Mein Beitrag ‚Evangelische Kirche, Martin Luther & Korankritik‚, der letzte Woche auf PI veröffentlicht wurde, löste im Kommentarbereich eine ‚Debatte‘ über die antjüdische Haltung Luthers aus. Anlässlich dessen möchte ich noch einiges dazu sagen. War Luther ein Antisemit? Nein, seinem damaligen Zeitgeist entsprechend eher nicht.

(Von Boëtius van Everdingen)

Wir können anhand seiner Schriften eindeutig feststellen, dass der Reformator kein Antisemit in einem modernen volksnationalistisch-rassistischen Sinne war, der die Juden aufgrund ihres gesellschaftlichen Bestehens oder naturbedingt für minderwertig hielt. Im Gegenteil sogar, denn die Juden sind laut Luther „von dem geblutt Christi, wyr sind schweger und fremdling, sie sind blut freund, vettern und bruder unsers hern.“ Zum Christentum übergetretene Juden gehörten nach seinen Auffassungen ohne Beschränkungen in die christliche Gesellschaft hinein. Es waren ganz eindeutig andere Faktoren, die ihn zu seiner aggressiven Polemik des Jahres 1543 gezwungen haben. Martin Luther war eben ein rebellischer Antirebell; eine komplexe Persönlichkeit, die man ohne die eschatologische Dimension seiner Theologie zu berücksichtigen, unmöglich nachvollziehen kann. Dazu wirkten die historischen Ereignisse seiner Zeit so stark auf sein theologisches Denken ein, wie es bei kaum einem anderen Theologen der Fall war. Über Luthers Judenbild sind und werden noch viele wissenschaftliche Werke geschrieben. Ich kann logischerweise niemals alle Aspekte seines Judenbildes und die Faktoren, die dazu beigetragen haben, in so einem kurzen Beitrag erklären. Ich möchte jedoch versuchen, ein Paar Irrtümer auszuräumen und das komplexe Verhältnis Luthers zu den Juden ein wenig gerechter darzustellen. Es sollte jedem klar sein: Der Islam und seine türkischen Jihadisten waren für Luther im Grunde genommen viel bösartiger als die Juden!

Luthers Von den Jüden und jren Lügen ist, wegen seiner rabiaten Verleumdungen und Aggressivität gegenüber den Juden, tatsächlich wohl sein berüchtigtstes Werk. Die Schmähschrift ist der erste Teil einer Reihe von drei größeren Antijudenschriften, die Luther 1543 verfasste. Wie kompliziert die Haltung des Wittenberger Reformators zu den Juden jedoch war, kommt in dessen früheren Schrift Da? Jesus ein Geborner Jude Sei (1523), in der Martin Luther sich gerade für eine humanere Behandlung der Juden einsetzte, zum Ausdruck. Der Reformator hatte sich zuvor, in Zusammenhang mit dem Dominikanerstreit, bereits auf die Seite Johannes Reuchlins und der Humanisten gestellt. In u.a. seinem Römerbriefkommentar zu 11,22 wandte er sich gegen die Dominikaner aus Köln und bezeichnete ihre antijüdischen Schriften als „alberne Machwerke“ und warf ihnen vor „[m]it Gewalt und mit Schmähreden (…) die Juden bekehren (zu wollen)“.

In der Schrift Da? Jesus ein Geborner Jude Sei zeigte sich Luther dementsprechend über den Umgang vieler seiner Zeitgenossen mit den Juden verärgert, da diese sie sehr repektlos behandelten „als weren es hunde und nicht menschen“. Die ‚Papisten‘ hätten nach den Ansichten Luthers sowohl ihm, als auch den Juden das Evangelium entwendet und zu einem Gesetz umgewandelt; Juden würden deshalb nichts von der Freiheit in Christus erfahren haben. Demnach hätten sie bisher auch keinen Grund gesehen, ihre ‚irrige Lehre‘ für eine andere irrige Lehre zu wechseln: „Denn unsere narren die Bepste, Bisschoff, Sophisten und Munche, Die groben esels kopffe, haben bis her also mit den Juden gefaren, Das, wer eyn gutter Christ were gewesen, hette wol mocht eyn Jude werden “.

Johannes Reuchlin hatte während seiner Auseinandersetzung mit den Dominikanern bereits seine Abneigung gegen die erzwungenen Judenbekehrungen seiner Zeit geäußert, wie überhaupt die christliche Haltung zu den Juden seiner Zeit. Er sprach sich gegen die Verachtung der Juden aus, und warb dafür, sie mit Rede und gutem Willen zum christlichen Glauben zu führen. Bei Luther lassen sich ähnliche Gedankenmuster finden, denn auch er war der Überzeugung, dass man den Juden in Sachen Bekehrung anders zu begegnen hätte: „Ich hoff, wenn man mit den Juden freuntlich handelt und aus der heyligen schrift sie seuberlich unterweysset, es sollten yhr viel rechte Christen werden und widder zu yhrer vetter, der Propheten und Patriarchen glauben tretten […]“. Der Reformator war der festen Meinung, dass er mit seiner Offenlegung des reinen Evangeliums, alle mögliche Hindernisse weggenommen hatte, die die Juden bisher vom Erkennen ihres Messias Jesus verwehrt hätten. Wenn die Juden nun allmählich ihren menschlichen Messias erkennen sollten – Luther nennt dies „milch saugen“, könnte der nächste Schritt erfolgen: „Darnach sollten sie weyn trincken und auch lernen, wie er warhafftiger Gott sey“. Diese Haltung Luthers war wohl revolutionär judenfreundlich; Er war nach Reuchlin wohl der erste einflussreiche Theologe seiner Zeit, der sich für die Interessen der Juden eingesetzt hat. Selbstverständlich war Luthers milde Haltung zu den Juden keineswegs zweckfrei, sondern diente im Endeffekt nur deren Bekehrung. Luther lebte jedoch in einer Zeit, in der das Bild der Juden als Christusmörder die allgemein öffentliche Auffassung darstellte und antijüdische Greuelmärchen weitverbreitet waren.

Augustinus von Hippo (354-430) schrieb in seiner späten Schrift Wider die Juden als wohl erster Theologe über die Kollektivschuld der Juden am Tod Christi. Diese Kollektivschuld an Jesu Leiden und Sterben wurde möglich schon vor dem Ende des 2. Jahrhunderts verkündet, um dann über Augustinus zur vollen Entfaltung zu kommen. Die aussichtslose Position der Juden sei von Gott als Kollektivstrafe gewollt; eine Auffassung, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts die öffentliche Meinung darstellte. Dabei wurde oft Matt. 27,25 als ´Beweis´ angeführt: „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder“. Leider sollte Luther diese Bibelstelle in seiner berüchtigten Schmähschrift Von den Jüden und jren Lügen ebenfalls buchstäblich in diesem Kontekt anwenden. Wie jeder Christ jedoch wissen sollte, waren weder die Juden, noch die römischen Autoritäten für Jesu Tod verantwortlich, sondern gab er sich selbst für uns hin:

Der Vater liebt mich, weil ich mein Leben hingebe, um es wiederzuerlangen.

Niemand kann es mir nehmen. Ich gebe es freiwillig hin. Ich habe die Macht, es hinzugeben, und ich habe die Macht, es wieder zu nehmen. Denn mein Vater hat mir diesen Auftrag gegeben.

Martin Luther war sich wohl sehr bewusst, dass Joshua ben Joseph aus Galiläa, der im Neuen Testament mit dem griechisch übersetzten Namen Jesus erwähnt wird, ein Jude war. Jesus Christus ist der zum Fleisch gewordenen Logos, die Verkörperung des Wort Gottes und somit die Personalisierung der jüdisch-biblischen Werte. Das wahre Problem, das Luther mit den Juden hatte, war unmittelbare Folge seiner Rechtfertigungstheologie; ihr Hängen an Eigenwerken anstatt die Hoffnung auf den Christus Jesus zu legen. Nicht die Juden, sondern der Papst (der für Luther den geistigen Antichrist darstellte) und der Islam und seine türkischen Jihadisten (die für ihn den physischen Teil des Antichrists darstellten) bildeten für ihn, als eine Zweieinheit in einem diabolischen Bunde, die teuflischen Erbfeinde der Christenheit:

Erhalt uns, Herr, bey deinem Wort | Und steur des Bapsts und Türcken Mord, | Die Jhesum Christum, deinen Son | Wollten stürtzen von deinem Thron

Der Ausschnitt aus diesem 1544 veröffentlichten Kirchenlied spiegelt klipp und klar wider, wie Luthers Haltung zum Papst und dem Islam war. Der Text des Liedes erschien mit dem Zusatz: „Ein Kinderlied, zu singen wider die zween Ertzfeinde Christi und seiner heiligen Kirchen, den Bapst und Türcken“. Die ‚frommen‘ Sitten und Bräuche der Mohammedaner deutete der Reformator gerade als einen Beweis für den teuflischen Charakter des Islams, denn „So wil der Teuffel auch einen deckel haben und ein schoener Engel sein als ein Engel des liechts, darumb wendet er auch fur ettliche werck als werck des liechts.Mohammed selbst wäre zu offensichtlich bösartig – leider haben viele heutzutage dazu ihre Augen verschlossen -, deshalb konnte er für Luther nicht der Antichrist persönlich sein.

Im Jahre 1543 wird Luthers polemische Sprache nicht nur in Bezug auf die Juden radikaler (und irrationaler), sondern bezüglich des Islams und dessem Propheten schlägt er nun ebenso schärfere Töne an – „Ey pfu dich unsinnigen Mahmet, soltu ein Prophet heissen, der du solch ein grober tolpel und Esel bist!“ Seine polemische Verhärtung steht denn auch in Verbindung mit einer depressiven Phase am Ende seines Lebens, wie ich gleich erklären werde. Im Gegensatz zu der antijüdischen Polemik, die zu Luthers grössten Irrtümern zählt, hat der sonst geniale Reformator hinsichtlich Mohammeds Verhalten realistischen Humor: „Ja eben, wie er (Mohammed) studirt hat in der selben Bibel, im Hurnfleisch, so reucht und schmeckt auch seines keusches buch, der Alcoran„. Im darauffolgenden Satz formuliert der Wittenberger es sogar noch platter: „Er hat den geist seiner prophetie am rechten Ort, im Venus berge, gesucht und gefunden„.

