Die schöne und der atomare Giftzwerg

Sigmund Freud würde das Phänomen faszinieren: Schöne Frauen, die auf hässliche, machtgeile Giftzwerge stehen, aber „die Schöne und das Biest“ gibt’s tatsächlich nicht nur im Märchen. So hat die 19-jährige Italienerin Silvia Valerio (Foto) keinen sehnlicheren Herzenswunsch, als sich vom 53-jährigen iranischen Diktator Mahmud Ahmadinedschad entjungfern zu lassen. Ihre Mädchenträume hat sie sogar in einem Buch „C´era una volta un presidente” (Es war einmal ein Präsident) niedergeschrieben.

Die Bild beschreibt Valerios Sehnsüchte:

„Ich möchte ihm meine noch unberührte, reine Blume anbieten. Meine langen Beine und der ganze Rest sind für ihn”, so die junge Autorin.

Silvia Valerio selbst beschreibt sich als „eiserne Jungfrau“, die den Islam-Diktator auf keinen Fall mit ihrem Erotik-Thriller herausfordern wolle.

Die Autorin gerät in eine perverse Schwärmerei, teilt offenbar sogar die üblen Ansichten des Diktators: „Wenn ich hätte provozieren wollen, hätte ich geschrieben, dass ich mich Osama bin Laden anbieten wolle, aber in Wirklichkeit fasziniert mich Ahmadineschad. Er ist der letzte Anti-Konformist, er leugnet sogar den Holocaust, will die Atombombe einsetzen, er verbietet den Frauen, dass sie den Wind in den Haaren spüren, weil er sie zwingt, ein Kopftuch zu tragen. Er ist ein bisschen wie Alexander der Große, der auch die Opposition gegen ihn zum Schweigen brachte, ein ungewöhnlicher Mensch.” …

Was sie tun würde, wenn der Diktator ihr Angebot annehme und sie nach Teheran holen würde, verrät die Blondine … : „Im Iran brauche ich keine Bücher mehr zu schreiben, natürlich würde ich auch einen Schleier tragen. Nackt wäre ich nur für ihn da.”

Über schöne Frauen und ihre Gartenzwerge hat die musische Kunst bereits ein epochales Werk erschaffen, das so manche Band im Repertoire hat – den Gartenzwergenmarsch – vielleicht bald die neue inoffizielle Hymne des Iran:

Ahmadinedschad der Angebetete selbst macht indessen lieber mal den Satellitenschirm zu, um gar nicht von Nachrichten aus dem sündhaften Europa bei seinen Bombenplänen für die genuin islamische Zukunft gestört zu werden.




Offener Brief an den deutschen Journalismus

QualitätsjournalistLieber deutscher Journalismus! Ich kenne Dich seit über drei Jahrzehnten. Als ich ein Jugendlicher war, hat Günter Wallraff den „Türken Ali“ gemimt und damit einen Bestseller gelandet: „Ganz unten“ (1985). Die Geschichte, wie ein armer Ausländer von deutschen Arbeitgebern ausgebeutet wird, brachte Wallraff nach ganz oben und wird immer noch verkauft. Vor kurzem habe ich mir das Buch mal ausgeliehen und es durchgeblättert.

Erschreckend, dass ich nichts als Platitüden darin finde. Rechtsradikale CSU-Anhänger besoffen bei einer Rede von Franz Josef Strauß; geldgierige deutsche Arbeitgeber, die türkische Arbeitnehmer wie Sklaven behandeln. Die passende Lektüre für deutsche Gutmenschen, die schon damals nicht wussten, dass man sich bei harter Maloche eben die Hände schmutzig macht.

Wallraff hat inzwischen einen würdigen Nachfolger gefunden: ein gewisser Markus Breitscheidel betätigte sich als Zeitarbeiter und Erntehelfer und schrieb daraufhin „Arm durch Arbeit“ (2008). Dass viele Arbeitsverhältnisse inzwischen miserabel entlohnt werden, ist keine Frage. Dass nach zehn Stunden Ernte auf dem Feld der Rücken weh tut – wie es Breitscheidel beklagte -, dürfte allerdings jedem vernünftigen Menschen vorher klar gewesen sein.

Das war nicht die einzige verdeckte Recherche. Als die Republikaner ihre Wahlerfolge einfuhren, trat ein Journalist namens Michael Schomers unter falschem Namen in die Partei ein und veröffentlichte später ebenfalls ein Buch: „Deutschland ganz rechts – Sieben Monate als Republikaner“ (1990).

