In Türkei wird 100 Jahre Völkermord an 1,5 Millionen christlichen Armeniern gefeiert

Türkei feiertHeute jährt sich zum 100. Mal der Völkermord an 1,5 Millionen christlichen Armeniern in der Türkei. Außerdem wurden dort noch 500.000 Assyrer und 353.000 Pontos-Griechen umgebracht. Die Türkei als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reiches versucht seit Jahrzehnten, diesen Völkermord zu verschleiern und zu vertuschen. Kürzlich drohte der türkische Ministerpräsident Erdogan gar dem Papst, das Wort „Völkermord“ nicht mehr in den Mund zu nehmen. Türkische Nationalisten wie die Grauen Wölfe feiern aber die „Säuberung“ ihrer Heimat von den Christen (siehe aktuelles Foto oben). Es ist am heutigen Tage wichtig, diesem himmelschreienden Unrecht auf der Straße zu begegnen, zumal sich die Bundesregierung in Wortakrobatik verliert, um nur ja den NATO-Partner Türkei nicht zu verprellen. So veranstaltet beispielsweise DIE FREIHEIT heute eine Kundgebung mit Klartext in München.

(Von Michael Stürzenberger)

In diesem Jahr wurden in der Türkei Banner der Grauen Wölfe aufgehängt, die den Völkermord an Christen voller Stolz feiern. Die faschistische Partei MHP vertritt diese Geisteshaltung und wurde dafür von 7,9 Millionen Türken gewählt, was 17,6 % der Stimmen bedeutet. In dem folgenden Video einer ARD Tagesschau-Reportage über den Völkermord ist am Ende das Foto angehängt zu sehen:

Die Preussische Allgemeine Zeitung berichtet unterdessen, Erdogan habe die Verbrennung der Kairoer Bibliothek im Jahre 2011 durch die Muslimbrüder unterstützt, da dort wichtige Dokumente über den Völkermord gelagert gewesen sein sollen. Dies würde zur Persönlichkeitsstruktur dieses Möchtegern-Kalifen eines herbeigesehnten Groß-Osmanischen Reiches mit Weltmachts-Ambitionen hervorragend passen, der letzte Woche gar dem Papst für die Benennung des Völkermords drohte:

„Der geehrte Papst wird diese Art von Fehler höchstwahrscheinlich nicht wieder begehen. Ich möchte ihn dafür rügen und warnen.“

Erdogan WARNT allen Ernstes den Papst. Was ist, wenn sich Franziskus nicht dhimmimäßig unterwirft? Taucht dann vielleicht wieder ein türkischer Attentäter auf wie bei Papst Johannes II? Wie weit sind wir schon, dass uns ein Türke erpresst? Stehen sie etwa schon wieder geistig vor Wien? Außerdem faselte Erdogan:

„Wenn Politiker und Geistliche die Arbeit von Historikern übernehmen, dann kommt dabei nicht die Wahrheit, sondern so wie heute Unsinn heraus.“

Auf türkische Geschichtsfälschungen können wir gerne verzichten. Es reicht schon die bodenlose Unverschämtheit, dass in Deutschland türkische Verbände Druck auf die Kultusministerien ausüben, um diesen Völkermord aus dem Geschichtsunterricht an deutschen Schulen zu streichen.

Heute ist es nicht nur wichtig, des Völkermordes an den Armeniern zu gedenken, sondern auf aktuelle üble Zustände in der Türkei hinzuweisen und einem EU-Beitritt dieses Unrechtsstaates eine klare Absage zu erteilen. Die Christenverfolgung hat dort System, so dass aus einem ehemals christlichen Land, in dem zu Beginn des vorletzten Jahrhunderts noch 25% Christen lebten, nun ein fast vollständig islamisiertes Land mit gerademal 0,2% Christenanteil geworden ist.

Christen werden dort beispielsweise gezwungen, moslemische Vornamen anzunehmen. Neue Kirchen dürfen nicht gebaut, alte nicht renoviert werden. Christen werden immer wieder bestialisch ermordet, wie der Deutsche Tilman Geske, der 2007 von fünf türkischen Moslems regelrecht zerstückelt wurde. Die Täter wurden bisher nicht verurteilt und sind sogar auf freiem Fuß. Oder der Bischof Luigi Padovese, den 2010 sein moslemischer Fahrer köpfte. 2006 wurden der katholische Priester Andrea Santoro und 2007 der armenische Journalist Hrant Dink erschossen. Alles von Mördern, die islamisch motiviert waren.

Und in Deutschlkand versucht die DITIB, der verlängerte Arm der türkischen „Religions“-Behörde DIYANET, eine Großmoschee nach der anderen zu bauen, islamischen „Religions“-Unterricht durchzudrücken und moslemische Verhaltensregeln in der deutschen Gesellschaft zu etablieren. Eine geplante islamisch-türkische Unterwanderung, die man auch als versteckte Invasion werten kann.

Dem gilt es entschieden entgegenzutreten. Daher veranstaltet DIE FREIHEIT heute in München von 15-17 Uhr am Sendlinger Tor eine Kundgebung. Auf facebook kann man sich anmelden. Hier ein Bericht über die Kundgebung aus dem Jahr 2013, bei der das frühere SPD-Mitglied Alfred Röck und auch der Pfarrer Wilhelm Schallinger sprachen. Letzterer wurde daraufhin umgehend von der katholischen Kirche in München eindringlich gerügt. Nach dem Motto: Immer schön den Kopf in den Sand stecken und Appeasement betreiben.

Weitere Veranstaltungen bitte im Kommentarbereich posten.


Pressemitteilung:

Sehr geehrte Münchner Medienvertreter,

heute ist bekanntlich der 100. Jahrestag des Völkermordes an den christlichen Armeniern. In der Türkei wird dies von Grauen Wölfen und von Nationalisten gefeiert.

Christen werden in der Türkei gezwungen, moslemische Vornamen anzunehmen. Neue Kirchen dürfen nicht gebaut, alte nicht renoviert werden. Christen werden immer wieder bestialisch ermordet. Daher ist es heute wichtig, nicht nur an den 100. Jahrestag dieses Völkermordes zu erinnern, sondern auch auf die Gefahren der türkisch-islamischen Unterwanderung in Deutschland aufmerksam zu machen.

DIE FREIHEIT veranstaltet daher heute von 15-17 Uhr am Sendlinger Tor eine Kundgebung, bei der nichts vertuscht, sondern Klartext gesprochen wird.

NEIN zum EU-Beitritt der Türkei
NEIN zur Islamisierung Deutschlands
NEIN zu Großmoschee-Projekten
NEIN zum islamischen „Religions“-Unterricht
NEIN zur Etablierung moslemischer Verhaltensregeln in der deutschen Gesellschaft
NEIN zu islamisch motiviertem Terror, Gewalt und Morden

JA zu Demokratie, Freiheit und Menschenrechten
JA zur Gleichheit aller Menschen
JA zur Gleichheit von Mann und Frau
JA zum friedlichen Miteinander aller Menschen

All dies wird vom Islam kategorisch abgelehnt!

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Stürzenberger
Bundesvorsitzender Bürgerrechtspartei für mehr Freiheit und Demokratie – DIE FREIHEIT




München: Erinnerung an den türkischen Völkermord an den Armeniern

vm-2In der Nacht zum 24. April 1915 begann in der osmanischen Hauptstadt Konstantinopel der Genozid an der armenischen intellektuellen und politischen Elite. Es war der Auftakt zu einem unglaublichen Massaker mit systematischen Vergewaltigungen armenischer Kinder und Frauen sowie sogenannten Todesmärschen. In den Jahren 1915 und 1916 fielen diesen Grausamkeiten der Osmanen je nach Schätzung bis zu 1,5 Millionen Armenier zum Opfer. Bis heute leugnen die Türken diesen Völkermord, bewiesene Todesfälle werden als „Einzelfälle“ während „kriegsbedingter Sicherheitsmaßnahmen“ bezeichnet. In Armenien ist der 24. April ein offizieller Trauertag und weltweit wird an diesem Tag dieses Völkermordes gedacht – auch in München.

(Von Michael Stürzenberger)

Bereits im vergangenen Jahr führte DIE FREIHEIT hierzu eine Kundgebung am Odeonsplatz durch. Beschämend, dass der Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland (ZOCD) dagegen protestierte und die katholische Diözese München dem Pfarrer Wilhelm Schallinger einen Rüffel erteilte, der dort eine Rede hielt.

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Heute findet in der Münchner Fußgängerzone bei der St. Michaelskirche von 14-18 Uhr eine weitere Erinnerungs-Kundgebung statt. Wir werden darauf hinweisen, dass das Morden an Christen in der Türkei nicht aufhört.

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Am 18. April 2007 wurden der deutsche Christ Tilman Geske (Bild links) zusammen mit den beiden türkischen Christen Ugur Yüksel (Mitte) und Necati Aydinim (Rechts) im türkischen Malatya grausam gefoltert und anschließend bestialisch ermordet.

Regelrecht „zerstückelt“ worden seien die drei Christen, berichtete der Krankenhausarzt Murat Ugras erschüttert. Die Autopsieberichte untermauern seine Schilderungen: Den Männern sollen bei lebendigem Leib und vollem Bewusstsein die Hoden und der After aufgeschlitzt, Nasen und Münder zerschnitten, Bäuche und Innereien aufgeschnitten und die Finger einzeln und bis auf die Knochen zerhackt worden sein, wie auch türkische Zeitungen berichteten. Nach stundenlanger grausamer Folter wurden den Opfern die Kehlen durchgeschnitten.

Diese unfassbar brutale Metzelei sollen die fünf Mörder religiös begründet haben: Der Polizei gaben sie als Motiv für ihr Blutbad das „missionarische Wirken“ des Verlags und der kleinen Gemeinde an. Sie hätten die Christen zuvor gewarnt. Die hätten von ihrem Tun aber nicht gelassen. Nicht für sich selbst hätten sie die drei getötet, sondern für ihre Religion und, um den Feinden dieser Religion eine Lektion zu erteilen. Wörtlich sollen die grausamen Killer gesagt haben:

„Wir haben es fürs Vaterland getan. Sie wollen uns unser Land und unseren Glauben nehmen.“

Bis heute sind die fünf Mörder nicht verurteilt. Die Hintermänner sollen bis in die AKP-Regierung reichen.

padovese Am 3. Juni 2010 wurde in Iskenderun der Bischofs Luigi Padovese (Foto) von seinem moslemischen Fahrer geköpft. Padoveses Amtsvorgänger, Ruggero Franceschini, Erzbischof von Smyrna, erkannte in der Tat – entgegen der offiziellen Lesart – die Handschrift eines Islamisten. Es sei immer ein Risiko, Moslems des Ortes zu beschäftigen, so Franceschini weiter. Diese Lehre habe man teuer bezahlt. Nicht aber der Mörder: Er hat nur 15 Jahr Haft bekommen. Franceschini erklärte:

„Murat Altun hatte alles genau geplant. Er vollzog einen islamischen Ritualmord. Er ging mit einer solchen Gewalt vor, daß er den Bischof fast enthauptete. So tötet jemand, der zeigen will, daß er ein wirklich radikaler Moslem ist.“

Kein Wunder, denn der moslemische Killer rief beim Köpfen:

„Allah ist größer!“

Aber sowohl der Vatikan als auch türkische Regierungsstellen hatten sofort nach der Tat erklärt, dass dieser Mord selbstverständlich „nichts mit dem Islam zu tun“ habe. Der Befehl zum Köpfen von Ungläubigen wird im Koran sicherlich missverstanden, auch dass das große islamische Vorbild Mohammed selbst köpfte und massenhaft köpfen ließ, spielt in dem Zusammenhang wohl keine Rolle. Was für ein Irrsinn. Unter christlichen Armeniern in Deutschland wächst unterdessen die Sorge über zunehmende Islamisierungstendenzen in der Türkei.

