Konrad Adam (Foto), Sprecher der Euro-kritischen Partei „Alternative für Deutschland“, sieht eine neue Chance für den Konservatismus: „Die Leute merken, dass der Fortschritt den Preis, den er von ihnen immer häufiger verlangt, immer seltener wert ist. Die Bäume wachsen, aber sie wachsen nicht in den Himmel: Das erklärt die Renaissance konservativen Empfindens“, schreibt der bekannte Publizist und Politiker in einem lesenswerten Beitrag für die heute erscheinende Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT.

Alle Revolutionäre, gleich ob von links oder von rechts, hätten ihren Zulauf durch das Versprechen von irgendeiner fernen, aber herrlichen Endzeit erhalten. Keiner von ihnen habe sein Versprechen gehalten, im Gegenteil hätten die größten Verführer die größten Katastrophen verursacht, so Adam. Konservative hielten sich hingen an den biblischen Rat, auf nichts und niemanden zu schwören. Sie seien misstrauisch und vorsichtig gegen „die allzu Gläubigen gleich welcher Couleur“.

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50 KOMMENTARE

  1. Als ehemaliger SPD-Wähler habe ich nun mit der AfD eine neue Heimat gefunden.

    Nie wieder SPD. Ich habe genug von einer Politik, die nur noch auf Täuschen und Tricksen aufgebaut ist. Das gleiche gilt für die CDU.

  2. Konservativ ist ein etwas schwammiger Begriff. Ist konservativ auch, wenn man einsieht, dass z.B. ein Rad besser rund als eckig ist?

  3. Mal schauen, wie lange es dauert, bis die linksgedrehten MSM oder die linksverschwurbelte Wikipedia den Zusammenhang ‚Afd-Vertreter JF‘ als Hebel benutzt, um zu schauen, ob die Nazikeule nicht doch noch wirkt.

    Darf ich daher schon mal an dieser Stelle das Gegenmittel im Voraus verabreichen 😉 ?

    Hier bitte:
    Der bekannte israelische Schriftsteller / Satiriker Ephraim Kishon hat schon vor langer Zeit, als die Nähe zur JF noch genügte, ein Ministeramt nicht bekleiden zu dürfen (Polizisten verprügeln war dagegen nie ein Problem!), der ‚Jungen Freiheit‘ ein Interview gegeben.
    Gerade jemand mit seiner Vita (er entkam in der Nazizeit einem der Todesmärsche durch eine geglückte Flucht) und entsprechendem Feinempfinden dafür, wo Rechtslastigkeit drin ist und wo nicht, sagte mitten während des Interviews folgendes:

    „Der Machtkampf in der Demokratie hat leider niedere Nebenerscheinungen. Wie zum Beispiel den gescheiterten Versuch, Ihre Zeitung zu verbieten (…). Sie sind „rechtsgerichtet“, weil Sie nicht linksgerichtet sind. Ihr niveauvolles Blatt ist nicht radikal, es ist nicht einmal, was man „rechts“ nennt, sonst hätte ich Ihnen kein Interview gegeben.“

    http://www.jf-archiv.de/archiv01/131yy21.htm

    So, liebe Wiki-Admins (die euch schon der ‚Humanistische Pressedienst‘ 2007 als die Orwellschen Schweine der Animal Farm beschrieb, die bekanntlich gleicher als die Gleichen sind):
    Was nun?
    🙂

  4. Mein Sohn fragte mich neulich, was „Fortschritt“ bedeutet.

    Naja – im Wortsinn bedeutet es, von etwas (was vorher da war) fort (also weg davon) zu schreiten.

    Die eigentlich durchweg positive Konnotation des Wortes wird durch diese Überlegung deutlich eingeschränkt, denn ein positiver Fortschritt setzt voraus, dass das, von dem man fortschreitet schlecht war.

    Ich fügte dann noch hinzu: „Nicht alles was neu ist ist gut und nicht alles was gut ist ist neu.“

    Kein Missverständnis: Technologisch setze ich sehr auf Fortschritt.

    Was aber Werte betrifft, sehe ich das ganz anders.

    Was ist besser: Wertvoller Reichtum oder Reichtum von Werten?

  5. Oh oh, in der „JF“ publizieren, ist ganz schön schlecht. Darauf wird sich mit Sicherheit die Meute zähnefletschend stürzen.

  6. #2 DerBoeseWolf (10. Mai 2013 16:51)
    Konservativ ist ein etwas schwammiger Begriff. Ist konservativ auch, wenn man einsieht, dass z.B. ein Rad besser rund als eckig ist?

    im politischen Kontext bedeutet konservativ so viel wie (werte)bewahrend oder erhaltend, liberal soviel wie freigiebig und tolerant.
    Sozialdemokratie steht im Ursprung als Interessenvertretung für die Arbeiterbewegung bzw. später für die Arbeitnehmerschaft, grün für Ökologie.
    Wenn man sich die deutsche Parteienlandschaft im Jahr 2013 betrachte, ist davon bei keiner Partei etwas zu erkennen – nicht einmal im Ansatz.

  7. Was ist besser: Wertvoller Reichtum oder Reichtum von Werten?
    ——————————————
    @5 Theo

    BEIDES – aber bitte sofort!

  8. #7 Das_Sanfte_Lamm

    Ja ok, ich sehe „konservativ“ mal als andere Bezeichnung für „gesunden Menschenverstand bewahrend“ an.

