PI-Interview mit HC Strache in JerusalemIn Österreich hat der Israel-Aufenthalt des FPÖ-Parteiobmanns Heinz-Christian Strache mit der „European Freedom Alliance“ viel Aufmerksamkeit erregt. Claus Pandi, Ressortleiter Innenpolitik der Kronen Zeitung, der auflagenstärksten Tageszeitung Österreichs, begleitete Strache drei Tage lang und veröffentlichte diverse interessante Artikel wie beispielsweise „Rätselrallye im Heiligen Land“.

Pandi hatte auch ein Videoteam mit zwei Kameramännern, einem Regisseur und einem Tonmann im Marschgepäck. Die einstündige Video-Dokumentation mit diversen Interviews und den spannendsten Reisepunkten wird Dienstag Abend um 22:35 Uhr im österreichischen TV-Sender „Puls4“ ausgestrahlt. Bemerkenswert ist der Umstand, dass Pandi der Ehemann der Pressesprecherin des österreichischen Bundeskanzlers Werner Faymann (SPÖ) ist. Wenn er also zu positiv über Strache berichtet, dürfte es zuhause gehörigen Ehekrach geben.

Strache im Gespräch mit Claus Pandi, Ressortleiter Innenpolitik der Kronen Zeitung

Aber es ist nun einmal kaum wegzuleugnen, dass der Falco der österreichischen Politik in Israel eine gute Figur machte. Er scheint langsam Orientierung auf seinem außenpolitischen Weg zu finden, auch wenn er sich offensichtlich immer noch die Hintertürchen zur arabischen Welt freihalten möchte. Doch in Kenntnis der vielen Gefahren der Islamisierung, die sich auch in Österreich immer deutlicher bemerkbar machen, rückt er schon aus Solidarität heraus immer näher an Israel heran.

Strache in Yad Vashem

Es dürfte bei klarer Analyse der Situation für ihn in Zukunft nur eine Richtung geben: Weg von der immer wieder zitierten traditionellen österreichischen „Neutralität“ hin zu der klaren und kompromisslosen Linie von Geert Wilders und René Stadtkewitz. Philip Dewinter von Flaams Belang scheint sich ohnehin schon sehr nahe an dieser Linie zu bewegen, ebenfalls Kent Ekeroth von den schwedischen Demokraten. Wenn Strache eine wirklich starke Führungsfigur ist, dann muss er sich früher oder später gegen die proarabischen und antisemitischen Positionen in seiner Partei durchsetzen. Und sich auch stärker von Andreas Mölzer distanzieren, der dieser Fraktion zuzurechnen sein dürfte (siehe: Junge Freiheit 2007 über Kooperationsversuche von Andreas Mölzer mit NPD und DVU).

Mölzer und Strache

Der scharfrechte Politiker und Journalist, neben dem jüdischen Wiener Gemeinderat David Lasar und dem Landtagsabgeordneten Hilmar Kabas das vierte Mitglied der israelischen FPÖ-Delegation, enthielt sich im Januar 2005 seiner Stimme bei der Abstimmung über die Entschließung des Europäischen Parlaments zum Gedenken an den Holocaust sowie zu Antisemitismus und Rassismus anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz-Birkenau. Eine solche Einstellung lässt tief in die Gesinnung von Mölzer blicken. Er vermittelte während der Israelreise durch seine nonverbale Kommunikation auch den Eindruck, dass ihm eine allzu freundschaftliche Verbindung mit Israel nicht wirklich vollumfänglich ein Anliegen ist. So manche Geste, Mimik und auch der eine oder andere Zwischenton ließen eine gewisse Distanz zu dem Ziel der Reise erkennen, das die anderen Vertreter der FPÖ augenscheinlich mit größerer Inbrunst und wesentlich glaubwürdiger verfolgten.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass Mölzer bei seiner kurzen Rede in Jerusalem vor israelischen Repräsentanten äußerte:

„Wir werden vielleicht keine Freunde werden, aber möglicherweise Partner mit gemeinsamen Interessen.“

FPÖ-Delegation

Wenn Strache antisemitische Strömungen in der FPÖ toleriert, wird es wohl über kurz oder lang zu einer parteiinternen Zerreissprobe kommen. PI konnte am letzten Abend des Israel-Aufenthaltes ein ausführliches Interview mit Heinz-Christian Strache führen:

Foto-Impressionen von Heinz-Christian Strache in Israel:

(Text & Interview: Michael Stürzenberger / Kamera & Fotos: nockerl)

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57 KOMMENTARE

  1. Ich kann es nicht abwarten hier auf PI die ersten Leser abzuwarten die wieder „Nazi“ schreihen werden.

    Naja immer den ersten Stein werfen, das lässt einen selber in Unschuld baden.

