Wir trauern um Ralph Giordano, der heute Nacht im Alter von 91 Jahren in einem Kölner Krankenhaus an den Folgen eines Sturzes verstarb.

Ohne Ralph Giordano ist die Welt um einen kritischen Geist, ein mahnendes Gewissen, ein leuchtendes Vorbild und um einen unermüdlichen Kämpfer für das Gute ärmer.

(Von Conny A. Meier, Bürgerbewegung Pax Europa)

Ralph Giordano ließ sich den Mund nicht verbieten, ungeachtet aller Anfeindungen. Als Holcaust-Überlebender entwickelte er früh ein Gespür für die Gefahr durch totalitäre Ideologien und engagierte sich gegen den Nationalsozialismus, später dann gegen den Stalinismus und zuletzt gegen den politischen Islam.

Unvergessen seine Eröffnungsrede bei der „Kritischen Islamkonferenz“ in Köln am 31. Mai 2008:

Wie lange sollen wir noch strammstehen vor Traditionen, Sitten und Gebräuchen, die jede Kritik in Beleidigungen umfälschen, selbst aber höchst verschwenderisch mit Verbalinjurien gegen Andersdenkende zur Hand sind? …… Ich wehre mich gegen ein Erpresserpotential, das uns unter Beobachtung halten will und mit dem Motto „Wer nicht kuscht, der lebt gefährlich!“ seine Tentakel bis in die Mitte Europas ausgeworfen hat. Ich werde mir auch weiterhin von der Seele schreiben und reden, was dabei ist, mich auf meine alten Tage das Fürchten zu lehren: der politische, der militante Islam, seine rührigen Aktivisten unter uns, die professionellen Taqiyya-Rhetoriker und –praktiker – und, noch einmal, die deutschen Umarmer, xenophilen Einäugigen, Multikulti-Illusionisten, Sozialromantiker und Beschwichtigungssouffleure. Sie haben wahrlich genug Unheil angerichtet.

Ralph Giordano ist tot. Er starb ausgerechnet am „Internationalen Tag der Menschenrechte“, für die er sich zeitlebens eingesetzt hat. Sein Vermächtnis bleibt uns erhalten. Möge sein Erbe uns anspornen, es ihm gleich zu tun und in seinem Geiste vor der Gefahr, die uns täglich aufs Neue bedroht, zu warnen.

R.I.P. Ralph Giordano. Du warst uns ein wahrer Freund!

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33 KOMMENTARE

  1. Ruhe in Frieden, Ralph Giordano!

    Du wirst in denen weiterleben, die aus dir Inspiration, Mut und Kraft zogen. Und dazu rechne ich auch mich.

  2. Ich finde keine so richtigen Worte, ausser das es mir ein wenig feucht in den Augen wird.
    Aber immerhin 91 Jahre.

  3. Ein Großer ist von uns gegangen, der in punkto Islamkritik nicht hoch genug einzuschätzen ist. Meine Hochachtung!

  4. Geehrt, geachtet, unvergessen!

    Von „Die Partei hat immer Recht“ bis „Von der Leistung, kein Zyniker geworden zu sein“ – stets eine Stimme des aufrechten, mutigen Widerstands und der Menschlichkeit.

    Du fehlst jetzt schon – R.I.P. – Ralph Giordano

  5. Traurig ist es um jeden aufrechten Kämpfer gegen die Totalitarismen, die Menschen knechten wollen.

    Es sind so wenig unter den Großen, Bekannten, die wagen zu sagen, was Ralph Giordano gesagt hat.

  6. Nach Peter Scholl-Latour geht mit Ralph Giordano erneut ein ganz ganz Großer! Lieber Ralph, wir werden dich schmerzlich vermissen.
    Fare well und ruhe in Frieden.

  7. Das ZDF? Auf einem Auge blind Die Opfer haben Namen und eine Religion, aber die Täter werden nicht benannt: Bei den neuesten antisemitischen Verbrechen in Frankreich verschweigt das ZDF den möglichen islamistischen Hintergrund.

    ……

    Früher habe das Zusammenleben der Religionen in Créteil „immer einwandfrei“ funktioniert, doch in letzter Zeit „häuften sich antisemitische Äußerungen und Angriffe“. Nach einem Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse 2012 sei „die Zahl antisemitischer Straftaten messbar“ angestiegen, in diesem Sommer „brannte auf dem Place de la Republique die israelische Flagge“, in den Vororten „gab es Krawalle“ und „zahlreiche jüdische Geschäfte wurden ganz gezielt zerstört“.

