Der frühere tschechische Regierungschef Milos Zeman (68) wird neuer Präsident in Prag. Der Wahlkampf bestand aus üblem Nationalismus gegen Deutschle und der Verteidigung der verbrecherischen Benesch-Dekrete, auch durch den amtierenden Präsidenten Klaus. Das ist die EUdSSR, das Europa der verlogenen „gemeinsamen Werte“! Wir sind aber auch selber schuld. Die Annullierung der Benesch-Dekrete vor der Aufnahme der Tschechen in die EU wurde von Deutschland damals nicht zur Vorbedingung gemacht.  Es werde sich schon alles einrenken, hieß es. Aber nichts wird sich einrenken, wenn man immer auf sich herumtrampeln läßt!

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66 KOMMENTARE

  1. Ich wohne 20 Km von der Tschei-grenze weg, habe einige Tschechische Arbeitskollegen. Also wenn wir im Sommer zusammen bei mir oder den Tschechen grillen merke ich nix von Haß. Glaubt mir, das wird sich einrenken. Und glaubt mir, auf Tschechen und Ungarn können wir uns dereinst mehr verlassen als auf Italos und Franzosen. Im Grunde interessiert sich in der Tschei auch niemand wirklich um die große Politik. Die tschechen und wir sind uns sehr ähnlich.

  2. Diese ganze EU-Charge, die uns ja seit Jahrzehnten den Frieden beschert, wird in einigen Jahren aufplatzen wie eine faule Tomate und alle Ressentiments werden an die Oberfläche steigen. Dann knallt es an allen Ecken.

  3. Wir sind halt Weltmeister in den Disziplinen:
    De-Eskalation und Appeasement und ja nicht irgendwo anecken oder gar Flagge zeigen!

    Fällt unter „Ewig-Gestriger“ oder gar „National-Demokrat“ – und das ist eben z.Zt. nicht „en vogue“ – ABER: Unsere Zeit kommt noch . . .

  4. Was dieses gejaule nach 60 Jahren noch soll. Zutiefst schäbig ist das. Eigentlich sollte jeder in der Lage sein so langsam mal vor der eigenen Tür zu kehren und Geschichte als solche zu betrachten.
    Mit den Polen sind wir schon (ein bischen) weiter.

    Schlimmer als jeder Wahlkampf wiegen die Taten bzw. Unterlassungen, in den Streitfällen zwischen den Völkern. Derzeit besonders die GRenzkriminalität. Erst erlauben die Tschechen den Besitz von Hartdrogen, die hier den Markt überschwemmen und dann lassen sie auch noch 7000 Kriminelle frei. (Gegen den Willen ihres Volkes und gegen den Willen unseres Volkes.)
    Das getue um Sudetendeutsche ist nur ein Ablenkungsmanöver auf einem Nebenkriegsschauplatz.

    http://www.blaulicht-blog.net (wieder da!)

  5. #1 daddy0 — dir ist aber im laufe deines lebens schon aufgefallen, hoffe ich, dass die leute, sogar beim grillen, nicht immer sagen, was sie wirklich denken

  6. Sorry, aber hier wird kritisiert, was wir bei uns selber einforden…könnte da auch etwas Neid mitspielen, wie die Tschechen zu ihrer Nation stehen ?

    Einen Blog, bzgl. Islam dürfte es in Tschechien wohl mangels Masse nicht geben.

  7. #6 Obrigkeit (26. Jan 2013 20:53)

    Was dieses gejaule nach 60 Jahren noch soll. Zutiefst schäbig ist das. Eigentlich sollte jeder in der Lage sein so langsam mal vor der eigenen Tür zu kehren und Geschichte als solche zu betrachten.
    Mit den Polen sind wir schon (ein bischen) weiter.
    —————–
    Solange „fremde“ Opfer gebetsmühlenartig beklagt und die eigenen, menschenverachtend verleugnet werden,kann es keine Aussöhnung geben!!!Alles andere ist Heuchelei!!!

  8. Hab gerade folgendes gelesen:

    Vor zwei Jahren fiel Zeman auf einer Konferenz in Prag durch wüste Tiraden gegen den Islam auf. „Der Feind ist die Anti-Zivilisation, die sich ausbreitet von Nordafrika bis Indonesien“

    Deshalb die Frage:
    Warum soll Zeman jetzt ein schlechter Mann sein?

    Der Feind ist der Islam, da hat er doch recht.
    Und das ewige Vertriebenengeschwurbel nervt, ist lange her, interessiert heute keinen mehr.

    Statt auf der Vergangenheit rumzureiten, sollte der Blick nach vorn und gemeinsam gegen die Islamisierung gehen. Das gilt für Polen, Tschechen und die wenigen noch lebenden Vertriebenen.

  9. Widerlich, dass so etwas die Wahl entscheidet! Wir Deutschen sind so blöd, dass wir in Bayern sogar Wälder den Tschechen übergeben haben, die vor der Vertreibung der Stadt Eger gehört haben. Da die Tschechen diese Stadt erfolgreich geraubt haben, steht ihnen nach deutschem Rechtsverständnis auch deren Eigentum in Deutschland zu… Mich widert das alles nur noch an…

  10. Etwa 45 % der abgegebenen Stimmen für den Fürsten zu Schwarzenberg sind doch ein sehr achtbares Ergebnis!!! Alles andere hätte schon an ein Wunder gegrenzt.

  11. Aber nichts wird sich einrenken, wenn man immer auf sich herumtrampeln läßt!

    Dazu mal wieder ein wichtiger Merksatz:

    Wer sich selbst zum Wurm macht, darf sich nicht beschweren, wenn er getreten wird!

  12. „Statt auf der Vergangenheit rumzureiten, sollte der Blick nach vorn und gemeinsam gegen die Islamisierung gehen. “

    Das geht leider nicht, wenn Zeman und Klaus ungehemmt Ihrem Rassismus gegenüber Deutschen ausleben. Wir dürfen uns diesen Deutschenhass nicht gefallen lassen, sondern sollten schon darauf achten, wie man mit uns im Ausland umspringt.

  13. # Proxima Centauri
    Volle Zustimmung
    Allein dieser eine Satz zeigt, daß Zeman, zumindest was die Unterwerfungssekte betrifft, auf der richtigen Seite steht.
    So eine vernünftige Aussage von einem, der als linksgerichtet eingestuft wird. In Deutschland UNMÖGLICH.

