Seit 2002 ist der Euro in Deutschland das offizielle Zahlungsmittel. Nun mehr als 10 Jahre danach versinkt die Eurozone im Chaos. Die Wirtschaft lahmt, ein Staat nach dem anderen rutscht in die Pleite und muss gerettet werden. Besonders im Süden explodiert die Arbeitslosigkeit, die Jugend ist besonders stark betroffen. Der fast zweieinhalbstündige Dokumentarfilm „EUPoly – Ein europäischer Alptraum“ von Jens Blecker und Thomas Schad wirft einen Blick hinter den Vorhang.

Wo wird die Reise hingehen und was werden die Folgen sein? Kann man den Crash noch verhindern und welche Alternativen gibt es? In einer packenden Zeitlinie wird aufgezeigt, wie die Dinge sich entwickelt haben und der zunehmenden Dynamik Rechnung getragen. Nicht nur Experten und Zeitzeugen – u.a. Günther Lachmann und Hans-Olaf Henkel – kommen zu Wort, auch verschüttet geglaubte Originalaufnahmen helfen, Aussagen von damals wieder in das Bewusstsein zu rücken.

Vor der Bundestagswahl hat sich der Produzent des Films, Jens Blecker, entschlossen, das Video in voller Länge kostenlos auf Youtube zu veröffentlichen. Vielleicht hilft es doch einigen Menschen einen etwas klareren Blick für die realen Probleme zu bekommen, die Deutschland ins Haus stehen.

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25 KOMMENTARE

  1. Der Euro ist eine Schadwährung, und das ist auch gewollt! Der Euro ist ein Foltergefängnis mit Souveränitätsentzug!
    Der Euro zwingt Nationen dazu Souveränitäten abzugeben. Die Griechen durften nicht einmal einen Volksentscheid über den Euro machen. Die EU war dagegen!
    Allein die Möglichkeit zu sagen, man wolle aus dem Euro raus, garantiert einem Land weit gespannte Rettungsschirme!
    Finnland hat sich Sicherheiten geben lassen. Griechenland sitzt auf riesige Erdgas und Erdölfelder. Deutschland wird den Griechen die Schulden erlassen und danach für überhöhte Preise deren Erdöl kaufen. Sollte die BRD in Schieflage geraten, dann werden die Griechen uns auslachen und uns verspotten!

    Die Schadwährung Euro ist ein Kommunistenprojekt. Ein Mittel zur Unterdrückung von Nationen. Ein Bürgerkriegsmittel. Eine Schadwährung, die man nur seinen Feinden wünscht.

  2. Es gab früher mal ein Brettspiel, bei dem derjenige gewann, der 1 Million Mark am schnellsten ausgegeben hat.

    das könnte mal vielleicht auch unter dem Namen „EUpoly“ noch mal neu herausbringen.

  3. der film is klasse aber leider für den gemeinen michel zu lang.
    der verträgt vielleicht gerade 1 min oder ne schlagzeile in der tageszeitung auf der ersten seite.
    gerade nen bericht gesehen über ne veranstaltung vom steinbeck.
    was da für begründungen kamen warum spd gewählt wird…hilfe.

  4. #5 der_fritz (20. Sep 2013 20:14)

    der film is klasse aber leider für den gemeinen michel zu lang.

    Für den ist er ja auch eher nicht gemacht. Sondern für die Multiplikatoren (Sie, ich, wir), die dann mit ihren Worten und Erkenntnisse aus dem Film, Familie, Freunde, etc. versorgen…

  5. Der Film ist klasse, aber für den Normalbürger einfach zu lang. Alles sehr trocken und relativ eintönig. Trotzdem empfehlenswert und danach weiß jeder, wohin die Reise geht.

  6. nebenbei…auch schon aufgefallen wie in den letzten paar tagen das system die sache mit dem euro erklärt?
    von der dingens und andere erzählen dem volk jetzt: jaaa, start war doof, kostet halt nen bissl aber wir müssen halt auch etwas zurück stecken für unsere europäischen traum.

  7. Gold und Silber fallen gerade wieder. Falls am Sonntag rot-rot-grün gewinnt, könnte man abends noch darüber nachdenken, bei einem Internethändler etwas Papiergeld gegen Edelmetall zu tauschen.
    Wenn Steinbrück dann die Eurobonds ankündigt und die Hedgefonds gegen deutsche Staatsanleihen spekulieren, dürfte schnell Schluss sein mit dem Euro und damit aber auch mit den Sparguthaben der Deutschen.
    Mal sehen, was danach kommt. Vielleicht stellt das deutsche Volk ja auch mal die Schuldfrage…

  8. P.S. Gut, dieser Extraartikel zu dem YT-Link.
    Der ist es wert, daß man sich die Zeit zum vollständigen Ansehen nimmt.

