Merkel bei einer Gedenkveranstaltung 2015 in Dachau.
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Von SELBERDENKER | In dem aktuellen Ratgeber „Mit Linken leben“ von Martin Lichtmez und Caroline Sommerfeld wird unter anderem auch der Inhalt aus einem Buch „gegen Rechts“ des Autors Klaus-Peter Hufer kundig und unaufgeregt zerlegt. Zitiert wird dazu aus einem von Hufer recht platt zusammengezimmerten, fiktiven Gespräch zwischen drei (bösen, dummen) Rechten und drei (guten, klugen) Linken, das, neben den zu erwartenden seichten Stereotypen, ungewollt, auch tiefergehende Einblicke in schlichte linke Denkmechanik erlaubt.

Eine Passage aus „Mit Linken leben“:

Während für Hufers Generation [die „68´er“] das Bekenntnis zur ewig untilgbaren Schuld der Deutschen und das Kreisen um den Holocaust mit der Moral schlechthin identifiziert wurde, so erleben heute jüngere und jüngste Generationen diese Fixierung als politische Waffe und antideutsch-rassistische Erbsündenreligion, die die Sünden der Großväter auch an den Nachkommen sühnen will, mit der geistigen, kulturellen und biologischen Selbstauflösung der Deutschen als ultimativer Buße.

Moralisierender Kult statt konkrete Positionierung für Israel

In diesem Sinne werden solche Linke, der These der „Erbsündenreligion“ folgend, in den Betonstelen in Berlin nicht nur das Mahnmal, nicht nur die Würdigung der im Nationalsozialismus ermordeten Juden sehen, die sie sind, sondern eine Art persönliches exorzistisches Werkzeug. Der Dämon ist hier nicht, wie es naheliegen würde, der alte und der eingewanderte Judenhass in Deutschland, sondern der Ketzer, der ihre „Erbsündenreligion“ anfechtet. Dass es ihnen nicht um die heutigen Juden geht, bewiesen die deutschen Gedenkprofis gerade erst wieder, als es darum ging, dass die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. So ließ Merkel zwitschern:

Die Bundesregierung unterstützt diese Haltung nicht, weil der Status von Jerusalem im Rahmen einer 2-Staaten-Lösung auszuhandeln ist.

Jerusalem ist die natürliche Hauptstadt Israels, zentraler Punkt des Judentums. Der zentrale Punkt des Islam ist Mekka. Der Islam hat viele Staaten, erobert immer weitere. Die Juden haben und beanspruchen nur Israel. Das Judentum ist nicht systemimmanent expansiv, der Islam schon. Jeder Moslem kann in Israel den Felsendom besuchen, wie jeder Christ Zugang zur Grabeskirche hat, wenn nicht gerade wieder islamischer Terror einem die Reise ins Heilige Land vergällt. Da es im Islam aber nicht um Religionsfreiheit, sondern um weltliche Herrschaft geht, blasen Moslems weltweit nun wieder ins Kriegshorn. Darauf Rücksicht zu nehmen, ist ein Verrat am Staat Israel, dem einzigen funktionierenden, freien Rechtsstaat in der gesamten größeren Region.

Nicht durch das Häuflein Neonazis haben es die verbliebenen Juden in Europa heute immer schwerer, sondern durch den importierten Islam. Diese Binse blenden etablierte Politiker, blenden linke Moralapostel und Gedenkprofis aber weiterhin stur aus. Solchen Leuten geht es nicht um die lebendigen Juden. Niemand brachte diese elende Heuchelei und Doppelmoral besser auf den Punkt, als Henryk M. Broder, als er sich in Berlin als lebendige Holocaust-Stele verkleidete.

Es geht um politische Spielchen, nicht um Juden

Nein, den neuen, selbst ernannten Inquisitoren und Exorzisten der „Erbsündenreligion“ geht es nicht um Juden. Das Holocaust-Denkmal ist für sie nur Mittel zum Zweck, zur Verteidigung ihrer Politik und ihrer quasi religiösen Doktrin, mit der sie ihre moralische Selbstüberhöhung rechtfertigen. Ihre Fanatiker nehmen sogar Austreibungen direkt vor Ort vor, nennen es Kunst und glauben, dazu das Holocaust-Mahmal benutzen zu können, wie der Priester das Kruzifix.

Vernichtung der deutschen Chronik?

