Claudius SeidlIn der deutschen Feuilleton-Szene herrscht ein deprimierender Mangel an konservativen, klugen Köpfen. Nicht anders ist zu erklären, dass sich die FAS – immerhin ein Ableger der honorigen, liberal-konservativen FAZ – seit 2001 einen Feuilleton-Chef mit SPIEGEL- und Süddeutsche-Zeitung-Herkunft leistet. Dieser etwas verbittert klingende Gedanke geht einem als erstes durch den Kopf, wenn man in der heutigen FAS unter dem Titel „Unsere heiligen Krieger“ Claudius Seidls (Foto) etwas spät kommenden Reflexionen zu Henryk M. Broders 2006 erschienen Buch „Hurra, wir kapitulieren“, liest.

(Von Thorsten M.)

Gleich als zweites stolpert man darüber, dass der Autor einräumt hier ein „Sachbuch“ vor sich zu haben. Unwillkürlich kommt einem die immer wiederkehrende Frage hoch, ob sich Feuilletonisten tatsächlich kompetent und sinnvoll mit politischer Sachliteratur beschäftigen können. Aber nun zum Inhalt des in bester Agitprop-Manier erstellten Artikels: Man nehme eine Einleitung, die von Teufelsaustreibung, bedrängten abtreibungswilligen jungen Frauen in Polen und (katholischem!?) IRA-Terrorismus schwadroniert – und erteile darin großzügig der katholischen Christenheit für diese Exzesse Absolution.

Und schon ist man bei der „Religion des Friedens“ und fordert ohne die beiden verglichenen Religionen auf ihre Quintessenz zu überprüfen, die Analogie dazu ein: Es könne ja nur absurd sein („[glaubt] der Autor [Broder]wirklich selber daran?“), dass sich angeblich 99,9% friedliche Muslime von 0,1% Islamisten als Geiseln nehmen ließen, weil sie diese kleine radikale Minderheit nicht in ihre Schranken weisen würden. Er belässt es beim Axiom, den Gegenbeweis bleibt er freilich schuldig. Er merkt nicht einmal, dass er mit seiner Entschuldigung, die Menschen in den betroffenen von Kriegen zerrütteten (Herkunfts-)Ländern hätten „womöglich andere Sorgen“, z.B. die Angst vor Schulschließungen durch die Taliban, bestätigt, dass der Islamismus eben doch eine zentrale Bedrohung unserer Zeit ist, die überall dort einen Nährboden findet, wo der Islam stark die Sitten und die Gesellschaft prägt.

Es folgen an Reich-Ranicki erinnernde Polemiken, wie „[Broder ist] mit der Anfertigung sogenannter Pointen zu sehr beschäftigt, als dass er Zeit fände für einen klaren Gedanken oder eine wirklich schlüssige Analogie“. Und schon sind wir – beleidigt – bei einem Rundumschlag auch gegen Necla Kelek und Ayaan Hirsi Ali: Wie kann man nur behaupten, dass die Unterdrückung der Frau und der Hass auf alle Ungläubigen, nicht etwa Auswüchse, sondern nur besonders unangenehme Merkmale des Islams seien!

Zum Schluss verfällt Seidl dann noch in eine an Mario Barth erinnernde Pose, in der er als schüchterner und zugleich selbstbewusster „Nichtwisser und Nichtversteher“ der muslimischen Welt kokettiert, der sich kaum noch getraue, den Kritikern des Islam zu widersprechen. Schließlich strotzt er schon im nächsten Satz vor Kraft mit einem zornig geschmetterten: „Es muss aber sein“ – und lamentiert über das Patriarchat, das schließlich im bösen Westen auch überwunden werden musste. Als wenn vom Islam und seinem Rechtssystem noch viel übrig bliebe, wenn man versuchen würde wie in der Evangelischen Kirche, einen „Koran in gerechter Sprache zu schreiben“.

Nein, bei aller gezeigter Empathie für syrische Bauern und einem klug abgewandelten Voltaire-Zitat als Schlusspunkt („Ich mag Ihr Kopftuch [ihre Meinung] nicht. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sich kleiden dürfen, wie Sie wollen.“ – der Autor hat sich bei der Redaktion des Textes sicher zwanzig mal an diesem Satz selbst verliebt ergötzt). Es bleibt einfach ein vages Geschreibsel, ohne Bezug zur Realität in sich islamisierenden Wohngebieten in Nord und Süd, das einem Blatt der FAZIT-Stiftung nicht würdig ist.

Und nicht zuletzt ist der Autor in eine selbst gestellte Falle getreten: Er bestreitet – dadurch, dass er ohne Faktenwiderspruch zitiert – NICHT, dass möglicherweise 0,1% der Muslime (d.h. immerhin 1,5 Millionen Menschen!) Islamisten sind, die möglicherweise in großer Zahl bereit wären, sich mit einem Sprengstoffgürtel an irgendeinem Ort der Welt in die Luft zu sprengen.

Solange dieser wesentliche Punkt aber nicht auszuräumen ist und wir niemandem hinter die Stirn sehen können, kann die Lösung des Islamismus-Problems nur sein, dass die Zahl der Muslime, die in Europa in Parallelgesellschaften leben, dringend sinken muss. Dies wird bis auf weiteres vermutlich ohne den Entzug von Aufenthaltsgenehmigungen und Einwanderungssperren nicht möglich sein.

» c.seidl@faz.de

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75 KOMMENTARE

  1. Diese Äpfel-und-Birnen-Vergleich zwischen Christentum und Islam stinken doch zum Himmel! Gibt es heutzutage eine nennenswerte Anzahl christlicher Extremisten, die mit Terror und zahllosen Toten ihre Forderungen durchpressen wollen? Nein! Daher ist jede weitere Diskussion überflüssig.

  2. Scheint es nur so oder ist Seidl wirklich ein Halbschuh bzw. ein Realitätsverweigerer im Quadrat!

    An nachstehende Fatawa glauben auf jeden Fall nicht nur die Taliban! Im Dezember letzten Jahres machte in der Schweiz ein katholsicher Professor, sie teilweise einzuführen. In GB gibt es schon Schariagerichte en masse…

    Islaminstitut – Aktuelle Fatawa (Rechtsprechungen): Im Islam kann eine Schwangerschaft vier (4) Jahre dauern, das Badezimmer muss zuerst mit dem linken Fuss betreten werden und Abtrünnige, die nicht sofort widerrufen, müssen getötet werden etc. http://www.islaminstitut.de/Fatawa-Rechtsgutachten.10.0.html
    http://islam-deutschland.info/forum/viewtopic.php?p=103924 (Islam: von Sklaverei bis Zwangsehe…)

    Seidl würde wohl gut zu Leuten wie Prof. Christian Giordano und den Muslim-Brüdern Tariq und Hani Ramadan passen? Taqiyya-Märchen verbreiten bis der Islamokatholizismus inkl. EU-Scharia Tatsache ist?

  3. Sicherheitshalber hat die FAS nach 46 zum überwiegenden Teil kritischen Leserkommentaren den Kommentierbereich geschlossen.

    Das scheint neu bei der FAZ/FAS zu sein, erinnere mich nicht, das dies vor 2010 auch scho so gehandhabt wurde.

