Die meisten Amerikaner wissen wenig bis nichts über den Konflikt um die Westsahara [Westsaharakonflikt; nahezu 100 Prozent der Einwohner sind Muslime] oder die selbsternannte, ursprünglich kommunistische „Befreiungsfront“ Frente Polisario (einst durch den ehemaligen Sowjetblock unterstützt).

Die Obama Administration und der Kongress richten ihren Fokus auf andere Probleme im Mittleren Osten. Doch der Konflikt um Marokko, Algerien und zehntausende von Sahraoui-Flüchtlingen (Ureinwohner der umkämpften Gegend), die in westalgerischen Flüchtlingslagern als Gefangene verharren, stellt eine humanitäre Krise dar und kreiert eine weitere Brutstätte des Terrorismus und des Drogenschmuggels, welcher diesem folgt.

Andere haben ausführlich über die Ursprünge der Auseinandersetzung geschrieben. Die Westsahara wurde 1975 von Spanien [einstige Kolonialherrschaft] zum größten Teil Marokko (sofern der Rest auf Mauretanien über ging) überlassen. Wie J. Peter Pham erklärt, „angestachelt durch Algeriens sozialistischen starken Mann Houari Boumédienne, wies die Polario Front das Madrid-Abkommen zurück und forderte stattdessen die volle Unabhängigkeit für die Gegend und startete eine Guerilla-Kampagne gegen die marokkanischen und mauretanischen Kräfte, welche die Kontrolle übernahmen, nachdem sich die Spanier zurückgezogen hatten.“ Waffenstillstände und internationale Bemühungen in den folgenden Dekaden schlugen fehl in der Lösung der Auseinandersetzung. Dann im November 2005 initiierte der König von Marokko in einem Versuch, dem Konflikt ein Ende zu bereiten, einen internen Dialog, und in 2007 reichte Rabat bei der UNO einen Autonomieplan ein, „der nicht nur lokal gewählte Verwaltungen beinhaltete – inklusive Niederlassungen von Exekutive, Legislative und Judikative – welche für die ‚autonome Sahararegion‘ geschaffen würden, sondern auch Ideen über Bildung und Recht sowie dem Versprechen, dass finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt würden, um die Staatseinnahmen, welche lokal eingenommen werden, zu ergänzen.“

Die Vereinigten Staaten, die EU und andere beklatschten Marokkos Vorstoß. Und vor kurzem legte der US-Kongress seine Stimme dazu, als eine parteiübergreifende Mehrheit von Senatoren Hillary Clinton schrieb und sie zum Engagement in der Lösung des Saharakonflikts drängte. „Der Brief von 54 Senatoren, angeführt von der Nachrichtendienste-Komitee Vorsitzenden Dianne Feinstein (Kalifornien), führt ‚wachsende Instabilität‘ und ‚besorgniserregende Entwicklungen‘ in Nordafrika an, die Terrorismus züchten könnten. … Spezifischer, die Senatoren drängten Clinton einen ‚ernsthaften und glaubwürdigen‘ Vorschlag aus 2007 von Marokko zu verfolgen, der mit Ausnahme von Symbolen marokkanischer Hoheit wie Währung, Grenzpolitik und Außenpolitik, Autonomie in der Region errichten würde.

Was steht also im Weg? Ein niederträchtiger Komplex von Algerien (darauf aus, seinen Einfluss in der Region zu behaupten), die jetzt Al Kaida freundliche Polisario und ein Durcheinander von internationalen Verfechtern der Polisario verhinderten bisher, was im Allgemeinen als das einzig durchführbare Arrangement angesehen wird, um den Konflikt zu lösen. Uahra Chagaf, jene Frau welche gewählte Repräsentantin von Tarfaya (Heim von Tausenden, welche die Unabhängigkeit begrüßen würden) ist, erklärt das Dilemma:

„Der marokkanische Unabhängigkeitsplan wurde der UN übermittelt, erhielt viel Unterstützung und wurde als ernsthafter und kritischer Plan angesehen. Das Ziel hinter der Aufgabe ist, das Problem zu einem Ende zu bringen, aber auch Frieden, Wohlstand, Wohlfahrt und Würde für die Bevölkerung zu ermöglichen“, während man unter marokkanischer Souveränität steht. Sie erklärt, „wir haben eine Reihe von Verhandlungen in guter Absicht und Offenheit angefangen mit der Bereitschaft, Überarbeitungen zu akzeptieren, doch leider versucht Algerien immer, irgendein Hindernis zu sein, und will nicht einmal die Polisario für sich selbst entscheiden lassen. Ich denke diese wären zur Akzeptanz bereit, wenn sie denn berücksichtigt würden.“

