Spanien hat im November 2011 die sozialistische Regierung Zapatero in die Wüste geschickt. Die Regierungspartei PSOE fuhr das schlechteste Resultat nach dem Ende der Franco-Diktatur ein. Sie verlor etwa ein Drittel ihrer Sitze. Der Wahlausgang war die Folge der Wirtschafts- und Finanzpolitik der Linken. Das Land steht vor dem Ruin, es weist mit 22,9 Prozent die höchste Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union auf, jeder zweite Spanier unter 25 Jahren ist arbeitslos.

Der neue spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy von der konservativen Volkspartei PP kommuniziert bisher wenig über die Medien, sondern arbeitet und handelt. Erst vor zwei Tagen hat er die Förderung erneuerbarer Energien auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Das kann den rot-grünen Schmierfinken in den Redaktionen natürlich nicht gefallen. „Spanier rätseln, wer sie eigentlich regiert“, titelte kürzlich die Rummelplatzpostille „Die WELT“.

Sonst aber blieb es bisher relativ ruhig an der deutschen Medienfront – man ist wohl noch damit beschäftigt, die krachende Wahlniederlage der Linken in Ungarn zu verdauen und den konservativen Ministerpräsidenten Viktor Orbán in ein schlechtes Licht zu rücken, der vom Wähler mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament ausgestattet wurde und nun versucht, die Trümmer der neosozialistischen Politik nach der Wende wegzuräumen und die dafür verantwortlichen linken Gangster zur Rechenschaft zu ziehen.

Gestern nun verlieh Martin Dahms (Foto oben) in der „Südwest Presse“ seinem Unbehagen über die neu gewählte spanische Regierung Ausdruck. Sein Beitrag ist ein Meinungsartikel, jedoch nicht als solcher gekennzeichnet. „Konservative drehen Zeit zurück“ lautet die Überschrift. Wie der „Journalist“ Dahms getaktet ist, weiß der Leser schon nach wenigen Sätzen:

„Justizminister Alberto Ruiz-Gallardón, der frühere Bürgermeister Madrids, hinter dessen gepflegtem Auftreten sich ausnehmend konservative Überzeugungen verbergen.“

Sind wir schon so weit, dass man seine konservative Gesinnung hinter einem gepflegten Auftreten „verbergen“ muss? Was kommt als Nächstes? Abzeichen für Konservative?

Der neue Justizminister wolle das Abtreibungsrecht „zurückreformieren“, schreibt Dahms:

Die Zapatero-Regierung hatte vor zwei Jahren eine Fristenregelung eingeführt: Abtreibungen sind seitdem bis zur 14. Schwangerschaftswoche straffrei. Ihre Zahl hat sich dadurch kaum verändert, nur müssen die Frauen keine „Gefahr für die psychische Gesundheit“ mehr vorschieben. Gallardón will den Ungeborenen nun den „juristischen Schutz“ zurückgeben, den sie seiner Meinung nach mit dem Gesetz verloren haben. Besonders verblüfft hat er mit der Einschätzung, dass er in seinem Politikerleben „wahrscheinlich nichts Fortschrittlicheres“ unternehmen werde, als mit seiner Gegenreform „das Recht auf Leben zu verteidigen“.

Über das Recht eines ungeborenen Kindes auf Leben kann man auch auf anderem geistigem Niveau diskutieren – wenn man kann. So lange in Deutschland Aufmärsche für das Lebensrecht von Kröten und Juchtenkäfern stattfinden, ist es schon infam, wenn ein Tunichtgut über Abtreibungen schreibt, als handle es sich um eine Kleinigkeit wie die korrekte Mülltrennung.

Weiter stört Dahms sich daran, dass der neue Bildungsminister Ignacio Wert den unter Zapatero eingeführten Staatsbürgerkundeunterricht wieder abschaffen will. „Damit sollten die Schüler auch Toleranz lernen, etwa gegenüber Homosexuellen. Das hat die spanische Rechte, allen voran die katholische Kirche, immer schon aufgebracht“, meint Dahms.

Dass aber auch ausgerechnet immer diejenigen von Toleranz reden, die nun wirklich nicht das Mindeste damit anfangen können.

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30 KOMMENTARE

  1. Sicher muss die sozialistische Schreiberschaft gegen alles konservative kämpfen. Es könnte passieren, das auch andere Länder -Deutschland zB- aufwachen und sich nicht mehr von sozialistischen Lügen blenden lassen.

    Ob das Volk sich wirklich betrogen fühlt oder ob es sich nur um gekränkte Sozialisten geht, ist nicht klar.

