Wie Politiker mit dem Schlachtruf „Soziale Gerechtigkeit“ die Marktwirtschaft ins Gegenteil verkehren können, zeigt der Mindestlohn. Das Gesetz, mit dem der Bundestag den flächendeckenden Mindestlohn beschlossen hat, trägt den Namen „Tarifautonomiestärkungsgesetz“. Das ist eine bewusste Irreführung, denn der Gesetzgeber fügt der Tarifautonomie damit schweren Schaden zu.

Seit den Wirtschaftswunderjahren ist Deutschland gut damit gefahren, die Tarifparteien die Löhne aushandeln zu lassen. Denn die Gewerkschaften und Arbeitgeber wissen besser als der Staat, mit welchem Lohn man im Wettbewerb bestehen kann. Und wenn der Markt unerwünschte Ergebnisse lieferte, konnte der Staat eingreifen, etwa durch Aufstockung des Lohns. Der staatliche Mindestlohn von 8,50 Euro ist eine Zäsur… (Fortsetzung FAZ! Der Name „Tarifautonomiestärkungsgesetz“ und was das Gesetz tatsächlich bedeutet, ist eine freche und dreiste Propagandalüge. Man denkt an Orwell!)

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90 KOMMENTARE

  1. Wir sind doch gegen Überfremdung, weil diese die Löhne ins Bodenlose fallen läßt – warum soll dann staatliches Gegensteuern gegen diese Fehlentwicklung falsch sein?

  2. Vielleicht ist es nicht der richtige Weg mit dem Mindestlohn, aber es ist auch nicht der richtige Weg, niedrige Löhne per Aufstockung aus Steuergeldern soweit zu subventionieren, dass jemand seinen Lebensbedarf decken kann.

    Auch das läuft auf sozialistische Gleichmacherei raus, weil dadurch die Gehälter vieler Leute wieder gesenkt werden und sich dem Existenzminimum annähern. Es ist also ein MEHR an Umverteilung. Mindestlohn ist eher ein WENIGER an Umverteilung, da die Sozialtransfers geringer werden und hoffentlich auch der Verwaltungsapparat dafür.

    Man sollte nicht immer gleich alles schlechtreden, sondern die Mehrheit macht das Gesetz für die Mehrheit und dann beobachtet man die Auswirkungen und sollte dann aber auch den Mut haben, ein Gesetz zurückzunehmen oder zu verändern, wenn die Auswirkungen eher negativ sind.

  3. 5 Euro Stundenlohn zahlen und der AN soll aufstocken, ist Gewinn-Maximierung auf Kosten des Staates.

    Andererseits kriegt ab Januar 2015 (fast) jeder AN 8,50 Euro Mindestlohn, ob gelernt oder ungelernt. Das ist ungerecht und führt dazu, dass sich Ausbildung und Anstrengung nicht mehr lohnen. Auch besteht die Gefahr, dass aus dem Mindestlohn ein Einheitslohn wird, weil die AG dann grundsätzlich nicht mehr zahlen wollen.

  4. Nein – sorry. Hier bin ich anderer Meinung. Die deutsche Industrie und Wirtschaft hat es geschafft, einen Niedriglohnsektor zu generieren, der im Grunde genommen in Richtung Sklavenarbeit geht.
    Es kann nicht sein, dass man Vollzeit arbeitet und davon weder selbst anständig leben oder gar eine Familie gründen kann. Und der Unterschied zu HartzIV-Bezug marginal ist.
    Mindestlohn ist für viele Berufssparten überfällig. Er hilft gegen weiteres Lohndumping und ich könnte mir vorstellen, auch gegen Fachkräftemangel™.

  5. So sehr ich PI schätze und so wenig ich selbst jemals SPD-nah oder gar sozialistisch wäre, von meinen politischen Ansichten her, so sehr muss ich mich doch für den Mindestlohn aussprechen.
    Nach meinem geisteswissenschaftlichen Studium war ich lange genug Teil der „Generation Praktikum“ bis ich eine ordentliche Anstellung erhielt, um sagen zu können, dass das Praktikumsunwesen die reinste Ausbeutung darstellt.
    Zu meiner Zeit dauerten Praktika noch 6 Monate lang mit einer 40 h Woche. Spätestens nach einem Monat war man komplett eingelernt und hat nicht schlechtere Arbeit geleistet als jeder andere Arbeitnehmer auch und dennoch ist man mit 400 € nach Hause gegangen. Davon konnte jedoch keiner leben, so dass man auf finanzielle Hilfen vom Elternhaus oder gar vom Staat angewiesen war, obwohl man Vollzeit gearbeitet hat. Das war unverschämt und es wurde höchste Zeit, dass dieser Ausbeutung ein Riegel vorgeschoben wurde.

  6. Gewerkschaften wissen es besser? Daß ich nicht lache, so kapitalkorrumpiert, wie die inzwischen sind! Und wieso sollen die Steuerzahler horrende Ausbeutung alimentieren / subventionieren?

  7. Ich sehe den Mindestlohn mit gemischten Gefühlen und hier wurde schon einiges geschrieben, was absolut richtig ist.

    ich habe das Gefühl, es wird oft vergessen das es schon immer Jobs gab, die niemals dazu gedacht waren das damit jemand seinen Lebensunterhalt verdient.
    In vielen Bereichen haben schon immer Schüler, Studenten, Rentner oder Hausfrauen gejobbt, um sich etwas nebenher zu verdienen.
    Auf die Idee, z.B. vom Zeitungsaustragen leben zu können, kommt kein klar denkender Mensch.

    Diesen Leuten 8,50 € die Stunden zu zahlen, ist für viele kleine Betriebe nicht drin und wird dazu führen, dass entweder die Jobs oder die Betriebe verschwinden.

  8. Was hat das Thema hier auf PI zu suchen???
    #1 Rabiator hat absolut Recht!!!Oder Herr Red. arbeitet hier bei PI für 8,50 ? Die Konzerne in diesen Käfig gennant BRD:siehe Weisungsgebundene Staatsanwälte auf www.http://killerbeesagt.wordpress.com/ verdienen Saugeld auf unsere Kosten.Laut Bundesamt für Statische Zwecke wurde errechnet das die Real Löhne in BRD seit 1985 nicht gestiegen sind!!!

  9. Ein Arbeitgeber der nicht in der Lage ist, einen menschenwürdigen Lohn, von dem man in Deutschland auch eine Familie ernähren kann zu zahlen, soll verschwinden und platz machen für andere, die es können und nicht nach Vater Staat für Aufstockung schreien!

  10. Apropos Gewerkschaften.
    Die sind mit ihrer Klientelpolitik hauptverantwortlich für die gigantische Preisspirale, wo letztendlich immer nur die besser Verdienenden profitiert haben.

  11. Per Gesetz kann man keinen Wohlstand schaffen. Das geht nur durch Arbeit.
    Der Mindestlohn wird nur die Massenarbeitslosigkeit erhöhen. Und die, die arbeit haben, werden noch mehr knüppeln müssen.

