Im heute bereits verwendeten Interview des Handelsblatts mit dem  Philosophen Peter Sloterdijk gibt es noch eine zweite Stelle zum Ausschlachten. Sloterdijk kritisiert seinen linken Kollegen Habermas, welcher den Nationalstaat abschaffen und die Deutschen in der EU als Zahlmeister untergehen sehen will. Sloterdijk ist der Meinung, der Nationalstaat sei noch lange nicht tot und die EU könne ihn nicht ersetzen, vor allem aus einem Grund. 

Es gebe Traditionen und kulturelle Eigenheiten und – die nationalen Sozialversicherungen:

Offensichtlich hat Habermas über einige Voraussetzungen seiner Thesen nicht richtig nachgedacht. Die Grundrichtung seiner Überlegungen ist ja plausibel und gar nicht unsympathisch. Aber die Basisanalyse fehlt, denn was er nicht sieht, ist die Tatsache, dass die Nationalstaaten heute nicht nur aufgrund ihrer Trägheit, ihrer Traditionen und ihrer kulturellen Merkmale weiter existieren. Sie bleiben am Leben und haben auch weiterhin Zukunft, weil die Solidarsysteme nach wie vor national organisiert sind. Und das heißt: Niemand mehr ist heute Nationalsozialist, aber alle sind Sozialnationalisten. Wir leben bis auf weiteres im realen Sozialnationalismus, weil die Generationenverträge noch überwiegend im nationalen Format abgeschlossen werden, ausgenommen eine nach wie vor eher marginale Tendenz zum Einbau von Migranten in die Nationalsozialkassen. Aber wir sind noch Lichtjahre entfernt von einem länderübergreifenden Sozialstaat.

Eine europäische Transferunion würde doch so etwas schaffen?

Nein. Wir würden dort erst landen, wenn alle Europäer ihre Renten aus Brüssel kriegen würden, so herum würde das vereinte Europa wohl laufen. Man kann es nicht von der anderen Seite her, von den Parlamenten her und den Kommissionen her konstruieren. Der sozialnationalistische Reflex ist nun einmal gegeben, er lässt uns sagen „Ubi bene, ibi patria.“ Ich bin da zu Hause, wo mir mein Altersruhegeld garantiert wird. Meine Heimatgeber sind die Leute, die mir meine Rente ausrechnen. Und solange dies bei uns in der guten alten BfA oder meiner Beamtenkasse passiert, so lange bleibe ich in dieser nationalen Bindung, in der Sozialkassenklausur. Nur wenn man die aufgeben könnte, ließe sich über die Dinge nachdenken, über die Habermas spricht. Aber er baut – wie immer – seine Häuser vom Dach aus.

Sozialnationalismus! Also das Wort ist genial, und es stimmt, wenn man nur an das dauernde Kampfgeschrei mit dem Begriff „soziale Gerechtigkeit“ denkt. Sozialnationalismus, den Ausdruck muß man sich merken! Sozialnationalisten von der SED-Linkspartei bis in die CSU. Stimmt doch! Von Brüssel wollen die Deutschen nie Geld, da wird nur Kohle hingeschoben. Demonstriert wird national und gefordert wird immer nur von Berlin oder den Landeshauptstädten oder vom örtlichen Rathaus! Sozialnationalisten!

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66 KOMMENTARE

  1. Pure Wortklauberei.
    Sowie die Kasse in Bruessel sitzt, wer den Kassenschluessel hat, der sagt wo’s langgeht. Volkesvertreter sind dann nur mehr Brusseldelegierte. Amen

  2. So wie die Dinge heute stehen den Europaern zwei Alternativen gegenueber;
    1] EU
    2] Demokratie

    Der Zug scheint schon abgefahren zu sein, um
    5VOR12 !!!
    UMDREHEN!!!
    DAS IST KEIN WITZ !!!

  3. Gerechtigkeit über alles!
    Soziale Gerechtigkeit, Lohngerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Klimagerechtigkeit…

    Ein Götze, den (möglichst öffentlich und lautstark) anzubeten, sich lohnt. Für diejenigen allemal, die diese „Gerechtigkeiten“ einfordern. Denn das ist eine unendliche Geschichte.

  4. Tja, so ganz schlau bin ich noch nicht daraus geworden, was Sloterdijk wohl wirklich privat denken mag, im Vergleich zu dem, was er öffentlich gerade noch sagen DARF. Es ist ja immerhin erstaunlich, daß in unserer Diktatur Sloterdijk oder auch Bolz überhaupt in der medialen Öffentlichkeit ertragen werden. Ein Grund, daß Sloterdijk noch da ist, ist ganz bestimmt seine linke Abstammung, von rechts wäre da niemand hineingekommen.

    Ein Nebenaspekt ist der, daß die allermeisten Deutschen mehr oder minder Sozialisten sind. Da herrscht ein sehr großer Unmut über die Invasion der Mohammedaner, die EU-Aversion wird auch von Tag zu Tag größer, aber vom aufgeblähten sozialdemokratistischen Wohlfahrtsstaat mit Delegation aller möglichen privaten Risiken an den Steuerzahler von nebenan will sich die deutsche Michaela sicher nicht trennen und libertäres Gedankengut ist hierzulande noch fast unbekannt, leider.

  5. zum gutmenschen ärgern taugt der begriff
    SOZIALNATIONALISTEN wirklich gut.

    und er ist ja auch sehr realitätsnahe.
    generationsverträge auf supranationaler ebene
    sind ja immer noch absolut undenkbar.
    dann müssten die neuen oligarchen es zuerst schaffen, ihre umverteilungsprojekte im ganz grossen stil duchzusetzen. und das wird
    „hoffentlich“ endlich widerstand bewirken.

    und übrigens:
    FASCHISLAM IST UNTERSTE SCHUBLADE

  6. > weil die Generationenverträge noch überwiegend im nationalen Format abgeschlossen werden,

    Ja, aber nur die fiktiven, hypothetischen kontra-faktuellen Verträge (Spekulationen).

    Dieser Disput zwischen Sloterdijk und Habermas ist so fruchtbar wie etwa ein Streit zwischen Links- und Rechtshegelianern.

  7. Weiß nicht!?

    Sind wir nicht schon längst Sozialglobalisten? Und geben das Geld der zukünftigen Rentnern schon jetzt in marode Fremdstaaten-Kassen, in der Hoffnung irgendwas in Richtung Frieden zu bekommen?

  8. für mich ist sloterdijk schon seit jahren der wichtigste deutsche philosoph , weit vor habermas.
    sloterdjik ist einer der wenigen die nicht nur im kreis herumdenken.

    „sozialnationalisten“ ist wieder mal genial gesehen.

  9. #3 zylix

    „Ein Götze, den (möglichst öffentlich und lautstark) anzubeten, sich lohnt.“

    Die herrschende Zivilreligion hat das Jüngste Gericht eben schon etwas vorverlegt. Und vor dem Gesetz sind eben alle gleich, hier ist besonders das AGG zu beachten.

  10. Würde die EU tatsächlich eines Tages den Nationalstaat ersetzen, dann wäre die EU dadurch selbst zum Nationalstaat geworden.

  11. Habermas – wohnhaft in der nahezu nationalbefreiten Zone am Starnberger See – ist m.É. DER geistige Schreibtischtäter und Verfassungsfeind Nummer I in der Bunten Republik Deutschlandistan.
    Er hat uns das Tausendjährige Reich beschert („Unseren täglichen Addi gib uns heute, vergib uns nie unsere Schuld …“) und das ewige antiautoritäre Gesabbel und die Allesversteherei („herrschaftsfreier Dialog“). Die ganze Agenda philosophisch vorgelegt, die bei dem Schlachterssohn im Parteiprogramm der Grünen steht („Ausdünnen“, „Umvolken“, „Verschwinden“) und von den Genossen Merkel und Schäuble in die Tat umgesetzt wird.

