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Eine Besprechung des gleichnamigen Essays in fünf Teilen von Fjordman

Der norwegische Blogger Fjordman hat im Verlauf der vergangenen Monate eine fünfteilige Serie von Essays zum Thema „Ist der Islam mit Demokratie kompatibel?“ geschrieben. Die einzelnen Teile liegen auf Acht-der-Schwerter ins Deutsche übersetzt vor, das Gesamtwerk kann hier auf PI als pdf-Dokument herunter geladen werden. Es ist ein sehr umfangreiches Dokument, man benötigt schon etwas Zeit und Ruhe, es zu lesen, aber es ist auf jeden Fall lohnend. Dies hier ist eine Zusammenfassung und auch Reflexion über die Erkenntnisse aus den Essays.

Größte und schnellste Migrationswelle der menschlichen Geschichte

Insbesondere PI-Leser werden sich vielleicht fragen, womit man mit der Antwort auf etwas, das sich ganz einfach mit „NEIN“ beantworten lässt, 45 Seiten füllen kann. Dieser Einwand ist sicher nicht unberechtigt, man muss sich aber immer wieder vergegenwärtigen, dass es nur eine sehr kleine Minderheit ist, die das so sieht. Das Verhalten unserer Politiker in Deutschland und Europa geht wie vollkommen selbstverständlich davon aus, dass sie bereits mit „JA“ beantwortet wäre. Um gegen eine solche Mauer des Schweigens und der Lüge anzukommen, genügt der lapidare Verweis auf ein paar Koranverse leider nicht und ein patziges „NEIN“ erst recht nicht.

Das Handeln und Reden aller unserer Politiker deutet drauf hin, dass sie sich diese Frage noch nie gestellt haben, denn es geht allerhöchstens darum, wie man den Islam demokratiekompatibel macht. Zu fragen, ob er es überhaupt jemals sein kann, ist tabu. Möglicherweise gehen sie nach dem Motto vor: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“, weil das „NEIN“ auf diese Frage in der Tat erschreckend und beängstigend ist. Schließlich stehen wir nicht an dem Punkt, wo wir überlegen müssen, ob wir 20 Millionen Moslems in Westeuropa haben wollen oder nicht. Sie sind bereits da. Wir befinden uns mitten in einem gigantischen Sozialexperiment, der größten und schnellsten Migrationswelle der menschlichen Geschichte. Dieses Sozialexperiment gründet unter anderem auf der Tatsache, Islam und Demokratie wären kompatibel, bzw. eine Minderheit von Moslems in einem Land wäre mit Demokratie kompatibel. Man muss sich vergegenwärtigen, was ein „NEIN“ auf diese Frage wirklich bedeutet. Es bedeutet, dass man mitten in einem Experiment, das bereits sehr weit fortgeschritten ist, feststellt, dass die theoretischen Grundlagen, nach denen es gestartet wurde, komplett falsch waren, und dass die brodelnden Vorzeichen (wie z.B. die Djihad-Unruhen in Frankreich), die auf den ersten Blick wie die Vorboten einer gigantischen Explosion aussehen, wahrscheinlich auch genau das sind. So eine monströse Erkenntnis muss sehr gut fundiert belegt werden.

Gleichgültig, wie ein Herrscher an die Macht kommt

Zunächst einmal befasst sich Fjordman mit dem Begriff „Demokratie“ an sich. Die reine Definition der Demokratie umfasst lediglich das Vorhandensein von (allgemeinen, freien, gleichen und geheimen) Wahlen, wobei die Mehrheit dann die Regierung stellt. Demokratie nach dieser Definition ist kein großer Wert an sich, sie umfasst das, was uns erhaltenswert ist, nicht. Sie ist lediglich eine Methode – die bisher einzig bekannte – die zu dem Erhaltenswerten führen kann: Die Demokratie nach der Definition im erweiterten Sinn, ein Rechtsstaat, in dem die Rechte der Individuen gewährleistet sind und vom Staat geschützt werden.

