Es ist gut, dass die verbrecherischen Benesch-Dekrete mal wieder thematisiert werden. Der tschechische Präsidentschaftskandidat Karel Schwarzenberg hat die Vertreibung der Sudetendeutschen und die Dekrete des damaligen Präsidenten Benesch als „schwere Verletzung der Menschenrechte“ verurteilt und gesagt, Benesch käme heutzutage nach Den Haag. Schwarzenberg will wie gesagt tschechischer Präsident werden.

Links dazu:

» FAZ: Benesch nach Den Haag!
» WELT: Antideutsche Töne im Prager Wahlkampf!
» Klaus kritisiert Schwarzenberg!
» FAZ: Erika Steinbach gewinnt Kampfabstimmung!

Während für Edvard Benesch (Beneš) bis 1989 kein Denkmal errichtet wurde, sind heute zahlreiche Straßen, Brücken und Plätze nach dem Verbrecher benannt. Die EU wie sie leibt und lebt!

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89 KOMMENTARE

  1. Während für Edvard Benesch (Beneš) bis 1989 kein Denkmal errichtet wurde, sind heute zahlreiche Straßen, Brücken und Plätze nach dem Verbrecher benannt. Die EU wie sie leibt und lebt!

    Nicht nur die EU. In Deutschland ist es auch unser Regime.

    Wie zwar das OLG Koblenz in Sachen Mannheimer ./. ZDF richtig feststellete,

    … “Diese Behauptung ist allerdings unwahr, da das Verfahren gegen den Antragsteller noch läuft und daher insoweit die Unschuldsvermutung gilt.”

    gilt die Unschuldsvermutung, jedoch nicht immer, wie wir an den Namen der ermordeten Türken in Deutschland durch die kurdische Mafi.. ääh „NSU“ erkennen können…
    Die EU misst, wie die CDU/SPD/FDP/Grüne(Linke mit zweierlei Maß. Die DDR erlebt ihre Reinkarnation. Zuviele der SED-Kader sind in unserer „Demokratie“ in Amt und Würden.

  2. Tja, das war´s denn wohl mit dem Job als Präsident. Auf Benesch lassen die Tschechen nichts kommen, der ist ein Heiliger da.

  3. OT

    http://www.mopo.de/politik—wirtschaft/bei-rede-in-bulgarien-mann-greift-tuerken-chef-dogan-mit-pistole-an,5066858,21504330.html

    In Bulgarien ist ein Anschlag auf den Chef der Türkenpartei, Ahmed Dogan, vereitelt worden.

    „Die Türkenpartei DPS erklärte nach dem Vorfall, sie wisse nicht, wer der „Auftraggeber“ sei. Doch dies sei „die Sprache des Hasses, der Konfrontation und der Aggression gegen die DPS in Bulgariens Gesellschaft“,“

    Wieso gibt es überhaupt eine Türkenpartei in Bulgarien?!

  4. Die Tschechen legitimieren die ethnische Säuberung des Sudetenlandes mit 2 bis 3 Millionen vertriebenen Deutschen, davon wuden 250 000 Wehrlose, oft Frauen und Kinder, umgebracht noch heute.
    Im Gegensatz zu den Ungarn, die sich für die Vertreibung der Ungardeutschen entschuldigt haben!!

    „Aus der BENESCH – Rede vom 3.6.1945

    Edward BENESCH, 1945 selbsternannter Staatspräsident der CSR, sagte in einer Versammlung in TABOR, am 3. Juni 1945:
    „Ich erteile allen NARODNY VYBOR strengen Befehl, unseren Leuten im Grenzgebiet Platz zu verschaffen.
    Werft die Deutschen aus ihren Wohnungen und macht den unsrigen Platz!
    Alle Deutschen müssen verschwinden!
    Was wir im Jahre 1918 schon durchführen wollten, erledigen wir jetzt!
    Damals schon wollten wir alle Deutschen abschieben. Deutschland war aber noch nicht vernichtet und England hielt uns die Hände, jetzt aber muss alles erledigt werden!
    Kein deutscher Bauer darf auch nur einen Quadratmeter Boden unter seinen Füssen haben, kein deutscher Gewerbetreibender oder Geschäftsmann darf sein Unternehmen weiterführen!
    Wir wollten das auf eine etwas feinere Weise zur Durchführung bringen, aber da kam uns das Jahr 1938 dazwischen. All dessen muss sich jeder NARODNY VYBOR bewusst sein und rasch handeln!
    Der Öffentlichkeit muss ich noch bei den „Drei Grossen“ die Bewiligung einholen, aber das ändert nichts mehr, denn es ist schon alles beschlossen.“

    http://www.wallstein-sudetenland.de/benesch.htm

  5. … und gesagt, Benesch käme heutzutage nach Den Haag.

    Diese Einschätzung halte ich für falsch. Benesch käme heute nicht nach Den Haag. Es ging doch gegen Deutschland. Schaut doch mal, wie die Stimmung in der EU gegen Deutschland ist, z. B. in Griechenland. Eher bekäme Benesch heute den Friedensnobelpreis.

  6. Danke fuer den Artikel. Es liegt noch ein ganzes Stueck Aufarbeitung vor uns. Wenn ich kewil richtig verstanden habe,mit diesem Artikel,geht es nicht darum alte Konflikte aufzuschueren,sondern um ein Stueck Aufarbeitung,das Dringend benoetigt wird,weil
    solange nicht aufgearbeitet wurde, kann Hass erst recht immer wieder hervorbrechen und man kann sogar Hass in Wahlkaempfen schueren. Das ist bitter,aber eventuell von diversen Machthabern auch so gewollt-ja kein Zusammenhalt… Es liegt noch soviel im Dunkel und wird verdeckt, aber Niemals geloescht. Loeschen vermag nur ein sich Alles anschauen,von Allen Seiten auch von allen Seiten der Konfliktparteien und es ehrlich (nicht gutmenschlich heuchlerisch) aufarbeiten und Loesungswege zusammen finden. Das ist nur meine Meinung-ich kann auch falsch liegen . Das aber Vieles nicht einfach mit der Zeit verschwindet ,oder sich aufloest,erkennt man ja jetzt gerade mit diesem Schueren von Deutschenhass im Wahlkampf und warum wird da geschuert..wer hat mehr Intresse an einem Konflikt ,als an einem sich Loesen des Konfliktes,der halt doch noch da ist?!

  7. Noch eine Ergänzung, die Polen, Tschechen, Ungarn, Österreicher, Russen,Slowaken werden in naher Zukunft unsere Verbündeten im Kampf gegen die Islamisierung Europas sein.

    Bei den Nordländern, Dänemark, Schweden usw. bin ich mir da nicht so sicher

  8. @ #4 Logiker (19. Jan 2013 21:51)
    Wieso gibt es überhaupt eine Türkenpartei in Bulgarien?!
    Das sind indigene Türken, genauso gibt es in Rumänien einige Ungarnparteien, die sich untereinander spinnefeind sind, die man aber imVerdacht hat, von Budapest aus gesteuert zu werden. Sie peilen mehr oder weniger radikal, die Autonomie, bzw vollständige Unabhängigkeit (Nach dem Modell Kosovo) eines Teils Siebenbürgens an.deshalb weigert sich das rumänische Regime, Kosovo als unabhängigen Staat anzuerkennen. Das würde den radikalen Ungarn Rückenwind in ihren Bestrebugen geben.

  9. #4 Logiker (19. Jan 2013 21:51)

    Wieso gibt es überhaupt eine Türkenpartei in Bulgarien?!

    Weil die Türken Bulgarien als rechtmäßigen Teil des Großosmanischen Reichs betrachten:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rumelien

    „Dem Islam weniger verbundene Balkan-Türken assimilierten sich gleichzeitig an die Mehrheitsbevölkerung, so dass der türkische Bevölkerungsanteil in den Balkanstaaten überall zurückgeht“, schreibt aufschlußreich die linke Schwindelpedia.

    Den Tatbestand, daß ein Türke seinem Landsmann an die Wäsche will, würde ich nicht weiter beachten (interessiert mich persönl. jdf. nicht die Bohne). Ihre „Methoden“ Konflikte auszutragen sind uns ja bekannt…

  10. Hört doch auf ständig in der Vergangenheit zu wühlen. Historisch betrachtet, waren die Sudeten Deutsche – auch tschechische Staatsbürger bevor Hitler dort einmarschiert.

    Vielen Sudetentdeutsche waren mit tschechischen Fraue verheiratet und umgekehrt genauso.

    Es gab viele Freundschaften zwischen Tschechen und Deutschen dort.

    Hitler und seine stinkenden Nazis haben das dort alles zerstört, sie alle sind schuld das damals die Sudeten Deutschen nach dem Ende der NS Zeit dort vertrieben und getötet wurden.

    Sie allein waren es die Deutsche gegen Tschechen aufgehetzt haben!

    Man sollte bei der Wahrheit bleiben und auch festhalten das etliche Sudetendeutsche schwere Sabotage Akten an der tschechischen Regierung mit Bombenanschlägen etc. getan haben, das hat natürlich auch den Hass der Tschechen gegen die Sudeten Deutschen aufgestachelt.

    Aber jetzt im 21 Jhdt immer noch so zu tun, als wären nur die Tschechen alleine an dem ganzen Szenario Schuld ist schlichtweg falsch!

    Europa hat einen gemeinsamen Feind, und das ist der Islam!

    Stehen wir gemeinsam und lassen wir die Vergangenheit ruhen endlich!

    Ich habe in meinem Leben einige Tschechen kennengelernt, das waren alles klasse Menschen, die alle gesagt haben, das es Zeit wird das diese scheusslichen Benesch Dekrete endlich aufgehoben werden.

  11. #4 Logiker (19. Jan 2013 21:51)

    Lächerliche Aktion, entweder man pustet den Typen um oder man lässt es.
    Aber sich da mit ner Gaspistole da auf die Bühne zu treten und da rumzurangeln. Was für ne Deppen Aktion…..

