Fjodor Michailowitsch Dostojewski„Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.“ Das schrieb Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881) in einem seiner Romane. Ich habe dieses Zitat schon einmal ins Internet gestellt und viele Kommentare, viel Widerspruch dafür bekommen, aber eigentlich hat mich nichts so richtig überzeugt. Vielleicht wird es dieses Mal anders?

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171 KOMMENTARE

  1. „Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.“

    Stimmt. Die meisten Menschen sind Herdentiere, das geführt werden wollen/müssen.
    Wenn es für sie Gott nicht gäbe und sämtliche Ersatzreligionen scheitern, dass bricht die Anarchie aus.

  2. Es ist natürlich nicht alles erlaubt.
    Aber was könnte einen Menschen eher zu sittlichem und moralischem Handeln bewegen, als der Glaube an ein übergeordnetes Wesen, dass am Ende über ihn richtet?

  3. “Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.”

    Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Carlo Mierendorff erkannte das nach seiner Entlassung aus dem KZ. Einem Freund sagte er: „Wissen Sie, als Atheist bin ich in das Konzentrationslager gekommen, und nach dem, was ich dort erlebt habe, verließ ich es als gläubiger Christ. Es ist mir klargeworden, daß ein Volk ohne metaphysische Bindung, ohne Bindung an Gott, weder regiert werden noch auf die Dauer blühen kann“

  4. Dieser Satz ist ein Schmarrn, wenn man ihn isoliert betrachtet und nicht im Kontext von Zeit und Herkunft des Autors. Ich nehme selbst Ihnen nicht ab, daß er nicht mindestens eine Kontroverse im Denken ausgelöst hat. Sind Sie denn überhaupt ehrlich daran interessiert, sich überzeugen zu lassen? Mit wieviel Literatur der Aufklärung haben Sie sich bereits befaßt, und welche Eindrücke haben diese hinterlassen?

  5. Auch wenn es der „grosse“ Dostojewski (in einem Anfall von geistiger Umnachtung) gesagt hat, wird der Satz ja deswegen nicht richtiger, als wenn ihn irgendein anderer Trottel von sich gegeben hätte.

    Die Aussage ist schlicht falsch!

    Das muss man auch nicht diskutieren, ebensowenig wie die Kugelgestalt der Erde.

  6. Kewil, du hast ja einen nach dem anderen aus. Was sehr löblich ist. Ich denke, ab und zu brauchst du aber auch ein wenig Luft zum Atmen und Auftanken und Abschalten, was?

  7. “Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.”

    Korrekt dekliniert muss es heissen:“Wenn es kein Gott gibt, dann ist alles erlaubt“.

    Seit das Kuh wissen wir ja schließlich, dass es „das Gott“ heisst.

  8. Der Satz ist völlig richtig. Seit der Aufklärung hängen viele dem Dogma an, daß der Mensch im Kern gut sei. Das ist falsch. Der Mensch ist im Kern egoistisch oder mit der Bibel ausgedrückt, das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf(1. Mose 8,21). Es ist faszinierend, besser erschreckend, zu beobachten, daß Kinder etwa im Alter von 4 oder 5 Jahren die Lüge entdecken.

    Gäbe es Gott nicht und seine Gebote, wir hätten keine Korrektur. Der Satanist Aleister Crowley (gestorben 1947)hatte als totaler Gottesleugner den Grundsatz: Tue, was du willst!

  9. Ob es einen Gott gibt weiß ich icht ,aber wenn es keine Polizei gibt ist alles erlaubt.
    Wir Menschen machen uns die Gesetze nach denen wir leben selbst egal ob wir sie aus alten Büchern abschreiben oder selbstschreiben um halbwegs friedlich zusammenzuleben.
    Göttliche Regeln ohne Polizei sind genauso sinnlos wie weltliche Regeln ohne Polizei.
    In einer zivilisierten Gesellschaft müssen sich alle an die selben Gesetze halten.Moslems,Christen,Juden,Agnostiker,Athisten,Budhisten,Mormonen,Scientologen,Satanisten.
    Privat kann jeder sich selbst an Zusatzregeln halten zb kein Sex vor der Ehe,Veganer aber keine Menschenopfer oder Ehrenmorde von anderen Menschen.
    Die Polizei setzt die Gesetze im Diesseits um,Gott vielleicht im Jenseits.
    Meiner Meinung ist alles erlaubt was die Polizei erlaubt und im Idealfall bestimmt die Mehrheit in jeder Generation neu was die Gesetze sein sollen.

  10. hi kewil,
    ich gebe dir absolut recht.
    aber auch mit gott der existiert kann jeder alles tun, wir haben die freiheit dazu, am ende wird aber von allen rechenschaft gefordert.
    darum ist jesus menschgeworden, damit alle die wollen am ende vor gott gerecht sind und der rest bekommt genau das was er jetzt schon will. die meisten wollen mit gott nichts zu tun haben….

    wer zweifelt das gott existiert braucht sich nur die geschichte der juden anschauen. das dieses volk überhaupt existiert ist schon eine ausnahme oder kennt wer noch cherusker?
    die zerstreuung der juden wie ihre heimkehr wurde angekündigt. trotz aller wiederstände existiert israel und wird auch weiter existieren egal was menschen versuchen werden…

  11. Der Satz stammt von Dostojewski, aber der Gedanke ist gut 3000 Jahre älter. In der Bibel wird er 3x genannt (Psalm 10,4; 14,1; 53,2). Dort wird jedes Mal die Überzeugung, dass es keinen Gott gibt, mit ausuferndem Leben auf Kosten anderer in Zusammenhang gebracht.
    Das bedeutet im Umkehrschluß nicht, dass dass Atheisten die schlechteren Menschen sind (manchmal ist man eher geneigt zu sagen: die Frömmsten sind die Schlimmsten).
    Aber wenn man den Gedanken, dass es keine höhere Instanz gibt als den Menschen, zu Ende denkt, dann ist sich der Mensch letztlich selbst das Maß aller Dinge – und kann deshalbt auch selbst definieren, was erlaubt ist.??

  12. Der Mensch kann Gutes und Böses mit oder ohne einen Gott machen. Das steht für mich ausser Frage.

    Die Frage ist aber immer, welcher Gott und welcher Mensch!

    Ein Gott der dem Menschen aber verbietet nachzudenken oder gar an ihm zu zweifeln und ihn abzulehnen, ist aber nicht minder falsch, wie ein Mensch der es ablehnt, ein Gewissen vor dem „Über-Ich“ zu haben.

  13. Nun, wenn es keinen Gott gibt, dann sucht der Mensch sich einen anderen Aberglauben. Die Astrologie ist z.B. so ein gottloser Aberglaube. Die Frage müßte eigentlich heißen: „Was wenn es keinen Aberglauben gäbe?“
    Dann würde an Stelle das Aberglaubens die natürlich gegebene Moral des Menschen treten. Ob das besser ist hängt immer von der jeweiligen Gesellschaft ab.
    Es gibt aber Gesellschaften, die zu 90% nicht religiös sind. Finnland ist ein Beispiel dafür.

  14. Wer sowas behauptet, liefert den Beweis dass er kein Gewissen (mehr)hat. Oder sogar vergisst dass gesunde Menschen ein Gewissen haben, und sie etwas daran hindert, mit ihren Mitmenschen ungerecht umzugehen.

    Wer kein Gewissen hat, dem ist auch egal was ein Gott dazu meinen würde. Und wer ein Gewissen hat, begeht auch kein Unrecht in Namen Gottes.

  15. „Alle Menschenrechte wurden auf der Grundlage gewährt, dass der Mensch Gottes Geschöpf ist. Das bedeutet, dem Einzelnen wurde Freiheit gewährt unter der Voraussetzung seiner beständigen religiösen Verantwortung.“ Der Mensch hat Gott vergessen“.

    Alexander Solschenizyn
    1918-1994

  16. “Wenn es keinen Gott gibt, dann…

    „Der Zufall ist ein Pseudonym Gottes, welches er benutzt wenn er anonym bleiben will“.
    Albert Schweizer

  17. aber eigentlich hat mich nichts so richtig überzeugt.

    Es ist sinnlos, irgendjemanden von irgendwas „überzeugen“ zu wollen. Die Leute müssen schon selbst für ihre Ent-Täuschung sorgen.
    Ich für meinen Teil bin schon froh, in einem Land zu leben, in dem ich Theisten, die meine Seele retten wollen, indem ich ihrem Club beitrete, höflich, aber bestimmt und vor allem straflos, die Tür vor der Nase zumachen kann.

  18. Ich war früher, in jungen Jahren, eher atheistisch. Heute bin ich tief religiös. Mein moralisches Empfinden hat sich dadurch aber nicht geändert. Schon damals hatte ich automatisch das in mir gespürt, was wohl Kants Kategorischem Imperativ nahekommt oder entspricht. Auch ohne die Bindung an einen Gott war ich der tiefen Überzeugung, daß Menschen aus der Vernunft heraus erkennen können, was richtig und falsch, gut und böse ist. Allan Bloom hat einmal gesagt: „Die Natur ist alles, was zählt“. Er meinte damit, daß die Fähigkeit zum Guten von Natur aus im Menschen angelegt sei, wenn sie durch Erziehung gepflegt wird, und nicht verderblichen Einflüssen ausgesetzt wird.
    Meine tiefe Religiösität in späteren Jahren hat mein Moralempfinden nicht geändert. Sie hat mir jedoch – so glaube ich – geholfen, mich innerlich noch besser gegen die Anfeindungen des Materialismus und des Reduktionismus zu wappnen.

  19. Leider wird Marx immer nur unvollständig zitiert:
    Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

    Karl Marx
    dtsch -franz. Jahrbücher
    Paris 1844, Lfg.1

  20. „“Alles zu seiner Zeit““!!!

    Im übrigen soll jeder glauben was er will,wenn es ihm hilft,aber er soll andere nicht verurteilen die ihm nicht folgen!!!
    In einer aufgeklärten Welt,sollte es den (meisten) „Aufgeklärten“,zu denen ich mich auch zähle, immer schwerer fallen, an einen göttlichen Übervater zu glauben.Viele Menschen werden im Alter wieder gläubig,weil sie nicht einsehen wollen,dass nichts bleibt,nichts,ausser die Erinnerung,vielleicht zweier Generationen nach ihm. Mir hat es z.B. ,in Konfliktsituationen immer geholfen,wenn ich mich ernsthaft fragte: Was würde Opa,Vater,Oma,Mutter dazu sagen,was würde er/sie machen,wie würden sie sich verhalten und ich würde mir auch vor Augen halten,was diese Generation/en für Situationen „Meisstern“ mussten!

  21. Wie es aber scheint, sind heute die meisten Menschen psychisch gestört und leugnen sogar, dass es ein Gewissen geben soll.
    Dass eine solche Gesellschaft alles in Gang setzt sich möglichst schnell selber zu zerstören, scheint mir aber irgendwie logisch.

  22. Das ist 100% zutreffen! Der Humanismus krankt daran, dass er nur für eine kleine Loge von verklärten und saturierten Überfliegern funktioniert. Die schlichteren Gemüter brauchen weine Drohkulisse überirdischer Justiz, sonst sind sie irgendwann nicht mehr moralisch und ruhig zu halten. Wir erleben das mit unserer Ego-Gesellschaft jeden Tag ein bisschen mehr… 🙁

  23. …würde über Stefan Niggemeier keine Witze machen, selbst wenn es keinen Gott gäbe.
    Weil, – ich Behinderte aus purer Gutmütigkeit heraus nicht ablästern kann.

  24. “Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.”

    Das stimmt nur, wenn Gott mit „Moral“ gleichgesetzt wird. Auch Pygmäen und Yanomamis haben ihre Götter und auch nicht im gottlosen Kommunismus war alles erlaubt, im Gegenteil: Es war alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt war.

    Dem gegenüber wurden seither die Grundgesetze mit Gottheiten in Verbindung gebracht. Das gilt für die Zehn Gebote genauso wie für die altgriechische Gesetzgebung.

    Dostojewski hat wohl dann recht, wenn er es rein moralisch betrachtet und damit sagen will: Ohne Gott sind alle Gesetze möglich die von der Bevölkerung erlaubt werden. Demzufolge wird dann mit Gott schon von vornherein eine bestimmte Grenze gezogen die nicht überschritten werden kann.

  25. @#3: Buddhisten kennen aber das Prinzip des Karma, dh es ist deshalb nicht alles erlaubt, weil alles Tun eine Wirkung hat, die in Form einer ausgleichenden Gerechtigkeit auf einen zurückfällt. Ob diese ordnende Macht nun ein personifiziertes Bild von Gott oder ein universales Prinzip ist, spielt für die Handlungsmaxime des Einzelnen keine Rolle.

    Dass der oben zitierte Satz für einen materialistischen Menschen, der rein nach dem Grundsatz der Nutzenmaximierung (als homo oeconomicus) handelt, ist evident richtig. Grenzen gibt es vielleicht noch in einer gewissen Empathie oder Menschenliebe, die jedoch heute eher die Ausnahme sein dürfte. Im Zweifel stellt man die Opfer als Nicht-Menschen oder lebensunwerte Wesen hin und schon sind alle Grenzen gefallen.

  26. Ich empfehle da mal Leo Strauss:

    http://www.youtube.com/watch?v=ag0Df9fQeYw

    ———————-

    Das andere ist eine Glaubensauffassung:

    Heraklitus,Scholastik oder Buddhismus.
    ————————
    Die Ebene der Religion,der Mythen/des Mythos sind eine anthropologische Konstante.Diese Ebene ist überall anzutreffen. Wer sie missachtet zersetzt den sozialen Zusammenhang.
    Diese Ebene ist so real wie die Ontologie der Macht real ist.Es also auch eine weltweite Machtebene gibt die besetzt werden muss. Was der Konflikt innerhalb der Kultur des Abendlandes war, zwischen den USA(okzidentaler judäo-christliche Strömung) und den Achsenmächten(anti-okzidentale Strömung),ist nun zunehmend auf globaler Ebene der Kampf zwischen Mohammedanismus und dem Westen.
    ——————–
    Man kommt also nicht daran vorbei wenn man die Menschen vom Mohammedanismus befreien möchte ihnen eine andere Religion/oder Mythos einzupflanzen oder auszugraben(aus darunter liegenden historisch älteren Schichten des Kultursubstrates welche in Syrien oder Ägypten durchaus existent sind).

  27. Zitatanfang:

    „Es ist ein Akt der beginnenden Abschiebung des Geistes von bloser Objektgebundenheit. Es ist das erste Morgengrauen des anbrechenden geistestages und das allmähliche Verdämmern jener schlafdrunkenen Nacht, in der alle außergeistigen Wesen auf Grund eines eidetischen Verhängnisses zu ewiger Wesensruhe erstarrt sind. Und so ist denn auch das Staunen die Geburt des Gedächtnisses wie das Anbrechen des dreifach zerfällten Zeitbewußtseins und der unruhigen Oszilation der Freiheit.“
    Zitatende

    von Peter Wust “ Wagnis der Weisheit“

    Ich bin kein Philosoph. Aber dieser Satz gefällt mir. Und es ist keine Literatur aus der Zeit der Aufklärung.

  28. Für mich ist das eine infantile Sichtweise, geht sie doch davon aus, dass der Gott straft und man deshalb seine Begierden nach „Bösem“ zurückhalten muss.
    Ich glaube nicht an einen strafenden Gott, aber ich glaube, dass es das Gute gibt und das ist alles, was entwicklungs- und lebensförderlich ist und was allen gute Gefühle macht.
    Ich glaube auch nicht, dass der Mensch von Natur aus egoistisch und mitleidslos ist, ich glaube, jeder sehnt sich nach Verstandenwerden, Verträglichkeit und Zuwendung.

