Etliche muslimische Meinungsführer und Theologen lehnen die Demokratie rundheraus ab. Sie halten sie nicht nur für „unislamisch“, sondern warnen auch Muslime in westlichen Gesellschaften vor einer zu weitgehenden Integration. Sie rufen sie dazu auf, sich abzuschotten und sich ihrer endgültigen Beheimatung in Europa zu verweigern. Besonders die in die Schlagzeilen geratenen Salafisten fallen durch ihre lautstarke Ablehnung der Demokratie und westlichen Gesellschaft auf.

Andere Theologen und Sprecher der muslimischen Gemeinschaft bejahen die Demokratie zwar als ureigenes islamisches Prinzip, begründen dann jedoch nur Teilaspekte der Demokratie mit dem Islam, während sie andere ablehnen, wie zum Beispiel den freien Religionswechsel auch für Muslime. Damit vereinnahmen sie die Demokratie und deuten sie um, bis sie in ihren vorgegebenen Deutungsrahmen hineinpasst: Demokratie darf für sie nur das sein, was ihnen nützt (wie etwa die Freiheit zur Verbreitung des Islam), aber nicht, was ihren von der Scharia, dem islamischen Recht, geprägten Auffassungen widerspricht (wie die westliche Pressefreiheit, die auch die Veröffentlichung von Karikaturen mit einschließt).

Wieder andere Intellektuelle, Theologen oder Autoren haben verschiedene Modelle der Vereinbarkeit des Islam mit Freiheits- und Gleichheitsrechten sowie der Begründung der Demokratie aus dem Islam entworfen. Demokratien und demokratische Prinzipien vollständig zu bejahen ist jedoch nur möglich, wenn das klassische Schariarecht nicht als heute verbindlich anzuwendendes Recht betrachtet wird.

(Aus einem längeren Interview mit Christine Schirrmacher, die eben ein neues Buch veröffentlicht hat: Islam und Demokratie – ein Gegensatz?)

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36 KOMMENTARE

  1. Demokratie und Islam gehen nicht zusammen. Siehe auch das Buch: Index – verbotene Bücher „ISLAM – Märchen aus tausend und einer Nacht“
    Eine wissenschaftliche Analyse, wie der Islam enstanden ist mit welcher Intention.

  2. In unserem demokratischen Rechtsstaat ist die Religionsfreiheit garantiert. Dazu gehört auch die Möglichkeit von Religion nichts wissen zu wollen und auch Religionen nicht zu mögen. Oder auch nur von bestimmten Religonen verschont zu bleiben. Genauso wie man keine Sardellen auf der Pizza mögen darf, darf man auch keinen Islam im persönlichen Leben mögen.

  3. @ #1 Sempronius Densus Bielski (11. Aug 2013 10:02)

    >>In unserem demokratischen Rechtsstaat ist die Religionsfreiheit garantiert. Dazu gehört auch die Möglichkeit von Religion nichts wissen zu wollen und auch Religionen nicht zu mögen. Oder auch nur von bestimmten Religonen verschont zu bleiben.<<
    Dieses Recht hat man den Deutschen schon klammheimlich genommen. Die hässliche Verkopftuchung des öffentlichen Raumes durch den Islam zeugt davon.

  4. Der Demokratie in Deutschland könnten die Islamisten dienen, indem möglichst viele von ihnen Heimreisen würden!

  5. Ja, das ist OT, liebe PI-Macher.

    Könnt Ihr die Google-Anzeigen nicht so einstellen, dass keine muslimische Werbung kommt?

    Wieso werde ich auf PI mit Werbung für türkische und muslimische Dating-Websites belästigt, z.B. asikiss.com (sollte besser Assi-Kiss heißen..)

    Sehr integrationsfödernd, dieses Portal.

    Werbung ist ja prinzipiell richtig.
    Aber: kann man Google-Anzeigen nicht so beschränken, dass keine muslimische Werbung kommt?
    Passt irgendwie nicht zur Leitlinie „Gegen Islamisierung“…

  6. Sollte der Islam demokratiekritisch sein wäre das ein weiterer Grund* zu konvertieren 😉
    Erst die Demokratie (bzw. ihre Simulation hierzulande) hat die Ausbreitung des Islam bei uns ermöglicht!
    *der andere Grund ist die Ablehnung des Feminismus

  7. #7 Proxima Centauri (11. Aug 2013 10:38)

    > Google-Werbung Muslima-Dating

    Das ist noch gar nichts verglichen mit der von mir absolut unerwünschten Pro-EEG-Werbung (Wind, Solaranlagen) mit der alle möglichen Webseiten um sich hauen.