So weit, so gut. Seit einigen Jahren, lieber deutscher Journalismus (ich bin jetzt ganz offen) mangelt es Dir allerdings an zwei Dingen erheblich: Mut und Phantasie. Ich finde Dich sehr einseitig. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass Du inzwischen zu sehr mit den Mächtigen rumkumpelst und rumkungelst. Du sagst, das sei notwendig, um an Hintergrundinformationen zu kommen? Ich bitte Dich. Wer täglich bei den Mächtigen ein- und ausgeht und mit ihnen am Tisch sitzt, muss sich nicht wundern, wenn er allmählich ihre Sichtweise übernimmt. Nicht Du kontrollierst sie, sondern sie kontrollieren Dich! Und dass Du Dich über gewisse Blogs erregst, weckt nur den Verdacht, dass Du eine lästige Konkurrenz loswerden möchtest.

Was, Du bist jetzt beleidigt und meinst, daß Du unbefangen bist und jedes interessante Thema angehst? Dass Dir immer noch vor allem die Diskriminierten und Unterdrückten, die Schwachen dieser Gesellschaft nahegehen? Dass Du bereit bist, in verdeckter Recherche Institutionen und Personen auszuforschen, die unsere Freiheit aushebeln wollen?

Bitteschön: Nichts leichter als das. Wo ist die junge, naturblonde Journalistin, die sich am Wochenende schick anzieht und dann allein in eine „Türken-Disco“ geht, mit dem Vorsatz ein bisschen zu tanzen und Spaß zu haben und jedes weitergehende Angebot höflich, aber bestimmt abzuweisen? Man könnte sie mit Aufnahmegerät und versteckter Kamera ausstatten. Was, glaubst Du, wäre wohl das Ergebnis dieser Recherche?

Wo ist der Journalist mit Familie, der mit Frau und Kind in ein sonst nur von Türken und Arabern bewohntes Haus in Berlin-Neukölln zieht und ganz einfach sein gewohntes Leben weiterlebt, also im Sommer tagsüber auf dem Hof leckere Würste grillt und sich ein kühles Bier genehmigt (ganz zufällig während des Ramadan)? Was, glaubst Du, wäre wohl das Ergebnis dieser Recherche?

Wo ist der junge, ehrgeizige Journalist, der sich in einen „Otto Normalverbraucher“ verwandelt und dann vorgibt, zum Islam zu konvertieren? Er könnte Arabisch und Türkisch lernen und nach längerer Zeit in einschlägigen Kreisen seine Absicht bekunden, für den Islam alles, aber auch wirklich alles tun zu wollen. Was, glaubst Du, wäre wohl das Ergebnis dieser Recherche?

So lange ich von solchen Reportagen nichts lese oder höre, lieber deutscher Journalismus, so lange bist Du für mich verfettet, feige, langweilig und opportunistisch – und sonst gar nichts!




Belgien wird PI – radikales Burkaverbot geplant

NiqabNachdem man in Frankreich monatelang über ein Burkaverbot debattiert hatte, bevor man sich zu einer möglichen Regelung durchrang, ist Belgien jetzt dabei, Frankreich rechts zu überholen. Belgien will das öffentliche Tragen des Ganzkörperschleiers „mit harschen Methoden“ einschränken. Ein Parlamentsausschuss hat einem entsprechenden Anti-Burka-Gesetz bereits einstimmig zugestimmt, zum beleidigten Aufheulen der Muslime.

SpOn berichtet:

Der Innenausschuss der Abgeordnetenkammer billigte an diesem Mittwoch in Brüssel einstimmig einen entsprechenden Gesetzentwurf, der nun ins Plenum geht. Danach dürften Kleidungsstücke wie die Burka und der Nikab, die das Gesicht ganz oder fast ganz verhüllen, in der Öffentlichkeit nicht mehr getragen werden. Es geht nicht um das bloße Kopftuch.

Ohne die Burka zu nennen, soll das Verbot für jede Person gelten, die in der Öffentlichkeit „ihr Gesicht ganz oder teilweise verbirgt oder verschleiert, so dass man sie nicht mehr identifizieren kann“, heißt es in dem Entwurf. Ausgenommen sind ausdrücklich Motorradfahrer oder Feuerwehrleute – also Menschen, die von Berufs wegen einen Helm oder eine Maske tragen müssen.
Das Verbot würde Straßen, Parks, Sportanlagen und öffentliche Gebäude einschließen, ebenso Busse und Bahnen. Nach Auskunft des Parlamentariers Denis Ducarme von den französischsprachigen Liberalen wären zudem beispielsweise Geschäfte und Restaurants betroffen, nämlich „alle Orte, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind“.