  14. Ich habe keine Probleme mit den Tschechen!

    Letztendlich ist die tschechische Bevölkerung genauso von dem Europäischen Rat und der jeweiligen Landesregierung bzgl. der EU verarscht worden, wie wir, die deutsche Bevölkerung. (Gilt auch für die Völker etlicher anderer EU-Länder)

    Vielmehr sollten wir Völker, uns nicht gegeneinander aufhetzen lassen und viel eher die Schuld beim Europäischen Rat in Brüssel und den jeweiligen Landesregierungen suchen!

  15. @ general…is mir schon klar, aber ich kann ein paar Brocken Tschechisch ( womit ich natürlich nur bei Deutschen angebe ) und somit – auch nach ein paar Bierchen – konnte ich bisher auch zwischen den Zeilen ganz gut mitbekommen was gesprochen wird. Im übrigem ist den meisten Tschechen gar nicht mehr bewusst das sie uns eigentlich hassen müssten. Bei Lidice zucken sie mit den Schultern und sagen es war eine andere Zeit, die Sudeten können jederzeit in ihre Geburtsorte fahren, ja sogar dort Grund erwerben. Ich kann auch ein paar Brocken arabisch, womit ich natürlich auch nur vor Deutschen auf den Schlamm haue. Ich gebe es zu…ich mag die Tschechen und die Kriminalität die wir den Tschechen zuschanzen sind meist Zigeuner AUS TSCHECHIEN gewesen. Die Tschechen haben viel für uns übrig und – bemitleiden uns sogar.

  16. @ #4 el ? cid (26. Jan 2013 20:47)

    Wieso eigentlich dieser Hass auf Studentendeutsche?

    Edvard Beneš war ein Nazi
    (Tschechische National-Soziale Partei: siehe Wiki!)
    – er hat die Vernichtung und Verteibung der Deutschen aus dem Sudetenland bereits in den 20er Jahren detailliert geplant.

    Als Hitler an die Macht kam, und die Wehrmacht die Tschechei überrollte, hat Hitler einfach Beneš Pläne aus der Prager Schublade gezogen, und die Namen der Volksgruppen in diesen Planungen (Deutsche/Tschechen) ausgetauscht.

    Wer’s genauer verstehen will, der MUSS folgendes Buch lesen:

    Das verdammte 20. Jahrhundert:
    Erinnerungen und Reflexionen eines politisch Unkorrekten

    von Gerard Radnitzky

    http://www.amazon.de/Das-verdammte-20-Jahrhundert-Erinnerungen/dp/3487084600

    Für einen PI-Leser ist dieses Buch normalerweise sowieso Pflichtlektüre – sehr kurzweilig und mit vielen AHA-Erkenntnissen …

  17. #13 kantilene

    Da ist sicher was dran.

    Aber Schwarzenberg ist nun auch nicht so super wie hier viele meinen. Er ist EU-freundlich – ein Büttel Brüssels ist sicher nichts positives.

    Eigentlich ist es egal, wer in der Prager Burg sitzt – wir Deutsche sollten unser eigenes Ding machen. Aber: die Auseinandersetzung mit dem Islam kann nur gemeinam durch die europäischen Völker erfolgreich sein.
    Wenn die Tschechen einen Präsidenten haben, der sich hin und wieder islamkritisch äußert, ist das erstmal begrüßenswert, auch wenn er nicht unbedingt deutschenfreundlich sein sollte.

  18. Soviel zum Thema Sozialisten, die national werden!

    Da sieht man mal wieder wie nah der Sozialismus am Nationaldenken klebt.

    Wer aber glaubt der berliner Schwarze Block würde nun in Prag einmarschieren um es den „Nazis“ dort mal zu zeigen, der hat sich getäuscht, die denken als Sozialisten (angeblich) nicht national.

    Spätestens wenn die Berliner Sozialisten bemerken, daß sich in ihrer Nachbarschaft andere Deutsche, z.b. Schwaben niederlassen, dann springt ihre linke ideologische Schrebergartenmentalität an und sie brüllen „Schwaben raus“.

    Ich sags ja immer: Scheiß linkes Rassistenpack.

  19. Zu den Tschenfreunden: Klingt vielleicht platt, aber ich glaube, die einfachen Bürger der Länder könnten miteinander gut auskommen. Das gilt – und da hab ich persönliche Erfahrungen – auch bei Italienern und Franzosen.

    Die Probleme tauchen erst auf, wenn Mächtige, sprich Politiker, ins Spiel kommen. Die denken in anderen Dimensionen. Wenige bis keine von denen sind „gute Menschen“. Wenn ich an Politiker denke, deutsche, französische, usw. empfinde ich nur Ekel und Brechreiz. Ich kann die alle nicht ab. Warum sollten die Tschechen besser sein.

    P.S. Unter den einfachen Bürgern gibt es natürlich auch überall Kotzbrocken.

  20. Wir sind aber auch selber schuld.

    Genau so ist es! Das gilt für alles, was hier regelmäßig berichtet wird. Es liegt nicht an den anderen Ländern und es liegt nicht an den Linken. Es liegt an uns. Genauer: An der Charakterschwäche der sogenannten konservativen oder bürgerlichen Politikern – und damit, weil wir ja eine Demokratie sind, an den Wählern. So einfach ist das.

  21. @ #17 Bernhard von Clairveaux (26. Jan 2013 21:56)

    Wer aber glaubt der berliner Schwarze Block würde nun in Prag einmarschieren um es den “Nazis” dort mal zu zeigen, der hat sich getäuscht, die denken als Sozialisten (angeblich) nicht national.

    Richtig! Dieser Schwarze Block, das sind ja auch Inter-Nationalsozialisten:

    Während Nationalsozialisten bestrebt sind, fremde Völker unter die Herrschaft der eigenen Nation zu bringen,
    versuchen Inter-Nationalsozialisten, das eigene Volk unter die Herrschaft von fremden Nationen zu bringen;

    Oder anders betrachtet:
    Hitler hat versucht eine europäische Einheitsrasse durch erzwungene Selektion zu züchten,
    die heutigen Sozis versuchen, eine europäische Einheitsrasse durch erzwungene Vermischung zu züchten;

    Das eine ist genauso schlimm wie das andere – beide Vorgehensweisen fallen unter den Begriff „Rassismus“

  22. @8 Thobry

    Einen Blog, bzgl. Islam dürfte es in Tschechien wohl mangels Masse nicht geben.