  12. Dieser Artikel geht komplett in die falsche Richtung: Solange den Arbeitnehmern Hungerlöhne gezahlt werden, die vom Steuerzahler subventioniert werden (müssen), ist der Mindestlohn die einzige Alternative. Dabei sind 8,50 € Brutto(!) schon erbärmlich genug. Junge Leute können aufgrund der Dumpinglöhne und immer häufiger befristeten Arbeitsverhältnissen, keine Familien mehr gründen. Die Alterspyramide wird daher weiter wachsen. Gleichzeitig wird durch Dumpinglöhne das Bruttoinlandsprodukt extrem geschwächt, das wird auch der EU-Binnenmarkt nicht auffangen können. Die Altersarmut wächst ebenfalls rapide, da niedrige Einkommen auch niedrigere Rentenbeiträge bedeuten.
    Mein Fazit: Unternehmer die keine leistungsgerechten Gehälter zahlen können und ihre Mitarbeiter zwecks Austockung zum Jobcenter schicken, haben jegliche Existenzberechtigung verloren.

  13. Manchmal – manchmal gibt es Meinungen von Leuten, bei denen sich einem der Magen umdreht.
    Passiert mir immer wieder, wenn ein bestimmter Artikelschreiber sich zu Wirtschaftsfragen äußert.
    Ganz, ganz schlimm!
    Jetzt ist es mal wieder soweit.

    Der Mindestlohn sei ungerecht und in einer freien Wirtschaft würden die Löhne sich zwangsläufig von selbst korrigieren; daher sei kein Eingriff nötig.
    Vielleicht ist das so!
    Aber seien wir ehrlich – der Versuch wurde doch in D noch nie gemacht!
    Sie glauben, wir hätten seit Jahrzehnten Tarifautonomie? – Falsch!
    Seit Jahrzehnten greift der Staat ins wirtschaftliche Gefüge seiner Untertanen ein und hat per Gesetzgebung und gelebter Rechtsprechung der Wirtschaft die Schwerter geschärft, der Arbeiterschaft hingegen die Schilde abgenommen.
    Wer es nicht glaubt, der lese sich doch bitte einmal ins Arbeitsrecht ein.
    Die Arbeitsgerichte verkünden stets lauthals über die Hälfte der bei ihnen anhängigen Rechtsfälle würden von den Arbeitnehmern gewonnen.
    Genau hinschauen! – was passiert wirklich?!
    Die „gewonnenen“ Rechtsfälle entpuppen sich als zu versteuernde Abfindungen, die nicht im Ansatz dem Wert der Arbeitsplatzmöglichkeiten entsprechen.
    Das liegt vor allem daran, dass Arbeitnehmer den Wert ihres Arbeitsplatzes deswegen falsch einschätzen, weil sie sehr, sehr gering entlohnt werden.
    Die Entlohnung richtet sich nämlich nicht nach Marktwert des Arbeitsplatzangebotes, sondern nach der Reproduktionsformel (bitte den Begriff selber nachschlagen – hier ist nicht der Platz dafür!).
    Ein weiterer Punkt ist der, dass die Arbeitslosenversicherung kein ausreichender Ersatz für die eigentlich notwendige Rücklage eines jeden Arbeitnehmers ist.
    Jeder Betrieb darf laut Steuerrecht Rücklagen für besondere Risiken oder Anschaffungen bilden – Arbeitnehmer dürfen das nicht (nicht steuerlich gefördert).
    Gerne würde ich hier noch stundenlang Argumente aufführen – allein der Platz reicht nicht.
    Kurze Formel:
    Das Brutto-Nationaleinkommen der BRD beträgt jährlich ca. 2500 Milliarden Euro.
    Da rechnen wir noch einmal alle im Gewinnbereich liegenden Einnahmen des Staates drauf und teilen die Summe durch die Arbeitnehmer (Beamte, Angestellte, Arbeiter, Selbständige).
    Dann ergibt sich für jeden so definierten Arbeitnehmer eine monatliche Summe von 6300 Euro (davon müssten allerdings auch Straßen, Schulen, Polizei, etc. bezahlt werden).
    Ziehen Sie von 6300 Euro die faire Summe für eine vernünftige, von jedem Arbeitnehmer zu zahlende Steuer ab, dann erhalten Sie die Summe, die Sie zum Verlierer oder Gewinner dieses Systems macht.
    Verdienen Sie monatlich die 6300 Euro minus X (Steuern)?
    Nein?! Schade, dann gehören Sie zu den Verlierern des Systems und die Differenz zwischen Ihrem tatsächlichen Nettogehalt und der oben genannten Summe steckt sich die kleine Gewinner-Minderheit ein!
    Volkswirtschaft mal ganz einfach (und zugegeben auch etwas vereinfachend, aber die Richtung stimmt voll und ganz!).
    Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

  14. #9 Eugen von Savoyen (04. Jul 2014 11:46)

    Braucht jemand Zeitungsausträger?
    Dieses Vollmüllen der Briefkästen kotzt mich sowieso an.

  15. Dass der Name des Gesetzes völlige sinnfrei ist, sollte niemanden wundern, denn schließlich haben sich ja Juristen diesen Namen ausgedacht. (Gnade Gott, wenn die solche Namen für ihre Kinder erfinden würden)

    Warum nennt man es nicht ganz einfach: „Mindestlohngesetz“? Und ja, es hebelt die Tarifautonomie teilweise aus, aber doch eher im unteren Bereich. Im oberen Bereich besteht die ja noch.
    Manchmal scheint es notwendig zu sein, den Bürger vor ganz speziellen Gewerkschaften zu schützen.

  16. Die Regierung „bekämpft“ mit dem Mindestlohn nunmehr eine Situation, die diese selbst geschaffen hat.

    Denn die ja in Teilen tatsächlich extrem niedrigen Löhne in vielen prekären Beschäftigungsverhältnissen sind vor allem der übergroßen Menge an diesbezüglich Nachfragenden nach solchen Beschäftigungsverhältnissen geschuldet.

    Denn, anders als von der Regierung behauptet, kommen eben nicht die erhofften „Ärzte und Ingenieure“, sondern überwiegend Leute, die häufig nicht einmal lesen und schreiben können.

    Den konservativen Parteien in D muss man zweifelsohne den Vorwurf machen diese Situation in Teilen befördert zu haben; und die tatsächlichen Ursachen für das schlechte Lohnniveau in diesen Beschäftigungsbereichen nicht benannt zu haben.

    Einzig das Argument vorzubringen, nämlich ein in der Tat planwirtschaftlicher Mindestlohn ist schlecht für Deutschland, ist diesbezüglich zu wenig.

  17. Mindestlohn, Rente mit 63, Mietpreisbremse, Planwirtschaft im Energiesektor, Eurorettung gegen die Kräfte Marktes…….Den Sozialismus in seinem Lauf, hält halt weder Ochs noch Esel auf.

    Ich hab‘ einen Vorschlag: wir benennen das Kind einfach um: DDR 2.0

    So, dann passt’s doch wieder.

