BBC stellt in einer Dokumentation die Scharia vor und zeigt Gründe dafür, warum das muslimische Religionsgesetz auch in Großbritannien eingeführt werden müsste…

Zweiter Teil des Videos am Ende dieses BeitragsDie junge muslimische Reporterin, die die Dokumentation leitet, sagt:

„Ich lebe in London. Als britische Muslimin, kann ich in eine Moschee gehen um zu beten, meine Kinder in eine islamische Schule schicken und ein Kopftuch tragen. Meine Banken offerieren mir sogar islamische Hypothekarzinssätze und Sparkonten. Aber wenn ich islamisch heiraten oder mich islamisch scheiden lassen will, oder ein islamisches Testament hinterlassen will, wird es nach britischem Recht nicht anerkannt. Darum wollen eine grosse Zahl britischer Muslime ihr eigenes Rechtssystem, die Scharia. Ich bin aber auch nicht sicher, ob ich unter islamischem Gesetz leben will.“

„Der Ruf, der diesem Gesetz vorauseilt, spricht von Enthauptungen, Steinigungen, Amputationen und Frauenmisshandlung. Und jüngste Bilder über Gewalt in Pakistan erinnern uns daran, dass es sich dabei um ein brennendes Problem handelt. Darum gehe ich an ein Scharia-Gericht in ein anderes Land, um die Anwendung islamischer Rechtsprechung zu sehen.“

Doch vor ihrer Reise macht die Reporterin ein paar Interviews:

„Wenn ich das Wort Scharia erwähne, woran müssen Sie dabei denken?“

Ein Mann:

„Gut, ähm, das hat doch etwas damit zu tun, dass Frauen sich verschleiern, oder?“

Eine Frau:

„Scharia?, nie davon gehört!“

Eine andere Frau:

„Scharia? Klingt wie eine Weinsorte.“

Ein junger Mann:

„Das ist doch das islamische Gesetz, jaaa…“

Ein anderer Mann:

„Ich denke dabei wahrscheinlich an den Nahen Osten und das dort gültige Gesetz.“

Wieder der andere:

„Ich weiss nicht viel darüber, um ehrlich zu sein. Wissen sie, es ist ziemlich direkt.“

Eine blonde Dame:

„Meine laienhafte Interpretation des Gesetzes ist, dass es für Frauen unterdrückend sein kann.“

Ein Mann mit Glatze:

„Unterdrückend, dafür halte ich es.“

Eine Frau mit Locken:

„ Es ist ein wenig einschüchternd vielleicht und manchmal…“

Wieder ein anderer Mann:

„ Wie ich es wahrnehme, ist es ein aufgedrücktes Gesetz und das ist nicht der britische Weg.“

Noch einmal der Mann mit Glatze auf die Frage, wie es wäre, wenn die Scharia in Grossbritannien für Muslime eingeführt würde:

„Ich denke nicht, dass sie eingeführt werden sollte.“

Die Frau mit den Locken auf dieselbe Frage:

„Sie wären glücklich damit.“

Beim Imamrat taucht die Frage nach der Möglichkeit von Adoption nach Scharia-Recht auf. Scharia in Aktion, mitten in London:

„Jedes von ihnen (den Kindern) wird von jemandem aufgenommen werden, der einen anderen Glauben hat oder vielleicht gar keinen Glauben.“ „Adoption kann nicht wirklich akzeptiert werden. Keine Adoption.„

Eine morgendliche Radiosendung berichtet über die Scharia auf „BBC Asian Network“. Eine neue Umfrage hat ergeben, dass fast 40% der britischen Muslime möchten, dass die Scharia eingeführt und ins britische Gesetz integriert wird. Die Muslime möchten ihr Leben durch ihr eigenes Scharia-System geregelt haben.