  12. #4 allah (20. Dez 2011 16:07)

    Lichtjahre messen die Entfernung und nicht die Zeit…

    ja und? es handelt sich hierbei

    „..wir sind noch Lichtjahre entfernt von einem länderübergreifenden Sozialstaat..“

    nicht etwa um eine physik. Beschreibung, sondern um die rhetorische Figur einer Metapher! man hätte zb. auch „meilenweit“ anstatt „Lichtjahre“ formulieren können, der Satz ist also völlig ok.

    (nur um mal zurück zu klugscheissern 😉 )

  13. Entschuldigung für OT

    Buttersäureüberzug für braunen Süßigkeitenstand

    Mit großer Verärgerung mussten wir letzte Woche der Lokalausgabe der WAZ entnehmen, dass uns von Seiten des braunen Süßigkeitenfabrikanten Detlef Hartmann in diffamierender Weise Faulheit und Untätigkeit vorgeworfen wurde. Laut Herrn Hartmann sollten doch „linke Chaoten lieber arbeiten gehen“. Diesen infamen Vorwurf konnten und wollten wir nicht auf uns sitzen lassen. Am Samstag haben wir uns deshalb kurzerhand zu einer unbezahlten und vollkommen ehrenamtlich geleisteten Nachtschicht entschlossen.

    linksunten.indymedia.org/de/node/52220

  14. Der Habermas ist eh Sloterdijks „Spezialkumpel“.
    Da war doch mal was in den 90ern…???!!! Als der Intrigant Habermas, so wie es sich für einen fiesen Betrüger gehört, aus der Distanz hintenrum Bande spielte mit den üblichen Verdächtigen Spargel, Zeit, usw. und Sloterdijks Name ebenso auf der Liste neben Ernst Nolte, Botho Strauß und anderen stehen sollte.
    Schade, dass ich den damals Offenen Brief Sloterdijks zu dem Thema nicht mehr finde.
    Aber vielleicht hab da auch nur etwas falsch in Erinnerung.

  15. Sloterdijk hat da ein interessantes Thema wiedergefunden, wobei ich die Sozialkassen nicht als EU-Einheitsstaatverhinderer sehen würde. Wer Grenzen und Währungen verschwinden lässt scheut sich nicht vor einer Rentenkasse!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nationaler_Sozialismus

    Interessant finde ich die unter „Flügelkämpfe“ aufgezeigten Richtungsentscheidungen.
    —————————————–
    „Das Wort ‚Nationalsozialismus‘ stellt als Hauptwort eine neue Synthese dar, die die Untrennbarkeit zweier Begriffe betont, während die Bezeichnung ‚nationaler Sozialismus‘ in Wirklichkeit nationaler Marxismus bedeutet oder bedeuten könnte.“
    ——————————————

    Wenn bisher jemand mit dem Begriff „Braunlinke“ noch nichts anzufangen wusste, hier geht einem ein Licht auf.

    Der ganze Links/Linke Massenmord den man „2. Weltkrieg“ nannte,

    die linke Terrorherrschaft der EUDSSR sind so alt wie der Gedanke des Sozialismus selbst.

    Strasser und Goebbels waren übrigens die erste im „Kampf gegen Rechts“ als sie die Fürstenhauser enteigneten…..

    Was ein Spektakel!

    semper PI!

  16. Prima Wandlung des Herrn Sloterdjik,vom Saulus zum Paulus. Was wohl seine „linken“ Weggefährten dazu sagen?

  17. Der Begriff „Soziale Gerechtigkeit“ stammt aus der Präambel der DDR-Verfassung in der Fassung von 1953.

    Wohin das geführt hat, ist dem Zusammenbruch der DDR und des gesamten kommunistischen Ostblocks in 1989 bestens bekannt.

  18. #10 meri (20. Dez 2011 16:17)

    „für mich ist sloterdijk schon seit jahren der wichtigste deutsche philosoph , weit vor habermas.
    sloterdjik ist einer der wenigen die nicht nur im kreis herumdenken.“
    —————————————-
    Wenn der Sloterdijk nur mal öfter aus sich rausgehen würde. Der hält sich viel zu oft vornehm-stolz zurück.

  19. Von Brüssel wollen die Deutschen nieGeld,

    …die Landwirte schon, zudem kenne ich unzählige Gebäude in der gesammten Republik, die mit EU-Geldern finanziert wurden!

    Demonstriert wird national(…)

    Auch falsch, ich habe schon europäische Demonstrationen in Brüssel und Straßburg gesehen! Die Teilnehmer kamen aus ganz Europa.

  20. Sloterdijk hat insofern Recht, dass Habermas noch nie etwas anderes gemacht hat, als Häuser vom Dach aus zu bauen.

    Sloterdijk hat nicht Recht, dass der Nationalstaat seine wesentliche Berechtigung aus der sozialen Versorgung seiner Bürger speist.

    Gesunde Nationalstaaten sind nicht nur Quell prosperierender Volkswirtschaften und bieten soziale Absicherung, sie sind auch Größen von hohem ideellen, psychologischen Wert. Sie sind Heimat, Heimstatt, Zuflucht, Höhle für die Menschen – der Ort, wo sie sich sicher und geborgen fühlen, der Ort, wo man eine Sprach- und Kulturgemeinschaft voraussetzt. Umso schlimmer, dass die EUDSSR alles daran setzt, letztere zu zerstören und hässliche Multikulti-Mischkulturen ohne innere Bindung per Dekret zu installieren. Doch wenn man den Menschen alles nimmt, was ihnen Sicherheit gibt, reagieren sie irgendwann unberechenbar und lassen sich dann auch von Brüsseler Kommissions-Schreibtischtätern nicht mehr aufhalten, geschweige denn steuern.

  21. ot: die AACHENER NACHRICHTEN berichtet – im Lokalteil wohlgemerkt:

    „Rund 2000 Teilnehmer bei der Trauerfeier in Lüttich“

    http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/euregio-detail-an/1949223?_link=&skip=&_g=Rund-2000-Teilnehmer-bei-der-Trauerfeier-in-Luettich.html

    Berichtet sonst noch ein deutsches Käsblatt von der Trauerfeier anlässlich des Terroranschlags (der keiner war) eines belgischen Schweißers mit 6 Toten und 135 zT. Schwerverletzten? nö, warum auch… Lüttich passt ja nur im aachener Lokalteil.

    Bei der Zeremonie legten Prinz Philippe und Prinzessin Mathilde einen Blumenkranz in Gedenken an die Opfer des Attentats von letzter Woche nieder…

    interessant, die Königs schicken die 2. Garde! Frl. Prinzessin tauft hauptberuflich doch eigentlich nur Schiffe, während der Prinz üblicherweise Brücken einweiht.

    Im Königreich Norwegen kommt zu derartigen Anlässen selbstverständlich der König himself nebst Gattin…

  22. 1. Ich bin Rheinland-Pfälzer
    2. Ich bin Deutscher
    3. Siehe 1
    4. Siehe 2
    5…………..
    Wer zum Teufel braucht die EUDSSR ?????
    Ich nicht !!

  23. #17 Von_Muttis_Gnaden

    „Als der Intrigant Habermas, so wie es sich für einen fiesen Betrüger gehört, aus der Distanz hintenrum Bande spielte mit den üblichen Verdächtigen Spargel, Zeit, usw. und Sloterdijks Name ebenso auf der Liste neben Ernst Nolte, Botho Strauß und anderen stehen sollte.“

    Nee, nee, ich bin nun wirklich kein Sadist, allerdings habe ich zwei Träume, die sich ständig wiederholen:

    I) Professor Habermas wird als Streitschlichter in die Münchner U-Bahn gerufen, weil ein alter deutscher Natzieh, der Nichtraucher ist, zwei jugendliche ausgelassene Halbstarke schikaniert und ihnen die Willkommenskultur verweigert, nur weil die sich mal vergnügt eine Lulle zwischen die Lippen stecken wollen.
    Er soll die Spannung mit seinem „herrschaftsfreien Dialog“ wieder deeskalieren.