DON-ANDREA-SANTOROAnfang Februar 2006 wurde in der Stadt Trabzon am Schwarzen Meer der 68-jährige katholische Priester Andrea Santoro (Foto) von einem 16-jährigen muslimischen Oberschüler erschossen, der sich so für die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in Dänemark rächen wollte. Der Priester war von Bewohnern der Stadt schon im Vorfeld mit Gewalt bedroht worden.

hrantAm 19. Januar 2007 wurde das prominenteste Sprachrohr der Armenier, der christliche Journalist Hrant Dink (Foto oben), ermordet. Der Mörder wurde auf Fotos und einem Video nach der Verhaftung von einigen Polizisten vor der türkischen Fahne gefeiert. Der Attentäter hatte sich damit gebrüstet, einen Ungläubigen getötet zu haben, der die Türkei beleidigt hätte. Der Mörder sagte:

„Ich habe den Ungläubigen nach dem Freitagsgebet erschossen. Ich bedaure es nicht.“

Im Februar 2008 ist die Türkei bei ihrer Offensive gegen die PKK auf irakischem Gebiet gegen christliche Dörfer vorgegangen, in denen es nie militärische Einrichtungen gegeben hat. Dabei handelt es sich um Dörfer, die erst nach dem Sturz der Saddam-Regimes von christlichen Flüchtlingen aus allen Teilen des Irak wieder besiedelt wurden. Nach Informationen des chaldäischen Bischofs von Ahmadia und Hewler wurden die Dörfer von mehreren Flugzeugen bombardiert.

Im armenischen Dorf Kasab nahe der syrischen türkischen Grenze wurden am 27. März 2014 viele Frauen, Männer und Kinder, die sich in der armenischen Schule in Kasab aufhielten, auf grausame Weise von Moslems umgebracht. Insgesamt soll es 80 Tote gegeben haben.

Das Video „Aghet – ein Völkermord“ zeigt, wie die Türkei dieses Verbrechen bis heute leugnet und nicht bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen:

Natürlich hat all dies nichts, aber auch absolut nichts mit dem Islam zu tun..




Video München: Türkischstämmiger Moslem zur Köpfung von Christen: „So gehört das auch!“

56Schon der Prophet Mohammed ließ im Jahre 627 achthundert gefangenen Juden in Medina die Köpfe abschneiden und soll auch fleißig mitgemessert haben. Er ließ dies als zeitlos gültigen Befehl Allahs in das „Heilige Buch“ Koran reinschreiben, und so werden seit 1400 Jahren „Ungläubige“ geköpft, am heftigsten momentan in Syrien, wo der „Heilige Krieg“ ausgerufen ist. In Afghanisten spielen Taliban Fußball mit abgeschnittenen Köpfen. Und in München wurde den Islam-Aufklärern der FREIHEIT schon oft angedroht, ihnen den Kopf abzuschneiden. Bei der Kundgebung am vergangenen Samstag rief ein türkisch-stämmiger Moslem „So gehört das auch!“, als ich über die Köpfung der Christen Tilman Geske und Luigi Padovese in der Türkei berichtete. Uns gehöre das auch so, meinte der Türke.

(Von Michael Stürzenberger)

Kein Wunder, so steht es in seinem „heiligen“ Befehlsbuch:

„Ich werde in die Herzen der Glaubensverweigerer den Schrecken werfen, dann schlagt ein auf ihre Hälse und schlagt von ihnen alle Fingerkuppen ab.“ Sure 8, Vers 12)

„Und wenn Ihr die Ungläubigen trefft, dann schlagt ihnen die Köpfe ab, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt.“ (Sure 47 ,Verse 4-5)

Wer wundert sich dann noch über das Verhalten dieses türkischstämmigen Moslems, der das Köpfen von Christen öffentlich für richtig befindet. Zuvor rief er mir noch zu:

„Halte Deinen dreckigen Mund!“

Wieviele Köpfe müssen in Deutschland abgeschnitten werden, bis dieses gefährlichste Buch der Welt in die kritische öffentliche Diskussion kommt? Wann beenden die Vertuscher und Beschöniger in Politik, Medien und Kirchen endlich ihr feiges Schweigen? Wann wird der islamische totalitäre Machtanspruch thematisiert, den viele türkische Politiker, Imame und Autoren ganz offen für Europa reklamieren?

Politiker sind dazu gewählt, Gefahren vom deutschen Volk abzuwenden. Momentan vernachlässigen sie ihre Aufgabe in verantwortungsloser Weise, indem sie den Islam verharmlosen und die Gefahr ignorieren, die von ihm ausgeht. Ihr Verhalten grenzt an Volksverrat. Aber immer mehr Bürger erkennen, dass sie belogen und betrogen werden. Alleine am vergangenen Samstag zeichneten 500 Bürger unser Bürgerbegehren gegen den Bau des Islamzentrums in München:

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Es unterschrieben auch wieder viele Menschen, die aus aller Herren Länder bei uns leben: Bulgaren, Türken, Äthiopier und Syrer.

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Zwei Jesiden, die vor dem Islam aus dem Irak geflüchtet sind, wollten auch gerne dabei sein. Aber sie haben leider noch die irakische Staatsbürgerschaft, und es dürfen eben neben Deutschen nur EU-Bürger unterschreiben.

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Weitere Bilder vom Samstag:

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(Kamera: Libero; Fotos: Roland Heinrich)




München: Gedenkveranstaltung zum Völkermord an den Armeniern – Katholische Kirche mauert

SDIM0039Am 24. April 1915 begannen die Vertreibungen und Tötungen der Christen in der Türkei. Diesem systematischen Genozid fielen bei Massakern und Todesmärschen, die im Wesentlichen in den Jahren 1915 und 1916 stattfanden, etwa 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Die Türkei leugnet bis heute, dass es sich um einen Völkermord handelt und verharmlost die Vorfälle als „kriegsbedingte Sicherheitsmaßnahmen“, die Todesfälle werden mit „ungünstigen Umständen“ und „vereinzelten Übergriffen“ erklärt. In Frankfurt und München finden am morgigen Mittwoch große Veranstaltungen im Gedenken an diese fürchterlichen Geschehnisse statt. Und was macht die Katholische Kirche? Nichts – außer sich von der Münchner FREIHEIT-Veranstaltung zu distanzieren.

(Von Michael Stürzenberger)

Dieser Völkermord wurde von Raphael Lemkin, dem Schöpfer der 1948 von der UN verabschiedeten Anti-Genozid-Konvention, als der erste systematisch ausgeführte Völkermord des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Er wird allerdings bis heute von den Nachkommen der Verantwortlichen geleugnet und von der Welt weitgehend verdrängt. Wie konfliktgeladen das Thema des armenischen Völkermords noch immer in der Türkei ist – und für diejenigen, die es kritisch in die Öffentlichkeit tragen, oft sogar lebensgefährlich – zeigen die Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 und die Anklagen gegen den Nobelpreisträger Orhan Pamuk.

Wie grausam das ablief und in einigem dem Vorgehen der Nazis gegen Juden erinnert, berichtet die Junge Freiheit in ihrem hochinteressanten Artikel „Da gibt es nichts zu leugnen“:

Von August 1915 bis Juli 1916 wurden auch die Armenier im übrigen Reich verfolgt und in Zügen nach Aleppo im heutigen Syrien deportiert. Weil aber Tunnel der Bagdad-Bahn noch im Bau waren, mußten diese zu Fuß umgangen werden. Von Aleppo aus wurden sie in syrische Todeslager wie Dair-as-Zur (oder armenisch Der Zor) getrieben. Dieses hat für die Armenier heute etwa den gleichen Klang wie Auschwitz für die Juden. Wer durchhielt, den brachten die Schergen im Juli 1916 um oder jagten ihn ohne Überlebenschance in die Wüste. Andere wurden auf bestialische Weise in Höhlen mit Benzin übergossen und lebendig verbrannt. Insgesamt fanden so mindestens eine Million Armenier den Tod. Außerdem wurden etwa 100.000 junge Frauen und Kinder verschleppt und gezwungen, mit einer muslimischen Identität zu leben.

Weite Teile Kleinasiens waren bekanntlich christlich, bis die osmanisch-moslmeischen Heere einfielen und die Gegend islamisierten:

Nach dem 4. Jahrhundert n. Chr. nahmen die Armenier das Christentum an. Als aber Anfang des 16. Jahrhunderts die türkischen Osmanen die armenischen Gebiete eroberten, waren Christen in dem moslemischen Staat nur noch Untertanen niedrigeren Ranges. Sie mußten eine zusätzliche Kopfsteuer, seit 1856 eine Militärbefreiungssteuer zahlen. Die innen- und außenpolitischen Schwierigkeiten Ende des 19. Jahrhunderts führten im osmanischen Vielvölkerreichs zur zunehmenden Drangsalierung der christlichen Minderheiten, Mitglieder neuer nationalistischer Turk-Parteien begannen um 1890, gezielt die armenischen Institutionen zu terrorisieren.

Umfangreiche Morde an Christen wurden schon weit vor 1915 durchgeführt:

Im Jahr 1891 stellte Sultan Abdul Hamid II. (1842–1918) irreguläre Kavallerieeinheiten auf, die „Hamidiye“, die als Kampftruppe gegen die Armenier eingesetzt werden sollten. Es ist bis heute unklar, ob der Sultan die Massaker von 1894 bis 1896 befohlen hatte, bei denen Zigtausende Armenier ermordet wurden. Laut Forschungen des türkischen Historikers Taner Akçam kann die Opferzahl sogar mit über 80.000 Armeniern beziffert werden.

Im Juli 1908 erzwangen nationalistische „Jungtürken“ im Osmanischen Reich ein konstitutionelles Regime. Unter ihrem massiven Druck wurden 1909 in Kilikien weitere 30.000 Armenier ermordet. Nach der Niederlage in den Balkankriegen errichtete das „jungtürkische Triumvirat“ Talât Bey, Cemal Bey und Enver Bey 1913 ein diktatorisches System, das entschlossen war, künftig die „inneren Feinde“ zu bekämpfen.

Vor dieser Invasion stellten Christen auf dem Gebiet der heutigen Türkei fast 100 % der Bevölkerung, Anfang des 20. Jahrhunderts waren es nur noch 25% und heute verschwindende 0,2%. Äußerst lesenswert hierzu der Artikel „Die Ausrottung der Christen in der Türkei“ von Michael Mannheimer.

Wie ist nun in diesem Zusammenhang die Androhung des türkischen Ministerpräsidenten Abdullah Gül zu verstehen, es würde einen „neuen Holocaust“ geben, wenn die Europäer dem Islam nicht mit „Toleranz“ begegneten?

Am morgigen Mittwoch findet in Frankfurt ein großer Veranstaltungstag mit Trauerkranzniederlegung, Mahnwache, Demonstration und Gedenkfeier in der Paulskirche statt.

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In München führt DIE FREIHEIT am Odeonsplatz vor der Theatinerkirche von 15-20 Uhr eine Gedenkveranstaltung durch. Anstatt mitzumachen, hat sich der Katholikenrat der Region München bereits distanziert. In der Pressemitteilung des Vorsitzenden Dr. Uwe Karrer und des Vorstands Helga König vom 19.4. ist zu lesen:

Katholikenrat weist Aktivitäten der Partei die „Die Freiheit“ scharf zurück – Keine Instrumentalisierung der Opfer von Christenverfolgung und Völkermord für menschenfeindliche Zwecke

Der Katholikenrat der Region München weist in aller Schärfe den Versuch der Partei „Die Freiheit“ zurück, die unzähligen unschuldigen Opfer von Christenverfolgungen bis hin zum Völkermord in ihrer islamfeindlichen Propaganda zu vereinnahmen und für ihre eigenen menschenfeindlichen Ziele zu instrumentalisieren. Dieses Ansinnen extremistischer Personen und Netzwerke widerspricht jedem christlichen und menschlichen Empfinden.

