Vera LengsfeldUnter dem Motto „Die Täter sind unter uns!“ ruft die Bürgerinitiative „Politik für die Mitte“ für den 11. Januar 2010 erneut zu einer friedlichen Demonstration in Potsdam gegen die gegenwärtige rot-rote Regierung auf. Als Redner werden unter anderem das Gründungsmitglied der Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP) Stephan Hilsberg (SPD) und die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld (CDU, Foto) zu den Teilnehmern sprechen.

Die Äußerungen der letzten Tage zeigen, dass die Parteien der Regierungskoalition nicht bereit sind, die Vergangenheit wirklich aufzuarbeiten. Der Ministerpräsident selbst verweigert mittlerweile Interviews zum Thema Staatssicherheitsdienst der DDR.

Die Brandenburg prägende Ära Stolpe wird in diesem Zusammenhang so gut wie nicht betrachtet. Stolpe selbst zeigt sich weitestgehend uneinsichtig, verweist nur auf eine damals andere Prioritätenlage.

Aber genau diese Ära ist es, die Brandenburg zu dem machte, was es heute ist. Jedwede politische Belastung aus DDR-Zeiten wurde mit der damaligen Freisprechung Stolpes alias „IM Sekretär“ vor dem Untersuchungsausschuss legitimiert und war so von den beteiligten politischen Parteien auch gewollt.

So war es möglich, dass sich in Brandenburg ein gesellschaftliches Klima entwickelte, welches das Vergessen und Verdrängen, das unglaublich großzügige Vergeben von zurückliegenden Verfehlungen und Stasiverwicklungen in den Vordergrund stellte. Und das – unter der Führung des harmoniebedürftigen Ziehsohnes Stolpes, des Ministerpräsidenten Platzeck – bis heute.

„’Clevere’ Funktionäre nutzten damals die Toleranz der Bürgerrechtler, die Gleichgültigkeit der westlichen Eliten und die Naivität vieler Demokraten, um ungeniert das Überleben der SED zu sichern.“ (Hubertus Knabe)

In diesem Sinne rufen wir Sie dazu auf, sich an dieser Demonstration „Die Täter sind unter uns!“ zu beteiligen.

„Politik für die Mitte“ ist ein loser Zusammenschluss engagierter Bürger gegen die rot-rote Regierung in Brandenburg.

Treffpunkt: Montag, 11.01.2010, ab 17:30 Uhr auf dem Vorplatz vom Nauener Tor (14467 Potsdam, Kreuzung zur Friedrich-Ebert-Straße)
Kundgebung: 18 Uhr
Beginn des Zuges: ca. 18:30 Uhr

Am Abend des 11.1. findet um 20 Uhr (Einlass: 19:15 Uhr) im Ephraim-Palais, Poststrasse 16, 10178 Berlin (Nikolaiviertel) eine Diskussion mit Gastgeberin Lea Rosh zum Thema „Rot-Rot in Brandenburg“ statt. Eintritt: 12 € / Person.

Teilnehmer sind:

– Dieter Dombrowski / MdL, Generalsekretär CDU Brandenburg
– Rainer Eppelmann / Vorstandsvorsitzender Stiftung Aufarbeitung
– Kreszentia Flauger / Fraktionsvorsitzende DIE LINKE Niedersachsen
– Torsten Kalweit / Bürger-Initiative / Montags-Demos in Potsdam

(Pressemitteilung der Bürgerinitiative Politik für die Mitte – Gegen Rot-Rot)

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32 KOMMENTARE

  1. SED war eine „gemäßigte“ NSDAP. Man hatte das Wort Parteigenosse auf Genosse abgekürzt. Und Stasi, war eine „bessere“ Gestapo. Man knüpfte politische Gegner auf, anstatt sie mit dem Fallbeil „kürzte“.

  2. @ #7 sosheimat100

    >:-( Ihr Österreicher habt wirklich so viel Glück, dass ihr eine solche Partei habt. Es macht mich richtig eifersüchtig, wenn ich Deutschlands Situation damit vergleiche.

  3. Fällt euch nichts auf?

    Unseren „Eliten“ ist es völlig wurscht was wir tun!

    Das ist weltweit zu beobachten. Siehe „Klimagate“.

    Völlig resistent gegenüber Fakten!
    Die ziehen das durch!

    Platon und Sokrate hatten recht!