    II) Im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen wird eine lange Diskussion zur besten Sendezeit nach der Tagesschau angekündigt zwischen Professor Habermas und Botho Strauß, in der alle relevanten Themen durchgegangen werden sollen, die dem deutschen Volk unter den Nägeln brennen:
    1) Invasion der Mohammedaner
    2) Euro
    3) EU-Diktatur
    4) drohender wirtschaftlicher Kollaps
    5) „Kampf gegen Rechts“, Gesinnungsdiktatur
    6) Zerschlagung des Bildungssystems, Dinobildchenausmalen und „Diskutieren“ statt Rechnen, Lesen und Schreiben und Studium von Goethe, Schiller und Kleist in den höheren Klassenstufen, Sondaschule für alle statt differenziertes Fordern der Kinder in verschiedenen Schularten
    7) Kulturelles wie Aufgabe der deutschen Sprache, Deutsch nicht als EU-Sprache, Vorlesungen an deutschen Universitäten in BSE (bad simple english), Volkspädagogik statt Bildung und Debatte in den Öffentlich-Rechtlichen Medien, staatlich subventionierte Pißspiel-Festwochen an den Theaterbühnen im Blut-Hoden-und-Sperma-Rausch, pornographische Rundumsorglosversorgung des Bürgers durch die Medien seit der geistig-moralischen Wende eingeleitet von Helmut Kohl und Amigo Leo Kirch …

    Die Sendung wird in allen Hauptstrommedien vorher beworben, sie hat eine Länge von 120 Minuten, die Diskutanten dürfen ausreden, es wird ihnen nicht von irgendeiner Schnattertantenmoderatorin dazwischengequatscht.

    (Schade, daß Strauß in die Uckermark geflüchtet ist, aber ich kann es leider nur allzu gut verstehen.)

  24. #22 Euro-Vison (20. Dez 2011 16:58)

    „zudem kenne ich unzählige Gebäude in der gesammten Republik, die mit EU-Geldern finanziert wurden!“
    —————————————
    Euro-Vision, geb du mir von deinem Geld, ich geb dir meinetwegen einen Teil davon wieder zurück.
    So lässt`s sich auch wirtschaften !

  25. #7 Eichsfelder (20. Dez 2011 16:08)

    Dieser Disput zwischen Sloterdijk und Habermas ist so fruchtbar wie etwa ein Streit zwischen Links- und Rechtshegelianern.

    DAS war wiederum ein historisch sehr bedeutsamer Streit…

  26. #23 Tiefseetaucher

    „Sie sind Heimat, Heimstatt, Zuflucht, Höhle für die Menschen – der Ort, wo sie sich sicher und geborgen fühlen, der Ort, wo man eine Sprach- und Kulturgemeinschaft voraussetzt.“

    So ist es, genauso empfinde ich es mit Kopf, Blut und Herz!!!
    HEIMAT ist dort, wo man sich NICHT erklären muß.

    „Der Lebensentwurf von zwei arbeitenden MENSCHEN mit Kindern.“
    (sic, emanzipierter neuer deutscher Frauer im NDR-IV-Info vor einigen Wochen im Rahmen der Endloskampagne „Wir brauchen die totale Verkrippung der Republik, Arbeit macht frei!“)

    Einstmals, auf dem gleichen Terrain:
    „Es begab sich einmal in uralten Zeiten, da wuchsen in einer FAMILIE zwei Buben und zwei Maderln auf, der VATER, die MUTTER und die KINDER saßen gemeinsam zu Tische …“

  27. #26 Von_Muttis_Gnaden

    „Euro-Vision, geb du mir von deinem Geld, ich geb dir meinetwegen einen Teil davon wieder zurück.“

    Vor Weihnachten hole ich mir auch noch einmal ordentlich Kohle von Euro-Vison, und wenn er dann schon wieder bei mir rumnÄrvt, von wegen, was ich so mit MEINEM Geld mache, dann schmeiß ich den Natzieh aber mit Karacho wieder raus, da kenn‘ ich nichts, sowas muß ich mir nicht bieten lassen.

  28. #25 abendlaender11 (20. Dez 2011 17:01)

    abendländer, auch wenn ich meine sadistische Ader nicht klein reden möchte, ich würde mich dennoch für den von dir vorgeschlagenen zweiten Punkt entscheiden, denn das hätte mal Qualität.
    Denn wo findet man heute noch Qualität. Wo geht man da hin, wenn man Qualität haben möchte. Da muss man suchen. Ich wüsste da jetzt nichts. Ich bin allerdings auch nicht allwissend.
    Dein zweiter Punkt ist etwas, was man unbedingt auf dem Schirm behalten sollte, wenn auch gegenwärtig unmöglich, so doch für die Zukunft. Denn wir alle haben eine Zukunft. Denn wer ist, der hat auch eine Zukunft. Denn die Zeit kennt nur eine Pfeilrichtung, und die zeigt immer nach vorne, in Richtung Zukunft. Dass wir stattdessen angehalten werden, vor der Vergangenheit in die Knie zu gehen, das ist schon klar, ist aber nur Ablenkungsmanöver, ein Bluff.

  29. #22 Euro-Vison (20. Dez 2011 16:58)

    „…die Landwirte schon, zudem kenne ich unzählige Gebäude in der gesammten Republik, die mit EU-Geldern finanziert wurden!“
    —————————————
    Weisst du, Euro-Vision, was die Bauern sagen?
    Die Bauern sagen, dass sie gegängelt und bevormundet werden, Was sie Wie zu bewirtschaften haben. Man nimmt den Leuten das Geld vorher ab, um es dann wieder in Aussicht zu stellen, verknüpft mit Bedingungen.
    Geld als Steuerungsmittel, aber nicht als Wohltat.

  30. #30 Von_Muttis_Gnaden

    „Dass wir stattdessen angehalten werden, vor der Vergangenheit in die Knie zu gehen, das ist schon klar, ist aber nur Ablenkungsmanöver, ein Bluff.“

    Vor 50 Jahren Arnold Gehlen versus Adorno – das wäre noch denkbar gewesen, ein paar Tore hätte ich Adorno dabei durchaus zugetraut. Zumindest bis 1967 herrschten in Deutschland noch Pluralismus und Meinungsfreiheit, und ich bin nun zwar alles andere als ein Anhänger von Adorno, aber es war weißgott nicht alles dumm und nicht alles falsch, womit er sich befaßt hat.

    Heute hat die etablierte Linke schon seit langem absolut FERTIG, die haben absolut NÜSCHT, da ist vollständig ASCHE.
    Man hat es doch schon bei der Einladung von Broder im Nachtcafe gesehen: Ein Hirn trifft auf ein vollständiges Vakuum, die ganze tyrannisch herrschende Leitkultur der Anti-„Diskriminierung“ und grenzenloser
    „Tol(l)eranz“ ist eine einzige Geisteskrankheit und kein debattenfähiges Lehrgebäude. (Übrigens ganz anders als der klassische Marxismus, der durchaus eine ganze Menge Halb- oder Vierelwahrheiten enthält.)

    Was sollte Habermas gegen Botho Strauß denn machen, außer Rabulismus, Angriffe ad hominem oder den Taschenkaspar Schickelgruber herausziehen und Strauß einen kleinen Schnäuz auf die Oberlippe malen.
    Der Spießer denkt, die „Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte“ – völliger Quatsch, die Linke hat nur noch Durchfall und hinterläßt das braune Endprodukt auf allem, was in Deutschland Heimat, Sprache, Sitte, Moral, Zugehörigkeit, Niveau, Kultur, Tradition und Brauch ist.
    Es ist zu perfide, zu dumm, zu primitiv, vulgär, als das sich der gutgläubige Normalverbraucher diese Sauerei vorstellen kann oder mag, so wie sie nun einmal ist.

  31. Ich denke sozial und fühle national. Wegen meiner auch umgekehrt. Der Begriff Sozialnationalist trifft es doch gut.

    Ansonsten: Es ist das Jahrhundert der Wortklauber und Begriffsakrobaten. Auf allen Seiten. Das ist ätzend!

