Nachdem wir jetzt von dem Frankfurter Grünen Jean Claude Diallo belehrt wurden, dass wir nach dem Messerangriff auf den Rabbiner den „differenzierten Blick“ nicht verlieren dürften, der uns bezogen auf die Neuen Bundesländer gerade aberzogen wird (O-Ton Roth: Untersuchungsunabhängiges eigenes Urteilsvermögen einsetzen), ist jetzt auch die Polizei soweit, aufrund der Äußerung „Scheiß-Jude, ich bring Dich um“ einen antisemitischen Tathintergrund in Erwägung zu ziehen.

In den Alten Bundesländern ist eben alles komplizierter – vor allem, wenn der Täter Moslem ist.

Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland warf am Montag die Frage auf, ob sich gläubige Juden in der Bundesrepublik noch offen auf der Straße zeigen können oder ob sie sich verstecken müssen. (…) Die Vereinigung orthodoxer Rabbiner wies am Montag darauf hin, dass Hass auf Minderheiten nicht nur in rechten Kreisen vorkomme. Alle demokratischen Kräfte in Deutschland seien aufgerufen, gemeinsam gegen diesen Hass einzutreten. Ähnlich äußerte sich der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Er rief die Muslime in Deutschland dazu auf, sich stärker «gegen Extremismus und jegliche Feindschaft zwischen den Menschen einsetzen». Der frühere Zentralrats-Vize Michel Friedman warnte davor, die «Dynamik» zu unterschätzen, mit der Neonazis und Islamisten in Deutschland zusammenarbeiteten. Er befürchte, dass diese Zusammenarbeit in den nächsten Monaten und Jahren noch verstärkt werde. Juden dürften sich vor dem Hass von Extremisten jedoch nicht verstecken, sondern müssten selbstbewusst ihre Identität leben. «Alles andere wäre ein Nachgeben gegenüber dem Hass», sagte Friedman

Viele Erkenntnisse auf einen Streich: Nazis und Islamisten haben gleiche Ziele, und die Muslime sind noch nicht mal auf Bitten bereit, sich von dem Täter zu distanzieren. Vermutlich werden wir uns bald entschuldigen, dass wir überhaupt gefragt haben.

Wie das politische und mediale Szenario aussehen würde, hätte sich selbiger Vorfall mit deutschen Glatzen in Sachsen oder Brandenburg ereignet, kann sich jeder ausmalen. Von „differenziertem Blick“ und der höflichen Bitte nach Distanzierung von der Gewalttat in Neonazikreisen kann man dann sicher nicht ausgehen.

(Spürnase: FreeSpeech)

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17 KOMMENTARE

  1. Der Haß der Mohammedaner auf die Juden muß wohl tiefsitzen, wenn ihre Funktionäre es nicht mal schaffen eine Distanzierung – und sei sie noch so lau und butterweich – von diesem Mordversuch auszusprechen.

    Ein Schweigen verrät manchmal mehr als tausend Worte.

  2. Krass ist überhaupt, dass die eine Tat so herabgespielt wird und die andere (verprügelte Inder) dermassen mediale Aufmerksamkeit erhält. Man sieht hier doch wieder einmal, wie einseitig die Berichterstattung ist.

  3. In seinem Buch „Allah und die Juden“ räumt H.P. Raddatz (wie auch G. Eussner) sowieso endlich mit der falschen Annahme auf, der Antisemitismus sei über die Nazis den Arabern schmackhaft gemacht worden.

    Islamischen Antisemitismus gibt es, seit es den Islam gibt. Und man sollte sich durch den Wortstamm „Sem“ nicht irre machen lassen, der Gemeinsamkeiten suggeriert.

    Die Nazis wussten natürlich um die Judenfeindlichkeit der Araber – und dementsprechend konsequent haben sie sich diese Feindschaft zunutze gemacht.

  4. Wieso muß man die muslimischen Verbände erst auffordern, sich zu äußern? Warum machen die das denn nicht von sich aus? Ist da die Solidarität mit den Glaubensbrüdern vielleicht größer als das Mitgefühl mit dem Opfer? Oder wird die Tat gar nicht als Unrecht angesehen?

  5. Eine typische Opfergabe der Opportunisten. Um die „friedliche Multi-Kulti-Gesellschaft“ etablierbar zu halten, muss man halt ein paar Menschen (hmm Moment… Tiere auch!) hergeben, damit die angebliche Koexistenz auch funktioniert. Sind unsere Politiker eigentlich noch Opportunisten? Oder folgen sie einfach absolut kranken Idealen der 68er-Verbrecher?

    Aber naja. Der Täter (wenn gefasst) kommt eh nicht lange in den Knast, wenn überhaupt.

