islam_islamismus.jpgDer Satz „Der Islam ist eine Religion des Friedens“ dürfte wohl die meisten PI-Leser nur noch zu einem müden Lächeln bewegen. Aber wie ist es, wenn wir bei dem Satz die zwei letzten Worte weg lassen. „Der Islam ist eine Religion.“ Stimmt es dann? Die Antwort ist ehrlicherweise: Leider ja. Der Islam gehört zu den Weltreligionen und er hat zweifellos wichtige Merkmale einer Religion. Er hat aber auch noch Merkmale, die üblicherweise nicht zu einer Religion gehören.

Der Islam ist ein allumfassendes Lebenskonzept, das eine politische Ideologie, ein Rechtssystem, eine soziale Ordnung, eine gewisse Weltsicht und psychische Grundhaltung und unter anderem auch eine vollständige Religion mit Eingottglauben, Propheten, heiligen Schriften, etc. enthält. Westliche Islamkritiker, die nicht müde werden, diese Information wider den Mainstream zu verbreiten, befinden sich damit in voller Übereinstimmung mit allen traditionellen und den anerkannten unter den zeitgenössischen Islamgelehrten, für die an dem Konzept al-Islam din wa daula (Der Islam ist Religion und Staat) keinerlei Zweifel besteht. In seiner Islamischen Deklaration von 1970 schrieb der spätere bosnische Präsident Alija Izetbegovic (page 19):

„Die Geschichte kennt keine wahrhaft islamische Bewegung, die nicht gleichzeitig auch eine politische Bewegung war. Das liegt daran, dass der Islam ein Glaube ist, aber auch eine Philosophie, ein moralischer Kodex, eine Ordnung der Dinge, ein Lebensstil, eine Atmosphäre – alles in einem, eine umfassende Lebensweise …“

Und damit hat er auch Recht. Das ergibt sich nicht nur daraus, dass man selbstverständlich beim Erforschen einer Religion zur Kenntnis nehmen sollte, was ihre Gelehrten und Intellektuellen sagen, sondern auch aus den heiligen Schriften des Islam selbst, dem Koran, den Hadithen und vor allem der Person Mohammeds, der Politiker, Kriegsherr und rechtliche Instanz war, was er auch nie zu verbergen suchte, sowie aus der islamischen Geschichte.

So haben wir die eigenartige Konstellation, dass sich in der Analyse (nicht Wertung!) des Islam westliche Islamkritiker und gebildete Islamgelehrte sowie vermutlich eine Mehrheit der „normalen“ Moslems (zumindest unterbewusst) grundlegend einig sind, während westliche Beschwichtiger den Islam neuerdings als Islamismus bezeichnen und von der Existenz einer politikfreien Religion namens Islam ausgehen, wozu sie als islamische Zeugen glattzüngige Lügner und naive Ahnungslose unter der einfachen Bevölkerung aufbieten. Abfällig bezeichnen sie Moslems, die ihren Lebtag den Islam studiert haben, ihn lehren und in der islamischen Gelehrsamkeit große Achtung genießen, (z.B. Ayatollah Khomeini, Sayid Qutb, die Gelehrten der Al Azhar Universität etc. sowie auch historische und hoch geachtete Islamgelehrte), als radikale Spinner, als Außenseiter, die man nicht zur Beurteilung des Islam heranziehen darf, weil sie angeblich eine Minderheit repräsentieren und vom wahren Islam keine Ahnung haben, während sie uns den netten, integrierten Döner-Ali von nebenan und nicht zuletzt sich selber als Autorität des wahren Islam, der angeblich rein religiöse Inhalte hat, präsentieren.

Idealisierte Sichtweise auf den Islam durch das Kunstwort „Islamismus“

Das einzige, was noch einen gewissen Sinn ergibt, ist die Unterscheidung zwischen Personen, die Unterscheidung zwischen Moslems allgemein und Islamisten speziell. Mit Islamisten kann man Personen bezeichnen, die sich aktiv für die islamische Sache, das heißt die Ausbreitung des Islam, einsetzen. Islamisten sind eine Untergruppierung von Moslems, man kann sie der Ideologie nach nicht oder nur sehr unscharf von nicht-islamistischen Moslems abgrenzen, sondern vor allem in der politischen Aktivität, die sich von heute auf morgen einstellen kann. Damit wird aber eher eine charakterliche als ideologische Unterschiedlichkeit bezeichnet.

Es ist eine Binsenweisheit, dass Menschen sich nicht gleichermaßen intensiv für eine Ideologie, eine Religion oder eine politische Bewegung, der sie anhängen, einsetzen, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine bösartige oder gutartige Bewegung handelt. Selbstverständlich nimmt man hin, dass unter den NSdAP-Mitgliedern (um ein bösartiges Beispiel zu wählen) nicht alle gleichermaßen aktiv an der Etablierung und Aufrechterhaltung des Nationalsozialismus oder gar am hauptberuflichen Judenmord beteiligt waren. Niemand würde auf die Idee kommen, die Lehre des Nationalsozialismus inhaltlich anhand von Beobachtungen von Hans und Gretel, passive NSdAP-Mitglieder aus Hintertupfingen, zu analysieren, die niemals Mein Kampf gelesen hatten und ansonsten breite Masse waren, die eben taten, was alle taten und was bequem war. Niemand außer vielleicht üblen Neonazi-Revisionisten käme auf die Idee, zu unterstellen, dass diese Leute einer eigenen gutartigen, respektablen Ideologie – z.B. namens Nationalsozialismus-light – anhingen. Sie hingen der gleichen Ideologie an wie jeder SS-Mann und wie Adolf Hitler persönlich – sie waren nur weniger aktiv. Und weil wir ja gar nicht eingebildet sind noch ein gutartiges Beispiel: Man könnte ohne weiteres auch die islamkritische Szene in passive „Islamophobe“ und aktive „Islamophobisten“ einteilen. Auch das würde niemand als Anlass sehen, zu behaupten, wir würden uns nur aufgrund unserer Aktivität oder Passivität grundlegend in der Einstellung unterscheiden.

Einzig beim Islam belässt man es nicht bei der Einteilung Islamist und Moslem, die auch schon leicht fragwürdig ist und vielleicht besser mit „aktiver Moslem“ vs. „Moslem“ gekennzeichnet wäre, sondern adelt diese Unterscheidung darüber hinaus noch zu einer zwischen Ideologien: Islamismus und Islam. Diese Unterscheidung ist nicht nur unsinnig, sie ist leider auch gezielt irreführend. Mit ihr wird suggeriert, dass es zweierlei Ideologien gäbe, eine rein religiöse und eine religiös-politische, wobei die rein religiöse angeblich „Islam“ heißt und die religiös-politische „Islamismus“. Letzteres wird gerne als Produkt des 20. Jahrhunderts bezeichnet, entweder als überwiegend vom europäischen Faschismus abgeleitet – oder in der hardcore-islamophilen Variante auch als verständliche Reaktion auf westlichen Imperialismus und Rassismus – eine Ideologie, die angeblich bis auf Oberflächlichkeiten ohne Grundlage in der islamischen Tradition ist. Diese Unterscheidung ermöglicht es, dass Ungläubige zumindest zu einem wichtigen Teil eine islamische Weltsicht einnehmen: Die Fehlerlosigkeit des Islam, der über jede Kritik erhaben ist. Durch Abspaltung all dessen, was Ungläubige schockiert, als „Islamismus“ oder als „Missbrauch des Islam“, bleibt der Islam selbst als reine, unbefleckte Lehre zurück, die nur von böswilligen Menschen kritisiert und abgelehnt wird, da ja eiligst alles, was jemanden stören könnte, ausgegliedert wird. Ein genialer Schachzug.

