Als die Israelis aus dem Gaza-Streifen abzogen, glaubten viele an den Einzug von Frieden und Demokratie. Es gab sogar Wahlen, die Welt war zufrieden. Die Palästinenser zeigten allerdings sogleich, bis wo ihr Demokratieverständnis reicht: Bis zur Wahl der radikalen Hamas. Nun droht in Palästina ein Bürgerkrieg zwischen der Hamas, die die Regierung stellt und Präsident Abbas, der der Fatah angehört.

Andrea Seibel fragt in der Welt: „Krieg oder Neuwahlen“ und sorgt sich um Israels Sicherheit:

Wenn es um rohe Machtinstinkte geht, scheinen alle formaldemokratischen Versuche der Beruhigung und Befriedung fehl am Platz. Die martialischen Bilder, die hasserfüllte junge bewaffnete Palästinenser in Gaza zeigen, sprechen eine deutliche Sprache: Was nutzen Wahlen und ein Parlament, wenn wieder nur die Kalaschnikow zählt? Israel ist von einer Kultur der Gewalt umringt. Noch ist der Libanon-Feldzug nicht beendet, denn die Hisbollah ist stärker als zuvor. Iran droht mit der Bombe und auch die Imponderabilien der US-amerikanischen Außenpolitik bezüglich Irak werfen ihre Schatten.

Und nun schon wieder die Palästinenser. Israel zog sich aus Gaza zurück, es wurden Wahlen abgehalten. Doch entgegen allen Erwartungen und Hoffnungen gewann die radikale Hamas. Seither ringen die Palästinensergruppen um eine „Einheitsregierung“, nun fällt das Wort Bruderkrieg. Mit ihrer anhaltenden antiisraelischen Vernichtungsrhetorik hat sich die Hamas-Führung politisch desavouiert. Die Verweigerung internationaler Hilfe war nötig und konsequent.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas versucht in dieser seit Jahren nicht mehr so gefährlichen Situation den ungewöhnlichen Schritt: Die Macht von Hamas legal zu brechen und mit Neuwahlen deren Niederlage einzuleiten, denn offensichtlich glaubt er an seinen Wahlsieg. Ein Wunder, hätte er Erfolg.

Bei SpOn macht Ulrike Putz es sich leichter. Dort ist natürlich Israel an allem Schuld, weil es überhaupt existiert. Man beruft sich auf John Ging.

Ging ist Direktor der UNRWA, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, das sich der Palästinenser angenommen hat, seit diese mit der Gründung des Staates Israel 1948 aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Da haben wir’s: Weil Israel gegründet wurde, wurden die Palästinenser in die Hoffnungslosigkeit getrieben. Im Gazastreifen bestand diese Hoffnungslosigkeit als Israel ihn besetzte und jetzt, nach dem Abzug, besteht sie weiter.

Das eigentliche Drama aber ist, dass die Palästinenser in Gaza „effektiv in einem einzigen großen Gefängnis leben“, sagt Ging. Nach dem Abzug der israelischen Besatzungstruppen im letzten Jahr habe Aufbruchstimmung geherrscht, die jedoch alsbald in Hoffnungslosigkeit umschlug. „Jeder hatte mit einem wirtschaftlichen Aufschwung gerechnet, wenn die Grenze zu Ägypten erst einmal offen wäre.“

Schuld auch hieran: Israel. Damned if you do and damned if you don’t.

Stattdessen sei jeder Handel zum Erliegen gekommen, weil die Grenze de facto geschlossen blieb: Auf israelischen Druck sei der Personen-Grenzübergang Rafah nur 14 Prozent der vorgesehen Zeit geöffnet gewesen.

Aber Ging ist ein gerechter Mann. Er gibt nicht ausschließlich Israel die Schuld:

Nun ist Ging keiner, der alle Schuld bei den Israelis sucht. Wenn er von der Hamas spricht, packt ihn der Heilige Zorn: „Die Hamas wusste, dass die Hilfsgelder nicht mehr fließen werden, wenn sie die Bedingungen der internationalen Gemeinschaft nicht anerkennt“, sagt er. „Sie haben es trotzdem nicht getan, das war unverantwortlich. Die Partei hat in Kauf genommen, dass das Volk leiden wird.“ Von den internationalen Geldgebern sagt Ging, dass sie natürlich das Recht hätten, ihre Hilfszahlungen einzustellen. „Aber dann darf man sich nicht wundern, wenn aus dem Leidensdruck Gewaltbereitschaft wächst.“ Es sei nicht berücksichtigt worden, dass die palästinensische Regierung von jeher mit über 70 Prozent von fremder Hilfe abhängig gewesen sei. „Da lösen ausbleibende Hilfslieferungen Chaos aus.“

Der Hauptschuldige am Elend ist – klar – der israelische Jude, danach kommen wir, der Westen, weil wir durch ausbleibende Hilfslieferungen den Leidensdruck und somit die Gewaltbereitschaft der Palis verstärken. Nur einer ist nie Schuld, und das sind die Palästinenser selbst, die nichts anderes können als hassen und töten. Ein Schelm, wer da an einen Zusammenhang mit dem Islam denkt. Denn der bedeutet ja Frieden, und Schuld sind immer alle anderen.

(Spürnase: Bernd Dahlenburg)

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7 KOMMENTARE

  1. Ich finde es sehr erfreulich, daß die Pallis nun bevorzugt mit sich selbst beschäftigt sind.

    Der SpOn-Artikel macht doch richtig gute Laune!