    Nebenbei für die Anti-Fa Szene sind wir alle Nazis, incl. Stadtkewitz, Wilders und Co.

  2. #1 Alchemistz123

    OK – die Selbstbeschuldigung ist ein guter dialektischer Kniff, das wusste schon Wilhelm Busch:
    Selbstkritik, gesetz den Fall ich tadle mich
    hab ich 1. den Gewinn
    dass ich hübsch bescheiden bin
    2. sagen sich die Leut
    der Mann ist voller Redlichkeit
    3. nehm ich diesen Bissen
    vorweg den anderen Kritiküssen
    und hoffe 4. ausserdem
    auf Widerspruch, der mir genehm

    aber beim Nazivorwurf stelle ich doch unmissverständlich klar, dass die grössten real existierenden Nazis die Islamnazis sind und deshalb fordere ich, vielleicht im ersten Moment überraschend, Nazis raus! Kommt auch gut bei Kopftuchnazis und Zottelbartnazis.

  3. Das wird die Linken aber wieder zur Weissglut treiben. Gut dass man inzwischen erkennt woher die echte Gefahr droht für Freiheit, Demoktatie und Recht. In Israel wird man auch genau wahrnehmen was in Europa abgeht, besonders wenn es um hier ansässige Juden geht die immer stärker unter zugewanderten radikalen Muslimen leiden.

  4. #2 DerBoeseWolf

    Ich meinte nicht, dass Nazis gut sind, sondern dass man nicht jeden islamkritischen Menschen, sofern er nicht gerade sein ausgewählter Favorit ist, als Nazi bezeichnen sollte.

  5. Das zweite Foto ist doch genial. Strache. H.C. Strache. Schaut fast aus wie ein Geheimagent. Oh! Da haben die Linken was zum Grübeln. Wir bauen uns eine Linke Verschwörungstheorie: H.C. Strache ist Mossad Agent!

  6. #1

    Stimmt, mal abwarten, wieviele Neu-Nicks heute auftauchen und wilde Theorien zu abstrusen Verstrickungen absondern.
    😆
    Mossad, Finanzjudentum, zionistische Weltverschwörung und was der gute Agit-Propper sonst noch so im Reperoire hat. 😉

  7. Schon erstaunlich! Vor Jahren wollten Linke und Grüne, auch SPD unbedingt die direkte Demokratie, heute sind sie ganz leise und bedenklich dazu… 😉

    Feine Demokraten sind das wohl nicht! 😉

  8. Am Thema vorbei aber… Bei Frontpage gibt es einen Artikel zu Wikileaks von Ryan Mauro. Im Team wiki ist ein Holocaustleugner und Israelhasser, der obendrein den Islamofaschismus im Iran unterstützt. Ich weiß, dass viele die Idee von wikileaks aus ehrenhaften Gründen gut finden, das Team Assange scheint jedoch eine klare Agenda zu verfolgen, die PI Lesern zuwieder sein dürfte!

  9. Wie antisemitisch soll denn jemand sein, der sich der Stimme enthält (anstatt dagegen zu stimmen) der nach Israel reist, die Jerusalemer Erklärung unterzeichnet und den Juden eine Partnerschaft in Aussicht stellt?

    Man muss jetzt auch nicht immer übertreiben. Vielleicht hat er ja eine kleine Abneigung, aber Österreich scheint ihm weit mehr am Herzen zu liegen und der Rest gibt sich von selbst.

  10. #9 WahrerSozialDemokrat (20. Dez 2010 20:14)

    In Stuttgart wollten sie sie noch vor wenigen Wochen.

  11. Wenn man Strache hört, dann könnte man tatsächlich wieder Hoffnung haben. Es gibt in Europa offenbar noch Leute, welche die Wahrheit klar sehen und sie konsequent aussprechen.

    Aber die Wähler müssen handeln, solange sie noch geheim wählen können.
    Sie müssen handeln und zwar schnell.