    Der „Angriff von Créteil“ habe die Debatte um den Antisemitismus in Frankreich „wieder neu entfacht“.

    Selbstentzündung israelischer Fahnen?

    Eine Debatte, bei der nur die Opfer, aber nicht die Täter einen Namen haben. Haben sich die israelischen Fahnen selbst entzündet, wurden die jüdischen Geschäfte gezielt von christlichen Pfadfindern zerstört? Kann man über Antisemitismus in Frankreich berichten, ohne über den Islam und den Islamismus im Lande zu sprechen?

    Das ZDF kann. „Die französischen Ermittlungsbehörden machen bis zur Stunde keinerlei Angaben zu Herkunft und Identität der Täter, die für den Überfall auf ein jüdisches Paar in Créteil verantwortlich sein sollen“, so die Leiterin der Redaktion „heute journal“, Anne Reidt, in einer E-mail vom 8. Dezember. Und: „Verknüpfungen mit Nationalitäten oder Religionszugehörigkeiten verbieten sich journalistisch auch dann, wenn sie plausibel erscheinen.“

    Noch etwas erscheint in dieser Situation plausibel: Das ZDF ist auf einem Auge blind. Und stolz darauf.

    http://www.welt.de/kultur/article135236155/Das-ZDF-Auf-einem-Auge-blind.html

  8. Rest in Peace!

    Man kann schon fast sagen, es ist eine Gnade ein langes Leben gehabt zu haben und das Kommende nicht miterleben zu müssen.

    Ich wünsche Herrn Giordano an der Tafel des Herrn eine schöne himmlische Ewigkeit in Gesellschaft mit Menschen wie Peter Scholl Latour und anderen Kämpfern, die uns verlassen haben.

  9. OT – Giordano

    Oberschenkelhalsbruch. Eine bekannte Todesursache sehr alter Leute. Ein Schrecken der westlichen Zivilisation, vor allem, wenn es in der Wohnung passiert. Ein „Schicksal.“ Meine Oma starb mit 92 genau daran, als sie – sie freute sich so sehr – in der Wohnung über die Tischdecke stolperte, mit der sie für ihren Sohn den Tisch decken wollte. Das ist das Eine.

    Um so wütendender werde ich – und das ist das Andere -, wenn eingewanderte Barbaren (aka „Orientalen“) genau nichts dabei finden, im öffentlichen Raum Jagd auf „unsere“ Alten von 70 bis 90+ als leichte, weil wehrlose Beute zu machen. Die dann an Oberschenkelhalsbruch sterben, weil ein Rudel saftstrotzender Moslems mit „Ey Alter, isse kein Risiko“ die mal kurz auf der Straße überfallen, umschubsen, umhauen.

  10. Ich wiederhole es hier noch mal in diesem Nachruf: Die Kulturbolschewiken vom 3Sat Kültürzeit-journal werfen ihm noch Dreck hinterher. Sie bezeichnen diesen Mann heute posthum als „Brandstifter“. Sie sollten sich schämen, aber Scham setzt bekanntlich Einsichtvermögen und Charakter voraus.

  11. #14 Wutmensch (10. Dez 2014 22:30)

    Passt!

    Kein Anstand, kein Respekt, nicht einmal am Tage des Todes! War irgendwie zu befürchten. Mittlerweile musst du nur haarscharf neben der political correctness verortet sein, und du wirst (sogar am Todestag) noch mit Schmutz beworfen. Eine Schande, wie unser Land verkommen ist. Nicht zuletzt, sondern zuvorderst, durch genau diese Art von niveaulosen und erbärmlichen sog. „Journalisten“.

  12. Der Mann mochte sich nie mit uns, mit dem Widerstand wie von PI, wie von DF, wie von Pro, selbst von PAX gemein machen.
    War sogar der Meinung, wir würden ihn dereinst umbringen, war der Nazi-Keule gegen uns erlegen, trotz aller Zustimmung von uns, für seine zutiefst menschliche, knallharte Kritik an einem menschlichen Verbrechen: Dem Islam

    Dank an Conny für die Zeilen des Gedenkens.

    Ralph Giordano, Sie waren ein Gerechter, ein Aufrichtiger trotz oder selbst wegen Ihrer Irrungen.