  12. „Die verbrecherischen Benesch-Dekrete“

    Es waren primär nicht irgendwelche Benesch-Dekrete, sondern es war eine Entscheidung der Alliierten auf der Potsdamer Konferenz in August 1945:

    „XIII.
    Ordnungsmäßige Überführung deutscher Bevölkerungsteile
    Die Konferenz erzielte folgendes Abkommen über die Ausweisung Deutscher aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn:
    Die drei Regierungen haben die Frage unter allen Gesichtspunkten beraten und erkennen an, daß die Überführung der deutschen Bevölkerung oder Bestandteile derselben, die in Polen, Tschechoslowakei und Ungarn zurückgeblieben sind, nach Deutschland durchgeführt werden muß. Sie stimmen darin überein, daß jede derartige Überführung, die stattfinden wird, in ordnungsgemäßer und humaner Weise erfolgen soll. Da der Zustrom einer großen Zahl Deutscher nach Deutschland die Lasten vergrößern würde, die bereits auf den Besatzungsbehörden ruhen, halten sie es für wünschenswert, daß der alliierte Kontrollrat in Deutschland zunächst das Problem unter besonderer Berücksichtigung der Frage einer gerechten Verteilung dieser Deutschen auf die einzelnen Besatzungszonen prüfen soll. Sie beauftragen demgemäß ihre jeweiligen Vertreter beim Kontrollrat, ihren Regierungen so bald wie möglich über den Umfang zu berichten, in dem derartige Personen schon aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn nach Deutschland gekommen sind, und eine Schätzung über Zeitpunkt und Ausmaß vorzulegen, zu dem die weiteren Überführungen durchgeführt werden könnten, wobei die gegenwärtige Lage in Deutschland zu berücksichtigen ist. Die tschechoslowakische Regierung, die Polnische Provisorische Regierung und der Alliierte Kontrollrat in Ungarn werden gleichzeitig von obigem in Kenntnis gesetzt und ersucht werden, inzwischen weitere Ausweisung gen der deutschen Bevölkerung einzustellen, bis die betroffenen Regierungen die Berichte ihrer Vertreter an den Kontrollausschuß geprüft haben.

  13. Haben die Tschechen Deutschland überfallen, oder war es umgekehrt? Haben die Deutschen die Ortschaft Lidice der Erde gleich gemacht und die Einwohner getötet? Ja – aber die bösen Tschechen haben den Reinhard Heidrich umgebracht.
    Da hat auch oben jemand geschrieben: ICH KAUFE NICHTS VON TSCHECHEN, WEI ES EIN AROGANTES VOLK IST.
    Ist es nicht idiotisch, 67 Jahre nach dem Krieg, hier bei PI eine solche Diskussion zu führen? Ich denke JA.

  14. Während für Edvard Benesch (Beneš) bis 1989 kein Denkmal errichtet wurde, sind heute zahlreiche Straßen, Brücken und Plätze nach dem Verbrecher benannt. Die EU wie sie leibt und lebt!

    Was genau hat das jetzt mit der EU zu tun?

  15. Kein Unrecht wiegt ein anderes Unrecht auf. Getöteter Zivilist, ob Jude, Ukrainer, Chinese, Kambodschaner, Deutscher, Tutsi oder … ist getöteter Mensch. Mord bleibt Mord. Unrecht bleibt Unrecht.

  16. Ich finde es gut, dass Schwarzenberg in Tschechien dieses Thema nun rational und nicht emotional-chauvinistisch thematisiert. Das wird die tschechische Gesellschaft weiterbringen. Es geht insoweit überhaupt nicht darum, sich zur Durchsetzung revisionistischer Ansprüche von deutscher Seite hier anzudocken; Onkel kewil sieht das schon richtig.

  17. #17 AtticusFinch (19. Jan 2013 23:23):
    Unrecht bleibt Unrecht.

    Rechtlich gesehen war das wohl kein Unrecht.

  18. Die Wortwahl von Kewil im obigen Artikel ist alles andere, denn hilfreich.

    Beneš als Verbrecher zu bezeichnen, reißt alte Gräben zwischen Tschechen und Deutschen wieder auf, die wir besser zugeschüttet lassen sollten.

    Die Vertreibung der Deutschen hatte eine Vorgeschichte, die den Politiker Beneš, gestorben 1948, prägte. Wollen wir heute wirklich wieder alte Wunden lecken, die bis zum WK1 zurückreichen? Sollen wir Henlein und Heydrich wieder ausgraben oder Lidice?

    Wir sollten eine solche Diskussion -angesichts der Misere, in der wir stecken – bleibenlassen.
    Das Feindbild Tschechen wirkt nicht mehr. Polemische Attacken gegen die Tschechen oder Beneš führen auf Friedhöfe. Und diese Friedhöfe haben nicht nur eine tschechische, sondern auch eine deutsche Geschichte.

    Ich fürchte, dass Schwarzenberg mit dieser unbedachten Beneš-Kriminalisierung seine Wahl zum Präsidenten verspielt hat. Hoffentlich irre ich mich.

  19. #1 50Pf – Blog Deutscher Länder

    Das Thema schürt nur sinnlosen Hass, der seit 65 Jahren keine Auswirkungen mehr hat. Wer nach Tschechien auswandern will kann das tun!
    ———————
    Wenn fast 70 jahre nach kriegsende hass geschürt wird, dann niemals durch die wahrheit. Der hass wird jeden tag geschürt durch die selbstbezichtigungen, das hamsterrad des knopp, durch hollywood, usw.

    Dass die vertreibung ein verbrechen war, ist unbestreitbar. Es ist schon widerlich, dass man das überhaupt sagen muss.
    Besonders, weil diese verbrechen nicht nur verharmlost, sondern gebilligt werden, sogar bejubelt „der krieg kehrte zurück“.

    Wenn frauen und kinder hingemetzelt werden, weil ihr staat krieg geführt hat, dann müsste manches volk schon aus rache ausgerottet sein.

    Das einzigartige ist an diesen verbrechen, dass durch kriege zwar immer grenzen verschoben wurden, aber die menschen blieben. Sie kamen unter eine andere herrschaft.

    Besonders unfassbar ist, dass ausgerechnet die besseren viel schlimmer waren.

  20. #14 Maverick 1

    Es waren primär nicht irgendwelche Benesch-Dekrete, sondern es war eine Entscheidung der Alliierten auf der Potsdamer Konferenz in August 1945:
    ————————-
    Kleiner hinweis:

    Die verbrechen waren schon lange im gange, lange bevor die potsdamer konferenz begann!

    Der brünner todesmarsch, die morde von postelberg, aussig usw. usw.

    Auch wenn es schwerfällt, ein wenig sollte man schon über die zeit wissen, über die man sich äusstert.

  21. Der tschechische Präsidentschaftskandidat Karel Schwarzenberg hat die Vertreibung der Sudetendeutschen und die Dekrete des damaligen Präsidenten Benesch als „schwere Verletzung der Menschenrechte“ verurteilt

    Natürlich hat Schwarzenberg recht! Er ist ein feiner und gebildeter Mann. Ich hoffe nur, dass er sich durch diese „unpopuläre“ Aussage seine Wahl nicht kaputtgeredet hat…….

  22. Ist schon interessant… Kewil klopft mit seinen Beiträgen auf den Busch und man kann schön sehen, was und wer da so alles auffliegt.

    Deutschland ist schon lange abgeschafft und der klägliche Rest von Deutschen, die sich um dieses Land sorgen, verdampft auf dem heißen Sand der Ignoranz, geistigen Trägheit und des anerzogenen pawlowschen Reflexes der da heißt: Deutsche sind alle Nazis.
    Der so in Selbstgeißelung geübte Mollusk namens „Deutscher“ gefällt sich in der andauernden öffentlichen Darstellung immer neuer Kriechergesten. Eine Güllegrube verursacht weniger Brechreiz als diese Schauspiele.

    Da bleibt nur noch in Abwandlung von Eugen Roths Spruch zu sagen: …, jäh bin ich zum Verzicht bereit, auf jede Art Unsterblichkeit.

    Jeder einzelne „loco Méxicano“ hat mehr „cojones“ als die Mehrzahl der „Menschen in diesem Lande“.

  23. #22 vokabelsender (20. Jan 2013 00:01):
    „Kleiner hinweis: Die verbrechen waren schon lange im gange, lange bevor die potsdamer konferenz begann!“

    Danke, auch kleiner Hinweis von mir: weder die Polen, noch die Tschechen noch die Ungarn hätten selbst etwas machen können, weil sie alle unter der Sowjetischen Besatzung standen, die die Deutsche abgelöst hat. Ohne die Russen hätte nichts passieren können. Ich bezweifle, allerdings, dass die Russen es für nötig hielten. Also sollten Sie gewisse Informationen überprüfen.

    Oder legen Sie sich gleich mit den Russen an.

  24. #1 50Pf – Blog Deutscher Länder (19. Jan 2013 21:36)

    Guten Morgen,

    [ ] Sie haben Vorfahren die aus Böhmen stammten.
    [ ] Sie haben sich mit der böhmischen Geschichte, insbesondere der nach 1918 befaßt.
    [ ] Angehörige von Ihnen saßen im tschechischen KZ, weil sie Deutsche waren (ja, auch Kinder und Alte).
    [x] Benesch war ein Verbrecher und Massenmörder.

  25. # 1 50 Pfennig

    Warum wollen Sie all die Verbrechen NACH dem Krieg an 3 Millionen Deutschen unter den Teppich kehren ?
    Sind diese Menschen nicht erwähnenswert ?

    Meine Familie und ich(sowieso) sind nicht vertrieben, nicht Nazi und nicht Mitläufer gewesen.

    Opa war als Gewerkschaftsfunktionär für 3 Wochen inhaftiert, Vati kam mit einem zerschossenen Fussgelenk aus Afrika zurück und keiner der beiden fand Hitler jemals toll.

    Im Gegenteil: wir Nachkommen wurden belehrt und uns wurde gelehrt, dass Hitler und Stalin das Schlimmste sein konnten, welches auf Erden geschieht.
    Aber nun sei es ja vorbei ….

    Opa und Vati haben damals nicht im Traum daran gedacht, dass jemals eine Regierung es wagen könnte, uns den Moslems zum Fraß vorzuwerfen –
    aber nun ist es so.

    Weder Opa noch Vati leben heute, ich bin stolz auf die beiden.

    Und sie haben mir klar beigebracht, dass man aus der Erziehungsmentalität sich durchaus entfernen darf, wenn man es für gut hält und dafür halte ich diese Zeit für angebracht.

    Und ich denke, dass Millionen NICHT zur Wahl gehen, weil sie den Opa und den Vati nie hatten.

