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Josef Kneifel gelang am 9. März 1980 der einzige Sprengstoffanschlag gegen die „DDR“. Auch Stauffenberg und Elser nutzten für Ihre Anschläge am 8. November 1939 und 20. Juli 1944 Sprengstoff. Alle drei handelten gegen totalitäre Unrechtsregime. Stehen Kneifel, Elser und Stauffenberg also in einer gemeinsamen Tradition deutschen Widerstands? Und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigen sich in der offiziellen Beurteilung dieser Widerstandskämpfer gegen „DDR“ und „Drittes Reich“ durch das Establishment unserer heutigen „Bunten Republik“?

(Von M. Sattler)

Von den drei historisch bedeutsamen Sprengstoffanschlägen der jüngeren deutschen Geschichte ist Josef Kneifels Anschlag gegen das Regime der SED/ Die Linke am wenigsten bekannt. Am 20. März 1980 zündete er einen selbstgebauten Sprengkörper unter dem im Stadtzentrum vom Chemnitz aufgestellten Sowjetpanzer – einem Symbol sowjetischer Besatzung und kommunistischer Unterdrückung. Weitaus prominenter sind die beiden wichtigsten Anschläge aus der Zeit des „Dritten Reiches“: Georg Elsers Attentat vom 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller und Claus von Stauffenbergs Anschlag auf die „Wolfsschanze“ in Rastenburg am 20. Juli 1944, heute vor 70 Jahren. Das gemeinsame Bindeglied zwischen diesen drei Anschlägen Elsers, Stauffenbergs und Kneifels ist neben der Wahl des Mittels Sprengstoff der unbedingte Wille, gegen einen Unrechtsstaat zur Tat zu schreiten: im Fall Elsers und Stauffenbergs gegen das „Dritte Reich“, im Falle Kneifels gegen die „DDR“.

Vergleicht man Vorgehensweise und persönlichen Hintergrund der drei jeweils handelnden Personen, zeigen sich erhebliche Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten: Elser und Kneifel entstammten beide dem Arbeitermilieu, Stauffenberg hingegen war ein Vertreter des Adels, seine Mitverschwörer entstammtem überwiegend dem Bürgertum. Elser war ein einfacher, wenig gebildeter Handwerker, den aber ein wacher Instinkt für politisches Unrecht auszeichnete, bei Stauffenberg und Kneifel handelte es sich um hochgebildete, belesene Männer, beide mit einer leidenschaftlichen Begeisterung für Literatur: Stauffenberg zählte zum engsten Vertrautenkreis des Dichters Stefan George, Kneifel war und ist ein Goethefreund, der seine Wohnung mit Goethe-Zitaten dekorierte.

In Planung und Herangehensweise lassen sich deutliche Unterschiede erkennen: Elser war ein Einzeltäter, Kneifel und noch mehr Stauffenberg handelten als Teil einer verschworenen Gemeinschaft einiger weniger Eingeweihter. Kneifel arbeitete mit mindestens einem aktiven Helfer und Mitwisser, Stauffenberg gehörte zu einer weitverzweigten, engvernetzten Gruppe von Widerstandskämpfern. Elser und Stauffenberg wählten beide die führende Person des Regimes und somit ein menschliches Ziel ihres Attentats, Kneifel richtete seinen Anschlag gegen ein Symbol. Alle drei nahmen den Verlust von Menschenleben in Kauf, auch wenn zumindest Kneifel durch Wahl der Tatzeit (spät nachts) darum bemüht war, die Wahrscheinlichkeit Unbeteiligte zu treffen zu minimieren. Keiner der drei richtete seine Gewalt vorsätzlich auf ein „weiches Ziel“, d.h. die feige Hinrichtung unbewaffneter Einzelpersonen, das Markenzeichen der RAF, oder die wahllose Ermordung von unschuldigen Zivilisten zur Ausübung von Terror, wie sie heute unter ehrlosen islamischen Weltverbesserern üblich ist.

Angesichts der jeweiligen politischen Umstände lassen sich alle drei Anschläge als verhältnismäßig und gerechtfertigt bezeichnen. Ziviler Widerstand war im „Dritten Reich“ nicht möglich: Tausende von Deutschen haben es versucht und landeten dafür im KZ. Auch in der „DDR“ wurde in der Zeit um 1980, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, jede Form ziviler Opposition brutal unterdrückt. Das Regime der SED/ Die Linke trat die Menschenrechte mit Füßen, sperrte Kritiker gnadenlos weg und hielt Millionen von Deutschen in einem gigantischen kommunistischen Gefängnis: Wer fliehen wollte, wurde von Erich Honeckers und Gregor Gysis Mannen eiskalt in den Rücken geschossen. Gerade solche Zustände, wie sie im „Dritten Reich“ und in der „DDR“ herrschten, aber verlangen nach einem unmissverständlichen, deutlichen Zeichen der aktiven Gegenwehr.

Alle drei, Elser, Stauffenberg und Kneifel, waren mit ihrer Tat nicht unmittelbar erfolgreich: Weder Elser noch Stauffenberg gelang es, Hitler zu töten, Kneifel gelang es nicht, den sowjetischen Panzer vollständig zu zerstören. Keiner der drei Anschläge erreichte zudem die erhoffte Resonanz in der Bevölkerung. Ein konkretes Echo blieb in allen Fällen aus. Weder im „Dritten Reich“ noch in der „DDR“ gab es zum Zeitpunkt der Anschläge eine in der Breite vernetzte Opposition, die die Signalwirkung der Attentate in eine spontane Massenerhebung hätte katalysieren können.