    Dahms würde vergleichbares wohl auch über die Niederlande schreiben, auch wenn das Fazit der Niederländer eher „we have a new Goverment, they changed alot and they do pretty well“ ist. So zumindest ist durchgehend die Meinung, die Niederländer mir gegenüber geäußert haben.

    In Deutschland führen uns genau diese Art „Journalisten“ aufs Gletteis, in dem sie vom Arabischen Frühling, Multi-Kulti Deutschland, phösen Atomstrom, gegen S21, gegen Rächtz, usw. schreiben. Es ist also eher ein Kommentar als journalistische Arbeit.

  2. Mit Erstaunen habe ich dieser Tage zur Kenntnis genommen, dass der Racketenschirm nun fertig ist. George W. Bush wurde dafuer heftigst kritisiert. Obama konnte ihn offenbar die letzten 4 Jahre unbehelligt ausbauen. Ich ist dessen Atomenergie-Ausbauprogramm frei von kritischer Begleitung der hiesigen Medien. Nicht auszudenken, was los ist, wenn Romney dir Wahl gewinnen sollte. Dann geht es wieder mit der Skandalisierung bei unveraenderter Politik …

  3. Spanien ist auf dem Weg zur Besserung! Die erfolgreiche PP-Regierung wäre durchgehend an der Regierung und somit Spanien das Schlimmste erspart geblieben, hätte die Linke nicht das Attentat vom 11. 3. 2004 schamlos für sich ausgenutzt.

  4. Jede Regierung, die nicht 100prozentig den sozialistischen EUdSSR-Kurs mitmacht, wird von den linken Schmieren“jounalisten“ übel verleumdet.
    Martin Darm ist eine Schande für seine Branche.

  5. Passend dazu habe ich heute morgen auf der Fahrt zur Arbeit einen Bericht im Deutschland Funk (DLF) über die Spanischen Sozialisten gehört.
    Da wurden die beiden Präsidentschaftskandidaten interviewt. Beide beschwerten sich lautstark, dass „die Rechten“ das Land und Europa kaputt-sparen würden.
    Vertreter der Konservativen kamen selbstverständlich nicht zu Wort.

  6. Ach ja. Heute schreibt in unserer Tageszeitung ein Andreas Schwarz recht polemisch über FPÖ und Strache im Zusammenhang mit dem Wiener Burschenschaftsball.
    Die Meinungshoheit haben natürlich alle außer der FPÖ, die wisse einfach nicht, was geht und was nicht geht.

  7. Die linke Journaille schreibt leider nicht nur in Blättern wie „Neues Deutschland“, „Junge Welt“ oder „Rote Fahne“, sondern wird dem arglosen Leser in „Qualitätsmedien“ als Vertreterin der „objektiven Meinung“ verkauft. Zum Glück sinken die Abo-Zahlen der „Qualitätsmedien“.

  8. OT:
    EU bietet Tunis privilegierte Partnerschaft an 02.02.2012 17:27
    Die Europäische Union bietet Tunesien eine
    privilegierte Partnerschaft an. Damit habe das nordafrikanische Land unter anderem Aussicht auf Freihandel mit der Union und eine
    Liberalisierung beim Handel mit landwirtschaftlichen Produkten. Das teilte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Donnerstag in Brüssel nach einem Treffen mit dem tunesischen Regierungschef Hamadi Jebali mit.
    Barroso sagte weiter, seine Behörde werde ihre Hilfe für Tunesien auf 400 Millionen Euro fast verdoppeln – das gilt für den Zeitraum 2011 bis 2013. Jebali ließ erkennen, dass sein Land mehr Geld brauche. «Wir verstehen die Krise in Europa. Europa wird mehr finanzielle Hilfe in der Zukunft leisten. Tunesien braucht einen Mikro-Marshallplan.»
    Barroso hob hervor, dass der «Arabische Frühling» – das heißt die revolutionäre Umwälzung in einer Reihe von Ländern der Region – in Tunesien begonnen habe. «Eine neue Zeit ist in Tunesien angebrochen,
    und ich glaube, dass der demokratische Wandel eine deutliche Auswirkung haben wird, nicht nur in der Region, in der arabischen Welt, sondern in der gesamten Welt.»
    – [EU-Kommission](200, rue de la loi, B-1049 Brüssel)
    http://www.eu-info.de/dpa-europaticker/204762.html

  9. Das ist die gleiche und durchsichtige 68er-Masche, wie man sie auch bei der Wahlkampfberichterstattung unserer linken Massenmedien aus den USA blind vorhersagen kann. Republikaner sind hinterhältige, kapitalistische Ratten, Kriegstreiber und Bestien, Demokraten sind die Kandidaten für das Seelenheil der Welt und können über Wasser laufen.