  4. Stellt euch doch mal vor, in einer Klinik für Drogernsüchtige ginge es demokratisch zu:

    40 Junkies, 3 Ärtzte, 10 Pfleger.

    Und jetzt die demokratische Abstimmung:

    Frage:
    Sollte jeder Heroin nehmen dürfen/können?

    Was glaubt ihr, wie das Ergebnis aussieht?

    Ich sag doch…..
    Platon

  5. Ich mochte den Platzeck nie. Nachdem ich das Foto mit der Stasi-Trulla sah… na ja, fällt einem nichts mehr zu ein. Wenn die Ex-DDR-Bürger, solche Leute wieder an die Macht zu wählen, was können wir dagegen tun?

  6. Zitat: …„’Clevere’ Funktionäre nutzten damals die Toleranz der Bürgerrechtler, die Gleichgültigkeit der westlichen Eliten und die Naivität vieler Demokraten, um ungeniert das Überleben der SED zu sichern.” (Hubertus Knabe)
    Zitat Ende.

    Stimmt nicht ganz. Westliche Ex-Kommunisten (68er) sind Gutmenschen und Gutmenschen stellen sich GOTTGLEICH als Gerechte in eine marschierende Reihe oder … “ …und die Fahne flattert uns voran…!“
    Ostdeutsche Bürgerrechtler haben das selbe Problem wie Ex-Muslime. Ostdeutsche werden über den „wahren“ Sozialismus aufgeklärt und Ex-Muslime über den „wahren“ Islam“!

    😉

  7. Kann sich hier jemand an den Kommentator erinnern, der die Liste mit hunderten von Namen, Personalnummern und letztem Gehalt (1989)der Mitarbeiter des MfS als PDF verlinkt hat?
    Hat jemand diese Liste?

  8. „Die Täter sind unter uns!“

    Es muß heißen:

    „Die (Mauer)-Mörder sind unter uns!“

  9. @ Exported_Biokartoffel

    Gleich nach dem 27. September 2009 meinte Platzeck, die SED sei eine „demokratische Partei“. Das Gieren nach der Macht kennt bei der SPD keine Grenze.

  10. @ Pi das mit der moderation reciht schon wieder nach 4 MOnaten,auch ihr muesst einwenig Kritik einstecken können

  11. Wenn man den Bezug von Die Linke zur SED herstellt ist es ausserdem interessant im Hinterkopf zu behalten, dass die SED einen zur Bevölkerung weit-überproportionalen Anteil an ehemaligen NSDAP Mitgliedern hatte.

    Schaut man sich an welche faschistische Politik heutzutage von Linksextremisten verfolgt wird kann man nur feststellen, dass der Kreis sich schliesst.

  12. @ Deutschschwede

    Aus der NSDAP wurde die SED
    Aus der HJ wurde die FDJ
    Aus der Gestapo wurde die Stasi
    Aus dem „Großdeutschen Reich“ wurde die „Deutsche Demokratische Republik“
    Aus der DAF wurde der FDGB
    Aus den Konzentrationslagern wurden die Umerziehungslager
    Aus der Wehrmacht wurde die NVA
    Die Liste ließe sich ewig lang fortsetzen.

    Das waren alles nur Extremisten, die schnell ihr Gewand gewechselt hatten.

  13. Das macht mir wirklich Angst. Euch nicht? Frage nochmal: WAS können wir denn dagegen tun?
    Ich hab mehr und mehr festgestellt, dass die BRd immer mehr wie die DDR wurde. Das ganze Lebensgefühl, die Freiheit, die es noch in den 70ern gab, gibt es quasi gar nicht mehr.

  14. #21 Bonn (08. Jan 2010 22:35)

    Aus der DAF wurde der FDGB

    Bitte nichts gegen DAF… „Verschwende deine Jugend“ war eine meiner Jugendhymnen 🙂

  15. @ Nitribeat

    Ich denke nicht, daß sich die 1978 gegründete Deutsch-Amerikanische Freundschaft in den 1945 gegründeten „Freien Deutschen Gewerkschaftsbund“ umgewandelt hat.

