Auf Initiative des AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. Rainer Rothfuß wurde am Mittwoch im Deutschen Bundestag ein Symposium (Video oben) abgehalten, das dem 25. Jahrestag der NATO-Aggression in Jugoslawien gewidmet war. Das Ereignis beleuchtete verschiedene Aspekte dieses Themas, das in der deutschen Öffentlichkeit heutzutage keine große Rolle mehr zu spielen scheint. Doch es markierte einen geopolitischen Wendepunkt, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind.

Die Veranstaltung thematisierte das völkerrechtswidrige Bombardement Serbiens im Jahr 1999, das unter der Regierung von Rot-Grün und der Führung der USA stattfand. Diese militärische Intervention gilt als eine der schwerwiegendsten außenpolitischen Entscheidungen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und wurde unter anderem von Rudolf Scharping (SPD), dem damaligen Verteidigungsminister, mit der falschen Behauptung gerechtfertigt, dass die Serben den sogenannten Hufeisen-Plan zur Vertreibung der Kosovo-Albaner geplant hätten.

Das Hauptziel des AfD-Symposiums bestand darin, den völkerrechtswidrigen Angriff von 1999, an dem Deutschland beteiligt war, zu untersuchen. Die AfD vertritt die Ansicht, dass Deutschland zwar im NATO-Bündnis verankert sein sollte, jedoch entschieden gegen völkerrechtswidrige Militärinterventionen, einschließlich Stellvertreterkriegen, vorgehen sollte.

Die Veranstaltung bot eine Plattform, um der Öffentlichkeit wichtige Positionen zur Sicherung des Weltfriedens zu vermitteln und die aktuelle Außenpolitik der Bundesregierung kritisch zu hinterfragen.

Internationale Referenten wurden sorgfältig ausgewählt, um aus verschiedenen fachlichen Perspektiven und politischen Strömungen ein umfassendes Bild der damaligen völkerrechtlichen und außenpolitischen Situation zu zeichnen.

Die Veranstaltung begann mit einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dr. Rothfuß, die das NATO-Bombardement von 1999 aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtete. Dabei sprach der AfD-Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Harald Weyel über die Dynamik des Aufstiegs und Niedergangs des geostrategischen Projekts der „US-geführten Weltordnung“. Petr Bystron, Obmann der AfD im Auswärtigen Ausschuss, bezeichnete den Kosovo-Krieg als einen Wendepunkt in der deutschen Außenpolitik. Oberst a. D. Gerold Otten, AfD-Abgeordneter im Verteidigungsausschuss, diskutierte die Frage der deutschen „roten Linien“ in einer sich verändernden NATO, insbesondere aus Sicht der AfD.

Eine zweite Podiumsdiskussion widmete sich den transatlantischen Interessen in Eurasien, wobei insbesondere die Ereignisse im ehemaligen Jugoslawien und die aktuelle Situation in der Ukraine unter geoökonomischen Aspekten analysiert wurden.

Zu den Referenten gehörten Rainer Rupp, ehemals bekannt als „Topas“, ein ehemaliger Top-Agent der DDR im Brüsseler NATO-Hauptquartier, der die NATO-Strategie hinter der Zerschlagung Jugoslawiens erläuterte, sowie Jim Jatras, ein ehemaliger Mitarbeiter im US-Außenministerium, der persönliche Einblicke in seine Erfahrungen während der NATO-Attacke auf Jugoslawien gewährte.

Es wurden auch Impulsvorträge gehalten, die weitere Facetten des Themas beleuchteten. Srdan Aleksic, ein Rechtsanwalt, der Opfer von Uranmunition in Serbien vertritt, sprach über die Verwendung von abgereichertem Uran als Waffe gegen Mensch und Natur. Vladimir Krsljanin, serbischer Diplomat a.D., beleuchtete die verborgenen Absichten hinter den Kriegen gegen Serbien und Russland.

James Jatras, ein ehemaliger Mitarbeiter im US-Außenministerium, erzählte von seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Bombardierung, die er allein in Washington vertrat. Und Saša Dinic, Erster Botschaftsrat der serbischen Botschaft in Berlin, erläuterte den offiziellen Standpunkt Serbiens zum NATO-Bombardement von 1999 und zur aktuellen Zusammenarbeit mit dem Kosovo.

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16 KOMMENTARE

  1. Die Amerikaner haben sich schon damals in Dinge eingemischt von denen sie keine Ahnung haben, bis heute nicht.
    So haben sie alles verschlimmbessert, so wie überall.

    So viele Tote schon damals alles für Rot-Grün.