Aber jetzt gelangen wir zur Gretchenfrage hin: woher Luthers späte Antijudenpolemik? Der deutsche Theologe Hans Küng behauptet dazu: „ (Luther sei) depressiv geworden angesichts der höchst ambivalenten Resultate seiner Reformation, der Zunahme der Konversionen zum Judentum und noch immer in Erwartung des jüngsten Gerichts.“ Da hat er wohl recht. Zumindest zum Teil. Küng vergisst die direkte Rolle der türkischen Jihadisten in diesem Zusammenhang!

Was Martin Luther meines Erachtens von anderen großen Reformatoren wie Jean Calvin und Huldrych Zwingli unterscheidet, ist sein sehr stark von apokalyptischen Bildern geprägtes Weltbild. Seine irrtümlichen Endzeiterwartungen waren unmittelbar mit seiner reformatorischen Berufung verbunden. Er verstand es als seine Aufgabe, die Kirche vor dem Anbrechen des herannahenden Jüngsten Gerichts, auf Grundlage des reinen Evangeliums, wiederherzustellen. Zugleich wollte er den Glauben unter den Christen stärken. In seinen Predigten ist dafür eine Systematik erkennbar; neben dem Aufruf zur Buße und Gebet, warnt Martin Luther seine Leser und Zuhörer vor den Feinden der Christenheit. Diese Feinde bestehen, neben den Schwärmern und Ketzern in den eigenen christlichen Reihen, in erster Linie aus Papst und Türken bzw. dem Islam und seinen Jihadisten. Erst am Ende seines Lebens kamen da die Juden hinzu. Aber wieso?

Die antijüdischen Schriften aus dem Jahre 1543 sind vor allem als Ermahnungsschriften zu interpretieren. Die jüdischen Lehren hielt Luther nun für äußerst gefährlich, besonders wegen der Glaubensschwäche, Verzweiflung und Schwärmereien in den eigenen christlichen Reihen, die den Zorn Gottes intensivierten. Die Gnade Gottes, so schrieb Martin Luther 1524, werde wie ein Platzregen überziehen, wenn man sie nicht annehme. Weil die historischen Ereignisse Luther in seiner Überzeugung stärkten, dass das Weltende wohl unmittelbar bevorstehen wird, ruft er seine Zuhörer/Leser zur Selbstbesinnung auf : „Darumb bitte ich (Luther), wollet euch fremder suende nicht teilhafftig machen, Ir habt gnugsam Gott zu bitten, das er euch gnedig sey und ewer Regiment erhalte, Wie ich noch teglich bete und tuecke mich unter dem schirm des Sons Gottes […]“. Luthers berüchtigte Schmähschriften beabsichtigten es, um über theologische Exegesen und irrationale, ja üble Beschuldigungen „unsern Glauben zu stercken und die schwachen Christen zu warnen fur den Jueden […]“ – ein typisches Predigtkonzept Luthers, wie man es oft bei ihm vorfindet.

Die damals und heute dubiösen Ratschläge zu einer ‚Scharfen Barmherzigkeit‘ sind nur in diesem Zusammenhang zu betrachten. Wie schrecklich diese Ratschläge auch waren, es waren sicherlich keine Aufrufe zu öffentlichen antijüdischen Progromen, sondern wirklich freie Ratschläge, wobei Luther Platz für ‚mildere Alternative‘ einräumte: „lieben Fuersten und Herrn, so Jueden unter sich haben, Ist euch solcher mein rat nicht eben, so trefft einen bessern, das ir und wir alle der unleidlichen, teuffelschen Last der Juden entladen werden, Und nicht fur Gott schueldig und teilhafftig werden alle der luegen, des lesterns, speiens, fluchens […] „. Es gibt für Martin Luther am ‚baldigen‘ Tag des letzten Gerichts nur zwei relevante Gruppen: Christusliebende Menschen und Menschen, die den Christus leugneten. Die Juden gehörten eindeutig zur letzten Gruppe. Aber, welche Rolle spielten die türkischen Jihadisten in diesem Zusammenhang?

Ich bin fester Überzeugung, dass es ohne den erneuten Aufmarsch der türkischen Jihadisten, es die aggressive antijüdische Polemik Luthers niemals auf diese Weise gegeben hat. Luther war nämlich der Ansicht, dass die türkischen Jihadisten nicht nur als eine antichristliche Kraft, sondern gleichzeitig als Rute Gottes verstanden werden sollten, mit denen Gott die verirrten Christen heimsuchte. In einem Schreiben vom 27. Oktober 1529 an seinen Freund Nikolaus von Amsdorf, erklärt Luther, einen Tag zuvor vom Abzug der Türken vor Wien erfahren zu haben. Er bezeichnete dieses Ereignis als ein Wunder Gottes, mit dem den deutschen Christen eine kurze Atempause gegönnt sei. Gott habe seinen Zorn jedoch kurzfristig aufgehoben, also waren die jihadistischen Angriffe kein definitives Ende gesetzt, wusste Luther. Wie er einen Tag zuvor einem anderen Freund in Zwickau berichtete, stehe der Jüngste Tag noch immer bevor und werde Christus den Türkenkrieg persönlich beenden.

Im Jahre 1541 war es so weit. Die islamischen Gotteskrieger wussten mit gewaltätigen Eroberungszügen erneut bedrohende Erfolge zu verbuchen, wobei die ungarische Hauptstadt eingenommen wurde und somit die islamischen Fahnen wieder direkt vor die Grenzen des Habsburgischen Reiches auftauchten. Die türkischen Besatzer verwandelten die städtische Hauptkirche in eine Moschee; ein wahrer Albtraum für die deutschen Christen. Furcht und Angst jagten über die deutschen Fürstentümer. Martin Luther wusste wegen dieser historischen Entwicklungen seine Ansichten bestätigt: Das Ende der Welt ist bald da! Weil Gott die Christen mittels dieser Jihadisten wegen ihrer Glaubensschwäche strafen würde und dies für Luther ein Zeichen dafür war, dass auch die deutschen Christen kurz davor standen, Gottes Gnade zu verspielen, waren laut Luther nun konkrete Massnahmen notwendig. Christen sollten nun deutlich gegenüber Gott zeigen, dass sie der ‚Sünden der Juden‘, die also nicht en Masse zum Christentum übergetreten waren, nicht teilhaftig sein wollten. Ihre Sünden waren schon schlimm genug. Sonst würde den Zorn Gottes keine Grenzen mehr kennen. Nur in diesem Zusammenhang haben wir die berüchtigten ’scharf-barmherzigen‘ Ratschläge an die Fürste zu verstehen.

Die antijüdische Polemik Martin Luthers war also Folge seiner apokalyptischen Vorstellungen, die durch die türkischen Eroberungszüge mitgeprägt war. Am 15. Februar 1546, drei Tage vor seinem Tode, hielt Luther seinen letzten Vortrag in der Stadtkirche seines Geburts- und Sterbeorts Eisleben. Zwei Aussagen aus seiner letzten Predigt möchte ich nicht unerwähnt lassen, da sie meines Erachtens die luthersche Stellungnahme zu den Juden präzise wiedergeben, wie sie auch in Da? Jesus ein Geborner Jude Sei an den Tag tritt:

Wo sie sich aber bekeren, iren Wucher lassen und Christum annemen, so wollen wir sie gerne, als unser Brueder halten.“

Für Ketzerei würde Luther sich niemals einsetzen, aber für die Juden als Mitmenschen schon. Jedoch unter einer nicht geringen Bedingung: Sie müssten ihre ‚teuflische Lehre‘ von Eigenwerken fahren lassen und zum ‚wahren Glauben‘ treten. Martin Luther schließt seine letzte Predigt mit ähnlichen Worten:

Wollen sich die Jueden zu uns bekeren und von irer lesterung, und was sie uns sonst gethan haben, auffhoeren, so wollen wir es inen gerne vergeben, wo aber nicht, so sollen wir sie auch bey uns nicht dulden noch leiden.“

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77 KOMMENTARE

  1. Mit Luther ist es wie mit Mohammed: Erst als sie mächtig waren, haben sie ihr wahres Gesicht gezeigt. Übrigens hat sich Luther auch für die Hinrichtung andersgläubiger Christen eingesetzt, aber das ist sicherlich auch entschuldbar …

    Und die Entschuldigung mit dem „Zeitgeist“ zieht auch nicht: Jesus hat die Steinigung entgegen dem Zeitgeist verboten.

    Und außerdem hat Luther den Zeitgeist selbst vorgegeben, denn er war einer der wenigen damaligen Autoren.

    Eine Aufforderung wie „die Synagogen anzünden in die Juden aus dem Land treiben“ kann man nicht geradebiegen.

  2. Wenn ich mir in alten Filmen blühende deutsche Städte anschaue und daran denke, wie viele jüdische Nobelpreisträger seinerzeit aus Deutschland kamen, dann wird mir erst richtig bewußt, wie maßlos dämlich von den Nazis unsere Zukunft zerstört wurde.
    Heute müssen wir uns mit bekloppten Sozen und Grünen herumschlagen, die uns mit Zigeunern, Türken, Arabern, Islamisten und Negern beglücken
    wollen.

  3. Man sollte Luther besser aus dem Kontest des damaligen Mittelalters beurteilen,
    dann wird man feststellen, dass er einiges bewirkt hat und vor allem Mut und Standfestigkeit bewiess.

  4. Behinderte ließ Luther auch hinrichten, so wie Hitler. Aber es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man einem Menschen seine Illusionen und Idole nimmt.