Bezahlt haben alle drei ihre konsequente Handlungsbereitschaft mit ihrem Leben oder zumindest ihrer körperlichen Unversehrtheit: Elser und Stauffenberg wurden hingerichtet. Kneifel zu lebenslänglicher Haft verurteilt, von denen er sieben Jahre unter schweren Folterungen und Misshandlungen absaß, u.a. in einem lichtlosen Verließ in Einzelhaft – Details finden sich in der 2013 erschienenen verdienstvollen Gesamtdarstellung zu Josef Kneifels Anschlag durch ein Autorenduo der Blauen Narzisse.

Kneifel, Elser und Stauffenberg verband der unbedingte Wille, gegen einen offensichtlichen Unrechtsstaat in Deutschland nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln. Alle drei handelten dabei nicht im Namen einer politischen Ideologie, sondern ausdrücklich „für Deutschland“ – diese verbindende, auf Deutschland und die Freiheit der Deutschen gerichtete Wille stellt alle drei Männer ohne jeden Zweifel in eine gemeinsame Tradition freiheitlichen deutschen Widerstands.

Die historische Würdigung durch die heutige Politführung der „Bunten Republik“ zeigt erhebliche Unterschiede: Kneifel und Elser sind weitgehend vergessen, ihre Namen werden in offiziellen Reden nicht genannt. Dieses Schicksal teilen sie mit zahllosen anderen Widerstandskämpfern gegen „Drittes Reich“ und „DDR“ (Olbricht, von Tresckow, Brüsewitz etc.), die totgeschwiegen werden, während jedes Schulkind die Namen der Täter kennt. Die Hintergründe für dieses amtlich gewollte Vergessen sind leicht abzuleiten: Da alles Deutsche in der Ideologie der Bunten Republik pauschal negativ ist, darf es auch keine positiven deutschen Helden geben, die staatlichem Unrecht die Stirn boten. Stauffenberg ist eine zähneknirschend akzeptierte Ausnahme dieser Regel: Sein Attentat war schlichtweg zu bedeutsam, um es komplett aus den Schulbüchern streichen zu können. Im Fall Kneifels liegen die Gründe für das amtliche Vergessen noch deutlicher auf der Hand: Die SED/ Die Linke ist heute wieder ein umworbener politischer Bündnispartner der bunten Einheitsparteien. Erinnerungen an die bösen Schattenseiten der „DDR“ oder gar aktiven Widerstand gegen das kommunistische Regime gelten daher als politisch unwillkommen. Und letztlich stehen die Bunten Republikaner aufgrund ihrer eigenen fragwürdigen Maßnahmen – insbesondere ihrer politischen Zielsetzung, die Deutschen zur Minderheit zu machen und ihrer daraus folgenden ethnischen Siedlungspolitik – in der Kritik und haben naheliegend kein Interesse an grundsätzlichen Diskussionen über deutschen Widerstand.

Erfolglos und weitgehend vergessen – waren die Anschläge Elsers, Stauffenbergs und Kneifels also von vornherein sinnlos? Eindeutig nein! Erstens scheiterten alle drei nur an technischen Gegebenheiten oder unglücklichen Zufällen: Elser am vorzeitigen Verschwinden Hitlers, Stauffenberg an der druckmildernden Wirkung der Lokalitäten (offene Fenster, Tisch), Kneifel an der zu gering berechneten Sprengkraft seiner Utensilien. In allen drei Fällen hätten die Anschläge im technischen Sinn durchaus erfolgreich sein können. Und zweitens zählt bei politischen Anschlägen ohnehin in erster Linie die Symbolkraft: Für die Nachwelt ist allein von Belang, dass angesichts des gegebenen Unrechts überhaupt gehandelt wurde. Ohne Männer wie Elser, Stauffenberg und Kneifel wäre die jüngere deutsche Geschichte eine Geschichte der Feiglinge, der Duckmäuser und Mitläufer. Dass die Deutschen aber nicht so sind, dass sie selbst in dunkelsten Zeiten einen unbeugsamen Willen zum Widerstand hervorbringen – dafür stehen diese drei Namen. Für diese Botschaft, dass wir Deutschen in der historischen Betrachtung nämlich mit geradem Rücken und nicht als Kriecher in den Spiegel schauen können, sind wird diesen drei Männern und mit ihnen allen Deutschen, die sich tatkräftig gegen politisches Unrecht in unserem Land zur Wehr gesetzt haben, sehr, sehr dankbar.

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41 KOMMENTARE

  1. 1968, also 23 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs, gingen die roten Sozialisten in der Bundesrepublik auf die Straße und forderten die Aufarbeitung der Verbrechen der braunen Sozialisten.

    Wir haben es nun 25 Jahre nach dem Ende der roten Sozialisten in der „DDR“ und wo bleibt die Aufarbeitung der Verbrechen der SED?

    SED-Politiker wehren sich oft gegen einen Vergleich der „DDR“ mit dem Dritten Reich.

    Die „DDR“ sei ja nicht so schlimm gewesen. Nun, Gysis Vorgänger Walter Ulbricht konnte keine Arbeitslager und Massenerschiessungen mehr durchführen, weil sei Idol Josef Stalin 1953 starb und Chruschtschow eine etwas weichere Linie fuhr aber am 17. Juni fuhren Panzer auf, wurden die „Betriebskampfgruppen der Arbeiterklasse“ gegründet, um das eigene Volk bei Bedarf niederzuknüppeln.

