berggruenWer ist Berggruen? Es heißt, Berggruen (Foto) hätte sein Milliardenvermögen ganz oder teilweise einer Stiftung übertragen. Und der Mann, der keineswegs über die Rednerqualitäten eines Volkstribun verfügt und dessen Statements recht durchschnittlich wirken, hätte sein selbst verdientes und ererbtes Milliardenvermögen ganz oder teilweise gestiftet. Berggruen erzählt in einem Auftritt, der einer Posse gleich kommt, seinen gläubigen Zuhörern, dass er kein Interesse an den materiellen Dingen des Lebens hätte.

Sein schon vom ZDF kritisierter Wikipedia-Eintrag befriedigt alle Träume, die Berggruenverehrer nur träumen können: der scheue Kunstsammler, der einen Weltsalon mit ausgedienten Top-Politikern wie Gerhard Schröder (Doris Schröder-Köpf ist in den Aufsichtsgremien bei Karstadt vertreten) unterhält und der in dieser Denkfabrik für die Welt und uns alle vordenken und vorentscheiden lässt, ohne Politiker sein zu wollen, hat keine eigene Wohnung mehr und muss in Hotels leben, die er mit seinem Privatjet ansteuert.

Berggruen investierte nur in Medienkonzerne, Immobilien und saubere Energie, wovon er was verstünde. Klein-Doofi mit Plüschohren, wie man in Hamburg sagt, kommt voll auf seine Kosten, wenn ihm vorgeführt wird, was in der Öffentlichkeit an wundersamen, zusammenhanglosen und auch nicht zu erklärenden persönlichen Eckdaten von Berggruen kursiert.

Schon möglich, dass Berggruen diese wundersame Königin von Saba tatsächlich ist. Wie Berggruens Passadresse lautet, wo er steuerlich veranlagt wird, muss ja niemanden interessieren. Aber der Konkursverwalter, um auf diesen Herrn zurück zu kommen, hat sich möglicherweise nicht genug Gedanken gemacht, ob Berggruen tatsächlich mit einem soliden Zukunftskonzept für das Handelshaus Karstadt an den Start gegangen ist.

(Auszug aus Bettina Röhls wöchentlicher WiWo-Kolumne, diese Woche über den angeblichen Karstadt-Retter Berggruen.)

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46 KOMMENTARE

  1. War doch klar, dass aus der Rettung eh nichts wird.
    Die Zeiten solcher Kaufhäuser sind einfach rum.
    Und was sich überlebt hat muss eben platz machen.
    Siehe Schlecker, siehe Praktiker usw…

  2. Ich zitiere aus Fr Röhls Artikel:

    „Ob Berggruen überhaupt irgendetwas an Karstadt gehört, lässt sich nach öffentlich zugänglichen Quellen weder bejahen noch verneinen. Es gibt eine alle Spuren verwischende Kette von Unternehmen mit Sitz in Holland auf die holländischen Antillen, die irgendwann auf den britischen Jungferninseln endet, und dort möglicherweise zu Nicolas Berggruen führt, die an ihrem Anfang als kaufender Vertragspartner des Konkursverwalters auftrat.“
    das ist ein Geschäftsgebaren der allerwindigsten Sorte! Bei jedem Otto-Normalverbraucher, oder aber sagen wir mal: bei NICHT-Angehörigen des Systems/Establishment hätte allein diese Unternehmenskonstruktion zu Besuchen der Steuerfahndung geführt! Aber wenn man die richtigen Leute kennt – schanzt man so einem völlig zweifelhaften, schmierigen Gernegross auch noch ein (ehemaliges) Aushängeschild der deutschen Wirtschaft zu!!!

