wolfgang_reininger.jpg Die Leiterin der Alten Synagoge Essen, Dr. Edna Brocke, beschreibt beeindruckend die Verlogenheit deutscher Gutmenschen beim Thema Antisemitismus. Während auf Betroffenheitsbekundungen wie „Essen stellt sich quer“ gegen die Auferstehung der Gespenster der Vergangenheit von rechts demonstriert wird, werden die antisemitischen Aktivitäten der zugewanderten Gespenster der Gegenwart, wie die der gebürtigen Libanesin Elvia Khalil, konsequent ignoriert. Handlungsbedarf sieht der Essener CDU-Oberbürgermeister Reiniger (Foto bei seiner Rede) hier nicht.

„Essen stellt sich quer“

Wann?

Am letzten Wochenende haben etwa 1000 Bürger/innen gegen knapp 100 NPD’ler und ihre Anhänger demonstriert. Ein breites Aktionsbündnis aus Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Verbänden hatte dazu aufgerufen, sich „quer zu stellen“. 11 Redner waren aufgeboten, um, wie es u.a. hieß, „die Gespenster der Vergangenheit nicht wieder auferstehen zu lassen“.

Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus mobilisiert. Und sie ist auch nach wie vor notwendig. Müssen aber nicht neben den „Gespenstern der Vergangenheit“ die mindestens so gefährlichen von heute benannt und wirksam bekämpft werden? Solche, die in ganz anderem Gewande ins öffentliche Leben einwabern? Eben nicht blond, blauäugig, nicht „bis auf die Knochen deutsch“, nicht männlich-strotzend und die Hitlerzeit verklärend?

Keine Gespenster nur, sondern ein realer Mensch, der ein antisemitisches Pamphlet aus der Stadtverwaltung heraus in Migrantenkreise verbreitete?

Wo sind da jene, die wortmächtig ihre demokratische Gesinnung zum Ausdruck bringen? Gab/gibt es hier ein Pendant zur machtvollen Gegendemonstration in Borbeck?

Da bleibt einem nur noch der Hinweis:
Stell Dir vor, Antisemitismus kommt weiblich, zugewandert und christlich integriert daher, aber kaum einer „stellt sich quer“.

» oberbuergermeister@essen.de

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28 KOMMENTARE

  1. Was heißt auf einem Auge blind?
    Die Herren Gutmenschen wollen doch überhaupt nichts „sehen“ oder gar tun, sie wollen einfach wohlfeiles Geschwätz von sich geben, für das sie den Applaus der üblichen Verdächtigen bekommen, dem sie aber bloß keine Taten folgen lassen müssen.

    Tue Gutes und Rede darüber.

  2. Bei #1 hatte ich im letzten Satz alles bis auf „Rede“ durchgestrichen, es hat aber diese Formatierung leider wieder entfernt.

  3. Handlungsbedarf sieht der Essener CDU-Oberbürgermeister Reiniger (Foto bei seiner Rede) hier nicht.

    Tja, Handlungsbedarf sieht man da im momentanen politischen Spektrum von ganz links bis ganz rechts aus den verschiedensten Gründen tatsächlich nicht. Und es sind aber nicht nur die sozialträumerischen Gutmenschen, die da keinen Handlungsbedarf sehen! Ich kann mich eben auch nicht entsinnen, dass bei den Restauratoren der nationalen Identität der Jungen Freiheit da jemals zu diesem Thema Kritik gekommen wäre. Ebenso Fehlanzeige – denn die sind anscheinend eher mit dem „deutschen Schuldkult“ und bei dem Versuch verschiedenste Probleme in einen Einheitsbrei zu verpanschen beschäftigt.

  4. #5 ja so langsam wird es mal Zeit…allerdings nicht nur um des „putschens“ wegen, sondern um Werte festzulegen die offenbar abhanden gekommen sind.

    Sozusagen ein bis hierhin und nicht weiter Putsch.

    ca

  5. Nun, alle diese Trottel werde noch ihre Quittung bekommen. Nur wird es dann zu spaet sein, fuer uns alle. Warum nur sind die so blind und bloed? Ist es die Angst? Oder sind die wirklich alle nur so leer und hohl im Kopf? Es ist wirklich maaaaaasslos traurig.

