Nach dem EZB-Ultimatum, demzufolge am heutigen Montag Schluss ist mit Geld für Zypern, hat man sich letzte Nacht auf einen Kompromiss geeinigt. Spiegel Online titelte entsprechend freudig heute Morgen: „Staatspleite abgewendet: Minister beschließen Rettungsplan für Zypern“ und waren wohl, wie so oft, etwas vorschnell. Mitnichten ist die Staatspleite abgewendet, beschlossen wurde lediglich, dass gegen ein windiges Versprechen aus Zypern weitere zehn Milliarden Euro locker gemacht werden.

(Von felixhenn)

Wie wir PI-Leser aus der Griechenland-Never-Ending-Until-Bankrupt-Story gelernt haben, werden in Kürze weitere Forderungen aus Zypern auf uns zukommen. Aber dann mit dem zusätzlichen Druckmittel, dass weitere zehn Milliarden Euro durch den Schornstein geblasen werden, wenn wir nicht spuren. Warten wir es ab. Was Worte aus Regierungskreisen wert sind, haben wir alle erlebt. Peggy Bundy würde dazu sagen: „Das Wort der Merkel ist so gut wie der Atem meines Mannes“.

Noch letzte Woche hat sich Merkel darüber aufgeregt, dass überhaupt keine Gesprächsanfragen aus Zypern kamen und auch deutsche Anfragen abgeblockt werden:

(…)
Was Merkel besonders nervt: Seit Tagen haben sich die Verantwortlichen in Nikosia trotz der dramatischen Lage eingeigelt, mancher in der Union spricht gar von Autismus. „Was wir noch nicht hatten – dass es über Tage keinen Kontakt zur EU gibt und zur Troika“, so Merkel intern. Das ursprünglich ausgehandelte Hilfspaket hat das Parlament abgelehnt, seither bastelt die Regierung in Nikosia an einem neuen Konzept. Doch belastbare Informationen für jene, die das Land am Ende retten sollen, gibt es bislang kaum.
(…)

Aber so ganz inaktiv können die Zyprioten und ihre Regierung ja wohl nicht gewesen sein. Während die Banken für Alexis-Normal-Zypriote geschlossen waren, bzw. der Automat höchstens 120 Euro pro Tag ausspuckte, gab es doch wohl heftige Kontobewegungen wie gestern die FAZ berichtete. Da fließen Milliarden Euros aus Zypern ab und keiner unserer Super-Politiker bemerkt bzw. berücksichtigt das. Jetzt wissen wir auch, warum es zwischen Zypern und der EU so lange Funkstille gab.

Vorher wurde von Belastungen der Bankkonten in Höhe von 6,75% unter 100.000 Euro Einlage gesprochen und 9,9% über 100.000 Euro Einlage. Das wurde vom zypriotischen Parlament ohne eine einzige Stimme dafür, auch nicht der Regierung die vorher zugestimmt hatte, abgelehnt. Jetzt sind Prozentzahlen von 20 bis 40 für Konten mit über 100.000 Euro Einlage im Gespräch. Fragt sich aber wovon, wenn das Geld schon das Land verlassen hat? Dass solche Transaktionen nicht für alle möglich sind, wenn die Banken offiziell geschlossen sind, versteht sich von selbst. Es werden also wenige Anleger nahezu total enteignet, während andere verschont werden. Aus welchen Ländern die Enteigneten kommen, darüber kann nur spekuliert werden.

Das müsste uns weniger interessieren, wenn wir kein Geld da angelegt haben. Jedoch kann es dann interessant werden, wenn die versprochene Eigenbeteiligung nicht zustande kommt und der ganze Kreditplan damit hinfällig wird, natürlich nachdem die zehn Milliarden geflossen sind. Damit sinkt dann auch die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung und damit sind weitere zehn Milliarden Euro vernichtet. Milliarden unserer Steuergelder, die wir neben der immer übleren Belastung durch Einwanderung in unsere Sozialsysteme kaum noch aufbringen können.

Nebenbei sollten wir einmal betrachten, was denn zehn Milliarden Euro für Zypern bedeuten: Der Süden Zyperns hat etwa 770.000 Einwohner, damit fallen auf jeden Einwohner, inklusive Kind und Kegel, nahezu 13.000 Euro. Also auf eine fünfköpfige Familie so um die 65.000 Euro. Kein Wunder, dass wir in Deutschland im europäischen Wohlstandsgefälle immer weiter nach hinten gedrängt werden.

Die Bundesbank, einmal unser heiligstes Heiligtum, gibt dazu bekannt:

(…)
Es ist ein verblüffendes Ergebnis: Laut Bundesbank haben deutsche Privathaushalte im Schnitt deutlich weniger Vermögen als jene in Spanien und Italien. Ein Grund: Weniger als die Hälfte der Haushalte ist Eigentümer einer Immobilie.