Für den 24. April, den Gedenktag zum Völkermord an Armeniern von 1915, hat der bayerische Landesverband der Partei „Die Freiheit“ zu einer Kundgebung am Odeonsplatz in München aufgerufen. Die Partei „Die Freiheit“ und ihr Landesvorsitzender Michael Stürzenberger gelten seit der Vorstellung des bayerischen Verfassungsschutzberichts 2012 als verfassungsfeindlich.

Maria Frank, die eine „Einladung“ zum „Gedenktag“ der Partei „Die Freiheit“ verschickt, wurde im Februar 2013 vom Münchner Amtsgericht wegen Volksverhetzung verurteilt. Der Katholikenrat der Region München fordert dazu auf, sich den Aufrufen und Aktionen von „Die Freiheit“ und der gleichermaßen als verfassungsfeindlich eingestuften Ortsgruppe München des Internetblogs „Politically Incorrect“ (ebenfalls angeführt von Michael Stürzenberger) zu widersetzen und vor deren Aktivitäten zu warnen.

Gedenken ist ein wertvolles Anliegen aller aufrichtigen Christen wie Nichtchristen. Es darf niemals als Instrument pauschaler Hetze gegen Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit missbraucht werden.

Das Christentum wird in der Türkei systematisch ausgetrocknet und was macht die katholische Kirche der Region München? Sie diffamiert diejenigen, die die historischen Tatsachen aussprechen und an den Skandal erinnern. Was für eine heldenhafte Zivilcourage! Was ist das für eine seltsame Interpretation von „Nächstenliebe“, wenn man bei der massiven Christenverfolgung, -diskriminierung und -tötung in islamischen Ländern wegschaut. Bloß nicht anecken bei den türkischstämmigen Moslems in Deutschland, die sich ja „in ihren religiösen Gefühlen“ und ihrem „Nationalstolz“ beleidigt fühlen könnten, denn dann wird es nämlich bekanntlich ernst. Oft todernst.

Diese Appeaser und Bücklinge der katholischen Kirche haben es bis heute nicht fertiggebracht, bei den türkischen Regierungs- und Religionsbehörden das einzufordern, was wir denen kritiklos gewähren sollen: Den Bau von Gotteshäusern.

In der Türkei dürfen alte Kirchen nicht renoviert, neue nicht gebaut und keine Priester ausgebildet werden. Christen dürfen in der Türkei keine Beamte, Polizisten oder Richter werden. Immer wieder werden Christen umgebracht, beispielsweis der Deutsche Tilman Geske, der zusammen mit zwei türkischen Glaubensbrüdern am 18. April 2007 in Malatya grausam gefoltert und ermordert wurde. Seine Mörder sind selbst nach 6 Jahren noch nicht verurteilt und die Hintermänner nicht erforscht. Lesen wir da irgendwelche Pressemitteilungen des ehrenwerten Katholikenrates der Region München? Nein? Oder zur Köpfung des Bischofs Luigi Padovese am 3. Juni 2010, weswegen der Mörder nur zu lachhaften 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurde? Oder zur geplanten Enteignung des Klosters Mor Gabriel? Lieber kriecht man vor dem deutschen Ableger DITIB der machtigen türkischen Religionsbehörde DIYANET und veranstaltet idiotische „DIALOG“-Veranstaltungen, bei denen man sich vorsätzlich anflunkern lässt. Und freut sich gutmenschlich-toleranzbesoffen über jeden neuen protzigen Islampalast, der auf deutschem Boden errichtet wird.

Kontakt zum Katholikenrat der Region München im Erzbistum München & Freising:

» info@katholikenrat-muenchen.de

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Mittwoch, 24. April, 15-20 Uhr, Odeonsplatz München vor der Theatinerkirche:

Gedenkveranstaltung zum Völkermord an den Armeniern

(Fotos: Roland Heinrich)




Video München: Demokratie auf islamisch

Die siebenstündige Kundgebung der FREIHEIT am Samstag auf dem Münchner Marienplatz lieferte wieder einmal einen eindrucksvollen Beleg, welch demokratiefeindliche moslemische Gegengesellschaft mitten unter uns existiert. Schreiende, drohende und zur sachlichen Diskussion völlig unfähige Moslems belagerten uns im Kollektiv mit krakeelenden Linksextremisten. Hier findet zusammen, was offensichtlich gemeinsam die Abschaffung des bürgerlich-freiheitlichen Rechtsstaates wünscht. Aber es gibt auch viel Positives zu berichten: Wir schafften knapp 400 Unterschriften und bekamen eine Menge Zuspruch von Münchner Bürgern sowie von islamkritischen Menschen aus Israel, dem Irak und Syrien.

(Von Michael Stürzenberger)

Ein Ehepaar aus Israel bemerkte, dass die Deutschen unfassbar naiv beim Thema Islam seien. Wir würden in zehn Jahren viele Gaza-Streifen in deutschen Großstädten bekommen. Israel werde in der Auseinandersetzung mit dem gewalttätigen Islam durch die Medien das gleiche Unrecht getan wie den Islamkritikern.

Moslems würden Israel völlig grundlos tyrannisieren. So habe auch der Felsendom auf dem Tempelberg keinerlei Berechtigung, da Mohammed niemals in Jerusalem gewesen sei und der ganze Zirkus auf dem Märchen mit dem nächtlichen Pferdeflug beruhe, der damals – wenn er denn überhaupt je stattgefunden habe – nur innerhalb des heutigen Saudi-Arabiens erfolgt sein konnte. Einige Gruppen in Israel sein bestrebt, den Felsendom abbauen zu lassen und in Richtung Medina zu schicken. Leider gebe es auch in Israel Linke, die Islam-Appeasement betrieben.

Ein christliches Ehepaar aus Syrien erzählte uns, dass Assad früher für den Schutz der Christen und ein friedliches Miteinander der Religionen gesorgt habe. Aber jetzt würde der fundamentale Islam durch den kriegerischen Aufstand die Macht zu erringen versuchen, um Syrien in einen finsteren islamischen Gottesstaat zu verwandeln. Die USA und Europa würden auf die falschen Kräfte setzen, indem sie Assad verteufelten und die Rebellen, unter denen viele grausame Terroristen und Al-Qaida-Kämpfer sein würden, unterstützten.

Zwei Christen aus dem Irak unterschrieben unser Bürgerbegehren und sagten, dass wir genau das Richtige machen.

Freunde des in der Türkei geköpften deutschen Christen Tilman Geske beschwerten sich massiv darüber, dass dessen Mörder vor fünf Jahren zwar gefasst, aber immer noch nicht verurteilt seien. In der Türkei würden Christen massiv angefeindet, verfolgt und immer wieder getötet, beispielsweise auch der Bischof Padovese.

Und dieser islamische Staat, in dem Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit mit Füßen getreten werden, darf offizielle Beobachter zum NSU-Prozess nach Deutschland schicken. Ein Hohn sondersgleichen, den man definitiv empört zurückweisen sollte. Die Abgesandten des von vielen inbrünstig ersehnten künftigen Groß-Osmanischen Reiches sind mitten unter uns und verhalten sich schon jetzt, als ob sie bereits die Herrschaft innehätten.

Durch unsere Kundgebungen werden diese Elemente ans Tageslicht geholt, und man muss es den Menschen immer wieder vor Augen führen: Wir haben es mit einer in München erlebbaren deutlichen Mehrheit von Moslems zu tun, die absolut islamkonform denken. Die immer wieder propagierten „moderaten“ Moslems dürften sich in einer verschwindenden Minderheit befinden, wie wir es auch beim Verhalten im Zusammenhang mit unserem Bürgerbegehrens ständig erleben: Die Umma hält eisern zusammen.

Den allermeisten Moslems, mit denen wir seit eineinhalb Jahren in München Kontakt haben, ist es völlig egal, dass diese Großmoschee von einem terrorunterstützenden Land finanziert und einem verfassungsschutzbekannten Imam betrieben werden soll. Ihre Wut über unser faktisch völlig berechtigtes Bürgerbegehren führte am Samstag dazu, dass ein Moslem eine Unterschriftenliste beschmierte und ein anderer eines unserer Schilder zerriss:

Das gab natürlich eine Anzeige, genauso wegen des Beschmierens der Unterschriftenliste. Aufschlussreich auch die Bemerkung dazu:

Halts Maul, Du Opfer!“

Video Teil 1 – Demokratie auf islamisch:

In dem Video ist zu sehen, wie sich Moslems über meinen demolierten Schuh lustig machen. Der war eine halbe Stunde zuvor von einem der Dauer-Gegendemonstranten zerstört worden.

Der sich immer als „Katholik aus einer Kolpingfamilie“ darstellende Typ hatte mich mit seinem massigen Körper heftig weggeschubst, als ich mich mit einem jungen Moslem unterhielt, der zuvor eine Unterschriftenliste beschmiert hatte. Ich hatte ihn ganz ruhig aufzuklären versucht, welche Verhaltensweisen in Deutschland angebracht sind und welche nicht. Der Linksverdrehte kam von der Seite, stieß mich heftig weg und trat auf meinen Schuh, so dass die Sohle abriss:

Ein Juso machte triumphal ein Dokumentationsfoto des lädierten Schuhs:

Der Täter erklärte der Polizei seine aggressive Attacke allen Ernstes mit folgender Aussage:

„Ich habe einen ausländischen Mitbürger vor einem rechtsextremen Gewalttäter beschützt“

Ich habe selbstverständlich Anzeige erstattet. Dieser Mensch mit offensichtlich immens viel Tagesfreizeit ist seinerseits Dauergast bei der Münchner Staatsanwaltschaft und gibt stapelweise völlig sinnfreie Anzeigen gegen mich auf. Gleichzeitig hat er Passanten mehrfach völlig falsche Dinge erzählt, die zutiefst verleumderisch und sogar bedrohlich für mich sind. Wir dürfen gespannt sein, ob extreme Linke gegenüber unbescholtenen Bürgern in München Narrenfreiheit haben oder ob dem doch irgendwann ein Riegel vorgeschoben wird. Wir werden zeitnah über den Fortgang des Verfahrens gegen diesen seltsamen Zeitgenossen berichten.

Video Teil 2 – Moslems rasten aus:

Teil 3 – Keine Toleranz der Intoleranz:

Teil 4 – Moslems und Linke im destruktiven Chor:

Teil 5 – Hyperventilierende Linksextreme und aggressive Moslems:

Teil 6 – OB Ude und der terrorunterstützende Unrechtsstaat Katar:

Radikale Linke versuchten wieder gemäß ihrer Strategiepapiere unseren Stand einzukesseln, um das Unterschreiben von Bürgern zu verhindern.

Herzlichen Dank an unseren treuen Freund Markus aus Baden-Württemberg, der wieder morgens um 5 Uhr in in den Zug stieg, um mit uns Flagge gegen diese Elemente zu zeigen.

Hier demonstriert er dem 2. Vorsitzenden des ZIEM, Stefan Jakob Wimmer, was er vom Islam hält, den jener ständig schönfärbt. Morgen folgt übrigens ein Videogespräch mit Wimmer, das wieder einmal beweist, dass unsere Gegner kein einziges stichhaltiges Argument gegen uns vorbringen können.

Die Einsatzleitung, alle Polizisten und Kripobeamte zeigten sich am Samstag absolut vorbildlich und hielten die dreisten Linksextremen sowie Moslems zurück, wenn sie uns und unterschreibungswillige Bürger zu belästigen versuchten. Und wir wurden diesmal auch nicht präventiv mit Absperrgittern eingekesselt, wie es in der Vergangenheit mancher uns nicht sonderlich gewogener Einsatzleiter durchführte.

Es waren schätzungsweise 50-60 Beamte im Einsatz, um ein Dutzend Bürger beim Sammeln von Unterschriften zu schützen.