Sie beobachtet, dass die Sahraoui Leute

„einen hohen Preis mit Leid in den Lagern und in der Trennung ihrer Familien zahlen. Diese Bevölkerung besteht aus Älteren, Frauen und Kindern; sie werden ihrer Bewegungsfreiheit beraubt. Sie werden ihrer Meinungsfreiheit beraubt.“

Sie merkt an, dass sie eine gesetzmäßig gewählte Führerin der Sahraoui Leute sei, während die ungewählte Polisario ein Ende des Leides der Flüchtlinge verhindere.

Was wollen die Marokkaner? Zu Anfang, verlangten sie, dass externen Gruppen der Zugang zu den Camps [in Westalgerien] erlaubt ist, eine Volkszählung durchführen, die Bedürfnisse der Flüchtlinge bestimmen und diese mit Reisedokumente versorgen, damit man sich bewegen und Entscheidungsfreiheit über den gewünschten Lebensstandort ausüben kann. Algerien hat diesen Zugang verweigert, behauptet jedoch seine Hoheit über die Lager. (Weil die genaue Zahl von Flüchtlingen unbekannt ist, haben die Polisario und Algerien die Möglichkeit die Nummer aufzublasen, wie ein Experte erklärte, „erbitten und erhalten sie exzessive humanitäre Hilfe.“)

Was gewinnt Algerien durch anfachen des Konflikts? Zahra lächelt und sagt,

„ich denke, dass Algerien unter einem regionalen Komplex leidet – ein Überlegenheitskomplex. Sie möchten Führer der Region sein. Sie halten die Flüchtlinge in den Lagern – es ist die einzige Karte die sie spielen müssen, um mehr Hilfe zu erhalten und genügend Einkünfte einzubringen, um im Ausland an Plätzen wie Frankreich und Spanien zu leben.“ Sie hofft, dass die USA und andere Mächte Algerien unter Druck setzen werden und endlich die Sache lösen helfen. Marokko, erklärt sie, hat die Infrastruktur um diesen Leuten Schulen, Spitäler und Sozialeinrichtungen bereitzustellen. „Der Autonomieplan könnte morgen eingeführt werden.“

Warum sollten sich die USA dafür interessieren und was ist die Gefahr, wenn die Auseinandersetzung vereitert? Sie erklärt, dass ihre Stadt im tiefen Süden am meisten in Gefahr ist. Eine unkontrollierte Grenze und ein Zustrom illegaler Einwanderung (inklusive vieler HIV Patienten), Waffenschmuggel, Drogenhandel und schließlich überfluten Al Kaida Terroristen das Gebiet.

„Wir halten bereits jetzt Al Kaida Mitglieder fest. Es gibt Angriffe in Mauretanien. Wir brachten die Terrorgefahr vor zehn Jahren zu Sprache. Und jetzt sind die großen Mafiaorganisationen von Südamerika mit diesen in Kontakt und setzen den Drogenhandel in Gang. Die Sicherheit der Region ist in Gefahr.“

Mbarka Bouaida, eine anderes weibliches Parlamentsmitglied von Südmarokko, erklärt, dass obgleich die USA den Autonomieplan unterstützten, „es nicht eine Priorität ist. Wir verlangen, dass es eine Priorität wird.“ Sie hebt hervor, dass es nicht einfach nur ein humanitäres Problem oder ein Nordafrikanisches Problem ist.

„Es ist ein regionales Problem sobald man einen Al Kaida Ableger sieht. Es ist bisher ein kleiner Zweig, doch die Zukunft wird sehr kompliziert, wenn wir die Politik nicht davon abhalten [ein Referendum zu verhindern].“ Sie begründet dies damit, dass „solange wir eine unkontrollierte Grenzregion haben, man nicht den Menschen-, Waffen- und Schmuggelhandel kontrollieren könne – und wir beobachten gegenwärtig Entführungen in Mauretanien.“