Frankfurt am Main – Die Vermögen der Privathaushalte in Deutschland sind deutlich kleiner als in Euro-Krisenländern wie Spanien oder Italien. Das hat eine Studie der Bundesbank ergeben. Das mittlere Vermögen deutscher Haushalte belaufe sich auf rund 51.400 Euro netto, teilte die Bundesbank am Donnerstag mit. In Italien betrage das Haushaltsvermögen rund 163.900 Euro, in Spanien rund 178.300 Euro.
(…)

Das wurde in SPON am 21.03. veröffentlicht. Und jetzt werden wir wegen dilettantischer Finanzpolitik unserer Politprofis überall in Europa gehasst. Niemand zeigt klar auf, dass die Schuldenländer durch Gier und Unfähigkeit der eigenen Politiker ihre eigenen Länder in die Misere gebracht haben. Und im Fall Zyperns sind es ja nicht nur die 13.000 Euro, die jetzt zusätzlich pro Nase kommen, da waren ja vorher schon Kredite, z.B 2,5 Milliarden aus Russland. Die FR bezifferte die Schulden Zyperns am 20. 12.2012 auf 16 Milliarden Euro, das wären also zusammen mit den 17 Milliarden jetzt, von denen 10 Milliarden durch die EU aufgebracht werden, 31 Milliarden Euro, also über 40.000 Euro pro Nase und pro fünfköpfige Familie über 200.000 Euro.

Und jetzt erkläre einer der EU-Superstrategen, wie das zurückgezahlt werden soll? Wenn jetzt das Wort Merkels in Rekordzeit unbrauchbar wurde, hat es wohl auch damit zu tun, dass ein Ausscheiden Zyperns aus der Eurozone, und eine dadurch folgende rasche Gesundung Zyperns, beweisen würde, wie unsinnig der ganze Euro ist. Daher bleibt man lieber bei der Stange und manövriert sich immer weiter in die Situation des Erpressbaren. Die Schuldenländer sind schon lange nicht mehr die Armen in der Geschichte, sondern sie sind schon lange die Gläubiger-Länder. Und da ein Ausscheren Frankreichs absehbar ist, bleibt dann alles an uns und noch ein paar anderen kleinen Nettozahler hängen. Damit wird unser Anteil soweit steigen, dass auch wir den nicht mehr aufbringen können.

Wir wagen zu behaupten, dass es eine ganz andere Finanzpolitik gäbe, wenn die Bezüge des Bundestages und ganz besonders die der Regierung an den Erfolg der Entscheidungen gekoppelt wären. So wie es jetzt ist, ist alles ganz einfach für die Regierung, man entscheidet obwohl man wissen muss, dass es schief geht und plündert nachher einfach die Rentenkassen.

Dass Zypern pleitegeht, das muss jedem klar sein!

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63 KOMMENTARE

  1. Nur wir zahlen die Zeche. Die anderen schrammen selber an der Pleite entlang.

    Da unser Scheinparlament BT zustimmen soll, ist klar, wessen Geld an die Bankhaie von Zypern geht. Das Volk hat nichts davon.

  2. Politiker mit ihrem ungesunden Ego würden nie auf die Idee kommen und einen Irrtum einräumen und gegensteuern. Wann gab es das schon mal.

    Letzten Endes strebt dies Finanzpolitik die Politik der verbrannten Erde an.
    Irrtum ausgeschlossen. Leider.

  3. Jeder, der etwas davon verstand hat beretis vor Einführung dieses Kohltalers gesagt, daß dieser Irrsinn nicht funktionieren wird.Alle Warner wurden von den Politkaspern und ihren gleichgeschalteten Medien niedergemacht.Warum erinnert mich das alles an die aktuelle Situation mit dem Masseneinfall von Wirtschaftnomaden, der auch wieder von der gleichen Mafia schön geredet wird ?

  4. Die Pleite Zyperns ist unwichtig. Es zählt allein, dass niemand mehr aus dem Euro-Verbund aussteigen kann, wer einmal dabei ist. Unbemerkt haben die Zypern ihre staatliche Souveränität an die EU verloren. Die Milliarden die nach Zypern gepumpt werden, sind doch nur wertloses Papiergeld, da die Notenbanken 24h/Tag und 7 Tage/Woche mit Volldampf neues Geld drucken – alles wertlose Papierschnipsel. Kein Land kann dies jemals zurückzahlen. Irgendwann gibt es einen Geldumtausch und das Spiel fängt von vorne an, wie nach einem Weltkrieg.

  5. was kostet Deutschland die Zypernpleite ?? Nichts !! Denn wir haben ja das Geld auch nicht und zahlen mit Schulden, wie alle anderen EUR Länder auch. Denn auch Griechenland, Spanien, Portugal, Irland, Italien müssen ja ihren Anteil an Zypern tragen und wie? Mit weiteren Schulden, die Deutschland aufnimmt und nach Süden verschiebt…

  6. Deshalb bekommen die Rentner „West“ dieses Jahr nur 0,25% Rentenerhöhung.

    Ja, wer von uns Duetschen hat eigentlich vom Euro profitiert?

    Vielleicht sollten wir das die Politiker demnächst in der Öffentlichkeit fragen.

  7. Genau so ist es, felixhenn. Fassungslos hörte ich morgens die öffentlich-rechtlichen Nachrichten. Wie kann irgendeiner diesem kranken Geschwätz, diesen absurden Wolkenkuckucksheimen auch nur ein Promille Realisierungswahrscheinlichkeit zubilligen! Einfach unbegreiflich.

  8. Da nun der Bankensektor zusammenbrechen wird und das BIP massiv schrumpfen wird, werden bald neue Milliarden nötig sein, da sich die Schulden im Vergleich zum BIP extrem aufblähen werden.

  9. die Politiker verarschen doch alle. Nichts ist sicher, auch das Geld nicht in Deutschland. Steht alles im ESM Vertrag, alles Geld, jedes Haus, jedes Grundstück ist bereits an den ESM abgetreten und kann jederzeit eingezogen werden…. ohne die Politiker weiter zu fragen!

