Gruppe gemeint hätte, bei der -Zitat- »die AfD mehr Wert auf ihre Meinungsführerschaft legen solle«. Hat er natürlich nicht: er glaubt seltsamerweise an die saturierte -und deswegen im Allgemeinen an politischer Veränderung völlig desinteressierte- obere Mittelschicht.

  56. Bildungsbürgertum ???

    Vieleicht den hier:

    „Der Untertan“ von Heinrich Mann

    erzählt von Diederich Heßling als Beispiel für einen bestimmten Typ Mensch in der Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs. Heßling ist obrigkeitshörig, feige und ohne Zivilcourage. Er ist ein Mitläufer und Konformist. Heinrich Mann erzählt mit ironischer Distanz Heßlings Lebensgeschichte von dessen Kindheit bis hin zur Sicherung seiner Stellung in der wilhelminischen Gesellschaft. Er wird dargestellt als unsicherer junger Mann, Student, Mitglied einer schlagenden Studentenverbindung, Stammtischagitator, Fabrikbesitzer, Kontrahent des Proletariats, Beherrscher der Familie, lokalpolitischer Intrigant und Verehrer des deutschen Kaisers Wilhelm II. An eine Kette solcher Episoden, denen Zitate aus Kaiserreden als Leitfaden dienen, wird Heßlings Aufstieg zu Einfluss und Macht dargestellt, wobei sich seine Persönlichkeit einerseits als Tyrann gegen Schwächere auslebt, andererseits als Untertan, der sich freudig höheren politischen Gewalten unterordnet.
    Heßling identifiziert sich mit den Weltmachtambitionen der radikalen Nationalisten, die den kommenden Weltkrieg herbeiwünschen. Während einer Rede zur Einweihung eines kaiserlichen Denkmals, in der sich Heßling selbst als Bürger der Zeit beschreibt, wird die Ordnung durch ein apokalyptisch anmutendes Gewitter aufgelöst. Als kritischen Gegensatz zu Heßling lässt Heinrich Mann als Darstellung des verkümmernden Liberalismus den Vater eines Freundes, den 1848er-Revolutionär Buck, im Angesicht Heßlings sterben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Untertan

  57. Der olle Marx setzte ( das „Lumpenproletariat“ ausklammernd) auf die Werktätigen: Sie hätten nichts zu verlieren außer ihren Ketten.
    Lenin machte sich Gedanken, warum die Bauern eine problematische Klientel für die Revolution sind: Zwei widerstrebende Seelen in einer Brust, deren eine die des Malochers ist. Die andere, der Pferdefuß, hingegen der Unternehmer, der Kapitalist, sei. Mit dem bekannten Profitstreben. Im „Arbeiter-und-Bauern-Staat“ D“D“R machte das dann große Probleme. Auch die Nationalsozialisten hatten seit dem „Tag von Potsdam“ und der „Röhm-Affäre“ Schwierigkeiten mit ihrer reinen Lehre.
    Von Gottfried Benn dank Gerhard Löwental(ZDF-Magazin) bin ich nun überzeugt:
    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“

    Und so habe ich Nationalsozialismus, Internationalsozialismus und vor allem das herrschende BRD-System mit seiner „Intelligenz“, seinem Mittelstand, seinen „Kulturschaffenden“ erlebt bzw. nacherlebt. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

    Deshalb meine ich, daß vor allem die unteren Schichten, die vielbeschworene werktätige Bevölkerung, in unserem Sinne revolutionäres Potential besitzt. Die anderen erst, wenn es an ihre volleren Fleischtöpfe geht. Denn mit vollem Bauch studiert es sich bekanntlich nicht nur so gut, es werden auch keine Revolutionen gemacht. Deshalb mein Rat: Das eine ein bißchen tun, das andere jedoch auf keinen Fall lassen! Wahlen werden durch die Volksmassen entschieden und nicht durch etwas Elite mehr oder weniger. Zumal, wenn diese es z.T. darauf angelegt zu haben scheint, sich mehr und mehr selbst zu bekriegen und ähnlich wie die PIRATEN in den Orkus der Geschichte zu befördern!

  58. # 9 Heta
    „Es ist Höcke, welcher der AfD das Umfragetief beschert hat.“
    Ich teile Ihre Meinung überhaupt nicht. Es sind die Medien, welche die Inhalte kritischer Reden so verbiegen, dass sie denen in den politischen Kram passen. Mit Ihrer Frage, ob es das Bildungsbürgertum überhaupt noch gibt, gehe ich jedoch vollommen konform. Wäre dieses noch nennenswert existent, würde es das „Denken“ nicht den Medien überlassen.

  59. #70 Eddie Kaye (03. Apr 2017 12:16)

    Ach ja, die „Bildung“. So weit ist es bei mir nun auch wieder nicht damit her, und – sollte sie überhaupt vorhanden sein – wäre ich auch nur bedingt „stolz“ darauf.

    Diese „Bildungsbürger“ können einem nämlich auch gehörig auf die Nerven gehen, jedenfalls eine bestimmte Spezies von ihnen, nämlich die „Feingeistigen“. E. M. Cioran sagte, und diesen Satz habe ich immer geliebt:

    „Es ist Kennzeichen eines reichen Geistes, daß er nicht vor dem Niederen und Trivialen zurückschreckt, jenem Schreckgespenst der `Feinsinnigen`, daher deren Sterilität.“

    Also nichts gegen den Ziegenhirten. Wenn es hart auf hart kommt, kann man sich sowieso alle „Bildung“ sonstwohin stecken. Sehr gut gefällt mir deshalb auch der Satz von Karl Kraus:

    „Bildung ist eine Krücke, mit der der Lahme den Gesunden schlägt, um zu zeigen, dass er auch bei Kräften ist.“

    Zum zweiten Teil Ihres Kommentars: Sehr gut gesehen.

  60. Mit dem Niedergang der Bildung ist auch das Bildungsbürgertum niedergegangen. Übriggeblieben sind Intellektuelle. Die aber rauchen in der Regel ein Opium, das sie für Marxismus halten.

  61. Björn Höcke erreicht dagegen das Herz seiner Zuhörer

    Welcher aus dem Bildungsbürgertum mehrheitlich eben gerade nicht. Im Gegenteil, die gruselts bei der Pathetik, dem Narzissmus, der Anlehnung an die Sprache des 3. Reiches.

