Muskulöse Männer fahren auf einem schwarzen Schlauch-Boot auf eine Küste zu. Die Männer paddeln kräftig. Sie scheinen es eilig zu haben. An der Küste erwarten sie bereits einheimische Frauen. Eine hält gut lesbar ein Schild mit der Aufschrift „Welcome“ hoch. Es besteht allgemeine Heiterkeit. Die Männer lächeln die hübschen Damen an. Kommt Ihnen diese Erzählung irgendwie bekannt vor? September 2015? Willkommenskultur?

Nein, es ist der Anfang des Rammstein-Videos zum neuen Lied „Ausländer“. Und die Männer, die aus dem Boot steigen, sind die Bandmitglieder von Rammstein. Die an der Küste ankommenden Ausländer sind also Weiße. Die einheimischen Frauen übrigens schwarz. Kleidung und Gestus der Band soll wohl an Kolonialherren erinnern.

Amüsant wird das ganze am Ende des Streifens, wo angedeutet wird, dass der interkulturelle Austausch auch in den Schlafgemächern weitergeführt wird. Till Lindemann, der Sänger der Band, singt dazu: „Ich bin kein Mann für eine Nacht, ich bleibe höchstens ein, zwei Stunden.“

Zum Ende des Videos tauschen hellhäutige Kinder mit Kraushaaren auf. Offensichtlich Ergebnisse dieses interkulturellen Austausches. Leider müssen die muskulösen Männer nun aber weiterziehen und lassen die weinenden Kinder bei ihren Müttern zurück. C’est la vie (so ist das Leben)!

Auch hier mögen dem einen oder anderen Zuschauer vielleicht Parallelen zur deutschen Willkommenskultur kommen. Mit diesen Assoziationen und Doppeldeutigkeiten wird aus dem Lied auf jeden Fall ein sehr amüsanter Spaß.

Die Band zum deutschen Andreas Gabalier-Phänomen auszurufen, wäre aber sicher falsch. Der österreichische Sänger legt sich offen mit dem linken Mainstream an und macht aus seiner Liebe zu Österreich und seiner Kritik an der Genderideologie kein Geheimnis.

Rammstein dagegen provoziert verkaufsfördernd, ohne dem Mainstream wirklich weh zu tun. Dennoch wird es interessant sein zu sehen, wie die Linksmedien auf dieses Video reagieren. Youtube hat es am Mittwochmorgen bereits mit einer Altersbeschränkung versehen.

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44 KOMMENTARE

  1. Geiles Video. Nach 24 Stunden schon gut 4 Millionen Abrufe, und das ohne großes pushen durch die Mainstreammedien, da kommt der Rezo nicht ran.

  2. Und die Kommentare auch deaktiviert-Meinungsunfreiheit Made in Merkill-Deutschland.

  3. Also die sind LINKS, da ist kein Anflug von Kritik an derzeit herrschenden Flüchtlingspolitik oder sowas in der Art. Diese latente Provokation dient einzig und allein der Verkaufsförderung.

    Und wer Metal mag, findet dutzende andere Band, die wesentlich besser sind.

  4. Bitte, keinen Witz über schwarze Frauen mit Schlauchbootlippen…

    Tja, Rammstein und die Provokation.
    Das war ja von Anfang an deren Masche, die gerade in Verbindung mit „Neuer Deutscher Härte“ und dem rollenden „R“ ganz gut funktioniert hat.

    Interessanterweise war deren Provokation aber immer derart gestaltet, dass jeder alles in Videos und Texte hineininterpretieren konnte, die Bandmitglieder waren da auch immer sehr sparsam mit ihren Aussagen.

    Stellt sich die Frage: Wollen da Linke auch bei den Rechten ihren Kram verkaufen oder haben Rechte Sorgen, im linken Kültürbetrieb ins Abseits gestellt zu werden oder ist das einfach nur eine Combo von Unpolitischen, die Musik machen und davon – gut – leben wollen?
    https://www.rollingstone.de/rammstein-exklusives-interview-mit-till-lindemann-und-flake-lorenz-343190/

    Und wenn die Herren Rammstein nach den letzten Auskoppelungen behaupten, unpolitisch zu sein, dann ist das nur schwer glaubhaft.