    Meines Wissens kann man sowas nicht abstellen. Es sei denn es verstösst gegen landesübliche Gesetze,

  8. Tja, man hätte diesen Leuten erst mal erklären müssen, was wir in Deutschland und Europa unter Demokratie verstehen.

    Im Prinzip ist es bereits eine Demokratie, wenn ein Kannibalenstamm mit 200 Mitgliedern zu erst darüber abstimmen lässt, ob den Stamm kannibalisch leben will.

    Hat der Kannibalismus die Mehrheit, wird danach darüber abgestimmt, wer an den Spiess muss.

    Ganz basisdemokratisch, ohne grosse Menschenrechtsdebatte und stundenlanges Verfassungswälzen, ob vieleicht noch irgendetwas dagegen spricht, dass das demokratisch gewählte Abendessen an den Spiess kommt.

    Sooo, das ist nun eine Demokratie ganz nach Mohammedaners Geschmack, die hoffen nämlich, uns in Zukunft demokratisch per Mehrheitsentscheid unsere Rechte beschneiden zu können, wie in jedem Mohammedanistan die Rechte von Nichtmohammedanern drastisch beschnitten und hinter die Rechte der Mohammedaner gestellt werden, weil im Islam, ebenso wie in der fiktiven Kannibalengesellschaft, keine Menschenrechtsdebatte und kein verfassungswälzen über die Rechte von Nichtmohammedanern gibt.

    Die Richtschnur ist die Scharia und die leitet sich ab aus Koran und Hadith, fertig.

    Dank eurer demokratischen Gesetze werden wir euch besiegen und Dank unserer religiösen Gesetze werden wir über euch herrschen.

    Das ist die Zusammenfassung.

    Nur in einer Gutmenschen-Demokratie wie der Unseren ist es möglich, dass eine feindlich gesinnte Parallelgesellschaft die Mehrheit erlangen kann und die ethisch völlig andersgearteten Gesetze der mohammedanischen Parallelgesellschaft sorgen dafür, dass es mehrheits-moralisch und damit basis-demokratisch total in Ordnung geht, die Ungläubigen zu unterdrücken oder eben gleich zu vertreiben oder zu schächten.

  9. Ich war Jahre lang in CVJM und dort auch in der Jugendbewegung Ten Sing unterwegs.
    In Ten Sing die eine offene Jugendarbeit des CVJM dastellt waren Christen und Ateisten Freunde.
    Niemand kann den anderen dazu zwingen den Glauben des anderen anzunehmen.
    Ich verstehe diese Zeit auch als gelebte Freiheit, der nächste muss nicht Christ sein um ein Freund und Partner zu sein.
    Mit einzelnen Moslems ist das durchaus ebenfalls möglich, allergings wird es bei tiefer gehenden Gesprächen schwierig, so meine Erfahrung.

    Mit dem Politischen Islam nicht zu spassen, das zeigt sich überall.
    Leider wird dies auch in Christlichen Kreisen allzuoft verharmlost.
    Und unsere Politker und Kirchen Fürsten glänzen hier leider mit Totalversagen.

    Von der Evangelischen sowie der Katholischen Kirche in Deutschland bin ich tief enttäuscht.

  10. Bitte entschuldigt OT:

    Heute kommt 20.15 Uhr auf Tele5 „1984“ nach George Orwell. Für alle, die nicht gern lesen… 😉

  11. Heute 12 h mittags vor dem Rathaus Gesicht zeigen für Demokratie und damit GEGEN Islamisierung!

  12. Wozu ein ganzes Buch?
    Zwei Zeilen genügen – oder regelmäßig PI lesen 😉 :

    „Die Demokratie ist dem Islam fremd.“
    Ayyub A. Köhler, FDP (!), ehem. Vorsitzender des Zentralrates der Muslime

    „Alle Rechte und Freiheiten, die in dieser Erklärung genannt wurden, unterstehen der islamischen Scharia.“
    Kairoer Erklärung der Menschenrechte, Art. 24.

  13. #8 Proxima Centauri (11. Aug 2013 10:38)

    Und diese zunehmend hüpfende, springende und sich bewegende Werbung stört ziemlich beim Lesen. Ist leider modern geworden, aber tun sich die Werbungtreibenden damit einen Gefallen? Hat aus meiner Sicht nichts mit Werbung zu tun, sondern eher mit Belästigung.