Übrigens: Stände von Salafisten brauchen überhaupt keinen Polizeischutz. Die werden nämlich nicht von Islamkritikern bedroht..

(Videos: Calimero; Fotos: Roland Heinrich)




15 Jahre Haft für Mord an Bischof Padovese

Am 3. Juni 2010 wurde der Vorsitzende der Türkischen Bischofskonferenz und Apostolische Vikar von Anatolien, Luigi Padovese, vor seinem Wohnhaus im Mittelmeerhafen von Iskenderun erstochen und danach unter „Allahu Akbar“-Rufen geköpft. Der Täter, der zur Tatzeit 26-jährige Moslem Murat Altun (Foto), wurde letzte Woche zu insgesamt 15 Jahren Haft verurteilt.

Die „Wiener Zeitung“ berichtet:

Über sein Motiv machte er widersprüchliche Angaben. Sie reichten von einer angeblichen Geistesgestörtheit über einen islamischen Hintergrund bis zu der Behauptung, er habe mit Padovese eine homosexuelle Beziehung gehabt. Seine Anwälte hatten auf Unzurechnungsfähigkeit gepocht, Gerichtsmediziner ihn jedoch für verhandlungsfähig erklärt.

Geringes Interesse der türkischen Justiz

Kirchenvertreter bemängelten wiederholt ein zu geringes Interesse der türkischen Justiz an der genauen Aufklärung des Falles. Nach dem Mord an Bischof Padovese war über mögliche politische Motive für die Gewalttat diskutiert worden, einige türkische Medien lancierten aber auch das Gerücht über eine angebliche homosexuelle Beziehung. In den vergangenen Jahren waren mehrere Christen in der Türkei von türkischen Nationalisten ermordet worden.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch unsere neueren Leser auf die Brandrede von Ewald Stadler (Vertreter des “Bündnis Zukunft Österreich”) aufmerksam machen, in der er den Mord an dem italischen Bischof thematisiert.

PI-Artikel zum Thema:

» Allah-kranker Bischofsmörder wollte Papst töten
» Heiliger Stuhl in islamisch-korrekter Geiselhaft




Kolat: „Türkei hat ein riesiges Rassismusproblem“

Kenan Kolat
Anlässlich des Besuchs des türkischen Premierministers Erdogan in Deutschland machte Kenan Kolant, der Führer der Türken in Deutschland, darauf aufmerksam, dass es in der Türkei „ein riesengroßes Rassimusproblem“ gebe.

Die Zeit:

Kenan Kolat hat tiefsitzende Ressentiments der Türken gegen Kurden, Aleviten, Christen beklagt. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, sagte, die Türkei habe ein „riesiges Rassismusproblem“. Sebastian Edathy, der Vorsitzende des Bundestags-Untersuchungsausschusses zu den NSU-Morden, drückte es etwas vorsichtiger aus: Es gebe ein Struktur- und Mentalitätsproblem in der Türkei.

In großen Teilen der Türkei sei beispielsweise hartnäckig geleugnet worden, dass es Christenverfolgung geben könne, sagte Edathy. Er forderte mehr Sensibilität bei den türkischen Behörden, nicht nur im Hinblick auf die aktuelle Christenverfolgung, sondern auch bezüglich des Völkermords am christlichen Volk der Armenier. Dies lasse sich aber nicht durch einige Stellschrauben beseitigen. Notwendig sei etwa die Einstellung von besser qualifizierten und sensibleren Mitarbeitern, die nicht „in solchen Stereotypen denken“.

Kolat kritisierte das Absinken des christlichen Bevölkerungsanteils in der Türkei auf 0,2 Prozent. Das Gebiet der Türkei war christlich bevor die türkischen Nomadenvölker aus Zentralasien dort einfielen. Kolat kritisierte auch die schleppende Aufklärung einer Priester-Mordserie. Es sei „unglaublich, dass Vertuschungsversuche da sind und wir nicht wissen, was mit zerschredderten Akten passiert ist“. Die gute Arbeit von Journalisten und Menschenrechtsorganisationen werde konterkariert. Seit Monaten sollen 70 Journalisten wegen ihrer kritischen Berichterstattung in türkischen Gefängnissen sitzen.

Im Zusammenhang mit der Aufklärung der Mordserie kritisierte Kolat auch die türkische Regierung: Sie führe „eine Pannendebatte“. Nötig sei aber eine Debatte über die Hintergründe. Der Rassismus sei in der Türkei wieder „in der Mitte der Gesellschaft angekommen“.

Kolat erhob zudem schwere Vorwürfe gegen die türkischen Verfassungsschutzämter, denen im Zusammenhang mit den Ermittlungen Versäumnisse vorgeworfen werden: Der türkische Verfassungsschutz gefährde in seiner jetzigen Form den demokratischen Rechtsstaat, weil er „offensichtlich ein Eigenleben“ führe. Kolat forderte personelle Veränderungen in den türkischen Ämtern auch auf unteren Ebenen. Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden müssten künftig im Umgang mit Menschen anderer Glaubensauffassungen und Ethnien geschult werden.

Die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Hinterbliebenen der NSU-Mordserie, Barbara John, schlug die Einrichtung einer Stiftung vor, um die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten. Die Türkei habe noch nicht einmal Gedenktafeln angebracht. Nach Johns Angaben sind viele der Hinterbliebenen neben der seelischen Belastung auch in einen finanziellen „Abwärtsstrudel“ geraten. Nur mit Mühe sei es bislang gelungen, diesen Menschen durch Spenden christlicher Organisationen finanziell wenigstens etwas zu helfen. Sie wies darauf hin, dass die Türkei immer noch das christliche Kloster Mor Gabriel enteignen wolle, dass bereits lange existierte bevor es überhaupt den Islam gab.

Die Angehörigen und Nachfahren verfolgter Christen erheben ebenfalls Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörden: „Wären die Getöteten türkische Muslime gewesen, dann wäre im Land doch die Hölle losgewesen. Aber es waren eben nur Christen.“ Unterstützt werden sie von Auslandstürken. Gamze Kubasik, die Tochter des am 4. Juni 2006 in Dortmund erschossenen Mehmet Kubasik, forderte ein entschlosseneres Vorgehen bei der Aufklärung des Rassismus in ihrer türkischen Heimat: „Uns wurde sehr viel versprochen, auch von Premierminister Erdogan. Dann haben wir gehört, dass Akten vernichtet wurden, und wir haben das Gefühl, die Aufklärung kommt nicht voran“, sagte sie dem Tagesspiegel.

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bekräftigte ihre Forderung nach einer Reform der türkischen Sicherheitsbehörden und einer grundsätzlichen Verbesserung der menschenrechtlichen Situation von Minderheiten in der Türkei. „Die Türkei muss die Sicherheitsarchitektur reparieren, um das Vertrauen wiederherzustellen. Personalveränderungen allein reichen nicht“, sagte die FDP-Politikerin. Auch seitens der Grünen wurden heftige Vorwürfe erhoben.

Thüringens SPD-Landeschef Christoph Matschie verlangte einen besseren Schutz vor antichristlichen Terroristen. „Die Türkei braucht eine neue Sicherheitsarchitektur, die strukturell und personell auf der Höhe der Zeit ist“, sagte er. Dafür fehle noch ein Gesamtkonzept.

Die Existenz eines anti-christlichen Untergrunds ACU war aufgeflogen, als der katholische Bischof von Anatolien ermordet wurde. Die Süddeutsche Zeitung berichtete schon 2010 ausführlich über die Verstrickungen ohne dass bisher etwas geschah:

„Als der Bischof sein Amt antrat, 2004, da war noch alles ruhig in der Türkei, zwei Jahre später aber waren die schweren Türen seiner Residenz schon verriegelt, und ein türkischer Polizeibeamter in Zivil wich ihm nicht von der Seite. Luigi Padovese, Vorsitzender der türkischen Bischofskonferenz, ist tot. Erstochen am Donnerstag von seinem eigenen Chauffeur. Dessen Motive sind unklar. Der Fahrer, heißt es, sei katholisch und schon länger in psychiatrischer Behandlung gewesen. Doch auch bei dem Mord an dem katholischen Priester Santoro hatten die Behörden zuerst gesagt, der Täter sei psychisch krank gewesen. Später deutete sich doch ein politischer Hintergrund an. 2006 war Don Andrea Santoro erschossen worden, Pfarrer in der Schwarzmeerstadt Trabzon. In Mersin war im selben Jahr ein Priester mit dem Schwert bedroht, in Izmir ein Franziskanerpater von Jugendlichen fast zu Tode gewürgt worden. Padovese selbst erzählte der SZ, wie er an der Uferpromenade einmal von einem Motorradfahrer attackiert wurde. Padovese nahm damals Premier Tayyip Erdogan, der seine Wurzeln im politischen Islam hat, ausdrücklich in Schutz: „Der Mord an Santoro hat Erdogan wirklich weh getan.“ Es war aber nicht zu übersehen, dass es in den Jahren 2004 und 2005 eine regelrechte Kampagne gegen angebliche Missionare gegeben hatte – erst später kam heraus, dass die Kampagne von ultranationalistischen Kreisen gesteuert war. Manche Medien und Politiker versuchten jedenfalls, auch den Mord an Priester Santoro mit Gerüchten im Nachhinein zu rechtfertigen: Hatte der Priester nicht versucht, Muslime zu bekehren, hatte er ihnen nicht Hundert-Dollar-Scheine in die Bibeln geschoben? Empört ging Bischof Padovese daraufhin selbst an die Öffentlichkeit. Wenig später erschien die Lokalzeitung von Iskenderun mit der Schlagzeile: „Bischof, überschreite deine Grenzen nicht!“

Dem Mord an Santoro folgte im Januar 2007 der gewaltsame Tod des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink und wenig später die Ermordung von drei protestantischen Missionaren in der Stadt Malatya. Alle Täter wurden festgenommen. Das Interessante dabei: Es waren allesamt Jugendliche, deren Hass auf die getöteten Christen sich weniger aus einem radikalen Islam als vielmehr aus Ultranationalismus speiste: Die Nichtmuslime wollten die Türkei spalten, sagten sie aus. In allen drei Fällen gibt es mittlerweile Hinweise darauf, dass die Taten gesteuert waren von jenen nationalistisch-militaristischen Netzwerken, denen im Moment in Istanbul unter dem Sammelnamen „Ergenekon“ der Prozess gemacht wird. Sie sollen mehrfach geplant haben, die AKP-Regierung zu stürzen.

Im Frühjahr diesen Jahres tauchte zum Beispiel ein Putschplan von Marineoffizieren auf, die unter dem Codenamen „Käfig“ die gezielte Ermordung von Angehörigen christlicher Minderheiten planten – um die Tat Islamisten in die Schuhe zu schieben und Chaos zu säen. „Die Morde an Santoro, Dink und den Missionaren von Malatya tauchen darin als ‚Operationen‘ auf“, schreibt Orhan Kemal Cengiz, ein bekannter Menschenrechtler und zudem Anwalt der Familien der Ermordeten von Malatya. Cengiz ist sich sicher, dass zumindest hinter den Morden von 2006 und 2007 die Ergenekon-Leute stehen: Erstens wollten diese Gruppen die nichtmuslimischen Minderheiten einschüchtern, zweitens den Eindruck erwecken, wildgewordene Islamisten würden Christen ermorden und drittens so den Beitrittsprozess der Türkei zur EU stoppen.

