Mitte Januar berichteten wir darüber, dass im Zeitraum Juli 2004 bis Juni 2005 4.000 Deutsche zum Islam konvertiert sein sollen, eine Zahl, die Muslimmarktbetreiber Yavuz Özoguz für viel zu niedrig hält. Im Hamburger Abendblatt haben wir jedenfalls das Vergnügen, einen dieser „klugen“ Menschen kennenlernen zu dürfen, den Hamburger Anwalt Nils von Bergner (Foto).

Verständlicherweise hat seine Frau zuerst an einen Scherz geglaubt, als ihr Mann, der sich selbst als ehemaligen gläubigen Christen bezeichnet, ihr eröffnete, er wolle zum Islam konvertieren. Dann aber merkte sie, dass es ihm Ernst war, und nun lebt man in einem wunderbar toleranten Miteinander weiter zusammen. Mit dem Islam kein Problem. Seine Ehe hätte er aber nicht auf’s Spiel gesetzt für Allah, lässt Bergner uns wissen. Wie beruhigend!

Der 36-Jährige, der seit seinem Glaubensbekenntnis auch den muslimischen Namen Ahmed Isa (übersetzt: Mohammed Jesus) trägt, ist einer von mehr als 350 Hamburgern, die 2005 zum Islam konvertierten. (…). 17 200 Deutsche, die vom christlichen zum muslimischen Glauben gewechselt haben, leben mittlerweile in Deutschland. „Die meisten von ihnen, rund 70 Prozent, konvertieren, weil sie einen Moslem heiraten“, sagt Ahmet Yazici von der Zentrumsmoschee in St. Georg. „Der Rest besteht größtenteils aus Deutschen, die sich aus Überzeugung zum Islam bekennen.“

Die Bibel steht bei Nils von Bergner weiterhin im Bücherregal – als von den Muslimen anerkannte heilige Schrift direkt neben dem Koran. Doch statt – wie früher – einmal abends zu beten, rollt von Bergner jetzt fünfmal täglich den Gebetsteppich aus. Neigt sich morgens, mittags, nachmittags, abends und nachts gen Mekka und betet auf Arabisch: „Gepriesen sei mein Gott, Gott erhört jeden, der ihn lobt.“

Und es ist offenbar völlig egal, woran man glaubt, Hauptsache, man macht es richtig. Gestern Christ, heute Moslem – wo ist der Unterschied? In der Anzahl der Gebete? Oder im Teppich?

Jedenfalls ist Bergner ein liberaler Moslem, was man bei diesem Glauben natürlich extra hervorheben muss, weil es so unüblich ist. Niemand würde betonen: „Er ist Christ, aber er zwingt seine Frau nicht zum Glauben und zu seinem Way of Life.“ Beim Islam dagegen heißt es – völlig unkritisch:

Seiner Frau zuliebe macht er viele Kompromisse. Er selbst vermeidet auch die kleinste Menge Alkohol, holt jedes verpasste Gebet nach und hält sich an die Fastenregeln des Ramadan. Andererseits verlangt er weder von seiner Frau noch von seinen Gästen, dass sie in seiner Wohnung die Schuhe ausziehen oder auf Alkohol verzichten. Und so hat er auch nichts gegen die drei Katzen seiner Frau, obwohl einige Moslems Katzen als unreine Tiere betrachten. „Der Koran wird von vielen Theologen unterschiedlich ausgelegt“, sagt der Hamburger. So sei das auch mit dem Tragen eines Kopftuches: Man solle keine Frau dazu zwingen, dürfe es aber auch keiner verbieten. Er selber würde niemals auf die Idee kommen, seiner Frau Vorschriften zu Kleidung oder Lebensführung zu machen.

Das ist großartig, wir bewundern so viel selbstverständliche Toleranz über alle Maßen! Seine Frau muss kein Kopftuch tragen, darf ihre Schuhe anbehalten und Alkohol trinken! Aber das dicke Ende kommt zum Schluss:

Dafür lässt Ellen von Bergner ihrem Mann die Freiheit als Moslem streng nach den „fünf Säulen des Koran“ zu leben. Dazu gehören das Glaubensbekenntnis, die Pflichtgebete, der Ramadan, die Armensteuer (einmal im Jahr vier Prozent des Vermögens spenden) und die Pilgerfahrt, die Nils von Bergen demnächst unternehmen will. „Diese festen Regeln und Anweisungen des Islam sind ein Grund dafür, dass unsere Religion immer beliebter bei Christen wird“, sagt Salim Abdullah, Seniordirektor des Islam-Archivs in Soest. „Sie kommen nicht zurecht mit dem Dreifaltigkeits-Dogma, sondern suchen klare nachvollziehbare Regeln“. Nils von Bergner bestätigt das: „Die ethisch-moralischen Grundsätze von Islam und Christentum sind die gleichen. Mein Glaube hat sich einfach erweitert. Ich habe jetzt das Gefühl, enger mit Gott in Verbindung zu sein.“

„Die ethisch-moralischen Grundsätze von Islam und Christentum sind die gleichen“? Die Religion der Liebe, des Vergebens und Verstehens, gelebt von Jesus, soll mit der Gewalt und dem Hass des Koran, verkündet und ausgeübt von dem pädophilen Massenmörder, Vergewaltiger und skrupellosen Verbrecher Mohammed dieselben Grundlagen haben? Der Gott der Christen soll Allah sein? Und so ein Schwachsinn steht unkommentiert in einer Zeitung? „Unterschiede zu leugnen, hebt sie nicht auf“, erklärte jüngst Kardinal Meissner. Heute glaube ich an Bachblütentherapie, morgen an Gott und übermorgen an Allah? Die Gleichsetzung von Gott und Allah, die Anerkennung Gleichwertigkeit von Christentum und Islam

widerspricht nicht nur der Hl.Schrift (der Apostel Johannes stellt sehr deutlich fest: „Wer den Sohn nicht hat, hat auch den Vater nicht“, „Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht“!), sondern auch dem gesunden Menschenverstand und ist zudem eine Beleidigung Gottes!

wie Pater Andreas Mählmann, Priester der Priesterbruderschaft St. Piux X. in München, klarstellt. Wir empfehlen Herrn von Bergner, sich einmal mit dem Artikel des Paters zu befassen. Vielleicht versteht er dann, dass „ethisch-moralischen Grundsätze von Islam und Christentum“ gegensätzlicher nicht sein können!

Maxeiner und Miersch erklärten in ihrer letzten Welt-Kolumne:

Die Gläubigen in unserem Freundeskreis finden es übrigens befremdlich, dass die Wertehausierer Religion als Instrument zur Menschenerziehung betrachten. Schließlich gibt es nur einen Grund religiös zu werden: den Glauben an Gott. Das Modell für die instrumentelle Religionspädagogik sähe ungefähr so aus: Nach einer Talkshow über Werteverfall bleibt der Zuschauer noch etwas sitzen und denkt nach: „Stimmt: Stefan Raab, Fitnessstudio und Mallorca-Urlaub – das kann doch nicht alles sein. Jetzt glaube ich an Gott.“ Klingt nicht sehr wahrscheinlich.

Stimmt, genau wie: Das mit der Dreifaltigkeit habe ich nicht verstanden. Dann glaube ich eben an Allah!

» an Nils von Bergner

(Spürnasen: Thorsten H. und Bernd Dahlenburg)

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