  9. Konservativ im politischen Sinne bedeutet, das für gut befundene zu bewahren und nicht optimale Gegebenheiten zu verbessern, aber nicht im reinen Aktionismus, sonder unter der Überprüfung, was wirklich besser ist. Das Wohl des deutschen Volkes steht an oberster Stelle

    Anti-Konservativ im politischen Sinne, bedeutet eine kommunistisches System einzuführen und Deutschland abzuschaffen. Dabei ist der Kommunismus nichts neues, sondern schon oft dagewesen und gescheitert, bis auf Nordkorea, da gibts den immer noch. Die linksgrünen gauckeln (mit c!) den Kindern vor, das alles Neue gut ist. Die Kinder begreifen dass nicht, finden aber neues erstmal spannend und wenn´s dann noch von den Lehrern verkauft wird, dann wirds als richtig angenommen. Zu differenzieren zwischen dem vom linken Lehrer vermittelten wissenschaftlicher Zusammenhang und seiner politischen Meinung fällt den Kindern, die nicht den Mut zum selber denken besitzen, schwer. Sollen sie dem Lehrer nun glauben, was er vorne erzählt oder nicht? Ein Grundvertrauen wurde bereits aufgebaut, da ja nachweislich 2 + 2 gleich 4 ist. Der Lehrer scheint allwissend und so muss er auch sonst Recht haben.

    Irgendwann im späteren Leben merken die ehemaligen Schüler, dass die meisten Lehrer auch in Bezug zu ihrem Fach nur Halbwissen haben, die Fassade brökelt dann. Deshalb wollen Grüne, SPD und Linke das Wahlalter herabsetzen.

    Im Ergebnis bedeutet konservativ im politischen Sinne, den fortschritt, den Deutschland seit dem zweiten Welkrieg gegangen ist, weiter zu gehen. Der Fortschritt soll bewahrt, also konserviert werden.

    Die Linksgrünen wollen den Fortschrittswillen gegen den Kommunismus austauschen und sinnloses neue Dinge ausprobieren. Vieleicht ist ja ein Mann eine Frau und ein Frau ein Mann, das müsste doch mal ausprobiert werden. Ziel ist immer die Gleichschaltung und der Kommunismus. Dabei gibt es im Kommunismus auch Menschen, denen es besser als den anderen geht. Die Führer, auch Bonzen genannt, leben fürstlich und das Volk arbeitet für sie. Dabei hat das Volk aber nicht die Wahl, für wen es arbeitet. Im freien Arbeitsmarkt kann man sich den Arbeitgeber aussuchen, im Kommunismus müssen alle für die Bonzen arbeiten. Die wiederum sitzen in fetten Häusern, lassen sich kutschieren, speisen vom feinsten, haben Jagdgrundstücke etc..

    Aktuelles Beispiele: Steinbrück nimmt für eine Rede 50.000 €! Bsirske hat ein große Villa in den Bergen und fährt Porsche. Dann lieber einen ehrlichen Kapitalisten der sagt: „Ja, ich liebe schöne Häuser und schnelle Autos!“ und das auch zeigt.Das ist ehrlich und nur für Neider nicht angenehm. Die Linksgrünen aber sind verlogen und wollen sich als Politprofis die Taschen voll machen. Wenn die Tröge ausgeschöpft sind, geht´s in die freie Wirtschaft, wo dann richtig abgecached wird, siehe Gasgerd.

  10. Ich denke, Konservative und Rechte haben viele Positionen gemeinsam. Oder kann mir jemand das Gegenteil darlegen? Die Isolierung der Rechten liegt nicht daran, dass sie alles falsch denken und machen würde, sondern daran, dass es der Linken gelungen ist, den Unterschied zwischen Rechten und Rechtsradikalen zu verwischen.

    Ich denke, dass Ephraim Krishon mit seiner Abgrenzung von „rechts“ in der JF eigentlich „rechtsradikal“ meint.

    Das Schreiben in der JF schadet vor allen denen, die danach einknicken oder die öffentliche Berufe haben oder die in Blockparteien sind (doch es gibt CSU-Abgeordnete, die regelmäßig in der JF schreiben; vereinzelt reden auch Sozialdemokraten mit Moritz Schwarz, den Interviewer der JF). Wenn Konrad Adam zu seinem Rederecht in der JF und sonstwo steht, stärkt er die Meinungsfreiheit, die von den Blockparteien nicht nur beim Euro-Thema mit Füßen getreten wird.

  11. @ le waldsterben. Kishon als Kronzeugen der Unbedenklichkeit eines JF-Interviews heranzuziehen geht daneben: der ist dann eben in der Argumentation der Linken nicht mehr Jude, sondern Israeli.

    Davon abgesehen: die meisten Leute sind Gut-Linke, naiv, beeinflussbar, eben „im Zweifel links“. Aber sie merken schon, wenn ihre sonst als auf ihrer Seite stehend empfundene Medien zu hetzen anfangen und das verabscheuen die. Nur die Aggressiven unter ihnen, die kreischend, plärrend und Trillerpfeife sabbernd auf der Straße rumpöbeln erfreuen sich an ihrer eigenen Hetze.

    Es ist sehr wichtig, in dieser Zeit eine generelle Richtung zu benennen. Das spricht ein Gefühl an, zu dem die Menschen ja oder nein sagen, ohne die Vermittlung erziehender Medien; merkt man ja an einigen Kommentaren hier (1 fredericbuchholz).
    Insofern trifft dieser Artikel nicht nur als Einordnung für die AfD, sondern auch als eigene Einordnung: wie stehe ich selbst zum Konservativen!
    Eine gute Sache.

  12. Um es nochmal etwas prononcierter auf den Punkt zu bringen: Markenzeichen der Gutmenschen ist der Anstand. An den Anstand wurde im Kampf gegen Nazis Anfang der 90er apelliert, als es tatsächlich Übergriffe gab und Bürgersinn, Politik und Justiz gefordert waren. Als erkannt wurde, dass der Apell an den Anstand die gutmenschlichen Massen zu mobilisieren vermochte, wurde der Anstand instrumentalisiert, indem seine Gültigkeit ausgeweitet wurde, um gegen den politischen Gegener im Bürgertum loszuziehen. Auf einmal war Wahrhaftigkeit bei den guten Menschen gefragt: „Du bist doch eben gegen Nazis als anständiger Mensch aufgestanden. Was hält dich davon ab, gegen deren geistige Hintermänner, nämlich gegen RECHTS ganz im Allgemeinen vorzugehen? Und, weißt Du, was alles als rechts anzusehen ist? Du wirst erstmal staunen…“ Ein Trick linker Agitatoren.