  5. „Luther war nämlich der Ansicht, dass die türkischen Jihadisten nicht nur als eine antichristliche Kraft, sondern gleichzeitig als Rute Gottes verstanden werden sollten, mit denen Gott die verirrten Christen heimsuchte.“
    Vielleicht sind sie das auch heute noch, nur mit dem Unterschied, dass wir uns eher den Rücken blutig schlagen lassen, als dem Jihad Konter zu geben – nein, wir laden die Jihadisten auch noch zu uns ein!
    Das waren damals ganz andere Zeiten, da hat jeder verfügbare Mann gegen die Feinde des christlichen Abendlands gekämpft und diese Feinde wurden auch ganz klar beim Namen genannt. Luther würde im Grab rotieren, wüsste er, wie es heute um das Christentum bestellt ist, vor allem um die Kirche, die seinen Namen trägt und dem Islam den roten Teppich ausrollt.

  6. Martin Luther war ein Antisemit reinsten Wassers. Was gibt es da noch zu beschönigen. Seine Zitate sprechen für sich… ob diese nun im Mittelalter oder in der Neuzeit ausgesprochen wurden ist völlig gleichgültig. Luthers Hass war Zeitlos (siehe Zitate)..

  7. @ #5 leichtzumerken

    „Behinderte ließ Luther auch hinrichten, so wie Hitler.“

    Worauf bezieht sich diese Aussage???

    Im übrigen hat Luther ja persönlich keine Gerichtsbarkeit ausgeübt, sondern nur Landesherren, die zum Protestantismus übergetreten waren. Luther hat in seinen Schriften nur Auslegungen und Empfehlungen gegeben. Und diese sind natürlich im Kontext des Denkens jener Zeit zu verstehen (etwa Zauberei, Hexenglaube etc.). Bitte etwas differenzierter mit solchen Aussagen!
    Und der Antisemitismus bei Luther:
    Es gab im späten Mittelalter eine Verfolgungswelle gegen Juden, die vor allem von den christlichen Zünften ausgegangen ist. Darum wurde den Juden in vielen großen deutschen Städten das Bürgerrecht verwehrt. Antisemitismus war aus den unterschiedlichsten Gründen im Spätmittelalter am Übergang zur Frühneuzeit sehr weit verbreitet. Luther war darin nur ein Kind seiner Zeit, seine Aussagen fügen sich ganz in das Weltbild dieser Epoche.

  8. welch ein zufall hier heute so einen artikel zu finden. gestern abend las ich eine website mti zitaten über juden von berühmten leuten. ich distanziere mich von allen unterseiten und allen texten, die im verlinkten artikel nicht als zitat ausgewiesen sind. verlinken tue ich den artikel, weil ich schon interessant finde wie viele anti-juden es im laufe der geschichte über jahrtausende gegeben hat. ich finde alle menschen sind gleich wertvoll.

    ***Gelöscht!***jewwatch.com/jew-references-gentile-whatotherssay.htm

    .
    ***Moderiert! Bitte keine direkte Verlinkung zu extremistischen Seiten, vielen Dank! Mod.***

  9. @sator arepo

    „Luther war darin nur ein Kind einer Zeit“

    Ja, das war Adolf Hitler auch !.

  10. #8
    Luther war nur ein Kind seiner Zeit, als er Hexen, Freikirchler und Behinderte hinrichten ließ?

    Gut, dann war Mohammed auch nur ein Kind seiner Zeit, als er die 6-jährige Aisha heiratete.

  11. ich verlinkte den artikel, um darauf aufmerksam zu machen das es scheinheilig ist sich eine meinugn zu welchem thema auch immer zu machen ohne die beweggründe die zu den entgegengesetzten meinungen führten zu verstehen zu versuchen. das ist der puunkt, wer welchen standpunkt auch immer als falsch darstellt – der sollte versuchen zu verstehen wie die leute die den ‚falschen‘ standpunkt vertreten dazu kamen ihre meinung zu bilden. alles andere ist scheinheilig und verblendet.

  12. @ #9 AynRandVerehrer

    Widerspruch: Hitler gehörte zu den radikalsten Antisemiten seiner Zeit, aber die waren längst nicht die Mehrheit der Gesellschaft. Sicher, Antisemitismus war auch schon vor 1933 in Deutschland (und im übrigen Europa!) weit verbreitet, aber nicht in dem Sinne, die Juden komplett zu vernichten.
    Luther dagegen dachte wie die Menschen seiner Zeit.

  13. Na und?
    Dann war Luther halt ein Antisemit und wenn ers war, dann darf man das auch sagen und kritisieren.
    Aber man sollte eben nicht in das übliche Schwarz-Weiss-Denken vefallen und „nur“ wegen einiger falscher Ansichten oder Aussagen die richtigen Ansichten oder Aussagen einer Person negieren.
    Was muss es einen Evangelischen heute interessieren, dass Luther antisemite Thesen vertrat?
    So lange diese Thesen heute nicht mehr gelten, ist doch alles in Ordnung.

    Aber das freudige Suhlen in der Schuld anderer, längst verstorbener und zu Staub zerfallener Menschen scheint wirklich ein geamtdeutsches Problem bei den Konservativen zu sein.

    Die Linken machen es euch Evangelen doch vor, wie es geht, Marx war nämlich auch Antisemit.

  14. Boëtius van Everdingen, vielen Dank für den Artikel, der mal wieder viel Stoff zum Nachdenken, Nachprüfen, Disputieren liefert.

    Ich habe ja den Nachteil eines dynamischen Weltbildes, welches ich versuche, formbar zu halten und von dem ich weiß, dass es nicht die Welt selbst ist – im Gegensatz zu großen Denkern wie leichtzumerken oder AynRandVerehrer.

    Schön, wenn man so über dem gewöhnlichen Volk steht mit seinem gefestigten Klassenstandpunkt.

  15. „Luther dagegen dachte wie die Menschen seiner Zeit“.

    RIchtig . Deswegen eignet er sich auch nicht als Vorbild.

    Mohammed war auch nur ein Kind seiner Zeit…. (siehe #10)

    Die Konsequenz ist , das man in 100 Jahren dasselbe auch von Hitler behaupten kann.. deswegen ist ihre Argumentation problematisch!

  16. Ich zitiere mal aus Luthers „Von Den Juden Und Ihren Lügen“:

    „Was wollen wir Christen nun mit diesem
    verworfenen, verdammten Volk der Juden tun? … Ich will meinen treuen Rat geben … daß man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacke sehe ewiglich … daß man ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre … daß man ihnen alle Betbüchlein und Talmudisten nehme … daß man ihren Rabbinen bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren … daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe …“

  17. #10 leichtzumerken (31. Mrz 2014 18:22)

    Gut, dann war Mohammed auch nur ein Kind seiner Zeit, als er die 6-jährige Aisha heiratete.

    Aber selbstverständlich war auch Mohammed nur ein Kind seiner Zeit.

    Das Problem bei den Mohammedanern ist aber, dass auch die, nach heutigen Massstäben verwerflichen, Taten Mohammeds unkritisierbar sind und immer noch als Vorbildlich gelten.

    Es gab auch im historischen Deutschland Kinderehen.
    Aber das hat sich gewandelt und es gilt heute – ausser bei Grünen – nicht mehr als „gesellschaftlicher Konsens“, also dürfen wir uns über Mohammed und seine Mohammedaner mokieren, wir haben uns und unsere Gesellschaften nämlich weiterentwickelt.

  18. @nicht die mama…

    Martin luther gilt heute aber auch als Vorbild !.Das ist ja das Problem…

    Selbstverständlich hat sich das Christentum weiterentwickelt….aber das war bestimmt nicht das Werk Martin Luthers ..

  19. Luthers Alterdemenz interessiert mich nicht!

    Luther war ein Verfechter der verdammten Substitutionstheologie, die leider auch heute noch im protestantischen Bereich verbreitet ist, besonders bei den Evangelikalen. Die Substitutionstheologie bescheinigt den Juden, dass sie angeblich nicht mehr Gottes Volk seien und somit nicht errettet werden. Jedenfalls nicht, bevor sie Christen werden.

    Luther war Augustinermönch und Augustinus von Hippo war der Begründer der Substitutionstheologie! Er wiederum hat sich an Paulus angelehnt.

    Paulus hat den Genesis-Vers 25,23 in seine Zeit hineingeholt und mit ihm das Verhätlnis zwischen Judentum und der neu entstehenden christlichen Bewegung interpretiert:

    Der Herr gab [Rebekka] diese Antwort: Zwei Völker sind in deinem Leib, zwei Stämme trennen sich schon in deinem Schoß. Ein Stamm ist dem andern überlegen, der ältere muss dem jüngeren dienen.

    Paulus schreibt im Römerbrief Kap. 9:

    So war es aber nicht nur bei ihr, sondern auch bei Rebekka: Sie hatte von einem einzigen Mann empfangen, von unserem Vater Isaak, und ihre Kinder waren noch nicht geboren und hatten weder Gutes noch Böses getan; damit aber Gottes freie Wahl und Vorherbestimmung gültig bleibe, nicht abhängig von Werken, sondern von ihm, der beruft, wurde ihr gesagt: Der Ältere muss dem Jüngeren dienen; denn es steht in der Schrift: Jakob habe ich geliebt, Esau aber gehasst.

    Das wurde schon recht bald so ausgelegt, dass das Christentum den Alten Bund ersetzen würde und gemäß dieser Verheißung das Judentum dem Christentum zu dienen habe.

    Die Sichtweise schlägt sich im Mittelalter zunächst in einer kirchlichen Doktrin nieder und dann im weltlichen Bereich in der sogenannten „Kammerknechtschaft“, die die Juden zu Eigentum des jeweiligen christlichen Herrschers deklariert.

    Die orthodoxen Kirchen sehen keinen Kirchenlehrer in Augustinus! Luther, der ja Augustinermönch war, hat die augustinische Substitutionstheologie fortgeführt.

    Wie sieht diese Substitutionstheologie aus? Augustinus behauptet aufgrund seiner Auslegung des oben zitierten Paulus-Ausspruches, dass der Alte Bund der Juden mit Gott verworfen sei und der Neue Bund an seine Stelle trete. Damit ist gleichzeitig klar, wie die Gegenposition aussieht: dass der Alte Bund Fortbestand und Ewigkeitscharakter hat und genauso wie der Neue Bund mit einem Heilsversprechen versehen ist. Genau diese Sichtweise vertrat Augustinus aber nicht.

