imageDie Parlamentswahl in Katalonien am Sonntag versetzten ganz Spanien in Wallung – und Teile der EU mit dazu. Denn das, was eigentlich nur eine Regionalwahl sein sollte, mutierte zu einem Votum über eine Abspaltung Kataloniens vom spanischen Staat. Die Regierung in Madrid, Banken und EU-Partner warnten vor unabschätzbaren Risiken. Doch die Anhänger der Unabhängigkeit setzten sich durch. Und zwar deutlich: Das Unabhängigkeitsbündnis „Junts pel Si“ eroberte 62 der 135 Mandate. Auf die ebenfalls für eine Loslösung von Spanien eintretende kleinere Linkspartei CUP entfielen zehn Sitze im Regionalparlament.

(Eine Wahlanalyse von Peter Helmes)

„Unabhängigkeit, Unabhängigkeit“, riefen rund eineinhalb Millionen Menschen bei der friedlichen Kundgebung zur Diada, zum katalanischen Nationalfeiertag in Barcelona am 11. September – zwei Wochen vor der Wahl. Sie gedachten damit der Niederlage Barcelonas im spanischen Erbfolgekrieg vor mehr als 300 Jahren. Es sind in erster Linie Emotionen, die die Unabhängigkeitsbewegung vorantreiben, die Verklärung der Zeit, als Katalonien eine große Macht im Mittelmeer war. Hinzu kommt, dass die Katalanen überzeugt sind, viel zu viel Steuern an Spanien zu zahlen.

Die Nationalisten werfen Spanien finanzielle Benachteiligung vor: „Ihr wisst, dass wir eine außergewöhnliche Situation erleben. Es ist nicht normal, dass das wirtschaftsstärkste Land eines Staates systematisch die wenigsten staatlichen Investitionen erhält“, sagte der katalanische Regierungschef Artur Mas im Wahlkampf und fährt fort: „Es ist auch nicht normal, dass wir im Namen der Solidarität seit 30 Jahren weniger zurückbekommen, als wir nach Madrid überweisen, was sich negativ auf das Leben hier auswirkt. Es ist auch nicht normal, dass uns ständig in unsere Kompetenzen hineinregiert wird. Und es ist auch nicht normal, dass man Angst um die Rechte der eigenen Sprache haben muss.“

Katalonien werde von Spanien finanziell benachteiligt, die katalanische Kultur und Sprache missachtet, so der Vorwurf. Artur Mas hatte darum die Regionalwahlen am Sonntag zu einer Abstimmung über die Unabhängigkeit erklärt. Seine konservativen Nationalisten traten diesmal gemeinsam mit der Republikanischen Linken und mehreren Parteilosen auf einer gemeinsamen Wahlliste an. Junts pel Sí ist ihr Name, zu Deutsch: „Gemeinsam für das Ja“. Einziger Programmpunkt: die Unabhängigkeit. Weil sich ideologisch so gegensätzliche Partner programmatisch kaum auf konkrete Politik einigen können, überwog im Wahlkampf das nationale Pathos: „Wir haben eine Kraft, die sich nicht aufhalten lässt. Die Kraft unseres Glaubens an uns selbst, daran, was wir machen. Der Glaube an dieses Land, an die Demokratie, an die Mehrheit, an die Mobilisierung der Menschen, an den Sieg durch die Urnen.“

Im Wahlkampf wurde die Zielsetzung klar begründet:

– „Wir sind ein Volk, haben unsere Identität, unseren Glauben, unsere Geschichte. Wir wollen, was uns gehört: Unser Land! 1714 haben die Spanier es uns abgenommen, jetzt wollen wir es wiederhaben. Hoch lebe Katalonien!“

– „Unsere Priorität ist die Unabhängigkeit. Wir sind uns sicher, dass wir uns viel besser selbst verwalten können. Wir zahlen so viele Steuern und bekommen vom Staat so wenig. Die Experten sagen uns, dass ein selbständiges Katalonien viel reicher wäre. Nicht so wie heute.“

Die Unabhängigkeit ist ein Projekt, das die Massen begeistert. Das bestätigten auch die Umfragen, die einen Wahlsieg der Liste Juntos pel Sí ankündigten. Und gerade in diesem Punkt entwarf die andere Seite – also die spanische Regierung – kein Zukunftsmodell, keine Alternative, die den Katalanen etwas zu bieten hätte.

Das könnte z. B. eine Verfassungsreform sein, die Katalonien weitreichendere Zugeständnisse machen würde als die bisherige Autonomieregelung. Alle spanischen Parteien diskutieren darüber, nur die in Madrid mit absoluter Mehrheit regierende Volkspartei hat dies bislang abgelehnt. Doch im Dezember wird in ganz Spanien gewählt – und da stehen die Zeichen auf Sturm. Zwei neue Parteien, die aus Katalonien stammenden Ciudadanos und Podemos, drängen mit Macht ins Parlament. Die Zeit der absoluten Mehrheiten ist dann vorbei, dann könnte auch eine Verfassungsdebatte in Spanien eine neue Chance bekommen.

Fehlende Souveränität

Die Entscheidung in Katalonien berührt auch Europa in seinem Innersten: Seit Jahrzehnten wird in der Europäischen Union nichts anderes praktiziert als eine Aushöhlung der nationalen Souveränität ihrer Mitgliedsstaaten. Sie dürfen keine neuen Zollschranken einführen, ihre eigenen Haushaltsdefizite nicht mehr selbst bestimmen und noch vieles mehr. Die Zersplitterung der Mitgliedsstaaten einerseits und der Ruf nach mehr Rechten und Autonomie für neue Mitgliedsländer andererseits widersprechen der europäischen Dynamik. Beides zusammen geht nicht. Eine katalanische Unabhängigkeit, die auch in anderen Ländern nationalen bzw. nationalistischen Strömungen Aufwind geben könnte, würde eine Ablehnung des politischen Systems an sich bedeuten.

Reich und groß genug

Daß Katalonien reich (und groß) genug ist, auch als separater Staat zu bestehen, kann nicht bezweifelt werden. Die Staatsausgaben sind wegen der üppig gewachsenen Sozialausgaben pro Kopf höher als im Landesdurchschnitt. Katalonien finanziert praktisch den Rest Spaniens. Natürlich würde im Falle einer errungenen Selbständigkeit eine Phase wirtschaftlicher Unsicherheit eintreten, die erst einmal einen Knick in der wirtschaftlichen Entwicklung verursachen könnte. Auf lange Sicht gesehen, würde sich der Lebensstandard der dann separaten Katalanen aber wohl verbessern. Und genau mit diesem Argument warben die Separatisten – mit Erfolg.