    Gibt es doch.
    HIER

    Zum Thema: Zeman ist zwar gegen Islam, aber will laut eigener Aussage die EU Fahne auf der Prager Burg endlich hissen. Der bisherige Präsident Klaus hat es (trotz permanenten Druck tschechischen Sozialisten) erfolgreich verhindert.

    Zeman kann als Präsident den Chef der Zentralbank bestellen. Das hat er auch vor. Er will in das Amt einen Gewerkschaftsboss hieven. Er ist ein linker Sozialist und in der tschech. Presse wurde er öfters als „Alkoholiker und Erzgrobian“ beschrieben. Es wird ihm auch Verbindung zu alten kommunistischen Seilschaften nachgesagt. Seine Frau sollte vor der Wende für einen Militäroffizier arbeiten, der die Demonstrationen 1989 mit einer Panzerdivision unterdrücken wollte. Auch heute ist sie eine Unbekannte. Niemand weisst wo sie arbeitet und auch die Presse konnte es auch nicht heraus bekommen. Es soll auch geheim bleiben, sagte Zeman der heute gewählt wurde.

    Nach EU Gegner Klaus kommt EU Freund Zeman. Eine Verschlechterung.

  23. #6 Obrigkeit,
    schön wieder ein Blaulicht zu sehen! Ich hoffe Dir geht es gut!
    Wahrheitsministerium!

  24. Kewil, interpretiere nicht zu viel hinein. Die Tschechen haben bestimmt nicht aus Hass gegen Sudeten für Zeman gestimmt. Dort gibt es auch andere Probleme als ausgerechnet Sudeten.

  25. #4

    Ja warum wohl? Weil es auch welche gab die Kollaborateure von Hitler waren und auf tschechischem Staatsgebiet Sabotageakte und Bombenanschläge verübt haben?!

    Sicherlich war es nicht richtig alle Sudetendeutschen zu vertreiben und Unschuldige zu töten, aber man sollte auch versuchen zu verstehen warum die Tschechen so reagiert haben!

    Würdet ihr euch das gefallen lassen das euch eine andere Wehrmacht eines fremden Landes überfällt und euch und euren Besitz wegnimmt und euch entrechtet?

    Anzumerken wäre auch das jenen Sudetendeutschen die loyal gegenüber der damaligen tschechischen Regierung waren auch definitiv nichts passierte! Aber leider wird das bis heute unter den Teppich gekehrt und die Tschechen bis zum heutigen Tage als Rassisten und Mörder diffarmiert.

    Auch Sudetendeutschen die mit tschechischen Frauen verheiratet waren ( und was nicht wenige), ist nichts passiert!

    Viele sudetendeutsche Familien waren 2sprachig und es hab innerhalb der Zivilibevölkerung nie Probleme im Zusammenleben.

    Hitler hat alle aufgehetzt und die Sudetendeutschen fürm seine ZWecks missbraucht!

    Wieviele tschechischen und polnische Frauen haben Wehrmachtsoldaten vergewaltigt; wieviele Dörfer abefackelt und Zivilisten erschossen und erschlagen? Ja das wird alles geleugnet bis zum heutigen Tag!

    Was waren denn die Deutschen damals? Alles Unschuldige? Und ein Hitler, und die SS? Unschuldige?

    Es ist nunmal so und menschlich das die Wut dann bei Unschuligen ausgelassen wird, und leider viele Unschuldige dran glauben mussten.

    Aber so zu tun, als wären die Sudeten Deutschen alles Heilige gewesen und Märtyrer ist eine Lüge!

    Frag mal die alten die in der Wehrmacht waren und noch leben, der Hass gegen Tschechen ist denen noch immer ins Gehirn geimpft, weil sie alles nachplapperten was ihnen Hitler eingeredet hat (Gehirnwäsche, Slawen sind Menschen 2. KLasse etc).

    Gibt noch genug so alte Deppen die dieses Gedankengut haben.

    Mir geht das auf den Nerv, das gerade ihr von PI News noch diese ganze Anti-Tschechen Propaganda immer wieder hervorkramt!

    Schwarzenberg wäre der richtige Mann gewesen, denn ich bin auch dafür das man diese Benes Dekrete aufheben sollte und endlich Schluss sein sollte mit diesem Vergangenheitedenken.

  26. Der bisherige Präsident Klaus war ein Deutschlandhasser, ein unzuverlässiger Politiker. Ein Märchenonkel mit eienr deutschen Großmutter.
    Der neue Präsident ist da wesentlich zuverlässiger. Bei dem weiß man ganz genau, woran man ist.

  27. Es hat blieb das eingerenkt, was nie ausgerenkt war.

    Glaubt jemand, dass die Tschechen diese Dekrete abschaffen?
    Ich nicht.

  28. #24 Ronald32 (26. Jan 2013 22:33)

    Sie behaupten sehr viel!

    Fangen wir erstmal damit an:

    Wieviele tschechischen und polnische Frauen haben Wehrmachtsoldaten vergewaltigt;

    Wieviele denn? Soweit ich weiß, stand darauf standrechtliche Erschießung!

    Also wieviele Wehrmachtssoldaten? Bitte belegbare Zahlen!

    wieviele Dörfer abefackelt und Zivilisten erschossen und erschlagen?

    Auch hier wieder mit der Bitte um belegbare Zahlen und Umstände.

    Und bitte jetzt kein 1000 seitiges Buch! Wir leben im Zeitalter des Internets.