    Mit der hier im Artikel getroffenen Selbstbestimmung des Konservativen können sich wieder Gutmenschen (und die sind eben in diesem Land die Masse) dem Konservativismus anschließen; jetzt gibt es im nicht-linken Spektrum ein Heim für den Anstand.

    Wenn es gelingt, den Anstandsbegriff (weitere Begriffe wären Fortschritt, Moderne, Kultur usw., die von Links belegt sind) von linker Belagerung glaubhaft zu befreien, werden sich Gutmenschen wieder zu einem nicht-linken Bekenntnis auch öffentlich trauen. Glaubhaft zu befreien heißt, nicht mit dem argumentativen Holzhammer loszuziehen, nicht mit Schimpf und Hetze, sondern einfach zu überzeugen („Das Einfache, das so schwer zu machen ist“).
    Die Heftigkeit linker Gegenwehr gegen die Rückeroberung aller von ihnen vereinnahmten Begriffe des guten Menschen wird ein untrüglicher Gradmesser dafür sein, wie wichtig genau diese Ideologisierung dieser Begriffe für die Linken sind: durch sie ordnen sich Leute einer politischen Bewegung zu oder sperren sich ihr.
    Es sind Leitbegriffe.
    Deshalb die unsäglichen Schlammschlachten, die Verunglimpfungen bis hin zu Verfälschungen auch und gerade in den linken Geschichtsdarstellungen.

    Wenn es weiter gelingt, dass kluge Köpfe an dieser Rückeroberung und nicht-linken Standortbestimmung arbeiten, wenn es gelingt, dies den Menschen zu Gehör zu bringen, ist noch nichts verloren.

  13. #4 le waldsterben (10. Mai 2013 17:16)

    Da hat der gute Mann nicht unrecht.

    Links und Rechts sind nicht eindeutig definiert.

    Alles was dem aktuell politischem Linken-Zeitgeist nicht zusagt ist Rechts. Beispiel, für Die Linke ist die SPD auch Rechts. Nur hat die SPD mehr Macht in diesem Land!

  14. Konservativ heißt konservierend heißt Stillstand.

    Der Sinn des Lebens ist Entwicklung. Ent-wicklung. Und konservativ bedeutet für die Menschen Oben – Unten – Regeln.
    Die Menschen möchten nicht stillstehen sie möchten nicht Obrigkeiten hofieren müssen und als schwache Glieder der Gesellschaft weniger Rechte als die Starken haben.

    Ich gebe nur das wieder, was ich wahrnehme, ich schreibe hier nicht um zu diskutieren. Natürlich gibt es Werte, die wichtig sind. Dazu gehört z. B. verdienstvolle Leute zu respektieren (nicht unbedingt Bushido oder Gauck). Ich habe ein Problem mit Obrigkeitsdenken, ich mag es nicht, jemanden mit Doktor anzusprechen oder einem Vorgesetzten nicht meine Sichtweise mitteilen zu dürfen.

    Ich mag es nicht, jemandem nicht widersprechen zu dürfen, nur weil er mir gegenüber „höhergestellt“ ist. Leider gibt es zu wenig Menschen in unserem Land, die eine hohe Position haben und trotzdem noch kritikfähig sind.

    Mit dem Begriff konservativ lässt sich kein Staat machen, dafür ist unsere Geschichte zu unrühmlich. Und damit meine ich nicht die 12 Jahre der national sozialistischen Herrschaft und die Geschichte des real existierenden Sozialismus, damit meine ich die Geschichte der Fürstentümer, das Recht der ersten Nacht, die Ausbeutung der Besitzlosen.

    Das historische Gedächtnis ist lang. Menschen wollen heutzutage nichts von ihren Errungenschaften wieder hergeben. Wenn ich das Wort „konservativ“ lese, denke ich an kleinbürgerliche Büroarbeiter, die sich mit allen Mitteln von schmutzigen Werktätigen abgrenzen wollen und sich selber und ihrer Schicht keinen Gefallen tun.

    Der Nutzen von Werteerhaltung muss nachvollziehbar sein, dafür vermisse ich gute Argumente.

  15. „Links und Rechts sind nicht eindeutig definiert.“

    Lässt sich aber in vielen Punkten eindeutig beschreiben. Was jedoch weniger vorkommt, ist, dass sich alle Einstellungen in einer Person bündeln, sodass jeder in jener Frage mal hier, in der anderen dort, steht. Die Vielzahl der Standpunkte endscheidet dann über die prinzipielle Richtung. Jedoch kann man seinen Standpunkt an den drei, vier wichtigsten Fragen festmachen und die anderen Punkte in seine grundsätzliche Richtung integrieren.

  16. #1 fredericbuchholz (10. Mai 2013 16:49)

    Als ehemaliger SPD-Wähler habe ich nun mit der AfD eine neue Heimat gefunden.

    Bravo Kollege!
    Mein Antrag, Mitglieds-Nr. 8…, ging relativ zügig über die Bühne. Zum Mitgliedsantrag von meiner Frau von heute Morgen wurde ihr eine Bearbeitungszeit von 2 bis 3 Wochen angekündigt, wegen „der Vielzahl der Beitritts-Anträge“. Bei solchen Erfolgsmeldungen wartet man gerne!
    Phantastisch, was die Kernmannschaft in kurzer Zeit an bundesweiter Organisation auf die Beine gestellt hat.

