Jessen OpferDie von PI losgetretene Lawine zu dem ungeheuerlichen Video-Kommentar des Feuilleton-Chefs der ZEIT verdreht immer mehr die Ereignisse. Viele Journalisten-Kollegen lassen den Gewaltversteher Jessen inzwischen als eigentliches Opfer dastehen – bedroht von einem „rechtsradikalen Mob“, der ihm angeblich nach dem Leben trachtet.

Von den linken Medien wie der taz, der SZ oder der Frankfurter Rundschau haben wir nichts anderes erwartet. Interessant ist hingegen das Phänomen FAZ. Diese Zeitung wartete in letzter Zeit mit einer Serie guter Artikel auf, die wie bei PI lobend erwähnten, unter anderem eben auch zum Fall Jessen. Mit PI auf einer Wellenlänge zu sein, geht gar nicht, und so veröffentlicht das Blatt heute einen Kommentar von Christian Geyer, der unseriöser nicht sein könnte.

Was Jens Jessen, dem Kulturchef der „Zeit“, derzeit im Internet entgegenbrandet, ist widerlich und totalitär. Die Welle von Schlamm, die sich über ihn ergießt, ist in ihrer Monströsität kaum zu beschreiben.

„Monströs“, „Welle von Schlamm“ – es ist interessant, mit welch wortgewaltiger Empfindsamkeit auf verbale Entgleisungen reagiert wird, während man sich bei Gewaltverbrechen vornehm zurückhält oder wie Helmut Höge von einer „bedauerlichen Entgleisung“ spricht, wenn einem Menschen die Schädelknochen zertreten werden.

Was da an sogenannten „Leserkommentaren“ von den „Nutzern“ im Internet gegen Jens Jessen veröffentlicht wird, ist eine Eskalation von Schmähung und Beleidigung, die noch nicht einmal zu dokumentarischen Zwecken zitierbar ist. Wo so geholzt werden darf, schwebt über jeder provokanten Meinungsäußerung und ihrer Gegenrede – also über dem, was man den öffentlichen Diskurs zu nennen pflegt – die Gewaltandrohung.

Davon abgesehen, dass wir eine solche „Streitkultur“, die bei den Linken Usus ist, ablehnen, und Kommentare solchen Inhalts bei Kenntnis löschen, sieht man diese durchaus berechtigte Empörung beispielsweise im Fall Susanne Winter nicht. Dieser Frau kann auf die öffentlich geäußerte Feststellung, dass Mohammed nach heutiger Aufffassung ein Kinderschänder gewesen sei, ernsthaft mit dem Tod gedroht werden, ohne dass Geyer eine Gefahr für die Meinungsfreiheit heraufziehen sieht. Und hierbei handelt es sich noch nicht einmal um eine „provokante Meinungsäußerung“, sondern um eine historische Tatsache. Und so, wie Theo van Gogh eben seine eigene Ermordung provoziert hat, so wird auch Geert Wilders der Schuldige an Ausschreitungen oder Gewalttaten sein, wenn die Anständigen es nicht geschafft haben, seine „provokante Meinungsäußerung“ zu verhindern. Sollte auf die verbale eine tatsächliche Gewalt folgen, sagen die Anständigen schon mal vorab: selbst schuld.

Tatsächlich ist im Falle Jessen nicht nur der Autor selbst bedroht, sondern eine politische Kultur, die vom uneingeschüchterten Austausch von Rede und Gegenrede lebt

Die lächerliche Behauptung, Jessen wäre bedroht, würde einen Tick glaubwürdiger, würde man der tatsächlichen Bedrohung einer Susanne Winter oder eines Geert Wilders mit mindestens derselben Empörung entgegentreten.

Wir wiederholen gerne noch einmal für Herrn Jessen und Herrn Geyer: Wir lehnen verbale Entgleisungen in Form von Beleidigungen und erst recht von Drohungen entschieden ab. Wir sind für freie Meinungsäußerungen in zivilisierter Form und sachliche Kritik. Wir haben Usermeinungen mit den Inhalten, wie sie in der FAZ beschrieben wurden, nicht auf PI gefunden. Einen Kommentar von chrisou möchten wir an dieser Stelle allerdings veröffentlichen, gerade Herr Jessen sollte ihn verstehen:

Emotionelle Äußerungen gibt es auf beiden Seiten. Wünsche, dass das nächste Terrorattentat ‘Rechtsradikale’ erwischen möge, gibt es in jeder Zeitung mit Forum. Nicht die Wortwahl ist das Problem, um es mal mit linken topoi à la Jessen zu begründen: Der dauernde Vorwurf durch linksfaschistische Spießer an völlig normale Personen, sie seien rechtsradikale Neonazis, bringt halt irgendwann das Fass verbal zum Überlaufen. Immerhin sind wir „Rechten“ so zivilisiert, dass wir es bei verbalen Entgleisungen bewenden lassen und nicht 75-Jährige krankenhausreif prügeln.