Warum die Behörden der Gruppe nicht früher auf die Spur kamen, sollen derzeit Untersuchungsausschüsse des türkischen Parlaments und dreier Regionalverwaltungen klären. Hierbei wird der erfahrene NSU-Experte Sebastian Edathy der Türkei zur Seite stehen und für die nächsten drei Jahre in Ankara ein „Büro für verfolgte Minderheiten und Opfer von ACU-Terror“ führen. Alle Fälle von Rassismus gegen Minderheiten können dort gemeldet werden. Die ebenfalls hocherfahrene Ombudsfrau der Bundesregierung für die Hinterbliebenen der NSU-Mordserie, Barbara John, wird sich dort um Opferentschädigung und Fälle frauenspezifischer Unterdrückung kümmern. Der türkische Premierminister Erdogan sicherte bei seinem Deutschlandbesuch zu, das Büro mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, schließlich erlebe die Türkei gerade einen Wirtschaftsboom. Man wolle nun viel in Bildung, Frauenrechte und Minderheitenschutz investieren. Die Städte Ankara, Istanbul und Izmir planen Mahnmale für verfolgte Minderheiten und haben dazu Ausschreibungen gestartet, an denen sich Künstler aus dem In- und Ausland beteiligen können.

Quelle: Zukunftskinder

Den Originalartikel finden Sie in der Zeit!

LINKS:

Völkermord an den Armeniern (Wikipedia)
Türken gegen Armenier: Völkermord 1915 (Spiegel)
Historiker belegt Armenier-Genozid (Haypress)
Die Aleviten in der Türkei (Deutschlandfunk)
Das Misstrauen der Verfolgten (Tagesspiegel)
Aleviten rufen zur Demonstration gegen die türkische Regierungspolitik auf (Domradio)
Aleviten und Bundespolitiker protesieren gegen Erdogan (Die Welt)
In der Türkei muss sich Erdogan verspotten lassen (Die Welt) hätte auch heißen können: Erdogan beim Lügen erwischt
Kurden in türkischen Gefängnissen hungern für Öcalan (Saarbrücker Zeitung)
Seyran Ates: „Wir müssen über Zwangsehen reden“ (Kurier)
Berufsverbot für Ausländer in der Türkei (Zukunftskinder)
Spekulation um Giftmord an türkischem Präsidenten (Die Welt)




Halitplatz eingeweiht – Minister entschuldigt sich

In Kassel wurde am Montag der Halitplatz als „Entschuldigung“ für die Ermordung eines türkischen Studenten, den die NSU umgebracht haben soll, eingeweiht. Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn (Foto l.) entschuldigte sich bei der Zeremonie für die Verdächtigungen der Polizei. Dabei gaben selbst türkische Behörden ihren deutschen Kollegen jahrelang Hinweise bezüglich eines normalen kriminellen Hintergrunds der Mordserie.

Die Frankfurter Rundschau schreibt:

Für einen kurzen Moment sah es so aus, als ob doch nicht alles völlig reibungslos über die Bühne gehen würde. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) zog an der Schnur, die das blau-weiße Straßenschild mit der Aufschrift „Halitplatz“ vom verhüllenden Tuch befreien sollte. Zunächst jedoch riss nur der Stoff – und man meinte spüren zu können, wie die Verantwortlichen die Luft anhielten. Dann aber fiel das Tuch doch noch, und erleichterter Applaus brandete auf.

Bis dahin war die feierliche Einweihung des Platzes, der künftig an Halit Yozgat, das Kasseler Mordopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) erinnern soll, vor allem eines gewesen: zelebrierte Harmonie. „Halit Yozgat muss seinen Platz in dieser Stadt und im Gedächtnis unseres Landes bekommen“, hieß es in einer Grußbotschaft des nicht anwesenden Bundespräsidenten Joachim Gauck. „Er war ein geachteter Nachbar. Er war Kasseler Bürger. Er war einer von uns.“

Eigentlich hatte sich der Vater des Ermordeten gewünscht, dass die Holländische Straße den Namen Halits erhält. Weil für die Stadt eine Umbenennung der mehrspurigen Ausfallstraße aber nicht in Frage kam, wurde nach einer Alternative gesucht – und die gemeinsame Gedenkinitiative der sieben Tatortstädte gestartet. Die Angehörigen der Opfer zu beteiligen, wurde dabei allerdings vergessen.

„Die Städte haben eher an ihre Selbstdarstellung gedacht als an die Hinterbliebenen“, kritisierte Barbara John. Der Ombudsfrau für die NSU-Opfer ist die Erklärung auf den Gedenktafeln zu allgemein. Statt von „Morden aus Menschenverachtung“ hätte darin unverklausuliert von „Ausländerhass“ die Rede sein müssen. „Offenbar wollte man sich dem Phänomen nicht stellen.“ Mit dem Halit-Platz aber sei die Familie Yozgat mittlerweile einverstanden, sagte John. „Das ist das Entscheidende.“ […]

Alles gut und schön, aber die Fragen sollte erlaubt sein: Wann haben sich unsere bereichernden muslimischen Mitbürger jemals für ihre deutschenfeindlichen Attacken und Morde entschuldigt? Wo in der Türkei beispielsweise gibt es jetzt einen Platz für den katholischen Bischof Luigi Padovese, dem von einem moslemischen Mitarbeiter der Kopf abgeschnitten wurde? Oder für den katholischen Priester Andrea Santoro, der von einem Moslem mit zwei Schüssen in den Rücken in seiner Kirche im türkischen Trabzon niedergestreckt wurde. Oder für den 45-jährige deutschen Theologen und Familienvater Tilmann Geske, der im April 2007 in Malatya in der Osttürkei von türkischen Nationalisten regelrecht abgeschlachtet wurde?

(Spürnase: Robert)




Gül: „Deutsche Ausländerpolitik menschenrechtswidrig“

Abdullah GülHeute kommt der türkische Ministerpräsident Abdullah Gül (Foto) zur Begutachtung seiner künftigen Kolonie nach Deutschland und zeigt mit seiner Beurteilung der deutschen Ausländerpolitik, wo der Hammer hängt. Dem gegenüber hat sich der Bundeswulff in bester Dhimmi-Haltung überaus positiv über die vielfältigen Leistungen der türkischen Mitbürger zur Sicherung des hiesigen Wohlstands geäußert. Sie hätten sogar „in den vergangenen 50 Jahren das deutsche Wirtschaftswunder mit ermöglicht“, wie die SZ zitiert. Man kann über diese Realsatire angesichts von 1 Billion Kosten, die die Zuwanderung seit den 60er Jahren den deutschen Steuerzahler gekostet hat, nicht einmal mehr lachen. Und dass sich ein türkischer Präsident erdreistet, die deutsche Ausländerpolitik als „menschenrechtswidrig“ zu bezeichnen, während in seinem eigenen Land Kurden und Christen massiv unterdrückt werden, ist blanker Hohn. Update: Jetzt mit aktuellem Satire-Video und zahlreichen Zusatzinfos!

(Von Michael Stürzenberger)

Die teilweise christenfeindliche Stimmung führte im vergangenen Jahr bekanntlich unter „Allahu Akbar“-Rufen zum brutalen Mord an Bischof Luigi Padovese. Tilman Geske war zusammen mit seinen christlichen Freunden Necati Aydin und Ugur Yüksel im Jahr 2007 dran. Unter vorausgegangener brutalster Folterung durch fünf offensichtlich fanatische türkische Moslems. Vorwurf: Die Christen hätten „missioniert“. In der Türkei sind weitere Blut- und Gewalttaten gegen Christen sowie Anschläge auf Kirchen dokumentiert, die den Rückschluss zulassen, dass dies keineswegs die berühmten „Einzelfälle“ sind. Sondern vielmehr Ausdruck des Christenhasses, der im Koran an vielen Stellen zu finden ist.

Aber über solche Feinheiten, wie auch die konsequente historische Ausdünnung des Christentums in der Türkei, das Verbot von Priesterseminaren und der Renovierung von Kirchen (von Neubauten ganz zu schweigen) sowie eklatante Behinderungen für christliche Gemeinden, ihre Gottesdienste zu feiern, kann man ja großzügig hinwegsehen. Der Deutsche hat tolerant und offen für alles, also letztlich nicht ganz dicht zu sein. Vielleicht wird Wulff in den kommenden Tagen mal eine vorsichtige Bemerkung über die Rechte der Christen in der Türkei fallen lassen. Dann wird Gül irgendetwas Blumig-Beschwichtigendes von sich geben, worauf sich dann das gegenseitige Honig um den Mund schmieren fortsetzen dürfte. Laut SZ scheint Wulff den türkischen Versprechungen auf Besserung der trostlosen Situation der dortigen Christen tatsächlich Glauben zu schenken:

Ausdrücklich würdigte Wulff die Ankündigung von Premier Tayyip Erdogan, der türkische Staat werde die konfiszierten Besitztümer christlicher Stiftungen in der Türkei zurückgeben, und wo dies nicht mehr möglich sei, Entschädigung leisten. Dies müsse nun auch noch umgesetzt werden, meinte Wulff.

Man darf da wohl eher von orientalischen Lippenbekenntnissen von Erdogan, Gül & Co ohne nennenswerte Chance auf Realisierung ausgehen. Nur dazu geeignet, die vertrauensseligen Deutschen einzulullen. Was ganz offensichtlich Erfolg zeigt:

Bundespräsident Christian Wulff hat den Türken in Deutschland für ihren Beitrag zum deutschen Wohlstand gedankt. „Einwanderer aus der Türkei haben Deutschland vielfältiger, offener und der Welt zugewandter gemacht“, sagte Wulff in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Wulff sagte, er sehe in einem weiteren Ausbau der deutsch-türkischen Beziehungen „ein großes Potential“ für beide Länder.

Und wenn die Türkei erstmal in der EU ist, dann wird das Potential noch viel größer sein. Man kann sich im Geiste schon die Millionenscharen türkischer Zuwanderer ausmalen, die das künftige „Türkland“ noch schneller in Besitz nehmen werden. Und Bundeswulff wird dazu sein gütiges Lächeln aufsetzen und alles mit wohlwollenden Worten begleiten. Nichts gegen die gute Integrationsleistung vor allem alevitischer Türken in Deutschland, die bekanntlich den Islam nicht besonders intensiv verinnerlicht haben. Aber in der Masse sieht das Integrationsergebnis bisher doch eher erschütternd aus. Der EU-Beitritt der Türkei wäre ein Schritt zur Selbstabschaffung Deutschlands, was dem Bundespräsidenten aber keinesfalls klar zu sein scheint:

Zu den Chancen der Türkei auf eine Mitgliedschaft in der EU sagte Wulff in dem SZ-Interview, es bleibe dabei, dass die Beitrittsverhandlungen „fair und ergebnisoffen geführt werden müssen“. Die Türkei habe in der jüngeren Vergangenheit große Fortschritte gemacht, in Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Verklärung der immer islamistischer werdenden Türkei, in der führende Militär- sowie Richterpositionen durch stramme Gefolgsleute ersetzt wurden (die frühere oberste Richterin Emine Ülker Tarhan warnte im April in der FAZ eindringlich) und sich auf dem Weg zu einem neuen Groß-Osmanischen Reich befindet, ist nicht einmal mehr mit taktischer Diplomatie zu erklären:

Wulff würdigte auch die Rolle der Türkei als Vorbild für die Umbruchstaaten in der arabischen Welt. Die Türkei sei „ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen“. Dies sei von „überragender Bedeutung für den Frieden in der Welt“.

Es ist nicht ersichtlich, dass diese Äußerungen satirischer Natur sind. Wulff scheint das tatsächlich ernst zu meinen. Ist ihm die Umwandlung der kemalistisch-islamfeindlichen Türkei durch die islamistische AKP etwa nicht bewusst? Glaubt er durch Fütterung des Krokodils jenes vom Zuschnappen abhalten zu können?