  12. Und die „Zeit“ wirft wieder mal mit Dreck.
    guckstu hier
    Es wird „Zeit“ dass derartiger Schmierenjournallie das Handwerk gelegt wird. Wer kauft überhaupt noch diesen Scheiß? Linke Gutmenschen?

  13. Wo bleiben unsere Wikipedia-Kopierer aus der bekannt neutralen Faktenquelle? 🙂
    Beim Thema FPÖ-Israel darf man nie vergessen, wie sehr sich die israelitische Kultusgemeinde unter Muzikant mißbrauchen lässt, um die FPÖ ja für immer als Nazipartei zu diffamieren, von daher kommen natürlich manchmal scharfe Worte retour, aber im Grunde sollten diese Dinge der Vergangenheit angehören!

  14. Ein ganz großes Dankeschön an byzanz für das Interview.
    Für Strache ist diese Reise ein ganz großer Schritt nach vorn. Damit ist er für mich definitiv in die Haider-Liga aufgestiegen. Hoffentlich kann er diesen Kurs daheim auch umsetzen. Zu wünschen wäre es.

    Auf einen Phaeton als Dienstwagen sollte er allerdings besser verzichten.
    #7 JSF: das zweite Foto gefällt mir auch am besten: Strache in Kampfweste.

  15. Zum Glück kommen in dem Bericht von Michael Stürzenberger ja auch kritische Überlegungen bezüglich der letztendlichen Haltung der FPÖ zur Sprache.

    Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich ein Gesinnungswandel in dieser Partei glaubhaft manifestiert. So lange wäre ich jedenfalls vorsichtig und würde das Verhältnis eher als distanziert abwartend bezeichnen.

    Was Strache selbst betrifft, wird er sich wohl so schnell wie möglich von seinen diskriminierenden Äusserungen sexuellen Minderheiten gegenüber distanzieren müssen, wenn er im Politikgeschäft ernst genommen werden will.

    Solange dies nicht geschieht: Bitte keine zu grosse Euphorie 😉

  16. Die arabische und die jüdische Welt warten ganz sicher auf Österreich, Strache und die Neutralität, um endlich den Millionsten Vermittler im Nahostkonflikt zu begrüßen. Vielleicht gibt es als Begrüßungsgeschenk ja ein gerahmtes Photo des österreichischen Innenminister Rösch, wie er seinerzeit den Terroristen Carlos per Handschlag am Wiener Flughafen verabschiedete. Die österreichische Neutralität ist eher berüchtigt denn hilfreich.

  17. #19 Moderater Taliban

    hahahah 😀

    Ja ich glaube der bildet sich ganz schön viel ein auf seine Neutralität, soll der mal zusehen, dass er seinem Land nützt, anstatt hier groß international Karriere machen zu wollen vom kleinen Österreich aus.

  18. #10 HansImGlueck (20. Dez 2010 20:26)
    nu ja was versucht uns der verfasser zu sagen?
    wikileaks ist für israel bis jezt ein riesen gewinn, geradezu ein sieg. was du sagst stimmt unter umständen aber, „an ihren früchten wirst du sie erkennen.“

  19. #13 Stefan Cel Mare (20. Dez 2010 20:29)

    #9 WahrerSozialDemokrat (20. Dez 2010 20:14)
    In Stuttgart wollten sie sie noch vor wenigen Wochen.

    Weil es rechtlich unmöglich ist! Was fordern was nicht möglich ist, kann ich auch!

    Weiterhin wer sollte denn dann abstimmen dürfen, nur Stuttgarter???

    In Alibi-Forderungen sind Linke echt gut!

    „Reichtum für alle!“ und gleichzeitig „Reichtum besteuern!“

    http://3.bp.blogspot.com/_Y0NNg-0cUCw/So0jbMTDamI/AAAAAAAAHMI/RE4NBmQCGHs/

    Das ist doch wirr!

  20. Passt auf !

    Selbst daraus werden die judenhassenden link_innen und grün_innen noch ein Strick draus drehen.

    Ihnen bleibt ja nichts anderes übrig, sie müssen uns jetzt sogar umso mehr fertig machen.

    Der Stein rollt !

    Sie werden auf alt bewertes zurück greifen.

    LÜGEN LÜGEN DEFAMIEREN DEFAMIEREN NAZIS NAZIS NAZIS

    Deshalb ist es wichtig das gerade wir an der Basis sind und quasi Volksaufklärung machen müssen.

    Entschuldigt, aber das muss man mittlerweile ja wirklich so nennen.