    Die „Betriebskampfgruppen der Arbeiterklasse“ heißen im Westen heute „Antifa“.

    Der Mauerbau, die Toten an der Grenze, die Bespitzelung Oppositioneller, die „Zersetzung“ Ausreisewilliger, hierzu kein Wort der Gysi-Partei, vom verschwunden SED-Vermögen ganz zu schweigen!

    Am 9. Oktober wollten die SED-Verbrecher Panzer in Leipzig einsetzen, Sammellager waren eingerichtet, nur Moskau verhinderte das Blutvergießen der SED-Bezirksleitung!

    25 Jahre nach Ende der „DDR“ ist es sogar möglich, das die Verbrecherpartei SED den Ministerpräsindenten des „Freistaates“ Thüringen stellen wird!

    http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/index.htm

    Die SED ist heute in der ehemaligen „DDR“ wieder am Ruder.

    Auschwitz benutzen die SED-Schergen, um von ihren eigenen Verbrechen abzulenken!

    Der Schoß ist fruchtbar noch!

  2. Mein Problem mit der Glorifizierung der Attentäter vom 20.Juli 1944 ist die, dass ich zweifle ob dieser Widerstand aus höchsten Kreisen der Wehrmacht auch gekommen wäre, wenn der Krieg einen anderen Verlauf genommen hätte.
    Georg Elser und die Gruppe „Die weisse Rose“ stehen bei mir höher im Ansehen!! Ausserdem hat Stauffenberg einen idiotischen Fehler gemacht: er hat den Sprengstoff , für den er die Zündungs-Vorrichtung nicht mehr hatte einrichten können nicht in die Aktentasche gepackt, was die Sprengkraft halbierte—–er hätte den nicht vorbereiteten Sprengstoff mit reinpacken sollen, die Explosion hätte diesen gezündet und die Wucht wäre dann so groß gewesen dass das Attentat erfolgreich gewesen wäre.

  3. Und wieder jährt sich dieser Tag, an dem Politik & Medien einen terroristischen Akt zelebrieren. Warum ist PI da nicht kritischer ?

    Mit dem feigen Terroranschlag, der sein Hauptziel ohnehin verfehlte, ermordete Stauffenberg auch den unschuldigen Stenografen Heinrich Berger. Es war kaltblütiger Mord. Die Ermordung anderer Menschen sollte nie verherrlicht werden oder Anlass für Feierlichkeiten sein. Nur in einem kranken Unrechtssystem wird Terrorismus und die Ermordung von Menschen gefeiert.

  4. Nun komme ich aus der Stadt des einen Widerständlers. Es sei auch gesagt, dass die DDR ein besetztes Land eines Totalitären Machtsystems war. Ohne Gorbatschow wäre nicht gelaufen. Nun gilt es die DDR nach 24 Jahren nicht schön zu reden. Ich habe in diesem Staat 40 Jahre gelebt(und gearbeitet). Ich kann vergleichen.
    Eines steht aber fest, unsere deutsche Indentität stand in der DDR nie zur Disposition.
    Wir sind jetzt schon einen Schritt weiter.
    Und der Rechtsstaat und die Demokratie sind schon längst nur noch Fragmente.
    Es geht in die EU-Diktatur=EUDSSR, das totalitäre Herrschaftssystem ISLAM eignet sich wunderbar die Massen am Boden zu halten.
    Im Moment geht es nur noch darum den Michel materiell bei Laune zu halten.
    Aber erst muss der Hering in’s Netz, dann kann er verspeist werden.

  5. Was Stauffenberg angeht, im Juli 44 war der Krieg verloren was alle wussten einschliesslich Hitler. Die DDR in Stellvertretung der CCCP hatte Stauffenberg immer abgelehnt als preussischen Militarist. Fuer Stauffenberg hat sich auch keiner interessiert bis es zur Verewigung der BRD und zur Benennung von Kasernen (was zuvor voellig politisch inkorrekt ablaeuft) eine Heldenfigur hermusste wegen der Geschichtspolitik. Die durfte dann selbst Tom Cruise spielen, so zeitgeisttauglich wurde es gemacht. Haette Stauffenberg Erfolg gehabt, haette es nichts an der Haltung der Alliierten geaendert, diese hatten naemlich eine Teilkapitulation ausgeschlossen. Stauffenberg haette gar nichts erreichen koennen ausser der bedingungslosen Kapitulation. Die haette er allerdings kaum gemacht von seiner Haltung und Erziehung her, er war Berufssoldat. Die Russen haetten Stauffenberg genauso aufgehaengt in Nuernberg und die Westalliierten kaum besser abgeurteilt als Rudolf Hess. Churchill wollte auf keinen Fall verhandeln, das haette er auch mit Hitler machen koennen, Goering und Himmler hatten sich ebenfalls angeboten zum Schluss.

  6. Die Vertreter der BRD Machtelite sollen sich keine Illusionen machen .
    Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg würde sich mit Gauck und Co wohl niemals an einen Tisch setzten .

  7. Auch unser aktueller Widerstand in Form der AfD, den Pro-Parteien et al. wird bereits wieder als demokratiefeindlich (ähnlich der Volksschädlinge) bezeichnet, bekämpft und verhöhnt – und das, obwohl sie lediglich die Waffe des Wortes verwenden, die sofort die Betroffenheitsfratzen unserer Gutmenschen zur Folge hat, die am liebsten diesen demokratischen Widerstand mit Stumpf und Stiel ausrotten würden (man schreit bereits nach Berufsverboten und mancher Richter urteilt bereits in diesem Sinne)
    ————————————–.