  6. „… ist jetzt auch die Polizei soweit, aufrund der Äußerung “Scheiß-Jude, ich bring Dich um” einen antisemitischen Tathintergrund in Erwägung zu ziehen.“

    Ach was, das ist ihm bestimmt bloß so rausgerutscht im Rahmen einer hitzigen Diskussion über die Politik Israels und das Leiden der selbsternannten „Palästinenser“ ( ein Wort, das bis in die 1960er Jahre hinein mit „Jude“ oder „Israelit“ bedeutungsgleich war ). Wie soll man denn diese unmenschlichen Zionisten nennen, die arabische Kinder zum Frühstück verspeisen ?

  7. @#5 einceller (11. Sep 2007 19:17)

    Sind unsere Politiker eigentlich noch Opportunisten?

    „Unsere Politiker“ kommen doch aus der Mitte unserer Gesellschaft. Also, was erwartet ihr von ihnen? Dort wo Disteln gesät sind, wachsen eben Disteln und kein Weizen!

    Das mit dem arabischsprechenden Täter überrascht doch wirklich niemanden. Es ist doch von den „ehrenwerten“ Dienern Allahs nie ein Hehl daraus gemacht worden. Zumindestens nicht dort, wo sie das Sagen haben.

  8. So weit sind manche schon gesunken: Niggemeier schmäht Friedman, weil er die am Massenmord gehinderten deutschen, türkischen und sonstigen Gotteskrieger im Namen des Propheten als feige Mörder bezeichnet hat.
    Das freut die Islamisten, wenn ihre zukünftigen Mordopfer sich gegenseitig fertig machen.
    Weiß denn der Bildblogger und Medienjournalist nicht, dass Juden und Homosexuelle ganz oben auf deren Todeslisten stehen, gleich hinter den Amerikanern.
    Und warum prangert er die Bildzeitung im Fall Eva Herman nicht wegen ihrer aufgebauschten Berichterstattung an, was ja sonst zu seiner Lieblingsbeschäftigung gehört?
    Gut, dass sein Bildblog inzwischen täglich von den Bildblogkommentaren beobachtet wird. PI kann schließlich nicht alles selber machen und muss sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. So wichtig sich Leute wie Niggemeier auch nehmen mögen, sie sind kein Thema für ein großes Blog, sondern allenfalls für kleinere.

  9. Wenn endlich einmal die jüdischen Gemeinden kapieren würden wo der Feind ihrer Gemeinschaften steht wäre schon viel gewonnen !

    Dieses oft einseitige festlegen auf „Deutsche Rechtsextreme“ hilft nur den tatsächlichen Totengräber der Freiheit.

  10. Wo ist denn eigentlich Tiqvah Bat Shalom geblieben ?.
    Habe schon seit einiger Zeit nichts mehr von ihm gelesen !

  11. Die Nazis wussten natürlich um die Judenfeindlichkeit der Araber – und dementsprechend konsequent haben sie sich diese Feindschaft zunutze gemacht.

    hinzuzufügen wäre:

    Die Nazis wussten und wissen um die Judenfeindlichkeit der Araber….

  12. Man kann eine“gesunde Volksmeinung“ nicht aendern, insbesondere wenn die Meinungstrager in den Millionen informationsresistent sind. Man kann ihr nur ausweichen.

    Wenn ich Jude waere, wuerde ich aus Deutschland, innerhalb des naechsten Jahres verschwinden.

  13. Ich bin mir nicht sicher, ob die jüdische Minderheit keine Lehren aus der Geschichte gezogen hat.

    In einigen europäischen Staaten stellten die besseren Kreise der jüdischen Bevölkerung, Staatsminister und haben eine Assimilationspolitik eingeleitet.

    Geistige Vorbereiter in Deutschland vor allem Mendelsohn. Gegen den Antisemitismus hat das wenig geholfen. Es half dem Juden gesellschaftlich nicht, dass er kein Judentum praktiziert und sich assimiliert.

    Insofern wäre kritisch anzufragen, ob es Moslems hilft, eine laue Auffassung vom Islam zu haben und sich zu assimilieren.

    Die jüdischen Organisationen wären schlecht beraten auf Minderheiten einzuschlagen. Das ist auch nicht ihre Politik.

    Der Zionismus ist eine Reaktion auf die gescheiterte jüdische Emanzipation in Europa. Woher kommen denn die jüdischen Einwanderer in Palästina ? Aus Europa und aus aller Welt. Die Wiedererrichtung des jüdischen Staates ist eine Landnahme. Natürlich regt sich gegen den Zionismus politischer Widerstand. Alles andere wäre ja ziemlich blauäugig.

    Gruß Camelot

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