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Von Mark Steyn | Seit Jahren sage ich, dass die linken Feinde der Redefreiheit und jene Männer, die die Mitarbeiter von Charlie Hebdo abgeschlachtet haben und die, die Lars Vilks‘ Veranstaltung in Copenhagen mit Schusswaffen angegriffen haben, etc., lediglich verschiedene Seiten derselben Medaille sind: Beide sind sie im Geschäft, andere Leute zum Schweigen zu bringen; beide Gruppen finden, dass es schneller und einfacher und besser ist, sie zum Schweigen zu bringen, als mit ihnen zu debattieren.

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Wer diesen Vergleich für beleidigend hält, dem sage ich, dass diese zwei Seiten bislang noch getrennt voneinander waren. Aber in der vergangenen Woche in Reykjavik haben sie sich einander sehr angenähert.

Denn Robert Spencer, der Autor einiger Bestseller zum Islam, ein mutiger Kämpfer gegen die Multikulti-Illusion und der Betreiber der wichtigen Webseite Jihad Watch, wurde im Anschluß an eine Redeveranstaltung von einem dieser sozialen-Gerechtigkeits-Krieger vergiftet — und hat überlebt.

Hier ist Roberts Bericht:

Nach der Veranstaltung gingen mein Sicherheitschef, die Veranstalter des Ereignisses, Ms. Williams und ich zu einem örtlichen Restaurant, um den Erfolg zu feiern. Aber ich wurde rasch erkannt: ein junger Isländer schüttelte mir die Hand und sagte, er sei ein Fan. Kurz darauf sprach mich ein anderer Bürger dieses für seine Höflichkeit berühmten Landes an und beschimpfte mich. Wir gingen dann fort.

Zurück in meinem Hotelzimmer begann in meinem Gesicht, Händen und Füßen eine Taubheit. Ich begann zu zittern und mich zu übergeben. Mein Herzschlag raste bedrohlich. Ich verbrachte die Nacht in einem Krankenhaus in Reykjavik.

Ein Krankenhaustest bestätigte, dass ich vergiftet worden war — Ritalin in einer Mischung mit MDMA (Anm. Methylendioxymethylamphetamin, Ecstasy). Offenbar waren… diese Giftstoffe in mein Getränk geschüttet worden. Mehrere Tage lang danach war ich krank.

In Island war über den Besuch Spencers viel berichtet worden — aber keine der Meldungen zitierte ihn, oder Teile seiner Rede… Stattdessen zogen es die Medien vor, über die wenigen dutzend Gegen-Demonstranten zu berichten. In allen Zeitungsmeldungen über Robert Spencer bemühte sich kein einziger Journalist um einen Kommentar von Robert Spencer selbst.

Diese Art der De-Humanisierung sendet eine Botschaft aus — und der Mann, der Robert vergiftet hat, hat sie für sich angenommen:

Diejenigen, die die Angriffsziele kennzeichnen, und diejenigen, die dann angreifen, denken, dass sie etwas Großartiges tun. Die Linke erfüllt diejenigen mit Haß, die sich ihrer Gehirnwäsche unterziehen; die Linke tut dies, während sie, die selber haßerfüllt sind, behaupten, dass ihre Gegner hasserfüllt sind. Das führt dann dahin, dass solche Leute wie jener Mann, der die Giftstoffe in mein Getränk getan hat, sich gerecht fühlen…

Sie bringen endlose Anklagen wegen der „Anderen“ vor; doch sind sie selbst diejenigen, die das Menschsein des „Anderen“ verleugnen, und zwar so, dass es ihnen mittlerweile cool und heldenhaft vorkommt, einen Menschen zu töten, weil er eine Rede hält, gegen die sie etwas einzuwenden haben — obwohl sie diese Rede nie gehört haben, und, selbst wenn sie zuhören würden, wären sie nicht imstande, in Worte zu fassen, welche Einwände genau sie dagegen erheben möchten.

Diese Linken bewegen sich somit auf denselben Punkt zu, wie die Charlie Hebdo-Killer; und sie handeln aus einem vergleichbaren Grund: Sie sind zu dumm zum Argumentieren. Denn für islamische Möchtegern-Weltherrscher ist das Argumentieren weitgehend ein unbekanntes Verhalten. Für die Linken ist es schlichtweg zu viel der Mühe.