  5. Durch den Klimamist, wurde absichtlich vond er illegalen Migration abgelenkt. Wer hat sich in den letzten Monaten damit beschäftigt?

  6. @PimPap 29. Mai 2019 at 18:56
    Richtig! Das sind keine Patrioten. Gehe da mit „Flammpanzer 29. Mai 2019 at 19:01“ und „nicht die mama 29. Mai 2019 at 19:02“ konform. Verkauft sich halt auch bei Rechten und wie man sieht wird’s dann auch noch bei PI gepusht. Oh man. Der Autor wollte wohl auch so punkten. Frage mich unabhängig davon aber auch, was das für ein Satz sein soll: „Auch hier mögen dem einen oder anderen Zuschauer vielleicht parallel zur deutschen Willkommenskultur kommen.“
    Fazit: Weiter zum nächsten Beitrag, den kann man auslassen.

  7. Rammstein ist eine erklärtermaßen linke Band (siehe „Lied“ „Links“). Abgesehen davon sind die meisten Texte unterirdisch primitiv und die Themenwahl mehr als dubios. Vielleicht ist dies aber auch nur „kommerzielle Dekadenz“? Auf jeden Fall kann ich nirgendwo bei dieser Band auch nur den geringsten positiven Ansatz in unserem Sinne finden. Für mich absolut inakzeptabel.

  8. Das Video zeigt nur die bösen Weissen aus der Kolonialzeit.

    Und deshalb müssen wir es jetzt auch anders herum ertragen.

    Darum Welcome, Party, Schätze her.

  9. Wer keinen Reisepass und kein Visum hat, ist nicht willkommen!
    Wer unsere Gesetze und unsere Kultur nicht respektiert, ist nicht willkommen!
    Wer bei uns leben will, sich aber nicht bedingungslos anpasst, ist nicht willkommen!
    Wer Forderungen stellt und auf unsere Kosten leben will, ist nicht willkommen!

    Wer willkommen ist und wer nicht, bestimmen WIR!

  10. Rammstein’s Texte sind nichtssagend. Man könnte das auch als Kritik am Kolonialismus verkaufen, um jetzt immer in der politischen Korrektheit mitzuschwimmen. Am Ende geht es um Aufmerksamkeit und verkaufte Tonträger. Da gab es in der Vergangenheit schon andere Künstler, die ähnliches gemacht haben. Die Neurechten werden jetzt als Konsumentengruppe erkannt.

    Persönlich denke ich, dass Künstler, die politisch agieren, damit oft ihre musikalische Einfältigkeit kompensieren wollen. Also man bekommt da oft nur Durchschnittswahre und Rammstein ist so ein musikalischer Ramschstein und bei den Texten kannste dich auch verarscht vorkommen. Wenn schon politisch, dann kräftig derbe.

    Bin vor kurzem auf den Liedermacher Makss Damage aufmerksam geworden. Das ist das richtige, um mit einem Ghettoblaster durch einen Ausländerblock zu ziehen und Ärger zu suchen. Ehrliche Musik, die die Verzweifelung einer verlorenen Jugend in Merkeldeutschland auf den Punkt bringt.

    Rammstein ist zum wegklicken. Auch deren SM-Attitüde, die grundlegend mitschwingt, macht es bedenklich da als Groupie mitzumachen.

  11. Schließe mich den kritischen Kommentaren an. Der deutschen Sache dient das Video nicht. Ich finde es eher gefährlich, weil es bei zahlreichen verstrahlten Zeitgenossen zu blödsinnigen Schlußfolgerungen führt wie: „Wir haben die Dritte Welt mit unseren Kolonien ausgebeutet; also müssen wir jetzt die Menschen von dort bei uns aufnehmen.“

  12. Wie wäre es wohl in Deutschland gelaufen, wenn statt der jungen muskulösen Schwarzafrikaner lauter junge schlanke Schwarzafrikanerinnen hier eingefallen wären……

    Ich stelle mir gerade vor, wie unsere jungen Männer mit Blumensträußen und „Welcome-Schildern“ diese Schönheiten an den Bahnhöfen empfangen hätten.