  29. Ich glaube auch, dass man da unterscheiden muss. Es gibt viele Polen und Tschechen, die längst überhaupt nichts mehr gegen Deutsche haben, insbesondere dann, wenn sie mit Deutschen Geschäfte machen, wenn wir ihre Länder als Touristen bereisen oder wenn sie in Deutschland längere Zeit leben und arbeiten. Die jüngeren Generationen haben ganz andere Sorgen als ausgerechnet die Nachbarn zu hassen. Aber die ältere, reaktionäre Generation ist nach wie vor stolz auf die Vertreibung der Deutschen; dieser Generation gehören unter anderem auch Zeman und Klaus an. Der Wahlkampf gegen Schwarzenberg wurde bewusst auf dem Rücken Deutschlands geführt, ebenso wie mancher Wahlkampf in Polen, bei dem die Kaczynskis ab Ende triumphiert hatten oder zumindest stärkste Opposition wurden. Trotzdem mussten auch sie, wenn sie in der Regierung waren, eng mit Deutschland zusammenarbeiten, ebenso wie Vaclav Klaus und ebenso wie der neue Präsident. Da braucht man sich keine Sorgen zu machen, allenfalls darüber, dass in vielen Ländern noch immer nicht begriffen worden ist, dass wir 2013 haben und keine Feinde in Europa mehr sind. Wir haben ganz andere Probleme und Sorgen, die wir gemeinsam lösen müssen, seien es Flüchtlinge aus Afrika oder Roma aus Serbien, sei es Industriespionage aus China oder Islamismus aus Saudi-Arabien usw. usw.. Ich kann ja verstehen, wenn jemand, der selbst unter Deutschen gelitten hat, evtl. auch heute noch glaubt, wir seien kriegslüstern, weil man dann auch schon über 80 Jahre ist und seine Meinungen eben nicht mehr revidieren kann und will (das kennt man ja von hiesigen Rentnern auch zu Genüge). Aber wer in Tschechien oder Polen heute relativ arm ist und/oder Angst um seinen Job hat, der wird ziemlich zügig einsehen, dass Deutschland im Moment das geringste Problem dieser Länder ist. Und dass diesen Ländern in den letzten Jahren kaum etwas so viel geholfen hat wie die Tatsache, dass selbst notorische Deutschlandhasser, wenn sie in der Regierung waren, die Kontakte zu Deutschland nicht abgebrochen, sondern nach wie vor gut nachbarschaftlich fortgesetzt haben, auch innerhalb der EU.

  30. Unter diesem Stichwort gibt es einen interessanten Film:

    „Was Guido Knopp verschweigt“
    (bei google bitte suchen)

    In diesem Film wird nicht das Bekannte (ZDF-Doku und Phoenix etc.) sondern mehr das eher Unbekannte behandelt. Holocaust wird dabei aber komplett ausgeblenden, sondern nur die nationale und internationale Politik dabei in 90 Minuten kurz umrissen.

    Es kommt auch die Sudetendeutsche „Frage“ drin vor.

    Aber auch diesen Film sollte man nicht isoliert betrachten…

  31. Komisch, da bekommen die Tschechen einen Staatspräsidenten, über den man bei Wikipedia dieses „vernichtende“ Urteil lesen kann:

    „Positionen

    Zeman ist für seine scharfe, manchmal verletzende Sprache bekannt. Im Juni 2011 nannte er den Islam einen „Feind“, eine „Anti-Zivilisation, die sich von Nordafrika bis nach Indonesien erstreckt. Zwei Milliarden Menschen leben in ihr, finanziert teils durch Öl-, teils durch Drogengeschäfte“. Muslime, die an den Koran glauben, stellte er in eine Reihe mit Antisemiten und Nazis. Gegen Zeman wurde daraufhin ein Strafverfahren eingeleitet[3]“

    Völlig auf PI-Linie, in Deutschland undenkbar, dass jemand mit so einer Sicht Präsident wird – und was passiert???
    PI meckert!!!
    Na, was nu?

  32. „Das ist die EUdSSR, das Europa der verlogenen “gemeinsamen Werte”!“
    ———————————————————–

    Diese “gemeinsamen Werte” scheinen sich derzeit darin zu erschöpfen, daß immer mehr Mitglieder des „gemeinsamen Hauses“ €uropa bereit sind die Hand über den Umweg Brüssel aufzuhalten, Michels Steuergroschen in Empfang zu nehmen und gleichzeitig ganz offen ihrem HaSS den Deutschen gegenüber zu frönen.
    Aber wie gesagt, unsere Polit- „Eliten“ scheinen sich in diesem neuen Gefüge besonders gut zu fühlen, und Michel 0815 wählt scheinbar unbelehrbar, in selbstquälerischer Manier wieder und wieder diese „Eliten“.
    Merkwürdige Zeiten, das ! 😯

  33. #31 WahrerSozialDemokrat (26. Jan 2013 23:12)

    „wieviele Dörfer abefackelt und Zivilisten erschossen und erschlagen?

    Die Dörfer Lidice und Ležáky wurden von den Deutschen komplett vernichtet, sogar am Ende des Krieges massakrierten deutsche Truppen tsjechische Zivilisten, z.B. in Trhová Kamenice und Javo?í?ko

    Opfer: ca. 345,000 inkl. 277.000 Juden.

    http://en.wikipedia.org/wiki/German_occupation_of_Czechoslovakia

  34. #36 Stekel (27. Jan 2013 00:13)

    Die Zahlen (Opfer:) beziehen sich jetzt aber nicht auf meine Frage! Und sind auch keine Angaben bzgl. der Dörfer?

    Und was ist dort:
    “ As many as 144,000 Soviet troops died during the liberation of Czechoslovakia.“
    mit „liberation“ gemeint?

    Also die Sowjets haben befreit? Wer sowas leichtfertig schreibt, sollte mit allem anderem auch hinterfragt werden.

    Nicht das wir uns falsch verstehen, das es Unrecht gab bestreitet keiner, ich behaupte nur, das eine Unrecht wird übergebühr betont und auch mit Zahlen nach oben stetig geändert und das andere Unrecht vernebelt, nach unten nivelliert, ja sogar als Notwendigkeit einer Kausalkette betrachtet.

    Grundsätzlich wäre ich bzgl. Zahlen zum Kriegsende (mind. 1 Jahr) hin, egal von welcher Seite genannt, extrem vorsichtig… (zumindest meine Einschätzung)

  35. Ungefähr dieselbe Zahlen werden in der deutschen Wikipedia erwähnt, (meiner Meinung nach sind die englische/amerikanische Wiki’s meistens besser), weiter: Zudem wurden etwa 8000 Tschechen ermordet, davon etwa 1700 während der Terrorwelle nach dem Heydrich-Attentat.

    Nicht nur die Russen (die z.B. auch Theresienstadt befreiten), sondern auch westliche Allierten haben die Czechoslovakei befreit, d.h. Südwestböhmen.
    Weil die Nazis die tsjechische (Waffen)Industrie brauchte, haben sie sich im Vergleich zu anderen besetzten Gebieten gemässigter verhalten.

  36. Durch die Benes-Dekrete wurde jeder einzelne Sudetendeutsche für den Zweiten Weltkrieg verantwortlich gemacht, sie wurden kollektiv bestraft, die Schuld oder das Vergehen des Einzelnen nicht geprüft, es reichte die Volkszugehörigkeit. Das war eine ethnische Säuberung, auch wenn hier einige Verständnis für die Rachegefühle der Tschechen haben, bleibt es trotzdem Unrecht.
    Und wenn sechzig Jahre nach Kriegsende diese Dekrete immer noch gültig sind, ist das kein Zeichen der Versöhnung. Denn Versöhnung bedeutet nicht ein privater lustiger Grillabend mit tschechischen Freunden, sondern begangenes Unrecht als Unrecht zu benennen und zwar von offizielller Seite.