  18. #4 Dr.Merkwuerdigliebe (04. Jul 2014 11:36)

    Es kann nicht sein, dass man Vollzeit arbeitet und davon weder selbst anständig leben oder gar eine Familie gründen kann.
    ______________________________________________

    Dann sollten diejenigen die das betrifft sich doch mal fragen warum sie keine vernünftige Ausbildung bzw. Qualifikation erlangt haben welche ihnen ein entsprechendes Einkommen sichert.

    Ein Unternehmer wird mit Sicherheit keine Löhne zahlen können die das übersteigen was die jeweiligen Beschäftigten erarbeiten können.

    Gering Qualifizierte werden mit Inkrafttreten des Gesetzes in vielen Fällen erleben das niemand bereit ist ihnen politisch diktierte Phantasie-Löhne zu zahlen.

    Diese Jobs fallen dann weg.

  19. OT

    Jutta Ditfurth scheint ziemlich pleite zu sein.

    Auf ihrer Homepage schreibt sie:
    „Für den Prozess ,den Jürgen Elsässer gegen mich führt sammle ich Spenden. Benötigt werden XXXX Euro.“
    Weiter schreibt sie:
    „Ich bin freiberufliche Autorin und seit Jahrzehnten ehrenamtliche politische Aktivistin und besitze keinerlei Reserven und Überschüsse“

    Eine „Erfolgsautorin“ ,die ein Dutzend Bücher geschrieben hat und nichts auf der hohen Kante hat ?

    Ich verlinke die Seite absichtlich nicht !

  20. Dass die Unternehmen nur deshalb so niedrige Löhne zahlen können, weil sie vom Staat ständig durch neue Steuern und Abgaben geschröpft werden, wird von den Politikern und Gewerkschaftern gerne verschwiegen. Manche verstehen es vielleicht auch nicht, weil ihnen der Sachverstand fehlt. Der Staat ist ein Plünderer.

  21. Seltsamerweise funktioniert es mit dem Mindestlohn in der Schweiz recht gut.
    Die haben begriffen, dass dies die Untergrenze ist mit der auch jeder Selbständige seinen Preis kalkulieren kann. Sklaventreiber wie Bilfinger und Berger fliegen da schon mal raus. Der größte Skandal dabei ist was diese Kollegenschweine in ihrem roten Stall am Frankfurter Mainufer treiben. Die schließen Tarifverträge für Zeitarbeiter ab obwohl Sie da gar keine Mitglieder haben. Es kann ja wohl nicht sein das eine Organisation die für gleichen Lohn für gleiche Arbeit eintritt im gleiche Atemzug Kollegen auf das übelste und schändlichste diskriminiert. Kewil lass diese charakterlose Sklaventreiber Propaganda und kümmere dich um die wirklich wichtigen Sachen. Ohne diese verkommene Scheinheiligkeit der Gewerkschaften die das Ganze inszeniert haben, gäbe es viele Probleme gar nicht. Erst haben sie die Zeitarbeiter beschissen dann die Ossis und jetzt heulen dieses ehrlose Gesindel rum

  22. #26 verdenhof

    „Dann sollten diejenigen die das betrifft sich doch mal fragen warum sie keine vernünftige Ausbildung bzw. Qualifikation erlangt haben welche ihnen ein entsprechendes Einkommen sichert.“

    …ist doch Irrsinn: eine Gesellschaft wird nie nur aus Physikern, Mathematikern und Diplom-Ingenieuren bestehen und kann so auch nicht funktionieren. Auch wenn man alle irgend einen Abschluss machen lässt und das schon dann mal „Abitur“ nennt.
    Irgendjemand muss Pakete fahren, die Straße richten, die Büroräume wischen usw. Und solche Jobs im Niedriglohnbereich erledigen bald 1/4 aller Deutschen.

    „Gering Qualifizierte werden mit Inkrafttreten des Gesetzes in vielen Fällen erleben das niemand bereit ist ihnen politisch diktierte Phantasie-Löhne zu zahlen.
    Diese Jobs fallen dann weg.“

    …eben nicht – die Gesellschaft und Wirtschaft braucht diese Leute genauso, wie wir Akademiker brauchen.
    Und ein Lohn unter 8.50€/h brutto ist für mich ein echter „Phantasielohn“. Damit muss man mal klar kommen in einer Welt mit privater Altersvorsorge bei realem Preis- und Mietanstieg. Inflationsraten von um die 1.x% sind ja „Phantasieinflationsraten“.
    Und wir reden ja nicht von Schülern im Ferienjob, sondern von Menschen, die ihr Leben mit Arbeit bestreiten wollen. Und ggf. mit einer Familie die Zukunft unseres Landes mit sichern sollen.

  23. –OT–

    Osnabrück. Der Deutsch-Ägypter Hamed Abdel-Samad hat Islamkritiker ermutigt, ihre Meinung noch deutlicher zu sagen. Der Autor des umstrittenen Bestsellers „Der islamische Faschismus“ forderte in Osnabrück, den Einfluss der Islamverbände in Deutschland zu stoppen. Die Diskussion fand unter Polizeischutz statt

    Bekommen wir dann auch Polizeischutz ?

    http://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/487686/diskussion-mit-abdel-samad-unter-polizeischutz

  24. Die logische Konsequenz aus einem Mindestlohn ist ein Höchstlohn. Angenommen, den würde man beim 10fachen des Mindestlohnes ansetzen, dann würden die Absahner der Republik aber alt aussehen….

  25. Die nächste logische Konsequenz ist eine Mindestrente, die sich an einem Erwerbsleben auf Basis eines Mindestlohnes orientiert….

  26. Im Bezug auf das Thema Mindestlohn bin ich ausnahmsweise einmal nicht Kewils Meinung.Der Mindestlohn war längst überfällig und liegt in unseren Nachbarländern deutlich über dem Niveau in Deutschland, ohne daß dies der Wirtschaft Schaden zugefügt hat. Wie schon erwähnt, darf es nicht sein, das für Familien in Deutschland das Geld nicht mehr zum Leben reicht, der Staat für Lohnaufstockung aufkommen muss, und Arbeitgeber sich auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen füllen, in der Gewissheit, das die nächste arme Sau schon vom Hartz 4 Amt zur Arbeit für 3,50 Euro verpflichtet wird. Weiterhin wird durch fehlenden Mindestlohn das Problem mit Billigarbeitern aus dem Ostblock massiv verschärft, und es wird durch geringe Löhne auch weniger Geld in die Rentenkassen gezahlt. Für die Rentenaufstockung muss dann später ebenfalls die Allgemeinheit zahlen, während viele Arbeitgeber ein dickes Auto fahren und dreimal im Jahr in Urlaub fliegen. Das kann es nicht sein, deshalb bin ich ganz eindeutig für den Mindestlohn.

  27. 32 Dr.Merkwuerdigliebe (04. Jul 2014 12:30)
    Hallo Dr.Merkwuerdigliebe
    Es ist schön, wenn man mal auf einen Menschen trifft der sich Gedanken macht.

