gottin.jpgAm Donnerstag, 6. Dezember, wurde in Freiburg i.Ü. eine Ausstellung „Gott weiblich“ im Museum für Kunst und Geschichte eröffnet. Es geht darin, wie die Printausgabe des Tagesanzeigers berichtet, um „das Menschenrecht, sich Gott weiblich vorzustellen“. Besonders interessant sind die aufgeführten Begründungen zur Verschleierung von Frauen.

Das Frauenhaar gebändigt:

Die nach 14 Themen unterteilte Ausstellung liefert beispielsweise den Bildbeweis, dass die Kopfbedeckung der Frauen in den monotheistischen Religionen ein Akt der Bevormundung durch die Männer ist. Mit Amuletten veranschaulicht sie, wie in den polytheistischen Religionen des alten Orients und der Antike das Haar der Göttinnen attraktiv inszeniert wurde. Die monotheistischen Religionen mit ihrer rigiden Sexualmoral haben das Frauenhaar gebändigt und versteckt. Keel zufolge ist das heftig diskutierte islamische Kopftuch Teil einer großen monotheistischen Tradition, bei der die Männer die eigene Disziplinlosigkeit auf die Frauen projizieren.

Die Ausstellung «Gott weiblich» im Fribourger Museum für Kunst und Geschichte, Rue de Morat 12, läuft noch bis zum 6. April 2008.

» Infos unter: www.fr.ch/mahf

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15 KOMMENTARE

  1. Besonders interessant sind die aufgeführten Begrünungen zur Verschleierung von Frauen.

    Hat Claudia Roth auch was gesagt oder warum wird da was begrünt? *wundert sich*

  2. Ich hatte bisher immer gedacht, dass Verschleierung den Frauenraub zu einem Lotteriespiel machen sollte…“barbarische Horden“, welche die Stämme überfielen (die zumindest nicht weniger barabrisch waren), sollten nicht nur die hübschen Frauen stehlen und die hässlichen vor Ort belassen. Und da das Auspacken Zeit kostet und die Horden nur Weibsvolk einpacken wollten, musste man den Verteidigern eben Zeit lassen, den Krummsäbel zu greifen.

    So in etwa.
    Aber man lernt ja nie aus 🙂

  3. ähem.. gott ist ohne form, also bleibt die frage zumindest für Sikhs aus ob gott männlich oder weiblich ist.

    aber ist immer süss die christen, juden und muslime streiten zu sehen wie gott denn nun aussieht.. und was es zwischen den beinen hat.

  4. Das Menschenrecht sich Gott vorzustellen wie man will. Ich dachte das hätten wir eh. Jeder kann sich seinen Gott vorstellen, wie er will. Wem’s spaß macht auch als ET.
    Bin ich der einzige der das nicht versteht.
    Die Gedanken sind frei und waren es auch immer. Schon allein deshalb, weil man sie nicht kontrollieren kann. Und Religionsfreiheit haben wir auch nicht erst seit gestern. Wer also eine Religion mit weiblichem Gott gründen will, bitte schön. Und über welches Problem, wird jetzt eigentlich diskutiert. Ich sehe keins.
    Ihr wollte nen weiblichen Gott. Warum nicht.
    Wenn die Göttin große Brüste hat, schau ich vielleicht auch mal vorbei 😉
    Das wäre dann eine Sex Göttin, aber nein, das hab ich ja schon 😀

  5. Wie kommt man den überhaupt auf die idee das Gott männlich oder weiblich sein woll, die Götterkulte der alten zeit hatten männliche oder weibliche götter die wie menschen nachwuchs zeugen konnten,aber der eine Gott wurde wieder gezeugt noch hat er gezeugt sonst wärte er nicht der eine Gott.

  6. „Göttin“ macht ohnehin mehr Sinn. Wer gebärt das Leben? Nicht der Mann, oh nein. Was der zur Zeugung beiträgt ist ja wirklich nichts anderes als DNS. Rein, raus, fertig. Die Hauptarbeit für den Nachwuchs trägt der weibliche Teil. Der männliche „Gott“ ist doch ohnehin nur ein Symbol männlicher Selbstbestätigung und „Macht“.

  7. Es geht darin, wie die Printausgabe des Tagesanzeigers berichtet, um “das Menschenrecht, sich Gott weiblich vorzustellen”.

    Religiös motivierter Feminismus.
    Lächerlich.

  8. Die versteckte Göttin
    Am Donnerstag, 6. Dezember, wurde (…)eine Ausstellung „Gott weiblich“ im Museum für Kunst und Geschichte eröffnet. Es geht darin (…)um “das Menschenrecht, sich Gott weiblich vorzustellen”(…)

    Einerseits stimmt es, die monotheistischen Religionen sind deutlich männlich-patriarchalisch geprägt- Gott ist ein Mann.