Und nicht zu vergessen: Die Katalanen waren und werden ständig gereizt von der Arroganz der Spanier, die sich ganz ostentativ keinerlei Mühe machen, katalanische Eigenheiten, z. B. in der Sprache, zu berücksichtigen – was den Stolz der Katalanen seit jeher verletzt.

Nervenflattern in der EU-Zentrale

Ein Zerfall Spaniens hätte Auswirkungen auf ganz Europa. Das Parlament in Barcelona müßte sich formal neu um eine Mitgliedschaft in der EU bewerben, während der Rest Spaniens automatisch Teil der Gemeinschaft bliebe. In Brüssel fürchtet man allerdings weniger solche Neuverhandlungen als vielmehr eine Art Dominoeffekt an anderen Stellen in der EU: Auch in Flandern, in Nordirland oder im Baskenland usw. gibt es Autonomiebestrebungen. Den Eurokraten in Brüssel dürften jetzt und in naher Zukunft die Nerven flattern angesichts der wachsenden Unruhe innerhalb der EU.


(Der Autor Peter Helmes ist Betreiber des Blogs „Conservo“)

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65 KOMMENTARE

  1. Niemand sollte sich über den Sieg von linken Separatisten über einen klassichen Nationalstaat freuen. Die Balkanisierung Spaniens hat fatale Folgen.

  2. Ich träume jetzt mal:

    Der Freistaat Bayern tritt aus der Bundesrepublik Deutschland aus. Sachsen schließt sich an.
    Mit Österreich, inzwischen FPÖ regiert und Ungarn werden Assoziierungsabkommen geschlossen.

    Südtirol und Venetien schliessen sich an.

    Man tritt aus der EU aus,wirft alle Moslems raus und schließt die Grenzen.

    Der Traum ist so schön, ich will ganz lange nicht aufwachen.

  3. Die Katalanen haben die wirtschaftlich stärkste Region in Spanien.
    Deshalb haben sie die Schnauze voll davon, andere spanische Schwachmaten und EU-Dussels durchzufüttern!

  4. Die Volksumfragen haben diese Diktatoren noch nie aufgehalten. Siehe Krim, etc..

    Nur der Zerfall von Jugoslavien, Lybien, Irak, etc. wird von denen akzeptiert. Wahrscheinlich weil es nichts mit dem Islam zu tun hat.

  5. …Und es ist auch nicht normal, dass man Angst um die Rechte der eigenen Sprache haben muss.“

    Scheint es doch zu sein! Spanisch ist die Sprache vieler Katalanen und aller zugezogenen, und es wird mit einer Konsequenz verfolgt, die bewundernswert ist.

  6. Wenn sich Katalonien tatsächlich abspalten würde (und Spanien sich neu für die EU bewerben müsste), müsste Spanien zurück zu seiner Nationalwährung.
    Für den Euro wären Spaniens Zahlen zu schlecht (ohne Katalonien).
    Das ist wohl der Albtraum für die EU

  7. Sehr gut. Leider will offensichtlich rund die Hälfte der Katalanen trorzdem unter Spanien versklavt sein. Die faulen aber verschwenderischen Rest-Spanier werden von Kataloniwn finanziert.

  8. Summiert man alle Fallscenarien die derzeit die EUdssr erschüttern,muß tief in Deckung gegangen werden,der Saftladen wird uns mit einem mächtigem Knall sehr bald um die Ohren fliegen.

    Übrigens,Staatsgrenzen waren noch nie statisch und Hut ab vor den Katalanen.

  9. Ohne Katalonien müsste Spanien zu seiner Nationalwährung zurück, weil Spaniens Zahlen zu schlecht wären, für den Euro.

  10. Es muss eine Selektion stattfinden.

    Moslems gehören nicht in unser Land. Sie bringen Unfrieden, Tod und Zerstörung! Die Moslems müssen wieder zurückgeführt werden. Sie gehören nicht hier her. Wir werden diese Moslem nie akzeptieren!

    Der Islam gehört NICHT zu Deutschland!

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Flüchtlingsheime in Deutschland:

    Politiker wollen Christen und Muslime getrennt unterbringen

    Werden Christen in deutschen Flüchtlingsheimen von konservativen Muslimen drangsaliert? Politiker und Verbände behaupten das – und verlangen eine getrennte Unterbringung.

    Führende Unionspolitiker machen sich für eine getrennte Unterbringung von christlichen und muslimischen Flüchtlingen stark. Grund hierfür sind Berichte über zunehmende Angriffe auf Christen in deutschen Flüchtlingsheimen. Der ehemalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte der „Welt am Sonntag“: Es sei „traurig, dass eine Unterbringung der Flüchtlinge getrennt nach Herkunftsregion offensichtlich nötig ist“.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-christen-und-muslime-getrennt-unterbringen-a-1054931.html

  11. – „Wir sind ein Volk, haben unsere Identität, unseren Glauben, unsere Geschichte. Wir wollen, was uns gehört: Unser Land! 1714 haben die Spanier es uns abgenommen, jetzt wollen wir es wiederhaben. Hoch lebe Katalonien!“

    Die Katalanen sind ein Volk, wie die Sachsen, Bayern. Der einzige Unterschied besteht darin, dass diese Länder einmal unabhängige Königreiche waren, wie Aragon, Kastilien usw.

    Katalunien war NIEMALS nach der Vertreibung der Mohammedaner unabhängig, es wurde bis 1714 immer von einem Vizekönig regiert,
    war also bis dato nie unabhängig.

    Auch danach war es mit der katalanischen „Unabhängikeit“ nicht weit her.

  12. Diese Entwicklung halte ich für ungut, auch wenn ich die ökonomischen Argumente der Katalanen verstehe und mich sehr über das Nervenflattern in Brüssel. Die nationale Integrität Spaniens sollte erhalten bleiben, nach meinem Dafürhalten.

  13. #5 Erich_H (28. Sep 2015 11:12)
    Was für ein schreckliches Foto! Diese Separatisten! Dieses Pack!

    Soll das jetzt Satire sein?

  14. +++Brüssel in Ausnahme zustand +++
    Hoher Apperatschick zu dpa:
    Uns läuft die Zeit weg, Katalonien, Österreich
    Und in Deutschland-Ost das Pack wacht auf!