Das, was über 13 Jahrhunderte hinweg sowohl von Moslems als auch von allen, die mit ihnen in Berührung kamen, als „Islam“ bezeichnet wurde und was allen Beteiligten als Bezeichnung vollkommen ausgereicht hat, bezeichnen wir heute als Islamismus, während wir unter dem Wort „Islam“ eine Fantasiereligion verstehen, für deren Existenz es keinerlei Anhaltspunkte gibt. Auf welche heilige Schriften soll sich diese Religion berufen? Der Koran und die Sunna können es nicht sein, denn auf diese berufen sich bereits höchst glaubwürdig die Islamisten. Auf welchen Gründer soll sich diese Religion berufen? Mohammed kann es nicht sein, denn der war ein Islamist par excellence, neben dem Osama bin Laden locker als höchst moderater Taliban durchginge. Als Prophet blieben höchstens westliche Politiker übrig, dann sollte man aber auch ehrlich sein und den Islam so definieren: Allah ist groß und George W. Bush („Islam is a religion of peace“) ist sein Prophet. Das soll kein Bush-Bashing sein. Er ist nicht der einzige und bei weitem nicht der schlimmste – er ist nur in der Prophetenrolle derjenige, bei dem das Groteske dieser Fantasiereligion am besten auffällt.

Religiöse Abspaltungen vom Islam

Die traurige Wahrheit ist: es gibt diese rein religiöse, gutartige Abspaltung vom Islamismus namens Islam wohl nicht, zumindest nicht als Lehre. Es gibt nur Islamismus und unter seinen Anhängern mehr oder minder eifrige. Abspaltungen vom Islam, die Teile des islamisch Religiösen bewahrt und sie mit anderen Religionen vermischt oder eigene Ideen entwickelt haben, gibt es hingegen schon: zum Beispiel die Drusen im 11. Jahrhundert und die Baha’i im 19. Jahrhundert. Die Anhänger dieser Religionen erfreuen sich aggressiver Diskriminierung und Verfolgung durch Moslems. Weder sie noch irgendein Moslem noch ein anderer Ungläubiger würde diese Abspaltungen als Teile des Islam bezeichnen, die können also mit der „religion of peace“ nicht gemeint sein. Erst kürzlich hat PI berichtet, dass ein Vertreter des Islam in Deutschland den Baha’i den Religionsstatus rundweg abgesprochen hat. Der Moslemvertreter hatte sachlich wohl Recht. Die Baha’i waren im Gegensatz zu Angehörigen der vormohammedanischen Religionen wie Judentum und Christentum, die zwar prinzipiell ebenfalls als Verfälschungen des Islam gelten, vormals Moslems, können also als Apostaten betrachtet werden. Ihr Religionsgründer, der Bab, wurde öffentlich hingerichtet. Es wäre naiv, anzunehmen, dass sie jemals von einem Moslem, der seine Religion ernst nimmt, anerkannt werden können. Die Aleviten sind ein Grenzfall, näher am eigentlichen Islam und besser akzeptiert als die Baha’i, sie werden häufig zum Islam gerechnet, sind aber ebenfalls ohne realistische Chance, jemals die Deutungshoheit über den Islam zu erhalten. Auch sie sahen sich grausamer Verfolgung durch Moslems ausgesetzt. Denn auch sie widersprechen den Lehren Mohammeds, und zwar an Stellen, wo diese eindeutig sind, zum Beispiel der, dass der Koran das unveränderliche Wort Allahs ist. Schiiten und Sunniten unterscheiden sich da, wo Mohammed schweigsam blieb – in der Frage seiner Nachfolgerschaft. Die Rechtsschulen beider lehren das islamische Gesamtkonzept, die Unterschiede zwischen ihnen müssen Ungläubige nicht interessieren. In der Einstellung zu uns gibt es keine.

Bassam Tibis Euro-Islam

Dass es islamische Einzelpersonen gibt, die sich für den politischen Anteil des Islam nicht interessieren, stimmt selbstverständlich, aber sie haben keine ideologische Grundlage dafür. Die Zahl derer, die sich für die politischen Anteile nicht nur nicht interessieren, sondern sie kennen und bewusst negieren, dürfte schon sehr viel geringer sein. Als berühmtes Beispiel könnte man Bassam Tibi anführen.

Sein Euro-Islam ist eine gut gemeinte Idee, ist aber so etwas Ähnliches wie alkoholfreier Wodka, was – vermutlich mangels Nachfrage – bisher noch niemand erfunden hat. Den Flop „alkoholfreier Wein“ gab’s allerdings schon, er erfreut sich wohl ähnlicher Beliebtheit wie Tibis Euro-Islam und vielleicht darf er sich eines Tages aus der Rückschau mit diesem um die Bezeichnung „Totgeburt des 20. Jahrhunderts“ streiten. Ich favorisiere den Euro-Islam für diese Auszeichnung, weil für ihn eine gigantische Werbekampagne läuft und fast alle Welt so tut, als gäbe es ihn bereits oder man stünde zumindest kurz vor seiner glorreichen Erschaffung, der dabei trotzdem genauso von der Zielgruppe gemieden wird, wie der alkoholfreie Wein, für den man kaum je Werbung sah.

Ich habe gehört, Tibi wäre auch der Erfinder des Begriffes „Islamismus“, konnte dafür aber keine Belege finden. Es wäre sehr hilfreich, wenn PI-Leser zu dem Thema „Erfindung des Islamismus“ Quellen beitragen könnten. Ebenso wäre es interessant, zu erfahren, ob sich jemand noch daran erinnert, wann und in welchem Zusammenhang er den Begriff zum ersten Mal gehört hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass es bei mir nach Nine-eleven war – und zwar kurz danach. Es wäre schon schockierend, wenn sich herausstellen würde, dass ein Begriff, der im allgemeinen Sprachgebrauch gerade mal seit sechs Jahren existiert, so behandelt wird, als hätte es ihn schon immer gegeben und als wäre er etwas grundlegend anderes, als das, was man Jahrhunderte lang als Islam bezeichnet hat. Das ist nicht nur Glossokratie – das ist galoppierende Glossokratie.

Islam ohne Allah – was ist damit gemeint?

In den kommenden Teilen möchte ich mich einer anderen Abspaltung vom Islamismus (veraltet: Islam) befassen – nicht mit der des religiösen Teils, sondern mit der der areligiösen Teile. Ich möchte der Frage nachgehen, ob es das politische, soziale und psychologische Konzept des Islam auch ohne religiöses Beiwerk gibt, ob dieses Konzept theoretische Grundlagen hat, wer seine Anhänger sind oder sein könnten, wie sie von der Umma eingeschätzt werden. Nachdem es sehr unwahrscheinlich ist, dass Allah ohne Islam(ismus) zum Renner wird, möchte ich nachforschen, ob es umgekehrt einen Islam ohne Allah gibt oder geben kann, welche Auswirkungen das hat und wie es zur Verwirrung und Täuschung Ungläubiger führen kann.

To be continued…

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46 KOMMENTARE

  1. Henryk Broder schrieb, wenn ich mich recht erinnere, im Buch „Hurra, wir kapitulieren“, daß Bassam Tibi den Begriff „Islamismus“ geprägt hat. Wohl zur Unterscheidung von Terroristen und anderen Moslems.

    Ich müßte den genauen Wortlaut nachsehen, sinngemäß laut Henryk Broder gibt es aber keinen Unterschied zwischen Islamisten und Islam.