Dazu die Muslima-Reporterin:

„Die Scharia wird in Grossbritannien Heiraten, Besitzfragen, Sorgerecht und andere Familienstreitigkeiten regeln. Aber wie geht das am gegenwärtigen britischen Gesetz vorbei? Es gibt ein Land in dem das geht, dort gehe ich jetzt hin…“

Nigeria: Das Rechtssystem in Nigeria basiert auf britischem Gesetz. Während der letzten 7 Jahre haben einige nördliche Gebiete, in denen die Muslime in der Mehrheit sind, die Scharia nebenher eingeführt, auch in der Hauptstadt. Scharia ist nicht etwas, das man auf den ersten Blick auf der Strasse sieht. Die britische Reporterin ist wie viele Muslime in Grossbritannien mit einer bloss vagen Vorstellung aufgewachsen, was Scharia bedeutet. Sie hat die Scharia nie wirklich erlebt.

An der Gusau Sekundarschule für Knaben fragt der Lehrer:

„Was ist Scharia? Viele Leute wissen nicht, was Scharia wirklich bedeutet. Woher kommt das Wort Scharia? Von einem arabischen Wort. Es ist abgeleitet von einer Wortwurzel, die „Strasse“ bedeutet. Es st die Strasse die zum allmächtigen Gott führt. Die gesetzliche Bedeutung von Islam ist totale und absolute Unterwerfung unter den Willen des allmächtigen Allah. Scharia und Islam – Scharia und Islam gehören untrennbar zusammen. Ja, Scharia und Islam gehören untrennbar zusammen. Sie sind eins. Dem allmächtigen Allah zu folgen nach seinen Geboten bedeutet, dass ein Muslim keine Wahl hat – egal wofür er sich interessiert, egal was er mag, er muss den Geboten des allmächtigen Allah folgen, ob es ihm passt oder nicht.“

Ein Scharia-Gerichtshof in Nigeria wird vorgestellt, an dem das Gesetz nach dem Koran, den die Muslime für das Wort Gottes halten, ausgelegt wird. Alle Entscheide hier werden von Richter Issah (der Name deutet soviel wie Jesus auf Arabisch) gefällt. Auf die Frage nach der Einführung der Scharia in Grossbritannien und über mögliche Konsequenzen antwortet Issah:

„Sie werden unsere Tradition schon noch kennenlernen, da besteht kein Zweifel. Während sie hier sind, werden Sie viel lernen. Sie werden sehen, dass wir verschiedene Fälle haben. Zivile und kriminelle.“

Nord-Nigeria 2001: Als die Scharia eingeführt wurde, wurden ehemals gut funktionierende Gemeinschaften auseinandergerissen. Christen und Muslime gerieten blutig aneinander. Die Scharia – Gegner wurden eingeschüchtert mit Geschichten aus Saudi-Arabien und dem Iran; Geschichten von Männern und Frauen, die brutal geschlagen oder zu Tode gesteinigt wurden. Für viele ist das Scharia. Die nigerianischen Auseinandersetzungen forderten über 300 Tote und Tausende Vertriebener.

Ist heute 7 Jahre später die Scharia ein brutales System in Nigeria? Oder wie die Muslime es sehen ein friedliches, allumfassendes Gesetz? Im Gericht sitzen Männer und Frauen nach islamischer Tradition getrennt. Formell kann jeder Bürger zwischen britischer Gesetzgebung und Scharia wählen. Die Muslime wählen alle die Scharia. Aber wenn sie nicht mit dem Urteil einverstanden sind, können sie sich ans Obergericht wenden.

Eine Frau kommt vors Scharia-Gericht weil sie Unterstützung von ihrem entfremdeten Mann sucht. Obwohl sie ihn verlassen hat, ist er nach Scharia verpflichtet, sie zu unterstützen. Er behauptet, er hat; sie behauptet, er hat nicht. Ihr Wort gegen seins. Wird sie als Frau Recht bekommen in einem islamischen Gericht?