Nur in der heutigen, seltsamen Welt kann ein Rest sowjetischer Befreiungsgruppen, die noch immer Unterstützung von Castro’s Kuba erhalten – und für das gewaltsame Trennen von Kindern von deren Flüchtlingsfamilien um in Kuba indoktriniert zu werden, verurteilt wurden – und die Ausreise von Lagerflüchtlingen einschränken, welche vielleicht dauerhaft nach Marokko abreisen möchten, die Aufmerksamkeit und Zuneigung der Welt für sich beanspruchen kann, während eine der am meisten verwestlichten, progressivsten und egalitärsten muslimischen Nationen um Erlaubnis bitten muss, Selbstbestimmung und Sozialeinrichtungen jenen zu gewähren, die beides wollen. Dies ist eine harte Lektion für Marokko, welches internationale Anerkennung und Legitimität sucht (anstatt eine unilaterale Deklaration der Unabhängigkeit auszugeben [wie bspw. der Kosovo] und einer Einladung für Flüchtlinge nach Marokko zu kommen); in keiner Art und Weise der einfachste Weg zur Konfliktlösung.

Wenn die Obama Administration ehrlich in funktionierenden multilateralen Institutionen interessiert ist, „die Herzen und das Denken“ der „islamischen Welt“ gewinnen will, den Einfluss des kommunistischen Kubas verhindern, und das Einschleichen islamischer Terroristen verlangsamen will, wäre ein guter Ort, um damit zu beginnen, den Fokus auf die Lösung, ein für alle Mal, des nagenden Konflikts zu legen, der sehr gut den ganzen Rest von Nordafrika entflammen könnte.

Übersetzung aus dem Englischen von „die Realität“. Der Originalartikel „Why the Western Sahara matters“ von Jennifer Rubin wurde im Original exklusiv auf commentarymagazine.com – auch die Bibel der Neokonservativen genannt – publiziert und ist hier zu finden. Jennifer Rubin ist bei COMMENTARY freie Redakteurin und Hauptbloggerin

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30 KOMMENTARE

  1. Die Polisario schoß und schießt aus allen Rohren. Auch Passagiermaschinen haben sie schon mal vom Himmel geholt.

    Die Bereinigung der Situation könnte bald erfolgen, denn die Region, und da wird kein Geheimnis verraten, steht unter aufmerksamer Beobachtung….

    http://www.airforce.com/

    http://www.af.mil/

  2. Wer keine Lobby hat ist arm dran.
    das gilt im Land und das gilt auch international.
    Alles andere ist Gewäsch.

  3. In der Preussischen Allgemeinen stand mal in etwa: „…die afrikanischen Despoten mal wieder in Genf, um weitere Milliarden an Entwicklungshilfe einzufordern, während deren Frauen durch die Einkaufsmeilen schlendern und in 2 Stunden mehr Geld ausgeben, als ein normaler europäischer Arbeitnehmer in seinem ganzen Leben als Nettolohn erhält…

    wie wahr! wie wahr!

    Ich bin ja schon immer der Meinung, dass man Afrika wieder unter den europäischen Staaten aufteilen sollte. Auf alle Fälle ginge es dem Kontinent und den Menschen dann bedeutend besser.

  4. Warum ein derart

    „einseitiger“ Artikel auf PI ?

    Das tut doch nun wirklich nicht not ….

    Der könnte ja direkt aus dem marokkanischen

    Propagandaministerium abgeschrieben

    worden sein !

    Schon mal die Schmerzensschreie der im

    Foltergefängnis von Kenitra einsitzenden

    „Sahaouri“ vernommen ?

    ++

  5. Hallo, die im Artikel geschilderten Dinge sind nicht nur einseitig, sondern zum Teil falsch.

    1. Marokko versucht ebenfalls, die Westsahara zu annektieren. Zu Zeiten Francos fand dies den Beifall der ganzen Welt, da Franco angeblich so richtig böse war. („Kampf gegen Rechts(TM)“)

    Dies ist natürlich absurder Quatsch: Franco ist nicht einmal annähernd mit der Faschismuskeule beizukommen. Während des dritten Reiches flohen zahlreiche Juden über die Pyrenäen. Franz Werfel ist einer der bekanntesten Flüchtlinge.

    2. Konfrontiert mit den Ansprüchen Marokkos auf das Territorium beauftragten die VN (= Vereinten Nationen) den Internationalen Gerichtshof mit einer gutachterlichen Stellungnahme. Am 15. Oktober 1975 wies der Internationale Gerichtshof die marokkanischen Ansprüche zurück.

    Trotz dieser rechtlichen Klärung schloss Spanien am 14. November desselben Jahres ein dreiseitiges Abkommen mit Marokko und Mauretanien ab, in dem es die Souveränität über das Territorium diesen beiden Staaten übertrug. Beide Länder fielen in das Gebiet ein und annektierten es.