Dem ist wenig hinzuzufügen. Jessen in die Opferrolle zu schieben, ist lächerlich. Er wird keinen Polizeischutz brauchen, um zu überleben – im Gegensatz zu Hirsi Ali, Geert Wilders, Susanne Winter, Seyran Ates oder Hans Peter Raddatz.

Wo so geholzt werden darf, schwebt über jeder provokanten Meinungsäußerung und ihrer Gegenrede – also über dem, was man den öffentlichen Diskurs zu nennen pflegt – die Gewaltandrohung.

Die freie Meinungsäußerung wird von anderer Seite gefährdet – von denen, die es nicht bei kindischen Drohungen belassen, sondern Taten folgen lassen. Aber die interessieren die Höges, Jessens und Geyers nicht…

Wie skandalös Jessens Ausfälle gegen sozial engagierte Rentner sind, die oftmals das Gemeinwohl im Auge haben mit ihren „Belehrungen“, wird deutlich, wenn man sich einen Rollentausch vorstellt. Wenn eine besonders „provokativ auftretende“ Personengruppe von Migranten, durch ständige herablassende, von kulturell-patriarchalischem Überlegenheitswahn geprägte „Belehrungen“ „das Fass zum überlaufen“ brächten. Mit der Folge „bedauerlicher Entgleisungen“ von Einheimischen, die die ständige herablassende, nervtötende „Gängelei“ nicht länger ertragen, und mal „allen Nichtrauchern Angemachten so richtig aus der Seele treten“.

Wie wäre wohl die Reaktion der Öffentlichkeit auf ein solches Verständnis von „Ausrastern“? Sie wäre vernichtend ablehnend, und müsste nicht nur durch einen marginalen Internet-Blog aufgegriffen werden. Alle Parteien und Medien würden sich der Sache annehmen. Der Autor wäre bei keinem Medium in Deutschland mehr tragbar, und würde mit Schimpf und Schande entlassen. Völlig zurecht!

Doch Jessen hockt immer noch in der Zeit-Redaktion. Obwohl er übelste, dümmliche, böswillig herabsetzende, unbewiesene, hetzerische Klischees über eine Minderheit ausgekippt hat. Würde man über eine Personengruppe nicht-deutscher Herkunft solcher Art herziehen, gälte man als „Rassist“, als Rechtsextremist – aufgrund der pauschalen unterstellten und auf rein subjektiv empfundener „Schlechtigkeit“ einer kulturell definierten Personengruppe. Jessen hat nicht überzogen – Jessen hat sich selbst offenbart. Was unterscheidet denn Jessen (und Höge) von rassistischen Rechtsextremen – außer dass sie sich lediglich andere Personengruppen als die klassischen Rechtsextremen rauspicken, die für ihre diffamierenden, beleidigenden, geradezu Gewalt gegen diese Personengruppe suggestiv rechtfertigenden, „Äußerungen“. Jessen goss Öl ins Feuer der lodernden Gewalt gegen Schwächere in dieser Gesellschaft.

Es wird höchste Zeit, den Linken die Deutungshoheit zu entziehen, was als Diskriminierung, als Rassismus, als faschistisch und intolerant zu gelten hat. Gerade Jessen und Höge beweisen, wie sehr linksextreme Ansichten zur gesellschaftlichen Norm geworden sind. Dass man, wenn man sich innerhalb der linken Definitionen bewegt, sich selbst in extremster Form diskriminierend, beleidigend und rassistisch äußern kann – ohne eine angemessene Reaktion darauf zu erfahren.

Deutschland muss wieder danach streben, JEDE Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Intoleranz, Anstachelung zum Hass, Rechtfertigung von Gewalt, Akzeptanz von Apartheid und Diskriminierung, zu ächten und durch aufklärende Information solchen Tendenzen entgegen zu wirken. Die Kritik an Aussagen Jessens und Höges waren ein zaghafter Anfang.

Die Ideale von Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit erfordern, dass dem böswilligen Schüren von Ressentiments, die keine überprüfbare Grundlagen haben und nur auf Klischees und Vorurteilen beruhen, mit kritischer Distanz begegnet wird. Alle Menschen müssen gleich behandelt werden, gemessen einzig an ihrem Verhalten, unabhängig von ihrem kulturellen und politischen Hintergrund. In sofern gebührt jemandem, der sich wie Jessen äußert, der selbe kritische Stellenwert, wie jemandem, der sich pauschal, beleidigend und diffamierend z.B. gegenüber Migranten äußert. Der diskriminierenden Deutungshoheit der Linksideologen muss aufklärend begegnet werden, damit sich die Grundsätze der Gleichbehandlung wie im Grundgesetz verbrieft, auch im Alltag endlich wiederspiegeln.

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