  6. Der gute Essener Oberbürgermeister ist wieder einmal – wie so viele vor ihm und wie es auch viele nach ihm tun werden – Linksextremisten auf den Leim gegangen. Mit ihnen zusammen will er ein Gutmensch sein und den Rechtsextremismus bekämpfen. Er treibt also den Teufel mit Beelzebub aus.

    Wenn er dem Aufruf der Linksextremisten zu einer Demo gegen die NPD nicht gefolgt wäre, dann hätte es ja sein können, daß man ihm dies als Weigerung der Bekämpfung des Rechtsextremismus ausgelegt hätte und gesagt hätte: „Du bist ja selber einer!“

    Und was könnte es schlimmeres geben? Dann doch lieber mit den Wölfen heulen.

    Richtig wäre gewesen, wenn schon:

    Eine Veranstaltung gegen jeden Extremismus, in diesem Falle vor allem gegen Rechts- und Linksextremismus.

    Von dieser CDU ist nichts mehr zu erwarten. Sie lassen sich Diktate von Kommunisten auferlegen (und das ist nicht der erste Fall). Offenbar sind auch keine Parteifreunde da, die ihrem Oberbürgermeister die Zusammenhänge erklären können.

  7. @ Leserin

    ja, gute Idee, würde das aber noch erweitern:

    gegen Rechts-,Links- und Islamextremismus.

  8. @4
    @6
    Es kommt imho mit Sicherheit soweit. Meiner Meinung nach ist es nur noch eine Frage der Zeit. Ich bin weiß Gott ein friedlicher Mensch, aber bei dem „Hauptthema“ hier halte ich es mit dem AT.
    Herr Reiniger dürfte außer blind auch noch taub sein.

  9. Wir bäuchten so was in der Art…

    Der Rütli-Schwur

    Es hatten einst der Schweizer Ahnen
    die Schnauze voll von den Schikanen,
    mit welchen Geßler und Konsorten
    sie maltraitierten allerorten.
    Anstatt zu grüßen Geßlers Hütli
    traf man sich heimlich auf dem Rütli
    und schwor dort, anstatt rumzumotzen
    gezielt der Vogt-Gewalt zu trotzen.
    Es war schon zuviel Zeit verflossen.
    Nun wurden sie zu Eidgenossen
    begingen den Entschluss
    anschließend mit Genuss
    indem sie ihren Eid begossen!

    http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::126121&hxmain_category=::pjsub::opinio::/fotos_geschichten/audiopinios

  10. Mir kommt dieses ganze „Gegen-Rechts“ wie eine billige Inszenierung vor.

    Da tauchen hundert Bösewichter auf (ich glaube zwar nicht, dass sie „engagiert“ sind, aber sie sehen so aus, als ob sie’s wären), bringen brav jede Parole vor, die man von ihnen erwartet, … und dann stellen sich die Lichtgestalten mutig (!!!) quer oder zeigen Gesicht.

    Mich ekelt das an.

    Der „Aufstand der Anständigen“ ist eine Schmierenkomödie.

    Überhaupt ist es eine Schmierenkomödie , wenn Regierende auf Demonstrationen (egal welcher Art ) gehen. Das ist NICHT im Sinne des Erfinders.

  11. @ #13 Eisvogel

    Überhaupt ist es eine Schmierenkomödie , wenn Regierende auf Demonstrationen (egal welcher Art ) gehen. Das ist NICHT im Sinne des Erfinders.

    Doch, ist nämlich eine deutsche Erfindung – der deutsche Michel braucht nämlich immer einen Politikerhansel, der ihm sagt, was er zu tun hat – und Claudia Roth darf diese Rolle regelmäßig ausfüllen.
    „Ich bin tief betroffen und auch ein bisschen traurig …“

  12. und wenn es dann zur Katastrophe kommt, sagt der deutsche Michel, dass allein die da oben schuld waren.

  13. Gegen Nazis kann man ohne Gefahr für einen selbst Stellung beziehen. Gegen Moslems nicht, da man entweder mit gesetzlichen Schwierigkeiten rechnen muss, wenn diese daraufhin randalieren oder eine Fatwa an den Hals bekommt bzw vom Mob kulturell bereichert wird. Instinktiv vermeiden unsere Gutmenschen solche Situationen oder insgeheim sind es selbst Antisemiten.