    #16 KDL (03. Apr 2017 10:01)
    Ich hoffe mal, dieser Teilsatz war ironisch gemeint:

    Björn Höcke erreicht dagegen das Herz seiner Zuhörer

    Sicher spricht er mit seinem Nationalismus das Herz der Wähler am rechten Rand an, aber mit Sicherheit nicht die Wähler der bürgerlichen Mitte. Ich weiß das besser als die meisten hier, denn ich kämpfe für die AfD um neue Wähler. Gerade die Mittelschicht, also das Bildungsbürgerum werden jedoch von ihm abgestoßen. Noch ein paar von Höckes berüchtigten Reden vor der BT-Wahl und die AfD landet bei unter 5%.

  62. … und – sollte sie überhaupt vorhanden sein – wäre ich auch nur bedingt “stolz” darauf.

    Falsch! So muß das natürlich heißen:

    … und, sollte sie überhaupt vorhanden sein, wäre ich auch nur bedingt „stolz“ darauf.

  63. #67 Biloxi:

    Kann ich nicht beurteilen, weil ich die „Zeit“ nicht mehr lese, das Paket ist mir auch einfach zu dick. Aber war es früher anders? Oder fehlen heute nur die großen Namen wie Dieter E. Zimmer? Ein mir bekannter „Zeit“-Korrespondent klagte schon vor zwanzig Jahren, dass in der Redaktion nur die Alt-68er das Sagen hätten und abweichende Meinungen nicht erwünscht seien.

    Ist denn wenigstens das „Zeit“-Kreuzworträtsel noch von alter Qualität? Heute muss ich mich mit dem „Superpreis“ in „Hörzu“ begnügen, ist aber ganz nett.

  64. #61 Biloxi (03. Apr 2017 11:27)

    Noch eine These: Der Niedergang des Bildungsbürgertums spiegelt sich wi(e)der im Niedergang der ZEIT (gemeint ist die Wochenzeitung).

    Das „Bildungsbürgertum“ ist ja ein ziemlich schwammiger Begriff. Wenn „Bildung“ auch die Information durch und aus freien Medien bedeutet, dann gibt es das „Bildungsbürgertum“ nicht mehr, sondern ist auf eine kleine Zahl nicht konformer Bürger zusammengeschrumpft, wozu vermutlich auch die meisten PI-Leser gehören. Ebenso Leser von JF, PAZ, Ef und andere.

    Als ich mir im letzten Jahr für einige Wochen ein Umsonst-Probe-abo der ZEIT hatte aufschwatzen lassen (die nette Telefonverkäuferin hatte ein „japanisches Kochmesser“ als Prämie angepriesen), habe ich mich von der aktuellen „Qualität“ überzeugen können. Praktisch nichts, was irgendwie intellektuell anregend gewesen sein könnte. Selbst kontroverse Artikel mit Tiefgang, die man zur Schärfung seiner eigenen Argumentation ja gerne mal liest, Fehlanzeige. Ein bißchen Pegida-bashing nach meiner Erinnerung, aber sonst nichts.
    Ein Artikel von Torsten Hinz in der JF ersetzt so gesehen ein Jahresabo der ZEIT.

  65. „Bonn: Camperin (23) im Beisein ihres Freundes von Neger brutal vergewaltigt.“
    .
    .
    .
    Hart zu sagen, aber das Stärkere setzt in der Natur immer durch! und wenn diese Pappnase nicht mal fähig ist seine Freundin zu verteidigen oder sie nur ansatzweise zu schützen ist er ein Totalversager und hat seine rechte Quittung bekommen.

  66. #75 Heidesand:

    Ich teile Ihre Meinung überhaupt nicht. Es sind die Medien, welche die Inhalte kritischer Reden so verbiegen, dass sie denen in den politischen Kram passen.

    Neenee, nichts da! Die Medien sind in dem Fall unschuldig, die brauchten Höcke nur im Originalton zitieren, das war vernichtend genug. Wie kann man politisch so instinktlos sein und von „dämlicher Bewältigungspolitik“ sprechen? Wie kann man so dämlich sein und mit Goebbels-Rhetorik kokettieren? Höcke: „Dieses Land braucht einen vollständigen Sieg der AfD!“ SPON-Leser Stefan G. hat recht, der schreibt: „Der eine hatte in München seine ,Hauptstadt der Bewegung‘, der andere hat in Dresden seine ,Hauptstadt des Widerstands‘. Der eine hatte in München seinen ,Bürgerbräukeller‘, der andere hat in Dresden sein ,Brauhaus Watzke‘.“

    Mit so einem will ich nichts zu tun haben.

  67. Gebildete Bürger schaden dem Kapital.
    Denn mit gebildeten und vor allem stolzen Bürgern wäre das alle nicht möglich !
    – der mehrfache rechtswidrige Griff in die Rentenkassen
    – das Hereinholen von Nicht-Beitragszahlern, die Höchstrenten und Zusatzrenten erhalten, bei gleichzeitiger Propaganda, dass die Rentner zu teuer sind und viel zu viel Geld erhalten
    – der massive Abbau bei den Leistungen der Krankenkassen, Brille ? Gar nicht ! Medikamente gegen „Allerweltskrankheiten“ ? Null Leistungen. Medikamente allgemein ? Gerne, aber mit Zuzahlungen. Und so weiter uns so fort.
    – die Zinspolitik. Praktisch null Zinsen für das Sparen
    – die Gebührenpolitik der Banken folgend aus der Nullzinspolitik
    – für die niedrigen Kreditzinsen können wir uns alle ein Eis kaufen. Denn wir müssen uns dank der niedrigen Löhne das Geld leihen, was uns eigentlich zustehen würde; bei den Häusern ist es noch extremer, denn die Baukosten sind horrend und die Zinsen niedrig, also bringt das praktisch nichts.

    Überall müssen wir draufzahlen und zuzahlen. Und spricht das Kapital die angebliche Vollkasko Mentalität ab. Aber selber bedienen die sich als dem Vollen.
    Doch wir sollen uns immer mehr einschränken und sparen.