  9. „Ach du Sche..ße!“
    Jetzt weiß ich, warum Merkel unbedingt an der Macht bleiben will/muss.
    Sobald die „AFD“ in den BT kommt besteht die Gefahr, dass wir alles erfahren was hinter unserem Rücken an Sauereien gelaufen ist.

    Das Stichwort lautet „Target2“.
    http://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2

    Davon haben die meisten Deutschen noch nie etwas gehört.

    Ich schätze es so ein, wie ein Schneeballsystem.

    Solange man es weiterlaufen lässt, passiert nichts, also, solange „unsere Regierung“ alles so lässt wie es ist, kann uns wahrscheinlich nichts passieren, ausser ein Schuldenstaat will den (die) Euro/EU verlassen.
    Dann sind nämlich unsere „Target2“ Forderungen fällig.
    Ohne daß dieses passiert, passiert uns wahrscheinlich auch nichts, ausser dass die „T2“ Summen ständig steigt/steigen.

    Derzeit soll die Summe bei ca. 800 Milliarden Euro liegen.

    Ich kann mir vorstellen, dass, sollte die „AFD“ in den BT gewählt werden, oder sogar an der Regierung beteiligt werden, genau mit diesem Szenario zu rechnen ist.
    (Deshalb auch die eintönige Meinung, keine Koalition mit der „AFD“, was die Erklärung für die allgemeine Panik wäre).

    Also!

    Die „AFD“ möchte doch einen Nord-, und einen Südeuro, .. etc.

    Wenn sie das irgendwie schafft, ist ende, gelände.
    Dann gehen uns 800 Milliarden, oder ein großer Teil davon flöten.

    Ich wünsche mir und uns, dass ich da völlig daneben liege und ich alles falsch vertanden habe.
    Bitte melde sich jemand, der die Materie kennt, und der mir wieder auf die Beine hilft.

    Trabatoni würde sagen: „Ich BIN fertig!“

  10. Ich habe mir die 2:21:24 grad angetan…

    Da war zwar nichts wirklich Neues für mich dabei, aber als „kurze“ Zusammenfassung gut geeignet für interessierte Einsteiger in die Materie.

  11. #12 Maethor

    Ich hab mal gegoogelt. Das Spiel, das ich meine, hieß Mankomania.

    Mas Spiel hört sich aber auch interessant a, und würde vom Namen her ebenfalls wunderbar zurEU bzw EUpoly passen.

  12. Für Leute, die das Thema Euro/Krise auf alternativen Medien schon seit längerem verfolgen, bot der Film kaum Neues.

    Es war aber eine gute Übersicht mit rotem Faden.
    Theoretisch gut geeignet, ein paar Leute, die man gerne warnen würde, aufzuwecken.
    Von daher ist der Einsatz der Macher dankenswert.

    Ich fürchte nur, ich werde niemanden finden, der sich die 2h wirklich anschaut. 🙁

  13. Das total Schlimme in diesem Film ist die Tatsache, dass unser hochbezahlten Abgeordneten über Unsummen entschieden haben und absolut keine Ahnung über die Beträge hatten. Verantwortung ist normal auch Haftung! Vielleicht muss man hier ansetzen und mal einige der Leute verklagen. Ganz besonders so einen wie den Ex-Minister Eichel, welcher sicher Verantwortung für den Griechenlandbeitritt wie auch für die Aufweichung, in Wirklichkeit Verstoss, von Verträgen hatte. Aber auch ein Schäuble sollte man zu Rechenschaft ziehen, wie auch Frau Merkel. Wer so viel falsch macht und wissentlich „zum Schaden“ unseres Landes entscheidet dürfte in keiner Regierung sein! Der gehört hinter Gitter.

  14. #10 WSD

    “Deutschland wird bei der Abschaffung des Euros der größte Verlierer sein!”

    Das ist keinesfalls klar. Eine ganze Reihe namhafter Ökonomen ist da ganz anderer Ansicht. Dirk Müller beispielsweise in einem Interview für The Euroean vor zwei Tagen:

    The European: Deutschland würde dabei massiv auf- und Griechenland ebenso massiv abwerten?

    Müller: Richtig. Der Süden Europas würde hierdurch wettbewerbsfähiger werden und sogar Deutschland würde profitieren.

    The European: Das sieht die Politik anders!

    Müller: Es ist ein Irrglaube anzunehmen, dass ein Land einen großen Vorteil hat, weil seine Währung schwächer als seine Wettbewerbsfähigkeit ist. Wir sagen immer: Deutschland braucht den Euro, weil die Exporte billiger sind und somit gesteigert werden. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille.

    The European: Was ist die andere?

    Müller: Wenn die Währung – so wie momentan – 20 Prozent unter der Leistungsfähigkeit liegt, dann heißt das auch, dass die Menschen um 20 Prozent zu schwach entlohnt werden und somit die Kaufkraft zurück geht. Gleichzeitig kaufen wir die Importe – etwa Ressourcen oder auch Zulieferteile für unseren Export – um 20 Prozent zu teuer ein! Genau das beobachten wir heute.