  29. @WSD #24

    Ich denke aus Wissen und Erfahrung über Menschen und die Natur im allgemeinen. Von mir aus auch mit Hilfe einer Religion und anderen Mythen. Entscheidend dabei finde ich, ob es das Zusammenleben der Menschen fördert oder aber mindert.

    Der Mensch ist nun mal ein Gemeinschafts-Wesen. Wir sind von Natur aus nicht dazu geschaffen, uns gegenseitig zu misstrauen.

  30. @ #1 TheNormalbuerger (23. Dez 2012 16:12)

    Stimmt. Die meisten Menschen sind Herdentiere, das geführt werden wollen/müssen.

    Óla, mein Föhrrrer!
    Widerspruch!! Die Menschen müssen nicht „geführt“ werden (geführt wurden sie bislang immer nur in den Untergang, wie die Geschichte belegt), sondern in die Lage gesetzt werden, sich endlich selbst zu befreien. Ohne Dich! Ohne mich! Sondern eigenverantwortlich!

    Don Andres

  31. OT.

    Islam heißt Krieg.

    Krieg gegen Andersdenkende!

    Krieg gegen Andersgläubige!

    Dar-al-Islam gegen Dar-al Harb!

    Seit 622 bis 2012 n. Chr.

    Islam ist Krieg!

  32. Irgendeine Gottheit gibt es doch schon seit dem Anfang der Zeit. Sie, oder ihr Vertreter gab die sozialen Regeln für das Zusammenleben einer Gemeinschaft vor.
    In einer Gemeinschaft in der Stärke und Jugend eine große Rolle spielte konnte die Erfahrung und Führung durch Ältere doch nur über den Weg einer übergeordneten Macht (Gottheit)zum Erfolg führen. In vielen primitiven Religionen gibt es ja nicht nur die Führung im sozialen Zusammenleben; es spielen sogar gesundheitliche und hygienische Aspekte eine große Rolle. Besonders im Islam, aus einer heißen und wasserarmen Gegend herrührend sind letztere Vorschriften dringend gewesen. Das diese zum großen Teil heute überholt sind und nur noch antiquarischen Wert haben liegt an der mangelnden Bereitschaft zum Nachdenken und aufklären der moslemischen Gemeinschaft. Es ist reine Machterhaltung der religiösen Führungskaste und mangelnde Schulbildung der meisten Moslem aus Agrargesellschaften.
    “Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.”
    Ja, wenn es für die handelnde Person keinen Gott gibt ist ihm alles erlaubt, weil in ihm niemand ist, der ihm etwas verbietet.
    Selbst wenn er behauptet er glaubt nicht an -einen- Gott, seine Ethik beruht auf -einen- Gott!!
    Kewil; ich finde dies war ein gutes Thema vor Weihnachten; danke!!

  33. Dann muss man darauf achten wie sich jemand verankert,ob jemand die Kultur und Tradition achtet, bzw. über eine Strömung innerhalb der Kultur „geht“ welche das ist,usw..Welches ist das Selbstverhältnis und das Verhältnis zueinander.Mir sind islamkritische Atheisten lieber als katholische Bischöfe,die sich gegen anti-scharia Gesetze aussprechen. Letztere missachten die eigenen Ordensgründer und die Heiligen. Es gibt keine europäisches Mittelalter ohne Charles Martell,d.h. ohne entschiedenen Kampf gegen dem Mohmedanismus.

  34. @ #5 Rachel:
    Das ist ein zweischneidiges Schwert. Die Erfahrung aus dem zweiten Weltkrieg versuchten Menschen auf ganz gegensätzliche Weise zu verarbeiten. Manche Nichtgläubige wurden zu Gläubigen, manche Gläubige hingegen zu Atheisten. Letztere führen dabei meist das Problem Theodizee an (vgl. Ralph Giordano, Autobiographie).

  35. Wenn es einen Gott gäbe, dann würde er zuerst mal kewil ab und zu eine Kräftige aufs Maul hauen für seine Beleidigungen und seine abartige Feindseligkeit jedem(r) gegenüber, welche(r) ihm nicht gefällt!

    Kristina Schröder z.B. ist noch jung genug, um sich auch mal eine Jugendsünde erlauben zu können. Es gibt Schlimmeres. Immerhin hat sie sich damals zum wichtigeren Thema Ehrenmorde unmissverständlich zum Ärger ihrer wählerstimmengeilen Partei geäussert.
    Was ist schon dabei, nachdem Gott, wenn es „sowas“ gibt, weder einen Penis noch zwei Hoden haben dürfte, darüber zu reden, dass jedweder Artikel eigentlich fehl am Platz ist, bzw. dass man sowohl den einen als auch den anderen verwenden könnte. Auch hat Frau Schröder sicher nichts dagegen, dass man aus alter Gewohnheit bei „der“ bleiben könnte, weil das so richtig oder so falsch ist, wie jedwede Alternative.
    Man muss doch auch ehrlich genug sein, zu erkennen, dass die seit Jahrtausenden praktizierte Dominanz des männlichen, zu gar keinem anderen Ersatz-Bild eines Phantasiegottes, sei es nun Zeus, Wotan oder Gottvater, als dasjenige des Mannes führen konnte. Wenn das, anders als im Islam, im Rahmen blieb, haben die Frauen mit der gefundenen Aufgabenteilung ganz gut gelebt. Es ist nichts davon überliefert, dass sie sich in grauer Vorzeit um eine Teilnahme an der Mammutjagd gerissen hätten. Meine gibt mir auch ständig die Marmeladengläser zum Öffnen und die Walnüsse zum Knacken, das ist uns starke Typen von der Mammutjagd übrig geblieben. Ganz abgesehen davon, dass wir ihnen ständig in den Mantel helfen und die Türen aufstoßen müssen, weil sie selbst erkennbar viel zu schwach dazu sind. Kein Wunder, war ihr Anfang doch bloß eine einzige Rippe von einem der Unsrigen.

    Was die „gottlose“ Zivilisation anbetrifft, so kann ich mich, dank intimer Kenntnisse, am heutigen China orientieren. Es gibt dort weder atheistische Anarchie noch sonstiges Chaos. Die in einem 1,4-Milliardenvolk ab und zu auch vorkommenden kriminellen Aktivitäten und bekannt gewordenen Korruptionsfälle werden kompromisslos verfolgt. Zu Bewährungsstrafen für Vergewaltigung würde das Volk genau so auf die Straße gehen, wie es das in Indien getan hat. Anmaßungen der muslimischen Minderheit lässt man gar nicht erst hochkommen. China wird das große Land sein, welches der islamischen Eroberung der Welt widerstehen wird, und das ohne Gottes Unterstützung! Die hat uns bisher auch wenig gebracht. Sein Konkurrent, der/die/das Allah scheint ja doch der listigere zu sein, so wie der/die/das, dies im Koran niederschreiben ließ.

  36. #38 Woolloomooloo (23. Dez 2012 17:10)

    Was für ein Thema ist durch? Durch welchen Engländer? Sie wollen nichts von einem Gott wissen aber hängen einer bis heute unbewiesenen Theorie an? Mal abgesehen davon, dass diese aus rein katholischer Sicht theoretisch überhaupt nicht im Widerspruch steht.

  37. @ #35 erleuchteter

    Genau davon spreche ich. Wie es scheint können sich traurigerweise nicht mehr viel andere daran erinnern.

    Was unterscheidet eigentlich ein Mensch ohne Gewissen, mit einem hochentwickelten Roboter?

  38. @ #3 Antipode (23. Dez 2012 16:16)

    Das glauben auch nur Sie!

    Tibetischer Buddhismus: feudalistisch, frauenfeindlich, bizarr, grausam:
    http://www.geschichteinchronologie.ch/as/tibet/Waldvogel03_vergewaltigungen-von-frauen-als-erloesung-von-maennern.htm

    Japanischer Buddhismus – siehe zweiter Weltkrieg!

    Zen-Buddhismus

    „“…Krieg ist mitfühlendes Töten…

    …Ein subtiler Antiintellektualismus kommt im Zen mit seiner Lehre vom Nichtdenken, Nichtreflektieren, Nichtunterscheiden hinzu, der den altersmüden westlichen Intellektuellen gestattet, auf niveauvolle Weise den Kopf in den Sand zu stecken…““
    http://www.trend.infopartisan.net/trd1199/t241199.html

  39. #44 WahrerSozialDemokrat (23. Dez 2012 17:17)

    #38 Woolloomooloo (23. Dez 2012 17:10)

    Was für ein Thema ist durch? Durch welchen Engländer? Sie wollen nichts von einem Gott wissen aber hängen einer bis heute unbewiesenen Theorie an? Mal abgesehen davon, dass diese aus rein katholischer Sicht theoretisch überhaupt nicht im Widerspruch steht.

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    Ich werde sie nicht bekehren, weder einen Christen noch einen Islamisten.

    Wenn sie zum Arzt gegen, dann fragen sie den Fachmann, den Spezialisten. Das ist vernünftig.

    Und wenn sie nun den Fachmann, den Wissenschaftler zu Gott gefragen, hat er seit Darwin eine Antwort dafür. Und die ist nicht die Antwort von Marx.

    Wenn jemand glauben will, so er das tun. Es hat schliesslich viele Vorteile, zum beispiel den Ungerechtigkeit besser ertragen zu können, weil ja der Ungerecht in der Hölle schmoren wird. Diesen Trost hat ein Atheist nicht. Er weiss, dass es nach dem Leben zu Ende ist. Für die guten wie für die bösen…

  40. Der Satz ist ja im Prinzip gut: Man braucht ja nur auf den Bolschwismus und Faschismus hinweisen, um zu zeigen was ohne Gott abgehen kann.

    Das Problem ist nur das für viele von uns mit unserer empirisch gestalteten, rational-modernen Denkwelt das Prinzip einer unsichtbaren Gottheit schwer vereinbar ist. Der Islam macht es sich damit ja leicht: Alles Denken wird einfach radikal abgeschaltet, was deren Gesellschaft auf Dauer in einer geistigen Steinzeit gefangen hält. Das Resultat: Keine technisch-wissenschaftlichen Fortschritte.

    Wer nicht so leben will, und mit einem Gottesgedanken nicht zurechtkommt, muss sich halt etwas besonderes ausdenken, nach dem Motto des spanischen Existentialisten-Romancier Miguel de Unamuno: Wenn es, empirisch gesehen, keinen Gott gibt, dann müssen wir uns halt einen erfinden, und so leben ALS OB es einen gäbe. Diese positive Lebenslüge nennt Unamuno sehr existentialistisch „das tragische Lebensgefühl“. Es spornt zu einem ethischen Christentum an, und darum geht’s ja zumeist.

  41. Zunächst einmal: Derjenige, der eine Behauptung aufstellt, ist auch selbst erst einmal in der Pflicht diese Behauptung zu begründen oder zu beweisen. Wenn das nämlich nicht so wäre, müsste jeder von uns jeglichen Blödsinn glauben, der von Nachbar Müller geäußert wird. Insofern vermisse ich zuallererst eine Erklärung. Warum sollte das so sein? Wie lässt sich dieser Satz beweisen? Und wenn man sich eben daran versucht, wird man auch schnell sehen, dass diese Behauptung wirklich unfassbar großer Unfug darstellt.

    Der Satz impliziert jedenfalls, dass es ausschließlich Gott oder wie man das „höhere“ Wesen auch nennen möchte ist, der Regeln und Gesetze vorschreibt, an denen sich dann die Menschen zu halten haben und es ja auch angeblich insgesamt tun. Da wären wir auch schon beim Problem. Oder möchte hier jemand allen Ernstes behaupten, dass unsere Gesetze, Normen und Werte von einem Männlein aus dem Himmel stammen sollen? Wenn darauf irgendjemand mit „ja“ antworten würde, dem empfehle ich sich noch einmal mit Geschichte und dem Menschen an sich auseinanderzusetzen. Damit ein Mensch sich „gut“ verhält braucht er letztendlich nichts anderes als das grundlegende Vermögen zur Empathie, nicht mehr und nicht weniger. Denn auch die Behauptung „der Mensch ist egoistisch und kann sich deshalb auch nicht ohne äußeren Einfluss anders verhalten“ ist ein Blödsinn, der seinesgleichen sucht. Ich würde an der Stelle noch einmal den Besuch des Biologieunterrichts empfehlen, Thema Evolution. Schnell sollte dann hoffentlich klar werden, dass altruistisches Verhalten nichts weiter als eine Art „erweitertes“ egoistisches Verhalten ist. Denn dank der Empathie kann man Mitgefühl entwickeln. Mehr als das: man LEIDET sogar ähnlich wie der eigentlich Leidende. Dafür sind sogenannte Spiegelneuronen verantwortlich. Daher helfen wir auch gerne anderen Menschen, weil wir dadurch das mitempfundene Leid reduzieren. Wer das nun noch immer „egoistisch“ nennen möchte, kann das gerne tun, aber es ist ohne jeden Zweifel eine schönere Art des miteinander Lebens als das Leben, das wir hätten, wenn wir wirklich einen in die Jahre gekommenen wahrscheinlich komplett wahnsinnigen alten Mann irgendwo versteckt zwischen den Wolken hätten, der meint uns seine mehr als zweifelhaften „göttlichen“ Gesetze vorschreiben zu müssen. Amen.

  42. Ich stimme dem Zitat philosophisch betrachtet zu.

    Wenn es einen Gott gibt, dann gibt es Dinge, die Absolutheit haben, auch gegen jede subjektive Logik.

    Selber Grund, weshalb gläubige Muslime nichts von ‚Menschgemachten‘ Gesetzen oder Systemen halten und nur die Scharia als einzige Rechtsgrundlage akzeptieren.

  43. Eine Fachkraft weniger.

    D schon wieder ärmer geworden.

    Repost. Wurde weiter unten bereits gepostet.

    Fand aber das Bild so niedlich.

    Außerdem wollte ich hier mal in der werten Runde nachfragen, ob jemand Vorschläge machen könnte, welche Straßen und Plätze jetzt nach dem Schätzchen hier umbenannt werden könnten?

    http://www.bild.de/news/inland/schlaegerei/rocker-erstechen-bodybuilder-27779090.bild.html

    …………dabei der Bodybuilder Aytac C., 22, erstochen. Dessen Bruder Aykut und fünf weitere Rocker wurden verletzt.

    Have a nice day.

  44. #1 TheNormalbuerger (23. Dez 2012 16:12)
    Stimmt. Die meisten Menschen sind Herdentiere, das geführt werden wollen/müssen.
    Wenn es für sie Gott nicht gäbe und sämtliche Ersatzreligionen scheitern, dass bricht die Anarchie aus.
    ————————
    Ich bin mir nicht sicher, ob es mit den Religionen für die menschlichen Herden besser ist!

  45. #47 Woolloomooloo (23. Dez 2012 17:27)

    Nochmals die Frage bzgl. Evolutionstheorie, welche vertikale Evolution wurde durch fossile Funde bisher bewiesen??? Welcher Fund und wo? Müssten ja millionenfach vorhanden sein…

    Es gibt da auch gerne die „Sprung-Theorie“ (also Evolutionssprünge) aber bewiesen ist auch die nicht. Nicht falsch verstehen, ich bin kein Gegner der Evolutions-Theorie, ich bin für Forschung. Aber so zu tun, dass es bewiesen wäre, nur weil ein nachplappernder Lehrer Ihnen etwas vorgeplappert hat, ist kein Beweis für sich.