  28. Vor dem Midestlohn war der Euro 1 € wert, danach
    75 Cent, weil alles wird teurer ! Also alles wir vorher, nur das es mehr Arbeitlose gibt, und die Arbeit haben kosten den Staat dann die Milliarden die er mehr einnimmt für die Versorgung von Herzinfarkt,Schlaganfällen , Burnout etc.

    Wie wär es damit, alle Asylbetrüger rauß, Banker und Vorstände keine Millionen in den Rachen werfen, H4 extrem kürzen !

  29. Bevor man sich über den Mindestlohn aufregt, sollte man sich lieber einmal mit den Kosten beschäftigen, die momentan durch massenhafte Flüchtlingsaufnahme, Einwanderung von Geringqualifizierten, unsinnige Militäreinsätze, sowie Bankenrettung und Wirtschaftshilfe an die halbe Welt entstehen. Von den verpulverten Millionen für Elbphilharmonie, Nürburgring, Flughafen Berlin und Unterhalt für Taugenichtse wie Christian Wulff und Claudia Roth einmal ganz zu schweigen.

  30. Den Mindestlohn muß man differenzierter betrachten, anstatt ihn von vornherein als „sozialistische Planwirtschaft“ zu diffamieren. Betrachtet man die Entwicklung der Löhne bzgl. der realen Zuwächse, so stellt man ganz objektiv fest, daß sie jedes Jahr SINKEN. Hinzu kommen prekäre Beschäftigungsmodelle (unbezahlte Praktika, Leih- und Zeitarbeit, 450 €-Jobs ohne Sozialabgaben etc.). Diese Vollpfosten-Regierung bzw. Politikdarsteller verkaufen uns mit ihren Jubelzahlen am Arbeitsmarkt und angeblich übersprudelnden Steuereinnahmen ohnehin für blöd. Ich sage auch nur „Fachkräftemangel“ (Mangel an geistig gesunden, gut ausgebildeten Arbeitskräften, die sich freiwillig für 6 € die Stunde brutto prostituieren wollen). Es geht doch letztlich darum, daß jemand, der täglich 8 Stunden oder mehr arbeitet, davon auch seinen Lebensunterhalt bestreiten kann/soll. Es ist jedoch mittlerweile gängige Praxis, daß sich solche Leute, beim Job-Center bzw. bei der ARGE den Differenz-Betrag dazu abholen MÜSSEN, um über die Runden zu kommen. Das ist in meinen Augen nichts anderes als staatlich subventioniertes LOHNDUMPING!
    Anstatt den Unternehmen knackt man der Allgemeinheit, also uns Steuerzahlern diese Last auf. DAS kann es ja wohl auch nicht sein!

  31. #36 Tritt-Ihn
    „Beschleunigt der Mindestlohn die Automatisierung?“

    möglicherweise – aber wie kaputt ist ein System, wenn der Mensch mit einer Maschine ums Existenzminimum konkurrieren muss?
    Und ich bin wirklich kein Kommi und kein Sozialist und alles andere als technik- oder automatisierungsfeindlich.

  32. @Direkte Demokratie,

    Frankreich hat den Midestlohn seit 1950 ?
    Ja soviel ich weiß sind die wirtschaftlich
    im Ar……

  33. #yam850 (13:12)

    Gut, 18 Euro Mindestlohn halte ich auch für etwas zuviel des Guten, aber es zeigt auch deutlich das etwas in Deutschland nicht stimmt, wenn hier über 8,50 Euro noch diskutiert wird.

  34. Seit den Wirtschaftswunderjahren…. die Gewerkschaften und Arbeitgeber wissen besser als der Staat, mit welchem Lohn man im Wettbewerb bestehen kann. Und wenn der Markt unerwünschte Ergebnisse lieferte, konnte der Staat eingreifen, etwa durch Aufstockung des Lohns.
    —————————–
    Ja, das war, als die BRD noch ein Staat war – mit Grenzen, eigener Währung, eigener Gesetzgebung, eigener Justiz – und mit Zöllen gegen die Vernichtung der eigenen Wirtschaft!

    Seit die Schacherer von Aldi, Lidl und sonstige „Händler“ weltweit frei kaufen können, dort die Menschen in Sklaverei halten lassen, hier Millionen Arbeitslose hinterlassen, muss hier jeder zufrieden sein, mit dem was er bekommt.

    DAS ist Sozialismus – weltweit die gleichen verkommenen Bedinungen, niedrige Löhne, keine Sozialleistungen bzw. deren forcierter Abbau usw.

    Inzwischen wird so gut wie NICHTS mehr hier hergestellt, was wir täglich brauchen. Stattdessen Millionen Arbeitslose, die von uns finanziert werden müssen, was die Waren aus China oder Bangladesh usw. tatsächlich richtig teuer machen.

    Jeden Tag die Schuldzuweisungen, wir würden nur Billigware wollen – nein, es gibt keine deutschen Waren mehr!
    Von der Stecknadel bis zur Waschmaschine – alles aus fremden Billiglohnländern, gefahren mit ausländischen LKW auf unserern Strassen haben uns kaputtgemacht.

    Vor nicht allzu langer Zeit fand Wirtschaft in Fabriken, Ställen und Werkstätten, auf dem Bau und auf dem Acker statt.

    Wenn heute von Wirtschaft geredet wird, fallen nur noch Begriffe wie:
    Börsen, Aktien, Kurse, Gewinne, Dividenden, Prozente, usw.

    Betrug, Korruption und Spekulantentum sind die Bereiche mit den größten Wachstumsraten.

    Unsere einstmals führende Wirtschafts- und Wissenschaftsnation wurde in ein Land der Klitschen, Wanderarbeiter und Tagelöhner heruntergewirtschaftet. Unser Volksvermögen, das z. T. seit Jahrhunderten unsere Vorfahren, aber auch wir, mitgeschaffen haben, wird an ausländische skrupellose Geschäftemacher in alle Welt verschleudert. Deutsche Firmen werden durch ausländische Spekulanten ergaunert, um sie letztendlich zu zerschlagen und weiterzuverscheuern bzw. sie als lästige Konkurrenz zu vernichten.
    (Solche Verfahren sind uns schon bekannt, seit die Ex-DDR deindustriealisiert und „privatisiert“ wurde.)

    Erst wenn wir auf dem Niveau von Bangladesh gelandet sind, dann gegen die NWO-ler Ruhe. Ermöglicht wird das durch den US-Wurmfortsatz in Berlin – genannt Regierung.

  35. Mindestlohn in einigen Ländern der EU.

    Niederlande 9,11 Euro
    Belgien 9,10 Euro
    Luxemburg 11,10 Euro
    Frankreich 9,53 Euro
    Großbritannien 8,20 Euro
    Irland 8,65 Euro

    Auch Spanien, Portugal, Kroatien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Bulgarien haben den Mindestlohn.

    Dänemark, Schweden und Finnland haben eine Lohnuntergrenze.

    Daher wurde es Zeit dieses auch bei uns einzuführen.

    Wenn eine 40 Stundenwoche nicht zum Leben reicht und noch Staatlicherseits aufgestockt werden muss läuft etwas gewaltig schief.