Die belgischen Parlamentarier begründen ihre plötzliche Islamkritik mit der öffentlichen Sicherheit und den Rechten der Frau:

„Die Burka widerspricht der Würde der Frau, das ist ein mobiles Gefängnis“, sagte der Fraktionsvorsitzende der frankophonen Liberalen, Daniel Bacquelaine. Die öffentliche Sicherheit bedinge, dass Menschen jederzeit erkannt werden könnten. „Dies ist ein starkes Signal an Islamisten“, sagte Denis Ducarme von der liberalen Partei MR. Der Sozialist Eric Thiebaut sagte: „Wir machen Schluss mit der Selbstverleugnung der Frau.“

Dass die Muslime das ganz anders sehen und sich in der Ausübung ihrer Religion diskriminiert fühlen, war kaum anders zu erwarten. Sie drücken auf die Tränendrüse und betonen, wie ungerecht doch solche anti-islamischen Gesetzesentwürfe seien:

„Die muslimischen Einwanderer fühlen sich heute in Belgien schlecht gelitten und stigmatisiert.“ Das Bild des ehrlichen muslimischen Arbeiters sei „durch das des Verbrechers ersetzt worden“.

Immerhin traut sich der Innenausschuss der belgischen Abgeordnetenkammer überhaupt an das heiße Burka-Eisen heran und wagt darüber hinaus einstimmig, ein Verbot zu beschließen. In Deutschland wäre dies, wie das Beispiel Hamburg gezeigt hat (PI berichtete) wohl kaum möglich. Wenn eine deutsche Postangestellte eine Dame mit Vollschleier nicht bedienen will, ist sie gleich ein Fall für die Nazi-Keule.

(Mit Dank an alle Spürnasen)




Schröder: Plädoyer für die Türkei

Mit lupenreinen Demokraten kennt er sich aus. Ist er doch schließlich selbst einer. Nachdem er den ehemaligen russischen Ministerpräsidenten Putin als einen solchen identifiziert hatte, erkennt er ihn jetzt im türkischen Ministerpräsidenten Erdogan. Ja, so haben wir uns einen Demokraten auch vorgestelllt.

In der SZ (wo sonst?) schreibt Schröder:

Das Land habe sich unter der Führung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan auf einen mutigen Reformweg begeben. „Die Schritte, die getan werden, haben durchaus historischen Charakter“, so Schröder. Das betreffe sowohl die „grundlegende Demokratisierung, die Kurdenpolitik ebenso wie den Verständigungsprozess, der mit Armenien begonnen wurde“.

Da spricht der Demokratie-Experte. Die Defizite des Landes iin Demkratiefragen jetzt alle aufzuzählen, ersparen wir uns und dem Leser. Dafür weiß der Altkanzler:

Deutschland und die EU seien gut beraten, „die Türkei dabei zu unterstützen, denn wir sehen, dass die Pro-Europäer in der Türkei auf große Widerstände treffen“. Eine nationalistische Politik in der Türkei wäre fatal und würde das Land isolieren und zurückwerfen – und in der Folge „unsere Sicherheit in Europa gefährden“.

Von den Widerständen hierzulande mal ganz zu schweige. Denn das wäre populistisch. Interessanterweise unterstützt die FDP den Altkanzler. Von ihr erfahren wir:

Auch die FDP kritisiert die Türkeipolitik der Kanzlerin – und fordert von ihr ein Machtwort: Die grundsätzliche Ablehnung des Beitritts durch zahlreiche Vertreter der CDU und CSU stehe nicht im Einklang mit dem Koalitionsvertrag, sagte der europapolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Link, der Süddeutschen Zeitung. „Wir würden uns wünschen, dass die Kanzlerin den Koalitionsvertrag auch in der eigenen Partei durchsetzt.“

(Spürnasen: Mister Maso und Jan)




Verleihung des „Dhimmi-Award 2009“

Verleihung des 'Dhimmi-Award 2009' an Claudia Fatima RothClaudia Roth war Ende des vergangenen Jahres einsame Spitze bei PI – zumindest bei der Wahl zum „Dhimmi des Jahres 2009“. 38% aller Wähler meinten, dass sie sich unter den vielen Verharmlosern der „Friedensreligion“ ganz besonders hervorgetan hat. Wir unternahmen nun einen ersten Versuch, ihr den Preis in Form einer Karikatur von Götz Wiedenroth in ihrem Wahlkreisbüro in Augsburg zu übergeben.

Hier die Filmdokumentation über einen aufschlussreichen Tag in Augsburg:

Die Passanten-Interviews in Augsburg haben es uns wieder einmal gezeigt: Das Informationsdefizit in der Bevölkerung ist immens. Nicht zuletzt auch wegen massiver Desinformationskampagnen vieler Medien. In einem Interview wurde es auch angesprochen: Die Augsburger Allgemeine beispielsweise schreibt unermüdlich vom „friedlichen Islam“.