    Aus WO:
    Demonstranten in Berlin greifen israelisches Paar an

    Europaweit kommt es bei Kundgebungen gegen Israels Gaza-Offensive zu Ausschreitungen. In Berlin skandieren einige Demonstranten antisemitische Parolen, dann greifen sie Touristen aus Israel an. Von Eva Marie Kogel
    ——————————————-
    Europaweit kommt es zu „Ausschreitungen“! Dass in Frankreich ein Bürgerkrieg droht, kommt diesen Schreiberlingen und Flachhirnfuzzies aus den Propagandaabteilungen ihrer Redaktionen nicht in den Sinn!

  8. Herr Stauffenberg war bereit das Leben aller anderen anwesenden Personen zu beenden, nur sein eigenes wollte er nicht hergeben, da er sich eine tragende Rolle im neuen Deutschland zugedacht hatte. Auch diese Facette sollte man bedenken. Hätte er, die Tasche unter dem Arm, mit am Tisch gestanden, wäre es vielleicht anders verlaufen, vielleicht auch nicht.

  9. Auch in unserer Zeit gibt es nicht nur Mitläufer.

    Manche davon sind hier auf PI anzutreffen. Namen will ich nicht nennen.

    Aber der Widerstand beschränkt sich hier auf Aufklärung und die Verwendung rechtsstaatlicher Mittel.

    Das allein reicht nicht. Die Umwandlung Deutschlands wird nicht verhindert werden können. Wir wissen nicht einmal, wer über diese unsere Zeit die Geschichtsbücher schreiben wird und ob der Widerstand vergessen werden wird oder nicht.

    Trotz allem: Lieber aufrecht sterben als gebückt leben. Aber noch leben wir, und die uns bekämpfen, haben noch Arbeit!

  10. Elser war übrigens Mormone. Eine offensiv staatstragende Religion. Umso erstaunlicher, dass er sich dazu entschloss.

  11. Übertragen wir das auf die heutige Zeit.

    Attentate funktionieren in einer Demokratie nicht .Das haben wir ja bei der RAF gesehen.
    Was wir brauchen sind Massendemonstrationen wie in der DDR damals.
    Wenn erst einmal eine kritische Masse an Menschen erreicht ist, kann das sehr schnell gehen.
    Die Entwicklungen in der DDR hatte ja auch niemand vorher gesehen.
    Wir sind in der glücklichen Lage ,daß es heute Internet gibt. Wir sind alle vernetzt und Nachrichten ,die MSM unterschlagen, breiten sich in Windeseile aus.

    Es braucht eine Initialzündung !

  12. Es tut mir leid, aber ich kann
    den Herrn Stauffenberg nicht als
    Helden ansehen.

    Wenn man erst Mitte 44 gegen Hitler
    vorgeht, dann ist das wie bei einem
    Bankraub, bei dem die Kumpane den
    Anführer erschießen, weil die Polizei
    schon die Bank umstellt hat, und
    dann sagen:
    „er war’s, wir sind bloß mitgegangen!“

    Und: bei einer so wichtigen Sache muss
    ein Offizier dabei bleiben und die Bombe
    selbst zünden – und nicht weglaufen und
    sich auf einen Zeitzünder verlassen.

    Zehntausende Soldaten aller Nationen sind
    damals in Himmelfahrtskommandos in den
    Tod gegangen und haben sich geopfert,
    um den Erfolg sicher zu stellen.
    Von einem deutschen Offizier hätte
    ich das erwartet. Jeder 17-jährige im
    Gazastreigen hat mehr Kämpfermut
    (mal abgesehen von der Ideologie).

    Ne, Stauffenberg taugt nicht.
    Wie ein Vorposter gesagt hat:
    der Elser, das ist ein Vorbild!
    Hätte er Erfolg gehabt, wo wären
    Deutschland und die Welt heute?
    Wie viele Menschenleben wären
    gerettet worden?

  13. #13 Tritt-Ihn (20. Jul 2014 15:09)

    Übertragen wir das auf die heutige Zeit.

    Attentate funktionieren in einer Demokratie nicht .Das haben wir ja bei der RAF gesehen.
    Was wir brauchen sind Massendemonstrationen wie in der DDR damals.
    Wenn erst einmal eine kritische Masse an Menschen erreicht ist, kann das sehr schnell gehen.
    Die Entwicklungen in der DDR hatte ja auch niemand vorher gesehen.
    Wir sind in der glücklichen Lage ,daß es heute Internet gibt. Wir sind alle vernetzt und Nachrichten ,die MSM unterschlagen, breiten sich in Windeseile aus.

    Die Sache hat nur einen Haken, an dem die „modernen“ Widerstandsbewegungen bisher alle gescheitert sind.

    (Stufe 1: Ignorieren
    Stufe 2: Diffamieren)

    Wenn aber der Widerstand so stark wird, daß er nicht mehr übergangen werden kann, tritt Stufe 3 in Kraft:

    Was nicht bekämpft werden kann wird umarmt und erdrückt.
    Zum Schein erklärt man sich mit den Anliegen der Protestierenden solidarisch, gibt Fehler zu, gelobt Besserung, spendiert ein paar Bauernopfer. In Wirklichkeit ist man bemüht, den Widerstand hinzuhalten, zu zerstückeln und letztlich aufzusaugen.