  3. Es gibt durchaus (noch) gute Kaufhäuser, die anziehend wirken und möglicherweise als Einzelunternehmen weiterkommen(?). Ansonsten kennte man den Fluch der Trägheit: Quelle, Weltbild, Bahn, QVC …

  4. Ein Blender ohne Familie, der noch nie für irgend jemanden Verantwortung übernommen hat und uns den Philanthropen vorspielt. Es ist diese widerliche Spezies von Finanzinvestoren, die nach 1945 und 1989 weltweit freie Fahrt bekommen hat. Nach allen Regeln der Kunst hat er Karstadt vollends ausgebeint, während er mit den Bilderbergern über „Good Governance“ schwadroniert hat. Wäre er ein Mensch mit ehrlichen Absichten, hätte er an Karstadt geglaubt. Hätte er das getan, hätte er sein Schicksal als wirklicher „Gutmensch“ mit dem von Karstadt verknüpft und Geld in die Hand und Risiken auf sich genommen…

  5. Habe den PI-Part an der Story gesucht, leider erfolglos. Allerdings sollte PI wohl auch Boulevard bringen um für weitere Leserschichten interessant zu sein.

  6. … an denen nicht nur die Kapitalseite beteiligt war, sondern auch die in den Vorständen und Aufsichtsräten zahlreich vertretenen Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaftsbosse.

    Es fällt auf, daß in allen sich „sozial“ oder gar altruistisch gebenden Organisationen, überhaupt in allen „einen guten Zweck“ verfolgenden, besonders oft Mauscheleien, Bereicherungen, Betrügereien etc vorkommen. Das mag damit zu tun haben, daß gerade in solchen Organisationen ursprünglich eher „kleine Leute“ plötzlich nach oben kommen, die offenbar besonders anfällig für die Faszination von Reichtum und Macht zu sein scheinen.

    Es sei etwa an die Riesenbetrügereien bei der „Neuen Heimat“ erinnert, oder an Bereicherungen bei der Arbeiterwohlfahrt, dem Roten Kreuz etc. Nun sind das natürlich auch alles nur Menschen – und damit nicht besser oder schlechter als alle anderen auch. Besonders ärgerlich ist aber die Diskrepanz zwischen Anspruch und tatsächlichem Verhalten, kurz: die HEUCHELEI!

    Wenn ein klassischer „kapitalistischer Ausbeuter“ sich seinen Reichtum zusammenrafft, dann verbrämt er es wenigstens nicht mit angeblich edlen Absichten, und er macht es auch nicht hinter der Fassade einer angeblich dem Gemeinwohl verpflichteten Organisation. Diese Ehrlichkeit macht ihn geradezu sympathisch.

    Daß sich dieses ganze NGO-Pack (WWF, Greenpeace etc.) schamlos die Taschen vollstopft, ist ja sowieso seit langem bekannt. Hier handelt es sich wohl weniger um ursprünglich eher „kleine Leute“ wie die aus dem Umfeld von Gewerkschaften und Arbeiterwohlfahrt, aber die Heuchelei ist bei ihnen nicht weniger ausgeprägt.

    Offenbar zieht alles „Moralische“ einen bestimmten – unangenehmen! – Typus von Menschen an.

  7. Wie es um den Antisemitismus in Deutschland bestellt ist, kann man übrigens gut daran erkennen, dass einer von nur fünf Kommentaren sich so liest:

    Der jüdische „Investor“ Bergruen, der nichts investiert hat, abe einen ganzen Konzern für einen symbolischen Euro geschenkt bekommen hat ist dermaßen geizig wie von seines gleichen und seinen jüdischen Geschäftspartner(Komplizen) nicht anderes zu erwarten.

  8. …ich frage mich, warum PI diesen Artikel bringt… wenn ich dazu eine ehrliche Meinung äußern würde dann wäre die „Moderation“ sofort zur Stelle… bestimmte Personen dürfen bei PI bekanntlich NICHT kritisiert werden…

    …stattdessen bedient man die „politisch korrekt“ des Artikels einer MSM – Journalistin…

  9. Ich habe diesen Kerl,der in seinem Leben noch nie etwas produktives geleistet hat,immer als das betrachtet was er ist: als Heuschrecke.Ausbeinen, die Filetstücke verschachern, den Rest entsorgen.Genau das passiert schon seit geraumer Zeit.