    Viele der EU Abgeortneten haben jetzt Angst das ihre Futtertröge Wegbrechen.
    Als Beispiel gilt auch der Deutsche Schulz der nach seiner Pleite als Buchhändler schon mal vor dem nichts Stand und jetzt als Politiker Darsteller ein Sorgenfreies Leben führt.
    Die Existenz der EU Beamten sei mittlerweile
    Gefährdet was soll aus uns werden ohne Pensionen Ansprüche? Wird brauchen ein vereinigte Europa sofort!
    Sonst sehen wir in Brüssel Schwarz…

  15. Ob man das nun gut findet oder nicht, so zeigt dieser Drang nach Eigenständigkeit überall in Europa, daß sich die Menschen ihrer Identität und Volkszugehörigkeit besinnen.

    UND DAS IST SEHR GUT SO.

    Ja, es ist zwingend notwendig, damit wir die EU und den ISLAM los werden!!!!!

  16. Nachrichten Die Welt
    Trennung nach Religion
    Flüchtlinge: Polizei sieht sich an der „absoluten Belastungsgrenze“
    Aggression vorbeugen

    Jetzt sollen die friedliebenden Flüchtlinge getrennt untergebracht werden.
    Dann werden Asylheime angegriffen werden und man hat auf jeden Fall die Täter.

  17. Wenn es in Deutschland so weitergeht, dann ist es möglich, das sich „Mitteldeutschland“ auch Dunkeldeutschland genannt, auch wieder loslöst von „Buntland“.

    Der Westen versteht den Osten nicht und der Osten hat die Schnauze voll von Besser-Wessis wie Claudia Roth, Özdemir oder Gabriel und Oppermann, nur einige aufgezählt.

    Die Bürger Mitteldeutschlands erkennen langsam, das sie von der Irrenanstalt „DDR“ nur in die Irrenanstalt „BRD“ verschoben worden sind, die mit ihrer Gloria-EU und der NATO das weitaus schlimmere Übel ist.

  18. Der Ausgang dieser Wahl ist ja eine totale Überraschung! Erinnere ich mich falsch oder haben die Lügenmedien nicht behauptet die Unabhängigkeits Befürworter wären in der Minderzahl? Da bin ich ja mal gespannt auf die Präsidentschaftswahl in den USA wo Trump von unseren Medien immer als Dussel dargestellt wird. Bei internationalen Wahlen stoßen die Realitätsverschiebungen „unserer“ Einheitsmedien an ihre Grenzen!

  19. Warum fodert PEGIDA nicht den Austritt von SACHSEN aus der BRD? Ich werde das Lutz Bachmann bei Facebook mal schreiben.

  20. Es ist einigermaßen amüsant, wie diverse Kommentatoren immer wieder versuchen, bei diesen Themen die Quadratur des Kreises zu schaffen. Da wird dann geflissentlich darüber hinweg gesehen, dass die nach Unabhängigkeit strebenden Parteien (1) eher links sind und (2) ganz ausdrücklich eine Mitgliedschaft in der EU abstreben. Das gilt für Katalonien oder war auch in Schottland der Fall. Aber klar: Die Welt ist schöner, wenn man sie sich zurechtlügen kann.

  21. Seine konservativen Nationalisten traten diesmal gemeinsam mit der Republikanischen Linken und mehreren Parteilosen auf einer gemeinsamen Wahlliste an. Junts pel Sí ist ihr Name, zu Deutsch: „Gemeinsam für das Ja“.

    Davon kann man in Deutschland nur noch träumen: von einer patriotischen Linken. Das war nicht immer so. Ernst Thälmann sagte einst:

    „Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk, und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation, eine ritterliche, stolze und harte Nation. “
    http://www.thaelmann-gedenkstaette.de/GSETHP/Brief.html

    Heute sind die Kommunisten, allen voran Gregor Gysi, die leidenschaftlichsten Vernichter alles Deutschen. Und alle Charakterisierungen Thälmanns („ritterlich, stolz, hart“) sind ohnehin Makulatur.

  22. Erstmal SUPER -Catalunya- guter Anfang und jetzt volle Kanne durchziehen!

    Die von Madrid akzeptierten 17.000 Flüchtlinge, sind alle brav in Catalunya und im Baskenland untergebracht worden, bis auf einen Sack, der in Madrid jetzt Fußballtrainer sein darf.

    Nicht nur wegen des Geldes, auch wegen der Überflutung mit Moslems, die in Catalunya immer mehr Forderungen stellen und immer frecher und dreister werden. Ist noch kein Thema, wird aber sicher kommen.

    Wer sich mit dem Saftladen EU beschäftigt, über 700 Politik-Hohlköpfe und einem Mitarbeiterstab von 50.000, verschlingt dieser Apparat Unsummen von Steuergeldern, die zusätzlich zu den Ausgaben für den eigenen Staats-Apparat aufgebracht werden müssen.
    Diese, fast 51.000 von der EU finanzierten Rumsitzer und große Töne Spucker, basteln an neuen Verordnungen und Gesetzen, die so ziemlich alles in die Tonne treten. Wie war das noch mit: EU schreibt vor, wie eine Deutsche Brezel beschaffen sein muss? Die EU schreibt vor, was bei Festen von Vereinen ‚eingehalten‘ werden muss? Und seit einiger Zeit ist da, dieser völlig nutz- und sinnlose Verein: „Europäischer Rat für Toleranz und Versöhnung“!
    Was diese Schwachmaten zusammen gebastelt haben wird hier erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=yys_eSotF-k
    Die Milliarden, die durch die EU sinn- und planlos verpulvert werden, möchte ich jetzt nicht erwähnen.

    Seit Jahren sage ich: „Wir leben in einem modernen Mittelalter!“, ab heute sage ich: „wir leben in einem modernen Mittelalter – Tendenz fallend!“ Deshalb bin ich der Meinung: Weg mit diesem ganzen EU Zinnober – diese Horde bringt nichts, außer Kosten, Kosten, und noch mehr Kosten.

  23. Es ist nicht normal, dass das wirtschaftsstärkste Land eines Staates systematisch die wenigsten staatlichen Investitionen erhält“, sagte der katalanische Regierungschef Artur Mas.

    Doch, das ist normal, das ist bei solchen Gebilden immer so: EUdSSR –> Deutschland, Deutschland –> Länderfinanzausgleich, etc.

    II
    Hinzu kommt, dass die Katalanen überzeugt sind, viel zu viel Steuern an Spanien zu zahlen.