  26. Da gibt’s garnichts zu bemängeln, die Tschechen müssen den Verbrecher Benesch als solchen symbolisch „veruteilen“, dann kann es auch wirkliche Versöhnung geben. Nicht so ein verlogenes, einseitiges Duckmäusern von Deutschland dem Ausland gegenüber wie mit den Polen, Tschechen, etc. derzeit. Immer nur zahlen, entschuldigen, und denen noch dankbar dafür sein, dass sie Landesteile annektiert haben und restlos ethnisch gesäubert durch Genozid und Vertreibung.

    Ungarn macht es vor. Tschechien muss seine Geschchte endlich „aufarbeiten“, wie man so schön sagt.

    Schwarzenberg als Deutsch-Österreicher-Tscheche kann da sehr viel bewirken. Sollte er gewählt werden und die Tschechen endlich ihre Verbrechen eingestehen, dann gibt es (endlich) wirkliche und ehrliche Versöhnung. Und nicht verlogene, einseitige Cannossagänge à la Brandt, Genscher und wie sie alle heißen die Flachpfeifen.

    Und als nächstes sind dann die Franzen dran zum 200. Jubiläum der Völkerschlacht, dass sie endlich aufhören, den Sieg 1918 mit Säbelrassel-Paraden zu begehen, und sich auch zu ihrer Geschichte der Raubzüge und Kriegstreibereien und Eroberungen jahrhundertelang gen Deutschland zu bekennen. Dann sind wir quit und dann kann man sich auch auf Augenhöhe Respekt zollen und von Freundschaft reden. Alles andere, so wie es derzeit einseitig von unseren Erfüllungspolitikern betrieben wird, ist nur Fassade und keine echte Aussöhnung.

  27. Ich bin da kein Experte. Aber eins ist klar:

    Der Wahrheit dienlich ist nur die Wahrheit!

    Und da braucht auch nichts beschönigt oder verharmlost zu werden. Nichts erklärt oder verschwiegen, noch entsprechend des Wohlgefälligen oder Vermeidenden angepasst zu werden.

    Wahrheit ist Wahrheit. Egal ob diese gefällt oder nicht! Und begründet werden muss diese auch nicht, erklären müssen sich immer nur die Unwahren!

    Doch zur Wahrheitsfindung gehört Schonungslosigkeit und Tabulosigkeit! Und ganz besonders die Akzeptanz sich zu irren!

  28. Ein Staatschef macht deutschenfreundliche Bemerkungen.
    sieht mir sehr danach aus, als ob Tschechien EU-Gelder braucht.

  29. „Opa war als Gewerkschaftsfunktionär für 3 Wochen inhaftiert, Vati kam mit einem zerschossenen Fussgelenk aus Afrika zurück und keiner der beiden fand Hitler jemals toll.“

    Dass die meisten Deutschen im Widerstand waren, und keiner Hitler toll fand, wissen wir, aber schön, dass sie das hier noch einmal erwähnen. Ironie aus.

  30. #10 arminius arndt (19. Jan 2013 22:25)
    Ich kaufe nichts von Tschechen. Sind ein chauvinistisches, arrogantes Volk.

    Sie werden selbst erkennen wie dämlich dieser Kommentar ist!

    Sonst bin ich wohl einer der größten „kewil-basher“ aber diesmal muss ich, auch der Wortwahl, bedingungslos zustimmen. Die Dekrete waren verbrecherisch, Benes selbst ein Verbrecher! Das muss irgendwann auch jeder Tscheche einsehen, der sich ernsthaft und objektiv mit der unmittelbaren Nachkriegszeit seines Landes auseinandersetzen will. Dass ein Präsidentschaftskandidat sich so eindeutig positioniert in einem auch durch Stimmungsmache gegen Deutsche (wie so oft) gekennzeichneten Wahlkampf spricht für die jetzige tschechische Gesellschaft.
    Mich als (politkorrekt:) Deutschen mit tschechischem Migrationshintergrund freut es, dass solche Meinungen immer häufiger dort vertreten werden.

    Falls jemand Lust hat zu diskutieren, gerne – ich bin leidgeprüft. In Deutschland wurde ich von nicht wenigen Leuten dumm angemacht wegen des „odsun“ (Vertreibung der Sudetendeutschen), und das als Kind…
    In Tschechien hat man mir vorgeworfen, ich wäre von deutschen Medien verblödet als ich meine Verwandschaft auf diese Verbrechen ansprach- nein, die wissen nicht dass sich hierzulande jeden Tag für 33-45 entschuldigt wird ^^

  31. # 12 hat Recht.

    Man sollte sich nur anschauen was die Faschobande mit den Slawen gemacht hat. Besonders verwerflich im Bezug auf die Tschechen, welche Jahrhunderte lang Reichsvolk waren und einen sehr prägend Einfluss hat auf die Entwicklungen im HRRDN hatten! Hitler und seine Bande haben uns etliche Millionen Europäer gekostet und den Kontinent nachhaltig geschwächt!

  32. Mit Dank sehe ich, daß dieses Thema hier zur Sprache kommt. Tatsächlich sind in den antideutschen Pogromen nach dem Kriege an die 800.000 vornehmlich Sudetendeutsche teils auf offener Straße, teils in den von den Nazis errichteten, nun aber von den Benesch-Horden weitergeführten oder aber von denen neuerrichteten KZ mit einer Grausamkeit, die nach Augenzeugen der der SS in deren Lagern tlw. noch (!) übertraf, zu großen Teilen bestialisch abgeschlachtet worden. An die 3,5 Millionen sind damals „ausgetrieben“ worden.

    Heute weiß kaum einer mehr, daß z. B. das Lager Theresientadt von Tschechen weitergeführt worden ist unter Zuständen, die Menschen, die schon unter den Nazis dort gelitten haben, als weit grausamer schilderten als das, was sie zuvor erfahren hatten. Diese Zustände, auch in anderen Lagern, sollen mitunter sogar die Russen veranlaßt haben einzuschreiten.

    Dies hatte nach meiner Erkenntnis recht wenig damit zu tun, daß sich nun, nach dem Sieg über die Deutschen, ein spontaner Volkszorn, etwa wegen deren Besatzung, erhoben habe. Die Sache war lange geplant; sie war abgekartete Sache, wie tschechische Übergriffe gegen die sudentendeutsche Minderheit lange vor 1938 an der Tagesordnung gewesen sind. Der Haß gegen alles Deutsche war durchaus nicht aus der Luft gekommen, und er beruhte auch nicht ursächlich auf solchen Verbrechen wie der Auslöschung der Ortschaft Lidice durch die SS.

    Benesch selbst hatte zur „Beseitigung“ (Liquidation) aller Deutschen aufgerufen. Hier hat nichts weniger als ein Verbrechen stattgefunden, das mit allem Recht der Welt als Völkermord einzustufen ist; es ging wohl weniger um eine etwaige Bestrafung von Verbrechern, wie es rechtens gewesen wäre, sondern wir haben hier einen rassistisch motivierten Vorgang vorliegen, der die Geschehnisse des Krieges für sich auszunutzen wußte.

    Literatur:

    „Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen. Überlebende kommen zu Wort“.

    Das Buch hat über 500 Seiten und enthält über 300 sich z. T. über mehrere Seiten erstreckende Augenzeugenberichte. Das Buch ist ungefähr 1950 herausgekommen; antiquarisch (Amazon o. ä.) ist es hier und da noch zu bekommen. Vorsicht, nichts für schwache Nerven. Ich selber habe ob der darin geschilderten Grausamkeiten erst einmal aufhören müssen, zu lesen. Normalerweise bin ich nicht gerade „zart besaitet“.

  33. Die ungarische Regierung Orban hat sich mit den damaigen Verbrechen an den deutschen Zivilisten auseinandergesetzt und eine gehörige Portion Respekt verdient, weil diese Regierung die moralische Grösse hatte, ein Verbrechen auch Verbrechen zu nennen.

    In Tschechien in diese Meinung übrigens nicht so unüblich, viele Tschechen haben die Grösse und den Anstand, die Vertreibungen als Verbrechen zu bezeichnen.
    Sie schämen sich halt nicht.
    Warum sollten sie auch? Sie waren nicht dabei.

    Es geht nämlich nicht um einen Schuldkult, es geht nicht um das Aufreissen alter Wunden, es geht nicht um Geldforderungen, es geht nicht um Demütigung oder Rache und es geht auch nicht um Reinwaschen oder Relativierung von deutschen Kriegsverbrechen.

    Alles, was über „normale“ Kriegshandlungen nach der Haager Landkriegsordnung hinausgeht, ist ein Kriegsverbrechen und muss auch so benannt werden können.
    Und zwar egal, ob das nun Verbrechen von Deutschen oder an Deutschen waren, was selbstverständlich auch für alle anderen Völker gilt, denen Verbrechen angetan wurden oder die Verbrechen verübten.

    Es geht nur darum und um die Grösse und die Achtung vor den Nachbarn, das auch zuzugeben.
    Gegenseitige Achtung verbessert die internationalen Beziehungen um Grössenordnungen mehr als das verordnete, friedensnobelbepreiste Konstrukt EUdSSR, weil Respekt und Achtung aus dem Herzen kommen.

    Wäre ich nun besonders böse, würde ich sagen, dass wir Deutschen in dieser Beziehung derzeit eine der moralisch am Höchsten stehenden Nationen sind.

  34. Wozu in die Zukunft blicken? Lieber nicht. Es könnte ja sein, dass man etwas tun muss. Schöner ist es und passiv zu bleiben und ein bisschen im Net zu meckern. Die Römer waren in Teilen Deutschlands und haben ohne Baugenehmigung Grenzanlagen gebaut. Der Nachfolgestaat Italien ist uns noch Reparationsleistungen schuldig. Es gibt auch in Rom keine Gedenkstätte an die unterdrückten Germanen, schlimm.

  35. Wir haben mindestens zwei Blickhorizonten zur verfügung, um die Geschehnisse zu beurteilen.
    Die damalige Zeit nach dem 2WK 1945-48 und die heutige Sichtweise, die in 100 Jahren, ca. 2110 bis 2120 – von noch nicht geborenen Zeitgenossen, verdammt und verflucht wird.

    Unsere aktuellen Eurofaschistenpolitiker würde ich mit Jossif W. Stalin vergleichen, der im Früjahr 1941 alle Tatsachen leugnete, die auf die Naziinvasion handgreifend hindeuteten. Er ließ sogar die Überbringer solcher Nachrichten liquidieren…

    Ebenso verhalten sich unsere Faschopolitiker was den Islam angeht. Der Preis dafür wird mindestens so blutig, wie im 2WK.