    Auch ja dazu passt der Witz des Jahrtausends von der CDU über deren Propagandaplattform FAZ !!!
    https://www.cdu.de/artikel/wirtschaft-im-aufschwung-faz-28032017

    Daraus der Witz überhaupt :

    „Die Löhne steigen seit Jahren stärker als die Preise, die Menschen haben mehr Geld in der Tasche. “

    Da hätte ich aber einiges entgegen zu sagen. Was die wohl wieder für ihre Lügenberechnung genommen haben ? Die Spritpreise, die von einem hohen Niveau etwas gesunken sind ?
    Die Energiepreise, die nach etlichen Erhöhungen etwas beim Strom gesenkt werden konnten ?

    Doch das Volk der Deutschen lässt sich halt gerne verarschen.

    Nur beängstigend ist die fehlende Alternative der Information.
    Alle Lügen . Zumeist noch ganz gleichgeschaltet über die dpa.
    Zudem alle Journalisten von der Grundschule bis zum Studium dank der Indoktrination links sind und vor allem satt sind und keine Geldnot kennen. Dann kann man auch ganz locker über das Volk hinweg seine „freien“ Berichte machen. Die sowieso vom Chefredakteur zensiert werden. Aber der muss dank der Erziehung nicht zensieren.

    Dann zerstören die noch das Erbe unserer Trümmerfrauen. Demnächst waren die Türken 45 schon da. Und übermorgen verbreiten die, dass eigentlich nur die Türken in Deutschland nach 45 gearbeitet haben.

    Aber schon 1955 hat das Kapital mit dem Abschluss der Gastarbeiter Verträge im Hinterkopf gehabt, dass wir ein Überangebot an Humankapital benötigen und das nur über eine aggressive und volksfeindliche Einwanderungspolitik geht.

    Mac Deck hat das System perfektioniert. Dort arbeiten Kurden, Türken, Deutsch-Russen, Deutsche (auch ganz bewusst aus verschiedenen Regionen), Inder, Pakistanis usw. zusammen. Weil die sich niemals zusammen gegen den Chef erheben würden.
    Dazu kommt noch das faktische Gewerkschaftsmonopol der DGB Gewerkschaften. Und weiter das Streikmonopol der Gewerkschaften. Es darf nur über eine Gewerkschaft gestreikt werden. Und da wo keine Gewerkschaft ist, ist auch kein Streik möglich.
    Und den Rest machen die DGB Gewerkschaften schon mit ihren SPD Genossen in den Gewerkschaften. Damit kein Arbeitgeber unter einem Streik leidet. Ab und zu ein Alibi Streik und das sich aufregende Volk.
    Das ist auch so eine Sache. In Frankreich reichen die Bürger den Streikenden einen Kaffee. In Deutschland hetzen die auch dank der Medien gegen die Streikenden.

    Würden wir zusammenhalten, hätte das Kapital keine Chance.
    Es wäre ja auch nichts dagegen einzuwenden, wenn der Chef eine S-Klasse fährt (die ja auch einer bauen muss). Wenn aber der Angestellte sich keine E-Klasse, geschweige denn überhaupt einen Mercedes leisten kann, stimmen die Verhältnisse nicht mehr.
    Und das ist das Problem. Die Spinner werden immer mehr. 500 PS strake Geländewagen rasen durch die Stadt. Aber es wird gegen Rechts gekämpft …. .
    Weil Rechts Zusammenhalt und Sozialstaat bedeutet.
    Aber das will das Kapital nicht.
    Und dass die Linken dem Kaptal helfen, ist der Witz der Menschheit.
    Die sind so dumm, dass denen keiner mehr helfen kann.

  68. #80 Heta (03. Apr 2017 12:56)

    Mein Urteil stützt sich auf die politischen Artikel, die hier im Laufe der Jahre auf PI präsentiert wurden und die teils von erschreckend dummer Political Correctness zeugten. Die Unterscheidung zwischen Print und online soll dabei mal außer acht gelassen werden.

    II
    #81 johann (03. Apr 2017 13:14)

    Danke für diese aktuelle empirische Bestätigung meiner These (und es war ja nur eine zur Diskussion gestellte These).

  69. #9 Heta (03. Apr 2017 09:33)

    Stimmt, wenn es ihr gelingt, die unappetitliche Höcke-Fraktion loszuwerden.

    Ist Höcke weg, sind erhebliche Wählermengen auch weg, so wie ich.

    Es ist Höcke, welcher der AfD das Umfragetief beschert hat.

    Wurde schon widerlegt. Müssen Sie aber selber googeln.

    Ansonsten bitte ich um eine kleine Aufklärung – was bitte ist an jenem Text unappetitlich:

    “Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, dass dieses Schandmahl gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist. Man wird es aber nicht wagen, (…) die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.”

    Ok- ist jetzt nicht direkt von Höcke, sondern vom Spiegel-Gründer Rudolf Augstein.
    Aber kann man trotzdem nehmen, Höcke hat nahezu das Gleiche gesagt. 😉

  70. #76 Biloxi (12:47)

    Wobei Nietzsche sich mit seinem Satz letztlich -wie Sie- ja auch nur über den Standesdünkel »der Gebildeten« lustig gemacht haben dürfte.
    Es hat eben allgemeine Gültigkeit, wenn sie anführen: »So weit ist es bei mir nun auch wieder nicht damit her …« – oder eben auch bei mir: ich würde nicht lange warten müssen, um -beispielsweise hier – und zwar von jedem einzelnen Kommentator- nachgewiesen zu bekommen, dass ich vieles, was ich eigentlich wissen sollte, nicht weiß … uns zum Trost: »Wissen« existiert eh nur dort, wo etwas erklärt oder verstanden werden kann – es referiert auf Erkenntnis, die Frage nach der Wahrheit ist die Grundvoraussetzung für Wissen, weshalb nun zumindest für uns Pi-Leser eben doch noch Hoffnung besteht;-) – herzlichst,

    einer der Ziegenhirten

  71. #81 johann:

    …dann gibt es das “Bildungsbürgertum” nicht mehr, sondern ist auf eine kleine Zahl nicht konformer Bürger zusammengeschrumpft, wozu vermutlich auch die meisten PI-Leser gehören. Ebenso Leser von JF, PAZ, Ef und andere.