Legt man die reine Definition von Demokratie zu Grunde, ist der Islam relativ gut mit Demokratie vereinbar. Moslems haben nichts gegen Wahlen, in der Tat erwähnt Fjordman in Teil fünf auch eine Umfrage in islamischen Ländern, die ergab, dass radikale Moslems der Demokratie insgesamt positiver gegenüberstehen als moderate. Und wenn man sich das Ergebnis ansieht, das die formal vollkommen korrekte Wahl in den Palästinensergebieten erbracht hat, dann leuchtet es auch ein, warum das so ist. Radikale Moslems sehen Wahlen als einen Weg an, halbwegs rationale, verwestlichte Diktatoren oder Monarchen zu entfernen, um selbst an die Macht zu gelangen. Nach islamischer Lehre ist es gleichgültig, wie ein Herrscher an die Macht kommt. Mohammed, der sonst jedes noch so kleine Detail des Lebens geregelt hat, hat keinerlei Vorschriften hinterlassen, wie seine Nachfolger zu bestimmen sind. Wahlen sind so gut wie jedes andere Mittel. Dass in nur wenigen islamischen Ländern die Regierungen in wirklich freien Wahlen ermittelt werden, liegt keineswegs daran, dass formale Demokratie dem Islam widerspricht – das tut sie nicht. Es liegt daran, dass die etablierten Herrschenden fürchten, dass Wahlen radikale Kräfte an die Macht spülen würden. Sie fürchten das zu Recht.

Gleichheit vor dem Gesetz ist dem Islam fremd

Häufig argumentieren Personen, die behaupten, Islam und Demokratie wären vereinbar – sei es aus unreifem Demokratieverständnis oder vorsätzlicher Vernebelung – mit der reinen Definition der Demokratie. Man kann ihnen klar und deutlich erwidern, dass Demokratie nach dieser Definition wertlos ist, es sei denn man hält palästinensische, irakische oder afghanische Verhältnisse für erstrebenswert und ist bereits zufrieden, wenn man alle vier Jahre ein Kreuzchen machen darf, ohne dass einem dabei einer zuguckt.

Wenn man nach der Kompatibilität des Islam mit der Demokratie forscht, muss man die erweiterte Definition zu Grunde legen. Denn sie umfasst das Erhaltenswerte, das Wertvolle. Und hier gibt es mindestens zweierlei Probleme mit dem Islam. Moslems werden von klein auf gelehrt, dass Nicht-Moslems nicht erwarten können, gleiche Rechte wie Moslems zu genießen, insbesondere ist die Gleichheit vor dem Gesetz ein Konzept, das dem Islam fremd ist, es gibt Unterschiede zwischen Frauen und Männern, zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Das zweite Problem ist, dass das Konzept des Individualismus im Islam unbekannt, für die Demokratie aber grundlegend ist. Nach islamischer Lehre hat sich das Individuum stets der Gemeinschaft, der Umma und ihrem Wohl, unterzuordnen. Und das Wohl ist die Aufrechterhaltung des islamischen Gesetzes und wenn irgend möglich auch dessen Ausbreitung in nicht-islamische Gebiete. Wahlen an sich werden zwar nicht als Bedrohung gesehen, die individuellen Bürgerfreiheiten hingegen schon, insbesondere die Redefreiheit. Nichts ist schädlicher für den Islam als Redefreiheit, die wohl daher die erste der individuellen Freiheiten sein wird, die mit zunehmender Islamisierung den Bach runter geht. Jetzt schon bröckelt sie in Europa, Kanada und sogar den USA gewaltig – und das bei einem sehr geringen Moslemanteil.

Rechtsstaat passt seine Gesetze der Scharia an

Fieberhaft wird in der EU und in den nationalen Parlamenten an Hate-Speech-Gesetzen gearbeitet, die nichts anderes bedeuten als die Einschränkung der Redefreiheit. Damit wird etwas juristisch gefestigt, was de facto auch schon vorher verboten war. Ein öffentlicher Islamkritiker wurde auch bisher schon als „Rassist“ oder gar „Nazi“ sozial geächtet, hatte zwar noch keine Konsequenzen durch die rechtsstaatliche Justiz zu befürchten, dafür aber die Androhung der Todesstrafe durch eine parallel entstandene Scharia-Justiz, die islamische Gruppierungen in die Hand genommen haben.

Weil er unfähig ist, die Paralleljustiz zu beseitigen, passt der Rechtsstaat ihr seine Gesetze an. Aussagen wie die, dass die Pressefreiheit sich dem „Respekt“ beugen müsse, sind ungeheuerlich. Der Schutz des Individuums ist bereits in allen Rechtsstaaten durch die Strafbarkeit von Beleidigung und Verleumdung gewährleistet, hierzu hätte es keiner neuen Gesetze bedurft. Jetzt soll dieser Schutz des Individuums auf den Schutz von Ideologien ausgeweitet werden. Was für ein Unsinn! Menschenrechte sind für Menschen gemacht, nicht für Ideologien. Menschen haben einen Anspruch auf Respekt, Ideologien nicht. Im Islam ist das jedoch anders, auch sehr moderate Moslems sehen das übrigens so. Selbst Bassam Tibi hat während der Karikaturenkrise zwar die Ausschreitungen kritisiert, aber dennoch auch festgehalten, dass die Karikaturen respektlos waren und besser unterblieben wären. Dass Ideologien in aller Härte kritisiert werden dürfen, ist jedoch die grundlegendste aller politischen Freiheiten. Dass die Kritik an Ideologien natürlich auch die Anhänger dieser Ideologien ärgert und verletzt – insbesondere, wenn sie religiöse Gefühle tangiert – ist eine Selbstverständlichkeit und muss hingenommen werden. Der Anspruch, dass in einem freiheitlichen Rechtsstaat jedermann stets frei von verletzten Gefühlen leben können muss, ist utopisch, dumm und gefährlich. Redefreiheit verletzt. Freiheit gibt es nicht umsonst.