  17. #19 TT (10. Mai 2013 18:34)

    ….damit meine ich die Geschichte der Fürstentümer, das Recht der ersten Nacht, die Ausbeutung der Besitzlosen.

    Ja,ja, es gibt so viele Gründe sich zu schämen.
    Ich z.B. schäme mich abwechselnd für Karl den Großen, für Hermann den Helden vom Teutoburger Wald und nicht zuletzt für die Kulturdefizite unserer Ahnen und Blutsverwandten, der Neandertaler.
    Es gibt zum Verzweifeln viele Gründe!
    Eine darob schlaflose Nacht darf ich wünschen.

  18. @ le Waldsterben: geniale Feststellung von Kishon, und das zu einer Zeit, wo die JF noch stärker angegriffen wurde.

    OT

    PI wirkt!

    Das Konzert des Antifa-Gewaltrappers MC Burner in Emsdetten wurde abgesagt. Offenbar hat PI durch den Artikel dabei mitgewirkt:

    http://www.pi-news.net/2013/05/emsdetten-stadt-lasst-gewalt-rapper-auftreten/

    …Das Offene Antirassistische Treffen (OAT) wollte am Mittwochabend dieses Konzert veranstalten, bei dem neben MC Burner noch vier weitere Bands auftreten sollten. Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung vom Faschismus. An diesem Tag endete 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa.

    Sturm der Entrüstung

    In einem Brief an die Rockini als Träger des JUZ schrieb Fachbereichsleiter Elmar Leuermann: „Es gab inzwischen wegen des Auftritts des Rappers Holger Burner einen Sturm der Entrüstung durch Mails und Telefonate, die sich gegen Herrn Moenikes als Bürgermeister und mich als seinen Vertreter richten.“

    Jugendzentrum: Demonstration statt Konzert mit MC Burner – Lesen Sie mehr auf:
    http://www.emsdettenervolkszeitung.de/lokales/emsdetten/Jugendzentrum-Demonstration-statt-Konzert-mit-MC-Burner;art954,1998194#332716735

  19. #14 November (10. Mai 2013 18:03)

    @ le waldsterben. Kishon als Kronzeugen der Unbedenklichkeit eines JF-Interviews heranzuziehen geht daneben: der ist dann eben in der Argumentation der Linken nicht mehr Jude, sondern Israeli.

    Ja, dieser Linken-Trick ist beliebt. Er ist aber bei einem Holocaustüberlebenden nur sehr schwer anwendbar. Soviel traut sich das Linke Gesocks dann doch noch nicht. Kommt aber auch noch, vielleicht genau jetzt. Unsere Sache, ob wir sie damit durchkommen lassen.

    Von daher: hocherfreut, dass Konrad Adam keine Bedenken hat, in der JF zu erscheinen. SO kann diese widerwärtige, alles im Land lähmende Politische Korrektheit auch wirksam bekämpft werden.

    #19 TT (10. Mai 2013 18:34)

    Konservativ heißt konservierend heißt Stillstand (..)Der Nutzen von Werteerhaltung muss nachvollziehbar sein, dafür vermisse ich gute Argumente.

    Au weia!

    Gründe, Werte zu erhalten?

    Erkenntnis 1968: Familie = Nazi-Keimzelle, also abschaffen!
    Folge: Patchwork-Familien, Alleinerziehend, alternative Lebensgemeinschaften, rasch wechselnde LAG-Beziehungen – und nun schau mal die Flut von „ADHS“-Rüpeln in den Schulen an, die Flut von Erziehungs-Ratgebern (Warum unsere Kinder Tyrannen werden, Lob der Disziplin …) und den Bildungsgrad der PISA-Generation, die uns, wenn wir Rentner sind, mal ernähren sollen.
    E I N Beispiel von Hunderten.

    Mehr hier, bei der besten Abrechnung mit Linkem Denken, die ich kenne (vom genialen Autorenteam Maxeiner-Miersch):

    „Ist die Linke noch Links?“

    http://admin.fnst.org/uploads/1044/Die_Linke-endfIntern.pdf

  20. Silvester, ich schäme mich nicht. Aber die Menschen haben keine Lust, Leute an die Macht zu wählen, die ihre Interessen nicht vertreten. Das heißt ja nicht, dass „rotgrünlinkscdu“ ihre Interessen vertritt, das heißt aber, sie verkaufen ihnen, ihre Interessen zu vertreten. Die meisten Wähler sind schwach und ängstlich. Da kommt so eine Pippi Langstrumpf à la Claudia Roth oder ein Trittin vertrauenswürdig daher, indem sie sich verständnis- und liebevoll geben.

    Das sollten die „Konservativen“ auch mal tun oder kapieren. Ich finde diesbezüglich den Lucke sehr gut.

  21. @TT: „Der Sinn des Lebens ist Entwicklung.“

    Da schon dieser Satz falsch ist, ist Deine folgende Argumentation hinfällig.
    Wenn überhaupt heißt es:
    „Eine Eigenschaft des Lebens ist Entwicklung.“

    Aus einer Eigenschaft aber „den Sinn“ oder noch schlimmer eine „zu befolgende Norm“ zu machen, ist reichlich unüberlegt. Stimmt’s`?

  22. #5 Theo

    „Fortschritt“ wird einfach als Propagandabegriff mißbraucht.

    Eine sozialistische Idee wird uns dadurch verkauft, indem man sie einfach dreist als „Fortschritt“ bezeichnet.

    Solche Ideen sind aber kein Fortschritt, sondern Seitenschritt. Vom Weg ab, in den Abgrund.

  23. #19 TT (10. Mai 2013 18:34)

    Konservativ heißt konservierend heißt Stillstand.