    Nö, seh ich anders. In meinem Frankfurter Viertel, kann man behaupten, leben gebildete Bürger, man hat die FAZ abonniert, gelegentlich wie meine rotgrünen Nachbarn auch die „taz“, „JF, PAZ, Ef“ dürften hier eher nicht im Briefkasten liegen. Man hat ein Klavier zu Hause stehen – gegenüber sogar einen Flügel – und spielt ganz passabel, und wenn man gelegentlich Lautsprechermusik hört, ist es garantiert Mozart und nicht Helene Fischer. Die Kinder gehen auf Privatschulen, davon gibt es hier im Umkreis gleich zwei, und das beste Gymnasium der Stadt ist nicht weit. Wenn ich nachts durch die Straßen gehe, sehe ich in den Wohnungen lauter bunte Bücherwände usw., ganz so trostlos ist die Lage also noch nicht. Und gewählt wird hier schwarzgrün.

  72. Die AfD sollte etwas mehr Wert auf ihre Meinungsführerschaft im Bildungsbürgertum legen.

    Die AfD sollte im Superwahljahr 2017 ausschließlich Wert darauf legen, mit einem starken und d.h. zweistelligen Ergebnis in den Deutschen Bundestag einzuziehen, und sonst gar nichts! Intellektuelles Geschwafel über die Notwendigkeit, das „Bildungsbürgertum“ für eine tiefgreifende gesellschaftliche Revolution zu gewinnen, lenkt von diesem Ziel nur ab.

    Kernzielgruppe der AfD sind immer noch die vielzitierten „kleinen Leute“ und nicht die Intellektuellen. Wer AfD wählt, der tut das in erster Linie deshalb, weil er seinem Unmut über die Flüchtlingspolitik und die Probleme, die unsere neuen „Goldstücke“ in Deutschland verursachen, Ausdruck verleihen will. Es handelt sich um klassische Protestwähler, die ihre Wahlentscheidung mit dem Bauch und weniger mit dem Kopf treffen.

    Hochtrabende Vorträge über die programmatischen Forderungen der AfD in der Bildungs-, Familien- und Steuerpolitk interessieren diese Menschen nicht. Wer diese Themen als besonders wichtig ansieht und sich dem bürgerlichen Lager zurechnet, wählt nicht AfD, sondern Union oder FDP.

    Zunächst einmal muß sich die AfD fest in der deutschen Parteienlandschaft verankern, was nur durch Fokussierung auf die Kernzielgruppe und deren Bedürfnisse gelingen wird. Erst wenn das geschafft ist, kann die Partei über ihre Intellektualisierung und die Ansprache des Bildungsbürgertums sinnieren. Man darf den zweiten Schritt nicht vor dem ersten tun.

    Auch wenn ich es ungern schreibe, aber Schäuble und Seehofer haben recht wenn sie sagen, daß der Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag keineswegs sicher ist. In den Umfragen befindet sich die Partei klar im Abwärtstrend. Wird dieser Trend nicht schleunigst umgekehrt, könnten wir am Wahlabend im September beim Blick auf die ersten Hochrechnungen eine böse Überraschung erleben!

  73. Verstehe Ihre Perspektive nicht ganz. Wenn ich richtig sehe, ist das Bildungsbürgertum bereits sehr gut in der AfD vertreten. Diese Partei wird von allen Seiten her geschnitten, insbesondere von der intellektuell unredlichen Journaille. wo viele halbgebildete Studienabbrecher der Geisteswissenschaften sitzen. Auch an Einladungen von den TV Sendern fehlt es. Die AfD wird quasi „verleugnet“, sie ist medial nicht präsent, das ist ihr derzeit größtes Problem. Es ist in der Tat so, dass die Deutschen über die GEZ für die Propaganda vorher noch bezahlen, die sie anschließend verblödet.

  74. „Sollte die AfD mehr das Bildungsbürgertum ansprechen?“

    ————————————————-
    Das tut sie doch schon. Jedenfalls findet sich auf einer Kreistagsversammlung der AFD mehr Intelligenz zusammen als auf dem Bundesparteitag der SPD.
    Alle Regierungspositionen und Ministerposten könnten sofort von kompetenten AFD Mitgliedern besetzt werden.
    Trotzdem findet kein Standesdünkel statt. Jeder redet mit jedem.

  75. @ #40 johann (03. Apr 2017 10:33), welcher schrieb:

    „Köln ist bunt: ‚Sicher ist man hier nur noch von 10 bis 14 Uhr oder im Winter zwischen November und Februar!’…“

    …außer an Silvester, wenn der „El Taharrusch dschama’i“ durch Kölns Straßen fegt.

  76. #47 der Bote hat immer Schuld
    Auch ein Herr Trump kann nicht immer das sagen, was er will. Die Diplomatie gehört zur Politik.
    Unsere Lumpenpresse hetzt doch jetzt schon aus vollen Rohren gegen Trump.

  77. #9 Heta
    Was? Auf welchem Planeten lebt dieser Herr Prabel? Wer ist das eigentlich? Es ist Höcke, welcher der AfD das Umfragetief beschert hat.
    ___________________________________________________

    Irrtrum! PI hatte hier mal einen Beitrag, der dokumentierte, daß nach Höckes umstrittener Dresden-Rede die Umfragewerte zunächst deutlich hochgingen. Dann als Petry – wohlgemerkt nachdem sich die Wogen in der Öffentlichkeit längst geglättet hatten!! – mit dem Parteiausschlußverfahren gegen Höcke um die Ecke kam und auch sonst keine gute Figur machte, erst da gingen die Umfragewerte in den Keller …

  78. zu -58-

    Genau so sehe ich das auch.
    Eine CDU-light brauchen wir nicht.
    Angesichts der dramatischen Situation um Deutschland müssten gerade die gebildeten Bürger zur AfD tendieren.
    Entweder es klappt, oder es klappt nicht. Wenn letzteres eintritt: apres nous le deluge.
    Ich hatte mir meinen Lebensabend auch anders vorgestellt.

  79. Ach, jetzt auf einmal soll das Bildugsbürgertum angesprochen werden? Ist ja ein Witz…

    Die AfD hat engagierte Bildungsbürger schamlos ausgenutzt, um ein vernünftiges Programm aufzustellen. Um anschließend Parteipöbel, Schaumschläger und abgehalfterte Altparteienfiguren als Kandidaten aufzustellen.