    Von daher KLASSE das wir jetzt auch den Mindestlohn haben.

  36. #44 Schariaburka (04. Jul 2014 13:17)

    Aber nicht wegen dem Mindestlohn!
    Frankreich und die meisten Anderen sind einfach nicht in der Lage, Produkte nur annähernd mit deutscher Qualität, oder auch Design (siehe die hässlichen Autos) zu liefern!
    Das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche.
    Allerdings nicht mehr lange!!!!
    Unsere Ingenieure und Top-Handwerker werden wegsterben und was politisch herangezüchtet wird, führt in die Katastrophe!!!

  37. #47 Westgermane (04. Jul 2014 13:28)

    Wenn eine 40 Stundenwoche nicht zum Leben reicht und noch Staatlicherseits aufgestockt werden muss läuft etwas gewaltig schief.

    Vielleicht sollte man mal überlegen die staatliche Aufstockung abzuschaffen durch die Niedriglöhne de facto subventioniert werden.

    Statt dessen wird lieber das nächste Gesetz auf den Weg gebracht und munter weiter an der Interventionsspirale gedreht.

  38. Die Armen Arbeitgeber!
    Die Mehrheit der Arbeitnehmer Arbeitet in Klein und Kleinst Betrieben wo
    65,8 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten angestellt sind,
    Alle diese Arbeitnehmer waren bis jetzt Freiwild der Arbeitgeber.
    Wer am wenigsten Lohn will hat den Job!
    PS Asylanten werden von Privaten Sicherheitsfirmen Überwacht wo
    der Wachmann weniger zum Leben hat als der Asylbetrüger…

  39. #40 Andi500 (04. Jul 2014 13:04)

    Richtig!
    Dagegen geht es beim Mindestlohn um Peanuts!

  40. #26 verdenhof (04. Jul 2014 12:05)

    Sehr richtig, genau meine Ansicht! Mindestlohn bedingt auch eine Mindestleistung, sprich Mindestwerterarbeitung! Die Mindestleistung ist aber planwirtschaftlich (noch) nicht vorgeschrieben.

    Sozialismus führt zum Faschismus, wir sind auf den besten Wege dahin! 🙁

  41. Natürlich bin ich auch gegen Mindestlohn! Ich bin auch gegen Verkehrsregeln. Das ist schließlich typisch sozialistische Bevormundung des freien Bürgers. Freie Fahrt für freie Bürger!! Ach was – ich bin gegen Gesetze überhaupt!! Alles unnötige Gängelung und depperte Bevormundung!!

    Sarkasmus off

  42. Kewil wieder zwischen Genie und Wahnsinn.
    Diesmal mehr auf der Seite des Wahnsinns.

  43. @ von Politikern gehasster Deutscher

    ja stimm ich voll Zu linker und Islamischer Wahnsinn wird D in den Ruin treiben, in ein paar Jahren geh ich in Rente muß wohl arbeiten bis mich der Sensenmann abholt !

  44. Ein Mindestlohn hat zuerst einmal zur Folge, dass ein Unternehmer alle Anstellungen, welche keine entsprechende Wertschöpfung generieren nicht mehr weiterführt.
    Als Unternehmer muss er das tun, alles andere ist verantwortungslos gegenüber dem Unternehmen.

    Aus sozialen Überlegungen kann er jedoch Ausnahmen machen. Das habe ich selber gesehen. Dass der Staat ihn dazu zwingen soll, erachte ich als nicht passend. Denn der Staat ist NIE ein guter Unternehmer.

    Aus einigen Voten hier stelle ich fest, dass unternehmerisches Denken in grossem Masse abhanden gekommen ist. Wahrscheinlich weil nur noch wenige an unternehmerischen Prozessen beteiligt sind.

  45. Frauke Petry, 4.7. JF: „Wenn Rot-Rot oder Rot-Rot-Grün stark genug werden, dann kann es auch da eine Tolerierung geben.“

  46. Der Mindestlohn wird eine Preissteigerung mit sich bringen, davon bin ich überzeugt. Es wird also nur eine begrenzte Zeit dauern, bis die Verhältnisse sich wieder normalisieren. Bis die 8,50 kommen, sind wir schon längst auf einem Niveau, was heute einem Mindestlohn von 6,00 € entspricht.

    Immerhin schafft man es so, das BiP zu steiegern 🙂

  47. frage: wer bezahlt eigentlich den lohn?

    der arbeitgeber?

    nicht ganz, den der hat keine gelddruckmaschine im keller stehen.

    es ist der konsument, der letztendlich für den lohn verantwortlich ist.

    erst MUSS ein gut oder eine dienstleistung verkauft werden, bevor man an lohn und gewinn denken kann.

    ist der konsument nicht bereit für ein gut oder eine dienstleistung einen höheren preis zu bezahlen, dann nützt einem auch kein mindestlohn.

    er führt lediglich dazu, das es mehr arbeitslose gibt.

    nochmals, der lohn ist direkt mit dem verkauf und dem konkurrenzdruck untrennbar verbunden.

  48. Bitte mal einen Blick auf die werfen, die vom Mindestlohn profitieren oder gleich ihren Job verlieren.
    Diese Leute sind zum großenteil ungelernte ohne Schulabschluß. Die wesentliche Qualifikation besteht darin, daß sie sich zur Arbeit quälen statt gleich zu hartzen.
    Macht man nun ihre Arbeit teurer, ohne daß ihre Arbeit wertiger wird, hat zuerst der Arbeitgeber ein Problem und der An dann auch, wenn der Ag den Job streicht.

  49. Ich finde es richtig. Man sollten anständig entlohnt werden. Die 8,50 sind der Lohn die Zeitarbeiter (ungelernt) bekommen. Die Zeitarbeitsfirmen nehmen meisten bis zu 20€ die Std. und niemand beschwert sich.
    Das es früher keinen Probleme gab, liegt einfach daran das die Leute nicht so auf Profit aus waren.
    Heute zählen nur noch Zahlen am Ende des Jahres.
    Also ich bezahle gern mehr, wenn ich weiß das die Leute dahinter auch entsprechend entlohnt werden.

  50. Leider muss ich viele andere Schreiber hier darauf aufmerksam machen das sie weltfremde Ansichten vertreten.

    Das auch der geringstmöglich qualifizierte Beschäftigte ohne Ansehen dessen was er zu leisten in der Lage ist von seiner Arbeit leben kann – das kann unmöglich die Basis einer unternehmerischen Kalkulation sein.

    Unternehmen müssen so kalkulieren das sie Gewinne machen. Wenn politisch verordnete Phantasie-Löhne das unmöglich machen dann werden die betreffenden Jobs verschwinden, alles andere ist gefährliches Wunschdenken.

    Niemand wird Hilfsarbeitern 8,50 Eur pro Stunde bezahlen wenn das mehr ist als sie erwirtschaften können.

    Beschimpfen sie mich so viel sie wollen, ich spreche nur die Wahrheit aus.