    RIP

  13. „Auch werde ich meine Ansicht von Meinungsfreiheit nicht einem Ungeist anpassen, der sie so auslegt: „Alle haben das Recht, ihre Meinung frei auf eine Weise auszudrücken, die der Scharia nicht zuwiderläuft.“ Nein und dreimal nein! …

    Ich will sagen dürfen, dass ich die Scharia, das Gesetz des Islam, für notorisch grundgesetzwidrig halte, für einen skandalösen Anachronismus, das Fossil einer überholten geistesgeschichtlichen Epoche und ein schweres Hindernis auf dem Wege zur Reformierung und Modernisierung des Islam. Sie wird von mir genauso selbstverständlich in die kritische Methode einbezogen wie der Koran, die Biografie Mohammeds und das Alte und das Neue Testament. All das und mehr will ich sagen, schreiben und denken dürfen – offizielle Fatwa-Drohung hin, inoffizielle her. Und das unter der Überschrift: Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!“

  14. #18 islaminfo

    hab es anders in Erinnerrung, bin selbst seit 09 bei BPE, bei Die Freiheit von Anfang an, er war nunmal skeptisch uns Kritikern gegenüber und trotz seines das Schaffen gewohnten Geistes auch seinen nur zu verständlichen Ängsten verantwortlich.

    Um so mehr ist sein Wirken für die Menschlichkeit zu bewundern.

  15. Wir werden Sie niemals vergessen, Herr Giordano!

    Das Internet vergisst niemals etwas und dafür steht PI. Ihr Platz an unserem Tisch mag nun leerbleiben, Ihr Platz in unseren Herzen niemals.

  16. Sehr guter Nachruf, weil er bei aller Kürze noch einmal erinnert, was Islamkritik ihrem Wesen nach ist: Eintreten für die Menschenrechte. Und dabei hat Giordano nach seiner Abkehr vom Stalinismus, den er als junger Mann für den Feind seines Feindes, den Nationalsozialismus, und somit irrtümlich seinen Freund gehalten hatte, über Jahrzehnte gegen alle weltanschaulichen und religiösen Extremismen ausgeteilt. Und sich gerade dadurch glaubwürdig gemacht.
    Schön, dass PI das noch zu würdigen weiß.

    P.S.: Die obligatorischen „Deutschenhasser“-Kommentare sind peinlich gegenüber einem „Halbjuden“, den die Nazis entwurzelten, seiner Heimat entfremdeten, in den Untergrund trieben, ihn und seine ganze Familie mit dem Tod bedrohten – und der dann doch wieder in Deutschland, in Köln, heimisch wurde.

  17. #23 Maethor (11. Dez 2014 01:39)
    Vielen Dank für deinen notwendigen P.S.-Hinweis….

    Ich bin einfach froh und dankbar, dass es Menschen wie Giordano gibt und gegeben hat.

  18. Zur Dokumentation:
    Nachruf im Videotext des WDR. Textseite 131, Unterseiten 1-4. Vom 10.12.2014.
    ——————————————————-

    “ Der Schriftsteller Ralph Giordano

    Seine Verfolgung in der Nazi-Zeit präg-
    te Leben und Werk des Schriftstellers
    Ralph Giordano. Bis zuletzt erhob er
    seine Stimme, wenn er die Demokratie in
    Gefahr sah. Am Mittwoch (10.12.2014)
    ist er im Alter von 91 Jahren ge-
    storben.

    Giordano wurde am 20. März 1923 in Ham-
    burg geboren. Als Sohn einer Jüdin ent-
    ging er nur knapp dem Holocaust. „Ich
    wache heute noch auf und denke: ‚Gior-
    dano, lebst Du wirklich?'“, erzählte er
    kurz vor seinem 80. Geburtstag.

    Der Kampf gegen Rechts war sein Lebens-
    thema. „Alle Bücher kommen aus der Tie-
    fe meiner Biografie“, sagte er.

    Insgesamt schrieb er 23 Bücher, von de-
    en viele Bestseller wurden. Sein be-
    kanntestes Werk ist der später auch
    verfilmte Roman „Die Bertinis“, in dem
    er die Geschichte einer jüdischen Fami-
    lie in der NS-Zeit erzählt.

    Weitere erfolgreiche Titel waren „Die
    zweite Schuld oder von der Last ein
    Deutscher zu sein“ und „Wenn Hitler den
    Krieg gewonnen hätte“.

    Viel beachtet wurde auch seine Autobio-
    grafie „Erinnerungen eines Davongekom-
    menen“.

    Giordano drehte außerdem zahlreiche
    Fernseh-Dokumentationen. „Mein Verhält-
    nis zu Deutschland ist gespalten, aber
    unauflösbar, heimisch, oft schmerzhaft,
    aber auch oft glücklich“, sagte er 2009
    zum 60. Gründungstag der Bundesrepu-
    blik. Seit 1972 lebte er in Köln.

