arafat_mont_200.jpgEs ist wie ein Naturgesetz. Wenn die muslimischen Bewohner des Gazastreifens nicht genug Israelis umbringen können, fallen sie übereinander her. Das ist das Ergebis eines Erziehungssystems, das seit Jahrzehnten daran arbeitet, Kinder von klein auf zu blind gehorchenden Terroristen zu erziehen. Gerade ist es wieder so weit, und Nahostexperten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens erklären uns aus dem sicheren Hotel in Tel Aviv, dass das ausbleibende Geld der EU und die daraus resultierende Perspektivlosigkeit der Araber für die Unruhen verantworlich seien. Wie es wirklich in Gaza zugeht, erfährt man etwas genauer aus der israelischen Zeitung Ha’aretz.

Die Ha’aretz schreibt am 12.06.2007 (Übersetzung: Newsletter der israelischen Botschaft, Deutschland):

Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas im Gaza-Streifen treiben einem erneuten Höhepunkt entgegen. Seit Montag sind bereits 17 Menschen getötet worden, die Zahl der Verletzten beläuft sich auf über 40. Die überkochende Gewalt verwandelt Krankenhäuser in Schlachtfelder und Straßen in öffentliche Hinrichtungsstätten. Ein Ende der Kämpfe ist gegenwärtig nicht in Sicht.

Die Eskalation begann gestern, als Terroristen der Hamas nach blutigen Kämpfen zwei Krankenhäuser unter ihre Gewalt brachten. Auslöser war die Ermordung von Hamas-Mitgliedern, die zur Behandlung in die Krankenhäuser eingewiesen worden waren. Zu späterer Stunde belagerten Bewaffnete das Haus des dienstältesten Fatah-Politikers in Nordgaza, um ihn dann letztlich auf die Straße zu zerren und zu exekutieren. Nach Angeben der Rettungskräfte wurde er von 45 Kugeln regelrecht durchsiebt.

Am heutigen Dienstag wurden die Kämpfe fortgesetzt. Dabei verübte die Fatah einen Anschlag auf das Haus des palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Hanyiah. Der Hamas-Politiker und seine Familie waren zu dieser Zeit zuhause, blieben jedoch unverletzt. Zuvor hatten Hamas-Milizen den Fatah-Politiker Hassan Abu Rabi in ihre Gewalt gebracht und bei ihrem Angriff auf sein Haus dessen 14jährigen Sohn sowie drei Frauen getötet.

Währenddessen rufen sowohl die Hamas als auch die Fatah in den Medien und in Mitteilungen an ihre Anhänger zur Liquidierung der militärischen und politischen Führung des Gegners auf. Beide Seiten bezeichnen die Kämpfe, die Tag für Tag brutaler werden, als totalen Bürgerkrieg.

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