So ist für uns noch viel zu tun. Wenn die Bürger erst einmal Bescheid wissen, was Islam wirklich bedeutet, dann dürfte es bald vorbei sein mit dem kritiklosen Appeasement. Der Druck hierzu muss aus der Bevölkerung kommen. Die Menschen müssen sich lautstark artikulieren, dass sie sich nicht mehr für blöd verkaufen lassen wollen. Politiker biedern sich viel zu oft aus Machtkalkül an. Wie auch am gestrigen Dienstag Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bei ihrem Besuch in der Penzberger Moscheegemeinde, die trotz gebetsmühlenartiger Beteuerungen für „Modernität“ und „Toleranzbereitschaft“ jetzt zum dritten Mal im bayerischen Verfassungsschutzbericht auftaucht. Warum glaubt man muslimischen Funktionären nichts mehr, wenn sie den Mund aufmachen? Vielleicht haben wir ja schon viel zu oft die Schablonensprüche wie „Islam heißt Frieden“ und „Islam hat nichts mit Gewalt zu tun“ gehört. Denn mittlerweile glauben wir auch nicht mehr so recht, dass die Erde eine Scheibe ist. Und niemand vorhat, eine Mauer zu bauen…

Zurück zu Claudia Roth: Nachdem uns ihr persönlicher Mitarbeiter in Augsburg vorschlug, ihr den Preis doch in Berlin zu übergeben, nehmen wir ihn gleich beim Wort. Wir sind ohnehin nächste Woche dort, um uns mit vielen anderen Islamkritikern zur Solidaritätsdemo für Geert Wilders zu treffen. Mal schaun, wie Claudia Fatima reagiert.

Zum Abschluss noch einige Foto-Impressionen aus Augsburg:

»PI: Verleihung des „Anti-Dhimmi-Award 2009“

(Video: RChandler / Schnitt: Obambi / Fotos: nockerl / Text: byzanz – PI-Gruppe München)




Wahl in NRW: 25 Parteien buhlen um Wählergunst

In Nordrhein-Westfalen sind am 09. Mai rund 13,5 Millionen Menschen aufgerufen, die Besetzung des neuen Landtages zu wählen. Waren es bei der letzten Wahl im Jahre 2005 noch 18 Parteien, so sind jetzt 25 zugelassen und dürfen um die Wählergunst buhlen. Politically Incorrect berichtet wie gewohnt etwas detallierter und stellt alle Bewerber – mit Links zu deren Webpräsenzen – vor.

Der Landeswahlausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung insgesamt 25 Parteien zur Wahl zugelassen. Bei den nicht zur Wahl zugelassenen Parteien / Landeslisten handelt es sich um die Kleinparteien und Gruppierungen

1 BPA – Die Bürger-Partei für Alle
2 Liberale Demokraten – die Sozialliberalen (LD)
3 Soziale Mitte – Partei für Mittelschicht und soziale Gerechtigkeit

Für diese drei können nun bei der Landtagswahl keine Zweitstimmen abgegeben werden. Sie können aber in Wahlkreisen mit Direktkandidaten antreten, wenn die zuständigen Kreiswahlausschüsse die von ihnen eingereichten Vorschläge zugelassen haben.

Erstmals können die Wahlberechtigten in NRW, wie bei der Bundestagswahl, zwei Stimmen abgeben. Mit der Erststimme in der linken Spalte des Stimmzettels entscheiden die Wahlberechtigten über das Direktmandat im Wahlkreis (Wahlkreiskandidat der jeweiligen Partei). Mit der Zweitstimme auf der rechten Seite des Stimmzettels können diese die Stimme für die Landesliste einer Partei vergeben.

Die zugelassenen Parteien nach Listenplatz auf dem Wahlschein mit Link zu deren Webpräsenzen:

1 Christlich Demokratische Union – CDU
2 Sozialdemokratische Partei Deutschlands – SPD
3 Bündnis 90 / Die Grünen – Grüne
4 Freie Demokratische Partei – FDP
5 Nationaldemokratische Partei Deutschlands – NPD
6 Die Linke – Die Linke
7 Die Republikaner – REP
8 Ökologisch-Demokratische Partei – ödp
9 Bürgerrechtsbewegung Solidarität – BüSo
10 Partei Bibeltreuer Christen – PBC
11 Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei
12 Familien-Partei Deutschlands – FAMILIE
13 Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, (…) – Die Partei
14 Deutsche Zentrumspartei – Zentrum
15 Bund für Gesamtdeutschland – BGD
16 AUF – Partei für Arbeit, Familie und Umwelt – AUF
17 Piratenpartei Deutschland – PIRATEN
18 Deutsche Demokratische Partei – ddp
19 Freie Union
20 Rentner-Partei-Deutschland – RENTNER
21 Bürgerbewegung pro-Nordrhein-Westfalen – pro-NRW
22 Die Violetten – DIE VIOLETTEN
23 Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit – BIG
24 Ab jetzt… Bündnis für Deutschland (…) – Volksabstimmung
25 Freie-Bürger-Initiative / Freie Wähler – FBI / Freie Wähler