Demokratie und Freiheit – unvereinbar mit dem Islam

Demokratie und Freiheit in einem Staat mit überwiegend islamischer Bevölkerung ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist ebenso grotesk wie die Vorstellung von Demokratie und Freiheit in einem Staat mit einer Mehrheitsbevölkerung aus Nationalsozialisten, die man weiterhin Nationalsozialisten bleiben lässt. Wahlen sind möglich – ob sie immer sinnvoll sind, ist eine andere Frage – Demokratie im erweiterten Sinne nicht. Die Türkei ist von allen islamischen Ländern am nächsten an diese Quadratur des Kreises gekommen. Aber es ist fast hundert Jahre her, dass Atatürk sich an die Säkularisierung machte, und die Voraussetzungen von damals sind nicht mehr gegeben. Der Islam war schwach, seine Länder zum Großteil westliche Kolonien und das ehemalige osmanische Reich am Boden. Atatürk gelang es, den Islam einigermaßen in den privaten Bereich zu drängen, aber er war ein charismatischer Staatsführer, der dem Volk als Ersatzbefriedigung für die Herrenmenschenideologie des Islam die Herrenmenschenideologie des türkischen Nationalismus gab. Und darüber hinaus war die Türkei niemals eine Demokratie im westlichen Sinne, sie war immer ein Obrigkeitsstaat mit starkem Militär im Inneren. Jemand wie Atatürk hätte heute in keinem islamischen Land eine Chance mehr. Selbst ein grausamer Diktator wie Saddam Hussein war gezwungen, die „islamische Karte“ zu spielen.

Aber wenden wir uns lieber unserem eigenen Land zu.

Deutschland und die anderen Staaten Europas haben keine islamische Mehrheitsbevölkerung und es wird auch aller Voraussicht nach noch sehr lange dauern, bis es so weit kommt – zumindest wenn man es über gesamte Länder betrachtet. In einigen Städten oder Regionen hingegen ist das schon in kurzer Zeit unausweichlich. Viele haben die Vorstellung, dass unsere freiheitlichen Demokratien exakt zu dem Zeitpunkt an den Wahlurnen verschwinden werden, an dem die Bevölkerung zu über 50% aus Moslems besteht. Was immer geschehen wird, so wird Europa mit Sicherheit nicht islamisiert werden und die Freiheit verlieren! Das ist viel zu „demokratisch“ gedacht – so als ob der Islam eine demokratische politische Partei wäre wie etwa die SPD oder die CDU, die an die Macht kommen, wenn die Bevölkerung zu über 50% aus ihren jeweiligen Anhängern besteht.

„Destabilisieren“ ist das Schlüsselwort

Es wird früher kommen. Eine in sich undemokratische Bewegung braucht keine Mehrheit, um sich durchzusetzen. Auch Hitler hatte bei der letzten freien Wahl keine eigene Mehrheit, er kam an die Macht, weil er die Unterstützung anderer Parteien gewinnen konnte. Und warum konnte er sie gewinnen? Weil es ihm gelungen war, mit seiner Minderheit und mit seinen SA-Horden die Weimarer Republik dermaßen zu destabilisieren, dass sie quasi unregierbar geworden war und dass die konservativen Parteien dachten, der Bock als Gärtner wäre besser als gar kein Gärtner und würde den Gartenbau schon aus ihrem weisen Munde erlernen, wenn man ihm nur die grüne Gärtnerschürze der Macht umbindet. Das war ein fataler Irrtum – und zwar einer, der absolut vorhersehbar war. Es ist meist ein fataler Irrtum, wenn man annimmt, man könne erwachsene Menschen erziehen. Wer deutlich sagt, dass er den Garten zerstören will, der wird nicht just in dem Moment von seinen Absichten Abstand nehmen, wo die Gelegenheit dazu zum Greifen nah ist.