  46. @#3 Antipode

    Nun ja, das Märchen vom friedliebendem Buddhismus hält sich ja leider auch hartnäckig.
    Jahrhunderte lange, grausame Theokratie in Tibet, ethnische Säuberungen durch Buddhisten in Südost-Asien usw., all das wird gerne ausgeblendet.
    Tut mir Leid, aber mir ist das viel zu unkritisch. Man muss natürlich auch fairerweise sagen, dass insbesondere der Dalai Lama (respektive der tibetische Buddhismus) eine ausgesprochen gute und erfolgreiche PR-Strategie verfolgen.

  47. König David:

    Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.« Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gräuel; da ist keiner, der Gutes tut. (Psalm 14,1)

    Der Apostel Jakobus in seinem Brief (2,19):

    Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben’s auch und zittern.

  48. Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles gleich gut, eben selbstverdientes Karma:

    Folter und Barmherzigkeit, Krieg und Frieden, Krankheit und Gesundheit, Pädophilie und Enthaltsamkeit, Slums und Reihenhäuschen, Kopftottreter und Heiliger, ooooooommmmmmm!

  49. Wenn es wirklich einen Gott als oberste Insatnz gäbe, dann wäre Kewils Aussage richtig. Nur dummerweise wurden alle „heiligen“ Bücher von Menschen geschrieben, teilweise Jahrzehnte nach dem Tod des Religionsstifters. Das ist eine geniale Taktik von jemand, der irgendwas durchsetzen will: Er behauptet einfach, es stamme von „Gott“ und somit ist kein Widerspruch möglich.

    #48 oiropeer

    Wer beweist denn, dass die Grundlagen der Scharia, also die Hadithen und der Koran wirklich von einem Gott kommen? Ohne diesen Beweis ist die Scharia was rein Menschliches!

  50. Dieser Satz ist Quatsch. Zur Blütezeit des Christentums im Mittelalter herrschte schließlich Mord unf Totschlag.

    Weder das Christentum noch die säkularisierte Gesellschaft kann ein moralisches Gerüst bieten. Das kann nur das einzelne Individuum mit seinem persönlichen Gewissen.

    Wer eine Religion oder Ideologie wünscht, die das von ihm bevorzugte Moralsystem unterstützt, kratzt sich mit der linken Hand am rechten Ohr, denn das ist eine unnötige Verkomplizierung. Wer die moralischen Werte einer bestimmten Religion gut findet, wird sich auch ohne diese Religion daran halten. Und für jemanden, der sie schlecht findet, wäre diese Religion gegenstandslos, denn er würde sie ablehnen.

  51. So einen Schwachsinn können nur religiös gestörte von sich geben. Als ob Gott eine Tatsache wäre. Es ist eine Fiktion, nichts mehr.

  52. #63 Grindcore (23. Dez 2012 17:56)

    Als ob Gott eine Tatsache wäre. Es ist eine Fiktion, nichts mehr.

    Solange Millionen von Menschen diese Wahrheit nicht wirklich kennen, ist es egal, ob er existiert. Entscheidend ist, dass sie alle seinen – menschgemachten – Gesetzen folgen.

  53. #51 WahrerSozialDemokrat (23. Dez 2012 17:34)
    #47 Woolloomooloo (23. Dez 2012 17:27)
    Es gibt da auch gerne die “Sprung-Theorie” (also Evolutionssprünge) aber bewiesen ist auch die nicht. Nicht falsch verstehen, ich bin kein Gegner der Evolutions-Theorie, ich bin für Forschung.
    ———————————
    Wissenschaftliche Beweise für eine „gottgewollte Evolution“ sind offensichtlich noch genauso wenig wahrscheinlich wie die “Sprung-Theorie” etc..

    Man kann daran glauben oder auch nicht.

    Viel wichtiger erscheint mir, dass sich die Menschen untereinander nicht vorwerfen, ob die eine oder andere Theorie zutrifft und sich entsprechend benehmen.
    Daran hapert es aber, heute wie in der Vergangenheit!
    Religiöse Missionierung ist schädlich für die gesamte Bevölkerung auf der Erde.
    Es sei denn, sie dient dem friedlichen Verhalten der Menschen untereinander.
    Ich persönlich kenne keine Religion, die das realisiert!

    An sich gute Absichten und Thesen werden/wurden regelmäßig in allen Religionen konterkariert durch Mord und Totschlag.

    Natürlich mit den Unterschieden, welche durch Reformen im Laufe der Zeit erfolgten.
    Hierbei ist das Christentum natürlich weitaus besser aufgestellt als z. B. der Islam!

    Aber – bitte nicht vergessen -Hexenverfolgung, Inquisition, Teufelsbesessenheit, Scheiterhaufen etc. gab es im Christentum bis zur Aufklärung im 18. Jahrhundert auch!

    Der Islam durchlebt derzeit das Gegenteil einer Aufklärung!
    Vorwärts zurück ins tiefste Mittelalter!

  54. @ #53 WahrerSozialDemokrat:
    Man kann wissenschaftliche Theorien nicht beweisen, man kann sie nur widerlegen. Was wir beobachten, passt aber ziemlich gut zu dem, was Darwin damals aufgeschrieben hat. Die Tatsache, dass wir uns hier mitteilen, zeigt auch, dass beispielsweise die Maxwellschen Gleichungen nicht grundverkehrt sein können.
    Hardcore-Christen, die die Bibel ja völlig wörtlich nehmen, gehen auch davon aus, dass die Fossilien, die wir heute ausgraben, kein Indiz für die Richtigkeit der Evolutionstheorie sein können. (Die Nur-Koraner auf der anderen Seite sind genauso übel.) Gott in seiner Weisheit und Allmächtigkeit hätte die Versteinerungen ja auch erschaffen und dorthin legen können, einfach weil es ihm gefällt. Klar kann man so eine Behauptung aufstellen – sie genügt nur keiner Vernunft und wird deshalb mit Recht hinterfragt.

  55. „Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt“???

    Wer ist denn Gott? Ist er Er nicht das, was Menschen aus ihm machen? Man sieht bspw. am Islam, dass Glaube nicht davor feit, Böses zu tun. Im Gegenteil, der islamische Gott fordert sogar das (in unseren Augen) Böse.

    Und was hat die Bibel gebracht an verbindlichen Moralvorstellungen? Die zehn Gebote (neben viel Überholtem, bleibt da insbesondere: Du sollst nicht morden. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen) aus dem Alten Testament und die Nächstenliebe des Neuen Testaments. Das sind im Grunde elementare Werte, die in allen Kulturen seit Jahrtausenden in irgendeiner Form ihren Audruck gefunden haben.

    Diese „göttlichen“ Gebote oder Verbote allein haben aber die Religionen – und auch die Katholische Kirche – nicht davon abhalten können, häufig massiv dagegen zu verstoßen. Zwar konnte der einzelne Gläubige durch diese Regeln weitgehend diszipliniert werden, jedoch wurden sie von der Kirche selbst durchbrochen, wenn es dem eigenen Machtanspruch, verbrämt durch ein „Gott will es so“, nützlich erschien.

    Was also hat uns also halbwegs (trotz aller Rückschläge) zivilisiert werden lassen? Die Entmachtung des Klerus, die Abschaffung totalitärer Herrschaftsformen zugunsten von Demokratien, die Formulierung von Menschenrechten (die ganz, ganz weit über einstige christliche Moralvorstellungen hinausgehen), die Ausarbeitung von Verfassungen, welche die Staatsmacht einschränken und sie sich gegenseitig kontrollieren lässt, die Idee der Meinungs- und Pressefreiheit usw. usf.
    Es sind die Ideen von Aufklärung, Liberalismus und offener Gesellschaft, die den Bürgerkrieg ins Parlament verlegt haben, die einen gewaltfreien und offenen Diskurs über jegliche Fragen ermöglichen sollen.

    Und ich ahne es es schon, was jetzt kommt: Ja, ja, es gibt viel daran zu arbeiten, immer wieder, immer von Neuem, gerade auch heute.

    Dies bedeutet: Es ist alles erlaubt, was nicht durch demokratisch beschlossenes Gesetz (nicht etwa von Gott) verboten ist. Um individuelle Moralvorstellungen hat sich der Staat nicht zu kümmern; was verboten ist, wird von der Gesellschaft ausgehandelt.

  56. Ich habe vor einigen Monaten dieses Zitat in einem Kommentar benutzt (damals fälschlicherweise Davila zugeschrieben) und 1 Kiste Champagner dem zugesagt, der es als erster widerlegen kann. Auf dieses Angebot ist 1 Antwort eingegangen, die jedoch so indiskutabel war, daß ich nicht darauf eingegangen bin.
    Mein Angebot gilt noch!
    Offenbar hat nicht jeder der heutigen Kommentatoren zu kewils Artikel das Zitat richtig verstanden oder verstehen wollen.
    ..alles erlaubt ist nicht juristisch sondern moralisch zu verstehen, es geht dabei nicht um Gesetz sondern um Moral!
    Der deutsche Philosoph E. v. Hartmann hat das Gleiche nur mit anderen Worten formuliert:
    Ohne auf Gott als den absoluten Grund zurückzukehren, ist es schlechterdings unmöglich, ein Prinzip zu finden, welches dem ethischen Gesetz eine ausreichende Sanktion erteilte, die es über jeden Zweifel herausgerückt erscheinen ließe; ohne göttliche Sanktion ist die Allgemeinheit und unbedingte Verbindlichkeit des Sittengesetzes eine Illusion.
    Natürlich braucht es keinen Gott, um irgendwelche Verbote zu erlassen : Geschwindigkeitsbeschränkungen auf öffentlichen Straßen beispielsweise. Es ist moralisch völlig unerheblich, ob man auf bestimmten Straßen 120 oder 130 km/h fahren darf.
    Ob man aber z.B. Anders- oder Ungläubigen den Hals abschneiden darf oder gar soll, ist dagegen moralisch schon bedeutungsvoll; und nur um den moralischen Aspekt geht es bei dem Dostojewski-Zitat.
    Alle, die anderer Meinung sind als Dostojewski sollten sich hier ein paar Fragen stellen:
    – wenn die moralischen Prinzipien nicht von Gott kommen ( für die Atheisten wahlweise von der Natur ), woher denn dann? Es bleibt eigentlich nur noch der Mensch. Dann taucht sofort eine große Mengge weiterer Fragen auf:
    – wie kommt ein Mensch zu moralischen Grundsätzen?
    – da offensichtlich nicht alle Menschen die gleichen moralischen Grundsätze teilen, wie kann man die richtigen von den falschen unterscheiden?
    – soll darüber abgestimmt werden?
    – welche unterschiedlichen Grundsätze sollen zu Wahl gestellt werden?
    – welche Themen sind überhaupt von moralischer Bedeutung?
    – wie oft soll abgestimmt werden oder gilt ein einmal erziehltes Ergebnis für alle Zeiten?
    – soll das Ergebnis weltweit gelten?
    – wie soll mit großen Minderheitsvoten verfahren werden?


    – Fragen über Fragen

    Den Atheisten und Agnostikern sollte es eine Freude sein, die replik more geometricum zu verfassen.
    Bitte nur ernstgemeinte Zuschriften.
    Viel Vergnügen, es sind noch ein paar Tage Zeit.

  57. Mit dieser Frage muss die nächste Frage verknüpft werden, nämlich, inwiefern eine Gotteserfahrung ausserhalb der Religionen möglich ist. Jeder Mensch hat Gotteserfahrungen gemacht, nämlich solche, die den tiefsten Kern seiner (des Menschen) Existenz berühren. Die letzte und entscheidende Gotteserfahrung macht man im Augenblick seines Tod, denn dann wird man auf das Wesentliche, die Essenz der Existenz, reduziert. Gotteserfahrung bedeutet hier, die Erfahrung des Grundes der Existenz. Diese Erfahrung ist natürlich begrenzt, so begrenzt wie der Mensch, aber auch die Religionen bieten keine weitergehenden Erfahrungen Gottes an, da sie ja auch nur auf menschlichen Erfahrungen beruhen. Kein Gott hat sich einem Menschen jemals mehr offenbart, als er sich jedem Menschen zumindest im Augenblick des Todes offenbart. Und wenn das nicht ausreicht, um das Wesen Gottes zu erkennen, dann bleibt Gott unbekannt und unfassbar – für alle Menschen. (Über die Grundlagen ethischen Handelns sollte man bei Kant nachschlagen.)

  58. @ #12 plastixat (23. Dez 2012 16:27)

    Meiner Meinung ist alles erlaubt was die Polizei erlaubt und im Idealfall bestimmt die Mehrheit in jeder Generation neu was die Gesetze sein sollen.

    Wenn die Mohammedaner die Mehrheit haben, dann Gnade uns allen Gott!

  59. @ #60 Fluchbegleiter (23. Dez 2012 17:46)

    Vorsicht mit persönlichem Gewissen!

    So mancher religionsfreier Mörder findet seine Tat durch und durch korrekt und mancher Mörder hat in unseren Augen kein Gewissen, weil wir seiniges nicht verstehen können.

    Wenn jd. Mensch nur nach seinem ganz eigenen Gewissen, das wären Milliarden Gewissen =

    Chaos, Anarchie, Willkür!

  60. #68 Nelson (23. Dez 2012 18:07)
    Um individuelle Moralvorstellungen hat sich der Staat nicht zu kümmern; was verboten ist, wird von der Gesellschaft ausgehandelt.
    ————————–
    Häh?
    So wie im „Arabischen Frühling“ – beispielsweise wie gerade in Ägypten?

  61. Ihr könnt doch Gott, den christlich-jüdischen Gott Jahwe, ablehnen, keiner verbietet es Euch, keiner bestraft Euch dafür. Ihr seid frei, dass zu tun, was Ihr wollt und an das zu glauben, was ihr wollt !
    Nur lasst dem anderen die Freiheit an seinen Gott Jahwe zu glauben, ihm zu folgen, ihm zu dienen. Dieser Mensch wird Euch nicht bekämpfen.
    Diese Hochachtung eines anderen Menschen hat bis jetzt keine Ideologie, ob sozialistisch oder islamistisch, zu Stande gebracht. Sie kennen nur eine Sprache, die Sprache der Gewalt.

  62. In der gesamten Weltgeschichte hat es KEIN Volk ohne Religion gegeben! Atheismus ist eine Erscheinung der Neuzeit!!!

    Natürlich gibt es Gott! Für Zweifler empfehle ich die Gotteserweise von Thomas von Aquin (einfach mal googlen).

    Wir Christen sind eine tolerante Religion. Unser Glauben ist ein Angebot und wir zwingen niemanden (mehr) dazu. Wo die Moslems der Sagen haben, sieht das aber ganz anders aus……..

  63. Ich gehe davon aus dass es keinen Gott gibt. Trotzdem möchte ich mir nicht vorstellen wie das Leben wäre wenn für jedermann „alles erlaubt“ ist. Die Menschheit braucht Regeln selbst dann wenn sie „künstlich“ sind. Ansonsten wird sie sich selbst zerstören (vielleicht passiert das so oder so). Wenn jeder nach dem kategorischen Imperativ leben würde wäre die Erde ein Paradies.

  64. “Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.”

    Klingt hehr, ist aber trotzdem Blödsinn.