  4. Was ist denn „konservativ?“

    Es gibt auch Linkskonservative, und das sind u. a. genau solche Leute wie Seidl – ein Typus, der gerade unter den 68er und deren unmittelbaren Nachfolger (bis ca. die heute 45-50jährigen) extrem verbreitet ist. Besonderes Kennzeichen: lebt in der Vergangenheit und kann davon nicht lassen. Ist absolut vergangenheitsverbissen und gegenwartsresistent.

    Man erkennt solche Leute häufig daran, dass sie ständig über Dinge sprechen, die in eine andere Epoche gehören (Schah-Besuch, Brokdorf, Hausbesetzerszene), die für heutige Entscheidungen als gültig Parameter herangezogen werden, obwohl sie sich schon längst überlebt haben und damit zur Gestaltung der Gegenwart notwendigerweise völlig versagen.

    Diese Leute wollen eine längst vergangene Zeit „konservieren“, da sie sich durch die Gegenwart überfordert fühlen. Diese Vergangenheitsbesessenheit ist auch ein Ausdruck dafür, dass sie es nicht wahrhaben wollen, älter zu werden. Deswegen wird die Welt ihrer Twenties wieder und wieder rekapituliert. Das ist wie so ein Kompott, der wieder und wieder aus dem Keller geholt wird, obwohl er schon längst verdorben ist, aber trotzdem wacker immer wieder aufgetischt wird.

    Dagegen sind Leute wie z. B. Broder keineswegs konservativ (weder rechts- noch linkskonservativ), sondern progressiv.

    Nebenbei fällt immer wieder auf, wie viele unter den Älteren hier bei PI sich schwer tun mit der Vorstellung, dass hier keineswegs nur im klassischen Sinne „Konservative“ unterwegs sind und gegen den Islam eintreten, sondern viele – gerade unter den Jüngeren, bei denen sich links und rechts ohnehim mehr und mehr auflösen – die sich eher als Progressive begreifen. Zumindest gehören Ex-Punks, Rocker, Künstler, Schriftsteller usw., die sich hier tummeln, nicht zum üblicherweise als „konservativ“ bezeichneten Spektrum. Gerade Leute, die sehr fortschrittsorientiert und freiheitlich orientiert sind, haben durch den Islam am meisten zu verlieren.

  5. Obwohl ich bei FAZ mich eingeloggt habe, gibt es keine Möglichkeit eine Lesermeinung zu veröffentlichen. Also mal hier zur besseren Information:

    ————–

    Zitat vom Autor Claudius Seidl

    Und drittens möchte man da nur noch Voltaire zitieren: Ich mag Ihr Kopftuch nicht. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sich kleiden dürfen, wie Sie wollen.

    Da kennt er sich aber mit Voltaire nicht besonders gut aus. Selbst Friedrich der Große – jeder soll in seiner Fassion selig werden – setzte dies mit allerbrutalter Gewalt (vorsichtig ausgedrückt) durch. Was Claudius Seidl fordert ist Toleranz gegenüber Intoleranten.

    „Doch dass ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seine Mitbürger glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt, dass er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist nun mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, … es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht (des Verstandes) erstickt.“

    (VOLTAIRE, der große europäische Aufklärer, im Jahre 1740 in einem Brief an Friedrich den Großen,
    zitiert aus: Der Spiegel vom 22. Dez. 2001, Artikel „Der Glaube der Ungläubigen“)

  6. Der Gutmensch wird es wohl nie verstehen:

    Auch im System „Islam“ herrscht Arbeitsteilung.
    Da gibt es die vielen Mütter, die Nachwuchs aufziehen.
    Da gibt es Physiker, die an der Atombombe basteln.
    Da gibt es Journalisten, die Taqqya machen.
    Da gibt es neue Propheten, die Dawa machen.
    Da gibt es Bäcker, die Brot backen.
    Da gibt es Tischler, die Tische machen.
    Da gibt es Scheichs, die große Häuser bauen lassen.

    Und es gibt Mudschahidin, die Dschihad machen, damit sich das System „Islam“ ausbreiten kann.

    Es müssen nicht AAAAALLLLLLEE Terroristen sein, um das System „Islam“ zur Weltherrschaft zu bringen.

  7. Ein weiterer Vertreter des heutigen Typus „DER UNTERTAN“ – sich verbiegende Feiglinge und Kriecher in allen Redaktionen. „Untertanen“ sind sie alle, Prantl, Kreye, Matussek, Joffe, Seibt, Kister und wie die Politik-und Kulturschwafler alle heißen. Die Freiheitsikonen von früher – Heinrich Heine, Brecht, Feuchtwanger, Heinrich Mann, Walter Benjamin, Kafka, Böll und wie sie alle heißen – spucken ihren ehemaligen „geistigen Nachfolgern“ – den Linken – angewidert ins Gesicht und wandern geschlossen zu uns auf die konservative Seite. Man muss die Klassiker gerade jetzt fleißig zitieren und sie den dogmatischen Immerrechthabern um die Ohren hauen.

  8. Scheiß auf die Zeitungen und auf TV

    Es gibt natürlich noch eine Handvoll Zeitungen, die man lesen kann !

    JF / PAZ z.b °!

    Aber wenn Leser nicht wegbrechen und Werbekunden ihre Anzeigen nicht stornieren passiert garnichts !

  9. Figuren wie Seidl schreiben nicht für Hinz, Kunz oder gar PI-Leser.

    Der journalistische Mietclown Seidel schreibt für stinkreiche Toleschranzen aus dem Vordertaunus oder dem Starnberger See, die mit der Lebenswelt der (vermeintlichen) Kleinbürger & Spiesser NIE in Kontakt kommen, wenn man von der Putzfrau, dem Gärtner oder dem Klomann im Luxus-Fresstempel absieht.

    In der Zielgruppe des Seidl’schen Agitprop ist der Islam immer noch eine Mischung aus Ölscheich und 1001ner Nacht, außerdem macht Männe ja suuuper Geschäfte mit den Saudis, da kann man so Störer wie Broder, Hirsi u.a. einfach nicht gebrauchen. Und die Kinder sind eh‘ auf’m Internat in Davos schön ist…

    Für die Manacker-Kaste der brd ist jeder, der den Islam kritisiert, eine Gefahr für den Export, und die Fatz ist das Leib-und Magenblatt dieser Herrenkaste.

    Was sind schon Menschenrechte gegen Milliarden-Aufträge – Peanuts, wie ein Doitsche Bank- Häuptling mal in anderem Zusammenhang postulierte.

    Da ist’s doch nur zu und zu schön, wenn mal eine richtige Edelnu .. ähh feder wie der Seidl dem Islam die Haare schön macht, sonst muß man sich ja schämen beim nächsten Deal mit Dubai.

    Also fabuliert Lohnschreiber Seidl wie bestellt und watscht die phösen Islamkritker ab, frei nach dem Motto:

    Lügen, Lügen, Lügen und immer an die Honorare denken.

