Bereits in den 1980er-Jahren wunderten sich klassisch-liberale und konservative Katholiken darüber, dass sich katholische Verbände, vor allem die KAB (Kath. Arbeitnehmer-Bewegung), mit dem linken DGB (Dt. Gewerkschaftsbund) in ein Boot setzen – und nicht etwa mit dem CGB (Christlichen Gewerkschaftsbund). Das zeigt sich besonders bei den Sozialwahlen der Krankenkassen, Sozialversicherungen etc.

(Von Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags)

Leider hat sich an diesem jahrzehntelangen Missstand bislang nichts geändert. Auch jetzt besteht wieder eine Listenverbindung zwischen „Verbandskatholizismus“ und DGB samt Unterorganisationen (z.B. „Ver.di“).

Warum schließen sich KAB und Kolpingverband ausgerechnet mit roten Genossen zusammen – und nicht mit dem bürgerlich-konservativen CGB?

Als Beispiel das Wahlformular der Barmer Ersatzkasse: Sie sehen auf Platz 5 die KAB und Kolping sowie den Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen. Diese drei kirchlichen Verbände befinden sich in einer Listenverbindung (siehe zweite Spalte) mit den Plätzen 3, 4, 6, 7 – also mit dem DGB und seinen Teilgewerkschaften: ver.di, IG Metall und IG Bau.

Die CG-Metall, eine Untergliederung des CGB, steht hingegen allein (ohne Listenverbindung) und etwas verloren an vorletzter Stelle.

Was wohl Adolf Kolping, der bodenständige und fromme Gründervater des Kolpingwerks, heute zu dieser linken Bündnispolitik seines Verbandes sagen würde?!

» info@kab.de

image_pdfimage_print

 

25 KOMMENTARE

  1. Die Protagonisten der Sozialindustrie formieren sich. Ist doch ganz einfach zu verstehen.

  2. Danke für die Aufklärung, habe gerade die Papiere bekommen….

    wir wollen keine Sozialismus, auch keinen katholischen!

  3. Ich hab diese Pseudo-Demokratie-Zettel dahin geworfen, wo diese hingehören…

    Keinen Arsch kennt man und keine Position wird irgendwie wofür wogegen oder auch nur warum geklärt! Resonanz vermutlich wie bei allen Ausländerbeiräten, weit unter 10% !

    Selbst für meinen Arsch, sind mir diese Stimmzettel zu schade!

    Das ist reine Volksverarschung!

  4. Habe nie verstanden, wofür diese dämliche Sozialwahl gut sein soll. Kann ich da irgendwo ein Kreuzchen machen, dass die Praxisgebühr abgeschafft wird oder Zuzahlungen wegfallen? Nein? Dann ist der Ramsch das Papier und den Haufen Porto nicht wert.

  5. #3 WahrerSozialDemokrat (20. Apr 2011 21:10)

    Hm nichtmal den CGB wählen? Hatte ich aufgrund dieses Artikels eigentlich eben angekreuzt (Die Rückumschläge sind nichtmal gummiert…)

  6. überlegt mal, was diese unnütze Aktion für Verwaltungskosten verursacht.
    Aber egal, wir haben’s ja.

  7. Ich habe die Vereinigung gewählt, die so heißt wie meine Krankenkasse.

    Warum?

    Weil ich sonst nur DGB, IGM und den Kathölenverein zur Wahl hatte.
    Achja, den VDT (Verband „Deutscher“ Techniker) auch noch. Der allerdings will Minderheiten-Mitspracherecht in Betriebsräten. Also völlig Gaga.

    Und auf dem Foto meines Krankenkassen-nahen Vereins waren nur Deutsche zu sehen.

    Deshalb. Soweit ist es schon mit mir.

  8. Ich schätze mal, der Kolping würde den 68er Relativisten aus dem sozialistischen Theologenkollektiv eine Dachlatte über die Rübe ziehen.

    Hier ein Link über Kirche und Gesellschaft und über christliche Soziallehre, der alles sagt und nichts verschweigt….

    http://glaube-und-kirche.de/glaube20.htm

    Nota bene — dem Benedikt sind die kommunistischen Pfaffen ein ebensolcher Graus wie mir.

    Deo gratias ! Grüß Gott ! Halleluja !

    Musiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiik…..

    http://tinyurl.com/2uchrm8

  9. Bei den Sozialwahlen kann man anscheinend nur noch links wählen.

    Bislang habe ich mein Kreuz immer konsequent und treu bei der ULA gemacht. Diesmal suchte ich deren Liste vergeblich, also habe ich recherchiert, welche Hintergründe dies hat.

    In den aktuellen ULA-Nachrichten findet sich hierzu folgendes:

    Anders als bei vorherigen Sozialwahlen tritt der Deutsche Führungskräfteverband ULA mit Blick auf sinkende Wahlergebnisse bei den letzten Sozialwahlen und hohe wahlrechtliche Hürden für kleinere Listen nicht erneut mit eigenen Listen an.

    http://tinyurl.com/4xvwuc5

    Im Klartext: Die Versicherten der GKV wählen nur noch links, und die letzten verbliebenen Listen, die sich diesem Einheitsmainstream verschließen, werden durch ein manipuliertes Wahlrecht herausgedrängt.

    Für mich heißt dies: Der Stimmzettel wandert diesmal in die blaue Tonne. Dort ist er am besten aufgehoben.

  10. Wenn jemand glaubt, dass die ferngesteuerten 68er-Linken bei ihrem Durchmarsch durch die Institutionen, aus Anstand, die Katholische Kirche verschont hätten, der irrt.

  11. Den ganzen Zettel durchkreuzen, eintüten, abschicken. Dann wird einem schlauen Kopf auffallen, dass 90% der Rückläufer ungültig sind. Da kann man nicht mehr von „Wahlfaulheit“ reden!

  12. #12 Cliff179 (20. Apr 2011 22:10)

    Die Wahl ist ein persönlicher Beitrag zur Veränderung, oder auch nicht . Solltest Du nicht wissen, wem Du Deine Stimme gibst, dann mach es wie #3 WahrerSozialDemokrat . Schmeiss den Scheiss in die Tonne, denn auf Empfehlung wählen, halte ich für den falschen Weg !!

  13. … das Wahlformular der Barmer Ersatzkasse …

    Genau das habe ich dieser Tage bekommen. In früheren Jahren hatte ich diese Wahl nie beachtet, aber als ich diesmal zufällig und ziemlich verblüfft bemerkte, dass die Linksradikalen von ver.di sogar hierbei antreten (worin haben sie ihre Schmutzfinger denn nicht stecken?), entscheid ich mich, erstmals zu wählen – gegen die Gewerkschaftsradikalen.

    #3 WahrerSozialDemokrat (20. Apr 2011 21:10)

    Keinen Arsch kennt man und keine Position wird irgendwie wofür wogegen oder auch nur warum geklärt!

    Im aktuellen Barmer-Mitgliedermagazin stellt jede „Partei“ sich auf jeweils einer Seite vor. Die Positionen klingen ziemlich ähnlich. Der dahinter stehende Geist ist es aber (hoffentlich) nicht. Auf jeden Fall kann man „gegen links“ wählen. Nach Lektüre dieses PI-Beitrags desto besser.

  14. Zitat:
    „Warum schließen sich KAB und Kolpingverband ausgerechnet mit roten Genossen zusammen – und nicht mit dem bürgerlich-konservativen CGB?“
    Zitat Ende

    Antwort: Umso mehr das Matthäusevangelium im Unterbewußtsein einer Seele involviert ist umso intensiver die Nähe zu den den Feinden des Ewigen.

  15. SOZIALWAHLEN
    Reform angekündigt

    Kann Alles nur noch besser werden:

    Wahlbeteiligung nicht bei 10% sondern:Zuletzt lag die Beteiligung bei nur 30,8 Prozent. Über diese Beteiligung würde sich mancher US-Präsident freuen.

    Es wird nicht nur besser sondern es wird fantastisch bombastisch:

    Die Gutachter schlugen vor, eine „Wahl ohne Wahlhandlung“ nur noch auf Arbeitgeberseite zuzulassen, sie forderten mehr Transparenz bei der Kandidatenauswahl und eine Frauenquote für die Vorschlagslisten.

    Na geht doch! Wer sagts denn, schlechter kann es immer noch werden.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77435215.html

    Und:

    Farce Sozialwahl
    Denn sie wissen nicht, was sie ankreuzen

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,757016,00.html

  16. Habe diese Unterlagen gestern bekommen –
    und gleich ungeöffnet in der Altpapiertonne entsorgt.

  17. Einfach draufschreiben: „Ich will über den Euro-Rettungsschirm abstimmen – und nicht über Kokolores!“, eintüten und ab damit.