    Das denken die Flamen im Kunststaat Begien auch. Übrigens, lange nichts mehr vom „Vlaams Belang“ gehört.

  24. Die FDP ist auch schon aufgewacht für ihr Klientel und gibt bekannt:

    „Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Katja Suding hat vor einer Beschlagnahme von leeren Gebäuden für Flüchtlingsunterkünfte gewarnt. Die möglichen Zwangsmaßnahmen seien „brandgefährlich“, sagte die FDP-Politikerin im Gespräch mit der „Thüringischen Landeszeitung“. „Man muss sich dann nicht wundern, wenn irgendwann die Stimmung kippt“.

    Als wenn die Bürger in Thüringen jetzt auf die Straße gehen NUR für die „Immobilienbesitzer“ – ohne Worte das ganze.

  25. #15 Mautpreller (28. Sep 2015 11:43)

    Die Existenz der EU Beamten sei mittlerweile
    Gefährdet was soll aus uns werden ohne Pensionen Ansprüche?

    Wo steht denn, das eine Reduzierung der EUdSSR zu Pensionskürzungen führen würde? Nirgends!

    Die Pensionen wurden von der EUdSSR zugesagt und werden von ihr auch bezahlt werden, im Falle des Falles allerdings von einer kleineren! Folge: Die darin verbleibenden Staaten haben höhere Pensionslasten an der Backe!

  26. KÖNIGSBERG FÜR UNABHÄNGIGKEIT

    Es wäre doch mal interessant, wenn man in Königsberg ein ähnliches „Referendum“ über eine zukünftige Ausrichtung abhalten würde.

    Ich befürchte aber, dort würden die Initiatoren das nicht überleben.

  27. Bei einer Fahrscheinkontrolle rastete eine 24-jährige Frau aus Sierra Leone am S-Bahnhaltepunkt St.-Martin-Straße aus. Sie verletzte sich selbst und zwei Mitarbeiter des S-Bahnprüfdienstes leicht. Anlass waren Streitigkeiten wegen des Fahrscheines. Die Frau aus Westafrika wurde in der S-Bahn (S3 Richtung Mammendorf) kontrolliert und wollte das Gespräch wegen der Fahrscheinkontrolle nicht unterbrechen. Im Verlauf des Streits riss die Frau, die in Unterhaching wohnt, einem Kontrolleur das elektronische Kontrollgerät aus der Hand. Die Frau kratzte einen 32 Jähriugen und eine 33-jährige Mitarbeiterin des S-Bahn-Prüfdienstes. Gegen die Frau wird nun wegen Körperverletzung ermittelt.

    https://www.muenchen.tv/sexuelle-belaestigung-schlaegereien-gleisstuerze-das-sind-die-polizeifaelle-vom-samstag-128191/

  28. Da alle Medien derzeit damit beschäftigt sind, den Separatisten die Mehrheit bei den Gesamtstimmen abzusprechen, hier einige Zahlen, wie sie noch(bis zur nächsten Zensurwelle) in der Wikipedia stehen:

    Die Kandidatur Catalunya Sí que es Pot hat zur Frage nach der Unabhängigkeit keinerlei Aussage gemacht. Ähnlich gestaltete sich dies für die ehemalige Schwesterpartei der CDC, Unió, die sich ebenfalls nicht klar positioniert hat.

    Stellt man die beiden Optionen Pro und dezidiert Contra eine Unabhängigkeit nebeneinander, dann würde das Verhältnis zwischen diesen beiden Lagern und den Unentschlossenen folgendermaßen aussehen:

    Pro Unabhängigkeit = 48,81%
    Nicht klar positioniert = 13,07%
    Contra Unabhängigkeit = 38,12%

  29. Allein , das die „Nationalisten“ Kataloniens in unseren Systemmedien so wohlwollend behandelt werden , zeigt mir deren Geisteshaltung . Was haben diese linken Idioten mit Nationalismus am Hut ? Ich habe nicht einmal vernommen , dass sie gegen die Islamisierung oder Überfremdung Kataloniens demonstriert haben ! Da ist der Spanier natürlich der wahre Feind – was für ein Hohn !!!

    Sollen sie ruhig Spanien verlassen – dann aber auch FC Barcelona aus der ersten Liga Spaniens . Das wäre dann der Untergang dieses Vereins .

    Genau wie die Basken sind diese „Nationalisten“ für mich Linksradikale , die mit Nation so viel am Hut haben wie Merkel mit Deutschland .

  30. #30 Verschaerft (28. Sep 2015 12:16)

    KÖNIGSBERG FÜR UNABHÄNGIGKEIT

    Es wäre doch mal interessant, wenn man in Königsberg ein ähnliches „Referendum“ über eine zukünftige Ausrichtung abhalten würde.

    Ich befürchte aber, dort würden die Initiatoren das nicht überleben.

    Leider völlig falsch.

    Ein solches Konstrukt wurde von allen Seiten vor einigen Jahren diskutiert. Der angedachte Name war „Prussialand“. Die Anrainerländer hatten damit ebensowenig ein Problem wie die Anwohner selbst. Auch Russland war der Idee gegenüber durchaus offen.

    Es gab aber einen Staat, der in dieser Sache ein Wörtchen mitzureden hatte und das Projekt vehement ablehnte.

    Es darf geraten werden, um welchen Staat es sich dabei handelte (nein, Polen war es nicht).

  31. #34 Stefan Cel Mare (28. Sep 2015 12:59)

    Wieder einmal – wie regelmäßig – an der Sache vorbeidiskutiert.

    Hat Katalonien irgendwo „nachgefragt“, ob es ein sogenanntes Referendum abhalten wolle?

    Also wen hätte „Kaliningrad“ (eine Gegend mit dem HEUTIGEN Namen eines Verbrechers!) also fragen sollen, ob es für SICH SELBST die Unabhängigkeit anstrebt?

    Ist aber ohnehin nur theoretisch.

    Wer nicht einmal dazu fähig ist, den Kriminellen „Kalinin“ aus seinem eigenen Namen zu verbannen, soll gefälligst da bleiben, wo es hingehört. Im Riesenreich eines Psychopathen.

  32. @ #30 Verschaerft

    Gorbatschow hat doch „Königsberg“ 1989 dem Kohl mit angeboten. Nur Kohl sagte danke – NEIN nicht.

