Wie lange wird sie jetzt wohl noch im GEZ-Fernsehen auftreten?

Hut ab vor Monika Gruber – endlich eine Kabarettistin mit Rückgrat

Von EUGEN PRINZ | „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ – an dieses Motto halten sich bedauerlicherweise so gut wie alle namhaften deutschen Kabarettisten. Ebenso wie das Programm der GEZ-Sender haben auch ihre Bühnen-Auftritte volkserzieherischen Charakter, insbesondere dann, wenn ihre Darbietung im Fernsehen übertragen wird. Einige Sätze „AfD-Bashing“ sind obligatorisch, ob das zu der dargebotenen Nummer passt, oder nicht. Inzwischen ist das so erbärmlich und offensichtlich, dass man fast geneigt ist, Mitleid mit dem jeweiligen Kabarettisten zu empfinden, der seine Selbstachtung am Altar des Broterwerbs auf so jämmerliche Weise opfert.

Die „Gruberin“ lässt sich nicht verbiegen

Eine rühmliche Ausnahme ist die bayerische Kabarettistin Monika Gruber, die zweifellos in Deutschland zur ersten Garnitur ihrer Gilde gehört. „Die Gruberin“ hat es bisher vermieden, in ihren Auftritten die obligatorische Schleimspur „gegen Rechts“ zu legen, um sich künftige Sendezeit beim öffentlich-rechtlichen Linksfunk zu erkaufen. Im Gegenteil, auf ihrer Facebook Seite (über 511.000 Likes) gibt es immer wieder mal per Handy-Video die eine oder andere kritische Anmerkung, mit der sie den Mainstream gegen den Strich bürstet.

Aktuell ist der WDR mit seinem „Oma-Umweltsau“ – Fiasko Zielscheibe ihres Spottes. In einem kurzen Video-Clip vom 2. Januar empfiehlt sie den Zuschauern ihr neuestes Programm „Wahnsinn“ und verspricht scheinheilig, die Zuschauer dann für den Rest des Jahres in Ruhe zu lassen es sei denn …

„…. es passiert wieder was aus der Kategorie ‚Ich kann gar nicht so viel saufen, dass ich mich nicht mehr aufregen muss‘, wie zum Beispiel, wie der WDR versucht, Kinder zu instrumentalisieren und seine Ideologien durchzupfeffern. Ach, lustig… Humor und Satire ist halt doch etwas, das man können muss. Es heißt halt ‚Kunst‘ kommt von Können und nicht von Wollen, sonst würde es ja ‚Wunst‘ heißen“

(Monika Gruber auf Facebook)

Der WDR wird wohl künftig auf die Gruberin verzichten 

Nach diesem Statement der Gruberin ist eines sicher: Beim WDR wird sie nicht mehr zu sehen sein. Dieses Statement ist jedoch kein einmaliger Ausrutscher, ihre Facebook Seite ist voll von wohltuendem Klartext. In einem Handyvideo vom 29. Dezember prangert sie an, dass man nicht mehr „Weihnachten“ sagen darf, weil das andere Religionen ausschließt. Statt dessen muss man „Jahresend-Lichterfest“ sagen. Ein weiteres Highlight dieses kurzen Clips:

Zitat eines berühmten Alkoholikers, ich weiß jetzt nicht mehr, war es Harald Juhnke oder Jean-Claude Juncker: „Ich hasse Silvester, denn da saufen auch Amateure. „

(Monika Gruber auf Facebook)

„Wahnsinn“ – eine Generalabrechnung mit den Zuständen in Deutschland

Während diese kleinen Handy-Videos auf der Facebook – Seite der Gruberin nur einzelne Nadelstiche gegen den Mainstream sind, ist ihr neues Programm „Wahnsinn“ eine Generalabrechnung mit täglichen Wahnsinn (daher der Name), der sich in Deutschland abspielt. Nie zuvor hat ein deutscher Kabarettist die ganze Palette der Unglaublichkeiten derart aufs Korn genommen, wie Monika Gruber in „Wahnsinn“:

Die „Fridays for Future“ – Bewegung bekommt ebenso ihr Fett ab, wie „die Heilige Greta“, die deutschen Bischöfe und Politiker, die etwas von „Weltoffenheit und Toleranz“ faseln. Sie outet sich selbst als Konservativ-Liberale, die sich plötzlich am rechten Rand wiederfindet. Sie beklagt, dass der gesunde Menschenverstand durch eine Diktatatur der Toleranz ersetzt wurde. Natürlich darf auch Bundeskanzlerin Merkel in ihrem Programm nicht fehlen, die sie wenig schmeichelhaft mit dem Satz „Ich weiß nicht, was ich an meiner Politik ändern soll“ nachäfft. Die Grünen werden von Monika Gruber als Religionsgemeinschaft bezeichnet und… und… und…

Wohltuend: Kein „AfD-Bashing“

Was fehlt, ist das obligatorische „AfD-Bashing“. Wie wohltuend, dass man mal einem Kabarett zuhören kann, ohne im Sinne des Mainstreams erzogen zu werden. Und wie schön, aus einem solchen Mund auch mal die Wahrheit zu vernehmen.

Der Autor würde die Gruberin als konservative CSU-Wählerin verorten. Vermutlich wird sie mit dieser politischen Einstellung noch die eine oder andere Enttäuschung erleben. Er rechnet es ihr jedoch hoch an, dass sie der Versuchung widersteht, sich durch „AfD-Bashing“ und ähnliches Sendezeit bei den Öffentlich-Rechtlichen zu erschleimen. Monika Gruber gehört zu den wenigen Kabarettisten, die regelmäßig im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sind und trotzdem noch in den Spiegel schauen können.

Hoffen wir, dass es so bleibt und seien wir gespannt, wie die Bezahlsender auf das provokative Programm reagieren. Es sei an dieser Stelle wärmstens empfohlen. Wenn die Gruberin in Ihrer Nähe gastieren sollte, dann lassen sie sich „Wahnsinn“ nicht entgehen!


Eugen Prinz im Mai 2019 auf dem Kongress der Neuen Medien in Berlin. Er kommt aus Bayern und schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Der Fachbuchautor und Journalist ist dem traditionellen bürgerlichen Konservatismus zuzurechnen. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015.
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