    Die Linken werden nämlich die GEZ Maschinerie aktivieren (siehe Geerd Wilders).

  21. Danke, für dieses interessante Interview!

    Aber dieser Schlage gegen Mölzer war m.E. überflüssig. Daß „Antisemitismus“ der Grund für die Stimmenthaltung bei dieser Entschließung des Europäischen Parlaments war, ist für mich nicht ausgemacht.

    Wenn Strache antisemitische Strömungen in der FPÖ toleriert, wird es wohl über kurz oder lang zu einer parteiinternen Zerreissprobe kommen.

    Das liest sich bald schon so, als sehnte man eine Spaltung der FPÖ herbei. Finde ich nicht gut …

  22. byzanz klasse arbeit.
    Antisemitismus ist nicht zu dulden ob von rechts oder links sonst sehe ich die fpö auf einen guten weg.
    An HC Strache weiter so

  23. #20 Alchemistz123 (20. Dez 2010 20:38)
    #19 Moderater Taliban

    Der Heinz Christian hat auf jeden Fall noch viel hinzu zu lernen. Aber wie heisst das so schön ?

    Kommt Zeit, kommt Rat….. 🙂

  24. #21 Alchemistz123 (20. Dez 2010 20:38) #19 Moderater Taliban

    Ja ich glaube der bildet sich ganz schön viel ein auf seine Neutralität, soll der mal zusehen, dass er seinem Land nützt, anstatt hier groß international Karriere machen zu wollen vom kleinen Österreich aus.

    Liebe Freunde: Österreich hat die FPÖ, die wächst und gedeiht. Bundesweit steuert sie auf den zweiten Platz zu, in Wien hat sie den dank Strache schon.
    Und was hat Deutschland?

  25. #29 cruzader

    Deutschland hat jenseits der NPD einen Zoo von Kleinstparteien (REP, PRO, BIW, „Die Freiheit“, u.v.a.m.), die in der Konstellation allesamt keine Chance haben! Andreas Mölzer eben mal „Antisemitismus“ vorzuwerfen und gleichzeitig eine Spaltung der FPÖ herbeizusehen ist daher eindeutig kontraproduktiv.

  26. Der Zoo von Kleinstparteien existiert u.a. auch, weil bisherige Rechts- oder -populistische Parteien immer eine starke antisemitische Strömung beherbergen. Parteien, die ihre Position zu Israel und dem Judentum nicht klären haben nunmal keine Chance. Wilders ist deshalb so erfolgreich, weil er eine klare Meinung vertritt. Zwischen Wilders u.a. liegen z.T. Welten.

  27. @regensburg
    hier wird keine Spaltung herbei gesehen.
    Der Artikel stellt nur die Frage auf welchen Weg die FPÖ geht.

  28. #33 Moderater Taliban

    Man kann und soll auch über Antisemitismus reden. Nur im vorliegenden Fall, ist das ohne jede Basis. Was hier als „Argument“ vorgebracht wird, könnte man ebenso in der taz lesen:

    … enthielt sich im Januar 2005 seiner Stimme bei der Abstimmung über die Entschließung des Europäischen Parlaments zum Gedenken an den Holocaust sowie zu Antisemitismus und Rassismus anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz-Birkenau. Eine solche Einstellung lässt tief in die Gesinnung von Mölzer blicken.

    Erstens war das nicht mehr als eine Stimmenthaltung und zweitens interessiert es offenbar niemanden, weshalb sich Mölzer da enthalten hatte.

    Hier ein Spiegel-Artikel zu Mölzer aus dieser Zeit:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,338876,00.html

    Was Mölzer da sagte, war fraglos richtig:

    Für die damaligen Verbrechen seien Österreicher zwar mitverantwortlich gewesen, „aber die heutige Republik Österreich hat keine Mitverantwortung zu tragen“.

  29. Natürlich darf man den Besuch nicht überbewerten. Immerhin hat auch die Linke mal eine Delegation nach Israel geschickt.

    Allerdings wurde diese noch vor der Küste aufgebracht.

  30. Video: Interview mit HC Strache in Jerusalem

    Schade, daß die FPÖ bzw. deren Vertreter sich nicht deutlicher auf die Seite Israels stellt und immer wieder auf dieser mysteriösen „Neutralität“ beharrt.

    Aber man muß halt auch die proarabische Tradition der FPÖ bedenken, es ist ja noch gar nicht so lange her, daß hochrangige Politiker der Partei Israel sehr scharf verurteilt haben.