  10. Man sollte nicht alle Muslime über einen Kamm scheren. 99% der Muslime geben dem Rest einen schlechten Ruf. 😉

  11. Viele Bürger warten auf die Friedrich-
    Merz&Hans-Olaf-Henkel-Partei.
    Henkel: Es kann sein, daß diese Partei eines
    Tages kommt – aber ganz sicher ohne diese
    beiden Personen.
    Warum?
    Henkel: Ich kann nur für mich sprechen.
    Ich könnte nie etwas sagen, an das ich nicht
    glaube. Und damit wäre ich für jede Partei,
    die immer auf Disziplin achten muß,
    untragbar.
    Aus JF 0210

  12. Die westliche Kultur der masochistischen Selbstbezichtigung schlägt zurück. Wenn solche Leute in den letzten 500 Jahren in Europa am Ruder gewesen wären, hätte sich die Zivilisation in unseren Breiten niemals durchsetzen können.

  13. Ich mag diese ungebildeten Dummschwätzer nicht mehr lesen.
    Die imperialistischen Kriege des Westens als Dschihad bezeichnen kann nnur einer, der völlig ahnungslos an der Materie ist.

    Früher musste man sich über ein Gebiet gescheit machen, bevor man schrieb. Heute braucht man offenbar bloss den Sessel in der Redaktion.

    Sämtliche islamischen Philosophen (!) von Farabi bis Averroes rechtfertigen den Dschihad und die Scharia.

  14. Die österreichische Innenministerin Maria Fekter( ÖVP) will neu ankommende Asylbewerber künftig bis zur Behandlung ihres Verfahrens in Lagern internieren. Die Bevölkerung habe Ängste, und auf diese Ängste müssten Antworten gegeben werden, sagte sie im Sender ORF. Sie sprach von einer „Anwesenheitspflicht“ der Flüchtlinge im Erstaufnahmezentrum für 28 Tage oder die gesamte Zeit des Zulassungsverfahrens. Koalitionspartner SPÖ, Menschenrechtsgruppen und die Grünen reagierten empört, während die rechte Partei FPÖ Fekters Kurs in der Asylpolitik als immer noch zu liberal kritisierte.
    Quelle: http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=11063572.html
    Andreas

  15. OT

    Ich habe gerade im TV aktuelle Bilder von der Roth gesehen (30 Jahre die Grünen)

    Meine Zeit die wird ja immer fetter und hässlicher.

    Grauenhaft wie man sich so gehen lassen kann.

    Hoffentlich nimmt die keine Drogen….

  16. #7 Paula
    Dein Befund gefällt.
    Links Konservativ ist für mich aber sehr gewöhnungsbedürftig.
    Wo findet die Klientel den Zugang zum kategorischen Imperativ. Natur und Heimatverbundenheit, möglicherweise noch marxsche Nationalbefindlichkeiten.Also keine Internazis ?
    Ich lass das mal ein wenig sacken.
    ____________________________________________

  17. Es könne ja nur absurd sein („[glaubt] der Autor [Broder]wirklich selber daran?“), dass sich angeblich 99,9% friedliche Muslime von 0,1% Islamisten als Geiseln nehmen ließen, weil sie diese kleine radikale Minderheit nicht in ihre Schranken weisen würden.

    Da hat er Recht. Die Schlussfolgerung ist aber: es gibt weit mehr als 0,1% Islamisten. Sonst hätte man diese kleine Minderheit tatsächlich ganz leicht in die Schranken weisen können.

  18. Der Terrorist ist ja bekanntlich bis zu seinem Terror-Selbstmord-Anschlag noch kein Selbstmordattentäter. Nach Gutmenschlogik also auch kein Islamist. Ergo kann der mutige Gutmensch, der ja nur Islamisten und nicht den Islam blöd findet, ihn auch nicht bekämpfen.

    Sagt mir Bescheid, wenn ich da einem Denkfehler erliege, aber da der Gutmensch ja fleißig zwischen Islam und Islamismus unterscheidet, und der Moslem ja solange Moslem ist, bis er sich bombenderweise zum Islamisten gemacht hat, und sich somit selbst erledigt hat, wird der Gutmensch auch nie in die Verlegenheit kommen, gegen seinen Islamismus kämpfen zu müssen.

    Aber er kann natürlich darüber schwadronieren, und am besten noch Ringelpietz spielende christliche Missionarinnen auf Augenhöhe mit Taliban texten um die Mädels dann aber sowas von mutig zu bekämpfen.

  19. durch das Überangebot an durch eine fehlgeletete staatliche Bildungspolitik potenziell arbeitslosen Sozial- u. Geistes“wissenschaftlern“ steht der Qualitätspresse halt nur solche Intelligenzbolzen wie Mr Seidl zur Verfügung. Kompetente Medienfuzzis generiert das staatliche System nun einmal nicht.

    Putzig wie er mit dem Sextanerbluff von wegen Opium des Volkes Henryk Inkompetenz in Sachen Marx „nachweist“. Das er da bloss kein Eigentor schiesst, denn Henryk würde ihn in einer öffentlichen Diskussion in Sachen Marx glatt an die Wand fahren. Henryk hat da nämlich mehr drauf als solche Ergebnisse einer „tiefschürfenden“ Marx Exegese, die sich in ein paar Petitessen erschöpfen.

    Die Sache mit dem „Ein Rassismus, seiner selbst nicht bewusst“ ist auch so ein Vulgärfreudianismus, den Seidl mit Sicherheit auf der Uni gelernt hat. Das war damals nämlich zeitweilig schick. Es ist interessant wie die Unterstellung unbewusster verborgener Motive zur Zeit seine Auferstehung feiert. Nur sind wir nicht mehr Erstesemester auf der Dünnbrettbohrerfakultät Theater- und Politik“wissenschaft“ und es könnte vor Gericht gehen. Also ich finde einer muss mal ein paar $ opfern und so einen wie Seidl vor den Kadi zerren. Es dürfte doch einem einigermassen gewieften Rechtsanwalt nicht schwer fallen, den „Rassismus, der sich seiner selbst nicht bewusst ist“ gerichtsnotorisch als das zu entlarven, was er ist: übelste Diffamierung und Rufschädigung!

  20. Dieser Bessermensch Claudius Seidl hat nicht nur fast den gleichen Vornamen wie Claudia Roth, sondern auch eine ähnliche Karriere. So haben beide u.a. Theaterwissenschaften (Quelle: Wikipedia) und nichts zu Ende gebracht. Was kann man da anderes erwarten! Aber schade, dass die ansonsten gute FAS solchen Demagogen Raum gewährt. Aber wenn der Feuilleton-Chef vorher bei der Süddeutschen Zeitung war kommt halt sowas raus.

    #7 Paula

    Sehr gute Charakterisierung dieses Typus Mensch. Es fehlt vielleicht noch ein Adjektiv: selbstgerecht.

  21. „OT

    Ich habe gerade im TV aktuelle Bilder von der Roth gesehen (30 Jahre die Grünen)

    Meine Zeit die wird ja immer fetter und hässlicher.

    Grauenhaft wie man sich so gehen lassen kann.

    Hoffentlich nimmt die keine Drogen….