  2. Danke Medea, aus dem Buch habe ich es dann wohl auch, konnte es aber sonst nirgends finden.

    @Kreuzritter: Wikipedia habe ich natürlich auch durchsucht, auch die englische und vieles andere. Ich habe aber nirgends gefunden, seit wann es diesen Begriff im Sprachgebrauch gibt.

    Ich habe die Vermutung, dass er aufgrund der Terroranschläge entstand, um den Islam, auf den sich die Terroristen beriefen, rein zu halten. Osama bin Laden oder auch andere aus Bekennervideos verwenden den Begriff nie.

  3. @Eisvogel
    Ich vermute, daß der Begriff nach 9/11 entstanden ist. Vermutlich wollte Bassam Tibi da nur eine Unterscheidung zwischen Kriminellen und nicht-kriminellen Moslems machen.

    Das Wort wurde aber wohl gern von deutschen Gutmenschen aufgegriffen. Bei den Kämpfen jetzt im Libanon hieß es erst, „Palästinenser“, dann aber sehr schnell „Islamisten“, die sich in das Flüchtlingslager eingeschlichen haben.

  4. @eisvogel

    ´Niemand außer vielleicht üblen Neonazi-Revisionisten käme auf die Idee, zu unterstellen, dass diese Leute einer eigenen gutartigen, respektablen Ideologie – z.B. namens Nationalsozialismus-light – anhingen`

    Hey Eisvogel, was haeltst du denn in diesem Zusammenhang, von Leuten wie Oettinger, ist er ein Neonazi-Revisionist, weil er Filbinger (auch im Bezug auf sein Verhalten waehrend der Nazizeit) fuer eine Persoenlichkeit mit respektabler Ideologie hielt.

  5. In seinem Buch „Der neue Totalitarismus“,Darmstadt, WBG, 2004, geht Tibi ausführlich auf den Islamismus ein. Er definiert seine Entstehung unter anderem mit der Krise der säkularen Nationalstaaten (im islamischen Raum) als einer totalitären Orndungsvorstellung im Widerspruch und als Antwort auf diese Krise. Tibi betzeichnet den politischen Islam als Islamismus. (S.10f.)
    Im zweiten Kapitel und dritten Kapitel unterscheidet er zwischen dem gemäßigten Islamismus der sich demokratisch tarnt: Beispiel AKP in der Türkei ((S. 75) und dem djihadistisch agierenden Islamisten als einer Neudeutung des Djihad (nicht mehr nur Anstrengung sondern Gewalt)S. 107ff.

    Zeitlicher Rahmen des Buches ist der 11. September 2001 bis Beginn des Irak-Krieges 2003 (S.11).

    Das Buch hatte ich gerade zur Hand, werde mich aber noch weiter umsehen.

  6. Der Artikel spricht mir aus dem Herzen. Er trifft genau den entscheidenden Punkt: Islam und Islamismus sind eine künstliche Aufspaltung, die vermutlich die Kirche erfunden hat, um die Menschen über das wahre Wesen des Islam zu täuschen. Den Islam als ursprünglich etwas Gutes darzustellen, während das was man unter Islamismus versteht als eine Entartung darzustellen versuchte die mit dem eigentlichen der Religion Islam nichts zu tun habe.

    Um das ganze glaubhaft zu machen hat man auf die 6 Totschläge an Abtreibungsärzten in den U.S.A. verwiesen und die „fundamentalistischen Christen“ mit den „Islamisten“ als die eigentliche Gefahr in eine Reihe gestellt. Die Kirche wusste nichts Besseres zu tun, als genau diese Lüge überall wo sie nur konnte hinauszutrompeten, und hat damit ganz gezielt und wieder besseres Wissen die Menschen in ekelhafter ätzender Nazimanier zu täuschen versucht.

    Auch der angeblich konservative „Christ“ Bush hat dieses Spiel mitgespielt indem er nach dem 11. September 2001 den Terrorismus zum Problem erklärte, anstatt offen und ehrlich zu sagen, daß wir mit dem Islam ein Problem haben und daß dieses Problem aufgrund des Wiedererwachens des Islam mit einer rasanten Geschwindigkeit zu einer fürchterlichen Bedrohung für die westliche Welt wird.

    Nicht alle, die damals Mohammedaner waren, waren ein Problem, viele waren ja verwestliche bzw. verweltlicht, aber der Islam als wiedererwachende Ideologie und damit als das was er ist, als eine politisch-religiöse Bewegung war und ist das Problem. Die Folge hätte ein Aufruf an alle Mohammedaner Amerikas sein müssen diese grässliche perverse menschenverachtende Religion zu verlassen. Wie Ata und seine Brüder, sowie Kurnaz und die Attentäter von London zeigen, sind die nominelle Moslems in der westlichen Welt wie ein trojanisches Pferd, wie potentielle tickende Zeitbomben. Ein Funke genügt, um ihr „religiöses Bewußtsein“ aufzuwecken, mit den bekannten Folgen.

    Es gab gegen Salman Rushdie eine Todesfatwa, es gab gegen Rudi Karell eine Fatwa, es gab gegen Theo van Gogh eine Fatwa und es gab gegen die Mohammed Karriakturenzeichner Fatwas, aber es gibt bis heute keine Fatwa gegen Bin Laden, gegen Zawahiri, es gab nie eine Fatwa gegen den Massenmörder Saddam Hussein und auch nicht gegen den Terroristenführer Zarquawi, nicht gegen die Rucksackbomber von London und auch nicht gegen die Massenmörder von Madrid, nicht gegen den Mörder Theo van Goghs und auch nicht gegen die Attentäter von Bombay. Sie alle gelten in der ganzen islamischen Welt nach wie vor als gläubige Muslime, ja sogar als Vorbilder.

    „Diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen“ (Atatürk) ist eine ganz offensichtlich eine Mord-Religion, eine menschenverachtende Hassideologie und jeder der nur einen funken Aufrichtigkeit und Ehre im Leib hat wird diese verachtenswerte stinkende Räuberreligion, diesen „verwesenden Kadaver der unsere Gesellschaft vergiftet“ (Atatürk), da hin befördern wo er hin gehört, in den Mülleimer der Geschichte und sich hinterher waschen von dem Schmutz mit der er durch diese dreckige, giftige menschenverachtende und primitive Lehre beschmutzt wurde.
    Die Bevölkerung Deutschlands und Europas, erhebt Anspruch darauf, zivilisiert zu sein, und sie hat das Recht zivilisiert zu leben und jede Form primitiver Barbarei mit einem Fußtritt von sich zu stoßen, auch dann und erst recht, wenn sie im „religiösen Mäntelchen“ und Toleranzgeschrei einerseits und unverhohlener Drohkulisse andererseits uns entgegentritt.

    Die Mohammedaner Deutschlands müssen sich entscheiden entweder den Islam von sich zu stoßen, der religiös legitimierten Barbarei eine Absage zu erteilen und dieses grässliche Buch „Koran“ in den Mülleimer werfen, wo es hin gehört, oder aber dort hin zurückzugehen wo sie hergekommen sind. Menschen die einer Räuber- und Mörderideologie anhängen werden nicht in Mitteleuropa nicht akzeptiert und nicht geduldet werden. Diejenigen die sich lossagen sind willkommen.

  7. Da bin ich denn doch anderer Meinung.

    Der Islam mag ja so wegen der Menge der Anhänger als Religion durchgehen, und er mag historisch als Religion durchgehen, aber er kann nicht im Sinne des Gesetzes als Religion durchgehen, wegen seiner Ablehnung von Menschenrechten, und wegen seiner Herren/Dhimmi-Logik.