    Auch damals gab es „gute Nazis“, die keinen Krieg führen wollten und keine KZ bauten. Aber diese Vorläufer der heutigen Gutmenschen keine Rolle spielten, weil sie nichts beeinflussen wussten.

  36. Hallo, #28 Grafenwalder (20. Jan 2013 01:36,

    da irren Sie sich leider. Das Ereignis wird zum „Friedensevent“ umgebastelt. Und Schirmherr dieser Veranstaltungen ist der uns bestens bekannte Schulz, Vorsitzender der ZK der EUdSSR.

    Mit freundlichen Grüßen

  37. Hallo #31 rudy_rallalah (20. Jan 2013 02:42)
    Dass die meisten Deutschen im Widerstand waren, und keiner Hitler toll fand, wissen wir, aber schön, dass sie das hier noch einmal erwähnen. Ironie aus.

    Sie sollten bitte einmal Ihr Geschichtsbild etwas auffrischen.
    1961 waren wir gerade im Harz im Urlaub. Über’s Wochende machten „die“ die Grenze zu. Von dem Tag an war ich ind der „DDR“. Macht mich das zu einem Kommunisten und Stasiagenten? Ich war übrigens sehr überrascht, wie viele nach der „Wende“ so im Widerstand waren.

    Herzliche Grüße

  38. #1 50Pf – Blog Deutscher Länder

    Theresienstadt ist nur dann interessant, wenn es von den Nazis (=Deutsche) geführt wurde. Als es von Tschechen in einem unvergleichlichen Blutrausch gegen Deutsche genutzt wurde, war es irgendwie in Ordnung. Die haben es ja irgendwie verdient.

    Wenn man ein wenig recherchiert, ist es ganz sehr schwer, die Aussagen der Zeitzeugen zu ertragen:

    Die Säuglinge wurden im Kinderwagen erschossen, Mädchen und Frauen mit Schüssen niedergeknallt oder durch Kolbenschläge niedergeschmettert. Es war ein unbeschreibliches Morden. Frauen stellten sich schützend vor ihre verletzten, blutenden Kinder. Kinder sahen wie man ihre Mütter erschoss, Mütter sahen, wie man ihre Kinder bestialisch tötete. Niemand von diesen Wehrlosen konnte sich retten. Kein Mensch kennt ihre Namen, keiner weiß genau, woher sie kamen“.

    Und es wird uns immer wieder eingehämmter, dass es die „Folgen der Hitlerdiktatur waren“.

    Diese billige Entschuldigung ins Abstrakte hinein ist lumpig. Denn es setzt voraus, dass es eine Kollektivschuld dieser wehrlosen Frauen und Kinder gab.

    Wir sollten uns mal eines merken:

    ES GIBT KEINE KOLLEKTIVSCHULD

    Es gibt immer nur die Schuld des Individuums. Die Schuld des grausamen Verbrechers. Desjenigen, der sich bewußt dafür entscheidet seinen grausamen Sadismus an Schwächere auszuleben.

    Wenn man das endlich begreift, dann fallen auch diese ideologischen Lügengebäude zusammen.
    Die Wahrheit ist, dass kleine Kinder von widerlichen Verbrechern an den Beinchen festgehalten und vor den Augen der Mütter und Geschwister mit den Köpfchen solange gegen die Wand gedroschen wurden, bis die Kinderschädel platzten.

    Und wenn das heute nicht mehr erwähnt werden darf, dann haben wir wieder neue Täter, die ganz bewußt solche Grausamkeiten verschleiern wollen. Sie mögen die Wahrheit einfach nicht…

  39. #32 David
    Die Tschechen sind sich selber Feind. Sogar Milos Zeman schlägt auf Schwarzenberg ein.

    Eine Woche vor der Stichwahl zum tschechischen Staatsoberhaupt machen die Gegner des bürgerlichen Kandidaten, Außenminister Karel Schwarzenberg, mobil. Der bei den Buchmachern im Zweikampf mit dem früheren linken Premier Milos Zeman vorn liegende böhmische Adelsspross muss sich Vorwürfen erwehren, er sei kein „authentischer Tscheche“. Angestoßen haben diese Debatte ausgerechnet Amtsinhaber Václav Klaus und dessen ältester Sohn.
    Václav Klaus schlug sich auf die Seite Zemans. „Präsident sollte ein Mensch werden, der zu diesem Land gehört, der Teil dieses Landes ist, der sein Leben hier verbracht hat“, in guten wie in schlechten Zeiten. Das zielte gegen Schwarzenberg, dessen Familie 1948 gezwungenermaßen ins Exil gehen musste. Schwarzenberg ist ein Verfechter der Menschenrechte und Gegner von Extremismus, ein geborener Diplomat, der pro-europäisch, pro-israelisch und pro-amerikanisch geprägt ist.
    Doch viele Tschechen sehen das Oberhaupt einer berühmten Adel-Dynastie nicht als einen der Ihrigen an. Und sie neiden ihm die großen Besitztümer in Österreich und in Tschechien. Klaus‘ Sohn machte sich öffentlich zunächst über Schwarzenbergs angeblich unzureichende tschechische Sprachfertigkeiten lustig. Die Familie Schwarzenberg gehörte zu den größten böhmischen Patrioten, was dazu führte, dass ihr Besitz von den Nationalsozialisten konfisziert wurde. Folgerichtig erhielt Karel Schwarzenberg nach 1989 auch einen Großteil seines früheren Eigentums zurück erstattet.
    In einer Fernsehdebatte am Donnerstagabend zog dann auch Gegenkandidat Zeman gegenüber Schwarzenberg die „deutsche Karte“. Er hielt dem Minister vor, dem ersten Nach-Wende-Präsidenten Václav Havel zur Entschuldigung bei den Sudetendeutschen geraten und den Vertriebenen die Rückgabe ihres Eigentums in Aussicht gestellt zu haben.
    Schwarzenberg erwiderte darauf, dass die Vertreibung aus heutiger Sicht als „grobe Verletzung der Menschenrechte“ anzusehen ist. Dafür müssten sich heute die damalige Regierung und ihr Präsident Edvard Benesch in Den Haag verantworten. Karl Schwarzenberg hatte in einem TV-Duell gegen Linkskandidat Milos Zeman die Gültigkeit der Benesch-Dekrete in Frage gestellt. Zeman beschimpfte Schwarzenberg daraufhin als „Sudetak“, eine abwertende Bezeichnung für Sudetendeutsche.

  40. Der bei den Buchmachern im Zweikampf mit dem früheren linken Premier Milos Zeman vorn liegende böhmische Adelsspross muss sich Vorwürfen erwehren, er sei kein “authentischer Tscheche”. Angestoßen haben diese Debatte ausgerechnet Amtsinhaber Václav Klaus und dessen ältester Sohn.

    http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article112895343/Antideutsche-Toene-im-Prager-Wahlkampf.html

    „Kein authentischer (echter) Tscheche“? Eine ausgesprochen rassistische Aussage des Kommunisten Zeman. Die alten tschechischen Ressentiments gegen Deutsche (eben nicht weil es sich um Nazis handelte, sondern weil es Deutsche sind) stehen also alle noch, wie dieses Zitat einmal mehr beweist.

    Ich neige, gerade auch nach der Lektüre der von mir oben unter #34 Tom62 (20. Jan 2013 05:36) angeführten Literatur, immer mehr zu der Ansicht, daß man die Tschechei so lange meiden sollte, solange in diesem Lande die Benesch-Dekrete und die damit zusammenhängenden Verbrechen gegen die Menschlichkeit von Staat und Volk nicht öffentlich verdammt worden sind, wie auch wir die Verbrechen der nationalsozialistischen Zeit verdammt haben.

    Ein Verbrechen wird nicht durch ein anderes aufgehoben; es kann auch durch Verschweigen nicht ungeschehen gemacht werden. Die Wahrheit wird immer wieder hochkommen, und am Ende wird sie sich durchsetzen.

    Schwarzenberg ist ein mutiger Mann. Gott möge ihn behüten und vor Schaden bewahren.

  41. Benesch käme heutzutage nach Den Haag.

    Und Stalin, Truman und Churchill hätten nach den Maßstäben des Nürnberger Prozesses allesamt hätten hängen müssen, meinte Rudolf Augstein.

    „Das Gespenstische an der Potsdamer Konferenz lag darin, daß hier ein Kriegsverbrechergericht von Siegern beschlossen wurde, die nach den Maßstäben des späteren Nürnberger Prozesses allesamt hätten hängen müssen. Stalin zumindest für Katyn, wenn nicht überhaupt. Truman für die völlig überflüssige Bombardierung von Nagasaki, wenn nicht schon für Hiroshima, und Churchill zumindest als Oberbomber von Dresden, zu einem Zeitpunkt, als Deutschland schon erledigt war. Alle drei hatten sogenannte „Bevölkerungsumsiedlungen“ verrückten Ausmaßes beschlossen, alle drei wussten, wie verbrecherisch diese vor sich gingen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Potsdamer_Abkommen

    „Das internationale Verhalten deutscher Politiker gerät umgehend in Evidenznähe, wenn man die Worte „deutsche Politik“ durch „Politik der Besiegten“ ersetzt. – Seit 1968 findet ein Prozeß gegen Deutschland statt, bei dem nur Belastendes, nie Entlastendes ermittelt wurde.“
    Michael Klonovsky

  42. Die Schickanierungen, Verbrechen und Vertreibungen gegen Deutsche hatten in Polen und Tschechien längst vor WWII begonnen. Es existiert da eine beklemmende Konstanz der ethnischen Säuberungen. Nach Kriegsende konnten sie lediglich mit Rückendeckung der Sieger alle Hemmungen fallen lassen.

    Seien wir trotzdem nicht zu hart mit den Tschechen (m. E. heute eher eine Minderheit dort), die heute noch gegen Deutschland hetzen. Solange unsere eigenen Politiker selbst eher noch deutschenfeindlicher agieren, kann man das den Tschechen nicht vorwerfen.

  43. „Karl zu Schwarzenberg“ … so lautet der deutsche Name des guten Mannes.

    „Karel Schwarzenberg“ ist die tschechische Bezeichnung.

    Nur als kleiner Hinweis.