    Indem Augustinus den Neuen Bund als Ersatz (Substitution) des Alten Bundes deklariert, räumt er den Christen eine Vorragstellung ein. Er sieht also das Christentum in der Nachfolge von Jakob und das Judentum in der Nachfolge des Esau und damit nicht mehr länger auf dem Pfad des Heils. Augustinus sagt, dass die Juden für die Christen lediglich die Aufgabe haben, als negatives Beispiel zu fungurieren.

    Die Geschichte der Juden sah ja so aus, dass die Römer ihren Tempel zerstört hatten, die Juden aus ihrem Land vertrieben worden waren und der Name Israel von der Landkarte getilgt worden war. Dass die Römer im Jahr 135 Israel in „Syria Palaestina“ umbennanten und dieser Begriff bis in die Neuzeit bestehen blieb, spielt bis heute in den Nahostkonflikt hinein. Denn nur so war es Arafat möglich, ein herbeiphantasiertes „Volk der Palästinenser“ auszurufen.

    Als Augustinus lebte, war ja das Christentum bereits römische Staatsreligion geworden. Die Römer hatten auch ein Interesse daran, den Makel des „Chrisusmordes“ loszuwerden. Augustinus hat also zwei Elemente benutzt, um seine Substitutionstheologie zu begründen: einmal die Genesis-Verheißung an Rebekka, dass der Ältere dem Jüngeren zu dienen habe und alleine die Christen in die rechtmäßigen Nachfolger des Jakobs seien. Und zweitens hat er die Juden als „Christusmörder“ deklariert. Und das, obwohl das große Glaubensbekenntnis, das Nicäno-Konstantimopolitanum zu seiner Zeit schon eindeutig „gekreuzigt unter Pontius Pilatus“ formuliert.

    Augustinus hat sich in seinen Reden bzw. Schriften sehr negativ über die Juden geäußert. Seine Theologie besagt, dass die Juden für den Mord an Christus gestraft seien und fortan nur noch als Anschauungsobjekt zu dienen hätten. Indem jeder Christ sehen könnte, wie dreckig es den Juden ergangen sei (Verlust des Tempels und der Heimat), könnte sich jeder Christ sicher sein, dass das Christentum der richtige Weg sei. Er sprach den Juden das weitere Eingebundensein in Gottes Heilsplan ab.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo#Antijudaismus

    Diese Sichtweise setzte sich in der abendländischen Kirchentradition durch, obwohl Augustinus nicht in Europa, sondern in Nordafrika lebte. Es passte der römischen Kirche einfach gut ins Konzept, dass die Römer bezüglich der Kreuzigung sozusagen die Absolution erhielten und ihre Hände in Unschuld waschen konnten. Die Orthodoxen haben wie gesagt diese Sichtweise nicht übernommen.

    Wikipedia beschreibt die Substitutiontheologie wie folgt:

    Als Substitutionstheologie (von Lateinisch substituere, „ersetzen“; auch: Ersetzungs-, Enterbungs- oder Enteignungstheologie) bezeichnet man eine verbreitete christliche Lehre, wonach das von Gott erwählte Volk Israel nicht mehr das Volk seines Bundes, sondern für alle Zeit von Gott verworfen und verflucht sei. Aufgrund des angeblichen Gottes- bzw. Christusmordes seien Gottes Verheißungen an Israel auf die Kirche als neues Volk Gottes übergegangen. Juden könnten ihr Heil daher nur noch durch die Taufe und damit Aufgabe ihres Judentums erlangen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Substitutionstheologie

    Im Mittelalter entwickelte sich daraus das Konzept der sogenannten „Judenknechtschaft“ oder in Latein „perpetua servitus iudaeorum“. Das war zunächst Bestandteil des Kirchenrechts und wurde dann in Form der „Kammerknechtschaft“ in weltliches Recht umgesetzt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kammerknechtschaft

    Die Juden waren damit Besitz des Herrschers, durften keine Waffen tragen und musste extrem hohe Steuern zahlen. Zeitweise mussten sie Markierungen an der Kleidung dulden. Ihre Geschichte sah daher in Europa immer so aus, dass ihre Existenz dauernd wieder auf der Kippe stand. Lieferten sie genug Steuern ab, war der Herrscher wohlwollend. Suchte man für irgendwelche Katastrophen wie z.B. die Pest einen Sündenbock, wurden sie verantwortlich gemacht und verfolgt.

    Luther war die Substitionstheologie des Augustinus natürlich bekannt und er hat sie auch während der Reformation beibehalten. Er hat ihr sogar noch eins draufgesetzt: die Juden sind bei ihm nicht nur „Christusmörder“ und von Gott verworfen, sondern sie stehen darüber hinaus mit dem Teufel im Bunde.

    Augustinus hatte ja gelehrt, dass sich die Christen ansehen sollen, wie dreckig es den Juden geht und was man davon hat, wenn man Jude bleibt und sich nicht taufen lässt. Wenn es den überallhin verstreuten Juden aber nun teilweise gelungen war, durchaus erfolgreich zu sein, so war das aus Luthers Sicht etwas Widernatürliches. Da musste der Teufel im Bunde sein.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Luther#Luther_und_die_Juden

    Dazu muss man bedenken, dass ja zwischendurch noch ganz andere Dinge passiert waren. Die Mauren hatten Spanien erobert und über Jahrhunderte lief die Reconquista. Diese ging dann in die spanische Inquisition über. Die spanische Inquisition wollte das Land von den „dunklen Mächten“ befreien, die das Christentum verdrängt hatten. Selbst diejenigen Juden, die zwangsgetauft waren oder sich taufen ließen, waren suspekt, weil ihnen unterstellt wurde, heimlich noch ihre alten Riten zu befolgen. Man zwang sie beispielsweise dazu, Schweinefleisch zu essen, um sie für immer von ihren Riten zu kappen. Die spanische Inquisition ermordete 30.000 Juden als mit dem Teufel Verbündete.

    Es war also nicht Luthers Erfindung, die Juden als mit dem Teufel im Bunde zu betrachten, sondern diese Sichtweise hatte sich im Zuge der Reconqusita und Inquisition nach und nach durchgesetzt. Luther machte sie mit seiner Schrift dann auch für die der Reformation folgenden Christen zum allgemeinen Gedankengut: ein Jude, der sich widersetzt, ist mit dem Teufel im Bunde – sichtbar wird dies daran, dass er trotz Kammerknechtschaft (hohe Steuern) erfolgreich ist. Das bedeutete für die weitere Entwicklung, dass Juden, je erfolgreicher sie wurden, umso mehr in Gefahr schwebten. Sie waren nur dort sicher, wo es mehr um Profit als um Glauben ging, zum Beispiel in Amsterdam.

    Die Juden hatten durch das Erstarken des Handels zum ersten mal so etwas wie eine Glückssträhne. Zum einen zeigten sich die Niederländer als sehr aufgeschlossen und auch nach England durften sie nach jahrhundelanger Verbannung zurückkehren. Amerika war entdeckt und bot den Juden die Chance für einen unbelasteten Neuanfang außerhalb des europäischen Dunstkreises. 1654 gab es die erste jüdische Gemeinde in New York und von dort gingen dann ab 1843 die ersten Impulse aus, endlich etwas gegen den Antisemitismus zu tun. Man gründete eine Organisation, mit der sich Juden in allen Ländern gegenseitig helfen und man begann nach und nach, juristisch gegen die Ungleichbehandlung vorzugehen.

    Kurz vor der französischen Revolution, die den Juden in allen französischen Gebieten die Gleichstellung brachte, gab es in Deutschland die Haskala (1754). Die Haskala ist die Aufklärung, also Säkularisierung des Judentums. Ihr Vater ist Moses ben Menachem Mendelssohn. Er wiederum war befreundet mit Gotthold Ephraim Lessing, dem berühmten Schriftsteller der Aufklärung.

    Bedeutsam ist: Lessing war Lutheraner. Hier entstand also eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit zwischen einem Juden und einem Protestanten im Zeitalter der Aufklärung. Die Haskala wiederum hat mit dazu beigetragen, dass die gebildeten, aufgeklärten Schichten die Juden nun anders wahrnahmen als ihnen vorher jahrhunderlang eingetrichtert worden war.

    1817 gab es sogar etwas ganz Bemerkenswertes in Hamburg: eine Synagoge, in der sich Juden und Christen trafen (Reformjudentum). Man kehrte also in kleinen Kreisen der Substitutionstheologie den Rücken zu, indem man sich wieder auf seine gemeinsamen Wurzeln besann.

    Nachdem die Franzosen den Juden 1791 volle Bürgerrechte zuerkannt hatten, taten die Preußen 1812 das selbe, 1871 erfolgte die Gleichstellung der Juden im Deutschen Reich. Aber einzelne Städte und Regionen fielen immer wieder dahinter zurück. Und zwar immer dann, wenn man wieder einen Sündenbock brauchte und meinte, die Juden seien mit dem Teufel im Bunde.

    Plötzlich keimte noch aus einer anderen Richtung Gefahr auf. In linkextremen, atheistischen Kreisen gab es die Ansicht, die Juden seien eine minderwertige Rasse. Der linksradikale Atheist Wilhelm Marr wird als Urheber dieser Sichtweise angesehen und erklärt sich 1879 selbst zum Antisemiten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Marr

    Diese zur Zeit des deutschen Kaiserreiches zirkulierende Idee traf dann wieder auf die alten Ressentiments. Extreme protestantische Gruppen verbanden Luthers noch nicht revidierte Idee vom verfluchten Juden, der mit dem Teufel im Bunde steht, mit dieser zusätzlichen Rassenkomponente. Aus dieser Mixtur bildete sich nach und nach die Ideologie der ab 1932 aktiven protestantischen Kirchenpartei „Deutsche Christen“ heraus.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Christen

    1917, zum 400. Luther-Jubiläum gaben diese extremistischen protestantischen Vertreter 95 neue Thesen heraus. Das hat Frau Käßmann zum 500. Luther-Jubiläum gar nicht erwähnt!