    Denn das Gesetz geht davon aus, dass Religion Privatsache ist, und dass Religion kein Gesetz ist. Genau das will der Islam aber sein: Gesetz.

    Auch dass der Islam eine Philosophie sei oder beinhalte, bestreite ich. Philosophie ist die Suche nach der Weisheit, und da hat der Islam ganz viel dagegen.
    Symbolisch hat er erst mal die Hagia Sophia, die heilige Weisheit, mit vier Wachttürmen eingeschlossen, und geistig stemmt er sich fleissig gegen alles, was mit Vernunft zu tun hat. Darum kommt man den Muslimen auch mit Argumentieren nicht bei, darum haben sie ihre fürchterliche Nebelsprache.

    Der Islam geht bestenfalls noch als Sekte durch, die ein bisschen zu gross geworden ist, mit seiner Verachtung des Wertes der Menschen, seiner Verachtung der Nächstenliebe – die es in allen richtigen Religionen gibt – und mit seinem absoluten Willen zur Macht.

    Der Islam ist nur ein Instrument zur Macht.

    Er basiert darauf, dass irgendwelche Wörter verabsolutiert werden (und oft eine Verwechslung zwischen Wort und Sache gemacht wird, wie im Mittelalter im Realienstreit). Und er beruht auf der Lüge – der Lüge den Anderen gegenüber, und der Lüge den Eigenen gegenüber. Ein Ehepartner darf ja lügen, wenn es dem Ehefrieden dient. Da wird das Lügen, das Verdrängen und die Folgen von solcher Verdrängung zum wesentlichen Faktor.

    Der Islam ist nur der Auswuchs der Unfähigkeit, das Hirn zu gebrauchen, das uns gegeben worden ist, die Unfähigkeit, sich als Indiviruum und als Gesellschaft zu entwicklen.

    So ist ja auch ist der Gebrauch des Hirns verboten, spätestens seit den Mutazili, welche im 8. Jh. die Vernunft einsetzen wollten.

    Der Islam beruht darauf, dass eine Behauptung aufgestellt wird und jeder der anderer Meinung ist oder die Benauptung widerlegen kann, bedrängt, mundtot gemacht wird, oder gleich ganz tot.

    Sowas geht nur als Kult durch, oder als Sekte.

    Aber nicht als Religion.

  8. @Medea: Den Begriff „Islamist“ lehne ich – wie oben beschrieben – nicht ganz ab, Menschen sind unterschiedlich in ihrer Aktivität. Nur den Begriff „Islamismus“ halte ich für Vernebelung, weil er suggeriert, dass es eine reine Religion Islam ohne all die aggressiven und expansiven Anteile gäbe. Für etwas Derartiges gibt es keine Grundlagen.

    @huxley: ich möchte das bitte nicht in eine der zahllosen Diskussionen um Öttinger ausarten lassen. Ich habe mich dazu schon oft geäußert. Er ist im allerbesten Fall ein Vollidiot, Filbinger war kein Nazi-Gegner (die Nazis hielten ihn ganz offenbar auch nicht für einen solchen und die waren diesbezüglich ganz schön „aufmerksam“)

    Öttinger hat sich aber auch nur auf eine Einzelperson bezogen, er hat nicht behauptet, dass es zweierlei Nationalsozialismus (guten und bösen) gegeben habe. Mit den erwähnten Revisionisten meinte ich diejenigen, die zuweilen (rechtswidrig) behaupten, der Nationalsozialismus habe mit der Shoah nichts zu tun – entweder, weil es diese gar nicht gab (Holocaustleugner) oder weil Hitler und die „guten Nazis“ von einer „kleinen radikalen Minderheit“ verraten und hintergangen worden wären und gar nichts von den Grausamkeiten wussten, bzw. diese nie wollten.

    @Westländer: danke

  9. „Von muslimischer Seite wird die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus meistens verworfen und als Hirngespinst der „Okzidentalen“(wie Udo Steinbach)gebrandmarkt“, das schreibt Tilman Nagel in seinem Beitrag „Islam oder Islamismus? Probleme einer Grenzziehung“. Er führt dann auch überzeugend aus,dass diese Grenzziehung nicht möglich ist und nennt den Begriff eine postmoderne Deutung, die es (den Dhimmis) möglich macht, die Abweichler, die den wahren Islam verkennen,zu identifizieren und sie eines Besseren zu belehren.
    Es muss also eine Erfindung von Ströbele und co sein, ich glaube aber auch, dass Bassam Tibi den Begriff hier bei uns zuerst genannt hat.
    Der Beitrag von T.Nagel ist mit anderen im Buch „Der Islam“ von Hans Zehetmair, Hanns Seidel Stiftung,VS Verlag für Sozialwissenschaften, enthalten.

  10. Da sagt man immer wieder so schön, der Islam trenne nicht zwischen dem spirituellen und dem politischen Bereich – warum sagt man nicht einfach, der Islam will herrschen, real, physisch.

    Islam, das heisst Macht, der Wille zur Macht und der Griff nach der Macht.

    Konkret und ohne Abstriche.

    Warum wohl bauen die Mullahs ihre Bombe? Warum wohl bewaffnen sich alle aktiven Muslime, warum knallt es im Libanon, in Nordafrika, in Pakistan, in Indonesien, Thailand, Nigeria, überall, wo sie sind?

    Weil sie an die Macht wollen.

    Religion ist nur ein Vorwand.

  11. Mit der Macht schliesst sich übrigens auch der Kreis zum Ehrenmord: Der Vater bringt seine Tochter um, wenn seine Macht nicht mehr absolut ist.

  12. Zum Thema „Islam ohne Allah“ empfehle ich die Lektüre des Wikipedia Artikels über den anatolischen Ehrenkodex Namus, speziell das Zitat der Soziologen Bilsky/Toker, welches die Integrationsschwierigkeiten türkischer Immigranten (Gewaltneigung, Schulversagen) exemplarisch erklärt. Vergleichbare Kodizes haben alle orientalische Kulturen, in Afghanistan/Pakistan z.B. das Paschtunwali (Weg der Paschtunen).

  13. Ich hab leider keine Belege zur Hand, bin mir aber ziemlich sicher, dass Islamismus schon deutlich vor 9/11 benutzt wurde.

    Mitte der neunziger Jahre hab ich mal in den einen oder anderen Verfassungsschutzbericht reingeschaut. Da war die Unterteilung Rechts-/Links-extremismus und (wesentlich umfangreicher) auslaendischer Extremismus insbesondere Islamismus. Diese Teile wurden nur nie in den Medien zitiert. Aus den 200 Seiten Bericht wurde einfach immer nur die Anzahl der Straftaten von Rechts rausgezogen. Fertig.

    So um 2000 herum haben mehrere islamische Laender (Algerien,Aegypten,Tuerkei glaub ich) die Bundesregierung als Unterstuetzer des Terrorismus bezeichnet, weil Islamisten bei uns tun und lassen koennen was sie wollen.

    Meine Vermutung ist, dass man in der Folge des zweiten Vatikanischen Konzils mit der begrifflichen Aufspaltung in Islam und Islamismus begonnen hat. Vielleicht aber auch unter Johannes Paul II. Beim Dialog zwischen den Religionen braucht man ja immer jemanden auf den man zugehen kann.

    Allerdings hat man erst an 9/11 ueberhaupt bemerkt, dass da nicht alles ungefaehrlich ist, was aus einer Moschee kommt. Vorher hat man imgrunde aus den Medienberichten nicht einmal erahnt, dass da Leute mit einer anderen Religion zu uns gekommen sind.