Wir wünschen „viel Erfolg“…




Fälscher versorgte Qualitätsmedien

Ex-Bildblog-Autor Sebastian WieschowskiSeit die schwätzende Zunft der Journalisten sich vom Anlernberuf des Nachrichtenübermittlers zum meinungsbestimmenden Volkspädagogen erklärt hat, sind besonders sogenannte Expertenmeinungen wichtig, um Widersprüche zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung erst garnicht diskutieren zu müssen. Eine ganze Industrie käuflicher Experten für Alles steht bereit, um gegen Honorar zu bezeugen, was der Journalist schreiben will. Billiger und schneller geht es allerdings, den Experten samt seiner Expertenmeinung einfach zu erfinden.

Das dachte sich auch der junge Journalist Sebastian Wieschowski (Foto), der nicht nur gemeinsam mit dem „Medienexperten“ Stefan Niggemeier in dessen „Bildblog“ darüber wachte, dass Andere nur Erwünschtes berichten, sondern nebenher an die Flaggschiffe des deutschen Qualitätsjournalismus massenweise Beiträge verkaufte, in denen Experten bestätigten, was Redakteure glauben wollten. Jetzt kommt heraus: Die Experten hatte der pfiffige Schreiber selber erfunden. Die Fachzeitung  Journalist online berichtet:

Der freie Autor Sebastian Wieschowski hat offenbar Zitate frei erfunden – und die entsprechenden Texte an Spiegel Online, Welt Online und Südkurier verkauft. Springer erstattete Strafanzeige.

Mindestens drei Redaktionen in Deutschland haben offenbar Artikel veröffentlicht, in denen Zitate frei erfunden waren. Nach Recherchen des Medienmagazins journalist und von MDR Sputnik hat der freie Autor Sebastian Wieschowski unter anderem an Spiegel Online, den Südkurier und an Welt Online Texte verkauft, in denen sich ein Experte äußert, der womöglich gar nicht existiert. Die Redaktionen selbst haben von dem Verdacht unter anderem durch den Deutschen Presserat erfahren.

„Recherchen der Welt-Gruppe haben den Verdacht bestätigt und darüber hinaus Zweifel an der Existenz weiterer von Herrn Wieschowski zitierten Experten aufkommen lassen“, so Christian Garrels vom Axel Springer Verlag. Über die Zahl der betroffenen Texte machte Garrels keine Angaben. Offenbar hat der Autor aber nur vereinzelt Zitate erfunden, so dass der Betrug lange unentdeckt blieb. Die Artikel – so heißt es aus einer der betroffenen Redaktionen – wären auch ohne die beanstandeten Passagen ausgekommen. Es handle sich also nicht um einen weiteren Fall Tom Kummer. Trotzdem haben die drei Medienunternehmen Konsequenzen gezogen.

„Da aus unserer Sicht ein schweres Fehlverhalten gegen Vertragsverpflichtungen und journalistische Grundsätze, insbesondere den Pressekodex, vorliegt, haben wir die Zusammenarbeit mit dem Autor sofort beendet, die von ihm erstellten Artikel vorsorglich offline gestellt und Strafanzeige erstattet“, so Garrels. Auch im Archiv von Spiegel Online findet man nur noch einen Bruchteil der Veröffentlichungen des Autors. Die stellvertretende Redaktionsleiterin wollte sich zu dem Fall aufgrund eines „schwebenden Verfahrens“ nicht äußern. Der Südkurier hat die Zusammenarbeit mit Wieschowski ebenfalls eingestellt.

Gegen alle drei Unternehmen hat der Presserat eine Rüge geprüft, aber verworfen. Nach Informationen des Medienmagazins journalist und von MDR Sputnik konnte das Gremium kein Fehlverhalten der Redaktionen selbst feststellen.

Was ein richtiger Rechthaber ist, kann auch nach dem Bekanntwerden seiner Betrügereien nicht auf Belehrungen verzichten. Im Gegensatz zum Springerverlag, der nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen Wieschkowski gestellt hat, erklärt dieser, es werde „nicht strafrechtlich gegen mich ermittelt“. Einen Experten als Zeugen zitiert er diesmal aber nicht. Da würde sich vielleich der „Medienexperte“ Niggemeier anbieten, der die Vorwürfe gegen den Journalisten „noch sorgfältig prüft“ – und sich darüber beschwert, dass die täglich von ihm angefeindete Bildzeitung seinen wichtigen Blog nach jahrelanger Wühltätigkeit heute im Zusammenhang mit dem lügnerischen Mitarbeiter erstmals überhaupt erwähnt.