    Solidarität mit Israel? Für die FPÖ noch Neuland, eine ungewohnte Übung, die ihre Ursachen natürlich in taktischen Überlegungen hat (Bündnisse mit islamkritischen Parteien im Ausland).

    Am Beispiel Mölzer sieht man, welche Schwierigkeiten der neue Kurs mit sich bringt.
    Die traditionell israelfeindlichen Kräfte innerhalb der FPÖ können sich offensichtlich nur schwer damit anfreunden, nun plötzlich gemeinsame Sache mit Juden/Israelis machen zu sollen.

    Da Politiker meist Opportunisten sind (und nur selten knallharte Überzeugungstäter) liegt es aber durchaus im Bereich des Möglichen, daß sogar ein langjähriger Palästinenserfreund wie Mölzer daran Gefallen findet – wobei die entscheidende Bedingung ist: Ein solcher Kurswechsel muß für den einzelnen Politiker und die Partei insgesamt zu einem konkreten, meßbaren Nutzen führen.

    Kann die FPÖ in der Zukunft ihre Wahlergebnisse verbessern, wenn sie sich auf die Seite Israels stellt – oder droht eher ein Verlust von Wählerstimmen?

    Wie reagieren FPÖ-nahe Millieus in Österreich auf die Israelreise? Welche Wirkung haben die Bilder von der Kranzniederlegung in Yad Vashem? Gibt es mehr Zustimmung oder mehr Ablehnung?
    Was denken die Mitglieder der Partei?

    Es wäre für die Beantwortung dieser Fragen sehr hilfreich, wenn hier auf PI Beiträge über das Innenleben der FPÖ veröffentlicht würden, am besten von Parteimitgliedern.

  31. #10 HansImGlueck (20. Dez 2010 20:26)

    Nicht nur Frontpage berichtet – zu lesen bei heplev:

    WikiLeaks:

    – Das scheint ja ein ganz nett rassistisches – soll heißen: antisemitisches – Clübchen zu sein. Assange ist ganz dicke mit einem antisemitischen Alibi-Juden (wenn er denn überhaupt ein Jude ist) und dessen Sohn diktiert in Schweden – gerne auch mit gefälschten Interview-Auszügen – was die Öffentlichkeit lesen/hören/sehen soll.

    http://heplev.wordpress.com/2010/12/19/schaschlik-140/

    #22 mike hammer (20. Dez 2010 20:39)

    Israel Shamir ist kein Jude, er ist Christ, aber wenn das stimmt, kommt der Hammer sicherlich noch, der ist wirklich gleichzusetzen mit Horst Mahler und schlimmer, ich kann mir nicht vorstellen, bei der Überzeugung, daß er Israel nicht reinreiten würde, wenn er könnte – also abwarten.

    Wiki sogar sagt:

    Schamir und sein schwedischer Sohn Johannes Wahlström sind beide Angestellte („gatekeepers“) von WikiLeaks. Schamir betreut die Auswahl und Verbreitung der Informationen an russische Medien und sein Sohn diejenige an schwedische Medien. Die Journalistin Julia Latynina von der russischen Zeitung Nowaja Gaseta beschuldigte Schamir der Dokumentenfälschung in mindestens einer Instanz.

    http://reason.com/archives/2010/12/14/the-assange-employees

  32. Finde ich gut, dass dieser Artikel die FPÖ nicht blind verherrlicht, sondern auch mal klar aufzeigt, dass es in der Partei auch Schattenseiten in Form von Antisemitismus und Islamophilie gibt.

  33. #35 PI-Regensburg (20. Dez 2010 21:38)

    Was Mölzer da sagte, war fraglos richtig:

    Für die damaligen Verbrechen seien Österreicher zwar mitverantwortlich gewesen, “aber die heutige Republik Österreich hat keine Mitverantwortung zu tragen”.

    Was fuer eine laecherliche Ausrede! Soll sich die heutige Tuerkei etwa nicht fuer den Holocaust an den Armeniern entschuldigen muessen?

    Mölzer iast ein Antisemit und je eher er aus der FP fliegt, desto besser.

