In der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft erschien vor kurzem ein Artikel von John Broome mit dem Titel „Erde 3.0: Die Ethik des Klimawandels“ . Der Text ist aus der Sicht von Raimund Leistenschneider ein Sammelsurium von Blut, Tränen, Lügen und Desinformation und für ein „Wissenschaftsmagazin“ unwürdig.

Der Autor bewegt sich mit seinen Aussagen nicht nur außerhalb physikalisch/ meteorologischer Grundprinzipien, so z.B. in seiner Aussage, dass ein wärmeres Klima ein trockeneres Klima bedeutet, das Gegenteil ist der Fall, wie nicht nur Grundsätze der Physik, wie die Feuchteaufnahme eines Gases (Atmosphäre) in Relation zur Temperatur zeigt, sondern auch diverse paläontologischen Untersuchungen zeigen, er erinnert mit der „Blutspur“ und den vielen Toten, die sich durch seinen Artikel ziehen, eher an einen Edgar Wallace, als an einen seriösen Wissenschaftsbericht. Der Autor, der sich selbst als Philosoph bezeichnet, gibt in seinem Artikel leider keine exakten Anhaltspunkte, inwieweit diese Literatur bei seiner Abhandlung Pate stand.

Die wissenschaftlichen Fehlgriffe beschränken sich jedoch nicht nur auf die Physik, sondern auch auf die Medizin. Wenn der Autor schreibt, dass sich Krankheiten mit zunehmender Erwärmung ausbreiten werden, ist dieser Kausalitätsbezug schlicht und ergreifend Unsinn. Die Malaria war noch zu Beginn der 1950er-Jahre bis nach Süddeutschland verbreitet und obwohl es seitdem wärmer geworden ist, hat sie sich nicht weiter nach Norden ausgebreitet, sondern wurde zurückgedrängt. Die Ursachen dieses Erfolges haben mit Klimaeffekten nun rein gar nichts zu tun.

Die entworfenen fiktiven Horrorszenarien – ich gehe davon aus, dass der Autor nicht von sich behaupten will, in die Zukunft sehen zu können – mögen für die Belletristik ein geeignetes Instrument der Wesensfindung sein, auch in Religionen und der Kunst wird zuweilen darauf zurückgegriffen. Apokalyptische Reiter haben jedoch in der Wissenschaft keinen Platz und es darf ihnen dort auch kein Platz eingeräumt werden, sonst verlässt die Wissenschaft die Grundfeste ihrer Seriosität.

Weiter im Bericht hofiert der Autor Nicholas Stern und dessen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen. Er zeigt auf, dass Stern mit seiner Einschätzung der klimatologisch bedingten Folgekosten auf der richtigen Seite steht. Es ist zu erfahren, dass Stern deshalb näher an der Wirklichkeit läge, weil er einen niedrigeren Wertminderungsansatz ansetzt. Dieser liegt bei 1,4%/a. Ich hätte nun einen Vorschlag daraus abzuleiten, die den Herren Stern und Broome die Wirklichkeit näher bringen könnte, dass z.B. alle Fahrzeugbesitzer ihren Altwagen für einen garantierten Abschlag von jährlich 1,4% vom Neupreis beiden zum Ankauf offerieren. Dies würde der Automobilindustrie die Gelegenheit geben, nachhaltig die derzeitige Krise zu meistern. Es könnte jedoch sein, dass Stern bald Insolvenz anmelden muss. Was damit gezeigt werden soll, ist, auf welchem Parkett sich beiden Herren mit der Findung von möglichen Folgekosten befinden (siehe die extrem unterschiedlichen Werte, die sich bei Änderung von nur wenigen Prozentpunkten ergeben). Es ist nicht das Parkett einer fundierten Wissenschaft, sondern einer ausufernden Lotterie. Wissenschaft ist bekanntlich die „Erkenntnis des Wirklichen zu zweckvollem Handeln“.

Astrologie hat nicht viel mit wissenschaftlicher Lehre zu tun, der v.g. Bericht ebenso wenig. Deshalb ist es äußerst befremdend, wenn ein Magazin, welches das Substantiv „Wissenschaft“ in ihrem Namen trägt, Astrologie zur Wissenschaft erhebt. Aber der Autor und/oder das Magazin, haben am Anfang des Berichtes stilisierte Männchen mit Holzköpfen platziert, die einem auch noch später begegnen – gelungen!