    Wir hätten Männer in der Midlife-Crisis inmitten von schwarzen Bikini-Schönheiten in Schwimmbädern gesehen, eifrig bemüht, den jungen Damen das Schwimmen beizubringen.

    Auch wären wir des öfteren älteren Herren in unseren Städten begegnet, wie sie, eine Schwarzafrikanerin an der Hand, von Amt zu Amt eilend, derselben tagtäglich Unterstützung anbieten.

    Ach, ich könnte hier endlos weiter erzählen….

  13. Wir sind jetzt eine Kolonie Afrikas.

    Unsere neuen Herren haben alle Privilegien.

    Wir arbeiten für sie…….

  14. Wer echt schöne Musik will, dem empfehle ich Marie Huana, zum Beispiel mit dem Titel „Demokratie“, oder „Früher war alles viel besser“,oder, paßt auch gut in die Zeit „Konsum“.

  15. Rammstein habe ich bisher erfolgreich ignoriert.
    Sie sind etwas für weichgespülte Nullen, die sich einen Rocker-Anstrich verpassen wollen und das natürlich mit einer Heckscheibenaufschrift am Dacia kundtun.

  16. Das ist was für kleinen links-grünen Stubenscheißer…und Schulschwänzer 😀

  17. Der grundlegende Fehler dieses Artikels und der meisten Kommentare ist folgender:

    1. Man sucht in der Musik und in der Kunst immer eine politische Botschaft. Das ist Quatsch und man passt sich damit bereits dem Duktus des Mainstream an, der mit Musik und Kunst Politik machen WILL. Musik und Kunst sollte als unpolitische Ablenkung gesehen werden. Wenn man dies nicht tut, findet man sich im Mittelalter wieder, als Hofnarren ihre aufgesetzte Herrschaftskritik hinter „Kunst“ verbergen mussten/wollten und als Fabeln geschrieben werden mussten.

    2. Man teilt Musik und Kunst in Links und Rrrrächtz (also in Gut und Böse) ein. Wenn hier selbst von Patrioten in Links und Rechts unterteilt wird, wird nur die Spaltung der Gesellschaft und die daraus resultierende Unfähigkeit einer sachlichen Kritik („Querfront“) unmöglich gemacht.

    3. Wenn man im patriotischen Lager so weit ist, dass man auf ein Unternehmen wie eine Band setzen muss, um seine Ziele, Wünsche oder auch nur Kritik zu äußern, dann ist ohnehin alles zu spät.

    Systemtreue Hofnarren gibt es bereits genug, wenn man wieder systemkritische Hofnarren braucht, hat der Widerstand ein Problem.

  18. Und noch ein Nachbrenner zum Video selbst: Hier geht Rammstein mit einem Schlauchboot an Land. Die Invasoren stechen zwar mit Schlauchbooten in See, aber an Land gehen sie mit einem Schiff.

  19. Ich fand es gut,und wenn ich mir dann nocht,
    die Roth oder Künast,mit Schnappatmung vorstelle,
    den Anton,wie er gerade seinen Monitor zertrümmert,
    wird mir ganz anders…
    Ich denke allerdings auch,daß da keine politische Aussage im Vordergrund steht,
    eher einen verkaufsfördernden Skandal…
    Man schaue sich nur das nächste Video „Deutschland“ an, und ziehe seine eigenen Schlüsse!

    https://www.youtube.com/watch?v=NeQM1c-XCDc

  20. @ Cesare Beccaria 29. Mai 2019 at 21:51
    „Der grundlegende Fehler dieses Artikels und der meisten Kommentare ist folgender:“

    dank an cesare fuer seinen schluessig begruendeten kommentar.
    ich schliesse mich dem vollinhaltlich an, aber auch tolki und bunti.

    trotzdem ist es fuer die schulung der rhetorik in der taeglichen agitation wichtig,
    die moegl. argumentationsstraenge/schemata/ansaetze des gegners zu erkennen,
    um diese fachgerecht logisch zu zerlegen und im kontern zu nutzen.

    welche eigene gegentaktik zum einsatz kommt, haengt von der wichtigkeit ab:
    eine einzeltherapie unter 4 augen ist ineffizient, ein voller saal waere besser.
    uebung macht den meister, und rhetorischer erfolg suechtig.