  32. „Sozialnationalisten“

    😀 😀 Sehr gut.

    Nein. Wir würden dort erst landen, wenn alle Europäer ihre Renten aus Brüssel kriegen würden, so herum würde das vereinte Europa wohl laufen.

    Naja, es ist kein wirklicher Unterschied, ob die Renten von Brüssel aus bezahlt werden, oder ob ein Staat auf Brüssels Diktat hin Ausgaben an Brüssel zu leisten hat, für die sich der Staat verschulden und in Folge die Renten dann von Geldern bezahlt, die ebenfalls aus einem brüsseler Finanzhilfenkonstrukt stammen.

    Ausserdem ist es doch schon so, dass Brüssel diktiert, dass Ausländern Zahlungen aus deutschen Sozial-Kassen „zustehen“, wenn die Ausländer als einzige „Leistung“ das „hier zu sein“ erbringen.

  33. Nicht zu vergessen Oskars „Villa der sozialen Gerechtigkeit“ im Landkreis Saarbrücken, auch „Saarland“ genannt.

  34. #37 Nationalbuerger

    „Ansonsten: Es ist das Jahrhundert der Wortklauber und Begriffsakrobaten. Auf allen Seiten. Das ist ätzend!“

    Es herrscht schon lange NEUSPRECH/NEUDENK.
    Bis 1967 war es noch gang und gäbe, daß vor Beginn einer kultivierten Debatte die Wörter und die dahinterstehenden Begriffe geklärt wurden. (Diskurs).
    Dann haben die APO-Zausel die Macht über die Sprache ergriffen, wir sind in vormoderne animistische Zeiten zurückgefallen, mit Wortfetischen „Konsumterror“, „Beziehung“,
    „Frust“, „Diskriminierung“, die nicht mehr geklärt und hinterfragt werden durften – wer das doch tut ist ein Natzieh -, hat man geherrscht und gezaubert, so geht das bis zum heutigen Tag.
    (Der Intellektuelle Franz-Josef Strauß, der letzte Politiker, der die deutsche Sprache noch beherrscht hat, hat diese ganze Entwicklung damals übrigens schon vorhergesagt!)

    Worte tun eigentlich nichts. In einer Demokratie kann man, wenn jemand „Hurz“ sagt, den anderen freundlich fragen, was denn dieses „Hurz“ bedeuten soll, aber unter Gesinnungsterror ist das eben nicht mehr möglich.

  35. Eine unsinnige Diskussion und Wortverdreherei von Sloterdijk. Und ich muss auch kewil widersprechen, diese alberne Wortklauberei ist infantil und sinnlos, da sie nur zu Mißverständnissen führt. Denn wenn man unbedingt dieses Wortspiel spielen möchte, dann kann man die Linken ebenso als SozialINTERnationalisten par Excellence bezeichnen in dem Sinne, daß sie ein stetig wachsendes Millionenheer ausländischer Sozialfälle in unser Land schleusen und ihnen Tür und Tor ins deutsche Sozialsystem geöffnet haben. Ich selbst bin arbeitslos und erhalte mangels ALGI/II-Anspruch nicht einen einzigen müden Cent, nachdem ich lange Zeit dieses Umverteilungssystem mitfinanziert habe.
    Und mal ehrlich: wir haben doch de facto schon den europäischen Sozialstaat. JEDER EU-Bürger, der im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Deutschland Arbeit sucht und sich als Habenichts ausgibt (Ersparnissee schön in der Heimat gebunkert) hat doch vollen Zugang zu unseren Sozialsystemen mit Sozialleistungen in voller Höhe. Im Gegenzug hat dann ein Deutscher auch in Rumänien vollen Zugang zum dortigen Sozialsystem mit Sozialleistungen in rumänischer Höhe. Ein tolles Geschäft. Die vom idi*tischem Volk gewählten Politiker, die ihr Mandat mißbraucht haben um unserem Volk dies anzutun sind Verbrecher.
    Wenn jetzt noch alles nach Brüssel verlegt wird und die Zwangsabgaben direkt in europäische Sozialkassen eingezahlt werden würde die kriminelle Umverteilung auch nicht aufhören. Nur eine vollständige Kehrtwende zurück zum Nationalstaat in dem sowohl die Finanzierung als auch die Inanspruchnahme von Sozialleistungen eine rein nationale Angelegenheit sind würde Abhilfe schaffen.

  36. Slogan aus dem letzten hessischen Landtagswahlkampf:
    „SOZIAL GEHT NUR NATIONAL!“
    Ergo: die wahren Linken sind die Rechten!

  37. #43 Direkte Demokratie (20. Dez 2011 19:32)

    Die haben auch recht damit. Jedenfalls auf Dauer. Irgendwann ist der letzte Blumentopf an „Wirtschaftsflüchtlinge“ verschenkt.

  38. #40 abendlaender11 (20. Dez 2011 19:04)

    abendlaender,
    eigentlich dürfte es doch kein Problem sein, denn je erstarrter und beharrender etwas geworden ist, desto einfacher müsste es sein, dieses aufzubrechen. Das ist physikalisch so, organisch verhält es sich so, und auf geistiger Ebene ist nicht anders.
    Ist es nicht so, dass es einer jeden Entwicklung einer gewissen Zeit bedarf, dass einem jedem Ereignis eine Vorlaufzeit vorausgeht, die zuerst fast unmerklich und nur von wenigen Leuten erkannt sich vollzieht, dann immer stärker heranschwillt, von immer mehr Leuten erkannt wird, bis dann irgendwann der berühmte Tropfen zuviel das Ereignis dann doch eintreten und für wirklich jeden Menschen sichtbar werden lässt.
    Ich finde, wir sind auf einem guten Wege.
    Ich erinnere mich, dass noch vor zwei Jahren, zur Bundestagswahl, noch ungehindert in aller Öffentlichkeit die Mär gestreut konnte, dass die Medien „rechts“ seien, mit dem Argument, Medien seien gewinnorientiert, daher Kapitalisten, und deswegen „rechts“. Das nur mal so als Beispiel. Seitdem hat sich doch Einiges geändert im gesamtgesellschaftlichen Bewußtsein.

  39. #1 Ogmios (20. Dez 2011 15:55)
    Pure Wortklauberei.
    Sowie die Kasse in Bruessel sitzt, wer den Kassenschluessel hat, der sagt wo’s langgeht…
    ———————–
    Is ja schon recht!
    Aber man kann sich auch vor die Tore der Sadt stellen und lautstark die Herausgabe fordern, sonst…
    Ist immer wieder schon mal vorgekommen, dass der Schlüssel dann hinausgetragen und übergeben wurde!
    Der größte Fehler derzeit ist, dem Hosenanzug zu glauben, das sei alles nicht mehr umkehrbar.
    Absoluter Schwachsinn,
    alles ist immer umkehrbar,
    die Geschichte beweist das.
    Es müssen sich nur genügend Leute finden, die das wollen, wie vor 21 Jahren in Dresden und
    weiteren Gefilden.
    Wir sind das Volk!
    Wir bleiben hier!
    Dies ist unsere Heimat!
    Wir bestimmen wo es langgeht!
    GELLE?

  40. #43 Direkte Demokratie (20. Dez 2011 19:32)

    Slogan aus dem letzten hessischen Landtagswahlkampf:
    “SOZIAL GEHT NUR NATIONAL!”
    Ergo: die wahren Linken sind die Rechten!

    – – – – –

    #45 kt (20. Dez 2011 20:01)

    #43 Direkte Demokratie (20. Dez 2011 19:32)

    Die haben auch recht damit. Jedenfalls auf Dauer. Irgendwann ist der letzte Blumentopf an “Wirtschaftsflüchtlinge” verschenkt.