    Resultat: Wir haben heute reibungslose Waffenlieferungen direkt aus Jugoland nach Deutschland.

  2. Schröder meinte damals, das wäre kein Krieg. Nein, „militärische Spezialoperation“ sagte er auch nicht.
    So jedenfalls die Beschreibung der ARD-Dokumentation „Es begann mit einer Lüge“, die, warum auch immer, beim Staatsfernsehen nicht mehr anzusehen ist.

    Bundeskanzler Schröder erklärt im Fernsehen: „Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen eine friedliche Lösung im Kosovo auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen.“ 78 Tage führte die NATO dann Krieg gegen Jugoslawien – nicht nur mit Bomben. NATO-Sprecher Shea bringt es im Film auf den Punkt. „Dieser Krieg war auch ein Kampf um die Bilder.“
    Nur aus einem Grund durften deutsche Soldaten am Krieg teilnehmen und der hiess: Abwendung einer humanitären Katastrophe. Doch war dieses Szenario – vor dem Bombardement der NATO – im Kosovo anzutreffen? Gab es die ethnischen Säuberungen wirklich schon vor dem Krieg? Heute sagt Norma Brown, enge Mitarbeiterin von OSZE-Chef William Walker: „Die humanitäre Katastrophe im Kosovo gab es erst durch die NATO-Luftangriffe. Dass diese die Katastrophe auslösen würde, wussten alle bei der NATO, der OSZE und bei unserer Beobachter-Gruppe.“ Der Krieg im Kosovo – geführt im Namen der Menschlichkeit – begann mit einer Lüge.
    Drei Jahre nach dem Krieg ist die Öffentlichkeit um einiges klüger. Den story-Autoren Angerer und Werth ist es gelungen, hochrangige Militärs bei Bundeswehr und NATO zu befragen, die an den Kriegsvorbereitungen unmittelbar beteiligt waren. Sie sprachen mit Beratern der US-Regierung, dem damaligen NATO-Sprecher Jamie Shea und mit Verteidigungsminister Rudolf Scharping. Vor allem aber unternahmen sie aufwendige Recherchen vor Ort im Kosovo. Herausgekommen ist: ein Lehrstück in Sachen Kriegspropaganda – made in Germany.
    „Im Kampf um die öffentliche Meinung spielte Scharping eine entscheidende Rolle“ bescheinigt NATO-Sprecher Shea dem deutschen Minister. Und in der Tat: Zahlreiche neue Zeugenaussagen und bislang unveröffentlichte geheime Lageberichte aus Scharpings Behörde machen wichtige „Beweisstücke“ zur Farce.
    Es begann mit einer Lüge – so das Fazit der WDR-Dokumentation über den ersten Kriegseinsatz deutscher Soldaten nach 1945.

    https://programm.ard.de/?sendung=281116097670119

    Aber bei Dailymotion gibts die Doku noch.
    https://www.dailymotion.com/video/x29w01f

    Und unnötig zu sagen, dass die NATO und das Napalm-Duo Schröder/Fischer das Amselfeld zu Gunsten allochthoner Albaner von den indigenen Serben „gesäubert“ haben.
    Musel, Musel, über alles!

  3. nicht die mama 26. März 2024 at 20:55
    Schröder meinte damals, das wäre kein Krieg. Nein, „militärische Spezialoperation“ sagte er auch nicht.
    So jedenfalls die Beschreibung der ARD-Dokumentation „Es begann mit einer Lüge“, die, warum auch immer, beim Staatsfernsehen nicht mehr anzusehen ist.

    Bundeskanzler Schröder erklärt im Fernsehen: „Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen eine friedliche Lösung im Kosovo auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen.“[…]

    Nicht zu vergessen: das schier unerträgliche Gekreische der Kelly-Family anklicken auf eigene Gefahr.
    Ich gehörte damals nicht gerade zu den Serben-Fans, muss allerdings zugeben, dass man ihnen damals übel mitgespielt hatte.

  4. Später wollte Merkel die Bundeswehr nach Irak schicken. Nur Kanzler Schröder wollte es nicht.

  5. Das_Sanfte_Lamm 26. März 2024 at 21:04

    Ich bin weder Serbe, noch habe ich Verbindungen nach Serbien und bin auch kein „Fan“, aber man muss auch kein Fan sein, um Rechtswidriges als rechtswidrig zu bezeichnen.

    Es gab damals Berichte aus dem Amselfeld, dass sich die eingewanderten Mohammedaner nach dem Erreichen der „nötigen“ Mannstärke benommen haben, wie die Axt im Walde und es den indigenen Serben irgendwann zu dumm mit diesem Volk wurde.