  44. Während für Edvard Benesch (Beneš) bis 1989 kein Denkmal errichtet wurde, sind heute zahlreiche Straßen, Brücken und Plätze nach dem Verbrecher benannt. Die EU wie sie leibt und lebt!

    Was soll das bedeuten? ….dass „die EU“ „den Tschechen“ sagt, nach wem sie ihre Straßen zu benennen haben und wem man in Prag Denkmäler errichten sollen? Das glaubt doch hoffentlich niemand wirklich!

    Wenn sich die Tschechen kritisch mit den dunklen Seiten ihrer Vergangenheit beschäftigen sollten (Unrecht mit Unrecht zu beantworten) ist das zu begrüßen. Dies kann aber nicht von außen mit Druck auf sie geschehen, der Wille zur Aufarbeitung muss wie in Deutschland aus der Mitte der Gesellschaft kommen und ist ein langsamer Prozess, den unfähige und unverantwortliche Politiker wie Klaus immer gebremst haben.

    Als Fazit bleibt die bittere Erkenntnis, dass es ohne die NS Verbrechen natürlich auch keine Benesch Dekrete mit all ihren bitteren Folgen gegeben hätte. Man darf nie die Ursache vergessen und muss Lehren aus der Vergangenheit ziehen – also z.B. auf gute Nachbarschaft innerhalb supranationaler Strukturen wie der EU bauen und erkennen, dass man mehr gemeinsame Interessen, also Gegensätze hat. Europa kann nur vereint das 21. Jahrhundert überstehen – das ist nur logisch. Wer das Gegenteil behauptet und Europa spalten will, führt den Untergang Europas herbei, so wie nationale Egoismen und Kleingeistigkeit es schon zweimal fast erreicht hätten.

  45. #25 Maverick 1

    Ohne die Russen hätte nichts passieren können.
    ——————-
    Na so was!

    Da haben also die russen (welche denn, etwa die soldaten, die schon längst weitergezogen waren?) die netten tschechen (und lieben frommen katholischen polen) dazu gezwungen, in aussig frauen und kinder in die elbe zu werfen und sie in lager wie pohrlitz oder lambsdorf zu treiben? Sie zu erschlagen und andere grausamste bestialistäten an ihnen zu verüben?
    [Gefangene wurden zur allgemeinen Belustigung an einem Galgen auf- und niedergezogen. Andere wurden mit einem glühenden Eisen gebrandmarkt. Ein Zeuge wurde im Vernehmungslokal mit dem Gesicht in eine gefüllte Abortschüssel gedrückt wobei er das Deutschland-Lied singen musste. Der einstige Totengräber des Lagers gab später an, während seiner Tätigkeit die Leichen von etwa 1800 aufgehängten erschlagenen Deutschen abtransportiert zu haben.

    Ich sah, wie Hunderte deutsche Arbeiter, die aus den Schichtwerken kamen, in die Elbe geworfen wurden. Auch Frauen und Kinder sowie Kinderwagen stießen die Tschechen in den Strom.]

    Kein mensch kann gezwungen werden, derartige bestialitäten mit seinen händen zu begehen!
    Diese „zwangslage“ erlügen sie schon lange, aber die front war längst durch, als diese verbrechen begannen.

    Rede mit menschen, die das miterlebt haben!

    Übrigens sind die us-soldaten bis prag gekommen, unter deren augen ebenfalls deutsche grausam umgebracht wurden. Von denen stammen auch die farbaufnahmen.

    Aber die russen waren es……

  46. Geschichte wird man nie verstehen, wenn sie nur auf den Zeitraum begrenzt und weder die Vorgeschichte noch das Umfeld in die Bewertung miteinbezogen wird. Will man sich der historischen Wahrheit nähern, bedeutet das keinesfalls eine Verharmlosung oder gar Rechtfertigung, sondern eine nüchterne Betrachtung des Geschehens. Leider ist das in Deutschland nicht möglich, weil man sofort in die Ecke des Sympathisanten geschoben wird und eine neutrale Betrachtung von bestimmten politischen Kreisen gar nicht erwünscht ist.
    Die Wahrheit ist die Wahrheit und ein Verbrechen ein Verbrechen, unabhängig vom eigenen Standpunkt.

  47. Wenn ich so einiges hier lese, dann war mein Kommentar, den ich relativ am Eingang der Diskussion gemachte habe, nicht „dumm“, wie später behauptet, er war als legitime Provokation sogar recht nützlich, zeigen viele Reaktionen und auch andere Diskussionsbeiträge, die nichts mit dem Kommentar zu tun haben, wie wenig Rechtsbewusstsein bei manchem vorhanden ist.

    Kein Lidice etc., kein Verbrechen der Deutschen während der Nazizeit rechtfertigt oder lässt auch nur „Verständnis“ (der kleine Bruder von „das war richtig!“) für die Taten zu, die Tschechen an der deutschen Zivilbevölkerung begangen haben – Punkt! Und es waren auch nicht die bösen Russen (die natürlich auch ihre Verbrechen begangen haben). Die sog. „wilde“ Vertreibung begann bspw. schon deutlich vor der Besetzung durch die rote Armee und wurde von Tschechen ausgeführt – in einer Brutalität, die unbeschreiblich ist.

    Wenn dann noch gekommen wird, „ja, aber die Deutschen“, dann merkt man eben doch, dass man es mit chauvinistischen und arroganten Leuten zu tun hat.

    Nur zur Klarstellung: Durch die Vertreibungsverbrechen werden die von Deutschen zuvor durchgeführten Verbrechen eben NICHT relativiert oder geschmälert.

    Das Eine ist das Eine und das Andere das Andere – Punkt.

    Jeder Mensch hat so viel Abstraktionsvermögen – nur politische Kreise und Chauvinisten sprechen dies, natürlich immer nur den anderen, ab.

  48. „Das Eine ist das Eine und das Andere das Andere – Punkt.“

    Das stimmt natürlich, aber in der Realität werden Verbrechen gegeneinander augerechnet. Also, weil die Deutschen so böse sind, darf man sie vertreiben. Dann wird auch noch die These der deutschen „Kollektivschuld“ verbreitet. Dass man hier rassistisch denkt, also wie Adolf, das ist die Ironie des Ganzen. Aber Rassismus ist anscheinend O.K., wenn er gegen Deutsche gerichtet isst.

    Wir müssen damit aufhören, Verbrechen zu beschwichtigen.

  49. Karel heißt in Wirklichkeit Karl Johannes Nepomuk Josef Norbert Friedrich Antonius Wratislaw Mena Fürst zu Schwarzenberg, Herzog von Krummau, gefürsteter Graf zu Sulz und Landgraf im Klettgau (Spitzname in der CZ: „der Fürst“).

    Er gehört zum urdeutschen Adel, ganz einfach ist das.

    Seine Ehrlichkeit in Benesch-Sachen könnte ihn seine politische Karriere kosten.

  50. Meiner Erfahrung nach sind Tschechen (und Slowaken) nette Leute.

    DAS ändert aber nichts daran, dass kewil VOLLKOMMEN Recht hat, wenn er Benesch als einen Verbrecher bezeichnet hat.

  51. Nur wer alle Fakten auf den Tisch zu legen bereit ist, ist wirklich bereit einen ehrlichen Dialog zu führen!

    Es ist viel zu einfach n u r auf die deutsche Schuld durch Hitler und seine sozialistischen Konsorten zu zeigen.

    (Vgl. Lidice .. und wenn dieses .. dann jenes nicht.)

    Es geht auch nicht darum auf andere Länder und Bevölkerungen mit den Finger zu zeigen und Ressentiments zu schüren, zu denen haben wir Deutsche viel eher das Recht, wenn man eben ehrlich sei wollte.

    Wer die Ursachen der beiden Weltkriege tatsächliche erfahren will, der muß sich von den Geschichtenschreibern der Politicall Corretness befreien und der muss tiefer graben.

    Interessante Hinweise findet man bei:

    Die falsch gestellten Weichen. Der rote Faden 1789-1984 von Erik von Kuehnelt-Leddihn

    Churchill, Hitler und der Antisemitismus: Die deutsche Diktatur, ihre politischen Gegner und die europäische Krise… von Stefan Scheil

    Die Eskalation des Zweiten Weltkriegs von 1940 bis zum Unternehmen Barbarossa 1941 von Stefan Scheil

    Der Zweite Dreißigjährige Krieg 1914 – 1945: Der Untergang des Abendlandes von Michael Neubaur

    Das verdammte 20. Jahrhundert: Erinnerungen und Reflexionen eines politisch Unkorrekten von Gerard Radnitzky von Olms

    Churchill, Hitler und der unnötige Krieg: Wie Großbritannien sein Empire und der Westen die Welt verspielte von Patrick J. Buchanan

    Und zwei Dinge sollten wir wirklich nicht vergessen:

    1. der Volksstaat EUDSSR ist auf dem Mythos der ewigen deutschen Schuld und der Unschuld der anderen europäischen Staaten gegründet

    und

    2. der Umgang insbesondere der asozialen S P D mit den Vertriebenen aus den abgetrennten deutschen Siedlungsgebiete gegen geltendes Recht (HLKO und Völkerrecht), die offenbar nach Sicht der SPD Alleinschuldige an den Kriegen waren (selber schuld).

    Parallelen (Islam) zu heutigen Problemen sind unverkennbar. Wir Deutsche sind schuldig, wenn es mit den Beherrschern nicht klappt.

  52. Als Nachfahre von Sudeten kann ich nur sagen: die Sache ist vorbei, uns geht es gut, und niemand hat mehr Interesse ins Habsburger Reich zu ziehen, das es bekanntlich nicht mehr gibt.

  53. An Euro-Vision:
    Sie dürften Ihr Wissen im Zusammenhang mit dem 2. WK nur von Guido Knopp haben, denn dieser unselige Krieg war im Gegensatz zu ihrer Behauptung mitnichten der alleinige Grund für die brutale Vertreibung der Deutschen, sondern höchstens der Anlass. Auch wenn diese Geschichtsklitterung noch so oft wiederholt wird, wird sie nicht wahrer. Haben Sie noch nie etwas vom Panslawistenkongress von 1848 gehört, wo bereits lange vor der Hitlerei die Vertreibung aller Deutschen westlich der Istmus-Linie (von Stetin bis Triest) beschlossen wurde?
    Volle Zustimmung für Tom62, Grafenwald und WahrerSozialDemokrat, ausgezeichnete Beiträge!