  14. „Weltoffenheit und Toleranz sind unsere Maßstäbe im friedlichen Zusammenleben
    in unserer Gesellschaft,“

    Fein. Aber was sind die Maßstäbe derer, die kommen? Sind die auch weltoffen und tolerant? So etwas klappt nämlich nur, Weltoffenheit und Toleranz, wenn der, dem Weltoffenheit und Toleranz angeboten wird, auch diese Merkmale schätzt. Falls nicht, gibt es schnell mal eins mit dem Krummschwert. Allah ist nämlich grösser!

    „….Hier im Ruhrgebiet haben wir
    seit mehr als 150 Jahren Erfahrungen mit dem Zuzug von Fremden, die hier ihre
    Heimat gefunden haben und uns Nachbarn und Freunde geworden sind.“

    Klar, die kamen ja auch aus christlich geprägten Kulturkreisen, Ahnungsloser , und und wurden von gesellschaftlichen Entwicklungen ausgehend von der französischen Revolution bis zu den nationalen Befreiungskämpfen der Völker und den frühbürgerlichen Revolutionen mitgeprägt, PISAresultat!

    „Wir wehren
    wir uns deshalb gegen ausländerfeindliche Parolen. Wir wehren uns gegen
    jede Form von Rassismus und Antisemitismus. Wir wollen keine Fremdenfeindlichkeit.
    Wir wollen nicht ausgrenzen, wir wollen integrieren. Wir begreifen die Vielfalt
    der Kulturen nicht als Belastung, wir begreifen sie als Bereicherung.“

    Wirklich? Gegen jede Form von Rassismus? Wenn Deutsche zu Kartoffeln werden und eingeborene Mädchen und Frauen zum jederzeit verfügbaren Sexualobjekt, weil die es „nicht anders verdient haben“? Wenn Juden sich nicht mehr sicher fühlen können aus Angst als Ersatzhassobjekt für die Stellvertreterkrieger von Hamaz, Fatah und Hezbollah herhalten zu müssen?

    „Das ist
    unser Verständnis von einem Zusammenleben in Respekt voreinander und in Toleranz
    untereinander.“

    Und wenn Du jetzt noch die Beile Deiner Henker schärfst und Deine Töchter freiwillig der sexuellen Bereicherung durch die Erben Mohammeds übergibst, erst dann bist Du richtig glaubwürdig.

  15. Auch wenn man Menschen nicht nach rassischen Gesichtspunkten bewerten sollte, sind sie doch vorhanden und sie zu leugnen ist einfach nur Dummheit.

    Blond wie Hitler, groß wie Goebbels, schlank wie Göring und keusch wie Röhm werde die künftige „Herrenrasse“ sein – spottete man in den 30er Jahren über das „reine Ariertum.“
    Groß, blond, blauäugig – sollten die Deutschen gerne sein, tatsächlich trifft diese Beschreibung aber auf einen großen Teil nicht zu und keiner hält sie deswegen für weniger deutsch. Das ist kein Zeichen von ausufernder Inzucht sondern von genetischer Vielfalt, die durch Mischung mit anderen Völkern entsteht.

    Übertragen in die Hundewelt, sind wir nach rassischen Gesichtspunkten die Promenadenmischung, bei der keiner mehr weiß, was da alles drin ist.

    Allein in NRW leben ca. 150000 polnischstämmige Deutsche, sie sind als Polen vor gut 100 Jahren ins Land geholt worden und haben sich im laufe der Zeit mit den Deutschen vermischt und sind heute bestenfalls noch am Namen erkennbar.

    Zigeuner sind schon viel länger in Deutschland, dass sie noch als Volk existieren und sich nicht mit den Deutschen vermischt haben ist eine Tatsache. Deshalb ist ihr Volk auch rassisch reiner und zeigt wesendlich weniger genetische Vielfalt. Ähnliches trifft auch auf Türken und andere Moslemgruppen zu.

    In der breiten Bevölkerung können die deutschen also nur weit weniger rassistisch sein als diese anderen Gruppen, dargestellt wird es aber gerne immer genau anders herum.

    Dazu beigetragen hat natürlich auch der Rassenwahn des 3. Reichs, dass lässt sich nicht bestreiten. Dieser angeblich weit verbreitete Rassismus dient den linken aber auch zur Pflege ihres Hassbildes auf alles deutsche.