    Ansonsten können sie ja gerne ein Referdendum dort abhalten lassen:

    Ethnisch besteht die Bevölkerung zu 77,9 % aus Russen; 8,0 % sind Weißrussen, 7,3 % Ukrainer, 1,9 % Litauer, 0,6 % Deutsche und 0,5 % Polen.

  33. #35 Verschaerft (28. Sep 2015 13:17)
    #34 Stefan Cel Mare (28. Sep 2015 12:59)

    Wieder einmal – wie regelmäßig – an der Sache vorbeidiskutiert.

    Eher nicht. Es ging um die abwegige Behauptung, die Initiatoren würden es nicht überleben, ein solches Projekt zu initiieren.

    Und die ist nachweislich falsch. Die damaligen Initiatoren leben alle noch.

  34. #1 TanjaK (28. Sep 2015 11:01)

    Ich verstehe nicht ganz, was Sie damit meinen. „Balkanisierung“ ist doch die „Nazi-Keule“ der Eurokraten und Staats- wie Volksauflöser, um jegliche Selbständigkeitsbewegung zu diskreditieren. Auf deren Seite stehen Sie doch nicht, oder?

  35. #37 Stefan Cel Mare (28. Sep 2015 13:22)

    Wie können Sie sich da so sicher sein, dass diese Menschen noch leben?

    Und wenn sie „alle“ (Sie scheinen ja wirklich gut über Putin´s „Aktivitäten“ informiert zu sein) tatsächlich noch leben sollten, stellt sich doch nur die Frage, in welchem GULAG sie denn auf ihre „Begnadigung“ durch Vladimirdenallergütigsten warten?

  36. #38 Religion_ist_ein_Gendefekt (28. Sep 2015 13:25)

    Das „Lustige“ daran ist, dass gerade die EU-Fans damals nicht genug unabhängige Staaten in Ex-Jugoslawien bekommen konnten.

    Kommt halt immer darauf an, wer gerade Unabhängigkeit will – und warum.

  37. #39 Verschaerft (28. Sep 2015 13:33)

    #37 Stefan Cel Mare (28. Sep 2015 13:22)

    Wie können Sie sich da so sicher sein, dass diese Menschen noch leben?

    Fair enough – mittlerweile könnten einige an diversen natürlichen Ursachen gestorben sein. Es ist immerhin etwa 10 Jahre her.

    Und wie schon erwähnt, die russische Seite war seinerzeit solchen Ideen gegenüber durchaus offen. Es war natürlich die „Nie wieder Deutschland!“-Fraktion, an der das Projekt gescheitert ist. Claudia Roth muss Tobsuchtsanfälle bekommen haben.

  38. Ein leidenschaftlicher Katalane war ja auch der Jahrhundert-Cellist Pablo Casals.

    Da wir gerade bei Musik sind:
    ¡Vamos! ¡Catalanos!

    Pixies: „Vamos“
    https://www.youtube.com/watch?v=0almdLf6yn0

    Hier kommen die Pixies nochmal spanisch:

    Pixies: Isla de Encanta
    https://www.youtube.com/watch?v=crTZ7Ier5JE

    Nuestro propio animal canta a la gente pa’gratis,
    Hey babe what are we doing here?
    Laaaaa, Loooh, Patria.
    Isla del encanta,
    Me voy!

    Geiler Song! Laut hören! LAUT!

  39. Spanien könnte so leicht wieder auf die Beine kommen:
    Abschaffen der teuren und verrotteten Monarchie
    Verkauf der Exklaven Ceuta und Melilla an Marokko
    Beteiligung der katholischen Kirche an den Schulden. Das wäre wohl die Nagelprobe auf die ganzen sozialen Appelle des Oberpfaffen.
    Katalanisch ist kein spanischer Dialekt, sondern eine eigenständige romanische Sprache und Amtssprache in Andorra. Das haben die Spanier seit Franco nicht berücksichtigt und damit Abspaltungstendenzen gefördert.

  40. 1.) Die Katalanen brauchen sicherlich keine Angst um ihre Sprache zu haben, die ist mittlerweile allüberall im öffentlichen Leben (Schulen, Presse, Ämter, …) der Region quasi als Erstsprache etabliert, das ‚eigentliche Spanisch‘ (Castellano) mutiert demgegenüber mehr und mehr zu einer Art Fremdsprache, dessen originäre User fast Grund hätten, sich ihrerseits diskriminiert zu fühlen.
    Die katalanischen Separatisten könnten vielleicht doch mal zur Kenntnis nehmen, dass General Franco (unter dem sie -extrem zurückhaltend gesagt- wahrlich nichts zu lachen hatten) seit nunmehr 40 Jahren tatsächlich tot ist, sein System mit der Verfassung von 1978 (der man bei einem Referendum auch in Katalonien mit sehr großer Mehrheit zustimmte) formal überwunden und sein eventuell noch schwebender Ungeist spätestens 1981 (gescheiterter ‚Putsch‘-Versuch) weitgehend verscheucht worden ist.

    2.) Angesichts der enormen Propaganda-Maschinerie, mit der Herr Mas & Co. nicht erst seit der obskuren ‚Volksbefragung‘ im November 2014 diese Regionalwahlen, eigens zum Zweck einer Zustimmung zum separatistischen „Sí“ vorgezogen, zum Volksentscheid über die Unabhängigkeit zu missbrauchen gedachte, und angesichts der rekordmäßigen Mobilisierung der Wähler in Katalonien (ca. 78% Beteiligung), ist es erstaunlich, von einem Sieg der Unabhängigkeitsbefürworter zu reden, wenn das ‚Mas-Bündnis‘ ca. 40% und die CUP ca. 8% der Stimmen erhalten haben, also ca. 48%.

    Die Mehrheit im Parlament (wenn man die Sitze aller drei Parteien addiert mit 72 von 135 also ca. 53%) ergibt sich aus den merkwürdigen Eigenheiten und mathematischen Ungereimtheiten beim d’Hondtschen Auszählungsverfahren, wie es auch hier in Deutschland üblich ist (ohne dass es dadurch zu rechtfertigen wäre, wenn Parteien/Koalitionen, die keine Mehrheit der Stimmen haben, diese trotzdem an Sitzen im Parlament kriegen).

    Ca. 52 der katalanischen Wähler haben (so man die Wahl denn als Ja/Nein-Wahl sehen will) nicht explizit für eine übrigens verfassungswidrige Loslösung von Spanien gestimmt, trotz ‚Sí-Propaganda‘ und Massenmobilisierung.
    Es ist allerdings zu befürchten, dass das weder Herrn Mas noch seine noch extremistischeren ‚Verbündeten‘ interessieren wird.
    Aber noch(!?) ist Spanien in den aktuellen Grenzen vielleicht nicht ganz verloren:
    ¡Viva España!