    Sowas bringt die konservative Sache natürlich ungeheuer voran. :-/

  22. Auf die sehr schönen Kommentare dort ist ja schon hingewiesen worden. Voltaire wurde bereits von GGW zitiert. Hier noch mal der lesenswerte Kommentar eines FAZ-Lesers mit demselben Voltaire-Zitat als Antwort auf das selbstverliebte Voltaire-Zitieren von Seidls:

    …und viertens
    günter ganivet (F451)
    möchte man da gerade noch mal Voltaire zitieren:
    „Doch dass ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seine Mitbürger glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt, dass er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist nun mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, … es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht (des Verstandes) erstickt.“
    (VOLTAIRE, der große europäische Aufklärer, im Jahre 1740 in einem Brief an Friedrich den Großen, zitiert aus: Der Spiegel vom 22. Dez. 2001, Artikel „Der Glaube der Ungläubigen“)

  23. Müssen wir eigentlich solche im Rauch hängenden Bücklinge kritisieren welche wiederum uns Islamkritiker kritisiert.
    Bernd Zeller nennt es treffend :
    Islamkritikfeindlichkeit
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/islamkritikfeindlichkeit/

    Mich erinnert das an die Klimahysteriker die nicht mehr davor warnen,“„die Pole schmelzen“, sondern vor den immer zahlreicher werdenden Klimaskeptikern, „sie seien gefährlicher als das Treibhausgas“.
    _________________________________________

  24. Da hat nur jemand Futterneid auf Broder oder sonstige Minderwertigkeitskomplexe:

    Ok, aber mal sachlich: Zitat:
    „Und drittens möchte man da nur noch Voltaire zitieren: Ich mag Ihr Kopftuch nicht. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sich kleiden dürfen, wie Sie wollen.“

    Gut, Voltaire zitiere ich auch gerne, aber: erstens, glaube ich nicht, dass der Verfasser wirklich sein Leben dafür einsetzten wird und ZWEITENS, viele moslemische Frauen wollen ihr Kopftuch nicht tragen, sie MÜSSEN! Argh! Kopf aua tut!

    Wie verblendet kann jemand sein? Das hat nichts mit kleiden zu tun, sondern ist ein politisches Statement zur Unterdrückung der Frau, und dass wenn sie vergewaltigt, verstümmelt oder ermordert wird, es ja selbst schuld ist, weil das Mannesbild im Islam sicht nicht zurückhalten kann.

    „Und drittens möchte man da nur noch Voltaire zitieren: Ich mag Ihr Kopftuch nicht. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sich kleiden dürfen, wie Sie wollen.“

    AH! Klappe halten, Sie verzweifelter Voltaire-Zitierer. Sie mögen ja vieles.

    Gute Nacht!

  25. Was für ein edler Recke.
    Soll er doch den Afghaninnen verklickern:

    „Ich mag Ihre Burka zwar nicht. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sich kleiden dürfen, wie Sie (oder Ihr Mann, oder Ihr Mullah, oder der Islam) wollen.“

    Was für ein Schwachkopf. Und zur Dummheit kommt dann noch das selbsgerechte sich moralisch aufblasen. ekelhaft.

    roger

  26. Nichts Neues, anstatt sich intensiv mit dem Problem Islam auseinanderzusetzen hält Seidl, weil einfacher, am herkömmlichen Prinzip des Vergleichens, sprich Relativierens fest:
    Was „wir“ damals für Unrecht taten, müssen „wir“ den Mohammedanern im Heute auch zugestehen.
    Wir wollen doch bitteschön fair sein. :kotz:

    Vergleiche islamisch Geprägter Verhaltenweisen mit machohaften Süditalienern, Vergleiche mit der Ausrottung der Indianer und Vergleiche mit dem alteuropäischen Imperialismus.
    Alles wie gehabt und längst vergangen, geschichtlich durchaus interessant aber für unser heutiges Leben nicht relevant, „wir“ haben damals nicht gelebt.

    Schwerer wiegt schon die Forderung, der Islam solle sich gefälligst endlich selbst aufklären; solle seinen Anspruch auf die Scharia und das Supremat über den Staat aufgeben und die universalen Menschen- und Freiheitsrechte anerkennen. Das klingt einerseits vernünftig – und übersieht doch, dass die Aufklärung und Säkularisation des christlichen Abendlandes nicht im Vatikan beschlossen und in den Bistümern und Gemeinden exekutiert wurde, sondern dass dieser Prozess fast tausend Jahre dauerte und dass der Weg dahin gesäumt war mit Scheiterhaufen und Bannflüchen, der heiligen Inquisition und Ketzerprozessen, deren Urteile erst im 20. Jahrhundert aufgehoben wurden.

    Was natürlich heissen soll, dass wir nun auch gefälligst 1000 Jahre auf die islamische Aufklärung zu warten haben.
    Kommt sie nicht, haben wir eben Pech gehabt und „dürfen“ in unseren Ländern islamische Missstände, Gewalt und Diskriminierung aushalten und dulden.
    Weil, wir wollen ja fair sein, „wir“ das in vergangenen Zeiten auch getan haben und „uns“ das Jetzt eben nicht interessieren darf.

    Was uns aber kümmern muss, ist, wenn im Namen der universalen Menschenrechte genau diese Rechte zur Folklore des Abendlands gemacht werden sollen – wenn also einer wie Broder das Prinzip „Wie du mir, so ich dir“ im Umgang mit der muslimischen Welt vorschlägt: Wenn wir Kirchen und Synagogen in Mekka bauen dürfen, lassen wir euch Moscheen in Rom bauen. Wenn unsere Frauen nabelfrei durch Riad bummeln können, lassen wir eure Frauen verschleiert auf die Maximilianstraße. Klingt nur fair, ist aber, erstens, eine Selbsterniedrigung aufs Niveau orientalischer Verhältnisse; zweitens, weil „wir“, nach vollzogener Einbürgerung, eben auch Muslime und Kopftuchträgerinnen sind, ein Rassismus, der sich seiner selbst nur nicht bewusst ist.

    Womit er irgendwie zugibt, dass unsere Lebensweise für den Mohammedaner etwas vergewaltigendes hat.
    Dass sich die Mohammedaner allerdings durch ihre Einwanderung den Kontakt mit unserer Lebensweise selbst ausgesucht haben, verschweigt er tunlichst.
    Lieber reden „wir“ bzw. „er“ dem Rest der Bevölkerung ein schlechtes Gewissen ein, bevor man die armen Mohammedaner fragt, warum sie denn eigentlich hierhergekommen sind, wenn wir sie doch geistig und moralisch geradezu „Vergewaltigen“.
    Er vergisst natürlich auch zu erwähnen, dass es keine Bleibepflicht im Westen gibt.

    Natürlich, weil „WIR“ ja immer an Allem schuld sind.
    Auch am Fehlverhalten der Mohammedaner.