    Im Gegenteil, Gott hin oder her, ich halte es mit Steven Weinberg, der sagte:

    „Religion is an insult to human dignity. Without it you would have good people doing good things and evil people doing evil things. But for good people to do evil things, that takes religion.“

  65. Das sagte Kästner dazu:

    ALS DIE SYNAGOGEN BRANNTEN

    Der junge SA-Mann:
    Wo steckt Jehova nun, der nie verzeiht?
    Ist er, Adresse unbekannt, verzogen?

    Der alte Jude:
    Gibt’s einen Gott, gibt’s auch Gerechtigkeit.
    Wenn’s keinen gibt, was braucht es Synagogen?

  66. @4 Natürlich gibt es im Buddhismus einen Gott, bzw. ein Göttliches Wesen! Es gibt im Buddhismus ebenso einen Schöpfungsmythos wie im Christentum – natürlich unterscheiden sich beide, aber letztendlich geht es um Göttliche Wesen, die die Welt erschaffen.
    Buddhismus ist eine „richtige“ Religion und nicht lediglich eine Philosophische Schule. Allein die Geburt Buddhas – aus der Seite seiner Jungfräulichen Mutter ….
    Der Buddhismus wird in der westlichen Welt oft sehr falsch dargestellt und bekommt den anstrich einer friedliebenden, philosophischen Schule – obwohl es eigentlich eine ganz „normale“ Religion ist.
    Interessanter weise kann tatsächlich sogar das Töten von Menschen im Buddhismus erlaubt sein – es ist zwar ein kompliziertes Thema, aber es gab schon viele Buddhistische Befürworter dafür! Kurzes Beispiel: Wäre Hitler von einem Buddhisten ermordet worden, hätte er nicht nur viele Menschenleben gerettet, sonder auch Hitler davor bewahrt eine ungeheure Menge an schlechtem Karma anzuhäufen – im Kern also eine durchweg Buddhistische Tat!

  67. Unsinn Kewil. Gott ist als richtende Instanz völlig ungeeignet. Es gibt zu viele Götter. Und dabei ist der Gott der Bibel als Richter genauso ungeeignet wie alle andren. Zu uneindeutig und widersprüchlich sind seine Gebote. Zu sehr abhängig von irdischer Interpretation und zu anfällig für Missbrauch durch irdische Autoritäten.

    Zudem ist noch nicht abschließend geklärt, welcher denn der richtige Gott ist. Und solange auch nur im entferntesten die Möglichkeit besteht, dass das göttliche Recht des AT, des Korans oder anderer veralteter und inhumaner religiöser Texte gültig sein soll, bevorzuge ich ein nach wissenschaftlichen Prinzipien im gesellschaftlichen Konsens geschaffenes Menschenrecht, bei all seinen Unzulänglichkeiten.

    Und sollte mich am jüngsten Tag ein göttlicher Richter erwarten, der mich dafür verurteilen will, dass ich nicht den Zungen der Popen, Imame, Rabbiner oder sonstiger Priester gefolgt bin, gehe ich freiwillig aus Protest gegen eine solch willkürliche Bestrafung in die Verdammnis. Wenn er meinen Gehorsam verlangt, soll er sich mir persönlich offenbaren. Das ist nicht zuviel verlangt.

  68. #72 zonenfuzzy (23. Dez 2012 18:10)

    Um individuelle Moralvorstellungen hat sich der Staat nicht zu kümmern; was verboten ist, wird von der Gesellschaft ausgehandelt.

    ————————–

    Häh?
    So wie im “Arabischen Frühling” – beispielsweise wie gerade in Ägypten?

    Ist Ägypten eine Gesellschaft, die man als offene, demokratische Gesellschaft bezeichnen kann? Menschenrechte sind unveräußerlich nach unserem Denken. Sobald Du diesen Rahmen verlässt, ist das System totalitär.

  69. So, wenn wir schon beim zitieren sind, nehme ich ein Zitat von C. Hitchens „Man zeige mir ein einzige moralische Handlung eines Gläubigen, zu welcher ein Ungläubiger nicht in der Lage ist!“. Viel Spaß Zealot Kewil :)!

  70. #66 Maethor (23. Dez 2012 18:07)

    @ #53 WahrerSozialDemokrat:
    Man kann wissenschaftliche Theorien nicht beweisen, man kann sie nur widerlegen.

    Was??? Das habe ich bisher aber anders Verstanden.

    Man stellt eine Theorie auf und dann beweist oder widerlegt man diese. Wird sie bewiesen (mehrfach, gleiche Voraussetzungen, eindeutige vielfache fossile Funde etc.) gilt sie als wahr, erfolgt aber über Jahrzehnte nichts dergleichen gilt diese zumindest als umstritten, auf jeden Fall aber nicht als wahr, zumindest so nicht als wahr! Anscheinend haben Evolutionsanhänger aber auch aufgegeben noch was zu finden und forschen lieber am Urknall herum, während sie noch nichtmals den Sprung von toter Materie in lebende Materie erklären können…

    Aber wen interessiert schon die Wahrheit, wenn es einem gerade so im Kram passt, habe ich manchmal den Eindruck… zumindest das bleibt mir beim katholischen Glauben erspart, denn für mich ist es gleichbedeutend mit einer permanenten Wahrheitssuche! Irrtum immer inbegriffen und deswegen Forschung immer allseits offen zu führen, auch wenn es mir mal nicht in den Kram passt, obwohl dann ist natürlich eine Debatte über Moral und Ethik erforderlich, jetzt schweife ich aber ab…

  71. Das Gegenteil ist richtig: „Mit Gott ist alles erlaubt!“

    Denn wenn Gott befiehlt: „Morde!“ Dann wird gemordet…

    Wenn Gott befiehlt: „Völkermorde!“ Dann wird gevölkermordet….

    Wenn Gott befiehlt: „Vergewaltige!“ Dann wird vergewaltigt…

    usw… Wer sich auf einen Gott beruft, dem ist alles erlaubt!

  72. #3 Antipode

    Schau mal hier nach – einer der vielen Belege, dass der Buddhismus ein gaaaanz friedliche Religion ist.

  73. “Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.”

    Das ist wahr!

    In einer gottlosen Gesellschaft gehen alle Wertmaßstäbe verloren.

  74. @ #78 Kessa Ligerro (23. Dez 2012 18:21)

    Atheismus ist die Falltür ins Nichts!

    Es gibt keine radikalere Begründung der Gleichheit jedes Menschen als der christlich-jüdische Gedanke der Gottesebenbildlichkeit des Menschen.

    Wenn der Mensch Gott abschafft, dann
    besteht die Gefahr, dass der Mensch auch den Menschen abschafft. Vergessen wir nicht, dass
    Hitler und Stalin fanatisch wissenschaftsgläubige Atheisten waren, welche die Welterlösungsprogramme diletierender Naturwissenschaftler umsetzen wollten.

    „Die Ermordung“ von Millionen Menschen wurde ideologisch dadurch vorbereitet, dass man in ihnen keine geliebten und gewollten Geschöpfe Gottes mehr sah!

  75. #89 Wilhelmine

    Langsam wird es grenzwertig: Ich bin Atheist und achte dennoch (oder gerade deswegen?) das Lebensrecht jedes Menschen als höchstes Gut, das nicht angetastet werden darf. Und das bescheuerte Argument mit Hitler und Stalin gab es hier schon oft, es wird aber nicht besser, wenn man es oft genug wiederholt. Nein, jeder Mensch ist von Natur gut oder böse, mit allen Abstufungen. Auch ein überzeugter Christ ist nicht zwingend davor gefeit, Böses zu tun.

  76. Natürlich ist der Mensch nicht von Natur aus gut.
    Zu sittlichem und moralischem Verhalten im Sinne einer höheren Ethik kann der Mensch auch ohne Gott finden: durch Bildung – wenn dies gesellschaftlich angestrebt wird.
    Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch Verstand.
    Verstand befähigt zum Wissen. Glaube an einen Gott ist nicht Wissen.
    Glaube an etwas Höheres kann in Notsituationen durchaus eine letzte Hoffnung in auswegloser Lage sein.
    Also ist Glaube Hoffnung auf die Lösung menschlicher Probleme.
    Im normalen Leben wird Glaube gerne vorgeschoben, um sich nicht mit mißliebigen Themen des Alltags auseinander setzen zu müssen. So kann man viele Verantwortungen von sich auf etwas Höheres, einen Gott, schieben.
    Der Allmächtige soll`s dann richten.

    Auch ohne Gott kann man nicht alles tun, es sei denn, man wird zum Tier.

  77. #89 Wilhelmine (23. Dez 2012 18:52)

    Vergessen wir nicht, dass
    Hitler und Stalin fanatisch wissenschaftsgläubige Atheisten waren,

    ————
    Nun ist,s aber gut,was wollen Sie damit sagen???
    Wissen Sie auch ,dass(sehr)viele Angehörige der SS Katholiken waren???
    (Der Spiess läst sich auch umdrehen!!!)

  78. Der schlimmste Vorwurf in den Märchen der Brüder Grimm ist, jemand sei gottlos. Das ärgert mich!
    1. Menschen, die gottgläubig sind, müssten besser als Atheisten sein.
    2. Da sich „Gott“ nie direkt meldet, sondern nur über Vermittler, die dieses behaupten, weiß ich nicht, was diese „höhere Instanz“ will.
    3. Die Keuner-Gechichte von Brecht gefällt mir:

    Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe.
    Herr K. sagte: „Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde.
    Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallen lassen.
    Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden:
    Du brauchst einen Gott.“

  79. Für mich liest sich dieser Spruch so:

    Wenn die Existens des Universums ein Zufall ist,
    wenn unsere Existens nur aus dem besteht was sich zwischen Geburt und Tod abspielt, und wenn
    nach dem Untergang dieses Universums NICHTS bleibt, dann ist es völlig unbedeutend ob wir, oder ob das gesamte Universum überhaupt existiert hat.
    Und damit spielt es auch keine Rolle mehr was wer macht oder läßt.

    Für mich bleibt es, wir sind der Teil des Universums das in der Lage ist sich selbst zu betrachten und sich über seine eigene Existens gedanken machen kann, und das hat einen Grund.

  80. Der Satz „Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt“ ist eine Verkürzung und findet sich so nicht bei Dostojewski. Der Gedanke steht vielmehr im Zusammenhang einer Diskussion. In dieser schwärmt die eine Seite von der Befreiung des Individuums zu einem reinen glücklichen Leben ausschließlich im Irdischen, in einer Welt ohne Furcht vor dem Jenseits und einem Gott als Gesetzgeber. Frei von religiösen Zwängen und Ängsten werde man sein, nur die Wahrheit suchend, sich selbst der Gott. Die andere Seite (Iwan Karamasow) erwidert skeptisch: „Das ist alles sehr hübsch; was aber, wenn du nun ein Gauner sein willst, wofür brauchst du dann, so scheint es, noch die Wahrheit zur Rechtfertigung?“

    Es geht also um die Rolle des Atheismus in Rußland zu einer Zeit, die noch tief von der Orthodoxie geprägt war. Für die einen bedeutete er Befreiung, für die anderen war sie ein Synonym für moralische Bindungslosigkeit. Die in der westlichen Aufklärung entwickelte Vorstellung einer vom Gottesbegriff auch unabhängig begründbaren Ethik hatte in Rußland noch eine schwache Tradition, und der Nihilismus mit seinem radikalen Zweifel an allen tradierten Werten faszinierte viele fortschrittliche Köpfe. Im übrigen muß man bedenken, daß es für Dostojewkis Helden typisch ist, sich äußerst kategorisch auszudrücken (ganz anders als die Gestalten Tschechows). In der Regel werden werden sie dann mit ebenso scharfen Gegenpositionen konfrontiert und aus der Sicht des Lesers teils widerlegt, teils auch nicht. Es ist daher riskant, einzelne Aussagen absolut zu setzen.

  81. 82 Nelson (23. Dez 2012 18:25)
    Ist Ägypten eine Gesellschaft, die man als offene, demokratische Gesellschaft bezeichnen kann? Menschenrechte sind unveräußerlich nach unserem Denken. Sobald Du diesen Rahmen verlässt, ist das System totalitär.
    ———————————
    Stimmt!
    Aber Du hattest das so nicht differenziert.
    Es gibt viele Gesellschaften – Bessere und Schlechtere.

  82. Mit Dostojewskis Zitat kann man nur eine Unsinns-Debatte führen. Menschen wollen leben, überleben. Sie sind Herdentiere. Sie handeln nach den Regeln der Herde, die von den Eltern auf die Kinder weitergegeben werden „Was Du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu“ oder eben auch „Lass dir nichts gefallen“ usw. Dabei ist Beispiel wichtiger als Sprache. Diese Regeln können radikale Empathie bedeuten oder auch radikale Gewaltanwendung, jeweils zur Sicherung des Überlebens der Gruppe. Mag sein, dass in der kommenden Zeit die zweite Methode, derzeit speziell von den Mohammedanern benutzt, sehr erfolgreich sein wird. Wie schon oben jemand erwähnte, mit Gesetzen hat das erstmal wenig zu tun.
    Moral gibt es so wenig wie es das Gott gibt.
    Frohe Weihnachten allerseits.

  83. Die menschliche Geschichte zeigt, dass Religion ein akzeptables Verhalten nicht garantieren kann.
    Und noch schlimmer: Religion kann missbraucht werden.

    Also, als ordnende Kraft ziemlich fragwürdig.

  84. #85 PiaPia (23. Dez 2012 18:33)

    Das Gegenteil ist richtig: “Mit Gott ist alles erlaubt!”

    Denn wenn Gott befiehlt: “Morde!” Dann wird gemordet…

    Wenn Gott befiehlt: “Völkermorde!” Dann wird gevölkermordet….

    Wenn Gott befiehlt: “Vergewaltige!” Dann wird vergewaltigt…

    usw… Wer sich auf einen Gott beruft, dem ist alles erlaubt!
    ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

    Mit Verlaub liebes PiaPia, aber ich glaube sie verwechseln da etwas. 😯

    Gott ist nicht ALLAH !

  85. #47 Schweinsbraten

    Zuerst mal:
    -Alles was „ist“ wird zusammengehalten von einer bewussten Entität. Es ist rational.

    -Alles was „ist“ fliesst.

    -Raum und Geist Fluss von Eindrücken.Raum ist beseelt.

    Da sind zwei ganz wichtig:

    https://www.youtube.com/watch?v=ZJCSSta25dA

    https://www.youtube.com/watch?v=Vi9IpO60cao

    https://www.youtube.com/watch?v=2Y9fwIl1jCM
    ———
    Es ändert auch nix an der anthropologischen Konstante der Religion/Mythos als reale Sphäre. Wer diese Missachtet zersetzt den sozialen Zusammenhang.
    (Die Gegner der Sklaverei waren die Abolitionisten eben der judäo-christlichen Kultur verhaftet).

    https://www.youtube.com/watch?v=a9ZpD34Xk3M

    https://www.youtube.com/watch?v=VCOATypshlY
    —————–
    Auch die Aufklärung wäre nicht ohne Scholastik (und Trinitätslehre)denkbar gewesen.

    http://www.zeno.org/Philosophie/M/Hegel,+Georg+Wilhelm+Friedrich/Enzyklop%C3%A4die+der+philosophischen+Wissenschaften+im+Grundrisse/Dritter+Teil%3A+Die+Philosophie+des+Geistes/3.+Abteilung%3A+Der+absolute+Geist/B.+Die+geoffenbarte+Religion
    —————————–
    Auch M.Heidegger liegt hier richtig:

    https://www.youtube.com/watch?v=jQsQOqa0UVc

  86. @ wahrersozialdemokrat

    Sehr schöner Flash Mob 😉

    Ach so, ich war ja oben kritisch mit der „Divine Command Theory“,also der Vorstellung, dass Verhaltensregeln nur durch göttlichen Befehl begründet werden könnten.

