Warning_at_the_entrance_of_Khyber_Pass

Nach sieben Monaten in der Gewalt grausamer pakistanischer Moslems konnte  der Journalist David Rhode gemeinsam mit seinem Dolmetscher in einem unbeobachteten Augenblick seinen Peinigern entkommen. Die beiden trafen in der Nähe des pakistanischen Dorfes, in dem sie gefangen gehalten wurden, glücklicherweise auf Soldaten, die sie in Sicherheit brachten. Um die Verhandlungen nicht zu erschweren, war die Gefangennahme des prominenten Reporters von allen Medien monatelang geheim gehalten worden.

Der SPIEGEL berichtet:

Auf dem Weg zu einem Interview mit einem Taliban-Kommandeur waren Rohde, sein Fahrer und sein Dolmetscher von Bewaffneten verschleppt worden. Sehr schnell wurde in Geheimdienstkreisen angenommen, dass Rohde und die beiden anderen Männer an Kämpfer des Taliban-Fürsten Dschallaludin Hakkani übergeben worden und nach Pakistan gebracht worden seien.

Hakkani gilt als blutrünstiger Kommandeur mit engen Verbindungen zum Terror-Netzwerk al-Qaida. Im Gegensatz zu anderen Geiselnahmen, das war schnell klar, würde mit ihm nicht über Lösegeld zu verhandeln sein. Vielmehr erwartete man, dass er Rohde als Werkzeug seiner Terror-Propaganda nutzen würde.

Fatal erinnerte der Fall an Daniel Pearl, den Reporter des „Wall Street Journals“, der nach seiner Entführung in Pakistan im Jahr 2002 vor laufender Kamera getötet worden war. Ein ähnliches Schicksal, musste man fürchten, drohte auch David Rohde.

In den kommenden Monaten setzte die „Times“, vor allem aber auch die Ehefrau von Rohde, alles in Bewegung, um den Reporter freizubekommen. Immer wieder gab es Lebenszeichen des 41-Jährigen. Mal waren es Anrufe, dann Videos, in denen der Journalist mit seinen schwerbewaffneten Peinigern zu sehen war.

Rohde gilt in der Reporterszene als einer der besten Kenner der Krisenregion. Mit seiner dürren Statur, seinen hinter einer Intellektuellen-Brille versteckten Augen und seiner diskreten, freundlichen Art aber gehört er in der von selbstverliebten Raubeinen geprägten Szene einer seltenen Sorte an.

Stets leise und doch penetrant bei seinen Fragen und Recherchen, erarbeitete sich der Reporter einen exzellenten Ruf und beste Kontakte zu allen Konfliktparteien. Zuerst auf dem Balkan und am Ende in Afghanistan und Pakistan war oft er es, der exklusive Storys recherchierte und so nah an den Beteiligten war wie kein anderer.

Was die Taliban für die Freilassung forderten, wurde geheim gehalten. In Kabul aber war zu hören, dass sie die Freilassung von vielen ihrer Kampfgenossen aus afghanischen Gefängnissen zu erpressen versuchten. Obwohl sich die Regierung von Hamid Karzai in der Vergangenheit immer wieder auf solche Deals eingelassen hatte, erschien ein Eingehen jetzt so gut wie unmöglich.

Rohde, so schien es jedenfalls, war dem Tod geweiht.

Der einheimische Fahrer des Journalisten und seines Dolmetschers hatte sich in guter Moslemtreue nach der Entführung den Verbrechern angeschlossen.

(Spürnase: John A., Foto: Warnung an Fremde am Khyber Pass, Pakistan)

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21 KOMMENTARE

  1. Glücklicherweise hat die Geiselnahme ein gutes Ende gefunden. Man kann nur hoffen, dass es für andere Geiseln, die sich nur unter Barbaren befinden, einen ähnlichen guten Verlauf nimmt. Dem Journalisten kann man nur wünschen, dass er schnell diesen Zeitabschnitt vergisst und zu einem normalen Lebens- und Arbeitsverlauf kommt.
    Behörde unterstützte pakistanische Mörder

  2. Fragt nach bei Schäuble !

    Sicher war der Journalist nicht bei den moderaten Taliban

    Moderate Taliban sind eine Erfindung der Grünen/Linken/Gutmenschen+Politdeppen.

    Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen in den Taliban-Verliesen verrotten.

  3. OT: Kommentare auf Welt.de über die Demonstrationen im Iran. Ich finde es mittlerweile auch gar nicht mehr lustig, was für Idioten sich da tummeln:

    http://www.welt.de/politik/article3966200/Mindestens-13-Tote-bei-Unruhen-im-Iran.html?page=0#article_readcomments

    „Humanist sagt:
    In einer funktionierenden Demokratie müssen sich die verlierer einer Abstimmung dem Willen der Mehrheit beugen und nicht auf den Straßen skandieren.

    In Deutschland nehmen wir die Merkel ja auch einfach hin, dabei haben die meisten Merkel noch nicht einmal gewählt!“

    „Kritischer Denker sagt:
    Inwiefern kann man den westlichen Medien trauen, die von vornherein voreingenommen ggü. dem iranischen System waren? Es wäre kein Wunder, wenn in diesen Tage das Atomprogramm des Iran sabotiert wird. Meines Erachtens ist hier eine große Manipulation im Gang.“

    Später dann nochmal „Kritischer Denker sagt:
    Wie in vielen Beiträgen zuvor, vermischen sich hier Antiislamische, teils rassistische Ansichten mit pseudedemokratischen Meinungen! Es ist beschämend, wie dumm einige Verfasser sich hier zu Ereignissen äußern, denen Sie nicht beiwohnen, aber meinen, etwas „besser “ zu wissen, als viele Beteiligte. Ich entziehe mich hier weiterer Kommentare, möchte aber betonen, dass es sicherlich noch andere kritische Denker gibt, die erst überlegen, bevor sich etwas von sich geben.“

    Der reinste Hohn, wenn er anderen Verfassern Dummheit vorwirft…

    „Yankeegohome sagt:
    Die USA hatten zahlreiche Länder durch eine Strategie der „asymmetrischen Kriegführung“ unterjocht. Auch dabei sind tausende Menschen gestorben, aber nicht auf einen Schlag wie mit einer Bombe.
    Es bedeutet, dass man das Herz des Landes infiziert, dass man eine bösartige Wucherung in Gang setzt und zuschaut, wie der Faulbrand erblüht.“

    Vom Faulbrand in seinem Kopf ganz zu schweigen.

    „enough! sagt:
    aha, die letzten Tage Wohnhäuser von Achmedinedjad-Wäjlern anzünden, heute schon Krankenhäuser? Das ist doch krank! das ist geplanter Mord. Also wenn die bei den Autos bleiben würden, aber da werden mittlerweile Bombenanschläge geplant.

    Also ich habe im Jahr 2005 8 Monate im Iran gearbeitet und bin entsetzt über die Ereignise. Der Iran ist entgegen westlicher Berichterstattung ein modernes Land mit einer funktionierenden Demokratie.“

    Eine moderne Demokratie also…

    „Benni sagt:
    lol, der Musavi hat inzwischen seine Bereitschaft zum „Märtyrertod“ verkündet.

    Respekt vor soviel Demokratieverständnis :/
    Nene, der Achmed ist wohl doch die bessere Wahl, auch oder gerade weil er den USA und der kriegerischen NATO kritisch gegenübersteht.“

    „SAM sagt:
    Iraner kann 2 Optinen wählen:
    A. Mehr Freiheit , aber der West kontrolliert Iran.
    B. Weniger Freiheit , aber Lran gehört noch Iraner.
    Fazit: Man kann nicht alles gleichzeitig haben.
    So was kennen wir Chinesen schon lange. Der West hofft nur, dass Iran ins Chaos abstürtzen würde.
    Der West ist keine nette Oma!“

    Diese Kommentare lassen sich ewig fortsetzen.
    ______________________________________

    Zum Glück gibt es aber auch andere Stimmen, denen ich mich voll anschließen kann:

    liberalerBürger sagt:

    „Hier auf WELT-Online scheinen sich ja jede Menge Provokateure zu tummeln, hinter denen gewiss die politische Abteilung der Iranischen Botschaft in Berlin steckt.

    Normalerweise unterscheidet sich ja die Zensur bei WELT-Online nicht allzu sehr zum Iran, daher wundert es mich, was hier an Texten geduldet wird.