    Das verstehen unsere rheinischen Herz-Jesu-Sozialisten dann schon!

  18. „sozialwahlen“ sind ein einziger betrug am wahlvolk, man kennt keine koepfe, kein programm, die posten sind schon vorweg vergeben.
    wie im honecker-paradies darf der waehler sich als teil eines „demokratischen“ prozesses fuehlen, der ueberhaupt keiner ist und abnicken, was verbaende vorher ausgekungelt haben. es geht dabei ausschliesslich um die vergabe hochdotierter poestchen an verdiente systemschranzen.
    nur und ausschliesslich.
    motor des ganzen ist wie immer die abzocke.
    demokratie???
    ha,ha,ha,ha…………..

  19. #19 heide witschka

    das wiederum ist verschwendung.
    man kann diesen muell auf zellulosebasis durchaus noch sinnvoll verwenden:

    zum wischen…..

  20. Wir sollten erst mal klären, in wie weit diese sog. Christlichen Gewerkschaften überhaupt Gewerkschaften sind!
    Gerichtlich ist es bereits entschieden! Es sind keine. Keine Mitgliederzahl, die sowas erkennen ließe und Tarifverträge, die alles andere als christlich sind. Abzockerei und Lohnbetrug werden gefördert. Gerade erst einer Frau gerichtlich bestätigt und Nachzahlungen im Urteil festgelegt!
    Das wäre das eine! Anders sieht es bei den Sozialwahlen grundsätzlich aus! Die Listen wollen was genau? Es ist nicht erkennbar!
    Die Kanddaten, die schon in den Gremien sitzen, brauchen keine Unterstützung. Will ein Außenstehender in diese Gremien, braucht er bei der RV 2000 Unterstützungsstimmen. Die Daten der Mitglieder, die ihm diese geben könnten, werden aber nicht herausgegeben! So hat also bei der RV niemand eine Chance, der nicht diesen sog. gesellschaftlich relevanten Gruppen angehört und hier auf Postenjagd gehen möchte! Hinzu kommt, daß auf der Wahlliste eine Gruppe steht, die darauf verweist, Beamteninteressen zu vertreten! Beamte in der RV? Nie was davon gehört! Die sind doch in der Pensionkasse, und die zahlen auch keine Beiträge, werden alimentiert aus dem Haushalt, und dann tauchen sie auf solchen Listen auf?
    Bei den KV ist es nicht anders – eher schlimmer! Meine BKK z.B. veranstaltet eine sog. Friedenswahl! Heißt: gewählt wird nicht! Ausgeklüngelt wird und fertig ist das Konstrukt! Natürlich ist das gesetzlich genauso geregelt! Aber die Mitglieder, die interessiert wären, sind ausgeschlossen. Sowohl aktiv als passiv. Niemals kann ich als Mitglied eine Unterstützung von anderen Mitgliedern erfahren, weil ich die Daten dieser nicht bekomme, um mich untzerstützen zu lassen! Und wählen kann ich auch nicht!
    Da sind Wahlen in Nordkorea demokratischer! Andere KK lassen wählen, aber das System ist das gleiche, wie bei der RV!
    Das Ganze ist eine Farce! Und eine teure dazu!
    Aber wählen wäre wichtig! Ungültigmachen mit dem nötigen Kommentar. Sonst meinen diese Herrschaften noch, sie bewegen sich in einer Demokratie!
    Ich sage: Weg mit den sog. Christlichen Gewerkschaften, deren Ansinnen nicht das Wohl der Arbeitnehmer ist und weg mit dieser Art Sozialwahl! Entweder wählen; Kandidaten, die man kennt und unterstützen kann, oder bleiben lassen!

  21. Sehr geehrte Frau Küble,

    wie dämlich ist denn das?

    Meinen Sie wirklich, ich gebe meine Stimme der CGB, die regelmäßig Löhne UNTERHALB derer von DGB und KAB aushandelt?

    CGB hat sogar Dumpinglöhne im Leiharbeitersektor ausgehandelt. So etwas ist eine Frechheit!

    Bloß weil man Christ ist, ist man doch nicht automatisch reicher/wohlhabender oder sonst etwas. Wo soll das Geld für meine Familie herkommen? Erbetteln?

    Mit freundlichen Grüßen

Comments are closed.