    Das bedeutet aber umgekehrt, dass jedes Verbrechen gerechtfertigt ist, wenn nur Gott es befiehlt. Ich würde meine Mutter nicht ermorden, selbst wenn Gott es befiehlt.

    Meiner Meinung nach stehen moralische Gebote selbst über dem Willen eines Gottes, weil sie universell gültig sind. Kein Gott kann vernunft- und moralwidrig diese universellen Ge- und Verbote aufheben.

    Das bedeutet aber nicht, dass ich jeder Religionsgemeinschaft feindselig gesonnen wäre. Ich habe nichts gegen das Christentum, das in seinem Wesen eine pazifistische Religion ist. 😉

  87. Ich bin gläubiger Katholik. Nesonders glaube ich in die vielen Millionen Engelchen, die der Vatikan vorzeitig Richtung Petrus schickte.
    Die haben sich sicherlich alle uber die Bekanntschaft mit dem rechten Glauben gefreut.

  88. Der NZZ geht in einem langen Artikel so langsam ein Licht auf, was Syrien angeht. Völlig richtig fürchtet man sich vor dem Tag danach, vor dem Tag also, wenn die moslemischen Sunniten, Salafisten und Terroristen den Krieg gewonnen haben. Da geht es ohne Massaker an Alawiten und Christen nicht ab, und circa eine Million Flüchtlinge werden zur Freude der grünen Tränenschnecke Claudia Fatima Roth nach Europa strömen.

    Eine interessante Frage:
    wenn die Opposition siegt und Massaker beginnt, werden Medien / Regierung Krokodiltränen vergießen oder die Ereignisse ganz verschweigen?

    Hat Westerwelle sich das schon überlegt?

  89. Es gibt eine bewusste Entität die alles zusammenhält(„Gott“) oder alles fliesst,oder alles ist Fluss von Eindrücken Raum ist Geist.

    ———–
    Nur nebenbei: der Mohammedanismus hat sich auch hier als völlig nutzlos herausgestellt,man braucht das einfach nicht. Wohingegen, Scholastik,Buddha und Heraklit klare Positionen verkörpern. Der Buddhismus eine gewisse Nähe zur Trinitätslehre „dem Geist“ hat in seiner Position eines beseelten Raumes.

  90. #71 Don Quichote (23. Dez 2012 18:08)
    Wenn die Mohammedaner die Mehrheit haben, dann Gnade uns allen Gott!
    ————————–
    Keine Sorge!
    Die Mohammedaner werden bald wieder die Loser sein!

    Weshalb?
    Weil sie zu wenig intelligent sind!

    Der Evolutionsprozess bezüglich try and error wird sich voraussichtlich auch beim Islam durchsetzen.

    Die Neandertaler sind passé, die Tage der Aborigines sind gezählt und die islamischen Araber, Türken usw. wird es auch bald nicht mehr geben, wenn sie so weiter machen wie bisher!

    Das Pendel schwingt seit dem 11. September 2001 zurück!

    Man darf auch nicht verkennen, dass die Mohammedaner sich vorzugsweise gegenseitig umbringen!

  91. @#89 Wilhelmine (23. Dez 2012 18:52)

    Dir fehlt offensichtlich viel geschichtliches Wissen, sonst würdest Du nicht solchen Unfug schreiben.
    Die Nazis waren nämlich ausdrücklich keine Atheisten, das waren für sie „Judäo-Bolschewisten“, wie sie die Kommunisten nannten. Über 80 Prozent der Mitglieder der NSDAP waren Christen, der Rest hing esoterischen Germanenkulten an. Hitler war zeitlebends Katholik, er trat nie aus der Kirche aus. Sie hielt für ihn sogar heimlich eine Totenmesse ab. „Mein Kampf“ kam auch nie auf den Index der katholischen Kirche, auf die Liste der für Gläubige verbotenen Bücher. Kommunisten wurden exkommuniziert, aus der Kirche ausgeschlossen. Nazis nicht, nicht einmal KZ-Kommandanten.

  92. #89 Wilhelmine

    Die ‚Ebenbildlichkeit‘ des Menschen mit Gott als Beweis für deren Gleichheit heranzuziehen ist m.E. eine gewagte Hypothese: die Menschen sind nicht gleich, sie sind nichts weniger als gleich, es ist noch nicht einmal wünschenswert, daß sie gleich seien.
    Wenn ich 100 Fotos von mir mache, dann habe ich 100 Ebenbilder von mir und keines gleicht dem anderen.
    Ich weiß, die Gleichheitsapostel, wenn man sie darauf anspricht, sagen dann immer, daß Gleichheit in diesem strengen Sinne auch gar nicht gemeint sei, vielmehr müsse man sich darunter Gleichberechtigung oder Gleichwertigkeit oder etwas ähnliches vorstellen.
    Nur, wenn man nicht wirklich Gleicheit meint, warum sagt man dann Gleichheit, das kann nur zu Missverständnissen führen.
    Deweitern sollte man immer daran denken, daß im Namen der Gleichheit mit die schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden.
    Das Postulat der Gleichheit ist der Geburtsfehler – quasi die Erbsünde – aller Ideologien, die sich auf die sog. Aufklärung berufen. Aufgrund dieses falschen ‚Axioms‘ führen diese Ideologien – wie immer sie sich auch nennen mögen- notwendig zum Terror, wenn sie nicht schon vorher scheitern.

    „Denn die Menschen sind nicht gleich, so spricht die Gerechtigkeit“. F.Nietzsche

    „Nur in einer Hierarchie ist für alle Platz“. Gomez-Davila

    Sonst bin ich mit allem einverstanden, was sie geschrieben haben.
    MfG

  93. OT

    BEREICHERUNG DEUTSCHLANDS?

    BILD-NEWSTICKER

    München – Eine Rumänin (18) ist 72 Stunden lang in ein Verlies eingesperrt und misshandelt worden. Sie war nach Deutschland gelockt worden, um angeblich als Kinderbetreuerin arbeiten zu können. Stattdessen wollten Menschenhändler sie zur Prostitution zwingen. Als sie sich weigerte, wurde sie in das Verlies gebracht und verprügelt. Nach drei Tagen kam die Frau in ein Bordell. Dort gelang ihr die Flucht. Polizisten suchen nach dem Verlies, da dort womöglich eine weitere Frau eingepfercht ist.

  94. #47 Schweinsbraten

    Und selbstverständlich gilt das auch für irgendeinen „Sozialismus“,den die Trendpartisan Leute ja so sehnlichst wünschen.(und die du zitierst).LOL.

  95. Die Umformung der Welt,die Weltgestaltung,rationale Weltdurchdringung ist nicht möglich geworden durch das Austreiben der Geister durch die Kirche.Die Welt wo eine Zeit gilt. Die Zeit als etwas wo anfängt und aufhört. Die Arbeit als ethisches Zentrum. Das alles ist zutiefst christlich und es ist Voraussetzung warum eine moderne Naturwissenschaft entstehen konnte.Genauso wie die Inquisition wichtig war um die Islamisierung Europas zu verhindern war diese auch wichtig um die Kriminalistik und moderne Methodik entstehen zu können.Gerade auch ein Gallilei war ein ziemlich grosser „Esoteriker“.
    Der Kreationismus ist ein Kind des 15.Jhr. Da ist Hegel doch ganz ein Scholastiker.
    Der Kampf zwischen den USA und den Achsenmächten war ein Kampf innerhalb derselben Kultur um die Ausrichtung,bzw. weiterexistenz dieser Kultur.Wobei die Anhänger des Abendlandes(judäo-christliche Tradition) sich durchgesetzt hatten.(Sozial)-Darwinistisch gesprochen war das „Christentum“ stärker.Nicht alles was sich durchsetzen kann ist auch „gut“ das es sich durchsetzt,Beispiel: der Mohammedanismus. Sklavismus,endlose Degeneration und Entwicklungshemmung,Inzucht durch Verwandtenehen usw..Das ist dann wie ein Tollwut oder Krebserreger.

  96. Es darf ja bei uns (noch) jedermann an das glauben was er will, aber es fällt mir immer wieder auf, wie Leute, die scheinbar jegliche Religiosität ablehnen, sich dann dafür für diverse Ersatzreligionen begeistern können (Klimareligion, Geld-und Wachstumsreligion, Konsumtempelreligion, Astrologie, oder dieser obskure Weltuntergangsglaube, wahlweise Yeti oder Uforeligion und noch viel irrationaleres als die Vorstellung einer höheren Macht, die hinter dem Universum steht.

  97. @ alle Atheisten

    WEIHNACHTEN naht- ATHEISTEN haben viel Zeit, um hier für ihre GOTTLOSIGKEIT zu werben und zu streiten, gell!

    Es kommt aber darauf an, wie man Gott sieht bzw. an welchen man glaubt!

    Im Neuen Testament steht nichts von Morden, sondern von Feindesliebe. Unser Gott ist nicht der neidische blutrünstige Rache- und Kriegsgott, der islamische Allah!

    Auch wenn sie es versuch(t)en, Christen können sich nicht auf die Heiligste Dreifaltigkeit berufen, wenn sie Untaten begingen/begehen.

    Hitler war auf dem Papier noch Katholik.
    Da er schwer sündigte und sich sogar selbst umbrachte(Selbstmord ist auch Mord und zwar an sich selbst), ist er eine verlorene Seele und in die Hölle gefahren.
    Vielleicht aber landete er durch Gebete Hinterbliebener nur im Fegefeuer, dann wird am Jüngsten Tag die christliche Heiligste Dreifaltigkeit über ihn richten…

    So, mehr Zeit habe ich nicht, will noch schnell was zu Weihnachten feertig basteln, was ich sehr gerne mache.

    Ansonsten empfehle ich auch mal öfter bei Michael Mannheimer zu lesen, der zwar Atheist ist, aber Christen versteht.
    http://michael-mannheimer.info/category/christenverfolgung-durch-linke/

  98. #104 Infedele Tommaso

    Die deutschen Naziführer gingen vom Ende des Abendlandes aus und der Vernichtung des judäo-christlichen Erbes.

    Die US-Amerikaner waren da echt Fit: Roosevelt(Jude) und Truman(Southern Baptist).Winston Churchill war auch da ganz drin.Tradition der Gemeinde.Genealogie Vater Engländer,Mutter US-Amerikanerin.

  99. @ #105 sirius (23. Dez 2012 19:46)

    Gibt es unanständige Seiten, wenn die die Wahrheit schreiben, ist sie plötzlich unwahr?

    Sind 1 + 1 nicht mehr 2, wenn es ein Faschist oder Kommunist sagt?

  100. Die schwersten Mörder der Geschichte waren allesamt Atheisten von Mao Zedong (bis zu 76 Millionen Tote) über Hitler und Stalin.

  101. Gott ist Liebe. Gott ist Hilfe. Gott ist Mitgefühl. Gott verzeiht Fehler. Gott ist Barmherzig. Gott ist moral, denn was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Es ist ein gottloses Jahrhundert, so sagte es auch Nostradamus. Und grade deswegen wird es ein ein sehr bitteres und schlimmes Jahrhundert für uns alle.

  102. Und wenn man die gesamte Diskussion hier im Forum betrachtet: Bedeutet der Mohammedanismus die systematische Ausrottung jeden einzelnen dieser Gedanken und einer solchen Reflexion.

  103. #106 sirius

    Wie Hitler persönlich zum christlichen Glauben stand, kann nicht zweifelsfrei gesagt werden, da widersprüchliche Aussagen überliefert sind. In seinen „Tischgesprächen“ mit engsten Mitarbeitern kritisierte er das Christentum mitunter scharf, während er sich in seinen Reden stets aller Angriffe enthielt. Vermutlich wusste er, wie stark der Glaube in der Gesellschaft und der politischen Führungsriege verankert war. Hitler war bis zu seinem Tod Mitglied der römisch-katholischen Kirche und wurde bis heute nicht exkommuniziert. Unabhängig von Hitlers persönlichem Glauben war der Nationalsozialismus in jedem Fall nicht atheistischer, als es das deutsche Volk insgesamt zwischen 1933 und 1945 war.

  104. #93 unermuedlich

    Ihrem Brecht-Geschichtlein möchte ich eines von Blaise Pascal (franz. Mathematiker, Physiker und Philosoph; 1623-1662) entgegenhalten. Es heißt „Die Wette“:

    A: Ob es Gott gibt oder nicht, kann man nicht sicher entscheiden. Stimmst du dem zu?
    B: Ich stimme zu.
    A: Also können wir die Frage auf sich beruhen lassen.
    B: Nein, ich glaube trotzdem an Gott.
    A: Aber kannst du an etwas glauben, was du nicht beweisen kannst? Ich glaube nämlich, dass es keinen Gott gibt.
    B: Aber wie kannst du das glauben, wenn du es auch nicht beweisen kannst?
    A: So kommen wir nicht weiter. Ich habe ja gleich gesagt, dass man die Frage nicht entscheiden kann.
    B: Ich bin einverstanden. Deshalb schlage ich dir ein anderes Verfahren vor. Wir wollen wetten.
    A: Wieso wetten?
    B: Nun, ein Spiel -, aber ein Spiel mit Folgen, ein Spiel am Abgrund! -Ich wette, dass es einen Gott gibt.
    A: Gut, ich wette also, dass es keinen Gott gibt! Und was bekomme ich, wenn ich gewinne?
    B: Nichts!
    A: Nichts?
    B: Ja, wenn du nämlich gewinnst, hast du zwar Recht: Es gibt dann keinen Gott. Aber im Grunde hast du verloren! Und ich habe auch verloren. Wenn es keinen Gott gibt, ist unser Leben sinnlos und leer.
    A: Und wenn du gewinnst?
    B: Nun, dann habe ich doppelten Gewinn: Ich habe recht behalten: es gibt einen Gott! Damit gibt es zugleich Glück und Zukunft für den Menschen — auch für mich. Für dich aber auch. Du hast also mit mir gewonnen.
    A: Das sehe ich ein. Aber wir sind immer noch nicht weitergekommen. Ob es Gott wirklich gibt, ist genauso ungewiss wie vorher.
    B: Ja und nein. Es ist doch immerhin klar geworden, dass du dich entscheiden musst und dass die Entscheidung Folgen hat.
    A: Und du meinst, deshalb schon sollte ich mich für den Glauben an Gott entscheiden?
    B: Ja sicher. Bedenke doch: du musst zwischen zwei Antworten wählen, die sich ausschließen, die aber mit gleicher Wahrscheinlichkeit richtig sind. Eine Antwort hat gute Folgen, die andere schreckliche. Wie kannst du da noch zögern?
    A: Aber, wenn ich mich dabei irre?
    B: Dann hast du nichts verloren. Du hast eine Illusion geglaubt, gewiss. Aber im anderen Fall hättest du das Nichts gewählt, das kann dich auch nicht glücklich machen.
    A: Du meinst also, ich muss eigentlich an Gott glauben.
    B: Nein, du musst nicht. Aber es ist deine einzige Chance.

    Frohe Weihnachten!

  105. #110 Infedele Tommaso

    Der Nationalsozialismus arbeitete systematisch an der Vernichtung des judäo-christlichen Erbes. Die Ersetzung desselben und der Stiftung eines neuen Mythos(und letztlich einer neuen Kultur).