  14. Sorry, aber daß Hans und Gretel der gleichen Ideologie wie ein SS-Mann oder Adolf Himself anhingen halte ich für eine fragwürdige Behauptung. Nazi-Deutschland war wie die DDR ein totalitäres Gebilde, in dem ohne Parteimitgliedschaft vieles nicht ging.
    Ansonsten kann ich nur #9 FreeSpeech zustimmen. Der Islam ist für mich bestenfalls eine billige Religionskopie, erfunden von einem bauernschlauen, von materieller und sexueller Gier getriebenen Wüstenbanditen, der in einem lokalen Machtkampf zunächst der Unterlegene war. Bezeichnenderweise erhielt seine Bewegung auch erst dann richtig Zulauf, als er Plündern und Beutemachen religiös verbrämt absegnete. Dieser spätantike Kult, der mit der Kaaba der Einfachheit halber noch eine seit Jahrhunderten bestehende Kultstätte zu seinem Hauptheiligtum machte, ist ein jeder Vernunft und Menschlichkeit spottendes Zwangssystem für geistige Analphabeten, mit dem die niedrigsten Instinkte dummgeiler Machos hervorragend bemäntelt werden können. Den Islam mit dem Christentum oder gar Buddhismus auf eine Stufe zu stellen halte ich für in keiner Weise vertretbar. Und nur aufgrund der großen Zahl seiner Anhänger ihm den Status einer Weltreligion zuzubilligen kann mir nur den alten Spruch entlocken : Freßt Scheiße – eine Milliarde Fliegen kann nicht irren.

  15. Überall wo der Islam auftaucht, gibt es früher oder später Mord und Totschlag für den Machtwillen der Anhänger der Religion des Friedens.
    Bereits heute sind mehr Länder vom islamischen Terror betroffen, als Länder im II. Weltkrieg.
    Warum es ausgerechnet in Deutschland und Europa anders sein sollte, kann uns wohl nur Herr Schäuble erklären.

    http://www.youtube.com/watch?v=Hz-bTNxpApU

  16. Eisvogel: Glückwunsch zu diesem Essay. Meine Bemerkungen hierzu sind ungeordnet, sitze gerade an einer metallogenetischen Arbeit.
    1) Der Begriff „Islamismus“ war wohl eher eine Hilfskrücke, um Leute, die die politischen Ziele des Islams durchsetzen wollen von denen, die das nicht interessiert zu unterscheiden. Erst danach ist dieser Begriff in das „Nebeldeutsch“ übergegangen, um Ziele zu verschleiern.
    2)Von einem „Reform- oder Euroislam“ wird man nur dann sprechen können, wenn tatsächlich eine echte Reformation im Islam durchgeführt wurde, d.h. eine klassische Trennung von hergebrachten oder aus dem Koran extrahierte Lehren erfolgt ist, und sich der Islam in mehrere Lager aufspaltet, analog zu Europa. Vorher ist es Sand in die Augen streuen.
    3) Erstaunlich, vielleicht gehst Du darauf im versprochenen Folgeessay ein: nach seiner Gründung hat der Islam sehr schnell ein „Weltreich“ erobert. Danach war ziemlich abrupt Schluss, bis auf einige müde Versuche der Osmanen. Im Gegenteil: der „Islam“ entwickelte nichts mehr, selbst militärisch geriet er auf die Versagerstrasse, so, dass Ende des 19. Jhdts es de facto keinen islamischen Staat mehr gab, bis auf den „kranken Mann am Bosporus“. Könnte es sein, dass die politische Komponente 4 Jahrhunderte nicht mehr gefragt? opportun? erschien?
    4) Die Revitalisierung der politischen Komponente des Islams (Banna, Qutb, Kichk) ist für mich eine Folge des totalen Versagens des Islams über mehrere Jahrhunderte, insofern logisch, actio = reactio.
    5) Durch seine Unfähigkeit über mehrere Jahrhunderte hat der Islam keinerlei Kontakte mit ihm fremden Kulturen und Mächten gehabt. Hatte er welche, endete es in katastrophalen Niederlagen. Ist dies ein Grund für seinen Hass gegenüber jeglicher westlichen Welt?
    So, das wars. Und nun erzähl mir etwas über das Verhältnis von ppm Arsen und Gold in sauren Erzen. Scheiss Statistik!

  17. Islam bedeutet Macht, weil iIslam Unterwerfung heisst.

    Unterwerfen kann man sich nur unter eine Macht, unter eine Herrschaft.

    Unterwerfung, absolut, unbedingt und vollkommen, ohn ejegliche Vernunft, kann nur durchgehalten und erhalten werden durch Anwendung von Gewalt.

    Vernunft würde die Legitiierung hinterfragen, und die Hohheit der Legitimierung offenlegen, als eine reine Behauptung der Leute, die den Islam/Koran auslegen – darum darf gegenüber dem Islam auch nicht argumentiert werden.

    Jihad ist folgerichtig bestimmender Teil des Islam, und dies seit immer schon: Vernünftige müssen kleingeschlagen werden, sonst kommt die Lüge ans Licht.

    Islam ist zynischer Machtwille.

  18. Spitze!
    Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen.

    (#7 D.R. (23.05.07 16:51)

    Eisvogel, tut es Not das Du auch noch unter dem Nick D.R. veröffentlichen mußt?…

  19. #21 rational (23.05.07 19:15)

    ..mir gehts ähnlich.
    Ich beschäftige mich z.Z. mit der Verschleimung der Kontramedusen.

    (Mußte halt sein wg. „metallogenetisch“)

    sorry!

  20. @ 24 Sachichdoch: pardon, was sind „Kontramedusen“? Kontrabässe,ok aber das? Sind das Viecher?
    @ 22: hm,
    – die Erfindung des Papsttums
    – die gefälschte konstantinische „Schenkung“
    – der Kirchenstaat
    – der Zölibat
    – das Gottesgnadentum
    – die Konfessionskriege
    nicht auch ein bißchen „zynischer Machtwille“?

  21. Hallo, Eisvogel. Sehr schöner Text! Ich musste gleich schauen, ob es eine Fjordman-Übersetzung ist 😉

    Aber nochmal die Frage: Meinst du nicht auch, dass eine Grundlagenseite und ein Wiki unglaublich nützlich und wichtig wäre? Allein in diesem Text waren so gute Entgegnungen zu Aussagen wie „Aber die Mehrheit ist doch friedlich“ oder „Und was ist mit einem reformierten / Euro-Islam?“ und so weiter.

  22. nicht auch ein bißchen “zynischer Machtwille”?

    Sicher. Der politische Machtanspruch ist aber Geschichte. Im Islam ist er Fundament.