    Unser Problem besteht nicht darin, dass wir zuviel Fortschritt hätten und daher auf die Bremse treten müssten.

    Unser Problem besteht darin, dass heute eine Zeitreise in die Vergangenheit mit Zielpunkt 7. Jahrhundert als „Fortschritt“ verkauft werden soll.

  24. #21 Silvester42 (10. Mai 2013 18:50)

    Die Bearbeitung meines Parteimitglieds-Antrages hat damals ebenso zwischen zwei und drei Wochen gedauert.

    Es ist erfreulich zu sehen, dass die Flut an Anträgen einfach nicht abebben will.
    Und so wird es auch lange bleiben!

    Meine Stimme für die AfD!

  25. Alle Revolutionäre, gleich ob von links oder von rechts, hätten ihren Zulauf durch das Versprechen von irgendeiner fernen, aber herrlichen Endzeit erhalten. Keiner von ihnen habe sein Versprechen gehalten…

    Das gilt aber im besonderen Maße auch für religiöse Heilsbringer. Die können nämlich alles versprechen, denn niemand kann es jemals nachprüfen…

  26. #19 TT (10. Mai 2013 18:34)

    „ich mag es nicht, jemanden mit Doktor anzusprechen“

    Entweder bist du gerne respektlos, oder hast einen Minderwertigkeitskomplex.

    — —

    „die Geschichte der Fürstentümer, das Recht der ersten Nacht, die Ausbeutung der Besitzlosen“

    Hast du ein Glück, dass all diese Dinge im Kommunismus nicht vorkamen…

    — —

    „wollen heutzutage nichts von ihren Errungenschaften wieder hergeben“

    Welche Errungenschaften? Promiskuität? Die faktische Freigabe der Abtreibung = Ermordung? Ungehemmte Bereicherung durch Globalisierung?

    — —

    „Mit dem Begriff konservativ lässt sich kein Staat machen, dafür ist unsere Geschichte zu unrühmlich.“

    Ja, der Nationalsozialismus war alles andere als konservativ. Er war sozialistisch und revolutionär. Er hat wirklich alles Alte zerstört, so z.B. den natürlich Respekt vor der Person, was sich im Massenmord an Juden (und anderen) manifestierte.

    — —

    „Konservativ heißt konservierend heißt Stillstand.“

    Wie wäre es mit:

    An ewig gültigen Wahrheiten festhalten?

  27. Alle Revolutionäre, gleich ob von links oder von rechts, hätten ihren Zulauf durch das Versprechen von irgendeiner fernen, aber herrlichen Endzeit erhalten.

    Und gerade hier haben aber die Idealisten beherzt zugegriffen.Sie liessen sich blenden.
    Die Realisten aber haben den Braten meist gerochen:

    Es war einfach zu schön,um wahr zu sein.

  28. #35 TanjaK (10. Mai 2013 20:05)

    Geradezu infam, wenn sie, die angebliche oder tatsächliche Spekulationen der Banken brandmarken, nun für ein Kursfeuerwerk der Spekulation an der Börse sorgen, das durch ihre Lieblingsmaßnahme erst entstehen konnte, nämlich die beliebte Zinssenkung, die für mehr Kredite und somit für eine Aufblähung der Geldmenge sorgt.

    Sehr gut!!!

    Allerdings ist das Kursfeuerwerk inzwischen auch ein Zeichen der wirtschaftlichen Erholung.

  29. #33 Cucurbita (10. Mai 2013 19:58)

    Oder: „Konservativ – Dem Zeitgeist widersetzend“.

  30. #36 lerad (10. Mai 2013 20:38)

    Der Zeitgeist IST konservativ, wie man an den Themen, mit denen die Grünen WIRKLICH mobilisieren können (mit dem Islam geht das nämlich gerade nicht!), ablesen kann.

    Keine neuen Flughäfen, keine neuen Bahnhöfe, keine neuen Technologien (jedenfalls keine, die nicht den grünen Genehmigungsstempel haben). keine neuen Gedanken – dafür sorgen Antifa und MSM.

    Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen!
    Augen zu und durch!

  31. #17 November sehr richtig!
    Es geht um die Rückeroberung der Sprache, die uns von den Linken in 1984-Manier geraubt wurde.

    Zentrale, momentan gegnerisch besetzte Begriffe müssen aufgenommen und in Besitz genommen werden. Durch die eigene Verwendung bekommen sie wieder ihre richtige Bedeutung:

    „Toleranz“: großzügig und widerruflich gewährte Duldung seltsamer Minderheiten (statt Pflicht zur Unterwerfung)
    „Solidarität“: freier Entschluss zur Unterstützung von Verwandten oder Freunden
    (kein Zwangstribut an irgendwen, der gerade Lust auf unser Geld hat)
    „Multikulti“: Erhaltenswerte bunte Vielfalt der Kulturen (statt grauem Einheitsbrei des gesichtslosen, willenlosen, identitätslosen und gut verwertbaren Massenmenschen)

    Der Kampfbegriff „Rassismus“ ist ebenso gegen die Heuchler zu verwenden: Rassismus zeigt vor allem, wer sein eigenes Volk zum Verschwinden bringen will. Er ist der schlimmste denkbare Rassist, der Auto-Rassist.

    „Gutmenschen“: Menschen, die zunächst ihrer Umgebung, ihren Verwandten und Freunden Gutes tun. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.
    Wer aber sein eigenes Volk hasst, kann kein guter Mensch sein, also auch kein „Gutmensch“. Anstatt über die selbsternannten „Gutmenschen“ zu spotten und das Wort ständig weiter auf sie anzuwenden, sollten wir ihnen ihr Eigenlob streitig machen – denn sie sind so unfähig zur Selbstkritik, dass sie das Spottwort als Kompliment aufgreifen.