    Also genau das passiert ist, was aus dem Libanon bekannt war, was wir derzeit in EUropa in den Anfängen erleben und wie sich der Islam höchstwahrscheinlich von Mohammeds Zelt aus überallhin verbreitet hat.

  6. Jugoslavien unter Tito und Milosevic war ein Völkergefängnis, das Miloosevic mit Gewalt zusammenhalten wollte. Die Teilrepubliken wehrten ich dagegen mit Waffengewalt. Es war ein Völkerkrieg, Serbien ggen den Rest Jugoslavien. Das musste mit Gewalt beendet werden, nachdem Milosevic selbst die UN-Soldaten vorgeführt hatte.
    Adass die AfD wieder einmal und erwartungsgemäss gegen die USA vom Leder zieht, zeigt ihre Einseitigkeit und ihre Russlandnähe.
    Wiederum ein Imposium, das nichts weiter als eine Parteiversammlung der AfD ist, ie Fakten verdreht und Halbwahrheiten verreitet.
    So wird das nichts mit dem Mitregieren.

  7. OT

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus250760496/Eine-Schande-fuers-reiche-Deutschland-Warum-sich-die-Armut-wirklich-ausbreitet.html

    Auf den Hauptgrund für die Zunahme der Armutsgefährdung unter Kindern geht der Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands allerdings kaum ein.

    Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der Kinder, die vom Bürgergeld leben, Ausländer.

    Die Zahl ist nach dem russischen Angriff der Ukraine im Frühjahr 2022 stark angestiegen.

    Dass mehr Kinder hierzulande armutsgefährdet sind, steht im engen Zusammenhang mit der starken Flüchtlingsmigration in den vergangenen Jahren.

    Und das Gleiche gilt für die Armutsentwicklung in Deutschland insgesamt.

    Denn auch in den wirtschaftlich guten Zeiten vor der Corona-Pandemie, als die Löhne auf breiter Front ordentlich gestiegen sind, kletterte der Anteil der armutsgefährdeten Menschen stetig von 15 Prozent im Jahr 2012 auf zuletzt 16,8 Prozent.

    Der Sozialexperte des Deutschen Instituts, Markus Grabka, weist in einer Studie zur Einkommensentwicklung auf die Bedeutung der Migration hin.

    Zwischen 2015 und 2022 habe die ausländische Bevölkerung um 4,3 Millionen zugenommen, unter anderem durch die Fluchtmigration aus Syrien, Irak, Afghanistan und der Ukraine.

  8. https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/baerbock-bei-abbas-schauen-sie-mal-welche-hand-sie-da-schuetteln-87651360.bild.html

    Er ist ein Terror-Verharmloser und Holocaust-Leugner – wird aber weltweit hofiert. In Ramallah empfängt Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas (88) internationale Gäste, am Montagabend auch Außenministerin Annalena Baerbock (43, Grüne).

    Schon in seiner Dissertation 1982 stellte der Palästinenser-Präsident den Holocaust infrage.

    Er behauptete, Juden seien nicht in Gaskammern getötet worden und zweifelte die Zahl der Ermordeten an („womöglich unter einer Million“ statt sechs Millionen Menschen).

  9. Im NATO-Gebiet gilt das Prinzip „Befehl und Gehorsam“. Wer hier befiehlt dürfte klar sein. Und wenn sich jemand dagegen stellt, wird er irgendwann ausgetauscht. Es ist eine Frage der Zeit, und dann wird doch durchgesetzt, was der große Bruder will.
    Man kann die Bundeswehr aufwendig aufrüsten. Aber man weiß nie, was für Arschlöcher von der Nato-gesteuerten Presse als nächstes an die Macht geputscht werden.

    Deshalb:

    Raus aus der NATO !
    Rein in die Neutralität !

    In solchen Strukturen kann man Freiheit vergessen. Die AfD wird dann zu den nächsten Grünen.

  10. Das interessiert mich alles nicht mehr. Ich erinnere mich nur daß die Serben die „Guten“ waren.
    Aber 2 Lehren sollte man daraus ziehen:
    Unter Tito war mit Jugoslawien das Balkan-Volk vereinigt aber mit der Aufsplitterung und der Einmischung des Westens ging der Krieg und das Morden los.
    Jetzt kriegen wir bald Bosnien als Nehmerland in die EU und das wird nicht so sein wie bei deren Nationalgericht, was angeblich lustig sein soll, sondern extrem teuer für alle anderen Mitglieder.