  16. Sozialdemokraten und Kommunisten errichten und
    betreiben den Horrorstaat „DDR“ 40 Jahre

    Die Inhaftierung von politischen Häftlingen ,
    die Zerschlagung des Rechtsstaates,
    den Meinungsterror,
    die Niederschlagung des Arbeiteraufstandes am 17.Juni 1953,
    die Enteignung von Hunderttausenden von Bürgern,
    die millionenfache Flucht,
    die Zerstörung des Bauerntums,
    die Einmauerung der DDR,
    das kommunistische Lügengebäude,
    den Aufbau der Stasi und
    die Teilung Deutschlands
    haben die SPD-Funktionäre innerhalb der SED gutgeheissen und unterstützt. Aufrechte Sozialdemokraten in der Fläche, die sich gegen einen Pakt mit den Kommunisten aussprachen wanderten in die Gefängnisse, ja in die von der SED weiterbetriebenen Konzentrationslager wie Sachsenhausen. Und die SPD-Funktionäre an den neuen SED-Schreibtischen rührten keine Hand für die Todgeweihten.
    Das ist die große Schuld der SPD in der DDR.“ schreibt Hermann *Kreutzer, langjähriger Leiter der politischen Abteilung & Berlin-Abteilung im Bundesministerium für Innerdeutsche Beziehungen. *Kreutzer wurde aus der SPD AUSGESCHLOSSEN, als diese i.d. 70er Jahren ihre Kehrtwende in ihrer Deutschland-Politik vollzog und die Regierung *Brandt schliesslich mit dem DDR-Regime den Grundlagenvertrag abschloss, der der SED Diktatur staatliche Anerkennung brachte.

  17. @#24 Nitribeat (08. Jan 2010 23:59)
    Du denkst an die Musikgruppe DAF (Deutsch-Amerikanische Freundschaft), die in der NDW-Zeit bekannt wurde, einen stark elektronisch geprägten Musikstil im Rahmen der Neuen Deutschen Welle an den Tag legte. Kann mich auch noch an diese Gruppe erinnern.

    Das war ein Kommentar zum Thema Musike.

  18. Bin am 11.1. wieder mit von der Partie, auf der Montagsdemo in Potsdam.

    Auf unbestimmte Zeit nehme ich keine anderen Termine an den Montagen wahr, wenn ich in der Region Berlin/Brandenburg bin.

  19. @#27 deltagolf. Denn mal die Kirche im Dorf lassen. Die Sozialdemokraten wurden auf Befehl der Kommunisten zwangsvereinigt, daran ändern auch ein paar damalige KPD U-Boote in der SPD nichts, auf die sich die notorischen Lügner Gysi u. Lafontaine heutzutage berufen. Kurz nach der Zwangsvereinigung kam es zur üblichen Säuberung, der viele Sozialdemokraten zum Opfer fielen. Sozialdemokraten gehören zu den grössten Opfern der SED. Genau darin liegt ja das Verbrechen der Ypsilantis und Platzeks!

  20. Nochmals sei an den vom Staat mit unseren Steuergeldern finanzierten Dösbaddel Wippermann erinnert, der ernsthaft meint, das wo ein derart von Humor und Heiterkeit geradezu durchtränktes Alltagsleben vorherrschte, wie im SED Staat, da konnte es unmöglich totalitäre Machtstrukturen gegeben haben”. Der brandneuste Kommentar dazu:

    Dieses Denkverbot heißt: Diktaturvergleich – und man kann in dem Versuch, es zu etablieren, so etwas wie pseudowissenschaftliche Begleitmusik einer PDS-nahen Historiographie erblicken, die es für ihre Aufgabe hält, das noch immer nicht ganz saubere realsozialistische Parteigewissen zu entlasten und die extreme Linke koalitionspolitisch endgültig salonfähig zu machen

    Bitte lesen

    Nützliche Idioten der SED wie Botsch und Wippermann sind es, die überall „Rassisten“ und „Fremdenhasser“ entdecken nur um die sozialistischen Mauermorde und den sozialistischen Millionenfachen Massenmord des GULAG zu verharmlosen und zu relativieren!

    Gestalten wie Botsch und Wippermann sind keine 68er, sondern die üblichen nützliche Idioten der SED in der BRD, wie auch die „Blätter für deutsche und internationale Politik“, der „Argument Verlag“, die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik mitsamt diverser vom Staat mit unseren Steuergeldern finanzierten Politökonomen der Uni Bremen mit und ohne DKP Parteibuch und noch viele mehr.

    Mehr zu Wippermann auch in der FAZ

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