    Zum 400-jährigen Jubiläum der Reformation 1917 gaben Andersen, der Schriftsteller Adolf Bartels, der Kirchenrat Ernst Katzer und Hans von Wolzogen 95 Thesen heraus, um ein „Deutschchristentum auf evangelischer Grundlage“ zu begründen. Darin hieß es:

    „Die neuere Rassenforschung endlich hat uns die Augen geöffnet für die verderblichen Wirkungen der Blutsmischung zwischen germanischen und nichtgermanischen Volksangehörigen und mahnt uns, mit allen Kräften dahin zu streben, unser Volkstum möglichst rein und in sich geschlossen zu halten….
    Eine innigere Verbindung zwischen Deutschtum und Christentum ist nur zu erreichen, wenn dieses aus der unnatürlichen Verbindung gelöst wird, in der es nach bloßem Herkommen mit der jüdischen Religion steht.“

    Der „zornige Gewittergott“ Jehova sei ein anderer als der „Vater“ und „Geist“, den Christus verkündet und die Germanen geahnt hätten…. Kirche sei keine „Anstalt zur Verbreitung des Judentums“: Darum sollten Religions- und Konfirmandenunterricht keine Stoffe des Alten Testaments wie die Zehn Gebote mehr lehren, und auch das Neue Testament sei von jüdischen Einflüssen zu „reinigen“, damit man den Kindern Jesus als Vorbild für „Opfermut“ und „männliches Heldentum“ darstellen könne.

    Während sich die katholische Zentrumspartei auf Druck der Nazis im Juli 1933 selbst auflösen musste, hatte die CD bis 1945 Bestand! Das wird natürlich bei den Protestanten ungerne erwähnt.

    Die Deutschen Christen (DC) waren eine rassistische, antisemitische und am Führerprinzip orientierte Strömung im deutschen Protestantismus, die diesen von 1932 bis 1945 an die Ideologie des Nationalsozialismus angleichen wollte.
    Am 6. Juni 1932 gründete der Berliner Pfarrer Joachim Hossenfelder die Glaubensbewegung Deutsche Christen als innerevangelische Kirchenpartei für das ganze Reich. In ihren „Richtlinien“ vom selben Tag hieß es:

    „Wir sehen in Rasse, Volkstum und Nation uns von Gott geschenkte und anvertraute Lebensordnungen. Daher ist der Rassenvermischung entgegenzutreten. In der Judenmission sehen wir eine schwere Gefahr für unser Volkstum. Sie ist das Eingangstor fremden Blutes in unseren Volkskörper. Insbesondere ist die Eheschließung zwischen Deutschen und Juden zu verbieten.“

    Wie gesagt: das alles stammt von Leuten in Luthers Tradition.

    Nach 1945 war endgültig klar, dass die Christen die Substitutionstheologie von Augustinus und Luther verwerfen müssen. Sie hatte ins Verderben geführt.

    Erst seit dem Holocaust begann hier allmählich ein Umdenken, das sich seit dem 2. Vaticanum von 1965 auf katholischer, dem Synodalbeschluss der Rheinischen Landeskirche von 1980 auf evangelischer Seite in einer umfassenden Revision der christlichen Lehren niedergeschlagen hat. Für diese ist die These vom „nie gekündigten Bund“ Gottes mit Israel (Martin Buber) entscheidend.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Substitutionstheologie

    Der Alte Bund existiert nach heutiger christlicher Sichtweise also weiter. 100% hat sich diese Sichtweise aber immer noch nicht durchgesetzt, sonst würden es Christen konsequent unterlassen, Juden missionieren zu wollen. Das ist nämlich inkonsequent.

    Gott hat sich den Juden offenbart, siehe Bibel:

    Danach stiegen Mose, Aaron, Nadab, Abihu und die siebzig von den Ältesten Israels hinauf und sie sahen den Gott Israels. Die Fläche unter seinen Füßen war wie mit Saphir ausgelegt und glänzte hell wie der Himmel selbst. Gott streckte nicht seine Hand gegen die Edlen der Israeliten aus; sie durften Gott sehen und sie aßen und tranken. Der Herr sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib hier! Ich will dir die Steintafeln übergeben, die Weisung und die Gebote, die ich aufgeschrieben habe.

    http://www.bibleserver.com/text/EU/2.Mose24%2C9

    Das Alte Testament ist voll von Versen, die davon sprechen, dass dieser Bund auf Ewigkeit Bestand hat.

    Den Christen hat sich Gott als Sohn offenbart. Da die Juden Gott Vater haben und Gott nicht teilbar ist, können die Christen nicht behaupten, die Juden seien von Gott verlassen oder ihr Bund mit Gott habe keinen Bestand mehr.

  20. Die Dämonisierung einzelner Personen der Geschichte diente und dient nur dazu, die Zigtausende von Mitläufern reinzuwaschen. An den Verhältnissen in der DDR war ja bekanntlich ganz allein „der Honecker“ schuld, der die Millionen potentieller Widerstandskämpfer gnadenlos unterdrückte.

    Vermutlich wird man über Merkel früher oder später ebenso reden.

  21. #17 AynRandVerehrer (31. Mrz 2014 18:33)

    Die Konsequenz ist , das man in 100 Jahren dasselbe auch von Hitler behaupten kann.. deswegen ist ihre Argumentation problematisch!

    Interessante Ansicht, aber wenn man negative historische Personen dauerhaft nach heutigen Massstäben bewertet, müsste man dann nicht auch die Bedeutung von positiven historischen Personen nach heutigen Massstäben bewerten und deren Leistungen demnach in dem Masse schmälern, in dem man Verbrechen historischer Personen durch unsere weiterentwickelte Moral überhöht?

    Das fände ich problematisch, da dadurch die stattgefundenen Entwicklungen nicht entsprechend gewürdigt werden.

  22. Ob Luther ein Judenhasser war ist heute nicht wirklich entscheidend. Dass die evangelische linke Amtskirche die Mohammedaner und besonders die Paliaraber so liebt ist auf ihren Israelhass ( moderner Judenhass) zurückzuführen.

  23. #19 AynRandVerehrer (31. Mrz 2014 18:41)

    Aber Luther gilt doch heute nicht uneingeschränkt als Vorbild, weder bei den Lutheranern und schon garnicht in der EKD und man kann Luther auch kritisieren, ohne dass ein wütender Mob durch die Strassen wälzt und Randale veranstaltet.

  24. ich bin überrascht über die ignoranz und arroganz einer kommentatoren. da ist ein gebildeter mann – für die christen ein wichtiger und sehr gebildeter, besonders für die evangeliken – und da kommt huete einfach wer daher und sagt „was luther an religionsarbeit für dsa christentum geleistet hat ist so super! er hat fantastisches geleistet und das christentum durch die übersetzung der bibel erst vorschub geleistet – er muss seiner zeit weit voraus gewesen sein“ und im selben atemzug heisst es dann dass „er sich ja bei den juden geirrt hat – weil jeder könne sich ja mal irren.“

    da fragt man sich doch wieviel zeit luther wohl in die recherche der jüdischen weltverschwörung investiert hat und wie viel ein leser heute.

    nur mal als randnotiz.

  25. Wie doch die Gehirnwäsche und Geschichtsbereinigung bei vielen wirken:

    Die deutsche Geschichte ist ein Verbrecheralbum.

    Kein Wunder, dass alle anderen auf uns spucken können.

  26. #19 AynRandVerehrer (31. Mrz 2014 18:41)

    Und dass Luther das Christentum nicht weiterentwickelt hätte, stimmt so auch nicht.

    Ohne den Spaltpilz Luther gäbe es heute beispielsweise keine EKD.
    Ob diese Reformierung und die Weiterentwicklung etwas Positives war, ist allerdings eine andere Frage.
    😉

  27. Und wenn man Luther wegen seines zeitgeistgemässen Antisemitismus ablehnt, dann muss man genaugenommen auch die Aufhebung des Zölibats für lutheranische Pfarrer ablehnen.

    Tja, es ist schon blöd, wenn konsequentes Handeln gefragt ist.
    😀

  28. #20 Norddeutsche Nebelkerze (31. Mrz 2014 18:43)

    Das Alte Testament ist voll von Versen, die davon sprechen, dass dieser Bund auf Ewigkeit Bestand hat.
    ——————————————
    Das alte Testament ist voll mit ganz anderen Versen!

    Du solltest es erst einmal gründlich lesen.

    Auch das, was Jesus gesagt im NT.
    =============================================
    #27 nicht die mama (31. Mrz 2014 19:05)

    Ohne den Spaltpilz Luther gäbe es heute beispielsweise keine EKD.
    ………………………………….
    Der Spaltpilz war nicht Luther, sondern Melanchthon.

  29. Ohne Luther wäre Schwartzerdt nicht bekannt geworden und Luther hätte Schwartzerdt sicher nicht protegiert, wenn er mit dessen Ansichten nicht konform gegangen wäre.

  30. @ nicht die mama…

    sie eröffnen Nebenkriegsschauplätze um die Frage , ob Luther ein Antisemit war oder nicht, abzulenken. Wir halten fest, das Luthers Antisemitismus „Zeitlos“ war… (siehe Zitate)…und somit als Vorbild nicht taugt. Er würde etwas taugen wenn er sich dem Zeitgeist aufgelehnt hätte… was er nicht tat..Ganz im Gegenteil , Luther war der ideologische Wegbereiter der Nazis. Sie taten das , was Luther Zeit seines Lebens einforderte … Juden zu verbrennen.

  31. Lächerlich

    Antisemit ist eine selbstbezeichnung anti klerikaler christen die trozdem schon bei der
    selbstbezeichnung nicht an der biebel vorbei
    konnten.

    luthers judenhass stammte aus dem christlichen
    antijudaismus der kirche und war pate
    für viel mord und totschlag
    an recht friedlichen
    juden in europa.

    ein schreibtischtäter der am unwesen der
    1930-40er großen anteil hat.
    peinlich PI das man
    hier weisswäscht was unabwaschbar ist.
    da könnte sich mengele und göth
    auch auf zeitgeist berufen!

