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Der Titel hört sich vielleicht ungewöhnlich und komisch an, jedoch ist er das nicht. Die Begriffe links und rechts wirken für viele mittlerweile verwirrend. Das ist aber nicht so, weil sie an sich unbedingt verwirrend sind, sondern weil sie stets, teilweise absichtlich, falsch angewandt werden.

(Von Boëtius van Everdingen)

Viele PI-Leser wissen ganz genau, dass die heutigen Politiker, Historiker, Kirchenvertreter usw. die falschen Schlussfolgerungen aus der NS-Vergangenheit gezogen haben. Die blinde Pro-EU-Politik ist meines Erachtens der absolute Beweis für diese Behauptung. Es war damals nicht so sehr der Patriotismus bzw. die heimatliebende Einstellung vieler Deutscher und anderer Europäer, die den nationalen Frieden in Europa bedrohten, sondern der europäische Imperialismus und der Größenwahn, die den Nationalsozialismus kennzeichneten. Auch die heutige EU strebt ein Imperium an. Das politisch-korrekte „Establishment“ in Europa hat den Volksnationalismus jedoch seit dem Hippie-Zeitalter für ein anderes Ideal ersetzt: ein fanatisches Gleichheitsdenken, den Kulturrelativismus. Kein Individuum oder Volk ist aber „gleich“. Es ist eben die Vielfalt von Gebräuchen, Sprachen und nationalen Entstehungsgeschichten, die Europa ausmachen und gerade in dieser Diversität liegt seine Kraft. Der neue EU-Imperialismus will, wie der damalige Volksnationalismus der Nazis, uns unsere Wurzeln, unsere Kulturen, ja unsere nationalen Identitäten zugunsten eines europäischen Gleichheitsimperiums nehmen.

Diese „politisch-korrekten“ Gleichheitsfanatiker bezeichnen sich durchaus als Linke. Das sind die meisten wohl tatsächlich. Jeder, der ihrem Multi-kulti-Einheitsideal nicht hundertprozentig zustimmt, wird als „Rechter“ diffamiert – rechts ist schon am halben Weg zu extrem rechts – und extrem rechts, ja das waren die üblen Nazis! Was machte die Nazis nun extrem rechts? Ihr Antisemitismus? Karl Marx (Sinnbild für links) setzte in seiner Schrift „Zur Judenfrage“ (1844) die Juden mit dem Kapitalismus gleich und erklärte sie somit zum Kern des Bösen. Auch Hitlers Judenhass war nicht rein volksnationalistischer/rassistischer Natur, sondern antikapitalistischer. Er und seine Anhänger sahen im „internationalen Finanzjudentum“ den Grund für die damalige Wirtschaftskrise. Eben unter Linken kommt heutzutage der Antisemitismus getarnt als „Antizionismus“ wieder an die Oberfläche. Dazu ist Rassismus übrigens ein weltweites Phänomen, das weder nur rechten, noch linken, weißen oder schwarzen Menschen zuzurechnen ist. Ja, auch Schwarze können rassistisch sein. Wenn Rassismus und Antisemitismus aber keine Gradmesser für rechts sind, was denn wohl? Was bedeuten die Begriffe links und rechts?

Es ist erstaunlich wie es den Linken der Nachkriegsgeneration gelungen ist, den Nationalsozialismus und Faschismus in die rechte Ecke zu stellen. Alles, was ihren Gleichheitsidealen nicht entsprach und als bösartig und unmenschlich betrachtet werden konnte, wurde nun als „extrem rechts“ bezeichnet. Jedoch, dies ist wirklich totaler Quatsch! Die Begriffe links und rechts wurden erstmalig zu Zeiten der französischen Revolution angewandt, wobei mit „Linken“ die progressiven Befürworter einer neuen politischen Ordnung und mit den „Rechten“ die konservativen Freunde des bestehenden Königshauses bezeichnet wurden. Die Begriffe „progressiv“ und „konservativ“ werden auch heute in Bezug auf die Einteilung ins politische Spektrum angewandt, jedoch gibt es noch einen entscheidenden Faktor. Der zuverlässigste Indikator für eine gerechte Einteilung in die linke oder rechte Ecke des politischen Bereiches ist eine Etatismus-Gradation; welche Rolle hat die Obrigkeit im gewünschten Weltbild zu spielen? Es geht um den Gegensatz Kollektivismus (links) zu Individualismus (rechts). Wie sieht so etwas in der politischen Landschaft aus?