    – – – – –

    Die Franzosen scheinen ihre Blumentöpfe retten zu wollen! Marine Le Pen hat, im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2012, Nicolas Sarkozy schon hinter sich gelassen. Herrn Holland den „Sozialisten“ wird sie wohl auch noch schaffen.
    Ihm schlottern die Hosen!

    http://www.presidentielle-2007.net/sondage-sarkozy-vs-marine-le-pen-34.php

  41. #20 Antidote

    Der Begriff „Soziale Gerechtigkeit“ ist schon wesentlich älter!

    Soziale Gerechtigkeit
    (aus den „Fliegenden Blättern“ von 1844)
    „Ja, Du redest immer von Gleichheit und Güterteilen,
    allein ich setze den Fall, wir haben geteilt und ich,
    ich spare meinen Teil, doch du verschwendest den deinigen, was dann?“
    – „Ganz einfach! Dann teilen wir wieder!“

  42. #15 unrein (20. Dez 2011 16:29)

    Der größere Klugscheisser schreibt:
    „Da heute schon mit Billionen gewuchert wird, ist meilenweit mickrig, da muß man jetzt schon mit Lichtjahren wuchern.“

  43. #47 Von_Muttis_Gnaden (20. Dez 2011 20:01)

    … immer stärker heranschwillt, von immer mehr Leuten erkannt wird, bis dann irgendwann der berühmte Tropfen zuviel das Ereignis dann doch eintreten …

    und die Mutti mitsamt ihren Gnaden in die Kläranlage spült. Juchhei!!!

  44. Auch wenn sich das der eine oder andere Kommentator schon gewundert haben sollte:

    Was ist jetzt der Unterschied zwischen Sozialnationalismus Nationalsozialismus ??

    Wollten wir sowas nicht mal fuer immer verbannen? Sind wir jetzt alle bloede oder nur 65 Jahre nach der Katastrophe sehr vergesslich geworden?

    Mir wird echt kalt, wenn ich die Aussagen von diesem Menschen durchlese….

  45. Ich bin da zu Hause, wo mir mein Altersruhegeld garantiert wird.

    Naja, da kann man geteilter Meinung sein. Wir haben hier viele Rentner, dereb Altersruhegeld in Absurdistan berechnet wird, die es deswegen aber keineswegs als ihre „zu Hause“ betrachten. Sie besuchen alle paar Jahre mal Familienangehörige in Absurdistan, sind aber „zu Hause“ in Thailand – was sie ausdrücklicb betonen.

    #6 5to12 (20. Dez 2011 16:08)

    generationsverträge auf supranationaler ebene
    sind ja immer noch absolut undenkbar.

    Die Verwendung des Begriffs „Generationsverträge“ macht deutlich, daß dem Verfasser das Vertragswesen fremd ist.

    Grundlage von Verträgen sind Angebot und Annahme, wobei die Annahme freiwillig zu erfolgen hat. Das kann man bei diesen Zwangsabgaben ja wohl nicht ernsthaft behaupten. Der „Angebotsannehmende“ wird gar nicht gefragt, sondern hat schlicht zu zahlen, tut er das nicht, folgen Konsequenzen.

    Danach wäre auch die GEZ ein Vertrag, was hier keiner ernsthaft behaupten würde.

  46. #24 Tiefseetaucher (20. Dez 2011 16:59)
    Gesunde Nationalstaaten sind nicht nur Quell prosperierender Volkswirtschaften und bieten soziale Absicherung, sie sind auch Größen von hohem ideellem, psychologischem Wert. Sie sind Heimat, Heimstatt, Zuflucht, Höhle für die Menschen – der Ort, wo sie sich sicher und geborgen fühlen, der Ort, wo man eine Sprach- und Kulturgemeinschaft voraussetzt.

    Die deutsche Sprache ist von ihrem Wesen her dazu genötigt, mit einer geringen Anzahl von Wörtern die Welt abzubilden.
    Die deutsche Umgangssprache hat 10.000 Wörter und das reicht aus.

    ***

    Begriffe wie Heimat, Volk, Gemeinschaft, Nation (nascere=geboren werden, in diesem Zusammenhang: von gleichem Geschlecht sein), Heimatland, Vaterland sind allgemein verständlich und sie beschreiben sehr wichtige Dinge, zusammengedrängt in einzelne Wörter.

    Diese Begriffe überlappen sich inhaltlich, sie sind nicht genau abgrenzbar, wenn man versucht, sie ganz genau darzustellen, dann zerfasern sie an den Begriffsrändern und sie werden ungenau.
    Das liegt daran, daß mit einem Wort ein in sich vielfältiger Teil der Welt beschrieben wird.
    Das Wort als solches ist in sich verständlich, aber wenn man es bis in die letzte Kleinigkeit aufdröseln will, dann kommen Widersprüche zum Vorschein.

    Beispiel: das Wort „deutsch.“: Wer ist Deutscher? Wo sind Deutschlands Grenzen? Wie sieht ein Deutscher aus? Woran merkt ein Deutscher, daß ein anderer ebenfalls Deutscher ist?
    Antwort: Er merkt es eben, er braucht für sich selbst keine Erklärung und in vielen Fällen kann er es auch nicht erklären, aber er merkt und fühlt es doch.

    ***

    Der politische Gegner, zu dem gehören die Multikulti-Befürworter, nimmt die Sprache als Kampfmittel und zwar verwendet er sie als unsauberes Kampfmittel.
    Er verwendet Einzelfälle als Gegenbeispiel und er will damit Begriffe, die ein großes Ganzes zusammenfassen, durch Einzelfälle widerlegen, zumindest für den Augenblick und für den unbeteiligten Zuhörer, der nur wenig Zeit hat und bei sich denkt: na ja, der hat irgendwie auch Recht, die Wahrheit wird wohl in der Mitte liegen.

    Aus einem Begriff, der ein großes Ganzes beschreiben soll und notwendigerweise Durchschnittswerte und Verallgemeinerungen umfasst, greift er an einer abgelegenen Stelle eine Einzelfrage heraus und reitet auf dieser herum.

    Wenn man jetzt auf diese Einzelfrage eingeht, dann hat er sein Spiel gewonnen.
    Begriffe wie Volk und Vaterland sind in sich verständlich. Wenn man sie zu stark auf Einzelpunkte, Nebensächlichkeiten und Abgrenzungsstellen hin betrachtet, dann verlieren sie ihren Hauptinhalt, der eben im Wort selbst steckt und in den Gefühlen, die beim Sprechen und Hören dieser Wörter mitschwingen.

    Und genau das ist das Ziel der Multi-Kulti-Befürworter:
    Wörter wie Volk, Zusammenhalt, Geborgenheit, deutsch, Deutschland, Europa, weiße Rasse sollen verschwinden oder tabuisiert werden oder mit schlechten Gefühlen beladen werden.
    Nur dann, wie die mit diesen Worten verbundenen Gefühle und Empfindungen verschüttet werden, nur dann können die Multikulturalisten ihr abscheuerregendes Spiel, das die ganze Menschheit in den Abgrund reißen muß, weiterbetreiben.

    ***

    Was ist zu tun?
    In Funk und Presse, bei Politikern und im Schullehrplan ist diese gemeine Sprachverwendung derzeit sehr weit verbreitet. Im Volk aber nicht, das Volk spricht deutsch.

    Wenn ich merke, daß der Gesprächspartner zu den Multikultibefürwortern gehört, dann streue ich ins Gespräch reichlich Wörter ein wie „Familie, Zukunft, unsere Kinder, unser Land, Zukunft für unsere Kinder“ oder die „Afrikaner müssen sich ihr Leben in Afrika gestalten, das ist deren Erdteil“.

    Wenn der andere dann mit der bekannten Vorgehensweise kommt: „So etwas kannst du doch nicht sagen“, folgt die Antwort: „Warum denn nicht, du hast deine Meinung. Die kannst du gerne haben und ich habe meine Meinung. Wenn du 50 Millionen Afrikaner in Europa haben möchtest und das gut findest, bitte sehr, das ist dann deine Meinung. Aber meine Meinung ist das nicht“.