  37. #40 mvh (27. Jan 2013 01:22)

    the Czech government did express its regret in the 1997 Joint Czech-German Declaration on the Mutual Relations and their Future Development:

    III. The Czech side regrets that, by the forcible expulsion and forced resettlement of Sudeten Germans from the former Czechoslovakia after the war as well as by the expropriation and deprivation of citizenship, much suffering and injustice was inflicted upon innocent people, also in view of the fact that guilt was attributed collectively. It particularly regrets the excesses which were contrary to elementary humanitarian principles as well as legal norms existing at that time, and it furthermore regrets that Law No. 115 of 8 May 1946 made it possible to regard these excesses as not being illegal and that in consequence these acts were not punished.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Expulsion_of_Germans_from_Czechoslovakia

  38. Dass „die Tschechen“ noch nicht ehrlich mit ihrer Geschichte und den dunklen Seiten 1945 ff. umgehen können, ist wohl unbestreitbar. Ganz anders übrigens in Ungarn, wo kürzlich offiziell an die Vertreibung der Deutschen erinnert worden ist. Trotzdem finde ich, dass sich schon etwas verbessert hat. In diesem Sinne stimme ich

    #12 wayfaring stranger (26. Jan 2013 21:25) zu:

    Etwa 45 % der abgegebenen Stimmen für den Fürsten zu Schwarzenberg sind doch ein sehr achtbares Ergebnis!!! Alles andere hätte schon an ein Wunder gegrenzt.

  39. Aber nichts wird sich einrenken, wenn man immer auf sich herumtrampeln läßt!

    Und noch weniger wird sich ändern, wenn man von außen versucht, eine bestimmte Geisteshaltung zu erzwingen oder sonstigen Druck auf ein kleineres Land ausübt. Damit erreicht man nur das Gegenteil! Aufarbeitung der eigenen Geschichte braucht Zeit (dass sollten wir gelert haben)und muss aus der Mitte der Gesellschaft kommen. Dass die EU eben nicht versucht, Gesinnungen zu erpressen zeigt erneut, dass sie eben keine Diktatur ist!

    Sehen wir es doch positiv; hauptsache der Hetzer Klaus ist endlich weg – es kann nur besser werden!

  40. Dass die EU eben nicht versucht, Gesinnungen zu erpressen zeigt erneut, dass sie eben keine Diktatur ist!

    Bist du schon vor 5 Uhr morgends betrunken?

  41. Natürlich wurde den Sudetendeutschen ganz unbestritten sehr viel Unrecht und Leid angetan. Da haben die Tschechen noch ordentlich Aufholbedarf was die Aufarbeitung belangt.

    Trotzdem würde ich mich davor hüten, die Vergangenheit zu stark aufzuwärmen.

    Ich war oft in Tschechien auf Urlaub. Ein tolles Land – besonders Prag. Sehr freundliche Menschen – von irgendeiner Abneigung gegen Deutsche überhaupt keine Spur, ganz im Gegenteil. Die junge Generation hat auch kaum mehr Bezugspunkte zu der Vergangenheit. Und man kommt sogar mit Deutsch weiter als mit Englisch. Viele Tschechen sprechen Deutsch.

    In Tschechien gibt es viele Probleme, vor allem was die Wirtschaft (niedrige Löhne bei gleich hohen Lebenserhaltungskosten wie in Deutschland), Korruption und Kriminalität (Tschechien ist der Crystal-Meth Hauptumschlagplatz in Europa) angeht. Mit Roma gibt es auch einige Probleme.

    Allerdings ist der Islam-Anteil dort sehr niedrig (von 10 Mio. sind nur ca. 30.000 Moslems) und die PC ist dort kaum ausgeprägt.

    Wenn plötzlich irgendwelche Massen an Moslems daherkommen würden bzw. korrekter gesagt, die Regierung sie importieren würden und glauben sie sind die neuen Herrenmenschen, man könnte kaum schauen, so schnell wären die Bürger auf der Straße. Ein großer Unterschied zu uns. Trotz aller Probleme ist CZ immer noch das wirtschaftlich stärkste und stabilste Land in Osteuropa.

    Von daher gehe ich so weit und würde sagen, dass bei einer möglichen endgültigen Islamisierung Westeuropas und Westdeutschlands, Tschechien (neben Ostdeutschland und anderen osteuropäischen Staaten) ein potentielles Exil-Land wäre. Wohl kaum würden diese Länder sich eine Islamisierung gefallen lassen wie im Westen.

  42. #42 Euro-Vison (27. Jan 2013 04:40)
    von „außen“ versucht doch niemand, eine „bestimmte Geisteshaltung zu erzwingen“. Es geht ganz einfach darum, dass in Tschechien auch das Thema „Benes“ möglichst objektiv diskutiert wird. Oder solltest du ernsthaft denken, dass „wegen Hitler“ die Vertreibung von Millionen sudetendeutschen Tschechen von Haus und Hof und Heimat gerecht bzw. gerechtfertigt war?
    In diesem Sinn sind 45 Prozent Zustimmung für Schwarzenberg gar nicht so schlecht.

    #43 marc2 (27. Jan 2013 05:31)
    Im wesentlichen stimme ich dir zu. Trotzdem erwarte ich von den jungen Tschechen, dass sie die Vergangenheit nicht mit tradierten anti-deutschen ressentiments beurteilen. Da scheint sich ja was (s. Schwarzenberg) zu tun. Übrigens ist das „Roma-Problem“ auch indirekt mit der Vertreibung der Deutschen zusammenhängend: Als die Deutschen nämlich vertrieben worden waren, konnten die Tschechen oft nichts mit den leerstehenden Häusern anfangeN. Irgendwann zogen dann die Roma dort ein, was teilweise die Problematik heute erklärt.

  43. Deutschland hat den 2WK verloren und auch das ist die späte Konsequenz. Deutschland hat nichts aus seinen Niederlagen gelernt. Also warum wundert man sich?
    Die Tschechen sehen es selbst, was in Deutschland los ist. Die Tschechen (und andere Mittel/Osteuropäer) würden es nie – jetzt und später auch erlauben, dass sie von den Moslems unterwandert werden. Die geschichtlichen Ereignisse sind wesentlich deutlicher präsent, als in Deutschland. Das Denken wurde nicht politisch korrekt unifiziert.