    Spanien schloß dieses Abkommen ab, da man das Franco-Trauma so aufarbeiten wollte.

    3. Es vergingen fast sechzehn Jahre, bis, am 19. April 1991, der Sicherheitsrat die Resolution 690 verabschiedete, die ein detailliertes Programm zur Durchführung eines freien und gerechten Referendums und die Aufstellung der UNO-Blauhelmtruppe MINURSO enthielt.

    Seither wird der Friedensprozess blockiert durch das Problem der Identifizierung der Menschen, die zur Abstimmung berechtigt sein sollen.

    Marokko hat immer wieder versucht neue Wählergruppen zu benennen, die weit über das hinaus gingen, was die Registrierungsmission der VN festgestellt hat.

    4. Was bedeutet das? Soll damit, nach mehr als 25 Jahren, das Recht auf Selbstbestimmung eines Volks, immerhin eines der Grundpfeiler der Charta der Vereinten Nationen und des Völkerrechts, den Entscheidungen von zwei Parteien überantwortet werden, die keine Legitimation besitzen, welche von einem frei geäußerten Mandat der betroffenen Bevölkerung herrühren würde?

    Wer kann sicher behaupten, dass die Polisario die rechtmäßige Vertreterin des Sahrauischen Volkes ist?

    Wer möchte behaupten, dass das Königreich Marokko berechtigt ist, im Namen des Sahrauischen Volkes zu sprechen und zu verhandeln?

    Fazit:

    Man hätte von Anfang an den Annektionsbestrebungen Marokkos und Algeriens sowie dem Terror der Polisario durch eine starke Hand und Militäraktionen begegnen müssen.

    Da die westliche Welt jedoch in ihrem Kampf gegen Rechts(TM), in diesem Fall Franco, blind für die eigentlichen Probleme ist, wurde nichts unternommen.

  6. ich weiß ja nicht ob das hier bei PI in Vorbereitung ist – oder von anderen Usern bereits geschildert wurde.
    Aber es kam heute bei RTL Aktuell ein großer Bericht über einen Türken aus Berlin der auf die Rückgabe seines Brautgeldes klagt weil ihm die Minderjährige Ehefrau nach Prügeleien abgehauen ist. Und das ganze geschieht mitten in Deutschland. Ich denke das sollte doch hier bei PI in erhöhtem Maße einen Bericht wert sein.

  7. Kuba??? Na, wenn da nicht mal jemand das Thema benutzt um sein eigenes Süppchen zu kochen. Aber immerhin liest sich das hier weit seriöser als die wirren Thesen einer Pamela Geller. Ich bewerte das als Fortschritt. 😉

  8. @6
    Ja Franco war eine freundlicher Mensch.
    Auch Franco wäre beinnah an Hitlers Seite in den Krieg gezogen. Ich halte es für Schwachsinn diese Faschisten als Opfer im Kampf gegen Rechts zu bezeichnen. Er war ein Faschist.
    Er ist mit dem heutigen Kampf gegen Rechts nicht zu vergleichen

  9. OT: Bild-Newsticker…

    http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=12287220.html

    Mittwoch, 21. April 2010, 18:40 Uhr

    Somalia: Piraten gefasst

    Die französische Marine hat vor der Küste Somalias sechs Piraten festgenommen. Das teilte die EU-Mission gegen Piraten, Atalanta, in Brüssel mit. Die Seeräuber versuchten demnach in der Nacht zu Dienstag, das französische Versorgungsschiff „Somme“ zu kapern, welches Nachschub für die EU-Marinemission liefert. Die Piraten hielten das bewaffnete Boot offenbar für ein Handelsschiff. Bei einer Verfolgungsjagd konnte die französische Marine sechs Seeräuber auf zwei Booten stellen. Es war bereits das zweite Mal innerhalb von sechs Monaten, dass Piraten irrtümlich die „Somme“ angriffen.

    nicht festnehmen, einfach nur abknallen!… weil:

    Mittwoch, 21. April 2010, 19:21 Uhr

    Piraten drohen mit Sprengung von Tanker

    Somalische Piraten haben mit der Sprengung des von ihnen gekaperten südkoreanischen Supertankers „Samho Dream“ gedroht, falls sie nicht 20 Millionen Dollar Lösegeld erhalten sollten. Der 333 Meter lange 320 000-Tonnen-Tanker war auf dem Weg vom Irak in die USA. Er hat Öl im Wert von 170 Millionen Dollar an Bord. Die 24 Besatzungsmitglieder – fünf Südkoreaner und 19 Philippinos -werden als Geiseln festgehalten.