    Als Programm-Malocher, Redenschreiber und Organisatoren waren die Bildungsbürger gut genug. So mancher hat sich für die AfD aufgerieben.

    Ich kenne dermaßen viele von der AfD tief enttäuschte Akademiker, dass sich ein Abgrund auftut. Spätestens nach den Höcke-Auftritten wandte man sich angewidert ab.

    Die wenigen Lichtgestalten, die die AfD noch zu bieten hat, sind Petry, von Storch und Weidel. Allesamt Frauen mit einer überzeugenden Haltung. Was man von den Männern der Höcke-Fraktion nicht behaupten kann. Höcke, Gauland und Meuthen haben das Gemeinschaftswerk vieler fleißiger Menschen kaputt gemacht.

    Sollte sich die Höcke-Gauland-Meuthen-Fraktion durchsetzen, ist das ein klares Signal von mangelnder Selbstflexion und von nicht funktionierenden Parteischiedsgerichten. Dann war es das. Das Bildungsbürgertum verabschiedet sich endgültig. Bleiben werden nur diejenigen, die krampfhaft auf der Suche nach einer Altersversorgung sind. Wer das nicht nötig hat, geht.

    Alleine die asoziale Haltung, die hochschwangere Frauke Petry permanent zu mobben, zeugt von einer Überheblichkeit, die durch nichts zu überbieten ist. Dass PI solche Texte abdruckt, ist unterirdisch. Hetzpresse, wie sie im Buche steht.

    Wer nicht in der Lage ist, Frauke Petry inhaltlich zu folgen, sollte sich übrigens nicht zum Bildungsbürgertum zählen. Es wird Petry sein, die Merkel mit ihren Maschinengewehrsalven niederstreckt und nicht die langsamdenkende, retroorientierte bis demenzielle Herrenriege.

  80. #88 Jackson (03. Apr 2017 13:52)
    …Intellektuelles Geschwafel über die Notwendigkeit, das “Bildungsbürgertum” für eine tiefgreifende gesellschaftliche Revolution zu gewinnen, lenkt von diesem Ziel nur ab….
    ——————————-
    Wie auch der unsägliche Flügel-Kampf vom eigentlichen Ziel wohl einfach nur ablenken soll. Das ist kontraproduktiv und darum ist die AfD in den Umfragen gefallen, nicht wg. der Höcke-Rede.

    Außerdem ist die AfD doch als „Professoren-Partei“ gestartet und wurde damals deshalb noch belächelt. Wen, außer dem Bildungsbürgertum, hat sie damals überhaupt angesprochen oder ansprechen wollen? So gut wie niemanden. Dass sich auch die einfacheren Leute nun zunehmend für sie interessierten ist der Grenzöffnung 2015 sowie Gaulands und Höckes Wirken, den „kleinen Mann“ auch anzusprechen und davon zu reden, den Sozialstaat bewahren, eine Volkspartei werden sowie die Mehrheit im BT anstreben zu wollen, zu verdanken. Den Protest auf die Straße bringen zu wollen und eine „Bewegung“, die eben nun auch wieder Aufmerksamkeit erregt und zum Mitmachen animieren kann, werden zu wollen, wie es ja auch die Grünen in den 80ern gemacht haben, ist ebenso auf Höcke-(oder Ost-AfD)-Mist gewachsen und eine gute Strategie. Die aber von Leuten wie Petry/Pretzell und diesem unsäglichen Driesang ausgebremst werden soll. Das nenne ich einfach nur dämlich.

    Im Übrigen – Biloxi hatte das auch geschrieben -, muss das Bildungsbürgertum von allein aufwachen. Was es ja langsam tut. Das kann man daran sehen, dass viele Bildungsbürger, die vorher Grüne gewählt hatten, dies nun nicht mehr tun, weshalb die Grünen jetzt bei 6% liegen mit fallender Tendenz.
    Deren Wähler sind ja nicht alle (ideologisch) verblödet und wollen sich selbst oder unser Land abschaffen. Ob die nächtens von Horden alkoholisierter 3. Welt-Lumpenproletarier in Bus oder U-Bahn angefallen werden oder ihre Kinder auf derartig unsicheren Straßen wissen oder immer mehr Sicherheitsmaßnahmen wie Alarmanlagen und nächtliche Dauerbeleuchtung von uneinsehbaren Grundstücksecken haben wollen, wage ich auch zu bezweifeln.
    Themen sollten also innere Sicherheit, Grenzsicherung (auch zukünftig EU-weit), EU/EURO, Rente, Sozialleistungen (nur noch Sachleistungen für Asylanten etc.) sein. Und Abschiebungen. 🙂

  81. #52 Paula (03. Apr 2017 11:04)

    Letztlich geht es um den “Marsch durch die Institutionen”, wie die 68er ihn gemacht haben und derzeit die Moslems nachmachen: die wichtigen Multiplikatorenstellen im Staat besetzen, also Lehrer, Hochschuldozentenstellen, Intendanten, wichtige Verwaltungsposten usw. usw.

    Das ist ohne Bildungsbürgertum unmöglich. Meuthen ist da m. E. der Richtige.

    Gleichzeitig muss natürlich der nicht-akademische Bürger sich auch vertreten fühlen. Die AfD hat da ja fähige Leute wie Guido Reil beispielsweise. Solche Leute müssen auch weiter in den Vordergrund.

    Warum ein Guido Reil etwa nur auf Listenplatz 26 kandidiert, diese Frage sollte man der AfD in NRW mal stellen. Ein Unding! Der Mann ist geradezu prädestiniert für einen Wahlkampf im Pott.

  82. #95 Traudl (03. Apr 2017 14:13)

    Zustimmung! Selbstzitat:

    #134 B. (28. Mrz 2017 19:42)

    #104 Heta (28. Mrz 2017 19:25)

    Mir scheint, der Höcke-Effekt war gar nicht so gravierend. Er hat eine Rüge vom BuVo kassiert, sich für seine in der Tat saudämliche Rede entschuldigt und für die Zukunft äußerste Zurückhaltung zugesagt, und die Sache war fast schon wieder vergessen – bis dieses intrigante, machtgeile Luder Petry sie wieder hochgekocht hat. Erst seitdem ist die AfD so richtig ins Umfragetief gekommen, wenn ich das richtig sehe.
    https://www.pi-news.net/2017/03/bystron-abgewatscht-was-nun-afd-bayern/
    Zitat Ende

    Das Verhängnisvolle an der Sache ist, daß sie jetzt noch lange weiterkocht, zum fortwährenden Schaden der AfD: Das Ausschlußverfahren wird sich lange hinziehen und scheitern, dann gibt die Gegenseite keine Ruhe, es wird Widerspruch eingelegt, usw., usf., und die Medien werden die ganze Zeit lustvoll darauf herumhacken.