Wenn wir uns rechts von der politischen Mitte begeben, landen wir bei den Liberalen. Diese sprechen sich für eine überschauliche Obrigkeit aus, die sich nicht überall einmischt. Jedoch akzeptieren Liberale den Versorgungsstaat und wenn „nötig“ staatliches Eingreifen. Libertäre widersetzen sich jedoch heftiger gegen staatliches Eingreifen, sind allergisch gegen Steuern und betrachten den Versorgungsstaat nicht unbedingt als wünschenswert. Und am rechten Rand finden wir… die Anarchisten. Kein Staat, keine Autorität, nur Chaos. Ja, das sind die wahren Rechtsextremen. Ich frage mich nur, inwiefern sie sich dieser Realität selbst bewusst sind.

Und wie sieht es auf der linken Seite des politischen Spektrums aus? Links von der politischen Mitte finden wir die Sozialdemokraten. Sie legen viel Wert auf den Versorgungsstaat. Sie betrachten es als die Aufgabe des Staates, bedürftige Bürger zu versorgen. Die Sozialisten haben ihre Wurzeln im Kommunismus und freuen sich demzufolge über das mögliche Verstaatlichen von Unternehmen und das Ausbauen des Versorgungsstaates. Und am linken Rande finden wir… jawohl, Hitler, Goebbels, Stalin und Co. Sie befürworten die extremsten Sozialismusvarianten, also die schlimmste Form vom politischen Kollektivismus: Kommunismus und NationalSOZIALISMUS! Hier bestimmt der Staat wirklich alle Bereiche des Lebens. Hitler war ein extrem linker Sozialist, der antikapitalistische Ideen hegte, wie auch Marx, Stalin und andere Linke. Die Nazis und Kommunisten bekämpften sich denn auch nicht so sehr aus ideologischen Motiven, sondern weil sie sich um die gleiche Zielgruppe bemühten. Sie waren also Konkurrenten anstatt ideologische Gegner. Adolf Eichmann betrachtete den Kampf zwischen den beiden Sozialismusformen als „einen Brüderstreit“ und behauptete über sich selbst: „Mein politisches Herz schlägt links.“

Der Nationalsozialismus war nicht nur eine linke Bewegung, sondern er war ebenfalls progressiv. Wie Joseph Goebbels behauptete, sollte dieser volksnationalistische Sozialismus „revolutionär sein, um die Versklavung zum internationalen Kapital überwinden zu können“. Wie die progressiven EU-Imperialisten von heute, befürworteten die progressiven Imperialisten der NSDAP – zwar auf ihre eigene Weise – eine neue Weltordnung auf Gleichheitsbasis. Es ist denn auch lächerlich, ja einfach absurd, wenn „Politisch-Korrekte“ mit der beliebten Nazikeule in die konservative Richtung schlagen. Konservative Kritik auf den Kulturrelativismus, die Zuwanderungspolitik und die EU entspringt nicht aus Volksnationalismus oder Rassismus, wie gerne Linke dies auch glauben dürfen. Konservative schätzen zu Recht ihre Kultur und die Diversität der unterschiedlichen Nationen Europas. Dazu sind sie realistisch in Sachen Massenzuwanderung, nicht nur wegen der Überfremdung, sondern auch weil der Versorgungsstaat den Zulauf von armen, ungebildeten Einwanderern nicht länger ertragen kann. Nicht wir, liebe PI-Freunde, sondern die imperialistischen Gleichheitsfanatiker sind die Nazis des 21. Jahrhunderts!

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34 KOMMENTARE

  1. was die Links-Rechts-Abgrenzung nahezu unmöglich macht, ist eine der erfolgreichsten Geschichtsfälschungen der jüngeren Vergangenheit: die Umdeklarierung der Nazis in „Rechte“, die dies weder programmatisch noch nach ihrem Selbstverständnis noch nach ihrer Politik jemals waren. Diese Idee war und ist genial, erschlägt man damit nicht nur den ideologischen Zwillingsbruder, sondern diskreditiert erfolgreich den wahren polititischen Gegner: den Konservativen, den Liberalen, den man jetzt ganz bequem mit der Nazikeule erschlagen kann

  2. Naja, ich sehe es im wesentlichen so: Alle die grundsätzlich das Ziel haben allen Menschen die gleichen Chancen und Rechte zu geben sind Links. Jene die Vorteile bzw. Privilegien beispielsweises ihres Volkes erhalten wollen, sind Rechts. In der Mitte sind beispielsweise die Meriokraten, die keine Gleicheit Aller wollen, aber auch keine Privilegien erhalten wollen, und die nicht konsequent gegen den Trend zum dunkelhäutigen Weltbürger sind.