    Hier ist auch die Gefährlichkeit zu sehen: Deutscher Nationalsozialismus hätte „geklappt“,Stalinismus nicht. Dieser war nur Psychose und blinde Vernichtung sowie Zersetzung der eigenen Kultur.

    Wenn es Atheisten gab unter den Nazis so hätten sie sich mit der Stiftung einer neuen Kultur einverstanden erklären müssen.

    Genauso wie es islamkritische Atheisten gibt die entweder: die protestantische Ethik respektieren oder einem humanistischem Feudalismus (abendländischer Provenienz)unbewusst nachhängen.In beiden Fällen kulturchristlich,bzw. synkretistisch-okzidental sind.Alles andere führt letztlich in die Selbstauflösung des gesellschaftlichen Zusammenhangs.

  106. #93 unermuedlich
    „Die Wette des Pascal“

    M.M.n bestehen viele Einwände gegen diese „Logik“, die in banalisierter Form („Schaden kann’s ja nicht!“) bei Heerscharen von Gläubigen wiederkehrt. So wäre es interessant zu wissen, wie gut die Karten derart berechnender Krämerseelen wohl tatsächlich wären beim Anklopfen an der Himmelstür, wenn es denn den Gott der Christen gäbe.

  107. #110 Infedele Tommaso

    Mir als Neokonservativer ist es bewusst,das mit der Universalisierung der protestantischen Ethik auch die Universalisierung der Geldbeziehung einherging,bzw. diese sich durchgesetzt hat.Daraus enstand die Mode und auch die Ansammlung von irgendwelchen individuellen Erfahrungen als gewünschtes Lebensexperiment.Dies ändert allerdings nix am darunterliegenden Kultursubstrat.Religion und Mythen(Mythos) verstanden als anthropologische Konstanten sind überall(in allen Universa und dem ganzen Kosmos) zu finden. In der Krise des Geldsystems bestimmt dieses RELIGERE wieder direkt. Deshalb ertönt ein RUF. Diese Traditionen die am stärksten sind erWACHEN. Auf den Mohammedanismus bezogen heisst das, das eine oberflächliche Politik der Bestechung da auf die Dauer nix ausrichten kann, nur die Ersetzung des Kultursubstrates oder Abtragung einer Schichtung/bzw. das Einimpfen einer neuen Tradition und Kultur kann da helfen.

  108. #118 Schweinsbraten

    wie schon gesagt auch die Trendinfopartisan Leute die du da zitierst werden „ihren“ Feudalismus schon noch finden.Denn sonst gleiten ihre Experimente allesamt in die Zersetzung und /oder Islamisierung.

  109. #128 sirius

    Das Christentum hat seinen Höhepunkt schon vor langer Zeit überschritten. Wie alles ist es dem natürlichen Fluss von Werden und Vergehen unterworfen. Ob an seine Stelle andere Religionen treten oder ob die Gesellschaften insgesamt religionsloser werden, werden wir nicht mehr erfahren. Bemerkenswert ist jedenfalls, dass in den am meisten entwickelten Gesellschaften Religion eine immer geringere Rolle spielt. Und dass die Religionsbedürftigkeit mit zunehmender Bildung abnimmt. Religion ist eben nichts, was zwangsläufig zum Menschsein gehört, sie ist keine anthropologische Konstante, auch wenn die Kirchen dies gerne suggerieren wollen.
    In Ostdeutschland hat es nach dem Fall der Mauer eben keine massenhafte Rückkehr zur christlichen Religion gegeben. Nur noch 26 Prozent der Menschen gehören dort einer christlichen Kirche an. Man hat in den Zeiten der DDR viel vermisst, die Religion gehörte jedoch offenbar nicht dazu. Und an die Stelle der Kirchen sind nach der Wende auch nur in geringem Maße andere Weltanschauungsvereine oder esoterische Gruppen getreten. Die meisten Menschen kommen offenbar ohne religiöse Gehhilfen aus. Und trotz weitgehender Religionslosigkeit ist dort kein ethisches Chaos oder auch nur ein ethisches Vakuum entstanden. Dass Kirchen zur Wertevermittlung tatsächlich gebraucht würden, ist Wunschdenken der Kirchen.

  110. @ #109 Infedele Tommaso (23. Dez 2012 19:41)

    Hitler war von Geburt her katholisch und soll auch nie aus der katholischen Kirche ausgetreten sein, obwohl man ihn später nie in einer Kirche sah.

    Gleichwohl war Hitler nicht nur ethisch, sondern auch in seiner Weltanschauung alles andere als ein Christ!

    Er erwartete zum Beispiel, dass SS-Leute und hohe Parteibonzen aus den christlichen Kirchen austreten sollten!!!

    Sie nannten sich wie alle, die in der Hitlerzeit ausgetreten waren, offiziell „gottgläubig“.

    De facto wollte Hitler einen „deutschen Glauben“ an Blut, Boden und Rasse einführen.

    Nach dem als Endsieg vorgestellten Krieg sollten die Darstellungen von Jesus in den Kirchen durch Hitlerbilder ersetzt werden.

    Hitler sprach öfter von der „Vorsehung“, die ihn auserwählt habe und der er folge.

    Aber „Atheismus“ ist das wirklich nicht gewesen! Es war der Anbruch einer neuen Religion, des Glaubens an den „Führer“.

  111. #132 Infedele Tommaso

    Sie tun dem Hl. Apostel Thomas Unrecht, der sein Aha-Erlebnis in Joh 20,24-29 hat und nur noch ergriffen und beschämt, aber tiefgläubig „Mein Herr und mein Gott!“ stammelt.

    Ich möchte Ihnen entgegnen:
    1) Das Christentum ist so vital wie immer, nur nicht in Europa, obwohl auch hier wieder ein Reis‘ (Ros‘) entspringt.

    2) Der natürliche Fluss von Werden und Vergehen entspringt einem beobachtenden, zyklischen, vorrationalen Weltbild. Wenn schon zyklisch, dann auch linear in der Art, wie sich meinetwegen ein Schraubengewinde verhält.

    3) Sie verwechseln „entwickelte Gesellschaften“ mit technisierten Gesellschaften.

    4) Definieren Sie bitte „Bildung“.

    5) Bereits die ersten Funde und Hinweise auf menschliches Leben sind untrennbar mit den Funden von Kultstätten verbunden. Im Gegenteil erscheint es sogar als unvernünftig, nicht zu glauben, aber das würde jetzt zu weit führen. Nur so viel: Vertrauen Sie einem Bekannten, wenn er ihnen am Telephon vom Wetter bei sich erzählt? Gut. Das wäre mal ein Anfang.

    6) In Ostdeutschland wie auch im Dritten Reich oder im faschistischen Italien kann man klar feststellen, dass an die Stelle religiöser Traditionen und eines Glaubens nichts anderes als Ersatzreligionen mit entsprechenden Kulten gesetzt wurden: Führerkult, Jugendweihe (alleine der Name!) … Und die Menschen sind dem gefolgt, WEIL es religiöse Züge und Gemeinschaftliches an sich hatte. Dem Fußball könnte heute eine ähnliche Rolle eingeräumt werden.

    7) Ein natürliches Ethos wohnt jedem Menschen inne. Die Gründe könnten Sie in Gen/1Mose 1,27 finden, aber das wollen Sie ja nicht. Deswegen verrohen areligiöse Gesellschaften nicht von Haus aus. Aber versuchen Sie einmal, einem Linkshänder das Schreiben mit rechts anzutrainieren, obwohl er eigentlich Rechtshänder ist. Durch den Kommunismusversuch im „Osten“ sind die Menschen zu religiösen Analphabeten erzogen worden. Ansonsten – um endlich abzuschließen, verweise ich gern auf das, was #Schweinsbraten und meine Wenigkeit oben schon angedeutet haben.

    Gott zum Gruße!

  112. @#6 Religion_ist_ein_Gendefekt

    das Problem mit deiner fortschrittlichen Auffassung, die sich seltsam mit der von seit 150 Jahren G-ttloser grünlinker Nazis deckt, ist doch, dass ihr keine Alternative aufzeigen könnt. Nehmen wir mal das EU Parlament. Die, allen voran der verkommene Alkoholiker Schulze, sind stets schnell dabei, gläubige Christen und Juden ins Abseits zu stellen. Dabei ist eure Welt Sch.eisse. Voller Verbrechen und reinem Verfall. Wie der Titel schon sagt:
    Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.

  113. Das aus sich rollende Rad

    Auf der Straße steht ihr, verkündet Gräueltaten, welche im Namen des Islams begangen wurden und werden und (fast) jedes Mal bietet sich euch das gleiche Bild: Erzürnt sind da zumeist junge Muslime über das, was ihre Ohren da hören. Lügner schimpfen sie euch, werden emotional und bezeichnen ihre Wutausbrüche doch manchmal als „Temperament“ oder meinen es sei „eine Grenze erreicht“, sobald es „um den Islam“ oder „den Propheten“ gehe.
    Viel wehklagtet ihr schon es sei nicht gut zu diskutieren mit solcherlei Schreihälsen, die euch nicht einmal genau zuhören und alles, was ihr sagt, als unwahr abschmettern. Schnell seid ihr dann die „Nazis“ und „Rassisten“, fühlt euch missverstanden im Verkünden eurer warnenden Botschaft vor einer neuen ?nst’ren Zeit, welche über uns hereinbräche, wenn die Zahl von Muslimen, welche die Scharia prinzipiell über das Grundgesetz stellen und die westlichen Werte, im Vergleich zu ihren islamischen, abwerten, weiter zunimmt.
    „Ihr habt doch keine Ahnung vom Islam“, hört ihr gewiss oft. Ihr wüsstet nichts und Ressentiments leiteten euch zu „abfälligen Bemerkungen“.
    Der Islam muss es wohl seinen Anhängern gebieten ihn zu verteidigen und darob auch Aussagen zu treffen, welche Lebenslügen sind. Widerspricht ein von euch vorgebrachtes Argument dem Islam, wird es (zumeist) verleugnet, obgleich die Verleugnung wider der Logik ist, sofern euer Argument nur logisch ist. Jedennoch könnt ihr argumentieren, sprechen, reden und sagen wie und was ihr wollt: Eure Worte versanden auf diese Art und Weise ungehört, wie ein Fass ohne Boden das Wasser nicht halten kann, welches man in es gießt.

    Verzweifelt ihr? Resigniert ihr? Glaubt ihr, ihr kommt nicht voran und könnt diese Bretter nicht durchbohren? Dünkt es euch eures Dienstes der Überzeugung von westlichen statt islamischen – und somit weltlichen statt religiösen – Werten nicht gewachsen zu sein?
    Bevor ihr euch jedoch anschickt Muslime von den barbarischen Gesetzen der Scharia abbringen zu wollen: Welche Härte habt ihr bisher gegen euch selbst gezeigt, gegen euch selbst bewiesen und wie habt ihr bisweilen gegen euch selbst gekämpft? Schwer ist es anfangs nach dem Fragen immer weiter zu fragen und bis zum Äußersten zu gehen – bis zum Äußersten, das euer ganzes Sein in Frage stellt, ihr ohne Sinn umherirrt und vielleicht wünscht ihr hättet nie begonnen euch zu fragen und euch auch ständig immer wieder zu antworten. Euer Verstand aber wird euch sagen, trotz eures Leidens, nie mehr zurück in die Vergangenheit zu wollen, in der man sich in vermeintlicher Sicherheit wog.
    Welcher Leser dieser Zeilen ist ein Christ, Jude, Hindu, oder was auch immer? Und was denkt ebendieser Leser beim Lesen dieser Zeilen, besonders bei der Frage nach dem „Jenseits“? „Nach dem Tod kommt…“ und dabei wohl auch noch ein „Das glaube ich.“, „Davon bin ich überzeugt.“, „Dessen bin ich mir sicher.“ oder „Das weiß ich.“. Denkt ein Jude ein Christ kommt in die Hölle, wenn er Schweinefleisch isst? Denkt ein Christ ein Moslem kommt in die Hölle, weil er Jesus nur als „Propheten“ und nicht als „Sohn Gottes“ ansieht? Was nur gebietet Gott und was nur gebieten die Götter? Augenscheinlich ist die babylonische Sprachverwirrung religiöser Gebote paradox und doch für jeden Gläubigen seines Glaubens unfehlbar, weil vom oder von den Höheren, dessen, was „die menschliche Vernunft übersteigt“ – doch ist dies Übersteigen der menschlichen Vernunft, dieses „Argument“ des jähen Endes einer jeden Diskussion, nicht ein Nicht-Trauen vor dem sich (selbst) Fragen? „Gottes Wege sind unergründlich.“, spricht der Christ und „Das Leben ist eine Prüfung All?hs; dies ist der Sinn des Lebens auf der Erde, welches beschränkt, unvollkommen und im Vergleich zum Paradies nichts wert ist.“, redet da der Moslem.
    Ihr, die ihr so sprecht: Was nur ist eure Vernunft? Ist euer Glaube, eure Überzeugung, welche vom Glauben herrührt, oder eure Sicherheit und eure Gewissheit, die (paradoxerweise) ebenfalls auf eurem Glauben fußt, eure Vernunft?
    Jäh und früh sind so an euch gerichtete Glaubensfragen beantwortet, ohne dass ihr euch bis zum Letzten hin je selbst gefragt und durch euer Fragen gar selbst gequält hättet – nicht aus masochistischer Veranlagung, sondern weil euer Verstand weiterfragen will und euer Fragen nicht bereut.
    Habt ihr euch je gefragt? Habt ihr euch je gefragt, was wichtig ist – und wenn es das war, warum? Und habt ihr euch sogleich selbiges abermals gefragt und stiegt dabei mit euren Fragen auf immer hehre Ebenen? Und wohin führte euch dabei euer Fragen und welchen Weg schrittet ihr dabei entlang? Gelangtet ihr nicht irgendwann zu Gott und darüber hinaus durch euer immerwährendes Fragen?

    Früher sagtet ihr wohl, dass, wenn es keinen Gott gäbe, wohl alles erlaubt sei, wenn dem so wäre. Die Welt versänke im Chaos und ihr Gläubigen des rechten Glaubens fühltet euch dazu beauftragt dies zu verhindern. Ein „Gott der Umkehr und der Vergebung“ ist der der Christen; so solle man nur an Jesus Christus, den Erlöser, glauben und einem werde verziehen – die Hölle winkt Geschiedenen, hingegen nicht Mördern, die ihren Weg zu Christus gefunden haben. „Islam ist Frieden“, hört man oft; obgleich ist es in islamischen Ländern oftmals völlig anders.