    1989 ist ein klassisches Beispiel, wie ein Aufstand der Massen verraten und verkauft wurde.
    Hätte es damals schon Facebook und Youtube gegeben dann könnten wir heute nachvollziehen, wie die ursprüngliche Bewegung mit den gelochten Fahnen (=Hammer und Zirkel ausgeschnitten) und „Wir sind das Volk“ nach und nach von Parteivertretern aus dem Westen mit „Wir sind ein Volk“ und den Versprechungen vom goldenen Westen geködert und eingesackt wurden, Hauptsache man wähle bitte CDU oder SPD. Von einer Frau Merkel hätte man noch nichts und von einem Herrn Gauck nur am Rande etwas gehört.

    In der Ukraine erleben wir das Gleiche, mit dem Unterschied, daß sich die Bevölkerung dort nicht so leicht kaufen läßt, was auch mit dem Aufschwung der „sozialen Netzwerke“ zu tun haben könnte.
    Wir dürfen gespannt sein, wenn die Masse erstmal kapiert, daß ihre neuen Oligarchen mit der Nationen zersetzenden EU sich ein größeres Übel eingefangen haben als je zuvor.

    Die einzige Hoffnung in einer Welt mit maßgeschneiderten Berichten von strammen Parteisoldaten und eingebetteten Journalisten sind heute die sozialen Netzwerke. Alleine sie sind es, die mit dem Sammeln und Auswerten von relevanten Informationen eine Gegenöffentlichkeit schaffen können.
    Nicht zufällig haben Geheimdienste an der Auswertung der sozialen Netzwerke („zur Erfassung von Stimmungslagen“) großes Interesse und sind bemüht, jeweils „regierungsfreundliche“ Stimmungen zu schaffen.

    Mit False-Flag-Operationen und Agent provocateurs ist daher jederzeit zu rechnen, dagegen hilft nur den Verstand schärfen, jede Meldung kritisch zu hinterfragen und nicht etwas glauben (oder nicht glauben), nur weil es von einer bestimmten Seite kommt.

  14. #10 Cracker (20. Jul 2014 14:59)
    Herr Stauffenberg war bereit das Leben aller anderen anwesenden Personen zu beenden, nur sein eigenes wollte er nicht hergeben, da er sich eine tragende Rolle im neuen Deutschland zugedacht hatte. Auch diese Facette sollte man bedenken. Hätte er, die Tasche unter dem Arm, mit am Tisch gestanden, wäre es vielleicht anders verlaufen, vielleicht auch nicht.
    ———————————————————–

    Selbstmordattentate sind eben NICHT Teil unserer Kultur. Traditionell wurde im Christentum der Selbstmord wie ein Mord bewertet. Deswegen wird nicht einmal von Soldaten verlangt, ihr Leben ABSICHTLICH aufzugeben. Wäre Stauffenberg ein Moslem gewesen, wäre es ihm vielleicht leichter gewesen sich mitzutöten, aber er war ein gläubiger Katholik.

    Wer him nun aber Feigheit zuschreiben will, soll bedenken dass es ihm um die Zeit NACH dem Attentat ging. Wer war bereit, die neue Regierung zu führen, wenn nicht er?

    Und überhaupt, ihm, dem schwerverwundeten Afrikakrieger, Feigheit zu suggerieren, ist ja nun doch eine Zumutung!

    Sei es wie es sei, heute hängt meine WIDERSTANDSFAHNE hoch:

    /2011/09/unsere-andere-fahne/

  15. #14 kantholz (20. Jul 2014 15:30)

    Das ist klasse an PI, dass man sich auch kritisch mit diversen glorifizierten Personen auseinandersetzt, die auf den ersten Blick nur bewundernswert wirken, auch fuer kritische PI koepfe.

    Bei Nelson Mandela ist es schon laengst herrausgeeitert, besonders bei dessen Frau, dass sie im Grund auch Rassisten und Menschenschlaechter waren, auch wenn sie mal etwas Gutes beigetragen haben, entschuldigt dies nicht ihre grausligen Taten und Hetzereien gegen alle Weissen.

    Bei Stauffenberg ist es schon schwieriger, da er ja,wie hier zu lesen war ,auch als „Rechter“ in wickiluegia gehandelt wird.

    Dennoch ist es wichtig genau hinzuschauen.

    Was mich halt etwas pikiert gemacht hat ,ist die Anhimmelung Stauffensbergs, ueber den sogar ein Hollywoodfilm gedreht wurde. Dazu wird er ja in diesem Sytem auch glorifiziert und ist somit keine PI Person.

    Dass er wusste und erst Recht in seiner Position, woher der Wind weht und sich vom Taeter letztendlich zum Helden stilisieren wollte kommt dann noch hinzu.

    Wer hat dagegen schon gross von Elser ,oder Kneifel gehoert ?

    Es ist doch ueberall so ,selbst der hochgebetete Ghandi hatte seine Schattenseiten, wirklich Alle Personen ,die irgendwie glorifiziert werden, auch in diktatorischen Elendssystemen in dem wir ja leben ,wenn man die Scheuklappen abglegt, sind absolut nicht die Heiligen und Nachahmenswerten.

    Vielmehr sind die wirklichen Helden Jene, die man verschweigt.

  16. #14 kantholz

    bei einer so wichtigen Sache muss
    ein Offizier dabei bleiben und die Bombe
    selbst zünden – und nicht weglaufen und
    sich auf einen Zeitzünder verlassen.