Nun ist aber auch nicht anzunehmen, dass es mit dem Islam auf exakt die gleiche Weise geschehen wird, eine islamische Partei vergleichbar der NSdAP halte ich für eher unwahrscheinlich. Aber „Destabilisieren“ ist das Schlüsselwort. Fjordman zitiert Lee Harris folgendermaßen:

„Die Djihadisten sind nicht daran interessiert, in unserem Sinne des Wortes zu siegen. Sie können schon ganz einfach dadurch erfolgreich sein, indem sie die derzeitige Weltordnung unfähig machen, indem sie Bedingungen schaffen, in der die herkömmliche Politik keine Option mehr ist, und damit dem Westen die Wahl aufzwingen, entweder ihren Forderungen nachzugeben oder in Anarchie und Chaos abzustürzen. Es ist verführerisch, diese Vorgehensweise als ‚crash of civilization‘ zu bezeichnen.“

Und die Anzeichen sind bereits sichtbar. Weil ein paar Moslems Flugzeuge in Hochhäuser jagen – extreme Flughafen-Kontrollen für alle. Weil ein paar Moslems das Internet für Terrorplanung nutzen – staatlicher Zugriff auf die Computer von allen. Weil ein paar Muslimas vollverschleiert in Schulen aufkreuzen – die Forderung nach Schuluniformen für alle. Weil Frankreich keine Kopftücher in den Schulen will – Verbot von jüdischen Kippas und großen christlichen Kreuzen. Weil Moslems randalieren, wenn ihre Religion „beleidigt“ wird – Hate-Speech-Gesetze für alle zum Schutz der Moslems vor Redefreiheit und Pressefreiheit. Weil viele Bürger keine Lust haben, Miet- und Arbeitsverträge mit Moslems abzuschließen, weil sie die Reaktionen bei eventuellen Streitigkeiten oder ganz allgemein ein erhöhtes Ärger-Risiko befürchten (und zwar zu Recht!) – Antidiskriminierungsgesetz zum Schutz der Moslems vor der Vertragsfreiheit. Weil jugendliche islamische Straftäter sich nicht von Bewährungsstrafen und Sozialstunden beeindrucken lassen – der Ruf nach härterem Jugendstrafrecht für alle.

Wahl zwischen Pest und Cholera

Der Islam dringt bereits jetzt in unsere Gesetzgebung, unser Verhalten, unsere Freiheit ein. Wir stehen vor der Wahl: Pest oder Cholera. Wir können unsere Freiheiten belassen wie sie sind und damit leben, dass Moslems sie dazu nutzen, Chaos und Kriminalität zu verbreiten und eine Menge Geld zu kosten. Oder wir können diese Freiheiten schrittweise abschaffen und unseren Staat den „westlich orientierten“ islamischen Staaten anpassen, in denen wie z.B. in Tunesien die Polizei durch die Straßen zieht und Frauen das Kopftuch vom Kopf reißt, weil sie keine andere Chance mehr sehen, gegen die radikale Islamisierung, die von unten kommt, vorzugehen. Wir können uns daran erinnern, wie der stark westorientierte Schah regierte. Für unsere Regenbogenpresse war er ein Märchenkönig, für den Westen ein Glücksfall, für Persien ein brutaler Diktator, aber immer noch besser als das, was danach kam. War er einfach nur just for fun böse? Oder konnte er die Opposition des islamischen Volkes gegen seine Westbindung und Modernisierung nicht anders als mit roher Gewalt unterdrücken? Kann das überhaupt irgendjemand? Kann es eine liberale Demokratie, in der die Rechte des Individuums hoch geachtet werden?

Die Frage ist nicht nur: Werden Moslems die Demokratie achten? Die viel wichtigere Frage ist: Kommt die Demokratie mit einer beträchtlichen islamischen Minderheit im Land zurecht?

Wenn man eine Gruppe von 20 Musikschülern hat, die wirklich interessiert sind, musizieren zu lernen, dabei vielleicht auch mal ein bisschen über die Stränge schlagen, was man aber tolerieren und – wenns zu doll kommt – mit ein paar Worten ganz gut in den Griff bekommt, dann ist die Chance hoch, dass diese Gruppe wirklich zu einem guten Orchester wird. Wenn man aber nur zwei Rabauken als „Bereicherung“ in diese Gruppe aufnehmen muss, die nicht das geringste Interesse an Musik haben, dafür aber umso mehr Interesse daran, die Gruppe zuerst zu tyrannisieren, um sie später zu beherrschen, dann ist die Gruppe zerstört. Entweder man formt sie in Richtung militärischen Drills mit harten Sanktionen für jedes Fehlverhalten um und tötet damit die Kreativität, das gegenseitige Vertrauen, die Freude am musizieren, die Hoffnung auf Erfolg. Lange bevor man hart genug ist, dass es den Rabauken ungemütlich wird, werden die sensibelsten Schüler – und vor allem die besten, nach denen sich andere Orchester die Finger lecken – gehen und andere resignieren. Oder man versucht, die Eltern der Rabauken in Rabaukenkonferenzen dazu zu bewegen, Lippenbekenntnisse abzugeben, dass sie die Hausordnung über das Heilige Buch des Rabaukentums stellen. Wenn sie sich schwach fühlen, werden sie das Lippenbekenntnis abgeben, aber nicht daran denken, es auch so zu meinen. Wenn sie sich stark fühlen, nicht einmal das. Es braucht keine demokratische Mehrheit von Rabauken in der Gruppe, um sie zu zerstören, die Qualität der Musik, von der man lebt, in den Dreck zu ziehen, und die Besten zu verjagen, während sich die Schlechtesten den Rabauken anbiedern.

