Bisher war das Tatmotiv für die Ermordung des türkischen Journalisten und Herausgebers der zweisprachigen Wochenzeitung Agos, Hrant Dink, in Istanbul unklar. Nun scheint aufgrund von Augenzeugen ein islamisches Tatmotiv wahrscheinlich. Der angeblich jugendliche Mörder hätte gerufen: „Ich erschoss den Ungläubigen“.

Der britische Telegraph schreibt:

Witnesses said the assailant was a teenager wearing a white cap and jeans. „He shouted ‚I shot the infidel‘ as he ran away,“ said Muharrem Gozutok, a restaurant owner.

Nach dem Mord beeilten sich unsere Medien, dem willkürlich als „gemäßigt“ eingestuften islamistischen Ministerpräsidenten der Türkei – einem strikten Befürworter islamischer Geschlechterapartheid und Befürworter von Zwangsehen inklusive von dem strikten Verbot von sexuellen Beziehungen von Muslimas mit Ungläubigen – ein Forum zur Selbstdarstellung zu bieten.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte den Mordanschlag. Das „abscheuliche Attentat“ sei „gegen uns alle als Nation, gegen unsere Einheit und unser Zusammenleben, gegen Frieden und Stabilität“ gerichtet, sagte Erdogan heute. „Unsere Trauer ist groß“, fügte er hinzu.

…schrieb z.B. „Der Spiegel“.

Das Mordopfer Hrant Dink hat das islamisch-türkische Tabuthema des Genozids an den Armeniern mutig aufgegriffen. Dieser Genozid fand im osmanischen Reich statt. Zu einer Zeit als islamisches Recht galt. Kritik am Armenier-Genozid richtet sich somit immer auch an die islamische Gesellschaftsordnung jener Zeit in der Türkei, und ist keineswegs nur als Angriff auf türkischen Nationalismus zu verstehen.

Dennoch muß man anerkennen, daß auch der laizistische türkische Staat nahezu unfähig ist, die eigene Kulturgeschichte selbstkritisch aufzuarbeiten, wie das z.B. wir Deutschen getan haben. Die Mentalität der Unfähigkeit zur Selbstkritik entspringt und basiert auf der islamischen Unfähigkeit zur Selbstkritik, und wurde vom modernen türkischen Nationalismus übernommen.

Tatsächlich fehlt es in der Türkei nicht nur an der Fähigkeit zur Selbstkritik. Im Gegenteil – man ist stolz auf die eigene Geschichte, und zwar auch dann, wenn sie besonders blutig und aggressiv war. Die Vernichtung von Konstantinopel ist Motiv bei der Namensgebung zahlreicher Moscheen, auch hier in Deutschland. „Fatih-Moscheen“ erinnern an den Befehlshaber des Massakers und Vernichters von Konstantinopel, Sultan Mehmet II.

Wo Krieg, Vernichtung und Massenmord integraler und glorifizierender Bestandteil religiöser Kulthandlungen sind, und sogar in der Namensgebung von Kultstätten wie Moscheen ihren positiven Wiederhall finden, kann es mit der Befähigung zur Selbstkritik nicht weit her sein. Man vergleiche hierzu im Kontrast die sehr selbstkritische und äußerst wünschenswerte Aufarbeitung des Nationalsozialismus, aber auch der Kreuzzüge und der Inquisition im Westen mit dem türkisch-islamischen Selbstkritik-Tabu.

Dennoch gilt ausgerechnet der anti-liberale Islamist Erdogan als hochgeschätzter Dialogpartner. Freiheitliche, menschenrechtliche Werte repräsentierende Türken, wird hingegen schon mal vorgeworfen, sie würden Vorurteile gegen den Islam schüren. Die von ihnen oftmals unter Ermordungsrisiko genannten Fakten zur Menschenrechtslage in der Türkei, widersprechen der Beschönigungspropaganda der europäischen Beitrittsbefürworter, und würden die Argumentation für einen Beitritt der Türkei zur EU nicht nur enorm erschweren, sondern die Befürworter des Türkeibeitritts in ein moralisch äußerst düsteres Licht setzen.

One of the protesters, Betiuditil Sonmez, a Turkish architect, said: „Anyone who pretends this is a democracy is a liar. A government that makes laws that target brave people like Mr Dink should be ashamed to talk about freedom of speech — they are all liars.“

Mr Dink faced a number of court cases as well as death threats relating to his comments about the mass slaughter of up to a million Armenians by Ottoman Turkish forces during and after the First World War. He provoked widespread anger in Turkey for having characterised the killings as genocide.

Mörderische Intoleranz ist in der Türkei keineswegs auf das Thema Armenier-Genozid beschränkt. In den vergangenen Jahrzehnten gab es eine ganze Reihe von Ermordungen an türkischen Säkularisten und Menschenrechtsaktivisten.

Angesichts dieser mörderischen Intoleranz in der nach wie vor kulturell vom Islam geprägten Türkei ist es umso erstaunlicher, daß sich immer noch mutige Türken finden, die sich der islamisch motivierten Unterdrückung und Beraubung ihrer Menschenrechte nicht beugen. Das „Entsetzen“ europäischer Politiker über den Mord an Hrant Dink ist ungläubwürdig, so lange nicht die Ursachen dieser Verbrechen benannt werden, und ein vollkommener Gesellschafts- Kultur- und Wertewandel der Türkei eingefordert wird.

The EU’s enlargement commissioner, Olli Rehn, said yesterday: „I am shocked and saddened by this brutal act of violence. I trust that the Turkish authorities will fully investigate this crime and will bring the perpetrators to justice.“

Islamische Verfolgung wäre ein dringend gebotener Grund Asyl zu gewähren. Wirksam wäre es allerdings im heutigen Deutschland nicht mehr, wie die zahlreichen Morddrohungen gegen Kritiker des Islam sowie Menschenrechtlern wie Seyran Ates zeigen. Mit der Ausbreitung des Islam in Europa wird die islamische Intoleranz, die bis hin zur Ermordung von Kritikern islamisch motivierter Menschenrechtsverletzungen wie des Islam selbst reicht, mit importiert. Europa verweigert eine Ursachenanalyse dieser Intoleranz, und feiert im Gegenteil die Ausbreitung islamischer Ethik und Indoktrination bei jedem weiteren Moscheebau als Beleg der eigenen Toleranz.

Der Mord an Hrant Dink sowie die politischen Reaktionen darauf sind ein Schlaglicht auf die Zukunft Europas, wo man die „Islam-Integration“ anstrebt. Das Fallbeispiel Türkei zeigt, daß selbst fast ein Jahrhundert säkulare Bemühungen die Menschenrechtslage nicht tiefgreifend verbessern konnten, weil die kulturell-religiöse Ursache dieser Menschenrechtsverletzungen nicht konsequent angegangen wurden.

Gegenüber den numerisch eher wenigen politischen Morden sind die islamisch-kulturellen Verbrechen weitaus zahlreicher, und oft ausgesprochen grausam. An der pro-islamischen, pro-türkischen Haltung von Politik und Medien im Westen haben all diese Umstände bislang nichts geändert.

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