    Im Prinzip hast du Recht, eine Bombe mit Zeitzünder zu deponieren ist irgendwie feige. Da zeigen die islamischen Attentäter schon mehr Einsatz, indem sie sich selbst mit in die Luft sprengen. Ein Moslem wäre in diesem Fall sicher erfolgreich gewesen, natürlich vorausgesetzt, dass die Bombe nicht moslemisch-diletantisch gebaut worden wäre und auch gezündet hätte.

    Aber das ist eben der kleine aber feine Unterschied zwischen westlicher und islamischer Welt: Hier im Westen ist das eigene Leben eben wertvoll und wir brauchen auch keine Märtyrer. Und ein lebender Stauffenberg wäre wichtiger gewesen als ein toter.

  17. Ich habe gerade einen guten ntv Artikel gefunden, dem ich nicht hundertpro uebereinstimme,aber dennoch anspricht,warum es mit dem Widerstand nicht klappt. Viele verschiedene Gruppen, Weltbilder die sich nicht miteinander vereinbaren lassen udn jeder kocht sein eigens Sueppchen.

    Die große Friedensdemo flopptWer bin ich – und wenn ja, wie viele?

    Von Issio Ehrich

    Ihre erste bundesweite Aktion in Berlin sollte ein großer Schritt für die „Mahnwachen für den Frieden“ sein. 8000 Leute sollten kommen. Doch der Aufmarsch der Systemgegner ist einfach zu schräg, um Massen zu mobilisieren.

    Der Anti-Amerikaner und die Harley

    Der Mitdreißiger trägt ein Harley-Davidson Shirt mit hochgekrempelten Ärmeln und Marken-Turnschuhen. Mit amerikanischer Politik hat er ein Problem, mit amerikanischem Kapitalismus offensichtlich nicht. Wie geht das zusammen mit den Männern und Frauen in Yoga-Hosen und Batik-Shirts und der Fraktion Goa-Party? Und da sind schließlich noch die Gegner des Zinssystems und des internationalen Bankenwesens. Auch Rüdiger Lenz, einer der Redner und selbsternannter Begründer des „Nichtkampf-Prinzips“, setzt sich eher für den Boykott des Kapitalismus ein. „Werft eure Nikes weg“, ruft er gar. „Ihr werdet den Frieden mit euren Sandalen sehen.“

    Der Veganer und die Bratwurst

    Und der antiamerikanische Harley-Fan ist nur eines von vielen Beispielen. Auf dem Potsdamer Platz recken Veganer Schilder in Luft: „Vater Staat, lass Mutter Natur in Ruhe.“ Daneben stehen Jungs mit Russlandflagge in der einen Hand und einer Thüringer Bratwurst in der anderen. Ein Christ reckt ein Plakat in die Höhe: „Schöpfer und Gebote – oder Weltlichkeit und Gleichgültigkeit“. Ein paar Meter weiter sitzen Menschen auf ihren Picknickdecken, denen das Weltliche derzeit viel wichtiger ist als alle Gebote aus dem Jenseits. „Ich möchte nicht, dass meine Kinder im Krieg verheizt werden“, sagt ein junger Vater. „Ich lieb‘ die doch.“

    http://www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-article13243441.html?google_editors_picks=true

  18. Der Unterschied zwischen Stauffenberg und dem wenig gewürdigten Elser liegt darin, dass Georg Elser schon frühzeitig erkannt hat, was die Nationalsozialisten für Europa bedeuten werden.

    Bei Stauffenberg schließe ich mich den Meinungen an, die bezweifeln ob er auch so gehandelt hätte, wenn der Krieg für Deutschland erfolgreicher verlaufen wäre.

    Gemeinsam haben beide, dass sie als Terroristen galten und ihre Taten erst in einem späteren Deutschland gewürdigt wurden.
    Etwas, das gerade auch in der heutigen Zeit mit weitgehend gleichgeschaltetem Parteiensystem und offensichtlicher Einheitspresse sehr erinnerungswürdig ist.

  19. Bei der alten Bundeswehr in den 70-er Jahren gab es in unserer Einheit (Luftlandetruppe) auch die üblichen salbungsvollen Worte zum 20. Juli. Nachdem die Pflichtübung vorbei war wurden Stauffenberg und seine Mitverschwörer allerdings beim gemütlichen Zusammensein sowohl von der Mehrzahl der Offiziere als auch den meisten Unteroffizieren und Mannschaften als charakterlose Lumpen bezeichnet, die zuerst die Vorteile des Systems genossen hatten und dann als sie ihre Felle davonschwimmen sahen zum feigen, hinterhältigen Kameradenmord übergingen. Als Helden oder gar Vorbilder hat die kaum jemand betrachtet.

  20. Stauffenberg kann ich auch nicht als Held sehen. Erstmal kam die Aktion als der Krieg sicher verloren war und dann hat er für sich eine weitetere Rolle im Staat vorgesehen. Daher die Flucht. Bei mir sind die Mitglieder der Weißen Rose, Rote Kapelle usw deutlich mehr am Widerstand beteiligt.

  21. Für mich ist Georg Elser mehr Held als diejenigen Beteiligten vom 20. Juli, die vorher jahrelang dem Regime treu ergeben waren.
    Er hätte höchstwahrscheinlich Millionen Menschen das Leben gerettet. Aber er wäre nie als Held in die Geschichte eingegangen.

    Einige beschweren sich über die Rechtmäßigkeit von Anschlägen und kritisieren das Sterben von Unschuldigen. Es ist in der Tat ein heikles Thema. Leider gibt es immer wieder Situationen, in der der Retter auch zum Täter werden muss.