  32. Luther selber war nur deshalb kein antisemit, weil es zu seiner Zeit diesen Begriff noch nicht gab.

    Wer aber die letzten ca. 170 Jahren sich auf Zitate von ihm zu eigen gemacht hat Juden betreffend, ist und war selbstredend Antisemit.

    Und jetzt weniger historisch spitzfindig argumentiert, dann war Luther gerade in Bezug auf die Gottesmördertheologeme gegen die Juden aus seiner Feder, ein Wegbereiter des kirchlich organisierten Antisemitismus sogar. Und so hat das auch historisch gewirkt, bis zum Überlaufen der evangelen zu den Nazis.
    Was natürlich seine sonstige Freiheitimpulse mächtig schmälert.Und auch seine Islamschelte wegrückt von freiheitlicher Islamkritik, und hinrückt zu Kriegsangst und Fremdenangst vor der TürkengefaHR. (Die es gab. Real. So wie heute die gefahr der islamisierung. Der übrigens mit Fremdenangst grad gar nicht beizukommen ist, wie jeder heute weiß und sehen kann.)

    Ich persönlich finde es noch viel gravierender, dass etwa Voltaire sich, nicht sehr laut und mit gewissen Reserven, aber eben deutlich antisemitisch hervortat.
    Wieder zur Schande der ganzen Aufklärung.

  33. OT
    linkes Pack bedroht Berliner Wirt, weil der keine Neger-Dealer in seiner Kneipe haben will.
    Sehr schön auch die Leserkommentare.

    „Aktivisten wollen gegen Kreuzberger Wirt demonstrieren
    Hausverbot für Schwarze im „Liesert’s Falckensteiner“?
    30.03.2014 10:48 Uhrvon Timo Kather

    Vor der Kneipe „Liesert’s Falckensteiner“ in Berlin-Kreuzberg soll am Sonntag eine Kundgebung stattfinden. Der Vorwurf der Aktivisten: Der Wirt habe ein Hausverbot für Schwarze verhängt.

    Linke Aktivisten wollen am Sonntagnachmittag vor der Kneipe „Liesert’s Falckensteiner“ im Wrangelkiez demonstrieren. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Sonnabend, dass zwischen 17 Uhr und 19 Uhr eine Kundgebung vor der Kneipe in der Falckensteinstraße 26 angemeldet wurde. Das Motto der Kundgebung: „Stand against Apartheid“. Erwartet werden 100 Teilnehmer.

    Die Aktivisten werfen dem 72-jährigen Wirt Günther Liesert Rassismus vor. Er soll ein Hausverbot für Schwarze verhängt haben, weil im Umfeld der Kneipe verstärkt mit Drogen gehandelt wird. Das „Liesert’s Falckensteiner“ liegt in unmittelbarer Nähe zum Görlitzer Park. Ein kurzer Fußweg bis zu der Stelle, wo die meisten Dealer stehen.

    „Der Drogenhandel verlagerte sich zuletzt auch vor unsere Haustür. Manche Stammgäste haben regelrecht Angst, nachts nach Hause zu gehen“, sagt Liesert, der sein Schultheiß „mit Überzeugung“ ausschenkt, wie er sagt.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kreuzberg-blog/kreuz-und-quer/aktivisten-wollen-gegen-kreuzberger-wirt-demonstrieren-hausverbot-fuer-schwarze-im-lieserts-falckensteiner/9687586.html

  34. #6 AynRandVerehrer (31. Mrz 2014 18:11)

    Ich verehre sie auch.

    Ansonsten, Bingo. Die Zeitgeist Versteher kommen mir immer vor wie jemand, der sagt: Komisch, als ich das Gift nahm, schmeckte es so suess und lecker aber jetzt, 2 Stunden später, bin ich tot.

    Hängt mit der Kurzsichtigkeit des Sapiens zusammen. Kriegt er nicht gleich die Konsequenzen seines Handelns zu spüren, vergisst er Alles und sieht keinen Zusammenhang zwischen seinem jetzigen Leiden und seinen früheren Sünden.

    Die wahre Wirkung dieses unsäglichen abgefallenen Mönchs sieht man heute sehr schön am Zustand der Protestantischen Kirche, ein Komposthaufen.

  35. OT

    nochmal Berlin, jetzt haben auch die links-grünen Anwohnern die Schnauze voll von den afrik.Dealern im Görlitzer Park.

    „Berlin-Kreuzberg Ende der Geduld im Görlitzer Park
    26.03.2014 15:27 Uhrvon Carmen Schucker
    Wem gehört der Görlitzer Park?
    Der Fund harter Drogen auf dem Piratenspielplatz hat viele Anwohner des Görlitzer Parks entsetzt. Selbst Geduldige fordern nun Konsequenzen.

    Es ist ein warmer, sommerlicher Nachmittag: Zwischen Obstbäumen und Wiesen tobt ein kleines Mädchen barfuß herum. Die Sonne scheint, nur wenige Wolken sind am Himmel über dem Görlitzer Park, am Rande der „Kuhle“, dem Haupttreffpunkt in der Mitte des Parks. Leonard Empel (Name geändert) ist gerade dabei, mit einem Schlauch die jungen Apfelbäume zu wässern. Zwischendurch mahnt er seine spielende Tochter Emma, nicht durch Pfützen zu springen. Die Obstwiese ist Empels Balkon-Ersatz. Er wohnt mit seiner Familie um die Ecke, er kümmert sich seit drei Jahren mit anderen Freiwilligen um die Pflanzung und Pflege der Bäume. Dass der Görlitzer Park immer wieder negativ in den Schlagzeilen steht, ärgert ihn.

    Er mag es hier. Und eins dürfe man nicht vergessen: „Die Menschen, die von illegalen Geschäften leben, tun das nicht freiwillig. Wären die Verhältnisse in ihrer Heimat nicht so schlecht, wären sie sicher nicht hier.“

    Ein Dreivierteljahr ist diese Szene her. Seitdem hat sich vieles verändert. Anfang März dieses Jahres hat eine Gruppe Kindergartenkinder auf dem Piratenspielplatz Kokainkugeln gefunden. Es ist der Kindergarten von Empels Tochter Emma. Für den Kunst- und Geschichtslehrer ist seitdem eine Grenze überschritten. „Jetzt muss konsequent gehandelt werden“, sagt der 47-Jährige, als er dieser Tage am Rande der Obstbaumwiese sitzt. Er ist damit nicht allein. Auch Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann sah nach dem Drogenfund eine Grenze überschritten. Sie beklagte, dass das „Agreement“ der Dealer, ihre Depots nicht in der Nähe von Spielplätzen oder Kitas anzulegen, wohl nicht mehr gelte.

    geht noch weiter…….

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kreuzberg-blog/kreuz-und-quer/berlin-kreuzberg-ende-der-geduld-im-goerlitzer-park/9666668.html

  36. Ich bin aus der Kirche ausgetreten und werde auch in keiner noch so gutgeheisenden Religion eintreten, egal um welche es sich handelm mag, denn dazu bin ich ein viel zu großer Realist und so ist in der Realität der Begriff Got oder ein anderer Name dafür auch nur eine Menschliche Erfindung, um etwas zu erklären was man nicht anders erklären kann, ebenso wie der Islam, das gleiche Bild darstellt. Auch Martin Lutter hat keinen direkten Kontakt mit den so genannten Got gehabt und alles was er geschrieben hatte, waren auch nur Einbildungen. Doch auch Einbildungen können ganze Berge versetzen. So wäre es tunlichst notwendig jede Form von Religion aus der gesammten Politik zu verbannen, weil das nur zu etwas führt, das dadurch unzählige mengen an Menchen das Leben verlogen haben und weiter verlieren werden. Ob Islam oder Christentum stammen aus früher Vorsindflutlicher zeit als die Menschheit insgesammt noch auf einem sehr niedrigen Stand gegenüber der heutigen zeit waren. So auch noch immer den selben Quatsch nacheifern, der sich längst mehrfach überholt hatte und nur noch in gedanken existiert und meilenweit von der realität entfernt ist. Wenn man bereits weis, das der Weltraum eine für Menschlicher Erkenntnis an Größe unvorstellbar ist und ebenso unvorstellbare „Himelskörper“ darin umherfliegen, ist die Erde doch auch nur davon in der Größe eines Staubkorns und jeder Mensch nur so winzig, das es garnicht mehr in erscheinung treten kann. Also was soll das ganze gelaber und Getue mit all den Kirchen, Moscheen und sonstegen heiligen Gebilden, alles nur Menschliche erfindungen und Aufbauten. So ist nicht einmal Ein Stein auf den Anderen von Jesus oder einem Gott gestapelt worden und nichts kann die Existenz eines solcher Einbildung nach an Gestallt beweisen, Schon alleine das dieser Gott zu einer Männlichen Gestalt sein soll, wo es ebenso eine Weibliche sein kann oder gar ein Tier sein kann, ist nicht nachvolziebar, und mit gar nichts bewiesen worden und wird es auch nie sein.

  37. @Bachatero

    „Ich verehre sie auch“

    Sie hat mein Leben verändert 😉 ….

    Ansonsten gebe ich ihnen 100% Recht ! 🙂

  38. OT

    Moschee in Buxtehude

    Reminder
    Erinnerung

    „Infoabend zum Moschee-Bau in Buxtehude

    Abdullah Uwe Wagishausen, Bundesvorsitzender der Ahamdiyya Muslim Jamaat, kommt zum infoabend
    tk. Buxtehude. Die islamische Gemeinde der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) aus Buxtehude geht mit ihren Moschee-Bauplänen jetzt in die Offensive: Am Mittwoch, 2. April, findet im „Kulturforum am Hafen“ in Buxtehude eine Informationsveranstaltung über die Moscheepläne am „Alten Postweg“ statt. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.
    Auf dem Podium sitzen unter anderem der Bundesvorsitzende der AMJ, Abdullah Uwe Wagishausen, und der evangelische Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, der die Veranstaltung moderiert. Die AMJ wird über ihre Moschee-Pläne informieren, Entwürfe zeigen und Fragen beantworten. Ata Shakoor, der für die AMJ in Buxtehude, den interreligiösen Dialog leitet, betont: „Das ist eine offene Veranstaltung, auf der auch kritische Fragen gestellt werden können.“
    Hintergrund: Die Pläne der Gemeinde, eine Moschee samt Gemeindezentrum zu errichten, sind zuerst auf einer islamfeindlichen Internetplattform und anschließend auch mit einem Flugblatt in Buxtehude kritisiert worden.

    http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/politik/infoabend-zum-moschee-bau-in-buxtehude-d33959.html

  39. #39 AynRandVerehrer (31. Mrz 2014 19:46)

    Hat sie bei so Manchem. Mir hat sie einige grundlegende Dinge eröffnet, die ich spürte, aber nicht verbalisiert hatte.