    Andererseits fällt mir -bezüglich des Christentums (v.a. des Katholizismus) – eine wichtige Abweichung von diesem
    „Männlichkeitswahn“ auf: Die (auch emotional)sehr stark die Religiosität der Gläubigen prägende Verehrung der Maria, der Muttergottes.
    Ich bin zwar weder Theologe noch Katholik, aber die Rolle, welche Maria und weibliche Heilige im Katholizismus spielen, scheint mir von größter Bedeutung zu sein. Ich meine, die Vorstellung, Gott sei ein Mann, wird hierdurch schon ein Stück weit relativiert. Um die tiefe Verehrung für Maria und weibliche Heilige zu verdeutlichen, hier ein Zitat aus „Die Kraft der Vernunft“ von Oriana Fallaci.

    „(…)erinnern Sie sich, was Sobieski vor der Schlacht rief? Er rief: Soldaten, es geht nicht nur darum, Wien zu retten! Es geht um das Christentum, die Idee der Christenheit! Erinnern Sie sich, was er in der Schlacht rief? Er rief: Soldaten, kämpfen wir für die Jungfrau von Tschenstochau! (Oh ja. Die Jungfrau von Tschenstochau. Die Schwarze Madonna, die sie so sehr verehren(…)“.

    Interessant finde ich hier die Tatsache, daß die in einem Krieg kämpfenden Männer ihre Kraft und Hoffnung aus der tiefen Verehrung für eine Frau schöpfen, d.h. sie rufen nicht etwa zu dem (männlichen) Gott oder zu Jesus, sondern eben zu Maria.

    Ein weiteres Beispiel für eine wichtige Relativierung des „Männlichkeitswahns“ im Christentum ist die sehr positive Einstellung des Jesus von Nazareth gegenüber Frauen bzw. dessen Umgang mit ihnen (Z.B. bei der Frau am Jakobsbrunnen, oder auch sein Vorgehen gegenüber der Ehebrecherin: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“).
    Im Islam hingegen gibt es nichts vergleichbares. Dort werden Frauen (bzw. alles weibliche, also auch kleine Mädchen)
    in widerwärtigster Weise verteufelt. Für den Islam sind Frauen letztlich nur Fußabtreter, nicht mehr wert als ein Möbelstück oder ein Tier.
    Fazit: Die Wertschätzung Frauen gegenüber ist in unserer westlich-abendländischen Kultur durch religiöse Vorstellungen bedingt unvergleichlich besser als in der mohammedanischen Unkultur.
    Ob Gott ein Mann ist, halte ich daher nicht für das alles Entscheidende. Es kommt vor allem darauf an, welchen Umgang zwischen Männern und Frauen durch die jeweilige Religion gelehrt wird. Lehrt die Religion Menschlichkeit, Güte, Barmherzigkeit, Liebe, Gnade usw zwischen Mann und Frau, so ist diese Religion gut (Judentum, Christentum). Lehrt eine Religion Haß, Verfolgung, Ausbeutung, Grausamkeit, Frauenverachtung, so ist sie schlecht (Islam).

  9. Zum Menschenrecht, sich Gott weiblich vorzustellen, fällt mir nur ein, daß von einem Recht Gott gegenüber zumindest in den drei monotheistischen Religionen keine Rede sein kann. Diese Vorstellung würde ich eher als Gotteslästerung bezeichnen.

    In heidnischen Kulturen hat es dagegen immer schon Skulpturen gegeben, die in meist üppiger Darstellung weiblicher Formen als Fruchtbarkeits-Gottheiten fungierten.

    Manchmal frage ich mich, ob man der Einführung der Scharia bei uns nicht auch positive Aspekte abgewinnen könnte, beispielsweise zur gedanklichen Anschärfung der Frage, was man sich unter Menschenrecht vorstellen muß.

    E.Ekat

  10. Der Begriff Allah ist weder männlich noch weiblich.

    Im Gegensatz zum deutsch Wort Gott, zu welchem man auch die weibliche Form Göttin bilden kann,
    funktioniert das beim arabischen Begriff nicht.

  11. Ich würde sagen, dass „Gott“ als solcher weder männlich noch weiblich sein kann, denn Er hat diese Kategorien überhaupt erst geschaffen (siehe auch Genesis 1,27)

    Das wir unseren Gott (also den christlichen) mit „Vater“ anreden sollten, liegt sicherlich in der damaligen Zeit begründet, aber ehrlich gesagt, hatte ich damit noch nie ein Problem.
    Gott ist für mich Vater und Mutter gleichzeitig (also ich mein, Er hat von beiden Eigenschaften), ist aber weder auf das eine noch auf das andere festgelegt. Aber Jesus hat mich gelehrt „Vater unser im Himmel…“, also red ich Ihn auch so an, oder?

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