    Ob man die – zweifelsfrei mutige – symbolische Tat des Josef Kneifel mit den zwei anderen Geschehnissen auf eine Stufe stellen kann, wage ich zu bezweifeln.

    http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2009/04/Georg-Elser

  22. Den Wirrkopf Kneifel hier in die Reihe mit Stauffenberg und Elser zu stellen ist etwas geschmacklos.

  23. Kann man Dieter Kaufmann, den Attentäter gegen Schäuble in diese Reihe stellen? Als verwirrt hat ja jedes Regime die Attentäter hingestellt. Wenn es geklappt hätte was wäre uns da alles erspart geblieben.
    Nur mal so ein Gedanke.

  24. Stauffenberg ist für mich, Entschuldigung für die harten Worte, ein feiger Lump. Eine Sprengstofftasche unter einen Tisch zu stellen und dann zu verschwinden ist für mich keine Heldentat. Brutus trat Cäsar entgegen, zwar auch keine Heldentat, aber mutiger als das.

  25. Das nicht immer von edlen Motiven geleitete Treiben des Stauffenberg und seiner Genossen hat vielen Tausend anständigen Soldaten das Leben gekostet. Das Ziel – die eigenen Pfründe und das Überleben, nachdem man dem untergehenden System jahrelang „gedient“ hatte zu sichern – wurde nicht erreicht. Allerdings waren die überlebenden Mitglieder der gescheiterten Fronde und deren Familien auch nach dem Systemwechsel wieder wohlversorgte Systemprofiteure.

  26. #23 KarlSchwarz (20. Jul 2014 17:03)
    ….. als charakterlose Lumpen bezeichnet, die zuerst die Vorteile des Systems genossen hatten und dann als sie ihre Felle davonschwimmen sahen zum feigen, hinterhältigen Kameradenmord übergingen. Als Helden oder gar Vorbilder hat die kaum jemand betrachtet.
    —————————————————-

    Wie Bitte? Welcher deutsche Kämpfer mit Verstand hatte 1944 den Hitler noch als „Kameraden“ ansehen können? Dessen sinnlose Verheizung von Menschenleben überstieg ja bei 1944 alle soldatischen Maße. Da verpflichtete der Preußische Ethos einzugreifen!

    Immer im Auge behalten: Der WK II wurde NICHT von den Allierten gewonnen, er wurde einzig und allein von Hitler verloren, und zwar durch seine idiotische Kriegsführung mit seinen immerwährenden Einmischungen. Die britischen Militärberater erkannten ihn damals zu Recht als ihren „besten General“, und rieten ihrerseits von Anschlägen ab.

  27. #30 ridgleylisp (20. Jul 2014 21:23)
    #23 KarlSchwarz (20. Jul 2014 17:03)
    ….. als charakterlose Lumpen bezeichnet, die zuerst die Vorteile des Systems genossen hatten und dann als sie ihre Felle davonschwimmen sahen zum feigen, hinterhältigen Kameradenmord übergingen. Als Helden oder gar Vorbilder hat die kaum jemand betrachtet.
    —————————————————-

    Wie Bitte? Welcher deutsche Kämpfer mit Verstand hatte 1944 den Hitler noch als “Kameraden” ansehen können? Dessen sinnlose Verheizung von Menschenleben überstieg ja bei 1944 alle soldatischen Maße. Da verpflichtete der Preußische Ethos einzugreifen!

    Immer im Auge behalten: Der WK II wurde NICHT von den Allierten gewonnen, er wurde einzig und allein von Hitler verloren, und zwar durch seine idiotische Kriegsführung mit seinen immerwährenden Einmischungen. Die britischen Militärberater erkannten ihn damals zu Recht als ihren “besten General”, und rieten ihrerseits von Anschlägen ab.

    Nur ein Zivilisten-Depp käme auf die Idee, daß mit „Kamerad“ der Oberbefehlshaber gemeint sein könnte.

    Getötet wurden aber sehr wohl Offizierskameraden. Durch Sabotage von Etappenoffizieren fielen hunderttausende anständige Soldaten, Familienväter, treue Deutsche und ganz gewiß keine Nahtziehs.

    Im übrigen ist es schon sehr verwegen jemanden, dessen Fahrzeug zufällig in einen Tieffliegerangriff gerät als außerordentlichen Helden hinzustelllen. Wenn mir beim Cabriofahren ein Vogel auf den Kopf scheißt, dann ist das auch nicht meinem besonderen Heldenmut geschuldet, sondern eher ein Fall von „shit happens“.

  28. Im übrigen ist es schon sehr verwegen jemanden, dessen Fahrzeug zufällig in einen Tieffliegerangriff gerät als außerordentlichen Helden hinzustelllen.
    ——————————————————-

    Aha, bei Ihnen ist ein militärischer Volltreffer unter Kriegsbedingungen nur so rein „zufällige“ Vogelsch****! Das sagt wohl jemand der, obwohl gedienter Soldat, niemals wirklich „Pulver gerochen“ hat! Ob die Millionen Versehrten der beiden Kriege, oder die toten „Zivilisten-Deppen“ in den Luftschutzbunkern das auch so sahen, ist Ihnen ja wohl völlig egal!

  29. Ich denke heute zuallerst an die vielen tausend anständigen Soldaten, an die Familienväter, an die tapferen Männer, die sterben mußten, weil Etappenoffiziere weit ab vom Schuß, wohl versorgt mit Cognac und Nutten Sabotage trieben, Winterausrüstung zurückhielten, Angriffspläne verrieten und wo es nur ging Sand ins Getriebe streuten – und den Tod dieser Soldaten billigend in Kauf nahmen.