  10. OT
    Zwar nicht so lustig wie Terry, Ska und Jan, aber auch nicht schlecht: Beatrix von Storch, mit Direktangriff auf Martin Schulz:

    „Wir wollen den Menschen zeigen, wer Schulz ins Amt hebt. Ich darf an die drei Dinge erinnern, die er gerade angesprochen hat: Der Haushaltskotrollaus- schuss hat Ihnen Amtsmissbrauch vorgeworfen, die Haushaltsentlastung ist ihm von allen Fraktionen verweigert worden, er hat Passagen aus dem kritischen Bericht selbstmächtig entschieden. Lassen Sie uns den Bürgern zeigen, wer Schulz ins Amt hebt. Ich bitte um namentliche Abstimmung.“

    (1:17 bis 1:35; sie rattert wie ein MG 😉 )
    https://www.youtube.com/watch?v=EqXvTshDJF0&list=UUvXq_RlnDRLatFpiWbc4hyA

  11. Auch wenn es verdammt altmodisch kingt: ich sehe für das Konzept Warenhaus durchaus eine Zukunft. Diese endlosen hypermodernen Shoppingcenter mit hunderten Schnulliläden, Technobeschallung und stylischen Pseudoverkäufern sind mir ein einziger Graus. Im Karstadt dagegen bekommt man fast alles unter einem Dach, zu guten Preisen, in reicher Auswahl und in guter Qualität. Ich habe schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Karstadt Markenartikel günstiger als Amazon anbot. Und trotz gewaltiger Internet- Konkurrenz ist das direkte Einkaufserlebnis immer noch unschlagbar.
    Ich hoffe für Karstadt jedenfalls, dass es weitergeht, unter wem auch immer.

  12. Diese Kritik ist unfair.

    Milliardäre sind grundsätzlich gute Menschen, um deren Vermögen wir uns Sorgen machen müssen.

    Denn je mehr Milliarden diese Menschen haben, desto grössere Wohltäter der Menschheist sind sie.

    Der Grund ist einfach:

    Trickle-down-Effect.

    Denn dieser Trickle-down-Effect macht uns mit der Zeit alle Reich, wie Warren Buffett bereits 1999 ausgeführt hat.

  13. …ich frage mich, warum PI diesen Artikel bringt
    #12 Moralist (11. Jul 2014 12:10)

    Bettina Röhl wird von vielen hier, auch von mir, sehr geschätzt und ist eine feste Bank. Deshalb auch mal so ein Artikel von ihr, auch wenn er nicht im engeren Sinne PI sein mag. Im Allgemeinen ist Bettina Röhl sehr, sehr PI. Man könnte viele fabelhafte Zitate von ihr bringen, hier nur zwei:

    Die vertikale, teils sogar territoriale Zerlegung des Gemeinwesens in Parallelgesellschaften zeitigt irreversible Zerstörungen des Staates, den es zunehmend nicht mehr gibt.

    Die Zerlegung der Gesellschaft in gendernde Frauen und gegenderte Männer zerstört nicht nur die Familien und Familienverbände, fördert und perpetuiert das ohnehin schon gigantische Singletum in der Gesellschaft, sondern verstört viele Menschen auch in ihrem eigenen Inneren.

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-der-alles-erdrueckende-konsens-der-bundesrepublik/9226806.html (Zitat aus Teil 4)

    II

    … Das zu bedauern, wegzuschauen, dumm aus seiner Luxuswohnung „Ich bin Lampedusa“ heraus zu schreiben und sich für einige Wenige einzusetzen und Millionen von Anderen unberücksichtigt zu lassen, als läge das Grundproblem nicht ganz woanders, ist purer Populismus und in höchstem Maße unmoralisch.

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-das-muss-deutschland-aushalten-seite-all/9294494-all.html

  14. #18 Biloxi 11.07.21 13:11

    Ich warte auf den Tag, da distanziert sich die AfD von der AfD.

  15. #2 Hutstaender (11. Jul 2014 11:05)

    Die Zeiten solcher Kaufhäuser sind einfach rum.
    Und was sich überlebt hat muss eben platz machen.
    Siehe Schlecker, siehe Praktiker usw…

    Ich gebe ihnen recht. Doch dieser Grundsatz gilt leider nur für uns Bürger und die Marktwirtschaft.