    Drehen wir den Spieß um – wir wollen Gutes für unser Land (und wünschen auch den anderen alles Gute), wir sind die Gutmenschen.

  32. #27 bush (10. Mai 2013 19:19)

    @TT: “Der Sinn des Lebens ist Entwicklung.”
    Da schon dieser Satz falsch ist, ist Deine folgende Argumentation hinfällig.
    Wenn überhaupt heißt es:
    “Eine Eigenschaft des Lebens ist Entwicklung.”
    Aus einer Eigenschaft aber “den Sinn” oder noch schlimmer eine “zu befolgende Norm” zu machen, ist reichlich unüberlegt. Stimmt’s`?

    Damit meinte ich keine zu befolgende Norm. Ich bin aber der Überzeugung, jeder vernünftige und intelligente Mensch versucht fortschrittlich, innovativ und verbesserungswirksam zu sein. Das liegt in unserer Natur. Etwas, was nach Stillstand oder gar Rückschritt aussieht, wird abgelehnt.
    Ich glaube nicht, dass Veränderungen gleichbedeutend sind mit Verbesserungen, im Gegenteil, aber Veränderung muss es immer geben.
    Konservative propagieren (ungewollt) Stillstand und Stillstand ist Rückschritt.

  33. #17 November sehr richtig!
    Es geht um die Rückeroberung der Sprache, die uns von den Linken in 1984-Manier geraubt wurde.

    Zentrale, momentan gegnerisch besetzte Begriffe müssen aufgenommen und in Besitz genommen werden. Durch die eigene Verwendung bekommen sie wieder ihre richtige Bedeutung:

    Hegemonial-Begriffe zurückerobern:
    „Toleranz“: großzügig und widerruflich gewährte Duldung seltsamer Minderheiten auf dem eigenen Gebiet (statt Pflicht zur Unterwerfung)
    „Solidarität“: freier Entschluss zur Unterstützung von Verwandten oder Freunden
    (kein Zwangstribut an irgendwen, der gerade Lust auf unser Geld hat)
    „Multi-Kulti“: Erhaltenswerte bunte Vielfalt der Kulturen (statt grauem Einheitsbrei des gesichtslosen, willenlosen, identitätslosen und gut verwertbaren Massenmenschen)
    „Gutmenschen“: Menschen, die zunächst ihrer Umgebung, ihren Verwandten und Freunden Gutes tun. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.
    (Wer aber sein eigenes Volk hasst, kann kein guter Mensch sein, also auch kein „Gutmensch“.)

    Negativ-Begriff als Waffe übernehmen:
    „Rassismus“: Der schlimmste denkbare Rassist ist der Auto-Rassist, der sein eigenes Volk hasst und ummodeln und ersetzen will.

    Negativ-Begriff als Positiv-Begriff verwenden
    „Populismus“: Orientierung am Volkswillen
    (s. Konrad Adam auf dem AfD-Gründungsparteitag)

    Und vor allem müssen wir selbst einen positiven Leitbegriff erheben: Patriotismus
    Die Linken werden es nicht schaffen, ihn zu diffamieren oder zu übernehmen. Sie befinden sich hier in einer strategischen Schieflage, da viele SPD-Wähler damit etwas Positives verbinden.
    Durch die Verwendung dieses positiven Begriffs durchbricht man die Mauern, die Medien und Politiker errichtet haben, und stößt zum Mann auf der Straße durch.
    Diesen Begriff können wir zum Prüfstein in allen Debatten machen, zur Gretchenfrage, die über die Anständigkeit eines Akteurs entscheidet: „Sind Sie eigentlich Patriot – oder handeln Sie gegen unser Land?“

  34. #42 Schmied von Kochel

    Sehr richtig! Wir sollten uns die Sprache zurückholen.
    Dazu gehört zum einen, den Begriffen ihre ursprüngliche Bedeutung wiederzugeben. Zum anderen, Begriffe, die heute nicht mehr verwendet werden, wieder auszugraben.

    Bestimmte Begriffe gelten heute als verpönt, als politisch unkorrekt, weil sie in sehr deutlicher Weise Klartext reden und daher den ideologischen Interessen der Linken im Wege stehen.

    Ein paar Beispiele:

    Eine Frau, die ihren Mann betrügt, begeht nicht nur einen „Seitensprung“, oder „geht fremd“. Sie ist eine Ehebrecherin.
    Das ist ein sehr schändliches Verhalten, weil sie damit den Bestand der Ehe auf’s Spiel setzt, und das Wohl der Kinder gefährdet.

    Ein anderes Beispiel ist das Wort „Sodomie“.
    Im deutschen Sprachraum wird es merkwürdigerweise meist nur noch für Zoophilie verwendet. Im englischen Sprachraum hingegen, sodomy, steht es für alle Arten der Perversität.

    Von der Wortherkunft kann nur die englische Verwendung die richtige sein. Das Wort ist abgeleitet von „Sodom“ aus der biblischen Geschichte, und steht für die Sünden Sodoms.

    Die Beschränkung auf Zoophilie ist daher nicht erklärbar. Sie ist eine willkürliche Setzung, mit dem Ziel, die Homophilie herauszunehmen und ihre Sündhaftigkeit zu leugnen.

    Sowohl Tierschänder, als auch Schwule, Kinderschänder, Leichenschänder usw. gehören daher alle unter dem Oberbegriff „Sodomiten“.

    Ein anderes Wort hierfür ist widernatürliche Unzucht.
    Dies ist der Begriff, der früher in den offiziellen Gesetzestexten verwendet wurde, und auch heute noch in der Kirchenlehre verwendet wird.
    Es ist sowohl ein normaler juristischer, als auch ein theologischer Begriff.
    Es gibt also keinen Grund, ihn nicht zu verwenden. Es hört sich schon unterschiedlich an, ob man über „Gleichstellung von Homosexuellen“ oder „Gleichstellung von Unzuchttreibenden“ spricht.