    Besonders viel Achtung kann ich vor Systemprofiteuren, die kurz vor Toresschluß noch die Seiten wechseln wollen um die eigene Haut und die eigenen Pfründe zu retten nicht empfinden. Auch Leute, die auf zwei Schultern tragen, die sich für alle Eventualitäten absichern bewundere ich nicht.

  30. Wenn Ihr wirklich Mut hättet, würdet Ihr über die Ereignisse in der Ostukraine berichten, dort beschießt die EU-USA seit Wochen die Zivilbevölkerung mit Bomben, Raketenwerfern und Artillerie und vertreibt Menschen zu Hunderttausenden. Menschen die nur eines wollen, ihr Leben selbstbestimmt leben und nicht wie die EU-USA ihnen vorschreibt.

    Darüber schweigt PI aber lieber, ganz im Sinne der amerikanischen Freunde – obwohl das eine Blaupause ist, wie die EU einmal mit den Menschen hier verfahren wird, die sich weigern das zu tun was die EU von ihnen eines Tages verlangen wird, sondern die ihr Leben selbst leben wollen wie sie es für richtig halten. Immer schön mit den Mächtigen heulen nicht wahr? Dann seid aber bitte auch so konsequent und laßt die Widerstandskämpfer in Frieden. Sie haben mit Euch gar nichts zu tun.

  31. Wenn Stauffenberg heute leben würde, würde es erneut Widerstand organisieren.
    Denn er war alles anders als „bunt“.

    „Weiße Rose“ gibt es ja auch wieder.

  32. Die meisten Widerstands- und Freiheitskaempfer gegen die NS- und Kommunistenverbrecherregime, waeren -politisch, wie rechtlich ausgelegt- auch heute nur „Terroristen“.

  33. 20.Juli 1944 Attentat auf Adolf Hitler
    ich zitiere den Bruder von Stauffenberg- Alexander v. Stauffenberg:
    Aus einem Gedenkartikel aus dem Jahr 1955:
    „Ein echtes Bild der damaligen Zeit müsste in vielen Farben schillern.Man darf nicht den häufig begangenen Fehler wiederholen,es in einer kruden Schwarz-Weiß- Technik nachzumalen. Es ist grober Unfug,sich heute vorzumachen,als ob die Anhänger des Nazi-Regims damals alle Teufel,seine Gegner durchweg Engel gewesen wären. Die wirklichkeit sah anders aus,-das Bild war häufig umgekehrt.“
    Der Jude Walter Lippmann USA 1920:
    „Aber wo alle Nachrichten aus zweiter Hand kommen,….reagieren die Menschen nicht mehr auf Wahrheiten,sie reagieren nur noch auf Meinungen… Das Umfeld,in dem sie handeln,ist nicht mehr die Wahrheit selbst,sondern das Pseudo-Umfeld der Berichte,Gerüchte,und Vermutungen.“

  34. Es sollte nicht verschwiegen werden, dass Georg Elser nicht nur bis 1933 regelmäßig KPD wählte, sondern auch Mitglied des Rotfrontkämpferbundes, der Kampforganisation der KPD, war.

    Sowohl v.Stauffenberg als auch Elser nahmen „Kollateralschäden“ an Nicht-NS-Personal billigend in Kauf. Bei Elser war dies die 30-jährige Aushilfskellnerin Maria Henle, die ihren Ehemann und zwei kleine Kinder hinterließ.

    Dies wird vom Medienkartell weitestgehend verschwiegen. Bedenkenswert ist auch der Umstand, daß Elser eine Diktatur gewaltsam beseitigen wollte, während er sich mit einer anderen solidarisierte.

    Es trifft auch nicht zu, daß Elser heutzutage weitgehend unbekannt bzw. ungerühmt sei. Seit dem Heldenverehrungs-Film von 1989 mit Klaus Maria Brandauer in der Titelrolle gilt kommunistische Subversion ja zunehmend wieder als chic. Mir persönlich war nur die Bronzebüste in Berlin, am Spree-Ufer des Innenministeriums, bekannt. Wikipedia nennt noch weitere Gedenkstätten, die demnächst auf Grund des linken Paradigmenwechsels sicherlich noch zunehmen werden.

    Mein persönliches Fazit ist, daß sowohl v. Stauffenberg als auch Elser als moralische Vorbilder nicht taugen, weil das Blut Unschuldiger an ihren Händen klebt. Kneifel (der mir, muß ich gestehen, bis dato völlig unbekannt war), richtete seinen Zorn gegen ein stählernes Symbol der Tyrannei, war damit moralisch weniger fragwürdig als die beiden Erstgenannten und folgt auf die von Schuld gänzlich unbefleckten Mitglieder der „Weißen Rose“.

  35. Mit dem zweifelhaften Ergebnis, da Hitler den Anschlägen fast unversehrt entkam, in meiner Umgebung zumindest der Eindruck entstand, es bei diesem Mann mit etwas Besonderem zu tun zu haben. Faktisch war das Werbung für Hitler!

  36. Elser wird allein schon deshalb heute nicht mehr erwähnt,weil hier ein einfacher Mann aus dem Volk gegen die Unterdrückung und für die Freiheit gehandelt hat.
    Man stelle sich vor, so etwas wäre Vorbild und würde Schule machen…..

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