    Die Nazis (besser „Hitleristen“) waren vor allem auch fanatisch und machtgierig. Die wollten einen „reinen Volkskörper“, und hatten kein Problem damit dieses Ziel mit Massenmord und Unterdrückung zu erreichen.
    Davon die Hitleristen als Linke zu bezeichen halte ich trotzdem nichts. Die Hitleristen wenn überhaupt höchstens ökonomisch links, also Sozialisten (ohne Marxismus). Ihr Hang zum Sozialismus ist aber schon sehr umstritten (-> Nachkriegspläne). Ich finde ausserdem das auch Rechte für Fortschritt, Revolution und Veränderung sein können – nur die Zielsetzung und Prioritäten sind (teilweise) andere wie bei den Linken.

    Gegen Überfremdung und gegen die Umformung des eigenen Volkes in Richtung Weltbürgertum zu sein, ist kein Rassismus. Auch auf dem Abstammungsprinzip zu bestehen ist kein Rassismus. Erst wenn Menschen generell bestimmte Eigenschaften angedichtet werden oder wenn Menschen konsequent nur nach rassischen Kriterien eingeteilt werden, kann man von Rassismus sprechen. Rassismus ist ausserdem nicht gleich Rassenhass.

  3. 1. Zu Beginn des Artikels waren noch die Königstreuen die Rechten, am Ende die Libertären. Wer Rinks und Lechts, Rechts und Links oder so verwendet muss sich nicht wunder, wenn es nicht einfach wird einzuordnen und zu Widersprüchen kommt.
    2. Auch wenn das jetzt wie ein politisch korrekter Ansatz aussieht:
    übernehmt doch bitte nicht die pc-Begriffe.
    Hier z.B. Verstaatlichung wir haben dafür ein gutes Wort und das ist Enteignung
    Ersteres wird nur zu gern von Wagenknecht und Ganoven beutzt um vom negativ besetzten Wort Enteignung abzulenken und statt dessen durch den in Deutschland positiv besetzten Begriff Ver-Staat-lichung zu verdrängen

  4. #4 Powerboy (26. Mrz 2014 11:33)

    Unter dem Label „Sozialismus“ konnte bis heute
    beinahe Alles verkaufen.

    Auch 1000 jährige Reiche!

  5. NSDAP und SPD schöpfen aus den gleichen Quellen!

    Ich stelle gerne hier noch einmal meinen Hinweis auf das Essay von Joseph Schüsselburner zur Verfügung, der genau auf die Gemeinsamkeiten von NSDAP/SPD abstellt:

    Es ist unbestreitbar, daß aus der klassischen Sozialdemokratie und der mit ihr einhergehenden Ideenströmung der bewältigungsbedürftige Kommunismus mit seinen politisch motivierten Megatötungen des 20. Jahrhunderts hervorgegangen ist.

    Alle politischen Führer, die das kaiserliche Deutschland und danach die Weimarer Republik in eine „demokratische“ Rätediktatur umwandeln wollten, sind aus der SPD und nicht aus der Nationalliberalen Partei, der Deutschkonservativen Partei oder der Deutschen Reichspartei oder gar dem Zentrum hervorgegangen:

    Rosa Luxemburg,Karl Liebknecht, Ruth Fischer, Heinz Neumann und Ernst Thälmann,

    um nur die Bekanntesten zu nennen. Desgleichen sind die maßgeblichen Personen, die tatsächlich die Diktatur der sich der „Demokratie“ verpflichteten „Deutschen Demokratischen Republik“ errichtet haben, aus der SPD hervorgegangen, d.h. sie sind dort sozialisiert worden und haben dabei ihre Ideen gewonnen:

    Walter Ulbricht, Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl.

    Im internationalen Rahmen lauten die bekanntesten Namen, die für Totalitarismus und Diktatur stehen und aus der jeweiligen sozialdemokratischen Partei hervorgegangen sind, die sich an der SPD als Mutter der (mittel- und ost-) europäischen Sozialdemokratie ausgerichtet hatten:

    Wladimir Iljitsch Lenin, Josef Stalin, Boleslaw Bierut, Georgi Dimitroff, Bela Kun, Josef Pilsudski, Matyas Rakosi und schließlich auch Benito Mussolini.

    Allein diese wohl kaum bestreitbaren oder relativierbaren Tatsachen sollten dem Versuch entgegenstehen, eine einseitige Heldengeschichte der Sozialdemokratie mit ihren Gegnern als Demokratieschurken zu präsentieren.