Doch woher kommt der Eifer dieser Leute, dieser neuen Linken, wenn es ihnen nicht wirklich um „die Juden“ geht, nicht um den Schutz der Freiheit, nicht um Aufklärung, nicht um das Ringen um die beste Politik durch argumentativen Austausch? Sie argumentieren nicht, sie moralisieren, zensieren und stigmatisieren. Sie werden dabei immer radikaler, weil sie spüren, dass der selbst geschaffene moralische Sockel durch die Realität zu bröckeln beginnt, der sie scheinbar über andere erhebt. Sie wollen sich als Deutsche vom Nationalsozialismus selbst entschulden, indem sie sich als „Antideutsche“ aufspielen. Sie leiden unter dem Schatten des Nationalsozialismus so sehr, dass sie das zerstören wollen, was sie leiden lässt: ihr Deutschsein – und am besten Deutschland gleich mit. Sie jauchzen erregt auf, wenn sich jemand bekennt, zu Deutschland zu stehen, denn an diesem Menschen können sie ihre ganze moralische Überlegenheit demonstrieren, die ihnen Linderung in ihrem Leiden als Deutsche verspricht.

Es ist kompliziert, sich im historischen Kontext mit dem auseinanderzusetzen, was Hitler zur Macht verhalf. Zum Beispiel: Die Demütigung nach dem ersten Weltkrieg, die Arbeitslosigkeit, die miese Wirtschaftslage, das schwindende Vertrauen in die Herrschenden, daraus resultierend der Ruf nach einem starken Führer und die massive Propagandaschlacht zwischen rot und braun, die Hitler letztlich gewann. Es ist noch unbequemer, sich damit auseinanderzusetzen, was Hitler an der Macht hielt: Trägheit, Einschüchterung, Manipulierbarkeit, Führertreue, Effektivität von Propaganda, und nicht zuletzt unkritische Massen. Die gleichen Mechanismen greifen heute wieder und festigen etablierte Macht.

Der neue Totalitarismus kommt links daher, antideutsch

Solche Linken sind wie Erben einer jahrhundertealten Chronik, die sich weigern, daran weiter zu schreiben, weil sich darin gerade zuvor ein Tyrann verewigt hat. Sie sind eher dazu bereit, das ganze Werk in einem Akt der theatralischen Selbstüberhöhung zu vernichten und die Reste vor die Hunde gehen zu lassen, als sich mit ihm auseinander zu setzen. Das zeugt jedoch weder von Vernunft, noch von Klugheit, noch von Moral – es zeugt von Destruktivität und Eitelkeit.

Zum Glück gibt es Menschen, die zu ihrem Erbe stehen, die an der Chronik Deutschland weiter schreiben wollen. Die schändlichen Passagen sind Teil dieser Chronik, die uns vielleicht etwas mehr Lehre als Mahnung sein sollten. Was man nicht ungeschehen machen kann, daraus sollte man lernen. Betroffenheit allein ist wertlos, wenn nicht vernünftige Lehren daraus abgeleitet werden, die dann in entsprechender Politik münden.

P.S.: Was tun, wenn es in Deutschland irgendwann mehr Holocaust-Stelen als lebendige Juden gibt, weil alle ausgewandert sind, lieber Zentralrat der Juden in Deutschland?

12 KOMMENTARE

  1. Die US-Botschaft sollte schon bis spätestens 1999 nach Jerusalem verlegt werden. Das beschlossen Republikaner und Demokraten mit überwältigender Mehrheit 1995 im Kongress, abgesegnet von Senat und Repräsentantenhaus.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Jerusalem_Embassy_Act

    Wäre Hillary Clinton Präsident und würde das nach all den Jahren in die Realität umsetzen, würden unsere Journalisten und Politiker mit den Schultern zucken. Aber Trump muss bei jeder Gelegenheit kritisiert werden.

  2. Es kann doch nicht so schwer sein eine Mauer quer durch Jerusalem zu ziehen und den jüdischen Teil zur Hautstadt zu machen. Wenn es zusammen nicht geht und es geht nicht, dann muss man sich halt sauber trennen. Trump hat auch nicht vom ungeteilten Jerusalem geredet. Es wird ein paar Umsiedelungen von hier nach dort geben müssen, aber was solls.Wenn die einen jüdische Gesetze haben wollen und die anderen moslemische, kann es keinen Kompromiss geben. Teilen, Mauer, Ruhe im Karton.
    Die ganze Einmischung von außen ist doch auch nur schädlich. Jerusalem liegt im Nahen Osten und nicht in den USA oder Europa.