  44. … und immer dabei:

    Höhepunkt der nationalistischen Schmutzkampagne gegen den konservativen böhmischen Adelsspross Schwarzenberg war am Freitag, dem ersten Tag der Wahlen, eine ganzseitige Anzeige in der meistgelesenen Zeitung des Landes, „Blesk“. Darin wurden die Leser aufgefordert, unter keinen Umständen Schwarzenberg zu wählen. Der wolle die Sudetendeutschen entschädigen, er bereite „den Boden für die Rückgabe des Eigentums an die Nachfahren der Kriegsverbrecher“, hieß es da unter anderem. Die Anzeige hatte ein früherer Stasi-Offizier in das Blatt lanciert, der enge Kontakte zum Umfeld Zemans hat.

  45. Sehr bedauerlich!

    Der „Fürst Schwarzenberg“ wäre 1000 X besser und ehrlicher gewesen!

    Man sieht wieder, die alten Ressentimenst bleiben bestehen.

  46. Die Wahlergebnisse sind mehr als bedauerlich angesichts der Tatsache, daß sie, anstelle einer vernünftigen Realpolitik zum Wohle der arbeitenden Bevölkerung, vor allem durch eine Neubelebung des tschechischen Nationalismus zustande gekommen sind, die auch offen rassistische Töne hervorgebracht hat. Dennoch: 45 Prozent für den Fürsten von Schwarzenberg sprechen für eine Denkweise bei einem Großteil der tschechischen Bevölkerung, die hinsichtlich der Vertreibung der Sudetendeutschen, die von Schwarzenberg als eine Schande für die tschechische Geschichte bezeichnet hat, immerhin hoffen läßt. Schwarzenberg hat denn auch die Quittung in Gestalt einer für unsere Zeit beispiellosen und rassistisch geprägten Schmutzkampagne bekommen.

    Die Geschichte war nie Schwarz-Weiß, und sie ist auch heute nicht Schwarz-Weiß. Ich sehe bei beiden Kandidaten Vorzüge als auch Dinge, die ich nicht teilen kann. Für den größeren Teil der tschechischen Bevölkerung sehe ich, daß man zu lernen haben wird, daß es einen gesunden Nationalismus gibt, der ohne rassistische Gleichsetzungen und Vorurteile auskommt. Ein Umdenken hat bei vielen schon begonnen.

    Das betrifft auch die Vorurteile und Stigmatisierungen, die bis heute gegen die Volksgruppe der Sudetendeutschen gerichtet sind, von denen einige uns noch immer erzählen wolle, daß sie allein in der Nazi-Barbarei zu suchen wären, als ob es davor keine eigene tschechische Geschichte gegeben habe. Sie sind allerdings älter, als diesen Geschichtsklitterern recht sein könnte. Das ist im Grunde auch der Misthaufen, aus dem die verbrecherischen Benesch-Dekrete ihren Nährboden bezogen haben; Rachegelüste gaben dem lediglich noch den letzten Auftrieb und eine scheinbare Rechtfertigung.

  47. Immerhin ist erstaunlich, dass es der kaum reinrassige Tscheche Schwarzenberg auf 45 % der Stimmen gebracht hat. Ich habe mal ein umfangreiches TV-Interwiew in SF DRS mit Schwarzenberg verfolgt. Grundsätzlich ein sehr besonnener, eher zurückhaltender Mann. Was mich jeder total erschreckt hat, ist dessen absolute EU-Hörigkeit, die schon beinahe an Kadavergehorsam gegenüber der Brüsseler Obrigkeit ausartete. Von grossen demokratischen Rechten scheint dieser alte Fürst leider auch nicht viel zu halten. Vom grundsätzlich linken Zeman hat man da schon ganz anderes gehört und deshalb hätte ich, obwohl alles andere als linkslastig, meine Stimme auch Zeman gegeben.

  48. #28 Ronald32 (26. Jan 2013 22:33)

    Ja warum wohl? Weil es auch welche gab die Kollaborateure von Hitler waren und auf tschechischem Staatsgebiet Sabotageakte und Bombenanschläge verübt haben?!

    Waren die vielen nach dem Kriege in Lagern, Gefängnissen oder auch auf offener Straße gefolterten, gequälten, zu Tode geschlagenen, in Flüssen ersäuften oder sonstwie umgebrachten Kinder, Frauen und Greise auch „welche“?

    Anzumerken wäre auch das jenen Sudetendeutschen die loyal gegenüber der damaligen tschechischen Regierung waren auch definitiv nichts passierte

    Das Wort „definitiv“ ist schlicht Unsinn, weil es nur wenige betrifft. Es gibt zahllose Berichte gerade auch von Leuten, die sich aufgrund solcher Lebensläufe sicher wähnten und ihren Irrtum oft mit dem Tode, meist aber mit ihrer Gesundheit bezahlt haben, nachdem man sie halbtot geprügelt hatte. Das betrifft auch nicht wenige tschechisch-deutsche Mischehen.

    Viele sudetendeutsche Familien waren 2sprachig und es hab innerhalb der Zivilibevölkerung nie Probleme im Zusammenleben.

    Viele, ja, aber eben längst nicht bei allen.

    Literaturempfehlung: „Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen“, c. 590 Seiten mit 369 Einzelberichten sowie Kopien tschechischer Erlasse im Anhang, herausgekommen um 1950, nur noch antiquarisch erhältlich.

  49. Ronald32
    Sie Sie nun endlich fertig mit Ihrer endlosen Hasstriade gegen das eigene Volk oder wollen Sie uns nochmehr mit dieser vollkommen einseitigen und verlogenen Geschichte beglücken?

  50. Die Botschaft hör ich wohl, doch allein mir fehlt der Glaube.
    Denn solange man nicht aufhört, den ehemals deutsch-tschechischen Konflikt erst mit dem Jahr 1933 beginnen zu lassen, wird der einseitige dt. Schuldkomplex bleiben und die Tschechen haben ihrerseits kein Interesse daran, diese Geschichte ins rechte Licht zu rücken. Das kann man auch aus der jüngsten Wahl in Tschechien wieder ablesen.
    Doch bei einem Krieg kommt es nicht so sehr darauf an, wer die ersten Schüsse abgegeben hat, sondern vor allem was diesen Schüssen vorausgegangen ist!

  51. #55 Freidenker01 (27. Jan 2013 12:19)

    (…) solange man nicht aufhört, den ehemals deutsch-tschechischen Konflikt erst mit dem Jahr 1933 beginnen zu lassen, wird der einseitige dt. Schuldkomplex bleiben und die Tschechen haben ihrerseits kein Interesse daran, diese Geschichte ins rechte Licht zu rücken.