  27. Im Kommentarbereich habe ich heute früh schon gestöbert, der beste von Erwin Mahnke:

    „Nachdem es Deutschen mit der Nazikeule seitens der Medien und anderer „betroffener“ Menschen schon verunmöglicht wurde, sich öffentlich „negativ“ (oder auch nur zutreffend und mahnend) über Muslime und den Islam zu äussern, aber immerhin noch Ausländer, die vom Verdacht der Komplizenschaft mit den Nazis bislang ausgenommen waren, sich äussern durften und dies dankenswerte Weise auch taten, zünden Sie, Herr Seidl, nun also die zweite Stufe Ihres Projektes „Diktatur des besseren Gewissens indem nun auch Juden, Islamopfer und Davongekommene den Mund zu halten haben.“
    Zitat ende
    (vermutlich meint er auch Exmuslime)
    nicht schlecht herr specht
    ___________________________________________

  28. @ Plebiszit

    Es gibt wenige Gemeinsamkeiten zwischen Rechts- und Linkskonservativen, außer der schmalen Brücke des „Konservieren-wollens“, also dem ausgeprägten Wunsch, an vormals für das eigene Leben an Gültigem und Bewährten festhalten zu wollen.

    Da unterscheiden sich Rechts- und Linkskonservative natürlich diamtral in ihren Inhalten, doch auch Linke sind nicht mehr „progressiv“ (falls sie das überhaupt jemals waren), doch halten sie sich dafür.

    Dieses verbissene „Konservieren-Wollen“ von der Multi-Kulti-Idylle, die – sofern es sie jemals gab – bestenfalls wohl eine zeitlang irgendwann in den frühen 80ern stattgefunden hat wirkt auf mich heute genauso bizarr wie manche Rechtskonservative, die von einem Weltbild nicht lassen möchten, dass für sie in den 1950ern als der Idealzustand galt, der aber nie wieder zurückzuholen ist und der durchaus debattenfähig ist 😉 .

    Gemeinsam ist beiden die Gegenwartsverleugnung.

    Die Nachfolgenden – womit ich alle meine, die von 68ern erzogen worden sind und deren Nachfolger – neigen meiner Ansicht nach eher zu prosaischem Vorgehen und nehmen sich aus verschiedenen politischen Richtungen das raus, was ihnen am Plausibelsten erscheint, egal ob das aus der traditionell linken, rechten oder liberaleren Ecke kommt. Und das wird dann gemixt.

    Solche Leute wie Franziska Drohsel oder Hannah Poddig halte ich für Ausnahmen, auch wenn sie von den Medien geputscht werden und daher der Eindruck ensteht, solche wären der Normalfall. Und warum werden genau solche in den Medien so penetrant vorgeführt? Weil die Leute, die heute TV machen, mehrheitlich dem älteren Linkskonservativem Spektrum angehören und sich selbst bzw. ihre Zeit in den Twenties in solchen Leuten wie Drohsel und Poddig wiederfinden. Das hat aber mit der realen Bedeutung dieser Personen nichts zu tun. Denn sie HABEN real kaum Bedeutung. Poddigs Buch liegt trotz Pushens auf sämtlichen Honni-TV-Kanälen wie Blei in den Regalen, weil die vermeintliche Zielgruppe der Twens überhaupt nicht mehr so lebt, wie ältere Linkskonservative sich das so vorstellen. Was wiederum ein Zeichen dafür ist, dass sie mit dem Wandel der Zeit nicht klarkommen.

    Heute ist es völlig normal, dass jüngere Leute von der Optik her rüberkommen, als ob sie Linke wäre, aber FDP wählen oder sogar CDU. Oder sie leben in Patchwork-Familien und wählen trotzdem konservativ. Oder sie sind die rigidesten „Spießer“ und wählen Grün, weil sie an die große Klimaapkalypse glauben. Es gibt kommunistische Islamkritiker und Dhimmi-Bischöfe. Diese früher recht eindeutige Trennung zwischen Rechten und Linken gibt es einfach nicht bzw. nicht mehr.

    Wenn man heute 25-35jährige sieht, kann man meiner Ansicht nach kaum seriös vermuten, was die wählen würden – also was Lebensstil, Klamotten, Aufmachung usw. betrifft.

    Viele „Kinder“ von 68ern leben äußerlich mehr oder weniger wie ihre Eltern, wählen aber wacker die FDP oder auch weiter rechts. Was auch damit zu tun hat, dass denen das politische Gequatsche und Indoktriniere ihrer Elterngeneration dermaßen auf die Nerven ging, dass sie frühzeitig gemerkt haben, dass das nur noch was mit Ideologie und weniger mit Sachverstand zu tun hat.

    Dieses Links-Rechts-Denken weicht meiner Ansicht nach immer mehr einem sehr pragmatischem Vorgehen, was ich auch für eine gute Sache halte. Ich hoffe, dass man dann zielorientierter vorgehen kann. Diese alte Lagerdenken, z. B. Grüne gegen CSU mit den jahrzehntelang abgelutschten Parolen, das kommt einem ja zu den Ohren raus, dass will man keinesfalls die kommenden 50 Jahre immer noch hören müssen. Man muss sich nach vorne ausrichten. Die Jüngeren und ganz besonders die ganz Jungen haben das Recht auf Zukunft und sollen nicht immer in der Vergangenheit ihrer Eltern und Großeltern leben, nur weil diese beschlossen haben, sich in diese längst vergangenen Welten zu flüchten.

  29. Wieder ein Beispiel für in den 70ern sozialisierte Totalversager auf vergoldetem Posten inkl. Sozialprestige, Arbeitgebervergünstigungen und BAV.

    Claudius Seidl wurde 1959 in Würzburg geboren und legte sein Abitur 1977 in Bamberg ab. Er studierte Theater- und Politikwissenschaft sowie Volkswirtschaftslehre an der Universität München, sowie Filmgeschichte im Filmmuseum München bei Enno Patalas. Er bewarb sich 24-jährig bei der Münchner Filmhochschule, trat aber das Studium nicht an.

    Seidl begann seine Journalistenlaufbahn 1983 als freiberuflicher Filmkritiker für die Süddeutsche Zeitung, München, ab 1985 auch für die Die Zeit, Hamburg. 1990 wurde er Leiter des Ressorts für Populäre Kultur des Spiegel. 1996 ging er zur Süddeutschen Zeitung zurück und wurde dort stellvertretender Feuilletonchef.

    2001 übernahm er zusammen mit Florian Illies die Leitung der Feuilletonredaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, mit der Zuständigkeit für das Berliner Feuilleton. Seit Ende 2002 ist er zusammen mit Volker Weidermann Ressortleiter. Seidl lebt heute in München und Berlin. In mehreren Büchern befasst er sich mit Themen des Films, der Generationenfrage und mit dem Problem, als Münchner in Berlin zu leben.

    Im Vorwort von Hier spricht Berlin (2003) schrieb Seidl, Berlin sei der einzige Ort in Deutschland, „wo man sich manchmal nach Sibirien sehnt“. Reinhard Mohr spottete im „Spiegel“, Seidls Berlin-Welt bestehe „überwiegend aus Latte Macchiato, unzähligen Bieren, Verlagsempfängen und den Hockern der Bar ‚103‘.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Claudius_Seidl

  30. @ #27 johannwi

    Danke für den Hinweis, daß ein Mitstreiter dies Zitat erfreulicherweise schon als Leserkommentar schrieb, mir war es nicht bekannt. Der Nachteil ist, daß man nicht alle Kommentare auf einmal aufklappen kann, sondern aufwendig jeden einzeln anklicken muss.