Nach zwei Generationen der gesellschaftlichen Manipulation und nachdem Gesinnung gegen Bildung ausgetauscht wurde, würde es zu viel Mühe erfordern, sich vorzubereiten und gegen die schwierigen Fragen zu argumentieren, die jemand wie Robert Spencer erhebt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes leichter, ihn zu töten.

Momentan besteht noch eine Differenz zwischen den beiden Seiten der Medaille, aber sie wird geringer und wird sich noch weiter verringern. Beste Genesungswünsche an Robert.


Hier ein weiterer Artikel zum Thema, veröffentlicht auf „Conservative Firing Line“:

Robert Spencer berichtete WorldNetDaily (WND), dass der Arzt „versuchte, herunterzuspielen, was geschehen war,“ aber in dem Arztbericht zumindest klar zugeben musste, dass er unter Drogen gesetzt worden war. „Er (Anm. der Arzt) sagte, ich hätte eine Panikattacke“, sagte Spencer, was allerdings ein Symptom einer Überdosis von MDMA ist.

„Nur hatte ich in meinem ganzen Leben niemals eine Panikattacke, sogar kürzlich nicht, als Dschihadisten unsere Veranstaltung in Garland (Texas, USA) angriffen“, sagte Spencer. „Also warum sollte ich nach einem erfolgreich verlaufenden Ereignis eine Panikattacke haben?“

Spencer nahm Bezug auf die Veranstaltung zur Redefreiheit, dessen Mitveranstalter in Garland, Texas er im Mai 2015 war. Diese Veranstaltung war von mit ISIS verbündeten Dschihadisten angegriffen worden war. Und WND hatte damals direkt live vom Ort des Geschehens berichtet.

„Ich kann nur vermuten, dass der Arzt wusste, wer ich war, und nicht wollte, dass ich den Vorfall verwende, um die Linken in Island schlecht aussehen zu lassen“, sagte Spencer gegenüber WND. “Als er zu mir gesprochen hatte, erwähnte er nur Ritalin, und schien nicht glauben zu können, als ich ihm sagte, dass ich niemals Ritalin eingenommen hatte.“

Spencer sagte, der Arzt hatte ihm gegenüber MDMA (Ecstasy) nicht erwähnt, obwohl es dann in dem Krankenhausbericht auftaucht.

„Er redete dauernd über Stress, drängte mich mit dem aufzuhören, was ich tue, ohne jeden Beweis, dass ich das jemals besonders unter Stress gewesen war“, berichtete Spencer weiter. „Er schien zu bezwecken, dass ich nicht mehr glauben sollte, dass ich unter Drogen gesetzt worden war, und er schien zu wollen, dass ich aufhören sollte, gegen Dschihad-Terror und Scharia-Unterdrückung zu sprechen.“

Spencer merkte an, dass der Arzt zugab, dass Spencer unter Drogen gesetzt worden war, aber behauptete, dass es keine „ernste Vergiftung“ sei. „Wie viel Gift muss einem Menschen gegeben werden, damit die Vergiftung ‚ernst‘ ist?“ fragte Spencer. „Ich hatte fast alle Symptome einer MDMA (Ecstasy) Überdosis. Für mich ist das ernst genug.“

28 KOMMENTARE

  1. Ich faß´ es nicht, selbst in Island breitet sich diese Pest aus!
    Nach dem Motto: Vergifte einen und diszipliniere Tausende!

    Und ich hatte diese Insel noch als potentielles friedliches Urlaubsland in Erwägung gezogen!

  2. EIgenschutz wird immer wichtiger, Wer noch zuhause Großvaters Offizierspistole in der Schubldee aufbewahrt, ist damit einigermaßen geschützt, doch sollte neue Munition aus dem Urlaub nachhause mitgebracht werden, weil in D, sind bereits alle entwaffnet, Dank Merkel&Co

  3. Link zur besten Dokumentation über den Islam die ich kenne, mit Robert Spencer „Islam Was der Westen wissen muss“ Die ältere Dame die im Video zu Wort kommt ist Frau Bat ye´or. sie schrieb das lesenswerte Buch: „Der Niedergang des orientalischem Christentum unter dem Islam“, es sollte lesen wer sich fragt: „Wo sind denn die Ungläubigen Saudi-Arabiens, Iran, Iraks, gesamt Nord-Afrikas Ägyptens der Türkei u.s.w alle abgeblieben? Was ist denn aus den indischen Hindus des heutigen Pakistan und Bangladesch geworden? https://www.youtube.com/results?search_query=islam+was+der+westen+wissen+muss