  51. Der Markt entscheidet letztendlich über die Höhe der Entlohnung des Arbeitnehmers und auf dem Markt werden leider unproduktive Berufe wie Makler und Banker höher bewertet als Bauarbeiter, Angestellte in der industriellen Fertigung oder Krankenpfleger.

    Unternehmer, welche einen Mindestlohn nicht zahlen und ihre Mitarbeiter als sog. Aufstocker zum Arbeitsamt schicken haben in meinen Augen keine Existenzberechtigung mit ihrem Geschäftsmodell.

    Da Grundübel liegt aber darin daß es einen viel zu großen Druck auf dem Arbeitsmarkt gibt. Sonst würde es keine befristeten Arbeitsverträge geben und auch keine Ausbeutung der Langzeit-Praktikanten. Der angebliche Fachkräftemangel ist eine freche Lüge der Politik und der Wirtschaft. Den gibt es nur in wenigen Branchen und da könnte man arbeitsmarktpolitisch gegensteuern.

    Daher brauchen wir auch fast keine Zuwanderer und wenn nur in bestimmten Berufsgruppen.
    Arbeitslose EU – Europäer müssen dann eben gehen so wie es in CH geplant ist.

  52. #59 yam850

    Das Problem in Deutschland sind die Behörden. Sie kosten Unmengen von Geld. Sei es IHK, GEZ, ARD, ZDF oder die Krankenkassen. Sie machen das Leben der Unternehmer schwer. Gewerbesteuer abschaffen und Mindestlohn von 10 Euro einführen. Wir haben zu viele warme Pöstchen für Ex-Politiker.

  53. #34 pustel (04. Jul 2014 12:35)

    Die logische Konsequenz aus einem Mindestlohn ist ein Höchstlohn.

    Jetzt muss mir jemand erklären, was daran logisch ist. Ich bin da wohl bisschen blöd.

    Dann wäre die logische Konsequenz einer Höchstgeschwindigkeit, z.B. in Wohngebieten, eine Mindestgeschwindigkeit!? Jau! Ich glaube, jetzt habe ich es verstanden.

  54. #46 Schariaburka
    #50 Wokker

    Und das liegt am Mindestlohn. Auweia.

    Aber aufgrund des demographischen Wandels ist dieser Mindestlohn eh bald Makulatur. Das ist Markt.

  55. Ein flächendeckender Mindestlohn ohne Ausnahmen ist eine Notwendigkeit und hat nichts mit sozialistischer Planwirtschaft zu tun.

    Ohne Mindestlohn zahlen die Leihbuden ihren Arbeitnehmern nur das, was sie unbedingt müssen, z.B. 6 Euro brutto die Stunde.

    Ich selbst durfte als Leiharbeiter auch schon für 7,89 Euro brutto pro Stunde arbeiten.

    Ich bin der Meinung:
    Wer 35-40 Stunden pro Woche Vollzeit arbeitet, der hat ein RECHT darauf so bezahlt zu werden, dass er davon leben kann ohne zu irgendeinem beschissenen Amt laufen zu müssen wegen Aufstockung und so.

    Zudem sind 8,50 brutto die Stunde sowieso nicht gerade üppig.

    Eigentlich sollte der Mindestlohn besser 10 Euro brutto die Stunde betragen.

    Das ist ja sowieso immer so toll.
    Die gleichen Leute die sich über den Mindestlohn aufregen ätzen auch gegen eine Mietpreisbremse.

    Ja, wenn die Leute durch ihre Hände Arbeit nichts verdienen dürfen, wovon sollen die dann die immer höher werdenden Mieten denn noch bezahlen ?
    Ganz zu schweigen von den explodierenden Energiekosten.

  56. Überall, wo Stiefvater Staat seinen Bürgern in den Arm fällt und ihnen ihre Arbeit erschwert, verteuert oder verbietet, geht Freiheit, Wohlstand und Arbeitsplätze perdu.

    Wie kann die Masse nur so verblendet sein und nach mehr Bürokratie, also nach mehr Verboten rufen? Ich wusste im Vorschulalter, dass Verbote mist sind. Nach der Schule hatte ich das verlernt und war einverstanden mit der vermeintlich ordnenden Hand des Staates. Liegt es also an der eher schlechten staatlichen Schule, dass wir Bürokratiefans sind?

  57. Die sollen sich mal informieren was im Arbeiter und Bauern Paradies gezahlt wurde.
    Und wer nicht arbeitete bekam einfach nichts!

  58. @#8 Rabiator (04. Jul 2014 11:43)

    Gewerkschaften wissen es besser? Daß ich nicht lache, so kapitalkorrumpiert, wie die inzwischen sind! Und wieso sollen die Steuerzahler horrende Ausbeutung alimentieren / subventionieren?

    Wenn die Wirtschaftsbremsen von den Gewerkschaften es besser wuessten (bzw. wenn sie UEBERHAUPT etwas wuessten ausser wie man seinen fetten Ar*** dauerhaft in einem bequemen Sessel unterbringt, auf Kosten anderer zum Fi**en nach Brasilien fliegt und auch sonst auf Kosten der „kleinen Leute“ ein Leben im Ueberfluss fuehrt), dann waeren nicht ausnahmslos alle bisherigen gewerkschaftseigenen Firmen den Bach runter gegangen.

  59. Mindestlohn ist sozialistische Planwirtschaft

    Das ist „eine bewusste Irreführung“.
    IN DEN SOZIALISTISCHEN LÄNDERN GAB ES GAR KEINEN MINDESTLOHN.

    Wenn aber die schlauen Geschäftsleute ein Teil des Lohnes den Staat zahlen lassen (Kombilöhne, Aufstocker usw.), dann ist es tatsächlich Sozialismus.
    Aber nur für Kapitalisten.

  60. #62 schweinsleber (04. Jul 2014 14:00)

    frage: wer bezahlt eigentlich den lohn?

    der arbeitgeber?

    nicht ganz, den der hat keine gelddruckmaschine im keller stehen.

    es ist der konsument, der letztendlich für den lohn verantwortlich ist.

    erst MUSS ein gut oder eine dienstleistung verkauft werden, bevor man an lohn und gewinn denken kann.

    ist der konsument nicht bereit für ein gut oder eine dienstleistung einen höheren preis zu bezahlen, dann nützt einem auch kein mindestlohn.

    Die Bereitschaft des Konsumenten zu zahlen hängt von seinem Einkommen ab.
    Wer wenig verdient, kann nur niedrige Preise zahlen, das führt zur weiteren Absenkung der Löhne usw.
    Das nennt man DEFLATIONSSPIRALE (ist schlimmer als Inflation).

    Mindestlohn setzt dieser Entwicklung eine Grenze, was volkswirtschaftlich sinnvoll ist.
    Außerdem erhöht der Mindestlohn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage, was zu höheren Löhnen führt usw., also zur moderaten Inflation (begleitet immer das Wachstum).
    Ein normaler Staat hat genug Instrumente, um Inflation zu kontrollieren (z.B. Zins).

    So sind die Grundsätze der Volkswirtschaftslehre (vereinfacht).