Der Richter sagt:

„Da es einen Streit gibt, ist die Versorgungslage durch das islamische Gericht so, dass sie bei Allah schwören muss. Sa’adiyya, bist du bereit den Eid auf dich zu nehmen?“

Sie stimmt zu. Bevor sie das heilige Buch berühren darf, muss sie sich jedoch draussen reinigen.

Der Richter auf die Frage, ob das Scharia-Gericht ein Religionsgericht sei:

„Man kann das so sagen. Ein Scharia-Gericht, wie ich ihnen schon gesagt habe. Sie können Scharia und Islam nicht voneinander trennen. Sie können Scharia und Religion nicht voneinander trennen. Daher sind alle Prozesse eine Religionsangelegenheit ausser in bestimmten Fällen.“

Die Muslime bringen dem Koran grenzenlosen Respekt entgegen. Die Frau muss schwören:

„Ich, Sa’adiyya Ibrahim, schwöre beim einen Allah, keine Gottheit ist über ihm, beim heiligen Koran, dass mein Mann mir in den letzten 11 Monaten nichts zu essen gegeben hat. Wenn ich nicht die Wahrheit sage, soll Allah mir von jetzt an und in Zukunft keine Wünsche mehr erfüllen.“

Jetzt weiss der Richter, was zu tun ist:

„Das Urteil lautet, dass Sie, Hantsi Yahya, Ihrer Frau 29‘440 Naira (180 Pfund) zahlen müssen, weil Sie sie nicht ernährt haben. Sie sind entlassen, danke.“

Der Schwur reichte dem Richter aus, um zu Gunsten der Frau zu entscheiden. Das war’s, Fall geschlossen, keine Widerreden.

Der Richter erklärt:

„In der Scharia muss das göttliche Gesetz zur Anwendung kommen. Am Obergericht hingegen, ist das Gesetz Menschenwerk. Der Einzelne, die Bevölkerung oder der Staat macht das Gesetz. Die Scharia hingegen ist göttliches Gesetz. Niemand darf es verändern.“

Der Richter kennt sich nicht nur in Rechts- sondern auch in Religionsfragen aus, darum kommen die Leute auch mit religiösen Themen zu ihm. Eines der wichtigsten Themen im Islam sei Vergebung und Versöhnung … Soziale Harmonie sei der Schlüssel zu einem guten islamischen Leben. Die Gemeinschaft ist wichtiger als das Individuum.

Ein Nigerianischer Moslem sagt:

„Allah gehört alles. Alles, von dem Allah wünscht, dass es geschieht, wird sicher geschehen. Wenn es nicht geschieht, hat Allah es nicht gewollt.“

Was dem muslimischen Richter nicht gefällt ist, dass die britische, muslimische Reporterin kein Kopftuch trägt. Sie behaupte eine Muslimin zu sein und bedecke ihr Gesicht nicht. Wie kann das sein? Das gehört dich doch nicht für eine Dame. Dass Frauen sich verschleiern sollen, steht schliesslich im Koran. Und der allmächtige Allah hat alle Frauen obligatorisch darauf verpflichtet. Sonst könnte sie noch soweit gehen und Männer verführen. Darüber entzündet sich eine heftige Diskussion. Bescheidene Kleidung reicht nicht, eine Frau gehört unters Kopftuch. Wenn der Allmächtige Instruktionen gibt, hat niemand zu fragen warum und basta. Da gibt’s nichts zu fragen. Ob etwas gut oder schlecht ist, spielt keine Rolle, Gehorsam muss sein!!!

In Nigeria ist es immer noch eine Frage der eigenen Entscheidung, ob man nach der Scharia lebt oder nicht, darum kann niemand zum Tragen des Kopftuchs gezwungen werden. Aber im Afghanistan der Taliban, im Iran oder in Saudi-Arabien ist das Nicht-Tragen eines Kopftuches ein schweres Verbrechen.