  83. #95 Traudl
    Die Wähler wollen halt keine Streitigkeiten in der Partei. Aber diese Erkenntnis muss der AfD-Vorstand scheinbar erst noch lernen.
    #100 Biloxi
    Höcke hatte sich entschuldigt und deshalb hätte die Sache einschlafen müssen. Statt dessen wird weiter gestritten und das Monate vor der Wahl. Das rächt sich jetzt mit den gefallenen Umfragewerten.

  84. Ich habe langsam die Befürchtung das der Wahlkampf der AfD,wenn man ihn denn so nennen kann,scheitert…An den Antifa-Terror-Schlägertrupps,die den ganzen Sommer bis zum September mobil machen werden um Infostände etc. der AfD zu schaden,dann der innerparteiliche Streit,der Boykott der Medien gegen die AfD,weil die AfD die GEZ abschaffen will,sie nicht mehr in öffentlich-rechtlichen Sendungen auftreten zu lassen,ABER über die AfD Scheiße ohne Ende propagieren dürfen,da man sich ja nicht wehren kann.In meiner Ortschaft sehe ich nirgends Wahlkampfschilder der AfD.Ich schaue jeden Tag danach.

    Also es wird verdammt knapp dieses Jahr…

    Mir kam letztens ein krasser Gedanke: „Warum schmeißt die AfD nicht einfach das Handtuch“,dann kann Deutschland zusehen was dann hier abgeht weil sie dann alle selbst schuld sind für den Scheiß den sie heraufbeschworen haben durch linksgrün versifftes Gedankengut!!!

  85. #97 Maxim-X:

    Die wenigen Lichtgestalten, die die AfD noch zu bieten hat, sind Petry, von Storch und Weidel. Allesamt Frauen mit einer überzeugenden Haltung.

    Ist das so? Aber meinetwegen, Frauen vor, warum nicht. Und würde alle Lügen strafen, die wie Maas behaupten, dass die AfD eine „frauenfeindliche“ Partei sei:

    https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=afd+frauenfeindlich&*&spf=372

    #99 Orianus:

    Warum ein Guido Reil etwa nur auf Listenplatz 26 kandidiert, diese Frage sollte man der AfD in NRW mal stellen. Ein Unding! Der Mann ist geradezu prädestiniert für einen Wahlkampf im Pott.

    Daran sieht man, dass sie keinen politischen Instinkt haben, dass es nicht um die Sache, sondern nur um Pöstchen geht wie bei den Altparteien auch. Wer Reil bei „Hart aber fair“ gesehen hat, weiß, dass dieses Naturtalent auf Platz 1 gehört.

  86. #102 pro afd fan (03. Apr 2017 16:24)

    #95 Traudl
    Die Wähler wollen halt keine Streitigkeiten in der Partei. Aber diese Erkenntnis muss der AfD-Vorstand scheinbar erst noch lernen.
    ————-
    Also nicht ausgerechnet im Wahljahr, das verunsichert die Wähler, die vielleicht sogar bereit wären auch auf die Straße zu gehen. Wenn sie Angst haben müssen, dass die Parteiführung (in Form von Petry) ihnen bei nächster Gelegenheit das Messer in den Rücken rammt, sich distanziert, dann stehen sie dumm da… haben sich vollkommen umsonst von den Antifanten bepöbeln lassen oder vielleicht sogar ihren Job verloren wg. AfD-Mitgliedschaft.

    Wie schrieb Michael (Stürzenberger) in dem anderen Artikel: „Das nächste Ziel wird sein, für Pegida Nürnberg mehr Teilnehmer zu mobilisieren als bei der Gegendemo. Das könnte dann den Wendepunkt und Durchbruch für Pegida in Mittelfranken bedeuten.. “

    Und der Durchbruch für die AfD wäre, wenn es bei deren Protesten genauso ist oder man wenigstens erkennen kann, dass zunehmend mehr Leute da sind als es Gegendemonstranten gibt. Ansonsten kann man es ja nur an sinkendem Zuspruch wie jetzt bei den Grünen erkennen, wie der Michel denkt. Wie kann man da also Björn Höckes Reden, die den verzweifelten Leuten Mut machen und motivieren sollen, so krass missverstehen und so ein unglaublich parteischädigendes Pamphlet dazu verfassen wie es dieser bescheuerte Driesang getan hat?

  87. Wenn sich alle um das „Bildungsbürgertum“ streiten, hat die AfD weniger Chancen, da: neue Partei, schlechteres Image, schlechtere Presse.
    Jede Stimme zählt, aber man muss auch die Stimmen da holen, wo diese für die AfD vorhanden sind. Das ist sicher weniger das satte Bildungsbürgertum, sondern die Übergangenen, nicht gehörten Deutschen, die sich durch das Füllhorn, welches man über alle Asylbetrüger ausschüttet, zurückgesetz fühlen. Ob es um Zahnarztzuzahlungen, GEZ-Befreiung, kostenlose Verkehrsmittelnutzung, kostenlose Internetnutzung, Wohnungsbeschaffung, Bädernutzung u.s.w. geht, überall ist es für „Nichtdeutsche“ meist kostenfrei und für jeden Deutschen nicht nachvollziehbar, warum man als deutsche Person (die schon immer hier leben) nicht auch in diesen first class Genuss kommen kann.
    Warum sollte man sich also nicht um diese unzufriedene Masse bemühen, die sich als Bürger 2. Klasse sehen? Der Stimmenfang beim Bildungsbürger wird sicher viel einfacher, wenn man sich einmal in den Parlamenten bewiesen hat und jeder politisch Interessierte erkennt, wie in den Parlamenten gearbeitet wird, dass der ganze Blödsinn von angeblich „Rechts“, fremdenfeindlich, undemokratsich, alles nur dumme, dumpfe Kampfbegriffe der linken Journalisten sind, um der AfD zu schaden.

