Am kommenden Montag startet der christliche Fernsehsender SAT-7 den ersten christlichen TV-Kanal für arabisch-sprechende Kinder im Nahen Osten und in Nordafrika. Das teilte das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“, das SAT-7 nach eigenen Angaben seit Jahren finanziell unterstützt, in München mit.

Der neue Sender, der wie sein Muttersender über Satellit verbreitet wird, werde im Dezember zum Beispiel viele Zeichentrickfilme mit christlichem Inhalt, den „Jesus-Film“ für Kinder und Interviews mit Kindern senden, die dazu befragt werden, worin sie die wahre Bedeutung von Weihnachten sehen.

In der arabischen Welt leben den Angaben zufolge hundert Millionen Kinder, von denen die Hälfte Zugang zum Satellitenfernsehen hat. Diese Kinder würden sich oft dem Fernsehen als Fluchtmöglichkeit aus ihrem konfliktgeladenen Alltag zuwenden. Der christliche Kinderkanal könne Hoffnung und neue Ideen verbreiten und ein Ort sein, an dem junge Zuschauer ihr Herz für die christliche Botschaft öffnen. „Unser Ziel ist es, einen sicheren Platz für Kinder anzubieten, an dem sie innerlich wachsen können“ zitiert „Kirche in Not“ die Programmdirektorin von SAT-7, Rita El Mounayer, „ein Ort, wo sie die fröhliche und helle Zukunft erfahren, die Gott für sie bereithält.“ Bisher gebe es laut Frau El Mounayer mindestens sechs arabische Kinderprogramme, von denen viele anti-christliche und Gewalt verherrlichende Sendungen zeigten, das Märtyrertum im radikal-islamischen Sinn glorifizierten, und es sogar für die Kinder selbst als richtigen Weg darstellten. Demgegenüber solle der neue christliche Kinderkanal die Botschaft der Liebe und der Vergebung verbreiten.

SAT-7 ist ein christlicher Satelliten-Fernsehsender, der seit 1996 von Christen verschiedener Konfession aus dem Nahen Osten und Nordafrika gemacht wird. Er will die christliche Botschaft nach eigenen Angaben in jedes Haus im Nahen Osten bringen. Die Zentrale von SAT-7 befindet sich auf Zypern, die Redaktion in Ägypten und die Produktionsfirmen unter anderem im Libanon.

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17 KOMMENTARE

  1. Ui! 🙂

    Da wird dann ja demnächst sicher eine Fatwa herauskommen, die moslemischen Kindern das Sehen dieses Feindsenders verbietet 😀

  2. OT:
    Donnerstag, 6. Dezember 2007
    Sarkozys Mittelmeer-Pläne
    Merkel stimmt zu

    Frankreich und Deutschland wollen gemeinsam an dem umstrittenen französischen Projekt einer Mittelmeerunion arbeiten. Das beschlossen überraschend Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy. Allen europäischen Ländern müsse ein Angebot gemacht werden, sich an einer solchen Union zu beteiligen, sagte Merkel nach einem gut einstündigen Gespräch mit Sarkozy. EU-Ländern, die nicht beitreten wollten, müsse eine „verstärkte Partnerschaft“ angeboten werden. Zugleich warnte Merkel, es müsse vermieden werden, dass sich Deutschland verstärkt dem Nordosten Europas zuwende und Frankreich dem Süden. „Es geht nicht darum, ein neues Europa zu schaffen“, betonte Sarkozy.

    Sarkozy möchte im kommenden Juni auf einer Gipfelkonferenz in Frankreich die Union der Mittelmeerländer von Marokko bis zur Türkei aus der Taufe heben. Dabei solle die französisch-algerische Freundschaft in ähnlicher Weise die Grundlage bilden wie einst die deutsch-französische Versöhnung für „die Idee der Gründung“ der Europäischen Union, hatte er in Algerien gesagt. Merkel hatte ungewöhnlich scharf mit der Warnung reagiert, eine Mittelmeerunion könne „Sprengkräfte in der EU freimachen“.

    Mit einer betont herzlichen Begrüßung im Hof des Élyséepalastes demonstrierten Merkel und Sarkozy bei ihrem Treffen Einigkeit. „Ich habe auf eine Gefahr hingewiesen, die es auch gibt“, sagte Merkel. „Ich glaube aber, dass wir es schaffen können.“ Aus der Tatsache, dass Deutschland keine Mittelmeerküste habe, könne man nicht schlussfolgern, dass „wir uns nicht für eine Gegend interessieren, die so wichtig ist für die Sicherheit und die Stabilität Europas“.

    Merkel und Sarkozy lagen in den vergangenen Monaten mehrfach über Kreuz. Zuletzt wurde das bei der Reaktion auf die russische Parlamentswahl deutlich. Deutschland hatte den Urnengang als „undemokratisch“ bezeichnet, während Sarkozy Präsident Wladimir Putin umgehend beglückwünscht hatte. Irritationen hatten in Berlin auch Sarkozys Atomgeschäft mit Libyen und sein Anspruch auf Urheberschaft der EU-Grundlagenverträge ausgelöst.