  10. Ich bin mir sicher,wenn der Euro zusammenbricht,wird wieder mal von der „deutschen Alleinschuld“ die Rede sein.
    Spätestens dann werden sie uns alleine lassen,die mit der doppelten Staatsbürgerschaft und dgl.Die Suppe dürfen wir dann auslöffeln,bis zum nächsten mal…

  11. Konten plündern ist nur ein Federstrich, auch wenn jetzt viele die keine 100K Euro haben erleichtert sind, es gibt keine Grenzen. Und jede Kontobewegung wird kontrolliert. Die Lakaien der Mißgeburt EUDSSR und Euro haben ihre teuflische Fratze gezeigt. Auf dem Weg in die Diktatur sind die Brüsseler Kretins und ihre willigen Vollstrecker in den Kolonien einen großen Schritt vorangekommen. Wenn wir unsere Freiheit wiedergewinnen wollen müssen wir den Hintern vom Bloggersessel hochbekommen und handeln.

  12. England und Frankreich hatten Angst vor einem wirtschaftlich starken Deutschland. Die Briten und die Franzosen hatten die Atombombe und wir die Bundeswehr, die besteht hauptsächlich aus Infanterie.
    Unsere Atombombe war die DM und die mußte weg. Ohne Verlust der DM keine Wiedervereinigung.
    Also kungelten der Sozialist Mitterand u. Kohl aus zu welchen Bedingungen der Euro installiert wurde.Mitterand war ein Deutschenhasser u. Kohl ist dafür verantwortlich , daß mit der Einführung des Euros unser Wohlstand nach und nach baden geht.
    Unser Output war schon immer besser als die der romanischen Länder. Die besorgen sich jetzt billiges Geld am Kapitalmarkt um ihren Konsum und ihre Kredite in Fluß zu halten.
    Fragt sich nur wie lange noch….
    Das fehlen der Wechselkurse gestattet den Ländern nicht mehr ihre Währungen abzuwerten, z.B. weil Löhne zu hoch, Produktion zu teuer ist und die Leistungsbilanz negativ. Freunde, daß wird noch ein interessantes Jahr.

  13. Was gibt es da eigentlich zu jubeln, außer daß die Tragödie nur weiter in die Länge gezogen wird und uns alle nur immer teurer zu stehen kommt? Ach ja, man feiert sich selbst. Könnte ja sonst jemand auf die Idee kommen, daß die ganze Mannschaft und ihr Tun von Anfang bis Ende so überflüssig sind wie ein Blinddarm. Wenn der nicht bereits gefährlich entzündet ist…

  14. Gerade kam in n-tv dass vorherige Woche, wo die Banken eigentlich geschlossen waren ca. 2 Milliarden Euro von reichen Zyprioten ins Ausland überwiesen wurden.

    Die zyprische Zentralbank hat sich über die Anweisungen der EZB hinweggesetzt und hat reichen zypriotische Millionären gestattet ihre Konten zu leeren.

    Der deutsche Steuerzahler wird verarscht, dass sich die Balken biegen!

  15. OT

    Allianz: Volker Beck schafft Feindbilder

    Die Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag will ein Gesetz zum Verbot von Therapien, die junge Menschen von Homosexualität heilen sollen, auf den Weg bringen. Grünen-Geschäftsführer Volker Beck wendet sich damit ausdrücklich gegen „evangelikale, katholisch-fundamentalistische und islamistische Gruppen”, wie er am Sonntag mitteilte.

    Die Deutsche Evangelische Allianz wirft Beck nun vor, gezielt Feindbilder zu kreieren.

    http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=6445

  16. Wieso steht Zypern vor dem Bankrott?

    Weil viele Russen ihre Schwarzgelder dort deponiert haben?
    Weil es so viele Banken in Zypern gibt?
    Weil zyprische Banken Geldwäsche geduldet haben?

    Oder weil die zyprische Politiker in den letzten zehn Jahren zehnmal so viel Geld ausgegeben haben als sie eingenommen haben?

    Und wer ist Schuld, dass die zyprische Politiker mehr Geld ausgegeben haben als sie eingenommen haben?

    Na?

    Natürlich der deutsche Nazi-Steuerzahler!

    Oder? 🙂

  17. Was sagte unlängst so ein Untergangskandidat mit vor Ehrfurcht erzitternder Stimme?

    „Diese Mauer stehtr noch hundert Jahre!“

    So viel Unglück wäre für uns alle unfassbar gewesen!!!

    Wie es sich aber dann glücklicherweise doch herausstellte war schon damals der Bürger der ungleich gescheitere.

  18. #12 nairobi2020 (25. Mrz 2013 11:31)

    Nichts ist sicher, auch das Geld nicht in Deutschland. Steht alles im ESM Vertrag, alles Geld, jedes Haus, jedes Grundstück ist bereits an den ESM abgetreten und kann jederzeit eingezogen werden…. ohne die Politiker weiter zu fragen!

    Einen Bekannten interessiert das, wo findet man darüber etwas im www?
    ———————————————

    Aus den jetzt geplanten 10.000.000.000€ werden
    vermutlich 100.000.000.000€ oder vielleicht sogar 1.000.000.000.000€, ähnlich wie in Griechenland. Von den vielen Nullen wird mir ganz schwindelig.