  88. Das Problem sind weder Höcke noch Petry oder andere
    Vertreter der AfD noch diese selbst und auch nicht die Journaille.Es liegt in uns selbst und in unserer Feigheit, sich nicht zu den Zielen der AfD, auch öffentlich, zu bekennen.
    Jeder fasse sich an die eigene Brust und frage sich selbst, was er denn, außer hier und dort schreiben, wirklich tut, um die Verhältnisse in Deutschland zu ändern, die geändert werden müssen.
    Die meisten werden, wie auch ich, feststellen, dass sie nichts tun.

  89. #23 Nuada   (03. Apr 2017 10:17)  
    Sollte die AfD mehr das Bildungsbürgertum ansprechen?
    Ich mache der AfD keine Vorschriften/Vorschläge, ……..
    Aber dessen ungeachtet kann man sich ja (so als eine Art Trainingslager für korrekte Vorraussagen) überlegen, ob die AfD das machen wird, und später beobachten, ob die Einschätzung richtig war.
    Dazu muss man sich zunächst einmal überlegen, was das “Bildungsbürgertum” ausmacht und was irgendjemand KONKRET tun muss, um diesen Personenkreis anzusprechen.
    ……….
    Darüber hinaus ist Bildung=Gehirnwäsche. Je länger jemand in die Schule geht, je mehr Nachrichten, politische und “anspruchsvolle” Sendungen er sieht, je mehr Zeitungen, Zeitschriften und Bücher (bis auf sehr alte) er liest, desto mehr Gehirnwäsche dringt in ihn ein. Denn das sind die Kanäle.

    Das Bildungsbürgertum ansprechen bedeutet also, die Inhalte der Indoktrination gut zu kennen und NICHTS zu sagen, was bei den Gehirngewaschenen Befremden oder gar einen Herzkasper auslösen könnte.
    Ich vermute: Ja, das wird die AfD machen.

    Bildung = Gehirnwäsche. Das ist eine bedeutende Aussage, weil sie wichtig ist, für die Einschätzung dieser sog. „ besser gebildeten“ Klientel.
    Der Bildungsbürger ist ehrgeizig, will nicht Mitläufer sondern vorne sein. Der Ehrgeiz hat ihn Ziele erreichen lassen, die ihn zu Wohlstand, einem relativ freien Leben und am Ende auch zu Prestige geführt hat. Und viele sind gerade auf dem Weg dahin. Das Sein bestimmt das Bewusstsein – und so entscheidet er sich auch für gewisse Medien, um mit Nachrichten zu Themen, welche ihm Einblicke und Kenntnisse zur Mitsprache bei weitergehenden Entscheidungen bieten. Das ist die Schnittstelle, wo das Leitmedium der Bedeutung seines Namens gerecht wird. Wer kennt ihn nicht den Bildungsbürger, der je nach politischer Ausrichtung den Spiegel, die FAZ, die SZ oder Welt usw. als Deko unter dem Arm trägt, oder am heimischen Wohnzimmertisch liegen hat? Der Ehrgeiz bringt Ihn auch im Wettrennen um Informationen nach vorne, so daß er nützliche Nachrichten relativ ungefiltert aufnimmt. Die Weltsicht, die sich auf diese Weise einstellt ist von der Medienquelle her besonders leicht formbar, befindet sich doch der Ehrgeizige ständig im Wettbewerb mit Seinesgleichen. Der Bildungsbürger ist kein Querulant oder Querdenker, schwimmt immer voran aber nie gegen den Strom. Eine Schwäche, die im evolutionären Prinzip allerdings ein großes Plus darstellt. Denn der Ehrgeizige „Bildungsbürger“ wird auch, wenn die Intelligenz, die über Ihm steht eine Wende vollzieht, sich sehr rasch wieder einreihen und nach Vorne streben wollen.
    Es ist also nicht angebracht, dem Bildungsbürger nach dem Mund zu reden oder es ihm recht zu machen. Viel wichtiger ist es ihm im Fall einer Wende oder Änderung, daß er seine „bedeutende“ gesellschaftliche Position behalten oder gar noch ausbauen kann. Eine geradezu verführerische Aussicht für den „Bildungsbürger“, der oft gar nicht sehr klug ist. Wer sich die Arbeit machen will, einen Bildungsbürger zum Realisten zu machen, der muß Ihn wie eine Zwiebel schälen. Schicht um Schicht. Ein eklige Aufgabe.

  90. Ich denke, dass Gauland und Meuthen diejenigen in der AfD sind, die die Wähler durch ihr Auftreten und ihre Persönlichkeit auf breiter Linie ansprechen können, Bildungsbürger eingeschlossen. Dabei sind sie nicht abgehoben oder elitär, sondern ihre Ansichten formulieren sie so, dass das auch bei der breiten Masse ankommen müsste. Es fehlt eben die Plattform durch die Medien

  91. #3 Eurabier (03. Apr 2017 09:19)
    Das Bildungsbürgertum ist auch die Mittelschicht, die in ihrer Steuerfalle den ganzen linksgrünen Faschismus finanzieren muss.
    Die BRD ist nun eine “DDR” mit noch hohem Steuraufkommen geworden.
    Verschwindet das Bildungsbürgertum und mit ihm die Mittelschicht, ist Schicht!
    Interessant ist übrigens, dass die “DDR” durch Honeckers “Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik” zusammenbrach, denn eine Sozialpolitik mit billigem Brot und Wohnungen und “Arbeit für alle” war auf Dauer nicht zu finanzieren mit der Planwirtschaft ohne Privatinitiative.
    Und genau dahin driftet unser Land gerade ab.

    So ist es. Man wollte in der DDR auch nicht wahrhaben, dass der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt.
    Wer durch mehr Arbeit und mehr Bildung keinen Vorteil hat, macht nicht mehr, sondern weniger. Alle erwarten gegenseitig voneinander, dass der jeweils andere für alles Sorge zu tragen hat, bis die Mangelwirtschaft unerträglich wird.

    Zum Bildungsbürgertum: Die Oma wird eher offen für das sein, was der Arzt, der Apotheker, der Bürgermeister oder der Lehrer sagt, als für die Meinung vom Bandarbeiter, auch wenn letzterer vordergründig ihre Rente möglich macht.