  41. #44 Verschaerft (28. Sep 2015 14:26)

    Danke für den Tip. Wirklich klasse, hört und sieht man immer wieder gern.
    Versprüht Lebensfreude pur, wobei hier natürlich der keltisch-irische Einfluß stark dominiert. Aber auch ein Großteil der Latin Music ist pure Lebensfreude, zum Beispiel:
    https://www.jazzradio.com/latinjazz

    Natürlich gibt es auch die melancholische Seite (Tango!), aber das ist ja auch ganz – eben: „natürlich“: Kein Pol ohne Gegenpol!

    Es fällt übrigens eine gewisse, zum Teil erhebliche Verwandtschaft zwischen dem Keltisch-Irischen (oben) und der amerikanischen populären Musik auf, ist ja auch klar bei irischen Einflüssen (Einwanderer!). Sehr schön zu hören hier:

    Aaron Copland: Hoe Down from „Rodeo“: https://www.youtube.com/watch?v=er8JloGJhAQ

  42. Äh… zu oben:
    „Ca. 52 der katalanischen Wähler haben…“

    Korrektur: 52 PROZENT, natürlich!

    (wäre sonst tatsächlich etwas arg wenig ;-))

  43. an #24 funfvorzwolf:

    Es ist einigermaßen amüsant, wie diverse Kommentatoren immer wieder versuchen, bei diesen Themen die Quadratur des Kreises zu schaffen. Da wird dann geflissentlich darüber hinweg gesehen, dass die nach Unabhängigkeit strebenden Parteien (1) eher links sind und (2) ganz ausdrücklich eine Mitgliedschaft in der EU abstreben.

    Lassen Sie sich nicht von den Medien verwirren. Es handelt sich hier tatsächlich um ein „breites Bündnis“ (oh je, schon wieder ein Unwort!). Die Kommunisten sind die, die in dem Bericht als Linke bezeichnet werden und zehn Sitze im Parlament erreicht haben. Das andere Bündnis mit 62 Sitzen besteht aus Parteien aus dem gemäßigt linken Spektrum und bürgerlich Konservativen. Also kann man davon ausgehen, daß dahinter tatsächlich „Das Volk“ steht und nicht irgendwelche verrückten Eliten.

    Das mit dem Eintritt in die EU macht mir allerdings auch zu denken 😉
    Jedoch wollen die Katalanen damit zeigen, daß sie sich nicht aus irgendeiner Verantwortung stehlen möchten, daß die hälfte der aktuellen EU-Mitglieder sogar kleiner sind als Katalonien und die Beitrittsbedingungen müßten noch verhandelt werden, im Verhandeln sie die Katalanen gar nicht so dumm. Außerdem soll das alles im Laufe der nächsten eineinhalb Jahre geschehen. Mal schauen, ob es die EU dann noch gibt. 😉

  44. #46 Biloxi (28. Sep 2015 15:29)

    Ich sehe, wir sind auf einer Wellenlänge.

    Bin zwar kein Ami-Freund mehr (war ich ganz früher einmal), aber die Musik von Aaron Copland (in dem Sinne gefühlt kein Ami, weil Schüler von Nadja Boulanger) ist genial (!). Leider hier in Europa nahezu unbekannt.

    Und (der von Ihnen erwähnte) Hoe Down is absolutely Best !

    Nebenbei bemerkt: Wenn ich hiermit den „Anspruch“ von irgendwelchen Primitivvölkern vergleiche, mit ihren Geräuschen ernst genommen zu werden, wird mir ganz anders.

    Solch eine Musik – wie Sie sie beschreiben – ist Kultur live!

    Und diese Art von Musik wird es auch immer geben.

  45. 94 % OT
    Zu den Latino-Einflüssen in der amerikanischen populären Musik zweimal Herb Alpert & The Tijuana (!) Brass

    Einmal traurig: The Lonely Bull
    https://www.youtube.com/watch?v=16B5Xm8_IKw

    Und einmal froh: Spanish Flea
    https://www.youtube.com/watch?v=UWaPZQajFIk

    Ganz getreu der Maxime des großen Denkers Roberto Blanco:

    Heute so, morgen so, einmal traurig, einmal froh
    ja die Liebe kommt und geht so schnell vorbei
    heute so, morgen so, einmal wirst Du wieder froh
    und mit etwas Glück verliebst Du Dich auf’s neu
    🙂 🙂

  46. Wo Katalonien mit gutem Beispiel vorangeht… da können auch wir Deutsche endlich unsere Unabhängigkeit fordern. Mit unseren Ostgebieten Ostpreußen, Pommern und Schlesien?

    Nur nochmal zur Erinnerung, Stichwort „Wiedervereinigung“:

    Auf die Frage, ob im Zusammenhang mit einer Vereinigung Mitteldeutschlands mit der BRD auch eine Angliederung der fremdverwalteten deutschen Ostgebiete in Aussicht gekommen war, hatte Gorbatschow freimütig geantwortet:

    “Ja, das wollte ich. Wir hatten die Universität in Moskau beauftragt, Pläne für die Wiedervereinigung Deutschlands mit seinen polnisch besetzten Teilen auszuarbeiten. Aber bei den 2-plus-4-Verhandlungen mußte ich zu meinem Erstaunen feststellen, daß Bundeskanzler Helmut Kohl und sein Außenminister Hans-Dietrich Genscher die deutschen Ostgebiete – Ostpreußen, Pommern und Schlesien – gar nicht wollten.

    Die Polen wären bereit gewesen, die deutschen Provinzen an Deutschland zurückzugeben. Aber der deutsche Außenminister Genscher hat die polnische Regierung in Warschau bekniet, an der Oder-Neiße-Linie festzuhalten.

    “Die Deutschen akzeptieren diese Grenze,” waren seine Worte “nur die DDR sollte angegliedert werden”.

    Wann kommen diese Volksverräter vor Gericht?

  47. Bin zwar kein Ami-Freund mehr …
    #49 Verschaerft (28. Sep 2015 15:42)

    Ich bin immer noch ein großer Freund des Amerikanischen, selbst mein Nick ist ja (indianisch-) amerikanisch, bin ein großer Fan der amerikanischen Kultur und Ästhetik im Allgemeinen und der Musik im Besonderen. Und ich schätze sehr die freiheitliche Mentalität der Amerikaner, dieses grundsätzliche Mißtrauen gegenüber dem Staat, wobei sie allerdings ihre Army lieben und ihren Sheriff respektieren – alles genau umgekehrt wie hierzulande.