    Für die staatliche Bürokratie gilt: Hups, alle Milliarden sind schon wieder versickert?! Da führen wir doch schnell noch eine neue Verbrauchssteuer, Haushaltsabgabe, Verpackungsabgabe, Energieumlage, Straßenmaut oder Sozialversicherung ein. Problem gelöst – oder genauer gesagt: Problem verlagert auf das Steuervieh.

    Hurrah, wieder ein neuer Steuerrekord! Deutschland wird Steuerweltmeister.

  16. Dem Gerhard Schröder sollte jeder Deutsche zutiefst dankbar sein.

    Denn nachdem er Hartz IV eingeführt hat ist Schluss mit der sozialen Hängematte.

    Zumindest für die meisten… Deutschen.

  17. Berggruen ist eine klassische Heuschrecke (im SPD-Sinne), die sich mit Karstadt verspekuliert hat.

    Das ist alles.

  18. Aus der Wickipedia:

    „Schulzeit und Studium

    Berggruen besuchte die Pariser Privatschule École alsacienne[10] und danach das Schweizer Internat Le Rosey.[3] Er wollte zunächst Schriftsteller werden. Er las die Werke von Albert Camus, Jean-Paul Sartre und anderer Existentialisten,[5] später auch Karl Marx, Lenin, Trotzki.[11] Infolgedessen weigerte sich Berggruen, Englisch zu lernen, da dies „die Sprache des Imperialismus“ sei. Er musste daraufhin mit siebzehn Jahren das Internat verlassen. 1978 schloss er Paris mit dem Baccalauréat seine Schulausbildung ab und ging als Trainee nach London.[13] Berggruen beschloss nun, „das System nicht mehr von außen, sondern von innen zu verändern.“[12] Er studierte an der New York University Finanz- und Betriebswirtschaftslehre („Finance and International Business“)[3] und schloss nach zwei Jahren sein Studium mit dem Bachelor of Science ab.[5] 1981 begann er eine Ausbildung zum Immobilieninvestor bei Bass Brothers Enterprises.

    Privatleben

    Nachdem Berggruen ein Vermögen erworben hatte, verlor er sein Interesse am Erwerb privater Güter und verkaufte im Jahr 2000 seine Wohnungen.[15] Berggruen hat daher keinen festen Wohnsitz mehr, sondern lebt ausschließlich in Hotels.[16] Als Dank für Einladungen seiner Freunde lud er diese in den 2000er-Jahren einen Abend vor der alljährlichen Oscar-Verleihung mit etwa 500 Gästen aus der Film- und Geschäftswelt zu einer Party im Chateau Marmont am Sunset Boulevard ein.[17] Sie galt als die beliebteste Party in Hollywood.“

    Ja, so sind sie, die philanthropischen, antikapitalistischen, antiiperialistischen Milliardäre. Lesen Marx, Lenin und Trotzki. Hassen das Geld, hassen das „System“ und hassen die USA, was sie allerdings nicht daran hindert, im der Herzkammer des hegomonialen Klassenfeindes die notwendigen Handfertigkeiten von der Pieke auf zu erlernen, die man benötigt, um im kapitalistischen „Schweinesystem“ mit allen anderen großen Säuen harmonisch acapella mitgrunzen zu können. Und das man seinem ererbtes Vermögen die pure Verachtung und die kalte Schulter in der Form zeigt, indem man es nicht etwa asketisch gemeinnützigen Einrichtungen spendet, sondern ziemlich hedonistisch, mittels rauschender Prommi-Parties am Sunset Boulevard in Hollywood verjuxt und verjubelt, das macht die charakterliche Beschaffenheit dieses selbsternannten Wohltäters nun auch nicht unbedingt glaubwürdiger.

  19. #23 Kara Ben Nemsi (11. Jul 2014 15:09)

    Interessante Seite.