    10 BW-Soldaten auf jeden Kahn – anstatt in diesen verkommenen RdF-Ländern den Arsch für nix hinhalten – und Ruhe ist im Puff!

  10. Ich habe noch nie verstanden, wieso in der Wüste Staaten entstehen sollten. Was macht man da den ganzen Tag? Die Westsahara ist die Vollwüste. Da gibt es genau Sand und Luft und sonst nichts. Die offenen Ozeane gelten als Niemandsland bzw. internationales Territorium. Das wäre auch für die Sahara der angemessene Status. Staaten in der Vollwüste dienen erfahrungsgemäss einzig als sicherer Hafen für Wegelagerer und Terroristen.

  11. Ich kann dem Artikel auch nicht ganz begrenzt folgen, ein paar Kritikpunkte (Stichwort Völkerrecht) wurden schon genannt. Worauf beruht die Einschätzung, die Polisario sei mittlerweile „al-Qaida-freundlich“? Man kann der Polisario vieles vorwerfen, aber bestimmt nicht, dass sie islamische Prioritäten setzen würde. Auch kulturell ist das marokkanische Volk viel stärker an den Islam gebunden als das sahrawische.

  12. @ruhrgebiet

    Nein, Franco wollte nicht in den zweiten Weltkrieg eintreten, da das Land gerade drei Jahre Bürgerkrieg hinter sich hatte.

    Hitler hatte Franco gedrängt, in Gibraltar (gehörte damals wie heute der englischen Krone) einzumarschieren.
    Als Franco dies verweigerte, wollte Hitler die Erlaubnis, Wehrmachtstruppen durch Spanien reisen zu lassen, um Gibraltar zu besetzen.
    Auch dies lehnte Franco ab.

    Spanien war wie Schweden und die Schweiz während des gesamten zweiten Weltkrieges neutral.

    Im Gegensatz zur Schweiz war es in Spanien wesentlich einfacher für Juden, auf der Flucht nach Amerika durchzureisen.

    DAS steht in jedem, selbst linkem, Geschichtsbuch.

  13. OT.
    Für Differenzierung in der Vorurteilsforschung…….. Bekenntnis zu den Werten einer offenen Gesellschaft
    …………>Benz Antimuslimismus<<>>>>>>> unter Muslimen abzielen…………….

    Der kritische Hinweis auf die Bedeutung von Religion gegenüber den Grundrechten oder hinsichtlich des Status von Frauen in der Gesellschaft………. hat nichts mit Aversionen gegen Minderheiten zu tun…………

    Er steht vielmehr für das Bekenntnis zu den Werten einer offenen Gesellschaft.

    Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Politikwissenschaftler und Soziologe, hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes in Brühl, Lehrbeauftragter an der Universität zu Bonn, Herausgeber des „Jahrbuchs für Extremismus- und Terrorismusforschung“, Brühl.

    16. 04. 2010 – Armin Pfahl-Traughber http://www.bnr.de/content/fuer-differenzierung-in-der-vorurteilsforschung

  14. schon mal von der blauen division gehört?
    Oder das Franco durch Hitlers Hilfe an die Macht kam?
    Oder das er ein faschistischer Diktator war?
    oder das er gegen eine gewählte Regierung putschte?
    Das er sympathien für das dritte reich hatte?
    das er deutschland mit wichtigen Rohstoffen versorgte?
    Das faschistische Spanien mit der Schweiz und Schweden zu vergleichen ist eine Frechheit.
    Auch Stalin hat Deutschland vom Faschismus befreit, trotzdem ist er verantwortlich für den Tod millionen von menschen
    les mal hier nach
    http://de.wikipedia.org/wiki/Francisco_Franco

  15. #13 ruhrgebiet (21. Apr 2010 20:22)

    Falsch! Franco hat sich beharrlich geweigert mit AH in den Krieg zu ziehen.

    1. Er musste erstmal nach dem verheerenden Bürgerkrieg im eigenen Land sein Regime stabilisieren.

    2. Angesichts der fürchterlichen Zerstörung Guernicas durch die Legion Condor, war ihm eine Schlachtgemeinschaft mit AH nicht geheuer.

    AH war bitter enttäuscht und abgrundtief wütend angesichts der Hilfe, die er Franco im Bürgerkrieg gewährte. Aber Franco ließ sich nicht beirren.