  19. AfD-Gründer Bernd Lucke zur „Rettung“ (=Todesstoß) Zyperns:

    „ZUR ZYPERN-„RETTUNG“:

    Mit der Zypern-Entscheidung beginnt ein weiteres Kapitel staatlicher Konkursverschleppung. Zypern Schuldenquote steigt von 95% auf ca. 160%. Das sind griechische Verhältnisse. Gleichzeitig zwingen die Auflagen zur Schrumpfung des Bankensektors Zypern in eine schwere Rezession. Die Schuldenlast ist unter diesen Bedingungen eindeutig nicht tragfähig. Die Entscheidung der Zyprioten, durch Eigenbeteiligung der Großgläubiger ihre Banken zu stabilisieren, ist richtig, aber für die Staatsschulden wäre jetzt eine geordnete Insolvenz und ein Ausscheiden aus dem Euro angebracht gewesen. Statt dessen werden die Zyprioten jetzt jahrelang unter hoher Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Stagnation leiden, ehe das Unvermeidliche mit viel höheren Kosten dann doch erfolgt. Zudem verstößt der Bailout erneut gegen den Maastricht-Vertrag und auch gegen den ESM-Vertrag, der Hilfen nur erlaubt, wenn die Stabilität der Euro-Zone insgesamt bedroht ist.

    Bernd Lucke“

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  20. Natürlich versprechen die Cyprer jetzt alles,was gewünscht wird.Und sie lachen sich ins Fäustchen und die Russen auch.Aber das wird wieder eine Luftnummer und wenn alles so kommt,wie jeder weiss schweigt man. Erstmal Gesicht gewahrt.Und warum wird Cypern gerettet? Wenn sie die EU verlassen und sie werden ohne EU aus dem Dreck krabbeln,was ist das für ein Signal für die anderen.Und das wollen wir doch nicht,gelle?

  21. Diese zyriotischen „Pappnasen“ hätten m.E. doch so wie so Geld bekommen.
    Meine letzte Geschäftsreise nach Zypern: Die Taxifahrer die gleichen ABZOCKER wie in Griechenland.

  22. #15 Wilhelmine (25. Mrz 2013 12:02)

    OT

    Allianz: Volker Beck schafft Feindbilder

    Die Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag will ein Gesetz zum Verbot von Therapien, die junge Menschen von Homosexualität heilen sollen, auf den Weg bringen.
    ———-

    Mit Homosexualität allein würde es auf dieser Erde kein Leben geben .Es ist gewissermaßen eine Fehlentwicklung ,sie zu hoffieren ist Populismus in reinster Form!!!

  23. Kleiner OT 😉

    Döring beklagt Umgang mit deutschen Nationalfarben

    FDP-Generalsekretär Patrick Döring hat einen Festakt anläßlich des 200. Geburtstages der deutschen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold gefordert. „Die Farben unserer Republik werden in diesem Jahr 200 Jahre alt. Entstanden sind sie in den Freiheitskriegen von 1813 aus den Farben des Lützowschen Freikorps. Aus den Farben dieser ersten gesamtdeutschen Militäreinheit wurde ein Symbol für Einigkeit, Recht und Freiheit“, schrieb Döring in einem Beitrag für die Bild am Sonntag.

    Schwarz-Rot-Gold seien die Farben der Revolution von 1848, der Weimarer Republik und des Grundgesetzes. „Unter diesen Farben haben sich in unserer Geschichte stets jene Menschen versammelt, die für Einigkeit, Recht und Freiheit gekämpft haben und gegen Tyrannei und Unterdrückung“, betontet der FDP-Politiker.

    Festakt am Tag des Grundgesetzes

    Ihn stimme es traurig, daß an dieses Erbe und diese besondere Geschichte nicht erinnert werde. Der 200. Geburtstag seiner Nationalfarben sei Deutschland nicht einmal eine Sonderbriefmarke wert gewesen.

    „Ich plädiere dafür, daß wir uns dieser Tradition heute besinnen. Denn nur eine Gesellschaft, die auch stolz auf ihre demokratischen Traditionen, auf ihre liberalen Wurzeln ist, kann diese auch fest gegen alle Anfeindungen verteidigen“, unterstrich Döring. Ein großer öffentlicher Festakt am 23. Mai, dem Tag des Grundgesetztes, sei daher ein Bekenntnis zur Tradition und Geschichte des demokratischen Deutschlands.

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5b970f0089a.0.html

    Mehr Schwarz/Rot/Gold wagen ❗ 😀

  24. Statt das zu tun was die alten und klugen Indianer empfahlen= von einem toten Pferd abzusteigen,
    nein, „Das tote Pferd (der Euro) wird bis auf das Skelett geritten.“

  25. #22 Le Pferde (25. Mrz 2013 12:10)

    AfD-Gründer Bernd Lucke zur “Rettung” (=Todesstoß) Zyperns:

    „aber für die Staatsschulden wäre jetzt eine geordnete Insolvenz und ein Ausscheiden aus dem Euro angebracht gewesen…“
    ———————————————

    Das gilt für alle PIGS Staaten inklusive Frankreich.

  26. Es wird nie einen Ausstieg aus dem Euro für ein Land geben, vorher wird die volle Souveränität an die EU übertragen, bzw. Sie wurde bereits durch die Unterzeichnung des ESM an die EU abgegeben. Die Diktatur besteht bereits, alles was nicht auf Parteilinie ist, wird liquidiert.