    Der Multikultibefürworter hebt in der Regel auf den Einzelfall, auf das traurige Einzelschicksal ab (Bürgerkrieg, Armut, zu wenig Regen, zu viel Regen, „wir müssen doch helfen“). Es ist wichtig, daß man sofort auf die Folgen hinweist, die sich zwingend aus seinen Forderungen und Ansichten ergeben und die dann auch gelöst werden müssen, eben nicht nur hier und heute der eine Einzelfall.

    ***

    Das Üben ist wichtig.
    Jeden Fußballtrick muß man üben, solange, bis er ohne großes Nachdenken sitzt.
    So ist es auch im Gespräch. Man muß einzelne Gesprächsbausteine als solche ausgestalten und einüben, sodaß man dann im Gespräch vor Publikum diese Bausteine ohne großes weiteres Nachdenken anbringen kann.
    Wenn man das nicht macht, wenn man denkt, daß man allein durch die Wahrheit und Kraft seiner Gedanken das Publikum überzeugt, dann wird man feststellen, daß man durch die Winkelzüge der Multikulturalisten sofort aufs Glatteis geführt wird.

    Wenn man hier bei PI mitliest, kann man in der Masse der täglich vielen hundert Zuschriften innerhalb weniger Wochen in reicher Auswahl Sätze und Gedanken finden, die man für solche Gesprächsbausteine verwenden kann.
    Seit es PI gibt, braucht man sich den Sprachmist der Multikulturalisten nicht mehr gefallen zu lassen, jetzt kann man mit Erfolg gegenarbeiten.
    Das, was alles hier bei PI zusammengetragen wird, ist vielfältig und wunderbar.

  47. #59 Karlfried

    „In Funk und Presse, bei Politikern und im Schullehrplan ist diese gemeine Sprachverwendung derzeit sehr weit verbreitet. Im Volk aber nicht, das Volk spricht deutsch.“

    Der Feind schätzt „Sprache“, OHNE Artikel!, d.h. wer DIE Sprache, seine deutsche Muttersprache liebt, ist ein „Tümler“ – was immer das sein mag – also ein Natzieh.

    Der Feind fordert „Bildung, Bildung, Bildung“, also will er die „Sensibilisierung“ (NEUSPRECH für Indoktrination) und der Bildung noch mehr an den Kragen.

    Der Feind will díe „MENSCHEN“ abholen und/oder mitnehmen. Auch bei den Sozialisten Stalin/Hitler/Mao/Pol Pot wurden die MENSCHEN abgeholt. Wer kein MENSCH sein will, sondern Deutscher, Christ, ein Weißer, ein Mann … ist ein Natzieh.
    Kinder mit Brottaschen um den Hals oder Greise, die schon sehr tütelich sind, muß man auch abholen, Erwachsene können schon selber fahren oder gehen.

    Der Feind will die „Víelfalt“, also will er alles ausdehnen, was ihm zu klein und zurechtstutzen was ihm zu groß ist, mit Östrogenen vollpumpen, was ihm zu männlich, mit Testosteron, was ihm zu weiblich ist, genau die gleiche Software soll beim Hilfsschüler und beim Oberschüler installiert werden, dann hat er endlich den ersehnten EinheitsMENSCHEN.

    Der Feind markiert die „Mitte“. Also soll die Ameise MENSCH sich auf dem Nullpunkt des Koordinatensystems plazieren. Wenn der Bürger seine Größe und Würde behielte, so stellte er sich nicht über Andere, die dort schon stehen, stünde dort noch niemand, dann stünde er selber mit einem Bein rechts – als ein Natzieh – und mit dem anderen links.)

    Der Feind will die „KulturEN“. Also ißt er gerne Joghurt und haßt DIE Kultur. Er will Neckermann-Folklore, Montags eine Volkstanzdarbietung aus Ghana, am Mittwoch eine Vorführung aus Rußland, das geht. Er will den globalen Konsum, am Dienstag die „Abbey Road“-CD der Beatles, am Donnerstag „Beggar’s Banquet“-der Rolling Stones, das geht.
    Am Dienstag einen Ehrenmord und am Sonnabend eine Unterstützung des Frauenzentrums, das geht nicht.

    Der Feind will den „Dialog“. Also ist er einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Gegenüber nicht gewachsen. Er führt mit seinen Bomben auf Libyen einen Monolog, im Enddarm des Mohammedanervertreters in Deutschland kann er nicht mit dem Mohammedanerführer reden.

    Der Feind will „praktische Antworten“ statt „Ideologien“, also haßt er jede Wissenschaft und jeden gesunden Menschenverstand.
    Er will seine ganze „Vielfalt“ und seine ganzen „Kulturen“ in der begrenzten kleinen Schublade Deutschland unterbringen.
    Jede Gehirnträger weiß, was er von der CD-Sammlung, den Socken, der Markenbutter, dem Haushaltsgeld und dem Salz vereint in einer kleinen Schublade zu halten hat. Jeder Gehirnträger benötigt für die von ihm geschätzte Vielfalt entsprechenden Raum, CD-Ständer, Kühlschrank …
    Wer nach Ordnung schreit, der ist ein Natzieh, jeder weiß, wozu Ordnung und Fleiß damals geführt haben.

    Der Feind weiß, genau wie sein sozialistisches Vorbild Joseph Goebbels, daß mit jedem Lehmklumpen, den er wirft, etwas brauner Dreck an seinem Zielobjekt hängen bleibt.

    Der Spießbürger denkt, daß die Wahrheit in der Mitte liegt.

    Der Spießbürger irrt sich, alle Lehren und Aktionen des Feindes sind durch und durch verkehrt und unRECHT (denn der Feind steht ja LINKS), er will uns TÜRKEN und abLINKEN, aber mit einer dieser obigen ballistischen Berechnungen trifft der Feind den Nagel ganz genau auf dem Kopf seiner Untertanen – welche mag das wohl sein?

  48. #20 antidote
    „Soziale Gerechtigkeit“ ist definitiv keine DDR-Erfindung. Mutmaßlich zum ersten Mal in Umlauf gebracht wurde der Begriff 1919, als der Zentrumpolitiker Erzberger, erster Finanzminister der Weimarer Rep. (und Aushandler der Versailler Verträge), eine Rede hielt (Matthias Erzberger, Reden zur Neuordnung des deutschen Finanzwesens. Berlin 1919, für kleines Geld bei zvab.de). Darin hat er das Konzept „soziale Gerechtigkeit“, eine auf Umverteilung setzende (60% Progression!), konsequente Fortführung der Bismarckschen Sozialgesetze, ausdrücklich gegen die Umstürzler von USPD und Kommunisten propagiert.

  49. eine äusserst scharfsinnige Betrachtung von Sloterdijk, was kewil im Gegensatz zu den meisten Kommentatoren oben lobenswerterweise durchschaut hat.

  50. #60 abendlaender11 (21. Dez 2011 08:45)

    Ich lese Ihre Beiträge schon länger und ich habe auch für mich viel Nutzen daraus gezogen.

    Für mich befasse ich mich weniger damit, warum die Multikulturalisten so sind oder was sie genau wollen oder welche politischen oder philosophischen Kräfte dahinterstecken (falls mehr als Blödheit dahintersteckt). Derjenige Teil ihres Gedankengebäudes, der bisher bei uns in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet Wirklichkeit geworden ist, und das, was man nach dem kleinen Einmalseins für die Zukunft ausrechnen kann, reicht soweit aus, daß ich für mich weiß, daß ich das nicht will und daß ich darin den Weg in den Untergang der gesamten Menschheit, zumindest aber des europäischen Teils der Menschheit sehe.

    Meine eigene Kraft verwende ich nicht dazu, dieses Geschehen mit einem Gefühl des Abscheus oder Ekels zu beachten. Ich betrachte das Geschehen unvoreingenommen, als etwas, das eben zur Zeit stattfindet, ohne daß ich mich darüber aufrege.

    Meine Kraft verwende ich dazu, das Normale, Gute, Schöne, Ordentliche, das Bestehen unserer europäischen Völker in ihrem Aussehen, in ihren Sitten und Gebräuchen, in ihrem Zusammenhalt zukunftserreichend zu gestalten.