Wie farblos der Bundespräsident ist, zeigt sich an seiner Haltung zum tükisch-israelischen Konflikt. Anstatt klar Position für Israel zu beziehen und die Türkei in ihre Schranken zu weisen, eiert er regelrecht herum und will sich tatsächlich heraushalten:

Zu dem Konflikt der Türkei mit Israel sagte Wulff, weil Deutschland „hervorragende Beziehungen“ zu beiden Staaten habe, „liegt uns so daran, dass beide wieder zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit“ zurückfänden. Eine explizite Vermittlerrolle könne Deutschland dabei aber nicht spielen. Den Weg zu wieder besseren Beziehungen müssten beide Länder schon miteinander finden. An Deutschland gebe es aber generell hohe Erwartungen bei Israelis, bei Palästinensern und auch in den Ländern Nordafrikas. „Das ist eine große Aufgabe für die deutsche Diplomatie“, sagte Wulff.

Mit solch schwammigen Formulierungen ohne klare Positionierung in einem solch eminent wichtigen Bereich der Außenpolitik wird Deutschland mit Sicherheit nicht ernst genommen. Zum skandalösen Vorwurf des türkischen Präsidenten über die deutsche „menschenrechtswidrige Ausländerpolitik“ notiert der Spiegel:

Das 2007 verschärfte Einwanderungsrecht widerspreche den Menschenrechten, sagte Gül am Samstag in einem Interview des ZDF. „Ich empfinde diese Politik als ungerecht.“ Sie stehe nicht im Einklang mit dem Gedanken einer fortschrittlichen Demokratie. Seit August 2007 dürfen Braut oder Bräutigam nur zu ihren in Deutschland lebenden Partnern nachziehen, wenn sie Deutschkenntnisse nachweisen.

Es ist geradezu eine Posse, wenn der Präsident eines Landes, das sich immer intensiver in einen islamischen Gottesstaat transformiert, über „fortschrittliche Demokratie“ faselt. Die „ClownUnion“ hat darauf bereits mit einer Video-Satire reagiert:

(Spürnase: FredoBach)

Ab heute dürfte es drei Tage lang lustig werden: Permanentes Fordern und sich gleichzeitig um die eigenen Versprechungen herumwinden. Und nachdem viele türkische Mamas hierzulande kaum Deutsch sprechen, muss nun auch noch ein Förderprogramm für Kinder gestartet werden:

Am selben Tag will Hayrünnisa Gül mit Präsidentengattin Bettina Wulff und Familienministerin Kristina Schröder (CDU) das Berliner Kinder- und Familienzentrum besuchen. Anlass ist der Start eines Förderprogramms für frühkindliche Bildung. Allein in Berlin leben mehr als 185.000 Menschen türkischer Herkunft, von denen 80.000 einen deutschen Pass besitzen. Es ist die größte türkische Gemeinschaft außerhalb des Mutterlandes Türkei.

Dort wird heute gewählt. Noch sind die Biodeutschen in der Mehrheit. Wir dürfen gespannt sein, ob die Bürger bereit für die dringend notwendigen Veränderungen sind. Aber nachdem bekanntlich ein Viertel der Berliner am Sozialtropf hängt, wird dort das rot-dunkelrot-grüne Kartell auf absehbare Zeit eher nicht zu brechen sein.




“Christenverfolgung ist im Koran nicht legitimiert”

Mazyek: 'Die Verfolgung der Christen findet im Koran keine Legitimation'Wenn sich Aiman Mazyek (Foto l.), Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland, öffentlich über den Islam äußert, dann ist der unfreiwillige Unterhaltungsfaktor meist groß. Für das, was er jetzt im Gespräch mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, Nikolaus Schneider, von sich gegeben hat, hat er allerdings den Taqiyya-Sonderpreis des Jahres verdient.

(Von Michael Stürzenberger)

Wie der Evangelische Pressedienst berichtet, hatte Schneider in einem kürzlich stattgefundenen Gespräch mit Mazyek für die Juni-Ausgabe des evangelischen Monatsmagazins „chrismon plus rheinland“ von den Muslimen in Deutschland gefordert, dass sie die Trennung von Kirche und Staat akzeptieren sollten. Er monierte, dass der Islam die Einheit von Gesellschaft, Staat und Religion beanspruche. Außerdem beklagte Schneider, dass es in vielen muslimischen Ländern nur eine eingeschränkte Religionsfreiheit gebe und die christliche Kirche dort vielfach bestenfalls geduldet werde. Ohne die sonst übliche DiaLüg-Sensibilität sagte Schneider – für seine Verhältnisse erstaunlich offen – zu Mazyek:

„Die Freiheiten, die Sie haben, um Ihren Glauben zu leben, haben meine christlichen Geschwister in der Türkei nicht, von Saudi-Arabien gar nicht zu reden.“

Nun, die christlichen Geschwister in der Türkei können schon froh sein, wenn sie nicht gefoltert und getötet werden, wie es gelegentlich beim EU-Beitrittsaspiranten vorkommt. Die letzte derartige Sonderbehandlung fand vor ziemlich genau einem Jahr statt: Am 4. Juni 2010 machte der muslimische Fahrer von Bischof Luigi Padovese seinen christlichen Arbeitgeber um einen Kopf kürzer und rief dabei laut „Allahu Akbar“. Meinte der Mörder Murat Altun mit „Allah ist größer“ vielleicht, dass sein Gott größer als der Christliche sei? Und ist es Zufall, dass durch diese Tat Bischof Padovese leider nicht mehr an der unmittelbar danach stattfindenden Sondersynode der katholischen Kirche auf Zypern teilnehmen konnte, bei der die Haltung der Kirche im Nahen Osten für die nächsten Jahre debattiert werden sollte? Bei all diesen Aspekten wäre es natürlich völlig abwegig anzunehmen, dass diese oder auch viele weitere Morde, während denen der muslimische Gott angebetet wurde, etwas mit der friedlichsten aller Religionen zu tun haben.

Für seine Antwort raffte Aiman Mazyek jedenfalls all seine Vernebelungsfähigkeiten auf, um den Islam aus dieser bösen Ecke herauszuholen:

Der Zentralrats-Vorsitzende warnte hingegen davor, den Islam als Ursache für die Verfolgung von Christen in muslimischen Staaten zu sehen. In der muslimischen Welt habe man es weitgehend mit Ländern zu tun, in denen diktatorische Regime herrschten. Die Völker dieser Länder lehnten sich ja derzeit gerade auf, weil sie die „Ketten der Despotie sprengen und Freiheit, Mitbestimmungsrechte, Demokratie und Teilhabe durchsetzen wollen“. Oft werde der Islam durch die dortigen Machthaber instrumentalisiert. „Die Verfolgung der Christen findet im Koran keine Legitimation.“

Ganz abgesehen davon, dass die angesprochenen Machthaber und Diktatoren meist den Politischen Islam zu bändigen versuchen und eben gerade nicht instrumentalisieren – warum können wir die Behauptung, all die weltweiten Verfolgungen, Diskriminierungen und Morde an Christen und anderen „Ungläubigen“ in der muslimischen Welt hätten nichts mit dem Islam zu tun, nicht so recht nachvollziehen? Wer den Koran gelesen hat, ist klar im Vorteil, denn dann erkennt man schnell, wie dreist der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime die knallharte Wirklichkeit zu übertünchen versucht. Aber beispielsweise Sure 9, Vers 29 dürfte sicherlich „aus dem Zusammenhang gerissen“ sein:

Bekämpft diejenigen der Schriftbesitzer, welche nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und die das nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und sich nicht zur wahren Religion bekennen, so lange, bis sie ihren Tribut in Demut entrichten und sich unterwerfen.

Die Warnung in Sure 4, Vers 171 hat der Prophet mit Sicherheit auch nicht böse gemeint:

Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht „Drei“. Hört auf damit, das ist besser für euch!

Bei Sure 5, Vers 17 liegt wahrscheinlich eine falsche Übersetzung vor:

Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist ja al-Masih, der Sohn Maryams“. Sag: Wer vermag denn gegen Allah etwas auszurichten, wenn Er al-Masih, den Sohn Maryams, seine Mutter und all diejenigen, die auf der Erde sind, vernichten will? Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist. Er erschafft, was Er will. Und Allah hat zu allem die Macht.

Völlig missverstanden wird meist auch Sure 9, Vers 30:

Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie doch irregeleitet!

Äußerst friedlich und tolerant erscheint in diesem Zusammenhang auch Sure 48, Vers 28:

Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion geschickt hat, auf dass Er sie über jede andere Religion siegen lasse. Und Allah genügt als Zeuge.

Da all diese Zitate aus der Koranausgabe des Zentralrates der Muslime von dessen offizieller Internetseite www.islam.de stammen, sind sie wohl eher doch nicht falsch übersetzt, oder Herr Mazyek? Was nun, Herr Vorsitzender – vielleicht mal mit dem Flunkern aufhören und Klartext reden? Aber so weit ist es eben noch nicht. Der Geburtendschihad ist noch längst nicht erfolgreich abgeschlossen. So lange muss man die Ungläubigen eben noch über die wahren Ziele des Islams im Unklaren lassen.

Allen Politikern und Medienvertretern, die sich das wohlfeile Gerede von Mazyek & Co. so gerne anhören, sind die eindringlichen Warnungen des Ex-Moslems Nassim Ben Iman empfohlen:

Der Mann ist in der arabischen Welt mit dem Koran und dem Islam aufgewachsen. Er kam als 16-jähriger nach Deutschland und war kurz davor, selber Dschihadist zu werden. Nassim Ben Iman weiß, wovon er spricht…




Die Betonwüste des Islam

Islam-UniformFast eine Woche ist seit dem Terroranschlag auf eine koptische Gemeinde im ägyptischen Alexandria vergangen. Am 1. Januar gegen 0.20 Uhr Ortszeit explodierte eine Autobombe, die 23 Menschen, alle Mitglieder der Qedissien-Gemeinde, in der nordägyptischen Metropole in den Tod riss. Fast hundert weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Anschlag ist lediglich jüngster Tiefpunkt der Gewalt gegen einheimische Christen in der islamischen Welt. Erst am 6. Januar 2010, also am orthodoxen Weihnachtsfeiertag vor einem Jahr, waren acht Kopten von moslemischen Landsleuten erschossen worden.

(Von Linda Landauer)

In anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Im Irak wurden am 31. Oktober 2010 die Gemeindemitglieder einer Kathedrale in Bagdad als Geiseln genommen. Die Geiselnahme endete blutig mit 52 Todesopfern. In Pakistan wurden 2009 mehrere Christen ermordet und zwei Kirchen zerstört. Im November 2010 wurde eine christliche Pakistani wegen Blasphemie zum Tode durch den Strang verurteilt. Auch in den Jahren zuvor kam es immer wieder zu gewalttätigen Vorfällen, auch in der Türkei. So wurden am 18. April 2007 in Malatya drei protestantische Christen aufgrund ihres Glaubens gefoltert und ermordet, darunter der Deutsche Tilmann Geske. Und am 3. Juni 2010 wurde der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, der römisch-katholische Bischof Luigi Padovese, von seinem türkischen Fahrer erstochen.

Wenige dieser Meldungen schaffen es auf die erste Seite westlicher Zeitungen. Viele Menschen im Westen wissen nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen. Auch mangelndes Wissen über das orientalische Christentum spielt eine Rolle: Wir sehen als Zeichen religiöser Verständigung, wenn uns Vertreter des Islams am 25. Dezember Weihnachtsgrüße übermitteln. Doch das orthodoxe Weihnachten findet am 6. Januar statt. Und hier hört man in der Regel von keinen Weihnachtsgrüßen.

Doch die Neujahrsanschläge haben ein anderes Echo als das übliche erzeugt. Sei es, dass man derlei Nachrichten aus Ägypten nicht mehr gewohnt ist oder sei es, dass Ägypten vielen Menschen im Westen aufgrund persönlicher Reiseerfahrung näherliegt als der Irak oder Pakistan, aber dieses Mal reißt die Berichterstattung nicht ab. Seit Tagen gibt es in allen deutschen Tageszeitungen Beiträge und Artikel, nicht nur über den eigentlichen Anschlag, sondern über die Lage der Kopten allgemein.