Man braucht keine demokratische Mehrheit von Moslems, um den crash of civilization herbeizuführen, der die Demokratie zerstört.

Anmerkung:

Ich möchte wirklich jedem PI-Leser empfehlen, sich an einem Regensonntag den Fünfteiler von Fjordman – zumindest Teil fünf, der das Wichtigste grob enthält – zu Gemüte zu führen. Er fasst das Thema sehr weit, bringt eine Unzahl von Beispielen aus aller Welt, kennt den Koran, die islamische Geschichte und Gelehrsamkeit. Es wird klar, dass er die Frage „Ist der Islam mit Demokratie kompatibel?“ für sich mit nein beantwortet hat, aber er macht das in seinem Essay nur sehr indirekt. Es ist absolut kein manipulatives Pamphlet, wir brauchen keine Menschen, die vertreten, was man ihnen als die „richtige Meinung“ vorsetzt – von der Sorte haben wir leider viel zu viele. Wir brauchen Menschen, die nach Wissen streben und selber Antworten finden.

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16 KOMMENTARE

  1. Danke für diese Zusammenfassung, Eisvogel. Ich habe díe fünf Teile zwar schon im Original gelesen, aber ein Abstrakt hat noch nie geschadet. Es wäre übrigens schön, wenn durch Fjordman PI bzw. „Acht der Schwerter“ auch mal auf „Gates of Vienna“ oder anderen US-Blogs Erwähnung finden würde. Man hat so manchmal das Gefühl, Deutschland taucht in der Wahrnehmung der int. Anti-Jihaddis nicht auf…

  2. @#1

    Ganz meiner Meinung…Vernetzung und die entstehenden Synergieefekte sind das A & O…ansonsten koennen mer einpacken

  3. @1 WiredDragon

    Doch, doch. Deutschland taucht schon sehr häufig auf. Aber wenn du die internationale Antidschihadis auf die 2-3 große Engländer reduzierst, dann hast du recht. Sie beschäftigen sich übrigens auch mit dem Rest wenig. Wenn sie sich mit Europa auseinander setzen, dann zumeist nur mit Skandinavien und mit England. Und europäische Blogger sind für die nicht erwähnenswert, außer jetzt der Finnische Blogger, der mit der Polizei zu tun hatte. Dafür schreiben andere europäische Blogger auch über uns. Wir müssen uns eben auch an den anderen europäischen Blogger halten, denn die sind uns näher.

  4. Das Aneignen von Wissen über den Islam, seien es die islamischen Schriften Biographien wichtiger Persönlichkeiten im Laufe der Jhd., die islamische Geschichte, muslimische Organisationen, wird in Kreisen der Islamkritik leider viel zu sehr unterschätzt.

    Ein freundlicher Umgangston zu Muslimen, garniert mit einer kleinen Portion Wissen, bewirken in einer Diskussion mit Ihnen manchmal Wunder. Mindestens ein Muslim hat sich jedenfalls in unserem Forum den Fragen gestellt, und hat laut eigenen Angaben dank der kritischen Fragen einiger Benutzer im Forum und bestimmter Beiträge den Islam verlassen.

    Man müsste verstärkt Überteugungsarbeit in muslimischen Foren betreiben.

    MfG Euer Missionar Bariloche

  5. Der Vergleich mit dem Orchester ist mit der beste, den ich bisher gehört habe!
    Treffend den richtigen Ton angespielt!

  6. Ich hatte die Essays von Fjordman nur zum kleinen Teil gelesen, da mir alles zuviel zum lesen war, aber nach diesem Beitreg muss ich es jetzt doch einmal richtig lesen. Sehr guter Beitrag übrigens!

  7. „Ist Islam mit Demokratie kompatibel?“

    NEIN! – Ich habe bisher nur die Zusammenfassung lesen können und sehe mich schon damit in meiner eigenen Ansicht gänzlich bestätigt.