  3. Die nicht nur vom so genannten „Zentralrat“ betriebene Holocaustreligion – in der Tat hat das längst religiöse Züge angenommen – hat weder mit dem Judentum, noch mit Israel etwas zu tun außer nur mit deren Mißbrauch zu Zwecken der Niederhaltung, faktischen Delegitimierung und – im Ziel – Abschaffung einer ganzen, der deutschen Nation. Aber es geht hier nicht nur um die Deutschen. Es gibt, dies nicht nur staatlicherseits, kaum mehr Heuchelei und Verlogenheit als in diesem Bereich, da man in diversen Schaufensterveranstaltungen mit toten Juden Empathie heuchelt, den lebenden aber, dies per Delegitimierung und Überantwortung in die Hände ihrer Feinde, ihre einzige Heimat und Zuflucht nehmen will, die sie in der Welt wirklich haben: Israel. Genau daran aber, letztlich an Jerusalem als seiner Hauptstadt selbst, scheiden sich die Geister.

    Diese oben nur angedeutete, wenigstens teilweise bestehende Parallelität beider Ziele überrascht wenig. Ebenso wenig überraschend ist der Mangel an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, den wir bei diversen Vorgehensweisen und Verlautbarungen „derer, die schon länger hier regieren“, immer wieder erleben. Das fängt bei innerdeutschen Problemen an und hört bei internationalen noch lange nicht auf – schon gar nicht der Thematik „Israel“. Gerade hier wird die innere Widersprüchlichkeit und Verlogenheit des Berliner Systems, das den zunehmenden Antisemitismus bejammert, während es selbst den Judenhaß in größtem Ausmaße, das die Welt bisher kennt, per Masseneinschleusung von Menschen mit entsprechender Sozialisation nach Deutschland, ja nach ganz Europa importiert, um ihn dann mittelst eines äußerst mächtigen Medienkartells den geborenen Deutschen anzuhängen, immer deutlicher.

    Weder Merkel noch irgend eine andere dieser zweifelhaften „Größen“, schon gar nicht solche aus dem demokratisch nirgendwo legitimierten Wirtschafts-Koloß „EU“ hat indes einem anderen souveränen Land vorzuschreiben, was es als seine Hauptstadt bezeichnet. Daß man die Anerkenntnis dieser Binsenweisheit „im Falle Israel“ aussetzen will, ist ein einzigartiger Verweis auf Herkunft und Wurzeln dieser Entgleisung. Der Status der Stadt Jerusalem ist jedoch, wie der Warschaus oder Berlins, nicht verhandelbar, noch wird jemand darüber zu verhandeln haben; Jerusalem ist und bleibt die Hauptstadt Israels. Es kann darum, auch nicht partiell, keine Hauptstadt „Palästinas“ sein, weil

    a. es bereits die Hauptstadt Israels ist,

    b. es ein arabisches Land oder Volk namens „Palästina“ nie gab und auch weiterhin nicht gibt; diejenigen, die heute als „Palästinenser“ bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen, sind Araber, deren Vorfahren, außer wenigen Ausnahmen, erst ins Land kamen, nachdem die Juden es kultiviert, Arbeit und Brot geschaffen hatten, nachdem es vorher verfallen, zu weiten Teilen Öd- und Sumpfland gewesen ist, offensichtlich weil die Araber daran nur wenig Interesse hatten.

    „Palästina“ als arabisches Land oder Volk ist ein Mythos, der in den 1970er Jahren durch den damaligen Terrorführer Arafat eingeführt worden ist, der hernach bei der UNO ein „palästinensisches Volk“ reklamierte, das vorgeblich seit tausenden von Jahren diese Region „kultiviert “ habe, eine Propagandalüge, die nicht nur die Kommunisten oder die 68er, sondern auch „der Westen“ bereitwillig schluckte wie so viele andere Lügen auch.

    Nichts davon ist wahr; der Name „Palästina“ ist ein Relikt aus der Römerzeit, die (offenbar in Reminiszenz an die alten Philister) nach der Vertreibung der Juden das vormalige Land Israel respektive die Provinz Judäa bzw. Samaria in „syriae palaestina“ (Syrien-Philisterland“) umbenannte. Seither war dieses Land im Grunde nie selbständig. Die Juden, von denen eine signifikante Zahl allerdings immer in Jerusalem lebte, haben es schließlich aus britischer Hand wiedererhalten, nachdem das Osmanenreich besiegt worden war, zu der es vordem gehört hatte. Die hatten den alten Namen für das betreffende „britische Mandatsgebiet“ wieder aufgegriffen.