    In den nichtssagenden Texten steht zwischen den Zeilen, dass „die“ eine globalisierte Welt wollen und wenn „wir“ da nicht mitmachen, zwingen „die“ uns dazu.

    Wie Berggrün.

    Eine Firma „kaufen“ und, anstatt sie zu sanieren, wird geschlachtet und die Teile in die ganze Welt verkauft, so dass Abhängigkeiten entstehen, die jedem Land und jedem Volk die Möglichkeit nehmen, unabhängig – souverän – zu sein.

    Und der Nebeneffekt ist, dass diese Konstrukte aus Mutter- und Tochtergesellschaften, Holdings, und so weiter, und so fort so verwirrend sind, dass keiner weiss, wer da eigentlich verantwortlich ist.

  20. Bettina Röhl:

    Es gibt eine alle Spuren verwischende Kette von Unternehmen mit Sitz in Holland auf die holländischen Antillen, die irgendwann auf den britischen Jungferninseln endet,…

    Genauer gesagt: von zwei Briefkastenfirmen in Amsterdam, BH Stores III und BH Stores IV, die sich eigentlich auf den niederländischen Antillen befinden und von da geht’s zum „Nicolas Berggruen Charitable Trust“ auf den britischen Jungferninseln, der die Welt laut Selbstdarstellung nur bereichern will:

    http://nicolasberggruentrust.com/

    Konnte man alles vor zwei Jahren in der fabelhaften ZDF-Doku „Mr. Karstadt“ erfahren. Da sah man Berggruen auch diskret im Brüsseler Büro von Martin Schulz verschwinden oder beim Berggruen-Kreis im Pariser Luxushotel Le Bristol, wo er mit Gerhard Schröder, Martin Schulz & Co. Bilderberg en miniature spielte. Martin Schulz damals: „Das ist kein Hedgefonds-Manager, der Betriebe auspresst, ich glaube, der hat schon eine hohe soziale Verantwortung.“ Und wenn die Autoren Berggruen nach Einzelheiten fragten, wusste er von nichts, für das „operative Geschäft“ seien andere zuständig. Wieviel hat er bisher in Karstadt investiert? Weiß er nicht.

    Leider nicht mehr online, nur dieser Nachschlag:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2062676/Nachgezoomt-Mr-Karstadt#/beitrag/video/2062676/Nachgezoomt-Mr-Karstadt

  21. #24 Schüfeli (11. Jul 2014 15:18)

    Berggruen ist eine klassische Heuschrecke (im SPD-Sinne), die sich mit Karstadt verspekuliert hat.

    😀

    So möchte ich mich auch mal „verspekulieren“, Berggrün hat sich mit den Geschäften rund um die Karstadt-Schlachtung eine goldene Nase verdient.

    Übernahme von Karstadt-Immobilien

    Ende Dezember 2012 wurde über die Signa Prime Selection AG ein Portfolio von insgesamt 17 Karstadt-Kaufhäusern zu einem Kaufpreis von über 1,1 Milliarden angekauft, zu denen auch das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Berlin zählt.[8] Als Partner dieser Transaktion mit 50 % der Anteile konnte die BSG Group des israelischen Geschäftsmannes Beny Steinmetz gewonnen werden.[9] Diese Transaktion stellte 2012 die mit Abstand größte Investition in Einzelhandelsimmobilien in Deutschland dar.[10]
    Übernahme der Geschäftsbereiche Karstadt Premium und Karstadt Sports

    Am 16. September 2013 wurde verlautbart, dass Signa 75,1 % der operativen Karstadt-Premium-Group und 75,1 % der operativen Karstadt-Sports-Gesellschaft von der Berggruen Holdings des deutsch-amerikanischen Unternehmers Nicolas Berggruen für 300 Mio. Euro übernommen hat. Dieses Geld soll zur Stärkung der Karstadt-Gruppe verwendet werden und der Modernisierung der einzelnen Standorte dienen, um Karstadt langfristig abzusichern.[11]

    Im November 2013 reichte Signa die Hälfte seines Anteils an Karstadt Premium und den Sporthäusern, also 37,55 %, an den israelischen Unternehmer Beny Steinmetz weiter.[12]

    Karstadt Premium betreibt die drei Luxuswarenhäuser Kaufhaus des Westens in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München. Karstadt Sports ist mit seinen 28 Sport-Häusern einer der führenden Anbieter im Sportartikelhandel in Deutschland.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Signa_Holding

    Verspekuliert hat sich nur der, der Karstadt für den lumpigen EUro an Berggrün verkauft hat.