  23. So gut wie jede öffentliche Stellungnahme von Politikern zum Thema „islamischer Terrorismus“ enthält den Verweis, dass es sich bei der großen Mehrheit der Moslems doch um friedliche Menschen handelt, die Gewalt und Terror ablehnen. Tatsächlich verüben – gemessen an ihrer Gesamtzahl – nur wenige Moslems Terroranschläge bzw. beteiligen sich an deren Ausführung. Kann man daraus den Schluss ziehen, dass von den meisten Moslems also keine terroristische Gefahr ausgeht, dass es ausreicht, die wenigen gewaltbereiten, die den an sich friedlichen Islam nur für ihre politischen Zwecke missbrauchen, zu bekämpfen?
    Wenn der Islam – was immer das genau ist – aus den Menschen, die an ihn glauben, normalerweise friedliche Lämmer macht, dann überrascht es schon ein wenig, dass es gerade unter Moslems ein schier unerschöpfliches Reservoir an Selbstmordattentätern gibt. Überall auf der Welt, in Indien, Thailand, Afghanistan, Irak, Israel, aber auch in Europa gelingt es offenbar mühelos, Menschen anzuwerben, die bereitwillig für die islamische Sache ihr Leben lassen und andere dabei mit in den Tod reißen. Es sieht so aus, als müsste man einen Menschen, nachdem er einmal die Gehirnwäsche der islamischen Indoktrination durchlaufen hat, nur noch aktivieren, um ihn in eine tödliche Waffe zu verwandeln. Dass viele Moslems unauffällig zwischen uns leben, besagt demnach nicht viel; auch Herr Atta ist ja vor den Anschlägen in NY bei uns nicht „unangenehm“ aufgefallen und jeder politisch korrekte Politiker hätte ihm gewiss – unter Hinweis auf die friedliche Natur des Islams – unerschütterliche Friedfertigkeit bescheinigt.

  24. @ 27 FreeSpeech: sicher, Geschichte. Nur zu den jeweiligen Zeiten, als o.a. Dinge eingeführt wurden, war es auch Fundament.

  25. Nur zu den jeweiligen Zeiten, als o.a. Dinge eingeführt wurden, war es auch Fundament.

    Das Fundament einer Ideologie ist nicht Zeit-abhängig, es bleibt immer gleich, und Machtstreben ist kein Element des Christentums und war es daher auch zu jenen Zeiten nicht.

    Wären wir nicht christianisiert worden, sondern stattdessen Heiden geblieben, hätten wir uns auch nicht besser benommen. Die Chinesen, die Azteken etc. hatten auch keine liberalen Demokratien und Achtung vor den Menschenrechten. Genau genommen wurden die Menschenrechte, die Aufklärung und alles, was wir schätzen, im christlichen Kulturkreis entwickelt.

    Machtstreben und Rücksichtslosigkeit ist menschlich. Es gibt ethische Konzepte, die es mildern können, wenn auch leider nicht immer erfolgreich. Das Christentum ist ein solches Konzept.

    Der Islam ist das Gegenteil davon: Ein Konzept, dass das Machtstreben nicht nur toleriert sondern ausdrücklich heiligt.

  26. @ 30 Free Speech; @ 31 Eisvogel:
    Fundamente einer Ideologie sind nicht zeitabhängig, richtig. Nur, was sind Fundamente? In der Regel, so auch hier, definierte Schriften, für Christen die Bibel, für Moslems der Koran, zuzüglich ggfls. weitere Schriften. Diese sind in der Tat zeitlos. Nicht hingegen deren Interpretation. Und ohne dieses kommt keine Ideologie aus. Dass die Interpretation des Bibeltextes sich im Laufe der Zeiten geändert hat, wird wohl nicht bestritten. Beispiel Papsttum: die Befürworter dieser Institution haben dies mit Matth. 16,16 ff begründet (und tun es noch heute). Luther und weitere Reformatoren haben ihre Gegnerschaft hierzu auch biblisch begründet: Eph.2,20 und weitere Stellen. De jure und de facto war das Papsttum für diesen Zweig des Christentums ausgeschaltet. Weiteres Beispiel: das „Gottesgnadentum“ des Serenissimus. Ich hätte keinem im 17 Jhdt. geraten, an diesem „Gnadentum“ zu zweifeln. Er hätte postwendend 27 Jesuiter oder Oberhofprediger am Halse gehabt, die ihm minutiös mit Bibelstellen (Fundament) nachgewiesen hätten, dass dieses Gnadentum Gottes einhelliger Wille sei. Der Knast war ihm auch sicher. Das laute Zweifeln am Papsttum war in Franco-Spanien auch nicht angeraten.
    Ich will keinesfalls Bibel und Koran vergleichen, schon garnicht auf eine Stufe stellen (ihr kennt meine Einstellung zum Koran), sondern auf die Interpretationsmethodik hinweisen. Da sollte man dem Islam Zeit und Chance geben, sich interpretatorisch zu entwickeln. Er schreibt das Jahr 1430.
    Free Speech: pardon, die Bibel ist nicht nur NT, sondern auch AT.

  27. Bewußt zum ersten Mal habe ich „Islamisten“ im heutigen Sinne nach dem Massaker von Luxor 1997 gehört.
    Vorher gab´s das auch schon, aber in anderer Bedeutung; sogar auf Deutsch in einigen wenigen Unis, wo man statt „Islamwissenschaftler“ „Islamisten“ sagte!)

  28. Hallo.

    Die Begriffe „Islamist“, „islamistisch“ und „Islamismus“ gab es definitv vor dem 11. September 2001. Sie wurden nur nach 9/11 ins breite öffentliche Bewußtsein katapultiert.

    Ich habe das TAZ-Archiv vom 2.9.1986 bis 27.2.1999 auf CD. Mit der Suchfunktion kann man ermitteln, in wie vielen Artikeln der Suchbegriff in einem beliebigen Zeitraum vorkommt. In der folgenden Liste sieht man die Anzahl der TAZ-Artikel, in denen die Worte „Islamisten“ (die erste Zahl), „islamistische“ (zweite Zahl) und „Islamismus“ (die dritte Zahl) in den Jahren 1986 bis 1999 vorkommen.

    Islamisten / istlamistische / Islamismus:

    2.1.1986 – 31.12.1986: 2 / 1/ 0
    1987: 2 / 2 / 0
    1988: 1 / 3 / 0
    1989: 3 / 0 / 1
    1990: 10 / 3 / 5
    1991: 45 / 14 / 3
    1992: 142 / 36 / 8
    1993: 210 / 57 / 11
    1994: 281 / 89 / 20
    1995: 266 / 93 / 19
    1996: 187 / 125 / 19
    1997: 286 / 136 / 41
    1998: 208 / 87 / 33

  29. @ #33 Abdulmasih

    Bewußt zum ersten Mal habe ich “Islamisten” im heutigen Sinne nach dem Massaker von Luxor 1997 gehört.
    Vorher gab´s das auch schon, aber in anderer Bedeutung

    Den Begriff gab es vorher schon in derselben Bedeutung wie heute, wie das taz-Archiv zeigt. Als Beispiel ein Ausschnitt aus dem taz-Artikel „Türkei im Aufbruch“ vom 01.11.1986:

    „Der Imam einer Istanbuler Moschee im von Religiösen dominierten Stadtteil Fatih machte bereits vor einem Jahr mit einem Buch Furore, in dem er die Wiedereinführung des islamischen Rechts forderte. Zwar versuchten die Militärs damals noch, ihm den Prozeß zu machen, doch das Gericht sprach ihn frei, Heute hat selbst Evren Schwierigkeiten, gegen die Islamisten Front zu machen. Nachdem er erst gefordert hatte, daß auch die Koranschulen sich an die Prinzipien des koedukativen Unterrichts halten müßten, ließ er dies wenige Tage später wieder dementieren. Niemand, so scheint es, traut sich in der Türkei mehr einen echten Konflikt mit den Fundamentalisten zu. Stattdessen wird die Kluft zwischen den verschiedenen Gesellschaften größer.“

    In dem Artikel kommt „Islamist“ nur einmal vor. Ansonsten werden sie dort (insgesamt dreimal) „islamische Fundamentalisten“ oder „Fundamentalsten“ genannt.

  30. @rational

    dann erkläre mir mal, wie man den Islam reformieren kann.