    „Wo ist er nur, mein Sinn, und wo kam er mir bloß abhanden? Was nur geschah und geschieht mit meinem Geiste, als ich anfing mich zu fragen und selbiges weitertat? Ich bin verloren – und dennoch möchte ich aus meiner Verlorenheit nicht mehr zurück. Früher hielt ich den Menschen, die dachten das Leben habe keinen Sinn, das Göttliche entgegen und meinte nur, dass das Nichtvorhandensein eines Sinns nur ein trauriges und kärgliches Leben sei. Früher, da hatte ich meinen Glauben und da fühlte ich mich geborgen, behütet und beschützt. Nun hingegen will ich ebendies nicht mehr sein.
    Schlimm sei es, in einer Welt ohne Sinn zu leben, dachte ich dereinst. Welche Ziele hätte ich dann denn noch? Einst arbeitete und betete ich und nichts riss mich heraus aus meinem Rhythmus. Ich lebte vor mich dahin, doch aus heutiger Sicht ist mir dies Leben von damals nur ein Dümpeln.
    Was lohnt sich noch, wenn alles auf der Welt und im alles umgebenden Universum einst zu Staub zerfallen und vergessen sein wird? All die Anstrengungen, die ich bisher unternommen habe etwas zu tun, waren umsonst.
    Weshalb war es denn wichtig, dass es einen Gott für mich gab, etwas Höheres? Damit ich mir dessen „bewusst sein“ konnte, um mein irdisches Leben zu ertragen und in einem Leben im Jenseits ins Paradies zu gelangen, in dem ich als Moslem beispielsweise nie wieder scheißen hätte müssen und meine Nahrung als Parfum durch die Haut hin ausgeschieden hätte? Und wenn mir ebendies so wichtig war, warum war es das? Damit ich mich gut fühle, obwohl es mir eigentlich nicht gut geht?
    Schwierig schien es mir zu sein in einer Welt ohne Sinn zu leben, doch nur langsam wird mir bewusst, dass mein „Sinn“ von früher auch keiner war. Man gab mir Glaubensregeln vor und dachte für mich, wie ich beispielsweise zu Schwulen oder zur Todesstrafe stehen sollte. Und einst dachte ich auch es sei mein eig’ner Wille und meine eig’ne Meinung, der und die aus mir spricht, wenn ich mich zu manchem dermaleinst geäußert habe, doch er und sie waren es nicht.
    Dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, vertrat Gottfried Wilhelm Leibniz und sprach dabei von Gott, der, wenn er die Welt nicht so geschaffen hätte, wie sie sei, nicht vollkommen sein könne.
    Doch mir ist die beste aller möglichen Welten eine unvollkommene Welt ohne Sinn. Wie kann und soll mir noch jemand sagen, dass wenn nichts wichtig wäre, es auch nicht wichtig wäre, dass nichts wichtig wäre? Wenn nichts wichtig ist, dann ist es auch nicht wichtig, dass nichts wichtig ist.
    In dieser unvollkommenen und sinnlosen Welt, in der ich mit all meinen Mitmenschen lebe, hat jeder die Freiheit zu tun, was er will, ob er es weiß oder nicht – und ganz gleich ist es, was ihn nach seinem Tod erwartet, ein ewig Paradies oder eine ewig Verdammnis, und ob es einen Gott gibt oder nicht.
    Ob eines fehlenden Sinns kann ich entscheiden, was ich mit meinem Leben anfange – und fern sind mir alter Tage Regeln.
    Ein gutes Leben möchte ich und das Beste daraus machen – weltlich möchte ich denken und sein!
    Einst plagte ich mich in einem unfreien Zustande – nun will ich frei schaffen und frei sein!
    Einst plagte ich mich, immer wieder angeschoben von außen, von den „Regeln“ und vom „Sinn“ – nun arbeite ich freudig selbst, mache, was mir gefällt, schaffe mir ein gutes Leben und auch anderen, die mir wiederum ein noch besseres Leben verschaffen.
    Einst fragte ich mich und tat dies immer wieder – wie ein aus sich rollendes Rad.
    Nun schaffe ich glücklich in der sinnlosen Welt und gestalte mein Dasein nach meinen Vorstellungen mit ganzer Kraft – wie ein aus sich rollendes Rad.“

    Und so sollt ihr zuerst eure eig’nen Ketten sprengen, bevor ihr andere dazu verleiten könnt es euch gleichzutun. Zuerst müsst ihr wissen, dass ihr nichts seid, um alles sein zu können.
    Lasst nicht gleich die Katze aus dem Sack und kritisiert wegen Kopftüchern und schimpft wegen barbarischen islamischen Regeln. Sagt hingegen zu einem beiseitegenommenen Moslem: „Ich will etwas über deinen Glauben erfahren und urteile nicht über dich und dein Denken. Fragen will ich dir stellen und auch, wenn dir die Fragen nach einer Zeit komisch vorkommen mögen, da es (vermeintlich) immer wieder die gleichen sind und die Fragen sehr ähnlich erscheinen, so versuche sie einfach nur mit deiner Meinung zu beantworten. Doch fasse dich bitte möglichst kurz mit deinen Antworten, da es sein kann, dass ich dir viele Fragen stellen möchte.
    Ist es wichtig, dass… und wenn ja, warum?“

  114. #135 Infedele Tommaso

    Das ist alles richtig. Aber den Kern der christlichen Lehre hat Hitler bekämpft – und auch die Christen, die hinter die Fassade der fromm erscheinenden Nazi-Außenseite geschaut haben. Im christlich-mohammedanischen Dialog werden auch solche scheinbar christentumrespektierenden Fassaden aufgebaut – dahinter verbirgt sich der nackte Christen- und Judenhass.

    Wie sagt de St. Exupéry: Man sieht nur mit dem Herzen gut, will heißen: mit reinem Blick sieht man das, was hinter schönen Worten versteckt ist.

    Hitler war ein Christentum-Hasser par excellence.

  115. #132 Infedele Tommaso

    siehe auch #32 sirius und #102 sirius

    Zuerst mal da hätte aber ein Ronald Reagan was zu sagen oder Dwight Eisenhower:

    https://www.youtube.com/watch?v=-HIp0SC2Gso

    https://www.youtube.com/watch?v=SwenOlpbvTA
    ———-
    Nun zu deinen Argumenten:
    Völlig gleichgültig was die Leute „meinen“ oder welchen Moden sie nachhängen, solange die Geldbeziehung,bzw. ein Geldsytem funktioniert funktioniert auch die protestantische Ethik. Sie ist überall in allem.(„kapitalistische Lebenswelt“).Sie überlagert die anthropologischen Sphären.“Wohlstand für alle“.(Ludwig Erhard)/Soziale Marktwirtschaf usw…

    In der Krise erwacht der Mohammedanismus und einstmals religionslose,-ferne Menschen „erwecken“,erleben eine Erweckung.Im Falle islamisch infizierter Kultur ist das der Mohammedanismus,als stärkste Kulturströmung angelegt im Kultursubstrat.Dies bedeutet die Tradition steuert wieder „direkt“.

    Das bedeutet ausserdem im islamischen Falle Sklavismus und Dschihadsystem.

    -Egon Flaig zeigt schön das das normale in der Geschichte der Sklavismus war.

    -Ostdeutschland wie die UdSSR zeigen schön den Unterschied zum Faschismus und vor allem Nationalsozialismus,dass die Linken niemals die Kraft des Mythos verstanden geschweige denn zur Anwendung brachten.Ein bewusstloses „irgendwie oder was“, zeigt nur das das Religiöse und diese Sphäre anthropologisch sind selbst noch als Mode oder Sport erscheinen. Solche Moden sind aber eben nur Oberfläche und werden im Falle der Erweckung weggerissen.Aber auch die Waren transportieren „religiöses“ und „mythisches“.

    -Deine Frage wie weit das Christliche im Kultursubstrat wirklich zersetzt und zerstört wurde,stellten sich gerade die Nazis und gingen daran die anthropologische Sphäre bewusst zu besetzen und einen neuen „falschen“ Mythos zu kreieren.

    Dann müsstest du ebenfalls dazu übergehen(irgendeine Art und Weise).Siehe Leo Strauss:

    https://www.youtube.com/watch?v=ag0Df9fQeYw

    Aber auch dann würdest du vor der Frage stehen: Wieviel christlich,wieviel antichristlich wieviel synkretistisch? und auf keinen Fall mohammedanisch-sklavistisch.

    -Ich würde die Realexistenz der religiös-mythischen Sphähre niemals bestreiten.Da könnte man nämlich nicht mehr handeln.

    -Communis und Sozialismen waren immer „rechts“ bügerlich,reaktionär,feudalistisch niemals links. Karl Marx hatte es in seinem Manifest beschrieben nur für seinen eine Ausnahme gemacht. Er wurde kräftig widerlegt.Die Krise produziert Faschismus,Nationalsozialismus und Neokonservatismus.(Stalinismus ist nix als Zersetzung der eigenen Kultur und blinde Massentötung irgendwelcher Menschen).

    ->Sozialismen die in irgendeiner Art Geld beibehalten sind bürgerlich und der protestantischen Ethik verpflichtet.
    ->Sozialismen die kein Geld mehr kennen müssen einen Feudalismus kreieren oder dorthin zurück.

  116. @ #135 Infedele Tommaso (23. Dez 2012 22:41)

    Hitler verstand sich als Herr einer „neuen Religion“, die ihm von der Allmacht, bzw. von der Vorsehung vermittelt worden war.

    Sein Gebrauch religiöser Sprache und sein Rückgriff auf in der Volksfrömmigkeit verwurzelte religiöse Vorstellungen zeigen, welcher Gefahr die Menschen ausgesetzt sind, wenn Religion zur politischen Ideologie wird.

    „Eine deutsche Kirche, ein deutsches Christentum ist Krampf. Man ist entweder Christ oder Deutscher. Beides kann man nicht sein.“

    (Hitler im Gespräch)

  117. [….] Das Problem ist nur das für viele von uns mit unserer empirisch gestalteten, rational-modernen Denkwelt das Prinzip einer unsichtbaren Gottheit schwer vereinbar ist. [….] Wenn es, empirisch gesehen, keinen Gott gibt, dann müssen wir uns halt einen erfinden, und so leben ALS OB es einen gäbe. [….]

    @ #49 ridgleylisp (23. Dez 2012 17:28)

    Woher kommen wir und wohin gehen wir?

    Gespräch von Zwillingen im Mutterleib:
    Gibt es ein Leben nach der Geburt?

    Im Bauch einer schwangeren Frau waren einmal Zwillinge: Ein Glaubender und ein Zweifler.
    Eines Tages ergab sich folgendes Gespräch:

    Zweifler: Glaubst du wirklich an ein Leben nach der Geburt?
    Glaubender: Ja natürlich Glaube ich an ein Leben nach der Geburt! Unser Leben ist hier doch nur eine Vorbereitung auf das Leben nach der Geburt.
    Zweifler: Blödsinn, so etwas gibt es nicht! Wie soll das denn aussehen, ein Leben nach der Geburt?
    Glaubender: Das weiß ich auch nicht genau, aber es wird sicher viel heller sein als hier, und wir werden herumlaufen und mit dem Mund essen.
    Zweifler: So ein Quatsch! Bist du jemals herumgelaufen? Und mit dem Mund essen, wer hat so etwas schon mal gesehen? Überlege doch mal, wozu du die Nabelschnur hast!
    Glaubender: Ich bin davon überzeugt, dass das alles irgendwie gehen wird. Es wird eben alles anders sein als hier, aber wir werden es trotzdem erleben.
    Zweifler: Jetzt hör mal her. Es ist noch nie jemand von “nach der Geburt” zurückgekehrt. Somit ist es erwiesen, dass das Leben nach der Geburt zu Ende ist. Und das Leben ist eine einzige Quälerei, hier auf engen Raum und dunkel und der Sinn des Lebens ist, an der Nabelschnur dran zu bleiben, das siehst du doch.
    Glaubender: Nein, ich bin überzeugt, dass wir nach der Geburt unsere Mutter wirklich sehen werden, das scheint mir viel sinnvoller zu sein.
    Zweifler: Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo soll die denn bitte sein?
    Glaubender: Na überall, um dich herum. Wir sind in ihr und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein.
    Zweifler: Ach hör doch auf! Mutter, ich will nichts mehr davon hören.
    Glaubender: Aber hör doch. Psst sei mal ganz ruhig! Manchmal, wenn wir ganz ruhig sind, dann kannst du sie singen hören, oder spüren, wenn sie unsere kleine Welt streichelt. Ich glaube wirklich, dass unser eigentliches Leben erst dann beginnt.

    http://www.jesusfamily-kreuzundquer.de/artikel/zwillinge/zwillinge.html

    [….] Das Problem ist nur das für viele von uns mit unserer empirisch gestalteten, rational-modernen Denkwelt (im Mutterleib) das Prinzip einer unsichtbaren MUTTER schwer vereinbar ist. [….] Wenn es, empirisch gesehen, keine MUTTER gibt, dann müssen wir uns halt eine erfinden, und so leben ALS OB es eine gäbe. [….]

    MfG

  118. #136 AtticusFinch

    Dem kann ich nur beipflichten. Mal schauen wie und wo die Gegenwehr hervorbricht, bzw. zum Erfolg kommt.Gerade die USA sind da nach wie vor ein exzellenter Kandidat:Radikalen Protestantismus. Wohingegen in Europa ein Synkretismus stärker wäre.

  119. Zumindest können sich alle atheistischen Menschen freuen, ich hab heute Abend vermutlich nen guten christlichen Menschen als Freund verloren. Ich war zu ehrlich und konnte nicht des lieben Friedens willen schweigen oder gar lügen.

    Es ist nicht leicht als Katholik in einer gottlosen Welt, die selbst Christen Wahr und Falsch diktiert, fern von Gott und Mensch, aufrecht trotzdem zu bleiben!

    Es ging aber nicht um Gott, sondern nur um Islam… 🙁 Wie ich diesen Islam verfluche, der mich von Bruder und Schwester trennt. Doch vielmehr verfluche ich die gottlosen Trenner unserer Gesellschaft und die gutmenschlichen Blinden meiner Gemeinschaft!

  120. #90 Wilhelmine (23. Dez 2012 18:52)

    “Die Ermordung” von Millionen Menschen wurde ideologisch dadurch vorbereitet, dass man in ihnen keine geliebten und gewollten Geschöpfe Gottes mehr sah!

    … sagte der Bischof zum Konquistador, bevor dieser das nächste Maya-Dorf auslöschte.

  121. #139 WahrerSozialDemokrat (23. Dez 2012 23:27)

    Zumindest können sich alle atheistischen Menschen freuen, ich hab heute Abend vermutlich nen guten christlichen Menschen als Freund verloren.

    Warum sollte sich darüber jemand freuen? Egal, welche Einstellung man hat.

    Freudenbekenntnisse würden in diesem Fall einen schlechten Charakter und keine falsche Weltanschauung offenbaren.

  122. #141 TheNormalbuerger

    Immerhin waren die „Nuevas Leyes“ die ersten Gesetze in der Geschichte,die es explizit verbaten die Menschen einer anderen Religion zu versklaven.Der Rest ist ein Mangel an Rechtsdurchsetzung.

  123. #134 Miles Christi (23. Dez 2012 22:22)

    Ich schließe mich Ihrer Meinung an, dass an die Stelle religiöser Traditionen und eines Glaubens nichts anderes als Ersatzreligionen mit entsprechenden Kulten gesetzt wurden.
    Faschismus (Nationalsozialismus) und Stalinismus (Kommunismus) waren politische Religionen. Die übergroße Mehrzahl ihrer Anhänger dachte und handelte in religiös-autoritären Strukturen. Beide Systeme besaßen heilige Bücher: Die Nazis „Mein Kampf“, die Stalinisten die Werke von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Beide Systeme besaßen Götter; manche von ihnen verfassten die heiligen Bücher. Faschistische Götter waren Hitler, Mussolini, Franco, der Ustascha-Führer Ante Paveli? (alle vier mit großer Unterstützung durch die katholische Kirche, bzw. bei Hitler auch insb. durch die evangelische Kirche) und der Tenno, der japanische Kaiser. Kommunistische Götter waren Stalin, Mao, Marx, Engels und Lenin. Beide Systeme besaßen Kirchenoberhäupter, so Hitler und Stalin. In beiden Systemen gab es ritualisierte Heiligenverehrung und Prozessionen in Form von Umzügen und Aufmärschen. In beiden Systemen wurden große Messen gefeiert, nämlich die Parteitage. Die Gläubigen wurden von einem Vatikan aus regiert, dem Führerhauptquartier bzw. dem Zentralkomitee. Ihre Verlautbarungen waren sakrosankt, unantastbar.