  4. Wie man sieht ist der gesamte Westen der „humanistischen“ Doktrin der faschistischen SAntifa ergeben und frönt seinem selbstmörderisch- aktivistischem Zeitgeist.
    „Bevölkerungen hört die Signale…., die Inter- natio- na- a- le, bekämpft das Menschenrecht….“

    Jetzt auch auf dem kleinen noch verschlafen geglaubten Island, – ….und morgen die ganze Welt !

  5. diese Islambrut ist überall, verbreitet sich ungemein schnell, stoppt diese widerliche Religion, sonst erleben unsere Nachfahren ein böses Ende.

  6. Robert Spencer ist ein hervorragender Kenner des Islam und sehr sachlich und ruhig. So erlebte ich ihn auf dem Stuttgarter Schloßplatz vor Jahren, als die Antifa dort Krawall machte. Pankattacken bekommt der auch in extremen Streßsituationen nicht, im Gegenteil, in Stuttgart hielt er zum Schluß eine kurze sachliche Rede an die Antifa: „Shame on you, shame on you, shame on you“. Ich bin froh dass er den Anschlag überlebt hat und wünsche ihm gute Genesung.

  7. Habt ihr mitgekriegt, dass die Münchner Kammerspiele letzten Freitag mal kurz zur Moschee umfunktioniert wurden? Dieser hübsche Mensch war so frei:

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.kammerspiele-in-der-krise-das-houellebecq-projekt-plattform-unterwerfung-endgueltig-abgesagt.79eb1524-c0e9-4dcb-82c8-0c620e372e21.html

    Patrick Bahners kommentiert heute in der FAZ, welch ein Segen, dass der im FAZ-Feuilleton nur noch eine Nebenrolle spielt. Bahners verdanken wir das schöne Wort „Kampfspießbürger“ für Stürzenberger & Co., die „Kampfspießbürger“, schreibt er,…

    …werden das Gebet im Theater als Unterwerfung werten. Etwas anderes werden sie vom Subventionskulturbetrieb aber auch nicht erwartet haben. Stoff für eine frische Verschwörungstheorie böte allerdings der Umstand, dass am Anfang der laufenden Spielzeit ein Houellebecq-Projekt abgesagt wurde [siehe oben]. Was das Gebet angeht, bleibt es beim einmaligen Gastspiel. Das ist nun das Allernormalste in der Lilienthal-Welt. Und eine verpasste Chance. Stünde das Gebet auf dem Spielplan, könnte man mit der Zeit eine neue Vorstellung von einem liberalen Islam bekommen, der keine Scheu vor einer profanen Umgebung hat, weil er bei seinen frommen Übungen bleibt und nicht jedes Theater mitmacht. Aber für die Kammerspiele, die außer Elfriede Jelinek keine Gegenwartsdramatiker mehr aufführen, ist Allah wohl ein zu starker Autor.

    Wie, Allah schreibt auch die Freitagspredigten? Nur die Münchner oder die weltweit? Was in München derzeit muslimmäßig los ist, kann man der „Abendzeitung“ entnehmen, Leserkommentare inclusive:

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muslime-suchen-alternative-muenchner-moscheen-wegen-ueberfuellung-geschlossen.973c7e63-7e10-411d-9519-4fb364962ef8.html

  8. Warum eigentlich diese Platzverschwendung, warum diese großen leeren Zwischenräume, die wesentlich schuld daran sind, dass die bewährte PI-Community zerstört worden ist.