  22. #27 nicht die mama (11. Jul 2014 16:10)

    #23 Kara Ben Nemsi (11. Jul 2014 15:09)

    die jedem Land und jedem Volk die Möglichkeit nehmen, unabhängig – souverän – zu sein.

    Jedes Land, jedes Volk, dass nicht in der Lage ist, seine Unabhängigkeit und Souveränität sicherzustellen, ist weder Land noch Volk. Es ist den Unabhängigen und Souveränen ausgeliefert, die im Prinzip damit machen, was sie wollen.

    … und so fort so verwirrend sind, dass keiner weiss, wer da eigentlich verantwortlich ist.

    Die Art und Weise, wie moderne Staaten mit dem Geld der Steuerzahler umgehen (Steuerzahler haften jetzt auch für ausländische Banken mit bis zu 2,1 Billionen Euro, PI, heute), machen diese Verhalten zur absoluten Notwendigkeit.

    Wenn ich hier die Kommentare über den Staat (speziell natuerlich die EU Staaten) lese, wundert es mich, das einer freiwillig Geld an diese Wegelagerer zahlen möchte oder denen, die’s nicht wollen, moralisch kommt.

  23. hätte sein selbst verdientes und ererbtes Milliardenvermögen ganz oder teilweise gestifte

    Nun Kewil mit Stiftungen muss man etwas um nicht zu sagen sehr vorsichtig sein.
    Schweizer und Lichtensteiner Banken habe sich dieses wunderschöne Wort mit edlem, man möchte fast sagen engelsgleichem Klang ebenfalls zunutze gemacht und arbeiten höchstprofitabel damit.
    Der Stifter stiftet sich einen schönen Rolls-Royce und der Frau einen Jaguar
    Seine Kunstsammlung. Dann wird nach den Kayman Islands gestiftet ….
    Für stiftungseigene Kunstsammlung noch einen weiteren Picasso … usw.

    Kurst gesagt:
    Gestiftet wird im herkömmlichen Sinn mit Ausnahmen von Augenwischerei gerade mal einen Scheißdreck!

  24. #30 Bachatero (11. Jul 2014 16:35)

    Ich unterschiede hier zwischen dem „Steuerhinterzieher“, der ohne Erlaubnis der Politik seine EUros dem Zugriff des Veruntreuungsstaates entzieht und das System schwächt, und dem Systemling, der den Weg des Geldes mit Erlaubnis der Politik verschleiert, um zwar seinen Nutzen zu ziehen, aber zugleich das System zu stärken und zu verfestigen.

    Das Stiftungsmodell gehört da auch dazu.

  25. Hallo,

    ich verstehe den Bericht auch nicht. Ist PI jetzt Pro-Berggrün od. gegen ihn?

    Aber mal was zur Aufklärung. Wir haben die Karstadt-Übernahme in der Uni (BWL) besprochen.

    In den Medien wird immer geschrieben dass Berggrün Karstadt für 1,- Euro gekauft hat. Das stimmt auch, allerdings hat er auch die Schulden mitübernommen. Und das waren Milliarden. D.h. er hat Karstadt nicht geschenkt bekommen, sondern muss auch die Schulden abbezahlen bzw. sich mit den Gläubigern einigen. Und das Geschäft geht nur auf wenn Karstadt saniert wird bzw. Karstadt weiterverkauft wird und die Einnahmen dann höher als die Forderungen der Gläubiger sind.

    Ich hab keine Meinung zu Berggrün. Er ist halt ein Finanzinvestor nicht mehr und nicht weniger. So läuft nunmal unsere Wirtschaft und unser System.