Necla Kelek: Ohne Entschuldigung für die Freiheit

Der Spiegel berichtete vorgestern für das Eintreten der tükischstämmigen Soziologin Necla Kelek für die Freiheit. Weil sie sich nicht dafür entschuldigt, im Gegensatz zu den meisten Deutschen diese Freiheit für alle zu fordern sowie selbst Betroffene zu sein und über „Insiderwissen“ zu verfügen, wird sie von Dreckblättern wie der SZ als „Hasspredigerin“ bezeichnet.

SpOn schreibt:

Das Interessante an Necla Kelek ist, dass sie all die Begriffe verteidigt, die das Fundament der Gesellschaft in Deutschland bilden: Freiheit, Demokratie, Aufklärung, säkulare Ordnung, Bürgergesellschaft. Aber damit zieht sie unter Deutschen scharfe Kritik auf sich. Sie ist eine Frau, die irritiert. Warum?

Ein Vorwurf lautet, dass sie Demütigungen, die sie in der eigenen Familie erlebt hat, nicht verwinden kann und deshalb den gesamten Islam verdammt. Necla Kelek hat oft erzählt und aufgeschrieben, wie ihr Leben verlaufen ist. Als Mädchen kam sie aus der Türkei in eine Kleinstadt in Niedersachsen, aber sie kam nicht an in Deutschland. In der Schule waren die Pausen das Schlimmste, weil sie allein herumstand und nicht wusste, was sie machen sollte. Vor und nach der Schule lebte sie in einer türkischen Welt, in der sich der Vater aufführte wie ein Diktator, die Mutter kuschte und die Kinder den Vater untertänigst bedienen mussten.

Als sie sich einem Befehl verweigerte und in ihrem Zimmer einschloss, verschaffte er sich mit einer Axt Zutritt, packte sie am Hals und schleuderte sie herum. Kurz darauf ist er verschwunden. Necla Kelek hat ihren Vater nie mehr wiedergesehen. Inzwischen ist er tot.

Damals hat sie die Unfreiheit erlebt, vor allem eine Unfreiheit der Frauen. Die Mütter waren die Untertanen der Väter, viele Mädchen wurden noch im Kindesalter an Männer aus türkischen Dörfern verheiratet, darunter ihre Schwester. Sie selbst entging diesem Schicksal, „du bist zu hässlich“, sagte ihre Mutter.
(…)
Was im Gespräch mit ihr zum einen irritiert, ist seltsamerweise die Begeisterung, mit der sie die Freiheit lobt. Man kennt dies nicht, Deutsche reden nicht mehr so.

Kelek sagt Worte wie Freiheit, Demokratie, Bürgergesellschaft, Aufklärung in einem Ton, in dem andere nur noch über die schönsten Tore der Bundesliga reden. „Unsere Gesellschaft ist so großartig“, ruft sie aus. Sie leidet darunter, dass sie kaum auf Deutsche trifft, die das Wort Freiheit sagen können, ohne gleich auf die Schattenseiten hinzuweisen, ob Konsumgier oder Pornografie. Vielleicht muss man die Unfreiheit erlebt haben, um zur Freiheit ein schwärmerisches Verhältnis haben zu können. Hat sich die Irritation gelegt, ist es geradezu wohltuend, ihre Begeisterung für die Grundlagen des Westens zu erleben.
(…)
Aus zwei Gründen also sind Deutsche oft schlechte Verteidiger ihrer eigenen Werte: Abgeklärtheit und Angst vor dem Vorwurf der Intoleranz. Aber eine freiheitliche Gesellschaft braucht auch Freiheitseuphoriker wie Kelek, sonst wird sie zur zynischen Gesellschaft.

Allerdings steckt auch Kelek in einem Dilemma, das jeder Verteidiger von Freiheit und Toleranz kennt. Freiheit kann nie totale Freiheit sein, Toleranz nie totale Toleranz. Deshalb ist ein vernünftiger Kämpfer für Freiheit und Toleranz immer auch ein Kämpfer für Unfreiheit und Intoleranz. Anders gesagt: Ein Kämpfer für Toleranz muss intolerant sein gegenüber den Intoleranten.

Deshalb geht dieser Vorwurf gegen Necla Kelek ins Leere. In einem Diskurs, wie er jetzt läuft, ermittelt eine demokratische Gesellschaft die Linie zwischen dem, was sie toleriert und nicht toleriert.