    Ich habe da so meine „Heiligensammlung“ der Weltgeschichte. Ayn Rand gehört da zu den „Guten“, d.h., zu denen, die uns weiterbringen. Luther dagegen hat wie ein zersetzendes Ferment gewirkt (manche hier sagen Spaltpilz), das eine zwar kranke, aber regenerierbare Substanz endgültig aufgelöst hat. Eindeutig ein „Böser“.

  40. Viel Perlen vor die Säue.
    Der heutige Hauptstrom der evangelischen Christen hat durch das Hin und Her vor 1945 und danach jedes Fundament eingebüßt. Sie sind ein Blatt im Wind geworden, wohlmeinend, aber verirrt.
    Nachdem sie sich 1517 von der Kirche getrennt haben, wollen sie sich nun anscheinend auch von Luther trennen. Da können sie ihr Reformationsjubiläum 2017 ja so richtig als Selbstanklage zelebrieren. Da stehen sie ja drauf, die Schlechte-Gewissen-Fraktion. Mein Tip für das Motto des Jubiläums-Tages 2017: „Herr, wir sind Sünder“.

  41. Das alles klar ist: Ich will mit meinem Beitrag Luthers Aussagen nicht entschuldigen. Im Gegenteil sogar!!!! Sie waren und sind furchtbar!!! Jedoch sollte man seine Aussagen in den richtigen Kontext stellen, um somit gleichzeitig für die Gegenwart feststellen zu können, dass diese Produkt seiner falsch verstandenen Apokalyptik waren und unmittelbar mit den Türkenkriegen zusammenfielen. Luther hat die Juden deshalb nur in seinen letzten Jarhen so fürchterlich angegriffen . Luthers Aussagen sind wirklich ecklig, aber immerhin keine Aufrufe zu Progromen. Der Papstum und der Islam (Turken) waren Luthers grösste Feinde, nicht die Juden wie oft behauptet!!

  42. Ach, du grosse Kacke!
    Das ist ja wirklich ein Hammer.

    Da ist der böse Luther schon wieder der Vater des noch böseren Hitlers.

  43. OT: Osteuropäische „Ärzte“ und „Ingenieure“ machen Pforzheim so richtig bunt und vielfältig!

    Einbrecher-Trio plündert Wohnungen in Serie

    Pforzheim. Wegen 13 Wohnungseinbrüchen von Februar bis August 2013 in Pforzheim und in der näheren Umgebung müssen sich drei junge Rumänen im Alter von 25, 26 und 28 Jahren seit Montag vor der Auswärtigen Großen Strafkammer verantworten. Am ersten Verhandlungstag gaben sich die Angeklagten wortkarg. Angaben zur Sache machten sie weitgehend nicht.

    http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Einbrecher-Trio-pluendert-Wohnungen-in-Serie-_arid,479217.html

  44. Im Gegensatz zu den Deutschen in der NS-Zeit
    wusste Luther genau was Peinliche Befragung,
    Folter, Rädern, Vierteilen, Scheiterhaufen… ist, daß war ein Marktspektakel damals.
    Er sprach nicht Theoretisch,
    er wusste was Vertreibung und derartiges
    zu seiner Zeit bedeutete. Ich kann das nur
    mit der Wut erklären, die ihn erfasste.
    als die Juden ihm nicht folgten,
    siehe Mohammel!

  45. #13 sator arepo (31. Mrz 2014 18:30) @ #10 leichtzumerken
    Wann hat Luther irgendjemanden hinrichten lassen???

    Luther hat Jesus am Kreuz hinrichten lassen, und weil Jesus ein Jude war, ist Luther ein Antisemit. Das ist doch ganz einfach.

  46. Glauben kann ja jeder was man will, so sind alle menschlichen Rassen, egal ob Christ Jude, MUslem oder sonstwie, auf der gleichen Art entstanden und geboren. Ausgenommen welche in der Retorte gemacht wurden, aber den selben Ursprung haben. Was soll das ganze Gezeter, für mich ist auch ein Jude genauso wertvoll wie jeder andere und auch selbst bin. Ich mache da keinen Unterschied. Ausgenommen, sind die Kriminellen in einer Gesellschaft und das sind in meiner Heimat die schlimmsten Verbrecher, die uns Bürger eine menschenrechtsverbrecherische Ideologie aufzwingen nebst die bereits in den Gefängnissen der Öffndlichkeit zum Schutz, entzogen wurden. Wenn sich im Lande eine verbrechrische Organisation bilden kann, ist die Politik der Schuldige und muss für alle dadurch entstandene Schäden haften oder we er nicht im Stande ist für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, dann muss diese durch fähige ersetzt werden. Schlieslich kann ein Staat, nicht durch eingebildeten Ganoven und Verbrechersyndikate regiert werden. denn der Staat ist das Volk und nicht einege kriminelle Lumpen in der Politik.

  47. Luther ist genauso ein falscher Prophet wie Mohammed. Wenn er Prophet Gottes war, dann hätte er wissen müssen, dass Hexen und Behinderte nicht zu verbrennen sind.

    Jesus sagte: Falsche Propheten erkennt man an ihren Werken. Luther war ein Monster, genauso wie Mohammed.

  48. Luther war kein Reformator, sondern ein theologischer Geisterfahrer. Man lese nur die Bibel (Jakobus 2), dann sieht man, dass der ev. Glaube eine Irrlehre Luthers ist.

  49. Da ist der böse Luther schon wieder der Vater des noch böseren Hitlers.

    ,

    Das lassen wir uns auch nicht nehmen, da sind wir stolz drauf.

    Die gesamte Deutsche Geschichte lief auf Hitler hin, seit Otto I. Die Gehirnwäsche wirkt!

    Was werden unsere Nachfahren, wenn überhaupt noch da, zu unserer gloreichen Zeit der Moderne sagen. Ich will es gar nicht wissen.

  50. Eine jüdische (!) Wissenschaftlerin, Eva Berndt, Berlin, hat (vermutlich korrekt) belegt, dass der Vorwurf des Antijudaismus gegen Luther auf Fälschung zurückgeht und zu Unrecht besteht.

    Martin Luthers Handschriften [wurden] bereits zu Luthers Lebzeit verfälscht […] Die von Luther handschriftlich verfasste Supputatio Annorurm Mundi 1541 (1545) Sign. 2 in: Inc 8 o 1214 lässt antijüdische Lutherdrucke, deren historische Quellen dem Codex Vaticanus entnommen sind, eindeutig als Fälschungen nachweisen.

    Siehe dazu auch
    http://www.fantomzeit.de/?p=186

    Eva Berndt weist nach, dass dem Reformator seit Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit Fälschungen unterschoben wurden. Seine antisemitischen Schriften, darunter „Von den Juden und ihren Lügen“, zählt sie dazu. Diese Schrift wird übrigens in der Lebensbeschreibung des Juden Josef von Rosheim wortwörtlich zitiert und als von Luther stammend beklagt. Somit ist sie auf 1539 zu datieren, nicht erst auf 1542/43.

    Dass Eva Berndts Forschungsergebnisse nicht einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, erscheint mir wenig verwunderlich. Viel zu viele müssten ja dann zugeben, dass sie einem Irrtum aufgesessen sind, wie ihn Eugen Roth paraphrasiert:

    Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt.

    Man sollte also sehr vorsichtig sein mit den üblichen Verurteilungen!

  51. BoetiusvanEverdingen

    Das hier unreflektierte Kommentare stehen, schmälert nicht den Wert ihres, meiner Meinung nach, sehr guten Artikels.

    So muss man Geschichte sehen, aus seiner Zeit heraus, erklärend und verstehend.

  52. Es mag sein, dass Luther nicht der Vollgasantisemit war, wenn man ihn als Kind seiner Zeit betrachtet. Die o.g. Zitate sollten jedoch genügen, um durchaus Ressentiments gegenüber Juden aufzuzeigen. So, jetzt: Das ist alles andere als neu. Move on. Luther ist mehr als sein später, nur allzu offensichtlicher Judenhass, den es ohne wenn und aber gab. Sich den Rest allein aus dem Grund nicht anzuschauen, würde seinem beachtlichen Werk nicht gerecht.

  53. #53 esszetthi (31. Mrz 2014 21:24)

    Vielen Dank für die Anmerkungen sowie Quellenangaben. Gibt es hier Weiteres? Man sollte dem auf jeden Fall weiter nachgehen – es wäre vielleicht sogar einen eigenen Artikel wert, wenn es fundiert sein sollte.

  54. Also diesen Sonntag hatten wir „von Luther bis Hitler, die Kreuzigung Jesu als Vorbedingung des Holocaust“ und kommenden Sonntag geht es dann mit „vom Talmud bis zum roten Terror, Weltheilung und Massenmord“ weiter.

  55. #53 esszetthi

    merkwürdig das protestanten und onkels
    sich nicht darauf gestürzt haben,
    ich meine nicht die käsmänninen
    hier in D, gibt es da zweifel
    oder ist es esoterik?

  56. Alle Juden die ich kenne, sagten mir unisono, dass der abgefallene Augustiner-Mönch Luther ein „Juden-Fresser“ und Juden-Hasser war.

    D.h. Luther war ein Antisemit der Extra-Klasse.

    Vor Gott ist Luther schlimmer als Hi**er oder Ei***ann und Konsorten, weil Luther ein gottgeweihter Priester und gelehrter Theologe war.