    Das letztere bringt die Sache genauer auf den Punkt, und das mögen die linken Ideologen nicht.

  35. @10 Kra

    Also wenn ich mal mit meinem bescheidenen (Halb-)Wissen glänzen darf, soll es im Kommunismus keine Klassen mehr geben.

    Wenn ich mir aber die Menschen im Allgemeinen so ansehe, wird der Kommunismus -Gott sei dank – eine Utopie bleiben. Denn irgendwie möchte doch jeder Mensch ein bisschen mehr geliebt werden als sein Nebenmann, oder nicht?

    @17 November

    Um es nochmal etwas prononcierter auf den Punkt zu bringen: Markenzeichen der Gutmenschen ist der Anstand.

    Diese These irritiert mich etwas. Reden wir hier von „guten“ Menschen oder von „Gutmenschen“? Letztere täuschen ja nur Anstand vor, besitzen aber nicht wirklich welchen. Denn sie schlagen sich – koste es was es wolle – immer auf die Seite der (vermeintlichen) „Opfer“ und ergreifen Partei für sie, auch wenn diese „Opfer“ schon längst zu Tätern geworden sind.

    @19 TT

    Konservativ heißt konservierend heißt Stillstand.

    Das sind doch genau die Kampfbegriffe der Linken. Etwas zu „erhalten“ und „bewahren“ bedeutet doch nicht automatisch „Stillstand“. Empfinden Sie es als „Stillstand“, den Menschen in Ihrer Umgebung einen „Guten Tag“ zu wünschen, „bitte“ und „danke“ zu sagen? Kann ich nicht nachvollziehen.

    Der Sinn des Lebens ist Entwicklung. Ent-wicklung. Und konservativ bedeutet für die Menschen Oben – Unten – Regeln.
    Die Menschen möchten nicht stillstehen sie möchten nicht Obrigkeiten hofieren müssen und als schwache Glieder der Gesellschaft weniger Rechte als die Starken haben.

    Kein normaler Mensch bleibt in seiner Entwicklung stehen, ob er nun will oder nicht. Oder betrachten Sie die Welt noch immer aus der naiven Perspektive Ihrer Kindheit? Würde mich wundern. Wer zwingt Sie dazu, „Obrigkeiten“ zu „hofieren“, und was hat das überhaupt mit dem Begriff „konservativ“ zu tun? Erschließt sich mir echt nicht.

    Ich habe ein Problem mit Obrigkeitsdenken, ich mag es nicht, jemanden mit Doktor anzusprechen oder einem Vorgesetzten nicht meine Sichtweise mitteilen zu dürfen.

    Also ich finde es auch zuweilen nervig, dass (einige!) Doktoren mit ihrem Titel angesprochen werden möchten. Aber ich frage mich, ob ich nicht vielleicht auch zu diesen Leuten gehören würde, wenn ich selbst unter großen Mühen meinen „Doktor“ gemacht hätte. Schon mal darüber nachgedacht? Warum sehen Sie alles nur aus der Perspektive, dass man Ihnen persönlich etwas will? Diese Einstellung finde ich leicht paranoid.

    Ich mag es nicht, jemandem nicht widersprechen zu dürfen, nur weil er mir gegenüber “höhergestellt” ist. Leider gibt es zu wenig Menschen in unserem Land, die eine hohe Position haben und trotzdem noch kritikfähig sind.

    Mag ich auch nicht, jemandem nicht widersprechen zu dürfen. Nur: In meinem Arbeitsalltag war es nie das „hohe Tier“, was es mir verboten hätte, sondern immer ein Ar*** kriechender Chef. Diese Leute sind das eigentliche Problem, die sich so bei Anderen anbiedern, in der Hoffnung, sich in höhere Ämter zu schleimen.

    Mit dem Begriff konservativ lässt sich kein Staat machen, dafür ist unsere Geschichte zu unrühmlich. Und damit meine ich nicht die 12 Jahre der national sozialistischen Herrschaft und die Geschichte des real existierenden Sozialismus,

    Ich kann mich echt nicht erinnern, dass im Sozialismus der Begriff „konservativ“ gepflegt wurde. Ganz im Gegenteil. Der Sozialismus bezeichnete sich ja selbst als Fortschritt gegenüber dem Kapitalismus.

    Das historische Gedächtnis ist lang. Menschen wollen heutzutage nichts von ihren Errungenschaften wieder hergeben. Wenn ich das Wort “konservativ” lese, denke ich an kleinbürgerliche Büroarbeiter, die sich mit allen Mitteln von schmutzigen Werktätigen abgrenzen wollen und sich selber und ihrer Schicht keinen Gefallen tun.

    Hilfe! Wo haben Sie nur diese Ansichten her? In welchem Umfeld bewegen Sie sich? Sagen wir’s mal so: Es mag sein, dass es solche „kleinbürgerlichen“ Büroarbeiter gibt (wobei der Begriff „kleinbürgerlich“ auch schon etwas Abwertendes hat), aber warum ziehen Sie sich diesen Schuh denn an? Die Denke solcher Menschen werden Sie nicht ändern, Sie können nur dafür sorgen, selbst anständig zu bleiben.

    Der Nutzen von Werteerhaltung muss nachvollziehbar sein, dafür vermisse ich gute Argumente.

    Also gut, was halten Sie nur von der Werteerhaltung Ihres hart erarbeiteten Arbeitslohnes oder Ihres Sparguthabens? Ist es auch ein Fortschritt, dass die Zinsen der Sparer immer mehr sinken und die Inflationsrate steigt?