  61. Ich finde, dass der Mindestlohn in den Breichen Sinn macht, in denen es sich um eine „unumgängliche Dienstleistung“ handelt. Vor Jahren wollte die PIN-Gruppe mit Aufstockern auf dem Markt des Briefdienstes bestehen. Warum sollte das mit Steuergeldern finanziert werden, wenn es eine gleichbleibende Nachfrage gibt Briefe zu versenden? Die Preiserhöhung pro Brief liegt doch im Cent-Breich und ein Preis für einen Brief von München nach Hamburg unter 60 Cent ist doch aberwitzig preiswert.
    Das gleiche gilt für Reinigungskräfte. Glaubt jemand, dass eine Bank ihren Reinigungskräften kündigt, weil sie zu teuer sind?
    Leider ließe sich damit aber nicht verhindern, dass eine Dienstleistung, die ich umgehen kann (z.B. Friseur), dann schlechter bezahlt würde, obwohl man dazu eine besondere Ausbilung braucht.
    Sollte es uns das nicht wert sein, dass meine Tageszeitung 10 Cent mehr kostet, damit ein Zeitungsausträger, der täglich um 4 Uhr aufsteht, auch sein Auskommen hat? ?

  62. …hab so gut wie ALLE Kommentare gelesen:
    Überall ist die Meinung der Schreiber vorhanden,überall ist Wahrheit vorhanden…und muss auch akzeptiert werden…
    Nur stell ich mir gerade vor, wie ein Arbeiter in München,in Freiburg,in Essen oder anderen SUPERHOCHBEZAHLTEN Gegenden eine Kaltmiete von 500 Euro bezahlen will?????
    …Gerüchten zufolge soll man wohl in Aktien der Küchenrollenhersteller investieren…die Mitteldeutschen(also OST und nochweiter östlich) Arbeiterinnen und Arbeiter haben wohl mehr als EINMAL am Tag einen „KLECKS“ im Höschen bei diesen Stundenlöhnen…Die SED(LINKE) im OSTEN der Republik war wahrscheinlich nicht umsonst so ruhig….
    …egal,wir sind eine Rund weiter….

  63. #77 Schüfeli (04. Jul 2014 21:33)

    1. Haben wir bereits Inflation und die Wirtschaft stagniert in Teilen Europas. Stagflation ist ein sehr lustiger Zustand der Volkswirtschaft.

    2. Solange Konsumenten und oder Substitutionsgüter zur Verfügung haben, dann sind sie nicht bereit, für nicht lebensnotwendige Güter und Dienstleistungen einen höheren Preis zu bezahlen.

    3. Lohnverhandlungen sind Sache der Arbeitgeber und Arbeitnehmer und ihren Organisationen und nicht Sache des Staates.

    4. Mindestlöhne fussen auf was? Auf Hokuspokus!
    Ergo ist dieser Mist rundweg abzulehnen!

  64. #26 verdenhof

    Dann sollten diejenigen die das betrifft sich doch mal fragen warum sie keine vernünftige Ausbildung bzw. Qualifikation erlangt haben welche ihnen ein entsprechendes Einkommen sichert.

    Wer keine Ausbildung hat ist sowieso bestraft das er weniger verdiennt als jemand mit Ausbildung, auch mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindeslohn.

    Das bedeutet nicht das es gerecht ist, jeden Unqualifizierten so hart zu strafen Hilfsarbeiter zu sein das er jeden Tag hart arbeitet und nicht genug Lohn hat wovon er Leben kann.
    Wer 8 Stunden pro Tag malocht muss auch belohnt werden für seine Leistung.

    Es gibt nunmal Hilfsarbeiter, ohne sie würde unsere gesammte Wirtschaft zusammen brechen, die Menschen haben das Recht wenigstens würdig leben zu können.

    Ein Unternehmer wird mit Sicherheit keine Löhne zahlen können die das übersteigen was die jeweiligen Beschäftigten erarbeiten können.

    Sie tun gerade so als ob der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn ein Vermögen wäre wofür Arbeitgeber sich ihnre letzte Rippe rausreissen müssen.
    Es ist im Verhältnis der Löhne Qualifizierter Arbeiter „immer noch wenig“.

    Gering Qualifizierte werden mit Inkrafttreten des Gesetzes in vielen Fällen erleben das niemand bereit ist ihnen politisch diktierte Phantasie-Löhne zu zahlen.

    Die Arbeitgebr werden wohl müssen, wenn sie dazu nicht bereit sind, was sollen sie anders machen? Massal Leute schwarz einstellen?

    #49 Westgermane (04. Jul 2014 13:28) Mindestlohn in einigen Ländern der EU.

    Niederlande 9,11 Euro
    Belgien 9,10 Euro
    Luxemburg 11,10 Euro
    Frankreich 9,53 Euro
    Großbritannien 8,20 Euro
    Irland 8,65 Euro

    Na also geht doch, oder sind die Länder daran zu grunde gegangen?

    Wie die Gegner des Mindeslohnes hier an vielen Kommentaren erkennen können bedeutet „nicht mehr Links sein“ noch lange nicht das wir Konservative nicht mehr sozial sein wollen.

  65. Ich bin als Liberaler eigentlich Gegner des Mindestlohns. Aber er hat den witzigen Nebeneffekt, dass durch ihn automatisch schlecht ausgebildete Arbeitskräfte verdrängt werden. Und das wären bei uns im Wesentlichen unserere Kulturbereicherer. 🙂 Die Sozis und Gutmenschen schnallen das zum Glück nicht.

  66. OT

    oder auch nicht 😉

    Wer spielt mit dem Gedanken, sich einen neuen Drucker zu kaufen?

    Dann schnell, Pappa Staat hat nämlich eine Solidarabgabe und gerechte Löhne für seine Journalisten beschlossen, die, wer wundert sich, die Bürger und nicht „die Druckerhersteller“ bezahlen werden.

    Computerhersteller müssen für bereits verkaufte Drucker und PCs in Deutschland nachträglich eine Abgabe zahlen. Das Urteil betrifft Geräte, die zwischen 2001 und Ende 2007 verkauft worden sind.

    Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag entschieden. Mit der Gebühr sollen Autoren oder Journalisten dafür entschädigt werden, dass Nutzer mit den Geräten Kopien von Büchern und Artikel anfertigen können.

    http://www.focus.de/digital/computer/unternehmen-bgh-verdonnert-computerhersteller-zur-abgabe-fuer-drucker-und-pcs_id_3964229.html

    Mmmmuuuahahaaa..

  67. #79 schweinsleber (04. Jul 2014 23:06)

    #77 Schüfeli (04. Jul 2014 21:33)

    1. Haben wir bereits Inflation und die Wirtschaft stagniert in Teilen Europas. Stagflation ist ein sehr lustiger Zustand der Volkswirtschaft.

    Das ist korrekt.
    Das Wachstum wird zwar i.d.R. von der moderaten Inflation begleitet, aber es kann Inflation auch ohne Wachstum geben.