  124. Wenn man davon absieht, dass sich Gläubige aller Religionen häufig ziemlich viel „erlaubt“ haben (nicht nur brutale Verfolgung von Andersdenkenden, Hexenverbrennungen, sondern auch Missbrauch an Kindern etc.) um sich so einen Satz herauszunehmen, ist dieses Statement zum einen eine moralische wie auch intellektuelle Bankrotterklärung zum anderen ein verstecktes Bekenntnis zum Atheismus.

    Denn Dostojewski bekennt damit doch nichts anderes als: Ich habe eine solche Angst vor meiner eigenen dunklen Seite, dass ich mir einen imaginären Gott „schnitze“ und mich gar nicht weiter dafür interessiere und vor allem nicht interessieren darf, ob es diesen Gott wirklich gibt. D.h.: Wahrheitsfindung ist nicht erlaubt, weil wir sonst angeblich alle zu mordenden Raskolnikoffs würden! Und wenn man dann aus ebenjenem Grund allgemein den Glauben an jenen imaginären Gott über das Denken und das Wissen stellt und Zweifeln und selbstständiges Denken also als „Sünde“, dann muss natürlich der Zweck die Mittel heiligen und Zweifler müssen verfolgt werden. Denn schließlich sorgt ja angeblich nur der Glaube, sprich die Angst vor Gott, vor dem Hölle und die Hoffnung auf das Himmelreich für die Tugend der Menschen, wie die Geschichte bewiesen hat.

  125. #138 Wilhelmine

    Ja und das ist ein ganz wichtiger Unterschied zum Stalinismus,der,wie alle Linken das nie verstanden hat.(was so oder so ihr Ende gewesen wäre und auch immer ihr Ende sein wird).

  126. #81 Herakleios (23. Dez 2012 18:24)

    @4 Natürlich gibt es im Buddhismus einen Gott, bzw. ein Göttliches Wesen!

    Nein, gibt es nicht. Buddha ist nur ein Mensch, der gemäß buddhistischer Lehre nach seinem Tod nicht mehr wiedergeboren wird. Das ist alles.

  127. #145 Infedele Tommaso

    Nicht umsonst hat im Iran,während der iranischen Revolution der Mohammedanismus die Oberhand gewonnen und nicht die „säkularen“ Linken(Liberalen,Sozialdemokraten,Stalinisten usw.).

    „Moden“ und irgendwelche oberflächlichen Linken Programme begreifen eben nicht diesen Mythos/die religiöse Sphäre und werden dann auch völlig überrumpelt sobald das „Programm der Korruption“ nicht mehr läuft.

    Zwar gibt es ritualisierte Aufmärsche,in der UdSSR keinesfalls als bewusster Kult gestiftet,geschweige denn als Religion,wie dies bei den Nazis der Fall war.

    Ganz im Gegenteil, der Kommunismus,marxscher Tradition und auch der ganze ML glaubte an die Wissenschaft.

    https://www.youtube.com/watch?v=mHc4v8R1wX0

    Jedes Parteiprogramm und jedes Produkt transportiert Religiöses,das gilt auch hier und heute im Westen. Gerade der „Westen“ das Land of the Free usw. Jeder Kinofilm ist eine Ersatzreligion aber dies tangiert keinesfalls das darunterliegende Kultursubstrat,bzw.die mythisch-religiöse Sphäre,verweist aber auf diese.

    https://www.youtube.com/watch?v=Udpe2zXyNSc

  128. #145 Infedele Tommaso

    Die linke Kulturzersetzung führte direkt in die Übernahme weiter Landstriche Russlands/Osteuropas und auf dem Balkan durch organisierte Kriminalität und Mohammedanismus.

  129. Es gibt auch noch Empatie, die einem nicht erlaubt einem anderen weh zu tun.

    Viele gehen hier davon aus, dass Menschen an sich böse sind.

    Dagegen spricht nur eins: böse Menschen haben in aller Regel sehr viele schlimme Erfahrungen gemacht.

    Kann man dann im Umkehrschluss sagen, dass alle Christen vorbildliche Menschen sind?

  130. #140 Paulchen

    Der Mensch ist gemäß diesem „Mutterleibsgleichnis“ (das natürlich Platons Höhlengleichnis nachempfunden ist) also gewissermaßen ein „Embryo“, Gott ist der „Mutterleib“ und der Tod ist das „Heraustreten“ des Menschen aus diesem Mutterleib?

    Interessante Überlegung, nur: Hält die Mutter über ihre neugeborenen Kinder unmittelbar nach deren Geburt „Gericht“, verteilt sie sie auf Himmel und Hölle, je nachdem, ob sie im Mutterleib „gläubig“ waren oder nicht?

  131. #152 Waterlilly (24. Dez 2012 00:38)

    Viele gehen hier davon aus, dass Menschen an sich böse sind.

    Der Mensch ist weder gut noch böse!!!

    Der Mensch ist Mensch!

    Hört sich irgendwie wie ein billiger Schlager an???

    Aber egal.

    Ich könnt jetzt viel über Epigenetik, viel entscheidender als Genetik (zumindest für Menschen) erzählen, aber auch egal…

    Wir Menschen leben doch nicht jeder für sich und das ist eben nicht egal!

    Lassen wir mal Gesellschaft, Gemeinschaft, Ideologie, Religion, Staat, ja, sogar Familie außen vor!

    Was bleibt???

    Vater – Mutter – Kind

    Kann man drehen und wenden wie man will! Und darauf basiert Familie und darauf basiert…

    Wahre Autonomie ist Familie!

    ja, ok, alternativ Einsamkeit…

  132. Und es ist übrigens sinnlos mit Menschen über Gott zu reden, die noch nichtmal bei ner kostenlosen Einladung zuhören wollen!

    Mehr als Einladen geht eh nicht.

    Das mit dem Verbieten ist Atheisten-Sache und mit dem Töten halt Moslem-Sache…

    Ich kann mich ja irren… glaub ich aber nicht.

    Aber auch ich, muss der frohen Botschaft wohl mehr Gehör in mir verleihen!

  133. #13 runningduck (23. Dez 2012 16:30)

    Warum schreiben Sie in Ihrem Beitrag alles klein? Macht man das neuerdings so, oder haben Sie keine Shift-Taste? Oder wissen Sie nicht, was man groß schreibt? Tzzz….

  134. #149 Thomas_Paine (23. Dez 2012 23:58)
    #81 Herakleios (23. Dez 2012 18:24)

    @4 Natürlich gibt es im Buddhismus einen Gott, bzw. ein Göttliches Wesen!

    Nein, gibt es nicht. Buddha ist nur ein Mensch, der gemäß buddhistischer Lehre nach seinem Tod nicht mehr wiedergeboren wird. Das ist alles.

    Dafür gibt es jede Menge „Geister“ die verehrt und besänftig und gefüttert werden müssen, z.B. „Fest der hungrigen Geister“ in Singapore, oder die Shinto-Shrine in Japan mit allem möglichen heiligen Viehzeug. Diese Geister spielen die Rolle, die bei uns die alten Götter hatten (Bacchus wird immer noch heftig verehrt z.B. auf dem Oktoberfest, Eros, Venus und auch Hermes sind zur Zeit wieder ganz gut im Geschäft), im Katholizismus sind es die Heiligen die auch ihren Teil abhaben wollen, und die mächtig genug sind, Tausende zu langen Wanderungen zu motivieren ((Jakob). Es stellt sich die Henne/Ei Frage – was war zuerst da Gott oder Mensch. B-IV hat aus dem theologischen Nähkästchen geplaudert: „Gott ist mitfühlende Liebe (Caritas) und Gott ist Ratio“
    Man könnte auch sagen die Menschen, besonders die Griechen und Juden, haben erkannt, dass es eine „Macht“ gibt, die das Handeln der Menschen bestimmen und in richtige Bahnen lenken kann: die VERNUNFT. Und diese Vernunft haben sie dann Gott genannt, damit auch der intellektuell Minderbegabte etwas zum anbeten hat.

  135. “Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.”

    Ist völliger Quatsch.

    Tiere und Atheisten glauben nicht an Gott und erlauben sich auch nicht alles.

    Das meiste Blutvergiessen und die meisten Kriege hat es wegen Götter gegeben. Und im Moment nehmen sich die, die am meisten an ihren Gott glauben, auch das meiste raus.

  136. Der Satz klingt nett, oft gehört, aber anders: Widerspruch ist nicht erforderlich. Sondern diese Behauptung muß begründet werden.

    Könntest Du die Begründung noch nachliefern?

  137. Mit Gott scheint ja auch alles erlaubt zu sein. Um seine Schöpfung kümmert sich Gott jedenfalls nicht. Einem Menschen würde man Kindeswohlgefährdung und Vernachlässigung der Aufsichtspflicht vorwerfen.

  138. @ 159 bush:
    Zur Begründung dieses Satzes solltest Du Dostojewski lesen „Die Brüder Karamasow“.
    Dostojewski hat sich nicht nur intellektuell, sondern auch existentiell damit auseinandergesetzt.

    Falls die mehr als 500 Seiten zu umfangreich sind, hier einige kürzere und neuere Schriften von Günter Rohrmoser:
    „Wer interpretiert die Geschichte? –
    Die Herausforderung der Wertedebatte“

    „Die Zerstörung der Sittlichkeit –
    Werteverfall und Kulturkrise“

    „Dostojewski – Die Antwort der
    christlichen Kultur auf den Nihilismus“

    „Diktatur des Relativismus“

  139. #160 Verstandbenutzer

    Mit dem Verstand werdet Ihr Gott nicht begreifen, nur mit dem Herzen.

    Und immer wenn es scheiße läuft, weil der Mensch seine Freiheiten missbraucht, aoll Gott dann schuld sein.
    Benutzt man seinen Verstand, kann man Gott dafür schon nicht verantwortlich machen. Und nur weil unser Ameisenhirn die Hintergründe der Zulassungen nicht begreift, wäre es zu einfach von „Vernachlässigung der Aufsichtspflicht“ zu sprechen.

  140. Die Natur hat die Mutterliebe mitgebracht, Empathie ist ein Naturgesetz, demnach braucht man keine Göttlichen Gebote.
    Schlussfolgerung rational=wahr.

    Die Christen haben sich nicht an die Gebote ihres Glaubens gehalten, also ist Gott nichts als eine unnötige Wunschvorstellung.
    Schlussfolgerung rational=wahr.

    Atheisten konnten bisher auch ohne Gott gut leben, reine Ethik reicht vollkommen aus- woher diese stammt ist ja auch nun wieder egal.
    Schlussfolgerung rational=wahr.

    Es kann keinen Gott geben, der Kinder sterben und Kriege zulässt.
    Schlussfolgerung rational=wahr.

    Diese und mehr Schlussfolgerungen durchziehen diesen Thread mehr oder weniger, teils mit recht rationalen „Beweisen“ vorgebracht. Unser Ratio ist nicht mal ein Furz gegenüber der Rationalität Gottes.

    Ich kann euch sagen, was mich überzeugt hat von der Existenz des christlich-jüdischen Gottes: DER ISLAM

  141. “Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.”

    Anders gesagt, es ist dann das Recht des Stärkeren immer Richtig und jede Unterdrückung ist Richtig denn es gibt keine Instanz die ein unrecht definiert.
    recht ist ohne Gott immer das recht des Stärkeren ob des einzelnen oder des Kollektives.
    Die Menschen können sich allerdings auf ein Recht und Gesetzt einigen aber auch dieses ist Willkür des Stärkeren.

  142. Lieber (#153) Thomas_Paine (24. Dez 2012 00:49),

    dieses “Mutterleibsgleichnis”, sollte daran erinnern, daß wir Menschen von uns aus nicht alles wissen, vorallem nicht wissen, wohin wir gehen. Das Leben ist mehr als man es mit bloßen Augen erkennen kann. Es soll dazu anregen über den menschlichen „Horizont“ zu schauen und auf bewährte Aussagen zu schauen wie es (#13) runningduck (23. Dez 2012 16:30) beschrieben hat. Die Juden sind der Beweis (Zeugen des biblischen) Gottes.

    Ich wünsche eine gesegnete Weihnachtszeit

  143. Wie kommt es denn dann, dass Atheismus der Gesellschaft und die Kriminalitätsrate, insbesondere Schwerverbrechen, korrellieren?
    Soll heißen, je atheistischer eine Gesellschaft ist, desto weniger schwerkriminell ist sie, nachweislich.
    Wie kann das denn sein?
    Regeln, die das Zusammenleben von Menschen regeln, werden von Menschen gemacht, ist doch logisch. Und daran sollte sich auch nichts ändern.
    Wenn es keinen Gott gibt heißt das, dass einem nicht ALLES vergeben werden kann, wenn man nur glaubt.

  144. #94 unermuedlich (23. Dez 2012 19:15)

    3. Die Keuner-Gechichte von Brecht gefällt mir:

    Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte: “Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde.
    Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallen lassen.
    Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden:
    Du brauchst einen Gott.”

    Diese Geschichte bringt die Sache auf den Punkt.

  145. @ (#168) Nelson (24. Dez 2012 18:03)

    Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Johannes 14:6)

    Diese Aussage bedeutet sogar, daß jeder Mensch, egal wie er/sie sich verhalten, denn Sohn Gottes (Jesus Christus) braucht, wenn er/sie zum Gott, dem Vater, kommen wollen.

    Gottes Segen und eine gesegnete Weihnachtszeit wünsche ich.

  146. #166 Paulchen (24. Dez 2012 15:36)

    Lieber (#153) Thomas_Paine (24. Dez 2012 00:49),

    dieses “Mutterleibsgleichnis”, sollte daran erinnern, daß wir Menschen von uns aus nicht alles wissen, vorallem nicht wissen, wohin wir gehen. Das Leben ist mehr als man es mit bloßen Augen erkennen kann. Es soll dazu anregen über den menschlichen „Horizont“ zu schauen und auf bewährte Aussagen zu schauen wie es (#13) runningduck (23. Dez 2012 16:30) beschrieben hat. Die Juden sind der Beweis (Zeugen des biblischen) Gottes.

    Aber das ist doch gerade der Unterschied: Die Religiösen jeder Konfession behaupten doch, es stünde fest, was nach dem Tod kommt. Früher glaubten die Germanen an Walhalla, die Griechen an den Hades, die Römer an den Orcus usw. Dann kamen Christentum und Islam mit ihren jeweiligen Vorstellungen von Paradies und Hölle, die den Menschen als (angebliche) Tatsache verkauft wurden. Beweisbar oder widerlegbar ist aber weder Walhalla noch das christliche oder islamische Paradies (bzw. die entsprechende Hölle).

    Denn: wirklich wissen kann man es nicht, und insofern hat das eine ungeborene Kind doch völlig recht, wenn es seinem Zwillingsbruder seinen Agnostizismus bezüglich dessen erläutert, was nach der Geburt wohl kommen mag.

    Man kann darüber spekulieren, wissen kann man es nicht.

    Ich wünsche eine gesegnete Weihnachtszeit

    ,

    Ebenso.

  147. Außerdem müsste man mal die Frage stellen:

    Warum sind denn manche Dinge überhaupt erlaubt oder verboten?

    Sind sie nur deshalb erlaubt oder verboten, weil Gott sie erlaubt oder verbietet, oder sind sie an sich erlaubt oder verboten, selbst dann, wenn Gott sie erlauben oder verbieten würde?

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