    Genau das ist der Punkt. Die Wahrheit muß ans Licht; solange man der Lüge erlaubt, im Hintergrund weiter vor sich hin zu schwelen, wird dies nicht ausgeräumt; echte, von Herzen kommende, weil „unverordnete“ Aussöhnung ist nur innerhalb der Wahrheit möglich.

  52. Schneeleib
    Tom62
    Absolut richtig. Einem Milos Zeman, der die Benesch Mord-Dekrete öffentlich stets konsequent verteitigt, der die Vertreibung der Deutschen offensichtlich ganz im Geiste Benesch und Co. heute noch für eine Großtat hält, indem er den Deutschen via Medien ausrichten lässt, sie sollen froh sein, mit der Vertreibung noch milde davongekommen und nicht gleich an die Wand gestellt worden zu sein, stehen lediglich unsere deutschen Selbstbezichtigungsfanatiker gegenüber, die nur Abnicken. Und das alles soll eine tragbare Versöhnung sein?

  53. @Stekel
    „Die tschechische Seite bedauert, daß durch die nach dem Kriegsende erfolgte Vertreibung sowie zwangsweise Aussiedlung der Sudetendeutschen aus der damaligen Tschechoslowakei, die Enteignung und Ausbürgerung unschuldigen Menschen viel Leid und Unrecht zugefügt wurde, und dies auch angesichts des kollektiven Charakters der Schuldzuweisung. Sie bedauert insbesondere die Exzesse, die im Widerspruch zu elementaren humanitären Grundsätzen und auch den damals geltenden rechtlichen Normen gestanden haben, und bedauert darüber hinaus, daß es aufgrund des Gesetzes Nr. 115 vom 8. Mai 1946 ermöglicht wurde, diese Exzesse als nicht widerrechtlich anzusehen, und daß infolge dessen diese Taten nicht bestraft wurden.“
    Quelle:Wikipedia
    Ja, und? Warum werden dann die entsprechenden Passagen der Benes-Dekrete nicht einfach gestrichen, warum hält man weiter daran fest? Ich könnte die Angst der Tschechen vor eventuellen Ansprüchen der nachgeborenen Sudetendeutschen auf ihren verlorenen Besitz verstehen, aber auch das wurde bereits 1973 durch Verträge geregelt, demnach können keine Besitzansprüche geltend gemacht werden.

  54. Möchte an dieser Stelle kewil danken, daß er dieses Thema erneut anspricht.
    Der Haß auf Sudetendeutsche hat m.E. nicht primär etwas mit dem Einmarsch der Wehrmacht 1938 zu tun. Bereits 1918 gab es in Prag und anderswo heftigste Gewaltexzesse, ähnlich den Spartakusaufständen in Berlin und München, hier aber nicht zwischen den politischen Lagern, sondern vor allem gegen Deutsche gerichtet. 1919 ließ Mazaryk, erster Staatsgründer der CSR, eine friedlich für ihr Selbstbestimmungsrecht eintretende Demonstration von Sudetendeutschen von tschechischer Miliz zusammenschießen. 1935 folgte auf Mazaryk dieser Benes, welcher die systematische Entrechtung und Enteignung der Sudetendeutschen zum erklärten politischen Handeln machte und nur innerhalb von drei Jahren fast den gesamten deutschen Mittelstand in den wirtschaftlichen Ruin getrieben hat. Selbst schikanöse Zwangsabgaben nur für Deutsche und administrative Degradierungen zu Bürgern zweiter Klasse haben diese Volksgruppe nicht nachhaltig massenhaft zu politisieren vermocht. Zwar gab es eine Partei „heim ins Reich“; diesem Fakt aber folgend, die Sudetendeutschen als fünfte Kolonne Hitlers zu bezeichnen ist schweres Unrecht und eine elende Lüge des politischen Gegners seit Kriegsende.
    Es war G.Schröder vorbehalten, die Tschechei ohne Revision der Benes-Dekrete in die EU aufzunehmen, eines Politikers, an dessen Händen das Blut von 290000 Sudetendeutschen klebt. Das ist die politische Perspektive der EU und deren „moralische“ Legitimation. Pfui Teufel

  55. Es ist vielleicht die Aufgabe unserer Generation die europäische Geschichte von der Geschichtsklitterung zu befreien.

    Der Mythos der deutschen Schuld ist ein Verbrechen an Moral und Anstand!

    Natürlich hätten es viele in Europa, ich denke an Sozialisten, Möchtegernen und anti-deutsche Deutsche, die der falschen Geschichtsschreibung einiges abgewinnen können, da sie dadurch manchen Vorteil (Ämter) erhalten.

    Aber aus meiner Sicht wird es Europa aber niemals schaffen, wenn es nicht ehrlich mit seiner Geschichte umgeht, denn Europa bekämpft Deutschland seit dem Dreißigjährigen Krieg.

    Versaille und Hitler waren nur Zwischenstation, unter denen besonders die Deutschen leiden mussten.

    Ich sehe auch die Polen, die Tschechen und die Slowaken als uns näher angesiedelt als unsere angeblichen Freunde im Westen und Süden, und dennoch erwarte ich von ihnen eine ehrliche Aufarbeitung diesen Teils der Geschichte, im Hinblick auf die gemeinsame Zukunft und die Gemeinsamkeit des geschichtlichen Kulturraumes.

    Fahrt doch einmal nach Breslau, Krakau, etc. und ihr werdet sehen, wie viel deutsches Erbe dort vorhanden ist.

  56. Die Tschechen sind keinesfalls nationalistisch. Sie haben viel unter den Österreichern, Deutschen und Russen gelitten. Die Sudetendeutschen haben für Hitler gejubelt. Die Rechnung kam acht Jahre später. Es gab natürlich Sudetendeutsche, die mit Hitler nichts am Hut hatten und diese Menschen verdienen mein Mitleid.

  57. #59 mvh (27. Jan 2013 14:45)

    „Warum werden dann die entsprechenden Passagen der Benes-Dekrete nicht einfach gestrichen, warum hält man weiter daran fest?“

    Da es für Sie angeblich so wichtig ist, würde ich vorschlagen, sich darüber bei den Tsjechen zu erkündigen.

  58. #62 Martin Schmitt (27. Jan 2013 18:32)

    Die Tschechen sind keinesfalls nationalistisch.