  9. Von den seltsamen Wirkungen der Religion des Friedens

    Man kann dem Mohammedanismus, als der selbsternannten Religion des Friedens, trotz seiner Herrschsucht und Eroberungslust, dennoch nicht der Heuchelei zeihen, zumindest nicht mit Clausewitz: „Der Krieg ist mehr für den Verteidiger als für den Eroberer da, denn der Einbruch hat erst die Verteidigung herbeigeführt und mit ihr erst den Krieg. Der Eroberer ist immer friedliebend (wie Bonaparte auch stets behauptet hat), er zöge ganz gern ruhig in unseren Staat ein“ Womit sich auch erklärt, warum der Mohammedanismus, überall dort, wo er mit anderen Religionen, sei dies nun mit dem christlichen Europa oder Afrika, dem hinduistischen Indien oder dem buddhistischen Thailand, in Berührung kommt, einen höchst bitteren Strauß mit diesen auszufechten hat; auch wenn dessen hiesige, grünliche Apologeten, welche beabsichtigen den Mohammedanismus widernatürlich nach Europa zu verpflanzen, diesen Zusammenhang ebenso unermüdlich wie vergeblich in Abrede zu stellen versuchen.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  10. Mein Posting von eben nimmt hier 28 cm ein, du meine Güte, bei mir zu Hause sind es mit Verdana 11, also ziemlich großer Schrift, nur 16 cm!

  11. Und warum sind die Zitate in größerer und anderer Schrift als der übrige Text und dann auch noch in diesem Billigrot? Die Zitate sind demnach bedeutender als das, was der User zu sagen hat. Und innerhalb eines Zitats Wörter durch Fettung hervorzuheben, kann man sich also sparen, weil es ohnehin nicht auffällt.

  12. OT

    NEGER WOLLEN KEINE WEIßE WÄSCHE MEHR!

    Ich hatte den Fall gar nicht mitbekommen:

    SCHWARZE RASSISTEN – OPFER „NIVEA“, DAS SICH MANIPULIEREN LIEß

    „“Geht der Slogan zu weit? Nivea löst mit Deo-Werbung einen Rassismus-Skandal aus

    05.04.17
    Diese Kampagne ging voll nach hinten los. Nivea ist mit seiner blauen Dose und der weißen Schrift weltbekannt geworden.

    Doch mit einem Werbeslogan hat sich die Hautpflegemarke wirklich keinen Gefallen getan.
    „Weiß ist Reinheit“

    In den USA bewarb das deutsche Unternehmen sein Deodorant mit dem Spruch: „White is Purity“. Übersetzt heißt das „Weiß ist Reinheit“.

    Damit wollte Nivea (lateinisch für schneeweiß) eigentlich nur dafür werben, dass das Invisible-Deo keine Spuren auf der Kleidung hinterlässt.

    Doch dieser Slogan stieß auf wenig Begeisterung. Bei Facebook hagelte es jede Menge Rassismusvorwürfe gegen das Unternehmen…

    Julie Gichuru. „Dear #NIVEA, if ‚white is purity‘ does that mean black is impure? ?
    Bad campaign. All kinds of wrong. Won’t be using Nivea forthwith.“
    21:17 – 5 Apr 2017

    NIVEA USA @NIVEAUSA

    @JaySince1995 The NIVEA Middle East post was not meant to be offensive. We apologize. It’s been removed. NIVEA values diversity and tolerance.
    22:26 – 3 Apr 2017… „“
    Quelle: http://www.express.de/26670412

    +++++++++++++++++++++++

    DIE AUSREDE VON „NIVEA“ IS LAM, ÄH IST LAHM: Das Produkt sei eigentl. für den Orient.

    Wie jetzt, wegen Jungfrauenwahn im Islam?

    😉 FAZIT: JEDER NEGER, DER WEIßE WÄSCHE TRÄGT IST EIN RASSIST,
    weil er seine schwarze Rasse verrät, indem er Weißes trägt.
    http://footage.framepool.com/shotimg/qf/529126290-brautpaar-brautkleid-schleier-bahamas.jpg
    (DEN BRÄUTIGAM SIEHT MAN KAUM; SELBER SCHULD, WENN ER DUNKLE KLEIDUNG TRÄGT!)

    Was würden die Neger sagen, wenn wir ihnen weiße Kleidung verbieten wollten?

    Dürfen wir bald nicht mehr zu Weißem weiß sagen? Ist Weißes jetzt braun oder schwarz?

    😛 Guckt mal, das schöne braune Brautkleid! Und das schöne Wetter! Die Sonne scheint hell, äh schwarz, wie die Haare der Braut:
    https://www.weddingstyle.de/wp-content/uploads/2015/12/Vannilla-2.jpg

  13. Maria-Bernhardine 31. Mai 2017 at 00:15
    OT

    NEGER WOLLEN KEINE WEIßE WÄSCHE MEHR!