    Andererseits blieb er gegeüber den Verlockungen der Alliierten standhaft. Das hätte ihm nach WKII zum Vorteil gereicht.

  16. Ja, die Sahara soll für uns noch von Bedeutung werden, von immenser.

    Wenn es nach unseren Politeliten geht, soll Europa mit Solarstrom aus der Sahara beliefert werden. Pläne gibt es bereits.

    Erdöl von den Saudis, Erdgas durch die Türkei und nun Strom von den Mohamedanerstaaten in Nordafrika.

    Es dauert nicht lange und wir werden uns komplett der Abhängigkeit von Mohamedanern preisgeben. Wenn wir dann nicht so tanzen wie die Pfeiffen ………………… (bleibt Eurer Phantasie überlassen)

  17. Wenn die Obama Administration ehrlich in funktionierenden multilateralen Institutionen interessiert ist…

    Guter Witz. Obama ist nur an einem interessiert: an Obama.

    #1 Bavaria (21. Apr 2010 19:35)

    Wissen das die meisten Deutschen ?

    Bitte, du kannst doch von den meisten Deutschen nicht verlangen sowas zu wissen. GZSZ ist wichtiger!

  18. Immer mehr erschein die gezielte Tötung von Führern, die die Bevölkerung als Geiseln nehmen, als beste Variante. Entweder das, oder ganz raushalten…Aber irgendwie scheinen unsere Politiker auf die eione oder andere Weise überall mit zu verdienen – siehe unseren „ich will rein/Gazprom“ Schröder

  19. @ruhrgebiet

    Zitat:

    „Das faschistische Spanien mit der Schweiz und Schweden zu vergleichen ist eine Frechheit.“

    Zählen Sie doch einfach mal durch, wieviele Juden über Spanien flüchteten und wieviele Juden über die Schweiz flüchteten!
    Dabei darf man natürlich nicht vergessen, daß von Spanien aus der Zugang zu Schiffen vorhanden war, aber viele Juden konnten sich so retten. Die Schweiz war da, was Einreise anging, wesentlich restriktiver.

    Und was die „rechtmäßige“ Regierung angeht:

    Eine Regierung, die zuschaut, während Nonnen vergewaltigt, Priester ermordet, normale Menschen wie du und ich einfach erschossen werden, Kirchen in Brand gesteckt werden, Spanien Goldvorräte VOLLSTÄNDIG nach Moskau zu Stalin verschifft werden (und nie wieder zurückgezahlt wurden), ist keine rechtmäßige Regierung, sondern ein Terror-Regime.

    Was glauben Sie, warum George Orwell die „Farm der Tiere“ nach seinem Kampf auf Seiten der Republikaner schrieb?

  20. >sie werden ihrer Bewegungsfreiheit beraubt. Sie werden ihrer Meinungsfreiheit beraubt.<
    Ist im Islam doch systemimmanent.
    Solange keine beleidigten Opfer von dort hier einwandern und helfen, unser Sozialsystem auszusaugen, können die sich in Nordafrika meinetwegen bekämpfen bis aufs Blut und sich mit Waffenschmugglern und HIV-Verbreitern rumschlagen. Hoffentlich lesen unsere Guties solche Artikel nicht, sonst werden sie sofort lautstark dafür plädieren, sämtliche Insassen der Flüchtlingslager "aus humanitären Gründen" mit Mann und Maus ins deutsche Sozialparadies zu holen.

  21. Der Artikel ist völlig einseitig.
    Der Konflikt wird so dargestellt, als ob die Triebkräfte allein politischer Art wären.
    Wichtige Gründe bleiben völlig außen vor.

    Der Autor hätte z.B. kurz mal nach Wikipedia schauen müssen, um zu erkennen, daß es wohl nicht ganz so einfach ist.

    Dann mach ich das mal für ihn:
    Die West-Sahara hat eines der größten Phosphatvorkommen der Welt!
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40605784.html

    Vor den Ufern befinden sich außerordentlich reiche Fischgründe, Off-Shore-Ölvorkommen.
    http://awsa.org.au/?page_id=4

    Im Landesinneren wird nach Chrom und Uran gesucht. Etc.

    Den Rest kann man sich zusammenreimen.
    Hier wird das große Geschäft gemacht!
    Das hier ist keine Landtagswahl von NRW, liebe PIler, hier geht es um Rohstoffe im ganz großen Stil, wo jeder Mächtige ein Stück vom Kuchen abbekommen will.

    In diesem Kontext ist der Artikel…naja, ich sage mal, ziemlich provinziell.

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