    Die europäischen Völker haben das Recht zu leben, in ihrem Aussehen, mit ihren Sitten und Gebräuchen, in ihren eigenen Ländern, genauso, wie das die Kongolesen, die Chinesen, die Japaner und die anderen Völker auf der Welt auch haben.
    Die erwachsenen Europäer haben gegenüber ihren Kindern sogar die Pflicht, für sich und für ihre eigenen Kinder das Land zu erhalten und zu verteidigen.

    Umgekehrt ist freilich den Menschen aus der Unterschicht der Armuts- und Unterdrückungsländer dieser Welt, aus Anatolien, Schwarzafrika und anderen Weltgegenden, durchaus nicht ein Vorwurf daraus zu machen, daß sie auf Wanderschaft gehen und sich ein gelobtes Land suchen, in dem sie gut leben können und sich massenhaft vermehren können.

    Der sittliche Fehler liegt doch nicht bei denen, der liegt bei uns, wenn wir diese armen Menschen und deren Nachkommen zu vielen Millionen und zu vielen Zehnmillionen nach Europa hereinlassen.

    Wenn ein europäisches Volk aufgrund von Feigheit oder Gefühlsduselei nicht die innere Kraft hat, nein zu sagen gegenüber dem Massenansturm aus den Armutsländern und Unterdrückungsländern dieser Welt, dann verliert es vollkommen zu Recht innerhalb weniger Jahrzehnte sein Land an die Nachkommen der Nichteuropäer. Dazu reicht ein Blick in die Kinderkrankenhausabteilung der Universitätskliniken Frankfurt am Main, dann weiß man Bescheid.

    Die gleiche Aussage machte bereits im Jahr 1978 der bekannte Schriftsteller Ephraim Kishon.
    http://www.agriserve.de/Buch-Kishon.html

  51. Gut, dass es einen gewichtigen linken Philosophen, wie Sloterdijk, gibt, der sich zum gegen den Strom schwimmenden Mahner und Warner entwickelt hat.

    Aber mit seiner witzigen Idee vom National-Sozialisten, vertritt er genau die materialistische These der Kulturmarxisten und der NeoCons von er „Willensnation“ oder „Ideen-Nation“, die ja den nationalstaatlichen Charakter überwinden bzw. beseitigen soll.

    Denn auch der Türke, der seine schmale Rente hier bezieht, wäre ja nach Sloterdijks These automatisch Deutscher, obschon der -wenn er ehrlich sein würde- sich immer als Türke und nicht als Deutscher bezeichnen würde.

    Was nun den Nationalcharakter eines Volkes anbelangt, so hat der auf keinen Fall etwas mit der von den Linken und Neocons vertretenen Ideologie zu tun, die Nation sei so etwas wie ein großes Einkaufs-Center, in der jeder aber auch jeder ein Anrecht auf Eintritt hat, so er denn will.

    Man kann dieses Projekt der Linken (krypro kommunistischen Internationale) und der globalistischen New World Order Eliten auch als Willensnation oder Ideennation bezeichnen, was komischer weise nur für die westlichen Nationen mit einer überwiegend weißen, homogenen Bevölkerung zu gelten hat.

    Niemand, ich wiederhole, niemand verlangt den schleichenden Genozid etwa von den Japanern, den Koreanern oder den rasse- und kulturbewussten Han-Chinesen.

    Hierzu eine Anmerkung von Alain des Benoist:

    Eine Demokratie, die nicht auf der Idee wurzelloser Individuen oder ‚der Menschheit’ beruht, sondern auf dem Volk als kollektivem Organismus und privilegiertem historischem Akteur könnte man als organische Demokratie bezeichnen.“

    Diese Anerkennung der organischen Realität des Volkes, befreit von abstrakten politischen Anlagerungen, ist das sicherste Fundament, auf dem wir bauen können.

    The Problem of Democracy
    Alain de Benoist

    http://www.counter-currents.com/2011/10/the-problem-of-democracy/

    Altkanzler Helmut Schmidt:

    „Die Vorstellung, dass eine moderne Gesellschaft in der Lage sein müsste, sich als multikulturelle Gesellschaft zu etablieren, mit möglichst vielen kulturellen Gruppen,
    halte ich für abwegig. Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen.“ – Altbundeskanzler Helmut Schmidt

    “Um zu existieren, muß eine Gesellschaft sich gegen alles und jeden verteidigen, das oder der ihre Existenz bedrohen könnte. Die Unfähigkeit, sich gegen den Feind zu verteidigen, ist immer das Zeichen des nahenden Todes gewesen … Menschen können nur zusammen leben und handeln, wenn sie durch Gesetz und Brauch, Mythen und Legenden, Skulpturen und Lieder aneinander gebunden sind … Wo solch zugrundeliegende Orthodoxie fehlt, finden wir uns inmitten einer Ansammlung von Ghettos, nicht in einer Gesellschaft.”
    — Frederick Wilhelmsen, Herausgeber von National Review in den frühen 1960ern.

    „Zivilisation ist ein kostbares Gut, dessen filigranes Gleichgewicht von Ordnung, Freiheit, Kultur und Frieden, jederzeit von Barbaren von aussen oder durch deren Wachstum innerhalb der Zivilisation selbst, umgestürzt werden kann.“
    Will Durant, US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller

    Die einzige Art, den gesunden Verstand in unseren Ländern wiederherzustellen, ist, das Auffassung wiederherzustellen, dass ein Land die Heimat einer Nation eng verwandter Menschen mit einem gemeinsamen Erbe ist.

    Unglücklicherweise haben die, die das Konzept der ‚Ideennation‘ (Willensnation) preisen, sich in der gesamten westlichen Welt so fest in ihren Machtpositionen eingegraben, dass dieses Bemühen das Potential hat, einen Bürgerkrieg im gesamten Westen auszulösen, ja sogar einen multikulturellen Weltkrieg.

    Der Balkan, die Türkei oder jetzt ganz aktuell Mittelasien oder Afrika sollten uns Warnung genug sein, wohin es führt, wenn künstliche multi-ethnische bzw. multi-kulturelle Gebilde geschaffen werden.

  52. #63 Karlfried

    „Meine eigene Kraft verwende ich nicht dazu, dieses Geschehen mit einem Gefühl des Abscheus oder Ekels zu beachten. Ich betrachte das Geschehen unvoreingenommen, als etwas, das eben zur Zeit stattfindet, ohne daß ich mich darüber aufrege.

    Meine Kraft verwende ich dazu, das Normale, Gute, Schöne, Ordentliche, das Bestehen unserer europäischen Völker in ihrem Aussehen, in ihren Sitten und Gebräuchen, in ihrem Zusammenhalt zukunftserreichend zu gestalten.“

    Danke für Ihren Beitrag, Ihre ganz konkreten POSITIVEN Anregungen, unsere deutsche Muttersprache zu pflegen und zu verwenden und wie es gelingen kann, sich in einer fremden Umgebung zu artikulieren. Grundsätzlich bin ich der gleichen Meinung, in ein Vakuum, daß hier zunehmend entsteht, rücken ganz automatisch neue und andere Kräfte nach.

    Im Kern geht es nicht etwa gegen „die“, sondern FÜR UNS. Ja, irgendwann ist es ein Irrweg, sich über jedes Detail der kulturrelativistischen Lehren zu empören, irgendwann mag man die schlechten Nachrichten nicht mehr lesen, die daraus entstehen, wenn man künstlich zwei ganz verschiedene Völker aufeinanderprallen läßt.

    Als Rechter bin ich schon seit Jahrzehnten immer für die Vielfalt gewesen, eben die Westler im Westen, die Orientalen im Orient.
    Das sind ganz banale Erkenntnisse, den Tekkno-Liebhaber mag man ja auch oder will ihm zumindest nichts Böses – solange seine Stammdiskothek sich vor den Toren der Stadt in einem Industriegebiet befindet.
    Diese ganz einfache Menschenkunde/Anthropologie ist schon immer mein Ausgangspunkt gewesen.