  26. #29 nicht die mama (11. Jul 2014 16:22)
    #24 Schüfeli (11. Jul 2014 15:18)
    Berggruen ist eine klassische Heuschrecke (im SPD-Sinne), die sich mit Karstadt verspekuliert hat.
    So möchte ich mich auch mal “verspekulieren”, Berggrün hat sich mit den Geschäften rund um die Karstadt-Schlachtung eine goldene Nase verdient.

    Das mag sein.
    Das übliche Heuschrecken-Geschäft ist allerdings, ein Unternehmen billig zu kaufen, zu „sanieren“ und dann teuer zu verkaufen (eventuell nach der Zerschlagung).

    In diesem Sinne hat sich Berggruen verspekuliert, da nach seiner „Sanierung“ Karstadt wieder am Rande der Pleite steht.

  27. #33 nicht die mama (11. Jul 2014 18:21)

    Ja, „die Stiftung“ kann zu diesen Zwecken Ge- (Miss-) braucht werden. Ist aber, fuer MICH bedeutungslos. Mir ist es in diesem Zusammenhang völlig egal, ob „der Staat“ durch meine Protektiv-Aktionen gestärkt oder geschwächt wird. Es zählt allein, das ich seinen Zugriff auf mein Vermögen verhindere. Wenn ich ihm dabei an Erzwingungsgewalt unterlegen bin, ist ja immer so, muss ich halt die legalen Mittel einsetzen, die es mir erlauben, seiner Gewalt zu entgehen. Der arme Bürger ist da natuerlich von vornherein (oder auch von hinten herein) gefxxxt, aber ich, als Milliardär, habe da unbeschränkte Optionen, die mir vom Staat geboten werden. Das ist das Schöne am Reich sein.

  28. Man darf gar nicht darüber nachdenken, wie solche Lumpen wie Berggruen oder Middelhoff traditionelle Firmen übernehmen, in den Ruin treiben, zerteilen, verramschen und mit Gewinn die Reste verscherbeln.

    Es dürfte kein einziges dt. Unternehmen in ausländische Hände gehen!
    Auch keine Gebäude/Immobilie und riesige Flächen von Acker und Wald!

    Schluss mit dem Ausplündern unserer Volks-und Privatvermögen!

  29. @ #13 Zwiedenk (11. Jul 2014 12:22)

    Also Karstadt ist schon lange kein Filetstück mehr. Das liegt daran, dass die Leute lieber Online kaufen.

  30. Middelhoff hat den Karren doch an die Wand gefahren, da war Berggruen doch lange noch außen vor. Komischer Artikel. Es ist sehr schwierig in diesen so schwierigen Zeiten ein Unternehmen zu führen

  31. mein Gott Leute, was hier manche schreiben…

    keine Ausländische Investoren? wo wäre Deutschland heute wenn nach dem 2. WK niemand bei uns investiert hätte? die Amis und die Briten haben massiv investiert – privates Geld.

    Und wieso ist Amerika die größte Wirtschaftsmacht? – weil sie offen für alle Investoren auf der Welt sind!

    alle erfolgreichen Volkswirtschaften brauchen Investoren, ob aus dem Ausland od. nicht ist zweitrangig.

    Die Wirtschaftspolitik sollte also immer Investorenfreundlich sein. Im übrigen wirkt sich das auch friedensstiftend aus. Eine abgeschottete Volkswirtschaft für Deutschland ist undenkbar und wäre tödlich.