  27. Armer Staat-reiche Bürger,das ist die Masche,uns Deutschen die Kohle abzuknöpfen.
    In vielen Ländern ist die Schattenwirtschaft in etwa so groß wie die offizielle,die Steuereinnahmen entsprechend gering,der Staat arm.Bei uns dagegen genau umgekehrt,und genau deshalb dürfen wir für alle bezahlen,obwohl es dem Durchschnittsbürger in Wirklichkeit kaum besser geht als dem in den „armen“ Empfängerländern.
    Der Ehrliche ist halt eben immer am Schluss der Dumme.

  28. #29 survivor

    Warum sollte Frankreich insolvent sein? Das halte ich für Bild-Propaganda. Ich denke nicht, dass sich das belegen lässt.

    Aber natürlich, die Aufspaltung des Euro ist absolut notwendig. Er ist für Deutschland zu schwach und für Frankreich zu stark.

  29. Wie schön war die Zeit doch wie der Gulden und
    die DM noch da waren ! Aus nicht auszuschließenden Millionen verlusten wurde
    dank der EU Selbsbedienungskasse Milliarden
    daraus ! Durch die grosszügige Grenzöffnungen
    sind nun auch die Roemenische Hütchenspieler
    in Brussel an gekommen !
    Der Russe wird zahneknirschend sein Obulus bezahlen aber sein restliches Geld so schnell wie möglich abziehen !
    Und an der Gasvorräten ist der Russe schon 2 mal nicht Interresiert ! Weil er bisher über
    Holland und anschließend über Zypern sein Geld
    gewaschen hat ! Ergo ! Kein Mensch hat an Zypern wo Gasförderung nog nicht mal angefangen hat Interesse !
    Und ihr Bruttosozialprodukt ist was für einen hohlen Zahn ohne ihre Briefkastenfirmen und
    ihre Banken die nun wie ein Kartenhaus umfallen ! Apropo Kartenhaus ! Deshalb zieht
    der Russe die Reisleine ! Er lässt keinen in seinen Karten gucken !

  30. Noch NIEMALS hat es soetwas gegeben.

    Das ist falsch. Sowas gibt es bei jeder Pleite. Da müssen sich alle Beteiligten in dem Falle alle Beteiligten in Zpyern zusammensetzen und überlegen, wie sie die Verluste teilen. Sie hatten ein Defizit von 15 Milliarden und Europa tat 10 Milliarden dazu mit der Forderung von 5 Milliarden Eigenleistungen.

    Das ist eigentlich recht großzügig.

    Und es ist vor allem endlich mal ein Zeichen gegen die deutsche Schuld. Merkel und Schäuble sind hart geblieben und das rechne ich ihnen hoch an.

    Die einzigen, die m.E. nicht so wirklich ganz gut wegkommen, das sind die Zyprioten. Es ist wirklich ein übles Geschäft für die eigenen Fehlleistungen die Ausländer zur Kasse zu bitten. Denn normalerweise ist das ein lokales Problem.

  31. Und SCHRÄUBLE (von: die Schraube fester anziehen) verkündet danach: Das Parlament fragen wir später. Die brauchen nicht darüber abstimmen.

  32. Sehe ich das richtig? Ich gehe auf eine Bank, verlange einen Kredit und wenn ich nach Sicherheiten gefragt werde, drohe ich Deutschland zu verlassen, sollte mir der Kredit nicht gewährt werden. 😉

  33. Und SCHRÄUBLE (von: die Schraube fester anziehen) verkündet danach: Das Parlament fragen wir später. Die brauchen nicht darüber abstimmen.

    Und?

    Was schließt du daraus?

    Also für mich hört sich das so an, dass er intern bereits geklärt hat, dass die anderen mit einer solchen Regelung einverstanden sind.

    Das ist professionelles Verhandeln. Man klärt mit den Beteiligten ab wie weit man in welche Richtung maximal gehen kann und wenn dann ein Kompromiss rauskommt, der in den Grenzen liegt, dann weiß man, dass die Zusage nur eine Formsache ist.

  34. man man man wenn man ständig über solche Beträge liest die da verbrannt werden und danneben sieht wie mühsam man selber das Kleingeld verdienen muss da wird einem nicht nur Himmelangst dabei da hat man ja dreimal am Tag das Gefühl kurz vorm Herzkasper zu stehen. Aber die werden weitermarschieren, diese EUzis werden weitermarschieren bis alles in Scherben zerfällt

  35. heute mittags im SWR gehört:

    ein Professor behauptet, dass während der Verhandlungen zwischen EU und Zypern
    hohe Abbuchungen von zyprischen Konten
    ins Ausland vorgenommen worden seien und es gar nicht sicher sei, dass es noch Konten mit
    über 100.000 EUR gäbe . . .

    Wer weiß Genaueres?

  36. ein Professor behauptet, dass während der Verhandlungen zwischen EU und Zypern
    hohe Abbuchungen von zyprischen Konten
    ins Ausland vorgenommen worden seien und es gar nicht sicher sei, dass es noch Konten mit
    über 100.000 EUR gäbe . . .

    Wer weiß Genaueres?

    Wirklich wundern würde es mich nicht, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich. Zypern stand in den letzten beiden Wochen unter einer Art internationaler Insolvenzverwaltung. Und wenn eine Bank eine Überweisung von einer insolventen Bank annimmt, dann hat das nur dann eine Verbindlichkeit, wenn der Insolvenzverwalter zustimmt. Von daher können diese Beträge zurückgefordert werden und zwar bereis von der annehmenden ausländischen Bank.