    Intelligente Menschen sind eher bereit, den vorgesetzten Einheitsbrei zu hinterfragen, während die mit schlichtem Geist und Gemüt ihn eher fressen werden. Deshalb ist die Intelligenz als Multiplikator nicht zu unterschätzen.

  92. Aus dem “Komplex für Kunst und Kultur“ ist heute wohl eher nichts zu erwarten.
    Die meisten sind so strunzdumm, dass sie glauben, aus dem Kreis neu Hinzugekommener wurden sich neue Zuschauer und Anhänger generieren und sie kommen nicht auf den Trichter, dass diese Goldstücke die für die Künstler und Kulturstätten bestimmten Subventionen und Zuschüsse von Jahr zu Jahr immer weiter „auffressen“ – im wahrsten Sinne des Wortes – werden. Da ist nur Raum für Materielles und Eigenes.

    Den Rest der Künstler und Kulturschaffenden wird sich das Wahrheitsministerium zur Brust nehmen, bis … es irgendwann kracht. Unterdrückung endet immer im großen Krach.

  93. Schon Odin beschäftigte 2 Raben zum Denken, namens Hugin und Munin. Odin ist leider schon aus dem Gedächnis der Deutschen dahingeschieden, aber Odins Raben existieren noch und treiben die Philosophie voran, welche von vielen Deutschen gepflegt wird.
    Denken mittels beider Gehirnhälften ist sinnvoll, weil Halbgehirnige lassen sich leicht von EInfältigkeit berauschen und damit geht Realität verloren!

  94. Ich hab’s auf Prabels Blog schon geschrieben, hier gern noch einmal.
    Chris Bent schrieb am 3. April 2017 um 14:57 Uhr:

    Interessante Diskussion.

    Mal konkret: mein wöchentlicher Spazierweg führt mitten durch das Gebiet Bremer Bildungsbürger, eine recht wohlhabende, befriedete Gegend mit Erbgrundstücken, Jugendstilhäusern, schicken Vorgärten, Reformhaus, Fremdsprachenkindergarten und jeder Menge Fachgeschäfte, die nur dort ihr Auskommen finden, weil die Bevölkerungsgruppe genug Einkommen erwirtschaftet. Der Ausländeranteil ist gering, es geht recht (spieß-)bürgerlich, aber selbstverständlich multikulturell und politisch korrekt zu, mit allem Öko- und heilpraktischem Firlefanz, der natürlich auch dazugehört. Auch Feinkost- und Sprituosengeschäfte finden sich dort. Hinter dem Haus steht der SUV neuster Baureihe, vor dem Haus das teure Hightech-Tourenrad der nahen Fahrradmanufaktur. So leben die Leute dort, wo SPD und Grüne die überwältigende Mehrheit stellen. Alsmich vor ein paar Mknaten im dortigen Reformaus ein Fläschchen Pflanzentropfen besorgen wollte, zuckte der Inhaber bedauernd die Schultern und sagte zu mir, ein Stammkunde habe den kompletten Bestand aufgekauft, um Bekannte in den USA damit zu versorgen, die seit ddm Trump-Sieg außef sich geraten wären. Ich verließ den Laden mit dem Bekenntnis, dass ich Trump gewählt hätte, wäre ich Amerikaner. Ich hinterließ allgemeine Schnappatmung.
    Das sogenannte Bildungsbürgertum – wenn es denn überhaupt noch existiert – ist fanatisiert und unbelehrbar, diese Leute können nur durch den wirtschaftlichen Niedergang plus Einfall vagabundierender Migranten in ihre Privatsphäre zur Einsicht kommen. Erst wenn der Schulweg ihrer multikulturell indoktrinierten Kinder mit der Bioreformkost in den Schultaschen durch kriminelle Banden gefährdet ist, weil der Sozialstaat zusammenbricht, dann werden diese Herrschaften aufwachen. Die Revolution habe dann schon längst andere begonnen.
    Soviel zum Thema Bildungsbürgertum.

  95. #110 WolfgangG (04. Apr 2017 00:05)

    Wahlbetrug verhindern:
    Meldet euch als Wahlhelfer!
    Gibt auch ein Erfrischungsgeld!
    ———————————————–
    Ansonsten eben als Wahlbeobachter ab 18 Uhr im Wahllokal vorbeischauen!
    ***********************************************
    Ergebnisse bitte notieren und dem nächstlienden
    Büro der AfD übermitteln!

  96. Der olle Marx setzte ( das „Lumpenproletariat“ ausklammernd) auf die Werktätigen: Sie hätten nichts zu verlieren außer ihren Ketten.
    Lenin machte sich Gedanken, warum die Bauern eine problematische Klientel für die Revolution sind: Zwei widerstrebende Seelen in einer Brust, deren eine die des Malochers ist. Die andere, der Pferdefuß, hingegen der Unternehmer, der Kapitalist, sei. Mit dem bekannten Profitstreben. Im „Arbeiter-und-Bauern-Staat“ D“D“R machte das dann große Probleme. Auch die Nationalsozialisten hatten seit dem „Tag von Potsdam“ und der „Röhm-Affäre“ Schwierigkeiten mit ihrer reinen Lehre.
    Von Gottfried Benn dank Gerhard Löwental(ZDF-Magazin) bin ich nun überzeugt:
    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“
    Und so habe ich Nationalsozialismus, Internationalsozialismus und vor allem das herrschende BRD-System mit seiner „Intelligenz“, seinem Mittelstand, seinen „Kulturschaffenden“ erlebt bzw. nacherlebt. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
    Deshalb meine ich, daß vor allem die unteren Schichten, die vielbeschworene werktätige Bevölkerung, in unserem Sinne revolutionäres Potential besitzt. Die anderen erst, wenn es an ihre volleren Fleischtöpfe geht. Denn mit vollem Bauch studiert es sich bekanntlich nicht nur so gut, es werden auch keine Revolutionen gemacht. Deshalb mein Rat: Das eine ein bißchen tun, das andere jedoch auf keinen Fall lassen! Wahlen werden durch die Volksmassen entschieden und nicht durch etwas Elite mehr oder weniger. Zumal, wenn diese es z.T. darauf angelegt zu haben scheint, sich mehr und mehr selbst zu bekriegen und ähnlich wie die PIRATEN in den Orkus der Geschichte zu befördern!

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