  54. @ #50 kantilene

    Dir und den anderen nicht pc-gewaschenen danke ich.

    Solange es noch so läuft, wahrscheinlich bis ans ende, dass wir an allem schuld sind, und man alles grausame deswegen verüben durfte, solange ist es sinnlos, vom kampf gegen islam zu faseln.

    Wer sein eigenes volk nicht liebt, hat KEIN einziges inneres bedürfnis, sich von der drohenden lebensgefahr zu befreien, sondern der sucht immer die hintertüren.

    Wo man nicht mal mehr ein volkslied singt/kann, weil das auch die bösen nasis sangen, da ist hopfen und malz verloren.
    Die beschäftigung mit dem unterleib ist der untergang.

  55. Russische Soldaten waren es, die meine Familie damals warnten das tschechische Nationalisten und Partisanen kommen wollten und die Familie umbringen. Die Mühle lag mitten im Wald und ein Rotarmist kam, der wochenlang zuvor mit Teilen seiner Einheit sich dort verpflegen ließ, und warnte sie, unter Tränen. Das ist eine Geschichte die meine Ur-Großmutter immer als Lebensrettergeschichte erzählte. Wäre er nicht gewesen, hätte niemand überlebt.
    Es war Krieg und meine Familie wusste was passieren würde, das sie fort mussten.
    In Betracht dessen, und die Vorgeschichte darüber was in den Jahrzehnten vorher dort geschah (ja, es war wohl nicht alles ok) kann man nur nach vorwärts blicken. Was soll die Fragerei ob das jetzt von Benesch richtig war oder ob Gottwald eine besser Politik machte?
    Wir leben im Jetzt!
    Die „volkstümeld“ anmutenden Sudententreffen in Nürnberg sehe ich nur als Volklore.

  56. #10 arminius arndt

    Ich kaufe nichts von Tschechen. Sind ein chauvinistisches, arrogantes Volk.

    Eine solche Äußerung ist wirklich fremdenfeindlich trotz Vertreibung aus dem Sudetenland. Ich vergebe dir das zwar, aber möchte so etwas nicht mehr hier auf pi-news hören.

    Immerhin hat sich Tschechien in der UN gegen den Beobachterstatus von Palästina ausgesprochen. Dieses Land weiß warum; der Artikel ist hier .

    Im Kampf gegen den Islam sind wir auf die Unterstützung politisch Unkorrekter jeder Nation angewiesen, auch der Tschechischen.

  57. #57 Merkwuerden

    Wir leben im Jetzt!
    ———————–
    Ja, das wäre ja schön…..
    Kein tag vergeht, an dem man uns nicht unsere siegergeschriebene geschichte unter die nase reibt. Egal, ob es reiseberichte, populärwissenschaftliche sendungen oder die urzeit ist, immer müssen die nazis dabeisein.
    Gerade läuft zum x-ten male etwas über die nibelungen – und reichs-heini darf nciht fehlen.
    Gestern ein bericht über den gestohlenen quedlinburger domschatz -> das gleiche.

    Was sollen alle diese einschübe, wenn nicht NUR uns darauf zu trimmen, dass wir krankhaft für jede lumperei herhalten müssen.

  58. #60 vokabelsender (20. Jan 2013 16:32)

    Also mir schiebt keiner eine „siegergeschriebene“ Geschichte unter die Nase.

    Wenn man seine Geschichte kennt, kann kein anderer einem eine andere erzählen, außer man zweifelt selbst. Dann hat jeder andere natürlich leichtes Spiel und man wird hin und her getrieben von den „Meinungen“ anderer.

    Im übrigen gibts einen „Zauberknopf“ an der Fernbedienung. Man muss sich ja nicht jeden Schund reinziehen.

  59. #60 vokabelsender (20. Jan 2013 16:32)

    Wobei ich dir aber Recht gebe das die „Geschichtsinflation“ auf TV Sendern mal mehr mal weniger von Mumien- und Kochshows überboten wird.

  60. Merkwürden,
    Sie wollen also in einem „Jetzt“ leben, wo diese Geschichte ständig völlig einseitig zum Nachteil Deutschlands mit all den sichtbaren, nachteiligen Folgen dargestellt wird und es ist ihnen natürlich egal, dass E.Benesch, der immerhin als amtierender Staatspräsident der CSSR, öffentlich im Radion zu dieser Vertreibungsorgie aufgerufen hat. Und nicht etwa allein deshalb, weil die Nazis die Tschechei besetzten, sondern aus einem viel nichtigeren Grund, weil sich die Sudeten-deutschen seiner Meinung nach nicht „loyal“ zur CSSR verhalten haben und somit vogelfreie Verräter wären.
    Wenn ich Sie richtig verstanden habe,würden Sie sich wünschen, dieses Thema im Hinblick auf die damaligen Kriegszeiten nicht mehr zu diskutieren, obwohl diese Verbrechen n a c h dem 2. WK, außerhalb von Kampfhandlungen,verübt wurden.
    Das ist genau jene Haltung die VOKABELSENDER vollkommen zu recht kritisiert. Ich schließe mich dieser Kritik zu 100 % an.

  61. #64 Freidenker01 (20. Jan 2013 16:57)

    Als Betroffener dieser Volksgruppe gehöre ich zu denen, die sich eben NICHT nach TV Geschichtsbe- oder UMschreibung richtet.
    Mein Großvater war auch in der Armee der CSR vor dem zweiten Weltkrieg, beherrschte zwei Sprachen und nahm sein Schicksal auf sich. Wir waren Opfer eines Krieges der nun über 60 Jahre her ist.
    Mag es sein das es irgendwelche „Experten“ gibt die immer wieder meinen es wieder und wieder als Verbrechen zu bezeichnen. Das bringt uns nicht weiter. Was will man denn erreichen? Als Betroffener von Angehörigen dieser Vertriebenen habe ich hier eine Heimat gefunden und möchte das Geschichtsrad nicht mehr rumdrehen. Wenn sich auch in der Tschechei irgendwelche Politiker aus parteitaktischen Gründen die Schädel einschlagen. Mir kann es gleich sein.
    UND: man darf auch nicht die schlimme Geschichte abtun die in München 1938 stattfand. Schließlich haben Tschechen auch ein Gedächtnis, nicht nur Deutsche. Und Hitler hat in der Tschechei nicht nur Wohltaten für die Bewohner dieses Landes gebracht. Das gehört auch zur Geschichte. Auch wenn man sie nicht in Einklang bringt mit Benesch. Was ich auch nicht versuche.

  62. @ Ronald32 (19. ! 22:29)

    In Bezug auf unsere Nachbarn mit dem schönen Prag stimme ich Ihnen zu, aber gerade auch wegen zum Teil sehr schöner und interessanter Historienverbudenheit gebe ich den Blick auf die Geschichte nicht auf. Gerade auch mit authentischer Historizität verhindert man das Herunterbrechen auf punktuelle Negativmomemte in der Geschichte. 🙂

  63. Merkwürden,

    so einfach ist das nicht. Es sind ja genauso diese „Zeaman“ und viele andere, die ihre Verbrechen zu keiner Zeit ansprechen oder sie mit NAZI-Deutscland relativieren.

    Selber Schuld!!!! – So ist die verdrängende Aussage von diesen und vielen deutschen Sozialisten.

    Noch ein Gedanke zu Benesch und dazu schreibt v. Kuehnelt-Leddihn:

    Der Nationalsozialismus entstand in Böhmen, und zwar 1896, als tschechische Sozialdemokraten, die den Sozialismus auf internationaler Ebene als irrealistische Utopie empfanden, unter der Führung von Klofac, Stribrny und Franke eine „national-sozialistische“ Partei gründeten.

    Ihr Führer wurde 1919 Eduard Benesch, ein Nationalsozialist von echtem Schrot und Korn, der schon 1943 im Exil erklärte, daß man Hitler nachahmen müsse.

    Das Leitbild dieser neuen Partei war die taboritische Bewegung der Husiten, die radikal links, nationalistisch und fanatisch deutschfeindlich war.

    Der nationalistische Linksdrall in Böhmen und Mähren fand Widerhall unter manchen Deutschen dieser Länder, denen die „Deutschnationale Partei“ zu bürgerlich war, und so schlossen sie sich in einer „Deutschen Arbeiterpartei“ zusammen.

    Auszug: „Der linke Etikettenschwindel – Kein Gegensatz, sondern Konkurrenzkampf.“

  64. @ havel (gestern aamt 23:02)

    Haben die Tschechen Deutschland überfallen, oder war es umgekehrt? Haben die Deutschen die Ortschaft Lidice der Erde gleich gemacht und die Einwohner getötet? Ja – aber die bösen Tschechen haben den Reinhard Heidrich umgebracht.

    Was wollen Sie relativieren?? Es sind im letzten Jahrhundert mehrmals verschiedene Völker/Ethnien übereinander hergefallen. Unter anderem Deutsche auch über Tschechoslowaken und später diese über Deutsche.
    Lidice (ich weiß nicht, wie man den circonflexe hinbekommt) ist nur eines von vielen Massackern und nat. Eins zuviel.

    Um den ganzen Sermon der Vor- u. Nachkriegswelt, welche auch morgen immer noch nicht zu Ende sein wird, müssen wir oder einige von Uns überall genau hinsehen (können, sic), ohne sich unter einer Wasauchimmer-Keule wegducken zu müssen.
    Was genau wollen Sie mit o.a. Fragen, in denen ich den erhobenen Zeigefinger mal geflissentlich übersehe? Sie haben lediglich zwei historisch (leider) belegte Gräuel benannt. Ob und wenn insoweit der Zusammenhang nur dieser beiden beleuchtet werden soll, unterliegt weder Ihrer noch meiner Hoheit. Aber wer seine Lampe anknipst, kann selbst entscheiden, wohin das Licht fällt. Spiegelhalter baucht keiner, der es ehrlich meint.

    D’accord gehe ich mit Ihnen in Bezug auf:

    ICH KAUFE NICHTS VON DENEN…

    Sieht mir nicht nach Geschichtsverstand aus.

