cover_rosenfeld_250.gifEs hat schon immer fürsorgliche Nichtjuden gegeben, die genau wussten, was das Beste für die Juden wäre, die nicht in der Lage waren, für sich selbst zu sorgen: Mal war es die Konversion, mal die Deportation, heute ist es die Distanzierung von Israel, die öffentliche Selbst-Entzionisierung der Juden sozusagen. Um dieses neuerliche Assimilationsangebot geht es in Alvin H. Rosenfelds Essay »Fortschritttliches« jüdisches Denken und der Neue Antisemitismus, das zunächst in Amerika und jüngst auch in Deutschland aufschlussreiche Affekte provozierte.

Der Text ist gerade auf Deutsch im Ölbaum-Verlag in der Edition Pacific Palisades erschienen; das Vorwort von Leon de Winter stellt den europäischen Kontext her, Christian J. Heinrich und Robert A. Wiesengrund wenden Rosenfelds Überlegungen auf den deutschen Versuch zur Rettung der »Israelkritik« an.

Wer nun genau wissen will, was es mit dem »Alleinvertretungsanspruch des organisierten Berufsjudentums und seiner publizistischen Bannerträger« auf sich hat, und ob der Text Rosenfelds wirklich für einen »vorläufigen Tiefpunkt der Debatte sorgte« (taz vom 21. Februar 2007), sollte das Büchlein für einen Beitrag von fünf Euro direkt beim Ölbaum-Verlag ordern.

(Spürnase: Hector Calvelli)

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3 KOMMENTARE

  1. bekomme das Buch demnächst zugeschickt und freue mich schon auf einen Zuwachs von wohl ausgearbeiteten Argumenten in zukünftigen Diskussionen 🙂

    —-

    Heribert Prantl:„Auch Du bist Pazifismus!“
    oder auch Claudia Roth:„Ich bin tief betroffen und auch ein Stück weit traurig ………………….“

  2. „(…) sollte das Büchlein für einen Beitrag von fünf Euro direkt beim Ölbaum-Verlag ordern.“

    Dummerweise liegt die Mindestbestellsumme bei 6.00 EUR, die 2,14 EUR für den Versand nicht eingerechnet.

  3. Hab mir den Text auf Calvelli reingezogen, kann nur schlussfolgern:

    Den deutschen Schrotthändler derbsten geistigen Sondermülls kann man in der Regel recht schnell mit einem beherzten „Arschloch!“ abfertigen, das französiche Pendant mit „Con!“, den spanischen Vertreter dieser Spezies mit „¡Qué gilipollas, qué coño …!“ abfertigen, nur wenn dieser geistige Schrotthändler Jude ist, wird er in den internationalen Medien im ganzen politischen Spektrum begeistert herumgereicht und kann sich so sogar seinen Lebensunterhalt „verdienen“.

    Im übrigen ist es klar, wenn die Angst in Israel ständig wächst, wenn die muslimische Welt von den übelsten antisemitischen Klischees von der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nur so durchsetzt ist.

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