  34. #33 Moderater Taliban (20. Dez 2010 21:26)
    „Der Zoo von Kleinstparteien existiert u.a. auch, weil bisherige Rechts- oder -populistische Parteien immer eine starke antisemitische Strömung beherbergen. Parteien, die ihre Position zu Israel und dem Judentum nicht klären haben nunmal keine Chance. Wilders ist deshalb so erfolgreich, weil er eine klare Meinung vertritt. Zwischen Wilders u.a. liegen z.T. Welten.“

    Das sehe genauso.

    Leider ist die „rechte“ Zeitung Junge Freiheit, die eigentlich schätze, noch weit von dieser Einstellung entfernt.
    Der Bericht von Doris Neujahr „Haste mal`ne Kippa“ ist unter dem Niveau von T. Hinz. Wie ein so klarer analytischer Geist zu derartigen platten anti-israelischen Aussagen bzw. Einschätzungen kommt, ist mir unverständlich. Woher kommt dieser unterschwellige Judenhass bei vielen führenden rechten Intellektuellen in Deutschland?

    – die Siedlungsbewegung ist vergleichbar mit den Einstellungen der Islamisten, schreibt Hinz.
    Diese ideologische Kompromisslosigkeit israelischer Siedler, die er feststellt, führt dazu, das sie sich unter arabischen Zivilisten in die Luft sprengen und auf Demonstrationen Juden ins Gas schreien usw.???

    Und warum soll die Delegation einen eigenen Israelischen Staat einfordern? Jordanien ist ein palästinänsicher Staat. Ein neuer Terrorstaat, damit Israel noch effektiver bekämpft werden kann, ist es das was Hinz will? Von NPD-Genossen und anderen Judenhassern wäre diese Einstellung nicht überraschend, aber in einer konservativen Zeitung…?

    – „Zusammen mit dem kollektiven Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem signalisiert das die Bereitschaft, sich den Ritualen und dem Geist der Zivilreligion zu unterwerfen.“

    Das ist einfach nur Quark.Selbstverständlich kann man nicht nur, sondern es ist politisch richtig, die Zivilreligion zu kritisieren und gleichzeitig den Opfern des NS- Massenmord an Juden immer wieder zu gedenken. Wo ist das Problem?

    „Solange daraus (der Besuch als demokratische Salbung – Altsachse) keine Abhängigkeit und Instrumentalisierung folgt, ist das als taktischer Schachzug akzeptabel.“

    Glaubt Hinz, dass die Linken so blöd sind diese angebliche Taktik nicht zu durchschauen?

    Herr Hinz, das ist alles sehr dünn, um nicht zu sagen Dünnpfiff.

    Hinz ist mir schon einmal unangenehm aufgefallen, als er in einem Beitrag vor einigen Wochen auch in der Jungen Freiheit zum Thema Islamisierung von einem altehrwürdigen Islam sprach und die Islamisierungsgegner dafür kritisierte, das sie ihre Politik auf Demonstrationen mit israelischen Fahnen legitimieren würden.

    Man muss sich ein bisschen schämen, Bücher von Hinz im Regal zu haben.

  35. Servus zusammen,
    bin als Leser schon länger dabei und möchte, da aus Österreich, meinen Senf dazu geben.
    Zur „mysteriösen“ Neutralität: Die ist in der Tat mysteriös, aber in Österreich sozusagen Tabuthema. Würde H.C. Strache von ihr abrücken, würde ihn das massiv Wählerstimmen kosten.
    Zum rechten Rand der FPÖ: Die FPÖ beherbergt auch so manchen Ewiggestrigen. Die überwiegende Mehrzahl zählt allerdings nicht dazu, auch wenn durch die Berichterstattung der Mainstreammedien ein anderer Eindruck erweckt wird.
    Die Wahlerfolge der FPÖ resultieren aus dem eindeutigen Auftreten gegen die Islamisierung.
    Nachdem die FPÖ bei vielen noch immer ein wenig als Partei der Outlaws gilt, wäre es wichtig, sie als Teil eines europaweiten Engagements gegen die Islamisierung wahr zu nehmen – die Macht der politisch korrekten Medien ist nicht zu unterschätzen.
    Meiner Meinung nach hat Strache durch diese Israelreise sehr an Kontur gewonnen und der FPÖ – so hoffe ich – eine neue Richtung gegeben: Weg von den Resten der Braunen, hin zu freiheitlichen, abendländischen Werten.
    Richtig gespielt, hat die FPÖ da eine gute Karte in der Hand. Ein Gutteil der Bevölkerung hat nämlich die Schnauze voll und die Wahl in Wien hat gezeigt, dass eindrucksvolle Wahlergebnisse ohne weiteres drin sind.
    Man darf gespannt sein.