  21. Glaube ich nicht! In der Welt – im Kulturteil – stand, dass sich Rammstein mit diesem Album vom Deutschen gelöst haben und nun anti-nationalistisch und antiautoritär seien, zudem auch internationalistisch und weltbürgerlich. Gegen die Erwartungen und die ganzen Vorurteile, die die Band seit Anbeginn begleiten. So ähnlich zumindest… und das Welt-Feuillton hat doch eigentlich recht, oder? 😉

  22. Ach ja, zudem sind die musikalisch inzwischen auf Schülerband-Niveau angekommen!

    Also wer Rock oder Metal mag, findet fast immer qualitativ höherwertiges und besseres (leider meistens nichts deutsches 🙁 )!

  23. Ziemlich komische lustige Parodie auf die Kolonialisten. aber eine politische Überhöhung ist wohl etwas daneben. aber barbusige Eingeborenenfrauen, das geht gaaaarnicht, das ist ja höchst sexistisch, wo bleiben die politisch korreketen Feministinnen? Das gehört zensiert!

  24. Die Szene mit dem Löwen als Interpretationsmöglichkeit für den Vergewaltigungsasylant / Neger!

    Bestes Meme!

  25. Ich war auf dem ersten Konzert der Europa-Tournee.

    Klar, Musik ist Geschmackssache aber mir hat es sehr gefallen. Dazu eine Bühne und Bühnenshow, die von den Lichteffekten und Pyrotechnik tatsächlich überragend war.

    Politik hat auf einem Konzert nichts zu suchen…naja, nicht ganz.

    5 Reihen vor mir hob einer den rechten Arm mit einer Glatze und einem albernen „Walhalla“-Fantasy-Pullover zum Lied „Deutschland“. Die Reaktionen rings herum waren Stinkefinger zeigen „Hau ab“, „blödes Ar****och“ und ähnlichen Rufen.

    In diesem Falle hatten die Leute recht.

  26. „Mit diesen Assoziationen und Doppeldeutigkeiten wird aus dem Lied auf jeden Fall ein sehr amüsanter Spaß.“

    Gehts noch PI?

    Früher… als ich noch politisch völlig uninteressiert war… da habe ich Rammstein gehört! Heute… als politisch informierter deutscher Bürger… beginne ich die sich selbst als LINKS verorteten bayrischen Musiker zu hassen… mit jedem „neuen Video“ mehr…

  27. Man kann den Song „Ausländer“ so interpretieren:

    1. Schwarze Einheimische sind unter sich und freuen sich ihres Lebens.
    2. Dann kommen weiße Männer im Schlauchboot an Land.
    3. Sie poppen die einheimischen Frauen.
    4. Die einheimischen Männer unternehmen nichts dagegen.
    5. Die Frauen bekommen weiße Kinder.
    6. Die weißen Männer verschwinden mit ihrem Schlauchboot wieder.
    7. Einer verpasst die Abfahrt, will hinterher, aber eine Einheimische hält ihn zurück.
    8. Später wird er, also der weiße Mann, König der Einheimischen.

    Wenn man jetzt schwarz durch weiß ersetzt und umgekehrt, dann ist der Song nicht nur eine Parodie, sondern eine Vision.

  28. Keine Ahnung, auf mich wirkt es eher so:

    Kolonialzeit haben die Weißen verbrochen.
    Nun beschwert euch nicht, wenn die Schwarzen zu euch kommen.

    Rammstein erzieht doch auch bloß.

    Das war übrigens Tanzstil aus Gambia.
    Sehr genial, das in voller Action und live zu erleben.

    Aber hier sollen die bitte auch wieder verschwinden. Tschüßikowsky.

  29. Ach, wenn sie doch wirklich nur ein bis zwei Stunden bleiben würden…..

    Jedenfalls haben die linken Massenmedien jetzt wieder was zum Rumheulen. Schade, dass Rammstein aber (wie schon mit dem vorherigen Video) nur ihre Verkaufszahlen erhöhen wollen, sich aber nicht trauen, eindeutig Stellung zu beziehen.