  32. Der Artikel ist sehr wohl PI.
    Ich arbeite selbst in einem Kaufhaus, und auch uns könnte durchaus so etwas geschehen .. denn der Druck „Kohle“ zu machen, Gewinn zu erzielen um jeden Preis, egal mit wie wenig Personal, da ja der Umsatz mit der Verkaufsfläche übereinstimmen muss, das ist der Schlüssel wieviel Personal man haben darf.. die tägliche Belastung ob der Manieren und Ansprüche „der Kunden“, die immer unverschämter werden, weil sie genau wissen, dass sie einen erpressen können, in dem man online einkauft, an die GL verpfeift, weil man nicht so freundlich sprich sich nur noch als Schuhabstreifer behandeln lässt .. wirklich, ich heule fast manchmal, wenn ich nette, liebe, höfliche Kunden habe … die einem nicht den Kaugummi ins Gesicht knatschen, die einen nicht mit vollem Mund nach etwas fragen, die ein Guten Tag und Danke über die Lippen bringen, die nicht nachdem sie sich die Finger abgeschleckt haben, die Ware angrapschen … und auch das müssen die Mitarbeiter von Karstadt noch zusätzlich zu ihrem Dilemma und ihrer Belastung wie es weitergeht ertragen … das mag sich jetzt relativ unspektakulär anhören, aber wenn man das Tag für Tag mitmachen muss ….
    Aber die größte Schande in diesem ach so reichen Deutschland ist, dass diese hart arbeitenden Menschen keine Unterstützung erfahren, wie etwa Parkbesetzer, Migranten, und Asylanten, die sofort die tollsten Handy Smartphones Klamotten usw weiter haben, dass es den Staat nicht interessiert, dass auch diese Menschen, die noch Steuern zahlen können, von denen die Gemeinschaft was hat, u.a. auch diese Ausbeuter unserer Gesellschaft ( unter denen sicherlich auch viele Deutsche sind, so mancher der Deutschen ist nun auch nicht so toll und arbeitswütig… ) aber wie bei Schlecker.. sind ja hauptsächlich nur ganz normale Frauen, und ein paar wenige Männer und keine karrieregeilen Tussis, mit denen man als Quotenfrauen punkten könnte… da kam damals natürlich einer wie Berggruen grade recht .. ich bin ja wirklich naiv, aber ich habe damals schon gedacht, ob die jetzt alle meschugge sind, die da zugestimmt haben…
    … aber wer weiss, vielleicht kommt der Emir von Katar zu Besuch, und kauft sich mal eben schnell ein paar Kaufhäuser in Deutschland und lässt sie zu Halal Läden umfunktionieren, dann dürfen die Frauen Kopftuch tragen … so manche lieben ja den Fasching …

  33. Von wem wurden denn Löhne und Gehälter die letzten 10 Jahre bezahlt bei KARSTADT? Von Berggrün ihr Dummeier ohne Plueschöhrchen!

    Und noch was: schaut mal in die Geschichtsbuecher: ein Grossteil des Karstadt-konzerns (Hertie) war früher jüdisch. Entweder wurden die Eigner mit einem Butterbrot abgespeist oder gleich enteignet.

  34. … an die GL verpfeift, weil man nicht so freundlich sprich sich nur noch als Schuhabstreifer behandeln lässt ..
    #42 Ursa

    Informativer Bericht aus der Realität. Auf einen Kunden, der sich nicht anständig benimmt, sollte man auch hin und wieder verzichten können, und die Chefs sollten ihren Mitarbeitern in solchen Fällen auch mal beistehen. So viel Stolz sollte sein. Die neue übertriebene Freundlichkeit allerorten (wie zum Beispiel das reflexartige „Schönen Tag noch“) geht einem manchmal schon auf die Nerven.

    II
    Bettinas Onkel Wolfgang ist ebenfalls ein As(s) und hat auch wieder zugeschlagen:

    Was wirklich ärgerlich an der WM ist

    … Höchst real dagegen ist diese Bedrohung: Sobald die Quotenbilanzen der Fernsehsender für das Jahr 2014 vorliegen, werden die Schnarchsäcke von ARD und ZDF sich einmal mehr als strahlende Sieger präsentieren.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/was_wirklich_aergerlich_an_der_wm_ist

  35. Nachtrag: Stark, der Onkel Wolfgang!

    ARD und ZDF muss man sich vorstellen wie Dubai on air. So gut wie nichts ist da auf eigenem Mist gewachsen. Fast alles wird außerhalb des Hauses eingekauft; an Geld gebricht es nie. Was für die einen das Öl, ist für die anderen die „Demokratieabgabe“.

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