    Politisch war ich in meiner Vor-Blog-Zeit auch noch ein Freund Amerikas, was allerdings, wie ich jetzt erkannt habe, erstens reichlich naiv war und zweitens auf purer Unwissenheit beruhte. Je mehr ich in den letzten ca. acht Jahren erfuhr, desto kritischer wurde ich – und bin heute regelrecht feindlich!

    Ich war tatsächlich früher so naiv und habe deren Sprüche („Demokratie“, hahaha) weitgehend abgenommen. Vorbei! Aber gründlich!

    Auch was WK I und WK II betrifft, sehe ich das heute auch völlig anders. Und sage: Der Kriegseintritt der USA 1917 hat Deutschland für alle Zeit das Genick gebrochen! So viel nur in aller Kürze, dazu könnte man noch vieles, vieles sagen.

  48. Mich würde einmal die Rechtslage interessieren, ob ein „neugegründeter Staat Katalonien“ die Schulden Spaniens teilweise übernehmen müsste.

    Nach meinem Wissen ist das NICHT der Fall.

    PS: Das Guthaben der Katalanen ist dann natürlich auc weg – könnte aber mit einer neuen Währung verrechnet werden.

  49. #52 Biloxi (28. Sep 2015 16:06)

    Ja, das ist richtig. Unendliches Thema.

    Habe u.a. Amerikanistik am JFK-Institut studiert. Grober Fehler. War damals zu naiv.

    Als man mir dann sogar noch „amerikanisch“ einbleuen wollte, musste ich fliehen. Erinnere mich an einen Spruch eines Dubliners zu meinem irischen Bekannten (begabter Freizeitmusiker). „You are an insult to Irish music!“ So also wie hier. „Your language is an insult to every educated Englishmen“.

    Ich bin ein liberaler Konservativer oder konservativer Liberaler.

    Mich widert dieses alberne Getue in den USA um die (von anderen definierte!) „Staatsräson“ an, die alles aber auch alles rechtfertigen können solle. So nach dem Motto, „Behinderung der Justiz ……, völlig unpatriotisch“. Das ist das gleiche Rechtfertigungsschema für die Willkür, die Putin betreibt. Das Individuum zählt gar nichts. Der Staat (und damit dessen Interessen) sind immer und zu jeder Zeit alles. So bin ich nicht erzogen worden.

  50. #52 Biloxi (28. Sep 2015 16:06)

    Ich kann es wirklich nicht verhehlen, ich bin mit meinem Kulturgeschmack sehr europäisch.

    Wenn wir schon bei Bravourstücken sind, hier zeigt Olivier Latry (Titular Organist in Notre Dame) den leicht erstaunten Amis, wie die Toccata von Ch. M. Widor gespielt wird.

    Wenn es möglicherweise solche Kulturgüter wie diese Musik dank der Selbstzerstörungswut der (deutschen) Politiker eines Tages nicht mehr geben sollte ………… Na ja, ich werde es nicht mehr erleben. Aber allein die Möglichkeit, dass so eine sinnlose Zerstörung denkbar ist, bringt mich um den Schlaf.

    https://www.youtube.com/watch?v=Idfou5-jW88

  51. Also von mir aus kann sich Bayern als Hauptislamierer auch abspalten.
    Ich brauche kin ZIM in Deutschland!

  52. Mich widert dieses alberne Getue in den USA um die (von anderen definierte!) „Staatsräson“ an, die alles aber auch alles rechtfertigen können solle. So nach dem Motto, „Behinderung der Justiz ……, völlig unpatriotisch“.
    #54 Verschaerft (28. Sep 2015 16:31)

    Ja, richtig. Amerika entfernt sich seit Jahren rapide von seinen Wurzeln und seinen Idealen (ich meine jetzt nicht: außenpolitisch; da waren sie schon immer aggressive Verbrecher), nein: was das freiheitliche Staatswesen angeht, und auch die Geißel Political Correctness stammt ja bekanntlich aus den USA. Das beklagen ja am lautesten die Freiheitlichen (nicht: die „Liberals“!) in den USA selbst, zum Beispiel der Schriftsteller Philip Roth, um nur einen von vielen zu nennen. Amerika ist heute „unamerikanisch“.

    II Schwer OT
    Zum anderen „Amerikanischen“, dem Kulturellen im weitesten Sinne, und natürlich spielt dabei das Subjektive eine entscheidende Rolle, der ganz persönliche Geschmack. In jungen Jahren, mit zwölf, sah ich den Western-Klassiker „The Big Country“ (1958, deutsch „Weites Land“), und die Musik hat mich einfach umgehauen:
    https://www.youtube.com/watch?v=bNr7_JU-UxY

    Komponist Jerome Moross dazu (aus Wiki):

    His best-known film score is that for the 1958 movie The Big Country, for which he was nominated for an Academy Award for Original Music Score. According to Moross, he composed the main title after recalling a walk he took in the flat lands around Albuquerque, New Mexico, during a visit in October 1936, shortly before he moved to Hollywood.

    Es ist also etwas sehr „Amerikanisches“. Und da fuhr und fahre ich nun mal drauf ab, so etwas kann man nicht weiter erklären: „Wo die Liebe hinfällt … “ 🙂

    Natürlich habe ich von Moross alles, was man kriegen kann, er hat übrigens auch eine Sinfonie geschrieben, und: Mitte der 1930er Jahre begann er die Musik für zahlreiche Broadway Shows zu schreiben. Von 1940 an verlagerte er seinen Tätigkeitsbereich als Arrangeur, Orchestrator und Dirigent nach Hollywood. Dort arbeitete er häufig mit anderen namhaften Komponisten zusammen wie Aaron Copland, Franz Waxman oder Hugo Friedhofer. (aus Wiki)

    Es ist nicht nur die Titelmelodie klasse, die es übrigens zu großer Bekanntheit brachte, es ist die gesamte, sehr ausgefeilte, sehr opulente Musik zu „Big Country“ klasse. Der Main Title wurde öfter adaptiert, zum Beispiel von „Emerson, Lake and Palmer“ und von „MC Tunes and 808 State“ (in „The Only Rhyme That Bites“; Anfangsseqeunz, Streicher). Hier eine sehr nettes Video von „Atomic Kitten“, ihr Stück besteht wesentlich aus „Big Country“:
    http://www.myvideo.de/watch/3489235/Atomic_Kitten_I_Want_Your_Love

  53. Ich kann es wirklich nicht verhehlen, ich bin mit meinem Kulturgeschmack sehr europäisch.
    #55 Verschaerft (28. Sep 2015 16:44)

    Ich auch. Das schließt einander nicht aus. Ich bin auch fasziniert von der japanischen Kultur. Und vor allem und in erster Linie bin ich DEUTSCH. Was für eine einzigartige, großartige Kultur! Das ist ja gerade das Schöne an der „Vielfalt der Kulturen“: Man kann vieles lieben. Und „Multikulti“ ist eben das genaue Gegenteil davon!