    Ich hatte den Fall gar nicht mitbekommen:

    SCHWARZE RASSISTEN – OPFER „NIVEA“, DAS SICH MANIPULIEREN LIEß

    „“Geht der Slogan zu weit? Nivea löst mit Deo-Werbung einen Rassismus-Skandal aus
    ————————————————————————————————–

    Ach….. det is ja harmlooooos, bessa is:

    http://frank151.com/seriously-disturbing-vintage-advertisements/141/

    Oder alternativ wird auch gerne: http://frank151.com/seriously-disturbing-vintage-advertisements/165/ genommen

    🙂

  14. 7berjer 31. Mai 2017 at 01:44
    Maria-Bernhardine 31. Mai 2017 at 00:15
    OT

    NEGER WOLLEN KEINE WEIßE WÄSCHE MEHR!

    Ich hatte den Fall gar nicht mitbekommen:
    *********
    Oops, als zweites pic war gemeint das:

    [URL=https://www.pic-upload.de/view-33257028/VA9.jpg.html][IMG]https://www2.pic-upload.de/thumb/33257028/VA9.jpg[/IMG][/URL]

    oder das:

    [URL=https://www.pic-upload.de/view-33257030/vad6.jpg.html][IMG]https://www2.pic-upload.de/thumb/33257030/vad6.jpg[/IMG][/URL]

  15. Das macht mir Nivea doch gleich wieder sympathisch (habe von 1989 bis 1995 sogar für Beiersdorf gearbeitet).

    In Thailand gibt es von Nivea sogar Cremé die angeblich weissere Haut macht und sie bewerben sie auch. Finden dort alle gut.

    Was die Neger auf Fratzenbook labern interessiert keine Sau, als Konzern würde ich auf so etwas gar nicht reagieren.

  16. Schade um Island, hatte gestern Bilder in der Serie 8Sense gesehen und zu meiner Frau gesagt: Da möchte ich auch mal in den Urlaub hin.
    Hat sich damit erledigt!

  17. Hier in Indien gibt es übrigens auch ganz viele Cremes, selbst von Nivea, die versprechen, daß mit ihrem Gebrauch die Haut weißer würde.
    Hintergrund ist: alle wollen möglichst weiß sein.

    Das liegt am Statusdenken. Wer es nicht nötig hat zu arbeiten, hält sich möglichst in klimatisierten Gebäuden auf. Seine Haut bekommt nicht viel Sonne ab.
    Wer hingegen tiefgebräunt auftritt, muß ein armer Mensch sein, der sich für seinen Lebensunterhalt oft im Freien bewegen muß.

    Das war in Deutschland auch mal so. Vor hundert Jahren galt die Blässe als noblesse (damals fand man französisch noch als Sprache der Elite – heute wird es höchstens noch von der Pornoindustrie bemüht, fragmentweise).

    Vor achtzig Jahren (Du meine Güte, das ist doch tausend Jahre her), wurden plötzlich Urlaubsreisen populär.
    Zum Glück, tausend Jahre überwunden, konnten sich die meisten Deutschen einen Sonnenaufenthalt in Italien erst in den fünfziger Jahren per Motorrad und Zelt leisten.

    Doch nun galten umgekehrte Vorzeichen. Plötzlich war Sonnenbräune ein Statussymbol, nach dem Motto:“ Seht her, ich kann mir einen Urlaub im Süden leisten“.

    In den achtzigern, als sich jeder einen Urlaub in der Sonne leisten konnte, wurde uns erzählt, daß Sonne (UV) Krebs erzeugt. Mag sein. Vielleicht wurde damit auch nur der Lichtschutzfaktor beworben, um neue Märkte für Sonnencremes zu erobern. Ist aber auch egal.

    Nivea (Bayer AG) hat jedenfalls eindrucksvoll bewiesen, wie man mit Eitelkeiten und Halbwahrheiten ein Vermögen verdienen und einen Weltkonzern aufbauen kann – Kompliment.

    Übrigens in Indien sterben die wenigsten Menschen an Krebs….

  18. Super Kommentar, vielen Dank! Immer sehr interessant solche Erfahrungen zu lesen.

    Ist Nivea nicht Beiersdorf, ich hab damals bei Beiersdorf gearbeitet (in Berlin) und wir waren auch das Nivea Werk in Hamburg besichtigen (wo die Cremé hergestellt wird/wurde?).
    Oder haben sie das inzwischen verkauft so wie Bepanthen von Roche an Bayer ging?