    Aus dem Bauch heraus geredet, sehe ich in Sachen Demokratie ein weiteres Problem: Die hiesige Parteienlandschaft als solche sowie die Möglichkeit der Bürger alles vier Jahre einmal ein Kreuzchen zu machen, führt zu solch seltsamen Vorkommnissen wie u.a. in Köln, wo nun ein islamischer Prachtbau entstehen soll, während die schweigende Mehrheit der Wähler genau das, was alle Parteien z.B. in Köln einstimmig befürworten, NICHT wollen.

    Es bedarf unfassender Analysen, um an des Pudels Kern zu gelangen, daher ist das hier nur eine Andeutung.

    Alle Leute, die ich kenne, sind gegen den Islam eingestellt, betrachten diesen als fremd und wollen keinerlei Islamisierung. Ich frage mich: Geschieht hier etwas wider den Willen der Wähler?

    Und wenn ja – mit welchen Tricks?

    „Integration“ heißt nichts weiter als Islamisierung unserer westlichen Zivilisation.

    Wenn ich z.B. nach Indien fahre und mich dort integrieren will, dann muss ich mich an die Hidu-Kultur anpassen und nicht eine riesen Kirche oder was auch immer bauen. Der Bau einer Moschee wie in Köln ist Ausdruck dessen, was der Islam über unsere Zivilisation denkt.

    Wenn eine Islamisierung verhindert werden soll, bedarf es der Organisation entsprechender politischer Kräfte.

    Es bedarf der Medien – Internet ist wohl das wirkungsvollste (siehe PI).

    Es bedarf rhetorisch geschulter Leute, die auf relevanten Info-Veranstaltungen laut und deutlich ihre Finger in die Wunden legen…

    Vor allem aber sind beachtliche Geldmengen erforderlich, um diese Arbeit umzusetzen!

    Für mich war Ralph Giordanos Auftritt ein Schlüsselerlebnis.

    Wahrscheinlich werden es Juden sein, die unsere Zivilisation bewahren, weil alle anderen sofort als „Nazis“ diffamiert werden. Er selbst hat sehr gut dargestellt, wie diese Mechanismen wirken. Und natürlich kam man auch ihm wieder(holt) damit, dass er ja nichts wisse, nichts verstehe, dumm sei usw. – die übliche Muslim-Rhetorik… Was sagte doch der muslim? Man fnge jetzt an mit der Integration, 25 Jahre sei nichts geschehen, aber Parallelgesellschaften gäbe es – obwohl bisher keine Integration stattfand – selbstverständlich nicht! In der Türkei geht es den Christen bestens und in Pakistan sind die kirchtürme noch höher als die Minatrette der Muslime – so tolerant ist der Islam…
    Die Tayiya-Schliche sind immer die gleichen.

    Aus meiner Sicht darf die Basis des Handelns nicht eine andere monotheistische Religion gleicher Tradition sein, sondern der Individualismus. Eine religiöse Auseinandersetzung „Christen gegen Muslime“ ist von vorn herein fruchtlos.

    Unsere Zivilisation definiert sich vor allem nicht über das „Christ-Sein“. die Philosophie des 18. und 19. Jh. hat das Christentum überwunden und die Kirchenmacht gebrochen.

    Umso erschreckender ist es, dass nun – um es mit Schopenhauer zu sagen – „die jüngste und schlechteste“ der monotheistischen Religionen danch strebt, sich des Westens zu bemächtigen. Das End-Ergebnis wird eben nicht eine Integration irgendeines Islam sein, sondern unser aller Untergang. Welche Verhältnisse der Islam schafft, sehen wir in der islamischen Welt selbst.

    Was uns allen blüht, können wir ja bereits oben lesen. Das Orchester-Beispiel ist passend und spiegelt die Realität zahlreicher heutiger Lebenswelten in unseren Großstädten wider.

    Doctore S.

  8. Islamismus in seiner Vollendung – und was sagen die „Linken“ dazu? Sie schweigen, wie immer, wenn es um Menschenrechte für Frauen geht!

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    Überall in Kano lauert die Religionspolizei
    VON HEINRICH BERGSTRESSER, 18.05.07, 21:55h KSTA

    Seit Einführung der Scharia darf eine Frau nur in Begleitung ihres Mannes Verkehrsmittel benutzen.
    Kano – Schwarzblaue Auspuffgase Tausender Mopeds verpesten die trockene und heiße Luft und erzeugen jeden Tag aufs Neue einen blaugrauen stinkenden Schleier über der Stadt. Diese preiswerten Dreckschleudern sind zum dominanten öffentlichen Verkehrsmittel im weitläufigen Kano in Nigerias Norden aufgestiegen. Auch für Frauen. Denn andere Verkehrsmittel sind rar geworden. Aber mit dabei sein muss immer der Ehemann oder ein naher Verwandter. Denn seit Einführung der Scharia darf eine muslimische Frau nur in Begleitung dieses Transportmittel benutzen. Überall lauern Religionspolizisten, kontrollieren scharf und unnachsichtig Fahrer und weibliche Fahrgäste und verurteilen an Ort und Stelle vermeintliche Sünder.