    Entnommen:
    Josef Schüßlburner:
    Zur Bewältigungsbedürftigkeit der Sozialdemokratie Gedanken zum 150. Jahrestag der Gründung der SPD als ADAV
    http://www.links-enttarnt.net/upload/dokument_1371560381.pdf

    PS. Vorsicht mit der Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Faschismus. Dies war eine von Stalin erfundene Unterscheidung, um seinen Sozialismus, was war denn daran „international?“, vom Hitlerschen Sozialismus abzugrenzen.

    M.E. sind alle sozialistischen Bewegungen im Kern „National“ gewesen, siehe UDSSR, China, Vietnam, Kombodscha, Jugoslawien, Albanien, Cuba, Venezuela und nie „international“. Man sprach miteinander, half sich mitunter, nur im Kern war und ist man „national“ bestimmt.

  6. Die Begriffe links und rechts wirken für viele mittlerweile verwirrend.

    Links und rechts sind für mich Begriffe, mit denen man einem Ortsunkundigen den Weg zum Bahnhof erklären kann.

  7. #6 Antidote (26. Mrz 2014 12:06)
    Man sprach miteinander, half sich mitunter, nur im Kern war und ist man “national” bestimmt.

    Na ja, die Roten Khmer und die chinesischen Mao-Kommunisten pflegten in der Tat eine tiefe Freundschaft, was sie wohl schon mal veranlasste, den einen oder anderen Grenzkrieg gegen die sozialistischen Brüder in Vietnam anzuzetteln – diese wiederum beendeten mit militärischen Mitteln das Massenmorden der Roten Khmer in Kambodscha, was wieder Chinas Truppen auf den Plan rief.
    Vermutlich liess Breshnew aus Moskau unmissverständlich wissen, dass ein Krieg unter „sozialistischen Brudervölkern“ (die wurden ernsthaft so genannt, obwohl sich Vietnamesen und Chinesen seit Jahrtausenden nicht ausstehen können) nicht ohne Konsequenzen bleibt. Dank Breshnews Liebesgrüssen aus Moskau blieb es daraufhin zwischen China und Vietnam relativ ruhig.
    Das Gleiche dürfte für Ceau?escu in Rumänien gegolten haben, seines Zeichens ein allen Anschein nach komplett gestörter Grössenwahnsinniger, den Breshnew wohl das eine oder andere mal einiges unmissverständlich klargemacht haben dürfte…..
    Soviel zur Solidarität unter sozialistischen Brüdern………….

  8. Wichtiger Artikel!
    Die NSDAP war unter den linken Parteien der Weimarer Republik vielleicht die radikalste linke Partei.

    Nach dem verlorenen Krieg war es von den Linken ein genialer Schachzug die NSDAP nach rechts zu verorten.

    Die Linksfaschisten brauchen heute bloß „Nazi“ kreischen und schon knickt jeder konservative Bürger entmutigt in sich ein.
    Inzwischen wird diese ebenso geniale wie verwerfliche Strategie der Linksfaschisten langsam aufgebrochen.

    Es braucht noch mehr solcher Artikel!

  9. Wenn die Nazis tatsächlich so antikapitalistisch eingestellt waren, wie hier behauptet, warum enteigneten sie dann nicht die Kapitalisten und Junker?

    Das zu tun, war einer der ersten Befehle der SMAD in der sowjetisch besetzten Zone. Die Sowjetunion benötigte nur wenige Monate, was die Nazis 12 Jahre nicht schafften, angeblich aber ihr Ziel war.

  10. Der zuverlässigste Indikator für eine gerechte Einteilung in die linke oder rechte Ecke des politischen Bereiches ist eine Etatismus-Gradation;

    Finde ich nicht. Das politische Spektrum ist nicht nur eindimensional rechts-links.

    Der Verein Politools hat mit http://www.smartvote.ch ein drei dimensionales Spektrum entwickelt, das meiner Meinung nach eine politische Haltung differenzierter darstellen kann.
    Dimensionen:
    1) Ausgebauter Sozialstaat vs. Restriktive Finanzpolitik (Etatismus-Gradation)
    2) Liberale Gesellschaft vs. Law & Order
    3) Offene Aussenpolitik vs. Restriktive Migrationspolitik

    Als Wähler kann man sein eigenes Profil erstellen lassen und dann die am besten übereinstimmenden Kandidaten suchen lassen.

    Beispiel (nicht meines)

  11. Hat die AfD sehr gut erklärt:
    Wenn der ganze politische Saustall nach links abdriftet, dann muß die mittlere AfD automatisch ´rrrechts´ stehen.