  19. Kein Problem, kann passieren. Ich wusste es jetzt auch nur weil ich bei dem Konzern meine Lehre gemacht und dort gearbeitet habe. 🙂

  20. Ergänzend dazu:

    Schaut man sich Bilder aus dem endenden 19. Jahrhundert an (Fotos, Gemälde, egal) sieht man oft reiche Frauen in wallenden Kleidern mit einem Sonnenschirm.
    In Deutschland ist es nur an wenigen Tagen im Jahr so warm und sonnig, daß man für einen Spaziergang einen Sonnenschirm benötigt.

    Allein der Schirm an sich war damals schon ein Statussymbol. Kein Arbeiter hätte die paar Taler übrig gehabt, einen Schirm zu kaufen.

    Reiche Frauen hatten damit kein Problem.

    Weitere hundert Jahre zuvor puderten sich reiche Menschen auch das Gesicht. Mit Wasser und Seife und Hygiene hatte man es im 18. Jahrhundert nicht so, Puder übertünchte das locker.

    Im 19. Jahrhundert puderte sich man vor allem, um Pigmentierung durch Sonne zu übertünchen.

    Was waren die reichen und schönen alle blaß damals…und galten damit als besonders reich und schön…

    Interessant ist auch ein ganz anderer Aspekt dabei ganz nebenbei:

    Frauen waren damals viel rundlicher als heute, naja, nicht alle, aber die begehrenswerten.
    Schon bei Rubens, im 16. Jahrhunhdert fällt auf, wie rundlich seine Modells waren. Das war chick.

    Und das galt noch lange so.

    Der normale Arbeiter hatte kein Geld und mußte mit dem leben, was sein karger Boden ihm hergab. Das war wenig. Vollgefressen haben sich die normalen Menschen nie. Im Gegenteil, sie hungerten oft, waren mager und klapprig und klein.

    Schonmal eine Burg oder ein Schloß in Deutschland besucht ? Was mir dort immer auffiel, war, daß Ritterüstungen nach heutigem Standard einem 12-jährigen Kind passen würden aber keinem Erwachsenen.

    In alten Festungen haben die Türen maximal 1,60 Meter Höhe. Da paßte damals jeder durch.

    Das lag an der der mangelhaften Ernährung. In Indien und Afrika, also Drittweltländern sind die Menschen heute auch viel kleiner und schlanker als in Europa oder Amerika. Da liegt der Grund.

    Rundliche Frauen galten lange als Schönheitsideal, denn sie verkörperten Reichtum. Darum sind Rubens Frauen alle so füllig. Den Pöbel hat er nicht gemalt.

    Bei Afrikanern ist das heute noch so. Vor etwa 30 Jahren habe ich mal im Knast (ganz andere Geschichte, egal) einen Ghanesen kennengelernt, der abgeschoben werden sollte. Er sagte nur:“Deutscher Knast gut, viel Kartoffeln, Bauch dick. Wenn ich komme nach Ghana, alle werden sehen ich bin reich“.

    Als in Deutschland nach dem Wirtschaftswunder plötzlich jeder jeden Tag Fleisch und Fisch und Fett haben konnte, änderte sich sehr schnell das Schönheitsideal.

    In den 90er Jahren galt ein Modell plötzlich nur noch als fotogen, wenn es es an Anorexie litt.

    Um jetzt auf Nivea zurückzukommen: da hat sich die Werbeindustrie nicht richtig mit der Main-stream-Industrie abgestimmt. Weil auch in den 90ern, den frühen 2000ern und selbst heute in der Werbung zwar spindeldürre, aber immer noch knackig braungebrannte Models das Rennen machen. Da haben Nivea und die Grünen einen Fehler gemacht.
    Hätten sie es richtig gemacht, wären die Modells heute zwar mager, aber blaßweiß, der Sonnencreme sei Dank (Lichtschutzfaktor 50).

    Andererseits, wie würden sie erklären, daß immer mehr Models rabenschwarz sind (sogar von Natur aus) ? Das ist ein echter Konflikt in der Gutmenschenindustrie.

    Vielleicht bekommen sie den Spagat ja noch hin.
    Wir haben bis dahin allerdings wichtigere Probleme.