Die Reporterin geht zu einer verschleierten Frauengruppe und fragt, ob sich die Frauen unterdrückt fühlen. Dort scheinen alle mit dem Kopftuch glücklich zu sein. Kopftuch tragen müssen sogar die kleinen Mädchen. Seit der Scharia wurden Alkoholiker und Prostituierte verbannt, das kommt gut an. Ausserdem sind Schulen für Frauen aufgegangen. Dank der Scharia dürfen Männer ihre Frauen nicht mehr ungestraft schlagen.

Vor ein paar Jahren hatte die Reporterin über die Steinigung einer nigerianischen Frau berichtet, die Ehebruch begangen hatte und dafür zur Todesstrafe verurteilt worden war. Sie war schwanger und unverheiratet… Der Mann wurde nie belangt. Ihre Aussage, er hätte versprochen, sie zu heiraten, war irrelevant für das Gericht. Die Aussage einer Frau ist immer noch halb so viel Wert wie die eines Mannes. In Ehebruch-Verhandlungen, kann eine Frau gar nicht als Zeugin aussagen. Wieso? Weil es in der Scharia nicht vorgesehen ist. Und wenn eine Frau vergewaltigt wurde, kann der Täter nur auf Grund von vier zuverlässigen Zeugenaussagen verurteilt werden, oder die Frau ist schuld. Sie hätte eben lauter schreien müssen… Im Normalfall werden Vergewaltigungsopfer nicht geschützt, sondern bestraft, als hätten sie Ehebruch begangen. Das bedeutet: Sie werden gesteinigt!

Die Reporterin erlaubt sich einem Muslim die Hand zu schütteln – ein Vergehen, das den Richter zur Weissglut bringt. Schon wieder ein Verbrechen gegen die Scharia! Dafür muss sie Gott jetzt inständig um Verzeihung bitten.

Der Richter hat auch das Recht Steinigungen oder Amputationen zu verhängen, obwohl diese Urteile dann zuerst in die Berufung gehen. Stehlen gilt als Schwerverbrechen: Gefängnis oder sogar Hand, ab!

Die Christen sind in Nigeria eine Minderheit, müssen aber angeblich keine Verfolgung fürchten. Im Einzelfall: Eine muslimische Mutter hat ihre 13-jährige Tochter gegen ihren Willen und gegen den Willen des Vaters zur Muslimin konvertieren lassen und mit einem Muslim verheiratet. Doch der Vater kämpft um seine Tochter, will dass sie eine Ausbildung bekommen kann. Der Vater appelliert ans Obergericht, jetzt entscheidet sich, nach welchen Prinzipien gemessen wird. Das Obergericht hört nur den Vater an, das Mädchen ist gar nicht zu sprechen, der Vater kann im kein Englisch und versteht im Obergericht nichts.

Vergewaltigte Frauen gelten nach der Scharia als Ehebrecherinnen. Amputationen sind als Strafmittel vorgesehen, auch wenn die Scharia in Nigeria anders ausgelegt wird als bei den Taliban in Afghanistan, in Saudi-Arabien oder Iran, wo Leute geköpft und gesteinigt werden.

Richter Issah über die Einführung der Scharia in Grossbritannien:

„Um die Scharia in ihrem Ganzen einzuführen, müssen sie nur der Verfassung treu bleiben. Sie müssen ein Gesetz einführen, das ihre Interessen schützt, denn der Grundgedanke der Scharia, ist die Interessen der Menschen zu schützen. Die Briten brauchen die Scharia selbstverständlich, wenn sie Muslime sind. Wie ich Ihnen schon gesagt habe, müssen Muslime nach der Scharia leben. Scharia ist wie Blut und Boden oder das Leben des Einzelnen. Wenn er Muslim ist, kann er nicht ohne sein. Er muss sich daran halten. Das britische Gesetz, muss ihm erlauben, danach zu leben. Sie berufen sich nämlich auf die Menschenrechte und wenn sie nicht nach der Scharia leben dürfen, wird ihr Recht beschnitten, was eine Ungerechtigkeit ist.“

Gute Nacht Britannien,es war schön, dich gekannt zu haben…

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