  31. @Paul a

    Es gibt keine Linkskonservative… Linke sind – und bleiben – Linke, egal wie die sich opportunistisch nennen: Nationalsozialisten, Kommunisten, Patrioten, Christen, Sozialisten, Demokraten, Antifaschisten, Faschisten… etc.

    Konservativ sein, heißt nicht Stillstand, sondern ist der langsame Schritt zum Perfektionismus… den Himmel auf Erden.

    Mal eine Frage: Seid Ihr Linken etwa nicht überfordert, oder glaubt Ihr (EU-Befürworter, Sozialisten, Nazis, Kommunisten… Linke eben) der Wechsel der Fahnen, Ideologien, Grenzen… würde etwas positives bewirken?

  32. Was für ein dummer Schwätzer. Will sich mutig dafür einsetzen, dass Fatima ihr Kopftuch tragen kann. Will Fatima aber den gegenderten Thorsten Meyer heiraten und ihr Kopftuch NICHT tragen, dann ist Claudio wahrscheinlich in der Toskana beim Weinverkosten und konnte gerade nicht mutig sein, als Fatima das Messer ihres Bruders in den Bauch gerammt wurde.

  33. Der Schwachsinn ist mir noch gar nicht aufgefallen, dass Seidl selbst sein Leben dafür einsetzen möchte, dass eine Muselfrau ihr Kopftuch tragen darf.

    Aber dieses verlogene Pack aus der FAS/FAZ würde nie einen Finger dafür rühren, dass ein Robert Redeker in ihrer Zeitung einen Text oder ein Kurt Westergaard eine Karikatur veröffentlichen darf.

    Gut, dass es dieses verlogene Pack immer wieder schafft, sich lächerlich zu machen.

  34. „Konservativ-lieberale FAZ“
    Dazu sage ich : hahahahahahaha!!
    Habt Ihr Euch im Jahrhundert geirrt?

  35. @#14 Hobbes (10. Jan 2010 21:13)

    ,,,Davos schön ist…

    Ein sehr schön geschriebener Kommentar, der in vielen Punkten meine Zustimmung findet und den es zu lesen Spaß gemacht hat! Großes Kino!

  36. @ #14 Hobbes

    Der journalistische Mietclown Seidel schreibt für stinkreiche Toleschranzen aus …… dem Starnberger See, die mit der Lebenswelt der (vermeintlichen) Kleinbürger & Spiesser NIE in Kontakt kommen…….

    Vor dreißig Jahren bin ich immer zum Starnberger See zum Segeln übers Wochenende gefahren, dort waren die Reichen und Schönen. Diesen Sommer war ich nach sehr langer Zeit mal dort, Starnberg aktuell ist vollkommen runtergekommen, verwahrlost, und eine Döner-Bude neben der anderen.

  37. Über die FAS kann ich mir kein Urteil erlauben, die habe ich nie gelesen. Als langjähriger FAZ-Leser wundert much der Artikel in der FAS aber nicht, denn auch die FAZ ist nicht mehr das Blatt, das siee einmal war, als noch ein Karl Korn oder Joachim Fest zu ihren Herausgebern gehörte. Sie ist im Grunde islamophil, kritische Stimmen tauchen fast nur noch in der Leserbriefspalte auf. Und auch sonst ist sie sehr leise geworden, wenn sie mal politisch inkorrekt wird. Nach 28 Jahren und sechs Monaten habe ich daher mein Abonnement zum Ende des letzten Jahres gekündigt.

    Die sog. Qualitätspresse wird sich erst dann ändern, wenn die Leser mit den Füßen abstimmen.

    Artus

  38. „und in Polen junge Frauen terrorisieren, die aus Not und Verzweiflung abgetrieben haben?“

    Geht’s noch? Abtreibende Rabenmütter, die ihr eigenes Kind im Mutterleib grausam zerstückeln lassen, sind also in Not und verzweifelt und „müssen“ deshalb ihre Babys ermorden? Wobei die bösen Katholiken dabei stören… Die ärmsten…

  39. Das Beste an dem FAS-Artikel ist das Zitat von Broder:

    „Der Islam verhält sich zum Islamismus wie der Terror zu Terrorismus“

    Wunderbar. Ein echter Broder. Und man muss sich immer vor Augen halten:

    99% der Muslime verhalten sich TROTZ des Islam friedlich.

    Und sie sind auch nur dann friedlich, wenn sie in ihren Heimatländern ihren Islam ungestört ausleben können. Sobald es Widerstand gibt, oder der Islam sich nicht problemlos ausbreiten kann, dann krachts. Von ihrem Gott höchstselbst legitimiert.

    Daher ticken bei uns die Uhren auch schon ganz laut..

  40. #37 Paula
    Das ist ja denn mal ein Feuerwerk an Argumentation.
    Mit der simplen Reduzierung auf „Konservierung einer Weltanschauung“ kann ich leben. Der Begriff suggeriert aber auch die Verknöcherung (Muff)ihrer kleinen Welt.Da ich auch einen konservativen Standpunkt habe sehe ich mich aber deswegen nicht denen zugehörig.
    Wenn Neonazis sich das 3.Reich zurückwünschen sind sie meiner Auffassung nach keine Konservativen. Sie bleiben Linke so wie die von dir zitierten alt68er. Was die Umgangssprache betrifft,stimme ich dir zu das das linksrechts Chema Anachronismus ist. Ich werde diese Verortung aber nicht ablegen weil sie in Kurzform den Kapitalismus mittels Trennstrich vom Sozialismus auseinander hält (eine pol.Mitte gibt es nicht). Per Definition mag ich das jetzt nicht alles aus meiner Sicht erläutern, nur soviel, das es sich in Wahrheit um nur „2zwei Lager“ handelt in deren Rändern Strömungen sich vermischen.
    Meine 50erJahr Prägung ist auch nicht konserviert, aber ich wünsche mir den Generationen Respekt zurück und das man seine Lehrer morgen stehen begrüßt und an Fest und Gedenktagen die Hymne singt und überhaupt mal ein Lied trällert.
    Wertekonservativ ist gleich bedeutend, in der Gemeinschaft ein Zusammenleben und der Zugehörigkeit einen Sinn zu geben.
    (die Sozis nennen es Solidarität und meinen den Internationalsozialismus=Internazi)

    Man kann lange Abende mit den Widersprüchen beider Weltanschauungen verbringen, einen Konsens wird es nie geben, nur Respekt untereinander verhindert eine „Kanibalisierung“
    ____________________________________________
    Hier noch ein Nervtreffer der dir sicher gefällt
    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M59a9b590e1c.0.html

  41. Ich hab’ dieses Scheißblatt ja glücklicherweise schon nach dem „Der Sozialismus ist gar nicht so übel“-Artikel im Dezember abbestellt. Die FAS will die taz scheinbar links überholen. Es ist einfach nicht zu fassen. Die deutschen Medien sind von den Gutmenschen gleichgeschaltet worden.