    Der heutige Zustand ist interessant:
    Einerseits wirtschaftlich verursachte Deflationsspirale (wegen des wirtschaftlichen Niedergangs Südeuropas / Sparzwang / der Niedriglöhne im Norden).
    Andererseits durch Niedrigstzins und Gelddrucken von EZB verursachte Inflation in bestimmten Bereichen (Aktien, Immobilien, Gold usw. – „wandernde Blasen“), mit der jedoch eher die „Investoren“ / Spekulanten / Oberschicht zu tun haben (deshalb bleibt die Bevölkerung relativ ruhig).

    2. Solange und oder Substitutionsgüter zur Verfügung haben, dann sind sie nicht bereit, für nicht lebensnotwendige Güter und Dienstleistungen einen höheren Preis zu bezahlen.

    Wie gesagt:
    wozu Konsumenten bereit sind, hängt maßgeblich vom deren Einkommen ab (und es seinerseits vom Lohn).

    3. sind Sache der Arbeitgeber und Arbeitnehmer und ihren Organisationen und nicht Sache des Staates.

    Das ist korrekt.
    Mindestlohn greift jedoch nicht in die Lohnverhandlungen, sondern setzt lediglich die Untergrenze, um Missbrauch zu verhindern.
    Das ist eine der Rahmenbedingungen, die der Staat gestalten kann und muss.

    Andererseits ist es eine Fiskalmaßnahme (damit der Staat einen Teil der Löhne nicht zahlen muss).

    4. Mindestlöhne fussen auf was? Auf Hokuspokus!

    ???

    Ergo ist dieser Mist rundweg abzulehnen!

    Dieser Mist existiert in der meisten Staaten, selbst in den USA.
    Und dafür gibt es Gründe.

    Ansonsten wird Mindestlohn immer von denen abgelehnt, die selbst nicht betroffen sind.
    Aber sag niemals nie – man kann selbst in die Gruppe Betroffenen gelangen, und das schneller, als man denkt.

  68. #81 euroset (05. Jul 2014 00:19)

    Ich bin als Liberaler eigentlich Gegner des Mindestlohns. Aber er hat den witzigen Nebeneffekt, dass durch ihn automatisch schlecht ausgebildete Arbeitskräfte verdrängt werden. Und das wären bei uns im Wesentlichen unserere Kulturbereicherer.

    Das ist korrekt.
    Allerdings erzeugt die Masseneinwanderung so einen gewaltigen Druck auf dem Arbeitsmarkt, dass Mindestlohn sicher irgendwie umgegangen wird.

    Aber es ist zumindest ein Schritt, um Masseneinwanderung in den Arbeitsmarkt zu begrenzen (wird zwar von Gewerkschaften verkündet, aber sicherlich gedacht) und ist daher zu begrüßen.

  69. Manche wollen und/oder können nicht begreifen das der Mindestlohn Arbeitsplätze vernichten wird.

    Der Grund dazu ist so einfach wie banal. Denn was passiert wenn der AG seinem AN 8,50 €/h zahlen muss? Richtig, das Brutto steigt. Wenn aber das Brutto steigt steigt nebenbei auch was? Wieder richtig die Lohnnebenkosten also Krankenkassenbeitrag, Beitrag zur Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherungsbeitrag. Und das bedeutet das der AG diese ihm zusätzlich entstehenden Kosten, denn er ist ja zur Hälfte daran beteiligt, mit in seinen Dienstleistungspreis einkalkulieren muss. Was bedeutet, wenn der Kunde nicht bereit ist diesen nun höheren Preis zu bezahlen, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens der AG entlässt ein paar AN um das zu kompensieren oder zweitens er macht seinen Laden gleich ganz zu. In den Bereichen wo der Kunde NICHT ausweichen kann, wird es daher auf JEDEN Fall zu entsprechenden Preissteigerungen kommen.

    Und Schuld ist wieder mal der Staat, in dem er überhaupt die Voraussetzungen dazu geschaffen hat das der Niedriglohnsektor so boomen konnte. Stichwort: Minijobber o.ä..

    Mit dem Mindestlohn wird also nur an den Symptomen herum gedoktort, anstatt die WIRKLICHE Ursache zu bekämpfen.

  70. #81 Jaques NL (05. Jul 2014 00:13)

    Sie tun gerade so als ob der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn ein Vermögen wäre wofür Arbeitgeber sich ihnre letzte Rippe rausreissen müssen.
    _____________________________________________

    Erschreckend.
    Solche Sätze drücken den wirtschaftlichen Sachverstand vieler Zeitgenossen aus.

    Unternehmer sollen sich halt mal nicht so haben und brav politisch verordnete Löhne zahlen.

    Auch wenn es Sie jetzt sicher überraschen wird:
    Geld kommt nicht einfach so aus dem Geldautomaten, es muss erarbeitet werden.

    8,50 EUR pro Stunde ergeben bei einer 40-h-Woche pro Monat für Unternehmen einen Gesamtaufwand von ca. 1.620 EUR (und nur mal als Hinweis: Wenn Sie diese Zahl nicht nachvollziehen können sollten Sie sich vielleicht andere Diskussionsthemen suchen).

    Was ist nun aber wenn durch diesen Job beispielsweise nur 1.400 EUR erwirtschaftet werden ?

    Sie sagen: Ist ja wohl kein Vermögen, soll das Unternehmen halt die fehlenden 220 EUR jeden Monat einfach so drauflegen.

    Ich kann ihnen zu dieser Art von wirtschaftlicher Kompetenz nur herzlich gratulieren.

  71. #88 verdenhof (05. Jul 2014 11:06)

    Das Problem ist das die wenigsten die Zusammenhänge verstehen, geschweige denn begreifen, können bzw. auch wollen. Denn wenn die links grünen Volkszertreter etwas geschafft haben, dann das sie dem gemeinen Pöbel weiß machen konnten, und immer noch können, wie böse doch die Arbeitgeber alle sind.

    Dabei hat man doch das beste Beispiel, wohin sozialistische Löhne o.ä. führen, vor der eigenen Haustür. Denn die DDR ist ja nicht nur untergegangen weil die UDSSR ihre schmutzigen Finger im Spiel hatte, nein die DDR ist auch deshalb untergegangen weil es eben NICHT funktioniert Arbeitsplätze auf Dauer zu subventionieren (Wir erinnern uns, in DDR gab es faktisch keine Arbeitslosen). Und ein Mindestlohn ist im Prinzip eine vom Staat per Gesetz angeordnete Subvention, welche der AG zahlen soll/muss. Aber anders als in der DDR hat der AG (noch) die Möglichkeit das durch Entlassungen entsprechend zu kompensieren, dort wo der Kunde nicht gewillt ist höhere Preise zu bezahlen. Und gerade habe ich im Radio gehört das diese total Versagerin mit Namen Nahles (Keine Ausbildung o.ä.) eingeräumt hat das es wohl zu Preissteigerungen in einigen Bereichen kommen wird.

    Wie ich schon schrieb, der Mindestlohn doktort nur an den Symptomen herum, geht aber die eigentliche Ursache des boomen Lohndumping nicht an.

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