  37. Wer weiß Genaueres?

    Was ich mir aber auch vorstellen kann, das sind Banken, die mit entsprechenden Gebühren eine „wir versuchen es mal“-Überweisung starten, dem Anwender auf einem Interimskonto ein paar Wochen eine große Zahl vor die Nase halten und dann wieder zurückbuchen.

    Wenn bei dem Spektakel hinterher 5.000 Euro Gebühren rüber kommen, warum nicht?

  38. #42 Bruder Tuck (25. Mrz 2013 14:37)
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/augstein-zur-deutschen-zypern-taktik-starrsinn-machthunger-egoismus-a-890707.html
    Und unser Oberspinner darf natürlich nicht fehlen.
    War ja klar.
    —————————————-
    Auszug aus dem link des Spiegels:
    „Der Freitag“ steht für kritischen Journalismus aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Er experimentiert mit neuen Formen der Leserbeteiligung und der Verknüpfung von Netz und Print.

    *totalkranklach*

    „Der Freitag“ ist ein hohles kommunistisches Schmierblatt und Jakob Augstein ein eifriger Vertreter des Schweinejournalismus!

    Der ist noch hohler, als ein Vakuum!

  39. gesucht – gefunden

    in faz.net von gestern:

    „Auffällig hohe Geldabflüsse aus Zypern“ –
    „über das Zahlungsverkehrsystem Target“ –
    trotz der „von der zyprischen Notenbank ausgesprochenen Sperre“! Es gibt „weit gefasste Ausnahmen von den Kapitalverkehrs-kontrollen“, z.B. „humanitäre Hilfe“ (vielleicht für die Babuschka des Oligarchen, die sich sonst ihren Frühstücksbrei nicht mehr leisten kann!)

  40. #44 Wolfgang (25. Mrz 2013 15:39)
    Von daher können diese Beträge zurückgefordert werden und zwar bereis von der annehmenden ausländischen Bank.
    ——————————-
    Quatsch!
    Die Kohle wäre dann weg!
    Die Forderungen an den deutschen Steuerzahler zur „Rettung“ Zyperns würden sich dadurch weiter erhöhen!

  41. nochmals FAZ vom Sonntag 24.03.13:

    „Auffällig hohe Geldabflüsse aus Zypern“
    Kommentare werden nicht zur Lektüre mehr

    freigegeben!

  42. Gestern ORF2 Sendung „im Zentrum“

    Etwas was in den deutschen Staatsmedien tunlichst verschwiegen oder nicht gezeigt werden soll.

    Das Island 2008 richtig handelte und nur durch eine eigene Währung heute wieder solide da steht, auch wenn es schwer viel, wolle Schüssel den Menschen in Island nicht mehr in Erinnerung rufen.

    Das ist ja ein „schlagendes“ Argument gegen Zypern Herr Schüssel.
    Pfui, eigene Währung, solider Haushalt, keine Probleme durch den Euro.

    Der Euro macht die Menschen blind uns süchtig nach Problemen wie es scheint.

  43. OT
    Wer sich von den Kommentatoren hier zum Thema Zypernrettung an der Gestaltung der Medienmeinung beteiligen möchte, kann das heute Nacht 01:05 Uhr live oder schon jetzt auf Band bei Deutschlandradio Kültür (00800-22542254)
    tuen. Ich hoffe immer noch auf eine rege Beteiligung,
    Wie Waldi.

  44. Dieser Schuss, nämlich das Plündern der Konten, auch von ehrlichen Sparern, wird hoffentlich nach hinten losgehen. Bei jedem, der noch über einen einigermassen wachen Verstand verfügt, werden jetzt hoffentlich alle Alarmglocken schrillen.

    Wer sagt mir denn, dass nicht auch auf Sparkonten unter 100’000 zugegriffen wird ?
    Die EU-Diktatoren scheinen ja alle Scham verloren zu haben. Und es kann ALLE treffen :mrgreen:
    Auch Sparer, die mit ehrlicher Arbeit ihr Leben lang gearbeitet haben um für das Alter oder fürs Studium ihrer Kinder oder Enkel vorzusorgen, werden betroffen sein. Und das wird wieder in einer Nacht- und Nebelaktion geschehen :mrgreen: Die Fleissigen werden bestraft, so sieht es aus :mrgreen:

    Ich weiss nicht, wieviele Banken in den anderen Ländern existieren. Ich jedenfalls werde mein Geld auf verschiedenen Kantonalbanken deponieren und wenn ich bis ans andere Ende der Schweiz reisen muss….

    Ihr könnt mir glauben, ich habe für diese EURO-Truppe nur noch puren Hass übrig. Und das will bei mir etwas heissen…..

    Im übrigen stimme ich #53 Ifroggi voll und ganz zu. Ich kann seinem Kommentar zu 100% zustimmen und hoffe, diese „Br*t“ wird in nicht allzuferner Zeit zur Rechenschaft gezogen !!!!

  45. Und das sagt Jakob Augstein zur AfD:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/alternative-fuer-deutschland-neue-populistische-partei-in-deutschland-a-889447.html

    Frank Driescher in der „Zeit“: …“Eine Verbindung zum rechten Extremismus liegt nicht an den unmittelbar beteiligten Personen (ärgerlich, aber wir finden schon was anderes), sondern daran, dass bestimmte Ideen in einem bestimmten Umfeld besonders gut gedeihen.“

    Normal, oder?
    Ja, die Realität ist rechtsextrem, was sonst!
    Driescher sollte den Mund halten, sonst läuft noch der letzte Rest seines Gehirns aus!