    Später kam der „arabische Frühling“ und es lief ebenso. Die Weltordnung zerbrach.
    Man stelle sich was passiern würde wenn Putin seine Riesenreich nicht fest im Griff hätte. Was selbst ihm offensichtlich schwerfällt, siehe die Terrroristen aus dem Kaukasus.
    Ähnlich ist es in China.
    Für solche Länder ist zu viel Demokratie und Freiheit der falsche Weg. Die brauchen eine klare Ansage wo’s langgeht um nicht das Wort mit dem „F.“ zu benutzen.
    Das kann man mit 1989 nicht vergleichen weil das deutsche Volk im Innersten immer noch ein Volk war. Regionale Unterschiede gibt’s ja heute auch noch und das ist gut so.

    Die AfD sollte sich lieber auf den Prozeß als angeblicher Verdachtsfall konzentrieren, der wohl im April fortgeführt werden wird und die 4000 Seiten „Protokolle“ von ihren RA’ten genaus studieren. Das ist wichtiger denn da geht es ums Ganze.
    Höcke, Brandner und andere Heißsporne halten bis dahin die Füße still und überlassen die Taktik dem Bundesvorstand.

  11. Arbeitsminister Hubertus H* (Keyword, wie kürzt er seinen Namen ab?) verlangt von den Ukrainern hier daß sie arbeiten sollen ud nicht nur im Flixbus hocken. Wovon träumt er nachts?
    https://www.focus.de/finanzen/nehmen-auch-sie-eine-arbeit-auf-minister-heil-schickt-ukrainischen-fluechtlingen-brisanten-brief_id_259799843.html

    Da werden die Grünen und Klein Kevin/Esken aber vor Wut toben.
    Weshalb das nicht O.T. ist:
    Ich kann mich gut daran erinnern daß die Flüchtlinge z.B. aus Kroatien recht schnell in Deutschland eine Arbeit fanden ohne das ganze Integrations-Gedöns wie heute. Die Männer auf dem Bau, die Frauen in der Gastronomie. Sprachkenntnisse erwarb man am Arbeitsplatz durch den zweisprachigen Vorarbeiter oder den Kollegen. Es war ja fast die gleiche Kultur. Sie blieben hier, bauten sich etwas auf oder kehrten in ihre Heimat zurück. Im Gegenzug freuten sich viele Deutsche daß sie im Urlaub jemand antrafen, der Deutsch sprach. Integration vom Feinsten.
    Das wird bei den Ukrainern nicht passieren. Damals gab es noch das ALGII.

  12. Etwas unausgegoren geschriebener Artikel, aber eine wichtige Sache. Wichtig auch die Rolle des deutschen Außenministers Joschka Fischer für die Kriegspropaganda, natürlich immer mit deutscher Schuld die Seele des braven Tagesschauers triggernd.

  13. Ich habe vom Jugoslawien-Krieg immer noch keibe Ahnung. Ich erinner einiges (aber wenig). Eins aber ganz stark. Es war ein Gespräch aus n-tv mit Ströbele, der sih vehement gegen die Nato-Startegie wandte. Die hätte dort nichts zu suchen.

    Ich war immer Grünen-Gegner. Wie ich damals genau zu Ströbele (vor dem Gespräch) stand, weiß ich nicht mehr. Während Ströbele die Nato beschuldigte fand ich, dass er eine Drecksau sei, der also dort unschuldige Menschen (es war gerade von n-tv was über ermorfdete Alte in den Raum gestellt worden) abschlachten lassen wollte (wenn die Nato nicht eingegriffen hätte.

    Damals war ich aufgebracht gegen den Ströbele und heute noch viel mehr. Aber er hatte damals möglicherweise recht. Ich weiß, dass er da auch was begründete, aber ich war dafür nicht aufnahmefähig. Und wahrscheinlich hatte er wegen seiner Ieologie vielleicht rein zufällig recht.

    Man konnte die USA ja sowohl wahrheitsgemäß, als auch ideologisch als Teufel bezeichnen. Ich hielt die USA damals noch für seriös.
    Ich weiß noch nicht genau, wann die USA unseriös wurden. In Vietnam waren sie wohl noch seriös (trotz der Schrecken des Krieges dort). Aber Kissinger als Sowjetagent hat Vietnam dann wohl preisgegeben.
    Und in der Folge wurden sie USA wohl immer weiter vom Weltkommunismus (vom Wokismus) unterwandert. Und der Rest wird Geschichte sein.

  14. In zahlreichen Punkten kritisiere ich die mangelnde Aktivität der AfD, aber dieses Symposium ist eine erstklassige Initiative, um die partielle Verloegenheit „westlicher Werte“ konkret zu analysieren.

    Gut gemacht, AfD!!

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