Kelek sagt: Solange Kopftücher Ausdruck weiblicher Unterdrückung sind, sind sie nicht tolerabel. Die Scharia darf in Deutschland nicht gelten. Das Zwangsverheiraten junger Mädchen ist schändlich. Was in den Moscheen und Koranschulen passiert, muss transparent sein und auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen. „Religion“, sagt sie, „ist ein Teil der Freiheit, sie steht nicht über der Freiheit.“

Natürlich ist „Himmelsreise“ ein einseitiges Buch, das herauspickt, was aus westlicher Sicht gegen einen schrankenlosen Islam in Deutschland spricht. Es ist eben ein Debattenbeitrag, ein wichtiger. Andere können es erwidern, aber Diffamierung verdient Necla Kelek nicht.

Es ist traurig, dass viele Deutsche Freiheit nur für sich selbst fordern und islamische Unfreiheit als wertvolles Kulturgut betrachten, die es tolerant zu verteidigen gilt.




Wartungsarbeiten bei PI – zeitweise off

Liebe Leser, wegen dringend notwendiger Wartungsarbeiten kann es im Laufe des Tages immer wieder zu Störungen bei PI kommen und unser Server nicht erreichbar sein. Sollte PI für längere Zeit offline sein, erhalten Sie die neuesten Informationen auf unserem Infoboard:

https://deutschekartoffel.wordpress.com/

Diese Adresse sollten Sie unbedingt speichern, um notfalls Informationen abrufen zu können. Wir bitten um Verständnis und hoffen, die Arbeiten so bald wie möglich fertig zu stellen.




Die Meister der Opferrolle – Self victimization

Faruk Sen, der mittlerweile seinen Schreibtisch als Leiter des Zentrums für Türkeistudien räumen musste, sagte vor einiger Zeit: „Als türkisches Volk und als neue Juden Europas unterstützen wir Sie.“ Diese Äußerung tat er in Bezug auf die Klagen des Unternehmers Ishak Alaton über antisemitische Vorfälle in der Türkei. Ein anderer seiner vielfältigen Aussprüche war: „Das heißt der Begriff [des Völkermordes], den wir für Deutschland verwenden, stimmt für das Osmanische Reich nicht. Deswegen würde ich sagen, Völkermord nach dieser Definition stimmt nicht.“ Das sagte Faruk Sen in Bezug auf die Resolution des Bundestages zum Völkermord an den Armeniern.

(Von Arent)

Aber es gibt noch mehr Faruk Sens. Kenan Kolat, immer noch Vorsitzender der türkischen Gemeinde befürchtete „dass andere Sprachen als die deutsche Sprache verboten werden könnten, was in einigen Schulen in der Bundesrepublik bereits beschlossen wurde“ – weil die Deutsche Sprache ins Grundgesetz geschrieben werden sollte. „Man diskriminiert hier“, sagte Kolat bezogen auf die Gesetzesnovelle, die die Beherrschung der deutschen Sprache und ein Mindestalter bei Familiennachzug vorsah – um Zwangsheiraten zu verhindern. Kolat fand auch, dass man den Völkermord an den Armeniern, der als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts gilt, aus dem bundesdeutschen Lehrplan streichen solle. Den Vogel schoss er mit seiner Forderung ab, in Bezug auf junge Türken in Deutschland solle lieber von „Partizipation als Integration“ gesprochen werden.

Aktuell ist natürlich gerade Erdogan (Foto oben) mit seinem „Hass gegen die Türkei“ weil Sie und ich nicht einsehen, wieso wir Geld für Schulen ausgeben sollten, die die Desintegration unserer Gesellschaft noch zementieren. Aber auch bei Erdogan gibt es Schlimmeres: „Ein Muslim kann keinen Völkermord begehen“, sagte Erdogan in Bezug auf den Völkermord in Darfur, verbunden mit der Aussage, der sudanesische Staatspräsident Omar al-Baschir sei in der Türkei ‚willkommen‘. Er stellte auch fest, dass im Gazastreifen „1500 Menschen umgebracht“ worden seien, im Sudan könne er derlei „nicht erkennen“ – und über den Krieg gegen die Kurden redet er gar nicht.

Was ist diesen Ausprüchen gemeinsam? Sie stehen der Realität so diametral gegenüber, dass man – unterstellt man den drei Herren ein Mindestmaß an Intelligenz – von Absicht sprechen muss. Die Festschreibung von Deutsch im Grundgesetz Diskriminierung? Sprachanforderungen Diskriminierung? Die Aufforderung eigene Schulen selbst zu bezahlen Hass?

Und diese Aussagen während Passanten verprügelt werden? Während Frauen, Mädchen, Ärzte, Krankenschwestern beschimpft und angegriffen werden? Während eine Liebe zwischen Deutschen und Türken – insbesondere Türkinnen – durch Drohung, Gewalt und nicht selten durch Mord unterbunden wird? Und während die Eliten der Türkei nichts besseres zu tun haben, als ihre Türkei schon mal in Schulbüchern größer zu malen und Gesetze zum Schutz der Abstammung zu erlassen.