  12. Die Behauptung die Hitleristen wären Linke gewesen ist einfach die falsche Antwort auf Vorwürfe von Links.
    Treffender wäre darauf hinzuweisen das es in der Geschichte Fanatiker verschiedener Art gab. Ausserdem rechtfertigen die Verbrechen des historische Nationalsozialismus keine demokratie-feindlichen Angriffe auf Bürger oder irgendeine unsinnige Politik zum Nachteil der Deutschen und anderen Menschen in Deutschland.

  13. Die Linken, von denen hier die Rede ist, nannte man 68 – Sozialfaschisten. Dr Kurt Schuhmacher, Führer der SPD, der 1948 mit einer Stimme Dr Konrad Adenauer unterlag, nannte sie, früher schon – rotlackierte Faschisten!

  14. #3 Thorben_Arminius

    Naja, ich sehe es im wesentlichen so: Alle die grundsätzlich das Ziel habenvorheucheln allen Menschen die gleichen Chancen und Rechte zu geben sind Links.

  15. #21 mistral590 (26. Mrz 2014 13:53)

    Scheint ein Rundumschlag von frustrierten
    Redakteuren zu sein, die versuchen ihre „heile Welt zu retten.
    Die Titanic lässt schön grüssen.

    Schon das infantile, pauschal-„BRAUN“ zeigt, dass ihnen die Argumente ausgegangen sind!

    Armseliger Selbstrettungsversuch!

    ÖL INS FEUER!

  16. Gibt es die Bücher von Kalr Marx wirklich oder basiert das aus dem (abwertend intonieren) Internet und (noch abwertender intonieren) Wikipedia zusammengegoogltem Material an dem sich mehrere extremistische Hackergruppen vergangen haben?

    http://gv.urlto.name (oder, alternativ) http://sch-einesystem.tumblr.com/post/80772188571/

    Früher stand „aus dem Internet“ mal für Qualität und Fortschritt. Dann kam T-DSL für alle.

  17. #10 Das_Sanfte_Lamm (26. Mrz 2014 12:27)

    Ceaucescu ist durchaus differenzierter zu sehen. Er war tatsächlich ein Anhänger der originären „Sozialismus in einem Land“-Theorie. Dazu war für ihn massgeblich, dass sich (s)ein Land um keinen Preis im Ausland oder gar bei der Weltbank verschulden durfte – denn dann hätten einen die anderen in der Hand. Dieses Ziel war für ein Land wie Rumänien natürlich nur über den weitgehenden Verzicht auf westliche Importe zu erreichen.

    Beim Sturz Ceaucescus war Rumänien in der Tat eines der wenigen schuldenfreien Länder auf der Welt. Das hat sich jetzt deutlich geändert. Dafür gibt es in Bukarest auch ZARA und den NEW YORKER.

    Steht Rumänien heute wirklich besser da als damals? Interessante Frage.

  18. „Der Nationalsozialismus war nicht nur eine linke Bewegung, sondern er war ebenfalls progressiv. Wie Joseph Goebbels behauptete, sollte dieser volksnationalistische Sozialismus “revolutionär sein, um die Versklavung zum internationalen Kapital überwinden zu können”.“
    Bezeichnend hierfür ist ja auch das nicht etwa das „rechte“ bürgerliche Lager sondern vor allen Dingen „linke“ Arbeiter der NSDAP ihre Stimme gaben. Wie heisst es so schön: an den Extremen schliesst sich der Kreis. Vielleicht auch deshalb die Verwechslung.
    Was allerdings in dem Bericht nicht ganz deutlich wird: wie verträgt sich die ursprünglich Kaisertreue Haltung der „Rechten“ mit dem Prinzip des Individualismus?

  19. Der Artikel, der jetzt hier zur Diskussion steht enthält wohl sehr viel Wahrheit. Nur in einigen Punkten kann ich dem Verfasser nicht folgen. Insbesondere in Bezug auf die Rolle des Zionismus in dieser Welt und indem er wohl den interntionalismus des Kommunismus verneint!Der ist nach meiner Ansicht sehr wohl gegeben!
    Jeder kann und soll sich darüber seine eigene Meinung bilden!
    Ich bin ja Jahrgang 1948. Habe also die „Nazizeit“ nicht erlebt. De Schutt, der diese Zeit hinterlassen hat, den habe ich aber sehr wohl noch gesehen und der ist auch noch immer in meinem Gedächnis!
    Daher hier eine Aussage vom ehemaligen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht, über das Verhalten der SPD, im „Dritten Reich“:
    aus seiner Biographie: S. 407