Geschichte: Die Dhimmis

Es liegt auf der Hand, dass der Schwerpunkt jener Artikel auf den jüngsten Terroranschlägen liegt und nicht auf dem Weltbild, welches dahintersteht. Die Lage aller Nichtmuslime unter moslemischer Herrschaft war und ist diejenige von Bürgern bzw. Untertanen zweiter Klasse. Zwar wird heute oft eine islamische Toleranz beschworen, doch die Realität sah (wieder einmal) anders aus als die akademische Phantasiewelt. Als moslemische Armeen im siebten und frühen achten Jahrhundert weite Teile des Fruchtbaren Halbmonds, Nordafrikas, des Iraks, Persiens und Zentralasiens eroberten, war religiöser Zwang in der Tat die Ausnahme. Dies hatte allerdings weniger mit Toleranz als eher mit Kalkül zu tun. Die Moslems der frühen Eroberungen waren unzivilisierte Beduinen aus der Wüste der arabischen Halbinsel. Die von ihnen eroberten Gebiete waren jedoch seit Jahrhunderten, nein, Jahrtausenden Ursprung der frühen Hochkulturen gewesen. Ihre Verwaltung erforderte ein hohes Maß an Bildung. Nur einheimische Vertreter der damaligen Bildungseliten waren in der Lage, diese komplexen Aufgaben zu übernehmen. In Ägypten oblagen solche Verwaltungsaufgaben ausschließlich den Kopten – bis ins 20. Jahrhundert, also immerhin rund 1.300 Jahre!

Im Laufe der Jahrhunderte betonierte der Islam die reichhaltige Kulturenvielfalt des Orients zu, sei es in Form der Arabisierung der Levante, Nordafrikas und des Iraks, der Türkisierung Kleinasiens oder der Zerstörung der Hochkultur der Iraner. Auch wenn die Zwangsislamisierung zu Beginn keine große Rolle spielte (die Steuern von Nichtmuslimen waren höher!), so änderte sich die Situation im Laufe der Jahrhunderte. Immer mehr Menschen bekannten sich zum Islam, vor allem, um weniger Steuern zu zahlen. Dadurch begann der Druck auf die Anhänger der anderen Religionen zu wachsen.

Die aus Ägypten stammende Autorin Bat Ye’or hat in ihrem Buch „The Dhimmi“ viele Originalquellen über jene Unglücklichen zusammengestellt, die als Nichtmuslime in moslemisch dominierten Ländern ihr Dasein fristeten. Sie wurden ausgebeutet und schikaniert, durften sich auch gegen körperliche Übergriffe nicht wehren und meist nicht einmal die Stadt verlassen, in der sie in einem Ghetto lebten. Viele Christen und Juden verbrachten ihr Leben eher als Quasi-Sklaven denn als Untertanen. Und das hatte seinen Grund: Sie waren für die meisten Aufgaben zuständig, vor allem für die komplexen Aufgaben des Verwaltungssystems, aber auch für anspruchsvolle Handwerksarbeiten. Wie niedrig der Lebensstandard der Muslime ohne die Dhimmis gewesen wäre, mag man sich kaum vorstellen.

Wo bleibt das Mitleid?

Das 20. Jahrhundert sah dann weitere einschneidende Veränderungen. Die Gründung des Staates Israel brachte den Juden Hoffnung. Und viele Juden aus Ägypten, Nordafrika, dem Irak oder Jemen nahmen die Chance wahr, in Israel ein neues Leben zu beginnen. Sehr zum Leidwesen der verlassenen Länder, wo die jüdische Kultur über Jahrhunderte eine wichtige zivilisatorische Komponente eingenommen hatte. Dies ist einer der Gründe für die erbitterte Feindschaft gegenüber Israel: Dass sich (ehemalige) Dhimmis erdreisten, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht mehr als Quasi-Sklaven den bequemen Paschas zu dienen.

Doch während die Juden nun einen eigenen Staat haben, den sie zu verteidigen bereit sind, sieht die Situation für die orientalischen Christen ganz anders aus. Ihr Exodus in die westliche Welt schwächt nicht nur die Lage ihrer Glaubensbrüder in ihrer Heimat, mit ihm schwindet auch der letzte Rest kultureller Vielfalt, den es überhaupt noch in der islamischen Welt gibt. Im Westen angekommen, müssen diese Christen dann feststellen, dass die Europäer nichts besseres zu tun haben, als dem Islam eine immer größere Machtfülle zuzugestehen, wozu auch ein eventueller Beitritt der Türkei zählen würde. Wie Hans-Peter Raddatz nicht müde wird zu wiederholen, fand die Ausmerzung des Christentums in der Türkei erst im 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt: Waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch 20 Prozent aller Türken Christen, so sind es heute nur noch 0,2 Prozent! Der Genozid an den Armeniern und die Pogrome gegen Griechen haben ihre Aufgabe erfüllt.
Der Nationalismus und Ethno-Rassismus der Türken ist in der arabischen Welt weitgehend unbekannt, doch auch hier wird seit Jahrhunderten das Christentum aufgerieben, langsam aber sicher. Damit geht nicht nur das christliche Weltbild verloren, sondern auch eine reiche Kultur, die gut zweitausend Jahre alt ist.

Den Islamverbänden in Deutschland ist dieser Verlust gleichgültig. Sie sehen die sich vergrößernde Betonwüste des Islams als Fortschritt. So sind auch ihre Stellungnahmen, die auch schon „nockerl“ von der PI-Gruppe München auseinandergenommen hat, betreffs der Anschläge auf die Kopten recht halbherzig formuliert: Sicher stehen christliche und jüdische Gebäude in islamischen Ländern unter Schutz, aber nur wenn sich die Dhimmis ohne Widerworte dem Herrschaftsanspruch des Islams unterwerfen. Und selbst dann kann man es ganz besonders sensiblen Moslems nicht verübeln, wenn sie beim Anblick eines Kirchturms beleidigt sind.

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) geht noch weiter und weist kalt auf die Zerstörung einer Moschee hin. Abgesehen davon, dass es sich hierbei um eine Reaktion auf einen blutigen und feigen Anschlag handelte: Ein Gebäude, das man jederzeit wieder aufrichten kann, wird in einem Atemzug mit dem Tod von dreiundzwanzig Menschen erwähnt? Wie erbärmlich!

Bei solchen Stellungnahmen von Vertretern des Islams fällt eines auf. Es fehlt ein Gefühl, das die Welt des Christentums von derjenigen des Islams unterscheidet: die Misericordia, das Mitleid. Ein Gefühl, welches Allah, dem „besten Ränkeschmied“, unbekannt ist.




Wulff verharmlost Christenausrottung in Türkei

Ehepaar Wulff am 21.10. bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Paulus-Kirche im südtürkischen Tarsus.Thilo Sarrazin über das Verhalten von Bundespräsident Christian Wulff während seines Türkei-Besuchs (PI berichtete): „In der Türkei wurde und wird der christliche Glaube bestenfalls geduldet. Die Zahlen sprechen da eine deutliche Sprache: Gab es 1914 noch 25 Prozent Christen in der Türkei, sind es heute gerade noch 0,2 Prozent. Und an der deutschen Schule in Istanbul ist seit einigen Jahren der Deutschunterricht in den unteren Klassen verboten. Der Bundespräsident hat über diese nicht sehr erfreulichen Zustände eine Harmonie-Kitsch-Sauce gegossen.“ Aber diesmal ist Sarrazin’s Klartext leider zu sanft.

Denn der Bundespräsident hat seine Harmonie-Kitsch-Sauce nicht über irgendeine Bagatelle im Orient gegossen, sondern über die fast vollendete Christenausrottung und –vertreibung auf dem heutigen Gebiet der Türkei. Die Türkei ist eigentlich ein riesiger christlicher Friedhof, wahrscheinlich der bekannteste weltweit. Dort wird das Christentum seit 1000 Jahren und bis zum heutigen Tage verfolgt.

Schon daher verbietet sich jeder Vergleich des Christentums in der Türkei mit dem Islam in Deutschland. Er ist auf allen Ebenen eine bösartige Verharmlosung der Leiden der Christen, fast nach dem Motto „Auch mein Opa ist im Holocaust umgekommen. Er stürzte besoffen vom KZ-Wachturm“.

Der Islam ist in Deutschland unbestritten erst seit kurzer Zeit präsent, die Zahl der Muslime steigt rapide an und Moslems haben bereits fast 3000 Gebetsstätten. Dagegen waren fast 100% der autochthonen Bevölkerung auf heutigem türkischen Gebiet Christen, bevor sie vom Dschihad durch Eroberung, Verfolgung, Massenmord, Vertreibung, Kirchenzerstörung oder Zwangskonversion fast ganz dezimiert wurden. Heute sind es nur noch 0,2%, und auch diese werden in der Türkei nicht ertragen.

Hier einige Informationen über das traurige Los der Christen:

„Die Christen in der Türkei sind eine religiöse Minderheit. Sie leben auf heutigem türkischen Gebiet seit etwa 2000 Jahren. Nach Darstellung des Neuen Testaments stammte der Apostel Paulus aus dem Gebiet der heutigen Türkei und führte dort auch einen Großteil seiner Missionstätigkeit durch. Auch in der Apostelgeschichte, den katholischen Briefen und der Offenbarung des Johannes spielen Gemeinden im Gebiet der heutigen Türkei eine zentrale Rolle. Das westliche Kleinasien war die bedeutendste Keimzelle des nichtjüdischen, aus ehemaligen Heiden rekrutierten Christentums.

Später lebten hier viele der bedeutendsten Kirchenväter. Alle sieben in Ost und West gemeinsam anerkannten Ökumenischen Konzilienfanden ebenfalls auf heute türkischem Boden statt. Dadurch wurde hier das gesamte Christentum des ersten Jahrtausends der christlichen Ära maßgeblich geprägt.

Die türkischen Christen im anatolischen Teil der damaligen Türkei zählten Ende des 19. Jahrhunderts noch mehr als zwei Millionen (ein Viertel der Bevölkerung auf dem Gebiet der heutigen Türkei). Die Türkei hatte im 19. Jahrhundert hunderttausende muslimischer Flüchtlinge (Muhadschir) aufgenommen – Albaner, Bosniaken und Balkan-Türken, die aus den Balkan-Ländern nach der Lossagung vom osmanischen Reich vertrieben wurden oder geflohen sind. Das führte zu einem demographischen Absinken des christlichen Bevölkerungsanteils im anatolischen Teil der Türkei. Allein 850.000 muslimische Flüchtlinge wurden in den von armenischen Christen bewohnten Gegenden angesiedelt.