    Für den Christen ist das NT relevant, das AT ist damit überholt. Im übrigen ist im AT wie im NT – wie auch im Konfuzianismus etc. – die Nächstenliebe definiert, und im NT wird sie auf die gleiche Stufe mit der Gottesliebe gestellt.
    Und das bezieht sich dann auf den Nächsten, nicht nur auf den nächsten Christen.

    Das findest du nicht im Koran. Die Goldene Regel fehlt dort. Das ist ein grundsätzlicher Mangel, aber einer, der notwendig ist denn:

    Islam heisst Unterwerfung, und genau das ist die Fehlkonstruktion:

    Unterwerfen kann man sich nur unter eine Herrschaft, und wer ist das? Die Imame, Rechtsgelehrten & Co, die bei jeder Reform leer ausgehen und darum seit dem 8. Jahrhundert sagen, wo es lang geht.

    Und zu deiner Bemerkung, der Islam „schreibt das Jahr 1430“:

    Diese vielgehörte Aussage tut so, als ob es eine biologische Entwicklung für Religionen gäbe. Das Argument ist lächerlich.
    Dann wären ein paar Religionen bereits Altersflecken haben, oder vielleicht Parkinson (Zoroastrismus, Judentum, Polytheismus, etc). Vielleicht auch schon die Prostata operiert bekommen, oder die Gebärmutter, je nach Geschlecht der Religion.

    Nach eigener Darstellung ist ja der Islam eine Weiterentwicklung von Judentum und Christentum. Da ist das Argument gerade nochmals daneben.

    Philosophisch haben die sowieso nur die Argumentationslinien der anderen rundum übernommen – immer mit der im Islam üblichen Verdämlichung. Die anderen sind dann fortgeschritten, der Islam hat sich zurückentwickelt, sofern das technisch möglich ist (Stichwort Mutazili, die rational argumentierten. 22 Jahre lang, und dann kamen die Dämlichen mit dem Krummsäbel)

    Du kannst ohne Mehl kein Brot backen. Das Mehl fehlt dem Islam.

    @Eisvogel

    You name it, wie immer.

  31. @ 36 Free Speech: für Christen ist die ganze Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments maßgeblich. Also auch das, welches durch das NT aufgehoben wurde. Da gilt die NT-Aufhebung.
    Ich soll Dir erklären, wie man den Islam reformieren kann? Bin ich Moslem? Bin ich des Islams Luther? Das braucht man auch nicht zu sein. Es reicht festzustellen, dass alle Schriften, auch heilige, zu allen Zeiten unterschiedlich interpretiert werden oder werden können. Das gilt genauso für den Koran. Wie sich der Islam reformieren wird, ob mit oder ohne Nächstenliebe, wie der Djihad auszulegen sei, wie die „Unterwerfung“ zu verstehen sei uvam, überlasse ich gerne den Moslems, deren Fuqaha, Ulema und vor allem dem Druck der Bevölkerungen. Oder glaubst Du im Ernst, dass Luthers Reformation ohne den öffentlichen Druck zustande gekommen wäre? Die vernichtende Mißachtung Roms und des Papstes, der Kritik an der römischen Klerisei und Tyrannei? Natürlich können solche Verhältnisse niemals 1 : 1 übertragen werden. Dafür sind die Religionen zu unterschiedlich. Aber der Druck auf den „hergebrachten“ Islam wächst täglich (eine Reaktion, um die Reformation unmöglich zu machen ist doch der Djihadismus und Salafismus). Die Moslems lernen täglich Dinge kennen, von denen sie 30 Jahre früher noch nicht einmal geträumt haben.
    Nana, es gibt keine biologische Entwicklung von Religionen. Aber es gibt eine stetige Änderung der Interpretationen. Und die werden stark vom Bildungsstand, Lebensverhältnissen (auch finanziellen) beeinflusst. Wie eine islamische Reformation aussehen wird, welche Schritte dafür unternommen werden (im Notfall Mord und Totschlag), welche Ergebnisse dabei generiert werden, wissen wir nicht (zumindest ich nicht). Aber so zu tun, dass alles dies nicht stattfinden kann und wird, ist schon reichlich infantil.

  32. @ 38 Free Speech: Deine „Argumente“ beschränken sich ja auf meine letzten beiden Worte, und die sind stilistischer Natur. Ok, ich nehme „reichlich infantil“ mit Bedauern zurück. Dafür kommen Fragen:
    – was ist für Dich „goldene Regel“? warum?
    – ist „Nächstenliebe“ ein „conditio sine qua non“ für Religionen? Wenn ja, warum?
    – „Unterwerfen kann man sich nur unter eien Herrschaft“. Was ist für Dich Herrschaft? Gott? Die Heilige Schrift? Der Papst? Die Bundeskanzlerin? Dein Gemeindepastor? Das sollte präzisiert werden.
    – Welche islamischen Philsophen hast Du studiert (bitte nicht bei Uni Wikipedia)? Bei welchem und wo liegen die dem Islam üblichen Verdämlichungen?

  33. -Goldene Regel:
    http://ad-nebeldeutsch.blogspot.com/2007/01/goldene-regel.html

    -Nächstenliebe im Sinne von Goldener Regel ja (Agape ist auch nicht schlecht). Alles andere läuft auf verschiedene Wertigkeit von Menschen heraus. Religionen, die heute als solche anerkannt werden wollen, kommen da nicht um die Menschenrechts-konforme Haltung herum.
    http://nebeldeutsch.blogspot.com/2007/03/unbekannte-begriffe-iii.html
    http://nebeldeutsch.blogspot.com/2007/02/unbekannte-begriffe-ii.html

    -Herrschaft ist ganz konkret gemeint. Der Bundeskanzlerin kann man sich nicht unterwerfen. Sie vertritt einen ja. (Wenn ich mal vermute, dass auch in Deutrschland der Souveraän das Volk ist)

    -Mir sind keine islamischen Philosophen bekannt. Aber ein paar Philosophen aus dem Raum, in dem der Islam herrscht(e). Wenn ich von der Verdämlichung rede, dann meine ich so Dinge wie das Verbot, konsequent und schonungslos Logik auf theologische Fragen anzuwenden, oder bei der Kopie der alten Religionen die Agape zu vergessen. Das Logikverbothaben sie zB den Byzantinern abgeguckt, war wohl im Osten Zeitgeist, aber im islamischen Bereich wurde das dann konsequenter angewendet: Johannes Italos ist mit einem Prozess davongekommen, Averroes wurde dann den Pranger gestellt. Ohne Prozess. Und seine Schriften hat man auch noch gleich verbrannt, wo man sie gerade fassen konnte.