    „Konnte aus den Kreisen der SPD noch Hilfe kommen? Der frühere sozialdemokratische Minister Paul Löhe hat als Ehrenpresident bei der Eröffnung des neuen Deutschen Bundestages im Jahre 1948 seine Eröffnungsrede damit begonnen, das Gedächnis an den heroischen Widerstand der Sozialdodemokraten in der “letzten Reichtstagssitzung”, vom 23. März 1933, wachzurufen. In der Tat hat an diesem Tage die sozialdemokratische Fraktion geschlossen gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt. Aber Herr Löhe beging bewusste Irreführung der Öffentlichkeit, wenn er die Sitzung des 23. März, als die “letzte Reichstagssitzung” bezeichnete. Die letzte Sitzung des Reichstages fand am 17. Mai 1933 statt, und hier geschah etwas sehr Merkwürdiges. Herr Severing, Zeuge im Nürnberger Prozess, und der sozialdemokratische Abgeordnete, Rossmann, als Zeuge in meinem Ludwigsburger Entnazifizierungsverfahrens haben übereinstimmend ausgesagt, dass sie von Anbeginn in Hitler den Kriegskanzler erkannten. Der ganze Wahlkampf für den 5. März 1933, so erklärte Rossmann, sei von der Sozialdemokratie mit der Parole bestritten worden, dass die Wahl Hitlers den Weg zum Kriege bedeute. Dieselbe Sozialdemokratie schwenkte, am 17. Mai 1933, völlig in die Hitlerlinie ein. In dieser Reichtstagssitzung wurde Hitler gerade für seine Aussenpolitik ein Vertrauensvotum ausgesprochen. Hierbei stimmten die Sozialdemokraten nicht nur nicht gegen Hitler, sie enthielten sich auch nicht einfach der Stimme, sondern sie stimmten mit allen anderen Parteien des Reichstages für das Vertrauen in Hitlers Aussenpolitik. Offenbar waren sie inzwischen der Meinung geworden, dass Hitler kein Kriegskanzler sei.“

    Dies bezeugt wohl unzweifelhaft die Schuld un Mitverantwortung der SPD am „Nazisystem“!
    Heute wirkt sie wieder am geplanten Untergang Deutschlands mit! Eigentlich müsste diese Partei wegen Verfassungsfeindlich verboten werden!

  20. #16 Rettirzuerk Wesener (26. Mrz 2014 13:00)
    Gute Metapher. Noch besser: „Wenn der naive Betrachter in seinem Boot mit der (politischen) Strömung nach links abdriftet, sieht es für ihn so aus, als würde der Fels in der Brandung (AfD) nach rechts abdriften“ 😉

  21. Wie # 13 Landscape schon richtig anmerkte, resultieret diese Links-Rechts-Bezeichnung aus der Sitzordnung im Parlament.

    Für eine politische und gesellschaftliche Anlyse taugen beide Einteilungen m.E. nicht viel.
    Z.B. gab es im 19.Jhdt. durchaus Sozialisten und Sozialdemokraten, die persönlich bezüglich Ehe und Familie nach wir, sagen es wir einmal so, konservative Auffassungen vertreten haben.

    #23 Stefan Cel Mare
    Ceaucescu und seine sozialistische Bande
    kann man nicht differenzierter sehen.
    Rumänien war fast schuldenfrei,was volkswirtschaftlich gesehen nicht unbedingt als Vorteil anzusehen ist, weil es auch fast keinen Handel betrieben hat.

    Dafür haben sich er und seine Bande auf balkanische Art und Weise am Volk bereichert.

    Das weiß ich zufällig sehr genau,da die Familie meiner Frau aus Rumänien ( Kreis Arad ) kommt.
    Was man diesem Land zugute halten kann, das es, im Gegensatz zu manchen anderen slawischen Ländern ( Polen, ehem.Jugoslawien, Tschechoslowakei), in den letzten Jahren seiner Herrschaft die Sprache und Kultur der deutsche Minderheit nicht mehr bekämpfte und sie beim rumänischen Staatsvolk ein hohes Ansehen genoßen.

    Es ist auch das einzige Land in Osteuropa, das seine sogenannten Volksdeutschen ( Banater Schwaben ) gerne wieder zurückhaben wollte.