    Leute – hier kämpft eine junge, aufgeklärte Generation, die in einem Steinzeitsystem aufwachsen mußte um ihre Grundrechte! Und diese geknechteten jungen Menschen setzen dafür ihr Leben auufs Spiel. Sich darüber lustig zu machen bzw. hier spitzfindig herumzusinnieren zeugt von kaum Demokratieverständnis. Na ja, die meisten totalitär gesinnten PDS-Linke-Wähler sitzen als Hartzies ohnehin den ganzen Tag vor dem Computer, da hat man genug Zeit, viel Unsinn zu verbreiten!“

  4. Der einheimische Fahrer des Journalisten und seines Dolmetschers hatte sich in guter Moslemtreue nach der Entführung den Verbrechern angeschlossen.

    Falsch. Der Dolmetscher konnte nur nicht entkommen.

    Aber zum Glück gab es die muslimischen pakistanischen Soldaten, von denen die beiden Ex-Geiseln in Sicherheit gebracht wurden.

  5. Der einheimische Fahrer des Journalisten und seines Dolmetschers hatte sich in guter Moslemtreue nach der Entführung den Verbrechern angeschlossen.

    Sorry, ich meinte: der Fahrer konnte nicht entkommen sondern ist weiter als Geisel festgehalten. Den Entführern angeschlossen hat er sich sicher nicht.

  6. Warum heisst es immer Terror-Netzwerk al-Qaida und nicht Terror-Netzwerk Islam?

    oder hat Islam nicht mit dem Islam zu tun? *ironie*

  7. m die Verhandlungen nicht zu erschweren, war die Gefangennahme des prominenten Reporters von allen Medien monatelang geheim gehalten worden.

    Na, da war die New York Times aber auch ein bisschen heuchlerisch! Im selben Zeitraum wie Rohde wurde auch ein französischer Entwicklungshelfer entführt, von dem nach wie vor jede Spur fehlt. Über den haben sie lang und breit berichtet.

    Die Taliban sind menschlicher Abschaum. Wer würde Entwicklungshelfern etwas antun, Menschen, die gekommen sind nur um zu helfen?

    Verdammte Barbaren…

  8. Um die Verhandlungen nicht zu erschweren, war die Gefangennahme des prominenten Reporters von allen Medien monatelang geheim gehalten worden.

    Das ist sehr löblich von den Medien. Aber hätten sie sich auch so verhalten, wenn es nicht um das Leben eines der ihren gegangen wäre?

    … erarbeitete sich der Reporter einen exzellenten Ruf und beste Kontakte zu allen Konfliktparteien.

    Selbst „beste Kontakte zu allen Konfliktparteien“ scheinen in jenen Breiten keine Sicherheitsgewähr darzustellen.

    Schön, dass Rhode entkommen ist (und den Massaker-Muslimen nebenbei eine kleine Schlappe beigebracht hat).

  9. Der Journalist Rohde hat nun viele Exklusivstories zu liefern und bekommt eine für einen Reporter ideale Plattform.

    Die „Entführung“ von Susanne Osthoff, welche danach vollverschleiert Interviews gab, war z.B. schon merkwürdig.

    Manchmal kann man weder Entführern noch Entführten trauen, weil einfach der Hintergrund unklar bleibt.

  10. Und jetzt noch mal ## 11 + 12 im Duett:

    Um die Verhandlungen nicht zu erschweren, war die Gefangennahme des prominenten Reporters von allen Medien monatelang geheim gehalten worden.

    #12 Israel_Hands (21. Jun 2009 14:36)

    Das ist sehr löblich von den Medien. Aber hätten sie sich auch so verhalten, wenn es nicht um das Leben eines der ihren gegangen wäre?

    #11 Noergler (21. Jun 2009 14:27)

    Im selben Zeitraum wie Rohde wurde auch ein französischer Entwicklungshelfer entführt, von dem nach wie vor jede Spur fehlt. Über den haben sie lang und breit berichtet.