  65. Merkwürden,
    es ist wahrlich merkwürdig und spricht für sich selbst, wenn sie sogar als Betroffener die unbeschreiblichen Verbrechen an den Sudetendeutschen, Gefangenen, Frauen und Kindern ignorieren und so wehement für das chauvinistische Geschichtsbild der Tschechen eintreten.
    Jenen Tschechen, die 1919 das dt. Sudetenland kurzerhand zur Tschechei erklärten und in den Folgejahren einen extrem antideutschen Kurs gegen die dt. Minderheit gefahren sind, sodass sogar die Engländer einer Rückkehr des Sudetenlandes zum dt. Reich zustimmten und dem Braunauer den Triumph brachte.
    Hätten sich nämlich die Tschechen „loyal“ gegenüber ihren Minderheiten verhalten, wie es Benesch zuvor gegenüber den Westmächten versprochen hat (Tschechei nach schweizer Vorbild)wäre es letztlich niemals so wehementzu dem Ruf „heim ins Reich“ gekommen.

  66. @ schmibrn (heute, 09:00)

    Die Wahrheit ist, dass kleine Kinder von widerlichen Verbrechern an den Beinchen festgehalten und vor den Augen der Mütter und Geschwister mit den Köpfchen solange gegen die Wand gedroschen wurden, bis die Kinderschädel platzten.

    das erinnert mich an etwas, das ist noch nicht so lange her…. ich komm‘ noch drauf…

  67. Mein Satz, dass ich von denen nichts kaufe, war eine Provokation, um ein bisschen die Diskussion anzuregen, hat ja geklappt …

    Ganz persönlich halte ich es aber tatsächlich so, dass ich von „denen“ nichts kaufe, aber das hat ganz persönliche Gründe, die hier nicht her gehören.

    Grundsätzlich hat für mich ein Tschechien, welches die Benesch- Dekrete nach wir vor für eine Staatsräson hält und sich nicht für die Verbrechen an deutschen Zivilisten entschuldigt oder an deren Aufklärung mitarbeiten will, nichts in der EU zu suchen und auch Deutschland sollte dieses Land boykottieren. Der Nachbar Tschechiens, die Slowakei, hält zwar auch an den Benesch- Dekreten fest, hat sich hingegen aber formal bei Deutschland schon seit langem entschuldigt und begründet das Festhalten an den Benesch- Dekreten damit, dass man keine Entschädigungen oder Revisionen im Eigentumsbereich haben will. Dies ist ein nachvollziehbarer Standpunkt. Aber die Unverschämtheiten des tschechischen Lagers sind da eben nicht nachvollziehbar, hier wird immer gleich „aufgerechnet“, den Deutschen die Schuld an ihrem eigenen Unglück zugeschoben und die Verbrechen der Tschechen an den Deutschen werden de lege lata gerechtfertigt.

    Ich bin der Meinung, dass die Mehrheit der Vertriebenen heutzutage keine finanziellen Entschädigungen mehr wollen und auch nicht ihre Immobilien zurück haben wollen, aber es Leid sind, dass immer sie diejenigen sein sollen, die quasi „verdientermaßen“ die Rechnung für die Nazi-Verbrechen erhalten haben sollen und ihr Leid noch nicht einmal zur Kenntnis genommen werden soll geschweige denn, dass die Verbrechen aufgeklärt werden dürfen und das da dann die tschechische Seite mit bei der Aufklärung hilft – auch wenn mehr als 60 Jahre vergangen sind, sind hier noch viele Fragen offen.

  68. @ arminius arndt (vorhin – 19:19)

    Mein Satz, dass ich von denen nichts kaufe, war eine Provokation, um ein bisschen die Diskussion anzuregen, hat ja geklappt …

    Das habe sogar ich verstanden, Danke.
    (aber gute Gitarren bauen DIE…)

  69. #68 exKomapatient (20. Jan 2013 18:12)

    @ havel (gestern aamt 23:02)

    Haben die Tschechen Deutschland überfallen, oder war es umgekehrt? Haben die Deutschen die Ortschaft Lidice der Erde gleich gemacht und die Einwohner getötet? Ja – aber die bösen Tschechen haben den Reinhard Heidrich umgebracht.

    Was wollen Sie relativieren?? Es sind im letzten Jahrhundert mehrmals verschiedene Völker/Ethnien übereinander hergefallen. Unter anderem Deutsche auch über Tschechoslowaken und später diese über Deutsche……

    Ich wollte nichts relativieren, mit meinem Kommentar wollte ich nur sagen: „Wer im Glashaus sitzt…“
    Hätte ich es gleich so gesagt, so hätte es jeder – oder fast jeder verstanden.

  70. @ havel (gerade 20:52)

    Danke für die Resonanz. Eine schöne Vokabel: Glashaus! Mir geht’s darum, endlich mal dieses „Haus“ abzuschaffen, denn es ist ein Gutmenschen-Produkt. Das Glas ist weit bekannt auch unter „Politisch Korrektheit
    Ich hoffe, Sie verstehen, was ich meine, ich bin ein schlechter Lehrer.

  71. Die 10 der 145 Benes-Dekrete, die die Vertreibung der Deutschen beinhaltet, haben bis heute Gültigkeit, sie wurden zwar beim EU-Beitritt Tschechiens thematisiert und sollten annulliert werden, blieben dann aber im Tausch zur tschechischen Zustimmung zum Lissabon-Vertrag erhalten.
    Hört endlich mit dem Aufrechnen und Abwiegen auf, als ob ein Unrecht das leichter als ein anderes wiegt, weniger schlimm wäre. Für die Opfer ist es egal, ob das an ihnen begangene Unrecht nur eine Reaktion auf ein anderes war.

  72. #hallo
    Die Deutschen haben Hitler an die Macht gebracht und ihn mit überwältigender Mehrheit unterstützt, nicht trotz, sondern wegen seiner verbrecherischen Politik. Selten in der Geschichte der Menschheit gab es eine so große Übereinstimmung zwischen einem Volk und seiner Regierung wie im Dritten Reich. Die Verbrechen sind primär als Staatstätigkeit zu werten, nicht Individualschuld. Für Staatstätigkeit aber haftet das Staatsvolk im Kollektiv und Generationen übergreifend.
    Bei der Reichskammerwahl 1938 ließ die Hitler-Regierung in einem Plebiszit über den Anschluss Österreichs und Hitlers Politik abstimmen. Ohne nennenswerte Wahlfälschung war das Ergebnis mehr als eindeutig: 99% der Wähler stimmten für die Nazis und ihre Politik.
    In der DDR war die Lage eine vollkommen andere. Niemand wird ernsthaft behaupten wollen, die Mehrheit der DDR-Bürger habe hinter Ulbricht und Honecker gestanden. Nicht die Deutschen sondern die Sowjets haben die Kommunisten in Ostdeutschland an die Macht gebracht und zwar auf vollkommen undemokratische Weise. Der Vergleich DDR – Nazideutschland ist schlicht blödsinnig und zeigt einmal mehr, mit welch verdrehter Logik sich die Deutschen Kriegsverbrecher aus der Verantwortung stehlen wollen.
    Der schnelle Wohlstand nach dem Krieg, auch Wirtschaftswunder genannt, wäre nicht möglich gewesen, hätten die Deutschen die Zwangsarbeiter angemessen entschädigt und arisiertes jüdisches Eigentum zurückgegeben. Auch die Nachkommen der Tätergeneration haben von den Naziverbrechen profitiert und sich nicht um Wiedergutmachung geschert, lieber hat man das Geld den Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, die großteils noch fanatischere Nazis und Hitler-Unterstützer waren als die Reichsdeutschen, großzügig und unbürokratisch in den Rachen geworfen.

  73. #76 rudy_rallalah (21. Jan 2013 00:50)

    Andere werden sich mit Ihnen ausführlicher beschäftigen!

    Ich frage nur, aus welchem linken Kanaldeckel sind Sie denn hervorgesprungen?

    Bzw. und das interressiert mich mehr, wo lernt man so nen Stuss? In welcher Schule waren Sie?

    Und das war ja der Hammer:

    Für Staatstätigkeit aber haftet das Staatsvolk im Kollektiv und Generationen übergreifend.

    So was dummes habe ich ja noch nie gehört!

    Und deswegen halte ich ihre ganze Familie generationsübergreifend auch für SAU-DUMM!!! Sie gehören einem Idioten-Kollektiv an und sind somit die letzte staatsvolkslose Generation dieser! Das ist wiederum eine große gesellschaftliche evolutionäre Beständigkeit, die der Wahrheit entspricht.

    Nicht (unperönliches) Deutschland schafft sich ab, sondern Sie sich und ihresgleichen, der Rest bleibt dann! Mal schauen…

  74. rudy_rallalah

    Wenn man Ihren abstossenden Artikel liest bekommt man richtig Angst und beweist wieder einmal mehr, wer die heutigen Faschisten in diesem Lande sind.
    Gerade Leute mit Ihrer Gesinnung wären zur damaligen Zeit die willigsten und rücksichtslosesten Erfüllungsgehilfen gewesen.
    Besonders mit Ihrer radikalen Festellung, ein ganzes Staatsvolk solle kollektiv bis zum Sanktnimmerleinstag für begangene oder auch nicht begangene Untaten haften, übertreffen Sie sogar die Sippenhaftung der Nazis, was an Wahnsinn nicht zu überbieten ist. Grauenhaft!

  75. @ #78 WahrerSozialDemokrat
    @ #79 Freidenker01
    ——————————
    Diese meinung ist die eigentliche, die täglich über uns ausgekübelt wird. Mehr oder weniger verbrämt, aber permannent.

    Und es sind „gerade Leute mit Ihrer Gesinnung wären zur damaligen Zeit die willigsten und rücksichtslosesten Erfüllungsgehilfen gewesen“ wären.

    Sie waren es und sie sind es immer noch. Sie sind die erfüllungsgehilfen der kommunisten als knallharte kommunistische deutschenhasser.

    Die ddr-ler waren genausowenig die grossen widerständler wie die „sowjetmenschen“, chinesen, koreaner usw., die ebenfalls unter ihren diktatoren leben – müssen.

    #79 Freidenker01 hat zu recht angst, denn bei dem, was mit und gegen uns passiert, kann es sich nur um sogenennte „Faschisten“ handeln, aber nicht um die, die uns als solche eingetrichtet werden, sondern um die, die eine blutspur von über 100 millionen toten hinterliessen, die kommunisten mit ihren gulags, kulturrevolutionen und killing fields.