  10. Die linksversifften MSM zeigen immer wieder ihre wahre Fratze.

    Übrigens,die SZ kann heute auf Seite 4 in einem Kommentar von Roland Preuß „Ein bisschen Halbmond“ auch nur wieder ihre linksversiffte Fratze zeigen und plädiert für die schleichende Einführung der Scharia. Siehe hierzu auch Artikel unten vom 02. Februar „SPD-Justizminister setzt sich für Schariarecht ein“.

  11. Hier ist ein weiteres Glanzbeispiel bzgl. Verlogenheit der linksgrünen Journaille:

    Dr. Eva Schweitzer
    http://blogs.taz.de/newyorkblog/

    Tea Party: Die weiße Wut: Was Amerikas Neue Rechte so gefährlich macht [Taschenbuch]
    http://www.amazon.de/Tea-Party-Amerikas-Rechte-gef%C3%A4hrlich/dp/3423249048

    Frau Schweitzer geht im Internet ein Ruf wie Donnerhall voraus will heissen: sie ist in Internet-Kreisen bestens oder eher „schlechtestens“ als Abmahnerin bekannt. Googeln Sie einmal nach „Eva Schweitzer Abmahnung“ und finden Sie selbst heraus welch Geistes diese Dame ist.

    Und diese Dame erklärt der Welt nun wie böse doch die amerikanische Teaparty sei. Anti-amerikanisch-links-populistisch schreiben aber selbst sich einen feuchten Kehricht um die „wahre Moral“ kümmern.

    Ausgerechnet die Abmahnerin Dr. Eva Schweitzer spielt sich als Gralshüterin der richtigen politischen Gesinnung auf. Alberner geht es ja wohl nicht mehr.

    Warum mich Frau Dr. Eva Schweitzer sprach- und fassungslos macht: Geschäftsmodell für Journalisten: Blogger abmahnen.
    http://www.fixmbr.de/warum-mich-frau-dr-eva-schweitzer-sprach-und-fassungslos-macht/
    Frau Dr. Schweitzer ist meiner Meinung nach nicht nur nicht im Recht, die gute Journalistin hat insbesondere moralisch und menschlich versagt, sie hält sich selbst wohl für den Nabel der Welt.

  12. OT
    http://hpd.de/node/12836
    Kundgebung für Meinungsfreiheit am 11.2. in London

    Die International Humanist and Ethical Union (IHEU) wird sich mit ihrer Mitgliedsorganisation „One Law for All“ (Ein Gesetz für Alle) an der Kundgebung für Meinungsfreiheit am 11. Februar in London beteiligen. Die Kundgebung ist u.a. eine Reaktion auf die neuerlichen Attacken gegen die Meinungsfreiheit durch Muslime in Großbritannien.

    Die Kundgebung findet am Samstag, dem 11.2.2012, von 14:00 bis 16:00 Uhr auf dem Old Palace Yard in London statt, gegenüber dem House of Lords.

    Auch in anderen europäischen Städten soll es zeitgleich entsprechende Versammlungen geben.

    http://www.iheu.org/humanists-rally-free-expression?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

  13. Besnez as usual….

    Wenn unseren r evolutionär- sozialistischen Neo- „Humanist_innen“, das Denken und die Argumente ausgehen, dann landet man, auf der Suche nach der „Schuldfrage“, letztendlich immer bei der katholischen Kirche.

    Venceremos ! Freundschaft Genoss_innen !

    Den „Humanismus“ in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf ! :mrgreen:

  14. #12 Cendrillon (03. Feb 2012 10:35)

    Als Ergänzung: (allerdings nichts für schwache Nerven!)

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9387152

    Hier ist ein Mediathek-Mitschnitt des rot-dunkelrot-grünen SWRs bzgl. des Buches von Dr. Eva Schweitzer.

    Bitte nicht aufregen und zahlen Sie brav und fleissig weiter ihre Alimente… sorry Rundfunkgebühren. Denn schliesslich gehört es zur öffentlich-rechtlichen Informationspflicht darüber zu berichten, dass konservative amerikanische Politiker der allerletzte Abschaum sind.

    Aber mal im Ernst: was unterscheidet diese Art von Berichterstattung eigentlich von einem Julius Streicher?

  15. #4 TanjaK (03. Feb 2012 09:56)

    Spanien ist nicht auf dem Weg der Besserung, sondern Spanien ist, wie der übrige ClubMed pleite!