    Als „Palästinenser“ wurden seinerzeit allerdings die im Lande lebenden Juden betitelt, während die araber resp. Moslems damit nicht in Verbindung gebracht werden wollen. Land ist auch in großen Teilen von Arabern rechtlich einwandfrei aufgekauft worden. Nicht die Juden haben die Araber vertrieben, sondern die Araber sind gegangen, da ihre Führer ihnen das Land zu verlassen nahelegte, als Israel von den arabischen Staaten niedergerungen werden sollte; sie kamen nie zurück, sondern wurden als rechtlose, vermeintliche „Flüchtlinge“ in Lagern gehalten. (Gewisse Ähnlichkeiten zu heute drängen sich mir auf).

    Der Rest von dem, was wir heute glauben sollen und das seither durch alle Medien geistert, gehört (neben noch ein paar anderen) zu den vielleicht bedeutendsten Propagandalügen, denen die Welt aufgesessen sein dürfte. Die Besatzer, die Land beanspruchen, das ihnen nicht gehört, und zwar für sich allein, sind daher nicht die Juden, sondern die nachgezogenen Araber in x-ter Generation, deren Kinder dafür zwar nichts können, sich jedoch aus Unkenntnis weiter aufhetzen lassen. Die Rolle des Islam, seiner bösartigen Indoktrination und der Sozialisation, die er mit sich bringt, ist dabei unübersehbar.

    Jede Friedensinitiative ist daher fehlgeschlagen, unter anderem weil sie das nicht berücksichtigte, und dies nicht wegen Israel, das lange den Weg schmerzhafter Konzessionen gegangen ist und dafür nichts als Terror, Terror und nochmals Terror erhalten hat, während arabische Terrorführer sich in der Welt als Friedensengel verkauften.

    Um die Angelegenheit endlich zu befrieden, tendiere ich persönlich nach wie vor in die Richtung, daß man den „Palästinensern“ ihr Palästina geben und ihnen bei der Übersiedelung behilflich sein sollte, so sie friedlich und willig vonstatten geht. Dieses Palästina befindet sich allerdings nicht in Israel, sondern es ist Jordanien. Der Rest von denen, die friedlich mit den Juden in einem jüdischen Israel zusammenleben wollen, können und tun dies, mit weitreichenden Rechten versehen, bereits heute.

  4. Ich frage mich immer was passieren würde, wenn sich unsereins so aufführen würde wie die Terrormusels mit den brennenden Trumpfahnen. Sobald denen irgendwas nicht paßt machen die Schokopuddingparty.
    Unser ganzes Land wird geflutet mir diesen Hanseln und wir freuen uns schon über 3000 Pegiden.
    Und in den Medien wird jetzt natürlich nicht über das steinzeitliche Gehabe (hüpfen und treten auf brennenden Fahnen) der Primitiven berichtet, sondern es wird als quasi selbstverständlich dargestellt – wie kann man auch die Merkellanten so fies ärgern. Wo das doch deren „Kultur“ ist. Pöser Trump.
    Nee Leute, Politik hin oder her, die Medien sind die wahre Pest!

  5. Hat Frau Merkel kein Gewissen? Wie kann Frau Merkel es angesichts des Denkmals der Schande, welches in Sichtweite des Reichstages insbesondere die dortigen Machthaber an den Holocaust erinnern muss, wagen, Israel die Hauptstadt verweigern zu wollen? Da muss man doch mal scharf drüber nachdenken, wen die Journaille immer wieder diffamieren will – und wen die Journaille in die Nazi-Ecke drängen will, während Frau Merkel Israel in den Rücken fällt. Glücklicherweise werden aber die israelischen Bürger ihre Hauptstadt behalten, ganz egal, ob Frau Merkel gegen die Juden opponieren will. Dennoch sollte Frau Merkel doch mal scharf drüber nachdenken, wofür dieses Denk_Mal dort genau in der Hauptstadt steht, so in Reichstag Nähe.

  6. Beim aufgezählten „Kompliziertem“ welches Hitler zur Macht verhalf FEHLTE DER ISLAM !

    Was die unfertige Analyse zum Schuldkomplex betrifft: Wir „rechschreiben“ die deutsche Sprache fast immer noch genau so – irrsinnig und okkultistisch – wie die …. na welche …. DIE NAZIS !

    Und wem da gelang in die Tiefen der Irrsinne nach Erklärungen suchend vorzudringen der weiß auch woher der Schuldkomplex kommt….. von der Anbindung an einen Gott der Feind ´des Ewigen der Menschen ist.

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