    Inmitten der stinkenden Abgase suchen alte Frauen und auch kleine Mädchen ihren Weg. Sie sind nicht der strengen Geschlechtertrennung unterworfen, die Frauen in den letzten Jahren stärker als je zuvor an das Haus fesselt. Immer mehr sehen sich gezwungen, einen Gesichtsschleier zu tragen, obwohl traditionell nur ein einfaches Tuch die Haarpracht zu bedecken hatte.

    Hauwa Ibrahim zählt als Anwältin zu den wenigen Frauen, die sich dem entziehen können, allerdings mit Einschränkungen, wie sie selbst zugibt. So habe ihr der Richter im berühmten Steinigungsprozess gegen Amina Lawal 2003 für alle hörbar gesagt, dass sie vor diesem Gericht „ihr Maul“ halten müsse. Auch als Verteidigerin, was seiner Meinung nach sowieso ein Unding sei. Hauwa Ibrahim löste dieses Problem nicht durch Einspruch, sondern versorgte ihre männlichen Mitarbeiter mit schriftlichen Anweisungen, die diese dann dem Scharia-Gericht vortrugen, der einzig gangbare Weg, wie sie betont, dieses System erfolgreich zu unterlaufen.

    Kano war einst eine offene und tolerante Stadt. Zwischen traditionellen und modernen Lebensformen bestand kein grundsätzlicher Widerspruch, und die Stadt hatte sich aufgemacht auf den Weg in die Moderne. So nahm denn auch in den 1980er Jahren niemand Anstoß an der Errichtung einer Brauerei in der Neustadt oder an den überfüllten Tanzsälen und Clubs. Und die ersten Frauen drangen in Männerdomänen wie die Medien und Gerichte vor. Auch nahm niemand Anstoß am Bori-Kult, den vor allem Frauen ausüben. Das eintönige, aber intensive Spiel der Musiker und der Genuss von Marihuana versetzen dabei die Teilnehmerinnen in einen Trancezustand, in ekstatische Tanzbewegungen dem Diesseits entrückt, dafür aber Allah und den Geistern ganz nahe. Dutzende von rauchenden Frauen berauschen sich an diesem Schauspiel, das die ganze Nacht hindurch andauert, wobei die Männer eindeutig in der Minderheit sind.

    Aber genau dieser viel beschworene Pragmatismus der afrikanischen Muslime ist in Nigeria zumindest seit Einführung der Scharia als bindendes Zivil- und Strafrecht in 12 der 36 Bundesstaaten latent bedroht. Kano jedenfalls hat wie die meisten Städte Nordnigerias seinen Charme verloren, ist sozial und wirtschaftlich erstarrt und sein Straßenbild von Männern geprägt.

    Eine informelle Allianz aus einer puristisch orientierten neuen Politikergeneration, niederem Klerus, der zu den Verlierern der gescheiterten Modernisierung gehörte, und islamische Reformbewegungen entdeckten den Islam als politische Lösung aller Probleme und stellen den weltlichen Nationalstaat zunehmend in Frage. Theologisch unterstützt von fundamentalistischen Strömungen aus den arabischen Staaten, mobilisierte diese Allianz die verarmten und ungebildeten Massen muslimischen Glaubens, die nur äußerst geringe Islamkenntnisse besitzen. Diese Allianz zwang schließlich die saturierte islamische Oberschicht, die den säkularen Staat längst akzeptiert hatte, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Für die Masse der Menschen hat sich die Situation aber auch mit der Islamisierung heute nicht verbessert.

    So bestehen in Nigeria seit einigen Jahren säkulares und islamisches Recht nebeneinander, wobei besonders die drakonischen Strafen der Scharia verfassungsrechtlich äußerst umstritten sind. Steinigungsurteile gegen Frauen wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs, Handamputationen wegen Diebstahls, das öffentliche Auspeitschen nach einem Vergehen oder die strikte Trennung der Geschlechter in der Öffentlichkeit haben im übrigen Nigeria und im Westen kurzfristig zu scharfen Protesten geführt.