  36. #29 cruzader (20. Dez 2010 21:05)

    Liebe Freunde: Österreich hat die FPÖ, die wächst und gedeiht. Bundesweit steuert sie auf den zweiten Platz zu, in Wien hat sie den dank Strache schon.
    Und was hat Deutschland?

    Deutschland hat ein Kabinett voll mit Schwulen, Lespen, Kinderschändern, Mauermördern, Stasi, Altnazi, Neunazi, Linksterroristen und Umweltlügnern, angeFührt von einem Islam Presidenten…Da sind sie stolz drauf.

    Jedes Land weltweit das dieses perverse Frankenstein Panoptikum nicht haben will ist natürlich fragwürdig.

  37. Danke für diesen hervorragenden Artikel!

    Trotzdem werden sich viele finden, die etwas zu bekriteln haben, viele, deren Traum es ist, dass sich die FPÖ (wieder) spaltet. Aber ich hoffe und nehme an, die Blauen haben ihre Lektion gelernt!

    Was das linke Gesudere betrifft, so muss sich die Eiche nicht drum scheren, welche Schweine sich an ihr wetzen (bitte um Entschuldigung bei den echten Schweinen!).

  38. @raymond a: Die Kronenzeitung in Österreich ist in der vollen Bedeutung des Wortes populistisch – die einzige „Linie“, die sie verfolgt, ist für den täglichen Aufreger zu sorgen. Aus einem Artikel darin auf eine spezielle Haltung zu schließen bringt daher wenig.
    Die Krone hat immensen Einfluss – wer in Österreich Kanzler werden will wird das ohne Hilfe der Krone unmöglich schaffen.
    Es ist zu hoffen, dass die Blauen es schaffen, sich dieses Blatt gewogen zu machen. Wäre leicht möglich, denn mit politischer Unkorrektheit hatte man dort nie ein Problem. Eher mit gewissen freundschaftlichen Ansichten für den arabischen Raum.

  39. #39 Zahal (20. Dez 2010 22:37)
    ich beschreibe nur das was bisher alles „ge-leakt“ wurde, das der laden stinkt ist
    für mich nicht überraschend, du hast schon mal was angedeutet in der richtung und wenn
    irgend eine „BEHÖRDE“ unangeneme
    infos über russland heraus
    bringt, zb sauere
    amis oder SO, dann gibt es einen schluck polonium für schamir. mein bischen arabish
    sagt mir das der kerl eher jsrail samir geschrieben gehört 😉

  40. Danke an die Münchner Crew für dieses Interview und den interessanten Bericht! Ich werde meine Meinung über HC Strache überdenken. Ich bin noch etwas skeptisch, aber ich werde mich mit dem Mann und seiner Partei etwas tiefgründiger auseinander setzen. Versprochen 🙂

  41. Lass „Strache“ mal „mache“!
    Alle die ihn fürchten werden ihn in der Luft zerreissen wollen. Lass sie mal machen.
    Es wird ihnen genauso wenig gelingen wie bei Geert Wilders. Das Volk ist nicht dumm, nur die Elite wird steets debieler. Auch Inzucht?

  42. Der israelische Vizeminister Ayoob (Ayub) Kara ist auf Einladung der FPÖ zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Wien. „Ich bin gekommen, um der FPÖ für die Unterstützung in der Gaza-Flotten-Krise zu danken“, sagte Kara am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz mit FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache und dem Europaabgeordneten Andreas Mölzer in Wien. „Als Vertreter von Likud bin ich auf der Suche nach Unterstützung für Israel im Kampf gegen den Terrorismus, der auch ganz Europa betrifft“, so der drusische Politiker, Knesset-Abgeordneter der rechtsgerichteten Regierungspartei Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu.

    Er habe die FPÖ vor seinem Treffen mit Strache in Israel Anfang Dezember nicht gekannt. „Ich habe aber in ihrem Programm nichts gefunden, das nicht koscher wäre.“ „Die Beziehung zwischen Israel und der FPÖ muss sich ändern, denn wir brauchen einander.“ Er habe die Knesset über seine Reise informiert, sagte Kara.

    Das müssen bei der FPÖ ja ganz furchtbare „Antisemiten“ sein …

    http://derstandard.at/1292462375495/FPOe-Einladung-Israelischer-Vizeminister-Kara-in-Wien

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