    Natürlich gibt es auch heute noch Idioten, die glauben ihre (nichtvorhandene) Rasse unbedingt verteidigen zu müssen, dass ändert aber nicht die Tatsache, dass wir eine kulturelle und keine rassische Volksgemeinschaft sind. Diese paar Rassenidioten lassen sich sobald sie das Maul aufreißen, mit ein paar Fragen über die rassische Zugehörigkeit ihrer großen „Vordenker“ zum schweigen bringen, darauf haben sie keine Antworten.

  16. Wieso schreibt ihr nicht mal was zu den Vorkomnissen in der Türkei zwischen Regierungspartei und Militär???

  17. Ich würde auch lieber vom Militär beherrscht als von Angie Ferkel und linken Gut- und Bessermenschen;(

    Wir können von der Türkei vielleicht doch noch was lernen.

  18. Der AKP würd ichs wünschen 😛

    Aber nein mal im Ernst, wie wär es mal mit nem kritischen Beitrag, der den Konflikt zwischen Laizismus und Islam in der Türkei hervorhebt??

  19. @ #23 Linu86

    ja, fänd ich auch gut, wie ich überhaupt mal eine Türkeibeitragsreihe gut fände, die sowohl geschichtliche als auch gegenwärtige Aspekte abdeckt. Aber dazu bräuchte man geeignete Gastautoren, man kann nicht alles abdecken!

  20. #5 H.P. Petersen

    Die „Pop Müslime„? Diese Art der Differenzierung ist mir neu.

    Angesichts der Gefahr durch den Terror brauchen wir Verbündete…“ und die finden wir bei den „Pop-Müslimen„, die an den müselmanischen Eckpunkten wie Geschlechtertrennung, Kopftuch und Keuschheit vor der Ehe festhalten und sich in verfassungsfeindlichen Organisationen umtreiben?

    Deshalb ist es richtig, jetzt den Dialog und auch die Kooperation mit Organisationen wie der „Muslimischen Jugend“ und der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs“ zu suchen und das Kriterium für eine Zusammenarbeit sollte deshalb die Haltung zur Gewaltfrage sein, weniger ein Bekenntnis zur Trennung von Staat und Religion.

    Das ist die Absage an den Rechtsstaat, wie wir ihn kennen! Der Säkularismus ist ein Eckpfeiler dieses Staates, ihn infrage zu stellen, um höchst zweifelhafte „Verbündete“ im Kampf gegen den Terror zu gewinnen, ist kultureller und gesellschaftlicher Selbstmord auf Raten.

    Wieviel mentales Sputum dürfen solche Gesinnungsjournalisten wie Julia Gerlach eigentlich medial auswürgen, ohne dass ihnen psychologische Hilfe zuteil wird?

    Wer das Böse entschuldigt, vervielfältigt es.
    Gustave LeBon, (1841 – 1931), franz. Arzt und Soziologe, Begründer der Massenpsychologie

  21. Hier mal meine e-Mail an den Essener OB:
    ________________________________________

    Sehr geehrter Herr Reiniger,

    wenn Essen sich „quer stellt“ ist das sehr zu begrüßen, alle deutschen und europäischen Städte sollten das so tun.
    Gegen rechtsextreme Gesinnungen und Aktivitäten anzukämpfen sollte Verpflichtung eines jeden Demokraten sein und ist OK.

    Doch wann wird endlich mal der neue unerträgliche Antisemitismus von Muslimen thematisiert?
    Viele Menschen glauben nämlich inzwischen, dass im Vergleich zu den Koranschulen beispielsweise die NPD eine lockere Verbindung von Aktionisten
    und „Kostümfaschisten“ ist.

    Nein, keinesfalls will ich die Gefahr von Rechtsextremisten herunterspielen, doch dieses einseitige Anklagen ist unerträglich!
    Es ist heute schon wieder so, dass sich ein offen erkennbar gebender Jude nicht ohne Gefahr für Leib und Leben durch Berlin- Neukölln oder Kreuzberg
    streifen könnte. Das würde aufgrund der dortigen Verhältnisse (türkisch/arabischstämmige Gangs) 100%ig nicht gutgehen!

    Wann endlich werden diese gravierenden Probleme endlich beim Namen genannt? Oder ist es schon so, dass die Angst vor den Reaktionen der dann zwagsläufig angesprochenen Muslime größer ist als Ihr guter Wille?

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