  22. Hitler war ein extrem linker Sozialist, der antikapitalistische Ideen hegte, wie auch Marx, Stalin und andere Linke.

    Man vergleiche die Rede im Link mit „modernen“ Ansichten, die überwiegend von links geäussert werden und die auch von der EU – Euro ohne Gold-Deckung – umgesetzt wurden.

    http://www.youtube.com/watch?v=U8SiP_zavFg

    „Die Arbeitskraft des deutschen Volkes ist unser Gold!“

  23. Obiger Beitrag von Boëtius van Everdingen streift leider die Geschichte von Faschismus uns „Anti“-Faschismus sowie Bolschewismus und Faschismus nur!
    Tatsächlich waren der italienische Faschismus und der Nationalsozialismus keine rechten Bewegungen!
    In seiner „republikanischen“ Endzeit bezeichnete sich der Faschismus in Italien nicht nur ebenfalls als „nationalsozialistisch“, sondern sogar als „nationalbolschewistisch“. Er verwendete in seiner Agitation und Propaganda sogar Lenin- und Marx-Zitate, nicht zuletzt gegen die erstarkenden italienischen Kommunisten. Banken, Versicherung und Industrie waren „vergesellschaftet“ worden.
    Die Nazis wiederum haben ihre Wurzeln durchaus in den deutschen Befreiungskriegen gegen Napoleon, der deutschen Romantik und den 1848er-Revolutionen, ohne die auch die deutsche Linke nicht denkbar ist. Eine Rolle spielte hier bereits ein antikapitalistischer und „sozialer“ Antisemitismus, den auch Ferdinand Lassalle und Karl Marx, beide übrigens jüdischer Herkunft, pflegten. DIESEN sozialen Antisemitismus wiederum benutzten – neben einem christlchen Antijudaismus und einem Rasseantisemitsmus – die Nazis äußerst geschickt.
    Von der Sowjetunion unter Stalin redete kein geringerer als Leo Trotzkij, ENGSTER Gefährte von Lenin, später dann als „national-sozialistisch“; dies nicht etwa, um Stalin in die „rechte Ecke“ zu rücken – Hitler war zu der Zeit eine Münchner Randerscheinung -, sondern um Stalins Konzept des „Sozialismus in einem Land“ zu kennzeichnen.
    Solche „national-sozialistischen“ Konzepte erlebten in der später so genannten „Dritten Welt“ ihre Hoch-Zeiten. Auch die jüdische Nationalbewegung – der Zionismus -, der irische Nationalismus, die Kuomintang in China oder die Congress-Party in Indien bewegten sich auf dieser ideologischen Plattform.
    Ganz genauso die nationalrevolutionären Bewegungen in der Türkei (Atatürk), in Arabien (z. B. Nasserismus, Baath-Parteien) oder in Afrika, Asien und Lateinamerika.
    Viele dieser Bewegungen, eher mehr nationalistisch übrigens als „sozialistisch“, wie die der Palästinenser, Kurden, Iren, Basken, Lateinamerikaner wurden zu Identifikationsobjekten der Linken, die ansonsten schon einen „Heimatbefriff“ für spießig und „faschistisch“ hielten und halten.

    Aber stop! Die DDR in den fünfziger Jahren – und nicht etwa nur ihre National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) -, sondern auch die SED, argumentierte ausgesprochen deutsch-national gegen das „amerikanische Besatzerregime in Westdeutschland“ (was sicherlich eine Retourkutsche auf das „Zoffjetreschim in der Zone“ [Adenauer] war).
    Noch etwas fällt mir ein: 1926/27 bei einer Tagung linker Gauleiter der NSDAP in Norddeutschland, wurde Stalins „Sozialismus in einem Land“ ausdrücklich als „nationalsozialistisch“ gelobt, ebenso wie die Ausschaltung und Zurückdrängung jüdischer Bolschewiki…
    Alles überall nachzulesen und zu studieren, um die Relativität, Konkurrenz und Austauschbarkeit von „links“ und „rechts“ nachzuvollziehen!

    Nicht zu vergessen übrigens, die maoistischen K-Gruppen der 70er Jahre, die unter dem Einfluss der chinesischen Ideologie und Außenpolitik den „sowjetischen Sozialimperialismus“ zum „Hauptfeind“ erklärten und zunehmend „nach rechts“ ruckten.
    Viele dieser „ehemaligen“ Maoisten prägen heute die Grünen, besonders in Deutschland und Österreich, was vielleicht die Bereitschaft der Grünen erklärt, gegen Russland, „Ex-Jugoslawien“ usw. auch mit der NATO „durchzugreifen“.
    Andererseits hasst man bei den Grünen „die Osteuropäer“, auch die Ostdeutschen!, wegen ihrer Revolutionen gegen den „realen Sozialismus“ und ihrer – Heimatverbundenheit…