  30. @Made in West-Germany
    Aber das Gleichnis hinkt, denn die Invasoren, die zu uns kommen gehen nicht wieder, weder freiwillig noch mit Gerichtsurteil. Sie bleiben und werden immer mehr.

    Die gelernten SED-Bürger Rammstein sind ja erklärtermaßen antideutsch und links, also macht das Video keinen Stich bei mir.

  31. Ach Leute, die Sache ist doch viel komplizierter, als hier dargestellt wird. Diese Jungs hier…

    https://www.youtube.com/watch?v=a9AwJG1ATlA

    waren immer schon politisch inkorrekt. Die Qualitaetsfeuilletons in den Qualitaetsmedien haben das immer schon gewusst und uns vor ihnen gewarnt (nur eines von vielen Beispielen).

  32. Durchblicker 30. Mai 2019 at 17:28
    „@Made in West-Germany

    Die gelernten SED-Bürger Rammstein sind ja erklärtermaßen antideutsch und links, also macht das Video keinen Stich bei mir.“

    Nur weil Manche das glauben, ohne die Texte/Musik von Rammstein zu kennen, sind Rammstein noch lange nicht antideutsch und auch nicht links.

  33. Berichtigung zu 23:29

    Meiner Meinung nach ist Rammstein kommerzieller Dreck und nicht auf der Seite der Menschen, die die ungeregelte Migration, diese EU- und die Expansion des Islam in Europa kritisieren.

  34. @Stefan Cel Mare
    In England gibt es einige patriotische Pop-Musiker, die sich der Arbeiterklasse verbunden fühlen, wie Morrissey oder Johnny Rotten etc.. In Deutschland gibt es das nicht !!!

    @Made in Germany West
    Nenn mir doch mal einen patriotischen Song von Rammstein. Oder von einem anderen erfolgreichen Pop-Musiker in der BRD.

  35. Witzig! Das Video und viele Kommentare hier. ^^

    Erstens kann es völlig egal sein, wie das Video, der Text, das Gesamtkunstwerk „gemeint“ ist. Denn die Wirkung und seine Deutung sind eben nicht in der Hand des Autors. Das ist nun leider pöhse Theorie aus der Geisteswissenschaft, aber simpel genug, um es auch für Empiristen evident zu machen. Wer heute beispielsweise „Willkommen liebe Mörder“ von Heinz Rudolf Kunze hört, dem wird es ohne ausdrückliche (und grotesk hilflose) Anleitung des Autors unmöglich sein, den eigentlichen Sinn zu erkennen. Selbst ein Linker (oder gerade) wird eindeutig den Bezug zu ausländisch-migrantisch-muselmanischer Gewalt herstellen. (Welche dann umgehend negiert würde.)

    Zweitens ist es ebenso absurd, von einem erfolgreichen Künstler den Pathos vaterländischer Hingabe zu erwarten, nur um sich dann empören zu können, wenn er auf dem medial-sozial-wirtschaftlichen Scheiterhaufen landet. Wer nicht gerade Falung-Gong-Anhänger ist, der wird seine Sympathien oder aufrührerischen Gedanken wohlweislich verpacken oder verschweigen. Als gelernte DDR-Bürger und da sozialisierte Künstler sind Ex-Feeling B aka Rammstein sicher geübt in derlei Gratwanderung.

    Drittens: Die Jungs sind wenn überhaupt etwas, dann subversiv. Links, rechts, ist denen höchstwahrscheinlich völlig egal. Sie scheißen offensichtlich auf jede Konvention und zwar genau deshalb. Die sind Punk in seiner ursprünglichen, nicht maodurchtränkten Neo-Form.

    Also hört auf, dasselbe wie die Commies zu machen. Jeden, der nicht ins Raster paßt zum Feind zu erklären. Wir haben wahrlich echte Feinde genug …

  36. Durchblicker 30. Mai 2019 at 22:40

    @Made in Germany West
    Nenn mir doch mal einen patriotischen Song von Rammstein. Oder von einem anderen erfolgreichen Pop-Musiker in der BRD.

    ——–
    Z.B. „Das ist mein Land“. Allerdings muss man schon zwischen den Zeilen lesen und gucken. Dann kommt auch die Erkenntnis. Dumpf sind Rammstein nämlich nicht.

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