    Ich würde mich eher mit der Tatsache einverstanden erklären, daß es in der Frage „die Tschechen“ nicht gibt. Anderenfalls hat der Ex-(National-)Kommunist Zeman mit gerade einer extrem nationalistischen Kampagne unter 55 % der tschechischen Wähler punkten können. Wen geht das zusammen, wenn doch Nationalismus unter den Tschechen „keinesfalls“ ein Thema sei?

    Sie haben viel unter den Österreichern, Deutschen und Russen gelitten.

    Unbestritten. Aber welches Volk hat nicht unter dem Diktat anderer Staaten gelitten?

    Die Sudetendeutschen haben für Hitler gejubelt. Die Rechnung kam acht Jahre später.

    Sehen Sie, das ist es, was ich für eine einseitige, sich die Geschichte passend zusammensuchende Sichtweise halte. Was meinen Sie, waren wohl die Ursachen dafür, daß Sudetendeutsche „für Hitler gejubelt“ haben?

    [ ] Sie waren von Geburt an Rassisten und Nazis

    [ ] Sie waren alle …. (bitte einfügen, was immer beliebt)

    [ ] Die Ursachen für diesen verhängnisvollen Weg sind im tschechischen Nationalismus, sichtbar vor allem im Umgang mit Minderheiten, vor 1938 zu suchen gewesen.

    Es gab natürlich Sudetendeutsche, die mit Hitler nichts am Hut hatten und diese Menschen verdienen mein Mitleid.

    Das entspricht genau der oben angesprochenen Denkweise: Nur wer „richtig“ denkt, ist lebenswert. Das wiederum, ja, wo finden wir das denn gleich noch mal…

    Ich muß mich hoffentlich nicht erst rückversichern, daß ich keinerlei Verbrechen, begangen von welcher Seite auch immer, beschönige. Im Gegensatz zu Ihnen geht mir jedoch jedes Verständnis für Verbrechen auch dann ab, wenn es von der vorgeblich „richtigen“ Seite verübt worden ist. Alles hat Ursachen und, gerade auch hier, einen sehr diffizil geprägten Kontext, der mit so einfach-eingängigen und einseitigen Parolen nun einmal nicht erklärt werden kann.

  59. #62 Martin Schmitt (27. Jan 2013 18:32)

    Die Tschechen sind keinesfalls nationalistisch.

    Ich würde mich eher mit der Tatsache einverstanden erklären, daß es in der Frage „die Tschechen“ nicht gibt. Anderenfalls hat der Ex-(National-)Kommunist Zeman mit gerade einer extrem nationalistischen Kampagne unter 55 % der tschechischen Wähler punkten können. Wen geht das zusammen, wenn doch Nationalismus unter den Tschechen „keinesfalls“ ein Thema sei?

    Sie haben viel unter den Österreichern, Deutschen und Russen gelitten.

    Unbestritten. Aber welches Volk hat nicht unter dem Diktat anderer Staaten gelitten?

    Die Sudetendeutschen haben für Hitler gejubelt. Die Rechnung kam acht Jahre später.

    Sehen Sie, das ist es, was ich für eine einseitige, sich die Geschichte passend zusammensuchende Sichtweise halte. Was meinen Sie, waren wohl die Ursachen dafür, daß Sudetendeutsche „für Hitler gejubelt“ haben?

    [ ] Sie waren von Geburt an Rassisten und Nazis

    [ ] Sie waren alle …. (bitte einfügen, was immer beliebt)

    [ ] Die Ursachen für diesen verhängnisvollen Weg sind im tschechischen Nationalismus, sichtbar vor allem im Umgang mit Minderheiten, vor 1938 zu suchen gewesen.

    Es gab natürlich Sudetendeutsche, die mit Hitler nichts am Hut hatten und diese Menschen verdienen mein Mitleid.

    Das entspricht genau der oben angesprochenen Denkweise: Nur wer „richtig“ denkt, ist lebenswert. Das wiederum, ja, wo finden wir das denn gleich noch mal…

    Ich muß mich hoffentlich nicht erst rückversichern, daß ich keinerlei Verbrechen, begangen von welcher Seite auch immer, beschönige. Im Gegensatz zu Ihnen geht mir jedoch jedes Verständnis für Verbrechen auch dann ab, wenn es von der vorgeblich „richtigen“ Seite verübt worden ist. Alles hat Ursachen und, gerade auch hier, einen sehr diffizil geprägten Kontext, der mit so einfach-eingängigen und einseitigen Parolen nun einmal nicht erklärt werden kann.

  60. Was der „Geschichtsunterricht“ an so manchen Gesamtschulen in rot-grünen Ländern angerichtet hat, kann man sehr gut an vielen Kommentaren sehen, selbst Geographiekenntnisse fehlen.
    Es wird von den „Sudeten“ gesprochen wenn Sudetendeutsche gemeint sind. Die Sudeten sind ein Gebirgszug: Isergebirge, Riesengebirge, Altvatergebirge,Eulengebirge – heute zwischen Tschechei und Polen geteilt.Wenn man „Alpendeutsche“ meint, spricht man ja auch nicht von den „Alpen“.
    Viele Schüler haben es erlitten: Die Geschichte beginnt immer erst ab 1933 oder 1939.
    Fakten: Böhmen, seit dem 12. Jhd. staatsrechtlich mit Deutschland verbunden,war stets ein multi-ethnisches Gebilde, es lebten Deutsche und Tschechen zusammen.Als die Tschechen 1918 ihren eigenen Nationalstaat aufmachten, wollten die Deutschen nicht dazugehören. Sie wurden mit Gewalt in diesen Staat hineingezwungen, die demokratisch gebildeten deutsch-böhmischen Landesregierungen wurden vertrieben. Benesch hätte schon damals die deutsche Bevölkerung vertrieben. Die Tschechen sagen, die Sudetendeutschen hätten 1938 den Staat verraten. Man kann aber nicht etwas verraten, in das man mit Gewalt hineingezwungen wurde.
    Die bedauerlichen Exzesse der Nazi-Besatzung der Tschechei gaben den willkommenen Anlaß, die Deutschen endlich aus ihren jahrhundertealten Siedlungsgebieten zu vertreiben. Das war ein Verbrechen und bleibt eines. Das Mindeste, was man von den Tschechen erwartetn kann, daß sie sich wie die Ungarn für diese Untaten entschuldigen. Genau das machen sie aber nicht sondern rechtfertigen bis zum heutigen Tage die Vertreibung.

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