  11. Währenddessen geht die Islamisierung Deutschlands weiter (offensichtlich von einem Islam-Befürworter geschrieben, der unabsichtlich zeigt, wie tief der Islam hier schon seine Wurzeln abgeseilt hat).
    Der Augenwischer-Taqquia-Trick der mohammedanischen PR: Weg von den (endlich) diskreditierten Verbänden, hin zu einzelnen Mohammedanern, die natürlich Verbandslinie vertreten (Ditib, Islamrat etc.)- sonst wären sie keine islamischen Funktioniosträger. Das Ziel ist durchsichtig: Die Verbände bleiben, werden nur aus dem Raqmpenlicht genommen und können versteckter wühlen und unterminieren.

    http://www.welt.de/wams_print/article3965674/Braucht-NRW-eine-Islamkonferenz.html

    „Aiman Mazyek zum Beispiel, Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, sagt, es mache ‚Sinn, sich darüber zu verständigen, die Islamkonferenz in den Bundesländern weiterzutragen, schließlich sind religionspolitische Fragen nach unserer Verfassung vor allem Ländersache‘.
    Auch aus dem Islamrat ist zu hören, die regionale Islamkonferenz sei eine richtige und folgerichtige Idee. Landespolitikern müsste dies eigentlich schmeicheln. Denn seit die DIK 2006 als bundesweites Dialogforum von Politik und Islam eröffnet wurde, hadern Landespolitiker damit, die spannenden Fragen würden doch gar nicht im Bund, sondern bei ihnen beantwortet.“

    Ich habe von diesem „hadern“ bisher nix bemerkt. Worum es den Islamverbänden und dem Schreiber dabei geht, ist klar: Islam, Islam, Islam:

    Ob Einführung eines islamischen Religionsunterrichts, Errichtung von Lehrstühlen, muslimische Begräbnisse, Ausbildung von Moscheevorbetern oder überhaupt der Bau von Moscheen – entschieden wird stets auf Landes- oder Kommunalebenewas läge da näher als eine Dialog-Plattform, in der das jeweilige Bundesland nicht nur faktisch die Macht, sondern auch offiziell das Sagen hätte?

    Erstaunlicherweise dominiert bei Landespolitkern trotzdem Ablehnung. So bürstet der CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Stahl den Vorschlag mit dem Hinweis ab, in NRW werde über alle wichtigen Islam-Themen bereits mit den Verbänden gesprochen. Darüber hinausgehende „Veranstaltungen mit Trommelwirbel und Medienaufmerksamkeit“ brauche niemand. Es gebe ja auch keine regelmäßige Kirchenkonferenz in NRW.

    Integrationsminister Armin Laschet hält nichts von einer landesweiten Konferenz, die den Verbänden zumindest etwas mehr öffentliches Ansehen verschaffen würde, obwohl er gleichzeitig einräumt, NRW brauche „ein Gremium, bei dem die wichtigsten Vertreter des Islam repräsentiert sind“. Aber eine prestigeträchtige Islamkonferenz für NRW – die meidet auch er.

    Und wie interessant, daß man so nebenher etwas über die „Landtags-AG Islam“ erfährt:

    (Lale Akgün)hält es nicht für ausreichend, dass sich wie bislang die interfraktionelle „Landtags-AG Islam“ alle paar Monate mit den Verbänden trifft. Akgün favorisiert häufigere Treffen auf Landes- und Kommunalebene zwischen Politik und muslimischen Repräsentanten.

  12. Kleiner Fehler im Beitrag: Es handelte sich natürlich nicht um „grausame Moslems“, sondern um Islamististen, die den Koran falsch auslegen…

  13. Zwischen Politik und „muslimischen Repräsentanten“ = wir handeln Staatsverträge mit einer souveränen Macht aus.
    UNGLAUBLICH!

    Übrigens geistert auch durch diesen Artikel die seit Jahren seltsam konstante Zahl der 3 Millionen Mohammedaner in Deutschland. Deshalb haben die inzwischen auch in jedem Kuhdorf mindestens drei Kasernen – äh, Moscheen – für die vielfältigen Glaubensrichtungen des Islam

  14. Ich traue der Rhode-Story nicht. Kein westlicher Gefangener hüpft mitten in Waziristan über eine Mauer, trifft auf eine pakistanische Militär-Streife und wird zu den Amerikanern nach Kabul geflogen.

    Da wird uns Dusseln mal wieder maximal 1 Prozent der Story erzählt.

  15. Ein herzliches

    „Willkommen“

    dem David Rhode. Zurück im Leben. Zurück in der Freiheit.

    pepe.

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