  14. Die islamische Sicht der Dinge – warum die Demokratie für den Islam außerordentlich nützlich ist – hat die tunesische Gebetsbeule Ghannouchi von der Moslembruderschaft kurz vor seiner Machtergreifung klar dargelegt:

    Die Scharia braucht einen Rahmen, der die Freiheiten der Leute (des Islams) respektiert. Die moderne Demokratie bietet diesen Rahmen. Daher schätzt die Scharia die Demokratie, weil sie ihr einen operativen Rahmen bietet, sich zu entfalten. Daher konnten (im Gegensatz zur Demokratie) die Scharia und der Islam auch nicht unter der sowjetischen Diktaur gedeihen.

    Viele islamische Prediger wurden unter den Diktaturen in der muslimischen Welt dazu gezwungen, in die Demokratien des Westens auszuwandern, obwohl dieser Westen nicht islamisch ist. Jetzt aber gedeiht und verbreitet sich der Islam im Westen dank der Demokratie, während er in muslimischen Ländern dahinwelkt, weil er dort keine Freiheit hat. (…)

    http://www.memritv.org/clip/en/3420.htm

    http://www.memritv.org/clip_transcript/en/3420.htm

    Damit es auch der Letzte versteht: Den Islam interessiert nur der Islam und das totalitäre System Islam. Jede liberale Staatsform, die dem Islam auf dem Weg zur Herrschaft möglichst wenig Steine in den Weg legt, ist aus islamischer Sicht gut (Demokratie). Jede autoritäre Staatsform, die den Islam im Zaum hält, ist für den Islam schlecht (Diktatur).

    Der Islam unterscheidet 1. nützliche Idioten und 2. ernsthafte Gegner. Demokratien und vor allem Deutschland gehören für den Islam in die erste Kategorie.

  15. DIE KINDERFÄNGER VON ISLAMIEN

    Khorchide – ein Wolf im Schafspelz

    Khorchide läßt seine Lamm-Maske fallen – darunter kommt der gefräßige Wolf hervor.

    Taqiyya-Meister Khorchide sagt und schreibt sonst immer “Gott” für Allah. In seinem Kinderbuch hat er dieses Wort nicht übersetzt. Das zeigt den Machtanspruch des Islam-Götzen. Andererseits ist es gut so, ich bin gegen Vermischung des Christen- und Islamgottes.

    “”Religionsunterricht in NRW
    Allah kommt in die Klassenzimmer

    “Wir bieten den fehlenden Kern der islamischen Identität an.” Die Nachfrage ist riesig – man brauche “Lehrer und Dozenten, und zwar möglichst schnell”. Auf 900 schätzt Khorchide den Bedarf an Lehrern in NRW – 100 sollen jährlich die Uni Münster verlassen, aber erst ab 2017/18. Bis dahin muss die Zwischenlösung herhalten…

    Die Münsteraner aber haben ohnehin Größeres im Blick.

    “In Deutschland haben wir die Freiheit, unsere Religion angemessen zu verstehen”, sagt Khorchides Kollege Milad Karimi…:

    “Wenn wir unseren Glauben richtig verstehen, ist das kompatibel mit allem, was wir[sic] mit dem demokratischen Rechtsstaat verbinden.”“”
    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/allah-kommt-in-die-klassenzimmer-1.3592591

    Daß, wie im Artikel steht, Khorchide Herausgeber dieses Islam-Buches ist, kann man bei Amazon nicht erkennen. Ferner ist es dreist, denn diesen Titel “Miteinander auf dem Weg” gibt es schon für christliche Religionsbücher!

    Das Allah-Schulbuch im Klett-Verlag erschienen:
    http://www.klett.de/alias/543472

    Hier kann man hineinblättern, auch Deutsche und Islamkonvertiten haben daran mitgearbeitet, dieses islamische Propagandabuch zu schreiben:
    http://klettbib.livebook.de/978-3-12-006030-7/

  16. „“Burhan Kesici (* 1972 in Berlin) ist ein deutscher Islamvertreter. Er ist Generalsekretär des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland und stellvertretender Vorsitzender der zur islamistischen Millî Görü? gehörenden Islamischen Föderation Berlin.

    Er ist Mitglied des Beirats für den Islamischen Religionsunterricht in NRW.““ wikipedia

    Die Grüne Kultusministerin von NRW, Löhrmann, hat nichts dagegen.

    Annette Schavan schon, aber sie hat man ja rechtzeitig weggetreten.