    In den letzten Jahren seines Lebens sah
    Giordano den fundamentalistischen Islam
    als neue Gefahr für die Demokratie.

    So war er der profilierteste Kritiker
    des Baus der Kölner Zentralmoschee. Die
    Heftigkeit seiner Angriffe brachte ihm
    viel Kritik ein. Er selbst sagte: „Ich
    habe da etwas angestochen, was lange
    von der Politik verdrängt worden ist.“

    Er kritisierte eine „Inflation von Mo-
    scheen“ und eine „muslimische Parallel-
    gesellschaft“ als „Dorn im Fleisch der
    Demokratie“. Dem fundamentalistischen
    Islam in Deutschland werde ein „unver-
    zeihlicher“ Spielraum zugestanden.“

    http://mobiltext.wdr.de/

  19. Der renommierte Demograph Professor Herwig Birg trifft den Nagel auf den Kopf: „Im Vergleich zu einer Entwicklung, die die ausscheidenden Generationen durch eigenen Nachwuchs ersetzt, ist der eingeschlagene Weg ein Holzweg. Einwanderungen haben volkswirtschaftlich eine miserable Rendite, sind fiskalisch ein Verlustgeschäft und haben unkalkulierbare gesellschaftliche Nebenwirkungen, die eine Demokratie gefährden können.“ Das wird sich auch nicht dadurch ändern, dass man uns Österreicher zu mehr „Willkommenskultur“ verpflichten will. Vielmehr muss es heißen: Nicht ungeregelte Einwanderung, sondern eine vernünftige Familienpolitik sichert unsere Zukunft.

    http://www.unzensuriert.at/content/0016585-Einwanderung-ist-immer-eine-politische-Entscheidung

  20. Mir hat Ralph Giordano die Augen geöffnet. Ich war mir in den frühen 90er Jahren nicht sicher, welchen Standpunkt ich in der Frage der ungebremsten Masseneinwanderung einnehmen sollte. Es gab Ausländer mit denen man problemlos auskommen konnte, andere wiederum verursachen nur Probleme.

    Erst der Satz von Ralph Giordano:
    „Wir haben kein Ausländerproblem, wir haben ein Islamproblem!“ hat mir die Augen geöffnet aus welcher Richtung die Dauerprobleme eigentlich kommen.

  21. #27 Patriot6 (11. Dez 2014 08:16)
    in den Nachrichten wurden seine Islamkritischen Thesen natürlich gestern nicht erwähnt!

    exakt!

    ich habe gestern mehrere radio/tv-nachrufe spz. deswegen verfolgt und durch die bank NUR die erwähnung daß er u.a. „gegen nazis“ usw. engagiert gewesen sei , aufgrund seiner eigenen geschichte/jude /schriftsteller/etc.

    KEINE SILBE aber über seine in den letzten jahren deutlichen und häufigen äußerungen der islamisierung entgegen….

    völlig totgeschwiegen.

  22. In unseren zwangsgebürenfinanzierten TV-Sendern ARD und ZDF wurde ausschließlich Giordanos Engagement gegen das NS-Rgime gewürdigt. Kein einziger Hinweis in diesen Staatsmedien auf sein Engagement gegen die fortschreitende Isamisierung in unserem Land!

  23. 3sat nennt Giordano kurz nach seinem Tod einen „Brandstifter“

    Darunter ein ausgewählt unvorteilhaftes Bild Giordanos und dieser Text:

    „Diese Großmoscheen sind ein falsches Signal“: Ralph Giordano, einer der deutsche Debatten angefacht hat, der gegen Ende seines Lebens manchmal ein Brandstifter war, ist mit 91 Jahren gestorben.

    Wir wissen ja, spätestens seit ´33:
    „Der Jud´der Brunnenvergifter, der Brandstifter!“

    Früher bezeichnete man einen toten Juden als einen guten Juden. Heute lässt man selbst die Toten nicht ruhen, zollt einem frisch Verstorbenen nicht den gebotenen Respekt.
    Ich bin dem Mann einmal kurz begegnet und habe viel von ihm gelesen: Das hat er nicht verdient!
    Das hier finde ich unerträglich. Ich habe solche Wut im Bauch!

    Sonst bin ich vorsichtig mit dem Wort aber 3sat betreibt hier ausgemachten öffentlich rechtlichen

    Qualitätsantisemitismus.

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