    Voltaire hat dieses Kopftuch-Zitat nie gemacht, sondern das hier:

    „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

    Für Seidl fällt das Kopftuch also unter Meinungsfreiheit soso. Dann ist die Burka auch Meinungsfreiheit. Genauso das tragen von Turbanen und das Recht auf Ganzkörperkondome im Freibad – einschließlich islamisches Frauenschwimmen. Im Grunde fallen die Unterdrückung von Frauen und Andersgläubigen, der Jungfrauenwahn, die Genitalverstümmlung, Sex mit 9jährigen und Ehrenmorde auch unter Meinungsfreiheit. Das einzige was bei Seidl natürlich nicht unter Meinungsfreiheit fällt, sind die Mohammed-Karikaturen – die gehören zumindestes geächtet, am besten verboten.

  42. @ GGWatch

    Zum Voltaire-Brief:

    „Das ist nun mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, … es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht (des Verstandes) erstickt.”

    Da hat der Spiegel aber zensiert, falls der er korrekt zitiert ist.

    Die Pünktchen sind nicht ganz ohne:

    „Das ist mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn, er ist als Türke auf die Welt gekommen, es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht erstickt.“

    Gruß AT II

  43. Das zeigt nur ,dass Finanzen bei Faz und Sz,Fas nicht der Vernunft nach verteilt werden ….
    Trotzdem bleibt die „Faz“ die einzig lesbare deutsche Zeitung….

  44. das Asyl ist das Problem und die unerwünschte Zuwanderung ohne Einwanderungsgesetz ist es ,in fast allen Dingen.

    Gruß

  45. Eine ordungsgemäße Einwanderung obliegt gewissen Bestimmungen, einen Einwanderungsgesetz zum Beispiel.

    Wo sind bei uns Einwanderer zu finden die nach einen gültigen Einwanderungsgesetz hier sind …??????????????????????

    Das ist die Frage…????

    Gruß

  46. Ich hatte am Wochenende den Artikel in der Zeitung auch gelesen und schon bei den ersten 2 Sätzen bin ich hängen geblieben, weil wieder „der“ Islam mit dem Christentum verglichen wird. Das weist den Author als jemanden aus, der nicht weiss was „der“ Islam ist.

    Solche Vergleiche sind Polemik pur. Sie setzen sich nicht mit dem Inhalt der Kritik auseinander, sondern gehen auf einen ganz anderen Bereich, bauen dort vollkommen absuderde Vergleiche nach um damit den Leser von der Gewalätigkeit um dies ursprünglich gegangen ist, abzulenken. Aber wie haben wir hier so schön festgehalten? Wir sind auf dem Besten Wege zur Volksverdummung. Volksdämagogen die dem nur oberflächlich informierten Leser unter dem Mantel des intelektuellen Anspruchs (und damit über jeden Zweifel erhaben) die Welt erklären, damit diese sich nicht weiter für die Hintegründe zu interessieren brauchen.

    Wir haben doch hier schon Dhimmi Arward. Wie wäre es mit einem Goebbel-Award für solche Volksverdummer?

    Eine andere Frage: Gibt es in Irland Bekennerbriefe, in dem die Attentäter schreiben Sie handeln im Namen Jesu, wenn Sie Bombem zünden und Menschen töten?

  47. #59 Kairos

    Ein hervorragender, perfekt formulierter Aufsatz! Ich hoffe, du hast dem guten Autor (naja, nicht wirklich) den Text auch direkt zugeschickt, denn ich nehme mal an, er wird Kairos (ist das dein Blog?) nicht kennen. Ob er ihn dann ließt oder gar darüber nachdenkt ist natürlich eine andere Frage.

    p.s. Ich denke mal, die 3-fache Wiederholung im ersten Absatz ist ein Fehler.

  48. @#50 byzanz

    99% der Muslime verhalten sich TROTZ des Islam friedlich.

    Diese Prozentangaben! Wann immer ein Islam Kritiker davon spricht, dass der Islam gewaltätig sei, Terror, Anschläge etc, kommt zur Erwiderung, dass dies ja nur Einzelfälle seien.

    Jetzt steht hier, in einer doch sagen wir mal immer noch als renomiert geltender Zeitung, dass nur 0,1 % der Muslime Islamisten seien..

    WO ZUM TEUFEL KOMMT DIESE ZAHL DENN HER?

    Das ist so krank! Jede statisitische Erhebung solcher Zahlen wird doch durch unsere linksfaschistische Meinungselite verhindert. Es mag vielleicht stimmen, dass nur 0,1 % (ich zweifele diese Zahl an) der Muslime aktiv am Terrorismus beteiligt sind. Ich würde aber sagen das weitaus mehr (ich nenne jetzt keine aus dem Arsch gezogene Prozentzahl) der Moslime potentielle Gewaltäter sind.

    Wann immer ich mit einem Moslem anfange, zuerst im Scherz, zum Beispiel über Frauen zu sprechen, dann nehme ich bei grundlegenden Themen immer wieder eine nicht überbrückbare kalte Position wahr. Geht es um den Glauben..und ich äussere meine atheistischen Ansichten (Annmerkung: Ich bin kein Atheist, weil dies sich aus dem „Nicht Glauben“ an Gott erklärt. Ich glaube einfach nur nicht!) dann wird der Ton immer recht scharf. Insbesondere wenn ich Vorstöße Richtung Mohammend mache.

    Man muss einen Moslem nur die richten Fragen stellen und man hat das Messer an der Kehle.
    Daher würde ich jetzt mal sagen, Friedliche Moslems sind ausser Acht zu lassende Einzelfälle!

  49. Die vielen Kommentare unter dem unsäglichen Aufsatz des Herrn Seidl sprechen glücklicherweise eine deutliche Sprache.
    Ich weiss nicht, warum die FAZ/FAS meint, sich mit solchen Autoren „schmücken“ zu müssen – ich habe ihr für den Wiederholungsfall die Kündigung meines Abonnements angedroht.
    Unsere Medien, die „Welt“ auch die „FAZ“ versuchen offensichtlich einen Spaghat: mal darf Frau Kelek veröffentlichen, dann wieder einer ihrer Kritiker – in diesem Fall ein reiner Populist mit schlechtem Stil.
    Wir sollten klare Linien verlangen, deutlich unserem Ärger über diese windelweiche, beliebige Haltung Ausdruck geben.

  50. Die lohnschreiber passen sich jeder situation an. Ihre einzigste einstellung bzw. überzeugung ist, wie sie am besten mit dem hintern an die wand kommen.
    Zwei beispiele:

    1. Thomas Schmid
    Aus Wikipedia:
    „Schmid war Teil der Frankfurter Studentenbewegung und neben Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer und Matthias Beltz Gründer der Gruppe Revolutionärer Kampf und als solcher im Werk der Adam Opel AG in Rüsselsheim tätig. Zwischen 1979 und 1986 war er Lektor im Verlag Klaus Wagenbach. In den 80er-Jahren schrieb er als freier Autor unter anderem für Die Zeit, die taz und den linksalternativen Pflasterstrand. Von 1989 an beriet er Daniel Cohn-Bendit, als dieser Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt am Main war.“
    Jetzt schreibt er für die angeblich so konservative WELT, nachdem er auch schon bei der FAZ „gedient“ hat.“