Das Verhalten, das hier in geradezu aufeinander abgestimmter Art und Weise auftritt, hat eine psychologische Bezeichnung, die der ‚Self Victimization‘. Laut Wikipedia (Englisch) ist Self victimization:

Victim playing (also known as playing the victim or self-victimization) is the fabrication of victim-hood for a variety of reasons such to justify abuse of others, to manipulate others, a coping strategy or attention seeking.

1. Victim playing by abusers

-diverting attention away from acts of abuse by claiming that the abuse was justified based on another person’s bad behavior (typically the victim) -soliciting sympathy from others in order to gain their assistance in supporting or enabling the abuse of a victim (known as proxy abuse).
-justification to themselves – as a way of dealing with the cognitive dissonance that results from inconsistencies between the way they treat others and what they believe about themselves.
-justification to others – as a way of escaping harsh judgment or condemnation they may fear from

2. Victim playing by manipulators

-Manipulators often play the victim role („poor me“) by portraying themselves as victims of circumstances or someone else’s behavior in order to gain pity, sympathy or evoke compassion and thereby get something from another. Caring and conscientious people cannot stand to see anyone suffering and the manipulator often finds it easy to play on sympathy to get cooperation.

3. Other types of victim playing

-a way of coping with social anxiety
-a response to helplessness, betrayal and resentment“

Im Falle Erdogans und der Türkei erfüllt die Self Victimization gleich mehrere Aufgaben. Da wäre zum einen die „Diverting attention away from acts of abuse“. Offensichtlich finden wir genau diese Ablenkung in der Betonung einer Opferrolle, um vom Thema des Genozids an den Armeniern, der ungeklärten Zypernfrage und der Morde an Priestern in der Türkei abzulenken. Der zweite Punkt, „soliciting sympathy from others in order to gain their assistance in supporting or enabling the abuse of a victim“ kann 1:1 auf die Instrumentalisierung der Palästinenser durch Türkei und Hamas übertragen werden, während man zum Krieg gegen die Kurden schweigt. Zum dritten die „justification to themselves“. Ohne den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit anderen gegenüber wären die Vorwürfe Necla Keleks und Cahit Kayas eine unbequeme Wahrheit – eine gewaltsame Verhinderung interethnischer Heiraten wäre Diskriminierung. Da Deutsche aber pauschal und per Definition fremdenfeindlich sind, vergilt man lediglich Gleiches mit Gleichem. Zum vierten Punkt „justification to others“: Angriffe von Gruppen auf einzelne Passanten oder das Beschimpfen von Frauen wäre in den Augen des sozialen Umfelds feiges und hinterhältiges Verhalten. Erst dadurch, dass man sich zur Wehr setzt wird dieses Verhalten Anderen gegenüber entschuldbar. Der Klassiker: „Caring and conscientious people cannot stand to see anyone suffering and the manipulator often finds it easy to play on sympathy to get cooperation.“ Erinnern wir uns an das Fehlen von Bildern der Kriegshandlungen gegen die Kurden? Was ist mit dem Unwillen, den Genozid an den Armeniern zu thematisieren? Und gleichzeitig die Betonung von Massakern wie Srebrenicza? Die ‚anderen Typen der Opferrolle/Self Victimization‘ sind zum einen „a way of coping with social anxiety“, zum anderen „a response to helplessness, betrayal and resentment“.

Zwar gibt es ohne Zweifel enorme kulturelle Spannungen in der Türkei, Angst vor sozialen Unsicherheiten oder vor Verfolgung dürfte jedoch ausschliesslich auf die Minderheiten der Türkei zutreffen. Erwähnenswert ist dabei allerdings gerade, dass die Türkei keineswegs ein Nationalstaat ist, sondern aus Ethnien besteht, die einander teilweise offen bekämpfen. Eine ‚Hilflosigkeit‘ dürfte bei der Türkei wohl auch höchstens im Falle von Minderheiten vorliegen.

Zusammengefasst ist es überraschend wie deutlich die verschiedenen Merkmale der absichtlichen Self Victimization in der türkischen Politik zutage treten. Während vermutet werden kann, dass Erdogan ein Interesse an einer Schwächung der Westbindung und einer Beseitigung der säkularen Kräfte der Türkei hat, verwundert doch die Vehemenz, mit der eine offensichtlich falsche Opferrolle etabliert wird. Einer der Hauptgründe für Self Victimization, „justify abuse of others“ und seine Anwendung auch zur Rechtfertigung von Gewalt und Kriegen in der deutschen Geschichte lässt nichts Gutes vermuten.