    Um die japanische Kultur zu schätzen, muß man nicht fünf Millionen Japaner im Land haben. Was mir allerdings immer noch bedeutend lieber wäre als fünf Millionen Dingsda, aber auch mit massenhaft Japanern gäbe es große Probleme; wann immer verschiedene Kulturen nebeneinander auf einem Territorium existieren, gibt es Probleme!

    Ich fahre ja auch ab auf die amerikanische schwarze Musik, und auch dazu brauche ich nicht Hunderttausendes oder Millionen „Afroamerikanerinnen und Afroamerikaner“ in MEINEM Land zu haben!

  54. Wenn Katalonien in der EU verbleiben möchte, ist es dann nicht egal, ob Katalonien nun Spanien direkt alimentiert, oder ob die Alimentierung dann über die EU erfolgt?

    Wenn Katalanien in der EU verbleiben möchte, ist es dann nicht ebenso egal, ob national-katalanische Gesetzgebung von Spanien oder von der EU ignoriert und an die einheitliche EU-Linie angepasst wird?

    Solche Überlegungen dürften den Katalanen nicht fremd sein, also halte ich diverse Aussagen wie „wir wollen zwar weg von Spanien, aber wir bleiben in der EU“ für mindestens unlogisch.
    :mrgreen:

  55. #55 Verschaerft (28. Sep 2015 16:44)

    Jau, Widors Toccata, klasse!
    Auch in diesem Stil, und auch sehr schön:

    Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 (Orgelsinfonie), II. Satz
    https://www.youtube.com/watch?v=kb4pIJ8pIuI
    (empfohlen: ab 8:30 Uhr)

    Frappierend ist übrigens die Ähnlichkeit von Widors Toccata mit – eben „The Big Country“! In Harmonik und Rhythmik! Das ist mir schon vor Jahrzehnten aufgefallen! Wirklich ein Ding! Bei der Rhythmik zum Beispiel hier:

    The Big Country: Blanco Canyon Sequence
    https://www.youtube.com/watch?v=9SDYkONnfCw
    (ab 3:05!!)

  56. Die Holländer werden auch frech:
    Die Initiative http://geenpeil.nl/ hat gestern deutlich mehr als die erforderlichen 300000 Unterschrifen für eine Volksabtimmung vorgelegt. Das Volk sei wegen EU-Erweitung nicht gefragt worden. Wenn Premier Rutte das verliert: „Hoera! Hopelijk het begin van het einde van de macht in Brussel.“

  57. Dem spanischen Staat geht der Allerwerteste im Moment mächtig auf Grundeis. Denn, falls sich Katalonien mit seiner Forderung nach Unabhängigkeit durchsetzen sollte, werden weitere Regionen Spaniens ebenfalls die Unabhängigkeit fordern.

    Zuerst wäre da das Baskenland, nach Katalonien die grösste Industrieregion Spaniens, sowie die Balearen und die Kanaren als wichtige Touristenzentren (auf beiden Inselgruppen existieren separatistische Bewegungen).

    Galizien ist zwar wunderschön – die Landschaft kann man in etwa mit der Irlands, vergleichen – und hat eines der besten Biere der Welt (Estrella Galicia), ist aber ansonsten leider sehr arm (Grosstädte wie Vigo oder La Coruña mal ausgenommen). Dort hat es sich aber auf Grund der Transferzahlungen aus Gegenden wie Katalonien, dem Baskenland und den Balearen ganz gut leben lassen. Sollten diese Zahlungen wegbrechen, würde das auch den galizischen Nationalismus erstarken lassen. Spanien würde über kurz oder lang nicht mehr existieren, beziehungsweise nur noch als, hauptsächlich agrarwirtschaftlicher, Torso, mit einer finanzstarken Region um Madrid in der Mitte.

    Dieser wiedererstarkte Nationalismus, der eher ein Regionalismus ist, würde sich auf andere Länder Europas ausbreiten, z.B. auf die Bretagne und das Elsass in Frankreich, Wales in Grossbritannien, Friesland in den Niederlanden, und von Belgien wollen wir hier erst gar nicht reden.

    Dies alles kann nicht im Sinne der EUDSSR, und damit auch nicht der Bilderberg-NWO, sein. Deshalb sollten wir das Bestreben der Katalanen eigentlich gutheissen. Was allerdings am Problem der Islamisierung Europas auch nichts ändern dürfte.

    P.S. ich lebe und arbeite auf Mallorca und kenne mich somit in der spanischen Politik und Wirtschaft ganz gut aus

  58. Ich bin natürlich kein Freund der Brüsseler Eurokraten!
    ABER ein Zerfall, eine Balkanisierung Spaniens wird allen schaden.
    Spanien hat weitgehende regionale Autonomie. Das ist gut und richtig, Ich verstehe auch die Katalanen, dass sie nicht Zahlmeister für andere Regionen sein wollen. Der „Länderfinanzausgleich“ sollte ebenso wie in Deutschland neu verhandelt werden!
    Spanien aber muss als föderaler Staat erhalten werden! Schande über Bürgerliche, die sich nur wegen dieser Frage an die Seite von lumpigen Sozialisten stellen!!!

  59. Spanien aber muss als föderaler Staat erhalten werden! Schande über Bürgerliche, die sich nur wegen dieser Frage an die Seite von lumpigen Sozialisten stellen!!!

    ———————————
    Zu erst zählt mal das Selbstbestimmungsrecht der Völker, der Zerfall von Jugoslawien oder der Sowjetunion wurde doch mit tatkräftiger Hilfe des Westens auch hingenommen und gefördert. Es gibt keinen Alleinvertretungsanspruch der Hitlernachfolgerin Merkel, die sich überall einmischt!

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