    The European: Was hat das für Folgen?

    Müller: Einen starken Export und eine seit Jahren nicht aus der Kabine kommende Binnennachfrage. Die Steuerzahler, die Sparer und der lokale Mittelstand subventionieren den Export der „Global Player“. Diejenigen Länder aber, deren Währungen auch die Wettbewerbsfähigkeit widerspiegeln, haben eine deutlich bessere wirtschaftliche Entwicklung. In Europa sehen wir das gerade außerhalb des Euroraums.

  15. Eupoly ist eine sehr gute Doku.

    Die Targetsalden, EZB, EU-Konsorten und unsere Blockparteien – gefährlich.

    Das Schlimme ist, daß beim Thema Euro der Großteil der Politiker das Volk belügt, betrügt und Gesetze/Verträge missachtet – ie Geschichte der Euro-Rettung ist eine Chronologie der falschen Behauptungen und gebrochenen Versprechen. Der Euro war und ist ein politisches Projekt.

    Ich empfehle jedem das Buch von Hans-Olaf Henkel – Die Euro-Lügner zu lesen. Auszug hieraus:
    „Obwohl vielen Politikern längst dämmern dürfte, was sie mit dem Euro angerichtet haben, denkt keiner daran, dies einzugestehen. Einen Fehler gesteht man nicht ein. Wenn man ihn begangen hat, hält man daran fest wie ein Hund, der sich in einen Knochen verbissen hat. Und warum? Vermutlich aus einer Mischung aus Eitelkeit und Rechthaberei. Denn wer einen Fehler zugibt, ist schwach, hat versagt, tritt zurück. Wer den Fehler nicht zugibt, muss nicht zurücktreten. Und Rücktritt ist für einen Karrieristen der Albtraum schlechthin – man verzeihe mir, dass ich »Karrierist« als Synonym für Politiker verwende. Noch dramatischer erscheint die Situation, wenn statt einzelner Politiker ganze Geberländer ihre Fehler eingestehen. Das käme nationaler Schande gleich. …“

    Ferner die Medien haben es geschafft, Geldpolitik zu einem scheinbar unwichtigen Randthema zu machen. Geldkritiker gelten als “Verschwörungstheoretiker”. Bsp: Preisfrage: Was bringt mir ein Mindestlohn von 8,50 Euro, wenn ich mir davon nicht mal mehr eine Scheibe Brot kaufen kann? Nicht der nominale Betrag von Geld ist entscheidend, sondern seine Kaufkraft. Mit Preisen von “vor 30 Jahren” wäre ein Stundenlohn in Höhe von 8,50 Euro fast schon Luxus. Nehmen wir an, jemand verdient den 8,50€ Mindestlohn und geht aufs Oktoberfest. Mit dem Lohn (netto!?) einer Stunde Arbeit könnte er nur 86% einer Maß bezahlen. Im Jahr 2008 hätte er noch die ganze Maß bezahlen können. Im Jahr 1989 hätte er zwei Maß trinken können. Im Jahr 1960 läge unser Mindestlohner nach 9 Maß mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Das ist der Verfall unseres Geldes. Wir müssen immer mehr Arbeiten für die gleiche Menge an Waren. Man nennt dies auch Inflation und sie entsteht durch eine durch nichts gedeckte Papiergeldmenge, die sich stärker ausweitet wie das BIP. Das betreibt gerade die EZB! Geldmengenausweitung und Ankauf von Schrottanleihen.

    Wer was zu Target-Salden wissen will hier:
    http://www.wiwo.de/politik/europa/euro-krise-target-salden-draengen-deutschland-an-den-abgrund/6277238.html
    https://www.youtube.com/watch?v=AmPbv7Q3-jc&list=PLEE4A7EDA0113C8AD

    Ein weiteres Buch, was ich jedem empfehlen kann ist: „Der größte Raubzug der Geschichte“ von Matthias Weik und Marc Friedrich.

    Meines Erachtens haben wir kurz vor 12!
    Ein Staatsbankrott erscheint mittlerweile lange nicht mehr so abwegig wie vor wenigen Jahren. Hier gibt es dann 2 Formen: Zum einen die Form des offenen Staatsbankrotts. Diese kommt eher selten vor. Zum anderen der Weg des verdeckten Staatsbankrotts. Dieser wird von Regierungen bevorzugt. Dies bedeutete früher eine Münzverschlechterung und heute das Drucken von ungedecktem Papiergeld. Folgen dieser Maßnahmen sind meistens Inflation, Hyperinflation und schlussendlich eine Währungsreform!

    Wir werden uns alle warm anziehen müssen in den nächsten Jahren

  16. “Aus Gründen der journalistischen Ausgewogenheit war es uns wichtig, auch Stimmen von Euro-Befürwortern einzufangen.
    – – – –

    Doch alle unsere Interviewanfragen wurden abgelehnt.

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