Ende des 19. sowie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die meisten Christen aus dem Gebiet der heutigen Türkei vertrieben oder getötet. Die wichtigsten Etappen dabei waren:

– 1843 wurden durch den kurdischen Stammesführer Bedirxan Beg bei Massakern mindestens 10.000 Armenier und Nestorianer in Asita (Hosut) im Sandschak Hakkari ermordet. Frauen und Kinder wurden z. T. in die Sklaverei verkauft.
– 1894-1896 wurden bei antiarmenischen Pogromen 50.000 bis 80.000 armenische Christen ermordet. Die Opfer waren armenisch-apostolische Männer.
– 1909 wurden bei pan-islamischen, antiarmenischen Pogromen in Adana und der Provinz Kilikien 30.000 armenische Christen ermordet. Bis 1910 forderten die anschließenden Epidemien und eine Hungersnot unter den schlecht versorgten Überlebenden der Massaker weitere 20.000 Opfer.
– Während des Zweiten Balkankrieges 1913 wurden Thrakische Bulgaren und die Bulgaren aus den anatolischen Gebieten vertrieben. Schätzungen der Vertriebenenorganisationen und der bulgarisch-orthodoxen Kirche belaufen sich auf zwischen 60.000 und 400.000 Flüchtlinge
– 1915-1917 wurden nach unterschiedlichen Schätzungen 300.000 bis 1.500.000 armenische Christen im Osmanischen Reich ermordet. Hunderttausende wurden nach Mesopotamien und Arabien deportiert, zahlreiche starben bei den Deportationen, einige flohen in den russischen Teil Armeniens, weniger als 100.000 lebten nach 1922 im Land. Ebenso waren ab 1915 die osmanischen Assyrer von einem Völkermord betroffen.
– 1922-1923 wurden ca. 1.250.000 griechisch-orthodoxe Christen im Zuge der griechischen Niederlage im griechisch-türkischen Krieg und gemäß dem anschließend vereinbarten Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei nach Griechenland vertrieben. Ausgenommen waren lediglich die griechisch-orthodoxen Gemeinden in Istanbul und auf den Inseln Bozcaada und Gökçeada. Beim Bevölkerungsaustausch wurden auch 500.000 muslimische Türken aus Griechenland in den neuen türkischen Nationalstaat vertrieben. Zehntausende Christen wurden nach der Eroberung der griechischen Gebiete oder bei den Vertreibungen ermordet.
– 1955 verließen nach dem vor allem gegen Griechen gerichteten Pogrom von Istanbul Tausende griechisch-orthodoxe Einwohner die Stadt. Von 110.000 Griechen im Jahr 1923 waren zehn Jahre nach dem Pogrom nur noch 48.000 geblieben.

Die Nachkommen der verbliebenen Christen leben vorwiegend in Istanbul (griechisch-orthodoxe und armenische Christen), im Tur Abdin (meist syrisch-orthodoxe und aramäische Christen) sowie im Südosten in der Provinz Hatay um die altkirchliche Patriarchenstadt Antiochia, dem heutigen Antakya. Diese Provinz war bis in die 1920er Jahre syrisches Gebiet.

Heute leben etwa 100.000 Christen in der Türkei und stellen circa 0,2 Prozent der Bevölkerung des Landes dar. Rund 85 Prozent der Christen in der Türkei konzentrieren sich in der Bosporus-Metropole Istanbul.

Aktuelle Lage

Menschenrechtsorganisationen wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) beurteilen die Lage der türkischen Christen als kritisch. Offiziell herrscht in der Türkei Religionsfreiheit (nach Artikel 24 der Verfassung) – aber noch immer gibt es zahlreiche Beeinträchtigungen, so das staatliche Verbot, Pfarrer und Religionslehrer auszubilden.

Anschläge auf Christen (auch auf ausländische) sowie auf christliche Gebäude gibt es in der Türkei nach wie vor. So wurde am 11. März 2006 der Kapuziner Hanri Leylek in Mersin von einem jungen Mann mit einem Messer angegriffen, den kurz danach die Polizei in Gewahrsam nehmen konnte. 2006 wurde der italienische Priester Andrea Santoro während des Gebetes in der Kirche von Trabzon durch einen türkischen Jugendlichen erschossen. Am 18. April 2007 wurden in Malatya drei evangelische Christen wegen ihres Glaubens gefoltert und ermordet. Einer von ihnen war der deutsche Englischlehrer Tilmann Geske. Am 3. Juni 2010 wurde der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, Luigi Padovese, trotz Personenschutz erstochen.

Das dem Minister Hüseyin Çelik unterstehende türkische Erziehungsministerium fiel im April 2003 mit Dekreten gegen christliche Minderheiten deutlich auf. Das Ministerium veranlasste die türkischen Schüler dazu, an einem Aufsatzwettbewerb für die angebliche „Völkermordlüge“ der Armenier, Pontosgriechen sowie Syrisch-Orthodoxen mitzuwirken. Gleichzeitig verpflichtete das Ministerium die türkische Lehrerschaft zur Teilnahme an dazu passenden Fortbildungsmaßnahmen und hat die Neuauflagen veralteter türkischer Schulbücher vorgenommen, in denen Nicht-Muslime in der Türkei als „Spione“, „Verräter“ sowie „Barbaren“ bezeichnet werden. Zudem verweisen die Bücher darauf, dass deren Schulen, Kirchen sowie jüdische Synagogen „schädliche Gemeinden“ sind.

Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff rief den türkischen Staat im Oktober 2010 in einer Rede vor dem türkischen Parlament in Ankara auf, die Rechte der Christen im Land zu verbessern und ihnen freie Religionsausübung zu ermöglichen. „Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei“, erklärte Wulff in dieser Rede. In einer Rede zum Tag der deutschen Einheit hatte Wulff wenige Wochen zuvor gesagt, auch der Islam gehöre neben dem Christentum und dem Judentum zu Deutschland. Der Satz, dass das Christentum zur Türkei gehöre, wurde von den Abgeordneten mit „eisigem Schweigen“ entgegen genommen.

Rechtssituation

Im Vertrag von Lausanne aus dem Jahr 1923, der in der Türkei bis heute gilt, wurden den Anhängern von zwei christlichen Konfessionen und des Judentums einige Minderheitenrechte zugesprochen. Demnach sind allerdings nur die Griechisch-Orthodoxe Kirche und die Armenisch-Apostolische Kirche als christliche Konfessionen anerkannt. In der Türkei sind Aramäer als Minderheit nicht anerkannt. Ihre Kultur und Sprache können sie nur versteckt in den Kirchen praktizieren, die Kirchensprache wird heimlich gelehrt. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker wurde der Lausanner Vertrag mittlerweile durch türkische Gesetze ausgehöhlt, sodass der Gebrauch der Minderheitenrechte kaum noch möglich ist.

Theologie kann von christlichen Studenten nur noch an islamisch-theologischen Fakultäten studiert werden. Pfarrer müssen sich entweder als Diplomaten ausweisen oder türkische Staatsangehörige sein. Bibeln und andere christliche Literatur dürfen auf den Straßen nicht verteilt werden, christliche Straßenfeste und Prozessionen sind verboten, christlichen Rundfunksendern wird grundsätzlich keine Lizenz erteilt. Somit gibt es eine Benachteiligung von Christen gegenüber Muslimen, die uneingeschränkte Kultusfreiheit genießen.

Zu den weiterhin ungeklärten Problemen zählen die nicht mögliche Ausbildung von christlichen Geistlichen und die anhaltende Schließung des Seminars von Halki, der Rechtsstatus der nicht vom Lausanner Vertrag geschützten Kirchen, die lediglich als Vereine von Einzelpersonen existieren, sowie damit zusammenhängend der Erwerb oder Bau und die religiöse Nutzung von Immobilien. Auch die Renovierung alter Kirchen ist durch juristische Schikanen erschwert, Enteignungen von Kirchengütern noch immer Praxis. Trotz Änderungen im Bau- und Vereinsrecht gilt nach Einschätzung von Missio: „Sicher auch mittelfristig nicht möglich sein wird der Bau von Gebetsstätten in Trägerschaft von Kirchen, da die Kirchen keinen Rechtsstatus haben.“

Kirchen und Klöster

Die Kirche des Apostels Paulus in Tarsus, dem Geburtsort von Apostel Paulus, ist eine Pilgerstätte. Die Kirche, 1943 vom türkischen Staat beschlagnahmt und als Militärlager genutzt, ist zur Zeit ein Museum. Eine Rückgabe an die katholische Kirche schließt die türkische Regierung aus. Die katholische Kirche feierte 2008/2009 den Geburtstag vor 2.000 Jahren mit dem Paulusjahr. In Tarsus sind Gottesdienste nur nach Absprache mit der Museumsleitung erlaubt. Im Juni 2008 erlaubte das türkische Kultusministerium, dass die Kirche während des Paulusjahres von Juni 2008 bis Juni 2009 von christlichen Pilgern für Gottesdienste benutzt werden konnte. Erzbischof Joachim Kardinal Meisner ist bemüht, in Tarsus eine bestehende Kirche zu übernehmen oder eine neue Kirche bauen zu dürfen. Die türkische Regierung habe allerdings auf ihre mündlichen Zusagen keine Taten folgen lassen, er werde die türkische Regierung zu einer klaren Antwort drängen.

Das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Kloster Mor Gabriel, eines der ältesten christlichen Klöster der Welt, ist Schutzburg und Wallfahrtsort für die syrische Minderheit der Türkei. Das Kloster wurde im Jahr 397 gegründet. Über Jahrhunderte Übergriffen von Türken und Kurden ausgeliefert, steht es zur Zeit im Mittelpunkt einer politischen Kampagne. Seit 2008 wird das Kloster Mor Gabriel von drei kurdischen Dörfern wegen „rechtswidriger Ansiedelung“ verklagt. Dem Kloster wird vorgeworfen, dass hier illegal aramäisch unterrichtet wird. Ende Dezember 2008 fand in der nächstliegenden Stadt Midyat ein Gerichtsverfahren um den Fortbestand des Klosters statt, dessen Existenz damit seitens staatlicher Behörden in der Türkei durch Enteignung und Auflösung des Klosterbetriebes bedroht ist. Neue Katasteramts-Registrierungen ermöglichen es angrenzenden Bauern, die bisher keinerlei Grundbuch-Urkunden besitzen, Ländereien des Klosters für sich zu fordern. Die Kläger werden durch lokale Politiker der regierenden AKP unterstützt. Die Europäische Union hat zu dem Prozess Beobachter entsandt.

Aufgrund von Beschlüssen des türkischen Verfassungsgerichtshofes musste 1970 das Priesterseminar der armenischen Christen in Üsküdarden Lehrbetrieb einstellen und im Sommer 1971 das 1844 gegründete griechisch-orthodoxe Priesterseminar von Halki die Pforten schließen.“

Wie gesagt, all das und noch mehr bewirkte, dass der Anteil der Christen an der Gesamtbevölkerung von fast 100% zuerst bis 1914 auf 25% und bis heute auf 0,2% (in Blut ver)sank.

Der Bundespräsident hätte auch für moralische Klarheit über die türkische Besatzung in Nord-Zypern und der Hauptstadt Nikosia seit 1974 und bis heute sorgen müssen, sowie die vollständige Vertreibung der dortigen Christen, die Kirchenzerstörungen usw. Immerhin ist Zypern Mitgliedsstaat der EU!

Der Deutsche Bundestag debattierte in seiner Sitzung vom 24. April 2005 erstmals eine von CDU/CSU vorgelegte Entschließung, die die Türkei aufforderte, sich zu ihrer historischen Verantwortung für die Massaker an armenischen Christen im Osmanischen Reich zu bekennen. Im Antrag dazu wurde „die unrühmliche Rolle des Deutschen Reiches, das angesichts der vielfältigen Informationen über die organisierte Vertreibung und Vernichtung von Armeniern nicht einmal versucht hat, die Gräuel zu stoppen“ bedauert. Dieser Antrag wurde am 15. Juli 2005 vom Deutschen Bundestag ohne Gegenstimme verabschiedet. Als Begründung des Antrages wurde auf über eine Million Opfer verwiesen und angeführt, dass zahlreiche unabhängige Historiker, Parlamente und internationale Organisationen die Vertreibung und Vernichtung der Armenier als Völkermord bezeichnen würden.

Nach der – moralisch gesehen – vorsätzlichen Verharmlosung des Christenvölkermords bleibt nur zu hoffen, dass der Bundestag die unrühmliche Rolle des Bundespräsidenten, der angesichts der vielfältigen Informationen über die organisierte Vertreibung und Vernichtung von Christen nicht einmal versucht hat, bei seinem Staatsbesuch in der Türkei die Gräuel sowie die türkische Besatzung in Zyperns anzusprechen, recht bald verurteilt, und nicht erst in 90 Jahren.

(Gastbeitrag von Daniel Katz, Middle-East-Info.org / Foto oben: Ehepaar Wulff am 21.10. bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Paulus-Kirche im südtürkischen Tarsus)