    Sarkozy sprach mit Merkel am Donnerstag über die EU-Politik im kommenden Jahr. Beide wollen im Januar einen gemeinsamen Vorschlag zur EU-Energiepolitik machen und sich zudem bei ihren nächsten Treffen über die künftige EU-Verteidigungspolitik und die Einwanderungspolitik verständigen. Paris übernimmt im Juli 2008 die EU-Ratspräsidentschaft. Unter Sarkozys Vorsitz soll möglichst die Ratifizierung der neuen EU-Verträge abgeschlossen sein, die die gescheiterte Verfassung ersetzen sollen.

    Von einem konkreten Vorschlag für eine Mittelmeerunion, den die französische Nationalversammlung wenige Stunden vor dem Treffen mit Merkel vorgelegt hatte, war Sarkozy offensichtlich überrascht. „Der Vorschlag entspricht nicht dem, was ich Angela Merkel vorgeschlagen habe“, sagte er. Die Abgeordneten haben bereits konkrete Führungsgremien und eine Parlamentarische Versammlung für die Mittelmeerunion ins Auge gefasst.

    http://www.n-tv.de/889424.html

    Trotzdem ein schönes Wochenende.

  3. Einen Versuch ist es alle Mal wert.
    Allein fehlt mir der Glaube an den Erfolg.
    Spätestens am Freitagsgebet werden alle wieder auf Kurs gebracht und die familieninterne Hirachie sorgt dann dafür, dass dieser Sender nicht gesehen wird.
    Verstöße hiergegen werden hart und exempelhaft bestraft, um eventuelle Nachmacher abzuschrecken.

  4. Ein guter Ansatz! Es geht nicht anders – auch wir müssen unseren Kampf um die Köpfe der Kinder mit ‚Propaganda‘ betreiben damit der Islam hier mal die Lufthoheit verliert.

  5. Eine gute Sache. Ob dieser christliche Kinderkanal jedoch lange Bestand haben und nicht verboten wird, wird sich zeigen.

  6. Endlich mal wieder eine positive Nachricht. Vielleicht funktioniert es ja sogar, schlisslich wurde der christliche Glaube vor 2000 jahren unter ählichen Umweltbedingungen verbreitet.
    Die Männer im Islam würden so einen Sender sicher verbieten, aber was ist mit den Frauen? Die Männer sitzen im Teehaus die Frauen aber sind zuhause und passen auf die kleinen Kinder auf. In der Regel sind 40% der Frauen Häuslichergewalt durch ihren Männer ausgesetzt. Mit diesem Kinderkanal werden nicht nur die Kinder erreicht sondern auch die geschlagenen Frauen. Und ganau da muss man ansetzen. Von aussen sind diese unterdrückten Menschen nicht erreichbar, also müssen wir heimlich mittels Fernsehn ins Wohnzimmer reinkommen.
    Wann gibt es eigentlichen einen christlichen Kinderkanal in türkischer Sprache für Deutschland?

  7. […]und Interviews mit Kindern senden, die dazu befragt werden, worin sie die wahre Bedeutung von Weihnachten sehen.

    Die wahre Bedeutung von Weihnacht…ist das heidnische Mithras- oder Julfest. Man feiert zwar die Geburt von Jesus, jedoch ist das symbolisch zu sehen – man feiert, dass Jesus überhaupt auf die Welt gekommen ist. Das ganze liegt nahe an der römischen Tradition, den 25. als Fest der unbesiegten Sonne zu feiern.
    Ersetze Sonne durch Jesus und du hast – Weihnachten.
    Btw…Ostern ist für Christen wichtiger.

    Zum Kanal selber…vielleicht ist das der Anfang vom Ende für Fafur und Konsorten.

  8. Idee ist gut, aber ich bezweifle, ob man damit überhaupt den erreicht, den man erreichen will.

    In der Vergangenheit sind alle Versuche der Aufklärung auch von israelischer Seite völlig gescheitert.

    Es ist Zeit, andere Lösungen zu akzeptieren.

  9. Schade, daß es ein Kanal nur für Kinder ist. – Aber immerhin. Sicherlich ein guter Beginn.

  10. Die können ja dann auch mal zeigen, wie Christen zu Heiligen und Märtyrern geworden sind. Ich kenne übrigens keinen einzigen christlichen Märtyrer, der noch eine ganze Kompanie „Feinde“ mit in den Tod genommen hat oder wenigstens selbiges erreichen wollte.

  11. Es wäre angebracht, diesen Sender auch in Europa auszustrahlen – gerade für die Einwandererkinder.

    Nur so ’ne Meinung…

  12. Da muß Claudia Roth unbedingt eingreifen. Immerhin besteht die Gefahr, das auch Muselkinder durch die Brutalität der christlichen Religion traumatisiert werden.

  13. Es ist schön, dass es auch Menschen gibt, die versuchen das Problem an seinen Wurzeln zu lösen und zwar da wo es her kommt und da wo es am verbreitsten ist.

    Migrationspolitik hingegen erkauft höchstens Zeit, aber beseitigt das Problem nicht. Aus den Augen, aus dem Sinn – bis es später doppelt und dreifach so stark wiederkommt.

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