  21. Auch wieder sehr gut kommentiert und zusammen gefasst, vielen Dank. Solche Dinge sollte man eigentlich auf kleine Karten drucken und ausdrucken. Kann man den Gutmenschen immer zustecken wenn sie einen wieder mit irgendwelchen Mist voll labern.

    Ich weiss gar nicht ob die jungen Menschen heute solche Sachen überhaupt noch in der Schule lernen, geschweige denn eine Ritterburg besichtigen. Vielleicht wenn es da WLAN-Empfang gibt.

    Das mit dem Sonnenschutz, Schirmen, lange Ärmel, Hütte, usw. ist mir in Thailand auch aufgefallen. Hatte mich damals gewundert warum die bei der Hitze mit Jacke und Hut rumrennen, oder mit einem Schirm. Meine Frau hat mir dann erklärt dass je weisser jemand ist desto höher er/sie in der Hierarchie steht.
    Nur wohlhabende haben weisse Haut, also wird alles getan weisse Haut zu haben.
    Ich war total begeistert wo ich die Werbung im TV oder im Kino gesehen habe, weiss machende Duschcremé, Bodyremé, Gesichtscremé…

    Aber da regt sich niemand darüber auf. 🙂

    ———————-

    Noch etwas anderes: Wo sind denn die ganzen Kommentatoren hin?

  22. @Mod:

    Man kann über die alten abgespeicherten Links nicht mehr die Artikel von PI aufrufen, das ist wirklich schade. Ich hatte mir vor der Umstellung sehr viele gespeichert, wenn ich die jetzt drücke komme ich auf die Hauptseite. Vielleicht schaut Ihr das noch mal an.

  23. @ Darth Bane
    Die ganzen alten Kommentatoren tummeln sich auf dem Notfallblog.
    Die sind frustriert vom neuen unübersichtlichen,bedienungsfreundliche PI-Outfit.

  24. Das ist wirklich schade.
    Ich bin auch nicht so 100% zufrieden mit dem neuen PI, aber was soll man machen.
    Es gibt keine Alternative!
    Also steht man das durch und akzeptiert es…

  25. Auswandern, zumindest in Europa,ist kein Thema mehr. Diese linke und muslimische Pest breiten sich überall aus. Selbst andere Kontinente werden auf Dauer nicht veschont bleiben. Ein Gutes hat es, es beschleunigt den Untergang der menschlichen Rasse. Denn beide Seiten dieser im Artikel erwähnten Sache sind zu dumm, nicht nur zum argumentieren, und sie sind allesamt Parasiten jeden Systems.

  26. Also meine Großante, 1881 kath-hugenottisch geboren, ein ewiges Fräulein(„Frau“ durfte man nicht zu ihr sagen), in jungen Jahren HausmädchEn bei unzähligen feinen Herrschaften, damals war jährlicher Wechsel üblich, hatte auch noch in den späten 1960ern ihren himmelblauen Sonnenschirm dabei, dazu trug sie Schnürstiefeletten vom Schuster spezialangefertigt, über langem Blümchenkleid einen kürzeren Sommermantel u. ein neckisches Kopftüchlein plus Sonnenbrille, Handtäschchen u. Hanschuhchen, alles grau oder dklblau. Natürlich nicht so schlampert wie die Kopftuchtürkinnen. Und schon gar nicht so fett.

    Und sie war bitterarm. Mußte zeitweise in der Zigrettenindustrie arbeiten, das muß in den mittleren bis späten 1940ern gewesen sein. Zu der Zeit rauchte sie gegen den Hunger. Aber sie war zeitlebens Veganerin. Sie hatte mal einen ind. Guru in den goldenen 1920ern kennengelernt. Von ihm bekam sie ein feines goldenes Armketten. Es ist ganz dünn u. kein Juwelier will mir das Schloß reparieren, auch nicht das Armbandührchen, das ich von ihr zur Kommunion bekam, so trage ich es zur Dekoration. Den Guru hat sie übrigens nie erhört.

    Rauchend kannte ich sie nimmer. Die Klamotten trug man damals mind. 30 Jahre lang. Ich habe jetzt noch Lein-, Tisch- und Handtücher von vor dem 2. WK, von ihr geerbt, richtig festes strapazierfähiges Zeug…

  27. @ Darth Bane 31. Mai 2017 at 09:34

    „Also steht man das durch und akzeptiert es…“

    Ganz schön schlau: Vogel friß oder stirb, äh flieg!

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