  76. Vokabelsender:
    Absolut richtig Ihre Tatsachenfeststellung, zu 100 % Zustimmung.
    Es ist beruhigend zu wissen, dass es in dieser absolut desorientierten Zeit doch auch noch Menschen gibt, die das „Selberdenken“ nicht verlernt haben und diese faschistoiden und zutiefst unwahren Idioten-Ideologie in jeder Hinsicht ablehnend gegenüberstehen.

  77. Hallo,

    bitte nicht so hart mit dem RUDY.
    Wer so viel Unsinn schreibt, ja noch nicht einmal die „rote“ Wiki-Bibliothek befragt, muß höchstwahrscheinlich ein plötzliches und traumatisches Ereignis hinter sich haben.
    Er dürfte sich kaum auf die Straße trauen, wo ja nur N a z i – Kinder und -enkel um ihn herum sind.
    Die größte Strafe für ihn ist, daß er in der N a z i – Sprache hier mit uns reden muß.
    Er wäre sicher längst ausgewandert, wenn er da nich die sichere Matte verlassen müßte.

    Ich habe ab und an mit solch geschädigten Leuten zu tun. Leider ist da Hopfen und Malz verloren.

    Herzliche Grüße

  78. Es will bestimmt niemand hier das Kriegsbeil gegen alte Feinde, oder gar alte Vorurteile ausgraben.
    Meine Forderung an die Welt:
    Hört endlich auf, wie ewig gestrige zu palavern.
    Hört endlich auf ein Bild vom „bösen Deutschen“ zu zeichnen.
    Hört endlich auf uns als Nazis darzustellen.
    Die einzigen, die ihr überhaupt noch mit dem Regime des bekloppten staatenlosen Asylanten in Verbindung bringen könnt sind die, die 1933 wahlberechtigt waren und ihn gewählt haben.
    Dann solltet ihr mal scharf überlegen, wer genau DAS war.
    Welches Mindestalter mußten die 1933 haben und wer hatte überhaupt das Recht einen Stimmzettel auszufüllen.
    Dann rechnet…….wir haben jetzt 2013…….das sind mittlerweile 80 Jahre.
    80 + 21 (Volljährigkeit) = 101 Jahre Mindestalter JETZT

  79. #46 Euro-Vison (20. Jan 2013 11:19)

    Ach ja, sehen Sie Sich nun wieder einmal in der Pflicht, weil es einige wagen, Ihren „Gott“ namens „EU“ anzutasten?

    Als Fazit bleibt die bittere Erkenntnis, dass es ohne die NS Verbrechen natürlich auch keine Benesch Dekrete mit all ihren bitteren Folgen gegeben hätte. Man darf nie die Ursache vergessen (…)

    Das möchten Sie und die üblichen so genannten „korrekten“ Geschichtsklitterer uns gerne weismachen. Nur wahrer wird es davon nicht.

    Nein, derlei Aufrechnen und Relativieren geht mir völlig ab, auch wenn ich hinsichtlich politischer Zusammenhänge stets der Meinung gewesen bin, dies auch nicht ändern werde, daß jedes Geschehen auch seine eigenen Hintergründe gehabt hat; wie der Irrweg der Sudentendeutschen, sich an Hitler zu hängen, seine Vorgeschichte hatte, und die liegt nun einmal, es gefalle Ihnen oder nicht, in den vielerlei tschechischen Diskriminierungen und wirtschaftlichen Strangulierungen der deutschen Minderheit, bedingt durch den tschechischen Nationalismus, der durchaus rassistische Züge hatte, und dies hatte zunächst einmal nichts mit der deutschen Besatzung ab 1938 zu tun, sondern war Fakt lange zuvor.

    Vergleichbare Dinge sind auch hinsichtlich des Hochkommens des deutschen Nationalsozialismus zu sagen.

    Man kann diesen sudetendeutschen Weg kritisieren, er war verhängnisvoll, weil er ins Verderben führte; nur gehört es zur Fairneß mit dazu zu sagen, daß dieser Weg eben seine, nämlich die oben beschrieben Ursache hatte – man muß ihn nicht für richtig halten, aber verstehen kann man ihn wollen.

    Wer von Verbrechen spricht, die unter deutscher Besatzung geschehen sind, und das sollen und müssen wir, der muß genau denselben Maßstab an die Verbrechen anlegen, die hier thematisiert worden sind. Sie tun das leider nicht, sondern versuchen gegenzurechnen, als ob es die Toten wieder lebendig machen würde, wenn wir das eine Verbrechen mit dem andern entschuldigten. So geht es nicht.

    Ohne das Anlegen desselben moralischen Maßes an beide Seiten wird eine Aufarbeitung unmöglich; die Schatten der Vergangenheit müssen ans Licht; sie müssen entlarvt und bereut werden, damit sie endlich ihre Kraft verlieren und das Miteinander gerade unserer beiden Völker nicht abermals mit ihrem Leichengeruch vergiften können. Ihre EU-Propaganda ist da nicht nur hinderlich, sondern schädlich; sie kleistert alles dieses unter immer denselben alten Lügen zu.

  80. #76 rudy_rallalah (21. Jan 2013 00:50)

    Es mag ja sein, daß sie in allem der üblichen Diktion gefolgt sind, nur richtiger wird sie davon nicht. Sie ist auch hinsichtlich der Aussagen über Wahlfälschungen falsch, und sie ist falsch hinsichtlich der Übereinstimmung des gesamten deutschen Volkes mit den Verbrechen der Nationalsozialisten, die in dieser Ausreifung 1933 niemand hat vorhersehen können. Sie hätten? Glaube ich nicht. Ihre Sprache verrät Sie.

    Auch Sie legen wieder zweierlei Maß an die beiden Seiten dieser Geschichte an. Wenn (nach Ihrer Vorstellung) das deutsche Volk eine Kollektivschuld besäße, dann gälte dies auch für das tschechische und für alle anderen Völker, die am Kriege (z. T. durchaus auch durch feindliche Handlungen vor dem Kriege) beteiligt waren, in selber Weise, zumal in fast allen Berichten über die an den Sudetendeutschen begangenen Greuel und Massaker die direkte Beteiligung nahezu aller Schichten der damaligen tschechischen Bevölkerung berichtet worden ist, mit nur wenigen, sehr rühmlichen und ehrenwerten Ausnahmen, die nicht vergessen werden dürfen.

    Es gibt keine Kollektivschuld. Was es gab, war ein von der Benesch-Propaganda aufgeheizter und aufgestachelter Mob, der, unter dem Anlaß des Krieges, sich mißbrauchen ließ. Ähnliches gab es auch auf der deutschen Seite, wie wir dies an den Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung gesehen haben.

    Schuld ist der, der Verbrechen begeht. Wer hinsichtlich des einen Volkes nicht gelten lassen will, was er dem anderen zugesteht, der argumentiert nicht anders als rassistisch.

  81. #84 Tom62

    #30 Euro-Vison
    Als Fazit bleibt die bittere Erkenntnis, dass es ohne die NS Verbrechen natürlich auch keine Benesch Dekrete mit all ihren bitteren Folgen gegeben hätte. Man darf nie die Ursache vergessen (…)

    Auch hier irrt Euro-Vision, siehe meinen Beitrag #67.

    Richtig ist, ohne Benesch hätte es keine NSDAP gegeben, vielleicht eine ähnliche Partei mit einem anderen Namen.

    Richtig ist allerdings, dass Hitler wie Benesch Sozialisten waren, weil sie die internationale Komponente für eine Utopie hielten, deshalb beschränkten sie sich auf ihre Volksgenossen.

  82. #69 Freidenker01 (20. Jan 2013 18:51)

    Das ist Verklärung der Geschichte. Hitler hat die Allierten Apeaser unter Druck gesetzt. So wie man heute den Westen unter Druck setzt, falls man dem Islam nicht unbedingte Unterstützung zuteil werden lässt, gibts Terror.
    Nicht wegen der „heim ins Reich“ rufen EINIGER im Sudetenland hat Hitler „friedliebend“ erst sich das Sudetenland geholt und dann den Rest der CSR, sondern aus Habgier und Größenwahn.

  83. #87 Merkwuerden (21. Jan 2013 19:07)

    Nicht wegen der “heim ins Reich” rufen EINIGER im Sudetenland hat Hitler “friedliebend” erst sich das Sudetenland geholt und dann den Rest der CSR, sondern aus Habgier und Größenwahn.

    Das ist zwar nicht falsch, berücksichtigt aber nicht die Tatsache, daß das Bestreben der Sudetendeutschen, sich an Hitler zu hängen, mit den verschiedenen antideutschen und nationalistischen Vorgängen und Diskriminierungen seitens der Tschechei zu tun hat, denen die dt. Minderheit lange vor 1938 ausgesetzt gewesen ist. Das ändert sich auch nicht damit, daß Hitler dies für seine Pläne weidlich ausgenutzt hat.

    Ich sehe auch nicht, daß unter #69 Freidenker01 (20. Jan 2013 18:51) etwas anderes ausgesagt oder die Geschichte, Hitlers Handeln gar, „verklärt“ worden wäre.

  84. Merkwuerden,
    da ich Ihr eingefahrenes Geschichtsbild nicht unnötig stören will nur soviel:
    Guido Knopp-Gläubige können oder wollen die tatsächlichen Ereignisse weder hören noch wahrhaben, weil ja auf keinen Fall sein kann, was nicht sein darf. Zu lange hat man sich dieses einseitige Geschichtsbild demütig angehört und es erfüllt einem nun mit Stolz, gegen Andersdenkende mit der vermeintlichen „Wahrheit“ auftreten zu müssen.

    Also hört man immer wieder leere Worthülsen wie“ Verklärung der Geschichte“ und empfindet absolut berechtigte Anliegen der Sudeten-deutschen bloß als entbehrlichen Ärger.
    Da folgt man schon viel lieber der Gegenseite, wonach die Vertreibung von nicht weniger als 3 Millionen Menschen allein aus der Tschechei völlig zu Recht erfolgt sein soll, die paar Gräuel mit eingeschlossen…
    Schließlich haben wir Deutschen angefangen und sind folgerichtig an allem Schuld. So einfach ist das. Pasta.

    Es ist leider eine Tatsache, dass kein Volk der Welt sich ihr Geschichtsbild so einseitig und unwidersprochen aufdrücken lässt und in einer Art Selbsthass sich so konsequent gegen ihre eigenen Landsleute stellt wie die Deutschen. Unfassbar.

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