  36. Die AfD müsste mal ihre Homepage renovieren! Ich bin ja wirklich ein großer Fan der Alternative für Deutschland. Aber die Homepage wirkt leider altbacken und einfallslos. Eine gutgemachte Homepage ist heute eine Visitenkarte und wird längst nicht mehr nur von jungen Leuten erwartet.

  37. „Allerdings ist das Kursfeuerwerk inzwischen
    auch ein Zeichen der wirtschaftlichen Erholung.“

    Nicht wirklich, denn die neue Spitze wurde nur durch die Hoffnung auf billiges Geld erschaffen – und natürlich durch die Angste der Menschen, bald würde ihr Bankkonto teilenteignet und Aktien seien sicherer.

    Ansonsten ist der Niedergang mit den Händen zu greifen und wird durch einen Tanz auf dem Vulkan, den man Export nennt, hinausgeschoben.

  38. @#45 francomacorisano (11. Mai 2013 05:43)

    Predige ich schon seit zwei Monaten, Reaktion gleich null. Die AfD-Homepage ist Stillstand – wer nicht bei Facebook ist, bekommt von der ganzen dortigen Dynamik nichts mit, sondern surft enttäuscht oder desinteressiert weiter!

    Wie hätten Mitgliederzahlen und allgemeine Aufmerksamkeit explodieren können, wenn man dort von vornherein zumindest plakativer (großer Reiter „Aktuelles“ z.B.) auf die auch unregistriert einsehbare Facebookseite hingewiesen hätte…?!

    Aber bis zur Bundestagswahl ist es ja noch lange hin, da hat man ja noch genügend Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen… – oder wie?

  39. #44 NoGenderin (11. Mai 2013 03:34)

    Danke für den gehaltvollen Beitrag!

    Ich muss feststellen, dass in diesem Thread manche abenteuerliche Vorstellung von konservativ und Konservatismus zum Besten gegeben wurde. Gut, dass Sie, NoGenderin, mit einigen Irrtümern und Missverständnissen aufgeräumt haben.

    Ich will hier nicht meine eigene, wohl seitenfüllende Definition des Begriffs darbieten, dazu bin ich heute schon zeitlich nicht in der Lage.

    Nur kurz wenige Gedanken dazu – ich bezeichne mich übrigens als weltoffenen, werteorientierten Konservativen:

    Für mich ist es wichtig und eben konservativ, sich eine gesunde Grund-Skepsis zu bewahren – und zwar gegenüber den ganzen Modetorheiten, den Einflüsterungen des Zeitgeists und der unsäglichen Political Correctness. Ein konservativer Uni-Professor hat es mir gegenüber mal so ausgedrückt: „Echte Konservative lasen sich weniger leicht verarschen“. Richtig!
    Und ich füge hinzu, dass die echten Konservativen, mit denen ich bisher persönlich zu tun hatte, allesamt markante Figuren mit Ausstrahlung, ja Charisma waren – das krasse Gegenteil etwa von den in der gegenwärtigen Medienlandschaft omnipräsenten Islam-Hofierern, die nur in ideologischen Begrifflichkeiten denken können und keine originären Typen sind, sondern ausstrahlungsarme Würste, wie etwa dieser in einem heutigen PI-Beitrag Malte Lehming. Nullen, Abziehbilder, Anpasser – das krasse Gegenteil von kritischen Konservativen, die immer auch ein Stück weit Kulturpessimisten sind und begreifen, dass längst nicht alles Machbare auch wünschenswert ist.

    Veränderungen: logisch, die sind ja auch gar nicht zu verhindern, aber mit Augenmaß und abwägend, stets auf dem Prüfstand und im ständigen Vergleich zu dem, was bisher da war und sich möglicherweise ja bewährt hat, wie etwa die Untergliederung des Kontinents in Völker und Nationalstaaten. Wenn etwas Neues geplant ist und der begründete Verdacht besteht, dass es Verschlechterungen auf diversen Ebenen nach sich zieht, gibt es nur einen Ort dafür: die Müllkippe.

    Der Bundesregierung Merkel und dem ganzen Rattenschwanz in ihrem Schlepptau – bis hin zu windigen, lobbyistischen Beratern a la Schellnhuber, Konrad oder Rohe – geht jedes konservative Element ab, selbst in Spurenelementen ist da nichts vorhanden, auch wenn meist links gestrickte Journalisten gerne von einer „konservativen“ Regierung schwafeln. Zu konservativ zählt nämlich eine gewisse Werte-Orientierung und diese Regierung ist das krasse Gegenteil, es ist die Regierung der Wertebeliebigkeit und der Anbiederung an den Zeitgeist, welche perversen Blähungen dieser auch immer zeitigen mag. Es wimmelt dort von Machbarkeitsfanatikern a la Schäuble, Seelenverkäufern a la Altmaier und Ministern, deren schlimmste traumatische Vorstellung es ist, eventuell nicht als modern und tolerant zu gelten. Widerlich! Deshalb führe ich den argumentativen Kampf gegen diese Bundesregierung auch mit einer Entschiedenheit, wie ich früher den Marxismus bekämpft habe und die eklige Ideologie des damaligen Ostblocks.

    Im Übrigen füge ich hinzu: Konrad Adam ist einer jener Konservativen von Format, eine Persönlichkeit, der absticht von diesen ganzen unsäglichen Mainstream-Abziehbildern in der politischen Landschaft. Sein Aufsatz ist lesenswert und es ist gut, dass er in der Jungen Freiheit erschienen ist – man kann es nämlich mit den Berührungsängsten auch übertreiben.

  40. @48 Tiefseetaucher

    Danke für den gehaltvollen Beitrag!

    Danke schön, ich werd‘ ganz verlegen …

  41. Echte Konservative lasen sich weniger leicht verarschen.

    Sie sind deshalb nicht gerne gesehen von Medien,Kirchen,Gewerkschaften und Parteien.

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