  46. Zypern hat sich die Problemsuppe selbst eingebrockt, nun sollten sie sie selbst wieder auslöffeln. Genau wie die anderen Südländer. Dieser Euro-Wahnsinn muss ein Ende haben. Wie blöd kann man sein, schwachen Ländern den Euro zu geben und zu denken: „Wird schon gutgehen“ ???

  47. Die EZB wusste davon, da´Zypern pleite ist und sie hat es wissentlich zugelassen, daß es pleite geht, um so den ESM-Rammbock gegen die Souveränität Zyperns einsetzen zu können:

    Und der nächste Staat, der nach diesem Muster behandelt wird, ist Italien.
    Wann? Sobald die neue Regierung in Italien steht.
    Warum? Weil Italien bisher statt zu reformieren (und auch das weiß die EZB), nur die Steuern erhöht hat, um sich noch ein paar Monate weiterschlepen zu können:

    Einer der Gründe, warum Zypern nun in die Knie gewungen werden müsse, sei das gigantische Problem der Geldwäsche. Die Klage über die Mißstände wird von allen geführt, vor allem von den Rettern: EU, EZB und IWF werden nicht müde zu betonen, dass es nicht gegen die kleinen Leute gehen, sondern gegen die großen Geldwäscher. Im europäischen Volksmund werden sie russische Oligarchen genannt.

    Eine Überraschung?

    Mitnichten. Denn nun stellt sich heraus: Die Europäische Zentralbank war über das Geldwäsche-Problem seit langem im Bilde. Im Grunde wussten die Währungshüter alles – und zwar schon vor dem EU-Beitritt der Mittelmeer-Insel.

    Die EZB habe gewusst, dass Russisches Geld nach Zypern fließt, sagt Yasen Iliev, Investmentbanker des Beratungsunternehmens New Europe Corporate Advisory, in Sofia. 2007 erwähnt der Konvergenzbericht der EZB großen Kapitalzustrom nach Zypern. „In den Jahren 2004 bis 2006 kamen viele der Gelder, die das zypriotische Leistungsbilanzdefizit finanzierten, aus Kapitalzuströmen, bestehend aus ausländischen Einlagen und Krediten“, so der Report. Diese „fremden Investitionen“ betrugen beträchtliche 11,3 Prozent des BIP im Jahr 2006. Diese Kapitalzuflüsse hätten das Leistungsbilanzdefizit zwischen 2004 und 2006 sogar überstiegen, so dass Zypern in dieser Zeit weitere Währungsreserven anhäufen konnte.

    Eine auf der EZB-Website veröffentlichte Datentabelle zeigt, dass 2011 ausländische Einlagen in Zypern mit 19,2 Milliarden Euro einen Höchststand erreichten (siehe Grafik). Die ausländischen Gelder überstiegen sogar die Wirtschaftskraft Zyperns um eine Milliarde Euro.

    Technisch wäre es unmöglich, dass es man es nicht gewusst hätte. „Große Ungleichheiten innerhalb des BIP, zum Beispiel der überdimensionierte Bankensektor, waren eine Zeitbombe die von Studenten der Makroökonomie leicht zu erkennen waren, geschweige denn von Bankern der Zentralbank“, sagte Iliev dem EUObserver. Die Zyprioten hätten wohl gedacht, die Party würde unendlich weitergehen. „Die Faustregel in Brüssel und Frankfurt war ‚lasst sie’, wahrscheinlich wegen Zyperns Streit mit der Türkei oder weil die Wirtschaft der Insel zu klein war, um sich darum zu kümmern.“ Die Konsequenz sei, dass die Zyprioten wie Kinder aufwuchsen, die wussten, dass ihre Eltern manchmal wütend auf sie seien, sie aber nie aus dem Haus werfen würden, so Iliev.

    Zypern in die Eurozone zu lassen, hätte weniger mit Wirtschaftslehre als Politik zu tun, argumentiert Peter De Keyzer, Chef-Ökonom der Bank BNP Paribas in Brüssel. De Keyzer ist erstaunt, dass nach dem Fiasko in Zypern nächstes Jahr auch Lettland der Eurozone beitreten soll. „Bei allem nötigen Respekt für was sie erleben mussten und erreicht haben – das ist erneut eine politische Entscheidung die nichts mit Wirtschaftslehre zu tun hat.“

    Ab nun muss man davon ausgehen, dass die undemokratische Troika die Guthaben auf jeder beliebigen Bank im Euro-Raum als ihr Eigentum betrachtet. Die Entscheidung, den Haircut bei der Bank of Cyprus durchzuführen, geht offenkundig darauf zurück, dass die EU und die zypriotische Regierung sich ganz einfach mal angesehen hat, wer denn wo ein Konto hat.

    Dabei kam man zu dem Ergebnis: Bei der Laiki sind die kleinen Leute, da riskieren wir einen Volksaufstand. Bei der BoC dagegen sind es, wie der Blog Zerohegde spöttisch anmerkte, viele Konto-Inhaber mit einem „-ow“ am Ende des Namens. Also langt man dort zu. Das mag politisch verständlich sein. Rechtlich und aus Datenschutz-Sicht ist es die völlige Anarchie von oben, die die Euro-Retter praktiziert haben.