  24. #31 0Slm2012 (26. Mrz 2014 17:42)

    Dazu gehört auch gesagt, dass die Nazis ebenfalls versuchten, eine verbindene Identität zu schaffen, unter sich die „nordischen Völker“ oder „Arier“ zusammenfinden können.
    Angeboten hat sich da das „Germanentum“, das erstens in Deutschland vor Hitler schon keine Rolle mehr spielte und welches hier auch nur eine konstruierte Pseudo-Identität zu schaffen in der Lage war, weil die Völker, die Hitler unter dieser künstlich geschaffenen Identität zu vereinigen suchte, in Wahrheit in ihrer historischen Vergangen heit weniger gemein hatten, als es Hitler lieb war.
    Dazu muss man nur mal ansehen, wie das mit den jeweiligen Göttern in den unterschiedlichen Gegenden und Völkern so war, von wegen „gemeinsamer nordischer Wurzeln und Identität“, das ist derselbe Quatsch wie die ominöse „europäische Kultur“, die man uns heute unterschieben will.

    Die Politik der Nazis war also gar nicht so national-deutsch, wie es oft vermittelt wird, im Gegenteil hat sich diese Politik äusserst pan-europäisch dargestellt.

  25. Anarchisten als die wahren Nazis – das hat was. Mit diesem Argument kann man jeden Antifanten in den Selbstmord treiben 😉

    So habe ich es bisher nie gesehen, aber es stimmt: Nach der obigen Definition (und der schließe ich mich an) dass die, die nach ganz viel Staat schreien Linke sind und die, die jeden Staat verteufeln Rechte sind, sind unsere Freunde von der (Anti)Fa tatsächlich nichts anderes als Rechtsextreme!

  26. Schon der Einstieg dieses Aufsatzes bringt einem zum lachen. Der „Volksnationalismus“ der Nationalsozialisten wollte das Volk zerstören?! Volk ist für die Nationalsozialisten doch eine der wichtigsten Kategorien, rassisch und kulturell geprägt. Und man geht dort noch weiter und propagiert ein Deutschtum, dass sich aus verschiedenen „teutschen“ Stämmen zusammensetzt. Niemals wurde mehr Wert auf Regionalität gesetzt als bei den Nazis. Schauen sie sich einfach mal n paar Filme aus der Zeit an, „Die Feuerzangenbowle“ zum Beispiel, und zählen sie die unterschiedlichen Regionalismen die dort präsentiert werden.
    Bitte Herr van Everdingen, bevor Sie sich das nächste Mal ganz auf ihr Gespür verlassen, lesen Sie sich ein wenig zu den Themen an, die Sie behandeln. Was ist Nationalismus? Woher kommt er? Es reicht ein Gang in die örtliche Stadtbücherei, ich denke, da werden Sie fündig.
    Dann passiert auch nicht so ein Blödsinn, wie die vermeintliche Definition des Anarchismus als eine ‚rechte‘ Bewegung.
    Anarchismus ist natürlich zu tiefst links, genau so wie der Liberalismus. Wenn Sie schon eine Erörterung der Begriffe rechts und links führen, dann müssen Sie sich auch mit dem Ursprung beschäftigen. Wie ein Kommentator hier richtig anmerkte hat es einfach mit der Verteilung der Sitze im Parlament zu tun. Für Deutschland wäre das dann das Jahr 1848. Der Liberalismus war damals eine nationale Bewegung, die sich gegen die bestehende konservativ-monarchistische Ordnung wandte und einen Nationalstaat forderte. Daher saßen die Liberalen auf der linken Seite des Parlaments. Otto von Bismarck hätte da zum Beispiel zu jener Zeit als Monarchist und Junker noch nicht gesessen, auch wenn er 20 Jahre später das Deutsche Reich erschaffen hat.

    Also, nächstes Mal, erstmal genau nachlesen, was die Begriffe bedeuten, die Sie benutzen und nicht so mir nichts, dir nichts durcheinander würfeln. Denken alleine hilft nicht, denn es haben schon vor einem viele andere gedacht.

    Übrigens, die liberale Partei heute, ist die FDP, die gibt es fast nicht mehr und ist auch schon im zwanzigsten Jahrhundert nur noch eine Kleinpartei gewesen. Das liegt u.a. daran, dass die konservativen Parteien sich die Inhalte der liberalen zu eigen gemacht haben. Genau so, wie sie es schon seit 1945 mit sozialdemokratischen Inhalten machen. Das ist nicht weiter schlimm, denn auch Konservative wollen Fortschritt, wenngleich auch nur ein wenig.

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