    Wunderbarer Beitrag, in der Tat sollte man seinen Fokus auf das Gute und Schöne ausrichten!

  53. #14 abendlaender11 (20. Dez 2011 16:27)

    Habermas – wohnhaft in der nahezu nationalbefreiten Zone am Starnberger See – ist m.É. DER geistige Schreibtischtäter und Verfassungsfeind Nummer I in der Bunten Republik Deutschlandistan.
    ————-

    Da muss man allerdings seine kommunistischen Kumpels der Frankfurter Schule mit dazu rechnen. Die da wären: Adorno, Marcuse, Horkheimer, Reich usw.

    Seit der Inszinierung der „Umkehrung aller Werte“ durch diese Verbrecher gilt die Maxime:

    „Lust- gilt vor Leistungsprinzip!“

    Habermas fordert und verspricht wie Horkheimer die (völlig) ‚herrschaftsfreie
    Gesellschaft‘.

    Die Erfolge der kulturmarxistischen Frankfurter in der Gesellschaft nach Commi Kumpel Habermas:

    Nach 1980 hat Habermas in verschiedenen Beiträgen sechs Veränderungen genannt,
    die von der Kritischen Theorie ausgegangen sind und das geistige Klima in Deutschland
    zwischen 1960 und 1980 revolutionär verändert haben. Habermas verbucht diese
    Veränderungen als Erfolge, als Siege über die bürgerliche Gesellschaft, die er selbst in
    polemischer Absicht als „spätkapitalistische“ bezeichnet:

    1. Ent-Christlichung der Öffentlichkeit
    Habermas sieht sich darin bestätigt, daß die Zeit der Hochreligion Christentum
    abgelaufen sei, daß das Christentum kein allgemein anerkanntes
    Weltinterpretationssystem mehr sei, sich Massenatheismus ausbreite und der (bisher
    christlich orientierte) Bürger dem Staate seine (schuldige) Loyalität entziehe.
    Es kann in diesem Zusammenhang weder als Zufall noch als Betriebsunfall betrachtet
    werden, daß im sogenannten Andachtsraum im Berliner Reichstag kein Kreuz zu finden
    ist, sehr wohl aber ein Hinweis auf Mekka und auf die Klagemauer von Jerusalem.
    Das Kreuz wird aus der deutschen Öffentlichkeit verdrängt; es könne ja „bei Bedarf“ aus
    dem Schrank hervorgeholt werden. Auch im Andachtsraum der UNO fehlen christliche
    Symbole, es befindet sich dort nur ein großer schwarzer Stein.
    Auch durch den Spruch des Bundesverfassungsgerichts (Kruzifixe in öffentlichen
    Schulen) wird das Christentum aus der Öffentlichkeit verdrängt, obwohl sich die große
    Mehrheit des Volkes zum Christentum bekennt.

    2. Ent-Institutionalisierung der Gesellschaft
    Die den Staat tragenden Institutionen werden „umfunktionalisiert“, sie werden ihrer
    bisherigen Aufgabe „enteignet“ und mit neuen „alternativen“ Aufgaben betraut.
    Die Umfunktionalisierung ist den Frankfurtern am durchgreifendsten bei den obersten
    Gerichten, den Universitäten und Schulen, aber auch bei den Massenmedien und
    sozialen Diensten, nicht zuletzt in den Verwaltungsapparaten der Kirchen gelungen.[39]

    3. Ent-Ethisierung des Rechts
    Die Rechtsnormen des Staates, die Gesetze, enthalten und schützen nicht länger das
    sittliche Minimum der Rechtsgemeinschaft, sie dienen fortan außerethischen Zwecken
    wie der Abschreckung oder der Veränderung der gesellschaftlichen Institutionen.
    Nach Abschaffung des §175 StGB und Einführung des §218 StGB wäre die gesetzliche
    Aufwertung der Prostitution zum Beruf (Bundesfamilienministerin Bergmann, SPD) ein
    weiterer kulturrevolutionärer Schritt in Richtung „Ent-Ethisierung des Rechts“ und
    Enteignung der Familie von ihren bisherigen Privilegien (Art. 6 GG).

    4. Ent-Kriminalisierung des Verbrechens
    Verbrechen werden weniger individuell dem Täter zugerechnet und angelastet als
    kollektiv den gesellschaftlichen Verhältnissen. Man ist (fast zwangsläufig) kriminell, weil
    man unter „kriminell-kapitalistischen“ Verhältnissen, unter „struktureller Gewalt“
    aufwachsen mußte und lebt. Gemäß dieser Argumentation müßten eigentlich die
    bedingenden Ursachen bestraft und „resozialisiert“ werden und nicht der Täter.
    5. Ent-Pathologisierung der Krankheit
    Man ist nicht etwa krank, weil der Naturhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist,
    sondern weil man durch gesellschaftlichen Streß, durch vergiftende Umwelt, durch
    Leistungsdruck der kapitalistischen Wirtschaft oder durch repressive Normen der
    christlichbürgerlichen Moral (Triebverzicht/Askese) beschädigt wurde.

    6. Ent-Ästhetisierung der Kunst
    Die moderne Kunst folgt nicht mehr den Regeln des Schönen, Wahren, Guten, des
    Ehrwürdigen oder der Harmonie der Ordnung, sondern ganz bewußt und provokativ der
    Veralberung und Verächtlichmachung, der Propaganda und Agitation: Das Häßliche,
    Sinnlose, Anstößige wird dominant.
    Aus diesen sechs Entwicklungen wird deutlich, daß Auflösung, Destruktion, Negation die
    Absicht der Frankfurter und ihrer Epigonen war und ist.

  54. #66 Dietrich Bern

    „6. Ent-Ästhetisierung der Kunst
    Die moderne Kunst folgt nicht mehr den Regeln des Schönen, Wahren, Guten, des
    Ehrwürdigen oder der Harmonie der Ordnung, sondern ganz bewußt und provokativ der
    Veralberung und Verächtlichmachung, der Propaganda und Agitation: Das Häßliche,
    Sinnlose, Anstößige wird dominant.“

    Nun konnten Reich, der im Gefängnis starb oder Adorno, dessen früher Herztod mit den 68ern in einen gewissen Zusammenhang gebracht wird, ja nicht mehr hofiert werden.

    Möchte noch unbedingt ergänzen, daß Habermas in ganz hohem Maß zur Implementierung der herrschenden Zivilreligion mit dem Österreicher als dem Leibhaftigen selber beigetragen hat.

    So banal es klingen mag, meine jugendliche Sinnlichkeit hat seinerzeit enorm dazu beigetragen, daß mir die ganze Bewegung von Anbeginn suspekt war, daß waren z.B. die sogenannten „Barden“, die an den Straßenecken saßen und mit drei Gitarrenakkorden und deren drei Mollparallelen Protestlieder gegen den Bau von Atomkraftwerken vortrugen, wobei sie lange Rauschebärte hatten und Sandalen trugen.

    Vor meinen ganzen intellektuellen Überlegungen gab es in mir schon lange einen starke instinktive Abneigung gegen all die kulturrevolutionären Erscheinungen.
    Den behaupteten Unterschied zwischen der Form und dem Inhalt habe ich niemals akzeptieren können, ich habe immer dazu geneigt, die äußeren Zeichen lesen und interpretieren zu wollen.

    An den Theaterbühnen hat man die „Kritik“ an der bürgerlichen Lebensform beworben. Das ist jedoch niemals so gewesen, die Inszenierungen kann man besser als Abrißbirne bezeichnen, man hat das Schöne der äußeren Form, den Inhalt der klassischen Vorlage und die Feinheit der Sprache durch Geschrei in den Dreck gestoßen.

    Eine absolute Negation ist in aller Regel keine Kritik, es sei denn, ihr geht eine gründliche Analyse voran und man hat etwas Besseres anzubieten und wirklich einen glaubhaften Grund, das Alte restlos zu zerstören.

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