    2. Christiane „Tissy“ Bruns
    Aus Wikipedia:
    „Bruns erlernte den Beruf Lehrerin für Geschichte und Mathematik und gehörte in den 1970er-Jahren der Führung des Marxistischen Studentenbunds Spartakus an. Von 1975 bis 1977 sowie nach Absolvierung ihres Referendariats wieder ab 1979 gehörte sie dem Vorstand der Vereinigten Deutschen Studentenschaften (VDS) an. Nach ihrem Ausscheiden war sie ab 1981 Mitarbeiterin beim Parteivorstand der DKP [1]. Seit 1984 arbeitet sie als Journalistin, zuerst bei der Deutschen Volkszeitung. Von 1991 bis zum Umzug nach Berlin im Sommer 1999 war sie Parlamentskorrespondentin in Bonn, schrieb zunächst für die „tageszeitung“, später für den „Stern“ und die „Wochenpost“.
    Ab 1997 war sie Korrespondentin für den Berliner „Tagesspiegel“. Von April 2001 bis April 2003 leitete sie das Berliner Korrespondentenbüro der Tageszeitung „Die Welt“, wechselte danach wieder zum „Tagesspiegel“.“

    Und ist nicht nur die journaille entlarvt, sondern keinesfalls
    Theo Retisch
    auch die verlage, die solche wendehälse anstellen, die im übrigen so gut wie alle aus der kommunistischen ecke kommen bzw. sich dort als „links“ einordnen.

  51. Als wenn vom Islam und seinem Rechtssystem noch viel übrig bliebe, wenn man versuchen würde wie in der Evangelischen Kirche, einen „Koran in gerechter Sprache zu schreiben“.

    „Koran in ‚gerechter Sprache'“ – warum lese ich heute zum ersten Mal von dieser wunderbaren Idee?

    Ein Doppelschlag gegen exzessive Gutmenschelei und das Buch des Hasses der Religion des Friedens™.

    Auch sonst ist das ein guter Kommentar von Thorsten M.!

  52. #25 eigenvalue (10. Jan 2010 21:42)
    „Der Terrorist ist ja bekanntlich bis zu seinem Terror-Selbstmord-Anschlag noch kein Selbstmordattentäter.“

    Genau, darf ich es nochmal mit meinen Worten wiederholen?

    „Auch die Bombe ist ruhig, bevor sie explodiert!“

  53. #54 AbuTalib II (11. Jan 2010 01:55)
    „@ GGWatch
    Zum Voltaire-Brief:
    “Das ist nun mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, … es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht (des Verstandes) erstickt.”

    Da hat der Spiegel aber zensiert, falls er korrekt zitiert ist.

    Die Pünktchen sind nicht ganz ohne:

    “Das ist mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn, er ist als Türke auf die Welt gekommen,

    Wenn dem so wäre, dass der SPIEGEL hier eigenmächtig zensiert hat, wäre das schon ein Kracher.

    AT II, könnten Sie bitte eine Quelle für Ihre Version benennen?

  54. Hallo, Plato (#60)
    Die Idee mit einem Goebbels- Award ist phantastisch!! Für kleinere Arschkriecher der schmierenden Zunft wäre ein „Eugen Hadamovski-
    Award gegeben (Dieser war Reichssendeleiter von Goebbels Gnaden 1933 bis 1942. Danach fiel er in Ungnade und verschwand an der Ostfront, wo sich 1944 seine Spur verlor…)
    Im GEZ- Reichsrundfunk gäbe es reichlich Anwärter..
    Gruss

  55. Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Diesmal schon; der ganze Artikel ist ein einziges Hinken. Aber an diesem Artikel ist deutlich zu erkennen, dass die Aufklärung über den Islam einen großen Teil der Bevölkerung, aber auch der Publizisten erfasst hat. Noch vor zehn Jahren wäre ein liebevoll und verständnisheischender Bittartikel erschienen. Heute bleibt es keinem Autor erspart, auf die islamkritischen Argumente einzugehen. Und da hat sich unser Autor keineswegs mit Ruhm bekleckert.

    Herr Seidl könnte über folgende Fragen nachdenken; vielleicht würde er zu einer klareren Struktur seines Denkens finden.

    Ein wesentlicher Bestandteil der Aufklärung ist Religionskritik. Die Kritik am Christentum – von Giordano über Feuerbach, Freud, Deschner bis zu Dawkins entzog den christlichen Kirchen einen Großteil der Macht und ein politischer Machtanspruch, der sich auf eine Offenbarung berufen würde, würde heute allenfalls Heiterkeit hervorrufen. Genau diese Art der Kritik ist auch für den Islam einzufordern. Und es gibt keinen Grund, den Islam im Gegensatz zum Christentum vor Kritik zu schützen.

    Dem Autor ist nicht entgangen, dass der Islam eine ganzheitliche Ideologie mit einem politischen Machtanspruch darstellt. Wenn er den Islam für willkommen erklärt, sollte er eine Antwort geben, wie der Islam mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der offenen Gesellschaft zu vereinbaren ist.

    Die Kritik am Islam schmerzt Herrn Seidl, da er Rassismus als Ursache für Islamkritik zu entdecken glaubt. Der Artikel läßt erkennen, dass er sich mit Kulturen und Geschichte befasst. Wahrscheinlich ist er nur in der Lage, Menschen als Teil eines kulturellen Kollektivs wahrnehmen zu können. Ihm sei gesagt, dass Aufklärung, Demokratie, individuelle Freiheit und Rationalität jedem Menschen zustehen und nicht nur den Bewohnern des Westens. Sollte er die westlichen Werte unter Kulturvorbehalt stellen, würde er gerade Moslems individuelle Menschenrchte verweigern. Hier würde sich ein neuer Rassismus offenbaren.

  56. Ich glaube nicht an Gott. Ich bin für die demokratische Legitimierung politischer Macht. Als kritischer Rationalist verneine ich die Gültigkeit jeder Offenbarung. Ich verehre die Freiheit. Und ich verehre Ayaan Hirsi Ali.

    Damit ist für islamophile Publizisten das Urteil gleich gefällt: Ich kann nur ein Rechtsradikaler und Rassist sein.

    Wenn diese Geister nicht einen gewissen Einfluß hätten, wäre jede Auseinandersetzung mit ihnen nur Zeitverschwendung.

  57. Danke für den Beitrag. Seidl hat sich als Dummbeutel ersten Ranges geoutet. Oh, si tacuisses, … Der ist doch nur neidisch auf Henryk M. Broder, weil der viel intelligenter und witziger ist als er.

  58. Ich habe schon seit ein paar Monaten das Gefühl, daß die FAS das „linke“ Pendant zur „rechten“ FAZ sein soll.
    Speziell in der Ausgabe zum Jahreswechsel 09/10 gab es einen Artikel über Dinge, auf die der Redakteur im kommenden Jahr verzichten wollte. Die Liste bekomme ich zwar nicht mehr zusammen, ich weiss aber noch, wie sie mich aufgeregt hat. Allerdings habe ich mir eine eigene Liste angefertigt mit Dingen, auf die ich in 2010 verzichten werde. Darauf ganz weit oben: Die FAS.

  59. #74 AbuTalib II (11. Jan 2010 17:02

    1000 Dank, hab‘ ich mir notiert, ist immer von Vorteil, wenn man auf eine Quelle verweisen kann.

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