  2. würden diese palis so viel energie und herzblut in den wirtschaftlichen aufbau stecken wie sie in den kampf gegen israel investieren, könnte es den menschen bestens gehen. aber warum sollten sie sich um eine wirtschaftliche selbstständigkeit bemühen, wenn ihnen das geld wie zucker in den arsch geblasen wird? aber wenn das geld dann auf einmal (aber nicht überraschend) nicht mehr fliesst, sind alle anderen am leiden der palis schuld – nur nicht die palis selbst.

    es ist zum kotzen.

    hoffentlich sind sie jetzt lange genug mit sich selbst beschäftigt. so lange sie sich gegenseitig selbst abmurksen können sie nicht gegen die zivilisierte welt aktiv werden. die zivilisierte welt sollte es allerdings unterlassen, irgendwelche humanitären hilfen zu leisten. man sollte die in ruhe ihren bruderkrieg durchziehen lassen und ab und zu mal vorbeischauen, wie viele noch übrig sind.

  3. @Tiqvah

    So meinte ich es.
    Wobei selbst die EU dann noch so blöd ist Geld zu überweisen an die Palinesen wenn die Hamas offen mit Vernichtung droht.
    Wobei Typen wie der Olmert auch nicht viel besser sind, ich hoffe das Israel endlich mal aufwacht und endlich eine „Zero Tolerance Politik“ gegen das Pali-Terroristengesindel durchsetzt.

    @Golem
    Falsch. Den Arabern bringt erst dann Öl etwas wenn sie Amerikaner ins Land holen die das aus der Erde pumpen können.
    Selber sind die zu blöd dafür.
    Und selbst das reicht oftmals nicht, siehe Irak: Ein reiches land, völlig verarmt trotz milliarden Hilfen und riesigen Ölquellen, weil die Araber zu 90% einfach blutrünstige Idioten sind.

  4. Ein Tag Waffenstillstand in Palästina!!!

    „Ex-Minister entführt

    Die Lage in den Palästinensergebieten ist zwar deutlich ruhiger als am Wochenende. Dennoch gab es auch heute wieder Tote und Verletzte in beiden Lagern. Mehrere Menschen wurden vom politischen Gegner verschleppt. Beide Seiten wollen mit Geiseln in der Hand ihre Position bei möglichen Verhandlungen stärken.

    Am Abend wurde bekannt, dass Unbekannte ein hochrangiges Mitglied der Fatah-Bewegung entführt hatten. Es handelte sich laut einem Fatah-Sprecher um den früheren Minister für die Belange von Gefangenen, Sufian Abu Saida. Er wurde nach wenigen Stunden wieder frei gelassen. Fatah-Leute hatten ebenfalls am Abend einen Kassam-Kommandeur in ihre Gewalt gebracht.

    Schon am Morgen kam es vor dem Amtssitz von Abbas zu neuen Feuergefechten. Mehrere Stunden später lieferten sich rund zwei Dutzend Maskierte und Bewaffnete eine Straßenschlacht. Ein 16-jähriger Passant wurde von einer Kugel in den Hals getroffen und schwer verletzt. Am Abend brannten Hamas-Anhänger das Haus des Bruders eines Fatah-Führers im nördlichen Gazastreifen nieder und entführten zwei Verwandte.

    Später kam es zu den tödlichen Schüssen auf einen Fatah-Aktivisten. Der 22-Jährige sei ums Leben gekommen, als die Angreifer eine Wohltätigkeitseinrichtung der Fatah in Dschabalija stürmten, sagten Rettungskräfte. Fünf weitere Fatah-Anhänger seien verletzt worden.

    Die Fatah setzte ihrerseits ein Büro der Hamas in Brand und entführte einen Funktionär der radikalislamischen Bewegung. Die Hamas erklärte, sie fühle sich dem Waffenstillstand verpflichtet, behalte sich aber das Recht auf Selbstverteidigung vor. Auch die gemäßigtere Fatah rief ihre Kämpfer auf, nur zu schießen, wenn ihr Leben in Gefahr sei.

    Die rivalisierenden Palästinenserorganisationen hatten sich am Sonntagabend auf eine Waffenruhe verständigt, nachdem es am Wochenende bei heftigen Kämpfen Tote und Verletzte gegeben hatte.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-455333,00.html

    Weiter so, VOLLE KRAFT voraus!!

    Und wir Deppen zahlen dann wieder den Aufbau!!

    Kotz, würg, spotz!!!

  5. @Ruud

    „Wobei Typen wie der Olmert auch nicht viel besser sind, ich hoffe das Israel endlich mal aufwacht und endlich eine „Zero Tolerance Politik“ gegen das Pali-Terroristengesindel durchsetzt.“

    Das Problem liegt wohl auch daran, dass je Großzügiger und Bereitwilliger d. EU, UNO usw. mit d Palis ist, desto feste ziehen sie den Strick an unserem Hals! Es so zu spüren ist wirklich nicht angenehm! Was ja sehr deutlich ist, wenn irgendwelche „Großtier“ hier war, oder unsere Politiker bei denen, da ist immer mehr Zwang danach da, mit den Palis „Frieden“ Machen zu sollen.. und lauter solche Sachen, die man weis, dass sie nicht Stand halten werden! Doch sowohl der EU, wie auch d USA nimmt Israel gegenüber die islamisch/arabische Ländern gegenüber als Joker in der Hand! Um eigene Nützen zu haben bei denen, wollen sie Israel zu Dingen zwingen, die ähnlich lebhaft ist, wie ein tot geborenes Kind!

    Tiqvah Bat Shalom

  6. yeaaaah partytime !!!

    einfach zu schade … wenn man nicht genau wüsste dass morgen oder übermorgen wieder israel ins fadenkreuz rückt, wäre jetzt die richtige zeit für massive waffenhilfslieferungen an beide lager.

    mal sehen was muslimmarkt wieder für verschwörungstheorien für die ursache des konfliktes hervorbringt.

    wie auch immer … wenn das so weitergeht brauch ich kein weihnachtsgeschenk mehr :- )

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