  34. Naja, mir sträubt sich etwas das Fell, wenn „Menschenrechte“ und „Nächstenliebe“ als mehr oder weniger synonym dargestellt werden. Erstere sind einklagbar, Nächstenliebe auch? Ich glaube auch nicht, dass Jesus im Gleichnis des barmherzigen Samariters an die Menschenrechte dachte, aber seis drum. Hinsichtlich der Menschenrechte könnte eine Neuinterpretation im Islam durchaus erfolgen. Die Kairoer Erklärung ist schon etwas älter und schon immer nicht mehr als ein Stück Papier gewesen.
    Du kommst aber arg ins schwimmen mit Deiner Erklärung von Unterwerfung und Herrschaft. Weißt Du, ich werde sehr mißtrauisch wenn in einer Begründung das Wort „konkret“ auftaucht. Danach folgt oft eine Lüge oder der Gute weiß nicht mehr weiter. Konkret (hahah): als Christ unterwirfst Du Dich der Herrschaft Gottes, und wenn Du täglich das Vaterunser betest, sprichst Du: „Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden“. Texto claro: Du akzeptierst ohne Kommentar den Willen Gottes, auch wenn er Dir nicht passen sollte. Du darfst zwar Gott bitten, den Kelch an Dir vorübergehen zu lassen, aber, „Herr, Dein Wille geschehe“. Nichts anderes macht auch der Moslem. Er unterwirft sich der Herrschaft (seines) Allah. Ob die schriftlichen Überlieferungen dieses Allah gut oder schlecht sind, steht auf einem anderen Blatt.
    Das Verbot, schonungslos die Logik auf theologische Fragen anzuwenden, ist eine Entscheidung zum kritiklosen Erhalt der weltlichen Macht durch die Inhaber derselben. Jeder, auch nur geringste Versuch dagegen zu opponieren wurde gnadenlos verfolgt. Derzeit ist genau dieses Problem eines der meisten diskutierten Affairen im Islam. In manchen islamischen Ländern kommt es zu vehementen Auseinandersetzungen darüber, wahrscheinlich mit (Teil)Erfolgen für die Logiker (Türkei, Tunesien, Marokko).
    Ich wiederhole mich: es ist bedauerlich, dass bei PI die Auseinandersetzungen mit dieser Religion in islamischen Ländern kaum, wenn nicht, zur Sprache kommen. Permanent werden hier die religiösen Chefs der Ziegenhirten samt ihrem salafistischem Anhang zitiert (nur aus dem Maschrek und Pakistan kommend). Das verengt den Blick auf andere Entwicklungen im Islam.

  35. „als Christ unterwirfst Du Dich der Herrschaft Gottes“
    „Nichts anderes macht auch der Moslem.“

    Du bringst logische Typen durcheinander. (zu logischen Typen empfiehlt sich die Lektüre von Russel & Whitehead)

    „Das Verbot, schonungslos die Logik auf theologische Fragen anzuwenden, ist eine Entscheidung zum kritiklosen Erhalt der weltlichen Macht durch die Inhaber derselben.“

    Warum akzeptiert das denn heute die katholische Kirche?
    (Hier empfiehlt sich die Lektüre von Ratzinger)

    Ausserdem: Der Westen macht das spätestens seit Abaelard. Die theologischen Fragen, die sich dann ergaben, hat man im Westen mit Dialektik gelöst. (Ich bin übrigens Atheist)

    Das wars dann.

  36. Der Begriff Islamismus tauchte im Jan. 1993 bereits in der NZZ auf. Der Artikel hiess „Kampfansage Ankaras an den Islamismus. Reaktion auf die Ermordung Mumcus“.
    1993 hatte es auch einen Vortrag Bassam Tibis gegeben: „Islamismus als neue Form des Totalitarismus“. Der ist ebenfalls in der NZZ erwähnt.
    Ich erinnere mich auch an einen alten Artikel in der NZZ vor 2000 mit einer Defintition für Islamismus. Der Islamismus wurde als der militante Teil dieser sogenannten Religion festgelegt.

  37. Stimme #9 zu:

    Islam ist keine Religion, sondern ein Kult

    «Kriterienliste „Gefährliche Sekte“ oder „seriöse Religionsgemeinschaft“?»

    Es gibt nur wenige Gruppierungen, die ohne weiteres mit dem Etikett ”Gefährliche Sekte” versehen werden können. Umgekehrt dürfte es bei mancher Gemeinschaft schwierig sein, ihr mittels der Bezeichnung ”seriöse Religionsgemeinschaft” quasi einen Persilschein auszustellen. Die folgende Liste soll dazu dienen, eine erste grobe Selektion vorzunehmen. Wenn bei unvoreingenommener Prüfung auch nur eine Frage mit einem klaren Ja beantwortet werden muss, empfiehlt es sich, diese Gruppierung kritisch zu untersuchen. Aber auch wenn mehrere der folgenden Fragen mit Ja beantwortet werden, heisst das noch lange nicht, dass es sich um eine ”Gefährliche Sekte” handelt. (Die Reihenfolge der Fragen ist willkürlich)

    Lehre:

    Hat die Lehre der betreffenden Gruppe Absolutheitsanspruch?
    Wird die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinschaften der gleichen Religion abgelehnt?
    Wird mit Weltuntergangsdrohungen oder der ewigen Verdammnis Angst verbreitet?
    Werden antisemitische oder rassistische Ideologien vertreten?
    Wird unterschieden zwischen der guten Innenwelt der Gruppe und der bösen Aussenwelt?
    Wird exorziert, das heisst, werden vermeintliche Dämonen ausgetrieben‘
    Ist die Gruppe von einer einzigen Person abhängig?
    Wird aggressiv missioniert? resp. mit Tarnung und Manipulation?

    Gruppenstruktur:

    Werden die Mitglieder stark kontrolliert?
    Wird Druck ausgeübt, um bestimmte Handlungen auszuführen oder Interessierte zum mitmachen zu bewegen?
    Wird ein Austritt aus der Gruppe durch psychischen oder physischen Druck erschwert oder gar verunmöglicht?
    Sind sexuelle Übergriffe bekannt (nicht nur behauptet)?
    Werden unter Druck Psychotechniken angewendet?
    Werden die Mitglieder finanziell ausgebeutet?
    Wird Kritik innerhalb der Gruppe unterbunden?

    Kontakt zur Aussenwelt:
    Werden Aussenkontakte unterbunden oder durch die Strukturen (z.B. Stundenplan) verunmöglicht?
    Werden die Eltern, Verwandten oder die alten Bekannten schlecht gemacht oder sogar ”verteufelt”?
    Sind alle Gottesdienste resp. Gemeinschaftszusammenkünfte für die Öffentlichkeit gesperrt?
    Wird den Mitgliedern verboten, bürgerliche Rechte und Pflichten wahrzunehmen?
    Sind Besuche von Aussenstehenden verboten?

    Anmerkung zu „Sekten und Gesetz“

    Unbedingt beachtet werden muss, dass auch gegenüber „Sekten” die Gesetze und die Rechtsordnung nicht ausser Kraft gesetzt werden. So gilt jemand so lange als unschuldig, bis seine Schuld rechtskräftig nachgewiesen ist. Und auch wenn die Lehren einer Gruppe als noch so abstrus erscheinen, so ist dies noch lange kein Anlass, die Gruppe deswegen als ”gefährliche Sekte” zu diffamieren. Sogar wer die grünen Männchen vom Mars als Götter anbetet oder an obskur wirkende „göttliche Offenbarungen” glaubt, geniesst den verfassungsmässig garantierten Schutz der Religionsfreiheit.

    © INFOREL, Information Religion, Postfach, 4009 Basel. http://www.inforel.ch
    Unverändertes Kopieren erlaubt!

    andere Checkliste:
    http://www.blja.bayern.de/Aufgaben/Jugendschutz/Sekten/Sekten.Checkliste.htm

  38. Inforel ist ja hübsch, aber zum Islam schreiben die völligen Quatsch:

    „Das arabische Wort islâm stammt von der Wurzel s-l-m, deren Grundbedeutung «Wohlergehen, Heil, Friede, Sicherheit» ist. Das Wort «salâm», das zum Beispiel im Gruss «as-salâmu ’alaikum» verwendet wird und «Frieden» bedeutet, stammt aus derselben Wurzel.“

    sowas kann man ja nicht ernst nehmen.
    Islam heisst Unterwerfung:
    http://www.welt.de/print-welt/article354109/Islam_heisst_auf_deutsch_Unterwerfung.html

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