    Ein islamischer Schulbeirat(Burhan Kesici) unter Verdacht
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/islamischer-religionsunterricht-deutschland

    Generalsekretär des Islamrat der BRD: “Eine Möglichkeit der Installation eines islamischen Staates wäre, daß man die vorhanden Staatstrukturen mit der Zeit so modifiziert, daß sie einen islamischen Charakter bekommen”
    http://michael-mannheimer.info/2012/02/05/fundstelle-des-tages-wir-brauchen-leute-die-eine-islamische-ordnung-haben-wollen-und-darauf-hinarbeiten-burhan-kesici-generalsekretar-des-islamrates-fur-die-bundesrepublik-de/

  17. #27 Schweinsbraten (11. Aug 2013 12:53)

    Ja, das treibt Mohammedaner immer. Denn sie bestehen im Hinter-, Mittel- und Vordergrund ausschließlich aus Islam. Ihre komplette Identität ist ausschließlich auf dem Islam aufgebaut. Nimmt man denen den Islam weg, zerfallen sie wie Vampire im Sonnenlicht zu Staub. Warum?

    Weil der Islam genau so konstruiert wurde – und jeder Verstoß gegen und jegliche Kritik am Islam mit dem Tod bestraft wird. Seit 1400 Jahren. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

  18. #26 Schweinsbraten (11. Aug 2013 12:38)

    Noch was zu Mohammedanern, die in den Westen strömen und glauben, dort unbedingt ihren Islamkram aus dem 8. Jhd. als Maß aller Dinge verkaufen zu müssen: Die kommen mir immer vor wie Leute, die im Einbaum gegen einen atomgetriebenen Flugzeugträger stoßen und brüllen: „Ahoi! Braucht ihr Holz?“

  19. Schirrmacher hat leider keine klare Linie. So schreibt sie in ihren Büchern immer „Gott“, wenn Allah gemeint ist. Das verwirrt besonders die Leute, die sich mit dem Islam nur oberflächlich oder gar nicht befasst haben.

    Gleiches finden wir auch in einigen Koran-Übersetzungen vor. Deshalb ist die wissenschaftlich anerkannte Koran-Übersetzung von Max Henning (Reclam, 9.90€) am meisten zu empfehlen.

    „Allah“ ist Name und Gottesbezeichnung zugleich. Arabische Christen sagen, durch die lange Herrschaft der Araber geprägt, leider auch Allah, fügen allerdings hinzu „der VATER unseres HERRN JESUS CHRISTUS“.

  20. # 12 nicht die Mama

    Demokratie gehört eben neben der Tyrannis und Oligarchie zu den Abarten der Verfassungen; ist zwar die am wenigsten, minder schlechte, noch erträglichste, aber halt keine Politie, die besser ist (Aristoteles, Politik,1289 a 25 – b 10 ). Franklin, Jefferson und Konsorten hielten sie jedenfalls für gut genug, um damit auch u. a. den Abfall von der Krone zu rechtfertigen. Ohne Leute wie z. B. Steuben würden Washington und die anderen höchstwahrscheinlich am Galgen gelandet sein. Deshalb, allerdings nicht nur, machten sie sich vor allem auch stark für die Menschenrechte. So war Jefferson, ein Sklavenhalter, einer der eifrigsten Verfechter davon. Allerdings meinte er aber auch, daß die Farbigen, weniger an die Adresse der Indianer als an die der Neger gerichtet, daß diese mit den Weißen zwar equal in mind, aber different in intelligence seien. Da aber Rechte Gesetze brauchen, von denen sie sich herleiten, ihre Gültigkeit beziehen, bezeichnete Jefferson die Menschenrechte kurzerhand als evident, ohne zu wissen, daß es keine objektive Evidenz gibt ( N. Hartmann und dazu W. Stegmüller, Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie I, p. 253 ). Aber spätestens seit 1953 sind wir in der BRD in der glücklichen Lage, daß es auch bei uns die überpositiven Gesetzesvoraussetzungen gibt, von denen eine Verfassung abhängt und nach denen sie sich, soll sie legitim sein, zu richten hat ( BVG, Erster Senat 18/ 12/ 53 ). Nur hört man bei den Gerichten hier kaum davon. Vermutlich können sie nichts damit anfangen. Mit diesen präpositiven Gesetzesvoraussetzungen ist der Islam weder zur Zeit des Hauses des Krieges und schon gar nicht im Zustand des Hauses des Friedens vereinbar. Beim Haus des Krieges dagegen ist die Demokratie, so wie sie hier und jetzt praktiziert wird, eine gefundene Beute für den Islam; im Haus des Friedens, das darauf folgt, gibt es dann das Traumergebnis (fast) einer jeden Partei: die echte 100%ige, demokratisch legalisierte, nicht legitimierte, absolute Mehrheitsdemokratie.

  21. # 33
    P.S. Wahlen braucht es dann nicht mehr, denn die Mehrheit repräsentiert bekanntlich den allgemeinen Willen (Rousseau) und im Haus des Friedens ist es müßig nach dem allgemeinen Willen der eizig wahrhaften Gläubigen zu fragen.

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