    Sie haben wie Griechenland versprochen zu sparen. Das Ergebnis: die Neuschulden betragen nicht 6% sondern oh Wunder plötzlich 8% des Staatshaushalts. Zur Erinnerung, es sind nur 3% erlaubt. Konsequenzen: keine.

    Und in den Bilanzen der Banken liegen noch faule Immobilienkredite von über 200 Mrd Oiro.

    Wer glauben sie wird das bezahlen??

    Die Spanier nicht, sie retionalisieren durch ihre automatischen Lohnsteigerungen ihre Arbeitsplätze weg bis niemand mehr dort Arbeit hat…

  16. „So lange in Deutschland Aufmärsche für das Lebensrecht von Kröten und Juchtenkäfern stattfinden, ist es schon infam, wenn ein Tunichtgut über Abtreibungen schreibt, als handle es sich um eine Kleinigkeit wie die korrekte Mülltrennung.“

    Das ist es, was die Leser dieses Herrn wissen sollten.

  17. #8 Bonn

    sondern wird dem arglosen Leser in “Qualitätsmedien” als Vertreterin der “objektiven Meinung” verkauft. Zum Glück sinken die Abo-Zahlen der “Qualitätsmedien”.

    Genau aus den diesen Gründen habe ich auch vor einem Jahr das Abo der Rheinischen Post gekündigt. Die haben im politischen Bereich ein paar ganz böse Links-SchreiberInnen unter Vertrag, die unter dem Deckmantel ‚Berichterstattung‘ unverhohlen ihre Meinung verbreiten verbreiten.

  18. #13 wt (03. Feb 2012 10:44)
    OT

    Kundgebung für Meinungsfreiheit am 11.2. in London

    Die International Humanist and Ethical Union (IHEU) wird sich mit ihrer Mitgliedsorganisation „One Law for All“ „“(Ein Gesetz für Alle)““…..

    ———————————————————

    Nee danke, wir wollen sie nicht, die eine, „Schöne neue Welt“ FÜR ALLE !

    No „New world Order“ !! :mrgreen:

    Keine Einheitswelt !

    Normalität, statt r evolutionär- sozialistisch- „Neohumanistische“ Einfalt ! 😉

  19. „Justizminister Alberto Ruiz-Gallardón, der frühere Bürgermeister Madrids, hinter dessen gepflegtem Auftreten sich ausnehmend konservative Überzeugungen verbergen.“

    LOL. Ein gepflegtes Auftreten ist eher das Kennzeichen des Konservativen, nicht seine Tarnung.

  20. Ich habe es ja immer gesagt: erst die Pleite zwingt wieder zur wirtschaftlichen Vernunft und zwingt die Menschen, ihren Verstand überhaupt mal wieder zu benutzen.

    Verlierer sind – wie immer – die steuerzahlenden Michels (also der wohl größte Teil der PI Leserschaft):

    Erst schuften sie, das Geld wird für Asylanten, Ökostrom, Klimaschutz, irrsinnige Kriege (Kosovo) verjubelt – dann ist das Geld weg, möglicherweise drohen Inflation und Währungsreform – und wieder zahlt der Michel: Steuern rauf (mal was ganz neues), hart Erspartes entwertet.

  21. Man setze dieses Lümmelchen doch bitte mal für ein paar Tage in Ägypten oder Lybien aus!
    Mal sehen,wie lange er überlebt und falls ja,ob ihm sein dummes Grinsen nicht vergangen ist…..

  22. „Immer mehr Schmeißfliegen wehren sich gegen Vergleiche mit Journalisten.“

    (Michael Klonovsky)

  23. Was die deutschen Linksblätter schreiben ist mir teilweise egal, denn ich kaufe sie nicht.
    Mich stört es, dass Ungarn angegriffen wird, weil in Ungarn zukünftig nur noch wahrheitsgetreu geschrieben werden darf. Plumpe Hetze oder Verleumdungen, wie in deutschen Blättern, ist in Ungarn nun verboten. Dass passt den Linken im Land nicht!

  24. Es scheint für den jungen Mann ein wahres Erweckungserlebnis zu sein, dass es auch nichtlinke Meinungen in der Welt gibt.

  25. # 26 Kulturbanause
    Ich erinnere mich noch dunkel daran, wie unsere lupenreinen Demokraten Schröder u. Fischer im Namen Deutschlands Österreich (unser Brudervolk) versucht haben mit Hilfe der EU zu boykottieren, weil Ihnen das damalige Wahlergebnis (FPÖ)nicht gepasst hat.
    Ich habe mich damals schon dafür geschämt, weil ich deutscher bin.

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