    Der Deal wurde als Banken-Restrukturierung aufgebaut. Damit ist die letzte demokratische Hürde aus dem Weg geräumt: Das Parlament in Nikosia hat bei einer Banken-Restrukturierung nichts zu bestellen. Die Troika holt sich das Geld direkt bei den Bank-Kunden ab: Nicht bei den Investoren, die mit ihrem Investment auch eine Risiko-Abwägung hatten treffen müssen. All jene Naiven, die im Vertrauen auf „ihre“ Bank ein Konto eröffnet haben, müssen bluten, weil die EZB weiter „Notkredite“ an längst kaputte Banken vergeben hat.

    Damit ist in Zukunft auch klar: Jeder Bank-Kunde muss vorher die Bilanz der Bank studieren, bei der er sein Geld deponiert. Aber selbst bei höchster Fachkenntnis wird ihm dies nichts helfen: Die größten Risiken der Banken liegen in den Derivaten, die in keiner Bilanz aufscheinen.

    Die Nacht von Brüssel hat die Euro-Zone dem Supra-Staats-Sozialismus einen entscheidenden Schritt näher gebracht. Wie man in Griechenland gesehen hat, bringen Schuldenschnitte überhaupt nichts: Sie werden am Ende immer auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen.

    Die Euro-Retter haben bewiesen, dass sie keinen Respekt vor dem Eigentum der anderen haben. Bundesfinanzminister Schäuble hat am Sonntag erklärt, dass auch die deutschen Sparguthaben nur solange sicher sind, solange kein Euro-Land pleitegeht.

    Um das völlig aus der Bahn geratene politische Konzept einer vom Schulden-Krebs zerfressenen Euro-Zone so lange als möglich am Leben zu erhalten, gehen die Euro-Retter über Leichen.

    Steht zwar so „nur“ in den DTN, aber sie haben völlig Recht mit ihrer Einschätzung. Wer jetzt noch etwas anderes als Schulden bei einer Bank hat ist selbst Schuld, dem kan nach dieser Lektion nicht mehr geholfen werden!

  48. Brüssel hat die Macht, ganze Volkwirtschaften zu zerstören.

    Auch Stalin, Hitler und Ulbricht haben das mit der gleichen Art und Weise getan.

    Ein „schlimmer“ und „unhaltbarer“ Zustand führte dazu, das man Menschen oder ganzen Völkern das Recht absprach mit sich selbst nicht zurecht zu kommen.

    Brüssel tut dies nicht mit Armeen oder Kriegen. Brüssel nutzt sich selbst geschaffenes Recht und zwingt in ein Korsett aus dem man nicht so einfach herausbekommt.

    Die Länder seien gewarnt, die dieser Diktatur noch nicht unterworfen sind.

  49. „. . .Brüssel hat die Macht, ganze Volkwirtschaften zu zerstören.

    Auch Stalin, Hitler und Ulbricht haben das mit der gleichen Art und Weise getan. . . .“
    Aber nach solchen Zerstörungen folgten dann auch gerne mal die physischen in Form von Krieg, Hunger, Terror, Anarchie. . .

  50. Das müsste uns weniger interessieren, wenn wir kein Geld da angelegt haben.

    Das soll uns schon interessieren.
    Denn das heutige Datum wird in die Geschichte eingehen.
    Heute wurden in Europa die Spielregeln der zivilisierten Wirtschaft in solcher eklatanten Weise verletzt wie noch nie in der jüngsten Geschichte.

    – Ein europäischer Staat entscheidet, welche Bank überlebt und welche stirbt.

    – Ein europäischer Staat zerschlägt eine Bank und gibt den „guten Teil“ einer anderen Bank.

    – Ein europäischer Staat bricht in eine Bank ein und wütet dort nach Belieben: enteignet Bankkunden, wandelt eine Anlageform in eine andere usw.

    -Ein europäischer Staat kündigt an, dass er den Kapitalverkehr über die Grenzen kontrollieren und einschränken wird.

    Und EU, die schon bei Räumung eines Zigeunerlagers aufschreit, nickt das alles ab.

    Damit steht EU auf der gleichen Stufe wie Zimbabwe, wo das Recht auf Eigentum mit Füssen getreten wird.

    DAS WIRD LANGFRISTIGE FOLGEN HABEN.
    Denn niemand kommt zu Idee, in Zimbabwe Geld anzulegen.
    Ab jetzt werden alle Investoren diese Vorgänge im Kopf haben, wenn sie an Europa denken.

    Wir werden von den Leuten regiert, die wahrlich nicht wissen, was sie tun.

    PS Dass Zyprischer Banksystem (und somit auch Wirtschaft) erledigt ist und Zypern wie Griechenland siechen wird, kommt angesichts des oben beschrieben Schadens nur wie ein kleiner Randnotiz vor.

  51. Jetzt sind Prozentzahlen von 20 bis 40 für Konten mit über 100.000 Euro Einlage im Gespräch. Fragt sich aber wovon, wenn das Geld schon das Land verlassen hat? Dass solche Transaktionen nicht für alle möglich sind, wenn die Banken offiziell geschlossen sind, versteht sich von selbst. Es werden also wenige Anleger nahezu total enteignet, während andere verschont werden. Aus welchen Ländern die Enteigneten kommen, darüber kann nur spekuliert werden.

    Russische Privatanleger werden sich frühzeitig verkrümelt haben, bleiben werden unter anderem deutsche Bundesländer, die zB Beamtenfonds in cyprischen Banken hinterlegt hatten.

    vive le union!

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