    Dennoch findet der Strafkatalog breite Zustimmung unter den Muslimen Nordnigerias und teilweise auch unter puristisch orientierten Muslimen anderer Ethnien im Süden. Die Scharia-Protagonisten versuchen allerdings, die Probleme so weit wie möglich pragmatisch zu lösen, und unterwandern archaische Vorstellungen mit Hilfe einer Vielzahl von Möglichkeiten, die das islamische Recht bietet. So dauert dann eine Schwangerschaft eben mal mehrere Jahre, damit bei Abwesenheit oder Tod des Ehemannes das Kind des Liebhabers dem Ehemann untergeschoben werden kann. Auch hatte kein Steinigungsurteil bisher Bestand, wurde spätestens bei den Scharia-Berufungsgerichten aufgehoben, wo im Gegensatz zu den unteren Instanzen islam- und rechtskundige Richter sitzen. Der zunehmend puristische und politisierte Islam versucht angesichts dieser Situation, seine Attraktivität mit lukrativen Bildungsangeboten auch für Frauen zu steigern.

  9. Danke, Eisvogel. Ausgezeichnet, wie du die Destabilisierung kurz darstellst. Sie ist die eigentliche Gefahr, und sie kommt daher, dass keiner sagen will, es ist die Haltung, die wir nicht akzeptieren.

    Wenn sich der Westen dazu durchringen kann zu sagen, dass es um die Haltung geht, dann kann er auch sagen, Kopftuch nein, Kippa ja.

    Es wird sweit kommen. Wir müssen einfach weitermachen.

    Einer der Initianten der Anti-Minarett-Initiative ion der Schweiz sagt ganz einfach, der Islam sei keine Religion, sondern eine Kreigserklärung an das Christentum. Der Mann ist zwar Evangelikaler und damit für meinen Geschmack zu fundamentalistisch, aber seis drum, er schmeisst keine Bomben.

    Und der Gedanke wird diskutiert werden – er kann es begründen, was er sagt.

    Einfach weitermachen. Analysen wie diese hier helfen weit.

  10. @ #5 Bariloche

    „Ein freundlicher Umgangston zu Muslimen, garniert mit einer kleinen Portion Wissen, bewirken in einer Diskussion mit Ihnen manchmal Wunder.“

    Kann es sein, daß wir Schweinefleischesser vom Islam mehr Ahnung haben als die Moslems?

    Bisher bin ich immer an der Sura al baqara gescheitert, weil sie zum einen ziemlich lang ist und ziemlich schnell zwischen den Themen gesprungen wird.

    Das fand ich immer verwirrend.

    http://www.salamway.de/forums/index.php?showtopic=3586

    Was ist denn in der zweiten Sure verwirrend?

    2. Dies ist das Buch, das keinen Anlass zum Zweifel gibt, eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen

    216. Zu kämpfen ist euch vorgeschrieben auch wenn es euch widerwärtig ist

    223. Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch, dann kommt zu eurem Saatfeld wie zeitig ihr wollt.

    Damit ich das richtig verstehe: Das ist einer Gold-Mitglied mit 1550 Beiträgen, kennt aber das eigene schlaue Buch nicht?

    78. Es gibt Unbelehrte unter ihnen, die das Buch nicht kennen, sondern nur Wunschvorstellungen; und sie stellen nichts anderes als Vermutungen an.

  11. „…z.B. in Tunesien die Polizei durch die Straßen zieht und Frauen das Kopftuch vom Kopf reißt, weil sie keine andere Chance mehr sehen, gegen die radikale Islamisierung, die von unten kommt, vorzugehen…“

    Irgendwann werden wir uns wahrscheinlich auch nicht mehr anders zu helfen wissen – die tunesischen Sicherheitskraefte sind uns sozusagen um einiges voraus, so absurd das heute noch/auch klingen mag.

  12. @Max-Emanuel:

    Wir müssen in unserem Forum den Muslimen auch ständig Ihren eigenen Glauben erklären. Die Reaktionen der Muslime sind zum Teil recht amüsant, driften sie doch schnell in einen beleidigenden Umgangston ab, nachdem Ihnen die Argumente ausgegangen sind.

    Schau doch mal bei uns vorbei..;-)

    MfG Bariloche

  13. Also ich halte Fjordman schon seit langem für so mit das Beste, was es gibt im Netz.
    Trotzdem nimmt die Qualität seiner Artikel in letzter Zeit leider ab: Sie sind kürzer, bestehen teilweise NUR noch aus Anekdoten und sind generell nicht mehr so interessant… Aber das ist meckern auf hohem Niveau in diesme Fall.

  14. Fjordmans Analyse findet meine völlige Zustimmung. Allerdings bietet sie kaum Anlaß für Hoffnung. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die politisch einflußreichen Europäer erst zur Einsicht kommen, wenn es für Gegenmaßnahmen zu spät ist. Der Zug in Richtung Islamische Gottesdiktatur Europa scheint mir bereits abgefahren zu sein.

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