(Gastbeitrag von Raimund Leistenschneider)

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13 KOMMENTARE

  1. Der Autor, der sich selbst als Philosoph bezeichnet, gibt in seinem Artikel leider keine exakten Anhaltspunkte, inwieweit diese Literatur bei seiner Abhandlung Pate stand.

    Auweia! Wenn Geisteswissenschaftler über Naturwissenschaften schreiben… 😉

  2. Aus genau diesem Grund habe ich vor etwa einem Jahr mein Abo der Spektrum gekündigt. Immerhin war ich fast zwanzig Jahre treuer Leser. Aber in letzter Zeit wurde es mit dem Klimawahn immer schlimmer. Schade drum…

  3. Ja und was soll das??? Den Artikel können nur Abonnenten abrufen……..Wenn schon denn schon hätte der Artikel hier reingestellt werden müssen. So versteh ich nur Bahnhof, wenigstens was diesen Artikel betreffen soll

  4. Ich habe schon des öfteren gemerkt, dass uns die Rationalität abhanden kommt , und es auf objektive Wahrheit nicht mehr ankommt. Gefragt ist nur noch das, was sich am Besten politisch verwerten läßt und was keinen Ärger einbringt und was nicht an Glaubensgrundsätze
    des Zeitgeistes verstößt.
    So geht die Wissenschaft zu Grunde!!

  5. #5

    Boah ey, die Julia ist ja voll Web two oh, was bin ich beeindruckt. Mathe abgewählt, aber bei Twitter und Konsorten voll die Pistensau.

  6. Der wissenschaftliche Betrug
    Das wichtigste und erfolgreichste Kampfmittel der Grünen, Bunten und Alternativen ist der wissenschaftliche Betrug.

    Was ist ein wissenschaftlicher Betrug? Der wissenschaftliche Betrug ist eine Methode zur Irreführung von Menschen, in dem man den eigenen Behauptungen den Anschein wissenschaftlicher Wahrheit verleiht.

    Oder

    Die Grünen – Der sichere Weg in die Katastrophe

    http://www.konservativ.de:80/iamg/romahn3.htm

    Wer den Bericht nicht liest, weiss nicht, wie die ISLAM-GRÜNEN, BUNTEN, und ALTERNATIVEN
    uns alle menschenverachtend manipulieren.

  7. Ich verstehe diesen Beitrag nicht ganz: Was hat der denn bei PI zu suchen?

    Aber zu der ganzen Klimakacke hat mein Nachbar einen wirklichen Beitrag geleistet: Dieser ist nämlich Diplom-Meteorologe und hat mir gesteckt, dass das von dem Ministerium „Tritin“ erfundene „Klimagas“ garnicht existiert!
    War eine reine Erfindung!

    Diese angeblich in 6000m Höhe befindliche „schädliche“ Schicht, welche zum „Treibhausgas“ (= Klimagas??) führt, war eine reine Erfindung und ist wissenschaftlich nicht belegbar!

    hahaha – und die bekloppten Deutschen fallen glatt darauf herein und sind nun spontan bereit einen Beitrag für die Umwelt zu leisten – etwa höhere Strompreise zu bezahlen, ein neues Auto zu kaufen oder die Haus-Fassade aufwendig zu restaurieren…

    Diese Lügen sind fast schon süß wie Honig, oder?

  8. #9 Tanner (06. Mai 2009 01:27)

    Ich verstehe diesen Beitrag nicht ganz: Was hat der denn bei PI zu suchen?

    Sie geben doch in Ihrem Beitrag selbst die Antwort auf ihre Frage!

  9. Hi, Tanner,
    das Klimagas (CO 2) hat nicht Tritt-Ihn erfunden, dazu ist der zu blöde. Wie bei vielen anderen Dingen auch wurde es den Grünen nur untergeschoben. Falls die Klimalügengeschichte interessiert: Als „Startbit“ sozusagen kann ich nur „Die Lüge der Klmakatastrophe“ von Hartmut Bachmaier empfehlen. Hat bei mir dazu geführt, dass ich mich inzwischen mit der Thermodynamik ‚rumzanke.
    Ich mag alles, nur nicht mich von einer grünen Pädophilenblase belügen lassen. („Danni im Kinderland“..mal googeln, oder „Die Pädophilenpartei“…)
    Beiträge dieser Art sind meines Erachtens mehr als eforderlich und nicht nur als Erweiterung des Horizonts. Neutrale und objektive Information- bekomme die mal hierzulande
    Yogi

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