    Die Braunen Teufel waren ja keine Priester und vor allem waren sie nicht gelehrt wie Luther, und darum sind diese weniger schlimm vor Gott als wenn ein Priester wie Luther ein fanatischer Antisemit ist.

    Warum?

    Weil das Jüdische Volk das Auserwählte Volk ist und das Heil der Menschen NUR durch die Juden kommt.

    Jesus war ein Jude. Luther hasste alle Juden. Folglich hat Luther auch Jesus gehasst und auch seine Heiligste Mutter Maria, weil auch sie Jüdin war.

    Papst Johannes-Paul II sagte und schrieb: „Der Antisemitismus ist eine schwere Sünde, bzw. ein Totsünde!“

    Wer diese Sünde nicht bereut kann nicht gerettet werden und wird die Anschauung Gottes nicht haben.

    In der Tat war Luther ein Mensch der v.a. sich selbst hasste und andere. Er war grob und jähzornig!

    Luther liebt Wein, Weib und Gesang.

    Luther stelle ich in dieselbe Ecke wie der Frauenheld- und Jüdenmörder-Prophet Mohammed, der physisch aber höchst wahrscheinlich gar nie existiert hat, da null Quellen von einem sog. Propheten Mohammed vorhanden sind.

    Mohammed ist eine blosse Erfindung, hingegen Luther hat existiert.

    Von beiden weiss nichts Gutes nur Schlechtes und Teufelisches!

    Unbedingt empfohlene Literatur:

    http://www.theresia.ch/buecher/katechese-ordner/sd068-luther-wie-er-liebte-leibte-und-starb.html

  57. Die vielen Hasser der Deutschen Geschichte und ihrer weltweit anerkannten und verehrten Ikonen,

    leben ihren Hass auch heute noch aus, wie man an deren Kommentaren liest,mit Schaum vor dem Mund. Das Geld was Ihnen diese Gesellschaft zur Verfuegung stellte und stellt wird jedoch ohne Zaudern angenommen.

    Zweifel an Echtheit des Autors der angeblichen Luthertexte und Aussprueche sind auch wie man liest, aufgetaucht.

    Sie sind nur vergleichbar mit dem rot/gruenen Pack, was den klaeglichen Rest von Deutschen total zugrunde richten will, incl. biologische Selbstausmerzung, negativen Geburtenrekord, durch falsche Idiologie inbegriffen.

  58. #57 JeanJean (31. Mrz 2014 22:15)

    😀

    Nächsten Sonntag kommt dann die Folge „Hitlers Wegbereiter – Betrachtungen aus der Eiszeit“

  59. Luther würde sich im Grabe umdrehn , würde er seine heutigen Nachfolger als Islamisierungs-Apologethen erkennen müssen, welche gegen die Islamkritik ankämpgen als wäre es der Satan selbst.

  60. #4 leichtzumerken (31. Mrz 2014 18:03)
    Behinderte ließ Luther auch hinrichten, so wie Hitler. Aber es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man einem Menschen seine Illusionen und Idole nimmt.
    ————————–

    Wie Bitte? Wie kommen Sie bloß auf solch eine monströse Anschuldigung? Bitte Belege! Luther war Christ – Hitler war sebsterklärter Heide. Was zu einem passte passte noch lange nicht zum anderen.

  61. Nein, er war kein Antisemit. Denn erst Hitler setzte sein Programm um:

    „Erstlich, dass man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke … Zum anderen, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre … Zum dritten, dass man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein … Zum vierten, dass man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren … Zum fünften, dass man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe … Zum sechsten, dass man … nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren … Zum siebten, dass man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen … “

    Zu Recht sagt der Nazi-Propagandist Julius Streicher vor dem Nürnberger Militärtribunal: „Dr. Martin Luther säße heute sicher an meiner Stelle auf der Anklagebank“, wenn er noch lebte

  62. Bei diesen Dissidenten hier geht’s ziemlich zur Sache:

    Der Theologe

    DER THEOLOGE zeigt den Verrat der Kirche an der Botschaft von Jesus, dem Christus, auf. Und er gibt Hinweise, wie jemand nach der Lehre von Jesus den Weg zu Gott finden kann. DER THEOLOGE richtet sich nicht gegen Menschen guten Willens in der römisch-katholischen oder evangelischen Kirche. Sondern er klärt auf. Denn wer schweigt, macht sich mitschuldig.

    DER THEOLOGE wird von einem ehemaligen lutherischen Pfarrer heraus gegeben. Zu den Mitarbeitern gehören ein früherer katholischer Priester und ein Diplom-Theologe und ehemaliger katholischer Religionslehrer.

    http://theologe.de/

  63. http://www.ahriman.com/buecher/luther.htm

    „Was Luther gegen Frauen, Ketzer, Sektierer, Leibeigene, die keine mehr sein wollten, Juden, Prostituierte, gegen die Philosophie, Philosophen und Humanisten an schärfstem Gift versprühte, ist auf seine Weise negativ einzigartig, weil ihm diesbezüglich kein anderer Religionsstifter, kein Reformator auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Selbst der Koran und der Talmud in ihren negativen Aussagen über bzw. gegen Nichtgläubige können da im Vergleich zur geballten Wucht von Luthers mörderischen Hetztiraden nicht mithalten.“

  64. Julius Streicher verteidigte sich im Nürnberger Prozess mit dem Argument, dass man, sollte man ihn verurteilen, gleichzeitig Martin Luther und den ganzen Protestantismus verurteilen müsse.
    Als Nationalsozialist habe er nur das getan, was Luther empfohlen hatte!

    Zur Reichskristall-Nacht gratulierte die Evang. Kirche Deutschlands dem Führer und bezeichnete das Progrom als das schönste Geschenk, das man dem Religionsstifter zu seinem Geburtstag machen konnte! Alles vergessen?

    Um die Übergabe des katholischen Strassburger Münsters bat die deutsche Evang.Kirche den Führer mit dem Argument, dass lutherische Protestanten, im Gegensatz zu den Ultra-Montanen, überzeugte Nationalsozialisten seien.
    Das Kriegsende kam dem lutherischen Anliegen zuvor.

    Nicht nur Luther war ein fanatischer Antisemit; seine ganze Kirche ist mit dessen Denken durchtränkt. Späte Krokodilstränen nach 1945 vermögen nur naive Gemüter darüber hinweg zu täuschen!

  65. #68 Confluctor (01. Apr 2014 10:09)
    ———————————–
    Dem Kirchenhasser Mynarek passte die RKK nicht, wg. Zölibat und der üblichen Verdächtigungen.

    Er war Mitbegründer der Bundesarbeitsgemeinschaft Christen in den Grünen

    Wes Geistes Kind dieser Hetzer ist, sieht man daran, dass er den GRÜNEN Kommunisten diente!

    GRÜNE und Christen, das ist wie Feuer und Wasser.

  66. Ganz unrecht hatte Martin Luther nicht.
    Eine rhetorische Frage:
    Ist Schächten und Beschneidung nur eine islamistische Abartigkeit ???

  67. #71 Doc Holliday (01. Apr 2014 21:58)

    U-Boote mögen sich bitte in andere Gewässer verziehen. Danke.

  68. #66 Confluctor (01. Apr 2014 09:56); 67, 86 in Folge

    Luther hin oder her – wenn ich mir Ihre Quellenangaben so ansehe, strotzen die aber auch nicht gerade vor Neutralität und Unvoreingenommenheit.

  69. #69 Lilly Wolkowsky (01. Apr 2014 12:03)

    Was mich bei derartiger so genannter „Aufklärung“ immer wieder stört, ist deren (gewollte?) Einseitigkeit.

    Julius Streicher verteidigte sich im Nürnberger Prozess mit dem Argument, dass man, sollte man ihn verurteilen, gleichzeitig Martin Luther und den ganzen Protestantismus verurteilen müsse.

    Nun, wenn ein NS-Demagoge und Verbrecher das so sagt, muß es ja stimmen.

    Zur Reichskristall-Nacht gratulierte die Evang. Kirche Deutschlands dem Führer und bezeichnete das Progrom als das schönste Geschenk, das man dem Religionsstifter zu seinem Geburtstag machen konnte! Alles vergessen (…)

    Nicht nur Luther (…) seine ganze Kirche ist mit dessen Denken durchtränkt. Späte Krokodilstränen nach 1945 vermögen nur naive Gemüter darüber hinweg zu täuschen!

    Was Sie geflissentlich „vergessen“ haben, ist die evangelische Bekennende Kirche, die sich nicht nur in diesen Fragen von den gleichgeschalteten, fälschlich so genannten „Deutschen ‚Christen'“, klar absetzte, nachdem sie wegen dieser Umtriebe aus der ev. Kirche heraus erst ins Leben gerufen war. Bonhoeffer, Schneider und andere, die für ihren Glauben ins KZ gingen und/oder mit dem Leben bezahlten – alles vergessen? Die Autoren der „Barmer Theologischen Erklärung“ – alles Nazis? Wie hätten Sie Sich verhalten? Denken erlaubt!

  70. Erstaunlich, daß es Leute gibt, die wissen, daß Luther nicht in unserer Zeit gelebt hat. Heute würde er sicher auch mit den Taliban um Frieden beten oder den nächsten Moscheebau unterstützen.

  71. #75 Doc Holliday (02. Apr 2014 11:04) #72 Tom62

    Du Troll.

    Wie anders soll ich Leute nennen, die sich hier in der Weise echauffieren, daß das Luther zugeschriebene Hetzpamphlet gegen die Juden, auf das sich die Nazis beriefen, vorgeblich „recht gehabt“ habe? Hatten Sie Sich nicht in einem und demselben Atemzug auf die Juden bezogen?

    Da brauchen Sie Sich nicht wundern, wenn Sie hier für ein U-Boot, man könnte auch sagen, für einen agent provokateur gehalten werden.

    Ganz eigenartig wird es dann, wenn einige Trolle andere als Trolle beschimpfen, weil sie offensichtlich nicht bemerkt haben, daß sie selber welche sind, vom fehlenden Lichte mal ganz zu schweigen.

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